I
I bzw. i (gesprochen: [i&dehn;]) ist der neunte Buchstabe des lateinischen Alphabets u. ein Vokal (auch wenn er unter bestimmten Bedingungen konsonantisch ausgesprochen werden kann). Der Buchstabe I hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 7,55%. Er ist damit der dritthäufigste Buchstabe in deutschen Texten.
I, Robot (Film)
I, R. ist ein Science-Fiction-Film von Alex Proyas aus dem Jahr 2004, frei nach Isaac Asimovs gleichn. Buch (dt.: ''Ich, der Roboter'') von 1950. Der Kinofilm wurde in Deutschland am 5. August 2004 veröffentlicht.
I.G. Farben
Die I.G. Farbenindustrie AG, kurz I.G. F. oder auch IG Farben, war das seinerzeit größte Chemieunternehmen der Welt mit Sitz in Frankfurt a. M., das 1926 aus einer Vielzahl von Chemieunternehmen gebildet wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sollte auf Beschluss des Alliierten Kontrollrates die I.G. F. wegen der Verstrickungen mit dem NS-Regime aufgelöst werden. Dazu wurde die I.G. F. wieder in eigenständige Firmen zerschlagen u. der verbleibende Rest als Rechtsnachfolgerin in I.G. Farbenindustrie AG i. A. (IG Farben iA; das i. A. steht für „in Abwicklung") umbenannt. Trotz einer Insolvenz Ende des Jahres 2003 sind die Aktien der „IG Farben iA” auch im Jahr 2008 noch börsennotiert.
I2P
I2P (Abk. für ''Invisible Internet Project'', dt.: ''Unsichtbares Internet-Projekt'') ist ein Freie-Software-Projekt mit dem Ziel, ein anonymes/pseudonymes Netzwerk zu schaffen, welches eine einfache Übertragungsschicht mit dem Nutzen der Anonymität u. Sicherheit für Applikationen zur Verfügung stellt. Das Netzwerk selbst ist nachrichtenbasiert (wie IP), bietet aber auch eine Bibliothek an, die Streaming von Daten erlaubt u. TCP ähnelt.
Die Kommunikation ist an beiden Enden verschlüsselt (dafür werden insgesamt vier Schichten zur Verschlüsselung je Paket verwendet). Auch die Empfangspunkte sind wiederum durch Verschlüsselungsverfahren geschützt (größtenteils besteht diese aus einem Paar öffentlicher Schlüssel).
I Am Legend (Film)
I A. L. ist ein US-amerikan. Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2007 mit Will Smith in der Hauptrolle. Vorlage für das Drehbuch ist der Roman „Ich bin Legende” von Richard Matheson. Dieses Thema wurde bereits in ''The Last Man on Earth'', ''Der Omega-Mann'' u. ''I Am Omega'' verfilmt.
IATA-Code
IATA-Codes sind von der International Air Transport Association (IATA) vergebene Codes, mit denen vor allem Flughäfen, Fluggesellschaften u. Flugzeugtypen eindeutig abgekürzt werden.
Iberische Halbinsel
Die I. H. (oder Pyrenäenhalbinsel) lässt sich als der Teil Europas beschreiben, der südwestlich der Pyrenäen liegt.
Spanien, Portugal, das Fürstentum Andorra u. Gibraltar sind die heutigen Staatsgebilde auf der Halbinsel. Spanien nimmt etwa 6 Siebtel der Fläche ein. Portugal liegt an der Westküste. Andorra liegt im Nordosten, auf dem Grenzgebirge zu Frankreich. Gibraltar an der Südspitze der Halbinsel ist eine britische Kronkolonie.
Ibiza
I. ([i.&beton;βi.θa], katalan. Eivissa) ist die drittgrößte Insel der spanischen autonomen Region Balearen u. die größte Insel der Pityusen. I. hat eine Fläche von 572 km², der Hauptort ist Ibiza-Stadt (katal. ''Ciutat d’Eivissa''). Auf I. leben 113.908 Ew. (Stand: 2006) dauerhaft, davon sind 23.735 (20,8%) offiziell gemeldete Ausländer (''Residentes''), darunter 3.066 (2,7%) Deutsche.
Zusammen mit der südlich gelegenen Insel Formentera (7.957 Ew.) u. zahlreichen kleineren u. unbewohnten Felseninseln bildet I. die Inselgruppe der Pityusen. Amtssprachen sind Spanisch (Kastilisch) u. Katalanisch, der auf der Insel vorherrschende katalan. Dialekt wird Ibizenk genannt.
IBM
Die International Business Machines Corporation (IBMC) ist eines der ältesten US-amerikan. IT-Unternehmen mit Sitz in Armonk bei North Castle im US-Bundesstaat New York, das mittlerweile weltweit führende Unternehmen für Hardware, Software u. Dienstleistungen im IT-Bereich ist.
Ibrahimović, Zlatan
Zlatan Ibrahimović (* 3. Oktober 1981 in Malmö) ist ein schwed. Fußballspieler bosniakisch-kroat. Abstammung.
Ibsen, Henrik
Henrik Johan Ibsen (* 20. März 1828 in Skien/Norwegen; † 23. Mai 1906 in Kristiania, damaliger Name von Oslo) war ein norweg. Schriftsteller u. Dramatiker. Er schrieb gesellschaftskrit. Werke.
Ibuprofen
I. ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika, der zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen u. Fieber eingesetzt wird. Chemisch gehört es in die Gruppe der Arylpropionsäuren.
I²C
I²C (für Inter-Integrated Circuit, gesprochen ''I-Quadrat-C'' oder engl. ''I-square-C'') ist ein von Philips Semiconductors entwickelter serieller Datenbus. Er wird benutzt, um Geräte mit geringer Übertragungsgeschwindigkeit an ein eingebettetes System oder eine Hauptplatine anzuschließen.
ICalendar
I. ist ein Standard zum Austausch von Kalenderinformationen u. wird im RFC 2445 definiert. Der Standard ist auch unter dem Namen iCal (nach dem gleichnamigen Programm) oder ICS (der Bez. der spezifischen Dateiendung) bekannt. Er löst vCalendar ab.
ICD-10
→Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme.
ICE
→Intercity-Express.
ICE 3
Der ICE 3 ist ein Hochgeschwindigkeits-Elektrotriebwagenzug der Deutschen Bahn. Vier von insges. 66 Einheiten werden von der Nederlandse Spoorwegen (NS) betrieben. Die für 330 km/h zugelassenen u. mit bis zu 320 (Frankreich) bzw. 300 km/h (Deutschland) planmäßig verkehrenden Triebzüge machen rd. ein Viertel der etwa 260 Fahrzeuge umfassenden Intercity-Express-Flotte aus.
50 Züge verkehren als Einsystem-Variante als Baureihe 403 in Deutschland sowie zum Bahnhof Basel SBB. 17 Einheiten (darunter vier der NS) sind mehrsystemfähig u. verkehren als Baureihe 406 (auch: ICE 3M) nach Amsterdam u. Brüssel. Sechs der 17 Züge wurden als Baureihe 406F (auch: ICE 3MF) für grenzüberschreitenden Verkehr nach Frankreich ausgerüstet.
Ice Age
I. A. ist eine US-amerikan. Filmkomödie aus dem Jahr 2002, die ursprünglich von 20th Century Fox als Zeichentrickfilm geplant war. Nach den kommerziellen Flops der mit traditioneller Zeichentricktechnik hergestellten Filme ''Anastasia'' u. ''Titan A.E.'' sowie der parallelen Erfolgsgeschichte der Pixar-Produktionen wurde ''I. A.'' komplett computeranimiert von Blue Sky Studios umgesetzt.
Hierfür wurde die Zahl der Mitarbeiter im Produktionsstudio kurzfristig von rd. 65 auf mehr als 170 erhöht. Diese arbeiteten fast zwei Jahre an der Umsetzung, bevor ein Großteil wieder entlassen wurde. Eine Vielzahl verschiedener Trailer u. anderer Werbemaßnahmen für Internet u. Kino steigerten die Gesamtproduktionskosten auf 75 Millionen US-Dollar.
Die Fortsetzung ''Ice Age 2: Jetzt taut’s'' lief nach dem Erfolg des ersten Teils 2006 in den Kinos an.
Ice Cube
I. C. (dt.: Eiswürfel), (* 15. Juni 1969 in South Central Los Angeles, Kalifornien; eigentl. Name ''O'Shea Jackson'') ist ein afroamerikan. Rap-Musiker u. Filmschauspieler.
Iced Earth
I. E. ist eine US-amerikan. Power-Metal-Band unter Leitung von Jon Schaffer.
Ice-T
I. (* 1958 in Newark, New Jersey; eigentl. ''Tracy Marrow'') ist ein US-amerikan. Musiker u. Schauspieler.
ICE-Unglück von Eschede
Das I. v. E. war ein Zugunglück, das sich am 3. Juni 1998 auf der Bahnstrecke Hannover–Hamburg in der Nähe der niedersächs. Gemeinde Eschede (Ldkrs. Celle, Strecken-Kilometer 61) ereignete. Bei der Entgleisung des ICE 884 „Wilhelm Conrad Röntgen” (Triebzug 51) kamen 101 Menschen ums Leben, 88 wurden schwer verletzt. Es war bis dahin das schwerste Zugunglück in der Geschichte der Deutschen Bahn AG sowie aller Hochgeschwindigkeitszüge weltweit.
Ich
Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen natürlichen Person, zurückweisend auf das ''Selbst'' des Aussagenden.
Beispiel: „Ich denke, also bin ich”, von René Descartes: ''cogito ergo sum''.
In der sprachlichen Verwendung eines Bezugs ist das Ich in den Begriff der Deixis ''(Hier-Jetzt-Ich-Origo)'' eingebunden, der die grammatikalische Funktion einer ersten Person in der Einzahl entspricht.
Ich+Ich
I. ist der Name eines gemeinsamen Musikprojektes der dt. Musiker Annette Humpe u. Adel Tawil, das melanchol. Popmusik produziert.
Ich-AG
I. (Abk. von ''Ich-Aktiengesellschaft'') bezeichnet ein Einzelunternehmen, das von einem Arbeitslosen gegr. worden ist, der für diese Existenzgründung einen ''Existenzgründungszuschuss'' (EXGZ) erhält. Der Begriff wurde von den Autoren des Hartz-Konzeptes geprägt, ist jedoch nicht amtlich. Der EXGZ war ein Instrument der Arbeitsmarktpolitik. Mit ihm sollte dem Arbeitslosen der Einstieg in die Selbständigkeit erleichtert werden.
Vom 1. Juli 2006 an wird diese Subvention nur noch gezahlt, wenn der Anspruch auf Förderung vor diesem Tag bestanden hat. Neue Bewilligungen sind ausgeschlossen, da die Maßnahme durch den so genannten Gründungszuschuss abgelöst wurde; dieser kann von Arbeitslosengeld-I-Empfängern seit dem 1. August 2006 beantragt werden; Empfänger von Arbeitslosengeld II ("''Hartz IV''") haben dagegen keinen Rechtsanspruch mehr auf Existenzgründungszuschuß.
Ich bin dann mal weg
''I. b. d. m. w. – Meine Reise auf dem Jakobsweg'' ist ein am 22. Mai 2006 in Buchform erschienener Reisebericht des dt. Entertainers Hape Kerkeling.
Ich bin ein Berliner
I. b. e. B. ist ein berühmtes Zitat aus einer Rede von John F. Kennedy am 26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg, anlässlich des 15. Jahrestags der Berliner Luftbrücke u. des ersten Besuchs eines US-amerikan. Präsidenten nach dem Mauerbau am 13. August 1961, mit dem er seine Solidarität mit der Bevölkerung von West-Berlin ausdrücken wollte.
Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!
I. b. e. S. – H. m. h. r.! (oft auch als ''Dschungelcamp'' bezeichnet) ist eine ursprünglich aus Großbritannien stammende Reality-Show, von der RTL bisher drei Staffeln für das dt. Fernsehen produzierte.
Ich bin Legende
I. b. L., auch Ich, der letzte Mensch (orig. ''I am Legend'') ist ein 1954 erschienener Science-Fiction-Roman des amerikan. Schriftstellers Richard Matheson. Es ist das Erstlingswerk des Autors. Der Roman wurde mehrfach verfilmt, u. a. unter dem Titel „I am Legend” 2007 (siehe dort).
Ich heirate eine Familie
I. h. e. F. ist eine insges. 14-teilige Fernsehserie des ZDF, die in den Jahren 1983 bis 1986 entstand. Die Drehbücher schrieb Curth Flatow, Regie führte Peter Weck. Die Filmmusik komponierte Alain Goraguer.
Ich knall euch ab!
I. k. e. a.! (engl. Originaltitel: ''Give a Boy a Gun'') ist ein Roman des US-amerikan. Schriftstellers Morton Rhue, von dem auch der bekannte Roman „Die Welle” stammt. In den USA erschien der Roman im Jahr 1999, in dt. Sprache im Jahr 2002. Er handelt von der alltägl. Gewalt zwischen Schülern u. stellt die Frage, ob Fälle wie der Amoklauf zweier Schüler verhindert werden können.
Ich weiß, dass ich nichts weiß!
I. w., d. i. n. w.! ist ein geflügeltes Wort, das als verfälschende Verkürzung eines Zitats aus Platons Apologie dem griech. Philosophen Sokrates zugeschrieben wird. Es steht bei Platon ursprünglich für die Entwicklung der eigenen Erkenntnis von der Entlarvung des Scheinwissens über das bewusste Nichtwissen hin zur Weisheit als Wissen um das Gute, dessen Wesen das absolute Eine ist.
Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast
I. w., w. d. l. S. g. h. ist ein US-amerikan. Horrorfilm, u. der erste Teil einer Trilogie, aus dem Jahre 1997.
Icon (Computer)
Der engl. Ausdruck I. (von griech.: εικων = Bild, in dt. Übersetzungen von Computerprogrammen meist als ''„Symbol”'' bezeichnet) bezeichnet im Computerbereich ein Piktogramm, das oft eine Datei oder ähnliches repräsentiert.
Eine Analogie zu den Ikonen (welches die korrekte dt. Übersetzung ist) ist möglich, da diese auch sinnbildl. Darstellungen sind.
In Dateimanagern, zum Beispiel dem Windows Explorer (Microsoft Windows) oder dem Nautilus (GNOME) repräsentiert ein I. beispielsweise eine Datei auf der Festplatte oder einen Link. In anderen Programmen sind Icons oft auf Schaltflächen dargestellt, so dass ein Klick darauf eine bestimmte Funktion auslöst. Dieses ist oft bei den sogenannten Symbolleisten der Fall, wo es Icons gibt für die Funktionen Drucken, Speichern, Fettschrift usw.
ICQ
ICQ (Homophon für ''„I seek you”'', zu dt. „Ich suche dich”) ist ein Instant-Messaging-Programm von AOL. Benutzer können damit über das Internet miteinander chatten oder zeitverschoben Nachrichten versenden. Zusammen mit dem AOL Messenger hatte ICQ im Oktober 2005 mit 56% Marktanteil die Marktführerschaft im Bereich Instant Messaging. Das verwendete proprietäre Netzwerkprotokoll heißt OSCAR.
ID3-Tag
Als I. bezeichnet man ein Format für Zusatzinformationen (Metadaten), die in Audiodateien des MP3-Formats enthalten sein können. ID3 steht für ''Identify an MP3''; der engl. Begriff Tag bedeutet soviel wie Schildchen oder Etikett.
Idaho
I. [&beton;aid&eunbet;hou] ist ein Bundesstaat im NW der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Hptst. ist Boise. Der Staat wird auch als ''Gem State'' (Edelstein-Staat) bezeichnet.
Der Name des Staates I. rührt vom indianischen Wort "Ee-dah-how" der Shoshone her, was sinngemäß etwa "Licht auf den Bergen" bedeutet.
Idar-Oberstein
Bild: Idar-Oberstein_Panorama.jpg
Idar-Oberstein: Stadtpanorama
I. ist eine große kreisangehörige Stadt im Ldkrs. Birkenfeld, Rheinland-Pfalz. Sie ist als Edelstein- u. Garnisonsstadt bekannt. – 31791 Ew.
Ideal (Band)
I. war eine Berliner Band der Neuen Deutschen Welle, die zu den erfolgreichsten Kräften dieser Musikrichtung zählte. Bes. bekannt wurden ihre Stücke „Blaue Augen”, „Berlin”, „Eiszeit” u. „Monotonie”.
Ideales Gas
Als I. G. bezeichnet man in der Physik u. Physikalischen Chemie die idealisierte Modellvorstellung eines Gases. Obwohl es eine starke Vereinfachung darstellt, lassen sich mit diesem Modell bereits viele thermodynam. Prozesse von Gasen verstehen u. mathematisch beschreiben.
Idealgewicht
Das I. ist das ''wünschenswerte Körpergewicht'', bei dem ein Mensch eine schlanke Figur hat u. nicht an Adipositas (Fettleibigkeit), Übergewicht oder Untergewicht leidet.
Ideenfindung
I. u. Kreativitätstechnik sind Methoden zur Förderung von Kreativität u. gezieltem Erzeugen neuer Ideen, um Visionen zu entwickeln oder Probleme zu lösen. In Wirtschaft, Politik, Bildung etc. werden dafür gezielt Innovationsworkshops u. ''Innovationsprojekte'' durchgeführt.
Identität
Beim Menschen bezeichnet I. (v. lat. ''idem'', derselbe) die ihn kennzeichnende u. als Individuum von anderen Menschen unterscheidende Eigentümlichkeit seines Wesens. Analog wird der Begriff auch zur Charakterisierung von abgrenzbaren Entitäten verwandt. Bezogen auf unterscheidbare Größen bedeutet ''Identität'' auch eine größtmögl. Übereinstimmung. Bei Ausdrücken bzw. Begriffen, bes. in sprachphilosophisch-mathemat. Zusammenhängen, meint ''Identität'' oft den gleichen Umfang dieser Ausdrücke.
In einem weiteren (sozial)psycholog. Sinne versteht man unter ''Identität'' häufig die Summe der Merkmale, anhand deren sich ein Individuum von anderen unterscheiden lässt: Das erlaubt eine eindeutige Identifizierung. Ein anderes Begriffsverständnis fasst unter dem Begriff „Identität” alle Merkmale, die ein Individuum ausmachen, u. unterscheidet darunter die Ich-Identität (einzigartige Merkmale) u. die Wir-Identität (mit einer Gruppe geteilte Merkmale).
Neben diesem auf ''objektiv vorhandene Merkmale'' bezogenen Begriffsverständnis, u. häufig nicht deutlich von ihm unterschieden, existiert eine Bedeutung einer I., die sich auch auf das ''subjektive Bewusstsein dieser Merkmale'' bezieht.
Ideologie
Der Begriff I. (griech. ιδεολογ&iacgr;α - ''die Ideenlehre'') bezeichnet eine Weltanschauung oder ein System von Wertvorstellungen.
Trotz unterschiedl. Forschungsschwerpunkte in den Wissenschaften wie Philosophie, Politikwissenschaft (Politische I.), Soziologie u. Neue Politische Ökonomie wird der Begriff dort wertneutral u. rein ''beschreibend'' verwendet.
Entsprechend der in der Aufklärung verwendeten Bedeutung als ''Vorurteile, mit denen die Vernunft behaftet ist'', wird der Begriff alltagssprachlich meist pejorativ (abwertend) genutzt, um eine nicht geteilte Weltanschauung als nicht "objektiv" zu kritisieren. Eine I. ist demnach ein fixes Weltbild, das auf feststehenden Grundannahmen beruht, welche ein Ideologe für axiomatisch hält bzw. darauf seinen Wahrheitsanspruch gründet. Es wird somit gleichzeitig eine gewisse "Unverrückbarkeit" der Ansichten impliziert u. ein Festhalten an ihnen um ihrer selbst willen.
Idiocracy
I. ist eine im Jahre 2006 erschienene Science-Fiction-Komödie des amerikan. Regisseurs Mike Judge.
Sie zeigt eine Dystopie der Welt des Jahres 2505, in der eine geistig degenerierte Gesellschaft vor ihrem Ende steht.
Idiom
Unter I. (das; -s, -e; von griech. ιδ&iacgr;ωμα ''idíoma'' „Besonderheit”, „Eigenart”) versteht man die Sprechweise eines bestimmten Kreises von Personen. Zunächst bezeichnet der Begriff in der Allgemeinsprache jede Nationalsprache, dann auch oft Sprachvarianten derselben Nationalsprache mit regionalem Bezug, z. B. eine Mundart.
Idiot
Der I. (von griech. iδι&oacgr;της ''idiótes'' „Privatperson” „Eigentümlichkeit”, „Eigenar” ; latinisiert ''idiōta'' „Laie”, „Pfuscher”, „«Stümper”, „unwissender Mensch”) war in der griech. Antike ein Mensch, der Privates nicht von Öffentlichem trennte (wie Handwerker u. Händler) oder aber jemand, dem das Politische untersagt war (wie Frauen u. Sklaven). Der polit. Raum stand synonym für den Begriff der Öffentlichkeit. Wer private Angelegenheiten nicht im eigenen Haushalt (''„oikos”'') verbarg oder nicht als geeignet für das öffentl. Leben angesehen war (siehe oben), wurde als ''„idiotes”'' (Privatperson) bezeichnet.
Idol, Billy
Billy Idol (* 30. November 1955 in Stanmore, England; eigentl. ''William Michael Albert Broad'') ist ein brit. Pop/-Rock-Musiker.
IEEE 754
Die Norm IEEE 754 (ANSI/IEEE Std 754-1985; IEC-60559:1989 - International version) definiert Standarddarstellungen für binäre Gleitkommazahlen in Computern u. legt genaue Verfahren für die Durchführung mathemat. Operationen, insbes. für Rundungen, fest. Der genaue Name der Norm ist IEEE Standard for Binary Floating-Point Arithmetic for microprocessor systems (ANSI/IEEE Std 754-1985).
IEEE 802
Das IEEE 802 ist ein Projekt des IEEE, welches im Februar 1980 begann, daher die Bez. 802 u. sich mit Standards im Bereich der lokalen Netze (LAN) beschäftigt.
Das Projekt legt Netzwerkstandards auf den Schichten 1 u. 2 des OSI-Schichtenmodells fest. Dabei wird die Sicherungsschicht in die Bereiche LLC (Logical Link Control) u. MAC (Media Access Control) unterteilt.
Die Arbeitsgruppen des IEEE 802 geben aber auch Hinweise für eine sinnvolle Einbettung der Systeme in einen Gesamtzusammenhang (Netzwerkmanagement, Internetworking, ISO-Interaction).
IFRS
→International Financial Reporting Standards.
Igel
Die I. (Erinaceidae) bilden eine Familie von Säugetieren, deren bekannteste Vertreter die in Europa lebenden Arten Braunbrustigel (''Erinaceus europaeus'') u. Weißbrustigel (''Erinaceus concolor'') sind. Insges. umfasst die Familie rd. 25 Arten, die in Eurasien u. Afrika verbreitet sind. Sie teilen sich in zwei äußerlich deutlich verschiedene Unterfamilien, die Stacheligel (Erinaceinae) u. die stachellosen Ratten- oder Haarigel (Galericinae). Die systemat. Stellung der I. ist immer noch umstritten: Diskutiert werden eine Zugehörigkeit zu den Insektenfressern (Eulipotyphla) oder eine Stellung als eigene Ordnung (Erinaceomorpha) an der Basis der Höheren Säugetiere (Eutheria), wobei jüngere Untersuchungen die erstere Variante wieder wahrscheinlicher werden lassen.
Iglesias, Enrique
Enrique Iglesias (''eigentlich Enrique Miguel Iglesias Preysler'') [en&beton;rike i&beton;glesias] (* 8. Mai 1975 in Madrid) ist ein span. Sänger u. Komponist von Filmmusik.
Iglesias, Julio
Julio José Iglesias de la Cueva [&beton;xulio i&beton;glesias] (* 23. September 1943 in Madrid) ist ein span. Sänger, der sich rühmen kann, im Guinness-Buch der Rekorde als erfolgreichster Künstler der Welt gelistet zu sein. Er gilt mit über 250 Millionen verkauften Alben u. 2600 Platin- u. Goldschallplattenauszeichnungen als einer der erfolgreichsten Einzelinterpreten der Geschichte. Er singt in 14 Sprachen, darunter in Spanisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Portugiesisch.
Ig-Nobelpreis
Der I. (von engl.: ''ignoble: unwürdig, schmachvoll, schändlich''), gelegentlich als „Anti-Nobelpreis” bezeichnet, ist eine satir. Auszeichnung, die von der Harvard-Universität in Cambridge (USA) für unnütze, unwichtige oder skurrile wissenschaftl. Arbeiten verliehen wird. Die Verleihung fand erstmals 1991 statt.
Ignoranz
Die I. zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person etwas – möglicherweise absichtlich – nicht kennt, nicht wissen will oder nicht beachtet. Das Wort ist im Deutschen seit dem 16. Jh. belegt u. geht auf das latein. Substantiv ''ignorantia'' = Unwissenheit, Dummheit bzw. das Verb ''ignorare'' = „nicht wissen”, „nicht kennen” (von notus, -a, -um = bekannt u. dem verneinenden in) zurück.
I. wird heute im Deutschen oft als ein Vorwurf an eine Person verwendet, der Desinteresse u. Unwissenheit bis hin zur Dummheit unterstellt wird. Als Gegensatz zur Toleranz gilt die I. auch als die Unfähigkeit oder der Unwille, Nicht-Akzeptanz zu äußern.
I Have a Dream
I H. a D. (engl. „Ich habe einen Traum”) ist der Titel einer berühmten Rede von Martin Luther King, Jr., die er anlässlich der großen Protestkundgebung ''March on Washington for Jobs and Freedom'' am 28. August 1963 in Washington D.C., vor dem Lincoln Memorial, hielt, an der mehr als 250.000 Menschen teilnahmen.
Ijob (Bibel)
I. (auch Hiob oder Job) ist eine Gestalt aus dem AT der Bibel, geschildert im Buch I. Die ihm überbrachten Hiobsnachrichten oder Hiobsbotschaften wurden im allg. Sprachgebrauch sprichwörtlich. Sie bezeichnen übertragen eine schlimme Unglücksnachricht.
Ikarus
I. (bekannt auch unter seinem latinisierten Namen Icarus, griechisch Íkaros) war in der griech. Mythologie der Sohn des Dädalus (griechisch: Daidalos; lateinisch: Daedalus). Beide wurden als Strafe für den Ariadnefaden von König Minos im Labyrinth des Minotauros auf Kreta gefangen gehalten. Da Minos die Seefahrt kontrollierte, erfand Daedalus Flügel für sich u. seinen Sohn. Dazu befestigte er Federn mit Wachs an einem Gestänge. Vor dem Start schärfte er I. ein, nicht zu hoch u. nicht zu tief zu fliegen, da sonst die Feuchte des Meeres bzw. die Hitze der Sonne zum Absturz führen würde. Doch I. wurde übermütig u. stieg so hoch hinauf, dass die Sonne das Wachs seiner Flügel schmolz, die Federn sich lösten u. er ins Meer stürzte. Der Ikarus-Mythos wird im Allgemeinen so gedeutet, dass der Absturz u. Tod des Übermütigen die Strafe der Götter für seinen unverschämten Griff nach der Sonne ist. Nach Ovid ließen die Götter Ikarus aus Rache sterben, weil Dädalus seinen Neffen und Schüler Perdix aus Neid auf sein Können ermordet hatte.
Ikea
I. (Handelsmarke: IKEA) ist ein multinationaler Einrichtungskonzern. Das Unternehmen wurde 1943 von Ingvar Kamprad in Schweden gegr. u. gehört heute der in den Niederlanden registrierten Stiftung ''Stichting INGKA Foundation''.
Ikone
Die I. (von griechisch εικ&oacgr;να, ''ikóna'', „Bild”, „Abbild”; im Gegensatz zu ε&iacgr;δωλο, ''ídolo'', „Trugbild”, „Traumbild” u. ε&iacgr;δος, ''ídos'', „Urbild”, „Gestalt”, „Art”) ist das Kultbild der Ostkirchen, bes. der orth. Kirchen des byzantin. Ritus. Ikonen sind kirchlich geweihte Bilder u. haben für die Theologie u. Spiritualität der Ostkirchen eine sehr große Bedeutung. Der Zweck der Ikonen ist, Ehrfurcht zu erwecken u. eine existenzielle Verbindung zwischen dem Betrachter u. dem Dargestellten zu sein, indirekt auch zwischen dem Betrachter u. Gott. Ikonen werden in der Orthodoxen Kirche weder als Kunstgegenstände noch als Dekoration angesehen.
Ikonografie
Der Ausdruck I. (griech.: ''ikon'' Bild, ''graphein'' schreiben) bezeichnet eine wissenschaftl. Methode der Kunstgeschichte, die sich mit der Bestimmung u. Deutung von Motiven in Werken der Bildenden Kunst beschäftigt. Die Erforschung u. Interpretation von Inhalt u. Symbolik der Bildgegenstände unter Berücksichtigung von zeitgenössischen literar. Quellen wie z. B. der Philosophie, Dichtung u. Theologie, die auf die jeweiligen Motive u. ihre Darstellungsweise Einfluss hatten, wird auch als Ikonologie bezeichnet. Eine erste systemat. Lehre dieser Methode (Ikonologie) legten die Kunsthistoriker Aby Warburg u. Erwin Panofsky vor.
Ikosaeder
Das I. [ikosa&beton;e&dehn;d&eunbet;r] (nach griech. εiκοσ&aacgr;εδρον ''eikosáedron'' = Zwanzigflächer) ist einer der fünf platon. Körper, genauer: ein Polyeder (ein ''Vielflächner'') mit
* zwanzig (kongruenten) gleichseitigen Dreiecken als Flächen
* dreißig (gleich langen) Kanten u.
* zwölf Ecken, in denen jeweils fünf Flächen zusammentreffen
Ikterus
Der I. (engl. ''jaundice''), auch Gelbsucht genannt, ist ein Symptom, welches bei mehreren unterschiedl. Erkrankungen auftreten kann. Er beschreibt eine Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten sowie der Lederhaut des Auges durch eine erhöhte Konzentration von Bilirubin.
Ilias
Die I. gilt gemeinhin als das homer. Epos vom Trojanischen Krieg, jedoch ist der Krieg nur der vorausgesetzte Hintergrund für die Auseinandersetzung zwischen dem „Völkerfürsten” Agamemnon u. dem stärksten Mann des griech. Heeres, Achilleus. Ihre menschl. Vorzüge, aber auch Fehler werden in der ''Ilias'' dargestellt. Zentrales Thema der I. ist der verderbl. ''Zorn des Achilleus'', dessen zeitweilige Weigerung, am Kampf teilzunehmen, unzähligen Achaiern den Tod bringt. Ein zweiter Erzählstrang innerhalb der Gesänge ist der ''Kampf der Götter'' parallel zu dem auf dem Schlachtfeld. Athene, Hera u. Poseidon stehen dabei auf der Seite der Griechen, während Ares, Aphrodite u. Apollon auf Seiten der Trojaner stehen.
