M
M bzw. m (gesprochen: [&aeo;m]) ist der 13. Buchstabe des lateinischen Alphabets u. ein Konsonant. Der Buchstabe M hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 2,53%. Er ist damit der 14.-häufigste Buchstabe in deutschen Texten.
M ist auch die römische Ziffer mit dem Dezimalwert 1000 u. SI-Vorsatzzeichen mit dem Dezimalwert 1.000 000.
M*A*S*H (Fernsehserie)
M*A*S*H ist eine tragikom. US-amerikan. Fernsehserie, die in einem mobilen Feld-Lazarett der US Army (Mobile Army Surgical Hospital) während des Korea-Kriegs angesiedelt ist. Die Serie basiert auf dem Film ''M*A*S*H'' von Robert Altman aus dem Jahr 1970.
M113
Der M113, bei der Bundeswehr auch MTW (Mannschaftstransport-Wagen) genannt, ist ein leicht gepanzerter Transportpanzer, welcher in über vierzig verschiedenen Varianten (abgesehen von kleineren Umbauten, deren Zahl schlicht unüberschaubar ist) in mehr als fünfzig Ländern verwendet wird. Er ist lufttransportfähig, amphibisch u. erlaubt sowohl den Einsatz in schwerem Gelände als auch hohe Geschwindigkeiten auf befestigten Straßen. Vereinzelt haben auch amerikan. ''SWAT''-Einheiten den M113 beschafft.
M14 (Gewehr)
Das M14 ist ein amerikan. Sturmgewehr, welches 7,62 mm Munition verschießt.
M16 (Gewehr)
Das M16 ist seit 1967 das Standardsturmgewehr der US-Streitkräfte u. eines der verbreitetsten Sturmgewehre der Welt.
M1 Abrams
Der M1 A. ist seit den 1980er-Jahren der Hauptkampfpanzer (englisch ''main battle tank'', MBT) der United States Army u. des United States Marine Corps. Der M1 ersetzte den veralteten M60. Er ist nach dem früheren Chief of Staff of the Army, General Creighton Abrams, benannt. Es gibt auch eine Minenräum-Ausführung dieses Panzers mit verstärkten Bodenpanzerplatten.
M1 Carbine
Das M1 C. ist ein US-amerikan. Selbstladegewehr aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
M1 Garand
Der M1 G. ist ein gasdruckgetriebenes Selbstladegewehr u. war von 1936 bis 1957 Standardgewehr der US-Streitkräfte u. ist auch als ''Rifle, Caliber .30, M1'' bekannt.
M21 (Gewehr)
Das M21 ist ein halbautomat. Scharfschützengewehr im Kaliber 7,62 mm NATO.
M24 (Gewehr)
Das M24 SWS ist ein Scharfschützengewehr für Polizei u. Militär. Es basiert auf dem Remington 700 der Waffenschmiede Remington Arms.
M249 SAW
Das M249 SAW (Squad Automatic Weapon) ist ein leichtes Maschinen- gewehr, das seit dem 1. Februar 1982 das Standard-Infanterie-Maschinengewehr der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika ist. Es handelt sich dabei um eine modifizierte u. in den USA produzierte Version der ''FN Minimi'' der belg. Firma Fabrique Nationale (FN).
M26 Pershing
Der M26 P. (benannt nach General John J. Pershing) war der schwerste Kampfpanzer, der ab Februar 1945 von der US Army im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Er kam später von 1950–1953 im Koreakrieg sehr erfolgreich zum Einsatz. Der ''M26 Pershing'' wurde während des Koreakriegs auch an verbündete Staaten wie Belgien, Frankreich u. Italien geliefert. Bei der US Army wurde der M26 in den späten 1950er Jahren über das verbesserte Zwischenmodell auf seiner Basis ''M46 Patton'' vom M48 Patton II abgelöst, der eine nunmehr komplette Überarbeitung darstellte, während der unmittelbare Nachfolger ''M47 Patton'' vorwiegend an verbündete Staaten geliefert wurde.
M3U
M3U ist ein offenes Playlisten-Dateiformat für Mediendateien (beispielsweise MP3); eine M3U-Datei fasst Mediendateien als Liste zusammen. Das M3U-Format wird von den meisten Medienspielern wie beispielsweise Winamp unterstützt. Ein alternatives Playlist-Format ist PLS.
M4 (Sturmgewehr)
Das M4 (5,56 x 45 mm) mit der Originalbezeichnung Model 4 Carbine ist ein Karabiner bzw. Maschinenkarabiner. Es basiert auf dem System u. der Bauweise des M16 u. ist für den Kampf auf mittlere Entfernungen gedacht.
M40 (Gewehr)
Bei dem M40A1 handelt es sich um ein Scharfschützengewehr, welches aus dem System der Remington 700 entstand. So wurde das System der Remington mit einem Atkinson Stainless Matchlauf u. einem McMillan HTG Schaft bestückt. Dieser Lauf verfügt über einen kürzeren 12" Drall (entgegen den 14" z. B. des M60), um das schwerere 173 gr-Geschoss der Scharfschützenmunition, im Gegensatz zu den 150 gr-Geschossen der NATO-Standard 7,62 mm, verschießen zu können.
M4 Sherman
Der M4 S. war ein mittlerer US-amerikan. Panzer im Zweiten Weltkrieg u. im Koreakrieg, der nach dem US-amerikan. General William T. Sherman (1820–1891) benannt wurde. Er war der meistgebaute US-Panzer zu dieser Zeit.
M60 Maschinengewehr
Das M60 Mehrzweck-Maschinengewehr wurde in den USA entwickelt u. wird in vielen Streitkräften verwendet.
M61 Vulcan
Die M61 GAU-4 20 mm Vulcan ist ein hydraulisch angetriebene, sechsläufige, elektrisch gefeuerte u. mechanisch geladene Gatling mit einer einstellbaren Kadenz von 4.000 oder 6.000 Schuss pro Minute. Bei der vollen Feuerrate von 6.000 Schuss pro Minute werden etwa 25 kW benötigt, um die Kanone anzutreiben. Sie wird als Bordgeschütz auf den meisten amerikan. Kampfjets verwendet u. dient vor allem dem Luftnahkampf auf kurze Distanzen, bei denen wärmegelenkte Luft-Luft-Raketen nicht mehr eingesetzt werden können. Obwohl sie primär ein Luft-Luft-Geschütz ist, kann sie durchaus auch gegen Bodenziele oder als Flak (Flugabwehrkanone) eingesetzt werden.
Maar, Paul
Paul Maar (* 13. Dezember 1937 in Schweinfurt) ist ein dt. Kinderbuchautor, Illustrator, Übersetzer, Drehbuch- u. Theaterautor.
Maas
Die M. (latein. ''Mosa'', französ. ''Meuse'', wallon. ''Moûze'', auf limburg. ''Maos'' u. niederländ. ''Maas'') ist ein 925 Kilometer langer Fluss bzw. Strom. Sie durchfließt Frankreich, Belgien u. die Niederlande.
Maastricht
M., bis ins 20. Jh. (u. auf Französisch bis heute) auch Maestricht [ma&dehn;&beton;strixt] (auf Limburgisch u. im Maastrichter Dialekt ''Mestreech'' [me&dehn;str&aeo;x&beton;]), ist die Hptst. der niederländ. Provinz Limburg. Mit Nimwegen wetteifert die Stadt um den Titel ''älteste Stadt der Niederlande''. M. liegt im äußersten SO der Niederlande zwischen Belgien u. Deutschland, an beiden Seiten der Maas. Der Name der Stadt ist aus dem latein. ''Traiectum ad Mosam'' u. ''Mosae Traiectum '' ("Maasübergang") überliefert, welcher auf die Brücke zurückgeht, die unter Augustus von den Römern errichtet wurde. In M. wurde der Vertrag über die Europäische Union geschlossen. – 118.378 Ew.
Maca (Pflanze)
Die Maca-Pflanze (''Lepidium peruvianum chacón'') gehört zur Gattung der Kressen in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). M. stammt aus den Höhenlagen der peruan. Anden. Dort wird sie seit ungefähr 2000 Jahren angebaut. Die Pflanze wird etwa 20 cm hoch, hat eine Hauptwurzel sowie sekundäre Knollenwurzeln. Die Wurzelknollen können entweder frisch verzehrt oder durch Trocknung haltbar gemacht u. als Pulver gerieben eingenommen werden. In der Natur ist M. extremen klimat. Bedingungen (starke Temperaturschwankungen, kontinuierliche kräftige Winde u. intensive UV-Strahlung durch die Höhenlage) ausgesetzt. Insges. handelt es sich bei M. um eine robuste Pflanze mit hoher Widerstandskraft.
Macadamia
M. bezeichnet eine Gattung von Pflanzen aus der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Sie ist vor allem durch die „Macadamianüsse” bekannt, die Früchte der etwa fünf bis sechs Meter hohen Bäume.
MAC-Adresse
Die M. (Media Access Control, Ethernet-ID oder bei Apple ''Airport-ID und Ethernet-ID'' genannt) ist die Hardware-Adresse jedes einzelnen Netzwerkadapters, die zur eindeutigen Identifikation des Geräts im Netzwerk dient.
Macao
M. (chinesisch: ''Àomén''; portugiesisch: ''Macau'') ist eine in der Nähe von Hongkong gelegene ehem. portugies. Kolonie. Im Jahr 1999 wurde sie als zweite Sonderverwaltungszone in die Volksrepublik China integriert.
M. ist reich an Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit. Haupterwerbsquellen sind der Tourismus (8 Mio. Besucher im Jahr 2000) u. das Glücksspiel, weshalb M. das ''Monte Carlo des Ostens'' genannt wird, zumal mit dem ''Macao Grand Prix'' auch ein Rennen auf einem Straßenkurs ausgetragen wird. Da Glücksspiel – anders als im benachbarten Hongkong – in M. legal ist, gibt es von dort einen regen Pendelverkehr.
Die Ew. Macaos sprechen hauptsächl. Kantonesisch (87,9%), Hochchinesisch (1,6%) sowie andere chines. Dialekte (7,5%). 3% sprechen andere Sprachen.
Wirtschaftlich bedeutend für M. ist die Herstellung von Feuerwerkskörpern u. Textilien. – 508.500 Ew.
Macbeth (Shakespeare)
Die Tragödie M. (engl. ''The Tragedy of Macbeth'') wurde um 1606 von William Shakespeare geschrieben. Sie beschreibt den Aufstieg des königl. Heerführers M. zum König von Schottland, seine Veränderung zum Tyrannen u. seinen Fall.
Shakespeare verwob in diesem Drama geschichtl. Fakten über den histor. König M. u. den zeitgenöss. James I. mit Aberglaube, Mythologie u. Fiktion. Das Drama wird von vielen Schauspielern lieber als ''The Scottish Play'' bezeichnet. Den wirkl. Namen innerhalb eines Theaters auszusprechen soll die Aufführung des Stückes zum Scheitern verurteilen oder allg. Unglück bringen.
MacDowell, Andie
Andie MacDowell (* 21. April 1958 in Gaffney ''eigentlich: Rosalie Anderson MacDowell'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Erster Kinoerfolg 1989 in „Sex, Lügen u. Video”; weitere Filme: „Green Card” 1990, „Und täglich grüßt das Murmeltier” 1993, „Vier Hochzeiten u. ein Todesfall” 1994, „Die Muse” 1999, „Muppets aus dem All” 1999, „Stadt, Land, Kuss” 1999 u. a.
MacGregor, Robert Roy
Robert Roy MacGregor (* 7. März 1671 in Glengyle am Loch Katrine; † 28. Dezember 1734 in Inverlochlarig Beg, Balquhidder), auch bekannt unter dem Namen Rob Roy, war ein schott. Volksheld u. Geächteter des frühen 18. Jh.
MacGyver
M. ist eine 1985 gestartete US-amerikan. Fernsehserie. Bis 1991 entstanden in sieben Staffeln 139 Episoden; 1994 folgten zwei Fernsehfilme.
Richard Dean Anderson ist der Darsteller des Protagonisten ''Angus MacGyver'', dessen auffälligste Fähigkeit seine prakt. Anwendung der Naturwissenschaften u. die damit verbundene erfinder. Nutzung alltägl. Gegenstände ist. Sein Schweizer Messer u. Klebeband dürfen nie fehlen, die Nutzung von Handfeuerwaffen lehnt er ab. Dies zusammen erlaubt ihm, eine Vielzahl unorthodoxer Lösungen für seine Aufgaben zu finden, zum Beispiel die Flucht aus einer Gefangennahme oder vor einer anderen Bedrohung. Bes. aufgrund dieser Kreativität hat die Serie Kultstatus erreicht u. wird bis heute auf verschiedenen Sendern weltweit wiederholt.
Machete
Die M. (Lehnwort aus dem Spanischen) ist ein starkes, ca. 3 mm dickes Messer. Sie ähnelt in der Form dem byzantin. Säbel Machaira, wobei eine etymolog. Verbindung nur vermutet werden kann. Im Spanischen ist die Aussprache wie "Matschete" richtig.
Machiavelli, Niccolò
Niccolò Machiavelli (* 3. Mai 1469 in San Casciano in Val di Pesa; † 22. Juni 1527 in Florenz) war ein italien. Politiker, Philosoph, Geschichtsschreiber u. Dichter. Sein Name wird heute vor allem mit rücksichtsloser Machtpolitik unter Ausnutzung aller (rechtmäßigen) Mittel verbunden. Der später geprägte Begriff ''Machiavellismus'' wird daher oft als Schimpfwort für ein polit. Verhalten gebraucht, das raffiniert, aber ohne jegl. Einfluss von Moral u. Sittlichkeit die eigene Macht u. das eigene Wohl steigern will. Vor allem aufgrund seines Werks ''Il Principe'' („Der Fürst”) gilt er als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. Er entdeckte im Prinzip der Staatsräson das Grundgesetz der modernen europäischen Staatenwelt.
Macho
Das span. Lehnwort M. (sprich: [&beton;mat&schstl;o]) bezeichnet in der dt. Umgangssprache einen Mann, welcher sich stark an den traditionellen Bildern der männl. Geschlechterrolle orientiert. Im Sinne dieses Männlichkeitsverständnisses ist es ein sich übertrieben männlich gebender Mann. Er grenzt sich von sogenannten „Softies” u. „Frauenverstehern” ab.
Macht
M. bezeichnet die Fähigkeit von Individuen u. Gruppen, das Verhalten u. Denken sozialer Gruppen oder Personen – in ihrem Sinn u. Interesse – zu beeinflussen.
Die Machtausübung kann, muss aber nicht über Zwang erfolgen. Gewaltexzesse sind im modernen Rechtsstaat verboten. Die Anwendung phys. Gewalt ist in der demokrat. Gesellschaft im Rahmen des Gewaltmonopols an den Staat delegiert, welcher die gesellschaftlich notwendigen Polizeifunktionen ausübt. Anarchisten beispielsweise lehnen jede Art von Machtausübung ab, während ''Machtlosigkeit'' andererseits zur ''Handlungsunfähigkeit'' führen kann. In demokrat. Systemen wird die M. per Verfassung u. Gesetz eingeschränkt.
Machtergreifung
Mit M. oder Machtübernahme wird seit der Zeit des Nationalsozialismus insbes. im dt. Sprachgebrauch die Übertragung der Regierungsgewalt in Deutschland auf die Nationalsozialisten unter der Führung Adolf Hitlers u. die anschließende Umwandlung der Demokratie in eine Diktatur im Jahr 1933 bezeichnet. Da beide Bez. aus unterschiedl. Gründen als nicht neutral angesehen werden, benutzen einige Historiker auch den Begriff „Machtübergabe” oder „Machtübertragung”.
Machu Picchu
Bild: Peru_Machu_Picchu_Sunset.jpg
Die alte Inka-Stadt Machu Picchu
M. P. (Quechua: ''Machu Pikchu'' für „alter Gipfel”) ist eine gut erhaltene Ruinenstadt der Inka, die in 2.360 m Höhe auf einer Bergspitze der Anden über dem Urubambatal in der peruan. Region Cuscoin in 75 km Entfernung nordwestlich der Stadt Cusco liegt.
Erbaut wurde die Stadt einer Theorie zufolge um 1450 von Pachacútec Yupanqui, einem Herrscher der Inka, der von 1438 bis 1471 regierte. Er schuf die Grundlagen für die Ausdehnung des mächtigen Inkareiches u. führte den Kult um den Sonnengott Inti ein. Eingebettet zwischen dicht bewachsenen Bergen war die Stadt für die span. Eroberer im Jahre 1532 unsichtbar u. ist dadurch der Zerstörung entgangen. Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die mit einem System von Treppen verbunden waren. Etwa 3.000 Stufen sind heute noch erhalten, ebenso wie die Außenmauern der zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten. Sinn u. Zweck dieser Stadt sind bis heute umstritten.
Macke, August
August (Robert Ludwig) Macke (* 3. Januar 1887 in Meschede, Hochsauerland; † 26. September 1914 südlich von Perthes-lès-Hurlus, Champagne) war ein dt. Maler des Expressionismus. Er gehörte der Künstlervereinigung „Blauer Reiter” an.
Mac OS X
Mac OS X ist ein kommerzielles Unix-Betriebssystem der Firma Apple u. setzte die Produktlinie Mac OS als Betriebssystem der hauseigenen Macintosh-Computer fort.
Macpherson, Elle
Elle Macpherson, eigentl. ''Eleanor Nancy Gow'' (* 29. März 1963 in Killara, Sydney, Australien) ist eine austral. Schauspielerin u. ein Fotomodell. Sie ist auch unter dem Spitznamen "The Body" bekannt.
Madagaskar
M. (amtl. ''Republik Madagaskar'', [mada&beton;gaskar] (madagass. ''Repoblikan’i Madagasikara'', frz. ''République de Madagascar'' [madagas&beton;ka&dehn;r]) ist nach Indonesien der zweitgrößte Inselstaat der Welt (nach Fläche). Die Präsidialrepublik mit Mehrparteiensystem liegt im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas mit einer Küstenlänge von 4.828 km.
Madame Bovary
M. B., in älteren Übersetzungen auch Frau Bovary, ist ein von Gustave Flaubert verfasster Roman. Er gilt als eines der großen Werke der Weltliteratur u. wurde zunächst 1856 in "La Revue de Paris", schließlich 1857 als Buch veröffentlicht.
Madame Tussauds
M. T. ist ein Museum in London. Es ist ein Wachsfigurenkabinett mit weiteren Niederlassungen in Amsterdam, Hongkong (Victoria Peak), Las Vegas (Hotel Venetian), Shanghai, New York City, Washington D.C. u. ab Juli 2008 in Berlin. Ausgestellt werden lebensnah nachempfundene Wachsfiguren von histor. Gestalten u. Personen der aktuellen Zeitgeschichte, wie Sportler, Filmstars, Modeschöpfer u. viele Models.
Mädchen
Als M. werden – je nach Kulturkreis – weibl. Kinder, weibl. Jugendliche bis zum Eintritt der Geschlechtsreife oder weibl. Jugendliche bis zur Volljährigkeit bezeichnet.
Sprachlich ist „Mädchen” (wie „Mädl” oder „Mädel”) eine Verkleinerungsform von „Maid”, „Magd”. In diesem Zusammenhang ist das Wort „Mädchen” mitunter noch als Kurzform für Dienstmädchen oder Kindermädchen zu finden. Auch die Redewendung ''Mädchen für alles'' (Factotum) erklärt sich daraus.
Madeira
M. [mr'deirr] (vom portugies. Wort ''madeira'' „Holz”) ist eine portugies. Insel etwa 1.000 km südwestlich von Lissabon u. 700 km westlich der marokkan. Küste im Atlantischen Ozean. Sie gehört mit der kleineren Insel Porto Santo u. zwei unbewohnten kleineren Inselgruppen, den Ilhas Desertas u. den Ilhas Selvagens, zur Inselgruppe M., die die autonome Provinz M. bildet. Als Teil Portugals gehört M. zum Gebiet der Europäischen Union. 94,5% der Bevölkerung Madeiras gehören der röm.-kath. Kirche an.
M. hat ca. 265.000 Einwohner auf einer Fläche von 794 km². Davon entfallen 741 km² auf die Hauptinsel M. u. 45 km² auf die kleinere Insel Porto Santo.
Die Zeitzone ist dieselbe wie im Mutterland Portugal u. entspricht damit der koordinierten Weltzeit (UTC+0, gegenüber Mitteleuropa -1 Stunde). Für die Zeit von Ende März bis Ende Oktober ist wie im übrigen Europa die Sommerzeit eingeführt, so dass die Zeitdifferenz das ganze Jahr über unverändert bleibt.
Madenwurm
Der M., Springwurm, Pfriemenschwanz oder die Aftermade (''Enterobius vermicularis'' syn. ''Oxyuris vermicularis'') ist ein parasit. Fadenwurm u. der häufigste Eingeweidewurm, der weltweit, vor allem aber in den gemäßigten Klimazonen verbreitet ist. Die Art ''Vermicularis'' befällt Menschen, seltener Affen (in Tiergärten). 500 Millionen Infektionen sind weltweit pro Jahr zu verzeichnen u. zwar in sämtl. Ländern u. in allen sozialen Gruppen.
Etwa 50% aller Menschen werden mindestens einmal im Leben vom M. befallen. Die Wurmbehandlung erfolgt medikamentös durch Anthalminthika.
Madison Square Garden
Bild: Msg2005d.JPG
Madison Square Garden in
New York
Der M. S. G. (MSG) ist eine Mehrzweckarena in New York City. Die Halle hat ihren eigenen Fernsehsender u. folgenden Werbeslogan: ''„The World's Most Famous Arena”'' (''Die berühmteste Arena der Welt'').
Madita
M. ist der dt. Titel eines Romans für Kinder von Astrid Lindgren (schwed. Originaltitel: ''Madicken'').
Mad Max
M. M. ist ein austral. Actionfilm von George Miller. Der mit geringem Budget gedrehte Film kam am 29. Februar 1980 in die dt. Kinos. Die Handlung ist in einer nicht näher bezeichneten Zukunft in Australien angesiedelt, wo der gnadenlose Rachefeldzug eines Polizisten stattfindet.
Madness
M. (englisch ''Wahnsinn'', ''Verrücktheit'') ist eine der bekanntesten britischen Ska-Bands der 1980er-Jahre u. nach einer zwischenzeitlichen Trennung (1986–1992) heute noch aktiv. Ihre Musik, eine eingängige Mischung aus Ska, Punk u. Pop sowie ihr Spielwitz wurden später als ''„Nutty Sound”'' ihr Markenzeichen.
Madonna
M. [m&eunbet;&beton;da&dehn;n&eunbet;] (* 16. August 1958 in Bay City, Michigan als M. Louise Ciccone, seit Firmung 1967 als M. Louise Veronica Ciccone) ist eine US-amerikan. Sängerin, Schauspielerin, Songschreiberin, Tänzerin, Buchautorin, Filmregisseurin, Model u. Designerin.
In ihrer bis 2008 25-jährigen Karriere wurde M. mit Hits wie „Like a Virgin” (1984), „Vogue” (1990) u. „Hung Up” (2005) zu einer kontrovers u. medienwirksam inszenierten Pop-Ikone. Vor allem durch ihre Musikvideos setzte sie auch immer wieder Modetrends, die weltweit Beachtung fanden. 2000 wurde ihr Nettovermögen auf 600 Millionen US-Dollar geschätzt. Laut Forbes verdiente sie durch ihre Welttournee u. ihr Album „Confessions on a Dancefloor” 2006 geschätzte 192 Millionen US-Dollar, ebenfalls Forbes verkündete, dass ihr Einkommen 2007 ca. 72 Millionen US-Dollar betrüge. Experten schätzen ihr Nettovermögen nach diesem Jahr auf ungefähr 500 Millionen US-Dollar.
Neben sieben Grammys (u. a. 1998 für „Ray of Light”) erhielt sie auch den Golden Globe (1997 für ihre Darstellung in der Musicalverfilmung „Evita”). Außerdem schrieb sie einige Kinderbücher („Die englischen Rosen”, 2003) u. wurde 2008 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Madonna-Piercing
Ein M. (auch Monroe-Piercing oder Chrome Crawford) ist ein Piercing, das als Schönheitsmal seitlich oberhalb der Oberlippe gestochen wird; es ist somit eine Variante des Labret-Piercings.
Madrid
M. (dt. [ma&beton;drit], span. [ma&beton;ðri(ð)]) ist die Hptst. Spaniens u. der Autonomen Gemeinschaft M.
Die Region zählt mit rd. sechs Millionen Ew. im Großraum zu den größten Metropolen Europas. Die Stadt M. (ohne Vororte) ist mit rd. 3,2 Millionen Ew. nach London u. Berlin die drittgrößte in der Europäischen Union.
M. ist ein sowohl national als auch international bedeutendes Handels- u. Finanzzentrum. Die Stadt bildet überdies den geographischen, politischen u. kulturellen Mittelpunkt Spaniens. M. ist der Sitz der span. Regierung. In der Stadt residieren außerdem der König, ein kath. Erzbischof sowie wichtige Verwaltungs- u. Militärbehörden. In M. befinden sich sechs öffentliche Universitäten sowie verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen u. Kultureinrichtungen. Die Einwohner Madrids nennt man „Madrilenen” (spanisch ''madrileños'') oder „Madrider”.
Madsen, Michael Soren
Michael Soren Madsen (* 25. September 1958 in Chicago) ist ein US-amerikan. Schauspieler. Er ist bekannt durch seine Rollen in ''Reservoir Dogs'', ''Species'', ''Thelma und Louise'', ''Sin City'' u. ''Kill Bill''.
Madsen (Band)
M. ist eine Rock-Band aus Prießeck, einem Ortsteil von Clenze im Wendland. Drei der fünf Mitglieder sind Brüder, so ist der Familienname gleichzeitig Name ihrer Band geworden: M. Ihre Musik setzt sich aus Elementen des Rock, Punk u. Pop zusammen. Sebastian M. schreibt die Texte auf Deutsch.
Maestro-Card
Maestro ist ein internationaler Debitkarten-Dienst von MasterCard International. Als Debitkarte wird dabei eine Plastikkarte bezeichnet, die einen direkten u. unmittelbaren Zugriff auf das Guthaben bzw. den verfügbaren Kreditrahmen des Girokontos zulässt.
Maffay, Peter
Peter Maffay (* 30. August 1949 in Kronstadt, Siebenbürgen, Rumänien als ''Peter Alexander Makkay'') ist ein dt. Sänger, Musiker, Liedtexter, Schauspieler, Gitarrist u. Produzent. Jedes seiner Studioalben ab 1979 landete in den Top 10 der dt. Albumcharts. Er hatte zwei Nr.-1-Singles (''Du'' u. ''So bist Du''). Sie waren die erfolgreichsten Hits des jeweiligen Jahres, u. ''So bist du'' steht in der "ewigen" Liste der erfolgreichsten Singles in Deutschland an vierter Stelle.
Mafia
M. (auch: Maffia) war ursprünglich die Bez. für einen streng hierarch. Geheimbund, der seine Macht durch Erpressung, Gewalt u. polit. Einflussnahme zu festigen u. auszubauen versucht u. seine Wurzeln im Sizilien des 19. Jh. hat. Heute bezeichnet man die sizilian. ''Mafia'' auch als ''Cosa Nostra''. Die sizilian. M. operiert weltweit u. hat Verbindungen zu anderen mafiaähnl. Gruppen.
Die meisten italien. Verbrecherorganisationen wie die neapolitan. Camorra, die kalabrische 'Ndrangheta u. die apul. Sacra Corona Unita werden heute auch dem Mafiabegriff zugeordnet. Darüber hinaus fand u. findet der Mafiabegriff immer häufiger Anwendung auf andere Verbrecherorganisationen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität wie z.B. der amerikan. Cosa Nostra, der russ. M. oder der chines. M.
Mafia (Computerspiel)
M. ist ein Computerspiel der Firma Illusion Softworks. M. erschien 2002 für den PC u. zwei Jahre später für die Playstation 2 u. die Xbox. Es zählt zum Spiele-Genre der Actionspiele, weist aber auch Action-Adventure- u. Rennspiel-Anteile auf. Vom Spielprinzip ist es eng verwandt mit Grand Theft Auto (GTA), allerdings sind in M. im Gegensatz zu diesem Missionen u. freies Spiel als getrennte Spielmodi realisiert.
Der Nachfolger M. II wurde im August 2007 zusammen mit einem Trailer auf der Games Convention vorgestellt u. soll im Jahr 2009 erscheinen.
Magdeburg
Bild: ViewOfMagdeburg.jpg
Magdeburg: Stadtzentrum mit Blick auf den Dom
M. ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Sie ist dort nach Halle (Saale) die zweitgrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren. M. ist sowohl ev. als auch kath. Bischofssitz u. Standort zweier Hochschulen, der Otto-von-Guericke-Universität u. der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH).
Die Stadt ist bekannt für ihr bedeutendes histor. Erbe als Kaiserpfalz Ottos I., des ersten Kaisers des Hl. Römischen Reiches ab 962. Im Jahr 2005 feierte M. sein 1200-jähriges Bestehen.
Der Name der Stadt geht etymologisch auf das Wort „Magadoburg” zurück. Dies bedeutet wahrscheinlich „Mächtige Burg”. Bereits seit dem MA wird der Name allerdings als „Mägde-, d.h. Jungfrauenburg” gedeutet. Das „a” in M. wird kurz ausgesprochen. – 229.826 Ew.
Magellan, Ferdinand
Ferdinand Magellan, portugies. ''Fernão de Magalhães'', span. ''Fernando de Magallanes'' (* 1480 in Sabrosa, Portugal; † 27. April 1521 auf Mactan, Philippinen) war ein portugies. Seefahrer, der für die span. Krone segelte. Magellan unternahm die erste Weltumsegelung. 1519 brach Magellan mit fünf Schiffen u. 240 Mann Besatzung auf, um den westl. Seeweg zu den begehrten Gewürzinseln (Molukken) zu finden. Dabei entdeckte er 1519/20 die nach ihm benannte Magellan-Sraße zwischen Südamerika u. Feuerland, durchkreuzte als erster Europäer den Pazifik u. erreichte 1521 die Philippinen, wo er von Eingeborenen erschlagen wurde. Seine Reise vollendete Juan Sebastián Elcano.
Magen
Der M. (''griech. Gaster, lat. Ventriculus'') ist ein Verdauungsorgan fast aller Tiere. Die primitivste Form findet man bei den Polypen, dort ist der M. auch Ausscheidungsorgan. Der M. ist ein Hohlorgan aus Muskelgewebe, das innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Im Gegensatz zum einhöhligen M. des Menschen u. der meisten Tierarten besitzt der M. bei Wiederkäuern u. Vögeln mehrere abgegrenzte Hohlraumsysteme (mehrhöhliger M.) sowie hochspezialisierte Organe bei Insekten (Honigmagen, Saugmagen).
In diesem Hohlraum wird der Nahrungsbrei mit dem Magensaft vermengt, der im Wesentlichen aus dem eiweißspaltenden Enzym Pepsin u. Salzsäure besteht. Durch Muskelkontraktion (Peristaltik) wird der Nahrungsbrei weiter zum Pförtner transportiert. Dieser bildet als Sphinkter einen Verschluss zwischen M. u. Darm u. kann sich für den Durchtritt des angedauten Speisebreis (Chymus) ca. 2-3 mm weit öffnen. Dieses geschieht regelmäßig, um den Nahrungsbrei gleichmäßig in den Zwölffingerdarm weiterzuleiten.
Magengeschwür
Ein M. (auch ''Magenulkus'' oder ''Ulcus ventriculi'') ist ein lokalisierter Defekt der Magenschleimhaut. Ursächlich für das Geschwür ist ein Missverhältnis zwischen aggressiven Faktoren (Magensäure) u. den Schutzmechanismen des Magens. Oft ist für den Befall der Magenschleimhaut ein erst Mitte der 1980er Jahre von John Robin Warren u. Barry Marshall identifiziertes Bakterium (Helicobacter pylori) verantwortlich.
Magenta (Farbe)
M. bezeichnet eine rotblaue Farbe, die auch als helles Purpur bezeichnet wird.
Magersucht
→ Anorexia nervosa.
Maghreb
Unter M. (auch ''Maghrib''; arabisch: „der Westen”, abgeleitet vom Verb ''gharaba'': „untergehen” (Sonne)) versteht man vor allem die drei nordafrikan. Länder Tunesien, Algerien u. Marokko, teilweise auch noch Libyen u. Mauretanien, die aufgrund ihrer Geschichte viele Gemeinsamkeiten haben. Im Arabischen versteht man unter ''Maghreb'' in der Regel Marokko, weil es das westlichste arab. Land ist. Ein arab. Sprichwort lautet: ''Der Maghreb ist ein heiliger Vogel. Sein Leib ist Algerien, sein rechter Flügel Tunesien, sein linker Marokko.''
Das Gegenstück zu M. ist ''Maschrek'' „der Osten”, abgeleitet vom Verb ''sharaka'': „aufgehen” (Sonne).
Magic: The Gathering
M.: T. G. (früher auch Magic: Die Zusammenkunft) ist ein Sammelkartenspiel von Richard Garfield. Es war das erste Spiel dieser Art u. erschien im Jahr 1993 bei Wizards of the Coast u. 1995 bei Amigo. Seit September 2006 wird es in Deutschland von Hasbro vertrieben.
Zur Zeit gibt es circa 9.500 verschiedene Karten u. (nach Herstellerangaben) über sechs Millionen Spieler auf der ganzen Welt. Es sind inzwischen zehn Basiseditionen u. zahlreiche alleinstehende Editionen in mehreren Sprachen erschienen. Wizards of the Coast veranstaltet jährlich etwa 60.000 über die ganze Welt verteilte Turniere, die mit Preisgeldern in Höhe von bis zu 5 Millionen US-Dollar dotiert sind. Rund um das Spiel hat sich ein eigener Markt entwickelt mit Händlern, die sich auf den An- u. Verkauf von Magickarten spezialisiert haben.
Magie
M. (von griechisch ''μαγε&iacgr;α'', ''mageía'' für ''Zauberei'', ''Gaukelei, Blendwerk'' – aus dem altpers. ''Magusch'', der Bez. der medischen Priester) ist die Beeinflussung von Ereignissen, Menschen u. Gegenständen auf übernatürl. Art u. Weise. Der Magier versucht, diese Beeinflussung der von ihm angenommenen übernatürl. Kräfte, Geister oder Dämonen mit Hilfe von Ritualen, Beschwörungsformeln oder ähnlichen, in ihrer Wirkung unbelegten Praktiken vorzunehmen. Magier setzen auch traditionelle Meditationstechniken wie z. B. Visualisierung oder die bewusste Herbeiführung von Trancezuständen ein.
Maginot-Linie
Die M. ist ein französ. Verteidigungssystem, bestehend aus vielen Bunkern entlang der französ. Grenze zu Deutschland u. Italien sowie an der Südspitze von Korsika.
Oft wird auch nur der Teil entlang der dt. Grenze als M. bezeichnet, während man für die Hälfte zu Italien den Begriff ''Alpin-Linie'' gebraucht.
Magirus-Deutz
M. ist ein ehem. Lastwagen-, Omnibus- u. Feuerwehrfahrzeughersteller, der zur Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) gehörte u. dessen Ursprung in der Ulmer Feuerwehrgerätefabrik Magirus liegt. Das Markenzeichen von M. zeigt die stilisierte Silhouette des Ulmer Münsters in Kombination mit einem „M” für Magirus. Markentypisch waren luftgekühlte Dieselmotoren von KHD. Nach großen Markterfolgen in den 1950er- u. 1960er-Jahren, insbes. in den Bereichen Baufahrzeuge u. Feuerwehrfahrzeuge, geriet M. in den 1970er-Jahren in eine Krise, die zur Eingliederung des Herstellers in den Iveco-Konzern führte. Dieser stellte die Marke M. in den 1980er-Jahren ein. Heute sind Fahrzeuge von M., insbes. die charakterist. Rund- u. Eckhauber aus den 1950er- bis 1960er-Jahren, zu beliebten Sammlerobjekten geworden.
Magisches Quadrat
Ein m. Q. ist nach Schachbrettart in Felder eingeteilt u. mit Zahlen so besetzt, dass deren Summen waagerecht, senkrecht u. diagonal genommen dasselbe Resultat ergeben.
Magisches Viereck
Als M. V. bezeichnet man ein System von vier wirtschaftspolit. Zielen:
* Preisniveaustabilität
* hoher Beschäftigungsstand
* außenwirtschaftliches Gleichgewicht
* angemessenes u. stetiges WirtschaftswachstumBei einer Erreichung der vier Ziele spricht man auch von einem ''gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht''.
Magister
Der M. (weibl. ''Magistra'') ist ein akadem. Grad.
Magmafilm
M. GmbH ist eine dt. Filmproduktionsgesellschaft für Pornofilme mit Sitz in Essen.
Magna Carta
Die meist nur kurz als M. C. (auch: Magna Charta) bezeichnete M. C. Libertatum – auf Deutsch etwa: großer Freibrief – ist eine von König Johann Ohneland zu Runnymede in England am 15. Juni 1215 unterzeichnete Vereinbarung mit dem revoltierenden engl. Adel. Sie gilt als die wichtigste englische verfassungsrechtl. Rechtsquelle. Ein bedeutender Teil der M. C. ist eine wörtl. Kopie der ''Charter of Liberties'' Heinrichs I., welche dem engl. Adel seine Rechte gewährte. Eine Kopie der M. C. aus dem Jahre 1297 erzielte bei einer Versteigerung am 18. Dezember 2007 in New York einen Rekordpreis von 21 Millionen US-Dollar.
Magnesium
M. ist ein chem. Element mit dem Symbol Mg u. der Ordnungszahl 12. Es hat zwei Außenelektronen (Valenzelektronen), wodurch die Chemie des Magnesiums bestimmt wird. Als achthäufigstes Element ist es zu etwa 1,4% am Aufbau der Erdkruste beteiligt.
Magnesiummangel
Als M. bezeichnet man einen Mangel an Magnesium im Körper mit Abnahme der Magnesiumkonzentration im Blut, in der Fachsprache Hypomagnesiämie genannt. Ein M. kann aus den verschiedensten Gründen auftreten. Magnesium ist für den Menschen lebenswichtig. Es ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.
Magnet
Ein M. (von griech.: ''lithos magnes:'' „Stein aus Magnesia”) ist ein Körper, der bestimmte andere Körper magnetisch anzieht oder abstößt. Magnetische Anziehung oder Abstoßung ist ein grundlegendes Naturphänomen – siehe dazu den Artikel Magnetismus.
Die Richtung u. Stärke magnet. Kräfte kann man durch Feldlinien anschaulich darstellen. Ein M. ruft ein Magnetfeld hervor u. wird von diesem durchströmt. Die Oberflächenbereiche, die vom überwiegenden Teil des Magnetfeldes durchflossen werden, heißen die Pole des Magneten; nach gängiger Konvention treten die Feldlinien am „Südpol” (meist grün dargestellt) in den Magneten ein u. am „Nordpol” (rot) aus.
Man unterscheidet Dauermagnete u. Elektromagnete. Bei beiden kommen Magnetwerkstoffe zum Einsatz.
Magnetische Feldstärke
Die m. F. (auch ''magnetische Erregung'' genannt) kennzeichnet die Stärke eines Magnetfeldes. Sie ist die Ursache für den magnet. Fluss.
Die Größe der magnet. Feldstärke im Inneren einer stromdurchflossenen Spule ist abhängig von Stromstärke, Spulenlänge u. Windungszahl.
Magnetische Flussdichte
Die m. F., auch als magnet. Induktion, umgangssprachlich u. unpräzise manchmal auch als ''Magnetfeld'' bezeichnet, ist eine physikal. Größe. Sie hat das Formelzeichen ''B'' u. steht für die Flächendichte des magnet. Flusses, welcher durch ein bestimmtes Flächenelement hindurch tritt. Das Formelzeichen geht zurück auf den schott. Physiker James Clerk Maxwell, der in seinen Aufzeichnungen die Buchstaben B, C u. D für das magnetische u. E, F u. G für das elektr. Feld verwendete.
Magnetischer Fluss
Der magnetische Fluss (Formelzeichen: Φ) ist eine physikal. Größe zur Beschreibung des magnet. Feldes. Vergleichbar mit dem elektr. Strom ist er die Folge einer magnet. Spannung u. fließt durch einen magnet. Widerstand. Da selbst das Vakuum einen solchen magnet. Widerstand darstellt, ist der magnet. Fluss nicht an ein bestimmtes „Medium” gebunden u. wird über Feldgrößen beschrieben.
Magnetismus
M. ist ein physikal. Phänomen, das sich als Kraftwirkung zwischen Magneten, magnetisierten bzw. magnetisierbaren Gegenständen u. bewegten elektr. Ladungen wie z. B. in stromdurchflossenen Leitern äußert. Die Vermittlung dieser Kraft erfolgt über ein Magnetfeld, das einerseits von diesen Objekten erzeugt wird u. andererseits auf sie wirkt. Alle Erscheinungsformen von M. können letztlich auf die Bewegung von elektr. Ladungen oder das magnet. Moment von Elementarteilchen als Folge ihres Spins zurückgeführt werden. Der M. ist ein Teilgebiet des Elektromagnetismus, welcher eine der vier Grundkräfte der Physik repräsentiert.
Magnetresonanztomographie
Die M. (MRT, kurz auch MR; ''Tomographie'' von griech. ''τ&oacgr;μος'' „Schnitt, abgeschnittenes Stück” u. ''γρ&aacgr;&phis;ειν'' „ritzen, malen, schreiben”) ist ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizin. Diagnostik zur Darstellung von Struktur u. Funktion der Gewebe u. Organe im Körper eingesetzt wird. Mit der MRT kann man Schnittbilder des menschlichen (oder tierischen) Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe u. vieler krankhafter Organveränderungen erlauben. Die M. basiert auf sehr starken Magnetfeldern sowie elektromagnet. Wechselfeldern im Radiofrequenzbereich, mit denen bestimmte Atomkerne (meistens die Wasserstoffkerne/Protonen) im Körper angeregt werden. Empfangen werden extrem schwache elektromagnet. Felder, die von den angeregten Atomkernen ausgesendet werden.
Magnetschwebebahn
Bild: Transrapid.jpg
Magnetschwebebahn: Der Transrapid auf seiner Versuchsstrecke im Emsland
Magnetschwebebahnen sind spurgeführte Landverkehrsmittel, die durch magnet. Anziehung oder Abstoßung in der Schwebe gehalten werden. Räder sind dabei entweder gar nicht oder nur bei niedrigen Geschwindigkeiten notwendig (siehe auch Artikel Transrapid).
Magnolia (Film)
M. ist ein Spielfilm des US-amerikan. Regisseurs Paul Thomas Anderson aus dem Jahr 1999.
Er erzählt in verschiedenen Episoden die Geschichten mehrerer Menschen an einem Tag im San Fernando Valley (Kalifornien). Die Verbindungen zwischen den einzelnen Personen ergeben sich dabei erst im Laufe des Films. Anderson schrieb das Buch weitgehend um die Songs von Aimee Mann, die auch im Trailer für ''M.'' auftauchen.
Magnum (Fernsehserie)
M. ist eine US-amerikan. Fernsehserie um den Privatdetektiv ''Thomas Magnum''. Die Krimiserie, die auf Hawaii spielt, wurde in acht Staffeln bzw. 161 Episoden von 1980 bis 1988 unter dem Originaltitel ''Magnum, P.I.'' gedreht. Das ''P.I.'' steht für Privatdetektiv (engl. ''Private Investigator'').
Magnum (Kaliber)
M. ist eine Zusatzbezeichnung für Patronen, die verglichen mit anderen Patronen der gleichen Kaliberklasse über höhere ballist. Leistungen verfügen. Der Bez. liegt keine Standardisierung zugrunde, sie wird von den Herstellern als Hinweis auf die bes. Leistungsfähigkeit eines Patronentyps der Markenbezeichnung hinzugefügt.
Magritte, René
René François Ghislain Magritte (* 21. November 1898 in Lessines in der wallon. Provinz Hennegau, Belgien; † 15. August 1967 in Brüssel) war ein führender belg. Maler des Surrealismus.
Maguire, Tobey
Tobias Vincent Maguire (* 27. Juni 1975 in Santa Monica, Kalifornien) ist ein US-amerikan. Filmschauspieler. Filme (Auswahl): „Der Eissturm” 1997, „Pleasentville – zu schön um wahr zu sein” 1998, „Seabiscuit – mit dem Willen zum Erfolg” 2003, „Spider-Man” 1–3 (2002, 2004, 2007).
Mahagonigewächse
Die M. (Meliaceae), auch Zedrachgewächse genannt, sind eine Pflanzenfamilie. Es sind vorwiegend Bäume u. Sträucher, es gibt aber auch krautige Pflanzen.
Maharishi Mahesh Yogi
M. M. Y. (* 12. Januar 1917 in der Nähe von Jabalpur, Indien; † 5. Februar 2008 in Vlodrop, Niederlande), kurz auch Maharishi genannt, war ein indischer Guru, Autor von Büchern über vedische Philosophie u. Begründer der Transzendentalen Meditation.
Mahdi-Aufstand
Der M., auch ''Mahdiya'' genannt, fand von 1881 bis 1899 unter dem islamisch-polit. Führer Muhammad Ahmad, einem selbsternannten Mahdi, gegen die anglo-ägypt. Herrschaft in den Sudan-Provinzen am mittleren Nil statt. Er gilt als der erste erfolgreiche Aufstand einer afrikan. Bevölkerungsgruppe gegen den Kolonialismus u. führte am Ende des 19. Jh. zur Bildung des „Kalifats von Omdurman”. Dieses existierte 15 Jahre u. wurde 1898 durch eine anglo-ägypt. Streitmacht zerstört.
Mähdrescher
Bild: Claas-lexion-570-1.jpg
Mähdrescher bei der Getreideernte
Der M. ist eine selbstfahrende (früher oft auch gezogene) Arbeitsmaschine zur Ernte von Getreide, Raps, Körnermais u. anderen Feldfrüchten (Sonnenblumen, Ackerbohnen etc.). Wie die zusammengesetzte Bez. (vgl. auch im Englischen: ''combine harvester'') andeutet, vereint der M. mehrere Arbeitsschritte in einer Erntemaschine.
Mah-Jongg
M. auch Mahjongg oder Mahjong, dt. etwa: ''Sperlingsspiel'', ist ein altes chines. Spiel für vier Personen.
Mahler, Gustav
Gustav Mahler (* 7. Juli 1860 in Kalischt, Böhmen; † 18. Mai 1911 in Wien) war ein österr. Komponist im Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Er war zudem einer der berühmtesten Dirigenten seiner Zeit u. als Operndirektor ein bedeutender Reformer des Musiktheaters. Er schrieb 10 Sinfonien u. mehrere Liederzyklen.
Mahler, Horst
Horst Mahler (* 23. Januar 1936 im schles. Haynau, heute Chojnów) ist ein dt. Rechtsextremist u. Antisemit. Der Jurist wurde mehrfach wegen Volksverhetzung u. Holocaustleugnung verurteilt, so dass ihm die Zulassung als Rechtsanwalt entzogen wurde. Mahler war 1970 Gründungsmitglied der Rote Armee Fraktion u. wurde 2000 Mitglied der NPD, die er im NPD-Verbotsverfahren bis 2003 anwaltlich vertrat.
Mahler-Werfel, Alma
Alma Maria Mahler-Werfel (geb. Schindler, * 31. August 1879 in Wien; † 11. Dezember 1964 in New York, N.Y.) war eine Persönlichkeit der Kunst-, Musik- u. Literaturszene in der ersten Hälfte des 20. Jh. u. Ehefrau bzw. Gefährtin des Komponisten Gustav Mahler, des Malers Oskar Kokoschka, des Architekten Walter Gropius u. des Dichters Franz Werfel.
Mahnung
Eine M., auch als Zahlungserinnerung bezeichnet, ist die bestimmte u. eindeutige Aufforderung des Gläubigers an den Schuldner, die geschuldete Leistung zu erbringen. Die M. ist (neben Bestehen eines fälligen Anspruchs u. Nichtleistung durch den Schuldner) Voraussetzung für den Verzug des Schuldners (§ 286 BGB). Verzug tritt nicht ein, solange der Schuldner die Nichtleistung nicht zu vertreten hat, wofür er aber beweispflichtig ist.
Mahnverfahren
Das M. dient in Deutschland der vereinfachten Durchsetzung von Geldforderungen, ist in § 688 ff. ZPO geregelt u. nicht zu verwechseln mit außergerichtl. Mahnungen durch Unternehmen, Rechtsanwälte oder Inkassobüros.
Mähren
M. (auch ''Morawien'', tschech. u. slowak. ''Morava''; , lat. ''Moravia'') ist ein histor. Land östlich von Böhmen. Es heißt nach dem Fluss March (tschech. ebenfalls ''Morava'') u. ist dessen nördl. Einzugsgebiet.
Mai
Der M. ist der fünfte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage u. ist nach dem römischen Gott des Frühlings u. Wachstums, Jupiter Maius, benannt.
Maier, Hermann
Hermann Maier (* 7. Dezember 1972 in Altenmarkt im Pongau) ist ein Skirennläufer aus Österreich. Er wurde dreimal Weltmeister, zweimal Olympiasieger, gewann viermal den Gesamtweltcup, zweimal den Disziplinenweltcup in der Abfahrt, fünfmal den im Super-G u. dreimal den im Riesenslalom.
Maier, Josef
Josef („Sepp”) Dieter Maier (* 28. Februar 1944 in Metten, Niederbayern) ist ein ehem. dt. Fußballtorhüter. Mit Bayern Mnchen war er mehrfach dt. Meister, Nationaltorhter, Weltmeister 1974.
Maier, Ulrike
Ulrike "Ulli" Maier (* 22. Oktober 1967 in Rauris; † 29. Jänner 1994 in Murnau, Rennunfall) war eine österr. Skirennläuferin.
Maikäfer
Der am weitesten verbreitete M. Mitteleuropas ist der Feldmaikäfer (''Melolontha melolontha''). Im nördlichen u. östl. Europa sowie in einigen Regionen Deutschlands kommt der Waldmaikäfer (''Melolontha hippocastani'') auf sandigen Böden vor. Eine dritte, dem Feldmaikäfer sehr ähnl. Art, ist ''Melolontha pectoralis''. Er ist sehr selten geworden u. nur noch vereinzelt in Mitteleuropa anzutreffen. Es gibt nur noch hin u. wieder Meldungen aus Südwestdeutschland.
Mailand
M. (italien. ''Milano'', Mailänder Dialekt ''Milan'' [mi'lã:]) ist die zweitgrößte Stadt Italiens, Hptst. der Provinz M. u. der Region Lombardei in Norditalien.
Innerhalb der amtlichen Stadtgrenzen hat M. rund 1,3 Millionen Einwohner, in der Provinz sind es ca. 4,8 u. in der Metropolregion ''Grande Milano'' ca. 7,5 Millionen (Stand jeweils 2006).
M. ist das Zentrum Italiens, was Wirtschaft, Mode, Design u. Medien betrifft, u. gilt als „moralische Hauptstadt”. Bekannt ist die Stadt u. a. für ihren gotischen Dom, ihr Opernhaus Mailänder Scala, verschiedene Kunstschätze, ihre Fußballvereine AC M. u. Inter M. sowie für die bedeutendste italien. Messe.
Maillard-Reaktion
Die M. (benannt nach dem Chemiker Louis Camille Maillard) ist eine so genannte nicht-enzymat. Bräunungsreaktion. Hierbei werden Aminosäuren u. reduzierende Zucker unter Hitzeeinwirkung zu neuen Verbindungen umgewandelt. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem Karamellisieren, jedoch können beide Reaktionen gemeinsam auftreten.
Main
Der M. ist mit 524 km Fließstrecke der längste rechte Nebenfluss des Rheins u. der längste Fluss, der auf seiner gesamten Länge innerhalb Deutschlands verläuft u. dabei seinen Namen beibehält.
Gegenüber der Mainzer Altstadt – zwischen Ginsheim-Gustavsburg u. dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim – mündet er schließlich in den Rhein.
Mainboard
→ Hauptplatine.
Main-Donau-Kanal
Der M. (auch Rhein-Main-Donau-Kanal, RMD-Kanal oder Europakanal genannt) verbindet Main u. Donau von Bamberg über Nürnberg nach Kelheim. Er ergänzt damit Rhein, Main u. Donau zu einer durchgängig schiffbaren Verbindung zwischen der Nordsee u. dem Schwarzen Meer.
Maine
M. [mein] ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Wahrscheinlich ist er nach der französ. Landschaft M. benannt, vielleicht ist der Name aber auch eine Kurzform von ''Mainland'' (Festland). Die postal. Abk. des Staates ist ME.
Maine-Coon-Katze
Die M., auch bekannt als amerikan. Waldkatze, ist eine Haus- u. Gebrauchskatze (''working cat''), die die Bewohner von Maine in den USA 1985 mit dem Titel „Nationalkatze” bedachten. Die Maine Coon gehört zu den sogenannten Halblanghaarkatzen mittelschwerer Form. Da sie sehr anhänglich ist, wird die Maine Coon auch „Hundkatze” genannt. Weitere Bez. der Rasse sind: ''Gentle Giant'' („sanfter Riese”), ''Maine Cat'', ''Maine Shag'', ''Mainies'' oder ''Shaggies''.
Mainstream
Der M. (englisch, wörtl. ''Hauptstrom'') spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhet. ''Underground''.
Mainz
M. (franz.: ''Mayence''), gegenüber der Mündung des Mains am Rhein gelegen, ist Landeshauptstadt u. zugleich die größte Stadt des dt. Bundeslandes Rheinland-Pfalz. M. ist Sitz einer Universität, eines Bistums sowie mehrerer Fernseh- u. Rundfunkanstalten u. versteht sich als eine Hochburg der rhein. Fastnacht. Die größte Nachbarstadt ist Wiesbaden. Im etwas größeren Umkreis liegen die Großstädte u. -räume Ludwigshafen, Mannheim, Darmstadt u. Frankfurt a. M.
M. ist eines der fünf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz u. bildet mit Wiesbaden ein länderübergreifendes Doppelzentrum. Die Einwohnerzahl der Stadt M. überschritt im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. die Grenze von 100.000, wodurch die Stadt zur Großstadt wurde. – 197.464 Ew.
Mainzer Fastnacht
Die M. F. (''„Määnzer Fassenacht” oder „Meenzer Fassenacht”'') gehört zu den traditionsreichsten u. größten Veranstaltungen dieser Art. Mainz gehört zusammen mit Köln u. Düsseldorf zu den Hochburgen der rhein. Fastnacht. Neben den Ursprüngen, die allen Karnevals-, Fastnachts- u. Faschingsfesten gemein sind, pflegt die M. F. dabei auch eine bes. politisch-literar. Komponente.
Mais
M. (''Zea mays''), in Österreich auch Kukuruz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae), die ursprünglich aus Mexiko stammt. Weltwirtschaftlich bedeutend ist die kultivierte Unterart ''Zea mays'' subsp. ''mays'', die als wichtiges Getreide weltweit angebaut wird.
Es gibt ca. 50.000 verschiedene Maissorten. M. enthält weniger für den Menschen nutzbares Eiweiß als die meisten anderen Getreide.
Maischberger, Sandra
Sandra Maischberger (* 25. August 1966 in München) ist eine dt. Journalistin, Moderatorin, Produzentin u. Autorin. Sie moderierte zahlreiche Interviewsendungen wie ''Live aus dem Schlachthof'', ''Talk im Turm'' u. ''Maischberger''. Derzeit moderiert sie die Talkshow ''Menschen bei Maischberger'' im Ersten. Sie erhielt unter anderem den Medienpreis für Sprachkultur, die Goldene Kamera für ihren TV-Journalismus u. den Deutschen Fernsehpreis als beste Moderatorin einer Informationssendung.
Maisonette
Eine M. bzw. Maisonettenwohnung (frz. ''maison'' = Haus, ''-ette'': Verkleinerungsform) ist ein spezieller Wohnungstyp, bei dem der Wohnraum zusammenhängend mindestens zweistöckig innerhalb des Gebäudes angeordnet ist. Die typische M. umfasst das Dachgeschoss u. den Spitzboden eines Hauses, oft bei einem Mansarddach.
Mai Tai
M. T. ist ein klass. Rum-Cocktail u. gehört zu den weltweit erfolgreichsten Drinks. Er wurde 1944 in San Francisco von Victor Bergeron, besser bekannt als Trader Vic, erfunden.
Majak
M. (Маяк für ''Leuchtturm'') ist eine Atomanlage in Russland, in der Oblast Tscheljabinsk bei Osjorsk bzw. Kyschtym. Früher wurde die Anlage als Tscheljabinsk-65 bezeichnet.
Im „Chemiekombinat Majak” wurde während der Sowjetzeit der Hauptanteil des kernwaffenfähigen Plutoniums für die Atomwaffen-Produktion gewonnen. Die Gesamtfläche des Geländes von M. umfasst etwa 90 km². Der Kern der Anlage mit den Reaktoren hat jedoch nur eine sichtbare Fläche von einigen Hektar. Ein Großteil dieser Anlage ist unterirdisch angelegt.
Das Ende der 1940er Jahre in Betrieb gegangene M. beschäftigte 17.000 Menschen. Auf dem Gelände befinden sich heute unter anderem eine Wiederaufarbeitungs-Anlage, sieben Reaktoren, von denen zwei betriebsfähig sind, u. ein Lager für radioaktive Abfälle.
Major
M. ist ein militär. Dienstgrad verschiedener Länder.
Majors, Lee
Lee Majors (* 23. April 1939 in Wyandotte, Michigan; gebürtig ''Harvey Lee Yeary'') ist ein US-amerikanischer Schauspieler u. Sänger.
Bekannt wurde Lee Majors durch Fernsehserien wie ''Big Valley'', ''Die Leute von der Shiloh Ranch'', ''Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann'' u. ''Ein Colt für alle Fälle'' (engl. ''The Fall Guy'').
Majuskel
M. (Plural ''Majuskeln'', von lat. ''majusculus'' „etwas größer”), Versalbuchstaben oder Versal (Plural ''Versalien'', von lat. ''versus'' „Zeile”, „Absatz”) ist in der Typografie ein Fachbegriff für die Großbuchstaben des Alphabets u. gleichzeitig eine Auszeichnungsart für Buchstaben.
Makatsch, Heike
Heike Makatsch (* 13. August 1971 in Düsseldorf) ist eine dt. Schauspielerin, Sängerin, Autorin u. Fernsehmoderatorin.
Makedonien
M. (gelegentlich auch ''Mazedonien'') ist ein geographisches u. histor. Gebiet auf der Balkanhalbinsel. Es bedeckt ungefähr 67.000 km² u. hat eine Bevölkerung von ca. 5 Millionen. Es gibt keine amtl. Anerkennung von seiner Begrenzung, bes. da sie Gegenden von Bulgarien, von Serbien u. von Albanien miteinschließt, die nicht „Makedonien” genannt werden.
Der größere, südl. Teil des Gebietes bildet heute die Region M. in Nord-Griechenland. Der kleinere, nördl. Teil bildet den Staat (Republik Mazedonien), der 1991 seine Unabhängigkeit von Jugoslawien erklärte. Auch Südwest-Bulgarien erstreckt sich über einen kleineren Teil des Gebietes.
Makler
Der Begriff des Maklers (früher Mäkler) bezeichnet in Deutschland den Vermittler einer Gelegenheit zum Abschluss von Verträgen. Das gesetzl. Leitbild dieses Berufs kommt im dt. Zivilrecht in den Bestimmungen über den Maklervertrag (§§ 652 ff. BGB) bzw. über den Handelsmakler (§§ 93 ff. HGB) zum Ausdruck. Bei dem Maklervertrag handelt es sich nach herrschender Meinung um keinen gegenseitigen Vertrag, weil keine zueinander im Synallagma stehenden Hauptpflichten zu konstatieren sind. Bekannt ist vor allem das Makeln von Grundstücken oder Mietverhältnissen sowie von Wertpapieren u. Bekannschaften mit Heiratsabsicht. Grundsätzlich bedarf jeder M. einer bes. Erlaubnis nach § 34 c GewO (Gewerbeordnung) Die rechtl. Grundlagen zur Ausführung des Berufs sind in der MaBV geregelt. (Makler- u. Bauträgerverordnung).