Das Epos gilt als das älteste erhaltene Werk der griechischen u. damit der abendländ. Literatur. Seine Niederschrift wird in etwa auf die Zeit um 730 v. Chr. (die Diskussion gibt beiderseits 50 bis 100 Jahre Spielraum) datiert.
Iliosakralgelenk
Das I. bzw Sakroiliakalgelenk oder Kreuzdarmbeingelenk (lat. ''Articulatio iliosacralis'') ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Kreuzbein (''Os sacrum'') u. dem Darmbein (''Os ilium'').
Iljuschin Il-96
Die Iljuschin Il-96 ist ein vierstrahliges Großraumflugzeug des russ. Flugzeugherstellers Iljuschin. Der Erstflug des als Tiefdecker ausgelegten Langstreckenflugzeugs fand am 28. September 1988 in der Version Il-96-300 statt. Die Flugzeugtypen werden in Woronesch hergestellt. Die Hauptkonkurrenz für die Iljuschin Il-96 sind die Modelle Airbus A330/A340 sowie Boeing 767/777.
Illgner, Bodo
Bodo Illgner (* 7. April 1967 in Koblenz) ist ein ehem. dt. Fußballspieler.
Illic, Bata
Bata Illic (serb. ''Bata Ilić''; * 30. September 1939 in Belgrad, Serbien) ist ein serb. Schlagersänger.
Illinois
I. [ili&beton;n&oo;i] ist ein US-amerikan. Bundesstaat. Er liegt im mittleren W u. grenzt im NO an den Michigansee. Der Name kommt aus der Algonkin u. dem Französischen u. bezeichnet das Volk der Illiniwek, das früher das Land bewohnte. Unter anderem befindet sich die Millionenstadt Chicago in I. Der offizielle Beiname I. ist "Land of Lincoln" - Lincolns Land; 1830 zog Abraham Lincoln (16. US-Präsident) nach I., wo er bis zu seiner Wahl als Präsident wohnte u. wo sich heute sein Grab befindet.
Illner, Maybrit
Maybrit Illner, geb. Klose, (* 12. Januar 1965 in Berlin) ist eine dt. Journalistin, Fernsehmoderatorin u. Autorin.
Illuminatenorden
Der I. (von lateinisch ''illuminati'': die Erleuchteten) war eine am 1. Mai 1776 vom Philosophen u. Kirchenrechtler Adam Weishaupt in Ingolstadt gegr. Geheimgesellschaft. Sein Ziel war es, durch Aufklärung u. sittl. Verbesserung die Herrschaft von Menschen über Menschen überflüssig zu machen.
Der I. wurde in Bayern 1784/1785 verboten u. stellte seine Aktivitäten daraufhin ein. Zahlreiche Mythen u. Verschwörungstheorien ranken sich um die angebl. Weiterexistenz des Ordens u. seine vermeintl. Tätigkeiten, wozu unter anderem die Französische Revolution, der Kampf gegen die kath. Kirche u. das Streben nach Weltherrschaft gerechnet werden.
Illuminati (Buch)
''Illuminati'' ist der dt. Titel eines im März 2003 erschienenen Thrillers von Dan Brown (engl. Originaltitel: ''Angels and Demons'', 2000) mit einer weltweiten Auflage von acht Millionen Exemplaren.
Die Handlung rankt sich um die Zerstörung der Institution kath. Kirche, die der Illuminatenorden, ein 1785 verbotener Geheimbund, dessen konspirative Fortexistenz der Roman behauptet, als Racheakt plant. Tatsächliches Motiv ist jedoch die ideolog. Annäherung der kath. Kirche an die Wissenschaft durch den verstorbenen Papst. Ferner geht es um Verschwörung u. Verrat. Die Handlung spielt in der Gegenwart an einem einzigen Tag. Orte der Handlung sind die Schweiz (Forschungsinstitut CERN), Italien (Rom) u. vor allem die Vatikanstadt.
Illuminatus-Trilogie
Die Illuminatus!-Trilogie ist eine Serie von drei Romanen der Autoren Robert Shea u. Robert Anton Wilson. Sie entstand zwischen 1969 u. 1971. Die drei Romane enthalten eine satir. Abenteuergeschichte voller literar. Zitate u. Anspielungen. Sie erzählen eine mit Sex- u. Drogenerfahrungen angereicherte Reise durch mehrere historische u. fiktive Verschwörungstheorien, die die Autoren um den 1785 verbotenen bayer. Geheimbund der Illuminaten herum spinnen. Die Erzählung ist nicht chronologisch, wechselt oft zwischen Erzählperspektiven u. behandelt verschiedene Themen, wie die Gegenkultur der sechziger Jahre, das Problem der Willensfreiheit, Zen, Numerologie u. Diskordianismus.
Der Einfluss des Buches auf die Pop-Kultur in den USA u. anderen westl. Ländern ist groß.
Illusion
I. ''und das ältere, heute ungebräuchliche und praktisch unbekannte Zeitwort „illudieren”'' ist eine Ableitung vom lat. Verb ''illudere''. Dieses wiederum ist eine Zusammensetzung des Verbs ''ludere'' für „spielen” mit der lokalen Präposition ''in''. In der Auffassung „in”-''ludere'' als „innerlich”'' spielen'' gerät Illusion in die Nähe des ähnl. gebildeten dt. Ausdrucks „Gedanken”-Spiel. Von hier leiten sich vielfältige Bedeutungen von ''Illusion'' ab, die sämtlich mit ''Selbsttäuschungen aller Art bis hin zum Selbstbetrug'' zu tun haben. Im Allg. wird unter I. heute eine Täuschung, Um- u. Falschdeutung von Sinneseindrücken verstanden.
Illustration
I. (von lat. ''illustrare'' „erleuchten, erklären, preisen”; Pl. Illustrationen) bedeutet 'das einem Text erläuternd beigegebene Bild', unabhängig von dessen Form oder spezif. Funktion.
Mit I. wird metaphorisch aber auch der Vorgang der sprachl. Erläuterung, also das Veranschaulichen u. Verständlichmachen eines Sachverhalts, bezeichnet.
Ilmenau
Die Goethe- u. Universitätsstadt I. liegt in Thüringen, etwa 40 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Erfurt im Tal der Ilm am Nordrand des Thüringer Waldes. Sie ist die größte Stadt im Ilm-Kreis u. die zwölftgrößte Stadt Thüringens.
I. übt für den südl. Teil des Ilm-Kreises die Funktion eines Mittelzentrums aus. Sie besitzt als einzige Stadt Thüringens, die nicht auch Kreisstadt ist, den Status einer großen kreisangehörigen Stadt. Wichtigster Wirtschaftsfaktor der Stadt ist die Technische Universität, an der etwa 6.600 Studenten eingeschrieben sind. Die Universität ist nach der Friedrich-Schiller-Universität in Jena die zweitgrößte in Thüringen. Weitere Wirtschaftszweige sind die Glasindustrie sowie der Maschinenbau. Historisch bedeutsam waren auch der Bergbau (Kupfer, Silber u. Mangan) u. seit 1777 die Porzellanindustrie. Zunehmend gewinnt auch der Tourismus an Bedeutung. – 26.540 Ew.
I Love New York
I L. N. Y. ist eine US-amerikan. Reality-TV-Show, in der Tiffany Pollard ihre große Liebe finden will. Pollard spielte bereits die Kandidatin „New York” in der Show ''Flavor of Love'', die als Vorbild für ''I Love New York'' diente.
Iltisse
Die I. bilden die Untergattung ''Putorius'' in der Gattung ''Mustela'', zu der auch die Wiesel u. die Nerze gezählt werden. Es gibt drei Arten:
* Europäischer Iltis oder Waldiltis (''Mustela putorius'')
* Steppeniltis (''Mustela eversmannii'')
* Schwarzfußiltis (''Mustela nigripes'')I. sind vorwiegend in gemäßigten Regionen Eurasiens u Nordamerikas beheimatet, ihr Lebensraum sind je nach Art offene Wälder, Steppen oder Grasländer.
Image
Der Begriff I. bezeichnet das innere Gesamtbild, das sich eine Person von einem Meinungsgegenstand macht (z. B. Person, oder Personengruppe, Organisation, Stadt oder Ortschaft), bzw. den unwillkürlich entstehenden Gesamteindruck. Da die Auseinandersetzung mit dem Meinungsgegenstand vor allem affektiv auf der Gefühlsebene erfolgt, werden mit ihm Assoziationen u. Emotionen verknüpft. I. kann darüber hinaus durch fremde Informationen oder Wahrnehmungen gebildet werden. Kennzeichnend für das I. ist, dass es sich im Laufe der Zeit stabilisiert u. verfestigt, obwohl es grundsätzlich einer gewissen Dynamik unterliegt. Es ist folglich ein Stimmungsbild, bei dem weniger der Meinungsgegenstand im Vordergrund steht, sondern vielmehr das damit assoziierte Gefühl. Ein I. kann sowohl positive als auch negative Assoziationen umfassen.
Der Begriff wird in ähnl. Bedeutung verwandt wie die Begriffe Ruf, Leumund, Ansehen, Prestige u. im Geschäftsleben Reputation oder Renommee. Ruhm bezieht sich nur auf die ausgesprochen positiven u. leistungsgeprägten Anteile von Images.
Imam
Der I. ( „Vorsteher, Vorbild”) ist:
* der Vorbeter beim islamischen Gebet (arabisch ''salat''), ob er nun diese Funktion nur einmalig oder amtsmäßig ausführt
* Ehrentitel für einen hervorragenden Muslim („Imam Malik”, „Imam Khomeini”)
* nach schiitischer Auffassung der jeweilige legitime Nachfolger des Propheten Muhammad
Im Angesicht des Todes
I. A. d. T. (Originaltitel: ''A View to a Kill'') ist der 14. von Eon Productions Ltd. produzierte James-Bond-Film. Zum siebten u. letzten Mal trat Roger Moore als MI6-Agent auf. Sein Gegenspieler ist der von Christopher Walken gespielte Max Zorin. Die weibl. Hauptrollen sind Stacey Sutton, gespielt von Tanya Roberts, u. May Day, gespielt von Grace Jones. Als Sir Godfrey Tibbett spielte zudem Patrick Macnee (''Mit Schirm, Charme und Melone'') mit. Zum dritten Mal war John Glen für die Regie verantwortlich.
IMAX
IMAX ist ein von der gleichn. kanad. Firma entwickeltes Kino-System. Es verwendet das größte Filmformat weltweit. Die sich daraus ergebende hohe Auflösung ermöglicht Leinwandflächen von 500 m² u. mehr in ausgezeichneter Bildqualität. Dadurch tritt der so genannte Vektions-Effekt auf: die Zuschauer fühlen sich, als wären sie Akteure des Films. Das Wort „IMAX” entstand aus den Worten „Images maximum”, was zu Deutsch in etwa „größtmögliche Bilder” heißt. Technisch wird das IMAX-System durch die Verwendung von horizontal geführtem 70-mm-Film realisiert.
Imbruglia, Natalie
Natalie Jane Imbruglia (* 4. Februar 1975 in Sydney, New South Wales) ist eine austral. Sängerin, Schauspielerin, Songwriterin u. Model.
International bekannt wurde Natalie Imbruglia 1997 mit ''Torn'' (1996 geschrieben für Trine Rein) u. dem Album ''Left Of The Middle''. Natalie Imbruglia ist die ältere Schwester der Sängerin Laura Imbruglia.
Im Geheimdienst Ihrer Majestät
I. G. I. M. (Originaltitel: ''On Her Majesty's Secret Service'') ist der sechste Kinofilm der von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Filmreihe.
Die Geschichte basiert auf dem 1963 erschienenen gleichnamigen Roman ''Im Dienst Ihrer Majestät'' des britischen Autors Ian Fleming.
Imhoff, Hans
Hans Imhoff (* 12. März 1922 in Köln; † 21. Dezember 2007 ebenda) war ein dt. Fabrikant. Er gründete das nach ihm benannte Imhoff-Schokoladenmuseum in Köln.
Im Krebsgang
I. K. (2002) ist der Titel einer Novelle von Günter Grass. Ähnlich wie in früheren Werken beschäftigt sich Grass hier sehr ausführlich mit der Wirkung der Vergangenheit auf die Gegenwart u. mit deren Verarbeitung. Er flicht in diesem Text verschiedene Handlungsstränge ineinander u. verknüpft dabei Realität u. Fiktion. Während die Ermordung von Wilhelm Gustloff durch David Frankfurter u. der Untergang der ''Wilhelm Gustloff'' reale Ereignisse sind, übertragen die fiktionalen Mitglieder der Familie Pokriefke den Untergang in die heutige Zeit.
Immatrikulation
Die Einschreibung oder I. (in Österreich auch Inskription) an einer Hochschule ist ein Verwaltungsvorgang, bei dem eine Person als Student an der Hochschule aufgenommen u. damit Mitglied dieser Hochschule wird. Die I. erfolgt beim Studierendensekretariat oder Immatrikulationsamt einer Hochschule, der Student wird dann in der Universitätsmatrikel geführt.
Immel, Eike
Eike Immel (* 27. November 1960 in Stadtallendorf) ist ein ehem. dt. Fußballspieler. Er war dt. Nationaltorhüter u. stand unter anderem bei der Europameisterschaft 1988 im Kader des DFB.
Immendorff, Jörg
Jörg Immendorff (* 14. Juni 1945 in Bleckede bei Lüneburg; † 28. Mai 2007 in Düsseldorf) war ein dt. Künstler (Malerei, Bildhauerei u. Aktionskunst).
Immendorff war Hauptschullehrer für Kunst, bevor er eine der bekanntesten deutschen Nachkriegs-Künstlerpersönlichkeiten wurde.
Immer wieder Jim
„I. w. J.” (in Österreich „Jim hat immer Recht!”, Originaltitel ''„According to Jim”'') ist eine US-amerikan. Sitcom, die ganz auf den Hauptdarsteller James Belushi zugeschnitten ist u. seit 2001 vom US-Fernsehnetwork ABC ausgestrahlt wird.
Immission
I. (lat. ''immittere'', hineinschicken, hineinsenden) ist der ''Eintrag'' eines Stoffs in ein System. Der Begriff wird hauptsächlich im Bereich des Umweltschutzes benutzt u. bedeutet hier den Eintrag von Schadstoffen, aber auch von Lärm, Licht, Strahlung oder Erschütterungen, in ein Umweltmedium. Beispiele sind Schadstoffimmissionen in die Luft (Emittenten sind z. B. Autos, Fabriken oder Heizungen), in das Grundwasser (Emittenten sind z. B. Altlasten oder die Landwirtschaft) oder in Flüsse (Emittenten sind z. B. Kläranlagen).
Immobilie
Eine I., auch Liegenschaft oder Anwesen ist im allg. Sprachgebrauch ein Grundstück inklusive darauf befindl. Gebäude u. deren Zubehör. Juristisch u. ökonomisch gesehen ist es „unbewegliches Sachgut”, woher sich auch das Wort I. ableitet: Lateinisch ''im-mobilis'' für eine nicht bewegl. Sache.
Immobilienmakler
Der I. ist häufig ein selbstständiger Gewerbetreibender, der neben der Anmeldung seines Gewerbes in jedem Fall einer behördl. Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung zur Ausübung seiner Tätigkeit bedarf. Diese Erlaubnis umfasst
* die Vermittlung des Abschluss (Vermittlungsmakler) oder
* den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss (Nachweismakler)von Verträgen über
* Grundstücke / Immobilien,
* grundstücksgleiche Rechte,
* vermietete Wohnräume u. gewerbliche Räume. Er erhält für seine erfolgreichen Bemühungen (Erfolgsprinzip) eine Courtage (Maklerprovision).
Zur Vermittlung einer Immobilie wird ein Maklervertrag mit dem Anbieter u./oder dem Nachfrager geschlossen. Dieser/Diese fungieren als Auftraggeber des Immobilienmaklers. Wesentlicher Inhalt ist das so genannte Provisionsversprechen (Courtage) des oder der Auftraggeber, wenn die Tätigkeit des Maklers den angestrebten Erfolg bewirkt. Der Maklervertrag kann schriftlich, mündlich oder durch schlüssiges Verhalten abgeschlossen werden.
Immortal
I. (engl.: Unsterblich) ist eine bekannte Black-Metal-Band. Jedoch wurden von den Bandmitgliedern zuweilen auch Stilbenennungen wie „Holocaust Metal” u. „Dark Fantasy Metal” verwendet. Sie wurde 1990 in Bergen, Norwegen von den Mitgliedern der Death-Metal-Band ''Amputation'' gegr.
Immunologie
Die I. oder Immunbiologie ist die Lehre von den biologischen u. biochem. Grundlagen der körperl. Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren u. Pilzen sowie anderen körperfremden Stoffen wie beispielsweise biolog. Toxinen u. Umweltgiften u. darüber hinaus von Störungen u. Fehlfunktionen dieser Abwehrmechanismen. Sie ist damit eine Teildisziplin der Biologie. Forschungsgegenstand ist das Immunsystem, ein System von zellulären u. molekularen Prozessen, welche die Erkennung u. Inaktivierung von Krankheitserregern u. körperfremden Substanzen realisieren. Diese Prozesse werden unter dem Begriff Immunantwort zusammengefasst. Aufgrund der zentralen Rolle des menschl. Immunsystems bei einer Vielzahl von Erkrankungen ist die I. in der Medizin für das Verständnis, die Prävention, die Diagnostik u. die Therapie von Krankheiten von großer Bedeutung.
Immunsystem
Als I. (vom lateinischen ''immunis'' eigentlich „steuerfrei”, im übertragenen Sinne unberührt, frei, rein) wird das biolog. Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen u. ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das I. ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen u. Molekülen.
Das I. hat eine große Bedeutung für die körperl. Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der belebten Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädl. Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen u. Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind: Bakterien, Viren u. Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) bzw. mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer).
Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz eines Lebewesens bedrohen: Wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit ihre gesunde Funktion verlieren, so sterben sie meist ab u. müssen abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten u. zur Entstehung von Krebs führen.
I’m Not There
I. N. T. ist eine US-amerikan. Filmbiografie über Bob Dylan aus dem Jahr 2007. Regie führte Todd Haynes, der gemeinsam mit Oren Moverman das Drehbuch schrieb.
Impact Factor
Der I. F. oder genauer Journal I. F. einer Fachzeitschrift soll messen, wie oft andere Zeitschriften einen Artikel aus ihr in Relation zur Gesamtzahl der dort veröffentlichten Artikel zitieren. Die Idee ist: je höher der I. F., desto angesehener ist eine Fachzeitschrift. Dies wirkt sich auch auf die akadem. Beurteilung von Wissenschaftlern aus: wer in Zeitschriften mit höherem I. F. publiziert, hat größere Karrierechancen.
Impedanz
Die I. (von lateinisch ''impedire'' = hemmen, hindern) ist in der Elektrotechnik der komplexe Wechselstromwiderstand ''Z'' eines linearen passiven Zweipols, einer Leitung, eines Kondensators, einer Induktivität oder bei der elektromagnetischen (oder auch akustischen) Wellenausbreitung. Weil es sich hierbei nicht um konkrete Widerstände als Einzelobjekte handeln muss, wird unter Fachleuten vorgezogen, zur Unterscheidung diesen Begriff zu nutzen. Die I. hat große Bedeutung bei der Anpassung von Hochfrequenzleitungen, aber auch bei der Wellenausbreitung im freien Raum. Wenn zum Beispiel die Eingangsimpedanz eines Gerätes nicht mit der I. der Leitung übereinstimmt, kommt es zu Reflexionen, was die Leistungsübertragung mindert u. was zu Resonanzerscheinungen u. damit zu einem nichtlinearen Frequenzgang führen kann.
Imperfekt
Der Ausdruck „I.” bezeichnet die sprachl. Zeitstufe (Tempus) der in die Gegenwart hineinreichenden Vergangenheit in Sprachen, die zwischen dem Aorist, dem Perfekt (dann Bez. eines zu einem unbestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit abgeschlossenen Vorgangs) u. I. unterscheiden. Dieses Konzept wurde von der latein. Grammatik aus der griechischen übernommen.
Imperialismus
Unter dem Begriff I. (von ''lat.'' imperare „herrschen”; imperium „Herrschaftsgebiet”; z.B. ''Imperium Romanum'') versteht man die Bestrebungen eines Staates, seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen. Dieser Machterweiterungspolitik können unter anderem bevölkerungspolitische, nationalistische u. wirtschaftspolit. Motive zugrunde liegen.
Impetigo contagiosa
I. c. ist eine hochinfektiöse bakterielle Hautinfektion, die hauptsächlich bei Kindern sowie Neugeborenen auftritt u. deren Symptome besonders stark im Bereich des Gesichts u. der Extremitäten zu sehen sind. Synonym werden die Begriffe ''Impetigo vulgaris'', auch „Grindblasen”, „Grindflechte”, „Eiterflechte”, „Borkenflechte” oder „Schleppe” verwendet.
Impfung
Die I. ist eine vorbeugende Maßnahme gegen verschiedene Infektionskrankheiten u. wird deshalb auch Schutzimpfung genannt. Man unterscheidet aktive I. u. passive Immunisierung. Bei einer aktiven I. – auch Vakzination genannt – wird der Impfstoff (Vakzine) in Form abgeschwächter, abgetöteter oder fragmentierter Krankheitserreger oder deren Toxine in den Körper eingebracht. Ziel dieser I. ist es, das körpereigene Immunsystem zur Bildung spezif. Antikörper anzuregen u. so eine spezif. Immunität gegen die entspr. Infektionskrankheit zu bewirken. Bei einer passiven I. hingegen wird mit Impfserum geimpft, welches die spezif. Antikörper (Immunglobuline) gegen den betr. Krankheitserreger oder dessen Toxin bereits in hoher Konzentration enthält. Es stehen Impfstoffe gegen eine Vielzahl von viralen u. bakteriellen Infektionskrankheiten bereit.
Implementierung
Die I. ist die Umsetzung von festgelegten Strukturen u. (Arbeits-)Abläufen in einem System unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, Regeln u. Zielvorgaben, also einer Spezifikation.
Implikation
Eine I. (von lat. ''implicare'', „einwickeln”) bezeichnet:
* bildungssprachlich die Einbeziehung einer Sache in eine andere; ein mitgemeinter, aber nicht ''explizit'' ausgedrückter Bedeutungsinhalt.
* In der Logik die Verknüpfung von Aussagen ''a'' u. ''b'' zu einer Aussage der Form „wenn a, dann b”. Es werden eine Reihe sehr unterschiedlicher Aussageverknüpfungen als Implikation bezeichnet, der Begriff ist daher mehrdeutig.
* In der Linguistik die ''semantische Implikation'' auf Grund von semantischen Beziehungen (intensionale Interpretation) oder die ''kontextuelle Implikation'' im Sinne von konversationellen Bedingungen.
Import
I. ist die gängige Bez. für die Einfuhr von Waren u. Dienstleistungen von Wirtschaftseinheiten, die ihren Wohnsitz außerhalb des jeweiligen Landes haben. Das Gegenteil von I. ist der Export. Der Export saldiert sich mit dem I. je nach Überschuss zum Nettoimport oder Nettoexport.
Impressionismus
Der I. (v. lat.: ''impressio'' = Eindruck; über das französische ''impressionnisme'') war eine Stilrichtung der Malerei im späten 19. Jh., die sich von Frankreich aus weltweit verbreitete. Dabei wurde der Stil nicht nur übernommen, sondern zum Teil auch regionalen Bedingungen u. Traditionen angepasst. Die impressionist. Malerei war mit ihren stilistischen u. themat. Neuerungen der Wegbereiter der Modernen u. Abstrakten Kunst.
Neben der Malerei entwickelten sich auch impressionist. Musik u. Literatur.
Impressionismus (Literatur)
I. stammt von dem lateinischen Wort ''impressio'' u. bedeutet Eindruck. Er ist eine Bezeichnung für eine zwischen 1890 u. 1920 verbreitete Literatur, die sich auf die sprachl. Gestaltung augenblickshafter Empfindungen konzentrierte. In der Literatur ist der Impressionismus der Übergang vom Naturalismus, der die Wirklichkeit der Dinge beschreibt, zum Symbolismus, der sich um den Traum bemüht.
Impressum
Bild: Select_collection_novels_1722.jpg
Impressum: englisches Titelblatt einer Romansammlung. Unter der Zierleiste das Impressum
Ein I. (lat.: „das Ein-/Aufgedruckte”; Plural: ''Impressen'') ist eine – heutzutage vorgeschriebene – Herkunftsangabe in Publikationen, die Angaben über den Verlag, Autor, Hrsg. oder Redaktion enthält, vor allem um die presserechtlich für den Inhalt Verantwortlichen kenntlich zu machen. Oft werden auch zusätzl. Informationen wie Druckerei, Erscheinungsweise, Erscheinungsjahr u. Erscheinungsort aufgeführt.
Je nach Art der Publikation u. konkreter Gesetzeslage müssen oder mussten auch zusätzl. Angaben, beispielsweise zur steuerl. Situation des Hrsg. oder eine erfolgte Prüfung durch die Zensur, enthalten sein. In Deutschland ist die Impressumspflicht für Druckwerke wie Zeitungen u. Zeitschriften in den Pressegesetzen der einzelnen Bundesländer geregelt. Ein I. muss selbstverständlich schnell zu finden u. leicht zu erkennen sein.
Impressumspflicht
Unter I. versteht man im allg. die Pflicht, in Printmedien u. in Online-Veröffentlichungen ein Impressum zu führen. Darin werden zum Beispiel der Verlag u. die Redaktion genannt. Für Veröffentlichungen im World Wide Web spricht man von ''Anbie-terkennung''.
Impuls
Der I. ist eine vektorielle physikal. Größe, die einem sich bewegenden Massenpunkt zugeordnet werden kann. Jeder bewegte Körper trägt einen I., den er bei Stößen oder durch andere Wechselwirkungen (d. h. Kräfte zwischen den Körpern) ganz oder teilweise auf andere Körper übertragen kann.
In der klass. Mechanik ist der I. als Erhaltungsgröße von zentraler Bedeutung etwa zur Beschreibung von Stößen.
IMSI-Catcher
IMSI-Catcher sind Geräte, mit denen die auf der Mobilfunk-Karte eines Mobiltelefons gespeicherte International Mobile Subscriber Identity (IMSI) ausgelesen u. der Standort eines Mobiltelefons innerhalb einer Funkzelle eingegrenzt werden kann. Auch das Mithören von Handy-Telefonaten ist möglich.
Das Gerät arbeitet dazu gegenüber dem Handy wie eine Funkzelle (Basisstation) u. gegenüber dem Netzwerk wie ein Handy; alle Handys in einem gewissen Umkreis buchen sich bei dieser Funkzelle mit dem stärksten Signal, also dem IMSI-Catcher, ein. Der IMSI-Catcher simuliert also ein Mobilfunknetzwerk.
Dabei werden allerdings auch Daten Unbeteiligter im Funknetzbereich des IMSI-Catchers erfasst, ohne dass diese es erfahren. Der IMSI-Catcher legt darüberhinaus unter Umständen den gesamten Mobilfunkverkehr der betroffenen Handys lahm, so dass auch Notrufe nicht möglich sind.
Im Westen nichts Neues
I. W. n. N. ist ein Roman von Erich Maria Remarque, der die Schrecken des 1. Weltkrieges aus der Sicht eines jungen Soldaten schildert. In der Rezeption wird das Werk oft als Antikriegsroman aufgefasst, obwohl dies ausdrücklich nicht Remarques Intention war.
''I. W. n. N.'' erschien erstmals im November u. Dezember 1928 in der Vossischen Zeitung, in Buchform dann Ende Januar 1929. Der Roman wurde noch 1929 in 26 Sprachen übersetzt. Bis heute gibt es Ausgaben in über 50 Sprachen, die geschätzten Verkaufszahlen weltweit liegen zwischen 15 u. 20 Millionen.
Bei den nat.-soz. Bücherverbrennungen 1933 wurden auch zahlreiche Bde. von ''I. W. n. N.'' zerstört.
Im Westen nichts Neues (Film)
I. W. n. N. ist der Titel des als "Bester Film" Oscar-prämierten US-amerikan. Spielfilms von Lewis Milestone aus dem Jahr 1930 nach dem gleichn. Antikriegsroman von Erich Maria Remarque.
Der Film gilt als einer der bekanntesten u. beeindruckendsten Antikriegsfilme. Da viele Kinos zu der Zeit noch nicht auf Ton-Film eingestellt waren, kam er sowohl in einer Stummfilm- als auch in einer Tonfilm-Fassung heraus. ''I. W. n. N.'' ist einer der ersten Filme, die für den dt. Markt synchronisiert wurden.
In 80 Tagen um die Welt (2004)
I. 80 T. u. d. W. von 2004 ist ein Spielfilm, der auf dem Roman ''Reise um die Erde in 80 Tagen'' (''Le tour du monde en quatre-vingt jours'') von Jules Verne aus dem Jahre 1873 basiert, in weiten Teilen aber von dieser Vorlage abweicht.
In aller Freundschaft
I. a. F. ist der Titel einer in der ARD laufenden Fernsehserie, die sich um die Belegschaft des Krankenhauses „Sachsenklinik” in Leipzig dreht.
Die Serie wird im Auftrag der ARD-Tochter Degeto von der Saxonia Media Filmproduktion GmbH Leipzig in deren Studios in der Media-City produziert.
Die Ausstrahlung der neuen Serien erfolgt in der Regel dienstags um 21.05 Uhr auf ARD.
Start der Serie war im Herbst 1998; im Jahr 2006 lief die neunte Staffel, in der mittlerweile auch die 300. Episode zur Ausstrahlung kam.
Inbus
Bild: Allen_keys.jpg
Imbussschlüssel verschiedener Größen
I. (oder auch ''Inbusschlüssel'' oder ''Innensechskant-Schlüssel'') ist Markenname u. Begriffsmonopol für den Innensechskantschlüssel u. die dazu passende Innensechskant-Schraube.
Incentive
Incentives sind Geld- u. Sachprämien, Veranstaltungen oder Reisen, die von Unternehmen eingesetzt werden, um Einzelpersonen (zum Beispiel Mitarbeiter, Geschäftspartner u. Politiker) zu beeinflussen, zu motivieren oder zu belohnen.
Das engl. Wort „I.” stammt von dem latein. Wort „incendo” u. bedeutet „Begeisterung anfachen”, „anzünden”, „anbrennen”, „erleuchten”, „erhöhen”, „steigern”. Seine ursprüngl. Bedeutung ist vergleichbar mit der des dt. Begriffs Anreiz.
Inch
→Zoll (Einheit).
In China essen sie Hunde
I. C. e. s. H. ist eine schwarze Action-Komödie des dänischen Regisseurs Lasse Spang Olsen aus dem Jahre 1999.
Incoterms
I. (''International Commercial Terms'', dt.: Internationale Handelsklauseln) sind eine Reihe internationaler Regeln zur Interpretation spezifizierter Handelsbedingungen im Außenhandelsgeschäft.
Incubus (Band)
I. ist eine amerikan. Rock-Band aus Calabasas, Kalifornien (USA), die 1991 gegr. wurde.
Incubus (Dämon)
Der I. (Plural: ''Incubi'' von lateinisch: ''incubare'' für ''oben liegen, ausbrüten'') ist ein Alb, ein Albträume u. Alpdrücken verursachender Dämon, ein Waldgeist, Sylvan, das männl. Gegenstück zum weibl. Succubus.
Independence Day (Film)
I. D. ist ein US-amerikan. Sciencefiction-Film des Regisseurs Roland Emmerich aus dem Jahr 1996. Der Film handelt von einem Angriff Außerirdischer auf die Erde u. dessen Abwehr durch die Menschen. Hauptdarsteller sind Jeff Goldblum, Will Smith u. Bill Pullman.
Independent
I. [indi&beton;pend&eunbet;nt] (engl. = „unabhängig”), kurz Indie, ist eine Sammelbez. für kreative Ausdrucksformen, die von einer gemeinsamen Do-It-Yourself-Ideologie geprägt sind, obwohl sich die einzelnen Erscheinungen sehr unterscheiden können. Sie erstreckt sich in alle Bereiche der postmodernen Kunst u. Popkultur, so vor allem auch der Musik, des Films, der Literatur oder der Mode u. wird heute teilweise synonym zum Underground verwendet.
Indiana
I. [indi&beton;æn&eunbet;] ist der Name eines Bundesstaates der Vereinigten Staaten, die Hptst. ist Indianapolis. Die postal. Abk. des Staates ist IN. Die Bewohner Indianas werden ''Hoosier'' genannt, daher auch der Beiname "The Hoosier State". ''Indiana'' bedeutet "das Land der Indianer".
Indiana Jones
Dr. Henry „Indiana” Walton Jones, Jr. Ph.D., oder Indiana „Indy” Jones ist der Name einer fiktiven Figur aus der gleichn. Abenteuerfilmreihe von George Lucas (Produzent) u. Steven Spielberg (Regie). Darsteller des I. J. ist Harrison Ford. Allerdings wurde die Figur auch von anderen Schauspielern verkörpert, die I. J. in verschiedenen Altersstufen darstellten.
I. J. (* 1. Juli 1899 in New Jersey) verkörpert einen Archäologen der 1930er Jahre, der keineswegs nur wie ein seriöser Wissenschaftler in aller Stille seinen Forschungen nachgeht, sondern mit Fedora auf dem Kopf u. peitscheschwingend in die unglaublichsten Abenteuer verwickelt wird.
Indiana Pi Bill
I. P. B. ist die inoffizielle Bez. eines Gesetzentwurfs, der im Jahr 1897 dem Parlament des amerikan. Bundesstaates Indiana zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. Mit seiner Verabschiedung sollten fachlich unhaltbare Ausführungen des Arztes Edward J. Goodwin zur Kreisberechnung u. zur Quadratur des Kreises Gesetzeskraft erlangen, im Gegenzug wollte Goodwin dem Staat Indiana die unentgeltl. Nutzung seiner Erkenntnisse gestatten.
Die Vorlage wurde vom Repräsentantenhaus ohne Gegenstimme angenommen, nach Intervention durch den Mathematikprofessor Clarence A. Waldo vertagte der Senat die endgültige Verabschiedung auf unbestimmte Zeit.
Indianer
I. ist die im Deutschen verbreitete Sammelbez. für die Ureinwohner Amerikas, also die Menschen, die den Kontinent Amerika (Nord-, Mittel- u. Südamerika) bereits vor der Kolonisierung durch Europäer besiedelt haben (mit Ausnahme der Inuit u. anderer später eingewanderter Völker der arkt. Gebiete Amerikas sowie der Bewohner der amerikan. Pazifikinseln). Die Vorfahren der I. sind in vorgeschichtl. Zeit allmählich durch Völkerwanderungen auf verschiedenen Wegen von Asien u. möglicherweise auch von weiteren Kontinenten nach Amerika gelangt u. haben sich dort vielfältig weiterentwickelt.
Indianer Nordamerikas
Zu den Indianern Nordamerikas zählt man üblicherweise sämtl. Indianer nördlich von Mexiko, d. h. Indianer, die auf dem Staatsgebiet von Kanada, wo sie First Nations genannt werden, oder auf dem der USA leben, wo sie als ''Native Americans'' bezeichnet werden. Heute sind in den USA 562 Stämme anerkannt (davon allein 225 in Alaska), in Kanada 615, wobei das Department of Indian Affairs and Northern Development insges. 632 aufführt. Ausgenommen sind dabei die Ureinwohner Hawaiis, die Inuit, Unangan u. Dorset, die sich genetisch u. kulturell stark von den nordamerikan. Indianern unterscheiden. Ebenfalls nicht zu den Indianern gezählt werden Mischvölker wie die Métis.
Indien
I. ist ein Staat in Südasien, der den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Der Himalaya bildet die natürl. Nordgrenze Indiens, im S umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet. I. grenzt an Pakistan, die chinesische autonome Region Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) u. Bangladesch. Weitere Nachbarstaaten im Indischen Ozean sind Sri Lanka u. die Malediven.
Die vielfältige u. auf teilweise jahrtausendealte Traditionen zurückblickende Kultur Indiens ist das Ergebnis seiner Stellung als Treffpunkt u. Ursprungsort verschiedener Kulturen, Völker, Religionen u. Ideen, die sich in vielen Bereichen gegenseitig beeinflusst haben, ihre Eigenständigkeit aber bewahren konnten. I. ist ein Vielvölkerstaat u. mit 1.129.866.000 Ew. (2007) das zweitbevölkerungsreichste Land u. der bevölkerungsreichste demokrat. Staat der Erde.
Indie-Rock
Der Begriff I. bezeichnete ursprüngl. Rockmusik im weitesten Sinne des Wortes, die ausschließlich von Independent Labels vertrieben wurde. Mittlerweile ist der I. (auch oft schlicht ''Indie'' genannt) ein vielfältiges Subgenre des Alternative Rock.
Namensgebend für den Indie-Rock ist die Unabhängigkeit (engl. ''independence'') von den großen Plattenfirmen (Major Labels).
Indigene Völker
I. V. ist eine relativ junge Lehnübersetzung wahrscheinlich vom span. ''Pueblos indígenas'' u. bezeichnet Gemeinschaften von Ureinwohnern einer Region oder eines Landes. Der Ausdruck „Indigene Völker” hat in Lateinamerika als Sammelbez. für alle Nachkommen der vorkolumbian. Bevölkerung die auf Kolumbus' Verwechslung mit Indien beruhenden Begriffe Indios/Indianer ersetzt.
In internationalen polit. Kontexten ist ''Indigene Völker/Indigenous Peoples/Pueblos Indígenas'' die übliche Sammelbez. für Ureinwohnervölker aller Kontinente, während im nationalen Rahmen oft andere Sammelbegriffe verwendet werden (z. B. Aborigines, Native Americans, First Nations, Adivasi).
Indigene Völker Südamerikas
Bei den indigenen Völkern Südamerikas – auch: Indios Südamerikas – unterscheidet man Andenvölker von den Völkern des Tieflandes. Die bekanntesten indigenen Völker sind die nach ihrem ehem. Herrschertitel auch „Inka” genannten Quechua, sowie die Aymara, Tupi u. Mapuche. Die Bez. „Indio” wird entgegen der häufigen Benutzung von den indigenen Völkern als abwertend u. rassistisch konnotiert angesehen.
Indigo
I. (von span., lat., griech.: ''indikón'' das Indische, nach der Heimat Ostindien) ist ein tiefblauer Farbstoff u. namensgebend für seinen Farbton I. Am ehesten lässt er sich als der letzte erkennbare Blauton, bevor es in ein bläul. Violett übergeht, umschreiben.
Indigo-Kinder
Als I. bezeichnen Anhänger eines bestimmten esoter. Konzepts vorgeblich seit den 1970er Jahren zunehmend zu beobachtende Kinder, welche sich angeblich durch ganz bes. psychische u. spirituelle Merkmale u. Fähigkeiten auszeichnen sollen. Das Konzept der I. führte in esoter. Kreisen zu internationaler Bekanntheit u. zahlreichen Adaptionen in einschlägiger Literatur u. im World Wide Web. Die Resonanz außerhalb der New Age Bewegung ist dagegen verhalten u. kritisch.
Indikation
Der medizin. Begriff I. ''(Syn. Heilanzeige)'' leitet sich vom latein. Wort "indicare" ''(anzeigen)'' ab. Er steht grundsätzlich dafür, ob bei einem bestimmten Krankheitsbild der Einsatz einer bestimmten medizin. Maßnahme angebracht ist. (Bei Krankheitsbild "X" ist das Heilverfahren "Y" indiziert, also angebracht.) Der Begriff findet sich häufig in Zusammenhang mit Operationen, man spricht dann von der ''Operationsindikation''.
Indikativ (Modus)
Der I. ist einer der drei Modi des Verbs im Deutschen (die anderen zwei sind der Imperativ u. der Konjunktiv). Der I. wird für die Darstellung der Wirklichkeit benutzt. Er existiert im Gegensatz zu den beiden anderen Modi in allen menschl. Sprachen.
Indikator
Der I. (lat. ''indicare'' „anzeigen”) ist ein Hilfsmittel, das die Verfolgung intransparenter Abläufe ermöglicht, indem es das Erreichen oder Verlassen bestimmter Zustände anzeigt u. folgend Information über einen bestimmten Sachverhalt oder ein bestimmtes Phänomen preisgibt. Ein Indikator ist ein Operator, der einen Indiz erzeugt.
Indikator (Chemie)
Indikatoren (lateinisch ''indicare'' „anzeigen”) sind allg. Hilfsmittel, die gewisse Informationen anzeigen sollen. Sie gestatten die Verfolgung von Abläufen, indem sie das Erreichen oder Verlassen bestimmter Zustände anzeigen.
In der Chemie versteht man unter einem Indikator einen Stoff oder auch ein Gerät, das zur Überwachung einer chem. Reaktion bzw. eines Zustandes dient. Häufig wird die Änderung durch eine Farbveränderung angezeigt. Am häufigsten werden Indikatoren bei Titrationen verwendet.
Indirekte Rede
Die I. R. ist ein Mittel zur distanzierten, berichtenden Wiedergabe von Äußerungen. Die Wiedergabe der Äußerung kann wortgenau oder verkürzt sein oder einzelne Teile in anderer Reihenfolge als im Original wiedergeben. Die I. R. wird nicht in Anführungszeichen gesetzt, sondern durch den Konjunktiv u. häufig durch einen einleitenden Subjunktor gekennzeichnet. Die I. R. kann auch mit Subjunktor u. Indikativ benutzt werden, wenn der Verbindlichkeitsanspruch der Originaläußerung übernommen wird.
Neben der indirekten Rede gibt es die direkte Rede u. die erlebte Rede.
Indischer Ozean
Der bis zu 8.047 m tiefe Indische Ozean (kurz: Indik, auf indones. Karten auch ''Indonesischer Ozean'' genannt) ist mit 74,9 Millionen km² Fläche (ca. 14,7% der Erdoberfläche) der drittgrößte Ozean der Erde.
Er grenzt an die Antarktis, den afrikanischen, asiatischen u. den australischen Kontinent. Er fasst ein Volumen von ca. 291,9 Mio km³.
Indium
I. ist ein chem. Element mit dem Symbol In u. der Ordnungszahl 49. Im Periodensystem der Elemente steht es in der 5. Periode u. ist das vierte Element der 3. Hauptgruppe (nach neuer Zählung Gruppe 13) oder Borgruppe. I. ist ein seltenes, silberweißes u. weiches Schwermetall. Es gilt als eines der ersten Elemente, dessen Verwendung schon jetzt zu einer zunehmenden Verknappung führt u. dessen natürl. Vorkommen bald vollständig erschöpft sein wird.
I. ist für den menschl. Körper nicht essentiell, genauso wenig sind toxische Effekte bekannt. Das Metall wird zum größten Teil zu Indiumzinnoxid verarbeitet, das für Flachbildschirme u. Touchscreens eingesetzt wird.
Individuum
Unter einem I. (lat.: ''unteilbar'', aber auch ''nicht zu Teilendes'') versteht man ''etwas Einzelnes in seiner Gesamtheit'' mit allen Eigenheiten u. Eigenarten, die in ihrem Gesamtgefüge wiederum bestimmend sind für seine Individualität. Es bezeichnet also das räumlich u. qualitativ einmalige Einzelwesen (seltener auch Einzelding).
Der Begriff I. wird auf tierl. Lebewesen u. auf den Menschen angewendet.
Bei Menschen wird statt von „Individuen” auch von „Personen” geredet, deren ''individuelle Eigenschaften'' u. Interessen dann den Besonderheiten, die in einer Bevölkerungsgruppe (Gemeinschaft, Gesellschaft, Kollektiv) vorherrschen, gegenübergestellt werden können. Diesen Sachverhalt bezeichnet man als ''Subjektivität''.
Indizierung
I. bezeichnet im Allg. die Aufnahme in einen Index. Speziell wird darunter vor allem die Aufnahme in ein Verzeichnis verbotener Werke verstanden. Der Begriff ''Index'' für ein Verzeichnis verbotener Werke geht auf den Index Librorum Prohibitorum zurück, das Verzeichnis der für Katholiken verbotenen Bücher.
Indochinakrieg
Der I. (1946 bis 1954) (auch als Erster I. oder Französischer I. bezeichnet) war ein Kolonialkrieg in der Kolonie Französisch-Indochina zwischen Frankreich u. der ''Liga für die Unabhängigkeit Vietnams'' (auch Viê-bp;t Minh genannt), die unter der Führung der vietnames. Kommunisten stand. Er ist ein Teil einer Kette von militär. Auseinandersetzungen, die die Länder Indochinas von 1941 bis 1979 zu überstehen hatten.
Indogermanen
I. (oder seltener auch Indoeuropäer) sind dem linguist. Verständnis gemäß alle muttersprachl. Sprecher einer indogerm. Sprache.
Die Verbindung der ur-indogerman. Sprache mit prähistor. Kulturgruppen wird dadurch motiviert, dass nur durch eine Urgesellschaft u. nicht schon durch einen Sprachbund die enge lexikalische u. grammat. Verwandtschaft vieler europ., indischer u. iran. Sprachen erklärbar ist. Ethnologische Aussagen lassen sich daraus nicht ableiten. Im Gegenteil wird überwiegend davon ausgegangen, dass die heutigen Sprecher die Sprache von möglicherweise einwandernden Gruppen übernommen haben.
Viele Wissenschaftler nehmen für das Ur-Indogermanische etwa den Zeitraum zwischen 4000 u. 3000 v.Chr. an. Eine Begründung ergibt sich aus den durch Vergleich gewonnenen Techniken, beispielsweise des Wagenbaues.
Indogermanische Sprachen
Die Indoeuropäischen bzw. (in Deutschland bislang noch häufiger) Indogermanischen Sprachen bilden die heute meistverbreitete Sprachfamilie der Welt mit mehr als 2,5 Mrd. Muttersprachlern.
Ihre große Verbreitung ist vor allem Ergebnis der Kolonisationspolitik seit dem 16. Jh. Die dazugehörigen Sprachen zeigen weitreichende Übereinstimmungen beim Wortschatz, in der Flexion, in grammat. Kategorien wie Numerus u. Genus u. im Ablaut.
Indonesien
Der Staat I. (indones. ''Indonesia'') ist der größte Inselstaat der Welt. Er wurde am 17. August 1945 proklamiert u. am 27. Dezember 1949 von den Niederlanden unabhängig. Die Hptst. Jakarta hat etwa 18 Mio. Ew. u. liegt auf der Insel Java, auf der mehr als die Hälfte der Ew. des Landes leben. Der Name I. setzt sich aus dem latein. Wort ''indus'' für Indien u. dem griech. Wort ''nesos'' für Insel zusammen.
Indossament
Ein I. (von Italienisch ''in dosso'', „auf dem Rücken”) ist ein sich meist auf der Rückseite befindender, schriftl. Übertragungsvermerk auf einem Orderpapier. Dadurch werden das Eigentum u. das Recht aus dem Papier vom bisherigen Inhaber auf einen neuen Eigentümer übertragen.
Indossant wird dabei der das Recht Übertragende, Indossatar der das Recht erhaltende (d. h. der neue Berechtigte) genannt.
In dubio pro reo
Der Grundsatz „In dubio pro reo” (lateinisch für: „''Im Zweifel für den Angeklagten''”), kurz ''Zweifelssatz'', ist ein schlagwortartiger Ausdruck dafür, dass im Strafprozess ein Angeklagter nicht verurteilt werden darf, wenn dem Gericht Zweifel an seiner Schuld verbleiben.
Der Grundsatz ist im dt. Recht gesetzlich nicht normiert, wird aber abgeleitet aus Art. 103 II GG, Art. 6 II EMRK sowie aus § 261 StPO. Der Grundsatz hat Verfassungsrang.
Induktion (Denken)
Der Ausdruck I. (von lateinisch ''inducere'', „herbeiführen, veranlassen, einführen”) wird klassischerweise meist als Gegenbegriff zu Deduktion verwendet. Während eine Deduktion, so die klassische Auffassung, aus gegebenen Voraussetzungen schließt, üblicherweise aus allgemeineren Voraussetzungen auf einen spezielleren Fall, meint I. einen umgekehrten Weg. I. schließt also vom Besonderen auf das Allgemeine.
Induktionskochfeld
Ein I. ist ein Kochfeld, bei dem das metall. Kochgeschirr durch induktiv erzeugte Wirbelströme erwärmt wird. Energie in Form eines magnetischen Wechselfeldes wird in den Boden des Kochgeschirrs übertragen u. dort in Wärme umgewandelt.
Induktiver Effekt
Der Induktive-Hahn Effekt, Hahn-Effekt oder HI-Effekt ist in der organ. Chemie ein ladungsverändernder Effekt, der sowohl als +I-Effekt („elektronenschiebend”) als auch als −I-Effekt ("elektronenziehend") auftritt. Er wird durch funktionelle Gruppen oder auch durch einzelne Atome ausgelöst.
Er wird in der Chemie beobachtet, wenn Elektronegativitätsunterschiede zwischen Atomen oder funktionellen Gruppen eines Moleküls Atombindungen polarisieren. Der Begriff dient in der Chemie zur Charakterisierung von Elektronenpaarbindungen. Er wurde vom US-amerikanischen Chemiker Linus Carl Pauling eingeführt.
Induktivität
Die I. (auch ''Eigeninduktivität'' oder ''Selbstinduktion'') ist eine elektr. Eigenschaft eines stromdurchflossenen elektr. Leiters aufgrund des ihn umgebenden durch den Stromfluss hervorgerufenen Magnetfeldes.
Sie gibt das Verhältnis zwischen dem mit dem Leiter verketteten magnet. Fluss u. dem durch den Leiter fließenden Strom an.
Die Wirkung der Eigeninduktivität ist z.B. eine Selbstinduktionsspannung entlang der Leiterschleife bei einer zeitl. Stromänderung in der Leiterschleife. Des Weiteren wird zwischen innerer u. äußerer I. unterschieden.
Induratio penis plastica
Die I. p. p. (auch ''Peyronie-Krankheit'') ist eine Erkrankung des Penis. Leitsymptom der I. p. p. (IPP) ist eine neu aufgetretene Verhärtung im Penis, die im erigierten Zustand eine neu aufgetretene Deformität des Penis bewirken kann.
Industrial
I. ist eine Kunst- u. Musikrichtung, die sich ab der Mitte der 1970er-Jahre weltweit aus Elementen der experimentellen u. Avantgardemusik sowie der Konzept- u. Aktionskunst entwickelte. Der Begriff „Industrial” entstammt ursprünglich dem engl. Label ''Industrial Records'', das kollektiv von den Mitgliedern der Band Throbbing Gristle gegr. u. geführt wurde, die eine zentrale Position im frühen I. innehatten.
Industrialisierung
I. bezeichnet
* bezogen auf die Wirtschaftsstruktur die Erhöhung des Anteils der Industrie in einer Volkswirtschaft
* allgemein die Einführung u. Verbreitung industrieller Formen der Produktion u. Distribution von Waren u. Dienstleistungen Die I. begann zunächst in England während der zweiten Hälfte des 18. Jh. Später verbreitete sie sich schrittweise in andere Länder Europas u. Nordamerikas, seit Mitte des 20. Jh. zunehmend auch in Asien u. Lateinamerika.
Folgt man der Sektoreneinteilung von Jean Fourastié (siehe Drei-Sektoren-Hypothese, Wirtschaftssektor) – "Primärer Sektor" der Rohstoffgewinnung (Ackerbau, Viehzucht, Förderung von Bodenschätzen), "Sekundärer Sektor" der Verarbeitung, "Tertiärer Sektor" der Dienstleistungen, auch schon: "Quartärer Sektor" der Freizeitwirtschaft, "Quintärer Sektor" der Abfallwirtschaft –, so sind in allen Sektoren Industrialisierungsprozesse aufgetreten, historisch ausgehend vom Sekundären Sektor.
Industrie
Bild: Krupp_Rheinhausen.jpg
Industrielle Revolution in Deutschland: Die Kruppschen Hüttenwerke Rheinhausen um 1900
Die I. (lat. ''industria'': Betriebsamkeit, Fleiß) bezeichnet den Teil der Wirtschaft, der gekennzeichnet ist durch die Produktion u. Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren in Fabriken u. Anlagen, verbunden mit einem hohen Grad an Mechanisierung u. Automatisierung – im Gegensatz zur handwerklichen Produktionsform.
Den Prozess der Entwicklung u. Durchsetzung industrieller Produktionsformen bezeichnet man als Industrialisierung.
Im Deutschen werden, vermutlich aufgrund häufiger Fehlübersetzungen des englischen falschen Freundes „industry” (zu dt.: „Wirtschaftszweig”, „Branche”) immer häufiger auch nicht zur I. gehörende Branchen als „Industrie” bezeichnet, etwa die zum Dienstleistungsgewerbe gehörige „Tourismusindustrie”, „Musikindustrie” oder „Kulturindustrie”.
Industriekaufmann
I. ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten in Industriebetrieben u. Dienstleistungsunternehmen angeboten.
Industrielle Revolution
Als I. R. wird die schnelle u. nachhaltige Umgestaltung der wirtschaftlichen u. sozialen Verhältnisse, Arbeitsbedingungen u. Lebensumstände bezeichnet, die vom späten 18. Jh. an u. verstärkt im 19. Jh. zunächst in Europa u. den USA zum Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft geführt hat.
Das Zeitalter der Industriellen Revolution war bzw. ist neben einer enormen Entwicklung von Technologie, Produktivität u. Wissenschaften vielfach auch von sozialen Missständen gekennzeichnet, die in Pauperismus, Ausbeutung u. Massenelend zum Ausdruck kamen bzw. kommen. Daraus ergab sich als ein gesellschaftspolit. Kernproblem die Soziale Frage. In den Industrieländern ist es jedoch langfristig zu einer erhebl. Verbesserung der materiellen Verhältnisse breiter Bevölkerungsschichten gekommen.
In weltgeschichtl. Perspektive wird die Bedeutung der Industriellen Revolution dem Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit in der Neolithischen Revolution an die Seite gestellt, die einen vergleichbar tiefgreifenden Wandel mit sich brachte.
Industrielle Revolution in Deutschland
Die industrielle Revolution ist die Phase des eigentl. Durchbruchs der industriellen Entwicklung in Deutschland. Vorausgegangen waren die Zeiträume der Vor- u. Frühindustrialisierung. Bei allen Problemen der chronolog. Abgrenzung eines dynam. Prozesses gelten die Jahrzehnte etwa zwischen den 1850er Jahren u. 1873 als Phase des industriellen „take off” (Walt Rostow). Gefolgt wurde die industrielle Revolution von der Phase der Hochindustrialisierung während des Kaiserreichs. Die (nachholende) industrielle Revolution in Deutschland unterschied sich von der des Pionierlandes Großbritannien dadurch, dass nicht die Textilindustrie, sondern die Montanindustrie u. der Eisenbahnbau der eigentl. Motor der Entwicklung waren.
Industriemechaniker
Der Beruf des Industriemechanikers ist ein zum 1. August 1987 eingeführter, anerkannter Ausbildungsberuf. Die 3 1/2-jährige betriebl. Ausbildung wird durch eine theoretische u. eine prakt. Prüfung vor der Industrie- u. Handelskammer abgeschlossen.
Industrieschnee
Bild: Hoechst_VT2E_P011_Schnee.jpg
Industrieschnee im Bahnhof Frankfurt-Höchst, verursacht durch den Industriepark Höchst
Als I. bezeichnet man Schnee, der durch Emissionen (vor allem von Wasserdampf) oder Abwärme von Industrieanlagen, insbes. Kraftwerken, hervorgerufen wird.
Industriestaat
Als Industriestaaten, oder auch Industrieländer oder Staaten der Ersten Welt, seltener auch Industrienationen bezeichnet man allgemein technisch hoch entwickelte Staaten mit einer bedeutenden eigenen industriellen Produktion von Gütern.
Inerte Substanz
Als chemisch inert (lat. für ''untätig'', ''unbeteiligt'', ''träge'') bezeichnet man Substanzen, die unter den jeweilig gegebenen Bedingungen mit potentiellen Reaktionspartnern (Luft, Wasser, Edukte u. Produkte einer Reaktion) nicht oder nur in verschwindend geringem Maße reagieren. Chemisch inerte Substanzen können aus verschiedenen, unterschiedlichsten Chemikalienklassen kommen: chem. Elemente, chem. Verbindungen, Lösungsmittel, Gase u. v. a.
In Extremo
I. E. ist eine 1995 gegr. siebenköpfige Band, die sich auf so genannten Mittelalter-Rock spezialisiert hat.
Infanterie
Als I. oder Fußtruppe bezeichnet man zu Fuß kämpfende, mit Handwaffen bewaffnete Soldaten der Bodenstreitkräfte. Obwohl der Begriff I. sich erst in der frühen Neuzeit einbürgerte, wird er auch für die entspr. Streitkräfte früherer Epochen verwendet. I. ist also einerseits abzugrenzen gegen unorganisierte Kämpfer zu Fuß, etwa Stammeskrieger, andererseits gegen Soldaten, die nicht zu Fuß (z. B. Reiterei, Marine) oder mit schweren Waffen (Artillerie) kämpfen. Die Bedeutung u. das Ansehen der I. wechselten stark im Lauf der Geschichte. Sie bildet heute bei den meisten Armeen die Basis der Streitkräfte.
Infanterist der Zukunft
Der I. d. Z. (IdZ) ist ein Projekt für Persönliche Schutzausrüstung u. zur Verbesserung von Infanteristen der Bundeswehr. Die Gesamtsystemverantwortung herstellerseitig liegt bei der EADS. Aktueller Systemstand (2006) ist das IdZ-Basissystem, das derzeit an die Bundeswehr ausgeliefert wird.
Infantile Zerebralparese
Unter dem Ausdruck I. Z. oder ''Cerebralparese'' − von ''cerebrum'' (Gehirn) u. ''parese'' (Lähmung) − versteht man Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindl. Hirnschädigung liegt. Die dadurch hervorgerufene Behinderung ist charakterisiert durch Störungen des Nerven- u. Muskelsystems im Bereich der willkürl. Bewegungskoordination. Am häufigsten sind spast. Mischformen u. eine Erhöhung der Muskelspannung (Muskelhypertonie).
Infektion
Unter einer I., umgangssprachlich „Ansteckung”, versteht man das aktive oder passive Eindringen, Anhaften u. Vermehren von Krankheitserregern in einen Wirt (Makro-Organismus). Symptome im Zusammenhang einer I. bezeichnet man als Infektionskrankheit.
Wenn eine Infektion keine Symptome hervorruft, spricht man von einer inapparenten Infektion. Derartige Infektionen können dennoch eine Immunität gegen weitere Infektionen mit dem gleichen Erreger hinterlassen (Stille Feiung).
Infektionskrankheit
Eine I., umgangssprachlich „ansteckende Krankheit”, ist eine durch Erreger hervorgerufene Erkrankung. Eine I. wird umgangssprachlich auch ''Infekt'' genannt. Sie ist aber nicht einer Infektion gleich zu setzen, da nicht jede Infektion notwendigerweise zu einer Erkrankung führt. Infektionskrankheiten zeigen ein breites Spektrum von zeitl. Verläufen u. Symptomen. Diese sind für den Erreger oftmals spezifisch. Sie können hochakut in wenigen Tagen entstehen oder sich über Wochen, Monate, manchmal Jahre hinweg langsam entwickeln. Es gibt lokalisierte, also auf konkrete Körpergebiete beschränkte u. generalisierte Infektionskrankheiten. Einige laufen bei einer nicht immungeschwächten Person nahezu unbemerkt ''(inapparent)'' ab oder äußern sich nur in leichten, unspezif. Störungen des Allgemeinbefindens. Andere Krankheiten entwickeln ein hochdramat. Krankheitsbild. Auf diese meist schwer verlaufenden, sept. Infektionskrankheiten reagiert der Körper mit einem als systemisches inflammator. Response-Syndrom bezeichneten Reaktionsmuster, zu dem Fieber, beschleunigter Puls, erhöhte Atemfrequenz, auch Durst u. Ruhebedürfnis gehören. Ausschlaggebend für den Verlauf u. die Prognose einer I. ist die Fähigkeit des Immunsystems, den Erreger zu eliminieren. Die Medizin hält für viele erregerbedingte Krankheiten spezif. Gegenmittel bereit (Antibiotika gegen Bakterien, Antimykotika gegen Pilze u. Virostatika gegen Viren). Gegen einige Erreger gibt es die Möglichkeit der vorbeugenden Impfung. Auch heute können manche Infektionskrankheiten nicht definitiv geheilt werden.
Infektionsschutzgesetz
Das dt. I. (IfSG, seltener: InfSchG) regelt seit dem 1. Januar 2001 die Verhütung u. Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Es wurde vom Deutschen Bundestag mit Zustimmung des Bundesrats am 20. Juli 2000 beschlossen, im Bundesgesetzblatt am 25. Juli 2000 veröffentlicht u. trat am 1. Januar 2001 in Kraft. Damit traten folgende bestehende Gesetze u. Verordnungen außer Kraft:
* Bundesseuchengesetz
* Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten
* Laborberichtsverordnung
* Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht auf die humanen spongiformen Enzephalopathien
* Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten
* Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten
Infineon
Die I. Technologies AG ist ein im Jahr 1999 durch die Ausgliederung bzw. durch Spin-off des Halbleitergeschäfts der Siemens AG über einen Börsengang (IPO)(2000) entstandenes Hochtechnologieunternehmen mit Hauptsitz Neubiberg bei München.