Makro
M. stammt aus dem griechischen u. bedeutet ''groß'' oder ''weit''.
Makroökonomie
Die M. (auch ''Makroökonomik'' bzw. ''Makrotheorie'') ist ein Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre. Im Gegensatz zur Mikroökonomie arbeitet sie mit aggregierten Größen, d. h. sie untersucht Fragen nach dem Verhalten der Wirtschaft insges., so z. B. Änderungen des Gesamteinkommens oder des Beschäftigungsgrades, der Inflationsrate oder Konjunkturschwankungen. Sie versucht Erklärungen für diese Schwankungen zu finden u. die relevanten Steuergrößen u. ihre Abhängigkeiten zu ermitteln.
Mittelpunkt makroökonom. Theorien ist schließlich die Frage nach der Rolle des Staates im gesamtwirtschaftl. Kontext; aus den Theorien werden Forderungen an die Wirtschaftspolitik abgeleitet.
Makrophage
Makrophagen gehören zu den Fresszellen (Phagozyten) u. sind als Leukozyten (weiße Blutkörperchen) Zellen des Immunsystems. Sie dienen der Beseitigung von Mikroorganismen durch Phagozytose u. stellen stammesgeschichtlich (phylogenetisch) die vermutlich ältesten Vermittler der angeborenen Immunabwehr dar. So sind Makrophagen-artige Zellen in der Taufliege ''Drosophila'' u. sogar in Pflanzen identifiziert worden.
Makuladegeneration
Unter dem Begriff M. wird eine Gruppe von Erkrankungen des menschl. Auges zusammengefasst, die die Makula lutea („der Punkt des schärfsten Sehens”) – auch „Gelber Fleck” genannt – der Netzhaut betreffen u. mit einem allmähl. Funktionsverlust der dort befindl. Gewebe einhergehen. Ausgangspunkt der Krankheit ist nicht das Nervengewebe der Netzhaut, sondern seine Unterstützungsstrukturen, das Retinale Pigmentepithel, die Bruch'sche Membran u. die Aderhaut. Bei fortschreitender Krankheit wird durch Absterben von Netzhautzellen die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld beeinträchtigt. Die weitaus häufigste Form der M. ist die Altersbedingte (oder Senile) M., die definitionsgemäß erst nach dem 50. Lebensjahr auftritt. Durch die geänderte Altersstruktur hat der Anteil der Menschen, die von solchen Erkrankungen betroffen sind, deutlich zugenommen. Heute ist die M. die Hauptursache für eine Erblindung bei Menschen im Alter von über 55 Jahren.
Schätzungsweise 2 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Form der M.
Malachit
M. ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Carbonate mit fremden Anionen. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chem. Zusammensetzung Cu2[(OH)2|CO3] u. entwickelt meist massige oder traubige, gebänderte Aggregate, seltener nadelige, prismat. Kristalle in ausschließlich grüner Farbe in allen Variationen von blass- bis dunkelgrün.
Málaga
M. ist nach Sevilla die zweitgrößte Stadt in Andalusien, Hauptstadt der Provinz M. u. die sechstgrößte Stadt Spaniens. Die Stadt besitzt einen der größten spanischen Flughäfen, einen Handelshafen u. eine Universität. Sie ist aufgrund ihres Klimas eines der wichtigsten Urlaubsziele der Iberischen Halbinsel. M. ist in kulinarischer Hinsicht bekannt für Rosinen u. Wein (Muskateller). – 561.250 Ew.
Malakian, Daron
Daron Vartan Malakian (* 18. Juli 1975 in Hollywood, Kalifornien, Vereinigte Staaten) ist Gitarrist der Alternative-Metal-Band „System of a Down”. Malakian schrieb die meiste Musik für die Songs der Band u. übernimmt seit einiger Zeit zusätzlich einen größeren Teil des Texteschreibens u. auch des Gesangs. Wie die anderen Bandmitglieder ist er armen. Herkunft.
Malaria
M. (von italienisch ''mal'aria'' „schlechte Luft”) – auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt – ist eine meldepflichtige Tropenkrankheit, die von einzelligen Parasiten der Gattung ''Plasmodium'' hervorgerufen wird. Die Krankheit wird in den Tropen u. Subtropen durch den Stich einer weibl. Stechmücke (Moskito) der Gattung ''Anopheles'' übertragen. Außerhalb dieser Gebiete lösen gelegentlich durch Flugreisende eingeschleppte Moskitos die sogenannte „Flughafen-Malaria” aus. Hierbei sind alle Personen im direkten Umfeld von Flughäfen gefährdet, z. B. Flughafenbedienstete oder Anwohner. Bis auf eine Übertragung durch Bluttransfusion u. Laborunfälle ist eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung nur gelegentlich von der Mutter auf das ungeborene Kind möglich, wenn die Plazenta (bes. während der Geburt) verletzt wird. Der Mensch u. die Anopheles-Mücken stellen das einzige nennenswerte Erregerreservoir humanpathogener Plasmodien dar.
Die Symptome der M. sind hohes, wiederkehrendes bis period. Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts u. Krämpfe. Bes. bei Kindern kann die Krankheit rasch zu Koma u. Tod führen.
Malawi
M. [ma&beton;la&dehn;vi] (Chichewa: ''Dziko la Malaŵi''; engl.: ''Republic of Malawi'' [m&eunbet; &beton;la&dehn;wi]) ist ein Staat in Südostafrika. Er grenzt an Tansania, Mosambik u. Sambia. Nationalfeiertag ist der 6. Juli, Tag der Unabhängigkeit (1964).
Malaysia
M. (seltener Malaysien) ist ein Staat in Südostasien, der aus der südlich an Thailand angrenzenden malai. Halbinsel u. dem auf der Insel Borneo gelegenen Ostmalaysia mit den beiden Teilen Sarawak u. Sabah nördlich des indones. Kalimantan besteht. M. gehört zu den sogenannten Pantherstaaten.
Malcolm mittendrin
M. m. ist eine Comedy-Serie des US-amerikan. Senders Fox Network. Von 2000 bis 2006 wurden in sieben Staffeln insges. 151 Episoden ausgestrahlt.
Es ist die Geschichte einer US-amerikan. Obere-Unterschicht-Familie; Mutter, Vater u. vier (später fünf) Söhne, deren Wohnort während der Serie nie konkret erwähnt wird. Neben einer Reihe von Parallelhandlungen ist (vor allem in den ersten Staffeln) das Hauptthema die Auseinandersetzung des drittältesten Sohnes Malcolm mit seiner Hochbegabung u. deren Auswirkung auf sein Leben. Die ersten Folgen der Serie weisen noch einige surreal-comichafte Elemente auf, die nach u. nach jedoch weichen.
Malcolm X
M. X [mælk&eunbet;m &beton;&aeo;ks] (* 19. Mai 1925 in Omaha, Nebraska; † 21. Februar 1965 in New York City; geboren als ''Malcolm Little''; nach Absolvierung seiner Pilgerreise nach Mekka 1964 ''El Hajj Malik el-Shabbaz'') war ein US-amerikan. Führer der Bürgerrechtsbewegung, Mitbegründer des Schwarzen Nationalismus, sozialistischer u. panafrikan. Revolutionär.
Maldini, Paolo
Paolo Maldini (* 26. Juni 1968 in Mailand, Italien) ist ein italien. Fußballspieler auf der Position des Abwehrspielers. Seit 1984 spielt er für den italien. Erstligaverein AC Mailand.
Malediven
Die M. (amtlich: ''Republik Malediven'') sind ein Inselstaat sdwestlich der Südspitze Indiens im Indischen Ozean u. besteht aus mehreren kleinen Atollen u. 1.190 Inseln, wovon 220 von Einheimischen bewohnt werden u. 87 weitere für touristische Zwecke genutzt werden. Hptst. ist Mal.
Maledom
M. ist die Abk. für ''male domination'' („männliche Dominanz”) u. bezeichnet die heterosexuelle Variante im BDSM, in der der Mann die dominante Rolle einnimmt. Das Gegenstück zu M. ist Femdom.
Malerei
Die M. zählt neben der Architektur, der Bildhauerei, der Grafik u. der Zeichnung zu den klass. Gattungen der Bildenden Kunst. M. ist das Anbringen von Farben mittels Pinsel oder Spachtel oder anderer Gegenstände auf einer Fläche.
Mali
M. (dt. Aussprache: [&beton;ma&dehn;li]; frz.: [ma&beton;li]) ist ein seit 1960 von Frankreich unabhängiger Staat in Westafrika u. grenzt im N an Algerien u. Mauretanien, im W an Senegal u. Guinea, im O an Niger u. im S an Burkina Faso u. die Elfenbeinküste. Die ehem. Kolonie Französisch-Sudan hat einen bedeutenden Anteil an der Sahara sowie an Sahel u. dem Sudan. M. gilt als gelungenes Beispiel einer Demokratisierung in Afrika, ist aber eines der ärmsten u. am wenigsten entwickelten Länder der Welt. So belief sich noch 2003 der Anteil der Bevölkerung mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag auf 73%. Der Landesname ''Mali'' wurde in Anlehnung an das gleichn. mittelalterl. Großreich gewählt. In der einheim. Sprache Bambara ist ''Mali'' außerdem das Wort für das Wappentier des Landes: das Nilpferd.
Malibu (Kalifornien)
Bild: MalibuKueste.jpg
Küste von Malibu
M. ist eine Stadt im Los Angeles County im US-Bundesstaat Kalifornien, Vereinigte Staaten. Bei der Volkszählung im Jahre 2000 hatte die Stadt eine Einwohnerzahl von 12.575.
M. liegt an der pazif. Küste u. ist bekannt für seine Sandstrände, Surf City USA, u. als Heimat vieler Filmstars (u. anderen Mitarbeitern der Filmindustrie). Den Meisten fällt auch sofort die Fernsehserie Baywatch ein, wenn sie von M. hören, auch wenn die meisten Strandszenen in Santa Monica gedreht wurden.
Die meisten Bewohner leben wenige 100 Meter von dem ''Pacific Coast Highway'' entfernt, der die Stadt durchquert. Mehr oder weniger eingeschlossen ist die Stadt von Topanga u. Pacific Palisades im Osten, den Santa Monica Mountains im Norden, dem Pazifik im Süden u. vom Ventura County im Norden u. Westen.
Malignes Lymphom
Die malignen Lymphome (früher auch ''Lymphosarkom'') sind eine Gruppe von bösartigen Erkrankungen des lymphat. Systems. Zu diesem gehören Lymphknoten, Rachenmandeln (Tonsillen), Milz u. Knochenmark. Aber auch andere Organe können befallen werden. Die Erkrankung beruht auf einer malignen Transformation von lymphat. Zellen unterschiedl. Reifungs- u. Differenzierungsstufen. Je nachdem, welche Zellart betroffen ist, entstehen verschiedene Lymphomtypen, die sich in der Manifestation, dem Verlauf, der therapeut. Beeinflussbarkeit u. der Prognose unterscheiden.
Bei der Behandlung der malignen Lymphome spielt die Therapie mit Zytostatika (Chemotherapie) eine entscheidende Rolle, teilweise ergänzt durch die Strahlentherapie. Damit sind viele Lymphomerkrankungen gut behandelbar, ein Teil der Lymphome ist heute heilbar.
Malignes Melanom
Das maligne Melanom (von gr. μ&eacgr;λας „schwarz”), auch schwarzer Hautkrebs (engl.: ''malignant melanoma'') genannt, ist ein hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen. Er neigt dazu, früh Metastasen über Lymph- u. Blutbahnen zu streuen u. ist die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit mit weltweit stark steigender Anzahl an Neuerkrankungen.
Malignität
M. (lat.: ''malignitas'') bedeutet Bösartigkeit.
Malinois
Der M. ist eine Fellvariante des Belgischen Schäferhundes, einer von der FCI (Nr. 15, Gr. 1, Sek. 1) anerkannten belg. Hunderasse.
Malkovich, John Gavin
John Gavin Malkovich (* 9. Dezember 1953 in Christopher, Illinois) ist ein US-amerikan. Schauspieler u. Filmproduzent. Er ist durch zahlreiche Filme bekannt, u. a. „In the Line of Fire”, „Der Unhold” oder „Being John Malkovich”.
Mallorca
M. (lat. ''insula maior'', später ''Maiorica'' – „die größere Insel”, im Vergleich zu Menorca) ist eine span. Insel. Sie liegt im westl. Mittelmeer, 261 Kilometer von Valencia, 170 von Barcelona u. 315 Kilometer von Algier entfernt.
M. ist die größte Insel der ''Balearen-Gruppe'', die zusammen mit den ''Pityusen'' als span. Region eine autonome Gemeinschaft innerhalb des span. Staates bildet. Auf M. befindet sich die Hptst. der ''Balearischen Inseln'', Palma. Amtssprachen sind katalanisch u. spanisch.
Malmö
M. [malmø:] ist eine Großstadt in der historischen schwed. Provinz Schonen (''Skåne'') u. Hptst. der heutigen Provinz Skåne län sowie Hauptort der Gemeinde M. M. ist nach Stockholm u. Göteborg die drittgrößte Stadt des Landes.
Das Umland der Stadt ist industriell geprägt, M. selbst wirkt mit seinen vielen Parks u. alten Gebäuden gemütlich u. ist eine beliebte Einkaufsstadt. – 258020 Ew.
Malta
Die Republik M. (maltesisch: ''Repubblika ta' Malta'') ist ein südeurop. Inselstaat im Mittelmeer. Der maltes. Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln M. (etwa 246 km²), Gozo (maltes. Għawdex, etwa 67 km²) u. Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola), St. Paul's Islands u. Fungus Rock. Die Hauptinsel M. ist in zwei Regionen mit fünf Bezirken gegliedert. Gozo u. Comino bilden zusammen die dritte Region u. den sechsten Bezirk. Der Name stammt von der punischen Bez. für Zufluchtsort ''malet'', die Griechen nannten die Inseln ''Melita''.
M. wurde am 21. September 1964 vom Vereinigten Königreich unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde M. Mitglied der Europäischen Union u. ist seitdem ihr kleinster Staat. Zum 1. Januar 2008 wurde in M. der Euro eingeführt.
Malteser (Hunderasse)
M. ist eine von der FCI (Nr. 65, Gr. 9, Sek. 1) anerkannte Hunderasse aus Italien.
Malteserorden
Der Souveräne M. (mit vollem Titel: ''Souveräner Ritter- u. Hospitalorden vom Hl. Johannes von Jerusalem, von Rhodos u. von Malta'') ist die röm.-kath. Ordensgemeinschaft, die in Kontinuität zu dem ursprüngl. Hospitalorden oder Johanniterorden genannten Ritterorden steht. Völkerrechtlich wird der Orden im Allg. als ein souveränes, nichtstaatl. Völkerrechtssubjekt betrachtet.
Maltodextrin
M. (Warenzeichen ''Maltrin'') bezeichnet ein wasserlösl. Kohlenhydratgemisch, das durch Hydrolyse von Stärke (Poly-α-glucose) hergestellt wird. Die Hydrolyse erfolgt teilweise durch Säure, teilweise auf enzymat. Wege. Es ist ein Gemisch aus Monomeren, Dimeren, Oligomeren u. Polymeren der Glucose. Je nach Hydrolysegrad unterscheidet sich die prozentuale Zusammensetzung. Diese wird durch das Dextrose-Äquivalent beschrieben, das bei M. zwischen 3 u. 20 liegt.
Das Wort M. leitet sich von Maltose u. Dextrose ab: Maltose (= Malzzucker) ist das Dimer zweier Glucose-Moleküle, während Dextrose (= Glucose = Traubenzucker) ein Monomer darstellt.
M. ist kaum süß u. beinahe geschmacksneutral. Da es gerade noch wasserlöslich ist, wird es in der Diätetik eingesetzt, um Mahlzeiten mit Kohlenhydraten anzureichern. In Wasser bildet es eine klebende, trübe u. viskose Masse.
M. hat die CAS-Nummer 9050-36-6.
Maltose
M. ist die latein. Fachbezeichnung für den Malzzucker, ein Abbauprodukt der Stärke. Es handelt sich um einen weißen, kristallinen Zweifachzucker (Disaccharid) mit der Summenformel C12H22O11. Es löst sich gut in Wasser u. besitzt einen süßl. Geschmack.
Malware
Als M. [&beton;mælw&aeo;&eunbet;] (Kofferwort aus engl. ''malicious'', „bösartig” u. Software) bezeichnet man Computerprogramme, welche vom Benutzer unerwünschte u. ggf. schädl. Funktionen ausführen. Da ein Benutzer im Allg. keine schädl. Programme duldet, sind die Schadfunktionen gewöhnlich getarnt oder die Software läuft gänzlich unbemerkt im Hintergrund.
Malz
Bild: malted_barley.jpg
Malz: Gerstenmalz für die Whisky-Herstellung
M. ist durch Mälzung gekeimtes u. getrocknetes Getreide (meist Gerste, auch Weizen, Roggen, Dinkel o. a.).
Für die Herstellung von Malz werden spezielle Getreidesorten, sogenannte Braugersten (meist zweizeilige Sommergersten, aber auch Wintergersten) oder Brauweizen eingesetzt. Diese sind in der Regel auf einen geringen Eiweißgehalt (wegen der höheren Ausbeute der dunkleren Farbe durch das Eiweiß) u. eine hohe Keimfähigkeit bei gleichmäßigem Keimverhalten gezüchtet.
Das gereinigte Getreide wird in Wasser eingeweicht u. zur Keimung gebracht. Nach ca. 5–7 Tagen wird die Keimung durch schonendes Trocknen (Darren) beendet, der herausgewachsene Keimling entfernt. Das M. ist danach lagerfähig. Für die Weiterverwendung wird es geschrotet oder vermahlen.
Inhaltsstoffe eines Weizenmalzmehles:
* Wasser 10%
* Maltose 8%
* Stärke 57%
* Eiweiß 12%
* Mineralstoffe 1 bis 2%Bekannteste Verwendung ist die für das Bierbrauen. Durch unterschiedlich stark gedarrte Braumalze entstehen helle bis dunkle Biere. Aber auch bei der Herstellung von Whisky wird Malz verwendet. Malzkaffee gilt als gesunder u. auch für Kinder geeigneter Kaffee-Ersatz, auch Muckefuck genannt. Malzmehl (meist aus Weizen) wird in der Bäckerei bzw. Mühle zur Verbesserung von triebschwachen Mehlen eingesetzt. Der hohe Gehalt an vergärbaren Zuckern u. Amylasen fördert das Gasbildungsvermögen in Teigen u. die Bräunung der Gebäcke.
Mälzer, Tim
Tim Mälzer (* 22. Januar 1971 in Elmshorn) ist ein dt. Koch, Autor von Kochbüchern u. Fernsehkoch. Mälzer war Mitinhaber des Restaurants ''Das Weiße Haus'' im Hamburger Stadtteil Övelgönne.
Mambo (CMS)
M. (früher als Mambo Open Source bzw. MOS bezeichnet) ist ein populäres freies Web-Content-Management-System (WCMS). M. basiert auf der serverseitigen Skriptsprache PHP, die ebenso wie die verwendete Datenbank MySQL unter einer Open-Source-Lizenz steht. Es ist kostenlos erhältlich.
Mammalverkehr
M. oder Busen-Sex, lat. ''Coitus intermammarius'', ''coitus-inter-mammas'', ''coitus-intramammas'', ''coitus intra mammas'', auch (derb) "Tittenfick", ist eine Form des Geschlechtsverkehrs, bei der das Geschlechtsorgan des einen Partners an den Brüsten des anderen Partners gerieben wird. Sie kann sowohl zwischen einem Mann u. einer Frau wie auch zwischen zwei Frauen praktiziert werden.
Mamma Mia!
M. M.! ist ein Jukebox-Musical, das sich aus bekannten Musikstücken der schwed. Popgruppe ABBA zusammensetzt. Die Kompositionen stammen von Benny Andersson u. Björn Ulvaeus, das Libretto mit der Geschichte einer alleinerziehenden Mutter Donna u. ihrer Tochter Sophie, die kurz vor ihrer Hochzeit steht, von der brit. Autorin Catherine Johnson.
Das Musical, in dem Welthits wie ''Dancing Queen'', ''Super Trouper'' u. ''The Winner Takes It All'' zu hören sind, wird auch als Pop-Komödie bezeichnet.
''M. M.!'' wird derzeit u. a. in London, New York, Las Vegas, Berlin u. Essen aufgeführt u. zählt zurzeit zu den weltweit erfolgreichsten Musicals.
Mammografie
Die M. bzw. -graphie ist als Verfahren der Radiologie eine Röntgenuntersuchung üblicherweise der weiblichen, ggf. aber auch der männl. Brust.
Die M. ist eine Methode zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom), der häufigsten Krebserkrankung der Frau.
Mammon
M. (''der M.'') ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, wenn er etwa zur lebensbestimmenden Maxime wird. Heute wird mit dem Begriff abschätzig das Geld im Allg. bezeichnet (schnöder M.).
Die ursprüngliche Definition entspringt dem Verständnis des nachalttestamentarischen Judentums.
Mammutbäume
Die M. (Sequoioideae – zu Ehren Sequoyahs, des Erfinders der Cherokee-Schrift) sind eine Unterfamilie der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Der dickste Baum hat einen Stammdurchmesser von knapp 13 m. Ein berühmter Vertreter dieser Art ist der ''General Sherman Tree''. Die ältesten dieser Bäume sollen über 3.000 Jahre alt sein. Das Gewicht der größten Bäume beträgt über 2.400 Tonnen. viele Exemplare des Küsten-Mammutbaums sind über 100 m hoch.
Mammuts
Als M. (''Mammuthus'') (von frz. ''mammouth'' < russ.: ''mamont'' < vermutlich aus dem Waldnenzischen) bezeichnet man eine Gattung von ausgestorbenen Elefanten, die im Pliozän u. Pleistozän in zahlreichen Formen in Nordamerika, Europa, Asien u. Afrika vorkam. Die letzten Vertreter der Gattung starben erst vor rd. 4.000 Jahren auf der Wrangel-Insel im sibir. Eismeer aus.
MAN
Die MAN AG (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG) (MAN) ist eines der größten Fahrzeug- u. Maschinenbauunternehmen in Europa mit Sitz in München. Sie beschäftigt weltweit etwa 55.000 Mitarbeiter (Mitarbeiter Inland ca. 34.000, Ausland ca. 21.000) bei einem jährl. Umsatz von 15,5 Mrd. Euro (2007), davon 75% im Ausland. Die Unternehmensbereiche der MAN sind Nutzfahrzeuge, Dieselmotoren, Turbomaschinen u. Industriedienstleistungen. MAN wird im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Gemeinsam mit Rudolf Diesel entwickelte MAN den ersten Dieselmotor der Welt in Augsburg (1894–1897). 2008 feiert MAN sein 250-jähriges Bestehen.
Management by objectives
M. b. o. (MbO) (dt.: ''Führen durch Zielvereinbarung'') ist eine Methode aus der Betriebswirtschaftslehre zur Führung von Mitarbeitern eines Unternehmens, die 1955 von Peter F. Drucker erfunden wurde. Unter arbeits- u. organisationspsycholog. Gesichtspunkten ist MbO eine Form transaktionaler Führung.
Manager (Wirtschaft)
Ein M. ist eine Führungskraft in einem wirtschaftl. Unternehmen. Betriebswirtschaftlich leitet u. verantwortet er Geschäfte, Finanzen, Personalwesen u. Planungen einer wirtschaftl. Organisation. Bei Kapitalgesellschaften ist die Trennung zwischen Unternehmer u. bestelltem M. bes. deutlich, wobei immer vom M. auch unternehmer. Handeln verlangt wird. Man kann oberes (Vorstand, Direktor, Bereichsleiter), mittleres (Hauptabteilungs-, Abteilungsleiter), unteres (Gruppen-, Teamleiter) Management u. sogenanntes Projektmanagement auf Zeit unterscheiden.
Manaudou, Laure
Laure Manaudou (* 9. Oktober 1986 in Villeurbanne) ist eine französ. Schwimmerin.
Manche mögen’s heiß
M. m. h. ist eine Travestie-Komödie aus dem Jahr 1959. Geschrieben wurde sie von I. A. L. Diamond u. Regisseur Billy Wilder nach einer Geschichte von Robert Thoeren u. Michael Logan.
Manchester
M. [&beton;mænt&schstl;ist&eunbet;] ist eine Stadt im NW von England. M. hat eine Bevölkerung von 486.000 (City), Metropolitan Area 2,6 Mio. (2006) u. konkurriert mit Birmingham um den Rang der zweitwichtigsten Stadt Großbritanniens ('UK's Second City'). M. liegt im Zentrum des Metropolitan County ''Greater Manchester'', einer der größten Agglomerationen im Land. Die Bewohner Manchesters werden „Mancunians” oder verkürzt „Mancs” genannt.
Manchester City
M. C. (offiziell: ''Manchester City Football Club'') – auch bekannt als The Citizens oder The Blues – ist ein professioneller Fußballverein aus Manchester, England. Nach der Gründung im Jahr 1880 als ''West Gorton Saint Marks'' spielte der Verein ab 1887 unter dem Namen ''Ardwick A.F.C.'' u. zog anschließend in die Hyde Road um, bevor 1894 der endgültige Name ''Manchester City F.C.'' entstand. Der Verein gewann zweimalig die engl. Meisterschaft, viermalig den FA Cup, zweifach den Ligapokal u. einmal den Europapokal der Pokalsieger. Er spielt aktuell in der Premier League u. hat den Großteil seiner Geschichte in dieser obersten Liga verbracht. Die offiziellen Maskottchen des Vereins sind die Außerirdischen "Moonchester" u. "Moonbeam".
Manchester United
M. U. (offiziell: ''Manchester United Football Club'') – auch bekannt unter dem Spitznamen ''The Red Devils'' – ist ein engl. Fußballverein aus Old Trafford in Greater Manchester. Weitere gängige Kurzformen sind ''Man United'', ''Manchester Utd.'' u. ''United'', sowie oft auch nur ''Man U''. M. U. wurde 1902 gegr. u. ging aus dem 1878 entstandenen Verein Newton Heath hervor. Das Team trägt seine Heimspiele im berühmten Stadion Old Trafford aus.
Traditionell einer der größten u. am meisten unterstützten Vereine Englands, erreichte United unter Trainer Sir Alex Ferguson eine Dominanz in nationalen Wettbewerben in den 1990ern, wie zuletzt der FC Liverpool Mitte der 1970er u. den frühen 1980ern. Der Höhepunkt dieser Ära war 1999, als der Klub das ''Triple'', bestehend aus der engl. Meisterschaft, dem FA Cup u. der UEFA Champions League, gewann.
Mit der Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League 06/07 erreichte „ManU” die elfte Teilnahme in Folge. Ungeachtet dieser Leistung war M. U. lange Zeit nicht fähig, die nationale Dominanz auch in internationalen Wettbewerben umzusetzen. Die beiden Europapokalsiege von 1968 u. 1999 sind die bislang einzigen Finalteilnahmen des Vereins in der ''Königsklasse''.
Mandala
Das Wort M. bedeutet so viel wie Kreis u. bezeichnet ein kreisförmiges oder quadratisches symbol. Gebilde mit einem Zentrum, das ursprünglich im religiösen Kontext verwendet wurde.
Mandarine
Der Begriff M. ''(Citrus reticulata)'' bezeichnet sowohl eine Zitruspflanze aus der Familie der Rautengewächse als auch die orangenfarbene Frucht derselben.
Mandel
Der Mandelbaum (''Prunus dulcis'', Syn.: ''Prunus amygdalus''), gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Die Mandel ist eine länglich-eiförmige Steinfrucht u. hat eine raue, graue, lederartige Fruchtschale.
Mandela, Nelson
Nelson Mandela (* 18. Juli 1918 in Mvezo, Transkei, Südafrika; eigentl. ''Rolihlahla Dalibhunga Mandela''), in Südafrika auch Madiba genannt (traditioneller Clanname), war einer der führenden Anti-Apartheid-Kämpfer Südafrikas u. der erste schwarze Präsident des Landes (9. Mai 1994 bis Juni 1999). Er gilt neben Martin Luther King u. Malcolm X als wichtigster Vertreter im Kampf gegen die weltweite Unterdrückung der Schwarzen sowie als Wegbereiter des versöhnl. Übergangs von der Apartheid zu einem gleichheitsorientierten, demokrat. Südafrika.
Er ist Xhosa, studierte Jura an der Witwatersrand-Universität, war Rechtsanwalt u. verbrachte 27 Jahre als polit. Gefangener in Haft.
Mandelbrot-Menge
Bild: Mandelbrot_set_with_coloured_environment.jpg
Mandelbrot-Menge mit farbig dargestellter Umgebung. Jedem Pixel ist eine bestimmte Zahlenfolge zugeordnet.
Die M., im allg. Sprachgebrauch oft auch Apfelmännchen genannt, ist ein Fraktal, das in der Chaostheorie eine bedeutende Rolle spielt. Es wurde 1980 von Benoît Mandelbrot erstmals computergrafisch dargestellt u. untersucht. Die mathemat. Grundlagen dafür wurden bereits 1905 von dem französ. Mathematiker Pierre Fatou erarbeitet.
Außerhalb der Fachwelt wurde die M. vor allem durch den hohen ästhet. Reiz dieser Computergrafiken bekannt, der durch bewusste Farbgestaltung des Außenbereichs, der nicht zur Menge gehört, noch erhöht wird. Die M. wird als das formenreichste geometr. Gebilde bezeichnet.
Mando Diao
M. D. ist der Name einer schwed. Rock-Band aus Borlänge, die 1999 gegr. wurde.
Mandoline
Das Saiteninstrument M. (Abk.: ''mand'') ist ein Zupfinstrument aus der Familie der Lauten.
Manet, Édouard
Édouard Manet (* 23. Januar 1832 in Paris; † 30. April 1883 ebenda) war ein französ. Maler. Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen Malerei. Er gelangte unter allmähl. Aufhellung der Farbpalette zur Freilichtmalerei u. bevorzugte im Unterschied zu den Impressionisten eine flächige Malerei.
Manga
Bild: MangaStoreJapan.jpg
Gang in der Manga-Abteilung einer japanischen Buchhandlung
M. (jap., etwa: ''zwangloses, ungezügeltes Bild'') ist der japan. Begriff für Comics.
Mangan
M. [maŋ&beton;ga&dehn;n] (von franz. ''manganèse'' „schwarze Magnesia”) ist ein chem. Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Mn u. der Ordnungszahl 25.
MAN gl
Bild: MAN_10to_gl.jpg
MAN gl: Der MAN 10to gl mit Ladekran; beladen mit Munition und gekennzeichnet gemäß Gefahrgutverordnung
Der MAN gl oder auch MAN mil gl ist eine militärisches Sonderentwicklung geländegängiger Lastkraftwagen für die Bundeswehr.
Mango
Die M. (''Mangifera indica'') ist eine häufig kultivierte Art der Mangos (''Mangifera'') u. gehört zu den Sumachgewächsen (Anacardiaceae).
Mangold
Bild: Gelber_und_roter_Mangold.JPG
Gelber und roter Mangold
M. (''Beta vulgaris'' subsp. ''vulgaris'' var. ''vulgaris'') ist eine Gemüsepflanze. Sie ist eine Kulturform der Rübe, genauer der an Küstensäumen wachsenden Pflanze See-Mangold ''Beta vulgaris'' subsp. ''maritima'', u. ist verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe u. der Roten Rübe. Sie gehört zur Unterfamilie der Gänsefußgewächse (Chenopodioideae) in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). M. wird auch Rübstil u. Stielmus genannt.
Der M. ergibt mit seinen langgestielten, bis 30 cm langen Blättern ein spinatartiges Gemüse. Es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlicher Blattfarbe (bleich, gelb, hell- bis dunkelgrün), die Blätter können runzelig oder glatt sein. Es werden die Blätter u. die Stiele verzehrt, nicht jedoch die Wurzeln.
Manhattan
M. [mæn&beton;hætn] ist eine Insel an der Mündung des Hudson River, einer der fünf Stadtbezirke (Boroughs) der Stadt New York u. deckt sich mit New York County. Die Insel ''Manhattan Island'' wird vom Hudson River im W, vom East River im O u. vom Harlem River im NO umflossen. Zum ''Borough Manhattan'' gehören außerdem noch weitere kleinere Inseln, darunter Roosevelt Island, Belmont Island, Governors Island, Randall's/Wards's Island u. ein kleines Stück am Festland, Marble Hill. Marble Hill war bis zum Bau des Harlem River Ship Canal im 19. Jh. noch Teil von ''Manhattan Island''.
Manhattan-Projekt
Das Manhattan Engineer District (MED), später abgekürzt als M., war die Deckbezeichnung für das Projekt, unter dem alle Tätigkeiten der USA während des Zweiten Weltkrieges ab 1942 zur Entwicklung u. zum Bau einer Atombombe unter der militär. Leitung von General Leslie R. Groves ausgeführt wurden. Die Forschungsarbeiten im Rahmen des Manhattan-Projekts wurden von dem amerikan. Physiker J. Robert Oppenheimer geleitet.
Vergleichbare Forschungsanstrengungen wurden in der Sowjetunion von Igor Kurtschatow innerhalb des Sowjetischen Atombomben-Projektes unternommen. In Deutschland arbeitete eine Gruppe von Physikern um Werner Heisenberg an der militär. Nutzbarmachung der 1938 von Otto Hahn entdeckten Kernspaltung.
Manhunt
M. (englisch für „Fahndung”, „Verbrecherjagd”; wörtlich „Menschenjagd”) ist eine Computerspielserie, die wegen ihrer deutlichen u. extremen Gewaltdarstellungen sehr kontrovers diskutiert wird.
Manichäismus
Der M. war eine antike offenbarte Religion. Das aktive Bemühen ihrer Vertreter, die Weisheit u. das Wissen anderer Religionen, Kirchen u. Traditionen aufzunehmen, wird oftmals als Synkretismus bezeichnet. Sie ist benannt nach ihrem Gründer, dem Perser Mani (* 14. April 216 in Seleukia-Ktesiphon; † 276/277 in Gundishapur).
Die Lehre des Mani wird des Öfteren als die der zwei Naturen (oder Substanzen oder Prinzipien) u. drei Zeiten (oder Epochen) bezeichnet. Die zwei Naturen sind die des Lichts u. die der Finsternis, u. die drei Zeiten sind die Zeit, in der beide Naturen getrennt waren, dann die Zeit, in der sie vermischt sind u. dann die Zeit in der sie wieder (endgültig) getrennt sein werden.
Manie
Eine M. (von griech.: μαν&iacgr;α ''manía'' = die Raserei) ist eine affektive Störung u. verläuft meist phasenweise. Der Antrieb u. die Stimmung sind in einer M. weit über dem Normalniveau, was – der derzeit gängigsten Theorie zufolge – durch eine zu hohe Konzentration der Neurotransmitter Noradrenalin u. Dopamin verursacht wird. In einer M. reduziert sich der Schlaf u. es kommt zu einer Überanstrengung von Gehirnbereichen, wodurch dann, wenn es nicht zu einer Behandlung kommt, psychot. Symptome ausgelöst werden können.
Manierismus
M. (ital. ''maniera'': Stil, Manier) bezeichnet die Übergangsform zwischen der Renaissance u. dem Barock in Malerei, Baukunst, Plastik, Musik u. Literatur. Der M. umfasst in Italien etwa die Zeit von 1515–1600, in Frankreich etwa 1550–1610, in Deutschland etwa 1560–1610 mit Ausläufern (Schlesische Dichterschulen) bis etwa 1680. In der Literatur dauert der M. allg. bis etwa 1630 an.
Der Begriff „Manierismus” wurde von Giorgio Vasari eingeführt, um den Stil des späten Michelangelo zu charakterisieren, u. wurde auf dessen Nachfolger verallgemeinert.
Manifest der Kommunistischen Partei
Das M. d. K. P., auch Das Kommunistische Manifest genannt, wurde von Karl Marx u. Friedrich Engels 1847 im Auftrag des Bundes der Kommunisten verfasst u. ist am 21. Februar 1848 in London erschienen, zeitgleich zur Februarrevolution in Frankreich u. kurze Zeit vor der Märzrevolution in weiteren Ländern.
Das Programm, in dem Marx u. Engels bereits große Teile der später als „Marxismus” bezeichneten Weltanschauung entwickeln, beginnt mit dem heute geflügelten Wort: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus” u. endet mit dem bekannten Aufruf: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!”
Manifest Destiny
Unter M. D. („offenkundige Bestimmung”) versteht man eine amerikan. Doktrin des 19. Jh., dass die USA einen göttl. Auftrag zur Expansion haben, insbes. über Nordamerikas Grenze in Richtung Pazifik. Die Redewendung, die so viel wie ''offensichtliches '' (oder'' unabwendbares) Schicksal'' bedeutet, hatte der New Yorker Journalist John L. O’Sullivan 1845 in einem Artikel der Democratic Review geprägt. M. D. war nie eine bestimmte Politik oder Ideologie; es war ein allg. Begriff, der Elemente des amerikan. Exzeptionalismus, Nationalismus mit Expansionismus u. Rassismus vereinigte.
Manila
M. (auch: ''Maynila'' in Filipino) ist die Hptst. der Philippinen.
M. liegt auf der Hauptinsel Luzón. Die Stadt öffnet sich nach Übersee über die M. Bay. Sie ist eine von 16 weiteren Städten u. Kommunen, die zusammen die 636 km² große Region Metro M. bilden. In der gesamten Region M. wohnen fast 15 Millionen, in der eigentl. Stadt knapp 1,6 Millionen Menschen (Stand 2000). Diejenigen Ew. – insbes. Ausländer u. Filipinos –, die außerhalb der Metropolregion wohnen, bezeichnen die gesamte Metro-Region als M. Die Hptst. ist das polit., wirtschaftl. u. kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater u. Museen.
Maniok
Der M. (''Manihot esculenta'') ist eine Pflanzenart aus der Gattung ''Manihot'' in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Andere Namen für diese Nutzpflanze u. ihr landwirtschaftl. Produkt (die geernteten Wurzelknollen) sind Mandioka, Kassava, Kassave oder in Lateinamerika Yuca. Der Anbau der Pflanze ist wegen ihrer stärkehaltigen Wurzelknollen weit verbreitet. Sie stammt ursprünglich aus dem heutigen Brasilien u. Paraguay u. wurde schon vor der Entdeckung Amerikas durch die Europäer von den Ureinwohnern zur Ernährung verwendet. Mittlerweile wird sie weltweit in vielen Teilen der Tropen u. Subtropen angebaut. Auch andere Arten aus der Gattung ''Manihot'' werden als Stärkelieferant verwendet.
Manipulation
Der Begriff M. (lat. für Handgriff, Kunstgriff) bedeutet im eigentl. Sinne „Handhabung” u. wird in der Technik auch so verwendet. Die umgangssprachl. Bedeutung ist jedoch die gezielte u. verdeckte Einflussnahme – in psycholog. Hinsicht sämtl. Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens u. Verhaltens von Einzelnen u. Gruppen zielen u. diesen verborgen bleiben sollen.
Mankell, Henning
Henning Mankell (Betonung auf der ersten Silbe des Nachnamens; * 3. Februar 1948 in Stockholm, aufgewachsen in Sveg) ist ein schwed. Theaterregisseur u. Schriftsteller. Bekanntheit in Deutschland erlangte er vor allem durch seine Kriminalroman-Reihe über ''Kurt Wallander''.
Man lebt nur zweimal
M. l. n. z. (engl. ''You Only Live Twice'') ist der fünfte Film der von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Reihe von Albert R. Broccoli u. Harry Saltzman. Die dt. Schauspielerin Karin Dor spielt die Agentin ''Helga Brandt''.
Dieser ''Bond''-Film ist der erste, der zu einem großen Teil vom Originalroman von Ian Fleming abweicht. Das von Roald Dahl geschriebene Drehbuch enthält aber dennoch wichtige Elemente des Romans.
Mann
Ein M. ist ein erwachsener Mensch männlichen Geschlechts. Das geschlechtliche Gegenstück ist die Frau. Der Begriff „Mann” ist jedoch aufgrund der fundamentalen Einflüsse der Geschlechtlichkeit auf die menschliche Gesellschaft mit sehr vielen weiteren assoziativen u. teilweise sehr emotionalen Bedeutungen beladen (s. auch Männlichkeit).
Das Symbol für einen M. ist ♂, das Marssymbol. Männliche Säuglinge werden in westl. Kulturen oft mit der Farbe blau, im Gegensatz zu rosa für weibl. Säuglinge, in Verbindung gebracht.
Mann, Heinrich
Luiz Heinrich Mann (* 27. März 1871 in Lübeck; † 12. März 1950 in Santa Monica, Kalifornien) war ein dt. Schriftsteller u. der ältere Bruder von Thomas Mann. Er war ein betont antibürgerl. Kämpfer für Fortschritt, radikale Demokratie u. Pazifismus. Seine bekanntesten Romane sind „Professor Unrat” u. „Der Untertan”.
Mann, Klaus
Klaus Heinrich Thomas Mann (* 18. November 1906 in München; † 21. Mai 1949 in Cannes, Frankreich) war ein deutschsprachiger Schriftsteller.
Der Sohn von Thomas Mann begann seine literarische Laufbahn als „enfant terrible” in der Zeit der Weimarer Republik, da er unter anderem Themen literarisch verarbeitete, die zur damaligen Zeit als Tabubruch galten. Als Gegner des Nationalsozialismus u. Exilant wurde er 1943 US-amerikanischer Staatsbürger. Die Neuentdeckung seines Werkes fand erst spät nach seinem Tod statt. Klaus Mann gilt heute als einer der wichtigsten Repräsentanten der deutschsprachigen Literatur u. insbesondere der Exilliteratur nach 1933.
Mann, Manfred
Manfred Mann (* 21. Oktober 1940 in Johannesburg; eigentl. ''Manfred Lubowitz'') ist ein aus Südafrika stammender Musiker, der auch durch die von ihm gegr. ''Manfred Mann’s Earth Band'' bekannt ist.
Mann, Thomas
Paul Thomas Mann (* 6. Juni 1875 in Lübeck; † 12. August 1955 in Zürich) war ein dt. Schriftsteller.
Er gilt als Meister der Ironie u. des literar. Manierismus, schrieb Erzählungen u. Romane, die das Ende des bürgerl. Zeitalters spiegeln. Als Traditionalist stellte er sich bewusst in die Nachfolge des Bildungsbürgertums u. von Dichtern wie Goethe u. Fontane. Mit seinem gravitätisch-verschmitzten Stil verfügt er über ein unverkennbares Markenzeichen, das ihn populär machte. Bereits mit Mitte zwanzig veröffentlichte er den Familienroman ''Buddenbrooks'', für den er 1929 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Mit den während des Ersten Weltkriegs geschriebenen ''Betrachtungen eines Unpolitischen'' lieferte er eine Apologie des kaiserl. Deutschlands im Moment seines Unterganges, von der er sich später distanzierte. Als polit. Essayist repräsentierte er die Hinwendung des Wilhelminischen Bürgertums zur Weimarer Republik u. wurde, insbes. in seinen Radioansprachen ''Deutsche Hörer!'', die er aus dem amerikan. Exil senden ließ, zu einem wortmächtigen Gegner des Nationalsozialismus. Bes. bedeutend ist sein umfangreiches Tagebuch, das private Ereignisse neben weltgeschichtlichen protokolliert. Sein älterer Bruder Heinrich u. drei seiner sechs Kinder, Erika, Klaus u. Golo, waren ebenfalls bedeutende Schriftsteller.
Mannheim
Die Universitätsstadt M. ist mit etwa 310.000 Ew. nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs. Die ehem. Residenzstadt (1720–1778) der histor. Kurpfalz bildet das wirtschaftliche u. kulturelle Zentrum der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck. Von seiner rheinland-pfälz. Nachbarstadt Ludwigshafen (160.000 Ew.) ist M. nur durch den Rhein getrennt.
Erstmals urkundlich erwähnt im Lorscher Codex 766, erhielt M. am 24. Januar 1607 die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt M. ist bis heute erhalten geblieben, auf sie ist die Bez. ''Quadratestadt'' zurückzuführen.
Seit 1896 Großstadt, ist M. heute bedeutende Handelsstadt u. wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt a. M. u. Stuttgart, unter anderem mit dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands u. einem der bedeutendsten Binnenhäfen Europas.
Manning, Elisha Nelson
Elisha Nelson Manning (* 3. Januar 1981 in New Orleans, Louisiana) ist ein US-amerikan. American Football-Spieler. Der Quarterback spielt in der US-Profiliga National Football League (NFL) für die New York Giants.
Eli Manning ist der Sohn des früheren Quarterback Archie Manning, New Orleans Saints u. der jüngere Bruder von Quarterback Peyton Manning, Indianapolis Colts.
Manning, Peyton Williams
Peyton Williams Manning (* 24. März 1976 in New Orleans, Louisiana) ist ein US-amerikan. Footballspieler. Der Quarterback spielt in der US-Profiliga National Football League (NFL) für die Indianapolis Colts, die ihn 2004 mit einem 99,2 Millionen Dollar Vertrag zum höchstbezahlten Spieler der NFL-Geschichte machten.
Männliche Prostitution
Als M. P. bezeichnet man die Ausübung sexueller Handlungen durch einen Mann gegen Entgelt. Zu unterscheiden ist:
* die homo-/homosexuelle Prostitution (der Prostituierte u. der männliche Kundenkreis sind homosexuell)
* die homo-/heterosexuelle Prostitution (der Prostituierte ist heterosexuell u. der männliche Kundenkreis homosexuell; alternativ, jedoch sehr selten: der Prostituierte ist homosexuell u. der weibliche Kundenkreis heterosexuell)
* die hetero-/heterosexuelle Prostitution (der Prostituierte ist heterosexuell u. bedient einen heterosexuellen weiblichen Kundenkreis, was eher selten vorkommt)
Männliches Geschlecht
Das männl. Geschlecht ist im Rahmen der zweigeschlechtl. Fortpflanzung das Geschlecht, das die kleineren Gameten, bei höheren Tieren Samenzellen genannt, produziert, mit denen die größeren Gameten (meist: Eizellen) des weibl. Geschlechts zur Produktion von Nachkommen befruchtet werden.
Männlichkeit
M. umfasst kulturell dem Mann zugeschriebene Eigenschaften. Dabei steht M. dem Begriffspol Weiblichkeit gegenüber u. ist wie diese ein kulturell-ideologisch verdichtetes Verständnis (im Gegensatz zum „Mannsein”, was die tatsächlich gelebte Vielfalt repräsentiert).
Die über M. den Männern zugeschriebenen Eigenschaften unterliegen unter anderem dem kulturellen u. sozialen Wandel; sie werden mit den biologisch männl. Merkmalen als verbunden angesehen. Inwieweit diese Zuschreibungen für sozialisiert oder angeboren (oder sogar "natürlich" bzw. "göttlich gewollt") erachtet werden, unterliegt ebenfalls dem sozialen Wandel. Unterschiedliche Religionen, Weltanschauungen u. wissenschaftl. Positionen bieten dazu verschiedenste Modelle als Antworten an. Im wissenschaftl. Bereich beschäftigen sich vor allem die Gender Studies mit diesen Fragen.
In engerem Sinne wird unter der Virilität (lat. ''virilis'' „männlich”) die männl. Stärke, die männlich-erot. Ausstrahlung, oft auch die Zeugungsfähigkeit („Manneskraft”) verstanden.
Mannhaftigkeit wird in der gehobenen Umgangssprache ähnlich wie Tapferkeit verwandt.
MAN Nutzfahrzeuge
Die MAN N. Gruppe mit Sitz in München (Deutschland) ist das größte Unternehmen des MAN-Konzerns u. einer der führenden internationalen Nutzfahrzeughersteller. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte das Unternehmen mit knapp 36.000 Mitarbeitern u. knapp unter 93.300 verkauften Lastkraftwagen sowie 7.300 verkauften Bussen einen Umsatz von 10,4 Milliarden Euro.
Mano cornuto
Die Corna (italienisch für ''Hörner'') sind eine in Italien übliche vulgäre Geste, aber auch ein Handzeichen, beispielsweise in der Metal- u. Rock-Szene, mit diversen Bedeutungen.
Dieses ist abhängig von der Bedeutung auch bekannt unter den Namen „Devil horns” (Teufelshörner), „Teufelsgruß”, „Goat horns”, „Hook 'em Horns”, „Throwing the Goat”, „Pommesgabel” oder „Metal Fork”. Der Zeigefinger u. der kleine Finger werden von der Faust abgespreizt, während der Daumen auf ihr bleibt.
Manowar
M. ist eine US-amerikan. Band, die als Begründer der musikal. Stilrichtung des True Metals gilt.
Man Ray
Man Ray (* 27. August 1890 in Philadelphia, Pennsylvania; † 18. November 1976 in Paris; eigentl. ''Emmanuel Rudnitzky'') war ein US-amerikan. Fotograf, Filmregisseur, Maler u. Objektkünstler. Man Ray zählt zu den bedeutenden Künstlern des Dadaismus u. Surrealismus, wird aber aufgrund der Vielschichtigkeit seines Werkes allg. dem Modernismus zugeordnet u. gilt als wichtiger Impulsgeber für die moderne Fotografie u. Filmgeschichte bis hin zum Experimentalfilm. Seine zahlreichen Porträtfotografien zeitgenöss. Künstler dokumentieren die Hochphase des kulturellen Lebens im Paris der 1920er Jahre.
Manson, Charles
Charles Milles Manson (* 12. November 1934 in Cincinnati) ist ein US-amerikan. Verbrecher. Er war Anführer der so genannten Manson Family, die 1969 für zahlreiche Morde (Tate/LaBianca Murders) verantwortlich war. Davor betätigte sich Manson im Verlauf seiner langwierigen Identitätssuche auch als weitestgehend erfolgloser Musiker. Manson, der keinen der Morde selbst beging, verbüßt eine lebenslange Haftstrafe im Staatsgefängnis Corcoran (Kalifornien). Er genießt auch heute noch Kult-Status, sein Name ist in die US-amerikan. Alltagssprache als Synonym für das Böse eingegangen.
Manson Family
Die Charles M. F. oder in Kurzform auch als M. F. bezeichnet, war zunächst eine friedl. Hippiekommune um den Musiker u. selbsternannten Sektengründer Charles Manson. Vermutlich ab Frühjahr 1967 scharte Manson leichtgläubige, desillusionierte, obdachlose oder drogenabhängige junge Leute (bevorzugt Frauen) um sich. Die M. F. beging Ende der 1960er eine Vielzahl von Überfällen u. Morden.
Manstein, Erich von
Erich von Manstein (geb. ''Fritz Erich von Lewinski'', * 24. November 1887 in Berlin; † 10. Juni 1973 in Irschenhausen/Isartal) war ein dt. Heeresoffizier (seit 1942 Generalfeldmarschall) u. während des Zweiten Weltkrieges Armee- u. Heeresgruppenoberbefehlshaber. Er wurde 1949 von einem engl. Militärgericht zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, 1953 entlassen.
Manta, Manta
M., M. ist eine dt. Actionkomödie aus dem Jahre 1991. Die Produzenten Bernd Eichinger, Peter Zenk u. Martin Moszkowicz realisierten den Film mit der Constantin Film, in der Regie von Wolfgang Büld. Schauspieler wie Til Schweiger, Tina Ruland u. Michael Kessler starteten mit diesem Film ihre Karrieren.
Der Film hatte 1992 ca. 1,2 Mio. Besucher u. bei seiner Erstausstrahlung auf RTL 11,48 Mio. Zuschauer u. war für damalige Verhältnisse ein großer Erfolg.
Mantel
Bild: 1972_Winter_Olympics_-_Mantel_Margit_Schumann.jpg
Mantel: Pelzmantel (1972)
Der M. ist ein der Jacke ähnl. Kleidungsstück, das den ganzen Oberkörper bedeckt u. bis über das Knie reicht. Meist dient er als wetterfeste Bekleidung u. soll den Träger vor Wind u. Regen schützen. Die Bez. stammt von ahd. ''mantal'', welches wiederum von lat. ''mantulum'' abgeleitet ist, was so viel wie ''Hülle'', ''Decke'' bedeutet.
Manteltarifvertrag
Der M. (MTV) ist eine Form des Tarifvertrags. Wie jeder Tarifvertrag wird er zwischen den Tarifpartnern, also Arbeitgeberverbänden u. Gewerkschaften, ausgehandelt u. ist für die Mitglieder der vertragschließenden Parteien verbindlich.
Mantikor
Der M. (auch: Manticor, ~e, Manticora, Martichoras) ist ein griechisch-pers. Fabelwesen. Der M. ist ein Mischwesen mit dem Gesicht eines Mannes, dem Körper eines Löwen, dem Schwanz eines Drachens oder Skorpions u. in manchen Darstellungen auch mit Flügeln. Es heißt, dass er im Indischen Dschungel lebt u. sich u. a. auch von Menschen ernährt. Der M. kann sprechen u. erreicht die Intelligenz eines Menschen.
Mantis
M. ist ein Open-Source-Computerprogramm, das als Bug-Tracker zur Verwaltung u. Verfolgung von Hinweisen auf Programmfehler (englisch: ''bug reports'') u. von ''Feature-Requests'' (Wünschen nach zusätzl. Funktionen) eingesetzt wird.
Mantra
M. (sanskrit, wörtl.: „Instrument des Denkens, Rede”) bezeichnet eine meist kurze, formelhafte Wortfolge, die oft repetitiv rezitiert wird. Diese Wiederholungen des Mantras oder des Namens einer Gottheit werden manchmal auch ''Japa'' genannt. Mantren können entweder sprechend, flüsternd, singend oder in Gedanken rezitiert werden. Im Hinduismus, im Buddhismus u. im Yoga ist das Rezitieren von Mantren während der Meditation sowie im Gebet üblich.
Manuel
M. (lat.-griech.) ist die spanisch-portugies. Kurzform des männl. Vornamens Emanuel, Immanuel.
Manuela
M. (* 18. August 1943 in Berlin; † 13. Februar 2001 in Berlin; eigentl. ''Doris Inge Wegener'') war eine dt. Schlagersängerin, die in den 1960er Jahren zu den Topstars u. Teenager-Idolen Westdeutschlands gehörte.
Manuelle Lymphdrainage
Die M. L. ist eine Therapieform der physikal. Anwendungen. In den 1960er Jahren hat sich diese Therapie, welche von Földi, Asdonk u. Vodder maßgeblich entwickelt wurde, etabliert u. wird seitdem an dt. Massage- u. Krankengymnastikschulen gelehrt. Die Therapeuten sind vornehml. Masseure u. Physiotherapeuten (seit dem Jahre 1994 werden Krankengymnasten als Physiotherapeuten bezeichnet). Die Anwendung ist nur dem Fachpersonal mit der entspr. Zusatzausbildung in manueller Lymphdrainage an einem zugelassenen Lehrinstitut erlaubt. Die Zusatzausbildung dauert vier bis sechs Wochen (etwa 160 Std. oder mehr).
Manufaktur
Eine M. (''von lat. manus – Hand, lat. factura – das Machen, die Herstellung'') ist ein Betrieb in Übergangsform von Handwerk zu Fabrik.
Manufakturen entstehen privat oder staatlich in Früher Neuzeit auf zweierlei Weisen:
1. Die Zusammenfassung verschiedener Handwerke zu einem Arbeitshaus. Zuvor ''dezentral'' eigenständige Berufsstände arbeiten nun ''zentral'' unter einem Dach; z.B. Drechsler, Schlosser, Vergolder u. andere Zünftler in einer Kutschenmanufaktur.
2. Die Zergliederung eines Handwerks. Vielfältige Tätigkeiten eines Berufsstandes werden nun von hochspezialisierten Teilarbeitern in Einzelschritten verrichtet; z.B. im Falle des Nadlers.
Māori
Bild: Flag_of_Maori.eps
Maori: Flagge der Unabhängigkeitsbewegung
Die polynes. M. (dt. u. engl. oft auch ''Maori'') sind das indigene Volk Neuseelands. Ihre Vorfahren haben vermutlich zwischen dem 8. Jh. u. dem 14. Jh. in mehreren Wellen Neuseeland besiedelt. Sie sprechen oftmals die gleichn. Sprache Te Reo M.
Máo Zédōng
Mao Zedong (M. Z. oder Mao Tse-tung ; * 26. Dezember 1893 in Shaoshan; † 9. September 1976 in Peking) war der führende Politiker der Volksrepublik China im 20. Jahrhundert. Nach der Ausrufung der Volksrepublik am 1. Oktober 1949 bestimmte er in seiner Funktion als Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas fast 30 Jahre die Geschicke des Landes. Während seiner Herrschaft starben Millionen Menschen an den Folgen politischer Kampagnen, diktatorischer Machtausübung u. verfehlter Wirtschaftspolitik.
Maple
M. (mathematical manipulation language) ist ein englischsprachiges Computer-Algebra-System (CAS) für Algebra, Analysis, diskrete Mathematik, Numerik u. viele andere Teilgebiete der Mathematik. Es stellt ferner eine Umgebung für die Entwicklung mathemat. Programme zur Verfügung u. ermöglicht die Visualisierung mathemat. Strukturen.
Grundsätzlich rechnet M. im Komplexen, u. zwar sowohl numerisch als auch symbolisch. Die Einschränkung auf reellwertige Rechnungen ist möglich.
Mara, Kate
Kate Mara (* 27. Februar 1983 in Bedford, New York) ist eine US-amerikan. Film- u. Fernsehschauspielerin.
Maracanã-Stadion
Das M., eigentl. ''Estádio Jornalista Mário Filho'', ist eine Konzert- u. Wettkampfstätte in der Küstenstadt Rio de Janeiro in Brasilien.
Das Stadion ist mit einem Fassungsvermögen von 103.022 Zuschauern, laut der offiziellen Website des Stadions, nach dem Stadion des 1. Mai (150.000) in Pjöngjang, dem Yuba Bharati Krirangan (120.000) in Kolkata u. dem Aztekenstadion (105.000) in Mexico-Stadt das viertgrößte Fußball-Stadion der Welt.
Maradona, Diego Armando
Diego Armando Maradona (* 30. Oktober 1960 in Villa Fiorito, heute im Partido Lomas de Zamora, Provinz Buenos Aires) ist ein ehem. argentin. Fußballspieler.
Er prägte wesentlich den Fußball der 1980er Jahre. Mit der argentin. Fußballnationalmannschaft wurde er 1986 Weltmeister u. 1990 Vizeweltmeister, ferner 1989 mit dem SSC Neapel UEFA-Cup-Sieger sowie 1987 u. 1990 italien. Meister. Im Jahr 2005 arbeitete er ein halbes Jahr lang als Fernsehmoderator (in der Show ''La Noche del Diez'').
Er gilt als einer der besten Fußballspieler aller Zeiten u. war zu seiner aktiven Zeit einer der größten Stars des Fußballs, auch wenn sein Image gegen Ende bzw. im Anschluss an seine Laufbahn durch zahlreiche Skandale (u. a. Doping u. private Drogenprobleme) getrübt wurde.
Mara Salvatrucha
Unter dem Begriff M. S. (auch kurz MS-13, MS oder nur Mara genannt) wird eine Vielzahl von Banden zusammengefasst, die auf dem amerikan. Kontinent agieren. Ihre Mitglieder sind zumeist lateinamerikan. Herkunft. Die M. S. gilt als aggressiver u. gewaltbereiter als die meisten anderen Banden. Die Mitgliederzahl liegt Schätzungen zufolge zwischen 50.000 u. 100.000.
Marasmus
Als M. (griech.) bezeichnet man einen Protein- u. Energiemangel, der zum Abbau aller Energie- u. Eiweißreserven führt (auch PEM ''protein-energy-malnutrition''). M. tritt auf, wenn eine globale Unterernährung, also Mangel an Eiweiß, Fetten u. Zuckern, auf einen Menschen einwirkt. Die Krankheit tritt in nicht-industrialisierten Ländern häufig auf. Sie trifft insbesondere Kinder, sobald sie von der Muttermilch entwöhnt werden u. dann auf Nahrung angewiesen sind, die ihnen nicht genug Energie zur Verfügung stellt.