I. Technologies bietet Halbleiter- u. Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik & Multimarket, für Anwendungen in der Kommunikation sowie Speicherprodukte über ihr Tochterunternehmen Qimonda. I. ist weltweit tätig u. steuert seine Aktivitäten über Landesgesellschaften, in den USA aus Milpitas (Kalifornien), im asiatisch-pazif. Raum aus Singapur, in Japan aus Tokio u. in Österreich aus Villach. Mit weltweit rd. 42.530 Mitarbeitern erzielte I. im Geschäftsjahr 2007 (Ende September) einen Umsatz von 7,682 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist an der Frankfurter Wertpapierbörse u. New York Stock Exchange (NYSE) unter dem Symbol ''IFX'' notiert.
Infinitesimalrechnung
Die I. ist eine von Leibniz u. Newton unabhängig voneinander entwickelte Technik, um Differential- u. Integralrechnung zu betreiben. Sie liefert eine Methode, eine Funktion auf beliebig kleinen (d. h. infinitesimalen) Abschnitten widerspruchsfrei zu beschreiben. Frühe Versuche, unendlich kleine Intervalle quantitativ zu fassen, waren an Widersprüchen u. Teilungsparadoxien gescheitert.
Infinitiv
I. (lat. ''infinitum'', „das Unvollendete”) ist der Name für eine Verbform, in der Numerus u. (normalerweise) Person nicht ausgedrückt werden. Infinitivformen gibt es gleichwohl in verschiedenen Tempora („gesehen haben”) u. unterschiedl. Diathese („gesehen worden sein”). Zusammen mit den Partizipien gehört der I. zu den infiniten Verbformen.
In Flames
I. F. ist eine Melodic-Death-Metal Band aus Schweden. Die im Jahre 1990 gegr. Band zählt neben Dark Tranquillity, At The Gates u. Soilwork zu den stilprägenden Bands der Göteborger Schule des Genres. In den vergangen Jahren distanzierte sich die Band jedoch von den musikal. Wurzeln u. frischte ihren Sound durch Elemente des modernen Metal auf. Kommerziell gehören I. F. zu den erfolgreichsten schwed. Bands.
Bislang veröffentlichte die Band neun Studioalben u. eine DVD. Das neunte Studioalbum „A Sense of Purpose” wurde am 4. April 2008 veröffentlicht.
Inflation
Bild: 5_milliarden_mark.jpg
Inflation: Reichsbanknote 5 Milliarden Mark von 1923
I. (von lat.: „''das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen''”) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten” Anstieg des Preisniveaus. Es verändert sich also das Austauschverhältnis von Geld zu allen anderen Gütern zu Lasten des Geldes. Daher kann man unter I. auch eine Geldentwertung verstehen. Letztlich ist eine I. ohne eine überschießende Geldmenge (Geldpolitik) nicht denkbar.
Um „alle anderen Güter” fassbar zu machen, werden Indizes oder Warenkörbe definiert.
Influenza
Die I., auch „echte” Grippe genannt, ist eine durch Viren aus den Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen, anderen Säugetieren u. Vögeln. Die Influenzaviren gehören zur Gruppe der Orthomyxoviridae.
Im Volksmund wird die Bez. Grippe häufig für grippale Infekte verwendet, bei denen es sich aber um verschiedene, in der Regel deutlich harmloser verlaufende Viruserkrankungen handelt. Die saisonale (interpandemische) Influenza gehört zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten bevölkerungsbezogenen Sterblichkeiten.
Informatik
I. ist die Wissenschaft von der systemat. Verarbeitung von Informationen, insbes. der automat. Verarbeitung mit Hilfe von Rechenanlagen. Historisch hat sich die I. als Wissenschaft aus der Mathematik entwickelt, während die Entwicklung der ersten Rechenanlagen ihre Ursprünge in der Elektrotechnik u. Nachrichtentechnik hat. Dennoch stellen Computer nur ein Werkzeug u. Medium der I. dar, um die theoret. Konzepte praktisch umzusetzen. Der niederländ. Informatiker Edsger Wybe Dijkstra formulierte „In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope.”
Informatiker
I. arbeiten im Bereich der Informatik. Sie forschen u. entwickeln oder wenden die Informatik an, dies vor allem in der Informationstechnik.
Die Pioniere der Informatik prägten u. prägen die Informatik, die die Grundlage der Informationstechnik (IT) ist. Manche I. untersuchen ausschließl. Probleme theoret. Natur wissenschaftlich in der Informatik, deren Lösungen jedoch oft von anderen Informatikern in der Informationstechnik umgesetzt werden, oft in Form von Software.
Informatikkaufmann
Der Ausbildungsberuf Informatikkaufmann/frau zählt zu den vier IT-orientierten Ausbildungsgängen, die 1997 im Berufsbildungsgesetz geregelt wurden u. staatlich anerkannt werden.
Zu den anderen IT-Berufen zählen Fachinformatiker(in), IT-Systemkaufmann(-frau) u. IT-Systemelektroniker(in).
Informatikkaufleute arbeiten in Projekten zur Planung, Anpassung u. Einführung von Systemen der Informations- u. Telekommunikationstechnik (IT). Schwerpunkt der Projekte sind kaufmänn. Gesichtspunkte, wie z.B. eine Kosten-Nutzen-Analyse neuer Computer oder Netzwerkerweiterungen. Sie beraten u. unterstützen die Mitarbeiter beim Einsatz der Systeme für die Abwicklung betriebl. Fachaufgaben u. sind für die Systemverwaltung (Netzwerkadministration, Datenbankverwaltung) zuständig.
Informatikkaufleute arbeiten im wesentlichen bei den Kunden von Softwareanbietern in Industrie, Handel, Banken, Versicherungen oder Krankenhäusern. Dabei sind sie Mittler u. Verbindungsglied zwischen den Anforderungen der Fachabteilungen u. der Realisierung von IT-Systemen.
Information
I. (lat. ''informare'' „bilden”, „eine Form geben”) ist ein in vielen Lebensbereichen verwendeter Begriff. Dazu gehören die Naturwissenschaften, die Technik u. der Bereich des menschl. Handelns. In jedem Bereich erhält der Informationsbegriff eine spezif. Bedeutung.
Als Gegenstand der Naturwissenschaften wird unter ''Information'' ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares Muster von Materie u. Energieformen verstanden, das für einen Betrachter innerhalb eines bestimmten Kontextes relevant ist.
Information ist das, was sich aus dem Zustand eines Systems für die Zustände anderer Systeme ableiten lässt.
Als Terminus in der mathemat. Informationstheorie bezieht sich ''Information'' auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von bestimmten Folgen von Elementen (beispielsweise einer Folge von Buchstaben) aus einer festgelegten Menge (beispielsweise dem Alphabet). Durch diese Festlegung wird ''Information'' zu einem berechenbaren Maß für die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse in einem techn. System. Claude Elwood Shannon (1948) konzipierte die mathemat. Theorie der I. ursprünglich nicht für den Bereich menschl. Handelns u. menschl. Kommunikation, sondern für die techn. Optimierung von Übertragungskapazitäten.
Im Bereich des menschl. Handelns wird unter ''Information'' ein Wissen (genauer: das Ergebnis eines Erfahrungsprozesses) verstanden, dem in der jeweiligen aktuellen Situation Bedeutung u. Geltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang wird die Rede von „Information” oder „sich informieren” mit einer Beseitigung oder Verkleinerung von Ungewissheit verbunden, die durch Auskunft, Aufklärung, Mitteilung, Benachrichtigung oder durch Kenntnis über Gegenstände u. Phänomene geschieht. Bestandteil des Informationsbegriffs ist dabei häufig Wiedererkennbarkeit sowie ein Neuigkeitsgehalt.
Das Wesentliche an I. ist die Eigenschaft, Veränderungen im empfangenden System hervorzurufen.
Informationelle Selbstbestimmung
Das Recht auf I. S. bezeichnet im dt. Recht das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe u. Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts um ein Datenschutz-Grundrecht, welches im Grundgesetz nicht ausdrücklich erwähnt wird. Der Vorschlag, ein Datenschutz-Grundrecht in das Grundgesetz einzufügen, fand bisher nicht die erforderl. Mehrheit.
Informationsmanagement
I. wird in der Fachliteratur unterschiedlich definiert.
Strategisches I. im militär. Kontext wird von Carsten Bockstette als Planen, Gestalten, Führen, Koordinieren, Einsetzen sowie Kontrollieren von Informationen als Mittel zur erfolgreichen Auftragserfüllung definiert.
Strategisches I. im betriebswirtschaftl. Kontext wird von verschiedenen Autoren als Planen, Gestalten, Überwachen u. Steuern von Informationen u. Kommunikation im Unternehmen zur Erreichung der strateg. Unternehmensziele bezeichnet.
Mit I. wird die Schnittmenge aus Führungsaufgaben u. der als Informationsfunktion bezeichneten betriebl. Funktion bezeichnet. Das Sachziel (Aufgabe) ist die Schaffung einer aufgabenorientierten Informationsverarbeitung u. Kommunikation sowie die Gewährleistung der Informations- u. Kommunikationsfähigkeit der Unternehmung durch Entwicklung, Aufrechterhaltung u. Betrieb der Informationsinfrastruktur. Der eigentlichen (Kern-)Informationsfunktion obliegt hierbei die Beantwortung der Frage, "Wer" etwas zur Erreichung des Sachziels tun soll (Organisation, Outsourcing etc.). Im Rahmen der Informationsinfrastruktur wird auf der Managementebene die Frage des "Was" beantwortet auf den Ebenen der Informationsressourcen, Informationssysteme u. Informationstechnik.
Informationssicherheit
Als I. bezeichnet man Eigenschaften von informationsverarbeitenden u. -lagernden Systemen, die mit dem Ziel geschaffen wurden, die Verarbeitung, Speicherung u. Kommunikation so zu gestalten, dass die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit u. Integrität in ausreichendem Maß sichergestellt wird. Zur Zielerreichung müssen verschiedene Teilaspekte beachtet werden. I. dient dem Schutz vor Gefahren bzw. Bedrohungen, der Vermeidung von Schäden u. der Minimierung von Risiken.
Informationstechnik
I. (IT) ist ein Oberbegriff für die Informations- u. Datenverarbeitung sowie für die dafür benötigte Hard- u. Software. Häufig wird die englisch ausgesprochene Abk. ''IT'' [ai ti&dehn;] verwendet.
Die teils synonym benutzte Benennung „Informationstechnologie” kommt aus dem Englischen u. ist eine (häufig falsche) Übersetzung der engl. Benennung information technology, bezeichnet also die mit diesem Gebiet verbundene Technik oder Technologie.
Infrarotstrahlung
Als I. (kurz IR-Strahlung, auch ''Ultrarotstrahlung'') bezeichnet man in der Physik elektromagnet. Wellen im Spektralbereich zwischen sichtbarem Licht u. der langwelligeren eher unbekannten Terahertzstrahlung. Dies entspricht einem Wellenlängenbereich von etwa 780 nm bis 1 mm. I. ist ein Teil der Wärmestrahlung.
Infraschall
Unter I. versteht man Schall, dessen Frequenz unterhalb von ca. 16-20 Hz, jedoch oberhalb der von wetterbedingten Luftdruckschwankungen liegt. Das menschl. Ohr ist für I. nahezu unempfindlich.
Tiere, wie z.B. Elefanten, Giraffen und Blauwale können Schall in einem Teil dieses Frequenzspektrums wahrnehmen u. nutzen diese Laute wahrscheinlich auch zur Kommunikation.
Besonders Infraschallwellen sehr tiefer Frequenz breiten sich gut über große Entfernungen aus. Auch unter Wasser haben Infraschallwellen eine besonders hohe Reichweite.
Infrastruktur
Der Sammelbegriff I. ist von dem lateinischen ''infra'' (unten, unterhalb) abgeleitet. Die I. (somit Unterbau) bezeichnet alle langlebigen Grundeinrichtungen personeller, materieller oder institutioneller Art, welche das Funktionieren einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft garantieren. Es lassen sich unterscheiden die vorgegebene I. (Klima, räuml. Lage, Menschen), die von Privaten geschaffene I. u. die vom Staat gestaltete I. (Wirtschaftsordnung, staatl. Unternehmertätigkeit u. staatl. Infrastrukturinvestitionen).
Infusion
Bild: Infusionen.jpg
Verschiedene Infusionen und Infusionsbesteck (links)
Eine I. (lateinisch: ''infusio'' „Aufguss”, bzw. ''infundere'' „aufgießen”) ist eine Verabreichung von Flüssigkeiten in den Körper über verschiedene Wege (z. B. intravenös, intraarteriell, subkutan oder intraossär).
Im umgangssprachlichen Gebrauch bezeichnet Infusion auf Deutsch die intravenöse Infusion per Venenverweilkanüle - in der medizinischen Fachsprache korrekterweise auch als Perfusion bezeichnet ''(ebenfalls in der englischen u. französischen Sprache)''. Die Dosierung der Tropfgeschwindigkeit erfolgt über eine einfache Rollklemme (Schwerkraft-infusion) oder drehbare Tropfenzähler in Verbindung mit modernen Infusionspumpen.
Ingenieur
Der Begriff I. (Abk.: Ing., ital. -> franz. von mittellatein. ''ingenium'' (Kriegsgerät) u. ''ingeniarius'' (Zeugmeister, später Festungsbaumeister)) umfasst im herkömmlichen dt. Sprachgebrauch i. w. S. ein Berufsbild, welches durch die systemat. Aneignung, Beherrschung u. Anwendung von wissenschaftlich-theoretisch fundierten u. empirisch gesicherten techn. Erkenntnissen u. Methoden gekennzeichnet ist. I. e. S. u. modernen dt. Sprachgebrauch beschreibt er als Oberbegriff die Summe verschiedener an Technischen Hochschulen u. techn. Fakultäten der Fachhochschulen u. Universitäten sowie an ehem. Technischen Fachschulen u. Ingenieurschulen erworbener Berufsabschlüsse unter Erlangung des akadem. Grades eines Diplomingenieurs bzw. Bachelor of Engineering, Master of Engineering oder Master of Science.
Ingenieurwissenschaft
Als Ingenieurwissenschaften werden diejenigen Wissenschaften bezeichnet, die sich in ihrem Bereich mit Forschung u. der techn. Entwicklung oder auch Konstruktion sowie der Produktionstechnik beschäftigen u. dabei naturwissenschaftl. Erkenntnisse meist anwendungsorientiert erforschen u. praktisch anwenden. Die klass. Ingenieurwissenschaften sind das Bauingenieurwesen (einschl. Vermessungswesen), der Maschinenbau u. die Elektrotechnik. Historisch bedeutsam sind außerdem der Bergbau, das Hüttenwesen (Metallurgie) u. das Markscheidewesen. Die Architektur vereint Elemente der Ingenieurwissenschaften mit jenen der bildenden Kunst.
Ingolstadt
Bild: Rathausplatz_Ingolstadt.jpg
Ingolstadt: Rathausplatz mit Altem Rathaus, Pfeiffturm und Turm der Moritzkirche
I. ist eine kreisfreie Stadt an der Donau im Freistaat Bayern. Mit einer Einwohnerzahl von 123.232 (zum 31. Dezember 2007) ist I. nach München die zweitgrößte Stadt Oberbayerns sowie nach München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg u. Regensburg die sechstgrößte Stadt Bayerns. Die Grenze von 100.000 Ew. überschritt I. 1989 u. ist seither Deutschlands jüngste Großstadt.
In I. wurde im Jahr 1516 das bayer. Reinheitsgebot, das älteste heute noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt erlassen.
Die im Jahr 806 erstmals erwähnte Stadt feierte 2006 das 1200-jährige Stadtjubiläum u. hat eine weitgehend erhaltene historische Altstadt.
I. hat zwei Hochschulen u. bildet eines der 23 Oberzentren in Bayern. Die Stadt ist überwiegend vom verarbeitenden Gewerbe, wie etwa dem Automobil- u. Maschinenbau geprägt. Die Arbeitslosigkeit war im September 2007 mit einer Quote von 4,8% die niedrigste in einer dt. Großstadt.
In guten wie in schweren Tagen
I. g. w. i. s. T. (''Kabhi Khushi Kabhie Gham'' – Hindi: kabhī khuśī kabhī ġam, englisch: ''Sometimes Happy Sometimes Sad'') ist einer der erfolgreichsten Bollywood-Filme.
Er ist der indische Film mit den, nach „Bis dass das Glück uns scheidet”, bislang zweithöchsten Einspielergebnissen im Ausland u. lag in den brit. Kinocharts für einige Wochen lang auf dem dritten Platz u. war auch in den amerikan. Kinocharts vertreten. Er war der erste Bollywood-Film, der in die dt. Kinos kam. Insges. wurden Untertitel-Versionen in neun Sprachen produziert.
Ingwer
I. (über griechisch-lateinisch ''zingiber'' von altindisch „schringaverâm”: 'hornförmig'), auch Ingber, Imber, Immerwurzel, Ingwerwurzel genannt, ist ein Ingwergewächs (Zingiberaceae) u. gehört zu den Einkeimblättrigen (Liliopsida). Die botan. Bez. lautet ''Zingiber officinale'', die medizinische/pharmazeut. Bez. für die Droge ist ''Rhizoma zingiberis''. Verwendung findet in erster Linie die Ingwer-Wurzel, (genauer: der Hauptspross, das sogenannte Ingwer-Rhizom) als Küchengewürz oder Arznei. In der engl. Sprache weist der Begriff Ginger auf die Verwendung von I. in verbreiteten Nahrungsmitteln hin, etwa im Getränk Ginger Ale oder in ''Gingerbread'' (Pfefferkuchen).
Inhaltsangabe
Eine I. oder Zusammenfassung ist eine Übersicht über den wesentl. Inhalt eines Textes, Filmes oder Ereignisses. Gebräuchliche Formen von Inhaltsangaben sind das Inhaltsverzeichnis, das Abstract u. andere Formen dokumentar. Referate. Auch die engl. Bez. ''Summary'' ist in wissenschaftl. Arbeiten üblich.
Inhaltsverzeichnis
Ein I. ist eine stichwortartige Übersicht - ein Verzeichnis - zum Inhalt eines Mediums, etwa eines Buches, einer Zeitschrift, einer Website oder einer Musik- bzw. Daten-CD-ROM etc., ggf. mit Seitenangaben zum schnellen Auffinden von Textstellen. Fehlt einem Werk das I., ist die Orientierung u. das Auffinden bestimmter Inhalte meist schwierig.
Inhärenz
I. (von lat. ''inhaerere'' - in etwas hängen, an etwas haften) bezeichnet allg. ''das Innewohnen'' oder ''die Anhaftung''.
Initiation
I. bezeichnet die Einführung eines Außenstehenden (eines Anwärters) in eine Gemeinschaft oder seinen Aufstieg in einen anderen persönl. Seinszustand, z. B. vom Kind zum Mann, vom Novizen zum Priester oder vom Laien zum Schamanen. Der Hauptfall der I. ist die Pubertäts- u. Stammesinitiation der Stammesgesellschaft u. die daraus hervorgegangene I. der antiken Mysterienkulte. Sie gehört also im Wesentlichen zu einer archa. Vergangenheit.
Die I. folgt einem traditionellen Initiationsritus. Das Ritual zur Aufnahme in einen geistlichen Orden wird auch Ordination genannt.
Initiativbewerbung
Die I. ist eine bes. Form der Bewerbung für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Die I. ist eine spontane Bewerbung u. erfolgt ohne vorherige Angebote oder Aufforderungen durch Stellenangebote. Sie kann entweder als Kurzbewerbung oder als ausführl. Bewerbung gestaltet werden. Allg. wird die I. auch als Blindbewerbung bezeichnet. Jedoch wird in letzter Zeit oft zwischen der Initiativ- u. Blindbewerbung unterschieden, da letztere meistens nicht auf das angeschriebene Unternehmen angepasst wird u. als Massenbewerbung mit dem gleichen Text an viele Unternehmen verschickt wird.
Initiative
Als I. (von lat. ''initium'', Anfang) bezeichnet man den Anstoß zu einer Handlung oder den ersten Schritt zu eben dieser Handlung. Man kann in diesem Sinne die ''Initiative ergreifen'' oder aber die ''Initiative jemand anderem überlassen''.
Weiter gefasst wird der Begriff I. auch benutzt, um die Fähigkeit einer Person, aus eigenem Antrieb zu handeln, Entscheidungen zu fällen oder Unternehmungsgeist an den Tag zu legen, zu bezeichnen.
Injakulation
Von I. spricht man, wenn beim männl. Orgasmus durch einen (Finger-)Druck („Sächsischer Griff”) auf einen Genital-Punkt (''Millionen-Dollar-Punkt'', ''Saxonus'', auch ''Jen-Mo-Punkt'') zwischen Hodensack u. After die Ejakulation verhindert wird.
Injektivität
I. (''injektiv, linkseindeutig'') ist eine Eigenschaft einer mathemat. Funktion.
Sie bedeutet, dass jedes Element der Zielmenge höchstens einmal als Funktionswert angenommen wird. Es werden also keine zwei verschiedenen Elemente der Definitionsmenge auf ein u. dasselbe Element der Zielmenge abgebildet.
Eine injektive Funktion ist daher (als Relation gesehen) linkseindeutig.
Im Unterschied zu einer bijektiven Abbildung entspricht dabei nicht unbedingt jedem Element der Zielmenge ein Element der Definitionsmenge. Die Bildmenge kann also kleiner als die Zielmenge sein.
Eine injektive Funktion wird auch als Injektion bezeichnet.
Inka
Die I. waren eine indigene urbane Kultur in Südamerika. Sie herrschte zwischen dem 13. u. 16. Jh. über ein weit umspannendes Reich von über 200 ethn. Gruppen, das einen hohen Organisationsgrad aufwies. Zur Zeit der größten Ausdehnung erstreckte sich sein Einfluss vom heutigen Ecuador bis nach Chile u. Argentinien, ein Gebiet, dessen Ausdehnung größer ist als die Entfernung zwischen dem Nordkap u. Sizilien. Entwicklungsgeschichtlich sind die I. mit den bronzezeitl. Kulturen Eurasiens vergleichbar. Das rituelle, administrative u. kulturelle Zentrum war die Hptst. ''Qusqu'' (Cusco) im Hochgebirge des heutigen Peru.
Inkasso
I. ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre, speziell dem Bereich Finanzierung. Mit I. ist der Einzug von Forderungen gemeint. Der geschäftsmäßige Einzug fremder Forderungen ist nach Art. 1 § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 Rechtsberatungsgesetz (RBerG) erlaubnispflichtig.
Inkscape
I. (aus engl. ''ink'', „Tinte” u. ''-scape'' (aus landscape etc.), ähnlich „-schaft”) ist ein freier Vektorgrafik-Editor. I. eignet sich zum Erstellen von Logos, Vektorkunst, techn. Diagrammen, Landkarten, Stadtplänen, CD-Covern, Postern u. Comics.
Inkubationszeit
Die I. (lat. ''incubare'' = ausbrüten) bzw. Diagnostisches Fenster sind Begriffe aus der Medizin u. beschreiben die Zeit, die zwischen der Infektion mit einem Krankheitserreger u. dem Auftreten der ersten Symptome (Ausbruch der Krankheit) vergeht. Die I. kann – abhängig von der Krankheit – zwischen wenigen Stunden u. einigen Jahrzehnten liegen. HIV, das nach der I. zu Aids wird, hat bspw. eine I. von bis zu circa 10 Jahren.
Die Infektion selbst kann je nach Art des Testverfahrens in der Regel sehr viel früher bis zeitnah zur Ansteckung nachweisbar sein.
Inland Empire
I. E. ist ein US-amerikan. Film von Regisseur David Lynch aus dem Jahr 2006. Der Film ist eine Produktion von ''Studio Canal'' im Verleih von ''Canal+''. In den USA verleiht Lynch den Film über seine eigene Firma ''Absurda'' an ausgewählte Kinos, in Deutschland wird ''Concorde Film'' den Verleih des Films übernehmen. Die Weltpremiere fand am 6. September 2006 bei den Filmfestspielen von Venedig statt. In den USA feierte der Film beim ''New York Film Festival'' seine Premiere am 29. September 2006 u. kam im Dezember 2006 in die US-amerikan. Kinos. In Deutschland startete ''Inland Empire'' am 26. April 2007.
Inlay (Zahnmedizin)
Ein I. (engl. = Einlagefüllung) ist eine im zahntechn. Labor hergestellte Zahnfüllung, die in der Zahnmedizin eingesetzt wird, i. d. R. um Kariesfolgen zu behandeln.
Inn
Der I. (lat. ''Aenus'', rätoroman. ''En''), ist ein rechter, 517 km langer Nebenfluss der Donau in der Schweiz, in Österreich u. Deutschland. Der mittlere Abfluss beträgt 730 m³/s an der Mündung bei Passau.
Zeitweilig führt er hier mehr Wasser als die ihn aufnehmende Donau, was mit seinem Charakter als Gebirgsfluss zusammenhängt.
Innenarchitektur
Unter I. versteht man die Symbiose aus Planung u. Gestaltung von Innenräumen mit dem Ziel, das körperliche, geistige u. soziale Wohlbefinden der Menschen in den Räumen zu gewährleisten. Innenarchitektur umfasst technisch-konstruktive Aspekte ebenso wie ästhetisch-künstlerische Belange. I. wird geplant von Architekten oder Innenarchitekten; beide Berufsbezeichnungen sind gesetzlich geschützt u. im deutschen Architektengesetz verankert.
Innenminister
Der I. ist der Leiter eines Ministeriums (Innenministerium), das sich um innere Angelegenheiten (die Verwaltung eines Landes/Kantons wie z. B. Innere Sicherheit, Sport) auf nationaler oder bundesstaatl. Ebene kümmert.
Innenohr
Das I. (''Auris interna'') ist ein Teil des Ohres bei Wirbeltieren. Es besteht aus der Hörschnecke (lat.: ''Cochlea'') u. dem Gleichgewichtsorgan.
Innerdeutsche Grenze
Bild: Moedlareuth_DDR-Grenzpfosten.jpg
DDR-Grenzsäule in Mödlareuth
Als I. G., im allg. Sprachgebrauch oft auch deutsch-deutsche Grenze genannt, wurde die 1.378 km lange Grenze zwischen der Deutschen Demokratischen Republik u. der BR Deutschland bezeichnet. Der Grenzverlauf zwischen den westl. Besatzungszonen u. der Sowjetischen Besatzungszone wurde von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges festgesetzt u. bestand mit der Gründung der beiden dt. Staaten nach 1949 fort.
Die DDR bezeichnete die deutsch-deutsche Grenze im offiziellen Sprachgebrauch als ''Staatsgrenze der DDR zur Bundesrepublik Deutschland''. In der BR Deutschland war häufig auch der Begriff „Zonengrenze” gebräuchlich, vor allem in früheren Jahren, als die DDR in der BR Deutschland oft als ''Zone'' bezeichnet wurde.
In der Realität wirkte diese Grenze nicht lediglich als eine landesinterne Grenze u. auch nicht lediglich als eine Staatsgrenze, sondern war Teil der Grenze zwischen zwei unterschiedl. Gesellschaftssystemen sowie zwischen gegensätzl. Militärblöcken (NATO – Warschauer Pakt) u. gegensätzl. Wirtschaftsblöcken (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft – Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe). Sie war insofern Teil des ''Eisernen Vorhanges'', der sich nach S in den Grenzbefestigungen der ČSSR zur BR Deutschland fortsetzte.
Innere Energie
Als I. E. bezeichnet man den in einem Medium gebundenen Energiebetrag. Die innere Energie ist der Energiegehalt einer Materiemenge, der über ihre geordnete kinet. Energie u. potentielle Energie des Schwerpunktes hinausgeht. Sie ergibt sich aus den inneren Eigenschaften eines Systems, teilweise auch unter dipolartiger Wechselwirkung mit äußeren Feldern.
Innere Medizin
Die I. M. befasst sich mit der Vorbeugung, Diagnostik, konservativer u. interventioneller Behandlung sowie Rehabilitation u. Nachsorge von Gesundheitsstörungen u. Krankheiten der Atmungsorgane (''Pneumologie''), des Herzens u. Kreislaufs (''Kardiologie''), der Verdauungsorgane (''Gastroenterologie''), der Nieren u. ableitenden Harnwege (''Nephrologie''), des Blutes u. der blutbildenden Organe (''Hämatologie''), des Gefäßsystems (''Angiologie''), des Stoffwechsels u. der inneren Sekretion (''Endokrinologie''), des Immunsystems (''Immunologie''), des Stütz- u. Bindegewebes (''Rheumatologie''), der Infektionskrankheiten (''Infektiologie'') u. Vergiftungen (''Toxikologie'') sowie der soliden Tumore u. hämatolog. Neoplasien (''Onkologie'').
Innerer Aufbau der Erde
Die Erde ist annähernd eine Kugel (tatsächl. Erdradius 6.357 bis 6.378 km), deren Inneres aus mehreren Schalen aufgebaut ist: Im Zentrum befindet sich ein 1.250 km mächtiger fester ''Erdkern'', welcher hauptsächlich aus Eisen u. Nickel besteht. Daran schließt sich mit einem Radius von ca. 3.500 km der flüssige Teil des Erdkerns (hauptsächl. Eisen) an, darüber die 2.900 km dicke Schicht des sogenannten ''Mantels'' aus zähplast. Gestein (Silikate u. Oxide) u. zuoberst eine relativ dünne, harte ''Kruste''. Diese besteht ebenfalls aus Silikaten u. Oxiden, ist aber mit Elementen angereichert, die nicht im Mantelgestein vorkommen. Mit ihrem schalenartigen Aufbau ist die Erde gleichzeitig der Prototyp der vier terrestr. Planeten im inneren Teil unseres Sonnensystems.
Innerer Monolog
Der Innere Monolog ist eine Form des Erzählens u. wird oft zur Vermittlung von Gedankenvorgängen gebraucht. Er besteht aus direkter Rede, die aber entweder nicht ausgesprochen oder von Außenstehenden nicht bemerkt wird. (''Beispiel:'' „Weiß nicht, ob ich ihn ansprechen soll. – Hallo, Sie!” Hier kann der erste Satz innerer Monolog sein.) Im Unterschied zur Erzähltechnik des Bewusstseinsstroms spricht sich eine literar. Figur im inneren Monolog direkt an, fragt sich, macht sich Vorwürfe etc. Er besteht also eher aus einem aktiven Mitteilen als aus einem passiven Erleben (''Beispiel:'' „Kalt. Schmerz. Immer weiter. – Warum sieht man nichts?” Hier kann der letzte Satz innerer Monolog sein, die anfängl. Fragmente sind eher „Bewusstseinsstrom”.) Häufige Gedankenstriche sind ein textl. Merkmal.
Inneres Organ
Als innere Organe werden i. w. S. alle Organe mit Ausnahme des Grenzorgans Haut bezeichnet. Im engeren u. allgemein gebräuchlichen Sinn versteht man darunter die in der Brust- u. Bauchhöhle liegenden Organe.
Innertropische Konvergenzzone
Die Innertropische oder Intertropische Konvergenzzone (ITC für ''Inter Tropic Convergence'' oder ITCZ für ''Inter-Tropical Convergence Zone''), auch Doldrums oder Kalmenzone genannt, ist eine wenige hundert Kilometer breite Tiefdruckrinne in Äquatornähe im Bereich der von N u. S aufeinander treffenden Passatwinde. Sie ist durch Konvektionserscheinungen u. eine in der Regel starke Quellbewölkung gekennzeichnet.
Innovation
I. heißt wörtlich „Neuerung” oder „Erneuerung”. Das Wort ist von den latein. Begriffen ''novus'' „neu” bzw. ''innovatio'' „etwas neu Geschaffenes” abgeleitet. Im Deutschen wird der Begriff heute im Sinne von neuen Ideen u. Erfindungen sowie für deren wirtschaftl. Umsetzung verwendet.
Innozenz III.
I. III. (* Ende 1160/Anfang 1161 auf Kastell Gavignano; † 16. Juli 1216 in Perugia) gilt als der bedeutendste Papst des MA. Der Name Innozenz bedeutet „der Unschuldige” (latein.).
Innsbruck
I. ist die Hptst. des österr. Bundeslandes Tirol im Inntal an der Alpen-Transit-Strecke Brenner (Auto- u. Eisenbahn) nach Südtirol (Italien). Der Name leitet sich von Inn u. Brücke ab (Brücke über den Inn). Innsbruck ist mit ca. 120.000 Einwohnern nach Wien, Graz, Linz u. Salzburg die fünftgrößte Stadt Österreichs, im Ballungsraum Innsbruck leben ca. 190.000 Menschen, dazu kommen ca. 30.000 Studierende u. andere Nebenwohnsitzinhaber u. täglich rund 3.000 Nächtigungen von Städtetouristen. – 117.916 Ew.
Innsbrucker Mittelgebirgsbahn
Die I. M., umgangssprachlich auch Igler genannt u. heutige Linie 6 der Innsbrucker Straßenbahn, ist eine meterspurige Überlandstraßenbahn, die das Mittelgebirge südöstlich von Innsbruck – den Paschberg – erschließt. Sie wurde 1900 eröffnet u. verband die Dörfer Wilten, Aldrans, Lans, Sistrans u. Igls miteinander. Früher ein wichtiges Verkehrsmittel, ist sie heute eine Ausflugsbahn in das Erholungsgebiet nahe der Stadt.
Inquisition
Die I. (lat. „Untersuchung”) bezeichnet eine mittelalterliche u. frühneuzeitl. Form von Gerichtsverfahren.
Entstanden ist die Inquisition in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als kirchliches Verfahren zur erleichterten Aufspürung von Ketzern. Im Mittelalter diente sie der Verfolgung von Häresien, in der frühen Neuzeit hauptsächlich der Hexenverfolgung. Das Inquisitionsgericht wurde von einem geistlichen Vorsitzenden, einem sog. ''Inquisitor'' geleitet.
Insekten
I. (Insecta), auch Kerbtiere oder Kerfe genannt, sind die artenreichste Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda) u. zugleich die artenreichste Gruppe der Tiere überhaupt. Mindestens 80% Prozent der bekannten Tierarten oder weit über eine Million Arten gehören dazu. Nach verschiedenen Hochrechnungen rechnet man allerdings mit einem Vielfachen, wobei vor allem in den trop. Regenwäldern noch Millionen unentdeckter Arten vermutet werden. Fossil lassen sich I. zum ersten Mal im Devon oder vor rd. 400 Millionen Jahren nachweisen.
Der Name „Insekt” wurde im 18. Jh. aus dem lateinischen ''insectum'' eingedeutscht. Dies gehört zu ''in-secare'' = „einschneiden” u. bedeutet demnach eigentlich „eingeschnittenes (Tier)”, was sich auf die stark voneinander abgesetzten Körperteile bezieht. Es ist eine Lehnübersetzung vom griechischen ''éntomon'' = „Insekt” (zu ''entémnein'' = „einschneiden”), was sich heute in Begriffen wie der Entomologie (Insektenkunde) spiegelt.
Insel
Eine I. ist eine in einem Meer oder Binnengewässer liegende, auch bei Flut über den Wasserspiegel hinausragende Landmasse, die vollständig von Wasser umgeben ist, aber nicht als Kontinent gilt.
Mehrere räumlich relativ nahe beieinander gelegene Inseln können eine Inselgruppe bilden.
Inselbegabung
Die I. – auch Savant-Syndrom genannt – ist ein Phänomen, bei dem Menschen, oft mit kognitiver Behinderung, in einem kleinen Teilbereich außergewöhnl. Leistungen vollbringen. 50 Prozent der bekannten Inselbegabten sind Autisten. Sechs von sieben Inselbegabten sind männlich. Es gibt keine zuverlässl. Untersuchungen darüber, wie häufig das Savant-Syndrom auftritt.
Insemination
Als I. wird jede Übertragung des männl. Samens in den Genitaltrakt der Frau oder eines weibl. Tieres bezeichnet, die nicht über den Weg der Kopulation erfolgt. Hierbei kann es zu einer Befruchtung kommen oder auch nicht. I. ist die gängigste Methode zur künstl. Befruchtung.
Inside Man
I. M. ist ein Thriller aus dem Jahr 2006, der mit Denzel Washington, Clive Owen, Willem Dafoe u. Jodie Foster gedreht wurde. Die Regie des US-amerikan. Spielfilms führte Spike Lee. Offizieller Kinostart des Films in Deutschland war der 23. März 2006, mehr als eine Million Zuschauer besuchten hier die Vorstellungen.
Insolvenz
I. (lat. ''insolvens'', "nicht-lösend", hier im Sinne von: "Schuldscheine nicht einlösen könnend") bezeichnet die Eigenschaft eines Schuldners, seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen zu können. Die I. ist gekennzeichnet durch akute Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit u./oder Überschuldung.
Insolvenzverfahren
Das in Deutschland an die Stelle des früheren Konkursverfahrens getretene gerichtl. I. dient der angemessenen forderungsanteiligen Befriedigung von Gläubigern aus den noch verbliebenen Vermögenswerten des insolventen Schuldners. Die Verfahrensregelungen finden sich in der Insolvenzordnung. Nach Eröffnung des Verfahrens durch Gerichtsbeschluss sind zur Vermeidung von Sondervorteilen zu Gunsten einzelner Gläubiger Einzelzwangsvollstreckungsmaßnahmen - mit Ausnahme der Verwertung vorinsolvenzlich erlangter Rechtspositionen gem. § 30 d Zwangsversteigerungsgesetz - untersagt.
In spe
Die latein. Phrase I. s. bedeutet wörtlich „in der Hoffnung” u. hat sich als Floskel in der Umgangssprache etabliert. Im Sinne von „voraussichtlich/bald etwas sein/bevorstehend” findet es im Alltag viele Anwendungen, zum Beispiel:
* ''Er ist mein Schwager in spe.'' (Bruder des eigenen Verlobten oder Verlobter der Schwester)
* ''Vater in spe'' (Erzeuger eines ungeborenen Kindes)
* ''Beiträge in spe'' (noch zu verfassende Texte)
Instandhaltung
Die I. von techn. Systemen, Bauelementen, Geräten u. Betriebsmitteln soll sicherstellen, dass der funktionsfähige Zustand erhalten bleibt oder bei Ausfall wieder hergestellt wird.
Die DIN 31051 strukturiert die I. in die vier Grundmaßnahmen
* Wartung
* Inspektion
* Instandsetzung
* Verbesserung
Instandsetzung
→Reparatur.
Instant Messaging
I. M. [inst&eunbet;nt &beton;m&aeo;sid&schsth;iŋ] (abgekürzt IM) (engl. „sofortige Nachrichtenübermittlung”) oder Nachrichtensofortversand ist ein Dienst, der es ermöglicht, mittels einer Software (Client), dem Instant Messenger, in Echtzeit mit anderen Teilnehmern zu kommunizieren (chatten). Dabei werden kurze Text-Mitteilungen im ''Push-Verfahren'' über ein Netzwerk (Server) an den Empfänger geschickt (meist über das Internet), auf die dieser unmittelbar antworten kann. Auf diesem Weg lassen sich meist auch Dateien austauschen. Zusätzlich bieten zahlreiche Messaging-Programme Video- oder Telefonkonferenzen an.
Institution
I. (von lat. ''institutio'' = Einrichtung, Erziehung, Anleitung) ist in der Soziologie eine mit Handlungs-Rechten, Handlungs-Pflichten oder normativer Geltung belegte soziale Wirklichkeit, durch die Gruppen u. Gemeinschaften nach innen u. nach außen hin verbindlich (geltend) wirken oder handeln. Umgangssprachlich wird unter einer I. auch eine Organisation verstanden.
Insulin
I. ist ein für Menschen u. alle Tiere lebenswichtiges Peptidhormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich nur in den Langerhans'schen Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name ''Insulin'' ab (lat. ''insula'').
Integer (Datentyp)
Mit I. (&beton;intid&schsth;&eunbet;, englisch für ganze Zahl) wird in der Informatik ein Datentyp bezeichnet, der ganzzahlige Werte speichert. Der Wertebereich ist endlich. Berechnungen mit Integern sind in der Regel exakt. Lediglich ein Überlauf kann durch Überschreiten des zulässigen Wertebereichs auftreten. Als grundlegender arithmet. Datentyp sind I. in der Hardware fast aller Rechenanlagen vorhanden u. in nahezu jeder Programmiersprache verfügbar. Meist werden sogar mehrere Integerarten bereitgestellt, die sich in der Darstellung, der Länge oder dem Vorhandensein eines Vorzeichens unterscheiden. Die implementierte Arithmetik mit Integern ist bisher nicht genormt u. weist oft sprachabhängige (Java, C) oder sogar compilerabhängige (C – Reihenfolge der Auswertung von Ausdrücken) Eigenheiten auf. Ein Normungsversuch liegt mit der ''language independent arithmetic'' vor.
Integralrechnung
Die I. ist neben der Differentialrechnung der wichtigste Zweig der mathemat. Disziplin der Analysis. Das Integral ist eine lineare Abbildung, die einer Funktion auf einem gegebenen Integrationsbereich einen Zahlwert oder eine Funktion zuordnet. Dieser Vorgang heißt Integration.
Das Integral einer reellen Funktion einer Variablen wird im zweidimensionalen Koordinatensystem als die Flächenbilanz zwischen dem Graphen der Funktion u. der -Achse gedeutet, bei Funktionen mehrerer Veränderlicher entspricht es einem Volumen.
Der Hauptsatz der Differential- u. I., auch Fundamentalsatz der Analysis genannt, besagt, dass Integrale (einer reellen Funktion einer Variablen) aus Stammfunktionen berechnet werden können. Das Bestimmen von Stammfunktionen ist die umgekehrte Aufgabe zur Differentiation u. wird auch unbestimmte Integration genannt.
Integrated Drive Electronics
→ATA/ATAPI.
Integrated Services Digital Network
I. S. D. N. (ISDN) ist ein internationaler Standard für ein digitales Telekommunikationsnetz. Die engl. Bez. ist ein Backronym, da sie als werbewirksamer im Vergleich zur ursprüngl. Bedeutung ''Integriertes Sprach- u. Datennetz'' angesehen wird. Sie lässt sich sinngemäß als ''diensteintegrierendes digitales Netz'' übersetzen.
Über dieses Netz werden verschiedene Dienste wie Fernschreiben (Telex), Teletex, Datex-L (leitungsvermittelte Datenübertragung), Datex-P (paketvermittelte Datenübertragung) u. Telefonie übertragen u. vermittelt. Vor der Einführung des ISDN gab es für die genannten Dienste jeweils eigene Netze, zwischen denen es Übergänge (Gateways) gab, z. B. zwischen Fernschreibnetz u. Teletex oder vom Telefonnetz zu den Datex-Netzen. Da das Telefonnetz das bekannteste der genannten Netze war u. auch heute der Dienst ''Telefonie'' der meistgenutzte ist, wird die Bezeichnung ''ISDN'' oft mit ''Telefon'' gleichgesetzt.
Durch Ablösung des analogen Telefonanschlusses durch Digitaltechnik konnte die Leistungsfähigkeit der Teilnehmeranschlussleitung verdoppelt werden (gleichzeitig zwei Gespräche bzw. Verbindungen), dabei blieb die Bedienung der Endgeräte für den Benutzer weitgehend gleich. Die Datenfernübertragung (z. B. auch die Einwahl ins Internet) ist mit ISDN etwas schneller u. komfortabler als mit einem Telefonmodem.
Inzwischen gibt es weitere Techniken zum Telefonieren wie GSM, UMTS u. IP-Telefonie, die beim Teilnehmer im Wettbewerb stehen. Zurzeit bildet ISDN die Basis für alle anderen Telefonnetze.
Integration (Soziologie)
Der Begriff I. ist vom lateinischen „integratio” abgeleitet u. bedeutet in der Soziologie Herstellung eines Ganzen, Erneuerung.
Integration beschreibt einen dynamischen, lange andauernden u. sehr differenzierten Prozess des Zusammenfügens u. Zusammenwachsens. Dieser Prozess besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden u. der Übernahme gemeinschaftl. Verantwortung zwischen Zugewanderten u. anwesender Mehrheitsbevölkerung. Im Gegensatz zur Assimilation (völlige Anpassung), verlangt Integration nicht die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität.
Integration durch Substitution
Die I. d. S. ist in der Mathematik im Rahmen der Analysis ein wichtiges Hilfsmittel, um Stammfunktionen u. Integrale zu berechnen. Die Substitutionsregel bildet in der Integralrechnung das Gegenstück zur Kettenregel in der Differentialrechnung. Anschaulich ausgedrückt wird durch die Substitution ein Teil des Integranden ersetzt. Das Ziel liegt dabei darin, das Integral zu vereinfachen u. so letztendlich auf ein elementares Integral zurückzuführen. Es ist dabei jedoch zu beachten, immer auch das Differential u. eventuell auch die Integrationsgrenzen mitzusubstituieren.
Die Verallgemeinerung der Substitutionsregel auf mehrdimensionale Integrale ist der Transformationssatz.
Integrierte Entwicklungsumgebung
Eine integrierte Entwicklungsumgebung (Abk. IDE, von engl. ''integrated development environment'', auch ''integrated design environment'') ist ein Anwendungsprogramm zur Entwicklung von Software.
Integrierter Schaltkreis
Bild: 80486dx2-large.jpg
Integrierter Schaltkreis: Das
Chipgehäuse wurde geöffnet und ermöglicht den Blick auf den eigentlichen Halbleiter. Die erkennbaren Strukturen im Zentrum sind die realisierte elektronische Schaltung. Außen sind die goldenen Anschlussleitungen zu erkennen, welche den Integrierten Schaltkreis und die Gehäusekontakte bildet.
Ein I. S. (auch ''integrierte Schaltung'', engl. ''integrated circuit'', kurz IC) ist eine auf kleinstem Raum auf einem einzigen Stück Halbleitersubstrat (''Chip'', engl. ''Die'') untergebrachte (integrierte) elektron. Schaltung. Man nennt sie daher im Gegensatz zu gelöteten Leiterplatten u. ähnlichem auch ''Festkörperschaltkreis'' oder ''monolithischer Schaltkreis''.
Merkmal ist, dass auf oder in einem einkristallinen Substrat eine große Zahl an verschiedenartigen oder gleichen aktiven u. passiven Halbleiterbauelementen, Widerständen u. Kondensatoren sowie verbindenden Leiterzügen hergestellt werden.
Integrierte Schaltkreise bilden heute die Grundlage jeglicher komplexer Elektronik, insbes. der Computertechnik. Erst durch die Integration ist es möglich, umfangreiche Funktionalität auf kleinem Raum zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus ermöglichen ''integrierte Schaltkreise'' in vielen Fällen überhaupt auch erst die techn. Realisierung von Systemen, die sonst zu teuer, zu komplex, zu leistungsintensiv oder zu groß wären.
Integrität
I. ist eine ethische Forderung des philosoph. Humanismus, nämlich die Übereinstimmung zwischen idealist. Werten u. der tatsächl. Lebenspraxis, nicht in jedem kleinen Detail, aber im Ganzen.
Intel Core
I. C. ist der Name einer im Januar 2006 eingeführten 32-Bit-Prozessorfamilie für mobile Computer des Herstellers Intel. Die Variante mit einem CPU-Kern wird Core Solo, die Variante mit zwei CPU-Kernen (Dual-Core-Prozessor) wird Core Duo genannt. Sie werden in der Centrino- bzw. Centrino-Duo-Plattform eingesetzt. Die Prozessoren sind der Nachfolger des Intel Pentium M. Abgelöst wurde sie vom I. C. 2, wobei die 2 hier nicht, wie oft irrtümlich angenommen, für die Anzahl der Kerne, sondern für die 2. Generation der Core-Architektur steht.
Intel Core 2
Die Intel-Core-2-Serie ist eine Familie von 64-Bit-Mikroprozessoren für Computer. Sie basieren auf der Intel-Core-Mikroarchitektur u. stellen die Nachfolger der Pentium-4-, Pentium-D- u. Pentium-Extreme-Edition-CPUs im Desktop-Segment u. der Pentium-M- u. Core-CPUs im Mobilbereich dar. Die Workstation- u. Server-Variante des Core 2 verkauft Intel dagegen wie üblich als Intel Xeon.
Intel Corporation
I. C. (Integrated electronics) ist ein US-amerikan. Halbleiterhersteller mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Sie wurde 1968 von Mitarbeitern der Firma Fairchild Semiconductor gegr. Intel ist vor allem für PC-Mikroprozessoren bekannt, bei denen das Unternehmen einen Marktanteil von ungefähr 80% hält. Außerdem werden auch fast alle anderen Mikrochips für Computer produziert, zum Beispiel Chipsätze für Mainboards, WLAN u. Netzwerkkarten. Bekannt ist Intel auch für seine fortgeschrittene Halbleiterproduktion. Vorstandsvorsitzender ist zurzeit Paul Otellini.
Intel GMA
Intel Graphics Media Accelerator (zu Deutsch etwa „Grafik-Medien-Beschleuniger”, kurz GMA) ist eine Reihe von integrierten Grafikprozessoren von Intel (IGP), die neben den obligatorischen 2D-Grafikfunktionen auch mit 3D-Beschleunigung u., je nach Modell, weiteren Multimediafähigkeiten aufwarten. Die GMA-Prozessoren sind fester Bestandteil der Northbridges verschiedener Mainboard-Chipsätze u. daher stets als Teil eines solchen Chipsatzes zu verstehen; es gibt keine separaten Grafikkarten, die diese Grafikprozessoren einsetzen.
Intellekt
Der I. (zu lat. ''intellectus'': "das Innewerden, Wahrnehmung, Erkenntnis") bezeichnet die Fähigkeit zu denken u. durch selbiges Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Begriff "I." verhält sich weitgehend synonym mit dem Begriff Verstand.
Intellektueller
Der Begriff I. (lat. intellegere – verstehen) bezeichnet im Allg. eine Person, die - meist aufgrund ihrer Ausbildung u. Tätigkeit - wissenschaftlich oder künstlerisch gebildet ist. Häufig wird die Bez., sofern auf die Ausbildung bezogen, synonym mit Akademiker gebraucht.
Für die Soziologie (Joseph Schumpeter folgend) sind Intellektuelle Leute, die zu reden u. zu schreiben verstehen u. mit ihrer Kritik öffentl. Dinge zur Sprache bringen, die an sich außerhalb ihrer eigenen Sachkompetenzen u. Verantwortungsbereiche liegen. Ihre Erfolgschance beruht auf der Legitimationsfähigkeit durch in der jeweiligen Gesellschaft verbindl. Grundwerte u. liegt vor allem in ihrem Störpotenzial.
Intelligent Design
I. D. (ID, deutsch etwa intelligenter Entwurf, intelligentes Design) ist der Standpunkt der Neokreationisten, dass bestimmte Merkmale des Universums u. Lebens am besten durch eine intelligente Ursache erklärt werden können u. nicht durch einen Vorgang ohne solche Leitung, wie die natürliche Selektion.
Seine führenden Vertreter, die alle US-Amerikaner sind u. dem Discovery Institute angehören, verstehen Intelligent Design als wissenschaftl. Theorie, die mit vorhandenen wissenschaftl. Theorien zum Ursprung des Lebens auf einer Stufe steht oder ihnen überlegen ist. Sie sind der Auffassung, dass sich mit Komplexitätskriterien zwingend beweisen oder sehr wahrscheinlich machen lässt, dass das Leben auf der Erde so entstanden sein muss, wie Gegenstände, die von Menschen für einen Zweck erschaffen werden.
Bei einer überwältigenden Mehrheit der amerikan. Wissenschaftsverbände genießt I. D. keine Anerkennung als Wissenschaft, sondern wird als Pseudowissenschaft oder „Junk Science” bewertet.
Intelligenz
I. (lat.: ''intelligentia'' „Einsicht, Erkenntnisvermögen”, ''intellegere'' „verstehen”) bezeichnet im weitesten Sinne die Fähigkeit zum Erkennen von Zusammenhängen u. zum Finden von Problemlösungen. I. kann auch als die Fähigkeit, den Verstand zu gebrauchen, angesehen werden. Sie zeigt sich im vernünftigen Handeln.
In der Psychologie ist ''Intelligenz'' ein Sammelbegriff für die kognitiven Fähigkeiten des Menschen, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren u. Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden u. Sprache zu verwenden.
Mit I. befassen sich die Allgemeine u. die Differentielle Psychologie sowie die Neuropsychologie.
Intelligenzquotient
Der I. (IQ) ist eine Kenngröße zur Bewertung des allg. intellektuellen Leistungsvermögens (Intelligenz). Als Quotient vergleicht er eine Person mit dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung zum selben Zeitpunkt. Die Werte sind keine Prozentangaben. Die IQ-Skalen beruhen auf der Normalverteilung der Werte einer getesteten Population. Hierbei erhält der Mittelwert der Verteilung den Zahlenwert 100. Die Standardabweichung beträgt in der Regel 15 IQ-Punkte. Man kann auch andere Skalierungen festlegen. Über den Bezug zur Normalverteilung lassen sich Werte aus anderen Skalierungen in die IQ-Skala mit dem Mittelwert 100 ohne Informationsverlust umrechnen.
Die DIN-33430 legt fest, dass die Ermittlung u. Interpretation von Intelligenztests ausschließlich von qualifizierten Personen (z. B. Psychologen) ausgeführt werden sollten. Die Methoden zur Interpretation eines Befunds aus einem Intelligenztest sind teilweise umstritten.
Intelligenztest
Ein I. ist ein Instrument der psycholog. Diagnostik zur Messung der Intelligenz einer Person. Da Intelligenz u. ihre Bereiche unterschiedlich definiert werden können, gibt es auch sehr verschiedenartige Intelligenztests. Ziel der Messung von Intelligenz ist eine Vergleichbarkeit von Personen hinsichtlich ihrer kognitiven Fähigkeiten. Dabei geht man davon aus, dass sich die Leistungsunterschiede in Intelligenztests auch in Leistungsunterschieden im tägl. Leben niederschlagen, die vorhergesagt werden sollen.
Intel Pentium 4
Der Intel Pentium 4 ist ein Mikroprozessor der siebten x86-Generation.
Die ersten Pentium 4 mit dem Codenamen Willamette liefen mit Taktfrequenzen von 1,4 u. 1,5 GHz u. kamen im November 2000 auf den Markt. Der Pentium 4 mit der neuen NetBurst-Architektur wies gegenüber dem älteren P6-Design des Pentium III in Sachen Integer- u. Gleitkomma-Leistung nur unwesentl. Verbesserungen auf. Stattdessen hatte man sich auf zwei Dinge konzentriert: Hohe Taktfrequenzen u. SSE-Leistung.
Intel Xeon
Xeon ist der Markenname von Server- u. Workstationprozessoren von Intel. Diese basieren auf den zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Varianten der Desktopprozessoren u. damit kommen verschiedene Mikroarchitekturen zum Einsatz.
Interaktion
I. bezeichnet das wechselseitige Aufeinandereinwirken von Akteuren oder Systemen u. ist eng verknüpft mit den übergeordneten Begriffen Kommunikation, Handeln u. Arbeit. Manchmal werden diese Begriffe sogar synonym verwendet.
InterCity
Ein I., in manchen Ländern auch Intercity (kurz: IC), ist eine international verwendete Zuggattung. Der Begriff wird in vielen europ. Ländern für zumeist nationale Qualitätszüge verwendet. IC-Züge zeichnen sich im Vergleich zu normalen Zügen durch besseres Wagenmaterial, höhere Geschwindigkeit u. weniger Unterwegshalte aus.
Intercity-Express
Der I. – in Österreich u. der Schweiz: InterCityExpress (ehem. auch Schreibweise in Deutschland); Kurzform: ICE – ist die schnellste u. komfortabelste Zugkategorie der Deutschen Bahn AG.
Er bedient, in einem weitgehend getakteten Liniennetz, annähernd 180 ICE-Bahnhöfe in Deutschland (etwa 130) u. sechs Nachbarländern (Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande u. Dänemark). Die rd. 260 darin verkehrenden Hochgeschwindigkeits-Triebzüge, die von verschiedenen Herstellern stammen, werden ebenfalls als „ICE” bezeichnet. Sie erbringen täglich eine Verkehrsleistung von mehr als 300.000 Kilometern. Ins Ausland verkehren rd. 60 der 260 Triebzüge.
Interdependenz
I. bedeutet gegenseitige oder wechselseitige Abhängigkeit bzw. Dependenz. Als Abhängigkeit zwischen Personen spielt sie eine bes. Rolle bei der Betrachtung von Beziehungen u. Interaktionen in der Sozialpsychologie u. in der Gruppendynamik. In der Wirtschaftstheorie spricht man von I., wenn Interaktionen wechselseitig Kosten verursachen können.
Interdisziplinarität
Unter I. versteht man die Nutzung von Ansätzen, Denkweisen oder zumindest Methoden verschiedener Fachrichtungen.
Interesse
Unter I. (von lateinisch interesse: ''dabei sein, teilnehmen an, "dazwischenstecken / dazwischen sein"'') versteht man die kognitive Anteilnahme respektive die Aufmerksamkeit, die eine Person an einer Sache oder einer anderen Person nimmt. Je größer diese Anteilnahme ist, desto stärker ist das I. der Person für diese Sache. Auch die Vorlieben oder die Hobbys einer Person werden als Interessen bezeichnet. Das Gegenteil dazu ist das Desinteresse oder, in stärkerer Ausprägung, die (manchmal krankhafte) Apathie.
Unter I. versteht man weiterhin ein Ziel oder einen Vorteil, den sich eine Person oder Personengruppe aus einer Sache verspricht oder erhofft. So verfolgen etwa Interessengruppen eigene Ziele, oft wirtschaftl. Art.
Interferenz (Physik)
I. beschreibt die Überlagerung von zwei oder mehr Wellen nach dem Superpositionsprinzip (d.h. durch Addition der Amplituden, nicht der Intensitäten). Sie tritt bei allen Arten von Wellen auf, also Schall, Licht, Materiewellen usw.
Löschen sich die Wellen dabei gegenseitig aus, so spricht man von destruktiver I. Verstärken sich die Amplituden, so spricht man von konstruktiver I.
Interferon
I. (IFN, von engl. ''to interfere'' eingreifen, sich einmischen) ist ein Protein oder Glykoprotein, das eine immunstimulierende, vor allem antivirale u. antitumorale Wirkung entfaltet.
Es wird als körpereigenes Gewebehormon in menschlichen und tierischen Zellen, v.a. von Leukozyten (weiße Blutkörperchen, z.B. T-Lymphozyten) u. Fibroblasten gebildet.
Intergovernmental Panel on Climate Change
Das I. P. o. C. C. (IPCC; ''Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen''), auch als ''Weltklimarat'' bezeichnet, wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) u. der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen. Ihr erster Vorsitzender war der schwed. Meteorologe Bert Bolin. Hauptaufgabe des der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) beigeordneten Ausschusses ist es, Risiken der globalen Erwärmung zu beurteilen u. Vermeidungsstrategien zusammenzutragen. Der Sitz des IPCC-Sekretariats befindet sich in Genf.
Die Organisation wurde 2007, gemeinsam mit dem ehem. US-Vizepräsidenten Al Gore, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Interjektion
Interjektionen (von lat. ''interiectio'', wörtlich „Einwurf”) bilden eine der in der Sprachwissenschaft traditionell unterschiedenen Wortarten. Sie sind definiert als Einzelwörter oder feste Wortverbindungen, die in ihrer Form unveränderlich sind u. syntaktisch unverbunden als satzwertige (holophrastische) Äußerungen gebraucht werden. Lexikalisch haben sie keine Bedeutung i. e. S. Im Unterschied zu Verzögerungslauten (wie ''äh'' oder ''ähm'') drücken sie jedoch eine bestimmte Empfindung, Bewertungs- oder Willenshaltung des Sprechers aus oder übermitteln eine an den Empfänger gerichtete Aufforderung oder ein Signal der Kontaktaufnahme oder -vermeidung.
Interkontinentalrakete
Als I. wird eine ballist. Rakete hoher Reichweite bezeichnet, die von einem Kontinent aus ein Ziel auf einem anderen Kontinent erreichen kann.
Nach dem raketengetriebenen Start dringt das Projektil in den Weltraum ein, der weitgehend antriebslos auf einer ballist. Bahn bis zum Ziel durchflogen wird; die typische Reichweite beträgt 5.500 bis 15.000 km. Im Unterschied dazu fliegen Kurz- u. Mittelstreckenraketen in den unteren Bereichen der Erdatmosphäre u. erzielen eine geringere Reichweite.
Interkulturelle Kompetenz
I. K. ist die Fähigkeit, mit Menschen anderer Kulturkreise erfolgreich zu agieren, i. e. S. die Fähigkeit zum beidseitig zufriedenstellenden Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen.
Interkulturell kompetent ist eine Person, die bei der Zusammenarbeit mit Menschen aus ihr fremden Kulturen deren spezif. Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens u. Handelns erfasst u. begreift. Frühere Erfahrungen werden frei von Vorurteilen miteinbezogen u. erweitert, die Bereitschaft zum Dazulernen ist ausgeprägt.
Interleukin
Interleukine (IL-x) sind zu den Zytokinen zählende Peptidhormone, körpereigene Botenstoffe der Zellen des Immunsystems. Sie sind Träger der Kommunikation zwischen Leukozyten, aber auch anderen an der Immunreaktion beteiligten Zellen.
Interleukine regen spezifisch bestimmte Zellen des Immunsystems zu Wachstum, Reifung u. Teilung an oder verhindern genau diese Prozesse der Aktivierung.