Marathonlauf
Der M. (kurz ''Marathon'') ist eine auf Straßen oder Wegen ausgetragene sportl. Laufveranstaltung über 42,195 Kilometer u. zugleich die längste olymp. Laufdisziplin in der Leichtathletik. Manche Läufe, insbes. bei leichtathlet. Jahreshöhepunkten, führen zum Zieleinlauf ins Stadion, wo dann noch etwa eine Runde zu laufen ist.
Bei Olympischen Spielen wird die Marathonstrecke seit 1896 von den Männern gelaufen (allerdings zunächst nur auf ca. 40 Kilometer Länge) u. von Frauen seit 1984.
Marbella
M. ist eine südspan. Stadt u. ein bekannter Badeort an der Costa del Sol in der Provinz Málaga mit 126.422 Ew. (Jahr 2007).
Die Stadt verfügt über mehrere Jachthäfen (u.a Puerto Banús) u. einen Fischereihafen.
Marburg
Die Universitätsstadt M. ist die Kreisstadt des Ldkrs. Marburg-Biedenkopf in Hessen. Sie liegt am Ufer des Flusses Lahn. Seit dem 12. Jh. hat M. Stadtrechte. Heute erfüllt es die Funktion eines Oberzentrums in der Region Mittelhessen. Sie hat als größere Mittelstadt (wie noch sechs andere Mittelstädte in Hessen) einen Sonderstatus (Sonderstatusstadt) im Vergleich zu den anderen kreisangehörigen Gemeinden, das heißt, sie übernimmt Aufgaben des Ldkrs., sodass sie in vielen Dingen einer kreisfreien Stadt gleicht.
M. besitzt mit der Philipps-Universität M. die älteste noch existierende prot. gegr. Universität der Welt, welche auch heute noch durch ihre Bauwerke u. die Studenten das Stadtbild prägt. Das Stadtgebiet erstreckt sich beidseits der Lahn westlich ins Gladenbacher Bergland hinein u. östlich über die Lahnberge hinweg bis an den Rand des Amöneburger Beckens.
Den Namen „Marburg” verdankt die Stadt dem Umstand, dass hier früher die Grenze („mar(c)”) zwischen den Territorien der Landgrafen von Thüringen u. der Erzbischöfe von Mainz verlief. – 78.954 Ew.
Marc, Franz
Franz Moritz Wilhelm Marc (* 8. Februar 1880 in München; † 4. März 1916 bei Verdun, Frankreich) war ein deutscher Maler und Mitgründer der Künstlervereinigung „Blauer Reiter”. Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jh. u. als Mitbegründer des Expressionismus in Deutschland.
Marceau, Sophie
Sophie Marceau [s&oo;&beton;fi mar&beton;so] (* 17. November 1966 in Paris; eigentlich: ''Sophie Danièle Sylvie Maupu'') ist eine französ. Schauspielerin.
Märchen
M. (mittelhochdeutsch ''Maere'' = „Kunde, Bericht, Nachricht”) gehören zur Literaturgattung der Epik. Es handelt sich um kürzere Erzählungen, die von fabelhaften u. wunderbaren Begebenheiten berichten, die allesamt frei erfunden sind u. keinerlei wirkl. Begebenheiten als Grundlage haben. Sie finden sich zu allen Zeiten u. bei allen Völkern dieser Welt. In Deutschland prägten insbes. die Brüder Grimm den Begriff. Sie haben die M. gesammelt u. aufgeschrieben.
Marciano, Rocky
Rocky Marciano ''eigentlich Rocco Francis Marchegiano'' (* 1. September 1923 in Brockton, Massachusetts als Sohn italien. Einwanderer; † 31. August 1969 in der Nähe von Newton, Iowa) war ein Italo-amerikanischer Boxer. Er gilt allg. als einer der besten Boxer aller Zeiten.
Marder
Die M. (Mustelidae) sind eine Familie hundeartiger Raubtiere (Carnivora). Während zur Familie der M. unter anderem auch Otter, Dachse, Iltisse u. Wiesel gehören, sind in der Umgangssprache mit „den Mardern” meistens die Echten M. (''Martes'') – unter anderem mit Stein- u. Baummarder – gemeint. Die Skunks oder Stinktiere, die früher ebenfalls zu den Mardern gerechnet wurden, werden heute meist als eigene Familie betrachtet.
Marder (Schützenpanzer)
Der Schützenpanzer (SPz) M. ist das Hauptwaffensystem der Panzergrenadiertruppe der Bundeswehr. In der Nutzung befinden sich der M. 1A3, 1A4 u. der 1A5. Als Nachfolger des Marders wurde der Schützenpanzer ''Puma'' entwickelt u. erstmalig zur 50-Jahrfeier des dt. Heeres in Munster präsentiert.
Marderhund
Bild: Tanuki-1.jpg
Junger Marderhund
Der M. oder Enok (''Nyctereutes procyonoides'') ähnelt in seiner Gestalt einer Mischform aus Mardern u. Hunden, oder eher noch Kleinbären u. Hunden. Aus diesem Grund hielt man ihn lange Zeit für einen bes. primitiven Wildhund, der zwischen modernen Hunden u. ihren Vorfahren vermittelt. Diese Ansicht wird heute kaum noch von Zoologen geteilt, u. er gilt nun unzweifelhaft als Mit- glied der Hundefamilie, das nachträgl. seine marderartigen Merkmale angenommen hat.
Mardi Gras
M. G. (französisch, wörtl. ''Fetter Dienstag'', italien. ''Martedì Grasso'', engl. ''Fat Tuesday'') ist der Tag vor Aschermittwoch u. bezeichnet den Höhepunkt der mehrtägigen Karnevalsveranstaltungen, u. a. in New Orleans, Louisiana, u. Mobile, Alabama, die mit Umzügen an diesem Tag enden.
Marfan-Syndrom
Das M. ist eine system. Besonderheit des Bindegewebes auf der Grundlage einer Genmutation; diese kann autosomal-dominant vererbt werden oder sporadisch (als Neumutation) auftreten.
Margarine
Bild: Butter_Margarine_Butterschmalz.jpg
Butter, Butterschmalz und Margarine im Vergleich
M. (Kunstbutter) ist ein Streichfett, das häufig anstelle von Butter verwendet wird. M. besteht heutzutage im Wesentlichen aus gehärteten u. ungehärteten Pflanzenfetten sowie Wasser oder Magermilch. Damit sich das Fett mit dem Wasser verbindet, wird meist der Emulgator Soja-Lecithin hinzugegeben. Das Aroma wird durch Säuerungsmittel, Milchsäure, Zitronensäure, Sauermolke oder Joghurtkulturen verbessert. Die gelbl. Farbe der M. stammt meist vom zugegebenen Beta-Carotin. Ihr Energiegehalt ist genauso hoch wie der von Butter: rd. 3.000 kJ pro 100 Gramm. Bei Halbfettmargarine wird häufig zusätzl. Sorbinsäure als Konservierungsmittel verwendet. Verbreitet ist auch die Zugabe der fettlösl. Vitamine A, D u. E.
Margarita
Die M. ist ein beliebter Cocktail. Der Hauptbestandteil ist Tequila, das bes. ist der Salzrand am Glas. Nach klass. Art wir die M. aus Tequila, Curaçao u. Limettensaft gemixt.
Marge
M. (franz. „Preisspanne”, „Abstand”, „Spielraum”, „Differenz”) ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre u. wird im Bereich Handel, Kredit u. im Börsenwesen sowie im Speditionswesen verwendet.
Im Handel wird die Differenz zwischen An- u. Verkaufspreis als M. bezeichnet. Im Kreditwesen versteht man unter M. die Differenz zwischen Kunden- u. Refinanzierungszinssatz. Im Wertpapierhandel gibt die M. die Differenz zwischen dem Ausgabekurs u. dem Tageskurs eines Wertpapiers an.
Margera, Brandon Cole
Brandon Cole „Bam” Margera (* 28. September 1979 in West Chester, Pennsylvania) ist ein US-amerikan. Skateboarder u. Darsteller der Sendungen Jackass, Viva la Bam u. Bams Unholy Union.
Marginal
Ein M. (lat. ''margo'', ''marginis'' = „Rand”) ist etwas Nebensächliches, am Rande/auf der Grenze Liegendes. Das Wort marginal wird auch adjektivisch verwendet (''Diese Probleme sind marginal'' oder ''dies ist von marginaler Bedeutung'').
Maria
M. ist ein vorwiegend weibl. Vorname, wird aber auch, vor allem in kath. Kreisen, als ''zusätzlicher'' männl. Vorname verwendet.
Maria
M. (aram. ''Mariam'') heißt nach dem NT die Mutter des Jesus von Nazaret. Die Frau jüdischen Glaubens lebte mit ihrem Mann Josef u. weiteren Angehörigen nach bibl. Überlieferungen in der Kleinstadt Nazaret in Galiläa (Mk 1,9; 6,1). Als „Mutter Gottes” spielt sie eine herausragende Rolle im Katholizismus u. mit Einschränkungen auch in der Orthodoxie. Die sehr unterschiedl. Auffassungen über M. in den Konfessionen gelten bis heute als ein Haupthindernis im interkonfessionellen Dialog.
Maria I. (England)
Maria I. Tudor (engl. Mary Tudor) (* 18. Februar 1516 in Greenwich; † 17. November 1558 im St. James's Palace) war von 1553 bis 1558 Königin von England u. Irland.
Die erste Monarchin u. vierte Person in der Königsliste aus dem Haus Tudor regierte in einer Zeit großer religiöser Spannungen. Die Tochter von König Heinrich VIII., der die engl. Kirche von der röm.-kath. getrennt hatte, versuchte, den Katholizismus erneut als Staatsreligion zu etablieren. Dabei kam es zur Hinrichtung von fast dreihundert Protestanten. Die Nachwelt bezeichnete sie daher, je nach religiösem Standpunkt, mit den Beinamen ''„die Katholische”'' oder ''„die Blutige”'' (engl. ''„Bloody Mary”''). Marias prot. Halbschwester u. Nachfolgerin Elisabeth I. machte ihre religionspolit. Maßnahmen wieder rückgängig.
Maria Magdalena
M. M. oder Maria von Magdala ist eine Jüngerin von Jesus Christus, über die im NT der Bibel berichtet wird. Alle vier Evangelisten erwähnen sie als Zeugin der Auferstehung.
Ihrem Beinamen nach stammt sie wohl aus dem Ort Magdala (heute Migdal) am See Genezareth.
Maria Magdalena (Hebbel)
M. M. ist eine Tragödie in drei Akten von Friedrich Hebbel. Das Drama entstand 1843 u. gilt als das letzte dt. bürgerl. Trauerspiel. Die Gattung wird in der Folge abgelöst durch das soziale Drama, in dem der vierte Stand zum Träger des Konfliktes wird.
Marianengraben
Der bis zu 11.034 m tiefe M., auch als ''Marianenrinne'' bezeichnet, ist eine Tiefseerinne bzw. ein ''Tiefseegraben'' im westl. Pazifischen Ozean, welcher die tiefste Stelle des Weltmeeres enthält.
Maria Stuart
M. S. (''Mary, Queen of Scots, Mary Stewart'' oder ''Mary I''; * 8. Dezember 1542 im Palast von Linlithgow; † 8. Februar 1587 (julian. Kalender) resp. † 18. Februar 1587 (gregorian. Kalender) in Schloss Fotheringhay; hingerichtet) war Königin von Schottland vom 14. Dezember 1542 bis zum 24. Juli 1567 u. durch ihre Ehe mit Franz II. Königin von Frankreich von 1559–1560. Sie war die Tochter König Jakobs V. von Schottland u. seiner zweiten Ehefrau Marie de Guise. Hauptsächlich aufgrund der zahlreichen künstler. Bearbeitungen ihrer Lebensgeschichte gilt sie neben Macbeth mit als die bekannteste aller schott. Monarchen.
Maria Stuart (Drama)
M. S. von Friedrich Schiller ist ein Drama in fünf Akten. Es wurde am 14. Juni 1800 im Weimarer Hoftheater uraufgeführt. Erste Stoffrecherchen u. Pläne Schillers sind bereits 1783 nachweisbar, wurden aber zunächst liegen gelassen. Erst 1799 griff Schiller den Stoff wieder auf.
Maria Theresia
M. T. (ungar. ''Mária Terézia'', kroat. ''Marija Terezija'') von Österreich (* 13. Mai 1717 in Wien; † 29. November 1780 in Wien) war eine Fürstin aus dem Hause Habsburg. Die regierende Erzherzogin von Österreich u. Königin u. a. von Ungarn u. Böhmen (1740–1780) zählte zu den prägenden Monarchen der Ära des Aufgeklärten Absolutismus. Sie war die Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Franz I. Stephan (insofern Kaiserin) u. Mitregentin ihres Sohnes, Kaiser Josephs II. Ihr Gatte stützte sich maßgeblich auf ihre Hausmacht.
Marie Antoinette
M. A. auch Maria Antonia (* 2. November 1755 in Wien; † 16. Oktober 1793 in Paris), war eine Erzherzogin von Österreich sowie Königin von Frankreich u. Navarra.
Sie wurde mit ihrem Gatten Ludwig XVI. während der Französischen Revolution auf dem Schafott hingerichtet.
Marie Antoinette (2006)
M. A. ist ein US-amerikan. Film von Sofia Coppola aus dem Jahr 2006. Er bebildert das Leben der österr. Erzherzogin u. französ. Königin Marie Antoinette u. basiert auf der Biografie von Antonia Fraser. Die Uraufführung fand am 24. Mai 2006 im Rahmen des Wettbewerbs bei den Filmfestspielen in Cannes statt. Der Film lief in den dt. Kinos am 2. November 2006 an, einen Tag später fand der österr. Filmstart statt.
Marienhof
M. ist eine täglich ausgestrahlte Seifenoper (engl.: Daily Soap), deren Ausstrahlung am 1. Oktober 1992 im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) begann.
Marienkäfer
Die M. (Coccinellidae) sind eine weltweit verbreitete Familie halbkugeliger, flugfähiger Käfer, deren Deckflügel meist eine unterschiedl. Anzahl von auffälligen Punkten aufweisen. Viele Arten ernähren sich von Blatt- u. Schildläusen.
Die M. sind bei der Bevölkerung beliebt u. tragen die unterschiedlichsten Namen in der jeweiligen lokalen Umgangssprache. Die Beliebtheit begründet sich unter anderem darin, dass sie im Gartenbau u. der Landwirtschaft nützlich sind, da sie allein in ihrer Larvenzeit je nach Art bis zu 3.000 Pflanzenläuse oder Spinnmilben fressen.
Marihuana
M. ''(auch Marijuana)'' bezeichnet die getrockneten weibl. Blütenstände der Hanf-Pflanze mitsamt ihrem anhaftenden Harz, die als Droge (Cannabis) konsumiert werden. Die Eigenschaften der Pflanze sind unter Hanf beschrieben. Eine weitere verbreitete Form dieser Droge ist das Haschisch. Der Wirkstoff ist Tetrahydrocannabinol (THC).
Marillion
Die brit. Rockband M. gilt als Begründer des Neo-Prog, eine in den 1980er Jahren aufkeimende Form des Progressive Rock.
Marilyn Manson
M. M. ist eine amerikan. Rock-Band. Sie wurde zunächst unter dem Namen ''Marilyn Manson & The Spooky Kids'' gegr. Ihr Frontmann Brian Hugh Warner trägt die Bez. M. M. als Künstlername. Da er sowohl innerhalb der Gruppe als auch in den Medien die dominierende Persönlichkeit ist, bezieht man sich mit der Bez. ''Marilyn Manson'' oft auf die Person Warners.
Marine
Bild: Fregatte_F220_Hamburg.jpg
Marine: Fregatte Hamburg
Unter M. oder Kriegsmarine versteht man die Seestreitkräfte eines Staates mit Kriegsschiffen, Hilfsschiffen u. sonstigen zugeordneten Anteilen wie Marinefliegern, Marineinfanterie, Unterstützungs- u. Ausbildungseinrichtungen. Daneben ist der Begriff Handelsmarine gebräuchlich für die Gesamtheit aller Handelsschiffe eines Landes u. die dazugehörige Administration. Für Deutschland regelt Art. 27 Grundgesetz: ''„Alle deutschen Kauffahrteischiffe bilden eine einheitliche Handelsflotte.”''
Mario Kart
M. K. ist der Name einer populären Videospiel-Serie, die beginnend mit der Videospielkonsole Super Nintendo Entertainment System (SNES) auf jeder Spielkonsole von Nintendo fortgeführt wurde. Die Mario-Kart-Spiele gehören zum Genre der Fun-Racer, welches durch ''Super Mario Kart'' begründet wurde.
Mario und der Zauberer
„M. u. d. Z. – Ein tragisches Reiseerlebnis” ist eine Novelle von Thomas Mann aus dem Jahre 1929, erschienen 1930.
Marjane Satrapi
Marjane Satrapi (* 22. November 1969 in Rasht, Iran) ist eine Comiczeichnerin u. Illustratorin von Kinderbüchern. Sie lebt heute in Paris.
Mark (DDR)
M. war der Name verschiedener gesetzl. Zahlungsmittel der Sowjetischen Besatzungszone u. der DDR zwischen 1948 u. 1990. Sie wurden ab 1948 von der Deutschen Notenbank u. ab 1968 von der Staatsbank der DDR hrsg. Folgende auf „M.” lautende Währungen wurden im Territorium der DDR emittiert:
* Deutsche M. der Deutschen Notenbank (DM) 24. Juli 1948 bis 31. Juli 1964
* M. der Deutschen Notenbank (MDN) 1. August 1964 bis 31. Dezember 1967
* Mark (M) der Deutschen Demokratischen Republik (auch: ''M. der DDR'') 1. Januar 1968 bis 30. Juni 1990 1 M. war unterteilt in 100 Pfennig (Pf.).
Mark Aurel
Mark Aurel (* 26. April 121 in Rom; † 17. März 180 wahrscheinlich in Vindobona) war von 161 bis 180 römischer Kaiser. ''Marcus Annius Verus'' (oder ''Marcus Catilius Severus'', wie er zunächst hieß) nahm nach seiner Adoption durch Kaiser Antoninus Pius den Namen ''Marcus Aelius Aurelius Verus'' an. Als Kaiser nannte er sich ''Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus''. Er gilt neben dem freigelassenen Sklaven Epiktet als Hauptvertreter der späten Stoa.
Mit Mark Aurels Tod endete die Reihe der sogenannten Adoptivkaiser. Er musste nach einer längeren Friedenszeit wieder an mehreren Fronten gegen eindringende Feinde vorgehen. Insbes. waren der O des Reiches durch die Parther u. der Donauraum durch die Markomannen bedroht; damit endete die dauerhafteste Phase der Prosperität des Römischen Reiches, die durch eine innere u. äußere Stabilität gekennzeichnet war. Sein letztes Lebensjahrzehnt verbrachte Mark Aurel daher vorwiegend im Feldlager. Hier verfasste er die ''Selbstbetrachtungen'', die ihn der Nachwelt als ''Philosophenkaiser'' überliefert haben u. zur Weltliteratur zählen.
Marke (Rechtsschutz)
Eine M. – früher auch unter dem Begriff Warenzeichen bekannt – ist ein bes., rechtlich geschütztes Zeichen, das dazu dient, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von Waren u. Dienstleistungen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Häufig werden Marken mit einem ® (wenn die M. amtlich registriert, d. h. in einem zumindest nationalen Markenverzeichnis erfolgreich registriert wurde) oder ™ (''trademark'' – sagt jedoch nichts über den Status einer Registrierung, lediglich über den Einsatz der M. im Geschäftsverkehr aus) gekennzeichnet. Eine M., die nicht zu einem Produkt, sondern zu einem Dienst gehört, heißt ''Service Mark''.
Markenrechte sind ähnlich wie Patente u. Urheberrechte geistiges Eigentum (auch bekannt als immaterielle Monopolrechte).
Marketing
M. (engl. ''marketing'': auf den Markt bringen, Vermarktung, dt. Absatzwesen (veraltet)), bezeichnet die Ausrichtung der Unternehmensentscheidungen am Markt. Also keine Orientierung an unternehmensinternen Gegebenheiten wie Produktionskapazitäten, wie es in der dt. Nachkriegswirtschaft üblich war.
Auch außerhalb der Unternehmenswelt nutzen mittlerweile Non-Profit-Organisationen ("Non-Profit-Marketing") Marketingtechniken. Auch Einzelpersonen nutzen Marketingtechniken, um sich "möglichst gut zu vermarkten" bei der Job- u. Partnersuche oder als Kandidat in einer Wahl.
Daneben werden unter M. auch alle Tätigkeiten wie Analyse, Planung, Umsetzung u. Kontrolle u. auf gegenwärtige u. zukünftige Absatzmärkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten verstanden. M. wird so zur zentralen betriebswirtschaftl. Funktion in einem marketingorientierten Unternehmen.
Marketing-Konzept
Das M. kann in fünf Phasen eingeteilt werden. Darin werden Informationen u. Maßnahmen im Unternehmen strukturiert beschrieben. Das Marketingkonzept muss laufend überwacht u., wo nötig, angepasst werden.
Marketing-Mix
Im M. werden Marketing-Strategien in konkrete Aktionen umgesetzt: Absatzpolit. Fragen, "wie u. wo machen wir Werbung", "welche Vertriebskanäle nutzen wir", werden hier für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel ein Jahr) durchgeplant.
Der M. unterteilt sich in die Elemente (auf Englisch) "4 P"s: Product, Price, Place, Promotion = Produkt-, Kontrahierungs- (Preis-), Distributions- u. Kommunikationspolitik. Diese Aufteilung wurde erstmals von Jerome McCarthy vorgeschlagen.
Beispielsweise:
* ein innovatives Highend-Mobiltelefon (Produkt) das hochpreisig (Preis) nur über einen Mobilfunk-Anbieter vertrieben wird (Place) u. über intensive PR, TV-Spots u. Online-Seiten beworben wird (Promotion) oder
* eine mit Test "sehr gut" ausgezeichnete Standard-Margarine (Produkt), die günstig (Preis) als Eigenmarke im Lebensmittel-Discount vertrieben wird (Place) u. gelegentlich in Angebots-Flyern im Markt oder per Hausverteilung beworben wird (Promotion)Inzwischen wurden weitere "P"s zu dieser Definition hinzugefügt.
Märkisches Viertel
Das Märkische Viertel (kurz MV) in Berlin ist eine Großwohnsiedlung, Satellitenstadt oder Trabantenstadt im Bezirk Reinickendorf. Die Siedlung wurde von 1963 bis Frühjahr 1974 gebaut u. war mit seinen ca. 17.000 Wohnungen für bis zu 50.000 Bewohner ausgelegt. Seit Juni 1999 ist das Märkische Viertel ein Ortsteil des Bezirks Reinickendorf (mit eigenem Wappen). Davor gehörte es zum Ortsteil Wittenau.
2003 wurde die Bevölkerungszahl mit 36.000 angegeben.
Märklin
Die Gebr. M. & Cie. GmbH ist ein Spielzeughersteller im schwäb. Göppingen. M. ist heute vor allem für seine Modelleisenbahnen bekannt. M. ist derzeit mit 126 Mio € Jahresumsatz vor den Mitbewerbern wie Hornby mit 69 Mio € Jahresumsatz, Roco mit 35 Mio € Jahresumsatz u. Fleischmann mit 21 Mio € Jahresumsatz (Umsatzzahlen Stand 2007) Marktführer der europ. Modelleisenbahnbranche.
Markomannenkriege
Unter dem Begriff M. werden die Auseinandersetzungen zwischen dem Römischen Reich u. den germanischen u. sarmat. Stämmen hauptsächlich im Bereich der mittleren Donau (Mähren, Slowakei, Ungarn, Rumänien) zusammengefasst. Sie fanden unter der Herrschaft des Kaisers Mark Aurel von 166 bis zum Jahr 180 statt. In zeitgenöss. Quellen u. der antiken Geschichtsschreibung werden die Kriege als ''"expeditio Germanica prima et secunda"'' bezeichnet. In den Rahmen dieser Auseinandersetzungen gehört wohl auch die ''„expeditio Burica”'', die unter Kaiser Commodus im Jahre 182 endete u. als „dritter Markomannenkrieg” bezeichnet wird.
Bei den Hauptgegnern Roms während der Kriege handelte es sich um die Markomannen, Quaden, Jazygen u. Vandalen; daneben waren Langobarden, Bastarnen, Hermunduren, Narisker sowie weitere Stämme im Vorfeld u. Hinterland des römischen Limes an der mittleren Donau in die Kämpfe verwickelt.
Markow-Kette
Eine M. (engl. Markov chain, auch ''Markow-Prozess'', nach Andrei Andrejewitsch Markow, andere Schreibweisen: ''Markov-Kette'', ''Markoff-Kette'') ist eine spezielle Klasse von stochast. Prozessen. Man unterscheidet eine M. in diskreter u. in stetiger Zeit. Markow-Ketten in stetiger Zeit werden meistens als ''Markow-Prozess'' bezeichnet. Ziel ist es, Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten zukünftiger Ereignisse anzugeben. Das Spezielle einer M. ist die Eigenschaft, dass durch Kenntnis einer begrenzten Vorgeschichte ebensogute Prognosen über die zukünftige Entwicklung möglich sind wie bei Kenntnis der gesamten Vorgeschichte des Prozesses. Im Falle einer M. erster Ordnung heißt das: Die Zukunft des Systems hängt nur von der Gegenwart (dem aktuellen Zustand) u. nicht von der Vergangenheit ab.
Markt
Der Begriff M. (v. lat.: ''mercatus'' Handel, zu ''merx'' Ware) bezeichnet i. e. S. den Ort, an dem Waren regelmäßig gehandelt oder getauscht werden (Handelsplatz). I. w. S. bezeichnet der Begriff heute das geregelte Zusammenführen von Angebot u. Nachfrage von Waren, Dienstleistungen u. Rechten.
Markt (Wirtschaftswissenschaft)
M. bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft das Zusammentreffen von Angebot u. Nachfrage nach einem Ökonomischen Gut (einer Ware oder Dienstleistung). Der Mindestmarkt besteht aus einem Nachfrager, einem Anbieter u. einem Handelsgut. Eine auf Märkten basierende Ökonomie bezeichnet man als Marktwirtschaft.
Das Grundprinzip des Marktes ist der Tausch. Durch Verwendung eines allg. anerkannten Tauschmittels (beispielsweise Geld) kann der Tausch der Güter gegen Geld (der Leistungsaustausch) zeitlich voneinander getrennt werden.
Marktanalyse
Die M. ist Teilgebiet des Marketings u. wird meist als Synonym für Marktforschung (im weitesten Sinne) u. Marktinformationsbeschaffung verwendet. Die M. ist der grundlegende Baustein, um anschließend strategische u. operative Ziele für Marketingaktionen zu definieren.
Marktforschung
Unter M. wird je nach Blickwinkel verstanden:
* die systematische Beschaffung, Verarbeitung u. Analyse von marktrelevanten Informationen u. Tatbeständen der Gegenwart im Hinblick auf die Beantwortung von Marketingfragen,
* der komplette Prozess der Lösung marktbezogener betriebswirtschaftlicher Probleme (wobei mit „Markt” hier meist ein Absatzmarkt gemeint ist) durch Analyse von Informationen über den entsprechenden Markt oder
* ein kontinuierlicher, systematischer, auf wissenschaftlichen Methoden basierender u. objektiver Prozess, der das Marktgeschehen sowie das Unternehmensumfeld beobachtet, um Informationen zu gewinnen u. zu analysieren. Dies erfolgt zum Zwecke der Findung oder Absicherung von Marketing-Entscheidungen.Die M. ist eines der wichtigsten Werkzeuge des Marketing, sie liefert aber auch Entscheidungshilfen für andere Unternehmensbereiche wie zum Beispiel das Controlling, Vertrieb u. Business Intelligence.
Marktgleichgewicht
M. (auch ''geräumter Markt'') nennt man in der Wirtschaftswissenschaft die Situation auf einem Markt, in der die Menge des Angebots gleich der Nachfragemenge ist. Diese Menge wird als ''Gleichgewichtsmenge'' bezeichnet.
Da es in der Regel umso mehr Käufer (u. weniger Verkäufer) gibt, je niedriger der Preis ist, sowie umso mehr Anbieter (u. weniger Nachfrager), je höher der Preis ist, fungiert der Preis als gleichgewichtsbildende Variable. Der Preis, der zum M. führt, wird als Marktpreis oder ''Gleichgewichtspreis'' bezeichnet.
Markthalle IV
Die 1886 eröffnete M. IV an der Dorotheenstraße 84 u. dem Reichstagufer 12–14 in der Berliner Dorotheenstadt entstand in der ersten Phase des kommunalen Bauprogramms für die Berliner Markthallen. Dieses von 1883 bis 1892 dauernde Programm sollte die ausreichende Versorgung der ständig wachsenden Bevölkerung Berlins mit günstigen Lebensmitteln sicherstellen u. die Straßen u. Plätze von den zunehmend als unhygienisch u. als Verkehrshindernis empfundenen Wochenmärkten befreien. Der Berliner Magistrat schloss die M. 1913 wegen Unrentabilität u. verkaufte das Grundstück an die Reichspost, die Teile der ehem. Markthalle in den Neubau des Berliner Postscheckamtes integrierte. Über das Postscheckamt, noch verschiedentlich erweitert u. umgebaut, lief ein bedeutender Teil des Postscheckverkehrs des Deutschen Reiches u. später der DDR. 1996 endete die Nutzung durch die Post, u. seit einer Gesamterneuerung Ende der 1990er Jahre dient der unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplex als Berliner Sitz des Presse- u. Informationsamtes der Bundesregierung.
Marktkapitalisierung
Die M. (englisch: market cap) – auch Börsenkapitalisierung oder Börsenwert genannt – einer Aktiengesellschaft ergibt sich aus der Multiplikation von Aktienkurs u. der gesamten Anzahl der ausgegebenen Aktien des Unternehmens.
Marktsegmentierung
Unter M. versteht man im Marketing die Aufteilung eines heterogenen Gesamtmarktes in homogene Marktsegmente (Käufergruppen). Diese können nach unterschiedl. Gesichtspunkten gebildet werden, z. B. (für Konsumgüter) Alter, Geschlecht, Beruf usw. Im Rechnungswesen ist die Segmentierung durch Aufgliederung bestimmter Jahresabschlussdaten entspr. abzubilden.
Marktversagen
Der Begriff M. bezeichnet eine Marktsituation, in der es dem Markt nicht gelingt, die Ressourcen effizient oder in der gewünschten Weise zuzuteilen.
Mark Twain (Künstlername)
Samuel Langhorne Clemens (* 30. November 1835 in Florida (Missouri); † 21. April 1910 in Redding (Connecticut)) – besser bekannt unter seinem Pseudonym M. T. – war ein US-amerikan. Schriftsteller.
M. T. ist vor allem als Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer u. Huckleberry Finn bekannt. Er war ein Vertreter des amerikan. Realismus u. ist bes. wegen seiner humoristischen, von Lokalkolorit u. genauen Beobachtungen des sozialen Verhaltens geprägten Erzählungen u. aufgrund seiner scharfzüngigen Kritik an der amerikan. Gesellschaft berühmt.
Marktwirtschaft
Die M. bezeichnet eine arbeitsteilig organisierte Wirtschaftsordnung, in der die Koordination von Produktion u. Konsumtion über das Zusammentreffen von Angebot u. Nachfrage auf Märkten erfolgt. Grundlegende Elemente einer M. sind das Eigentumsrecht, die Vertragsfreiheit u. die Wettbewerbssituation.
Die M. grenzt sich damit von der Subsistenzwirtschaft ab, bei der die Produktion nur direkt für den eigenen Bedarf u. nicht zum Zweck des Austausches stattfindet. Im Gegensatz zur Zentralverwaltungswirtschaft plant in der M. jedes Wirtschaftssubjekt prinzipiell für sich selbst.
Markus
M. oder Marcus ist ein männl. Vorname.
Marl
Die Stadt M. liegt am Nordrand des Ruhrgebiets im NW des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen u. ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Reg.-Bez. Münster. – 89122 Ew.
Marlboro (Zigarettenmarke)
M. ist eine Zigarettenmarke der Altria Group (früher Philip Morris Companies Inc.). Sie ist seit Jahrzehnten die weltweit meistverkaufte Zigarette u. zählt zu den zehn wertvollsten Marken der Welt. Große Bekanntheit erreicht auch das durch den ''Marlboro Man'' getragene Marken image von „Freiheit u. Abenteuer”: der Cowboy als einzelner, „harter Mann” inmitten der Weite des Wilden Westens.
Marley, Bob
Robert Nesta Marley – bekannt als Bob Marley [b&oo;b &beton;ma&dehn;(r)li] – (* 6. Februar 1945 in Nine Miles, Jamaika; † 11. Mai 1981 in Miami, Florida) war ein jamaikan. Sänger, Gitarrist u. Songschreiber. Er war ein Mitbegründer sowie der bedeutendste Vertreter des Reggae, den er ab Mitte der 1970er Jahre mit seiner Band ''The Wailers'' international bekannt machte.
Berühmte Songs von Marley sind ''I Shot The Sheriff'', ''Buffalo Soldier'', ''Stir It Up'', ''No Woman No Cry'' oder ''Get Up, Stand Up''. Über sein musikal. Werk verbreitete Marley die Botschaft der Rastafari-Bewegung auf der ganzen Welt. Für deren Anhänger u. Sympathisanten, aber auch für viele Schwarze in der Dritten Welt, ist er bis heute eine wichtige Identifikations- u. Symbolfigur.
Marlowe, Christopher
Christopher Marlowe (getauft 26. Februar 1564 in Canterbury; † 30. Mai 1593 in Deptford), Spitzname „Kit”, war ein engl. Dichter, Dramatiker u. Übersetzer des elisabethan. Zeitalters.
Die Kenntnisse über Christopher Marlowes Persönlichkeit u. Leben sind, ähnlich wie bei William Shakespeare, äußerst spärlich u. lückenhaft. Sie sind überwiegend aus indirekten, sehr unterschiedl. Quellen, Aufzeichnungen, Zeugnissen u. Fundstücken im Laufe von Jahrhunderten „mosaikstückhaft” rekonstruiert worden. Er gilt als bedeutendster Vorläufer Shakespeares.
Marmor
M. (über lat. ''marmor'' aus altgr. ''μ&aacgr;ρμαρος'', ''mármaros'' – heute ''μ&aacgr;ρμαρο'', ''mármaro''; vermutlich verwandt mit ''μαρμα&iacgr;- ρειν'', ''marmaírein'', „schimmern, glänzen”) ist ein metamorphes Gestein, das durch Umwandlung (Metamorphose) von Kalkstein u. anderen karbonatreichen Gesteinen entsteht.
Eine Reihe bedeutsamer Gebäude u. Kunstwerke besteht aus M. Marmore werden gegenwärtig vornehmlich für Fußboden- u. Treppenbeläge, Wandfliesen, Waschbecken u. Fassadenplatten verwendet. Die Gewinnung von M., die seit Jahrtausenden betrieben wird, ist heute noch ein mühseliger u. aufwändiger Prozess.
Marokko
Das Königreich M. (arab. ''al-Mamlaka al-Maghribīya'') liegt im NW Afrikas u. ist durch die Straße von Gibraltar vom europ. Kontinent getrennt. Als westlichstes der drei Maghrebländer grenzt es im N an das Mittelmeer, im W an den Atlantischen Ozean u. im O an Algerien. Marokkos Südgrenze ist wegen des Westsaharakonfliktes bis zum Abhalten eines VN-Referendums über die zukünftige Zugehörigkeit der Westsahara international umstritten.
Maroon 5
M. 5 ist eine US-amerikan. Rockgruppe aus Los Angeles, die 2003 durch Songs wie ''This Love'' oder ''Harder to Breathe'' aus ihrem 2002 erschienenen Album ''Songs About Jane'' internationale Bekanntheit erlangte. Sie ging aus der 1995 gegr. Alternative-Rock-Band ''Kara's Flowers'' hervor.
Marrakesch
Marrakech oder M. (hocharabisch: marākuš, im Dialekt: marakš – Betonung jeweils auf der zweiten Silbe), bekannt als ''Perle des Südens'', ist eine Stadt im SW Marokkos mit 1.036.500 Ew. (2006).
Sie liegt am Fuße des Hohen Atlas u. zählt neben Meknes, Fes u. Rabat zu den Königsstädten.
M. ist ein Wort aus der Sprache der Berber u. bedeutet möglicherweise ''Das Land Gottes''. Marokko als Bez. für das ganze Land ging aus dem Stadtnamen M. hervor.
Mars (Planet)
Der M. ist, von der Sonne aus gesehen, der vierte Planet in unserem Sonnensystem u. der äußere Nachbar unserer Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. Wegen seiner orange- bis blutroten Farbe wurde er nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt u. wird oft auch als ''der Rote Planet'' bezeichnet. Diese Färbung geht auf Eisen(III)-oxid-Staub (Rost) zurück, der sich auf der Oberfläche u. in der Atmosphäre verteilt hat. Somit ist der M. ein „rostiger” Planet.
Das astronom. Symbol des M. könnte einen Schild mit einem dahinter stehenden Speer darstellen u. steht für den römischen Kriegsgott; in der Astrologie u. der Biologie symbolisiert es das männl. Geschlecht: ♂. Die genaue Herkunft des Symbols ist nicht geklärt. Der M. besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde, die Phobos u. Deimos (griech. ''Furcht'' u. ''Schrecken'') genannt werden.
Marsala (Wein)
M. ist ein Wein, der seinen Namen von der sizilian. Hafenstadt M. hat, von wo aus er hauptsächlich nach England exportiert wurde.
Marsch (Schwemmland)
Als M. (von niederdt., altsächs. ''mersc''), auch die Masch oder Mersch genannt, bezeichnet man das Schwemmland der nordwestdt. Küsten u. Flüsse sowie vergleichbare Landschaftsformen weltweit.
Marschall
Mit M. (von althochdeutsch ''marahscalc'', Stallmeister oder Pferdeknecht, zusammengesetzt aus ''marah,'' Pferd, Mähre u. ''scalc'' Knecht, Diener) wird heute einer der höchsten oder der höchste militär. Dienstgrad bezeichnet.
Symbol des Ranges war in Deutschland der Marschallsstab, der formal mitverliehen wurde.
Marsden, James
James Paul Marsden (* 18. September 1973 in Stillwater, Oklahoma) ist ein US-amerikan. Schauspieler.
Marseillaise
Die M. ist die Nationalhymne der Französischen Republik. Die M. wurde von Claude Joseph Rouget de Lisle in der Nacht auf den 26. April 1792 während der Kriegserklärung an Österreich im elsässischen Straßburg verfasst. Das Lied erhielt den Namen M., weil es von Soldaten aus Marseille beim Einzug in Paris gesungen wurde. Am 14. Juli 1795 wurde die M. zur französischen Nationalhymne erklärt.
Marseille
M. [mar&beton;s&aeo;j] (dt. veraltet: ''Massilien'', okzitanisch: ''Marselha'') ist die wichtigste französische u. eine bedeutende europ. Hafenstadt. Sie liegt am Golfe du Lion, einer Mittelmeerbucht. Die Stadt, deren Ew. sich ''Marseillais'' nennen, ist Hptst. des Dép. Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. M. ist mit etwa 800.000 Ew. nach Paris die zweitgrößte Stadt Frankreichs. Das Ballungsgebiet M. hat, wenn man die unmittelbar angrenzenden Städte wie Allauch, Aubagne u. Penne-sur-Huveaune hinzuzählt, ungefähr 1,2 Millionen Ew. u. ist damit die drittgrößte Agglomeration Frankreichs. Um diese Position streiten sich allerdings seit vielen Jahren die Städte Lyon u. M. M. ist Sitz eines Großmuftis u. das Zentrum des Islam in Frankreich.
Marseille, Hans-Joachim
Hans-Joachim „Jochen” Marseille, genannt Stern von Afrika, (* 13. Dezember 1919 in Berlin; † 30. September 1942 südl. Sidi-Abd-el-Rahman, Ägypten) war dt. Jagdflieger, Hauptmann u. Fliegerass im Zweiten Weltkrieg.
Marshall, Chan
Cat Power ist der Künstlername der Musikerin Chan Marshall (Vorname gesprochen: ''Schoo(r)n'', wie der engl. Name ''Shawn'', bürgerl. Charlyn Marie Marshall; * 21. Januar, 1972, Atlanta, Georgia). Die US-amerikan. Songwriterin wird dem Genre Alternative Country zugeordnet. Marshall tritt solo oder mit wechselnden Begleitmusikern unter diesem Künstlernamen auf.
Marshall, Tony
Tony Marshall (* 3. Februar 1938 in Baden-Baden; eigentl. ''Herbert Anton Hilger'') ist ein dt. Schlager- u. Opernsänger.
Marshallinseln
Die Republik der M. ist ein Inselstaat im westl. Pazifischen Ozean. Der Staat umfasst die gleichn. Inselgruppe, die zu Mikronesien gehört. Zwei Drittel der Bevölkerung leben auf den Inseln des Majuro-Atolls u. auf Ebeye. Die anderen Inseln sind wegen fehlender Arbeits- u. Entwicklungsmöglichkeiten nur dünn besiedelt oder unbewohnt. Hauptstadt ist die Gemeinde Majuro im Südosten des gleichn. Atolls.
Marshallplan
Der M., offiziell European Recovery Program (kurz: ERP) genannt, war das wichtigste wirtschaftl. Wiederaufbauprogramm der USA, das nach dem Zweiten Weltkrieg dem zerstörten Westeuropa zugutekam, u. bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln u. Waren. Das 12,4-Milliarden-Dollar-Programm wurde am 16. April 1948 beschlossen u. sollte vier Jahre dauern. Im gesamten Zeitraum (1948–1952) leisteten die USA den bedürftigen Staaten der Organisation for European Economic Co-operation (OEEC) Hilfen im Wert von insges. 13,1 Milliarden US-Dollar – (entspricht im Jahr 2007 ca. 75 Milliarden Euro).
Das Programm wurde nach dem US-Außenminister u. Friedensnobelpreisträger des Jahres 1953 George C. Marshall (Amtszeit 1947–1949) benannt, auf dessen Initiative es zurückgeht. Ausgearbeitet wurde es vor allem von William L. Clayton u. George F. Kennan im Außenministerium.
Mars Incorporated
M. I. (bis zum 1. September 2007 im deutschsprachigen Raum Masterfoods) ist ein US-amerikan. Nahrungsmittelkonzern mit Firmensitz in McLean, Virginia, der neben einigen bekannten Schokoriegeln (Mars, Milky Way, Snickers, Twix, M&M's, Bounty etc.) u. anderen Lebensmitteln (Uncle Ben's Reis, Dolmio) auch Tierfutter (Pedigree, Whiskas, Frolic, Kitekat, Sheba, Cesar, Trill) produziert, Mars ist einer der größten Süßwarenkonzerne der Welt. Ein weiteres Geschäftsfeld von Mars ist die Herstellung u. der Vertrieb von Warenverkaufsautomaten.
Marsters, James Wesley
James Wesley Marsters (* 20. August 1962 in Greenville, Kalifornien) ist ein US-amerikan. Schauspieler u. Musiker. Bekannt wurde er durch die Rolle des platinblonden Vampirs Spike in der Fernsehserie ''Buffy – Im Bann der Dämonen''. Zudem wirkte er in der finalen Staffel von ''Angel – Jäger der Finsternis'' in eben genannter Rolle mit.
Martensit
M. ist ein metastabiles Gefüge von Festkörpern, das diffusionslos u. athermisch durch eine kooperative Scherbewegung aus dem Ausgangsgefüge entsteht.
Martial-Arts-Film
Der M. ist die fernöstl. Variante des Actionfilms, angereichert mit artist. Darbietungen von Kampfkünsten.
Martin, Dean
Dean Martin, bürgerl. Dino Paul Crocetti (* 7. Juni 1917 in Steubenville, Ohio; † 25. Dezember 1995 in Beverly Hills, Kalifornien), war ein US-amerikan. Sänger, Schauspieler u. Entertainer. Er war in zahlreichen Komödien Partner von Jerry Lewis.
Martin, Ricky
Ricky Martin (eigentl. Enrique José Martín Morales, * 24. Dezember 1971 in Hato Rey, Puerto Rico) ist ein puertorican. Pop-Sänger. Der Sprung zum internationalen Superstar gelang ihm 1999 mit seinem ersten englischsprachigen Album.
Martin, Steve
Stephen Glenn Martin (* 14. August 1945 in Waco, Texas) ist ein US-amerikan. Komiker, Schriftsteller, Produzent u. Schauspieler. Er war einer der populärsten Filmkomiker der 1980er Jahre. Bekannte Filme sind z. B. „Tote tragen keine Karos” oder „Roxanne”.
Martina Hill
Martina Hill (* 14. Juli 1974 in Berlin) ist eine dt. Schauspielerin.
Martini (Cocktail)
Der M. ist ein klass. Cocktail. Als trockener Shortdrink zählt er zu den Aperitifs u. besteht in der Regel aus Gin oder Wodka u. Wermut (frz. Vermouth). Er ist nicht mit der gleichn. Wermut-Marke der Firma „Martini & Rossi” zu verwechseln. I. w. S. werden teilweise auch andere Shortdrinks als „Martinis” bezeichnet, sofern sie in einem klassischen, konischen Martinikelch serviert werden.
Martinique
M. [marti&beton;nik] (Martinique-Kreolisch ''Matinik'' oder ''Matnik'') ist eine Insel in der Karibik u. gehört zu den Kleinen Antillen – genauer gesagt zu den Inseln über dem Winde. Sie ist ein französ. Überseedépartement u. eine französ. Überseeregion.
In der Sprache der Ureinwohner wurde die Insel ''Madinina'' (Blumeninsel) genannt, diese Bez. wird auch heute noch oft von den Einheimischen verwendet.
M. ist ein vollintegrierter Teil des französ. Staates u. damit auch Teil der Europäischen Union.
Martin Luther King Day
Der M. L. K. D. ist ein US-amerikan. nationaler Gedenk- u. Feiertag für den im Jahre 1968 ermordeten Martin Luther King, der seit 1986 jeden dritten Montag im Januar begangen wird.
Märtyrer
M. (von griechisch μ&aacgr;ρτυς „Zeuge” oder μαρτ&uacgr;ριον „Zeugnis”, „Beweis”) sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen den Tod erdulden.
Als M. in der weiteren Bedeutung bezeichnet man Personen, die nicht um ihres religiösen Bekenntnisses willen, sondern aufgrund einer andersartigen, zum Beispiel polit. Überzeugung Verfolgung u. Tod erleiden.
Martz, Hendrik
Hendrik Martz (* 9. Mai 1968 in Hamburg) ist ein dt. Schauspieler, der im Alter von 16 Jahren durch die ZDF-Weihnachtsserie ''Patrik Pacard'' im deutschsprachigen Raum bekannt wurde.
Marvel Comics
M. C. (eigentl. Marvel Enterprises) ist ein US-amerikan. Comicverlag mit Sitz in New York City. Er zählt zu den weltweit größten Verlagen dieses Genres.
Zu den bekannten Titeln zählen ''Spider-Man, Die Fantastischen Vier (The Fantastic Four), Die Rächer (The Avengers), Hulk, Daredevil, Captain America, Punisher, Blade'', ''Ghost Rider'' wie auch die erfolgreichste amerikan. Comic-Serie der 90er Jahre: ''Die X-Men''.
Marx, Karl
Karl Heinrich Marx (* 5. Mai 1818 in Trier; † 14. März 1883 in London) war ein dt. Philosoph, polit. Journalist sowie Kritiker der bürgerl. Gesellschaft u. der klass. Nationalökonomie. Er strebte eine wissenschaftl. Analyse u. Kritik des Kapitalismus an u. gilt als einflussreichster Theoretiker des Kommunismus (siehe Manifest der Kommunistischen Partei). Seine Theorien werden bis heute kontrovers diskutiert.
Marx, Reinhard
Reinhard Marx (* 21. September 1953 in Geseke/Westfalen) ist Erzbischof von München u. Freising.
Marxismus
Der M. ist eine philosophische, historisch-politische u. ökonom. Gesellschaftstheorie mit wissenschaftl. Anspruch. Er geht auf die Schriften von Karl Marx (1818–1883) u. Friedrich Engels (1820–1895) zurück. I. w. S. werden alle Personen u. Denkrichtungen, die sich auf ihr Schaffen berufen, dem M. zugerechnet.
Mary-Kate und Ashley Olsen
Mary-Kate Olsen u. Ashley Fuller Olsen (* 13. Juni 1986 in Sherman Oaks, Kalifornien) sind Schauspielerinnen u. Unternehmerinnen. Sie sind zweieiige Zwillingsschwestern, die bereits als Kleinkinder im Fernsehen auftraten. Seitdem haben sie durch zahlreiche Fernsehserien, Fernseh- u. Kinofilme, Interviews sowie Werbespots internationale Bekanntheit erlangt. Sie treten dabei in der Regel gemeinsam auf.
Maryland
M. [&beton;m&aeo;ril&eunbet;nd] ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika an der Atlantikküste. Seine Hptst. ist seit 1694 Annapolis. M. ist auch unter den Beinamen "Old Line State" u. "Free State" bekannt.
Mary Poppins
M. P. ist die Hauptfigur in Romanen der austral. Schriftstellerin P. L. Travers (1899–1996). Die engl. Ausgabe erschien erstmals 1934 bei ''G. Howe'' in London. Die dt. Erstausgabe erschien 1952 im Dressler-Verlag. Die Übersetzung stammte von Elisabeth Kessel.
März
Der M. ist der dritte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender.
Marzipan
M. (von ital.: ''marzapane'') ist eine Süßware aus Zucker u. Mandeln, die traditionell in den Städten an der südl. Ostseeküste hergestellt wurde. Weltbekannt sind das Lübecker M. u. das Königsberger M.
Märzrevolution
→ Deutsche Revolution 1848/49.
Mascarpone
M. ist ein milder, cremiger Frischkäse aus Crème fraîche u. Sahne, fermentiert mit Kalbslab u. je nach Marke etwas Buttermilch. Ursprünglich aus dem lombard. Lodi stammend (''Mascherpa'' [mas'k&aeo;rpa], auch ''Mascarpia'' war die Dialektbezeichnung für Ricotta), wird er heute in ganz Italien hergestellt.
Maschen-Draht-Zaun
M. ist ein Lied von Stefan Raab. Dieser griff einen Nachbarschaftsstreit aus der Gerichtsshow „Richterin Barbara Salesch” auf, bei dem es um einen Knallerbsenstrauch an einem M. ging. Videoschnipsel daraus verwendete Raab für sein Lied im Countrystil.
Maschine
Maschinen (μηχανη griech. ''mechané:'' Gerüst, Vorrichtung, List) werden von Menschen als Arbeits- bzw. Hilfsmittel vor allem für mechan. Einwirkung verwendet. Meist werden von ihnen eine Verstärkung der eigenen Kräfte u. Fähigkeiten, ein gezielter Krafteinsatz u. die bequemere Erledigung von Routinearbeiten erwartet. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Steigerung der Transportmöglichkeiten.
Maschinen sind immer künstlich. In den meisten Fällen gibt es in der Natur kein Vorbild. Im Bergbau wurden von Wasserkraft oder Pferden angetriebene Maschinen ''Kunst'' genannt.
Maschinen haben in der Regel bewegl. Komponenten (Maschinenelemente) u. sind im Vergleich zu Werkzeugen erheblich komplexer.
Maschinenbau
Bild: Waelzlager01.jpg
Maschinenbau: Wälzlager und Drehmomentwandler sind typische Produkte.
Der M. (auch als Maschinenwesen bezeichnet) ist eine klass. Ingenieurwissenschaft u. beschränkt sich längst nicht mehr auf den reinen Bau von Maschinen, Motoren, Getrieben, etc. Aus ihm gingen viele spezifizierte Fachrichtungen hervor.
Maschinengewehr
Ein M., kurz MG, ist eine vollautomatische einläufige Schnellfeuerwaffe, die Geschosse in Serie verfeuert u. sich nach der Schussabgabe entweder durch den eigenen Gasdruck, durch Rückstoß oder durch einen manuell betriebenen Antrieb bzw. mit Hilfe eines Motors (z. B. Elektromotors) selbst wieder lädt. MGs verschießen im Gegensatz zu Maschinenpistolen Gewehrmunition.
Maschinengewehr 42
Das Maschinengewehr MG 42 wurde im Jahre 1942 bei der dt. Wehrmacht eingeführt, nachdem das Heereswaffenamt die Unzulänglichkeiten des MG 34 erkannt hatte, welche im Wesentlichen in den hohen Produktionskosten u. der zu aufwändigen, zeitraubenden Produktion bestanden. Die genaue Bez. lautet eigentl. Universal-Maschinengewehr Modell 42.
Maschinenkanone
Maschinenkanonen (auch Schnellfeuerkanonen) sind automat. Schusswaffen mit einem Kaliber größer als der bei Maschinengewehren u. kleiner als bei Feldgeschützen bzw. Artillerie.
Es gibt keine einheitl. Definition, ab welchem Kaliber man von einer M. spricht, gängig ist jedoch, alles über 15 mm bzw. ab 20 mm als M. zu bezeichnen.
Maschinenpistole
Bild: Maschinenpistolen.jpg
Deutsche Maschinenpistole MP40, amerikanische Thompson M1928A1 sowie britische Sterling-Maschinenpistole (von oben)
Maschinenpistolen (MP oder MPi) sind kompakte, vollautomat. Handfeuerwaffen. Sie verschießen im Gegensatz zu Gewehren bzw. Maschinengewehren in der Regel Pistolenmunition.
Die Maschinenpistolen teilen sich in drei Bereiche auf:
* Reihenfeuerpistolen, das sind Pistolen, die durch Veränderung der Abzugsgruppe auch Dauerfeuer schießen können.
* Kleinstmaschinenpistolen, das sind Maschinenpistolen, die eigenständig konstruiert wurden, in den Abmessungen aber einer Pistole ähneln.
* Maschinenpistolen, die in der Größe zwischen Pistolen u. Sturmgewehren liegen. Der Übergang zum Sturmgewehr ist fließend.
Maserati
M. ist ein italien. Sportwagenhersteller aus Modena. Die Firma wurde als ''Società Anonima Officine Alfieri Maserati'' am 1. Dezember 1914 von den Brüdern Alfieri, Bindo, Ernesto u. Ettore M. in Bologna gegründet. Das Markenlogo in Form eines Dreizacks, der ''Tridente'', entstammt dem berühmten Neptunbrunnen von Bologna. Heute ist die Firma Teil des Fiat-Konzerns. Insbesondere in den 1950er Jarhen waren die Rennwagen im Zeichen des Dreizacks erfolgreich, u. a. durch die Formel-1-Weltmeisterschaft 1957 durch Juan Manuel Fangio am Steuer eines ''250 F''.
Masern
Die Krankheit M. (lat. ''Morbilli'', Diminutiv von ''Morbus'' – Krankheit, engl. ''measles'') ist eine durch das Masernvirus hervorgerufene, hoch ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem Kinder betrifft. Neben den typischen roten Hautflecken (Masern-Exanthem) ruft die Erkrankung Fieber u. einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand hervor. Es können außerdem in manchen Fällen lebensbedrohl. Komplikationen wie Lungen- u. Hirnentzündungen auftreten.
Die Diagnose erfolgt durch das klin. Bild u. einen Antikörpernachweis im Blut. Eine spezif. Therapie existiert nicht, der Erkrankung u. somit auch den Komplikationen kann jedoch durch Impfung ab dem zwölften Lebensmonat vorgebeugt werden. Durch diese konnte die Zahl der Infektionen in der Vergangenheit stark reduziert werden. In den meisten Ländern ist die Erkrankung meldepflichtig.
Maske
Der Begriff M. (von arab.: ''maskharat'' = Narr, Posse, Hänselei, Scherz) bezeichnet eine Gesichtsbedeckung. Masken werden seit Urzeiten in Theater u. Kunst, aber auch zu religiösen u. rituellen Zwecken eingesetzt. Häufig werden sie ergänzt durch Verkleidung bzw. Kostüme. Des Weiteren gibt es diverse Masken, die dem Schutz des Gesichtes oder eines Teils davon dienen.
Ihrem Ursprung nach war die M. ein vor dem Gesicht getragenes plast. Gebilde (Larve) aus Holz, Leder, Ton, Tuch, heute auch Kunststoff – oder der Begriff wurde generell für eine Verhüllung des Körpers verwendet, von der Halbmaske bis zur Ganzkörpermaske.
Maslow'sche Bedürfnispyramide
Die M. B. (eigentlich: Bedürfnishierarchie) beruht auf einem vom US-amerikan. Psychologen Abraham Maslow 1943 veröffentlichten Modell, um Motivationen von Menschen zu beschreiben. Die menschl. Bedürfnisse bilden die "Stufen" der Pyramide u. bauen dieser eindimensionalen Theorie gemäß aufeinander auf. Der Mensch versucht demnach, zuerst die Bedürfnisse der niedrigen Stufen zu befriedigen, bevor die nächsten Stufen Bedeutung erlangen.
Maslow gilt als der wichtigste Gründervater der Humanistischen Psychologie, die eine Psychologie seel. Gesundheit anstrebte u. die menschl. Selbstverwirklichung untersuchte. Sein Gesamtwerk war wesentlich weitreichender als das hier dargestellte Modell, obwohl diese einfache Darstellung ihn sehr bekannt gemacht hat.
Beispiele für die Stufen der Pyramide:
* Selbstverwirklichung: Individualität, Ta lent entfaltung, Altruismus, Güte, Kunst, Philosophie u. Glaube (Welterklärung u. Leitlinien Ethik).
* Soziale Anerkennung: Status, Wohlstand, Geld, Macht, Karriere, Sportliche Siege, Auszeichnungen, Statussymbole u. Rangerfolge.
* Soziale Beziehungen: Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Nächstenliebe, Kommunikation u. Fürsorge.
* Sicherheit: Wohnung, fester Arbeitsplatz, Gesetze, Versicherungen, Gesundheit, Ordnung, Religion (Ritual u. Handlungshilfen (Moral)) u. Lebensplanung (vor allem Planung der Befriedigung körperlicher Grundbedürfnisse u. auch Geburtenkontrolle).
* Körperliche Grundbedürfnisse: Atmung, Wärme, Trinken, Essen, Schlaf, körperliches Wohlbefinden u. Sexualität.
Masochismus
Unter M. versteht man die Tatsache, dass ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, dass er Schmerzen zugefügt bekommt oder gedemütigt wird.
Das Gegenstück zum M. ist der Sadismus.
Maspalomas
Bild: Image-Maspalomas_dunes_DAH2002-002.jpg
In den Dünen von Maspalomas
M. ist ein internationaler Ferienort im S Gran Canarias. Der Ort gehört zur Gemeinde San Bartolomé de Tirajana.
Massachusetts
M. [mæs&eunbet;&beton;t&schstl;u&dehn;sits] (offiziell: ''The Commonwealth of Massachusetts'') ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika u. Teil von Neuengland. Der Name M. – abgeleitet von dem Indianerwort ''mass adchu ut'' (bei den großen Hügeln) – taucht zum ersten Mal in Captain John Smiths Buch ''A Description of New England'' (1616) auf. Die Beinamen von M. sind "Bay State" (Staat an der Bucht) u. "Old Colony" (Alte Kolonie).
Massachusetts Institute of Technology
Das M. I. o. T. (MIT, ''Technische Hochschule Massachusetts'') ist eine Universität in Cambridge (Massachusetts) in den USA, gegr. 1861. Das MIT gilt als eine weltweit führende Universität im Bereich von technolog. Forschung u. Lehre. Sie ist Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikan. Universitäten.