Inter Mailand
I. M. (offiziell ''Internazionale Football Club''), kurz ''Inter'', ist einer der traditionsreichsten u. erfolgreichsten Fußballvereine in der höchsten italien. Fußballliga Serie A. Der Verein trägt seine Heimspiele im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion – dem berühmten, 82.955 Zuschauer fassenden ''San Siro'' – aus. Dieses teilt sich der Klub mit dem Lokalrivalen u. legendären Derby-Gegner AC Mailand. Die Clubfarben sind Gold, Schwarz u. Blau. Der Spitzname des Vereins ist ''Nerazzurri'' („die Schwarz-Blauen”). Am 2. Juni 2008 vermeldete der Verein die Verpflichtung von José Mourinho als Trainer für die Saison 2008/2009.
International
I. (von lat. ''inter'', zwischen, u. ''natio'', Volk oder Volksstamm) bedeutet zwischenstaatlich.
International Air Transport Association
Die I. A. T. A. (''engl.'' für Internationale Flug-Transport-Vereinigung, IATA) wurde am 28. August 1919 in Den Haag als ein Dachverband der Fluggesellschaften unter dem Namen ''International Air Traffic Association'' gegr. Ihr Sitz ist in Montreal, Kanada. Das Ziel der IATA ist die Förderung des sicheren, planmäßigen u. wirtschaftl. Transportes von Menschen u. Gütern in der Luft sowie die Förderung der Zusammenarbeit aller an internationalen Lufttransportdiensten beteiligten Unternehmen. Ihr gehören heute weltweit ungefähr 285 Fluggesellschaften an, die rd. 94% aller internationalen Flüge durchführen.
Mitglieder der IATA sind große oder nationale Airlines, die internationale u. interkontinentale Flüge durchführen. Aber auch Flughäfen, Flugbehörden, Reisebüros, Zulieferbetriebe u. Bodenabfertigungsfirmen u. Firmen aus der Industrie gehören dazu. Billigflug-, reine Charterfluggesellschaften sowie Gesellschaften, die nur Inlandsflüge durchführen, sind häufig nicht Mitglieder der IATA.
In Deutschland hat die IATA ihren Sitz in Frankfurt a. M., in der Schweiz in Genf, für Österreich ist das Büro in Prag zuständig.
International Bank Account Number
Die I. B. A. N. (IBAN) ist eine internationale, standardisierte Notation für Bankkontonummern. Die Notation wird durch die ISO-Norm ISO 13616:2003 beschrieben.
Internationale Beziehungen
Das Fach I. B., Abgekürzt IB, (manchmal auch Internationale Politik) bildet eine Teildisziplin der Politikwissenschaft, die sich vor allem mit dem Verhältnis von Staaten ("inter-national" - zwischen Nationen) u. nichtstaatl. Akteuren, wie internationalen Unternehmen oder Organisationen, zueinander befasst.
Internationale Organisation für Normung
Die I. O. f. N. – kurz ISO (von gr.: „isos”, zu dt. „gleich”; engl. ''International Organization for Standardization'') – ist eine internationale Vereinigung von Normungsorganisationen u. erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik u. der Elektronik, für die die Internationale elektrotechn. Kommission (IEC) zuständig ist, u. der Telekommunikation, für die die Internationale Fernmeldeunion (ITU) zuständig ist. Gemeinsam bilden diese drei Organisationen die WSC (World Standards Cooperation).
Internationale Raumstation
Die I. R. (engl. ''International Space Station'', kurz ISS) ist eine bemannte Raumstation, die derzeit in internationaler Kooperation betrieben u. weiter ausgebaut wird.
Die ISS befindet sich seit 1998 im Bau u. ist zurzeit das größte künstl. Objekt im Erdorbit. Sie kreist in ca. 350 km Höhe mit einer Bahnneigung von 51,6° alle 92 min um die Erde u. soll nach ihrer geplanten Fertigstellung im Jahre 2011 maximale Abmessungen von etwa 110 m x 90 m x 30 m erreichen. Danach soll sie mindestens bis ins Jahr 2016 weiterbetrieben werden.
Internationaler Frauentag
Der Internationale Frauentag (''International Women's Day'') oder Weltfrauentag wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand im Kampf um die Gleichberechtigung u. das Wahlrecht für Frauen u. kann auf eine lange Tradition zurückblicken.
Internationaler Gerichtshof
Der Internationale Gerichtshof, IGH (franz.: ''Cour internationale de Justice, CIJ,'' engl.: ''International Court of Justice, ICJ''), ist das Hauptrechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen u. hat seinen Sitz in Den Haag (Niederlande). Seine Funktionsweise u. Zuständigkeit sind in der UN-Charta u. im IGH-Statut geregelt. Parteien vor dem IGH k”nnen nur Staaten sein.
Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung
Bild: Croixrouge_logos.jpg
Die Symbole der Internationalen Rotkreuz- und der Rothalbmondbewegung
Die I. R. u. R. umfasst das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), die Internationale Föderation der Rotkreuz- u. Rothalbmond-Gesellschaften (Föderation) sowie derzeit 186 anerkannte nationale Rotkreuz- u. Rothalbmond-Gesellschaften. Alle diese Organisationen sind voneinander rechtlich unabhängig u. innerhalb der Bewegung durch gemeinsame Grundsätze, Ziele, Symbole, Statuten u. Organe miteinander verbunden. Die weltweit gleichermaßen geltende Mission der Bewegung - unabhängig von staatl. Institutionen u. auf der Basis freiwilliger Hilfe - sind der Schutz des Lebens, der Gesundheit u. der Würde sowie die Verminderung des Leids von Menschen in Not ohne Ansehen von Nationalität u. Abstammung oder religiösen, weltanschaulichen oder polit. Ansichten der Betroffenen u. Hilfeleistenden.
Internationaler Thermonuklearer Experimenteller Reaktor
Der Internationale thermonukleare Experimentalreaktor (ITER, ''International Thermonuclear Experimental Reactor'', aber auch lateinisch iter = ''der Weg, die Reise'') ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der sieben gleichberechtigten Partner Europäische Union (inklusive Schweiz), Japan, Russland, Volksrepublik China, Südkorea, Indien u. USA.
Die teilnehmenden Parteien gaben am 28. Juni 2005 nach langen Verhandlungen den Startschuss für den Bau des so genannten ITER-Reaktors. Sie beschlossen, für insges. knapp 5 Milliarden Euro einen Versuchsreaktor in Cadarache in Südfrankreich zu bauen. Er soll 20 Jahre lang betrieben werden; die Betriebskosten sollen nochmal etwa denselben Betrag erfordern.
Am 21. November 2006 wurde in Paris von den sieben ITER-Partnern unter Teilnahme des französ. Staatspräsidenten Jacques Chirac der ITER-Vertrag unterzeichnet.
ITER soll Wege zu einer wirtschaftl. Nutzung der kontrollierten Kernfusion aufzeigen.
Internationaler Währungsfonds
Der Internationale Währungsfonds (Kürzel IWF; engl. ''International Monetary Fund'') ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er ist eine ''Schwesterorganisation'' der Weltbank-Gruppe u. hat seinen Sitz in Washington D. C., USA.
Der IWF wurde am 22. Juli 1944 durch eine internationale Übereinkunft gegr.
Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe, Überwachung der Geldpolitik, technische Hilfe.
Der IWF hat zurzeit 185 Mitgliedsländer, deren Stimmrecht sich nach ihrem Kapitalanteil richtet. Die Stimmanteile der wichtigsten Mitgliedsstaaten: USA 17,08%, Japan 6,13%, Deutschland 5,99%, Frankreich 4,95%, Vereinigtes Königreich 4,95%. Die 25 EU-Mitglieder verfügen insges. über 31,89% der Stimmen; die zwölf Euro-Staaten über 22,91%. Da die Beschlüsse im IWF mit einer Mehrheit von 85% getroffen werden müssen, verfügen jeweils die USA u. die gemeinsamen EU-Staaten de facto über eine Sperrminorität.
Internationales Einheitensystem
Das Internationale Einheitensystem, abgekürzt SI (von frz.: ''Système international d’unités''), ist das auf dem internationalen Größensystem (ISQ) basierende Einheitensystem. Dieses 1960 eingeführte metr. Einheitensystem ist heute das weltweit am weitesten verbreitete Einheitensystem für physikal. Größen.
Internationales Phonetisches Alphabet
Das Internationale Phonetische Alphabet (IPA) ist eine Sammlung von Zeichen, mit deren Hilfe die Laute aller menschl. Sprachen beschrieben u. notiert werden können. Es wurde von der International Phonetic Association entwickelt u. ist das heute am weitesten verbreitete Lautschriftsystem.
Internationale Standardbuchnummer
Die I. S. ''(International Standard Book Number)'', abgekürzt ISBN, ist eine Nummer zur eindeutigen Kennzeichnung von Büchern. Daneben können auch andere selbstständige Veröffentlichungen, wie beispielsweise Multimedia-Produkte u. Software, mit einer ISBN gekennzeichnet werden, sofern sie einen redaktionellen Anteil enthalten. ISBN werden überwiegend in Warenwirtschaftssystemen des Buchhandels eingesetzt, doch auch viele Bibliotheken verwenden sie für die Bestellsysteme u. die bibliotheksübergreifenden Kataloge. Nationalbibliografien hingegen haben eigene Nummernsysteme.
Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme
Die I. s. K. d. K. u. v. G. (ICD, engl.: International Classification of Diseases) wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hrsg. u. ist eine ihrer Kern-Klassifikationen.
Die aktuelle Ausgabe der ICD wird als ICD-10 bezeichnet. Ziel der ICD ist, die weltweite Erforschung von Morbidität u. Mortalität mit einer international einheitl. Systematik zu ermöglichen.
Die dt. Übersetzung der ICD wird vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation u. Information (DIMDI) hrsg. Sie wird jährlich überarbeitet u. angepasst.
Internationale Telefonvorwahl
I. T. bezeichnet umgangssprachl. die Landeskennzahl (Ländercode, ''engl. country code'') bei internationalen Telefonnummern. Die Landeskennzahlen werden von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in der Empfehlung E.164 festgelegt.
International Financial Reporting Standards
Die I. F. R. S. (IFRS) sind eine Sammlung von international geltenden Regeln für die Rechnungslegung erwerbswirtschaftl. Unternehmen. Abschlüsse, die nach den IFRS aufgestellt werden, sollen primär Informationen über die Vermögens-, Finanz- u. Ertragslage des Unternehmens liefern. Oberste Grundsätze der IFRS-Rechnungslegung sind der Grundsatz der Periodenabgrenzung u. das Fortführungsprinzip.
International Mobile Equipment Identity
Die I. M. E. I. (IMEI) ist eine eindeutige 15-stellige Seriennummer, anhand derer jedes GSM- oder UMTS-Endgerät (Mobilstation) eindeutig identifiziert werden kann.
In der breiten Öffentlichkeit ist die IMEI bekannt geworden zum Sperren eines gestohlenen Handys bei den Mobilfunknetzbetreibern. In der Theorie ist dann das Handy auch mit einer anderen SIM-Karte nicht benutzbar. Dazu werden die IMEI-Nummern gestohlener Geräte in Listen gesperrter Handys geführt.
International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems
→Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme.
Interner Zinsfuß
Die Interner-Zinsfuß-Methode, auch Interner-Zinssatz-Methode (engl. IRR: Internal Rate of Return), ist ein Verfahren der dynam. Investitionsrechnung. I. Z. heißt der Abzinsungsfaktor, bei dessen Verwendung die diskontierten künftigen Zahlungen dem heutigen Preis entsprechen. Ist dieser Zinsfuß größer als der Kalkulationszinsfuß, ist die Investition absolut wirtschaftlich.
Internet
Das I. (wörtlich etwa „Zwischennetz” oder „Verbundnetz”, von engl.: ''interconnected'': „miteinander verbunden” u. ''networks'': „Netzwerke”) ist ein weltweites Netzwerk bestehend aus vielen Rechnernetzwerken, um Daten auszutauschen. Der Datenaustausch zwischen den einzelnen I.-Rechnern erfolgt über die technisch normierten Internetprotokolle. Umgangssprachlich wird I. häufig synonym zum World Wide Web verwendet, da dieses im Gegensatz zu anderen Diensten nur über das I. erreichbar u. der meistgenutzte Internetdienst ist.
Internet Adult Film Database
Die I. A. F. D. (Akronym: IAFD) ist eine Internet-Datenbank, die, als Pendant zur Internet Movie Database, Informationen über Pornodarsteller u. -filme u. deren Regisseure enthält. Wie die IMDb ist sie öffentlich zugänglich u. durchsuchbar. Nach eigenen Angaben enthält die Datenbank über 83.000 Filme u. über 79.000 Darsteller.
Internet Control Message Protocol
Das I. C. M. P. (ICMP) dient in Netzwerken zum Austausch von Informations- u. Fehlermeldungen über das Internet-Protokoll (IP).
ICMP befindet sich auf derselben OSI-Modell-Ebene wie IP, auf dem Network-Layer (Ebene 3). Es wird von jedem Router u. jedem Rechner erwartet, das ICM-Protocol „sprechen” zu können. Die meisten ICMP-Pakete enthalten Diagnose-Informationen, sie werden vom Router zur Quelle zurückgeschickt, wenn der Router Pakete verwirft, etwa weil das Ziel nicht erreichbar ist usw.
Internetdienstanbieter
Internetdienst(e)anbieter oder Internetdienstleister (engl.: ''Internet Service Provider'', abgekürzt ''ISP''), im deutschsprachigen Raum auch oft nur Provider, weniger häufig auch nur ''Internetanbieter'' genannt, sind Anbieter von Diensten, Inhalten oder techn. Leistungen, die für die Nutzung oder den Betrieb von Inhalten u. Diensten im Internet erforderlich sind. Bekannte I. sind: 1&1, AOL, Arcor, freenet, T-Home, Versatel.
Internet Explorer
Windows I. E. (früher Microsoft I. E., Abkürzung: IE oder auch MSIE) bezeichnet einen Webbrowser von Microsoft für das Betriebssystem Microsoft Windows. Seit Windows 95b, SR2 ist der I. E. fester Bestandteil von Windows-Betriebssystemen. Bei älteren Windows-Versionen kann er nachinstalliert werden. Die derzeit aktuelle Version ist Windows I. E. 7.
Internetforum
Ein I. (lat. ''forum'', Marktplatz), auch ''Diskussionsforum'', ist ein virtueller Platz zum Austausch u. zur Archivierung von Gedanken, Meinungen u. Erfahrungen. Die Kommunikation findet dabei asynchron, das heißt nicht in Echtzeit, statt.
Internet Message Access Protocol
Das I. M. A. P. (Abk.: IMAP) erlaubt den Zugriff auf u. die Verwaltung von E-Mails. Im Gegensatz zum weiter verbreiteten Protokoll POP3 verbleiben die Mails in der Regel auf dem Mailserver u. werden nur bei Bedarf auf den Client-Rechner übertragen.
IMAP wurde mit dem Ziel entworfen, den Zugriff auf Mailboxen u. Nachrichten so bereitzustellen, als befänden sich diese auf dem lokalen Rechner.
Internet Movie Database
Die I. M. D. (IMDb, engl. für „Internet-Filmdatenbank”) ist eine Datenbank über Filme, Fernsehserien, Videoproduktionen u. Videospiele sowie über die Personen, die daran mitgewirkt haben. Aktuell gibt es Einträge zu über einer Million Filmproduktionen aller Art u. zu über zwei Millionen Filmschaffenden. Die Nutzung ist grundsätzlich kostenlos. Gegen Bezahlung bietet IMDbPro.com ein zusätzl. Informationsangebot (aktuelle Box-Office-Statistiken, Zugriffsstatistiken, Agenten-Kontakte etc.) an.
Internet Protocol
Das I. P. (IP) ist ein in Computernetzen weit verbreitetes Netzwerkprotokoll. Es ist die Implementierung der Vermittlungsschicht des TCP/IP-Modells bzw. der Vermittlungsschicht (Network Layer) des OSI-Modells.
Internetradio
Als I. (oft auch ungenau bezeichnet als Webradio) bezeichnet man ein Internet-basiertes Angebot an Hörfunksendungen. Die Übertragung erfolgt in der Regel als Streaming Audio; zur Nutzung sind entspr. Streaming-Clients erforderlich.
Internet Relay Chat
I. R. C., kurz IRC, bezeichnet ein etabliertes, rein textbasiertes Chat-System. Es ermöglicht Gesprächsrunden mit einer beliebigen Anzahl von Teilnehmern in so genannten Channels (Gesprächskanäle), aber auch Gespräche zwischen zwei Teilnehmern (Query).
Zur Teilnahme wird ein spezielles Chat-Programm, der IRC-Client, verwendet.
Internet-TV
Mit I. (''Internet Television''; dt.: ''Internetfernsehen'') (auch Web-TV genannt) wird die Übertragung von breitbandigen Anwendungen wie Fernsehprogrammen u. Filmen über das Internet bezeichnet.
Internetwerbung
Unter I. wird Werbung verstanden, die in unterschiedl. Formen über das Medium Internet verbreitet wird.
Internist
I. ist die umgangssprachl. Kurzbezeichnung für einen Facharzt für Innere Medizin. Nach sechsjähriger Facharztweiterbildung, davon sechs Monate in der internist. Intensivmedizin u. mindestens vier Jahre im Stationsdienst, u. erfolgreich abgelegter Prüfung bei der zuständigen Landesärztekammer darf die Bez. „Arzt/Ärztin für Innere Medizin” geführt werden.
Interpol
I. ist die Bez. für ''Internationale kriminalpolizeiliche Organisation'' (IKPO). Der vollständige engl. Name der Organisation lautet ''The International Criminal Police Organization - I.'' I. wurde 1923 in Wien gegr. u. dient der internationalen Verbrechensbekämpfung unter Wahrung der nationalen Souveränität u. verwendet vier Arbeitssprachen (Englisch, Französisch, Arabisch, Spanisch). Der derzeitige Sitz befindet sich in Lyon (Frankreich).
Interpol (Band)
I. ist eine Post-Punk-Band aus New York, NY. Ihre bisher veröffentlichten Alben ''Turn On the Bright Lights'', ''Antics'' u. ''Our Love to Admire'' bekamen international positive Kritiken.
Interpolation
Der Begriff I. bezeichnet eine Klasse von Problemen u. Verfahren aus der numer. Mathematik. Zu gegebenen diskreten Daten (z. B. Messwerten) soll eine kontinuierl. Funktion (die sogenannte ''Interpolante'' oder ''Interpolierende'') gefunden werden, die diese Daten abbildet. Man sagt dann, die Funktion ''interpoliert'' die Daten.
Interpretation
I. (von latein. ''interpretatio'' „Auslegung, Übersetzung, Erklärung”) bedeutet im allgemeinen oder alltäglichen Sinne das Verstehen oder die Deutung der zugrundegelegten Bedeutung, Aussage oder des Kontextes.
Interpreter
Ein I. (im Sinne der Softwaretechnik) ist ein Software-Programm, das einen Programm-Quellcode im Gegensatz zu Assemblern oder Compilern nicht in eine auf dem System direkt ausführbare Datei umwandelt, sondern den Quellcode einliest, analysiert u. ausführt. Die Analyse des Quellcodes erfolgt also zur Laufzeit des Programms.
Der größte Nachteil der Interpretersprachen ist die im Vergleich zu compilierten Programmen deutlich langsamere Ausführungsgeschwindigkeit. Der Vorteil liegt darin, dass I. auf jeder Rechnerarchitektur lauffähig sind, wenn der Quellcode des Interpreters dort übersetzt werden kann.
Interpunktion
Gegenstand der I. im Sinne von Zeichensetzung ist, welche Interpunktionszeichen in einer Sprache für welche Zwecke verwendet werden u. welche Regeln dabei gelten. Die I. dient dazu, syntakt. Strukturen im Satz (Verwendung von Satzzeichen) u. morpholog. Strukturen im Wort (Verwendung von Wortzeichen) deutlich zu machen. Weitere Funktionen der I. – speziell der Wortzeichen – bestehen darin, Auslassungen von Lauten (Apostroph) oder von Wortteilen zwecks Vermeidung der Wiederholung gleicher Bestandteile (Beispiel: „Wort- u. Satzzeichen”) anzuzeigen oder das Schreib- bzw. Druckbild zu gestalten, indem zu lange Wörter durch Trennungsstriche auf zwei Zeilen verteilt werden können.
Interrupt
In der Informatik versteht man unter I. (lat. ''interruptus'', Unterbrechung) die kurzfristige Unterbrechung eines Programms durch eine von der CPU abzuarbeitende Befehlssequenz, die I. Service Routine (= ISR, Unterbrechungsroutine), ausgelöst durch externe Signale. Anschließend wird die Ausführung des Programms an der Unterbrechungsstelle fortgesetzt. Sinn eines Interrupts ist es, auf Ein-/Ausgabe-Ereignisse (Signale) (z. B. von Tastatur, Maus, Festplatte, Netzwerk, Zeitgeber/Timer usw.) (schnell) reagieren zu können, während ein anderer Programmcode (z. B. von Anwendungsprogrammen) abgearbeitet wird.
Intersexualität
I. ist eine Bez., die gemeinhin für Menschen mit nicht eindeutig weibl. oder männl. körperl. Geschlechtsmerkmalen verwendet wird. Davon abzugrenzen ist der Hermaphroditismus (die Zwittrigkeit), das Vorkommen sowohl männl. als auch weibl. Geschlechtsmerkmale.
Intervall (Musik)
Unter einem I. (von lat. ''intervallum'' = „Zwischenraum”) versteht man heute in der Musik den Höhenunterschied zwischen zwei gleichzeitig oder nacheinander erklingenden Tönen. Der Begriff bezeichnet demnach eine Größe, die als Tonabstand oder Tondifferenz in Tonsystemen auftritt.
Intervention
Die I. (lat. ''intervenire'' = ''dazwischentreten, sich einschalten'') bezeichnet das Eingreifen einer zuvor unbeteiligten Partei in eine Situation. Meist ist damit das Einschreiten in einen fremden Konflikt gemeint mit dem Ziel, diesen zu lösen oder in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Interview
Bild: Wikimania_interview_dlf3.jpg
Radio-Interview beim Deutschlandfunk anlässlich der Wikimania 2005 in Frankfurt am Main
Ein I. ('intevju:) ist eine Befragung durch Fragesteller (sogenannte Interviewer) mit dem Ziel, persönl. Informationen oder Sachverhalte zu ermitteln.
Die bekannteste Form ist das journalist. I., das für Textbeiträge, den Rundfunk u. das Fernsehen mit einer Person der Zeitgeschichte (Politiker u. andere Persönlichkeiten, für die ein öffentl. Interesse besteht) durchgeführt wird. Es taucht sowohl als journalistische Darstellungsform, aber auch als Recherchemittel auf.
Interview mit einem Vampir
I. m. e. V. ist ein Film über den Untoten Louis (Brad Pitt), der sich sein Gewissen über den Tod hinaus bewahrt hat. Er beruht auf dem Roman ''Interview with the Vampire'' (dt. Titel ''Gespräch mit einem Vampir'') von Anne Rice aus dem Jahr 1976. Anne Rice verfasste auch die erste Drehbuchversion, die danach von Neil Jordan überarbeitet wurde.
Intifada
Als I. bezeichnet man eine 1987 entstandene Aufstandsbewegung der Palästinenser gegen die israel. Besatzung des Westjordanlandes u. des Gazastreifens. Mit dem Oslo-Abkommen 1993 wurde die I. für beendet erklärt, da weitere Verhandlungen mit dem Ziel der Errichtung eines eigenen palästinens. Staates geführt werden sollten. Nach einem Besuch A. Scharons auf dem Jerusalemer Tempelberg brach im September 2000 die sog. zweite I. (auch ''Al-Aqsa-I.'' genannt) aus. Die Auseinandersetzungen entwickelten sich mit ungleich größerer Härte u. Militanz als während der ersten I. u. führten zum Zusammenbruch des israel.-palästinens. Friedensprozesses.
Intimität
I. ist ein Zustand tiefster Vertrautheit. I. herrscht in der Intimsphäre – einem persönl. Bereich, der durch die Anwesenheit ausschließlich bestimmter oder keiner weiteren Personen definiert ist u. Außenstehende nicht betrifft.
Intimpiercing
→Piercing.
Intimrasur
→Schamhaarentfernung.
In tödlicher Mission
I. t. M. (Originaltitel: ''For Your Eyes Only'') ist der 12. von Eon Productions Ltd. produzierte ''James-Bond''-Film. Roger Moore agiert das erste Mal unter der Regie von John Glen.
Der von Sheena Easton gesungene Titelsong ''For Your Eyes Only'' wurde für einen Oscar in der Kategorie ''Bester Filmsong'' nominiert.
Into the Wild
I. t. W. ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2007 von Sean Penn, der auf der gleichnamigen Reportage von Jon Krakauer basiert u. von der zweijährigen Reise des 22-jährigen Studenten Christopher McCandless durch die USA erzählt, die ihn schließlich in die Wildnis Alaskas führt. In der Hauptrolle ist Emile Hirsch zu sehen.
Intranet
Ein I. ist ein organisations- oder unternehmensinternes, nicht-öffentl. Rechnernetzwerk, das auf den gleichen Techniken (TCP/IP, HTTP) u. Anwendungen wie das Internet basiert u. den Mitarbeitern einer Unternehmung oder Organisation als Informations-, Kommunikations- u. Anwendungsplattform zur Verfügung steht.
Intrauterinpessar
Unter einem I. (IUP) / Intrauterine Device (IUD) bzw. dem verbreiteten Begriff der Spirale versteht man ein Verhütungsmittel, das in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird. Die Spirale an sich ist meist ein mit Kupferdraht oder einer Kupfer-Gold-Legierung umwickeltes Plastik-T. Die Kupferionen sollen verhindern, dass die Spermien bis in den Eileiter (Ort der Befruchtung) gelangen. Sollte ein Ei dennoch befruchtet werden, verhindert der Fremdkörper in der Gebärmutter, dass sich das befruchtete Ei dort einnisten kann.
Intrinsische Motivation
Die I. M. ist ein Konstrukt aus der Motivationspsychologie. Es besagt, dass der Anreiz für ein Verhalten in der Person selbst liegt. Das Verhalten wird demnach auch dann begonnen u. aufrechterhalten, wenn mit ihm keine externen Belohnungen (wie z.B. monetäre, materielle Anreize) einhergehen. Die Belohnung erfolgt vielmehr durch (körperinterne) kognitive u. affektive Prozesse.
Introversion und Extraversion
I. (von lat. intra »innerhalb« u. vertere »wenden«) u. E. (von lat. extrā »außerhalb« u. vertere »wenden«; oft auch Extroversion) sind zwei, auf einer Skala sich gegenüberstehende Persönlichkeitsausprägungen. Die Begriffe werden in der Differenziellen Psychologie verwendet, um die Interaktion mit der Umwelt zu charakterisieren.
Introvertierte Charaktere beobachten in sozialen Gruppen eher, als dass sie selbst handeln. Typische Eigenschaften sind hier ''still, sorgfältig, scheu, reflektierend'' u. ''zurückgezogen''.
Extraversion zeichnet sich durch eine nach außen gewendete Haltung aus. Extravertierte Charaktere empfinden den Austausch u. das Handeln innerhalb sozialer Gruppen als anregend. Typische extravertierte Eigenschaften sind ''gesprächig, bestimmt, aktiv, energisch, dominant, enthusiastisch'' u. ''abenteuerlustig''.
Intubation
In der Medizin bezeichnet eine I. das Einführen eines Schlauches über Mund oder Nase zur Sicherung der Atemwege.
Intuition
Die I. (v. lat.: ''intueri'' = betrachten, erwägen) ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen durch sich spontan einstellende Eingebungen zu erlangen, die auf unbewusstem Weg zustande gekommen sind. Das abgeleitete Adjektiv bedeutet intuitiv.
Inuit
Als I. bezeichnen sich diejenigen eskimo. Volksgruppen, die im arkt. Zentral- u. Nordostkanada sowie in Grönland leben. Die Bez. Eskimo(s) wird zwar häufig im selben Wortsinn angewandt, doch handelt es sich streng genommen hierbei um einen Oberbegriff, der auch entfernter verwandte arkt. Volksgruppen mit einbezieht.
Inuit-Kultur
Das traditionelle Leben der Inuit ist von extremen klimat. Verhältnissen bestimmt, u. seine wesentl. Ressourcen lagen im Jagen u. Fallenstellen. Aufgrund der in nördl. Breiten herrschenden Umweltbedingungen war Landwirtschaft, d. h. Agrikultur u. Viehzucht, auf dem Millionen von Quadratkilometern umfassenden Gebiet der Tundren u. eisigen Küsten des asiat. Sibiriens, des amerikan. Nordens u. Grönlands zu keiner Zeit möglich. Dementsprechend hat sich bei den Inuit der Zentral- u. Ostarktis ein Lebensstil ausgeformt, in dem Jagd zum Kern von Kultur u. Kulturgeschichte wurde. Und so spiegelt der Lebensalltag in den erst vor wenigen Jahrzehnten entstandenen modernen Inuit-Siedlungen nach wie vor die sich über Tausende von Jahren erstreckende Entwicklung einer typischen Jagdkultur wider.
Inulin
I. (auch Alantstärke) ist ein Gemisch von Polysacchariden aus Fructosemolekülen mit einer Kettenlänge von bis zu 100 Molekülen u. einem endständigen Glucoserest. Es zählt zu den Fructanen. I. wird in vielen Pflanzen als Reservestoff eingelagert, bes. in Arten der Korbblütler: etwa Topinambur, Zichorien, Dahlie, Artischocke, Löwenzahn, Schwarzwurzeln, aber auch in Doldenblütlern, z. B. der Pastinake. Es wurde 1804 im Alant (''Inula'') entdeckt.
Inu Yasha
I. Y. (jap. ''sengoku o-togi zōshi „inu yasha”'', ''Die mittelalterliche Geschichte „Inu Yasha”'') ist eine international erfolgreiche Manga-Serie der japan. Zeichnerin Rumiko Takahashi, die auch als Anime umgesetzt wurde.
Die Handlung von I. Y. spielt vorrangig im Japan der Sengoku-Zeit (15. u. 16. Jh.) u. dreht sich hauptsächlich um den Kampf verschiedener Wesen aus der japan. Mythologie gegen einen Dämon namens ''Naraku''.
Invasion (Film)
I. (''The Invasion'') ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film von Oliver Hirschbiegel aus dem Jahr 2007. Dave Kajganich schrieb das Drehbuch auf der Grundlage des Romans ''Die Körperfresser kommen'' von Jack Finney, der bereits in den Jahren 1956, 1978 u. 1993 verfilmt wurde.
Invasion in der Schweinebucht
Die I. i. d. S. war ein militär. Angriff der USA auf Kuba. Sie wurde am 17. April 1961 mit Unterstützung der CIA von Exilkubanern als Maßnahme gegen die Revolution unter Fidel Castro durchgeführt. Die Invasion markierte einen ersten Höhepunkt der antikuban. Aktionen der USA.