Das MIT ist eine private, nicht-konfessionelle techn. Universität, die als erste Chemie-Ingenieure ausbildete u. die Wirtschafts-, Sozial- u. Geisteswissenschaften in die Ingenieurausbildung einbezog. Derzeit studieren am MIT 10.253 Studenten. Das MIT rühmt sich für das hohe Niveau der Ausbildung, wobei die Studenten schon früh in die Forschungsaktivitäten eingebunden werden.
Massage
Die M. [ma&beton;sa&dehn;&schsth;&eunbet;] (von frz. ''masser'' „massieren”, aus arab. „berühren; betasten” oder aus griech. ''μ&aacgr;σσω'' „kauen; kneten”) ist eine Form der manuellen Therapie. Sie dient zur mechan. Beeinflussung von Haut, Bindegewebe u. Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- u. Druckreiz. Die Wirkung der M. erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus u. schließt auch die Psyche mit ein.
Massai
Die M., Maasai, Maassai oder Masai sind ein nomadisch lebendes indigenes Hirtenvolk in Afrika, das in den weiten Ebenen im S Kenias sowie im N Tansanias beheimatet ist. Sie sind die wohl bekannteste Volksgruppe Ostafrikas. Obwohl sie einerseits an alten Lebensweisen festhalten, verstehen sie es andererseits, ihre Kultur zu vermarkten. Es gibt etwa 1.000.000 M., wovon 350.000 bis 500.000 in Kenia leben.
Massaker von Katyn
Im M. v. K. ermordeten zu Beginn des Jahres 1940 Einheiten des sowjet. Geheimdienstes NKWD in einem Wald bei Katyn (Russland) mehrere tausend poln. Offiziere u. Zivilisten.
Die Entdeckung der Massengräber 1943 durch die dt. Wehrmacht führte zum Abbruch der Beziehungen zwischen der poln. Exilregierung in London u. der Sowjetunion. Das Massaker wurde zunächst von der NS-Propaganda instrumentalisiert, während die Führung der Sowjetunion unter Stalin das Verbrechen von sich wies u. es der Wehrmacht anlastete. Erst Michail Gorbatschow stellte 1990 klar, dass die Sowjetunion für den Massenmord in Katyn verantwortlich war. Das Verbrechen belastet bis heute das russisch-poln. Verhältnis.
Massaker von My Lai
Das M. v. M. L. (Son My) war ein Kriegsverbrechen US-amerikan. Soldaten, das 1968 während des Vietnamkrieges in dem südvietnames. Dorf Son My, genannt ''My Lai 4'', begangen wurde. Die Soldaten vergewaltigten Frauen u. erschossen fast alle Bewohner des Dorfes.
Massaker von Nanking
Die M. v. N. (Nánjīng dàtúshā; jap. ''Nankin daigyakusatsu'') waren Kriegsverbrechen der damaligen japan. Besatzer in Nanking (Ostchina), bei denen mindestens 200.000 Zivilisten u. Kriegsgefangene ermordet u. mindestens 20.000 Mädchen u. Frauen vergewaltigt wurden. Diese Massaker vor Beginn des Zweiten Weltkrieges waren der erste Fall einer systemat. Massenvergewaltigung als Mittel moderner Kriegsführung.
Die Massaker begannen nach der Besetzung der Stadt am 13. Dezember 1937 durch japan. Truppen im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg u. dauerten ungefähr sechs bis sieben Wochen.
Massaker von Srebrenica
Das M. v. S. war ein Kriegsverbrechen während des Bosnienkriegs, das durch UN-Gerichte als Völkermord klassifiziert worden ist.
In der Gegend von Srebrenica wurden im Juli 1995 bis zu 8.000 Bosniaken – vor allem Männer u. Jungen zwischen 12 u. 77 Jahren – getötet. Verübt wurde das Massaker unter der Führung von Ratko Mladić von der Armee der Republika Srpska (Vojska Republike Srpske, VRS), der Polizei u. serb. Paramilitärs. Es zog sich über mehrere Tage hin u. verteilte sich auf eine Vielzahl von Tatorten in der Nähe von Srebrenica. Die Täter vergruben tausende Leichen in Massengräbern. Mehrfache Umbettungen in den darauf folgenden Wochen sollten die Taten verschleiern.
Die Ereignisse vom Juli 1995 gelten als das schlimmste Massaker in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Bereits abgeschlossene Prozesse vor internationalen Gerichten haben gezeigt, dass die Verbrechen nicht spontan erfolgten, sondern systematisch geplant u. durchgeführt wurden. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehem. Jugoslawien (UN-Kriegsverbrechertribunal) in Den Haag bezeichnete das Massaker in den Urteilen gegen Radislav Krstić sowie gegen Vidoje Blagojević u. Dragan Jokić als Völkermord. Ende Februar 2007 bewertete der Internationale Gerichtshof das Massaker ebenfalls als Genozid.
Masse (Physik)
Die M. ist Eigenschaft jeder Materie u. als eine Grundgröße der Physik festgelegt. Ihre SI-Einheit ist das Kilogramm. Sie ist zum einen Ursache der Gravitation („schwere Masse”), zum anderen ein Maß für die Trägheit eines Körpers, das heißt seinen Widerstand gegenüber Änderungen seines Bewegungszustands („träge Masse”).
Die experimentell bestätigte Gleichheit von träger u. schwerer M. ist eine der wichtigsten Grundlagen der klass. Mechanik u. der Relativitätstheorie sowie der daraus entwickelten Quantenmechanik. Nach der Relativitätstheorie ist jede M. zudem zu einer bestimmten Energie äquivalent. Umgekehrt verursacht auch jede Form von Energie eine Gravitationswirkung.
Maßeinheit
Eine M. (auch: Größeneinheit) ist eine Größe mit einem eindeutigen (in der Praxis feststehenden, wohldefinierten) Wert, die als Vergleichsgröße zur quantitativen Bestimmung des Wertes anderer Größen der gleichen Art verwendet wird.
Massenmedien
M. sind nach Niklas Luhmann ''alle Einrichtungen der Gesellschaft, die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel bedienen''. Neben den klass. M. wie Presse, Hörfunk u. Fernsehen wächst in den letzten Jahren die Bedeutung des Internets. M. stellen Massenkommunikation, eine Form der öffentl. Kommunikation, her.
Massenspektrometrie
Die M. ist ein Verfahren zum Messen des Masse-zu-Ladung-Verhältnisses m/q von Teilchen. Bei bekannter Ladung q kann daraus die Masse m der Teilchen ermittelt werden. Außerdem können Aussagen über das Vorhandensein u. die Menge von Teilchen mit bekanntem Masse-zu-Ladung-Verhältnis gemacht werden.
Massentierhaltung
M. oder Intensivhaltung bezeichnet die technisierte Form der Nutztierzucht u. Viehhaltung zur massenhaften Erzeugung tier. Produkte wie Fleisch, Milch oder Eiern durch Haltung von vielen Tieren derselben Art auf sehr begrenztem Raum, wobei eine genaue Abgrenzung der Tieranzahl, welche als M. gilt, nicht existiert. M. ist mit artgerechter Tierhaltung nicht vereinbar.
Massenvernichtungswaffe
Zu den Massenvernichtungswaffen zählen heute atomare, biologische u. chem. Waffen (ABC-Waffen), im engl. Sprachraum Weapons of Mass Destruction genannt, mit denen der Gegner militärisch behindert oder ausgeschaltet werden soll. In der Regel entstehen bei ihrem Einsatz – vom Anwender nicht beabsichtigte, jedoch in Kauf genommene – Kollateralschäden. Allerdings ist die Beschränkung des Begriffs M. auf ABC-Waffen umstritten, da die Zerstörungen durch konventionelle Waffen durchaus die Wirkung der ABC-Waffen übersteigen können, beispielsweise im Zweiten Weltkrieg. Die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen gilt jedoch als zu vermeidende Gefahr für die weltweite Sicherheit.
Massenwirkungsgesetz
Das M. (oder kurz „MWG”) gibt einen Zusammenhang zwischen den Aktivitäten der Edukte u. der Produkte einer (chemischen) Reaktion im chem. Gleichgewicht wieder.
Es gilt für jede Reaktion, die reversibel ist u. bereits ihren Gleichgewichtszustand erreicht hat. Die resultierende Konstante hat unter gegebenen Bedingungen einen festen, für die betrachtete Reaktion spezifischen Wert, auf den kein anderer Einfluss als die Möglichkeit zur Änderung der äußeren Bedingungen besteht.
Die thermodynamisch einfachste Erklärung hierfür ist, dass es immer einen energetisch niedrigsten u. damit günstigsten Zustand gibt.
Massiv
Als M. (zu französ. ''massif'' „massig”, „kompakt”) wird ein geschlossener Block aus Fels bezeichnet, als ''Gebirgsmassiv'' (Massengebirge), ''Gebirgsstock'', ''Bergstock'' oder ''Gipfelstock'' u. Ähnliches. Massive sind nicht als Gebirgszüge (''Kettengebirge'') u. Bergketten organisiert, sondern haben eine kompaktere Form u. eignen sich als mehr oder minder freistehende geomorphologische Einheit.
Massiv
M. (* 9. November 1982 in Pirmasens als ''Wasiem Taha''), ehem. ''Pittbull'', ist ein in Berlin lebender dt. Rapper palästinens. Abstammung.
Massive Attack
M. A. ist eine brit. Trip-Hop-Band aus Bristol. Sie ist neben Tricky, Smith & Mighty u. Produzent Nellee Hooper Ende der 1980er Jahre in ihrer Heimatstadt aus dem Künstlerkollektiv „The Wild Bunch” hervorgegangen u. gilt als eine der stilbildenden Bands in ihrem Genre.
Massively Multiplayer Online Role-Playing Game
Ein M. M. O. R. G. (MMORPG) (''wörtlich: Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel'') ist ein ausschließlich über das Internet spielbares Computer-Rollenspielgenre, bei dem gleichzeitig mehrere tausend Spieler eine persistente, virtuelle Welt bevölkern können. Die eigentl. Spielwelt u. die Avatar genannten Spielfiguren der Spieler werden auf Servern verwaltet. Der Spieler verbindet sich typischerweise über ein Clientprogramm mit dem Server. Der Client enthält üblicherweise nur die Daten zur Darstellung der Spielwelt (Grafik, Objekte, Musik …), während die Spielmechanik auf dem Server verwaltet u. verarbeitet wird.
Inhaltlich sind die Spiele mit Computer-Rollenspielen vergleichbar, legen dabei aber einen höheren Schwerpunkt auf die Interaktion zwischen den Spielern u. Spielergruppen (Gilden). Wie in Rollenspielen üblich, werden durch das Lösen von Aufgaben oder Missionen (Quests) oder das Töten von Mobs (zumeist Monster u. andere Kreaturen) Punkte gesammelt, welche dafür verwendet werden können, um neue Fähigkeiten des Avatars freizuschalten oder zu verbessern.
Massive Multiplayer Online Game
Der Begriff Massen-Mehrspieler-Online-Gemeinschaftsspiel (MMOG) bzw. engl. M. M. O. G. bezeichnet einen Typ eines Computerspiels, das den Spielern eine virtuelle persistente Welt bietet u. von sehr vielen (häufig mehreren Tausend) Spielern (Mehrspieler) gleichzeitig über das Internet gespielt werden kann.
Typischerweise interagieren u. kommunizieren die Spieler miteinander u. prägen somit das Fortschreiten der virtuellen Welt gemeinsam.
Maßstab (Verhältnis)
Als M. bezeichnet man das Verhältnis zwischen der abgebildeten Größe (z. B. Streckenlänge) u. der entspr. Größe in der Wirklichkeit.
Mastdarm
Der M. (lateinisch ''(Intestinum) Rectum'', „der gerade Darm”, eingedeutscht Rektum, Adjektiv rektal) ist ein Teil des Enddarms u. damit des Dickdarms u. dient zum Lagern des Kots, d. h. der unverdaulichen u. unverträgl. Nahrungsreste, bis dieser gefüllt ist u. dem Gehirn dies meldet, bevor er sich dann durch den After (lateinisch-fachsprachlich der Anus) entleert. Der M. selbst besitzt keine Schmerzrezeptoren, wohl aber seine Schließmuskeln.
Master
Der M. ([&beton;ma&dehn;str] oder [&beton;ma&dehn;st&eunbet;], aus dem lat. ''magister'' für „Vorsteher, Meister” bzw. dem engl. ''master'') ist in vielen europ. Staaten der zweite akadem. Grad, den Studierende an Hochschulen als Abschluss einer wissenschaftl. Ausbildung erlangen können. In vielen Ländern Europas ist diese Bez. im Rahmen des Bologna-Prozesses eingeführt worden, dessen Ziel die Schaffung eines gemeinsamen europ. Hochschulraums ist. Er wird nach einem ein- bis zweijährigen Vollzeit- oder berufsbegleitenden Studium verliehen. Studienvoraussetzung ist ein Bachelor- oder der Abschluss in einem traditionellen, einstufigen Studiengang (Magister, Diplom, Erstes Staatsexamen in Rechtswissenschaften oder Lehramtsstudium; Abschluss in Medizin). Je nach Ausrichtung kann ein Masterstudiengang der wissenschaftl. Vertiefung des vorherigen Studiums oder der Erschließung neuer Wissensgebiete dienen. Viele Masterstudiengänge sind zulassungsbeschränkt.
Master Boot Record
Der M. B. R. (kurz: MBR) ist bei BIOS-basierten Computern der x86-Architektur der erste Datenblock (512 Byte) eines in Partitionen aufgeteilten Speichermediums, wie beispielsweise einer Festplatte. Der MBR enthält eine Partitionstabelle, die die Aufteilung des Datenträgers beschreibt, u. einen Boot-Loader, ein Programm, das ein Betriebssystem auf einer der Partitionen startet.
Da er eine Partitionstabelle enthält, hat ein MBR die Eigenschaften eines ''Partitionssektors''. Ein Löschen oder ein Defekt am MBR führt dazu, dass der Computer überhaupt nicht mehr booten kann bzw. die Partition falsch erkennt u. in der Folge das Betriebssystem oder Daten nicht mehr findet.
MasterCard
M. International ist, mit ca. 4.000 Mitarbeitern, eine der beiden großen weltweiten Kreditkartenorganisationen. M. International vergibt Lizenzen an Banken in aller Welt für die Ausgabe ihrer Karten (Issuing-Lizenzen) u. für die Abrechnung von Vertragsunternehmen (Acquiring-Lizenzen).
Master of Business Administration
Der M. o. B. A. (MBA) ist ein postgraduales generalist. Managementstudium, das alle wesentl. Managementfunktionen abdecken soll. MBA ist auch die Bez. für den durch dieses Studium erworbenen akadem. Grad.
Master of Laws
LL.M. ist die Abk. für den akadem. Grad eines (engl.) ''M. o. L.'' (zu dt.: ''Meister der Rechte'', lat. ''Legum Magister'', wobei LL. die latein. Art der Abk. für den Plural "Rechte" ist). Dieser Postgraduierten-Abschluss kann von Juristen, aber auch von anderen Hochschulabsolventen an vielen Hochschulen erlangt werden. Am häufigsten wird der LL.M. an Hochschulen in den englischsprachigen Ländern erworben.
Ein LL.M.-Studium dauert in der Regel zwei bis vier Semester. Der Inhalt bestimmt sich nach dem Hochschulangebot u. den Neigungen des Studenten. An Hochschulen außerhalb des deutschen Sprachraums liegt der Schwerpunkt meist auf dem jeweiligen Landesrecht, Rechtsvergleichung oder internationalem Recht. An Hochschulen im deutschen Sprachraum wird meistens eine Spezialisierung auf einem bestimmten Rechtsgebiet geboten.
Masters of the Universe
M. o. t. U. ist der Name einer von 1982 bis 1988 vertriebenen u. weltweit sehr erfolgreichen Action-Figuren-Serie des US-Spielzeugherstellers Mattel.
Mastiff
Der M. ist eine vom internationalen Hundekundeverband FCI anerkannte brit. Hunderasse.
Mastín Español
Der Mastín Español, der Spanische Mastiff, ist eine von der FCI (Nr. 91, Gr. 2, Sek. 2.2) anerkannte span. Hunderasse.
Mastino Napoletano
Der M. N. ist eine von der FCI (Nr. 197, Gr. 2, Sek. 2) anerkannte italien. Hunderasse.
Masturbation
Unter M. wird die manuelle Stimulation der Geschlechtsorgane verstanden, die in der Regel zum Orgasmus führt. Dabei können auch verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Im häufigsten Fall handelt es sich bei der M. um eine geschlechtl. Selbstbefriedigung.
Masuren
Bild: Ruciane-Nida.jpg
Masuren: Ruciane-Nida (Niedersee), Masurische Seenplatte
M. (polnisch: ''Mazury'') ist eine Region in der im N Polens gelegenen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Der Eigenname der Masovier bedeutet "Einwohner". Der poln. Name ist im Gegensatz zum dt. ein grammat. Plural. Seit der Teilung Ostpreußens 1945 ist M. die größte Seenlandschaft Polens.
Das Gebiet wurde ursprünglich von den pruß. Pogesaniern, Bartern, Galindern u. Sudauern bewohnt u. im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden erobert. Dadurch gehörte es zum Deutschordensland bzw. ab 1525 Herzogtum Preußen, das vom Zweiten Frieden von Thorn 1466 bis zum Vertrag von Oliva 1660 unter poln. Ober- bzw. Lehnshoheit stand. Die Bevölkerung setzte sich aus christianisierten u. germanisierten Prußen, dt. Kolonisten u. ev. Siedlern aus dem benachbarten poln. Masowien zusammen. Neben Deutsch als Verkehrssprache wurde zeitweise überwiegend Masurisch gesprochen, eine mit dt. Lehnworten durchsetzte, dem Polnischen ähnliche slaw. Sprache, die ab dem 19. Jahrhundert immer mehr zugunsten der dt. Sprache aufgegeben wurde.
Matador (Zeitschrift)
M. war ein dt. Männer- u. Lifestylemagazin, das 2004 bis 2008 monatlich bei der Bauer Verlagsgruppe erschienen ist.
Match des Jahrhunderts
Der Kampf um die Weltmeisterschaft im Schach von 1972 zwischen dem amtierenden 35 Jahre alten Weltmeister Boris Spasski u. seinem 29 Jahre alten Herausforderer Bobby Fischer gilt als M. d. J. Fischer gewann den Wettkampf.
Mate
Bild: Yerba_Mate.jpg
Mate-Strauch
Der Mate-Strauch (''Ilex paraguariensis A.St.-Hil'', auch: ''Ilex paraguensis'' D.Don u. ''Ilex paraguayensis'' Hook.), auch Mate-Baum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Stechpalmen (''Ilex'') in der Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae). Die Heimat der Pflanze liegt in Südamerika.
Materialismus
Der Begriff M. (abgeleitet von ''Materie'') bezeichnet drei verschiedene Positionen:
* Der erkenntnistheoretische oder ontologische M. ist eine philosophische Position, die alle Vorgänge u. Phänomene der Welt auf Materie u. deren Gesetzmäáigkeiten u. Verhältnisse zurückführt. Auf die Frage „Was ''ist''?” antwortet der M.: ''Nur'' Materie. Der M. geht also davon aus, dass auch Gedanken u. Ideen Erscheinungsformen der Materie sind bzw. auf solche zurückgeführt werden können. Er erklärt den Menschen, die ihn umgebende Welt u. die in ihr ablaufenden Prozesse ohne geistige bzw. immaterielle Elemente, wie beispielsweise Gott, dessen Existenz sich mit der Methodik der Naturwissenschaft, insbesondere dem Experiment, nicht überprüfen (verifizieren bzw. falsifizieren) lässt.
* Der historische M. (manchmal auch: ökonomischer M.), der auf Karl Marx zurückgeht, überschneidet sich mit dem erkenntnistheoretischen Materialismus, ist aber nicht mit ihm identisch. Er sieht die menschliche Geschichte nicht durch Ideen oder einen „Weltgeist” bewegt, die sich in der Geschichte verwirklichten, sondern durch ökonomische Interessen u. Interessenkonflikte. Demnach wandeln sich Gesellschaften nicht wegen irgendwelcher Ideale, sondern aufgrund ständiger Klassenkämpfe, in denen diese ökonomischen Interessenkonflikte kollektiv ausgetragen werden.
* Der ethische M., alltagssprachlich der gebräuchlichste Begriff, kennzeichnet (meist abwertend) eine Lebenseinstellung, die hauptsächlich nach materiellem Besitz u. Wohlstand strebt.
Materialwirtschaft
Die M. oder Warenwirtschaft, ein Aufgabengebiet der Betriebswirtschaftslehre u. des Wirtschaftsingenieurwesens, beschäftigt sich mit der Verwaltung sowie der zeitlichen, mengenmäßigen, qualitativen u. eventuell auch räuml. Planung u. Steuerung der Materialbewegungen innerhalb eines Unternehmens u. zwischen dem Unternehmen u. seiner Umwelt. Sie koordiniert den Warenfluss zwischen Lieferanten, Kunden, Bedarfsträgern (z. B. Produktion) u. den Lagern. In produzierenden Unternehmen stellt sie die Versorgung der produzierenden Bereiche mit direkten Gütern wie Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffen, Zulieferteilen u. Halbfabrikaten sowie allg. die Versorgung mit indirekten Gütern wie Büroartikeln, Ersatzteilen oder Serviceleistungen sicher.
Materialwissenschaft
Unter M. versteht man eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich auf die Disziplinen Physik, Chemie, Ingenieurwesen, Biologie, Mineralogie, Kristallographie u. Petrologie stützt u. sich mit der Erforschung, d. h. Entwurf, Herstellung, Charakterisierung u. Verarbeitung, von Materialien beschäftigt.
Materie
M. (lat. ''materia'' „Stoff”) ist eine allg. Bez. für ''alles Stoffliche'', was uns umgibt u. aus dem wir selbst bestehen. Im physikal. Sinne ist M. alles, was aus elementaren Fermionen aufgebaut ist (im Standardmodell der Teilchenphysik sind das die Quarks u. Leptonen).
Im philosophischen Sinn bezeichnet M. die objektive Realität, die von unseren Sinnen abgebildet oder widergespiegelt wird (W.I. Lenin, Materialismus u. Empiriokritizismus. Berlin 1962).
Die definierenden Eigenschaften von M. sind ihre Masse, der Raumbedarf, die Struktur u. die innere Thermische Energie.
Mathematik
Die M. (altgriech. Adjektiv μαθηματικ&eeacgr; [τ&eacgr;χνη] ''mathēmatikē [téchnē]'' „[die Kunst des] Lernen[s], zum Lernen gehörig”; vom altgriech. Verb μανθ&aacgr;νω ''manthánō'' „ich lerne”; kurz oder umgangssprachlich: Mathe) ist die Wissenschaft, welche aus der Untersuchung von Figuren u. dem Rechnen mit Zahlen entstand. Für ''Mathematik'' gibt es keine allg. anerkannte Definition; heute wird sie üblicherweise als eine Wissenschaft, die selbst geschaffene abstrakte Strukturen auf ihre Eigenschaften u. Muster untersucht, beschrieben.
Mathematiker
M. beschäftigen sich mit der Bewahrung u. Weiterentwicklung des Fachgebiets der Mathematik u. mit der Anwendung der Erkenntnisse auf prakt. Belange. Die Anwendung mathemat. Methoden führt zu exakten Erkenntnissen u. Aussagen, in bestimmten Teilgebieten auch zu quantitativen Ergebnissen (z. B. aus der Numerik u. der Statistik).
Mathematisches Pendel
Ein M. P. ist eine Idealisierung eines realen Pendels. Es ist ein grundlegendes Modell zum Verständnis von Pendelschwingungen.
Mathematische Pendel sind durch zwei wesentl. Eigenschaften charakterisiert:
* Es herrscht keine Reibung in irgendeiner Form, also weder Strömungswiderstand, noch innere Reibung in Faden u. Aufhängepunkt.
* Die gesamte Masse des Pendels ist in einem einzigen Punkt konzentriert. Der Faden wird als masselos betrachtet, die Massenverteilung des Pendelkörpers wird durch ihren Massenmittelpunkt dargestellt.
Mathieu, Mireille
Mireille Mathieu (* 22. Juli 1946 in Avignon, Vaucluse) ist eine französ. Sängerin. Sie wird in Deutschland auch „Der Spatz von Avignon” genannt. Nach der Italienerin Dalida u. Édith Piaf zählt sie zum nationalen Kulturerbe Frankeichs u. ist neben der Franko-Kanadierin Céline Dion bis heute die kommerziell erfolgreichste französischsprachige Sängerin der Welt.
Matisse, Henri
Henri Matisse (* 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis, Frankreich; † 3. November 1954 in Cimiez, heute ein Vorort von Nizza), vollständig ''Henri Émile Benoît Matisse'', war ein französ. Maler, Grafiker, Zeichner u. Bildhauer. Er zählt neben Pablo Picasso zu den bedeutendsten Künstlern der Moderne. Sein Werk ist vornehmlich, aber nicht ausschlieálich, dem Fauvismus zuzuordnen.
Er überwand den Impressionismus u. setzte die Farbe nicht mehr zur Charakterisierung materieller Oberflächenstrukturen ein, sondern gab ihr ein eigenständiges Dasein durch zunehmend flächig-dekorativen u. ornamentalen Einsatz, indem er auch Bildhintergründe darin einbezog.
Matjes
Bild: Matjes.ganz.wmt.jpg
Ganze Matjes, frisch aus dem Fass
M. sind bes. milde Salzheringe, die durch Enzyme in einer Salzlake gereift sind. Der ursprüngl. Herstellungsprozess wurde bereits im MA in den Niederlanden entwickelt. Es werden Heringe verwendet, die Ende Mai/Anfang Juni in der Nordsee vor Dänemark oder Norwegen gefangen werden, bevor ihre Fortpflanzungszeit beginnt. Dann haben sie einen relativ hohen Fettgehalt (über 15%) u. Rogen oder Milch sind noch nicht ausgebildet.
MATLAB
MATLAB ist eine kommerzielle, plattformunabhängige Software des Unternehmens The MathWorks, Inc. zur Lösung mathemat. Probleme u. zur graf. Darstellung der Ergebnisse. MATLAB ist primär für numer. Berechnungen mithilfe von Matrizen ausgelegt, woher sich auch der Name ableitet: ''MATrix LABoratory''.
Matratze
Matratzen sind Polster, die man meist auf Lattenroste oder Unterfederungen (früher auch auf Drahtgeflechte) legt, um ein komfortables Liegen u. Schlafen zu ermöglichen. Die Kombination von Matratzen mit dazu passenden Lattenrosten bezeichnet man als Bettsysteme. Gemeinsam mit dem Rahmen oder Gestell bilden diese Komponenten das Bett.
Der Matratzenkern aus Schaumstoff, Latex, Naturprodukten oder Federkern wird mit einem Drellbezug o. ä. ummantelt, der je nach Bedürfnis mit Schafwolle, Vlies, Baumwolle, Wildseide oder auch Rosshaar versteppt ist. Bezüge von Komfortmatratzen bestehen heutzutage nur noch selten aus Drell, einem sehr festen Gewebe, sondern aus 3-dimensional elast. Stoffen wie Frottee oder (zunehmend) mehrlagigem Jersey.
Mätresse
Als M. (französ. ''maîtresse'' „Herrin”, „Meisterin”) bezeichnete man eine öffentlich als solche bekannte Geliebte eines Fürsten, hochrangigen Adligen oder bedeutenden Amtsträgers. In gesellschaftl. Verhältnissen, wo Ehen vorrangig unter politischen u. materiellen Aspekten geschlossen wurden, hatten Männer häufig eine Konkubine („Beischläferin”), die sie, weil das ohnehin unmöglich gewesen wäre, nicht geheim zu halten versuchten, sondern "halb" legitimierten. Meistens hatten sie zu ihnen eine engere affektive u. geistige Beziehung als zu ihrer Gemahlin. In der höfischen Gesellschaft war der Status der M. anerkannt. Einige hatten bedeutenden polit. Einfluss, indem sie den Fürsten in seinen Entscheidungen beeinflussten oder in seinem Namen Anweisungen gaben. Der Fürst sorgte für den standesgemäßen Unterhalt der M. Um ihnen Zugang bei Hof zu erlauben, wurden viele Mätressen geadelt.
Der Begriff wurde umgangssprachlich auch als Synonym für „Geliebte” benutzt, ist in dieser Bedeutung heute aber veraltet.
Matriarchat
Das M. (von lat. ''mater'' „Mutter” u. griech. ''arché'' „Beginn, Ursprung”, auch „Herrschaft”) ist eine gynozentr. Gesellschaftsstruktur, in der je nach verwendeter Definition entweder Frauen die Macht innehaben oder die ''frauenzentriert'' ist, die Gesellschaftsordnung also um die Frauen herum organisiert ist.
Für Vertreterinnen der Frauenbewegung, insbes. des differentialist. Zweiges, bedeutet das M. im bes. eine Zeit der Ur- u. Frühgeschichte, in der die Frauen kulturschöpferisch u. prägend gewesen sind, aber nicht geherrscht haben. Es besteht demgegenüber heute bei Historikern wie bei Feministinnen Einigkeit darüber, dass es Gesellschaften mit Frauenherrschaft – im Sinne eines umgedrehten Patriarchats – nicht gegeben hat.
Matrix (Film)
M. ist ein US-amerikan. Science-Fiction-Film der Wachowski-Brüder aus dem Jahr 1999, der sich mit der Entwicklung von starker künstl. Intelligenz befasst. In den Hauptrollen spielen Keanu Reeves, Laurence Fishburne u. Carrie-Anne Moss.
Matrix (Mathematik)
In der Mathematik ist eine M. (Plural: ''Matrizen'') eine Tabelle von Zahlen oder anderen Größen, die addiert u. multipliziert werden können. Matrizen unterscheiden sich von einfachen Tabellen dadurch, dass mit ihnen gerechnet werden kann. Wenn Matrizen von der Größe her zusammenpassen, ist es möglich, sie zu addieren oder sie miteinander zu multiplizieren.
Matrizen sind ein Schlüsselkonzept der linearen Algebra. Sie werden unter anderem dazu benutzt, lineare Gleichungssysteme zu beschreiben u. lineare Abbildungen darzustellen.
Man spricht von den ''Zeilen'' u. ''Spalten'' einer M.; diese bilden ''Zeilenvektoren'' u. ''Spaltenvektoren''. Die Elemente, die in einer Matrix angeordnet sind, nennt man ''Einträge'' oder ''Komponenten'' der M.
Die Bez. „Matrix” wurde 1850 von James Joseph Sylvester eingeführt.
Matrizen stellen Zusammenhänge, in denen insbesondere Linearkombinationen eine Rolle spielen, übersichtlich dar u. erleichtern damit Rechen- u. Gedankenvorgänge.
Matrixorganisation
Eine M. ist ein mögl. Strukturprinzip in der Organisation eines Betriebes, nach dem Zuständigkeiten u. Verantwortlichkeiten aufgebaut werden können.
Dabei werden zwei Leitungssysteme miteinander kombiniert. Die Mitarbeiter stehen in mehreren Weisungsbeziehungen, z.B. sind sie den Leitern der ''verrichtungsbezogenen'' Abteilungen Beschaffung, Produktion u. Absatz und gleichzeitig den ''objektbezogenen'' Produktmanagern unterstellt. Eine M. ist damit eine Form der Mehrlinienorganisation.
Matrix Reloaded
M. R. ist die zweite von insges. drei Folgen eines Science-Fiction-Films, der 1999 mit „The Matrix” begann. Matrix Revolutions heißt der dritte u. letzte Teil.
Matrix Revolutions
M. R. ist ein Science-Fiction-Spielfilm der Wachowski-Brüder aus dem Jahr 2003. Er ist der dritte u. abschließende Teil der Matrix-Trilogie, die 1999 mit ''Matrix'' eröffnet u. 2003 mit ''Matrix Reloaded'' weitergeführt wurde.
Matroska
M. (nach russ. ''Matrjoschka'' (матрёшка), Bez. für ineinander schachtelbare Holzpuppen) ist ein Containerformat für Audio- u. Videodaten. Die Endung für Matroskadateien ist .mkv (für Videodaten) u. .mka (nur Audio).
Mattafix
M. ist ein brit. Produzenten-Duo, das 2003 in London von den Musikern Marlon Roudette u. Preteesh Hirji gegr. würde.
Matterhorn
Das M. (walliserdeutsch ''ds'Hore'', italien. ''Monte Cervino'' oder ''Cervino'', französ. ''Mont Cervin'' oder ''Le Cervin'') ist mit 4.478 Metern Höhe der siebthöchste Berg der Alpen (Mont Blanc u. Monte Rosa als Gruppe berücksichtigt).
Es steht in den Walliser Alpen zwischen Zermatt u. Breuil (Cervinia). Die Ost-, Nord- u. Westwand liegen auf schweiz., die Südwand auf italien. Staatsgebiet.
Wegen seiner markanten Gestalt u. seiner Besteigungsgeschichte ist es einer der bekanntesten Berge der Welt. Für die Schweiz ist das Matterhorn ''das'' Wahrzeichen schlechthin sowie die meistfotografierte Touristenattraktion. Der markante dreieckige Gipfelkopf diente der bekannten Schokoladenfirma Tobler als Muster für ihre „Toblerone”.
Matthau, Walter
Walter Matthau (* 1. Oktober 1920 in New York als ''Walter John Matthow''; † 1. Juli 2000 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikan. Filmschauspieler, der vor allem in Komödien an der Seite Jack Lemmons bekannt wurde, aber wiederholt auch als Charakterdarsteller eingesetzt wurde.
Matthäus, Lothar
Lothar Herbert Matthäus (* 21. März 1961 in Erlangen) ist ein dt. Fußballtrainer u. ehem. Fußballspieler. Der frühere Mittelfeldspieler u. Libero ist Rekordnationalspieler der Nationalmannschaft, sein größter Erfolg war der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1990. Darüber hinaus wurde er mehrfach dt. Meister, Pokalsieger u. italien. Meister.
Matthew Moore Hardy
Matthew Moore Hardy (* 23. September 1974 in Cameron, North Carolina, USA) ist ein US-amerikan. Wrestler, der vor allem an der Seite seines jüngeren Bruders Jeff Hardy im Tag Team „The Hardy Boyz” bekannt wurde. Er ist sowohl ein Einzel- als auch ein Tag-Team-Wrestler u. ist der aktuelle WWE United States Champion.
Matthias
M. ist ein männl. Vorname.
Matura
Die M. (lat.: ''maturitas'' = „die Reife”) bezeichnet die ''Reifeprüfung'' nach Abschluss einer höheren Schulausbildung bzw. das ''Matura''- oder ''Reifezeugnis'' u. damit den höchsten Schulabschluss. In Österreich, Liechtenstein, der Schweiz u. Südtirol, außerdem in Tschechien, Polen u. einigen weiteren ost-, mittel- u. südosteuropischen Staaten be- sitzt der Maturant (bzw. in der Deutschschweiz: der Maturand) die Hochschulreife u. damit die Zugangsberechtigung für ein Studium an einer Hochschule bzw. Universität. Die M. entspricht dem Abitur.
Die Berufsmatura bezeichnet einen weiteren Schulabschluss in der Schweiz u. berechtigt für ein Studium ausschließlich an einer Fachhochschule.
Matussek, Matthias
Matthias Matussek (* 9. März 1954 in Münster) ist ein dt. Journalist u. Publizist, der durch seinen streitbaren Konservatismus u. Patriotismus für Aufsehen sorgte.
Matzbacher, Andreas
Andreas Matzbacher (* 7. Jänner 1982 in Graz; † 24. Dezember 2007 bei Frohnleiten, Bezirk Graz-Umgebung, Autounfall) war ein österr. Radprofi.
Maultier
Das M. (auch „Muli” genannt, nach dem latein. Wort ''mulus'') ist das Kreuzungsprodukt einer Pferdestute u. eines Eselhengstes. Die umgekehrte Kombination von Pferdehengst u. Eselstute wird Maulesel genannt. Das Wort ''Maul'' ist dabei über viele Sprachen (aus dem lat. über germ., schwed., niederl., mhd./ahd.) dem lateinischen ''mulus'' für M. bzw. Mischtier/Mischung (vgl. auch Muli oder Mulatte) entliehen. Als Hybride sind Maultiere untereinander nicht fortpflanzungsfähig. Maultiere sind einfacher zu züchten als Maulesel u. werden aufgrund ihrer im Vergleich mit den Pferden größeren Ausdauer u. Unempfindlichkeit als Zug- u. Tragtiere verwendet, eignen sich aber auch gut als Reittiere.
Maulwürfe
Die M. (Talpidae) sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Insektenfresser (Eulipotyphla). Sie umfassen rd. 35 in Eurasien u. Nordamerika verbreitete Arten, wobei der Europäische Maulwurf die einzige in Mitteleuropa lebende Art ist. Viele, aber nicht alle M. führen eine unterirdisch grabende Lebensweise. Daneben gehören auch die wasserbewohnenden Desmane u. einige meist oberirdisch lebende, spitzmausähnl. Arten (die Spitzmausmaulwürfe, die Japanischen u. die Amerikanischen Spitzmulle) zu dieser Gruppe.
Mauren
Als M. (abgeleitet von der röm. Provinz ''Mauretanien'' bzw. dem Königreich Mauretanien, wiederum abgeleitet vom Griechischen ''mauros'' bzw. "amauros" = dunkel; metaphorisch: "dunkelhäutig") werden all jene in Nordafrika als Nomaden lebenden Berberstämme verstanden, die im 7. Jh. von den Arabern islamisiert wurden u. diese bei ihrer Eroberung der iber. Halbinsel als kämpfende Truppe unterstützten.
Mauretanien
M. (amtl. ''Islamische Republik Mauretanien'') liegt im nordwestl. Afrika, am Atlantik. Die Präsidialrepublik grenzt an die Staaten Algerien, Mali u. Senegal sowie an das von Marokko annektierte Territorium der Westsahara (Demokratische Arabische Republik Sahara). Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland.
Mauriello, Julianna Rose
Julianna Rose Mauriello (* 26. Mai 1991 in Irvington, New York) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Tänzerin.
Mauritius
M. (dt.: [mau&beton;ri&dehn;tsius], engl.: [m&eunbet;&beton;ri&schstl;&eunbet;s]) ist ein Inselstaat im SW des Indischen Ozeans, ungefähr 900 km östlich von Madagaskar. Im N befinden sich die Seychellen u. im W befindet sich das französ. Überseedépartement La Réunion.
Maus (Computer)
Bild: 3-Tastenmaus_Microsoft.jpg
Drei-Tasten-Maus mit Scrollrad
Die M. ist eines der wichtigsten Eingabegeräte (Befehlsgeber) bei modernen Computern.
Die Bewegung der M. (normalerweise mit der Hand) auf dem Tisch oder einer speziellen Unterlage, dem Mauspad, wird über einen Sensor in der M. aufgenommen u. digitalisiert u. über eine Schnittstelle an den angeschlossenen Computer übertragen. Über Funktionen des Betriebssystems wird diese zweidimensionale Bewegungsinformation in eine gleichartige Bewegung des Mauszeigers (fälschlicherweise umgangssprachlich auch Cursor genannt) auf dem Bildschirm umgesetzt. Durch Betätigung der Tasten oder zusätzl. Elemente der M. kann der Nutzer verschiedene Aktionen in dem Betriebssystem oder Anwendungsprogramm durchführen. Die Einführung der Computermaus kann als ein entscheidender Durchbruch in der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von Computern angesehen werden. Im Jahre 2005 waren bereits schätzungsweise mehr als eine Milliarde „Mäuse” weltweit verkauft worden.
Mäuse
Die M. (''Mus'') sind eine Gattung der Echten M., deren bekannteste Art die Hausmaus ist. Daneben gibt es 37 weitere Arten, die teils ebenfalls Kulturfolger, teils aber auch zurückgezogen lebende Waldtiere sind.
Mäusebussard
Der M. (''Buteo buteo'') ist der häufigste Greifvogel Mitteleuropas.
Er ist in seinem Nahrungsverhalten u. seiner Lebensraumwahl sehr anpassungsfähig. Vom Flachland bis ins Gebirge, in dünn besiedelten Gebieten bis an die Ränder von Großstädten kann der M. das ganze Jahr beobachtet werden.
Mauser (Waffenhersteller)
M. ist eines der ältesten u. bekanntesten Unternehmen zur Konstruktion u. Herstellung von Militär- u. Zivilwaffen.
Mauser BK-27
Die BK 27 (BK = Bordkanone) ist eine 27-mm-Revolverkanone, die von der Firma M., heute ein Teil von Rheinmetall, hergestellt wird. Entwickelt wurde sie in den späten 1960er-Jahren für das MRCA-Programm (Multi-Role Combat Aircraft, dt: Mehrzweck-Kampfflugzeug), das letztendlich dann in der Produktion des Panavia Tornado endete.
Mausoleum
Ein M. ist ein monumentales Grabmal in Gebäudeform. Der Name leitet sich von dem prachtvollen Grabmal des Königs Mausolos von Karien (gehörte damals zu Persien) her.
Mausoleum von Halikarnassos
Bild: The_maussolleion_model_dsc02711-miniaturk_nevit.jpg
Modell einer Rekonstruktion
des Mausoleums von Halikarnassos
Das M. v. H. war das prächtige Grabmal von Mausolos II. (eigentl. ''Maussollos'', ''Maussolos'', selten ''Mausollos''), dem pers. Satrapen u. Kleinkönig von Karien, u. das fünfte der „sieben Weltwunder” der Antike.
Maut
M. ist ein aus dem gotischen ''mota'' (Zoll) abgeleiteter Name für Zoll (Abgabe) im Sinne eines Wegzolls.
Der Begriff beschreibt das Bezahlen einer Gebühr für die Nutzung von Bauwerken, wie Straßen, Brücken u. in neuerer Zeit von Autobahnen u. Tunneln.
Ein alternativer Begriff für ''Maut'' ist Straßenbenutzungsgebühr (im Gegensatz z. B. zu Parkgebühr). Es lassen sich urbane (städtische) u. interurbane (zwischenstädtische) Straßenbenutzungsgebühren (Autobahngebühren, ggf. auch Landstraßen) unterscheiden. Darüber hinaus hat sich in Deutschland die Unterteilung in Pkw-Maut (für die Nutzung der Autobahnen) u. Lkw-Maut eingebürgert.
Mautner Markhof, Manfred
Manfred Mautner Markhof (II) (* 6. Februar 1927 in Wien; † 7. Jänner 2008 ebenda) war wie sein Vater Manfred Mautner Markhof senior (I) ein österr. Industrieller u. Politiker aus der Unternehmerfamilie Mautner Markhof.
Max Buskohl
→ Empty Trash.
Maxim (Zeitschrift)
M. (Erstveröffentlichung in Deutschland: Mai 2001, Juniausgabe) ist ein Männermagazin, das monatlich erscheint.
In Deutschland wird M. vom Axel Springer Verlag hrsg., der die Zeitschrift als Nachahmerprodukt gegen das bereits erfolgreich eingeführte „For Him Magazine” positioniert hat. Als solches widmet sich die Zeitschrift Themen wie Männermode, Autos, Technik u. sogenannten „Lifestyle”-Themen. Zusätzlich werden erot. Aufnahmen teils prominenter Frauen abgedruckt.
Maximale Arbeitsplatz-Konzentration
Die M. A. (MAK-Wert) gibt die maximal zulässige Konzentration eines Stoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der (Atem-)Luft am Arbeitsplatz an, bei der kein Gesundheitsschaden zu erwarten ist, auch wenn man der Konzentration in der Regel 8 Stunden täglich, maximal 40 (42) Stunden in der Woche ausgesetzt ist (Schichtbetrieb).
Maxime
Die M. (fr. ''maxime'' „Leitspruch”, von lat. ''maximus'' „das Größte”) bezeichnet einen ursprünglich aus der Logik hervorgegangenen Begriff, der im Französischen sittl. Bedeutung erlangte u. seitdem im Sinne einer obersten persönl. Lebensregel, eines persönl. Grundsatzes des Willens u. Handelns verwendet wird (La Rochefoucauld, Goethe). Bei den französ. Moralisten Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (1715–1747) u. François de La Rochefoucauld (1613–1680) gelangte die M. zu einer hohen Form der philosoph. Aussage. Goethe veröffentlichte 1840 seine ''Maximen u. Reflexionen''.
Maximilian I.
Maximilian I. von Habsburg (* 22. März 1459 in Wiener Neustadt; † 12. Januar 1519 in Wels, Oberösterreich) war römisch-deutscher König u. seit 1508 Kaiser des Hl. Römischen Reiches. Er wurde auch der ''letzte Ritter u. erste Kanonier'' genannt.
Maximilian I.
Maximilian I. Maria Michael Johann Baptist Franz de Paula Joseph Kaspar Ignatius Nepomuk (* 27. Mai 1756 in Schwetzingen bei Mannheim; † 13. Oktober 1825 in München) war als Maximilian IV. zunächst Herzog von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein u. Kurfürst des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation u. später erster König des Königreichs Bayern. Bei seinen Untertanen wurde er mit der populären Kurzform seines Namens „''König Max''” genannt.
Maxïmo Park
M. P. [mak&beton;si:mou &beton;pa:k] ist eine brit. Indie-Rockband. Sie wurde 2003 in der nordengl. Stadt Newcastle gegr.
Maximum-Likelihood-Methode
Die M. (von engl. ''maximale Wahrscheinlichkeit'') bezeichnet in der Statistik ein parametr. Schätzverfahren.
Maximum Transmission Unit
M. T. U. (MTU) beschreibt die maximale Paketgröße (''maximum sized datagram,'' RFC 791), die über ein Netzwerk übertragen werden kann, ohne dass das Datenpaket fragmentiert werden muss. Die MTU wird in Oktetten (Bytes) angegeben. Die MTU wird durch die verwendete Hardware/Technik bestimmt.
Maxingvest
Die M. AG ist ein dt. Konsumgüterhandelsunternehmen, das unter anderem durch die Vertriebsmarke Tchibo bekannt ist u. von der Familie Herz gesteuert wird.
Max Payne
M. P. ist der Name einer Computerspiel-Serie um den gleichn. trag. Helden des finn. Spieleentwicklers Remedy Entertainment, entstanden in Zusammenarbeit mit 3D Realms.
Max und Moritz
„M. u. M. – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen” ist ein Werk von Wilhelm Busch. Es wurde am 4. April 1865 erstveröffentlicht. Das Lausbubenduo überschreitet in seinen Streichen regelmäßig die Grenzen von Moral u. Anstand. M. u. M. wurden in zahleichen Ländern publiziert u. gelten als Comic-Klassiker.
Maxwell-Boltzmann-Verteilung
Die M. oder auch maxwellsche Geschwindigkeitsverteilung ist eine Wahrscheinlichkeitsverteilung der statist. Physik u. spielt in der Thermodynamik, speziell der kinet. Gastheorie, eine wichtige Rolle. Sie beschreibt die Verteilung des Betrags der Teilchengeschwindigkeiten in einem idealen Gas. Abgeleitet wurde sie 1860 von James Clerk Maxwell u. Ludwig Boltzmann, denen sie auch ihren Namen verdankt.
Maxwell'sche Gleichungen
Die vier Maxwell'schen Gleichungen beschreiben die Erzeugung von elektrischen u. magnet. Feldern durch Ladungen u. Ströme sowie die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Feldern, die bei zeitabhängigen Feldern als Zeitentwicklung in Erscheinung tritt. Sie sind die Grundlage der Elektrodynamik u. der theoret. Elektrotechnik u. wurden in den Jahren 1861 bis 1864 von James Clerk Maxwell entwickelt. Im Wesentlichen fasste Maxwell die bis zu diesem Zeitpunkt entdeckten Gesetzmäßigkeiten
* das Ampère'sche Gesetz,
* das Induktionsgesetz von Faraday u.
* das Gauß'sche Gesetzin einer vereinheitlichten Theorie zusammen u. ergänzte sie um
* den Maxwell'schen Verschiebungsstrom,um Konsistenz mit der Kontinuitätsgleichung zu erhalten. Die Maxwell'schen Gleichungen sind ein Beispiel für eine vereinheitlichte Theorie, die verschiedene Phänomene, hier magnetische u. elektrische, in einer geschlossenen Form erklärt.
May, Brian Harold
Brian Harold May (* 19. Juli 1947 in Hampton, Middlesex, England) ist ein brit. Gitarrist, Komponist, Astrophysiker, Buchautor u. Kanzler der Liverpool John Moores University; er ist Gründungsmitglied der Rockband Queen.
May, Karl Friedrich
Karl Friedrich May, eigentl. ''Carl Friedrich May'', (* 25. Februar 1842 in Ernstthal; † 30. März 1912 in Radebeul) war ein dt. Schriftsteller. Karl May war einer der produktivsten Abenteuerschriftsteller u. zählte jahrzehntelang zu den meistgelesenen Schriftstellern Deutschlands. Bekannt wurde er vor allem durch seine so genannten Reiseerzählungen, die vorwiegend im Orient („Durchs wilde Kurdistan”) u. in den Vereinigten Staaten („Winnetou”) u. Mexiko angesiedelt sind. Viele seiner Werke wurden verfilmt, für die Bühne adaptiert, zu Hörspielen verarbeitet oder als Comics umgesetzt.
May, Michaela
Bild: 2007-11-Michaela_May.jpg
Michaela May
Michaela May (* 18. März 1952 in München; eigentl. ''Gertraud Berta Mittermayr'') ist eine dt. Schauspielerin. Sie etablierte sich ab 1974 mit der TV-Serie „Mnchner Geschichten” als vielbeschftigte Seriendarstellerin.
Maya
Die M. sind ein indigenes Volk bzw. eine Gruppe indigener Völker in Mittelamerika, die insbes. aufgrund der von ihnen im Präkolumbischen Mesoamerika gegr. Reiche u. ihrer hoch entwickelten Kultur bekannt sind.
In ihrer Blütezeit stellten sie eine mächtige Hochkultur dar. Man spricht zumeist von ''einer'' Maya-Kultur.
Zur Zeit der Ankunft der Spanier Ende des 15. Jh. lagen die Zentren der nachklass. Maya-Kultur im äußersten N von Yucatán. Im Gegensatz zu vielen anderen indigenen Völkern existieren die M. noch heute u. leben auf der Yucatán-Halbinsel sowie in Belize, Guatemala u. Honduras.
Berühmt sind die M. für ihre Mathematik u. für ihren hoch entwickelten Kalender, geschrieben in Hieroglyphen. Wichtige Errungenschaften sind der Anbau von Mais, die Entwicklung des sehr präzisen Maya-Kalenders u. der Maya-Schrift. Die mittlerweile weitgehend entzifferte Schrift, obwohl auf Bildsymbolen basierend, war mehr als eine reine Ideogrammschrift u. stellt das höchstentwickelte (u. bis zur Ankunft der Spanier das einzige) Schriftmedium in Altamerika dar. Kunsthandwerk (Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien) u. Malerei waren hoch entwickelt, Metallverarbeitung (Gold, Silber, Kupfer) spielte erst spät u. fast nur für rituelle Zwecke eine Rolle, nicht für die Werkzeugherstellung. In den Städten gab es bis zu 65 m hohe Stufenpyramiden, Paläste, Observatorien u. Ballspielplätze.
Maya-Kalender
Der M. ist das histor. Kalendersystem der Maya. Es ist der am weitesten entwickelte Kalender der mesoamerikan. Ureinwohner.
Maybach (Automobil)
M. ist eine klass. Automobilmarke für Luxuswagen der 1920er u. 1930er Jahre, die 2001 von der DaimlerChrysler AG (heute Daimler AG) neu belebt wurde u. die heute die Premiummarke der Mercedes-Benz Cars bildet. Der Name geht zurück auf den Autokonstrukteur Wilhelm M.
Mayer, John
John Clayton Mayer (* 16. Oktober 1977 in Bridgeport, Connecticut) ist ein US-amerikan. Songwriter. Seine Songs verbinden die Stilrichtungen Folk, Rock, Pop u. Blues
Mayflower
Die M. (engl. für ''Maiblume'') war ein Segelschiff, mit dem die so genannten Pilgerväter von Mittelengland nach Amerika fuhren, um dort ein neues Leben zu führen. Die M. stach am 6. September 1620 von Plymouth in See u. erreichte Cape Cod am 21. November 1620 (beide Daten gregorian. Kalender).
Mayotte
M. ist ein Übersee-Territorium u. somit Gebietskörperschaft (''collectivité départementale'') Frankreichs am nördl. Rand der Straße von Mosambik im Indischen Ozean. M. liegt zwischen dem nördl. Teil Madagaskars u. dem N Mosambiks. Geographisch gehört es zum Archipel der Komoren.
Mayweather junior, Floyd Joy
Floyd Mayweather junior (* 24. Februar 1977 in Grand Rapids, Michigan) ist ein US-amerikan. Boxer.
Mazda
Das Unternehmen M. Motor Corporation, gelistet im Nikkei 225, ist ein japan. Automobil-Hersteller mit Sitz in Hiroshima. Der Name des Firmengründers Jujiro Matsuda wird im Japanischen wie 'M.' ausgesprochen. Neben zwei Produktionsstätten in Japan (Hiroshima u. Hofu) wurden u. werden Mazdamodelle an Standorten in allen Teilen der Welt gefertigt.
Die Ford Motor Company, mit der M. seit 1979 eine strategische Partnerschaft unterhält, erwarb 1996 den Kontrollanteil von 33,4% der Stammanteile von M. u. ist seitdem der Mutterkonzern der M. Motor Corporation.
Mazedonien
M., amtl. Republik M. oder auch Ehemalige Jugoslawische Republik M., ist ein Staat in Südosteuropa. M. war die südlichste Teilrepublik Jugoslawiens u. rief etwas später als Kroatien u. Slowenien seine Unabhängigkeit aus. Seit Dezember 2005 hat M. den offiziellen Status eines EU-Beitrittskandidaten.
Mäzen
Ein M., weibl. Form Mäzenatin, ist eine Person, die eine Institution, kommunale Einrichtung oder Person mit Geld oder geldwerten Mitteln bei der Umsetzung eines Vorhabens unterstützt, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen. Die Bez. M. leitet sich vom Römer bzw. Etrusker Gaius Cilnius Maecenas her, der in auguste. Zeit Dichter wie Vergil, Properz u. Horaz förderte.
Małysz, Adam
Adam Małysz [&beton;adam &beton;mawi&schstl;] (* 3. Dezember 1977 in Wisła, Polen) ist ein poln. Skispringer.
MC (Musik)
Der MC oder älter Master of Ceremonies ist im engl. Sprachraum generell der Moderator einer Bühnenshow oder einer anderen Performance. Im dt. Sprachraum ist das Wort fast ausschließlich als Titel für den Rapper in einer Hip-Hop-Gruppe vorgesehen. „MCing” ist ein zentraler Bestandteil der Hip-Hop-Kultur.
McAdams, Rachel
Rachel McAdams (* 7. Oktober 1976 in London, Ontario) ist eine kanad. Schauspielerin.
McCain, John
John Sidney McCain III (* 29. August 1936 auf der Basis Coco Solo in der Panamakanalzone) ist ein US-amerikan. Politiker (Republikanische Partei) u. seit 1987 Senator für den US-amerikan. Bundesstaat Arizona. Im Jahr 2000 bewarb er sich um das Amt des US-Präsidenten, scheiterte in der Vorwahl jedoch gegen George W. Bush. Er ist designierter Kandidat der Republikanischen Partei für die Präsidentschaftswahl 2008. McCain kämpfte als Jagdflieger der United States Navy im Vietnamkrieg u. geriet in mehrjährige Kriegsgefangenschaft.
McCandless, Christopher
Christopher „Chris” Johnson McCandless (* 12. Februar 1968 in Virginia; † August 1992 in Alaska; auch „Alexander Supertramp” genannt) war ein junger Abenteurer. Er wurde bekannt durch Jon Krakauers Buch ''In die Wildnis''. McCandless zog mit minimaler Ausrüstung durch die USA. Er starb in einem abgelegenen Gebiet Alaskas an körperl. Auszehrung u. möglicherweise an einer Vergiftung.
McCarthy-Ära
Die M. (benannt nach dem Senator Joseph McCarthy) war in der jüngeren Geschichte der USA eine Phase, die durch einen intensiven Antikommunismus geprägt war. Sie wird auch als ''Second Red Scare'' bezeichnet. Sie dauerte von 1948 bis etwa 1956. Während dieser Zeit verfolgte die US-Regierung die Kommunistische Partei der USA, ihre Führung, ihre Mitglieder u. Sympathisanten. Nach den Anschuldigungen, dass sowohl der stellvertr. Finanz-Min. Harry Dexter White als auch der Ratgeber Franklin D. Roosevelts, Alger Hiss, sowjet. Agenten seien, wurden für Regierungsmitarbeiter u. die Beschäftigten staatl. Einrichtungen Loyalitätstests eingeführt.
McCartney, Jesse
Jesse Arthur McCartney (* 9. April 1987 in New York City) ist ein US-amerikan. Schauspieler, Sänger u. Songwriter.
McCartney, Paul
Sir James Paul McCartney MBE (* 18. Juni 1942 in Liverpool) ist ein engl. Musiker. Bekannt wurde er als Komponist, Sänger u. Bassist der Beatles. Er war zusammen mit John Lennon wichtigster Songschreiber der Beatles. Später gründete er die Gruppe „Wings” u. veröffentlichte Soloalben. Mit seinem erfolgreichen musikal. Schaffen gehört er zu den einflussreichsten Personen der internationalen Popmusik.
McConaughey, Matthew David
Matthew David McConaughey (* 4. November 1969 in Uvalde, Texas, USA) ist ein US-amerikan. Schauspieler.
McDonald’s
Die M. Corporation ist der weltgrößte Betreiber von Fastfood-Restaurants. Der Firmensitz ist Oak Brook, Illinois in den USA.
McDonnell, Mary
Mary McDonnell (* 28. April 1952 in Wilkes-Barre, Pennsylvania) ist eine US-amerikan. Schauspielerin.
McDonnell Douglas
M. D. war bis zur Übernahme durch Boeing im Jahr 1997 einer der weltweit größten Hersteller von zivilen u. militär. Flugzeugen mit Hauptsitz in Long Beach, Kalifornien (USA).
McDonnell Douglas F-15
Die F-15 Eagle von McDonnell Douglas (MDD) ist ein allwetterfähiges, wendiges, takt. Kampfflugzeug, das entwickelt u. ab 1974 eingesetzt wurde, um der US-Luftwaffe die Erringung u. Verteidigung der Luftüberlegenheit über Konfliktregionen zu ermöglichen. Die F-15 Eagle wird seit 2003 sukzessiv durch die modernere F-22 Raptor ersetzt u. damit außer Dienst gestellt. Vorgänger der Eagle bei McDonnell Douglas waren u.a. die F-4 Phantom.
McDowell, Malcolm
Malcolm McDowell (*als ''Malcolm John Taylor'' am 13. Juni 1943 in Leeds, Yorkshire) ist ein engl. Schauspieler.
McEnroe, John Patrick
John Patrick McEnroe, Jr. (* 16. Februar 1959 in Wiesbaden) ist ein US-amerikan. Tennisspieler.
McEnroe gewann in seiner Karriere insges. sieben Grand-Slam-Turniere im Einzel u. neun Grand-Slam-Titel im Doppel. Er konnte viermal in Folge (1981–84) eine Saison an der Spitze der Tennis-Weltrangliste beenden u. war vor allem in der ersten Hälfte der 1980er Jahre der dominierende Spieler auf der ATP Tour.
In seiner 15 Jahre langen Karriere gewann er insges. 77 Turniere in der Einzelkonkurrenz u. 78 im Doppel. Vor allem in Wimbledon (drei Titel im Einzel u. fünf Titel im Doppel) u. bei den US Open (je vier Titel in Einzel- u. Doppelkonkurrenz) war McEnroe erfolgreich.
McEwan, Ian
Ian Russell McEwan CBE (* 21. Juni 1948 in Aldershot, England) ist ein brit. Schriftsteller. In seinen Romanen liefert er nüchterne Analysen menschl. Verhaltensweisen.