Im Weltsicherheitsrat kam es zu Debatten um die Rechtmäßigkeit des Angriffs. Kuba scheiterte jedoch mit seinem Antrag, die USA als Aggressor zu verurteilen, am Vetorecht der USA.
Die gescheiterte Invasion war nicht nur ein militärisches, sondern vor allem ein polit. Debakel für die Vereinigten Staaten. Neben scharfer Kritik im In- u. Ausland u. dem verlorenen Vertrauen in die nur 90 Tage alte Regierung unter John F. Kennedy führte sie zur Stärkung Castros u. der kuban. Revolution. Befürchtungen eines zweiten Invasionsversuches sorgten letztendlich auch für die zunehmende Annäherung Kubas an die Sowjetunion bis zur Eskalation in der Kubakrise 1962.
Inventar
Das I. ist ein genaues u. ausführl. Bestandsverzeichnis aller Vermögensgegenstände u. Schulden eines Unternehmens. Das I. ist gem. § 240 Abs. 1 HGB von jedem Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes u. zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres sowie bei Geschäftsaufgabe aufzustellen. Aus dem I. werden die Werte der Bilanz abgeleitet. Es ist somit die Grundlage eines ordnungsgemäßen Jahresabschlusses.
Inventur
Bild: Clerk_inventory.JPG
Inventur im Einzelhandel
Die I. (von lateinisch ''invenire'' = etwas bzw. es vorfinden) ist die Bestandsaufnahme aller vorhandenen Vermögenswerte u. Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Jeder Kaufmann ist gemäß § 240 HGB u. §§ 140, 141 AO im Rahmen der ordnungsmäßigen Buchführung zur I. verpflichtet, u. zwar wenn er ein Unternehmen gründet oder übernimmt, wenn er es schließt sowie zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres. Das Ergebnis einer I. ist das Inventar.
Inverse Matrix
→Reguläre Matrix.
Inversionswetterlage
Eine I. ist eine Wetterlage, die durch eine Umkehr (Inversion) des atmosphär. Temperaturgradienten geprägt ist. In der Folge steigt die Lufttemperatur mit der Höhe an, was die Schichtungsstabilität der Troposphäre u. insbes. alle konvektiven Prozesse beeinflusst. Der Bereich, in dem diese Inversion auftritt, wird als Inversionsschicht bezeichnet.
Investition
In der wirtschaftswissenschaftl. Literatur versteht man im Allg. unter I. (kurz ) die „Verwendung finanzieller Mittel” (''Wöhe'') oder die Anlage von Kapital in Vermögen bzw. Geldkapital, um damit neue Geldgewinne oder höhere Geldgewinne aus bestehenden Unternehmungen zu bekommen. Sie ist Teil des Betriebsprozesses.
Investitionsrechnung
Die I. umfasst alle Verfahren, die eine rationale Beurteilung der rechenbaren Aspekte einer Investition ermöglichen. Dazu sollen die finanziellen Konsequenzen einer Investition quantifiziert u. verdichtet werden, um darauf aufbauend eine Entscheidungsempfehlung zu bieten.
Die I. ist die Hauptentscheidungshilfe bei Investitionsentscheidungen (> 50%). Sie ist für die Vorauswahl u. Nachrechnung von Bedeutung u. unabhängig von der Investitionsentscheidung.
Investiturstreit
Der I. war der Höhepunkt eines polit. Konfliktes im mittelalterl. Europa zwischen geistlicher u. weltl. Macht um die Amtseinsetzung von Geistlichen ''(Investitur).'' Den I. datiert man für gewöhnlich auf die Zeit ab 1075 mit Papst Gregors VII. ''Dictatus Papae'' bis zur Kompromisslösung im Jahre 1122 mit dem Wormser Konkordat.
Investmentfonds
→Offener Investmentfonds.
In vitro
Als ''in vitro'' (lateinisch, ''im Glas'') bezeichnet man Vorgänge, die außerhalb eines lebenden Organismus stattfinden, im Gegensatz zu solchen, die ''in vivo'' – im lebenden Organismus – ablaufen. In der Naturwissenschaft bezieht sich ''in vitro'' auf Experimente, die in einer kontrollierten artifiziellen Umgebung außerhalb eines lebenden Organismus durchgeführt werden, zum Beispiel im Reagenzglas. Die ''In-vitro-''Fertilisation ist ein bekanntes Beispiel dafür.
In-vitro-Fertilisation
Die I. (IVF) – lateinisch für „Befruchtung im Glas” – ist eine Methode zur künstl. Befruchtung. In Deutschland ist diese Behandlung zulässig, wenn bei einem (Ehe-)Paar ein Jahr lang trotz regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr die Schwangerschaft ausbleibt.
Inzest
I. (auch ''Blutschande'') bezeichnet Geschlechtsverkehr zwischen nahen Verwandten.
Jede Kultur, jede Gesellschaft, jede Religion u. jeder Stamm hat andere Vorstellungen davon, was verbotener I. ist bzw. welcher I. von den Mitgliedern gewünscht oder sogar gefordert wird. Das Inzesttabu richtet sich in allen Kulturen nach der verwandtschaftl. Nähe. Jedoch unterscheidet es sich von Kultur zu Kultur, wer als nah gilt.
Inzucht
Unter I. versteht man im Allg. die bevorzugte Paarung zwischen relativ nahen Blutsverwandten, in der Tierzucht u. Pflanzenzucht im Speziellen die Kreuzung möglichst naher Verwandter, um genetisch möglichst reinerbige Zuchtlinien zu erhalten.
Iod
I. (auch: Jod, Elementsymbol I) ist ein chem. Element. Es steht im Periodensystem der Elemente in der 17. Gruppe (früher 7. Hauptgruppe, VIIA) u. ist ein Halogen. Der Name leitet sich vom altgriech. Wort „Iodes” (ι&ohacgr;ο-ειδης) für „veilchenfarbig” ab: Die beim Erhitzen von I. freigesetzten Dämpfe sind violett.
Während im Deutschen ''Jod'' die häufiger gebräuchl. Schreibweise darstellt, bevorzugt die Fachsprache ''Iod''; beide Schreibweisen sind unabhängig von der Rechtschreibreform korrekt. Das Elementsymbol ''J'' dagegen ist veraltet u. wurde ausnahmslos durch ''I'' ersetzt.
I. ist ein für den Menschen wie auch andere Lebewesen essentielles Spurenelement.
Ion
Ein I. [io&dehn;n] (von altgr. i&ohacgr;ν bzw. i&oacgr;ν ''ión,'' „gehend”) ist ein elektrisch geladenes Atom oder Molekül. Es enthält mindestens einen positiv geladenen Atomkern. Dessen oder deren Ladung entspricht der Zahl der enthaltenen Protonen. Daneben kann ein I. Elektronen enthalten. Die nach außen wirksame, beobachtbare Ladung des Ions entsteht durch die unterschiedl. Anzahlen von Protonen u. Elektronen. Ionen sind durch Elektronen''mangel'' positiv oder durch Elektronenüberschuss negativ geladen.
Schnelle Ionen, die sich in einer Richtung bewegen, werden in der Atomphysik, Kernphysik u. Teilchenphysik untersucht oder verwendet. Ein Plasma (z.B. im Innern der Sterne) ist ein ungeordnetes Ensemble aus schnellen Ionen u. Elektronen, die sich bei hoher Temperatur in allen Richtungen bewegen, wie die Moleküle eines Gases.
Positiv geladene Ionen werden Kationen, negativ geladene Anionen genannt, da sie jeweils in einem elektr. Feld zur Kathode (Minuspol) bzw. zur Anode (Pluspol) wandern.
Ionenaustauscher
Ionentauscher oder I. sind Materialien, mit denen gelöste Ionen gegen andere Ionen gleicher Ladung ersetzt werden können; es findet ein ''Ionentausch'' statt. Ionentauscher kommen als Säulen, die mit einem Ionenaustauschermaterial gefüllt sind, oder als Membranen in den Handel u. werden von der zu behandelnden Lösung durchströmt. Die auszutauschenden Ionen werden am Ionenaustauschermaterial gebunden, das seinerseits dafür eine äquivalente Stoffmenge von vorher gebundenen Ionen in die Lösung abgibt.
Beispielsweise kann ein Kationen-Ionenaustauscher Calcium-Kationen, die im normalen Leitungswasser gelöst sind gegen Natrium-Kationen, die an den Ionenaustauscher gebunden sind, austauschen. Solche Kationen-Ionenaustauscher sind auch in Geschirrspülern vorhanden. In ihnen wird für die Spülvorgänge Wasser benötigt, das frei ist von Calcium-Kationen, die sonst zur Bildung von Kalkflecken führen würden.
Ionesco, Eugène
Eugène Ionesco (Eugen Ionescu) (* 26. November 1909 in Slatina, Rumänien; † 28. März 1994 in Paris) war ein französ. Autor. Er gilt als wohl bedeutendster französ. Dramatiker der Nachkriegsjahrzehnte u. als ein führender Vertreter des absurden Theaters.
Ionisation
I. heißt jeder Vorgang, bei dem aus einem Atom oder Molekül ein oder mehrere Elektronen entfernt werden, so dass das Atom oder Molekül als positiv geladenes Ion zurückbleibt. Der Umkehrvorgang, bei dem ein Elektron von einem ionisierten Atom oder Molekül eingefangen wird, wird als Rekombination bezeichnet.
Ionische Bindung
Bild: Ionen-Charakter.jpg
Abschätzung des prozentualen Ionenbindungsanteils in Abhängigkeit von der Elektronegativitätsdifferenz
Die I. B. (auch Ionenbindung, ''heteropolare Bindung'' oder ''elektrovalente Bindung'') ist eine chem. Bindung, die aus der elektrostat. Anziehung positiv u. negativ geladener Ionen resultiert. Die Ionenbindung wurde um 1916 von Walter Kossel formuliert. Ab einer Elektronegativitäts-Differenz von ΔEN = 1,7 spricht man von einem 50%igen, partiell ionischen Charakter. Bei einer Differenz von mehr als 1,7 liegen demnach ionische Bindungen, darunter polare, überwiegend kovalente Bindungen vor. Dies sind jedoch relativ willkürlich gesetzte Grenzen, da der Fall der reinen ionischen Bindung eine Idealisierung darstellt.
Ionisierende Strahlung
I. S. ist eine Teilchen- oder elektromagnet. Strahlung, die aus Atomen oder Molekülen ein oder mehrere Elektronen entfernen kann, so dass positiv geladene Ionen oder Molekülreste zurückbleiben (Ionisation).
Zur ionisierenden Strahlung rechnet man alle Strahlungen, deren kinet. Energie (bei Teilchen) bzw. Quantenenergie (bei Wellen) ausreicht, um Elektronen – auch über Zwischenreaktionen – aus einem Atom oder Molekül herauszulösen. Dazu benötigt man Ionisationsenergien von mehr als etwa 5 Elektronenvolt (eV).
Ionisierungsenergie
Die I. (auch Ionisationsenergie, Ionisierungspotential, Ionisierungsenthalpie) ist die Energie, die benötigt wird, um ein Atom oder Molekül zu ionisieren, d.h., um ein Elektron vom Atom oder Molekül zu trennen. Allg. ist die n-te I. die Energie, die benötigt wird, um das n-te Elektron zu entfernen, nachdem die ersten n-1 Elektronen bereits entfernt worden sind.
Iowa
I. [&beton;ai&eunbet;w&eunbet;] ist der 29. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Er liegt im Mittleren Westen der USA. Der Beitritt in die Union erfolgte am 28. Dezember 1846.
Iowa-Klasse
Die I. ist eine Klasse von Schlachtschiffen, die die US Navy während des Zweiten Weltkrieges in Dienst gestellt hat.
Die ''Iowas'' sind die schnellsten jemals gebauten Schlachtschiffe u. gehören gleichzeitig zu den letzten Vertretern dieser Gattung, lediglich die brit. ''HMS Vanguard'' wurde später in Dienst gestellt. Sechs Schiffe wurden auf Kiel gelegt, jedoch nur vier tatsächlich vollendet. Die Einheiten nahmen am Pazifik-, Korea-, Vietnam- sowie, nach umfassender Modernisierung, am Zweiten Golfkrieg teil, wurden jedoch aufgrund des hohen Personalbedarfs in Friedenszeiten immer wieder der Reserveflotte zugeordnet. Im März 2006 wurden die Schiffe vermutlich endgültig aus dem Schiffsregister gestrichen.
IP-Adresse
Eine I. (Internet-Protocol-Adresse) dient zur eindeutigen Adressierung von Rechnern u. anderen Geräten in einem IP-Netzwerk. Technisch gesehen handelt es sich um eine 32- oder 128-stellige Binärzahl. Das bekannteste Einsatzgebiet, in dem IP-Adressen verwendet werden, ist das Internet. Allen am Internet teilnehmenden Rechnern wird eine I. zugeteilt. Die I. entspricht funktional der Rufnummer in einem Telefonnetz.
Ipconfig
ipconfig ist ein Befehl, der unter Microsoft Windows NT die Einstellungen im Netzwerkprotokoll TCP/IP übersichtlich anzeigt.
IPCop
I. ist eine freie Linux-Distribution, die in erster Linie als Router u. Firewall fungiert. Darüber hinaus bietet die Distribution noch ausgewählte Server-Dienste an u. kann um zusätzl. Funktionen erweitert werden. IPCop basierte bis zur Version 1.3.0 auf der freien GPL-Version von ''Smoothwall'', seit der Version 1.4.0 basiert I. auf Linux From Scratch (kurz LFS).
Iphigenie auf Tauris
Johann Wolfgang Goethe schrieb im Jahr 1786 sein Bühnenstück ''Iphigenie auf Tauris'' nach der Vorlage von Euripides’ ''Iphigenie bei den Taurern''. Das zunächst in Prosa angelegte Werk wurde von ihm dann in Verse umgeformt.
Iphone
→Apple iPhone.
Ipod
→Apple iPod.
IP-Paket
Das I. oder exakt ''Internet Protocol Datagram'' ist das Grundelement der Internet-Datenkommunikation. Es besteht immer aus zwei Teilen: den Kopfdaten, die Informationen über Quelle, Ziel, Status, Fragmentierung etc. enthalten, u. den Nutzdaten. Das TCP-Protokoll z. B. befindet sich ausschließlich in den Nutzdaten des IP-Pakets – eine Schicht weiter oben im OSI-Modell.
IPsec
IPsec (Kurzform für Internet Protocol Security) wurde 1998 entwickelt, um die Schwächen des Internetprotokolls (IP) zu beheben. Es stellt eine Sicherheitsarchitektur für die Kommunikation über IP-Rechnernetze zur Verfügung. IPsec soll die Schutzziele Vertraulichkeit, Authentizität u. Integrität gewährleisten; speziell soll es also auch vor sogenannten Replay-Angriffen bzw. einer Replay-Attacke schützen – das heißt, ein Angreifer kann nicht durch Abspielen eines vorher mitprotokollierten Dialogs die Gegenstelle zu einer wiederholten Aktion verleiten.
Im Gegensatz zu anderen Verschlüsselungsprotokollen wie etwa SSL arbeitet IPsec auf der Vermittlungsschicht (Schicht 3) des OSI-Referenzmodells.
Iptables
→Netfilter/iptables.
IP-Telefonie
Unter der I., einer Kurzform für die Internet-Protokoll-Telefonie, auch Internet-Telefonie oder Voice-over-IP (kurz VoIP) genannt, versteht man das Telefonieren über Computernetzwerke, die nach Internet-Standards aufgebaut sind. Dabei werden für Telefonie typische Informationen, d. h. Sprache u. Steuerinformationen z. B. für den Verbindungsaufbau, über ein auch für Datenübertragung nutzbares Netz übertragen. Bei den Gesprächsteilnehmern können sowohl Computer, für I. spezialisierte Telefonendgeräte, als auch über spezielle Adapter angeschlossene klass. Telefone die Verbindung ins Telefonnetz herstellen.
IPTV
Mit IPTV (''Internet Protocol Television''; dt.: ''Internet-Protokoll-Fernsehen'') wird die digitale Übertragung von breitbandigen Anwendungen, wie Fernsehprogrammen u. Filmen, über ein digitales Datennetz bezeichnet. Hierzu wird das auch dem Internet zugrunde liegende Internet Protocol (IP) verwendet.
* Die Internationale Fernmeldeunion definiert IPTV als „Multimediadienste, wie Fernsehen, Video, Audio, Texte, Bilder u. Daten, die über IP-basierte Netze übertragen werden u. das benötigte Maß an Qualität (QoS/QoE), Sicherheit, Interaktivität u. Zuverlässigkeit bereitstellen”.
* Die Deutsche TV-Plattform definierte, bei der Gründungssitzung ihrer „Arbeitsgruppe IPTV” im Herbst 2007, das „so genannte IPTV” als „eine neue Verbreitungsform auf der Basis des ‚Internet Protocol‘ (IP)”.Wichtige Merkmale von IPTV sind die Unterstützung des Next-Generation-Network, bidirektionale Netze, Real-Time- und Non-real-Time-Dienste. Der DVB-Standard für IPTV nennt sich DVB-IPTV.
IPv4
IPv4 (Internet Protocol Version 4), früher einfach IP, ist die vierte Version des Internet Protocols (IP) u. die erste, die weltweit verbreitet u. eingesetzt wurde. Es bildet eine wichtige techn. Grundlage des Internets.
IPv6
Das Internet Protocol Version 6 (IPv6) (auch ''IPnG'', ''Internet Protocol Next Generation'') ist der Nachfolger des gegenwärtig im Internet noch überwiegend verwendeten Internet Protocols in der Version 4. Beide Protokolle sind Standards für die Netzschicht des OSI-Modells u. regeln die Adressierung u. das Routing von Datenpaketen durch ein Netz.
IQ-Test
→Intelligenztest.
Irak
Der I. (Araki, sumerisch für „Aufgang der Sonne”) ist ein großteils arab. Staat in Vorderasien. Er grenzt an Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei, den Iran (Persien) u. den Persischen Golf u. umfasst den größten Teil des zwischen Euphrat u. Tigris gelegenen „Zweistromlandes” Mesopotamien, in dem die frühesten Hochkulturen Vorderasiens entstanden sind, sowie Teile der angrenzenden Wüsten- u. Bergregionen. Er wird zu den Maschrek-Staaten gezählt.
Der heutige I. entstand 1920/21 aus den drei osman. Provinzen Bagdad, Mossul u. Basra. Er befindet sich seit dem Irak-Krieg 2003 unter militär. Besatzung durch Truppen einer von den Vereinigten Staaten geführten internationalen Koalition u. ist derzeit nur als teilsouverän zu betrachten.
Irakkrieg
Der I. war eine Invasion des Iraks durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreichs u. verbündeter Staaten im Jahr 2003. Des Weiteren stellt er den Gipfel u. auch das Ende des Irak-Konflikts sowie der langjährigen Spannungen zwischen einem Teil der Vereinten Nationen u. dem Irak dar.
Die Koalition ordnete die Invasion als Präventivkrieg ein, den sie unter anderem mit einer akuten Bedrohung seitens des Iraks rechtfertigte. Einige Rechtswissenschaftler u. Kritiker werten sie dagegen als Angriffskrieg. Gemäß der UN-Charta sind, außer zur Selbstverteidigung eines Staates bei einem Angriff durch einen anderen Staat, militär. Maßnahmen nur im Falle eines Beschlusses durch den Sicherheitsrat als legitim anzusehen. Dieser Beschluss erfolgte nicht. Eine Verurteilung des Angriffs durch den Sicherheitsrat, der die USA u. das Vereinigte Königreich als dessen ständige u. somit veto- berechtigte Mitglieder hätten zustimmen müssen, kam nicht zustande.
Der I. wird in Abgrenzung zum Zweiten Golfkrieg von 1990/91 auch als Zweiter I. oder als Dritter Golfkrieg bezeichnet.
Die Invasion begann im März 2003 ohne offizielle Kriegserklärung u. endete im April desselben Jahres mit der Kapitulation der irak. Streitkräfte. In der Folge wurden unter dem Jubel der Bevölkerung Statuen Saddam Husseins geschleift.
Iran
I. (Persien, [i&dehn;&beton;r&oo;&dehn;n], dt. ''Land der Arier'') ist ein Staat in Vorderasien (Westasien). Mit rd. 75 Millionen Ew. u. einer Fläche von ca. 1,6 Mio. km² zählt er zu den 20 bevölkerungsreichsten u. größten Staaten der Welt.
IRC-Client
Ein I. ist ein Programm, das benötigt wird, um am Internet Relay Chat teilzunehmen.
Mit dem I. wird eine Verbindung zu einem IRC-Server hergestellt, der dann als Vermittlungsstation zwischen mehreren IRC-Clients dient, die auf diese Weise untereinander kommunizieren können. Die wesentl. Aufgabe des IRC-Client besteht darin, Gesprächsinhalte u. Befehle in Form von Textzeilen entgegenzunehmen oder an den IRC-Server zu verschicken.
Ireland, Kylie
Kylie Ireland (* 26. Mai 1973 in Boulder, Colorado) ist eine US-amerikan. Pornodarstellerin.
Iridium
I. ist ein chem. Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ir u. der Ordnungszahl 77. Das sehr schwere, harte, spröde, silber-weiß glänzende Metall aus der Gruppe der Platinmetalle gilt als das korrosionsbeständigste Element. Unter 0,11 Kelvin wechselt es in den supraleitfähigen Zustand über.
Iris (Auge)
Die I. (altgriech. „Regenbogen”, Mehrzahl ''Iriden'' oder ''Irides''), auch Regenbogenhaut genannt, ist die durch Pigmente gefärbte Blende des Auges u. liegt als vorderer Bestandteil der zweiten Gewebsschicht des Auges (Uvea) am Übergang von der Hornhaut zur Sclera. Die I. reguliert den Lichteinfall in das Auge (Adaption).
Irischer Wolfshund
Der Irische Wolfshund oder engl. Irish Wolfhound ist eine von der FCI (Nr.160, Gr.10, Sek.2) anerkannte Hunderasse aus Irland. Mit gelegentl. bis über 100 cm Schulterhöhe gilt der Irische Wolfshund als der größte Hund der Welt. Sein Haar ist rau u. hart. Die Standardfarben sind grau, gestromt, rot, schwarz, reinweiß oder rehbraun. Seine kleinen Ohren werden als "Rosenohren" bezeichnet.
Irische Sprache
Die I. S. (irisch ''Gaeilge'' oder ''Gaolainn'', nach der bis 1948 geltenden Orthographie meist ''Gaedhilge'') ist eine der drei goidelischen oder gälischen Sprachen. Zu diesen zählen auch das Schottisch-Gälische u. das Manx (eine früher auf der Insel Man gesprochene Sprache). Die goidel. Sprachen zählen zum inselkelt. Zweig der kelt. Sprachen.
Laut des 8. Verfassungsartikels ist sie „die Hauptamtssprache” (''an phríomhtheanga oifigiúil'') der Republik Irland, „da [sie] die nationale Sprache ist”. Auch die Europäische Union führt Irisch seit dem 1. Januar 2007 als eine ihrer 23 Amtssprachen.
Irish Folk
I. F. ist eine Bez. für die weltweit populäre irische Folkmusik. Die irische Folklore geht auf rhythmische Gesangsstücke zurück, die nicht instrumental begleitet wurden. Erst im 18. Jh. kamen die Instrumente hinzu, die den Klang der irischen Folkmusik heute prägen. Das waren insbesondere Fiddle (Geige), Tin Whistle (Metallflöte), Bodhrán (Irische Rahmentrommel), Uilleann Pipes (ein Dudelsack), Akkordeon u. Holzquerflöte.
Irish Republican Army
Die I. R. A. (IRA, dt.: ''Irisch-Republikanische Armee'', irisch: ''Óglaigh na hÉireann'') ist eine paramilitär. Gruppe, die die Befreiung Nordirlands von der brit. Besatzung, die Loslösung von Großbritannien u. die Vereinigung mit Südirland in der Republik Irland zum Ziel hat. Sie ist traditionell eng mit der Partei Sinn Féin verbunden. Am 28. Juli 2005 schwor die IRA der Gewalt ab u. versprach, ihre Ziele von da an auf demokratischem u. polit. Wege erreichen zu wollen.
Irland
I. (amtlicher dt. Name; irisch ''Éire'', engl. ''Ireland''), häufig auch Republik I. (irisch ''Poblacht na hÉireann'', engl. ''Republic of Ireland''), ist ein Inselstaat auf der gleichn. Insel I. Er grenzt im N an das Vereinigte Königreich (Provinz Nordirland) u. ist im O von der Irischen See u. im W u. S vom Atlantik umgeben. I. ist Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum röm.-kath. Glauben. Die Hptst. von I. ist Dublin.
Irland (Insel)
I. ist die westliche, kleinere Insel der beiden großen nordwesteurop. Inseln, welche generell, jedoch nicht unumstritten, als die Britischen Inseln bekannt sind. Sie ist ca. 450 km lang u. ca. 260 km breit u. liegt im Atlantik bei 53° 30' N, 7° 45' W. Insges. hat sie eine Fläche von etwa 84.421 km².
Man bezeichnet I. auch als die "Grüne Insel". Der engl. Name der Insel lautet ''Ireland'', der irische Name ''Éire''.
Auf der Insel liegen die Republik Irland u. Nordirland, welches ein Teil des Vereinigten Königreichs ist.
Irminsul
Die I. (die „emporgeschossene Säule”) oder auch Irmensäule oder Irmensul war ein altsächs. Hauptheiligtum u. wird als eine große Holzsäule beschrieben.
Sie symbolisierte nach den Quellen den Weltenbaum der germanischen Mythologie u. ist mit der ''Weltesche'' ''Yggdrasil'' aus der Edda u. dem immergrünen Kultbaum beim wikingerzeitlichen Tempel zu Upssala zusammenhängend zu betrachten.
Irokesen
Die I. (auch ''Haudenosaunee'' genannt) sind ein Völkerbund aus zuerst fünf u. später sechs sprachverwandten Völkern nordamerikan. Ureinwohner. Heute leben die meisten der etwa 75.000 I. in Ontario u. im Staat New York. Andere I. leben in Wisconsin, Québec u. Oklahoma. Nur eine kleine Minderheit spricht noch eine der irokesischen Sprachen, darunter ungefähr 2.000 Mohawksprecher, die größtenteils im Reservat Kahnawake bei Montreal leben.
Irokesenschnitt
Der I. (auch kurz „Iro”) ist eine Frisur, bei der die Haare an den Seiten des Kopfes abrasiert werden, so dass nur noch in der Mitte des Kopfes von der Stirn bis in den Nacken ein schmaler Streifen Haare stehen bleibt.
Ironie
Die I. (griechisch εiρωνε&iacgr;α ''eironeía'', wörtlich „Verstellung, Vortäuschung”) ist eine Äußerung, welche – meist unausgesprochene – Erwartungen aufdeckt, indem zum Schein das Gegenteil behauptet wird.
Iron Maiden
Die 1975 gegr. brit. Musikgruppe I. M. (dt.: ''eiserne Jungfrau'') – ihr gleichn. Debütalbum wurde erst im Jahre 1980 veröffentlicht – entwickelte aufbauend auf der Hardrock- u. Heavy-Metal-Musik der 1970er Jahre ihren eigenen Stil, der den Heavy Metal der 1980er Jahre mitformte.
Die Gruppe wird zusammen mit Bands wie Saxon, Angel Witch, Praying Mantis, Diamond Head, den Tygers Of Pan Tang u. Def Leppard der sogenannten New Wave of British Heavy Metal zugeordnet.
Seit den 1980er Jahren sind I. M. eine der beständigsten u. kommerziell erfolgreichsten Metalbands. Ihre Musik war dabei stilprägend u. bedeutsam für nachfolgende Bands der unterschiedlichsten Metal-Subgenres.
Ironman
I. (amerikan. Aussprache: ['ai&eunbet;rnmæn], brit. Aussprache: ['ai&eunbet;nmæn]) ist die gängige Bez. für einen an einem Tag ausgetragenen Extremsport-Wettkampf im Triathlon (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, Marathonlauf).
Iron Man
I. M. ist ein Comic-Charakter der Marvel Comics. Erschaffen wurde er von Stan Lee, Don Heck u. Jack Kirby. Sein erster Auftritt war in ''Tales of Suspense #39'' im März 1963. 1968 erhielt er eine eigene Reihe mit dem Titel I. M., die bis 1996 fortgesetzt wurde.
Irons, Jeremy
Jeremy John Irons (* 19. September 1948 in Cowes, Isle of Wight) ist ein brit. Schauspieler. Der Durchbruch gelang ihm mit ''Die Geliebte des französischen Leutnants''.
Irrationale Zahlen
Eine irrationale Zahl ist eine reelle Zahl, die kein Verhältnis von ganzen Zahlen ist, d. h., die nicht als Bruch zweier ganzer Zahlen dargestellt werden kann (z. B. Wurzeln wie √2 oder die Euler'sche Zahl e = 2,71828...).
Irritator
Der I. ist eine Gattung theropoder Dinosaurier mit nur einer beschriebenen Art (Typusart). Er wird zu den Spinosauriden gezählt; einer Gruppe bipeder Dinosaurier mit stark verlängerter Schnauze u. geraden Zähnen. Das wahrscheinlich bis zu acht Meter lange Tier lebte vor ungefähr 110 Millionen Jahren (Albium) in der Kreidezeit im heutigen Südamerika.
Von diesem Dinosaurier wurde bisher nur der etwa 80 Zentimeter lange fossile Schädel im Romualdo-Member, einem Schichtglied der brasilian. Santana-Formation, gefunden.
Irrungen, Wirrungen
I., W. (in der Erstveröffentlichung in der Vossischen Zeitung im Untertitel als ''Berliner Alltagsgeschichte'' bezeichnet) ist ein Roman von Theodor Fontane, der im Jahr 1888 erschienen ist. Er behandelt das Motiv der unstandesgemäßen Liebe bzw. Mesalliance zwischen dem Baron u. Offizier Botho von Rienäcker u. der kleinbürgerl. Plätterin Magdalene Nimptsch.
IR-Spektroskopie
I. (genau: Infrarotspektroskopie) ist ein physikal. Analyseverfahren, das mit infrarotem Licht (800 – 500.000 nm) arbeitet. Die I. wird zur quantitativen Bestimmung von bekannten Substanzen, deren Identifikation anhand eines Referenzspektrums oder zur Strukturaufklärung unbekannter Substanzen genutzt.
Irving, John
John Winslow Irving (* 2. März 1942 in Exeter, New Hampshire) ist ein US-amerikan. Romanautor. Nicht wenige seiner Romane sind erfolgreich verfilmt worden, so z. B. „Garp und wie er die Welt sah” (1982) oder „Gottes Werk und Teufels Beitrag” (1999).
Irwin, Steve
Stephen Robert „Steve” Irwin (* 22. Februar 1962 in Essendon, Victoria (Australien); † 4. September 2006 vor der Küste von Port Douglas) war ein austral. Dokumentarfilmer. Durch seine vom amerikan. TV-Sender ''Animal Planet'' produzierte Serie, die nach seinem Spitznamen „The Crocodile Hunter” benannt wurde, erlangte er weltweite Bekanntheit.