McGinley, John C.
John Christopher McGinley (* 3. August 1959 in New York City, New York, USA) ist ein US-amerikan. Schauspieler, Produzent u. Schriftsteller.
Bekannt wurde er unter anderem durch die Sitcom ''Scrubs – Die Anfänger'' als Dr. Perry Cox. Er studierte Schauspielkunst an der Syracuse University u. später an der Universität New York.
McGowan, Rose
Rose Arianna McGowan (* 5. September 1973 in Florenz, Italien) ist eine US-amerikan. Schauspielerin.
McGregor, Ewan Gordon
Ewan Gordon McGregor [&beton;ju&dehn;&eunbet;n] (* 31. März 1971 in Crieff, Perthshire, Schottland) ist ein schott. Schauspieler. Er ist verheiratet mit Eve Mavrakis u. ist der Vater zweier Kinder.
MC Hammer
MC H. (* 30. März 1962 als ''Stanley Kirk Burrell'' in Oakland, Kalifornien), später nur noch Hammer, danach wieder MC Hammer, ist ein US-amerikan. Rapper u. Prediger.
McKellen, Sir Ian
Sir Ian Murray McKellen CH, CBE (* 25. Mai 1939 in Burnley, Lancashire, England) ist ein britischer Film- u. Theaterschauspieler. Er ist auch als Aktivist für die Rechte von Schwulen u. Lesben bekannt.
McKennitt, Loreena
Loreena McKennitt (* 17. Februar 1957 in Morden, Manitoba) ist eine kanad. Musikerin u. Komponistin.
McKenzie, Benjamin
Ben McKenzie (eigentl. ''Benjamin McKenzie Schenkkan'', * 12. September 1978 in Austin, Texas, USA) ist ein US-amerikan. Schauspieler. Einem breiten Publikum wurde er durch die Hauptrolle als Ryan Atwood in der US-Fernsehserie „O. C., California” bekannt.
McKinsey
M. & Company ist eine in 51 Ländern vertretene Unternehmens- u. Strategieberatung, die weltweit rd. 7.500 Berater beschäftigt.
McLaren F1
Der M. F1 ist ein Supersportwagen u. wurde zwischen 1994 u. 1997 100-mal gebaut. Etwas mehr als die Hälfte der Produktion wurde als straßenzugelassenes Fahrzeug verkauft, der Rest wurde für die FIA GT1–Rennserie verwendet.
McLeods Töchter
M. T. (OT: ''McLeod's Daughters'') ist eine austral. Drama-Fernsehserie, die seit 2001 vom austral. Fernsehnetwork Nine Network produziert u. ausgestrahlt wird. 2003 wurde die Serie über den Hallmark Channel in etwa 100 Ländern ausgestrahlt. Im deutschsprachigen Raum wurden die ersten fünf Staffeln der Serie von Ende Januar 2006 bis zum 8. August 2006 von VOX am Nachmittag gesendet. Die 6. Staffel wurde vom 17. Januar bis 1. März 2007 auf VOX (15:05–16:00 Uhr) ausgestrahlt.
McMahon, Julian
Julian Dana William McMahon (* 27. Juli 1968 in Sydney, New South Wales) ist ein austral. Schauspieler.
McMahon, Vincent K.
Vincent Kennedy McMahon (* 24. August 1945 in Pinehurst, North Carolina) ist ein US-amerikan. Wrestling-Promoter u. Vorsitzender des Medienunternehmens World Wrestling Entertainment, kurz WWE, welches unter anderem eine gleichn. Wrestlingliga betreibt.
McQueen, Steve
Terence Steven McQueen (* 24. März 1930 in Beech Grove/Indianapolis, Indiana; † 7. November 1980 in Ciudad Juárez, Mexiko) war ein US-amerikan. Film- u. Fernsehschauspieler u. Amateurrennfahrer.
In den 60er u. 70er Jahren zählte McQueen zu den kassenträchtigsten Filmschauspielern. Er war meist in Western („Die glorreichen Sieben”) oder in Abenteuer- u. Actionfilmen zu sehen („Papillon”).
McRae, Colin
Colin Steele McRae MBE (* 5. August 1968 in Lanark, Schottland; † 15. September 2007 ebenda) war ein brit. Motorsportler. Bekannt wurde er insbes. durch seine langjährige Teilnahme an der Rallye-Weltmeisterschaft u. seinen im Jahre 1995 errungenen Weltmeister-Titel.
MDAX
Der MDAX (abgeleitet von ''Mid-Cap-DAX'') ist ein am 19. Januar 1996 eingeführter deutscher Aktienindex (ISIN DE000846741). Er umfasst 50 Werte – vorwiegend aus klass. Branchen –, die in der Rangliste nach Marktkapitalisierung u. Börsenumsatz auf die Werte des DAX folgen. Der MDAX spiegelt damit die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer dt. oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen (Mid Caps) wider. Er wird als Performanceindex u. auch als Kursindex berechnet. Seine Zusammensetzung wird zweimal im Jahr (März u. September) sowie in bes. Fällen, z. B. bei Fusionen u. größeren Neuemissionen aktualisiert. Es gilt die 60/60-Regel, es können also nur Werte aufgenommen werden, die hinsichtl. Marktkapitalisierung u. Börsenumsatz jeweils zu den 60 größten hinter dem DAX zählen. Genauso wird bei Ausschlüssen verfahren, wenn eines der beiden Kriterien stark oder längere Zeit verfehlt wird.
Neben dem DAX, dem TecDAX u. dem SDAX gehört der MDAX zum Prime Standard. Er beinhaltet seit seiner Verkleinerung am 24. März 2003 insges. 50 Werte, davor waren es 70.
MDMA
MDMA steht für die chem. Verbindung 3,4-Methylendioxy-''N''-methylamphetamin. MDMA gehört strukturell zur Gruppe der Amphetamine. MDMA ist als Ecstasy weit besser bekannt, obwohl die Droge Ecstasy nicht auf MDMA als Inhaltsstoff festgelegt ist u. daher auch andere Inhaltsstoffe enthalten sein können.
Mea culpa
Das M. c. (latein. „meine Schuld”) ist ursprünglich eine christl. Formel des Schuldbekenntnisses. Sie stammt aus dem Gebet ''Confiteor'' („Ich bekenne”), das seit dem 11. Jh. in der kath. Kirche gesprochen wird. Der Ausdruck ist, meistens ironisierend, als Entschuldigungsformel in die Umgangssprache eingegangen.
Mead, George Herbert
George Herbert Mead (* 27. Februar 1863 in South Hadley, Massachusetts, USA † 26. April 1931 in Chicago, USA) studierte u.a. in Leipzig u. Berlin u. war von 1894 bis zu seinem Tode Prof. für Philosophie u. Sozialpsychologie an der Universität Chicago. Er erklärte die Entstehung von Bewusstsein aus Kommunikationsprozessen.
Meat Loaf
M. L. (engl.: "Fleischklops", "Falscher Hase" oder "Hackfleisch"; * 27. September 1947 in Dallas/Texas; geboren als ''Marvin Lee Aday'', jetzt ''Michael Lee Aday'') ist ein US-amerikan. Rocksänger, Schauspieler u. Opernsänger.
Mechanik
Die M. ist ein Teilgebiet der Physik u. befasst sich mit der Bewegung von Körpern u. der Einwirkung von Kräften.
Mechatronik
Die M. beschäftigt sich interdisziplinär mit dem Zusammenwirken mechanischer, elektronischer u. informationstechn. Elemente u. Module in mechatron. Systemen.
Der Begriff ''M.'' ''(Mechanical Engineering-Electronic Engineering)'' ist ein Kunstwort. Er wurde ab 1969 von der japan. Firma ''Yaskawa Electric Cooperation'' geprägt u. findet seinen Ursprung in der Feinmechanik. Später kam die Informatik als neue Kerndisziplin hinzu. M. ist in den letzten Jahren in der Technik weltweit ein Begriff geworden. Sie steht eng mit der Elektromechanik, der Feinwerktechnik, der Mikrosystemtechnik u. der Adaptronik in Beziehung.
Mechatroniker
M. ist die Berufsbezeichnung eines anerkannten Ausbildungsberufs der gewerbl. Wirtschaft. Dieser Beruf wurde durch die Verordnung über die Berufsausbildung zum Mechatroniker/zur Mechatronikerin vom 4. März 1998 (BGBl. I S. 458) anerkannt. Er hat starke Ähnlichkeit mit dem Berufsbild des Elektromechanikers, dessen berufsspezif. Ausbildung in Deutschland seit dem 1. August 2003 aufgegeben wurde.
Meckel, Miriam
Miriam Meckel (* 18. Juli 1967 in Hilden) ist Kommunikationswissenschaftlerin u. Direktorin am Institut für Medien- u. Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen.
Mecklenburg
M. [&beton;me&dehn;kl&eunbet;nbu&dehn;rk] ist eine Region im N Deutschlands. M. war ein jahrhundertealtes reichsunmittelbares Territorium von Deutschland mit eigener Geschichte u. unverwechselbarer Kultur u. ist heute der westliche u. größere Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die größten Städte Mecklenburgs sind Rostock, Schwerin, Neubrandenburg u. Wismar.
Mecklenburg-Vorpommern
M. (plattdeutsch ''Mekel(n)borg-Vörpommern'') ist ein Land im NO Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Schwerin. Das Land ist als Zusammenschluss des histor. Landes Mecklenburg mit Vorpommern, dem nach 1945 zu Deutschland gehörigen Teil des histor. Landes Pommern, entstanden.
M. grenzt im N an die Ostsee, im W an Schleswig-Holstein u. Niedersachsen, im S an Brandenburg u. im O an Polen.
Medal of Honor
Die M. o. H. (dt. ''Ehrenmedaille'') ist eine sternförmige Medaille u. die höchste Auszeichnung der amerikan. Streitkräfte für herausragenden Mut im Kriegsfall. Da das Ehrenzeichen vom Präsidenten der USA im Namen des Kongresses verliehen wird, nennt man es oftmals auch umgangssprachl. ''Congressional Medal of Honor''.
Medal of Honor (Computerspiel)
M. o. H. ist eine Serie von Video- u. Computerspielen, die während des Zweiten Weltkriegs spielt. Die Spiele gehören zum Genre der Ego-Shooter, in denen der Spieler in die Rolle eines US-amerikan. Soldaten schlüpft u. den Feind, die Achsenmächte (für gewöhnlich nur Deutsche u. Japaner), bekämpft.
Die Spielreihe legt relativ großen Wert auf histor. Genauigkeit u. Realismus. Die Entwickler arbeiteten eng mit der Gesellschaft der Congressional Medal of Honor zusammen. Kritik erntet die Reihe aber aufgrund der pathetischen u. patriot. Inszenierung. Laut eigener Aussage lehnen die Entwickler es ab, für ihre Spielreihe jemals den Schauplatz (anderer Krieg) zu wechseln, da nur beim Zweiten Weltkrieg die Grenzen zwischen „gut” u. „böse” offensichtlich u. die Rechtfertigung zum Spielen gegeben seien, bei anderen Konflikten jedoch nicht.
Die ''Medal-of-Honor''-Reihe ist eine der weltweit erfolgreichsten Video- u. Computerspielreihen überhaupt.
Medea
M. (griech. Μ&eeacgr;δεια Medeia) ist eine Frauengestalt der griech. Mythologie. In den älteren Versionen des Mythos wird M. zumeist als selbstbewusste u. heilkundige Frau dargestellt. Euripides gestaltete den Mythos um. In seiner Fassung handelt M. aus Eifersucht u. rächt sich durch die Ermordung ihrer gemeinsamen Kinder an ihrem untreuen Ehemann.
Media-Control-Charts
Die M. sind wöchentl. Musik-Charts für Deutschland, die von Media Control, einem dt. Marktforschungsunternehmen, ermittelt werden. Neben den Top-100-Single- u. -Album-Charts werden auch für andere Medien u. nach Musikstilen aufgeschlüsselte Charts angeboten.
Median
M. (oder ''Zentralwert'') bezeichnet eine Grenze zwischen zwei Hälften. In der Statistik halbiert der M. eine Stichprobe. Gegenüber dem arithmet. Mittel, auch Durchschnitt genannt, hat der M. den Vorteil, robuster gegenüber Ausreißern (extrem abweichenden Werten) zu sein u. sich auch auf ordinal skalierte Variablen anwenden zu lassen.
Ferner wird in der Geometrie die Seitenhalbierende eines Dreiecks als M. bezeichnet, weil sie das Dreieck in zwei flächengleiche Hälften teilt.
Der Begriff ''median'' als anatom. Lagebezeichnung bedeutet ''in der Mitte liegend'' oder ''zur Mitte hin (ausgerichtet oder gelagert)''.
Media Player Classic
Der M. P. C. (MPC) ist ein kompakter Media Player für Windows. Die klassische, bewusst nicht durch Skins zu verändernde Oberfläche dieser Anwendung ist an die ältere Version 6.4 des Windows Media Player angelehnt. Dennoch ist der MPC ein komplett neu geschriebenes Programm, welches alle üblichen Optionen u. Leistungsmerkmale eines modernen Medienspielers aufweist.
Media-Saturn-Holding
Die M. GmbH (MSH) fasst die zuvor eigenständigen Elektrohandelsketten ''Media Markt'' u. ''Saturn'' (früher ''Saturn-Hansa'') zusammen. Das Unternehmen gehört zur Metro-Gruppe. Die Hauptverwaltung liegt in Ingolstadt.
Mediation
M. (lat. Vermittlung) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien – Medianden genannt – wollen mit Unterstützung einer dritten unpartei. Person (Mediator) zu einer einvernehml. Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen u. Interessen entspricht.
Medici
Die Familie M. (korrekt: de’ M.) war im Florenz des 15. u. 16. Jh. einer der einflussreichsten Faktoren im Kampf um Macht, Reichtum u. Ansehen. Durch geschicktes Taktieren u. ein unbarmherziges Ränkespiel stieg sie von einer unbedeutenden wohlhabenden Familie zu einer italien. Großmacht auf.
Medien
M. (Einzahl Medium) sind Kommunikationsmittel der Menschen.
Umgangssprachlich ist der Begriff „Medien” vor allem mit den Massenmedien Zeitung, Zeitschrift, Hörfunk, Film u. Fernsehen verbunden.
„Moderne Medien” beziehen sich auf ein zentrales Medium, den Computer.
Mediendesign
M. wird als übergeordnete Funktion zu ''Mediengestaltung'' bezeichnet. Untergeordnete Bereiche sind Medienberatung, Medienoperating u. Medientechnik. Mediendesigner gelten als ''Architekten'' medialer Kommunikation, da sie sowohl über künstlerische als auch techn. Kompetenzen verfügen u. die Gestaltungs- u. Produktionsprozesse in beiden Bereichen managen können.
Mediengestalter für Digital- und Printmedien
M. f. D. u. P. (nach der Ausbildungsordnung von 2007 kurz: Mediengestalter/Mediengestalterin Digital u. Print) ist ein Ausbildungsberuf, der in Deutschland die Nachfolge traditionsreicher Berufe wie Schriftsetzer oder Notenstecher antritt. Durch die fortschreitende Digitalisierung wurden diese Berufsbilder zusammengeführt u. mit fachl. Schwerpunkten versehen. Bis 1998 wurde der Beruf des Mediengestalters, Fachrichtung Druck, als „Werbe- u. Medienvorlagenhersteller” bezeichnet. In der Schweiz heißt er Polygraf/-in, in Österreich Fachmann/-frau für Medientechnik.
Medieninhalte
M. sind Inhalte, die über Medien verbreitet werden. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre wird im dt. Sprachraum auch der Anglizismus Content (eng.: ''der Gehalt, der Inhalt'') verwendet, insbes. im Zusammenhang mit Neuen Medien. Die Verwendung geschieht häufig zur Abgrenzung der übermittelten Inhalte eines Mediums von seiner Infrastruktur u. Informationen, die zur Verwaltung der Inhalte dienen. Beim Fernsehen ist der Content beispielsweise nicht der einzelne Fernsehsender oder das Fernsehprogramm als Sendeschema, sondern die Gesamtheit der übertragenen Fernsehsendungen.
Medienwissenschaft
M. ist die wissenschaftl. Beschäftigung mit den Medien (insbes. den Massenmedien) u. der öffentl. Kommunikation. Forschungsobjekt sind zum einen die Medien wie Hörfunk, Fernsehen u. Internet u. zum anderen – ähnlich wie in der Kommunikationswissenschaft – die Entstehung, Verbreitung u. Wirkung der öffentl. Meinung.
Medikament
Ein M. (lateinisch ''medicamentum – das Heilmittel'') ist ein Arzneimittel, das in bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Linderung einer Krankheit dient.
Der Begriff ''Arzneimittel'' schließt alle Medikamente ein, geht aber über den Begriff eines Medikamentes hinaus: Von Medikamenten abzugrenzen sind Arzneimittel zur Diagnose von Erkrankungen u. körperlichen Zuständen (Diagnostika) u. Arzneimittel, die dem Ersatz von Körperflüssigkeiten dienen. Blutpräparate oder Diagnostika wie beispielsweise Kontrastmittel sind zwar Arzneimittel, aber keine Medikamente. Umgangssprachlich wird das Wort Arzneimittel jedoch häufig synonym mit M. verwendet. Die fertig gerichteten u. verkäuflichen Medikamente sind in verschiedenen ''Verzeichnissen von Arzneimitteln'' entweder nach Namen, Wirkstoffen oder Diagnosegruppen aufgelistet (Bspl. ''Rote Liste''). Davon gibt es 2007 in Deutschland ca. 10.000 in einem Vielfachen an Aufbereitungen. Sie sind meistens unter dem ''Handelsnamen'' (Firmennamen) als auch ihrem ''Freinamen'', dem International non-proprietary name (INN), bekannt.
Medina
M. (von ''al-Madīna al-munawwara'', „die erleuchtete Stadt”; ursprüngl. Name ''Yathrib'', dann ''Madīnat an-Nabī'' = „Stadt des Propheten”) ist eine Stadt mit 918.889 Ew. (2004) im westl. Saudi-Arabien. Nach Mekka ist M. die zweitwichtigste hl. Stadt des Islam. Die Stadt ist nach islam. Recht wie Mekka prinzipiell für Nichtmuslime gesperrt.
Ebenso ist ''Madīna'' das allg. arab. Wort für „Stadt”. Heutzutage wird der Begriff auch als bes. Bez. für die Altstadt nordafrikan. Städte verwendet (z. B. die „Medina von Marrakesch”).
Medina, Francisco
Francisco Medina (* 30. Januar 1977 in Rostock) ist ein deutsch-chilen. Theater- u. Fernsehschauspieler.
Medina, Lina
Lina Medina (* 23. September 1933 in Ticrapo in der Region Huancavelica, Peru) ist in die Geschichte der Medizin eingegangen als jüngste Mutter der Welt. Sie war fnf Jahre u. sieben Monate alt.
Medion
Die MEDION AG ist ein in Essen ansässiges Unternehmen, das elektron. Konsumartikel konzipiert, vertreibt oder zusammenstellt.
Meditation
M. (lat. ''meditatio'' = „das Nachdenken über”; auch in der Bedeutung „zur Mitte ausrichten” von lat. ''medius'' = „die Mitte”) ist eine in vielen Religionen u. Kulturen geübte spirituelle Praxis. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen u. sammeln. In östl. Kulturen gilt sie als eine grundlegende u. zentrale bewusstseinserweiternde Übung. Die angestrebten Bewusstseinszustände werden, je nach Tradition, unterschiedlich u. oft mit Begriffen wie ''Stille'', ''Leere'', ''Panorama-Bewusstsein'', ''Eins-Sein'', ''im Hier u. Jetzt sein'' oder ''frei von Gedanken sein'' beschrieben.
Medizin
Die M. (von lateinisch ''ars medicina'', „Heilkunst”, auch „Heilkunde”) ist die Lehre von der Vorbeugung, Erkennung u. Behandlung von Krankheiten u. Verletzungen von Menschen u. Tieren u. mit der Wiederherstellung der bestmögl. Gesundheit. Dazu erforscht sie die Beschaffenheit u. Funktion des menschlichen (Humanmedizin) u. tier. Körpers (Veterinärmedizin) in gesundem u. krankem Zustand.
Medizingeschichte
M. ist die Lehre von den histor. Entwicklungen der Medizin, einschl. der Biografien von Personen, die Einfluss auf die Medizin ihrer Zeit ausübten. Sie nutzt die Methoden der allg. Geschichtswissenschaft u. will das Bewusstsein fördern, dass der Umgang mit Gesundheit u. Krankheit historisch u. kulturell geprägt ist.
Medizinisch-Psychologische Untersuchung
Die M. U. (abgekürzt MPU) überprüft die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen (auch: ''Mobilitätskompetenz''). Die offizielle Bez. im Straßenverkehrsgesetz lautet „Begutachtung der Fahreignung” (entspr.: Begutachtungsstelle für Fahreignung). Im Volksmund wird statt "MPU" oft der diskriminierende Begriff „Idiotentest” verwendet.
Eine gesetzlich geregelte (interdisziplinäre) medizinisch-psycholog. Untersuchung gibt es nur in Deutschland. Sie dient als Hilfestellung für Fahrerlaubnisbehörden zur Vorbereitung ihrer Entscheidungen über die Entziehung u. Neuerteilung der Fahrerlaubnis im Rahmen der gesetzl. Vorschriften.
Medlock, Mark
Mark Leon Medlock (* 9. Juli 1978 in Frankfurt a. M.) ist ein dt. Sänger. Einem breiten Publikum wurde er als Gewinner der vierten Staffel der Castingshow ''Deutschland sucht den Superstar'' (DSDS) bekannt, die von Januar bis Mai 2007 von dem privaten Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde.
Medulla oblongata
Die M. o. („verlängertes Mark”) ist der hinterste Gehirnteil u. gehört zum Hirnstamm u. damit zum Zentralnervensystem. Es bildet das Myelencephalon (Nachhirn) u. wird auch als ''Bulbus medullae spinalis'' oder ''Bulbus cerebri'' bezeichnet. Die M. o. ist nach unten hin zum Rückenmark nicht scharf abgrenzbar. Laut Definition reicht sie vom Abgang des ersten Spinalnervs hinauf bis zur Brücke (Pons). Die im Querschnitt sichtbare Verbindungslinie beider Hälften wird als ''Raphe'' bezeichnet u. besteht vorwiegend aus kreuzenden Nervenfasern.
Medusa (Mythologie)
M. ist der Name zweier Gestalten der griech. Mythologie. Die erste ist eine der drei, vier oder sieben Hesperiden, die die Goldenen Äpfel hüteten.
Die zweite, weitaus bekanntere, war eine Gorgone, die Tochter der Meeresgottheiten Phorkys u. Keto sowie die Schwester von Stheno u. Euryale. Sie war die einzig sterbliche der drei Gorgonen.
Ursprünglich war M. schön. Als Pallas Athene sie jedoch bei einer Buhlschaft mit Poseidon in einem ihrer Tempel überraschte, verwandelte sie sie erzürnt in jene Gestalt, als die sie gefürchtet war: ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren, langen Eckzähnen, einem Schuppenpanzer, glühenden Augen u. heraushängender Zunge; so sahen auch ihre Schwestern, die Gorgonen aus.
Der Blick der M. ließ als Schutz gegen Feinde, die sie ihrer Sterblichkeit wegen hätten töten können, jeden sofort zu Stein erstarren.
Medwedew, Dmitri Anatoljewitsch
Dmitri Anatoljewitsch Medwedew (wiss. Transliteration ''Dmitrij Anatol’evič Medvedev''; * 14. September 1965 in Leningrad, heutiges Sankt Petersburg) ist ein russ. Politiker u. Präsident der Russischen Föderation. Er wurde am 14. November 2005 vom Staatspräsidenten Wladimir Putin zum Ersten Stellvertretenden Min.-Präs. Russlands ernannt u. zwei Jahre später am 10. Dezember 2007 für die Nachfolge als Präsident der Russischen Föderation vorgeschlagen. Am 2. März 2008 wurde Medwedew zum Präsidenten u. Nachfolger von Wladimir Putin gewählt. Die offizielle Amtseinführung Medwedews fand am 7. Mai 2008 statt, dem Tag, an dem die Amtszeit Putins endete.
In den letzten Jahren stieg Medwedew als Leiter der Präsidialverwaltung u. Vorsitzender des Aufsichtsrats des führenden russ. Erdgaskonzerns Gazprom zu einem der mächtigsten Politiker Russlands auf.
Meer
Unter M. versteht man im Hochdeutschen die miteinander verbundenen Gewässer der Erde, die die Kontinente umgeben, im Gegensatz zu den auf Landflächen liegenden Binnengewässern.
Das M. ist eine zusammenhängende, reich gegliederte Wassermasse, die rd. 71% der Erdoberfläche bedeckt. 31,7% des Weltmeeres sind 4.000–5.000 m tief. Die Meeresflora produziert ungefähr 70% des Sauerstoffes, den die Menschen einatmen.
Die Kontinente gliedern es in drei Ozeane: den Atlantischen, den Indischen u. den Pazifischen Ozean. Insges. hat das M. ein Volumen von 1,338 Mrd. km³ u. damit einen Anteil von 96,5% am Weltwasservorkommen. Meerwasser ist wegen des hohen Salzgehaltes von rd. 3,5% für den Gebrauch als Trink- u. Bewässerungswasser nicht direkt geeignet. Nur 3,5% des gesamten Wasservorrates auf der Erde ist Süßwasser.
Meeresspiegel
Der M. bezeichnet die Höhe des Meeres. Die Höhe des Meeresspiegels an einer Messstelle wird als Pegel bezeichnet.
Meeresströmung
Meeresströmungen sind horizontale u. vertikale Bewegungen von Wassermassen in den Meeren.
Meerjungfrau
Eine M., auch Seejungfrau oder Fischweib, ist ein weibl. Fabelwesen, das im Meer oder anderen Gewässern leben soll.
Meerrettich
M. (''Armoracia rusticana'' bzw. ''Cochlearia armoracia''), im bairischen u. österr. Sprachraum auch Kren genannt, gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).
Die Wurzel der Meerrettichpflanze wird als Gemüse bzw. Gewürz verwendet. Die Meerrettichwurzel ist im rohen Zustand geruchlos. Wird sie geschnitten oder gerieben, verströmt sie einen stechenden u. zu Tränen reizenden Geruch. Verantwortlich für diesen ist Allylisothiocyanat, das sich bei Zellverletzung enzymatisch aus Sinigrin bildet.
Meerschweinchen
Die M. (Caviidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Nagetiere. Sie setzten sich aus drei äußerlich stark unterschiedl. Unterfamilien zusammen: den Eigentlichen M. (Caviinae) mit dem in Mitteleuropa bekannten Hausmeerschweinchen (''Cavia porcellus''), den Pampashasen (Dolichotinae) u. den Hydrochoerinae, zu denen mit dem Capybara (Wasserschwein) das größte lebende Nagetier der Welt zählt.
Meese, Jonathan
Jonathan Meese (* 23. Januar 1970 in Tokio) ist ein dt. Maler u. Aktions- bzw. Performancekünstler. Er lebt u. arbeitet in Ahrensburg u. Berlin.
Megadeth
M. ist eine erfolgreiche Thrash-Metal-Band, welche ihren Höhepunkt in den 80er u. 90er Jahren erlebte u. zu den einflussreichsten Gruppen des Genres gezählt wird. Einzig verbliebenes Originalmitglied in der aktuellen Besetzung ist Gründer Dave Mustaine.
Megalodon
Der M. (''Carcharocles megalodon'', früher ''Carcharodon megalodon'') war der größte bekannte Hai der Erdgeschichte u. lebte im Miozän u. Altpleistozän vor 5 bis 1,6 Millionen Jahren. M. erreichte durchschnittl. Längen von 12–14 Metern, wobei die größten gefundenen Zähne auf ein Individuum von knapp 18 Meter schließen lassen.
Megapixel
M. steht in Anlehnung an das SI-Präfix für eine Million Bildpunkte (Pixel) u. ist die gebräuchl. Einheit zur Angabe der Sensor- u. Bildauflösung in der Digitalfotografie. Eine einheitl. Abk. hat sich noch nicht eingebürgert, gebräuchlich sind sowohl „MP” als auch „Mpx”, „Mpix” u. „MPixel”. Für die Angabe der physikal. Auflösung zählen die Kamerahersteller jeden Pixel, also jeden Rot-, Blau-, Grün-Sensor eines Bayer-Sensors einzeln.
Megastadt
Als M. werden im Allg. Städte bezeichnet, die mehr als drei (bzw. je nach Definition mehr als fünf, acht oder zehn) Millionen Ew. haben. Ein oft alternativ genutzter Begriff ist „megaurbaner Raum”. Dieser zweite Begriff ist etwas umfangreicher, da er auch Agglomerationsräume wie das Rhein-Ruhr-Gebiet (etwa zwölf Millionen Ew.) mit einbezieht.
Der Begriff M. ist eine rein quantitative Einordnung, wohingegen der Begriff Weltstadt eine qualitative Einordnung darstellt. Eine Weltstadt ist zwar oft, aber nicht immer eine M. u. nicht jede M. ist automatisch eine Weltstadt.
Mehdorn, Hartmut
Hartmut Mehdorn (* 31. Juli 1942 in Warschau) ist ein dt. Industriemanager u. Maschinenbauingenieur. Seit Dezember 1999 ist er Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn.
Mehl
Der Begriff M. i. e. S. bezeichnet das durch das Mahlen von Getreidekörnern entstehende Pulver.
M. wird aus den Getreidesorten Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste, Hirse, Mais u. Reis gewonnen.
Mehrheit
M. bezeichnet allgemeinsprachlich dasselbe wie ''die meisten'' aus einer Anzahl von Menschen oder Dingen. – In strengem Sinne wird das Wort benutzt, um Regeln für Wahlen u. Abstimmungen zu formulieren. In solchen Regeln (Gesetzen, Satzungen, Geschäftsordnungen, ...) wird beschrieben, ''welche'' M. notwendig ist, damit eine Entscheidung zustande kommt.
Mehrheitswahl
Im dt. Sprachgebrauch wird der Begriff M. in zweifachem Sinne verwendet. Er bezeichnet:
* ein Auswahlverfahren zur Auswahl einer bestimmten Alternative aus einer vorgegebenen Menge durch eine Gruppe von Wählern;
* ein Verfahren zur Wahl von Repräsentanten.
Mehrkernprozessor
Der Begriff M. (auch Multicore-Prozessor oder ''Multikernprozessor'') bezeichnet einen Mikroprozessor mit mehr als einem vollständigen Hauptprozessor auf einem einzigen Chip. Sämtliche Ressourcen mit Ausnahme des Bus u. eventuell einiger Caches sind repliziert. Es handelt sich also um mehrere vollständige, weitgehend voneinander unabhängige Prozessoren inklusive eigener arithmetisch-log. Einheit (ALU), Registersätze u., sofern überhaupt vorhanden, Floating Point Unit (FPU).
Mehrwertsteuer
→ Umsatzsteuer.
Mehrwertsteuer (Schweiz)
Die M. ist eine indirekte Steuer u. hatte im Jahre 1995 die WUSt (Warenumsatzsteuer) abgelöst. Die M. ist als Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug ausgestaltet u. wird im gesamten EU-Raum erhoben. Auf den 1. Januar 2001 wurde die bundesrätl. Verordnung durch das heute gültige Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer abgelöst.
Am 28. November 2004 stimmten die Schweizer Stimmberechtigten an der Urne mit 73,8% Ja-Stimmen dem Bundesbeschluss über eine neue Finanzordnung zu. Wesentlicher Bestandteil/Änderung sind die Befugniserteilung der bis 2020 befristeten Mehrwertsteuer- u. direkte Bundessteuererhebung.
Meier, Barbara
Barbara Meier (* 25. Juli 1986 in Amberg) ist ein dt. Fotomodell u. Mannequin. Einem breiten Publikum wurde sie als Siegerin der zweiten Staffel der Castingshow ''Germany’s Next Topmodel'' bekannt, die von März bis Mai 2007 vom Fernsehsender ProSieben ausgestrahlt wurde.
Meile
Die M. ist ein altes Längenmaß. Heute noch in angloamerikan. Ländern in Gebrauch ist die brit. Landmeile (statute mile, 1609,344 m) u. das darauf beruhende Geschwindigkeitsmaß Miles per hour. In der Schiff- u. Luftfahrt kommt die internationale Seemeile (NM – Nautical Mile oder Nautische M., 1852 m) zum Einsatz.
Meinhof, Ulrike
Ulrike Marie Meinhof (* 7. Oktober 1934 in Oldenburg; † 8. Mai 1976 in Stuttgart) war Journalistin u. wurde 1970 Gründungsmitglied u. Führungsperson der Rote Armee Fraktion (RAF), deren ideolog. Konzept sie maßgeblich verfasste. Sie war an der Baader-Befreiung 1970 u. an fünf Sprengstoffanschlägen 1972 mit vier Todesopfern beteiligt. Sie wurde 1972 verhaftet u. starb 1976 durch Suizid in der Haft.
Mein Kampf
M. K. ist das polit. Grundlagenwerk Adolf Hitlers, in dem er vor dem Hintergrund seiner Autobiographie die Grundzüge seiner weltanschaul. Überzeugung u. seines Programms entwirft.
Der erste Band erschien am 18. Juli 1925, der zweite Band folgte am 11. Dezember 1926. Das Buch erschien bis 1945 in vielen Auflagen, auch in zahlreichen Übersetzungen im Ausland. In der Bundesrepublik Deutschland sind der Druck u. der Vertrieb von Neuauflagen nicht gestattet. Inhaltliches Zentrum von „M. K.” bilden u. a. die Propagierung eines rassistischen antijüdischen Programms sowie einer gewaltsamen Expansion nach außen („Lebensraum im Osten”).
Mein Name ist Nobody
M. N. i. N. ist eine Western-Parodie von Tonino Valerii nach einer Idee von Sergio Leone. Die italienisch-deutsch-französ. Koproduktion stammt aus dem Jahr 1973.
Meinungsfreiheit
Die M. ist das in einer Demokratie gewährleistete subjektive Recht auf ''freie Rede'', Äußerung u. (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift u. Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln.
Die M. ist ein Menschenrecht u. wird in einer Verfassung als ein gegen die Staatsgewalt gerichtetes Grundrecht garantiert, um zu verhindern, dass die öffentl. Meinungsbildung u. die damit verbundene Auseinandersetzung mit Regierung u. Gesetzgebung beeinträchtigt oder gar verboten wird. In engem Zusammenhang mit der M. sichert die Informationsfreiheit den Zugang zu wichtigen Informationen, ohne die eine krit. Meinungsbildung gar nicht möglich wäre; das Verbot der Zensur verhindert die Meinungs- u. Informationskontrolle durch staatl. Stellen.
Die M. wurde bereits 1789 in Art. 11 der Erklärung der Menschen- u. Bürgerrechte in Frankreich als ''eines der vornehmsten Rechte des Menschen'' (frz.: ''un des droits le plus précieux de l'homme'') bezeichnet. Heute gilt sie als einer der wichtigsten Maßstäbe für den Zustand eines demokrat. Rechtsstaates.
Meiose
Unter M. (von griech.: ''meiono'' = vermindern, verkleinern), die auch als Reifeteilung oder als Reduktionsteilung (weil der Chromosomenbestand halbiert wird) bezeichnet wird, versteht man eine bes. Form der Zellkernteilung, wobei im Unterschied zur gewöhnl. Kernteilung, der Mitose, die Anzahl der Chromosomen vom diploiden auf den haploiden Zustand reduziert wird. Dabei findet gewöhnlich auch eine Rekombination mütterlichen u. väterl. Erbguts statt.
Meisen
Die M. (Paridae) sind eine artenreiche Familie in der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes), Unterordnung Singvögel (Passeri).
Sie kommen in der nördl. Hemisphäre u. in Afrika vor u. einige Arten sind in Europa vertreten.
Meister
Der M. ist ein Weiterbildungsabschluss im Handwerk, der durch das erfolgreiche Ablegen der Meisterprüfung erreicht wird. Diese bescheinigt ihm umfassendes theoret. Wissen u. prakt. Können in seinem Handwerk, kaufmänn. Belangen u. der Ausbildung. Sie gestattet ihm, einen Handwerksbetrieb zu führen sowie Lehrlinge (Auszubildende) in seinem Handwerk auszubilden.
Meister Eder und sein Pumuckl
M. E. u. s. P. ist der Titel einer dt. Hörspiel-, Buch- u. Fernsehserie. Der Titelhed „Pumuckl” ist ein rothaariger Kobold, der beim Schreinermeister Franz Eder lebt. Seinen Leidenschaften sind das Aushecken von Streichen u. das Dichten.
Meitner, Lise
Lise Meitner (* 17. November 1878 in Wien; † 27. Oktober 1968 in Cambridge) war eine österreichisch-schwed. Kernphysikerin. Unter anderem lieferte sie im Januar 1939 zusammen mit Otto Robert Frisch die erste physikalisch-theoret. Erklärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn u. dessen Assistent Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 entdeckt u. mit radiochem. Methoden nachgewiesen hatten.
Meiwes, Armin
Armin Meiwes (* 1. Dezember 1961 in Essen) wurde aufgrund der Tötung eines Menschen u. späteren Verspeisung von Teilen der Leiche als ''„Kannibale von Rotenburg”'' bekannt. 2004 wurde Meiwes wegen Totschlags zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.
Mekka
M. (arab. ''Makka'', in neuerer Zeit meist ''Makha al-Mukarrama'', „M., die Ehrwürdige”) ist eine Stadt mit 1.294.168 Ew. (Stand 2004) im westl. Saudi-Arabien, knapp 80 km vom Roten Meer entfernt. Sie ist Hptst. der Provinz M. in der Region Hedschas. M. ist die Geburtsstadt des Propheten Mohammed u. die heiligste Stadt der Moslems. Jedes Jahr pilgern 2,5 Millionen Muslime zur Haddsch zu diesem Wallfahrtsort.
Mekong
Der M. ([&beton;me&dehn;k&oo;ŋ] oder [me&beton;k&oo;ŋ]) ist ein Fluss in Südostasien. Angaben zur Länge des M. variieren zwischen 4.350 km u. 4.909 km. Damit nimmt er je nach Auslegung etwa den zehnten Rang unter den längsten Flüssen der Erde ein.
Melamin
M. (2,4,6-Triamino-''s''-triazin), ein weißes Pulver, ist eine heterocyclische aromat. Verbindung. Im alltägl. Sprachgebrauch wird der Begriff manchmal auch fälschlich für einen Kunststoff aus der Gruppe der Duroplaste, ein Aminoplast verwendet.
Melancholie
Das Wort M. leitet sich von dem griech. Begriff ''melancholia'' ab, was so viel wie "schwarze Galle" bedeutet. Es bezeichnet einen seel. Zustand von Schwermut oder Traurigkeit, der in der Regel auf keinen bestimmten Auslöser oder Anlass zurückgeht.
In Bezug auf eine psychische Disposition oder ein Krankheitsbild ist der Begriff ''Melancholie'' im 20. Jahrhundert weitgehend durch den Begriff der Depression ersetzt worden.
Melancholiker
Als M. (von altgriechisch: ''μ&eacgr;- λας'', gesprochen: melas, dt.: schwarz u. ''χολ&eeacgr;'', gesprochen: [χolæ], dt. Galle) wird in der heutigen Umgangssprache, ausgehend von der Temperamentenlehre der Hippokratiker, ein zu Schwermut, Trübsinn u. Traurigkeit, Misstrauen u. Kritik neigender Mensch bezeichnet.
Melanie
M. ist ein weibl. Vorname.
Melanin
Melanine (griech. ''μ&eacgr;λας'', (mèlas) „schwarz”) sind rötliche, braune oder schwarze Pigmente (Farbmittel), die beim Menschen die Färbung der Haut, Haare oder Augen bewirken.
Melasse
M. ist ein honigartiger dunkelbrauner Zuckersirup, der als Nebenerzeugnis in der Zuckerproduktion anfällt. M. enthält noch etwa 50 Prozent Zucker, der aber nicht mehr kristallisiert werden kann. Das Wort „Melasse” ist ein französisch-span. Lehnwort, abgeleitet von ''miel'' für Honig.
Melatonin
M. ist ein Hormon, das von den Pinealozyten in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert wird u. den Tag-Nacht-Rhythmus des menschl. Körpers steuert. Chemisch gesehen handelt es sich um ein Alkaloid mit Tryptamin-Struktur.
Melbeatz
Melbeatz (* 18. Juli 1977 in Berlin, bürgerl. ''Melanie Wilhelm'') ist eine dt. Hip-Hop-Produzentin. Sie war längere Zeit mit dem Rapper Kool Savas liiert. Da sie innerhalb des deutschsprachigen Raumes eine der wenigen weibl. Produzentinnen im Genre Hip-Hop darstellt, wird ihr szeneintern oftmals das Attribut ''„Queen of Beats”'' verliehen.
Melbourne
M. [&beton;melb&eunbet;n] ist die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria in Australien. Sie ist mit 3,4 Millionen Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) nach Sydney die zweitgrößte Stadt des australischen Kontinents. In der Metropolregion (''Melbourne Statistical Division'') leben 3,7 Millionen Menschen (Stand 30. Juni 2005).
Die aus der Kernstadt M. u. 30 weiteren Gemeinden bestehende Agglomeration ist das wichtigste wirtschaftliche, kulturelle u. polit. Zentrum Victorias.
Melchior
M. ist ein männl. Vorname, der vor allem dadurch bekannt wurde, dass einer der Hl. drei Könige bzw. „Weisen aus dem Morgenland” in der kirchl. Tradition seit dem 6. Jh. diesen Namen trägt.
Meldepflichtige Krankheit
Bei meldepflichtigen Krankheiten handelt es sich um bestimmte übertragbare Infektionen, die nach dt. Recht (Gesetz zur Verhütung u. Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen – Infektionsschutzgesetz – IfSG) gemeldet werden müssen. Dies bedeutet, dass Erregernachweis, Infektionsverdacht, Erkrankung oder Tod durch die im Gesetz genannten Krankheiten an das Gesundheitsamt gemeldet werden müssen. Zur Meldung verpflichtet sind im Allg. der behandelnde Arzt wie auch Krankenhäuser u. Infektionslabore.
Melilla
M. (auf Berberisch ''Mrič'') ist eine spanische autonome Stadt (Ciudades autónomas) an der Mittelmeerküste von Marokko. Wie Ceuta gehört sie politisch zu Spanien, geografisch jedoch zu Afrika. Bis 1995 wurde M. als Teil der Provinz Málaga betrachtet. Seitdem verfügt die Exklave über ein Autonomiestatut, ähnlich wie die autonomen Gemeinschaften. In ihr leben rd. 65.500 Menschen (Stand: 2005), wobei das Bevölkerungswachstum 0,1% beträgt.
Meller, Stefan
Stefan Meller (* 4. Juli 1942 in Lyon; † 4. Februar 2008 in Warschau) war ein poln. Historiker u. Diplomat. Vom 31. Oktober 2005 bis zum 9. Mai 2006 war er Außen-Min. Polens im Kabinett des Min.-Präs. Kazimierz Marcinkiewicz.
Mellor, John Graham
Joe Strummer (* 21. August 1952 in Ankara, Türkei; † 22. Dezember 2002 in Somerset, England; eigentl. John Graham Mellor) war ein brit. Punk-Rockmusiker. Bekannt wurde er als Mitbegründer u. Sänger/Gitarrist der brit. Punk-Band The Clash.
Melodic Death Metal
M. D. M. ist ein Subgenre des Death Metal. Die Bez. New Wave Of Swedish Death Metal (in Anspielung auf die New Wave of British Heavy Metal) taucht auch des Öfteren auf u. ist ein Synonym für dieses Genre. Ebenso ist die Bez. Göteborger Metal oder Göteborger Schule nicht unüblich, da die Stilrichtung ursprünglich aus dem Göteborger Underground entstanden ist. Verbreitet ist auch die Bez. ''Slow Death Metal'', die meist negativ verstanden wird.
Melone
Bild: Melonenfr.jpg
Melonen
Als M. bezeichnet man vor allem in subtropischen Gebieten kultivierte Gewächse mit großen, saftreichen Beeren-Früchten. Sie gehören zur Familie der Kürbisgewächse, werden aber im Gegensatz zu anderen Vertretern dieser Familie als Obst verwendet. Der deutsche Name ist von dem griechischen Wort ''μ&eeacgr;λο'' (''Milo''), ‚Apfel‘ abgeleitet. Es wird hauptsächlich zwischen Zuckermelonen u. Wassermelonen unterschieden.
Melrose Place
M. P. ist eine US-amerikan. Fernsehserie, die von 1992 bis 1999 lief u. von Aaron Spelling u. Darren Star produziert wurde. In Deutschland wurde sie von RTL ausgestrahlt.
Melua, Katie
Ketewan „Katie” Melua; * 16. September 1984 in Tiflis oder Kutaissi, Georgien) ist eine britisch-georg. Sängerin u. Musikerin. Ihre Musik ist mit Jazz-, Blues- u. Folkelementen angereichert.
Membran
Eine M., von mittelhochdeutsch ''Membrane'' "Pergament"; von lateinisch ''membrana'' "Häutchen" bzw. ''membrum'' "Körperglied") ist eine Trennschicht, eine dünne Haut.
Membranpotential
Ein M. ist in der Zellbiologie die elektr. Spannung, die zwischen der Innen- u. Außenseite einer Biomembran anliegt. Man spricht deshalb auch von einem Transmembranpotential.
Das M. kommt dann zustande, wenn Innen- u. Außenseite unterschiedl. Konzentrationen mindestens eines geladenen Teilchens (Kation oder Anion) aufweisen u. die trennende Membran eine Leitfähigkeit für diese besitzt. Liegen verschiedene Ionen in unterschiedlichen intra- u. extrazellulären Konzentrationen vor, ist das M. ein Mischpotential aus den Potentialen der einzelnen Ionen.
Membrantransport
Unter M. wird in der Biologie der Transport von unterschiedl. Stoffen durch eine Biomembran verstanden. Werden dabei zugleich Teile der Membran selbst verlagert, wird dies gelegentlich als Membranfluss gesondert bezeichnet.
Memelland
Als M. bzw. Memelgebiet (litau. ''Klaipėdos kraštas'') wurde zwischen dem Ersten u. Zweiten Weltkrieg jener Landesteil Ostpreußens bezeichnet, der nördlich der Memel gelegen ist, 1920 von den alliierten u. assoziierten Hauptmächten unter französ. Verwaltung gestellt u. 1923 von Litauen annektiert wurde. Im dt. Sprachraum wird der Begriff auch heute noch für diese Region verwendet.
Der 140 km lange u. bis zu 20 km breite Landstreifen hatte 1939 145.000 Ew.
Memento (Film)
M. ist ein Spielfilm von Christopher Nolan basierend auf der Kurzgeschichte „Memento mori” seines Bruders Jonathan. Das markanteste Merkmal des komplexen Films über einen Mann ohne Kurzzeitgedächtnis ist, dass ein Handlungsstrang rückwärts abläuft, also vom Ende zum Anfang.
Memento mori
Der Ausdruck M. m. stammt aus dem Lateinischen u. bedeutet wörtlich „Gedenke zu sterben” (d. h. … dass du sterben musst). Gebräuchlich ist auch ''Memento mortis'' (deutsch „Gedenke des Todes”; ''Memento'' = Imperativ des Verba-Defectiva memini; ''mortis'' = Genitiv Singular von ''mors'' = Tod).
M. m. ist ein Mahnruf, der bereits in der Antike gebräuchlich war.
Eine frühe literar. Fundstelle dieses alten Mahnrufs ist ein alemann. Gedicht aus dem 12. Jh.
Memmingen
M. ist eine kreisfreie Stadt im bayer. Reg.-Bez. Schwaben. Sie ist das zentral gelegene Oberzentrum u. das Schul-, Verwaltungs- u. Handelszentrum in der Region Donau-Iller. Das Stadtgebiet grenzt im W an die Iller, den Grenzfluss zu Baden-Württemberg u. ist nach N, O u. S umgeben vom Ldkrs. Unterallgäu. Die zu Oberschwaben gehörende Stadt ist mit ihren ungefähr 42.000 Ew. die fünftgrößte Stadt im Regierungsbezirk Schwaben.
Memory Stick
Ein M. S. (engl. für ''Speicherstift'') ist ein digitales Speichermedium für Daten. Es ist ein eigener Standard von Sony u. wurde 1998 eingeführt.
Bei anderen Herstellern sind Memory Sticks dagegen wenig verbreitet. Neben Sony werden Memory-Sticks auch von Sandisk u. Lexar produziert.
Memphis (Tennessee)
M. ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Tennessee. Die Stadt liegt im äußersten SW Tennessees direkt am Ostufer des Mississippi River u. hat 672.000 Ew. M. ist eine der Metropolen der klass. Südstaaten. Die Stadt ist ein wichtiger Ort sowohl für die Entwicklung des Blues, des Soul (Otis Redding) u. auch des Rock'n'Roll. Elvis Presley lebte in M., viele Größen der Rockmusik begannen ihre Karriere dort. Die ''Beale Street'' ist eines der Zentren des Blues in der Welt.
Mena, Maria
Maria Viktoria Mena (* 19. Februar 1986 in Oslo) ist eine norweg. Popmusikerin. Im März 2002 erschien ''My Lullaby'' bei Sony Music u. erreichte den fünften Platz in der norweg. Hitparade.
Mendel, Johann Gregor
Johann Gregor Mendel (* 22. Juli 1822 in Heinzendorf bei Odrau, Österreichisch-Schlesien, heute: Vražné-Hynčice, Bezirk Nový Jičín, Tschechien; † 6. Januar 1884 in Brünn) war Augustiner u. Naturforscher. Sein offizielles botan. Autorenkürzel lautet „Mendel”.
Er entdeckte die Regeln der Vererbung, die Jahrzehnte lang als ''Mendel'sche Gesetze'' bezeichnet wurden u. heute als Mendel'sche Regeln bekannt sind; Mendel wird daher oft auch als ''Vater der Genetik'' bezeichnet.
Mendel'sche Regeln
Die Mendel'schen Regeln wurden benannt nach ihrem Entdecker Gregor Mendel u. beschreiben, wie die Vererbung von Merkmalen abläuft, deren Ausprägung von (nur) einem Gen bestimmt wird. Klassische, bereits von Mendel untersuchte Beispiele für solche Merkmale sind die Form u. die Farbe von Erbsensamen u. die Farbe von Erbsenblüten. Auch die Blutgruppen des Menschen gehören dazu. Die Regeln gelten nur für diploide Organismen (also solche, die von beiden Eltern je einen Chromosomensatz erben) mit haploiden Keimzellen. Dazu zählen die Menschen, die meisten höheren Tiere u. viele Pflanzen. Es lassen sich ebenfalls Regeln für Organismen mit höherem Ploidiegrad ableiten.
Mendelssohn Bartholdy, Jakob Ludwig Felix
Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (* 3. Februar 1809 in Hamburg; † 4. November 1847 in Leipzig) war ein dt. Komponist der Romantik. Fnf Sinfonien, Orchesterwerke, Violinkonzert e-Moll, Klavierstcke „Lieder ohne Worte”. Er gilt als entscheidender Wiederentdecker der Werke Johann Sebastian Bachs.
Mendes, Eva
Eva Mendes (teilweise auch Eva Mendez; * 5. März 1974 in Miami, Florida) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Durch ihre Rolle in „Training Day” wurde sie 2001 einem größeren Publikum bekannt.
Menetekel
Als M. [mene&beton;te&dehn;k&eunbet;l] bezeichnet man eine unheilverkündende Warnung, einen ernsten Mahnruf oder ein Vorzeichen drohenden Unheils.
Menge (Mathematik)
Die M. ist eines der wichtigsten u. grundlegenden Konzepte der Mathematik. Man fasst im Rahmen der Mengenlehre einzelne „Elemente” (z. B. Zahlen) zu einer M. zusammen. Eine M. muss kein Element enthalten (diese M. heißt die „leere M.”). Bei der Beschreibung einer M. geht es ausschließlich um die Frage, welche Elemente in ihr enthalten oder nicht enthalten sind. Es wird nicht danach gefragt, ob ein Element mehrmals enthalten ist, oder ob es eine Reihenfolge unter den Elementen gibt.
Mengele, Josef
Josef Mengele (* 16. März 1911 in Günzburg; † 7. Februar 1979 in Bertioga, Brasilien) war ein KZ-Arzt im Konzentrations- u. Vernichtungslager Auschwitz u. berüchtigt für seine Menschenversuche, die die Opfer meistens töteten. Nach dem Krieg floh er aus Deutschland, wurde weltweit verfolgt, aber nie gefasst. Sein Tod wurde erst 1985 anhand von Indizien festgestellt.
Mengenlehre
Die M. ist ein grundlegendes Teilgebiet der Mathematik. Zahlreiche mathemat. Disziplinen werden heute auf der M. aufgebaut, darunter die Algebra, Analysis, Maßtheorie, Stochastik u. Topologie.
Men in Black (Film)
M. i. B. ist eine US-amerikan. Science-Fiction Komödie aus dem Jahr 1997. Regie führte Barry Sonnenfeld. Das Thema des Films basiert auf einer Miniserie von Malibu Comics, welche die Verschwörungstheorie um die Men in Black parodiert.
Der Film fand im Jahre 2002 mit M. i. B. II seine Fortsetzung.
Meningitis
Der Begriff M. (dt.: Hirnhautentzündung) bezeichnet eine Entzündung der Hirn- u. Rückenmarkshäute (Meningen) durch Infektion. Sie zeigt sich durch Fieber, starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit u. Nackensteife. Die M. wird mittels Antibiotika behandelt. Eine M. kann akut, chronisch oder rezidivierend verlaufen.
Meningokokken
M. (''Neisseria meningitidis'') sind gramnegative, semmelförmige Diplokokken u. – wie auch Pneumokokken – ''bekapselte Bakterien'', die nach einer M.-Infektion beim Menschen verschiedene Krankheitsbilder auslösen können. Etwa zehn Prozent der europ. Bevölkerung tragen diese Bakterien im Nasenrachenraum, ohne dabei Krankheitsanzeichen zu entwickeln.
Men in Trees
M. i. T. ist eine Comedyserie von Jenny Bicks („Sex and the City”) mit Anne Heche in der Hauptrolle aus dem Jahr 2006.
Meniskus (Anatomie)
Als M. bezeichnet man in der Anatomie einen scheibenförmigen (im Knie halbmondförmigen) Knorpel in einem Gelenk. Im Gegensatz zu einem Diskus teilt ein Meniskus die Gelenkhöhle nur unvollständig. Bei Säugetieren gibt es im Kniegelenk zwei große Menisken sowie zahlreiche kleinere Menisken in anderen Gelenken (z. B. Interphalangealgelenk), die sich häufig von der Kapsel ableiten u. in das Gelenk hineinragen. Der Name leitet sich ab aus dem Griechischen u. bedeutet aufgrund der Meniskusform in etwa „Möndchen”.
Mennoniten
M., auch altevangelisch Taufgesinnte u. Alttäufer genannt, sind eine reform. christl. Konfession in der Tradition der Täufer. Der Name leitet sich vom fries. Gründer Menno Simons ab. Anfangs war „Mennonit” ein Schimpfwort, später wurde der Name von der Gruppe übernommen.
Menopause
Die M. ist bei der Frau das physiolog. Aufhören der Menstruation, das die Fruchtbarkeit der Frau beendet. Sie ist verursacht durch eine nach u. nach abnehmende Funktion der Eierstöcke. Die M. kann natürlich oder vorzeitig eintreten oder künstlich herbeigeführt werden. Festgestellt wird sie gewöhnlich im Nachhinein, wenn ein Jahr lang keine Menstruationsblutungen mehr aufgetreten sind.
Menora
Die M. (auch: Menorah, Plural ''Menorot'', hebrä. Bez. für Leuchter, Lampe) ist ein siebenarmiger Leuchter. Sie ist eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums u. wurde bei der Staatsgründung Israels in das Staatswappen aufgenommen. Die M. hat ihre Ursprünge vermutlich in Babylonien u. soll die Erleuchtung symbolisieren.
Im jüdischen Denken steht die Zahl Sieben für die Weisheit Gottes oder für etwas, das in vollkommener Übereinstimmung mit Gottes Ratschluss steht.
Außer der M. gibt es im Judentum auch noch die neunarmige Chanukkia.
Menorca
M. ist die östliche u. nördlichste Insel der spanischen autonomen Region Balearen. Auf M. leben 88.434 Ew. (Stand: 2006) auf 702 Quadratkilometern. Der Ausländeranteil beträgt 14,2% (12.543), der Anteil dt. Ew. 0,8% (683). Der Hauptort heißt menorquinisch (Inselsprache) Maó (spanisch: ''Mahón'').
Mensch
Der M. (''Homo sapiens'') ist innerhalb der biolog. Taxonomie ein Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorhini) u. dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae). Unter den Lebewesen zeichnen den Menschen vor allem zahlreiche kognitive Fähigkeiten aus. Diese konstituieren letztlich die menschl. Kultur u. Gesellschaft sowie die Fähigkeiten zur Reflexion u. Transzendenz.
Früher wurden M. (Hominidae) u. Menschenaffen (Pongidae) insbesondere aufgrund der besonderen geistigen Entwicklung des Menschen als zwei getrennte Familien betrachtet, jüngere Untersuchungen sehen zwischen beiden Gruppen ein engeres Verwandtschaftsverhältnis u. stellen sie daher in eine gemeinsame Familie. Der moderne M. ist die einzige bis heute überlebende Art der Gattung ''Homo''.
Früher wurde für den modernen Menschen auch die wissenschaftl. Bez. ''Homo sapiens sapiens'' benutzt, um zum Ausdruck zu bringen, dass der ''Neandertaler'' (früher auch: ''Neanderthaler''; ''Homo neanderthalensis'') zu derselben Art gehörte wie der moderne M. Diese Ansicht gilt heute als veraltet. Die moderne Bez. lautet deshalb schlicht ''Homo sapiens''. Sie leitet sich aus dem Lateinischen von ''homo'' „Mensch” u. ''sapiens'' „weise” ab.
Mensch ärgere Dich nicht
M. ä. D. n. (Frankreich: ''T'en fais Pas'', USA: ''Frustration'', Niederlande: ''Mens, erger je niet '' oder China: ''Chińczyk'') ist ein dt. Pachisi-Abkömmling. Es ist ein Gesellschaftsspiel für zwei bis maximal sechs Personen u. zählt zu den dt. Klassikern unter den Brettspielern.
Menschenaffen
Bild: Male_silverback_Gorilla.JPG
Gorillas sind die größten Menschenaffen und die größten lebenden Primaten.
Die M. (Hominidae, früher Pongidae) – in Abgrenzung zu den Gibbons (Kleine M.) auch als Große M. bezeichnet – sind eine Primatenfamilie. Darin werden die Gattungen der Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen u. Menschen zusammengefasst, insges. sieben rezente Arten. Die Einbeziehung des Menschen u. seiner ausgestorbenen Vorfahren – anstelle der früheren Stellung als eigene Familie – folgt phylogenet. Erkenntnissen, nach denen Schimpansen u. Gorillas näher mit den Menschen als mit den Orang-Utans verwandt sind. Die nicht-menschl. M. sind auf trop. Regionen in Afrika u. Südostasien beschränkt u. allesamt in ihrem Bestand gefährdet.
Menschenbild
M. ist ein in der philosoph. Anthropologie gebräuchl. Begriff für die Vorstellung, das ''Bild'', das jemand vom Wesen des Menschen hat. Dieses M. ist immer in eine bestimmte Überzeugung oder Lehre eingebunden, die jemand vertritt. So gibt es unter anderem zum Beispiel ein christliches, ein buddhistisches, ein humanistisches oder ein darwinist. M.
Menschenrechte
Als M. werden die während des Humanismus u. im Zeitalter der Aufklärung entwickelten, aus Naturrecht oder Vernunft abgeleiteten subjektiven Rechte jedes Menschen bezeichnet. Das Konzept der M. geht davon aus, dass jeder Mensch von Geburt an mit gleichen Rechten ausgestattet sein soll u. diese egalitär begründeten Rechte unveräußerlich u. unteilbar sind sowie universell Gültigkeit haben.