Isaacs, Jason
Jason Isaacs (* 6. Juni 1963 in Liverpool, Großbritannien) ist ein brit. Schauspieler, der u. a. aufgrund seiner Darstellung des Lucius Malfoy in den Verfilmungen der Harry-Potter-Romane bekannt ist.
Isaak
I. (hebr., wahrscheinlich aus ''Izchak-El'' = Gott möge lachen, möglich auch akkad. Iššiak-kum) ist eine zentrale Figur des jüdischen Glaubens. Seine Geschichte wird in der Genesis erzählt (Gen 21-28). Er lebte nach den bibl. Erzählungen etwa im 19. Jh. v. Chr., jedoch ist außerbiblisch nichts über ihn bekannt. Zusammen mit seinem Vater Abraham u. seinem Sohn Jakob wird er zu den Erzvätern Israels gezählt.
Isabella (Piercing)
Ein Isabella-Piercing ist ein tiefes weibl. Intimpiercing. Es verläuft senkrecht, tritt oberhalb der Harnröhre ein u. auf der Klitorisvorhaut wieder aus.
ISAF
Die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe, kurz ISAF (von engl. ''International Security Assistance Force''), ist eine Sicherheits- u. Aufbaumission unter NATO-Führung in Afghanistan.
Die Aufstellung erfolgte auf Ersuchen der neuen afghan. Regierung an die internationale Gemeinschaft u. mit Genehmigung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Resolution 1386 vom 20. Dezember 2001). Der Einsatz ist keine Blauhelm-Mission, sondern ein sogenannter friedenserzwingender Einsatz unter Verantwortung der beteiligten Staaten.
Das Mandat für die Beteiligung dt. Soldaten am ISAF-Einsatz wurde am 22. Dezember 2001 erteilt. In der dt. Terminologie wird die ISAF häufig auch als ''Schutztruppe'' bezeichnet.
Isar
Die 295 km lange I. ist ein Fluss in Tirol (Österreich) u. Bayern (Deutschland).
Sie entspringt im Karwendel (Tirol) u. mündet gegenüber von Deggendorf in die Donau. Nach der Donau, dem Inn u. dem Main ist die I. der viertlängste Fluss Bayerns. Der wichtigste Nebenfluss ist die in Moosburg zufließende Amper.
Ischämie
Eine I. (griech. iσχαιμ&iacgr;α, aus altgriechisch ''isch~'', „der Halt”, u. ''häma'', „das Blut”) oder eine Blutleere ist die Unterversorgung eines Gewebes (bzw. eines ganzen Organs) mit Sauerstoff.
Ischgl
I. ist eine Gemeinde in Tirol (Österreich) mit etwa 1.500 Ew. u. 10.600 Gästebetten. Die Gemeinde liegt auf 1.377 m Seehöhe im Paznauntal zwischen der Silvretta u. der Verwallgruppe.
Zu I. gehört auch der kleine, ca. 400 Ew. zählende Ort Mathon. Mathon wird, obwohl es keine Gemeinde ist, in vielen Verzeichnissen (z. B. Telefonbuch) extra geführt. Der Ort ist ebenfalls vom Tourismus geprägt.
Ischialgie
Die I. (oder Ischias) bezeichnet Schmerzen in einem Teil des Versorgungsgebietes des Nervus ischiadicus, streng genommen handelt es sich aber um das Areal einer lumbalen Nervenwurzel (fast immer L5 oder S1). Diese wird meist durch Kompression der Nervenwurzel zum Beispiel durch Vorwölbung (''Protrusion'') oder komplettes Heraustreten (''Prolaps'') von Bandscheibengewebe (Bandscheibenvorfall) bei fortschreitender Zermürbung (Degeneration) der Bandscheibe verursacht.
ISCSI
iSCSI (''internet Small Computer System Interface'') ist ein ''Storage-over-TCP''-Verfahren für Speichernetzwerke. Unterschieden wird das ''iSCSI-Target'' (der Server, der die Daten bereitstellt) u. der ''iSCSI-Initiator'', der auf einem System die Verbindung zu den Daten auf dem Target herstellt.
ISDN
→Integrated Services Digital Network.
Isenheimer Altar
Der I. A. des Antoniterklosters in Isenheim (heute in Colmar) ist das Hptw. von Matthias Grünewald, u. zugleich ein Hptw. dt. Malerei. Seine Entstehungszeit ist unsicher; er wurde vermutlich in den Jahren 1506 bis 1515 von Grünewald geschaffen. Die Skulpturen u. das Schnitzwerk, das dem Altar eine Höhe von insges. acht Meter gab, stammen vermutlich von Niklaus von Hagenau. Es handelt sich um einen sogenannten Wandelaltar mit drei Schauseiten. Die erste Schauseite zeigt die Kreuzigung Christi.
Bis 1793 befanden sich die Tafeln in der Kirche in Isenheim. Zwei junge Kommissare der jungen Französischen Republik ließen die Gemälde u. die Skulpturen der dritten Schauseite dann in die Distriktshauptstadt Colmar transportieren, um eine sicherere Aufbewahrung der Gemälde sicherzustellen. Das Schnitzwerk verblieb in Isenheim u. ist seit 1860 verschwunden. Die drei Schauseiten stehen heute getrennt in Colmar im Musée d'Unterlinden.
Iserlohn
I. (westfäl. ''Iserlauhn'') ist eine Große kreisangehörige Stadt im Märkischen Kreis (Reg.-Bez. Arnsberg) in Nordrhein-Westfalen. Die Einwohnerzahl liegt knapp unter der 100.000er-Marke, somit ist I. (Stand: 31. Dezember 2006) zwar keine Großstadt, aber die größte Stadt des Märkischen Kreises u. des Sauerlandes. I. gehört zudem zur europ. Metropolregion Rhein-Ruhr.
Isis (Ägyptische Mythologie)
Isis (auch Ise(t)) (ägypt. ''as(e)t'': 'Sitz, Thron') ist eine Göttin aus der ägypt. Mythologie. Sie war die Tochter des Geb u. der Nut u. die Schwester des Seth u. der Nephthys sowie Schwester u. Gemahlin des Osiris.
Von diesem empfing sie Horus als Sohn, den sie in der Einsamkeit der Nilsümpfe, versteckt vor Seth, der Osiris getötet hatte, zur Welt brachte. Da sie den toten Osiris beklagte, war sie auch Göttin der Toten u. ihr gelang es mit Anubis ihren Gatten wiederauferstehen zu lassen.
Islam
Der I. (Unterwerfung unter oder Hingabe an Gott); der I. ist mit ca. 1,3 Milliarden Anhängern nach dem Christentum (ca. 2,1 Milliarden Anhänger) die zweitgrößte Religion der Welt. Seine Anhänger bezeichnen sich im deutschsprachigen Raum als ''Muslime'' oder ''Moslems''.
Der I. ist eine monotheistische abrahamit. Religion, die sich streng vom Polytheismus u. auch von der christl. Vorstellung von Inkarnation u. Dreifaltigkeit abgrenzt. Bestimmendes Element ist die Lehre vom ''tauhid'', der Einheit Gottes.
Der I. gründet auf dem Koran, der für die Gläubigen das unverfälschte Wort Gottes ist, „unnachahmbar”, von „übermenschlicher Schönheit” u. als Primärquelle dieser Religion gilt.
Zweite Erkenntnisquelle neben dem Koran sind die Worte u. Handlungen (Sunna) des Propheten Mohammed.
Der I. spaltet sich in zwei Glaubensrichtungen, die der Schiiten (''siehe'' dort) u. die der Sunniten (''siehe'' dort).
Islamabad
I. (Urdu: ) ist die Hptst. Pakistans. Die erst in den 1960er Jahren gegr. Stadt hat heute 900.000 Ew. Als geplante Stadt wurde sie an einer klimatisch äußerst vorteilhaften Stelle am Rande des Pothohar-Plateaus, unterhalb der Margalla-Hügel auf einem schachbrettartigen Grundriss angelegt. I. verfügt politisch gesehen über ein eigenes Hauptstadtterritorium, gehört historisch aber zum Punjab.
Isla Margarita
Die Isla de Margarita ist eine karib. Insel, die zum Staatsgebiet Venezuelas gehört. Sie ist Teil der Kleinen Antillen u. bildet den Hauptteil des Bundesstaates Nueva Esparta. Größte Stadt ist Porlamar. Die Fläche der Insel beträgt 1.076 km².
Islamische Expansion
Der Begriff I. E. umfasst die von der arab. Halbinsel ausgehende u. auf Europa u. Zentralasien zielende Eroberungspolitik der Araber von der Mitte der 630er Jahre an u. die weitere Ausdehnung des Islam bis ins 8. Jh. hinein.
Mit dem Beginn der islam. Expansion wird häufig auch das Ende der Antike angesetzt.
Islamische Revolution
Als I. R. (''Engkhelāb-e Islāmi'') bezeichnet man eine polit. Systemtransformation hin zu einem islam. Staat. Die bekannteste u. in der Literatur auch meist als „die” I. R. bezeichnete fand 1979 im Iran statt.
Ziel einer islamischen Revolution ist die Errichtung eines „Gottesstaates”, in dem islam. Geistlichen auch ein großer Anteil weltl. Macht zukommt.
Islamischer Fundamentalismus
I. F., gemeinhin auch Islamismus genannt, bezeichnet die Politisierung des Islam bzw. eine Lesart des Islam vornehmlich als politischer u. nicht nur religiöser Ideologie. Die Ziele islamist. Gruppierungen sind allg. die Errichtung eines islamischen Staates oder die Umwandlung eines existierenden Staates kompatibel zur Anwendung der Sharia - des religiösen Gesetzes - sowie die Verpflichtung der sowohl muslimischen als auch der nicht-muslimischen Bevölkerung auf die Werte u. Normen des Propheten Mohammed u. der ersten vier Kalifen.
Islamisches Opferfest
Das Opferfest (''Kurban Bayramı'', ''Kurban Bajram'' oder ''Kurbam Bajram'', Persisch: ''eyd Qurban'') ist das höchste islam. Fest. Es wird zum Höhepunkt des ''Hadsch'' gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka, welches jährlich am Zehnten des islam. Monats ''Dhu al-hiddscha'' beginnt u. vier Tage andauert. Aufgrund des islam. Mondkalenders kann das Opferfest zu jeder Jahreszeit stattfinden, die Verschiebung findet rückwärts im Sonnenkalender um meist 11 Tage statt.
Islamische Zeitrechnung
Der islam. Kalender ist in einigen islam. Ländern neben dem gregorian. Kalender in Gebrauch. Der islam. Kalender rechnet nach Mondjahren; er ist ein reiner Mondkalender. Die islam. Zeitrechnung beginnt mit dem 1. Muharram 1 AH (16. Juli 622), dem von der islam. Tradition festgelegten Datum der Hidschra, der Auswanderung des Religionsstifters Muhammed aus Mekka. Im Iran u. Afghanistan ist nicht der islamische, sondern der iran. Kalender in Gebrauch.
Weil das Mondjahr kürzer als das Sonnenjahr ist, wandern die Monate im Laufe mehrerer Jahrzehnte durchs Sonnenjahr, bis sie wieder zur gleichen Zeit, gemessen am Sonnenjahr, stattfinden. Der Fastenmonat Ramadan kann deshalb in jeder Jahreszeit liegen. Für religiöse Zwecke ist in einigen islamischen Ländern ausschließlich die Beobachtung des Mondes entscheidend, andere Länder verwenden verschiedene astronom. Rechenweisen, um den Kalender im Voraus festlegen zu können. Daher kann der islamische Kalender in verschiedenen islamischen Ländern teilweise um 1 bis 2 Tage voneinander abweichen. Der neue Monat beginnt, wenn die Mondsichel nach Neumond wieder sichtbar ist ''(Neulicht)''.
Island
I. (amtl. ''Republik Island'', isl. ''Lýðveldið Ísland''; vgl. mhd. ''îs'' – Eis) ist mit rd. 103.000 km² (Landfläche: 100.250 km², Wasserfläche: 2750 km², mit Fischereizone 758.000 km²) nach dem Vereinigten Königreich der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas u. die größte Vulkaninsel der Welt. Sie liegt im Nordatlantik, knapp südlich des nördl. Polarkreises.
Isländische Sprache
Isländisch (isländisch ''íslenska'') ist eine Sprache aus dem german. Zweig der indogerm. Sprachfamilie. Sie ist die Amtssprache in Island. Derzeit wird Isländisch von ca. 300.000 Menschen gesprochen.
Islandpferd
Das I., auch ''Isländer'' oder ''Islandpony'' genannt, ist eine aus Island stammende vielseitige u. robuste Pony- bzw. Kleinpferderasse, die dank ihres kräftigen Körperbaus auch von Erwachsenen geritten werden kann. Islandpferde gehören zu den Gangpferden, da die meisten von ihnen nicht nur über die Grundgangarten Schritt, Trab u. Galopp verfügen, sondern zusätzlich über die genetisch fixierten Gangarten Tölt u./oder Pass. Als I. anerkannt werden nur reingezogene Tiere, deren sämtl. Vorfahren lückenlos in Island geboren worden sind.
Isle of Man
Die I. o. M. [ail&eunbet;v&beton;mæn] (älter auch ''Isle of Mann'', dt. ''Insel Man'', manx ''Ellan Vannin'') ist eine Insel in der Irischen See. Sie ist als autonomer Kronbesitz (engl. ''crown dependency'') direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie. Sie ist ein gesondertes Rechtssubjekt u. nicht Teil der Europäischen Union. Die I. o. M. ist bekannt als Steueroase u. Sitz von Offshore- firmen sowie für das Motorradrennen ''Tourist Trophy''.
IS-LM-Modell
Das I. ist ein Modell aus der Volkswirtschaftslehre und beschreibt das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht, das durch die Kombination der Gleichgewichts-Modelle zum realen Sektor (IS-Kurve, Gütermarkt) sowie zum monetären Sektor (LM-Kurve, Geldmarkt) entsteht.
ISO
→Internationale Organisation für Normung.
ISO 14001
Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest u. ist Teil einer Normenfamilie. Diese Normenfamilie beinhaltet zahlreiche weitere Normen zu verschiedenen Bereichen des Umweltmanagements, u. a. zu Ökobilanzen, zu Umweltkennzahlen bzw. zur Umweltleistungsbewertung. Sie kann sowohl auf produzierende als auch auf dienstleistende Unternehmen angewendet werden.
ISO 3166
Die ISO 3166 ist ein Standard für die Kodierung von geograph. Einheiten, hrsg. von der Internationalen Organisation für Normung (ISO).
Er besteht aus drei Teilen zur Codierung von
* gegenwärtigen Staaten u. einigen abhängigen Gebieten (ISO 3166-1),
* staatlichen Untereinheiten (ISO 3166-2) u.
* ehemaligen Staaten (ISO 3166-3).
ISO-3166-1-Kodierliste
Die im Jahre 1974 erstmals eingeführte ISO-3166-1-Kodierliste gliedert sich, nach Ländern sortiert, in
* drei Unterspalten für die ALPHA-2, ALPHA-3 u. numerischen Codes, die im ersten Teil der ISO 3166 aufgeführt sind, u.
* Spalten für die Top Level Domains (TLD), die Ländercodes des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Codes für Staaten mit subnationalen Einheiten entsprechend der ISO 3166-2 sowie die UN/LOCODEs.
ISO 4217
ISO 4217 ist die von der Internationalen Organisation für Normung publizierte Norm für Währungs-Abkürzungen, die im internationalen Zahlungsverkehr zur eindeutigen Identifizierung benutzt werden sollen.
ISO 639
ISO 639 ist ein internationaler Standard der Internationalen Organisation für Normung, welcher Kennungen für Namen von Sprachen (Sprachcodes) definiert.
ISO 8859
Die Normenfamilie ISO 8859, genauer ISO/IEC 8859, der Internationalen Organisation für Normung definiert zurzeit in 15 verabschiedeten u. einer verworfenen Teilnorm verschiedene 8-Bit-Zeichensätze für die Informationstechnik.
ISO-Abbild
I. (engl. ''ISO image'') ist die Bez. für eine Computer-Datei, die ein Speicherabbild des Inhalts einer CD oder DVD im Format ISO 9660 enthält.
Das Dateisystem wird bei der Erstellung eines ISO-Abbildes unverändert kopiert, dadurch bleiben Berechtigungen u. andere Metadaten unverändert vorhanden.
ISO-Container
Bild: Container-terminal_bremerhaven_hg.jpg
ISO-Container: Terminal mit Containerbrücken in Bremerhaven
I. sind weltweit nach ISO 668 genormte Großraumbehälter (Seefracht-Container, engl. freight containers), mit denen das Verladen, Befördern, Lagern u. Entladen von Gütern vereinfacht u. beschleunigt wird.
Isomer
Der Name I. ist von Iso (&iacgr;σος, ''isos'' griech. = gleich) u. ''meros'' (μ&eacgr;ρος, griech. = Teil) abgeleitet. Isomere sind chem. Verbindungen der gleichen Summenformel, aber unterschiedlicher chem. Struktur u. teilweise auch mit unterschiedlichen chemischen, physikalischen u. biolog. Eigenschaften.
Isometrie
Eine I. ist in der Mathematik eine Funktion, die zwei metr. Räume aufeinander abbildet u. dabei die Metrik erhält.
Isotonische Kochsalzlösung
Bild: NaCl-Infusion.jpg
Isotonische Kochsalzlösung in einer Infusionsflasche NaCl
Die I. K. enthält 0,9% (Massenprozent) Kochsalz (Natriumchlorid) u. entspricht mit einer Osmolarität von 308 mosmol/l annähernd der des Blutplasmas. Deshalb eignet sie sich dazu, in Notfällen als Blutersatz infundiert zu werden.
Isotop
Isotope sind Nuklide (Atomkernsorten) mit gleicher Ordnungszahl, aber unterschiedl. Massenzahl. Der Name (''griech. ισο'' [iso] – gleich, ''τ&oacgr;πος'' [topos] – Ort) kommt daher, dass Isotope eines u. desselben Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. In der Nuklidkarte erscheinen sie jedoch getrennt. Isotope enthalten also in ihren Atomkernen eine gleiche Anzahl von Protonen, aber verschiedene Anzahlen von Neutronen.
In der Regel besitzt jedes natürlich vorkommende Element ein oder wenige stabile Isotope, während seine übrigen Isotope radioaktiv (das heißt instabil) sind u. früher oder später zerfallen. Es gibt jedoch auch Elemente, bei denen alle Isotope instabil sind.
Isotretinoin
I., auch bekannt als 13-cis-Retinsäure, ist ein cis-Isomer des Tretinoin u. gehört zu den Retinoiden der ersten Generation (nicht-aromat. Retinoide). Als Arzneistoff wurde I. in Deutschland für die Therapie von Akne zugelassen u. 1982 von Roche unter dem Namen ''Accutane'' auf den Markt gebracht. Wegen der erhebl. Risiken u. Nebenwirkungen werden in der Regel nur schwere u. therapieresistente Krankheitsverläufe systemisch behandelt.
Isotropie
I. (griech.: ''isos'' gleich; griech.: ''tropos'' Drehung, Richtung) bezeichnet die Unabhängigkeit einer Eigenschaft von der Richtung. Bei der betrachteten Eigenschaft kann es sich um irgendeine Eigenschaft handeln (physikal. Eigenschaft, gesellschaftliche/soziale Kenngröße etc.).
Israel
I. (hebräisch: ''Medinat Jisra'el'') ist ein Staat in Asien (Naher O), der an Syrien, den Libanon, Ägypten, Jordanien sowie an die Palästinensischen Autonomiegebiete grenzt u. 1948 mit Unterstützung der Vereinten Nationen gegr. wurde. I. ist eine parlamentar. Republik ohne geschriebene Verfassung.
Israelische Streitkräfte
Die israelischen Streitkräfte (Tzwa haHagana leJisra'el, Kurzfassung der offiziellen hebr. Bez.: Tzahal, auch ''Zahal'' oder ''Tsahal'' geschrieben, zu dt.: ''israelische Verteidigungsstreitkräfte''; engl.: ''Israel Defense Forces'', ''IDF'') sind das Militär Israels. In ihren drei Teilstreitkräften dienen ungefähr 168.000 Männer u. Frauen, zusätzlich stehen ihnen 445.000 Reservisten zur Verfügung. Die Streitkräfte Israels gelten allg. als die schlagkräftigsten des Nahen Ostens.
ISS
→Internationale Raumstation.
Istanbul
Bild: Taksim_Square.jpg
Istanbul: Der Taksim-Platz
I. [&beton;istambu&dehn;l] (türk. İstanbul [is&beton;tanbul]), das alte Konstantinopel, ist die größte Stadt der Türkei. Auf dem Stadtgebiet leben rd. zehn Millionen Menschen, in der Agglomeration etwa vierzehn Millionen.
I. erstreckt sich sowohl auf die europ. als auch auf die asiat. Seite des Bosporus u. ist damit die einzige Metropole, die auf zwei Kontinenten liegt. Aufgrund ihrer dreitausendjährigen Geschichte gilt sie als eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt. I. ist Kultur- u. Wirtschaftszentrum der Türkei.
Ist das Leben nicht schön?
I. d. L. n. s.? (Originaltitel: ''It's a Wonderful Life'') ist eine Tragikomödie aus dem Jahr 1946. Die Schauspieler James Stewart u. Donna Reed spielen in diesem Film die Hauptrollen. Trotz des kommerziellen Misserfolgs wird der Film von Kritikern als einer der besten Filme aller Zeiten angesehen.
Istrien
I. (kroat. u. slowen. Istra) ist die größte Halbinsel an der nördl. Adria zwischen dem Golf von Triest u. der Kvarner-Bucht vor Rijeka. Die Fläche der gesamten teils kroat., teils slowen. Halbinsel beträgt 3.476 km².
Die Bez. ''Istrien'' geht auf den Namen der ''Histri'', eines Stammes der Illyrer, zurück, die in dieser Region in der Antike lebten.
Itaipú
I. (im Portugiesischen, aber auch im Indianischen; auch ''I. Binacional'' wegen der Beteiligung zweier Nationen, auf Deutsch bedeutet I.: singender Fels) ist der Name eines Wasserkraftwerkes u. der dazugehörigen I.-Staumauer sowie des I.-Stausees am Paraná an der Grenze zwischen Paraguay u. Brasilien.
Bis zur Fertigstellung des Drei-Schluchten-Stausees in der Volksrepublik China im Jahr 2006 war I. bezüglich der Leistung das größte Kraftwerk der Erde überhaupt.
Italien
I. (ital. ''Italia'') ist eine Republik in Europa, die zum größten Teil auf der vom Mittelmeer umschlossenen Apenninhalbinsel liegt. Italiens Hauptstadt ist Rom. Angrenzende Staaten sind Frankreich, die Schweiz, Österreich, Slowenien sowie Kroatien (über eine Seegrenze), die Enklaven San Marino u. Vatikanstadt (in Rom).
Das Gebiet des heutigen Italien war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt des Imperiums.
Italienische Fußballnationalmannschaft
Die I. F., die so genannte ''Squadra Azzurra'' (kurz ''Gli Azzurri'' – „die Azurblauen”), ist eine der erfolgreichsten Nationalmannschaften im Fußball. Italien gewann viermal die Fußball-WM, einmal die Fußball-EM u. ist der amtierende Fußball-Weltmeister.
Italienische Küche
Bild: Italian_Delicacies.jpg
Italienische Küche: Auslage eines Feinkostgeschäftes in Imola
Die I. K. besteht aus einer Vielzahl von Regionalküchen u. bedingt durch die geographische Lage u. lange Kochtradition kann sie auf eine Vielzahl von Zutaten u. Spezialitäten zurückgreifen. Historisch unterscheidet man vor allem zwischen der ''Cucina alto-borghese'' (womit die exklusive Kochtradition der höheren Stände seit der Renaissance bezeichnet wird) sowie der ''Cucina povera'' (der regionalen bäuerlichen u. städtischen Küche).
International bekannte Produkte sind zum Beispiel italien. Olivenöl, diverse Käsesorten (zum Beispiel Parmesan, Mozzarella, Gorgonzola), Wurst u. Fleischerzeugnisse (wie Mortadella, Salami, San-Daniele-Schinken, Parmaschinken) u. natürl. Pasta u. Pizza. Von der Tafel nicht wegzudenken ist das reichhaltige einheim. Weinangebot (zum Beispiel Chianti u. Barolo).
In Italien ist üblicherweise das Abendessen die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise/Antipasto, zwei Hauptgängen u. der Nachspeise besteht.
Italienische Regionen
Italien ist in 20 Regionen (italien. ''regioni'', Sg. ''regione'') untergliedert, von denen 5 autonome Regionen mit Sonderstatut sind.
Italienische Sprache
Italienisch (ital. ''Lingua italiana, Italiano'') ist eine Sprache aus dem roman. Zweig der indogerm. Sprachen. Innerhalb der romanischen Sprachen gehört das Italienische zur Gruppe der italoromanischen Sprachen. Unter den großen romanischen Sprachen steht die italienische Sprache dem Lateinischen in Lautung und Vokabular am nächsten. Italienisch hat etwa 70 Mio. Muttersprachler.
Iteration
I. (v. lat. ''iterare'' „wiederholen”) ist ein Begriff, der in verschiedenen Wissenschaften oder Anwendungsbereichen verwendet wird, u. a. in der numer. Mathematik u. in der Linguistik. In der numer. Mathematik steht er für die Methode, sich der Lösung eines Rechenproblems durch wiederholte Anwendung desselben Rechenverfahrens schrittweise, aber zielgerichtet anzunähern. In der Linguistik bezeichnet I. die Wiederholung von Wortteilen wie bei ''Ururgroßmutter''.
It-Girl
Als I. (zu dt.: ''Mädchen mit dem gewissen Etwas'') wird eine zumeist junge Frau bezeichnet, die durch stetige Medienpräsenz auffällt. Mit „It”, dem „gewissen Etwas”, sind Sexappeal, Ausstrahlung u. Auftreten (vgl. Charisma) gemeint.
IT Infrastructure Library
Die IT I. L. (ITIL) ist eine Sammlung von Publikationen, die eine mögl. Umsetzung eines IT-Service-Managements beschreibt u. inzwischen als der De-facto-Standard hierfür gilt. In der aktuellen Version 3 (ITIL V3) orientieren sich die Inhalte des Rahmenwerks am Lebenszyklus des Services: Strategie (Strategy), Entwurf (Design), Betriebsüberleitung (Transition), Betrieb (Operation) u. Verbesserung (Continual Improvement). Die ITIL orientiert sich an dem durch den IT-Betrieb erbrachten wirtschaftl. Mehrwert für den Kunden. Dabei werden die Planung, Erbringung, Unterstützung u. Effizienz-Optimierung von IT-Serviceleistungen im Hinblick auf ihren Nutzen als relevante Faktoren zur Erreichung der Geschäftsziele eines Unternehmens betrachtet.
IT-System
Das I. (frz. ''Isolé Terre'') ist eine bestimmte Art der Erdverbindung eines Verteilungssystems in der Elektrotechnik für erhöhte Ausfallsicherheit bei Fehlern der Isolation.
IT-Systemelektroniker
IT-Systemelektroniker/-in (kurz für: ''Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker/-in'') ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, der seit 1997 als Teil der IT-Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bundesweit geregelt ist. Die Ausbildung dauert drei Jahre u. erfolgt im Betrieb sowie in der Berufsschule. Ausbildende Betriebe gehören in der Regel zu den Bereichen Industrie oder Handel.
IT-Systemkaufmann
IT-Systemkaufmann/ -frau ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung findet im dualen System statt u. dauert in der Regel 3 Jahre. Die Hauptarbeitsgebiete sind Einkauf, Vertrieb u. Beratung mit dem Schwerpunkt auf informations- u. telekommunikationstechnischen Systemen.
ITunes
Das kostenlose Computerprogramm iTunes ist ein Produkt der Firma Apple zum Abspielen, Verwalten u. Kaufen von Musik, Filmen u. Spielen. iTunes läuft auf den Betriebssystemen Mac OS X, Windows 2000, Windows XP u. Windows Vista. Die aktuelle Versionsnummer ist 7.6.2.9.
ITunes Store
Der iTunes Store ist eine Internet-Handelsplattform, welche neben einem Online-Musikgeschäft auch Spiele u. Filme für den iPod anbietet. Sie ist direkt in Apples iTunes-Software integriert u. auf eine Zusammenarbeit mit dem System iPod-iTunes ausgerichtet. Inhaber ist die Firma Apple Inc.
Ivancan, Monica
Monica Jasminka Ivancan (* 2. Juli 1977 in Stuttgart) ist ein dt. Model kroat. Abstammung.
Ivanović, Ana
Ana Ivanović (* 6. November 1987 in Belgrad, Serbien) ist eine serb. Profi-Tennisspielerin. Seit dem 9. Juni 2008 ist sie die Nummer 1 der Damen-Weltrangliste.
Iverson, Allen
Allen Ezail Iverson (* 7. Juni 1975 in Hampton (Virginia)) ist ein US-amerikan. Basketball-Profi. Er spielt zurzeit bei den Denver Nuggets.
Ivy League
Die I. L. ist eine Liga im US-amerikan. Hochschulsport. Ihr gehören acht der ältesten Hochschulen der USA an. Im übertragenen Sinne bezeichnet der Ausdruck auch allg. die Gruppe der acht Elite-Universitäten Nordamerikas, obwohl ihr einige sehr angesehene Hochschulen wie Berkeley nicht angehören.
Iwan (Ioann) IV. Wassiljewitsch, der Schreckliche
Iwan IV. Wassiljewitsch, der Schreckliche (* 25. August 1530 in Kolomenskoje; † 28. 3. 1584 in Moskau) war der erste gekrönte russ. Zar. Durch Reformen von Verwaltung, Rechtswesen u. Armee stärkte er die Zentralgewalt des Zaren u. förderte den niederen Dienstadel auf Kosten der mächtigen Bojaren (dem Hochadel).
Iwojima
I. (jap. ''Iōtō'', auch ''Iōjima'', wörtlich: ''Schwefelinsel'') ist eine rd. 21 km² große Vulkaninsel im Pazifik, etwa 1.200 km südlich von Tokio. Sie gehört zu den Ogasawara-Inseln, auch Bonin-Inseln genannt. Einzige benannte Siedlung ist Higashi.
İzmir
İ., an der türk. Ägäisküste am Golf von İ. gelegen, ist mit über drei Millionen Ew. die drittgrößte Stadt der Türkei u. Hptst. einer Provinz gleichen Namens. Sie beherbergt den nach Istanbul zweitgrößten Hafen des Landes.
Die ursprünglich griech. Stadt trug den Namen Smyrna (Σμ&uacgr;ρνη bzw. Smirni) u. war bis 1922 hauptsächlich von Griechen u. Armeniern bewohnt.