Das Bestehen von Menschenrechten wird heute von fast allen Staaten prinzipiell anerkannt. Die Universalität ist gleichwohl Grundlage polit. Debatten über den etwaigen Missbrauch der M. als Anlass für militärische u. wirtschaftl. Einflussnahme durch die westl. Industriestaaten.
Durch die Formulierung von Grundrechten in Verfassungen u. internationalen Abkommen werden die M. als einklagbare Rechte ausgestaltet.
Als Gegenbegriff zu den Bürgerrechten steht der Begriff Menschenrecht auch für Grundrechte, die unabhängig von der Staatsangehörigkeit allen Menschen zusteht.
Menschenwürde
Der Begriff der M. ist Ausdruck der Idee oder Erfahrung, dass jeder Mensch aufgrund seiner bloßen Existenz einen schützenswerten Wert besitzt (Selbstwert jedes Menschen). Nur wo der unbedingte Schutz der M. gewährleistet ist, kann man von einem gleichberechtigten u. freiheitl. Gemeinwesen sprechen. Im Grundgesetz der BR Deutschland ist die Unantastbarkeit der M. zum fundamentalen Grundrecht erhoben worden.
Menschliche Stimme
Die M. S. ist der durch die Stimmlippen eines Menschen erzeugte u. in den Mund-, Rachen- u. Nasenhöhlen modulierte Schall. Die Stimme dient Funktionen wie dem Sprechen, Singen, Lachen, Weinen u. Schreien. Sie befähigt den Menschen, Gefühlen wie etwa Freude, Ärger oder Überraschung, Ausdruck zu verleihen. Beim Singen kann die menschl. Stimme in künstler. Form eingesetzt werden.
Menstruation
Die M. (vom lat. ''mensis'' – Monat u. ''stratus'' – ausgestreut, da sowohl der Menstruationszyklus als auch der Mondmonat ungefähr 28 Tage dauern), auch als ''Menorrhö'' wissenschaftlich, ''Periode'', ''Zyklus'', ''Mens'', die ''Tage'' oder ''Regel'' bezeichnet, ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter der geschlechtsreifen Frau. Die erste M. wird Menarche genannt, nach der letzten M. ist die Frau in der Menopause. Zum Auffangen der Regelblutung benutzen Frauen Binden, Tampons oder die weniger bekannte Mondtasse.
Menstruationsbeschwerden
M. bezeichnen das Auftreten verschiedener Symptome, die vor und während der weiblichen Menstruation auftreten können. Die wichtigsten davon sind das Prämenstruelle Syndrom (PMS) sowie die Regelschmerzen (medizinisch Dysmenorrhoe). Etwa ein Zehntel aller Frauen in gebärfähigem Alter sind von M. betroffen.
Menstruationszyklus
Der M. (auch Ovarialzyklus: Zyklus eines Follikels des Eierstocks während des Menstruationszyklus) ist der period. Wechsel im Körper der Frau, der in den Jahren zwischen der Menarche u. der Menopause in etwa monatlich auftritt.
Die Phase zwischen Eisprung und Beginn der nächsten Menstruation (Lutealphase) hat eine relativ konstante Dauer von 12 bis 16 Tagen.
Die Dauer der Phase ab der Menstruation bis zum Eisprung (Follikelphase) ist hingegen viel variabler. Als normal werden heute alle Zyklen bezeichnet, die eine Länge von 23 bis 35 Tagen zeigen. Immerhin noch 5% der Zyklen gesunder Frauen dauern länger als 35 Tage – die „Normgrenze” ist also relativ eng gezogen.
Unter dem Einfluss der Sexualhormone Östrogen und Progesteron wird die Gebärmutterschleimhaut, das Endometrium, aufgebaut und nach Ende des Zyklus wieder abgestoßen. Hormonell gesteuert wird dieser Vorgang von der Achse Hypothalamus – Hypophyse – Ovar.
Mensur (Studentenverbindung)
Eine M. (lateinisch ''mensura'', „Abmessung”) ist ein traditioneller, streng reglementierter Fechtkampf zwischen Mitgliedern jeweils verschiedener Studentenverbindungen mit scharfen Waffen. Der Begriff gründet auf dem fechttechn. Fachbegriff „Mensur”, der seit dem 16. Jh. einen festgelegten Abstand der Fechter zueinander bezeichnet.
Menzel, Adolph
Adolph Friedrich Erdmann von Menzel, geadelt 1898 (* 8. Dezember 1815 in Breslau; † 9. Februar 1905 in Berlin) war Maler, Zeichner u. Illustrator. Er gilt als der bedeutendste dt. Realist des 19. Jh.
Mephisto (Roman)
M. ''– Roman einer Karriere'' ist der sechste Roman des Schriftstellers Klaus Mann, der 1936 im Exilverlag Querido in Amsterdam erschienen ist. Er wurde 1956 erstmals in Deutschland im Ostberliner Aufbau-Verlag verlegt. Er handelt von der zwielichtigen Karriere des fiktiven Schauspielers Hendrik Höfgen u. schildert seinen schauspielerischen u. gesellschaftl. Aufstieg im Dritten Reich.
Mephistopheles
M. (kurz: Mephisto) ist der Name eines Teufels.
Meran
M. (ital.: ''Merano'', lat. Castrum Maiense) ist nach der Landeshauptstadt Bozen die zweitgrößte Stadt Südtirols (Italien). Sie liegt inmitten eines Talkessels, umgeben von Bergen (1500–3335 m), an der Taleinfahrt des Passeiertals, des Vinschgaus u. des Ultentals u. ist bereits seit dem 19. Jh. vor allem als Kurort bekannt. M. hat rd. 37.000 Ew.
Mercedes-AMG
Bild: AMG_DaimlerChrysler_customer_service.JPG
Mercedes-AMG
Das Unternehmen AMG wurde 1967 als Tuningbetrieb für Fahrzeuge von Mercedes-Benz von den ehem. Daimler-Benz-Mitarbeitern Hans-Werner Aufrecht u. Erhard Melcher in Großaspach bei Stuttgart gegr.
Melcher schied später bei der Verlegung des „Ingenieurbüros zur Entwicklung von Rennmotoren” nach Affalterbach aus, blieb aber weiterhin am damaligen zweiten AMG-Standort, einer ehem. Mühle in Burgstall, u. liefert Motorteile zu.
Mercedes-Benz
M. ist eine dt. Automarke, die 1926 durch den Zusammenschluss der ''Daimler-Motoren-Gesellschaft'' von Gottlieb Daimler u. der ''Benz & Cie'' von Carl Benz entstand. Die Fahrzeuge der Marke gehören heute zusammen mit Smart u. Maybach zum Geschäftsbereich M. Cars der Daimler AG.
Merchandising
Unter M. (engl. merchandise (von engl. merchand, Verkäufer) für Absatzförderung, Verkaufsförderung) wird innerhalb der Kommunikationspolitik des Marketing von Konsumgütern die Produktion, der Vertrieb u. die Werbung für Markenartikel verstanden, die das gleiche Logo oder die gleiche Botschaft transportieren wie ein bekanntes Markenprodukt, ohne dabei jedoch den gleichen Nutzen zu bieten. Insbes. wird auf diese Weise ein positives ideelles Markenimage planmäßig auf eine Vielzahl von Gebrauchsgütern transferiert.
Mercosur
M. ist die abgekürzte Bez. für den Gemeinsamen Markt Südamerikas. Die span. Bedeutung für die Abk. ist ''Mercado Común del Sur'' (Gemeinsamer Markt des Südens). Die ebenfalls offizielle portugies. Bez. lautet Mercosul für ''Mercado Comum do Sul''.
Mercury, Freddie
Freddie Mercury (* 5. September 1946 als ''Farrokh Bulsara'' auf Sansibar; † 24. November 1991 in Kensington, London) war ein brit. Musiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Rocksänger der 1970er u. 1980er Jahre. Berühmt wurde er als Leadsänger der Band Queen.
Mergers & Acquisitions
M. & A. (M&A, M&A-Geschäft, dt.: Fusionen u. Übernahmen) ist ein Sammelbegriff für Unternehmenstransaktionen, bei denen sich Gesellschaften zusammenschließen oder den Eigentümer wechseln. In aller Regel vollzieht sich eine entspr. Übernahme im Wege des Unternehmenskaufs.
M&A bezeichnet hierbei sowohl den Vorgang an sich als auch die Branche der hiermit befassten Dienstleister wie Investmentbanken, Wirtschaftsjuristen, Wirtschaftsprüfer u. Berater. Im Investmentbankbereich gilt M&A als Teilbereich der Corporate Finance.
Mergesort
M. ist ein rekursiver, stabiler Sortieralgorithmus, der ähnlich wie Quicksort nach dem Prinzip ''Teile und herrsche'' (lat. ''Divide et impera'', engl. ''Divide and Conquer'') arbeitet. Er wurde erstmals 1945 durch John von Neumann vorgestellt.
Merkantilismus
M. ist ein nachträglich verliehener Begriff für ein Sammelsurium verschiedener wirtschaftspolit. Ideen u. Politiken, welche sowohl geldpolitische als auch handels- u. zahlungsbilanztheoretische, aber auch finanzwirtschaftl. Ansätze verbinden. Der M. war in Europa die vorherrschende wirtschaftl. Lehrmeinung im Absolutismus (vom 16. bis zum 18. Jh.).
Merkava
M. (hebräisch für ''Streitwagen'') ist eine Serie israel. Kampfpanzer. Bei der Entwicklung des Panzers wurde ein Hauptaugenmerk auf den Schutz der Besatzung gelegt. So wurde – anders als üblich – der Motor vor den Kampfraum ins vordere Drittel des Fahrzeugs verlegt, um bei einem Frontaltreffer eine zusätzl. Sperre gegen ein eventuell eindringendes Geschoss zu bieten u. der Besatzung das Verlassen des beschädigten Panzers durch eine Heckluke zu ermöglichen.
Merkel, Angela
Angela Dorothea Merkel, geborene Kasner (* 17. Juli 1954 in Hamburg), ist eine dt. Politikerin (CDU). Sie ist seit 2005 Bundeskanzlerin u. damit die erste Frau im Amt des Regierungschefs der BR Deutschland. Nach dem Diplomexamen in Physik arbeitete Merkel 1978–1990 als wiss. Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin. Z. Z. der polit. Wende in der DDR 1989/90 engagierte sie sich bei der Oppositionsbewegung Demokratischer Aufbruch. 1990 wurde sie Mitglied der CDU u. MdB. Nach der ersten gesamtdt. Bundestagswahl 1990 übernahm M. 1991 das Bundes-Min. für Frauen u. Jugend. 1994–1998 war sie Bundes-Min. für Umwelt, Naturschutz u. Reaktorsicherheit. Als Generalsekretärin der CDU (1998–2000) bemühte sie sich nach dem Ende der Ära Kohl um eine Neuausrichtung der Partei. Vor dem Hintergrund der CDU-Spendenaffäre wurde Merkel als Nachfolgerin von Wolfgang Schäuble 2000 Partei-Vors. der CDU. Bei der Bundestagswahl 2002 verzichtete sie zugunsten Edmund Stoibers auf die Kanzlerkandidatur. Nach dieser Wahl übernahm sie auch den Vors. der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (bis 2005). Nach der vorgezogenen Bundestagswahl vom 18. 9. 2005 wurde Merkel am 22. 11. 2005 zur Bundeskanzlerin an der Spitze einer Reg. der Großen Koalition aus CDU/CSU u. SPD gewählt.
Merkur (Planet)
Der M. ist der kleinste u. sonnennächste Planet unseres Sonnensystems. Aufgrund seiner Größe u. chem. Zusammensetzung zählt er zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. Wegen seiner Sonnennähe ist er von der Erde aus nur schwer zu beobachten, obwohl er mehrmals im Jahr etwa 20° Winkelabstand östlich oder westlich von ihr erreicht.
In der Astronomie u. Astrologie ist sein Symbol &mercury;.
Merlin
M. ist einer der bekanntesten sagenhaften Zauberer. Er war der Lehrer von König Artus u. wahrscheinlich die Schöpfung von Geoffrey von Monmouth, der ihn in seinem Werk „Historia Regum Britanniae” ''(lat. Geschichte der britischen Könige)'' 1136 erstmals auftreten lässt (Artus-Sage).
Merlot
Bild: Merlot_Grape.jpg
Merlot-Trauben in La Mancha, Spanien
M. [m&aeo;r&beton;lo] ist eine Rotwein-Rebsorte. Sie stammt ursprünglich vermutlich aus Frankreich aus der Gegend um Bordeaux. Bis heute ist sie eine der sechs Rebsorten, die für Rotweine im Bordeaux verwendet werden dürfen (die anderen Sorten sind Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Carmenère, Malbec u. Petit Verdot). Die frühreifende Sorte ergibt fruchtige, körperreiche u. vollmundige Weine, die nach wenigen Jahren der Lagerung genussreif sind.
Merowinger
Die M. (oder Merovinger) waren das älteste bekannte Königsgeschlecht der Franken vom beginnenden 5. Jh. bis zur Mitte des 8. Jh. Sie wurden um 751 durch das Geschlecht der Karolinger verdrängt. Nach ihnen wird die histor. Epoche des Übergangs von der Spätantike zum frühen MA im gallisch-german. Raum auch ''Merowingerzeit'' benannt.
Merseburg
M. ist eine Stadt in Sachsen-Anhalt u. Verwaltungssitz des Saalekreises, südlich von Halle (Saale). Zusammen mit Halle u. Bitterfeld-Wolfen bildet es einen Ballungsraum, der wegen des vorherrschenden Industriezweiges auch „Chemiedreieck” genannt wird u. der auch über die Landesgrenze bis nach Böhlen südlich von Leipzig reicht. Unmittelbar an M. grenzen die Chemiewerke Buna (Schkopau) u. Leuna. – 34411 Ew.
Merseburger Zaubersprüche
Die M. Z., benannt nach dem Ort ihrer Überlieferung, wurden 1841 in der Bibliothek des Domkapitels Merseburg in einer aus Fulda stammenden theolog. Handschrift des 9./10. Jh. von Georg Waitz entdeckt (Handschrift: Merseburg Domkapitel Cod. 136 S. 85a) u. erstmalig hrsg. von Jakob Grimm (1842).
Die zwei Zauberformeln sind die einzigen erhaltenen Zeugen germanisch-heidn. Religiosität in althochdeutscher Sprache.
Mesa-Verde-Nationalpark
Mesa Verde (span. für ''Grüner Tafelberg'') ist ein Nationalpark im südwestl. Teil des US-Bundesstaates Colorado – rd. 420 km südwestlich von Denver u. etwa 50 km westlich des kleinen Touristenzentrums Durango gelegen. Der Park schützt rd. 4000 archäolog. Stätten, insbes. die erst Ende des 19. Jh. vollständig erforschten, gut erhaltenen Felsbehausungen vorkolumb. Anasazi-Stämme.
Meskalin
M. oder Mescalin ist ein halluzinogenes Alkaloid, das aus einer mexikan. Kakteenart gewonnen wird u. einen Rauschzustand bewirkt. Es unterliegt dem Opiumgesetz.
Mesomerie
Als M. (Resonanz) wird die Erscheinung bezeichnet, dass die in einem Molekül oder mehratomigen Ion vorliegenden Bindungsverhältnisse nicht durch eine einzige Strukturformel dargestellt werden können, sondern nur durch mehrere ''Grenzformeln''. Keine dieser Grenzformeln beschreibt die Bindungsverhältnisse u. damit die Verteilung der Elektronen in ausreichender Weise. Die tatsächl. Elektronenverteilung des Moleküls bzw. Ions liegt zwischen den von den Grenzformeln angegebenen Elektronenverteilungen. Dies wird durch den Mesomeriepfeil (Resonanzpfeil) ↔ symbolisiert, der nicht mit dem ein chem. Gleichgewicht symbolisierenden Doppelpfeil ⇆ verwechselt werden darf. Der Begriff der M. wurde 1933 von Christopher Kelk Ingold eingeführt.
Mesopotamien
M. (griech. Mesopotamia – Μεσοποταμ&iacgr;α –, aramä. Aram Nahrain, arab. Bilad ma bayn Al-Nahrayn) bedeutet ''das (Land) zwischen den zwei Flüssen'' oder auch kurz ''Zweistromland'' u. bezeichnet im histor. Sinn das Gebiet der Talebenen zwischen den Flüssen Euphrat u. Tigris, in denen die Stadtstaaten u. Reiche der Sumerer, Babylonier u. Assyrer lagen.
Mesozoikum
Das M., abgeleitet vom griechischen ''μ&eacgr;σος'' (mésos) = mittlerer, mitten u. ''ζ&ohacgr;ω'' (zóo) = leben, ist ein Erdzeitalter, das vor 251 Millionen Jahren begann u. vor 65,5 Millionen Jahren endete. Es wird in Trias, Jura u. Kreide gegliedert. Auf das M. folgt das Känozoikum, das Paläozoikum war der Vorgänger.
Message-Digest Algorithm 5
MD5 ( M. A. 5) ist eine weit verbreitete kryptograph. Hash-Funktion, die einen 128-Bit-Hashwert erzeugt. MD5 wurde 1991 von Ronald L. Rivest entwickelt. Die errechneten MD5-Summen (kurz ''md5sum'') werden zum Beispiel zur Integritätsprüfung von Dateien eingesetzt.
Messenger (Raumsonde)
MESSENGER (MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging) ist eine NASA-Raumsonde des Discovery-Programms, die den sonnennächsten Planeten Merkur erforschen soll. Die Sonde startete am 3. August 2004 u. soll am 18. März 2011 in einen Orbit um Merkur einschwenken. MESSENGER wäre damit nach Mariner 10 die zweite Raumsonde, die den Merkur besuchen wird, u. die erste, die den Planeten als Orbiter umkreist.
Die Kosten bis zum Ende der Primärmission im März 2012 betragen etwa 427 Millionen US-Dollar.
Messer
Das M. zählt zu den wichtigsten Instrumenten u. bedeutendsten techn. Errungenschaften der Menschheit. Es ist ein Arbeitsgerät, das als Schneidwerkzeug dient u. mit einer Klinge sowie einem Griffteil (Heft) versehen ist. Ursprünglich ein von seiner Funktionalität beherrschter Gebrauchsgegenstand, war das M. Werkzeug, Haushaltsgerät u. Waffe in einem, wurde ab dem 18. Jahrhundert zum wichtigsten Teil des Essbestecks u. entwickelte sich im Laufe der Zeit zusätzlich zum Ritual-, Schmuck- u. Kunstgegenstand, Tauschobjekt u. sogar Zahlungsmittel. Bei Ausgrabungen wurden M. vor allem an Orten der Nahrungszubereitung gefunden. Es gehört zu den wenigen Objekten, die weltweit in allen Kulturen des Homo sapiens vorkommen.
Messerschmitt AG
Die M. AG war ein dt. Flugzeug- u. Fahrzeughersteller.
Am 11. Juli 1938 gründet Willy Messerschmitt die nach ihm benannte M. AG (Hptw. in Augsburg), in der die Bayerischen Flugzeugwerke gleichzeitig aufgehen. Mit der späteren M. GmbH (Werke in Regensburg u. Obertraubling) wird die Kapazität der Unternehmensgruppe signifikant erweitert. Willy Messerschmitt wird der Vorstandsvorsitzende des neuen Unternehmens. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs ist die M. AG für die Entwicklung einiger zukunftsweisender Flugzeugtypen verantwortlich.
Nach dem Krieg wurde aus der M. AG nach längerer Ruhepause die Messerschmitt Werke Flugzeug Union Süd GmbH(MTT-FUS). Zu MTT-FUS gehörte Junkers Flugzeug- u. Motorenwerke GmbH, die sich auf Projekte im Raumfahrtbereich spezialisierte.
Die Fusion von MTT-FUS mit der Bölkow GmbH (1968) zur Messerschmitt-Bölkow GmbH u. die weitere Fusion dieses Unternehmens mit der Hamburger Flugzeugbau GmbH (1969), einer Tochter von Blohm & Voss, ließ die Firma Messerschmitt-Boelkow-Blohm (MBB), den damals größten dt. Luft- u. Raumfahrtkonzern entstehen. 1989 wurde MBB von der Deutsche Aerospace AG übernommen. Diese ging 2000 in EADS auf.
Messerschmitt Me 262
Die Me 262 des Flugzeugherstellers Messerschmitt AG war das erste einsatzfähige Militärflugzeug mit Strahltriebwerken; es wurde als Jäger ''(Schwalbe)'' u. als Jagdbomber ''(Sturmvogel)'' produziert.
Das Flugzeug mit seinem revolutionären Antrieb, dem Luftstrahltriebwerk (Düsenantrieb), stellte weltweit den Höhepunkt der Luftfahrtentwicklung während des Zweiten Weltkriegs dar.
Messgerät
Messgeräte dienen zur Bestimmung von geometrischen u. physikal. Größen. Meistens führen sie eine zu messende Dimension auf eine bekannte Größe bzw. Einheit zurück.
Messgeräte geben einen Messwert wieder, bestehend aus dem Produkt von Zahlenwert ''(Maßzahl)'' und ''Maßeinheit'', der ''ohne Wertung'' dargestellt wird.
Messi, Lionel Andrés
Lionel Andrés Messi (* 24. Juni 1987 in Rosario) ist ein argentin. Fußball-Nationalspieler in Diensten des FC Barcelona. Der 1,69 Meter große u. 63 kg schwere Stürmer gilt als einer der wertvollsten Nachwuchsspieler der Welt.
Messiah
Das Oratorium M. (HWV 56), auf dt. häufig: (Der) Messias, ist zusammen mit der ''Wassermusik'' u. der ''Feuerwerksmusik'' die berühmteste Komposition von Georg Friedrich Händel.
Messias
Der Begriff M. (hebräisch ''Maschiach'' oder ''Moschiach'', aramä. ''Meschiah'', Χριστ&oacgr;ς – ''Christos'', latinisiert ''Christus'') stammt aus dem Tanach u. bedeutet ''„der Gesalbte”''. Das NT sieht in Jesus von Nazareth den M.
Messie-Syndrom
Der Begriff M. (von engl. ''mess'' = Unordnung, Dreck, Schwierigkeiten) hat sich eingebürgert, um – unterschiedlich schwerwiegende – Defizite in der Fähigkeit zu bezeichnen, die eigene Wohnung ordentlich zu halten u. seine Alltagsaufgaben zu organisieren. Diese auch als Desorganisationsproblematik bezeichneten Defizite beruhen auf einer Störung psych. Funktionen. Hinsichtlich des Schweregrads gibt es eine weite Bandbreite von Selbstregulationsschwächen, „Chaotik” u. Unordentlichkeit mit irrationaler Sammelneigung am einen Ende des Spektrums bis hin zu schweren Formen eines Vermüllungssyndroms am anderen Ende.
Messina
M. (antike Namen: ''Zankle'', ''Messana'') ist die drittgrößte Stadt in der italienischen Region Sizilien u. zugleich Verwaltungssitz der Provinz M. Durch die Nähe zum italienischen Festland wird M. auch das ''Tor Siziliens'' genannt. Die Stadt hat rd. 245.000 Ew.
Im Lauf seiner Geschichte erlebte M. nicht nur unter den wechselnden Herrschern Blütezeiten u. Zerstörungen. Schwere Erdbeben in den Jahren 1783 u. 1908 sowie die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten immer wieder große Teile der Stadt. Heute ist M. eine moderne Stadt u. eines der wirtschaftlichen u. kulturellen Zentren Siziliens.
Messing
M. ist eine goldfarbene Legierung aus Kupfer u. Zink.
Messing, Debra
Debra Messing (* 15. August 1968 in Brooklyn, New York City, New York) ist eine US-amerikan. Schauspielerin, die in Deutschland hauptsächlich durch ihre Rolle als ''Grace Adler'' in der von ProSieben ausgestrahlten Serie'' Will & Grace'' bekannt ist; für diese Rolle wurde sie 2003 mit dem Emmy-Award als beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie ausgezeichnet. Bisher wurde sie auch siebenmal erfolglos für den Golden Globe nominiert.
Messner, Reinhold
Reinhold Andreas Messner (* 17. September 1944 in Brixen, Südtirol) ist ein italien. Extrembergsteiger, Abenteurer, Buch- u. Filmautor (u. a. über seine Expeditionen) sowie Politiker (Grüne). Er war der erste Mensch, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand (1970–1986). Zudem war er zweite Mensch, der die Seven Summits erreichte (1986).
Messschieber
Bild: Schieblehre.jpg
Messschieber können über eine Rundskala oder einen Nonius abgelesen werden.
Der M. ist ein Längenmessgerät. Für die Messung von Außen- u. Innenmaßen besitzt der M. jeweils zwei Messschenkel. Außerdem verfügt er meist über eine Tiefenmessstange, die zum Messen von z. B. Bohrungen verwendet wird. Die klass. Ausführung des Messschiebers hat zur Steigerung der Ablesegenauigkeit einen Nonius. Varianten, bei denen der Messwert von einer Rundskala abgelesen werden kann, werden ebenfalls verwendet. Inzwischen werden aber fast nur noch M. mit einer digitalen Ziffernanzeige eingesetzt. Diese weisen zwar keine höhere Messgenauigkeit auf, lassen sich aber besser ablesen. Auch die Übertragung der Messdaten zum Computer für eine Auswertung ist möglich.
Messtechnik
Die M. befasst sich mit Geräten u. Methoden zur Bestimmung (Messung) physikal. Größen wie beispielsweise ''Länge'', ''Gewicht'', ''Kraft'', ''Druck'', ''elektrischer Strom'', ''Temperatur'' oder ''Zeit''. Wichtige Teilgebiete der M. sind die Entwicklung von Messsystemen u. Messmethoden, sowie die Erfassung, Modellierung u. Reduktion (Korrektur) von Messabweichungen u. unerwünschten Einflüssen. Dazu gehört auch die Justierung u. Kalibrierung von Messgeräten.
Mestize
Der Begriff M. (Französisch: ''Métis'', Portugiesisch: ''Mestiço'', Spanisch: ''mestizo'', Englisch: Mestee aus spätlateinisch: ''mixticius'' Mischling) bezeichnet im Deutschen die Nachfahren von Weißen u. der indigenen Bevölkerung vor allem Süd- u. Mittelamerikas.
Der Begriff ist roman. Ursprungs u. kam in der Zeit des Kolonialismus auf.
Met
M., auch Honigwein genannt, ist ein alkohol. Getränk aus Honig u. Wasser.
Ursprünglich wurde M. mittels spontaner Gärung hergestellt. Heute werden zumeist Reinzuchthefen verwendet, wie sie auch in der Traubenweinbereitung Verwendung finden. Met enthält bis 11–16 Vol.-%. Getrunken wird M. sowohl heiß als auch kalt.
Metabolisches Syndrom
Das metabol. Syndrom (manchmal auch als ''tödliches Quartett, Reavan-Syndrom'' oder ''Syndrom X'' bezeichnet) wird heute als der entscheidende Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten angesehen. Die Definition des metabol. Syndroms wurde in den letzten Jahren öfter geändert u. eine endgültige Definition (oder einen ICD-10-Code) gibt es bislang nicht. Die Klassifikation orientiert sich zumeist entweder an der Insulinresistenz (Insulinresistenzsyndrom, WHO Klassifikation 1999) oder dem Lebensstil (NCEP-ATP-III). Die Behandlung zielt meist auf die Therapie der Insulinresistenz oder des Übergewichts ab.
Metadaten
Als M. oder Metainformationen bezeichnet man allg. Daten, die Informationen über andere Daten enthalten. Bei den beschriebenen Daten handelt es sich oft um größere Datensammlungen (Dokumente) wie Bücher, Datenbanken oder Dateien. So werden auch Angaben von Eigenschaften eines Objektes (beispielsweise Personennamen) als M. bezeichnet. Während der Begriff M. relativ neu ist, ist sein Prinzip unter anderem jahrhundertelange bibliothekar. Praxis.
Metal
M. (von engl. ''metal'' „Metall”) ist eine variantenreiche Musikrichtung u. Subkultur. Ihre Ursprünge liegen im Hard Rock Anfang der 1970er, mit vielen Elementen des Blues, des Jazz u. der Klassik. Eine gitarren- u. schlagzeugzentrierte Klangfarbe, wie auch virtuose Spielweise sind häufige Merkmale.
Metalcore
M. ist ein Musikgenre, das vorwiegend auf Elemente aus Melodic Death Metal, Death Metal, Thrash Metal u. Hardcore Punk zurückgreift. In Anspielung an die New Wave of British Heavy Metal wird die seit 2003 boomende Musikrichtung auch aufgrund der Vielzahl amerikan. Bands in diesem Genre ''New Wave of American Heavy Metal'' genannt.
Metal Gear
M. G. ist eine japan. Videospielreihe von Hideo Kojima u. des japan. Unternehmens Konami. Ziel des Spieles ist es, mit der eigenen Spielfigur unentdeckt zu bleiben. M. G. gilt als Vorreiter für das Genre Stealth.
1987 erschien der erste Teil für den MSX-Heimrechner. M. G. war eines der beliebtesten Spiele für diesen Rechner.
Metalle
Als M. bezeichnet man alle Reinstoffe, die folgende vier Stoffeigenschaften aufweisen:
* elektrische Leitfähigkeit, die mit steigender Temperatur abnimmt,
* hohe Wärmeleitfähigkeit,
* Duktilität (Verformbarkeit) u.
* metallischer Glanz.Metalle sind chem. Elemente, die sich im Periodensystem der Elemente links u. unterhalb einer Trennungslinie von Bor bis Polonium befinden. Damit sind etwa 80% der chem. Elemente Metalle, wobei der Übergang zu den Nichtmetallen über die Halbmetalle fließend ist. Häufig wird der Begriff auch für Legierungen, Intermetallische Phasen u. metallische Modifikationen von Nicht- oder Halbmetallen mit charakteristisch metallischen Eigenschaften verwendet.
Metallica
M. ist eine US-amerikan. Metal-Band, die 1981 in Los Angeles gegr. wurde. M. gehört seit Beginn der 1990er Jahre zu den international erfolgreichsten Rockgruppen.
Metallurgie
M. (gleichbedeutend Hüttenwesen) bezeichnet die Gesamtheit der Verfahren zur Gewinnung u. Nutzung von Metallen sowie metallurgisch wichtigen Halbmetallen u. Nichtmetallen aus Erzen, Erden, Salzen u. Altstoffen. Das Wort ist aus ''Metall'' u. der Nachsilbe ''-urgie'' (vgl. grch. -ουργικ&eeacgr;) gebildet. Sinngemäß ist M. das ''Metall-Werken'', u. der Metallurg (oder: Metallurge) ist ein Metall-Werker.
Metamizol
M. oder Novaminsulfon ist ein Pyrazolon-Derivat u. Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsauren Nichtopioid-Analgetika. Es besitzt unter diesen die höchste analgetische (schmerzlindernde) u. antipyretische (fiebersenkende) Wirkung.
Als Nebenwirkungen können vor allem Überempfindlichkeitsreaktionen sowie eine Schädigung der Zellbildung im Knochenmark (Agranulozytose) auftreten. Die Häufigkeit dieser schweren Nebenwirkung wird sehr unterschiedlich beschrieben u. führte dazu, dass M. in einigen Ländern, vor allem des angelsächs. Sprachraums, jedoch auch in Schweden, nicht zugelassen ist. Im deutschsprachigen Raum ist die Anwendung weit verbreitet.
Es wurde 1922 von der Firma Hoechst als Novalgin® auf dem dt. Arzneimittelmarkt eingeführt.
Metamorphosen (Ovid)
''Die M.'' (latein. Originaltitel ''Metamorphoseon libri'': "Bücher der Verwandlungen") des römischen Dichters Ovid, geschrieben vermutlich ab dem Jahr 1 oder 3 n. Chr. bis um 8 n. Chr., ist ein in Hexametern verfasstes mytholog. Werk über M. ("Verwandlungen"). Die M. bestehen aus 15 ''Büchern'' von je etwa 700–900 Versen u. beschreiben die Entstehung u. Geschichte der Welt in den Begriffen der römischen u. griech. Mythologie. Dabei wurden etwa 250 Sagen verarbeitet. Seit seinem Erscheinen war es stets eines der populärsten mytholog. Werke überhaupt u. sicherlich das den mittelalterl. Schriftstellern u. Poeten am besten bekannte. Somit hatte dieses Werk einen enormen Einfluss auf die Literatur des MA sowie auf die bildende Kunst vom MA bis zum Barock.
Metapher
Die M. (griechisch ''μετα&phis;ορ&aacgr;'' „Übertragung”, von ''metà phérein'' „anderswohin tragen”) ist eine rhetor. Figur, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, u. zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache u. der übertragen gemeinten eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht, z. B. „Daran nagt der Zahn der Zeit.”.
Metaphysik
Die M. (lat. ''metaphysica'', von gr. ''metá'' „nach, hinter” und ''phýsis'' „Natur, natürliche Beschaffenheit”, d.h. „was hinter der Natur ist”) ist eine Grunddisziplin der Philosophie.
Die klass. M. wurde allerdings Anfang des 19. u. in der zweiten Hälfte des 20. Jh. von verschiedenen Seiten prinzipiell kritisiert. Eine wichtige Rolle spielte dabei die kant. Ausrichtung der Philosophie auf die Frage danach, welche Strukturen des Erkennens überhaupt die Möglichkeit dafür bilden, dass wir darüber urteilen, was ist.
Metastase
Als M. (griechisch μετ&aacgr;σταση, von ''μετα~, meta~ – weg~'' u. ''στ&aacgr;ση, stáse – die Stelle, Haltung, der Ort'', also etwa ''die Übersiedelung an einen anderen Ort'') wird eine hypothetisch definierte Absiedlung eines bösartigen Tumors oder eines Infektionsherdes bezeichnet. Die heutige praktizierte Onkologie basiert auf dieser Theorie.
Die latein. Bez. ist Filia (dt.: die Tochter, Pl.: ''Filiae'') u. bedeutet ''die Tochtergeschwulst''.
Metastasen i. e. S. bezeichnen Absiedlungen eines Tumors in entferntem Gewebe. Der Begriff wird aber auch für die sept. Streuung von Erregern benutzt, z. B. bei der Streuung einer Endokarditis in zahlreiche Organe.
Meta-Tag
Meta-Tags sind (versteckte) HTML-Elemente auf einer Webseite, die Metadaten über das betr. Dokument enthalten.
Meteor
Meteore (griech. ''metéoros'' (μετ&eacgr;ωρος) = „schwebend, in der Luft”) sind i. w. S. lokale, sporad. Erscheinungen am Himmel u. an der Erdoberfläche. Viele derartige Erscheinungen wurden bereits in der Antike zum Beispiel von Aristoteles in seinem Werk ''Meteorologie'' beschrieben.
I. e. S. werden damit die Leuchterscheinungen bezeichnet, die von in die Erdatmosphäre eindringende Meteoroiden erzeugt werden. Meteoroide sind meist Staubkörner, kleine Metall- oder Gesteinskörner aus dem interplanetaren Raum, von denen pro Tag etwa 10 Milliarden vom Weltall aus mit einem Gesamtgewicht von 1.000 bis 10.000 Tonnen in die Atmosphäre der Erde einfallen. Wegen ihrer enormen Geschwindigkeit von etwa 11,2 bis 72 km/s – je nach Einfallswinkel zur Bahnbewegung der Erde – verdampfen die meisten in etwa 80 Kilometer Höhe durch Luftreibung; dabei ionisieren sie die Luftmoleküle, was helle Leuchtspuren hervorruft.
Die Wissenschaft der Meteore i. e. S. ist die Meteorkunde, jene der bis zur Erdoberfläche herabfallenden Körper die Meteoritenkunde.
Meteorismus
Als M. oder Blähsucht wird eine übermäßige Ansammlung von Gas im Verdauungstrakt, meist Dickdarm (''Meteorismus intestinalis'') oder Magen, selten in der freien Bauchhöhle (''Meteorismus peritonealis''), bezeichnet. Zu einem wesentl. Abgang von Darmgasen kommt es dabei nicht. Da diese Gasansammlungen allerdings überwiegend bei (funktionellen) Störungen im Dickdarmbereich auftreten, wird auch in der medizin. Fachliteratur oft gleichbedeutend von Flatulenz oder Blähungen als ''störender'' Gasbildung im Magen-Darm-Bereich gesprochen.
Meteorit
Ein M. [meteo&beton;ri&dehn;t] ist ein Festkörper kosm. Ursprungs, der die Atmosphäre durchquert u. den Erdboden erreicht hat. Er besteht gewöhnlich überwiegend aus Silikatmineralen oder einer Eisen-Nickellegierung. Da es sich fast immer um vielkörnige Mineralaggregate handelt, werden Meteoriten unabhängig von ihrer chem. Zusammensetzung zu den Gesteinen gezählt.
Meteorologie
Die M. ist ein Teil der Atmosphärenwissenschaften u. konzentriert sich hierbei unter anderem auf die Dynamik der unteren Erdatmosphäre u. das dadurch hervorgerufene Wetter. Das heutige Verständnis der M. ist vom Leitbegriff der Physik der Atmosphären (kurz: ''Atmosphärenphysik'') geprägt. Die M. ist ein Teilgebiet der Physik, wird jedoch in vielen Universitäten auch als Teil der Geowissenschaften verstanden u. deren Fakultäten angegliedert.
Meter
Der oder das M. (von griechisch μ&eacgr;τρον ''metron'' „Maß, -messer”; in der Schweiz nur ''der'' M.; nach DIN 1301-1:2002-10 nur ''das'' M.) ist die SI-Basiseinheit der Länge. Das Einheitenzeichen des Meters lautet „m”. In M. gemessene Größen sind u. a. „Länge” (Formelzeichen: ''l''), „Strecke” (''s''), „Wellenlänge” (''λ'') u. einige andere.
Metformin
M. ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Biguanide, der bei nicht-insulinabhängiger Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) u. insbes. bei Übergewicht u. Fettsucht eingesetzt wird. Es ist eines der am längsten eingesetzten Antidiabetika. Studien zufolge verringert es als einziges das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen bei Typ 2 Diabetes.
Methadon
M. ist ein vollsynthetisch hergestelltes Opioid. Es wurde in der Öffentlichkeit bekannt als Opiatersatzstoff durch seine breite Anwendung in Drogen-Substitutionsprogrammen.
Methan
M. (auch Methylwasserstoff genannt) ist ein farbloses u. geruchloses Gas. Das Wort stammt wohl aus dem griechischen "Μεθ&aacgr;νιον α&eacgr;ριον" (Methanion Aerion). Es ist das einfachste Alkan u. der einfachste Kohlenwasserstoff überhaupt, die Summenformel lautet CH4, die C–H-Bindungen weisen in die Ecken eines Tetraeders. M. ist der Hauptbestandteil von Erdgas, Biogas, Sumpfgas u. ein wichtiger Bestandteil von Holzgas. Nach Kohlenstoffdioxid ist es das bedeutendste von Menschen freigesetzte Treibhausgas, wobei es 20 bis 30 mal wirkungsvoller ist, allerdings in kleineren Mengen in der Atmosphäre vorkommt. Dort reagiert es mit Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid u. Wasser. Dieser Prozess ist allerdings langsam, die Halbwertszeit wird auf 14 Jahre geschätzt. M. wird als Heizgas verwendet u. dient als Ausgangspunkt für viele andere organ. Verbindungen. M. wird bei biologischen u. geolog. Prozessen ständig neu gebildet u. freigesetzt.
Methanhydrat
M. (''Methanklathrat'', auch genannt ''Methaneis'' bzw. ''Gaskondensat'') besteht aus Methan, das in gefrorenem Wasser eingelagert ist, wobei die Wassermoleküle das Methan vollständig umschließen. Man spricht daher auch von einer Einlagerungsverbindung (Klathrat). Erstmals wurde M. 1971 im Schwarzen Meer entdeckt.
Methanol
M. ist ein einwertiger Alkohol, der sich vom einfachsten Alkan Methan durch Ersetzung eines Wasserstoffatoms durch die Hydroxylgruppe ableitet. In der Natur kommt er in Baumwollpflanzen, Heracleum-Früchten, Gräsern u. in äther. Ölen vor. M. entsteht auch bei Gärungsvorgängen, z. B. von Zuckerrohrsaft. Bei der Vergärung von Früchten können die darin enthaltenen Pektine u. a. zu M. abgebaut werden.
Method Acting
M. A. ist eine Methode, die Schauspielerei zu erlernen. Dabei soll der Darsteller in den Figuren eine Seite seines eigenen Selbst erkennen u. widerspiegeln.
Methode
Eine M. (μ&eacgr;θοδος ''méthodos''; Bildung aus ''metá'': hinterher, nach usw. u. ''hodós'': Weg, Gang, „das Nachgehen, Verfolgen, die Verweglichung, Wegebnung, der Weg”) ist:
* allgemein eine geistige Grundlage für planmäßiges, folgerichtiges Verfahren, Vorgehen, Forschen, Handeln oder die Art u. Weise der Druchführung
* auf einem Regelsystem aufbauendes Verfahren, das zur Erlangung von [wissenschaflichen] Erkenntnissen oder praktischen Ergebnissen dient
* Art u. Weise eines Vorgehens
* ein Vorgang innerhalb einer Methodik
* Wissenschaft: eine Vorgehensweise, um systematisch neue Erkenntnisse zu erlangen
* Informatik: innerhalb der objektorientierten Programmierung eine Aktion, welche auf oder mit einem Objekt ausgeführt werden kann
* Softwaretechnik: eine Vorgehensweise bei der Erstellung von Software (Planung u. Entwicklung) Die (wissenschaftliche) Lehre von den Methoden ist die ''Methodologie''.
Methode der kleinsten Quadrate
Die M. d. k. Q. (bezeichnender auch: der kleinsten Fehlerquadrate; englisch: Least Squares Method) ist das mathemat. Standardverfahren zur Ausgleichungsrechnung. Es ist eine Wolke aus Datenpunkten gegeben, die physikal. Messwerte, wirtschaftl. Größen oder Ähnliches repräsentieren können. In diese Punktwolke soll eine möglichst genau passende, parameterabhängige Modellkurve gelegt werden. Dazu bestimmt man die Parameter dieser Kurve numerisch, indem die Summe der quadrat. Abweichungen der Kurve von den beobachteten Punkten minimiert wird.
Angewandt als Systemidentifikation ist die M. d. k. Q. in Verbindung mit Modellversuchen für Ingenieure ein Ausweg aus der paradoxen Situation, Modellparameter für unbekannte Gesetzmäßigkeiten zu bestimmen.
Methodik
M. (griech. Adjektiv μεθοδικ&eeacgr; … ''methodiké …'' „die methodische …”) bezeichnet die Gesamtheit ''wissenschaftlicher Methoden''. Als Teildisziplin einer Fachwissenschaft ist M. auch die Lehre der in dieser Wissenschaft angewandten Methoden.
Methodistische und Wesleyanische Kirchen
M. u. W. K. sind christl. Kirchen, die in Theologie u. Kirchenverfassung in der von John Wesley begründeten methodist. Tradition stehen.
Die methodistischen u. wesleyan. Kirchen sind weltweit gesehen eine der größten ev. Konfessionen. Im dt. Sprachraum sind sie durch die Evangelisch-methodistische Kirche, die Kirche des Nazareners u. die Heilsarmee vertreten. Die meisten methodistischen u. wesleyan. Kirchen gehören dem Weltrat methodist. Kirchen an.
Methotrexat
M. (MTX) ist ein Analogon der Folsäure (Vitamin B9). Es inhibiert als Folsäure-Antagonist kompetitiv u. reversibel das Enzym Dihydrofolat-Reduktase (DHFR). Der Wirkstoff wird als Zytostatikum (Antimetabolit) in der Chemotherapie eingesetzt.
Methusalem
M. (auch Metuschelach, hebräisch „Speerwerfer”) ist im Alten Testament (Genesis 5, 21–27) ein Urvater vor der Sintflut, Sohn des Henoch u. Großvater von Noach (Noah). Er wurde gemäß dem Bibelbericht 969 Jahre alt u. ist damit der älteste in der Heiligen Schrift erwähnte Mensch überhaupt.
Methylphenidat
M. ist ein Arzneistoff mit stimulierender Wirkung. Er gehört zu den Amphetamin-ähnlichen Substanzen, die derzeit hauptsächlich bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden. Daneben findet M. Anwendung bei der Narkolepsie u. zur Augmentation von Antidepressiva bei therapieresistenten Depressionen. M. ist in der Anlage 3 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) aufgelistet u. unterliegt einer gesonderten Verschreibungspflicht.
Metoclopramid
M. (Handelsname Paspertin®, MCP ratiopharm® etc.) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antiemetika. Es bessert Bewegungsstörungen im oberen Magen-Darm-Trakt (Motilitätsstörungen) u. lindert Übelkeit u. Erbrechen, wirkt jedoch nicht bei postoperativer Übelkeit. Außerdem fördert es die Aufnahmefähigkeit des Körpers für andere Medikamente bzw. Wirkstoffe u. wird aus diesem Grund vor allem in Migränepräparaten in Kombination mit einem Schmerzmittel (z. B. ASS, Paracetamol) eingesetzt.
Metonymie
Die M. (griechisch ''μετωνυμ&iacgr;α'', ''metonymía – die Namensvertauschung, Umbenennung'', lateinisch ''metonymia'', ''denominatio'', ''transnominatio'') gehört als rhetor. Stilfigur zu den Tropen, den Formen uneigentl. Ausdrucks, die auf einem Unterschied zwischen dem wörtl. Gesagten u. dem übertragen Gemeinten beruhen.
Metoprolol
M. ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven β1-Adrenorezeptorenblocker (Betablocker), der in der Behandlung des Bluthochdrucks, der koronaren Herzkrankheit, bei Herzrhythmusstörungen, zur Akutbehandlung des Herzinfarktes u. zur Migräneprophylaxe eingesetzt wird. M. hat keine intrinsische sympathomimet. Aktivität (ISA) u. nur gering ausgeprägte membranstabilisierende Eigenschaften.
Metrisches Einheitensystem
Das Metrische Einheitensystem, auch kurz Metrisches System genannt, ist ein auf dem Meter basierendes Einheitensystem. Mit seiner Hilfe wollte man die verwirrende Vielfalt unterschiedlichster Längenmaße u. Gewichte überwinden. Dieses Ziel wurde auch auf nahezu der ganzen Welt erreicht, abgesehen von einigen Staaten wie zum Beispiel den USA, in denen noch immer das Angloamerikanische Maßsystem vorherrscht.
Metro AG
Die M. A. ist eine in Düsseldorf ansässige Holding-Gesellschaft mehrerer Großhandels- u. Einzelhandelsunternehmen. Die Metro Gruppe hat heute weltweit rd. 270.000 Mitarbeiter, davon etwa 142.000 in Deutschland. Mit ihren Vertriebslinien ist sie bisher in 31 Ländern aktiv. Bedeutende Konkurrenten der Metro sind Wal-Mart, Carrefour u. Tesco.
Metroid
M. ist der Name einer Videospiel-Reihe von Nintendo. Die Metroid-Reihe hat ihren Ursprung in der Nintendo-Abteilung ''Research & Development 1'' unter Gunpei Yokoi, fand ihren Anfang 1986 auf dem Nintendo Entertainment System u. hat sich zu einem der größten Franchises von Nintendo entwickelt.
Metro Moskau
Die Moskauer Metro (Московский метрополитен / Transkription: ''Moskowskij metropoliten'', umgangssprachlich Московское метро / ''Moskowskoje metro''), 1935 eröffnet, ist die U-Bahn der russ. Hptst. Moskau. Sie gehört zu den tiefsten U-Bahnsystemen der Welt u. ist mit rd. 2,5 Milliarden Fahrgästen jährlich (Stand: 2006) auch eine der am stärksten in Anspruch genommenen U-Bahnen der Welt. Außerdem sind die Stationen der Moskauer Metro – aufgrund ihrer teilweise sehr anspruchsvollen Architektur – als unterird. ''Paläste'' bekannt.
Metronidazol
M. ist der Hauptvertreter der Nitroimidazole. Diese Gruppe von Antibiotika eignet sich zur Therapie von bakteriellen Infektionen durch Anaerobier oder Infektionen durch Protozoen.
Metronom
Ein M. (auch Taktell genannt) ist ein mechanisches, elektronisches oder elektromechan. Gerät mit dem Zweck, einem Musiker ein gleichmäßiges Tempo durch gleichmäßiges Anschlagen von Notenwerten (oft Viertel-Noten) zu ermöglichen.
Métro Paris
Bild: Abesses_entrance_1.jpg
Typischer Eingang der Pariser Metro
Die Pariser Métro ist das U-Bahnnetz der französ. Hptst. u. ist nach London (1863), Glasgow u. Budapest (beide 1896) die viertälteste U-Bahn Europas. Die erste Métrolinie wurde am 19. Juli 1900 anlässlich der Weltausstellung eröffnet. Das Pariser U-Bahnnetz ist mit 212,5 km Gesamtlänge eines der größten Netze der Welt. Charakteristisch sind die enge Netzdichte innerhalb der Stadt sowie die geringen Abstände zwischen den einzelnen Stationen – im Schnitt rd. 500 m.
Metropole
Wichtige spätantike Provinzhauptstädte wurden Metropolis bzw. M. genannt (von altgriechisch μητρ&oacgr;πολις, ''mētropolis'', „Mutterstadt [einer Kolonie]”) u. hatten einen großen polit. Einfluss. Sie waren die politischen, religiösen, wirtschaftlichen, kulturellen u. sozialen Mittelpunkte einer Region. Als einzige dieser Städte konnte die Metropolis Trier ihre spätantike Blüte bis weit ins Frühmittelalter hinein nahtlos weiter entwickeln.
Metropolis (1927)
M. ist ein dt. Spielfilm von Fritz Lang aus dem Jahre 1927. Er ist einer der bekanntesten Science-Fiction-Filme der Filmgeschichte u. zugleich einer der visuell einflussreichsten Stummfilme. Der Film wurde nach seiner Uraufführung am 10. Januar 1927 in Berlin kein kommerzieller Erfolg. Die filmhistor. Bedeutung von M. ergab sich erst in späteren Jahrzehnten.
Metropolitan Line
Die M. L. ist die älteste U-Bahn-Linie der London Underground. In ihrer heutigen Form ähnelt sie jedoch eher einer S-Bahn-Linie, mit langen oberird. Abschnitten in den Vororten. Sie bedient hauptsächlich den NW des Großraums London. Von ihr leitet sich der international am häufigsten verwendete Begriff für U-Bahnen ab: ''Metro''. Mit allen Zweigstrecken ist die Linie 66,4 km lang u. hat 34 Stationen (nur sieben davon sind unterirdisch).
Metropolregion
Eine M. ''(in der Schweiz auch Metropolitanregion)'' ist eine stark verdichtete Großstadtregion von hoher internationaler Bedeutung. Metropolregionen werden als Motoren der sozialen, gesellschaftlichen u. wirtschaftl. Entwicklung eines Landes betrachtet.
''Europäische Metropolregionen'' besitzen zudem auf Europa bezogen Schlüsselrollen für eben diese Entwicklung. Sie werden seit 1995 auf dt. Bundesebene definiert, ausgewiesen u. gefördert.
Metropolregion Rhein-Ruhr
Die Europäische M. R. ist die bevölkerungsreichste von derzeit 11 Metropolregionen in Deutschland u. kann als einzige hiervon den Titel Megastadt in Anspruch nehmen. Sie wurde als solche von der dt. Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) 1995 definiert.
Die Metropolregion ist gemeindescharf definiert, umfasst ein Gebiet von etwa 7000 km² mit ungefähr 10 Mio. Ew. u. befindet sich vollständig im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Damit ist sie die mit Abstand bevölkerungsreichste u. am dichtesten besiedelte Metropolregion in Deutschland u. zählt zu den fünf größten Metropolregionen Europas. Rhein-Ruhr liegt mitten im zentralen europ. Wirtschaftsraum, der so genannten ''Blauen Banane''.
Metrosexualität
Der Begriff M. wurde 1994 erstmals vom brit. Journalisten Mark Simpson publiziert. Aus "metropolitan" u. "heterosexual" zusammengesetzt, bez. er einen extravaganten Lebensstil heterosexueller Männer, die angeblich keinen Wert auf Kategorisierung in ein maskulines Rollenbild legen.
Metternich, Klemens Wenzel Lothar von
Klemens Wenzel (oder ''Clemens Wenceslaus'') Nepomuk Lothar Graf (seit 1813 Fürst) von Metternich-Winneburg zu Beilstein (* 15. Mai 1773 in Koblenz; † 11. Juni 1859 in Wien), Graf von Königswart, seit 1818 Herzog von Portella, war ein Staatsmann im Kaisertum Österreich. Im Jahr 1809 wurde er Außen-Min. Seit 1813 stieg er zu einem der führenden Staatsmänner in Europa auf u. spielte vor allem auf dem Wiener Kongress eine führende Rolle bei der politischen u. territorialen Neuordnung Europas im Sinne eines Gleichgewichts der Mächte. Als polit. Ausgestalter der Hl. Allianz stand Metternich als führender Politiker der Restaurationszeit für das monarch. Prinzip u. bekämpfte die nationalen u. liberalen Bewegungen.
Metz
M. (französisch [m&aeo;s], französisch veraltet u. dt. [m&aeo;ts]) ist eine Stadt im NO Frankreichs u. Hptst. des Dép. Moselle u. der Region Lothringen. M. liegt an der Mündung der Seille in die Mosel. – 124.300 Ew.
Metzelder, Christoph
Christoph Metzelder (* 5. November 1980 in Haltern) ist ein dt. Fußballspieler in Diensten von Real Madrid. Der Verteidiger wurde in der Saison 2001/02 mit Borussia Dortmund Deutscher Meister, zudem wurde er mit der Nationalmannschaft 2002 Vize-Weltmeister in Südkorea u. Japan, 2006 WM-Dritter in Deutschland sowie 2008 EM-Zweiter in sterreich/Schweiz.
Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
Der Mexiko-Krieg oder Mexikanisch-Amerikanische Krieg zwischen den beiden Nationen Mexiko u. USA fand zwischen 1846 u. 1848 statt u. wurde maßgeblich vom amerikan. Präsidenten James K. Polk vorangetrieben. Er kam zustande, weil die USA die vormals zum Staate Mexiko gehörigen Gebiete Texas u. Kalifornien beanspruchten.
Mexiko
M. (Spanisch: ''México'', amtl. ''Vereinigte Mexikanische Staaten'', span. ''Estados Unidos Mexicanos'', worttreue Übersetzung: ''Mexikanische Vereinigte Staaten'') ist ein Staat in Nordamerika. Es grenzt im N an die Vereinigten Staaten von Amerika u. im S an Belize u. Guatemala. Westlich liegt der Pazifik, im O der Golf von M. sowie das Karibische Meer, beides Randmeere des Atlantiks. – 103.263.388 Ew.
Mexiko-Stadt
M. (span. ''Ciudad de México''; auch international verbreitet: engl. ''Mexico City)'' ist die Hptst. der Vereinigten Mexikanischen Staaten. Sie gehört zu keinem Bundesstaat, sondern bildet einen bundesunmittelbaren Hauptstadtbezirk (Distrito Federal) mit 8,7 Millionen Ew. (2005). In der Metropolregion „Zona Metropolitana del Valle de México” (ZMVM), zu der außer M. der östl. Teil des Bundesstaates Mexico u. eine Gemeinde aus dem Staat Hidalgo gehören, leben 19,2 Millionen Menschen. Damit ist M. eine der größten Metropolregionen der Erde.
Mey, Reinhard
Reinhard Friedrich Michael Mey (* 21. Dezember 1942 in Berlin) ist ein dt. Musiker u. ein Hauptvertreter der dt. Liedermacher-Szene. Pseudonyme sind ''Frédérik Mey'' (in Frankreich), ''Alfons Yondrascheck'' u. ''Rainer May''. Sein bekanntester Song ist „Über den Wolken” (1974).
Meyer, Conrad Ferdinand
Conrad Ferdinand Meyer (* 11. Oktober 1825 in Zürich; † 28. November 1898 in Kilchberg bei Zürich) war ein Schweizer Dichter des Realismus, der insbes. histor. Novellen, Romane u. Lyrik verfasst hat. Er gehört mit Gottfried Keller u. Jeremias Gotthelf zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Dichtern des 19. Jh.
Meyer, Russ
Russell Albion "Russ" Meyer (* 21. März 1922 in Oakland, Kalifornien; † 18. September 2004 in Los Angeles) war ein US-amerikan. Regisseur, Drehbuchautor u. Produzent. Bekannt wurde er durch seine bizarren, billig prod. Sexfilme, die er meist mit Frauen mit großen Brüsten besetzte.
Meyer, Stephenie
Stephenie Meyer (* 24. Dezember 1973 in Connecticut, USA) ist eine US-amerikan. Jugendbuchautorin. Ihr Buch ''Twilight'' (dt.: Bis(s) zum Morgengrauen) erschien am 5. Oktober 2005 u. wurde ein internationaler Bestseller.
Meyers Konversations-Lexikon
M. K. ist ein bedeutendes deutschsprachiges enzyklopäd. Werk allg. Inhalts, das im 19. u. 20. Jh. in mehreren Auflagen vom Bibliographischen Institut hrsg. wurde u. nach dessen Gründer Joseph Meyer benannt ist. Die Weiterentwicklung wurde 1986 zugunsten des Brockhaus eingestellt, nachdem der Brockhaus-Verlag u. das Bibliographische Institut 1984 zum Bibliographischen Institut & F. A. Brockhaus fusioniert waren.
Meysel, Inge
Inge Meysel, eigentl. Ingeborg Charlotte Meysel, vormals Hansen, geschiedene Rudolph, verehelichte Olden (* 30. Mai 1910 in Rixdorf (heute Berlin-Neukölln); † 10. Juli 2004 in Seevetal-Bullenhausen, Niedersachsen am südl. Stadtrand von Hamburg) war eine dt. Schauspielerin. 1945 kam die 35-Jährige ans Thalia Theater in Hamburg. Ab den 1960er Jahren stand bei ihr das Fernsehen im Mittelpunkt. Bekannt wurde sie vor allem in der Rolle der Käthe Scholz in der Fernsehserie ''Die Unverbesserlichen'' (1965 bis 1971). Sie erhielt zahlreiche Preise u. Auszeichnungen.
Mezzanine-Kapital
M. oder Mezzanine-Finanzierungen (abgeleitet aus der Architektur i. S. v. Zwischengeschoss) beschreibt als Sammelbegriff Finanzierungsarten, die in ihren rechtlichen u. wirtschaftl. Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- u. Fremdkapital darstellen. Dabei wird in der klass. Variante einem Unternehmen wirtschaftliches u./oder bilanzielles Eigenkapital zugeführt, ohne den Kapitalgebern Stimm- oder Einflussnahmerechte bzw. Residualansprüche wie den echten Gesellschaftern zu gewähren.
MG (Auto)
MG ist ein traditioneller brit. Automobilhersteller.
Das Unternehmen MG wurde Anfang der 1920er Jahre in Oxford (England) als "Morris Garages" gegr., erster Geschäftsführer war Cecil Kimber. Ende der 1920er erfolgte dann der Umzug nach Abingdon in Oxfordshire, wo bis 1980 einige der seinerzeit erfolgreichsten Sportwagen der Welt (u. a. MG TC, MGA u. insbes. MGB mit über 500.000 Exemplaren) produziert wurden.
MG 08
Das MG 08 ist ein bekanntes dt. Maschinengewehr, das im Ersten Weltkrieg verwendet wurde. Das MG 08 gibt es in vielen Varianten. Die bekannteste Variante ist das MG 08/15, auf das sich die Redewendung „nullachtfünfzehn” zurückführen lässt.
MG3
Das MG3 ist das 1969 eingeführte Standardmaschinengewehr der Bundeswehr. Es ist eine Weiterentwicklung des dt. Maschinengewehrs MG42 aus dem 2. Weltkrieg. Hergestellt wurde es von der Firma Rheinmetall, heute wird es u. a. von POF (Pakistan Ordnance Factories) in Lizenz gebaut.
MG4
→ HK MG4.
MIA.
MIA. (mit Punkt; auch Mia. geschrieben) sind eine dt. Elektropop-Musikgruppe.
Miami
M. [mai&beton;æmi] ist eine dicht besiedelte Stadt am M. River im Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida, Vereinigte Staaten, mit 482.255 Ew. (Stand: 2007) u. Sitz der County-Verwaltung. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 143,1 km². Obwohl die Stadt selbst nicht bes. groß ist, umfasst die Agglomeration South Florida Metropolitan Area viele kleinere Städte u. die nicht unerhebl. UMSA (Unincorporated Metropolitan Services Area) u. beherbergt insges. über 2,2 Millionen Ew.
Miami Beach
M. B. ist eine sehr dicht besiedelte Stadt im Miami-Dade County im SO des US-Bundesstaates Florida, Vereinigte Staaten mit 89.700 Ew. (Stand: 2004). Das Stadtgebiet hat eine Größe von 48,5 km² u. liegt etwa sechs Kilometer östlich von Miami auf einer Halbinsel.
Miami Ink – Tattoos fürs Leben
M. I. – T. f. L. (''Miami Ink'') ist eine von TLC produzierte, US-amerikan. Realityshow, in der Menschen vor laufender Kamera tätowiert werden.
Miami Vice
M. V. ist eine populäre, in den 1980er Jahren produzierte Fernsehserie. Zwischen 1984 u. 1989 wurden 5 Staffeln mit insges. 112 Folgen gedreht.
Miami Vice (Film)
M. V. ist ein US-amerikan. Thriller von Regisseur Michael Mann aus dem Jahr 2006 u. gleichzeitig eine Neuverfilmung der Fernsehserie M. V. aus den 1980er Jahren.
Michael
M. ist ein männl. Vorname. Der Vorname stammt aus dem Hebräischen u. bedeutet „Wer ist wie Gott?” im Sinne von „Keiner ist wie Gott”. Die Figur des Heiligen Erzengels M., dessen Charakter es ist, sich gegen jeden zu richten, der Gottes Stellung in Zweifel zieht, gilt als Ursprung dieses Namens.
Michael, George
George Michael (* 25. Juni 1963 in London; bürgerl. ''Georgios Kyriacos Panayiotou'', Γι&ohacgr;ργος-Κυρι&aacgr;κος Παναγι&ohacgr;του) ist ein brit. Sänger, Songwriter, Komponist, Musiker u. Produzent griechisch-zypr. Abstammung. Er lebt in Hampstead/Camden im N von London. Er begann seine Karriere Anfang der 1980er Jahre zusammen mit seinem Partner Andrew Ridgeley im Duo Wham!, bevor er eine Solokarriere startete.
Michael (Erzengel)
Der Erzengel M. (zu dt.: „Wer ist wie Gott?”) ist ein in der Bibel erwähnter Erzengel, der für Anhänger aller drei Abrahamitischen Religionen von Bedeutung ist. Den Christen gilt er vor allem als Bezwinger Satans u. Seelenwäger am Tag des Jüngsten Gerichts. Er ist seit der siegreichen Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955 Schutzpatron des Hl. Römischen Reiches u. später Deutschlands.
Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre
M. B. T. C. M. (2003) ist ein US-amerikan. Horrorfilm-Remake des Genre-Klassikers Blutgericht in Texas von Tobe Hooper aus dem Jahre 1974, gedreht vom dt. Regisseur Marcus Nispel.
Michael Clayton
M. C. ist ein US-amerikan. Thriller aus dem Jahr 2007. Regie führte Tony Gilroy, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle spielte George Clooney. Tilda Swinton erhielt als Beste Nebendarstellerin einen ''Oscar''.
Michaelis-Menten-Theorie
Die M. (nach Leonor Michaelis u. Maud Menten 1913) legt den Grundstein für die Enzymkinetik. Hier wurde das theoret. Rüstzeug erarbeitet, Enzyme nicht nur hinsichtlich ihrer Aktivität zu charakterisieren, sondern auch die Stoffmenge (Konzentration) zu finden, welche eine den Gegebenheiten angepasste Umwandlung ermöglicht.
Michael Kohlhaas (Kleist)
M. K. ist eine Novelle von Heinrich von Kleist. Sie wurde 1810 erstmals in vollständiger Form veröffentlicht. Erste Fragmente erschienen bereits in der Juniausgabe 1808 in Kleists Literaturzeitschrift Phöbus.
Michaels, Gianna
Gianna Michaels (* 6. Juni 1983 in Seattle, Washington) ist eine US-amerikan. Pornodarstellerin. Sie verwendet auch die Pseudonyme ''Gianna'', ''Becky'' oder ''Gianna Rossi''.
Michel, Anneliese
Anneliese Michel (* 21. September 1952 in Leiblfing; † 1. Juli 1976 in Klingenberg am Main) war eine dt. Katholikin, die an den Folgen extremer Unterernährung starb. Große Aufmerksamkeit erregte der Todesfall, weil in den Monaten vor ihrem Tod zwei kath. Priester mehrfach d. Gr. Exorzismus an ihr vollzogen.
Michelangelo
M. Buonarroti [mike&beton;land&schsth;elo buonar&beton;r&oo;&dehn;ti] (* 6. März 1475 in Caprese (im Casentino – oberes Arnotal nördlich von Arezzo), Toskana; † 18. Februar 1564 in Rom), war ein italien. Maler, Bildhauer, Architekt u. Dichter. M. (vollständiger Name: ''Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni'') war der bedeutendste Repräsentant der italien. Hochrenaissance. Er führte Skulptur u. Malerei der Hochrenaissance zu einem letzten Höhepunkt u. wurde mit seinem Spätwerk zum Wegbereiter des Manierismus u. Barock. Mit dem „David” u. der Sixtinischen Decke schuf er Hauptwerke der Hochrenaissance.
Michel aus Lönneberga
M. a. L. (schwed.: ''Emil i Lönneberga'') ist eine Kinderbuch-Romanfigur von Astrid Lindgren. Die Geschichten um seine Person wurden ab 1963 veröffentlicht u. Anfang der 1970er Jahre verfilmt. Sie wurden in Buchform, als Hörspiel, als Fernsehserie u. durch drei Spielfilme Klassiker der Kinder- u. Familienunterhaltung in ganz Europa.
Michelle
M. (* 15. Februar 1972 in Villingen-Schwenningen; bürgerl. ''Tanja Shitawey'', geb. ''Hewer'') ist eine dt. Schlagersängerin.
Michigan
M. [&beton;mi&schstl;ig&eunbet;n] ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten.
M. (indian. großer See) ist als Geburtsort der Automobilindustrie bekannt, besitzt aber auch eine große Tourismusbranche. M. hat durch die Lage an d. Gr. Seen die längste Süßwasserküste eines US-Bundesstaates mit Ausnahme von Alaska.
Micky Maus
M. M. ist der dt. Name der von Walt Disney u. Ub Iwerks geschaffenen Zeichentrick- u. Comic-Figur ''Mickey Mouse''. Obwohl M. M. bereits in dem Stummfilm ''Plane Crazy'' auftauchte, erreichte er seine große Bekanntheit erst durch den Film ''Steamboat Willie'', der am 18. November 1928 im New Yorker Colony-Theatre uraufgeführt wurde. Dieses Datum gilt auch als Geburtstag von M. M.
MicroSD
M. (früher ''TransFlash'') ist ein sehr kompaktes Flash-Speicherkartenformat. Die Karten werden aufgrund der kleinen Abmessungen u. des geringen Gewichts insbesondere in mobilen Endgeräten wie z. B. Mobiltelefonen verwendet.
Microsoft
Die M. Corporation [&beton;maikrousa&dehn;ft] ist ein multinationaler Softwarehersteller mit 79.000 Mitarbeitern u. einem Umsatz von 51 Mrd US-$ mit Hauptsitz in Redmond, einem Vorort von Seattle (US-Bundesstaat Washington). Chief Executive Officer (CEO) ist Steve Ballmer.
Das Unternehmen wurde 1975 von Bill Gates u. Paul Allen gegr.
In den Neunziger Jahren wurden das graf. Betriebssystem M. Windows u. die Bürosoftware Microsofts, M. Office, Marktführer.
Microsoft Access
M. A. [&beton;maikrousa&dehn;ft &beton;æks&aeo;s] (kurz MS Access, nach engl. ''access'', „Zugang”) ist ein Datenbankmanagementsystem der Firma Microsoft zur Verwaltung von Daten in Datenbanken u. zur Entwicklung von Datenbankanwendungen. MS Access ist Bestandteil des Office-Professional-Pakets u. unterstützt SQL-92.
Microsoft Excel
M. E. (engl. [ik&beton;sel], dt. meist [&aeo;k&beton;s&aeo;l]) ist ein Tabellenkalkulationsprogramm. Es ist heute die meistverbreitete Software für Tabellenkalkulation.
Microsoft Office
M. O. ist das Office-Paket der Firma Microsoft für Microsoft Windows u. Mac OS. Für unterschiedl. Aufgabenstellungen werden verschiedene Suiten angeboten, die sich in den enthaltenen Komponenten, dem Preis u. der Lizenzierung unterscheiden.
Microsoft PowerPoint
M. P. ist ein Computerprogramm, mit dem sich interaktive Folienpräsentationen unter Windows u. Mac OS erstellen lassen.
Microsoft Windows
M. W. [&beton;maikrousa&dehn;ft &beton;windouz] ist ein Markenname für Betriebssysteme der Firma Microsoft.
Das Hauptanwendungsgebiet für die Windows-Betriebssystemgruppe ist der Desktop-Bereich, es existieren allerdings auch Produkte speziell für den Betrieb von Servern oder ''Embedded Devices'' wie z. B. PDAs.
Heute ist M. W. mit Schätzungen um die 90% das meistgenutzte Betriebssystem auf PC-Systemen, was zu Unmut bei den Befürwortern alternativer Betriebssysteme führt u. immer wieder Kernpunkt von Diskussionen um den Hersteller ''Microsoft'' u. dessen Firmenpolitik ist. Auch gab es immer wieder Gerichtsverfahren, die diese Monopolstellung u. die damit verbundene mögl. Ausnutzung zum Inhalt hatten.
Microsoft Windows Vista
Windows Vista (''Vista'' spanisch/italienisch für Blick, Sicht, Perspektive) ist das derzeit aktuelle Betriebssystem der Firma Microsoft, welches am 30. Januar 2007 erschienen ist.
Microsoft Word
M. W. (oft auch kurz ''MS Word'' oder ''Word'' genannt) ist ein Textverarbeitungsprogramm der Firma Microsoft für die Windows-Betriebssysteme u. Mac OS. Es ist Teil der Officesuite Microsoft Office sowie der auf private Nutzer zugeschnittenen Programmsammlung ''Microsoft Works Suite'', wird aber auch einzeln verkauft. Heutzutage ist MS Word das mit Abstand meistverwendete Textverarbeitungsprogramm der Welt.
Midazolam
M. (Handelsname u.a. Dormicum®) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Benzodiazepine. Es ist verschreibungspflichtig u. liegt in Darreichungsformen zur parenteralen u. oralen Verabreichung vor.
Midi-Job
Als M. bezeichnet man eine deutschlandspezif. Ausgestaltung eines Niedriglohn-Jobs; ähnlich wie das noch geringer vergütete Instrument des Mini-Jobs geht diese Einrichtung auf die Neuregelung zu den geringfügigen Beschäftigungen ab 1. April 2003 zurück, dessen Rechtsgrundlage die "Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" vom 1. Januar 2003 sind. Die Neuregelung ist Bestandteil des Hartz-Konzeptes zur Reformierung des Arbeitsmarkts, der M. wird dort jedoch – im Gegensatz zum Mini-Job – nicht explizit erwähnt.
Midler, Bette
Bette Midler (* 1. Dezember 1945 in Honolulu, Hawaii) ist eine US-amerikan. Sängerin u. Schauspielerin. Midler erhielt bislang sechs Comedy Awards, drei Emmy Awards u. drei Golden Globes. Des Weiteren wurde sie zweimal für den Oscar nominiert. Für ihre musikalischen Arbeiten erhielt sie viermal einen Grammy Award.
Midlife Crisis
Mit dem Begriff M. C. (engl. für „Mittlebenskrise”) meint man umgangssprachlich einen psych. Zustand der Unsicherheit im Lebensabschnitt von ca. 30 bis Anfang 50 Jahren. Im Unterschied zu seel. Erkrankungen i. e. S. besteht keine eindeutige Abgrenzung einerseits zum natürlichen, gesunden Seelenleben u. andererseits zu spezifischen psych. Störungen des Erwachsenenalters.
Mielke, Erich
Erich Fritz Emil Mielke (* 28. Dezember 1907 in Berlin; † 21. Mai 2000 in Berlin) war nach dem Rücktritt Ernst Wollwebers ab 1957 Min. für Staatssicherheit der DDR u. somit einer der Hauptverantwortlichen für den Ausbau des flächendeckenden Überwachungssystems in der DDR. Er wurde 1993 wegen Ermordung von zwei Polizisten 1931 rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.
Mies van der Rohe, Ludwig
Ludwig Mies van der Rohe (* 27. März 1886 in Aachen; † 17. August 1969 in Chicago; eigentl. Maria Ludwig Michael Mies) war ein dt. Architekt.
Mies van der Rohe ist einer der bedeutendsten Architekten der Moderne. Seine Baukunst gilt dem Ausdruck konstruktiver Logik u. räuml. Freiheit in klass. Form. Dafür entwickelte er moderne Tragstrukturen aus Stahl, die eine hohe Variabilität der Nutzflächen u. eine großflächige Verglasung der Fassaden ermöglichten.
Miete
M. (in Österreich, der Schweiz u. früher auch in Deutschland Mietzins) ist nach deutschem Schuldrecht die Gegenleistung, die der Mieter dem Vermieter auf Grund des Mietvertrages, bei Genossenschaften auch Dauernutzungsvertrag genannt, für die Überlassung der so genannten ''Mietsache'' schuldet.
Mieterhöhung
Im Laufe eines Mietverhältnisses wird einem Vermieter das Recht zu einer M. eingeräumt, was ihm ermöglicht, die Miete an eine allg. Preissteigerung anzupassen. Gemäß § 557 Abs. 1 BGB können die Vertragsparteien im laufenden Mietverhältnis eine M. vereinbaren. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, ist eine Kündigung zum Zwecke der M. gesetzlich ausgeschlossen. Von Vermieterseite kann eine M. nur unter Beachtung der gesetzl. Vorschriften verlangt werden.
Mietkauf
Der M. ist ein Mietvertrag, bei dem dem Mieter vom Vermieter das Recht eingeräumt wurde, innerhalb einer bestimmten Frist durch einseitige Erklärung die gemietete Sache zu einem vorher bestimmten Preis unter Anrechnung der bis dahin gezahlten Mieten käuflich zu erwerben. Vor der Erklärung findet auf den Vertrag Mietrecht Anwendung. Nach der Erklärung handelt es sich um einen Kaufvertrag, auf den Kaufrecht Anwendung findet. Allerdings sind hier von Fall zu Fall die Konditionen der einzelnen Anbieter zu prüfen. Sie unterscheiden sich teilweise erheblich.
Mietminderung
Von M. spricht man, wenn eine Mietsache Fehler oder Mängel aufweist u. deshalb nur noch eine gekürzte Miete geschuldet wird.
Bei einem Fehler oder Mangel der Mietsache ist die Miete automatisch, d.h. gesetzlich, gemindert (vgl. § 536 BGB). Dies bedeutet, eine M. muss weder beantragt noch genehmigt werden.
Mietrecht
Das M. ist ein Rechtsgebiet innerhalb des Zivilrechts, das sich mit der Überlassung einer Sache an einen anderen gegen Entgelt befasst. Gegenstand des Mietrechts sind die mit dem Mietvertrag verbundenen Rechtsfragen.
Mietspiegel
Der M. ist eine Übersicht über die ortsübl. Vergleichsmiete (§ 558 BGB) im frei finanzierten Wohnungsbau. Er wird von Städten (selten auch von größeren Gemeinden) in Zusammenarbeit mit einschlägigen Interessengruppen (z. B. Mieter- u. Vermieterverbände, Immobilienmakler usw.) aufgestellt u. bezieht sich räumlich auf die jeweilige Stadt oder Gemeinde.
Mietvertrag
Der M. ist eine Übereinkunft, die den Vermieter verpflichtet, dem Mieter die vermietete Sache zu überlassen. Im Gegenzug schuldet der Mieter dem Vermieter den Mietzins.
MiG-29
→ Mikojan-Gurewitsch MiG-29.
Migräne
Die M. (von griech. ''ημικραν&iacgr;ον'', ''hemikranion'', ''hemikrania'' – halber Schädel) ist eine neurolog. Erkrankung, die durch einen anfallsartigen, pulsierenden u. halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet ist, der oft von zusätzl. Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet wird. Bei manchen Patienten geht einem Migräneanfall eine Aura voraus, während deren häufig optische oder sensible Wahrnehmungsstörungen auftreten.
Migrant
Als Migranten werden Menschen bezeichnet, die nicht im jeweiligen Aufenthaltsland geboren wurden, sowie deren Nachkommen. Für letztere wird auch die Umschreibung „Menschen mit Migrationshintergrund” benutzt. Im Gegensatz zu "Flüchtlingen" können Migranten frei entscheiden, in welches Land sie auswandern möchten.
Migration (Soziologie)
M., Wanderung, ist in der Soziologie u. Soziogeographie ein unterschiedlich gefasster Begriff für den dauerhaften Wechsel des Lebensumfeldes einer Person, einer Gruppe oder einer Gesellschaft im geographischen u. sozialen Raum.
Die ''internationale M.'' meint oft einen Wechsel des Wohnsitzes von einem Staat in einen anderen.
Migrationshintergrund
M. ist ein Ordnungskriterium der bundesdeutschen amtl. Statistik zur Beschreibung einer Bevölkerungsgruppe mit einem Syndrom an Merkmalen. Mit dieser neuen Begrifflichkeit werden dt. u. ausländ. Staatsangehörigkeit um eine Kategorie erweitert, die Erziehung, Sprachzugehörigkeit u. ä. umfasst. Das Kriterium ist nicht scharf gegen andere Bevölkerungsgruppen, etwa gegen Ausländer der dritten u. vierten Generation, abgrenzbar.
Mika
M. ist ein Vorname u. Familienname. M. ist eine nordische Kurzform der Vornamen Michael u. Michaela u. damit ein sogenannter Unisex-Name. In den skandinavischen Ländern darf er nur mit einem weiteren Vornamen vergeben werden, der das Geschlecht deutlich macht.
Mika
M. [&beton;mik&eunbet;] (* 18. August 1983 in Beirut; eigentl. Mica Penniman) ist ein libanesisch-brit. Sänger, Komponist u. Produzent. Mit seinem ersten Album ''Life in Cartoon Motion'' gelang ihm 2007 ein sowohl bei den Kritikern wie auch bei den Hörern positiv aufgenommes Debüt.
Mikkelsen, Mads
Mads Dittmann Mikkelsen (* 22. November 1965 in Kopenhagen) ist ein dänischer Schauspieler. Er mimte u. a. im James Bond-Film „Casino Royale” (2006) den entstellten Gegenspieler ''Le Chiffre''.
Mikojan-Gurewitsch
M. (МиГ/''MiG'', heute ''Russian Aircraft Corporation (RAC) MiG'') ist ein russischer, ehem. sowjet. Militärflugzeughersteller. Die Firma ist spezialisiert auf die Entwicklung u. Produktion von Jagdflugzeugen. Seit Ende 2006 gehört das Unternehmen zum neu gegr. russ. Luftfahrtkonsortium OAK.
Mikojan-Gurewitsch MiG-25
Die MiG-25 (NATO-Codename: Foxbat, dt.: ''Flugfuchs'') ist ein Militärflugzeug. Es handelt sich um einen einsitzigen Abfangjäger u. Aufklärer, der in der Sowjetunion vom Konstruktionsbüro Mikojan-Gurewitsch entwickelt wurde.
Mikojan-Gurewitsch MiG-29
Die MiG-29 (NATO-Codename ''Fulcrum'') ist ein russischer, in der früheren Sowjetunion entwickelter, Luftüberlegenheitsjäger aus dem Konstruktionsbüro Mikojan-Gurewitsch (MiG). Angetrieben wird er durch zwei Turbofantriebwerke.
Mikrobiologie
Die M. (altgriechisch ''μικρ&oacgr;ς'', ''mikrós'', „klein”, ''β&iacgr;ος'', ''bíos'', „Leben” u. ''λ&oacgr;γος'', ''lógos'', „Wort”, „Lehre”) ist ein Teilgebiet der Biologie u. ist die Wissenschaft u. Lehre von den Mikroorganismen, also Lebewesen, die als Individuen nicht mit bloßem Auge erkannt werden können: Bakterien, Protozoen (Urtierchen), Pilze, ein- u. wenigzellige Algen („Mikroalgen”) u. Viren. Unterteilt wird die M. in Spezialgebiete, wie zum Beispiel Medizinische M., Lebensmittelmikrobiologie, Technische M., Geomikrobiologie, Meeresmikrobiologie, Bodenmikrobiologie, u. nach den behandelten Mikroorganismengruppen.
Mikrocontroller
Als M. (auch µController, µC, MCU) werden Halbleiterchips bezeichnet, die mit dem Prozessor mindestens Peripheriefunktionen auf einem Chip vereinen. In vielen Fällen befindet sich der Arbeits- u. Programmspeicher ebenfalls teilweise oder komplett auf dem gleichen Chip. Ein M. ist praktisch ein Ein-Chip-Computersystem. Für manche M. wird auch der Begriff System on a Chip oder SoC verwendet.
Mikrofon
Ein M. ist ein Schallwandler, der Luftschall in entspr. elektr. Spannungsänderungen, das Mikrofonsignal, umwandelt.
In der gängigen Bauform folgt eine dünne, elastisch gelagerte Membran den Druckschwankungen des Schalls. Sie bildet durch ihre Bewegung die zeitl. Verteilung des Wechseldrucks nach. Ein Wandler, der mechanisch oder elektrisch mit der Membran gekoppelt ist, generiert daraus eine der Membranbewegung entspr. pulsierende Gleichspannung. Das Wandlerprinzip ist maßgeblich für die Qualität des Ausgangssignals, die durch Rauschabstand, Impulstreue u. Klirrfaktor bestimmt wird.
Mikronesien
M. (griech. ''kleine Inseln'') ist ein Inselgebiet im westl. Pazifischen Ozean. M. ist ein Sammelbegriff für ein „Inselmeer” von über 2000 trop. Inseln u. Atollen, die auf über 7 Millionen km² des Pazifischen Ozeans verstreut sind. Geografisch liegen fast alle Inseln nördlich des Äquators im westl. Pazifik. Die Distanz von einem Ende Mikronesiens zum anderen beträgt fast 4000 Kilometer. M. besteht nicht nur aus einem Land, sondern aus mehreren unabhängigen Ländern. – Die Fderierten Staaten von M. sind ein Inselstaat, der den gráten Teil der Karolinen, einer Inselgruppe Mikronesiens, einnimmt.
Mikroökonomie
Bild: Einfacher_Wirtschaftskreislauf.jpg
Mikroökonomie: Grundmodell des Wirtschaftskreislaufs
Die M. (auch: Mikroökonomik bzw. Mikrotheorie) ist ein Teilgebiet der Volkswirtschaftslehre. Ihr Gegenstand ist das wirtschaftl. Verhalten einzelner Wirtschaftssubjekte (Haushalte u. Unternehmen) u. die Allokation von knappen Ressourcen u. Gütern durch den Marktmechanismus. Insbes. die neoklass. M. arbeitet mit math. Modellen, die sie aus der Realität abstrahiert.
Mikroorganismus
Mikroorganismen, manchmal umgangssprachlich auch „Mikroben” genannt, sind mikroskopisch kleine Organismen mit eigenem Stoffwechsel (ausgenommen Viren), die als einzelne Individuen mit bloßem Auge in der Regel nicht zu erkennen sind.
Beispiele für Mikroorganismen sind Bakterien (Beispiel: zur Herstellung von Sauermilchprodukten verwendete Milchsäurebakterien), viele Pilze (Beispiel: für Gärungen u. zum Backen verwendete Hefen), mikroskop. Algen (Beispiel: die zur Ergänzung der Nahrung verwendeten Chlorellen) u. Protozoen (Beispiel: Pantoffeltierchen Paramaecium u. die Malaria-Erreger Plasmodium). Je nach Definition des Begriffs ''Organismus'' können auch Viren zu den Mikroorganismen gerechnet oder ausgeschlossen werden.
Mikropenis
Als M. wird beim Menschen der Penis des geschlechtsreifen Mannes bezeichnet, wenn dieser definitionsgemäß kleiner als 2,5 Zentimeter ist. Als Ursachen werden zentrale Störungen des endokrinen Systems u. Androgenrezeptor-Störungen aufgeführt.
Mikroprozessor
Ein M. (''griech. mikros'' für „klein”) ist ein Prozessor in sehr kleinem Maßstab, bei dem alle Bausteine des Prozessors auf einem Mikrochip vereinigt sind. Der erste M. wurde Anfang der 1970er Jahre von der Firma Texas Instruments auf der Basis der IC-Technik (Integrierte Schaltkreise) entwickelt.
Mikroskop
Ein M. ist ein Instrument, das es erlaubt, Objekte vergrößert anzusehen. Dazu werden entweder abbildende optische Systeme oder Rastersonden verwendet. Am bekanntesten ist das Lichtmikroskop, das um 1600 in Holland erfunden wurde.
Mikrowellen
Der Begriff M. (engl.: ''„microwaves”)'' fasst die Dezi-, Zenti- u. Millimeterwellen zusammen. M. sind elektromagnet. Wellen, deren Wellenlänge zwischen 1 m u. 1 mm liegt, was einem Frequenzbereich von etwa 300 MHz bis etwa 300 GHz entspricht.
Mikrowellenherd
Ein M. oder auch Mikrowellenofen (kurz: Mikrowelle) ist ein Gerät zum schnellen Erhitzen von Speisen, Flüssigkeiten u. anderen geeigneten Stoffen mithilfe der Absorption von Dezimeterwellen (Mikrowellen).
Der M. wurde 1946 von Percy Spencer im Unternehmen Raytheon (Hersteller von Hochfrequenztechnik) erfunden.
Mikrozensus
Der M. ist eine statist. Erhebung, bei der im Gegensatz zur Volkszählung nur nach bestimmten Zufallskriterien ausgewählte Haushalte beteiligt sind. Die Anzahl der Haushalte wird so gewählt, dass die Repräsentativität der Ergebnisse statistisch gesichert ist. Der M. dient dazu, die im Rahmen von umfassenden Volkszählungen erhobenen Daten in kurzen Zeitabständen mit überschaubarem organisator. Aufwand zu überprüfen u. ggf. zu korrigieren.
MiKTeX
MiKTeX ist eine TeX-Distribution für Microsofts Windows-Betriebssysteme.
Mil (Hubschrauber)
M. (Миль) ist der Kurzname des 1948 gegr. russ. Hubschrauberherstellers „Moskauer Hubschrauber Fabrik M. L. Mil” (rus.: ''Московский вертолетный завод им. М. Л. Миля'', englisch: ''Mil Moscow Helicopter Plant''), benannt nach dem Konstrukteur Michail Leontjewitsch Mil.
Milano, Alyssa
Alyssa Jayne Milano (* 19. Dezember 1972 in Brooklyn, New York City) ist eine US-amerikan. Schauspielerin, Produzentin, Modedesignerin u. Sängerin.
Mila Superstar
M. S. (jap. ''Atakku No. 1'') ist eine japan. Zeichentrickserie nach einem Manga von Chikako Urano (* 1946 in Osaka). Die Serie, die von der 12-jährigen Volleyballspielerin ''Mila Ayuhara'' (im Original ''Kozue Ayuhara'') handelt, gilt als Meilenstein des Shōjo-Manga.
Milben
M. (Acari) sind eine Ordnung der Spinnentiere (Arachnida) im Stamm der Gliederfüßer. M. stellen mit ca. 50.000 Arten in 546 Familien die größte Gruppe der Spinnentiere. Da sie die kleinsten Gliederfüßer (Arthropoda) sind, ist davon auszugehen, dass viele Arten noch gar nicht entdeckt wurden.
Milch
M. ist eine Nährflüssigkeit, die weibl. Säugetiere aus Drüsen (Milchdrüse) abgeben u. von der sich die Jungtiere zunächst ernähren. Sie ist eine Emulsion aus Fett-Tröpfchen in Wasser. Die Muttermilch ist für Säuglinge die wichtigste Nahrung in den ersten Lebenswochen, bes. da sie zum Aufbau des Immunsystems beiträgt. Bes. wichtig dafür ist die in den ersten Tagen abgegebene „Vormilch”.
Milchgebiss
Viele Säugetiere, wie auch der Mensch, bilden im Laufe der Entwicklung zunächst ein M. aus, das beim Heranwachsen durch ein bleibendes Gebiss ersetzt wird.
Der erste neue, bleibende Zahn beim Menschen ist meistens ein Backenzahn. Er stößt zwischen dem fünften u. dem achten Lebensjahr hinter der Milchzahnreihe durch. Ungefähr mit 14 Jahren wächst der letzte Backenzahn. Es sei denn, es folgt noch ein Weisheitszahn. Der wächst, wenn er kommt, zwischen dem 16. u. dem 40. Lebensjahr.
Milchsäure
M. (lat. ''acidum lacticum'') ist eine chem. Verbindung, die ein wichtiges Zwischenprodukt im Stoffwechsel darstellt. M. ist zum Beispiel ein Produkt beim Abbau von Zuckern durch anaerobe Glycolyse.
Milchsäurebakterien
Die M. (Lactobacillales) oder Laktobazillen bilden eine Ordnung von grampositiven, stets anaeroben aber meist aerotoleranten Bakterien, die sich dadurch auszeichnen, dass sie Zucker zu Milchsäure abbauen (Milchsäuregärung).
Milchsäuregärung
Bei der M. wird Glucose über Brenztraubensäure (bzw. ihr Anion Pyruvat) in Milchsäure (bzw. ihr Anion Lactat) umgewandelt. Sie dient der Energiegewinnung. Diesen Stoffwechselweg beschreiten bestimmte Bakterien (z. B.: Milchsäurebakterien), bestimmte Pilze u. menschl. Muskelzellen unter anox. Bedingungen.
Milchschorf
M. ist die umgangssprachl. Bez. für den krustigen Hautausschlag im Gesicht u. am behaartem Kopf im Rahmen der Erstmanifestation eines atop. Ekzems des Säuglingsalters. Der Begriff M. geht auf die Ähnlichkeit der Hautveränderungen mit ''„im Topf angebrannt-verkrusteter Milch”'' zurück u. bedeutet nicht, dass Milch die Ursache ist u. eine Milchallergie vorliegt.
Milchstraße
Bild: Milky_Way_2005.jpg
So könnte sich die Milchstraße einem äußeren Betrachter darstellen. Man beachte den zentralen Balken. Zusätzlich rötlich markiert sind die Sternentstehungsgebiete in den Spiralarmen.
Die M. ist die bandförmige Aufhellung am Nachthimmel, die als hervortretende Symmetrieebene des Milchstraßensystems nahezu längs eines Großkreises die Himmelskugel umspannt. Der Begriff steht gelegentlich auch als abkürzende Bez. für das Milchstraßensystem selbst, auch Galaxis genannt. Das Sternensystem vom Typ einer Balkenspiralgalaxie ist die Heimat des Sonnensystems. Andere extragalakt. Sterneninseln werden Galaxie genannt.
Milchzucker
Als M. (auch ''Sandzucker'', Lactose oder Laktose, abgeleitet aus dem lat. ''lac'', ''lactis'' (Milch) u. der Endung ''-ose'' (Zucker)) bezeichnet man den in Milch u. Milchprodukten enthaltenen Zucker (Gehalt: 1,5–8%).
Milejski, Julian
Julian Milejski (auch: ''Mileyski'', * 10. Oktober 1921 in Polen; † 4. Mai 1942 in Stelle, Landkreis Harburg) war ein polnischer Zwangsarbeiter, der wegen „Rassenschande” von den Nationalsozialisten mit dem Tode bestraft wurde. Für die Aufarbeitung seines Schicksals erhielt eine Schülergruppe in Hamburg den Bertini-Preis 2007.
Milgram-Experiment
Das M. ist ein erstmals 1962 in New Haven durchgeführtes psycholog. Experiment, das von dem Psychologen Stanley Milgram entwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittl. Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Das M. zeigte, dass die meisten Versuchspersonen durch die Situation veranlasst wurden, sich an den Anweisungen des Versuchsleiters u. nicht an dem Schmerz der Opfer zu orientieren.
Milian, Christina
Christina Milian (* 26. September 1981 in Jersey City, New Jersey; eigentl. ''Christine Flores'') ist eine US-amerikan. Sängerin, Songschreiberin u. Schauspielerin.
Militär
Als Streitkräfte oder M. (von frz. ''militaire'', was auf das lat. ''militaris'' (den Kriegsdienst betr.) zurückgeht, das wiederum von lat. ''miles'' (Soldat) kommt) bezeichnet man die bewaffneten Verbände eines Staates oder eines Bündnisses, die dieser zur Verteidigung gegen einen Angriff von außen, oder eben um einen solchen Angriff nach außen zu führen, aufstellt. Meist haben sie aber auch den Auftrag zur Gewährleistung der inneren Sicherheit eines Staates.
Militärgeschichte
M. (auch: Kriegsgeschichte) ist die Dokumentation u. Erforschung von konfliktträchtigen Ereignissen in der Menschheitsgeschichte u. den Militärapparaten der einzelnen Völker. Sie erstreckt sich von Meinungsverschiedenheiten unter Volksstämmen, über zwischenstaatl. Konflikte bis zu Weltkriegen. Außerhalb dieser Konflikte beschäftigt sie sich mit der militär. Rüstung u. den Truppen der einzelnen Staaten.
Militärischer Abschirmdienst
→ Amt für den Militärischen Abschirmdienst.
Mill, John Stuart
John Stuart Mill (* 20. Mai 1806 in Pentonville, London; † 8. Mai 1873 in Avignon) war ein engl. Philosoph u. Ökonom u. einer der einflussreichsten liberalen Denker des 19. Jh. Er war Anhänger des Utilitarismus, der von dem Lehrer u. Freund seines Vaters James Mill, Jeremy Bentham, entwickelt wurde. Seine wirtschaftl. Werke zählen zu den Grundlagen der klass. Nationalökonomie, u. Mill selbst gilt als Vollender des klass. Systems u. zugleich als sozialer Reformer.
Millenarismus
M. (v. lat.: ''millennium'' „Jahrtausend”) oder Chiliasmus (v. griech.: χιλια ''chilia'' „tausend”, adj. „chiliastisch”) im ursprüngl. Sinn bezeichnet den Glauben an die Wiederkunft Jesu Christi u. das Aufrichten seines tausend Jahre währenden Reichs, manchmal mit Israel als politisch u. religiös dominierender Weltmacht. Der Begriff wird auch allg. als Bez. für den Glauben an das nahe Ende der gegenwärtigen Welt, manchmal verbunden mit der Erschaffung eines irdischen Paradieses, oder für einen apokalypt. Fatalismus im Zusammenhang mit einer Jahrtausendwende verwendet.
Millennium-Probleme
Als M. bezeichnet man die am 24. Mai 2000 vom Clay Mathematics Institute (CMI) in Cambridge festgesetzte Liste ungelöster Probleme der Mathematik. Das Institut in Massachusetts hat dafür ein Preisgeld von jeweils 1 Million US-Dollar für die Lösung eines der sieben Probleme ausgelobt.
Miller, Arthur
Arthur Asher Miller (* 17. Oktober 1915 in New York City; † 10. Februar 2005 in Roxbury, Connecticut) war ein US-amerikan. Schriftsteller. Miller gilt als wichtiger gesellschaftskritischer Dramatiker der neueren Zeit. In seinen sozial- u. zeitkritischen Dramen stellt er immer wieder die ethische Verpflichtung des Einzelnen in den Vordergrund.
Miller, Bode
Samuel Bode Miller (* 12. Oktober 1977 in Easton, New Hampshire) ist ein US-amerikan. Skirennläufer. Miller ist vierfacher Weltmeister u. zweifacher Gesamtweltcupsieger (2005 u. 2008); er konnte in allen fünf alpinen Disziplinen Weltcupsiege feiern.
Miller, Christa
Christa Miller (* 28. Mai 1964 in New York City) ist eine US-amerikan. Schauspielerin.
Miller, Glenn
Alton Glenn Miller (* 1. März 1904 in Clarinda, Iowa; † 15. Dezember 1944) war ein US-amerikan. Jazz-Posaunist, Bandleader, Komponist u. Arrangeur. Insbesondere mit den Songs „Moonlight Serenade” u. „In the Mood” wird er bis heute identifiziert.
Miller, Henry
Henry Valentine Miller (* 26. Dezember 1891 in New York; † 7. Juni 1980 in Los Angeles) war ein US-amerikan. Schriftsteller u. Maler. Miller, einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jh., wirkte auf viele Autoren der Beat Generation u. des sogenannten Postmodernismus, welche wie er die Werte der Mittelstandsgesellschaft verachteten.
Miller, Sienna Rose
Sienna Rose Miller (* 28. Dezember 1981 in New York City) ist eine brit. Schauspielerin.
Miller, Wentworth
Wentworth Earl Miller III (* 2. Juni 1972 in Chipping Norton, Oxfordshire) ist ein in England geborener US-amerikan. Schauspieler.
Milliarde
Das Wort M. (Abk. Mrd.) ist das Zahlwort für die Zahl 1.000.000.000 = 109. 1 M. ist gleich Tausend Millionen.
Millikan-Versuch
Beim M. handelt es sich um ein Experiment, mit dem es dem amerikan. Physiker Robert Andrews Millikan 1910 gelang, die Elementarladung präzise zu bestimmen. Der Versuch wurde zuvor von Harold Albert Wilson, Joseph John Thomson u. anderen Forschern durchgeführt, Millikan verbesserte ihn aber maßgeblich u. erhielt u.a. für diese Leistung 1923 den Nobelpreis.
Million
M. (Abk. Mio. bzw. Mill.) ist ein Zahlwort, das für die Zahl 1.000.000 steht.
Million Dollar Baby
M. D. B. ist ein Spielfilm von u. mit Clint Eastwood aus dem Jahr 2004. Der Film erhielt zahlreiche Preise, darunter vier Oscars.
Milli Vanilli
M. V. war ein in Deutschland von Frank Farian produziertes Discopop-Duo, bestehend aus Fab Morvan u. Rob Pilatus (†), die aber nur die Aufgabe hatten, die von anderen im Studio eingespielten Songs bei Auftritten u. in Videos tänzerisch zu begleiten. Ihr Stil kann am ehesten als europ. New Jack Swing bezeichnet werden.
Millowitsch, Willy
Bild: Willy_millowitsch_19870912.jpg
Willy Millowitsch 1987
Willy Millowitsch (* 8. Januar 1909 in Köln; † 20. September 1999 ebenda) war ein Kölner Volksschauspieler u. einer der bekanntesten dt. Theaterschauspieler. Er war Leiter des privaten Kölner Millowitsch-Theaters.
Mil Mi-24
Die Mil Mi-24 (NATO-Codename: ''Hind'', dt. ''Hirschkuh'') bezeichnet einen russ. Kampfhubschrauber der Firma Mil. Der Mi-24 besitzt zwei Turbinen-Triebwerke u. eine Haupt-Heckrotor-Anordnung mit fünfblättrigem Hauptrotor.
Milošević, Slobodan
Slobodan Milošević * 20. August 1941 in Požarevac, Protektorat Serbien, heute Serbien; † 11. März 2006 bei Den Haag, Niederlande) war ein jugoslawisch-serb. Politiker. Er war von 1989 bis 1997 Vorsitzender der Kommunistischen Partei Serbiens u. Präsident Serbiens, von 1997 bis 5. Oktober 2000 Präsident der Bundesrepublik Jugoslawien. Milošević war der erste Präsident eines Staates, der noch während seiner Amtsausübung von einem Kriegsverbrechertribunal wegen Völkermordes angeklagt wurde. Er verstarb während des vierjährigen (2002 – März 2006) Prozesses in Den Haag, so dass kein Urteil verkündet wurde.
Milski, Jürgen
Jürgen Milski (* 24. November 1963 in Köln) ist ein dt. Call-in-Moderator u. Sänger.
Milz
Die M. (''Lien'', ''Splen'') ist ein in den Blutkreislauf eingeschaltetes Organ des lymphat. Systems u. liegt in der Bauchhöhle nahe dem Magen. Die M. hat zwei grundlegende Aufgaben. Zum einen dient sie der Vermehrung der zu den weißen Blutkörperchen gehörenden Lymphozyten u. spielt daher eine Rolle bei der Abwehr körperfremder Stoffe (Antigene). Zum anderen dient sie der Aussonderung überalterter roter Blutkörperchen. In der späten Fetalentwicklung u. bei Kindern spielt die M. darüber hinaus auch eine Rolle bei der Blutzellenbildung.
Milzbrand
M. oder Anthrax ist eine Infektionskrankheit, die durch ''Bacillus anthracis'' verursacht wird u. meist Paarhufer befällt. Ihre Erreger wurden 1849 durch Aloys Pollender entdeckt. Der Erreger von M. ist ein sauerstoffverbrauchendes u. sporenbildendes Stäbchen. Die Sporen können unter günstigen Umständen Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überleben.
Menschen können auch befallen werden, wenn sie hohen Dosen von Milzbrandsporen ausgesetzt sind. Das Risiko einer Übertragung von Mensch zu Mensch ist bei entspr. Vorsichtsmaßnahmen jedoch gering.
Mimesis
M. (''älteres Griechisch'' ''μ&iacgr;μησις'', "Nachahmung", ''neugriech.'' ''μ&iacgr;μηση: mímisi'') bezeichnet ursprünglich das Vermögen, mittels einer körperl. Geste eine Wirkung zu erzielen.
Als M. bezeichnet man in den Künsten das Prinzip der Nachahmung im Sinne der ''Poetik'' des griech. Philosophen Aristoteles.
Mimik
Als die M. werden die sichtbaren Bewegungen der Gesichtsoberfläche bezeichnet. In den meisten Fällen entsteht ein Gesamteindruck aus einzelnen mimischen Facetten, da die einzelnen Bewegungen der Gesichtsmuskulatur in Sekundenbruchteilen ablaufen.
Mimikry
Als M. (engl. ''mimicry'', von ''to mimic'': „nachahmen, mimen”, verwandt mit griech. μ&iacgr;μηση ''(mímēsē)'': „Nachahmung”) wird in der Biologie eine angeborene Form der Tarnung bezeichnet, die zur Täuschung eines Signalempfängers durch ein nachgeahmtes − gleichsam „gefälschtes” − Signal führt, das für den Empfänger eine bestimmte Bedeutung hat. Der Begriff ''Mimikry'' wird gelegentlich mit der ''Mimese'' verwechselt.
Mimose
Die M. (''Mimosa pudica''), auch Schamhafte Sinnpflanze genannt, ist eine trop. Pflanzenart in der Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosoideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae, Leguminosae). Oft werden auch als Ziergehölze kultivierte Akazien (''Acacia'') als „Mimosen” bezeichnet.
Der Begriff M. wird auch gleichzeitig für einen sehr empfindlichen, sensiblen (oder sich von einer Krankheit erholenden) Menschen verwendet.
Mina
Mina (* 4. Oktober 1993 in München) ist eine dt. Sängerin. Über ein privates Video auf Videoplattformen wie MyVideo erlangte sie Bekanntheit u. wurde daraufhin von Warner Music Germany unter Vertrag genommen.
Minarett
Ein M. ist ein erhöhter Standplatz oder Turm für den Gebetsausrufer (Muezzin) bei oder an einer Moschee, der seit den Umayyaden (661–750) gebräuchlich ist. Von hier aus werden die Muslime fünfmal am Tag zum Gebet gerufen. Das erste M. wurde wahrscheinlich in Syrien erbaut.
Minden
Die ostwestfäl. Stadt M. bildet das Zentrum des Mindener Landes. Sie ist eine große kreisangehörige Stadt mit rd. 80.000 Ew. u. liegt an der Weser. M. ist Sitz des Kreises Minden-Lübbecke im Reg.-Bez. Detmold in Nordrhein-Westfalen u. liegt 40 km nordöstlich von Bielefeld, 55 km westlich von Hannover, 100 km südlich von Bremen u. 40 km östlich von Osnabrück.
Minderwuchs
Der Ausdruck M., oder Hyposomie, ist eine inzwischen zunehmend verdrängte Bez. für ein von der Norm abweichendes, geringeres Wachstum in der Körperhöhe, das durch verschiedene Wachstumsstörungen hervorgerufen werden kann. Im gesellschaftl. Diskurs wird der Begriff oft als abwertend interpretiert (ähnlich wie „Zwerg” bzw. „Zwergwuchs”, den er einmal zur Vermeidung von Diskriminierung ersetzen sollte).
Mindestlohn
Ein M. ist ein in der Höhe durch eine gesetzl. Regelung oder durch einen allgemeinverbindl. Tarifvertrag festgeschriebenes oder aufgrund der Unzulässigkeit von Lohnwucher gegebenes kleinstes rechtlich zulässiges Arbeitsentgelt. Eine Mindestlohnregelung kann sich sowohl auf einen Stundensatz als auch auf einen Monatslohn bei Vollzeitbeschäftigung beziehen.
Nach ersten staatl. Festsetzungen im späten 19. Jh. gibt es Anfang des 21. Jh. in mehr als 90 Prozent der Staaten Verfahren zur vertragl. Festlegung von Mindestlöhnen oder staatlich verordnete Mindestlöhne (''minimum wage fixing'').
Mind Map
Eine M. M. (auch ''Gedankenkarte'') ist eine graf. Darstellung, die Beziehungen zwischen verschiedenen Begriffen aufzeigt.
Mineral
Minerale sind natürlich vorkommende Feststoffe mit einer definierten chem. Zusammensetzung u. einer bestimmten physikal. Kristallstruktur. Aus histor. Gründen wird auch das flüssige Quecksilber von der International Mineralogical Association (IMA) als M. anerkannt. Amorphe Substanzen, welche die übrigen Kriterien erfüllen, bezeichnet man als Mineraloide. Die Mehrzahl der heute bekannten ca. 4.000 Minerale sind anorganisch, doch auch einige organ. Substanzen wie die Nierensteinbildner Whewellit u. Wedellit sind als Minerale anerkannt, weil sie sich auch natürlich bilden.
Die Lehre von den Mineralen ist die Mineralogie, sie zu bearbeiten die Lithurgik.
Mineralölsteuer
→ Energiesteuergesetz (Deutschland).
Mineralstoff
Mineralstoffe, im Alltagsgebrauch irreführend oft auch kurz Minerale genannt, sind lebensnotwendige, anorgan. Nährstoffe, welche der Organismus nicht selbst herstellen kann; sie müssen ihm mit der Nahrung zugeführt werden.
Da die Mineralstoffe nicht organisch u. die Elemente meist als Ionen oder in Form anorgan. Verbindungen vorliegen, sind sie anders als einige Vitamine gegen die meisten Zubereitungsmethoden unempfindlich.
Mineralwasser
Als M. werden im allg. Sprachgebrauch natürl. M. sowie oft auch andere zum Verzehr geeignete Wasserprodukte bezeichnet. Die offiziellen Produktbezeichnungen in Deutschland sowie in Österreich lauten: Natürliches M., Quellwasser, Tafelwasser u. Heilwasser. Mineralwässer u. Heilwässer benötigen als einzige Lebensmittel in Deutschland eine amtl. Anerkennung.
Minerva
M. ist eine italische, insbes. bei den Sabinern, Etruskern u. Latinern verehrte Gottheit. Im römischen Reich wurde sie zunächst als Beschützerin der Handwerker u. des Gewerbes betrachtet, ihr griech. Name ist Athene, später auch als Schutzgottheit der Dichter u. Lehrer.
Mini (Auto)
M. ist die Bez. eines PKW-Modells, das ursprünglich als Typ M. von 1959 bis 2000 von der Marke Austin u. Morris, später von British Motor Corporation (BMC), British Leyland u. Rover bzw. Lizenzpartnern (wie z. B. Innocenti) gebaut wurde. Seit 2001 wird von BMW der MINI als eigenständige Marke angeboten.
Der M. wird umgangssprachlich auch häufig fälschlicherweise als M. Cooper bezeichnet.
Mini (BMW)
M. ist eine 2001 unter Federfhrung von BMW entstandene Neuauflage des gleichn. engl. Kleinstwagens. M. ist zugleich der Name einer Automarke der BMW AG wie auch der Name eines Modells dieser Marke.
MiniDisc
Die M. [&beton;mini&beton;disk] (MD) ist ein – hauptsächlich für Musik verwendetes – durch die Firma Sony entwickeltes magneto-opt. Speichermedium.
Die MD wurde im Mai 1991 vorgestellt, der Verkauf begann ein Jahr darauf. Das Angebot ist jedoch durch das Aufkommen der MP3-Player seit der Jahrtausendwende stark zurückgegangen u. in Europa brachte nur noch Sony selbst MD-Rekorder heraus (die Produktion wurde 2007 eingestellt).
Minigun
Mit M. wurde ursprünglich eine nach dem Gatling-Prinzip arbeitetende vollautomat. Schusswaffe bezeichnet. Der Begriff M. schließt im Grunde nur die M134 bzw. GAU 2 u. GAU 17, jeweils andere Bez. für dieselbe Waffe, ein. Im allg. Sprachgebrauch werden jedoch fälschlicherweise auch andere Gatling-Kanonen als Miniguns bezeichnet.
Minijob
→ geringfügige Beschäftigung.
Minimal Techno
Als M. T. bezeichnet man eine Stilrichtung des Techno, die sich durch minimalist. Arrangements auszeichnet. Es ist im Wesentlichen eine experimentelle Weiterentwicklung des traditionellen Techno aus Detroit. Als Urvater gilt der DJ u. Produzent Robert Hood, dessen Album ''Minimal Nation'' (1994) viele Produzenten beeinflusste.
Minirock
Der M. ist ein Bekleidungsstück, das insbes. die Mode der sechziger u. siebziger Jahre geprägt hat. Es handelt sich um einen sehr kurzen Rock, der mindestens 10 cm über dem Knie der Trägerin endet.
Minister
Ein M. ist das Mitglied einer Regierung u. in der Regel Leiter eines Ministeriums. In einigen Ländern (z. B. in den USA) wird anstelle dessen der Titel ''Sekretär (secretary)'' oder ''Staatssekretär'' verwendet. In einigen orientalischen Staaten wird u. a. das persische Wort „Wesir” benutzt.
Ministerium für Staatssicherheit
Das M. f. S. (Abk.: ''MfS'', umgangssprachlich „Stasi”) war der Inlands- u. Auslandsgeheimdienst der DDR u. zugleich Ermittlungsbehörde (''Untersuchungsorgan'') für „politische Straftaten”. Eine innerhalb u. außerhalb der DDR gebräuchl. Bez. für das Ministerium war auch „Staatssicherheit”. Das MfS war vor allem ein Unterdrückungs- u. Überwachungsinstrument der SED gegen die Bevölkerung der DDR zur Sicherung ihrer Macht. Dabei setzte es neben massiver Überwachung u. Einschüchterung auch Terror u. Folter von Oppositionellen u. Regimekritikern als Mittel ein.
Ministerpräsident
Als M. oder Premier-Min. bezeichnet man allg. das polit. Amt des Regierungschefs in parlamentarischen oder semi-präsidentiellen Staaten.
Spezielle Bez. für den Regierungschef sind Staatsminister u. Bundeskanzler.
Ministrant
M. (auch Messdiener oder ugs. Mini) ist die Bez. für einen Altardiener (lat. ''ministrare'' „dienen”) vor allem in der röm.-kath. Kirche. Auch in manchen ev. u. altkath. Kirchen sowie in der Christengemeinschaft gibt es entspr. Funktionen. Deutschlandweit gab es 2003/04 393.164, in Österreich schätzungsweise 50.000 Ministranten.
Ministry
M. ist der Name einer US-amerikan. Industrial-Metal-Band aus Chicago, Illinois.
Minka
M. ist der Künstlername einer US-amerikan. Tänzerin u. Pornodarstellerin.
Minna von Barnhelm
„M. v. B. oder das Soldatenglück” ist ein Lustspiel in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing. Das Stück wurde 1767 fertiggestellt, seine Ausarbeitung begann jedoch schon im Jahre 1764. Lessing gab als Entstehungsdatum auf dem Titelblatt offiziell das Jahr 1763 an, vermutlich um die Nähe zum Siebenjährigen Krieg zu betonen, vor dessen Hintergrund das Stück spielt. Lessings Stück gilt als eine der wichtigsten Komödien der deutschsprachigen Literatur.
Minne
M. (mhd. Liebe) ist eine spezifisch mittelalterl. Vorstellung von gegenseitiger gesellschaftl. Verpflichtung, ehrendem Angedenken u. Liebe, die die adlige Feudalkultur des Hochmittelalters prägte. Das mittelhochdeutsche Wort M. wird seit dem 19. Jh. als literaturgeschichtlicher u. rechtshistor. Fachbegriff gebraucht.
Minneapolis
M. [mini&beton;æp&eunbet;lis] ist mit rd. 383.000 Ew. die bevölkerungsreichste Stadt im US-Bundesstaat Minnesota. Zusammen mit St. Paul bildet sie die Metropolregion der ''Twin Cities''.
Der Name der Stadt entstammt einer Wortkombination aus zwei Sprachen, dem Wort der Dakota-Indianer für Wasser („minne”) u. dem Wort der Griechen für Stadt („polis”).
Minnelli, Liza
Liza May Minnelli (* 12. März 1946 in Los Angeles) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Sängerin. Die Rolle der ''Sally Bowles'' in dem Musical-Film ''Cabaret'' brachte ihr Weltruhm.
Minnesang
M. nennt man die schriftlich überlieferte, hoch ritualisierte Form der gesungenen Liebeslyrik, die der westeurop. Adel im hohen MA pflegte, den Kaiser selbst eingeschlossen.
Im deutschsprachigen Raum kann man ab etwa 1150 von einem M. auf Mittelhochdeutsch sprechen. Die im M. gepflegte Version des Hochdeutschen ist der Versuch einer ersten gesamtdt. Literatursprache. (Erst 400 Jahre später erfolgt der zweite Versuch durch Martin Luther.)
Im Spätmittelalter (ab etwa 1350) lösen andere Gattungen den höfisch-ritterlichen Minnesang ab.
Minnesota
M. [mini&beton;sour&eunbet;] (Abk.: MN oder Minn.) ist der 32. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika u. liegt im N des Landes an der Grenze zu Kanada. Der zwölftgrößte Bundesstaat der USA entstand 1858 aus dem östl. Teil des ''Minnesota Territory'' u. einem kleinen Teil des ''Wisconsin Territory''. Aufgrund der vielen Seen wird M. auch „Land der 10.000 Seen” genannt.
Minogue, Dannii
Dannii Minogue (* 20. Oktober 1971 in Melbourne, Australien als ''Danielle Jane Minogue'') ist eine austral. Sängerin u. Schauspielerin. Sie ist die jüngere Schwester der international erfolgreichen Pop-Sängerin Kylie Minogue.
Minogue, Kylie
Kylie Ann Minogue OBE (* 28. Mai 1968 in Melbourne, Victoria, Australien) ist eine austral. Sängerin u. Schauspielerin.
In Großbritannien ist sie mit 31 Top 10-Singles nach Madonna die erfolgreichste Sängerin in der Geschichte der Charts. Weltweit verkaufte sie bislang 60 Millionen Tonträger.
Minoische Kultur
Nach dem myth. König Minos wird die antike Kultur Kretas der Bronzezeit als minoisch, kretisch-minoisch oder kretominoisch bezeichnet. Im Unterschied dazu heißt die etwa zeitgleiche Kultur des griech. Festlandes helladisch. Die minoische ist die früheste Hochkultur Europas.
Minority Report
M. R. (2002) ist ein US-amerikan. Science-Fiction-Thriller des Regisseurs Steven Spielberg mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Das Drehbuch basiert auf der gleichn. Kurzgeschichte des amerikan. Autors Philip K. Dick aus dem Jahr 1956.
Minotauros
Der M. (griechisch ''Μιν&oacgr;ταυρος'') ist eine Gestalt der griech. Mythologie mit menschl. Körper u. dem Kopf eines Stieres, das im Labyrinth in Knossós lebte u. dem alle neun Jahre Menschen geopfert wurden. Der M. ist bis in die Gegenwart ein beliebtes Motiv der bildenden Kunst.
Minoxidil
M. ist ein Derivat des Aminexil u. ein Arzneistoff, der als Antihypertonikum u. zur Behandlung erblich bedingten Haarausfalls (Androgenetische Alopezie) verwendet wird.
Minsk
M. (Мiнск oder Мeнск, Минск, poln. ''Mińsk'', litau. ''Minskas'') ist die Hptst. der Republik Weißrussland (Belarus) u. mit 1,74 Millionen Ew. die größte Stadt dieses Landes u. liegt an der Swislatsch, einem Nebenfluss der Bjaresina.
Sie ist das politische, wirtschaftliche u. kulturelle Zentrum des Landes mit Hochschulen u. Fachschulen sowie zahlreichen Kirchen, Theatern u. Museen.
Minutes to Midnight
M. t. M. ist das dritte Studioalbum der Band Linkin Park, welches am 11. Mai 2007 veröffentlicht wurde.
Miosga, Caren
Caren Miosga (* 11. April 1969 in Peine) ist eine dt. Moderatorin u. Journalistin. Am 16. Juli 2007 trat sie die Nachfolge von Anne Will als Moderatorin der Tagesthemen an.
Mir (Raumstation)
Die M. (Мир für ''Frieden'' oder ''Welt'') war eine von der Sowjetunion erbaute, bemannte Raumstation, die von 1986 bis zu ihrem kontrollierten Absturz 2001 die Erde umkreiste. Nachdem die M. in den ersten Jahren nur von der Sowjetunion u. den mit ihr verbundenen Staaten genutzt wurde, betrieb sie die russ. Raumfahrtagentur Roskosmos nach dem polit. Umbruch im Ostblock weiter u. öffnete sie auch für westl. Staaten u. ihre Raumfahrtagenturen.
Zu ihrer Zeit war die M. das größte künstl. Objekt im Erdorbit u. gilt – mit dem Sputnik-Satelliten 1957 u. Juri Gagarins Erstflug 1961 – als größter Erfolg der sowjet. Raumfahrt. Ein zu Übungszwecken gebauter Nachbau im Europa-Park in Rust bei Freiburg kann besichtigt u. begangen werden.
Miranda IM
M. IM (meist nur ''Miranda'') ist ein Multi-Protokoll-Client für Windows-Betriebssysteme der Win32- u. Win64-Reihe. Das Programm ist Freie Software, veröffentlicht unter der GPL. Der frühere SourceForge-Projektname lautete ''Miranda-ICQ'', da das Projekt inzwischen aber neben ICQ auch viele weitere Protokolle unterstützt, wurde der Name 2003 zu ''Miranda IM'' geändert.
MIRC
mIRC ist ein als Shareware vertriebener, weit verbreiteter IRC-Client für Microsoft Windows. mIRC wurde 1995 zum erstenmal in der Version 2.1a veröffentlicht. Es ist seitdem zu einem der beliebtesten IRC-Clients für Windows gewachsen. Seine Vielseitigkeit beruht hauptsächlich auf der integrierten Scriptsprache ''mIRC Script'', abgekürzt MSL (mIRC Scripting Language).
Miriam
M., Mirjam, Meriam oder Mirijam ist ein weibl. Vorname. M. ist die hebräische Ursprungsform der lateinischen Namensabwandlung Maria. In der Bibel trägt die ältere Schwester des Mose, die auch selbst eine Prophetin ist, diesen Namen M.
Miró, Joan
Joan Miró (* 20. April 1893 in Mont-Roig del Camp bei Tarragona (Katalonien/Spanien); † 25. Dezember 1983 in Palma de Mallorca) war ein Katalane, span. Maler, Grafiker u. Bildhauer u. Vertreter des Surrealismus.
Mirren, Helen
Dame Helen Mirren, DBE, (* 26. Juli 1945 in Chiswick, London; eigentl. ''Ilyena Vasilievna Mironov'') ist eine brit. Schauspielerin. Sie ist eine der großen Schauspielerinnen Großbritanniens auch im klass. Rollenfach u. verkörperte auf der Bühne auch verschiedene von Shakespeares Heldinnen.
Mirtazapin
M. ist das Pyridyl-Analogon des Mianserin u. ein Arzneistoff aus der Gruppe der tetrazykl. Antidepressiva.
Es wird in Deutschland seit 1996 unter dem Handelsnamen ''Remergil®'' vertrieben, ist aber auch als Generikum verfügbar.
Misanthropie
M. beschreibt die geistige Haltung einer Person, welche die gesamte Menschheit oder, anders formuliert, den Menschen an sich verachtet bzw. hasst. Als Gegenstück zum Misanthropen wird oftmals der Philanthrop (Menschenfreund) genannt.
Miscavige, David
David Miscavige (* 30. April 1960 in New Jersey, USA) ist seit seinem 26. Lebensjahr in der Führungsspitze der Scientology-Sekte beschäftigt. Derzeit ist er Vorstandsvorsitzender des Religious Technology Center (RTC) – die Organisation, 1982 gegr., verwaltet die Copyrights u. Markenrechte sowie die Anwendung der Schriften u. Techniken von Scientology.
Misch, Rochus
Rochus Misch (* 29. Juli 1917 in Oppeln) ist ein ehem. Funker u. Angehöriger der Leibstandarte-SS Adolf Hitler. Misch ist der letzte noch lebende Zeitzeuge des Suizids Hitlers u. seiner Frau sowie der Familie Goebbels.
Misfits
Die M. sind eine amerikan. Punk-Band. Sie gelten als Begründer des Horrorpunk, der Themen z. B. aus Horrorfilmen bezieht.
Misoux, Tyra
Tyra Misoux (''laut WDR bürgerlicher Name Miriam S.''), auch unter den Künstlernamen Jasmin, Lexi, Lexi Love, Leonie Love oder Myriam Love bekannt, (* 3. Januar 1983 in Steinfurt) ist eine dt. Pornodarstellerin u. Schauspielerin. Sie lebt in Berlin.
Missbrauch und Abhängigkeit
Die Begriffe Abhängigkeit, Sucht u. Missbrauch werden vielfach bedeutungsgleich verwendet. Als Missbrauch bezeichnet man den übermäßigen Konsum einer oder mehrerer Drogen. Der Begriff Abhängigkeit (umgangssprachlich: Sucht) steht in der Medizin u. klinischen Psychologie für das unabweisbare Verlangen nach bestimmten Stoffen oder Verhaltensformen, durch die ein kurzfristig befriedigender Erlebniszustand erreicht wird.
Miss Germany
M. G. ist ein nationaler Schönheitswettbewerb für unverheiratete Frauen in Deutschland. Der Wettbewerb wird seit 1927 ausgetragen.
Mission: Impossible (Film)
M.: I. ist ein US-Agententhriller von Regisseur Brian De Palma mit Tom Cruise u. Jon Voight aus dem Jahre 1996, der auf der Fernsehserie ''Kobra, übernehmen Sie'' bzw. deren spinoff ''In geheimer Mission'' basiert.
Mission: Impossible III
M.: I. III ist die zweite Fortsetzung des Agententhrillers ''Mission: Impossible'' aus den USA. Der Film lief am 4. Mai 2006 in den dt. Kinos an.
Missionarsstellung
Die M. ist eine geläufige Position, den Geschlechtsverkehr zu praktizieren. Dabei liegt die Frau mit gespreizten Beinen auf dem Rücken u. der Mann mit gestreckten Beinen auf ihr.
Mississippi (Bundesstaat)
M. [misi&beton;sipi&dehn;] ist ein Bundesstaat im S der Vereinigten Staaten von Amerika. M. hat eine Bevölkerungszahl von rd. 2,9 Millionen u. eine Fläche von 125.434 km². Die Hptst. ist Jackson.
Mississippi, indian. Wort für den Mississippi River, bedeutet "großer Fluss". Der Beiname Mississippis ist "Magnolia State" – Magnolienstaat.
Mississippi River
Der Mississippi [misi&beton;sipi] ist ein 3.778 Kilometer langer Strom in den Vereinigten Staaten. Er entspringt dem Itascasee im nördl. Minnesota u. vereinigt sich mit dem Missouri u. dem Meramac bei St. Louis sowie mit dem Ohio in Illinois. Bis auf das Gebiet der Großen Seen entwässert der Fluss das gesamte Gebiet zwischen den Rocky Mountains im W u. den Appalachen im O.
Miss Marple
Jane Marple, bekannter als M. M., ist eine Romanfigur in mehreren Kriminalromanen u. Kurzgeschichten der engl. Autorin Agatha Christie (1890–1976).
Missouri
Der Staat M. [mi&beton;zuri] wurde nach dem Fluss M. u. dem gleichn., zur Sioux-Sprachfamilie gehörenden Indianervolk benannt. M. bedeutet „Stadt der großen Kanus”. M. ist ein US-Bundesstaat des Mittleren Westens der Vereinigten Staaten. Die Hptst. ist Jefferson City. Der Staat wird im Volksmund auch der ''Show Me State'' genannt; die gewöhnl. Abk. des Staates ist MO. Die staatl. Universität findet sich in Columbia. Der Mississippi u. der M. fließen durch den Staat.
Misstrauensvotum
In einer parlamentar. Demokratie bezeichnet man als M. einen mehrheitl. Parlamentsbeschluss, der die Regierung, den Regierungschef oder einen bestimmten Min. absetzt, wenn die Verfassung es entspr. regelt.
Ein M. enthebt denjenigen, gegen den es gerichtet ist, seines Amtes. Wenn es nicht mit der gleichzeitigen Benennung eines Nachfolgers verbunden ist, wird es als ''destruktives M.'' bezeichnet.
Bei einem ''konstruktiven M.'' wird hingegen gleichzeitig ein neuer Kandidat gewählt. Dadurch übernimmt das Parlament die Verantwortung, eine Regierungskrise aktiv zu entschärfen, indem es im Moment des Vertrauensentzuges auch neues Vertrauen ausspricht, also die exekutive Macht gleichzeitig neu ausrichtet u. gestaltet, statt lediglich zu demonstrieren, dass es mit dem bisherigen Kurs der Regierung nicht einverstanden ist.
Misteln
Die M. (''Viscum'') sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). In der Literatur findet sich häufig noch die frühere Einteilung in die eigene Familie der Mistelgewächse (Viscaceae).
Mitarbeiter
Ein M. ist primär ein Mensch, der ''mit'' anderen, also weiteren Arbeitern bzw. Arbeitnehmern, zusammen arbeitet.
Mitarbeitergespräch
Das M. zwischen Führungskraft u. Mitarbeiter ist ein Instrument, in dem die Beteiligten regelmäßig (üblicherweise jährlich mit zusätzl. Review-Terminen) oder bei Bedarf spezif. Inhalte (wie etwa Zielvereinbarungen, Leistungsbeurteilungen, Weiterbildung, persönl. Rückmeldungen, Entwicklungsmöglichkeiten, offene Fragen etc.) besprechen. Häufig orientieren sich diese Gespräche an Personalbögen, Leitfäden, Checklisten u./oder Formularen, die auch als Struktur für die Gesprächsführung durch die Führungskraft dienen.
Mitbestimmung
M. bezeichnet die Gewährung von Entscheidungsbefugnissen für diejenigen, die zwar von den Ergebnissen der Entscheidungen betroffen sind, aufgrund formaler Rechts- oder Besitzverhältnisse aber zunächst keinen Einfluss auf den Entscheidungsprozess haben. Häufig bezieht sich M. auf den Zugewinn von Einflussmöglichkeit von Arbeitnehmern auf (im weitesten Sinne) wirtschaftl. Entscheidungen.
Mitchell, Sasha
Sasha Mitchell (* 27. Juli 1967 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikan. Schauspieler.
Mitchum, Robert
Robert Mitchum (* 6. August 1917 in Bridgeport, Connecticut, USA als ''Robert Charles Durman Mitchum''; † 1. Juli 1997 in Santa Barbara, Kalifornien, USA) war ein US-amerikan. Schauspieler.
Zwischen den 1940er u. 1960er Jahren zählte Mitchum zu den populärsten Hollywood-Schauspielern u. wurde mit seinem betont lässigen, minimalistisch-lakon. Darstellungstil zu einem Kult-Star seiner Ära. Als psychopath. Krimineller Max Cady spielte er 1962 in „Ein Köder für die Bestie” eine seiner berühmtesten Rollen.
Mitglied des Deutschen Bundestages
M. d. D. B. (MdB) ist die amtl. Bez. für einen Abgeordneten im Deutschen Bundestag. „Bundestagsabgeordneter” ist eine weitere Bez. Die Abk. MdB wird als sogenannter Namenszusatz ohne Komma hinter den Nachnamen gestellt.
Mithras
M. ist eine römische Göttergestalt, eine mythologische Personifizierung der Sonne, die im Mithraismus verehrt wurde. Der Name M. geht auf den persischen Gott ''Mithra'' zurück. Jedoch weist der römische M. relativ große Unterschiede zum persischen Mithra auf, so dass die beiden trotz der gemeinsamen Ursprünge nicht gleichgesetzt werden können.
Mitochondrium
Ein M. (auch ''Mitochondrion'', Plural ''Mitochondrien'', aus griech. ''mitos'', für ''Faden'' u. ''chondros'' für ''Korn'') ist ein von einer Doppelmembran umschlossenes Organell, das als „Kraftwerk” eukaryot. Zellen fungiert, in prokaryont. Zellen hingegen nicht vorkommt.
Durch defekte Funktionen der Mitochondrien können ca. 50 Krankheiten (Mitochondriopathien) hervorgerufen werden.
Mitose
Als M. (zu griechisch μ&iacgr;τος = Faden) (auch Karyokinese) bezeichnet man den Vorgang der Zellkernteilung bei Zellen eines eukaryot. Lebewesens. Im Anschluss an die Kernteilung erfolgt meistens die Teilung des Zelllaibs, so dass aus einer Zelle zwei Tochterzellen entstehen. M. u. Zytokinese werden auch als M-Phase (Mitose-Phase) zusammengefasst.
Mitra, Rhona
Rhona Mitra (* 9. August 1976 in London, Großbritannien) ist eine brit. Filmschauspielerin u. ein ehem. Lara-Croft-Double.
Mit Schirm, Charme und Melone
M. S., C. u. M. ist eine brit. Fernsehserie mit dem Originaltitel ''The Avengers''. Insges. wurden 161 Folgen von 1961 bis 1969 u. 26 weitere Folgen von 1976 bis 1977 unter dem Originaltitel ''The New Avengers'' gedreht. Die Serie vereint Krimi-, Action-, Science-Fiction- u. Thriller-Elemente. Die Filmmusik zur Serie wurde von 1961–64 von Johnny Dankworth, von 1965–69 u. 1976–77 von Laurie Johnson komponiert.
Mitsubishi
M. (jap. , wörtlich: ''drei Rauten'', das Markensymbol der Firma) ist eine japan. Marke, hinter der sich über zweihundert verschiedene Unternehmen, Konzerne, Stiftungen u. weitere Organisationen verbergen (''keiretsu''). Diese entstanden aus der nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten Zerschlagung des Firmenkonglomerats (jap. ''zaibatsu'') M.
Obwohl die meisten davon unter der Marke M. firmieren u. das Mitsubishi-Logo benutzen, sind sie rechtlich voneinander unabhängig.
Mittelalter
Der Begriff M. bezeichnet in der europ. Geschichte die Epoche zwischen Antike u. Neuzeit, von etwa 500 bis 1500. In ihr wurde die politische u. kulturelle Dominanz des griechisch-römisch geprägten Mittelmeerraums abgelöst durch eine neue, ganz Europa umfassende Welt christl. Feudalstaaten romanischer, germanischer, keltischer u. slaw. Völkerschaften.
Grundzüge des europ. MA waren eine nach Ständen geordnete Gesellschaft, eine gläubig christl. Geisteshaltung in Literatur, Kunst u. Wissenschaft u. Latein als gemeinsame Kultur- u. Bildungssprache. Daneben waren die Idee der Einheit der christl. Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) sowie ein recht einheitl. Weltbild kennzeichnend für diese Epoche. Die vorherrschende Gesellschafts- u. Wirtschaftsform des MA war der Feudalismus. Tief greifende Wandlungen bestimmen das Bild des MA: von der Adels- u. Grundherrschaft im ''Früh-Mittelalter'' (ca. 6.–9. Jh.) über das aufblühende Rittertum u. Lehnswesen im ''Hoch-Mittelalter'' (10.–13. Jh.) bis zum erstarkenden Bürgertum im ''Spät-Mittelalter'' (13.–15. Jh.).
Mittelalter-Rock
M. bzw. Mittelalter-Metal (oder engl. Medieval /medi&beton;i&dehn;v&eunbet;l/ Rock, wörtlich übersetzt ''mittelalterlicher Rock'') ist ein Genre der Rockmusik u. verwandt mit der Musik der Mittelalterszene. Dabei werden moderne, historisch inspirierte Instrumente, wie beispielsweise Sackpfeife, Harfe, Drehleier, Schalmei, Blockflöte u./oder mittelalterl. Texte mit Elementen moderner Rock- u. Metal-Musik wie E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug oder Elektronik verbunden.
Mittelamerika
M. umfasst die Landbrücke zwischen Nord- u. Südamerika sowie die Westindischen Inseln u. reicht im N geologisch u. geographisch bis zum Isthmus von Tehuantepec in Mexiko. Historisch gesehen kann M. als eigenständiger Kulturraum betrachtet werden, geographisch jedoch ist es eine Großregion Nordamerikas. Das Festland Mittelamerikas zwischen dem Isthmus von Tehuantepec u. dem Isthmus von Darién bzw. der Atratosenke an der Grenze zwischen Panama u. Kolumbien bezeichnet man als ''Zentralamerika''. Nicht zur Landbrücke gehören die Kleinen u. Großen Antillen.
Mitteldichte Holzfaserplatte
Die M. H. oder mitteldichte Faserplatte oder auch MDF-Platte (medium density fiberboard) ist ein Holzfaserwerkstoff, welcher durch die DIN nicht genormt ist, sondern einer Zulassung bedarf.
Mitteleuropa
M. oder Zentraleuropa bezeichnet eine Region in Europa zwischen West-, Ost-, Südost-, Süd- u. Nordeuropa. Es gibt wenig deutliche geograph. Kriterien, die zur Abgrenzung herangezogen werden könnten. Grobe Abgrenzungen sind der Rhein, Nord- u. Ostsee, Weichsel, Karpaten u. die Alpen.
Mitteleuropäische Zeit
Die M. Z. (MEZ, engl. ''Central European Time'', ''CET'') ist die für Mitteleuropa u. damit unter anderem für Deutschland, Österreich u. die Schweiz gültige Zeitzone. Sie entspricht der mittleren Sonnenzeit des 15. Längengrads östlich von Greenwich. Ihre Differenz zur Weltzeit UTC beträgt +1 Stunde. Die Differenz der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ, engl. CEST) zur Weltzeit beträgt hingegen +2 Stunden; sie entspricht also der mittleren Sonnenzeit des 30. Längengrads.
Mittelgebirge
Ein M. ist ein Gebirge, das im Gegensatz zum Hochgebirge eine bestimmte Höhe nicht überschreitet, jedoch auch eine gewisse Mindesthöhe haben muss, um sich vom Umland abzuheben. Diese Höhen sind nicht genau festgelegt, sie liegen etwa zwischen 400 u. 1.500 m.
Mittelhochdeutsch
M. (Mhd.) bezeichnet i. w. S. eine ältere Sprachstufe der dt. Sprache, nämlich sämtliche hochdt. Varietäten etwa zwischen 1050 u. 1350 (das entspricht ungefähr dem ''Hochmittelalter''). I. e. S. bezeichnet ''Mittelhochdeutsch'' die Sprache der höfischen Literatur zur Zeit der Staufer. Für diese Sprache wurde im 19. Jh. im Nachhinein eine vereinheitlichende Orthographie geschaffen, das normalisierte "Mittelhochdeutsch", in dem seither viele Neuausgaben der alten Texte geschrieben werden. Wenn von Merkmalen des Mittelhochdeutschen die Rede ist, dann ist normalerweise diese Sprachform gemeint.
Mittellandkanal
Der M. (MLK) ist mit 325,7 Kilometern Länge die längste künstl. Wasserstraße in Deutschland. Er verbindet den Dortmund-Ems-Kanal mit der Elbe u. dem Elbe-Havel-Kanal. I. w. S. ist er Teil einer Verbindung zwischen den Flüssen Rhein u. Oder.
Mittelmächte
Die M. waren Staaten, die ein Militärbündnis während des Ersten Weltkriegs bildeten. Die Bez. resultierte aus der zentral-europäischen Lage der beiden Hauptverbündeten Deutsches Reich u. Österreich-Ungarn. Später schlossen sich das Osmanische Reich u. Bulgarien dem Bündnis an.
Mittelmeer
Das Europäische M. (meist nur M. bzw. auch ''Mittelländisches Meer'' genannt), das etwa 2,5 Mio. km² groß ist, u. im Calypsotief eine maximale Tiefe von 5.267 m erreicht, ist ein M. zwischen Europa, Afrika u. Asien. Der Rauminhalt des Meeres beträgt 4,3 Mio. km³. Das M. wird zu den Nebenmeeren des Atlantischen Ozeans gezählt.
Mittelmeerraum
Der M. ist eine überkontinentale Region, die das Mittelmeer selbst, die darin liegenden Inseln u. die küstennahen Regionen Südeuropas, Vorderasiens u. Nordafrikas umfasst. Er ist insofern eine geograph. Besonderheit, als er sich – im Unterschied zu vergleichbaren Regionen – über drei Kontinente erstreckt. Die Staaten, deren Gebiete an diesem Raum teil haben, werden Mittelmeerländer oder Mittelmeeranrainerstaaten genannt. Die meisten dieser Anrainerstaaten, z.B. Frankreich, die Türkei oder die Länder Nordafrikas gehören nur zu einem kleinen Teil zum M. Andererseits werden Portugal u. Jordanien aus kulturellen u. klimat. Gründen der mediterranen Welt zugerechnet, obwohl sie überhaupt keine Küste zum Mittelmeer haben.
Mittelstand
Die im dt. Sprachraum (früher mehr als heute) gebräuchl. Bez. M. umfasst die Freien Berufe u. kleine u. mittlere Unternehmen (KMU bzw. teilweise SME für engl. ''Small and Medium sized Enterprises'').
Mittelwert
Mittelwerte treten in der Mathematik u. insbes. in der Statistik in inhaltlich unterschiedl. Kontexten auf. In der Statistik ist ein M. ein sog. Lageparameter, also ein aggregierender Parameter einer Verteilung, einer Stichprobe oder Grundgesamtheit. Ziel solcher aggregierender Parameter ist es, die wesentl. Information in einer längeren Reihe von (z. B.) Messdaten in wenigen Daten zu konzentrieren.
Mittermaier, Rosi
Rosemarie Mittermaier-Neureuther (* 5. August 1950 in Reit im Winkl, gebürtig ''Rosemarie Mittermaier'') ist eine ehem. dt. Skirennläuferin. Olympiasiegerin 1976.
Mittermeier, Gudrun
Gudrun Mittermeier (* 1969) ist eine dt. Sngerin ''(Somersault)'' u. studierte Physikerin.
Mittermeier, Michael
Michael Mittermeier (* 3. April 1966 in Dorfen, Oberbayern) ist ein dt. Komiker, der in seinen Programmen auch Elemente des klass. Kabaretts verwendet.
Mitterrand, François
François Mitterrand [fra&beton;swa mit&aeo;&beton;ra] (''François Maurice Adrien Marie Mitterrand;'' * 26. Oktober 1916 in Jarnac, Charente; † 8. Januar 1996 in Paris) war ein französ. Politiker der sozialist. Strömung. Er wurde 1981 u. 1988 zum französ. Staatspräsidenten gewählt u. hatte dieses Amt bis zum 17. Mai 1995 inne.
Mittlerer Dienst
Der mittlere Dienst ist eine Laufbahn im Beamtentum. Grundvoraussetzung für den Einstieg in den mittleren Dienst ist die mittlere Reife oder Hauptschulabschluss u. Berufsausbildung (bes. in techn. Fachrichtungen, z. B. bei der Feuerwehr). Für Zeitsoldaten gelten nach Ende der Dienstzeit im Rahmen der Wiedereingliederung Sonderregelungen, was den Zugang zu Berufen im öffentl. Dienst betrifft. Für sie werden auch eine bestimmte Anzahl von Planstellen freigehalten.
Mittlere Reife
M. R. ist ein früher in Deutschland weit verbreiteter, heute offiziell nicht mehr benutzter Begriff (Ausnahme: Baden-Württemberg u. Mecklenburg-Vorpommern – Letzteres führt ihn ab 2008 wieder ein) für einen Mittleren Bildungsabschluss.
Je nach Bundesland wird dieser Abschluss als ''Realschulabschluss'' (in den meisten Bundesländern), als ''Fachoberschulreife'' (Nordrhein-Westfalen u. Brandenburg), ''Qualifizierter Sekundarabschluss'' (Rheinland-Pfalz), ''Sekundarabschluss – Realschulabschluss'' (Niedersachsen) oder ''Mittlerer Schulabschluss'' (Berlin, Saarland) bezeichnet.
Mittwoch
Der M. ist nach dt. Zählung (DIN 1355) der dritte Wochentag, nach christlich-jüd. Zählung der vierte (u. somit der mittlere).
Miyavi
M. (jap. ''miyabi'') (* 14. September 1981 in Präfektur Hyōgo, Japan) ist ein Musiker. Er war früher Gitarrist u. Background-Sänger bei Due'le Quartz, zurzeit ist er Solokünstler. 2007 schloss er sich Yoshikis neuem Projekt ''Skin'' als Gitarrist an.
Miyazaki, Hayao
Hayao Miyazaki (jap. ''Miyazaki Hayao'', * 5. Januar 1941 in Tokio) ist ein weltweit bekannter u. erfolgreicher Regisseur von japan. Zeichentrickfilmen (Anime). Daneben ist er noch Zeichner, Grafiker, Drehbuchautor u. Produzent. Das von ihm u. Isao Takahata 1985 gegr. Studio Ghibli ist weltweit bekannt u. Karrieresprungbrett für einige andere Anime-Künstler.
Mjölnir
M., Mjöllnir, Mjolnir oder Mjölnar (Bedeutung umstritten, womöglich „Malmer”, „Blitz” oder „glänzende Blitzwaffe”) heißt in der german. Mythologie ein Hammer, die magische Waffe des Gottes Thor, mit der dieser die Feinde der Götter, vor allem die Thursen (Riesen) bekämpft.
MKULTRA
MKULTRA (auch ''MK ULTRA'') war der Codename für ein umfangreiches, geheimes Forschungsprogramm des US-Geheimdienstes CIA über Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle. Es wurde von 1953 bis in die 1970er Jahre hinein durchgeführt. Mitte der 1970er Jahre beschäftigten sich mehrere Untersuchungskommissionen des US-Kongresses mit der Aufarbeitung des Programms.
Ziel des Projekts war es, eine perfekte Wahrheitsdroge für die Verwendung im Verhör von Sowjet-Spionen im Kalten Krieg zu entwickeln sowie die Möglichkeiten der Gedankenkontrolle zu erforschen. Die überwiegend gesundheitsschädlichen bis lebensgefährl. Experimente wurden ohne Wissen oder Zustimmung der Versuchspersonen durchgeführt, häufig auch gegen deren erklärten Willen. Dazu gehörten neben tausenden von zufällig ausgewählten US-Bürgern auch Krankenhauspatienten u. Gefängnisinsassen.
Mladić, Ratko
Ratko Mladić (* 12. März 1943 in Božinovići, Bosnien u. Herzegowina) war im Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 der General der Armee der Serbischen Republik. Er wird wegen mutmaßl. Kriegsverbrechen während des Bosnienkrieges vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehem. Jugoslawien gesucht.
MLP AG
Die MLP AG (früher ''Marschollek, Lautenschläger und Partner AG'') ist ein 1971 von Manfred Lautenschläger u. Eicke Marschollek als lokale Versicherungsagentur gegr. Finanzvertrieb mit Sitz in Wiesloch, Baden-Württemberg, welcher auf Finanzdienstleistungen für Akademiker spezialisiert ist.
MLRS
MLRS steht als Abk. für ''Multiple Launch Rocket System''. Es handelt sich um ein Mehrfach-Raketenwerfer-Artilleriesystem auf einer Kettenlafette. Die Typenbezeichnung des amerikan. Militärs lautet M270. Das MLRS der dt. Bundeswehr verfügt über eine kreiselgesteuerte Trägheitsnavigationsanlage namens SRP (Stabilized Reference Package) u. wird unter dem Namen MARS geführt.
MMORPG
→ Massively Multiplayer Online Role-Playing Game.
MMORPG-Jargon
Spieler von Mehrspieler-Online-Rollenspielen (MMORPG, engl. Abk. für Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) haben eine eigene Sprache, den MMORPG-Jargon entwickelt, der seine Wurzeln im Netzjargon u. Leetspeak hat. Meistens sind es Abkürzungen, um die Kommunikation in gefährl. Situationen zu vereinfachen. Das MMORPG-Vokabular variiert von Spiel zu Spiel, einige Begriffe sind aber durchgängig gebräuchlich.
Mnemotechnik
M. [mnemo&beton;t&aeo;çnik] (von griech. μν&eeacgr;μη ''mnémē,'' „Gedächtnis; Erinnerung” u. τ&eacgr;χνη ''téchnē,'' „Kunst”) ist ein Kunstwort, das seit dem 19. Jh. für ''ars memoriae'' u. ''ars reminiscentiae'' („Gedächtniskunst”) benutzt wird, meist gleichbedeutend mit Mnemonik (griech. μνημονικ&aacgr; ''mnēmoniká''). Die M. entwickelt Merkhilfen (Eselsbrücken), zum Beispiel als Merksatz, Reim, Schema oder Grafik. Neben kleinen Merkhilfen gehören zu den Mnemotechniken aber auch komplexe Systeme, mit deren Hilfe man sich ganzer Bücher oder Listen mit tausenden von Wörtern oder tausendstelliger Zahlen sicher erinnern kann.
Moai
Bild: Ahu_Tongariki.jpg
Moais am Ahu Tongariki
Moais (Einzahl: M., eigentl. M. Maea = polyn.: "steinerne Figur") werden die kolossalen Steinstatuen der Osterinsel genannt. Sie sind Bestandteil größerer Zeremonialanlagen, wie sie ähnlich auch aus anderen Bereichen der polynes. Kultur bekannt sind. Das genaue Alter der Figuren ist umstritten, mittlerweile gilt jedoch als gesichert, dass sie keinesfalls älter als 1500 Jahre sind.
Mobb Deep
M. D. ist ein US-amerikan. Rap-Duo, bestehend aus ''Prodigy'' u. ''Kejuan Muchita'' alias ''Havoc'' (* 21. Mai 1974). Beide entstammen dem Queensbridge Housing Project, dem größten Wohnungsbauprojekt für Sozialwohnungen der USA im New Yorker Stadtteil Queens.
Mobbing
M. oder Mobben (vom englischen ''mob:'' „Meute, Gesindel, Pöbel, Bande” u. ''to mob:'' „anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen”) steht i. e. S. für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, den Betroffenen aus dem Betrieb hinauszuekeln.” I. w. S. bedeutet M., einen Kollegen ständig zu schikanieren, quälen u. verletzen, beispielsweise in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Altersheim oder im Gefängnis. Typische Mobbinghandlungen sind Verbreitung falscher Gerüchte, Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es zu M. am Arbeitsplatz u. M. in der Schule.
Mobile Marketing
M. M. ist die Umschreibung von Marketingmaßnahmen unter Verwendung drahtloser Telekommunikation u. mobiler Endgeräte mit dem Ziel, Konsumenten möglichst direkt zu erreichen u. zu einem bestimmten Verhalten zu führen.
M. M. bezeichnet jede Art von kommunikativ geschäftl. Aktivitäten, bei der der Anbieter Leistungen auf der Basis mobiler Endgeräte wie digitale Inhalte (Spiele, Songs, Videos usw.), Informationen (News, Alerts, Produktinformationen) u./oder Transaktionen wie Shopping, Videostreaming, Zahlungen usw. aufbaut u. damit bei potentiellen Konsumenten Aufmerksamkeit erregt u. im Idealfall zu Verkaufsabschlüssen führt.
Mobiles Einsatzkommando
Das Mobile Einsatzkommando (MEK) ist eine Spezialeinheit (SE) der dt. Polizei der Länder für mobile Observation u. Zugriff.
Mobilfunk
Bild: Mobilfunkmast_muenchen_voegel.jpg
Mobilfunkmast in München
M. ist die Sammelbez. für den Betrieb von bewegl. Funkgeräten. Darunter fallen vor allem tragbare Telefone (Mobiltelefone) u. in Fahrzeuge eingebaute Wechselsprechgeräte (z. B. Taxifunk). Es existieren jedoch viele weitere Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel mobile Datenerfassung, Funkrufdienste, Telemetrie, See- u. Binnenschifffahrtfunkdienste, Jedermannfunk u. Amateurfunk, die nicht ortsgebunden sind.
Mobiltelefon
Ein M. (auch ''Handy'', ''Funktelefon'', ''GSM-Telefon'', ''Funker'', in der Schweiz auch ''Natel'') ist ein tragbares Telefon, das über Funk mit dem Telefonnetz kommuniziert u. daher ortsunabhängig eingesetzt werden kann.
Der größte Hersteller von Mobilfunkgeräten weltweit ist Nokia, daneben sind unter anderem Panasonic, Samsung, Sanyo, Sharp, LG, Motorola u. Sony Ericsson bedeutende Produzenten.
Möbius, Ralph Christian
Künstlername Rio Reiser (* 9. Januar 1950 in Berlin; † 20. August 1996 in Fresenhagen, Nordfriesland) war ein dt. Sänger, Musiker, Komponist u. Texter. Rio Reiser war von 1970 bis Mitte der 1980er Frontmann der Band Ton Steine Scherben. Nach der Auflösung der Band 1985 setzte er seine musikal. Karriere als Solokünstler fort. Zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören '' Macht kaputt, was euch kaputt macht'' von 1971, ''Keine Macht für Niemand'' von 1972 u. ''König von Deutschland'' von 1986.
Möbiusband
Ein M., auch Möbiusschleife genannt, ist eine zweidimensionale Struktur in der ''Topologie'', die nur eine Kante u. eine Fläche hat.
Moby
M. (* 11. September 1965 in Harlem, New York City; bürgerl. ''Richard Melville Hall'') ist ein US-amerikan. Musiker, Sänger, DJ u. Musikproduzent.
Seinen Künstlernamen hat er vom Roman ''Moby Dick'' seines Ur-Ur-Großonkels Herman Melville abgeleitet.
Moby Dick
„Moby-Dick; oder: Der Wal” (engl. ''Moby-Dick; or, The Whale'') ist ein 1851 in London u. New York erschienener Roman von Herman Melville. Das erzählerische Rückgrat des Romans ist die schicksalhafte Fahrt des Walfangschiffes „Pequod”, dessen einbeiniger Kapitän Ahab mit blindem Hass den weißen Pottwal jagt, der ihm das Bein abgerissen hat. Entlang dieses erzähler. Fadens, der knapp die Hälfte des Romans ausmacht, reiht Melville zahlreiche philosophische, wissenschaftliche, kunstgeschichtliche u. mytholog. Exkurse, zu denen noch viele subjektive, mal lyrische, mal auch iron. Betrachtungen des Autors kommen. In diesem Rahmen wird auch die Welt des Walfangs im 18. u. 19. Jh. detailreich dargestellt.
Mockridge, Jeremy
Jeremy Mockridge (* 4. September 1993 in Bonn) ist ein dt. Schauspieler.
Mod (Subkultur)
Mods [m&oo;dz] (aus dem Englischen von ''Modernist'' abgeleitet) waren Anhänger einer Subkultur, welche hauptsächlich im Großbritannien der frühen u. mittleren 1960er Jahre, aber auch in anderen europ. Ländern präsent war u. dann erneut Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre gleichzeitig zum Punk wieder in Mode kam. Vereinzelt findet man Mods in diversen Großstädten auch heute noch.
Modafinil
M. ist ein Arzneistoff zur Behandlung der Narkolepsie. Die Substanz gehört zu einer Gruppe psychostimulierender Medikamente, die sich in der Molekülstruktur von den Amphetamin-artigen Stimulanzien deutlich unterscheidet. M. ist der Hauptmetabolit von Adrafinil, das in Frankreich seit den 1980er Jahren im Handel ist u. dort zur Behandlung der Narkolepsie eingesetzt wird.
Modalverb
Modalverben bestimmen in der Grammatik, in welchem Verhältnis (Modus) das Satzsubjekt zur Satzaussage steht. Typische Verwendung ist der Ausdruck eines Wunsches oder Zwanges. Sie weisen eine Reihe von Eigentümlichkeiten in den Bereichen Flexion u. Syntax auf. Das Deutsche kennt sechs Modalverben: ''müssen'', ''können'', ''dürfen'', ''wollen'', ''sollen'' u. ''mögen''.
Mode
M. (v. französ.: ''mode''; aus lat.: ''modus'' Art) bezeichnet die in einem bestimmten Zeitraum u. einer bestimmten Gruppe von Menschen als zeitgemäß geltende Art, bestimmte Dinge zu tun, Dinge zu benutzen oder anzuschaffen, sofern diese Art, etwas zu tun, nicht von großer Dauer ist, sondern im Verlauf der Zeit infolge gesellschaftl. Prozesse immer wieder durch neue – dann als zeitgemäß geltende – Arten revidiert wird, sofern sie also zykl. Wandel unterliegt.
Modedesign
Als M. bezeichnet man das Fach, das sich mit dem Entwerfen u. der Gestaltung von Kleidermode u. Kleidung beschäftigt.
Model
M. (auch Mannequin ['man&eunbet;k&aeo;], seltener Modell) ist ein Beruf, der die direkte oder indirekte Präsentation des Körpers zum Zwecke der Werbung u. Verkaufssteigerung beinhaltet.
Modell
Ein M. ist allg. eine auf bestimmte Zwecke ausgerichtete vereinfachende Beschreibung der Wirklichkeit. In der wissenschaftl. Theoriebildung ist ein M. das Ergebnis einer abstrahierenden u. Relationen hervorhebenden Darstellung des behandelten Phänomens. Ein M. entsteht, wenn Elemente aus dem Phänomen abstrahiert u. zueinander in Beziehung gesetzt werden. Die Funktion des Modells besteht darin, aus den dargestellten Zusammenhängen Bedingungen u. Prognosen bezüglich des Phänomens (oder Problems) ableiten zu können.
Modelleisenbahn
Eine M. ist die maßstäbl. Nachbildung eines Teils der echten Eisenbahn im Kleinformat. Die Größe reicht dabei von einer Bahn im Koffer über eine Bahn im Tischformat bis zu einer mehrere Räume benötigenden M. Nachgebildet werden hauptsächl. Landschaften, Gebäude u. Fahrzeuge. Typisch ist, dass die Lokomotiven durch einen eingebauten elektr. Antrieb selbst fahren können. Die Steuerung erfolgt entweder manuell über ein Bedienpult oder vollautomatisch.
Model View Controller
M. V. C. (MVC, wörtlich etwa „Modell-Präsentation-Steuerung”) bezeichnet ein Architekturmuster zur Aufteilung von Softwaresystemen in die drei Einheiten: Datenmodell (engl. ''Model''), Präsentation (engl. ''View'') u. Programmsteuerung (engl. ''Controller'').
Ziel des Musters ist ein flexibles Programmdesign, das u. a. eine spätere Änderung oder Erweiterung erleichtern u. eine Wiederverwendbarkeit der einzelnen Komponenten ermöglichen soll.
Modem
Ein M. (aus Modulator u. Demodulator gebildetes Kofferwort, daher auch ''der'' M.) dient dazu, digitale Daten in für eine analoge Leitung geeignete Signale umzuwandeln u. auf der anderen Seite wieder in digitale Daten zurückzuwandeln. Die dafür verwendete Modulation ist auf die analoge Leitung abgestimmt.
Mit einem M. werden digitale Daten durch Modulation eines analogen Signals über analoge Kommunikationsnetze (Telefonnetz, Kabel-TV), Standleitungen u. per Funk übertragen. Am anderen Endpunkt der Kommunikation werden die digitalen Daten durch Demodulation aus dem analogen Signal wieder zurückgewonnen.
Moderator (Beruf)
Ein M. (v. lat.: ''moderatio''/''moderare'' = mäßigen, steuern, lenken) ist eine Person, die ein Gespräch lenkt oder lenkend in eine Kommunikation eingreift. Die Tätigkeit selbst bezeichnet man als Moderation.
Moderne
Der Begriff M. bezeichnet einen Umbruch in allen Bereichen des individuellen, gesellschaftlichen u. polit. Lebens gegenüber der Tradition. Heute wird dieser Terminus überwiegend mit Entwicklungen in Verbindung gebracht, die die jüngere europ. Geschichte betreffen: Geistesgeschichtlich mit der Aufklärung schon ab dem 17. Jahrhundert, ökonomisch mit der Industrialisierung des mittleren 18. Jahrhunderts, politisch mit der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhundert (polit. M.) u. dem Nationalismus des frühen 19. Jh., in der Literatur- u. der Kunstgeschichte als ästhet. M. ab dem beginnenden, als Stil ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert.
Ein Ende der M. wird heute etwa im mittleren bis späten 20. Jh. angesetzt, als stilkundl. Begriff verwendet man dann den Ausdruck klass. M. für ein abgeschlossenes Phänomen, u. als Kategorisierung etabliert sich in einigen Fachgebieten – nicht unumstritten – der Begriff Postmoderne. Herausdifferenziert wird auch eine erste u. zweite M. oder eine Gegenmoderne, wie auch eine Protomoderne.
Moderne Sage
Moderne Sagen (engl.: ''urban legends''), auch Großstadtlegenden, moderne Mythen, Wandermärchen oder -sagen, verwandt mit Ammenmärchen u. Schauermärchen, sind mehr oder weniger skurrile Anekdoten, die meist mündlich, inzwischen häufig auch per E-Mail, weitergegeben werden u. deren Quelle sich in aller Regel nicht mehr zurückverfolgen lässt. In seltenen Fällen werden sie auch, bedingt durch unzureichende Recherche, als Nachrichten in den Medien verbreitet (Zeitungsente).
Moderne Zeiten
M. Z. (im Original „Modern Times”) ist ein von Charles Chaplin in den Jahren 1933 bis 1936 geschaffener US-amerikan. Spielfilm, der am 6. Februar 1936 erstmals aufgeführt wurde. Inhaltlich greift der Film, in dem Chaplin ein weiteres Mal die von ihm kreierte Figur des Tramps darstellt, den Taylorismus in der Arbeitswelt sowie die Massenarbeitslosigkeit in Folge der Weltwirtschaftskrise auf.
Modern Talking
M. T. war ein dt. Popmusik-Duo, bestehend aus Thomas Anders u. Dieter Bohlen. Am Ende seines Bestehens hatte sich das Duo zur bisher kommerziell erfolgreichsten dt. Popformation entwickelt. Bis zur zweiten Auflösung 2003 wurden etwa 120 Millionen Tonträger verkauft. Der Musikstil war vorwiegend durch eingängige Melodien u. Rhythmen mit Texten in engl. Sprache geprägt.
Modersohn-Becker, Paula
Die Malerin Paula Modersohn-Becker (* 8. Februar 1876 in Dresden-Friedrichstadt; † 20. November 1907 in Worpswede) war eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. In den knapp vierzehn Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1.000 Zeichnungen u. 13 Radierungen, die die bedeutendsten Aspekte der Kunst des frühen 20. Jh. in sich vereinen.
Modigliani, Amedeo
Amedeo Modigliani (* 12. Juli 1884 in Livorno; † 24. Januar 1920 in Paris) war ein italien. Zeichner, Maler u. Bildhauer. Die heutige Bekanntheit beruht vor allem auf seinen Aktgemälden, die zu seiner Zeit als skandalös empfunden wurden.
Modiglianis Gesamtwerk umfasst vor allem Gemälde u. Zeichnungen. Von 1909 bis 1914 widmete er sich jedoch hauptsächlich der Bildhauerei. Das Hauptmotiv ist der Mensch, sowohl in den Bildern als auch bei den Skulpturen. Er lässt sich keiner der zeitgenöss. Stilrichtungen zuordnen, wie etwa dem Kubismus oder dem Fauvismus.
Modulation (Technik)
Die M. (von lat. ''modulatio'' = Melodie, Rhythmus) beschreibt in der Nachrichtentechnik einen Vorgang, bei dem ein zu übertragendes Nutzsignal (Musik oder Sprache) ein sogenanntes Trägersignal verändert (moduliert) u. damit die Übertragung des Nutzsignals über das Trägersignal möglich wird. Dabei wird das Nutzsignal in den (höheren) Frequenzbereich des Trägersignals umgesetzt. Die Nachricht wird später empfangsseitig durch einen Demodulator wieder zurückgewonnen.
Das Trägersignal selbst ist bezüglich der übertragenen Nachricht ohne Bedeutung, es ist nur zur Anpassung an die physikal. Eigenschaften des Übertragungskanals notwendig.
Modulo
M. [&beton;mo&dehn;dulo&dehn;] (lat. Modulus, Kasus Ablativ: "durch Maß" oder auch "mit Maß", somit Mehrzahl Moduli), mathemat. Formelzeichen mod, in vielen Programmiersprachen durch % wiedergegeben, ist eine mathemat. Funktion, die den Rest aus der Division zweier ganzer Zahlen angibt. Eine weiterführende Modulorechnung existiert auch für Polynome, die auf den Mengen sog. Galoiskörper definiert sind. Der Rest ist in dem Fall ein Polynom.
Beispiel: 7 mod 2 = 1, ''Sprechweise: „Sieben modulo zwei ist gleich eins.”'' Denn 7 : 2 = 3, Rest 1 (2 · 3 + 1 = 7). Ebenso ist beispielsweise 7 mod 3 = 1.
Moers
Die Stadt M. [mœrs] liegt am unteren Niederrhein im W des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen u. ist eine große kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel im Reg.-Bez. Düsseldorf.
Aufgrund der günstigen Lage im N der Rheinschiene u. im W des Ruhrgebiets nennt sich M. die ''Drehscheibe am Niederrhein''. M. ist die größte Stadt Deutschlands, die weder kreisfrei noch Sitz eines Kreises ist. – 107048 Ew.
Moers, Walter
Walter Moers (* 24. Mai 1957 in Mönchengladbach) ist ein dt. Comic-Zeichner, Illustrator u. Autor. Erfand 1990 mit „Das kleine Arschloch” (verfilmt 1997) seine bekannteste Figur; weitere Werke „AHA” 1985; „Professor Schimanski” 1985 ff.
Mofa
Bild: DSCF0003.JPG
Mofa: Piaggio Ciao und Hercules Prima 5
Das Wort M. ist abgeleitet von Motor-Fahrrad bzw. Motorisiertes Fahrrad. Höchstgeschwindigkeit 25 km/h.
Moghaddam, Nina
Nina Moghaddam (* 27. Dezember 1980 in Madrid) ist eine dt. Fernsehmoderatorin u. Moderatorin für verschiedene Events.
Mogulreich
Bild: AgraFort_retouched.jpg
Mogulreich: Tor des Roten Forts in Agra, im 16. und 17. Jahrhundert Hauptstadt des Reiches
Das M. war ein von 1526 bis 1858 auf dem indischen Subkontinent bestehender Staat. Das Kernland des Reiches lag in der nordind. Indus-Ganges-Ebene um die Städte Delhi, Agra u. Lahore. Auf dem Höhepunkt seiner Macht im 17. Jh. umfasste das M. fast den gesamten Subkontinent u. Teile des heutigen Afghanistans. Auf 3,2 Millionen Quadratkilometern lebten zwischen 100 u. 150 Millionen Menschen.
Die Herrscher werden als Mogul, Großmogul oder Mogulkaiser tituliert.
Der erste Großmogul Babur (reg. 1526 bis 1530), ein aus Zentralasien stammender Fürst der Timuriden-Dynastie, eroberte ausgehend vom Gebiet der heutigen Staaten Usbekistan u. Afghanistan das Sultanat von Delhi. Als bedeutendster Mogulherrscher gilt Akbar (reg. 1556 bis 1605), der das Reich militärisch, politisch u. wirtschaftlich festigte. Unter Aurangzeb (reg. 1658 bis 1707) erfuhr das M. seine größte Ausdehnung, wurde aber finanziell u. militärisch überspannt, so dass es im Laufe des 18. Jh. zu einer untergeordneten Macht im polit. Gefüge Indiens herabsank. 1858 wurde der letzte Großmogul von den Briten abgesetzt, sein Territorium ging in Britisch-Indien auf.
Mohandas Karamchand Gandhi
Mohandas Karamchand Gandhi (genannt Mahatma Gandhi; * 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat; † 30. Januar 1948 in Neu-Delhi, Delhi) war ein ind. Rechtsanwalt, Pazifist, Menschenrechtler u. politischer sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten Konzept des gewaltfreien Widerstandes das Ende der brit. Kolonialherrschaft über Indien herbeiführte. Sein Konzept „Satyagraha” (Festhalten an der Wahrheit) beinhaltete neben Ahimsa, der Gewaltfreiheit, noch weitere eth. Forderungen wie etwa „Swaraj”, was sowohl individuelle als auch polit. Selbstkontrolle (-herrschaft) bedeutet.
Mohammed
M. oder arab. Muhammad [mu&beton;ħam&dehn;ad] (* um 570 in Mekka; † 8. Juni 632 in Medina) ist der Religionsstifter des Islam.
M. wird von den Muslimen in der Reihe der Propheten als der historisch letzte angesehen, dem mit dem Koran die letzte Offenbarung Gottes (''Allahs'') herabgesandt wurde. Er ist folglich nach islam. Auffassung „Das Siegel der Propheten” (Sure 33, Vers 40), das heißt, der Beglaubiger der früheren Propheten oder der letzte Prophet in der Geschichte der Menschheit. 622 Auswanderung nach Medina (''Hedschra''). Erlangte eine große Anhängerschaft, unterwarf die arab. Stämme u. erklärte Mekka zum Heiligtum.
Mohn
M. (''Papaver'') ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) mit weltweit zwischen 50 u. 120 Arten.
Eine wichtige Kulturpflanze ist der Schlafmohn (''Papaver somniferum''). Die leuchtend roten Blüten des in Deutschland wilden Klatschmohns (''Papaver rhoeas'') blühen ab Ende Mai u. kennzeichnen den Beginn des Frühsommers.
M. wächst bevorzugt auf sandigen bis lehmhaltigen Böden u. gehört zu den Pionierpflanzen an Ackerrändern, auf Ödland u. Böschungen.
Mohnhaupt, Brigitte
Brigitte Margret Ida Mohnhaupt (* 24. Juni 1949 in Rheinberg) ist eine ehem. dt. Terroristin u. war Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF). Sie gilt als einer der führenden Köpfe der sogenannten „zweiten Generation” u. war maßgeblich an den Planungen der Anschläge des Deutschen Herbstes beteiligt. Nach ihrer Verhaftung 1982 wurde sie wegen neunfachen Mordes u. mehrfachen Mordversuchs zu fünfmal lebenslanger Freiheitsstrafe u. zusätzlich 15 Jahren verurteilt. Nach Verbüßung der gerichtlich festgelegten 24 Jahre Mindesthaftzeit wurde sie am 25. März 2007 auf Bewährung entlassen.
Mohr
Der Begriff M. ist eine kaum mehr verwendete, weil altmodische u. oft rassistisch wahrgenommene Bez. für Menschen mit dunkler Hautfarbe, sei es historisch in Bezug auf Kuschiter bzw. Mauren oder später allg. auf „Schwarzafrikaner”.
Moin
M. ist ein regional in Norddeutschland u. dem S Dänemarks (Südjütland) verbreiteter Gruß, der zu jeder Tages- u. Nachtzeit verwendet werden kann. Er wird auch in anderen Teilen des dt. Sprachraums benutzt, wenn dort auch vorwiegend nur am Morgen u. am Vormittag.
Mojito
Der M. [mo&beton;xito] ist ein Cocktail aus hellem kuban. Rum, Limettensaft, frischer Minze, Rohrzucker, Sodawasser u. gestoßenem Eis.
Mol
Das M. (Einheitenzeichen: mol) ist die SI-Basiseinheit der Stoffmenge. Wichtig ist das M. für Mengenangaben bei chem. Reaktionen.
Molare Masse
Die M. M. (Formelzeichen ''M'') ist der Quotient aus der Masse einer Substanz u. der Stoffmenge dieser Substanz. Die Einheit ist Gramm pro Mol (Einheitenzeichen: g/mol) oder häufig auch Kilogramm pro Kilomol (Einheitenzeichen: kg/kmol). Wie bei allen molaren Größen, bei denen man sich auf die Basisgröße Stoffmenge bezieht, müssen die zugrunde gelegten Teilchen der Substanz genau spezifiziert sein, am besten durch Angabe einer Formel.
Moldau (Fluss)
Die M. (auch ''Wulda'' oder tschech. ''Vltava''), auch als „Böhmisches Meer” bezeichnet, ist der längste u. wasserreichste Fluss in Tschechien u. ein Nebenfluss der Elbe. Er ist 440 km lang u. entwässert ein Gebiet von 28.000 km² mit durchschnittlich 150 m³/s in der Mündung. Das aufgestaute Wasser des Lipno-Stausees reicht an einer Stelle einige Meter auf österr. Staatsgebiet.
Moldawien
M. oder Moldau (offiziell ''Republica Moldova'', dt. Republik Moldau) ist ein Binnenstaat in Osteuropa. Er grenzt im W an Rumänien. Im N, O u. S wird M. von der Ukraine umschlossen.
Molekül
Ein M. [mole&beton;ky&dehn;l] (älter auch: ''Molekel'' [mo&beton;le&dehn;k&eunbet;l]; von lat. ''molecula,'' „kleine Masse”) ist ein Teilchen, das aus mehreren Atomen besteht, welche durch kovalente Bindungen verbunden sind. Moleküle stellen die kleinsten Teilchen dar, die die Eigenschaften des zugrundeliegenden Stoffes haben. Es gibt Moleküle, die aus einem einzigen Element aufgebaut sind (O2, N2, P4 u. v. m), die meisten Moleküle sind aber Verbindungen aus Nichtmetallen mit einem (oder mehr) weiteren Nichtmetallen oder Halbmetallen. Einen etwas größeren Verbund von gleichartigen Atomen nennt man Cluster.
Molekularbiologie
Die M. befasst sich mit der Struktur, Biosynthese u. Funktion von DNA u. RNA auf molekularer Ebene u. wie diese untereinander u. mit Proteinen interagieren. Das Forschungsgebiet der M. überlappt dabei immer mehr mit weiteren Feldern der Biologie u. Chemie, insbes. der Genetik u. der Biochemie. Die Grenzen zwischen diesen Fachbereichen sind dabei oft fließend. Der Name für dieses Fach wurde 1952 durch den engl. Physiker u. Molekularbiologen William Astbury geprägt.
Molekülorbitaltheorie
Die M. (kurz MO-Theorie) ist eine von zwei komplementären Möglichkeiten, den Aufbau von Atombindungen zu beschreiben, die andere Möglichkeit ist die VB-Theorie. Beim MO-Verfahren werden die Atomorbitale der beteiligten Atome ‚vermischt‘. Dabei spalten sie sich in bindenende u. antibindene Molekülorbitale auf. Das VB-Verfahren geht von lokalisierten Bindungen aus. Es stellt eine Erweiterung des Verfahrens dar, mit dem Walter Heitler u. Fritz London 1927 das erste Mal das H2-Molekül näherungsweise berechnen konnten u. so die Quantenchemie begründeten. Etwas später wurde von Friedrich Hund u. Robert S. Mulliken das MO-Verfahren entwickelt, das heute für die meisten quantenchem. Rechnungen verwendet wird.
Moleskine
Das M. (frz. [m&oo;l&beton;skin], it. [mole&beton;ski&dehn;ne]) ist ein Notizbuch, dessen heutige Form auf ein in der ersten Hälfte des 20. Jh. in der Pariser Künstler- u. Literatenszene beliebtes Notizbuch zurückgehen soll, das von einem kleinen Schreibwarenhändler in Tours vertrieben u. wegen seiner schlichten Funktionalität geschätzt wurde. Der Einband bestand früher aus einem schwarzen Umschlag aus Moleskin, einem Stoff, dessen französ. Aussprache dem Notizbuch seinen Namen gab. Weiteres Kennzeichen ist ein Gummiband, mit dem das Buch geschlossen gehalten werden kann, sowie eine Tasche am Ende.
Molière
M. (eigentl. Jean-Baptiste Poquelin; * vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris; getauft am 15. Januar; † 17. Februar 1673 in Paris) war ein französ. Schauspieler, Theaterdirektor u. Dramatiker.
Er ist einer der großen Klassiker u. machte die Komödie zu einer der Tragödie potenziell gleichwertigen Gattung. Dadurch erhob er das Theater für einige Jahre zum Diskussionsforum auch für gesellschaftl. Probleme. Werke u. a.: „Tartuffe”, „Der Misanthrop”, „Der Geizige”, „Der eingebildete Kranke”.
Molke
M. (auch ''Käsewasser, Sirte'' oder ''Schotte'' genannt) ist die wässrige grünlich-gelbe Restflüssigkeit, die bei der Käseherstellung entsteht. Sie besteht zu 94% aus Wasser, zu 4–5% aus Milchzucker u. ist nahezu fettfrei. Außerdem enthält sie Milchsäure, die Vitamine B1, B2 (dies bewirkt die grünl. Farbe) u. B6, Kalium, Calcium, Phosphor u. andere Mineralstoffe, doch vor allem 0,6–1% Molkenprotein. Das ist deutlich weniger Eiweiß als in der Milch. Dort ist das Kasein Haupteiweiß.
Molko, Brian
Brian Molko (* 10. Dezember 1972 in Brüssel) ist ein britisch-schott. Sänger, Keyboarder u. Gitarrist der Band Placebo.
Moll (Musik)
M. (v. lat. ''mollis'' „weich”) bezeichnet in der Musik ein Tongeschlecht. Dieses kann sich auf eine Tonart, eine Tonleiter, einen Akkord oder einen einzelnen Musikabschnitt beziehen. Der Gegenbegriff zu Moll ist Dur.
Für die Moll-Zuordnung einer Tonleiter bzw. eines Akkords ist ausschlaggebend, dass sich zwischen dem Grundton u. dem dritten Ton ein Abstand (Intervall) von einer kleinen Terz befindet u. damit eine so genannte ''Mollterz'' vorliegt. Das Grundmerkmal für Dur ist dagegen die große Terz.
Es ist in der abendländ. Musik verbreitet, Durtonarten vorwiegend als „fröhlich” u. Molltonarten eher als „traurig” zu charakterisieren, wenngleich die Wahl des Tongeschlechts nicht allein ausschlaggebend fr den Charakter eines Musikstcks sein muss. Auch wenn diese Einteilung oft zutrifft, lassen sich zahlreiche Beispiele anfhren, in denen die Charaktere der Tonarten mehrdeutig oder sogar entgegengesetzt wirken. Besonders in der Kunstmusik finden sich viele Beispiele fr eine Umdeutung der klass. Einteilung.
Möllemann, Jürgen Wilhelm
Jürgen Wilhelm Möllemann (* 15. Juli 1945 in Augsburg; † 5. Juni 2003 in Marl-Loemühle bei Fallschirmabsprung) war ein dt. Politiker (FDP). Er war unter Kanzler Kohl von 1987 bis 1993 Bundes-Min. in verschiedenen Ressorts u. ab Mai 1992 auch Vizekanzler. Im Januar 1993 trat er im Zuge der Briefbogen-Affäre aus der Bundesregierung aus. Gegen M. wurde wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung u. des Verdachts des Verstoßes gegen das Parteiengesetz ermittelt. Die Todesumstände lösten Mutmaßungen über einen Selbstmord aus.
Möller, Ralf Rudolf
Ralf Rudolf Möller (* 12. Januar 1959 in Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) ist ein dt. Schauspieler u. Bodybuilder.
Mollier-h-x-Diagramm
Das M. (früher i-x-Diagramm) ermöglicht es, Zustandsänderungen feuchter Luft durch Erwärmung, Befeuchtung, Entfeuchtung, Kühlung u. Mischung verschiedener Luftmengen zu ermitteln. Das M. gilt für einen bestimmten Luftdruck (in der Regel 1 bar), also für isobare Zustandsänderungen.
Die Größen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Enthalpie u. Dichte werden dabei auf graph. Wege bestimmt. Das Diagramm wurde 1923 nach Richard Mollier benannt.
Mölling, Sandy
Sandy Mölling (* 27. April 1981 in Wuppertal) ist eine dt. Popsängerin, die als Mitglied der Girlgroup No Angels bekannt wurde.
Moloko
M. ist eine 1994 in Sheffield (England) gegr. Band, bestehend aus der Sängerin Róisín Murphy u. dem Produzenten Mark Brydon. Der Bandname ist eine Anspielung auf Nadsat aus dem Roman ''A Clockwork Orange'' von Anthony Burgess, in dem die Protagonisten in einer Bar „Moloko” trinken (nach dem russ. Wort für Milch, молоко).
Molosser (Hund)
M. ist ein Oberbegriff für viele sehr große u. massige Hundetypen. Zu den Molossern zählen z. B.: Cane Corso, Bordeaux-Dogge, Boxer, Mastiff, Bullmastiff, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro.
Molotowcocktail
M. (auch ''Brandflasche'', ''Molly'' genannt) ist eine Sammelbez. für eine Vielzahl einfacher Wurfbrandsätze, die bei Aufständen, Krawallen, Guerillakriegen, im Straßenkampf oder bei Brandanschlägen benutzt werden.
Molybdän
M. ist ein chem. Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Mo u. der Ordnungszahl 42.
Mombasa
M. ist mit 799.727 Ew. (Stand 1. Januar 2005) die zweitgrößte Stadt in Kenia u. die wichtigste Hafenstadt Ostafrikas. M. liegt auf ''Mombasa Island'' am Indischen Ozean.
Moment (Physik)
Das M. ist in der Mechanik die drehende Wirkung, die von einem entgegengesetzt gerichteten, gegeneinander in der Wirkungslinie versetzten Paar gleich großer Kräfte ausgeübt wird. Den senkrechten Abstand der Wirkungslinien der beiden Kräfte bezeichnet man als Hebelarm. Die Größe des Moments ist das Produkt aus einer der beiden Kräfte u. dem senkrechten Abstand der Wirkungslinien der Kräfte:
Der Drallsatz beschreibt die zeitl. Änderung des Moments.
Momo
M. ist die Protagonistin des gleichn., 1973 erschienenen Romans von Michael Ende. Der vollständige Titel des Romans lautet: ''MOMO oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte''.
Monaco
Das Fürstentum M. ['m&oo;nako] ist ein Stadtstaat in Westeuropa. Es liegt von Frankreich umschlossen an der Mittelmeerküste in der Nähe der italien. Grenze.
Der Name geht zurück auf griech. Siedler, die sich im 5. Jh. v. Chr. im Gebiet des heutigen M. niederließen. Zu Ehren von Herakles Monoikos errichteten sie einen Tempel. Aus dem Namenszusatz des Gottes, der soviel wie „der Einzigartige” bedeutet, entwickelte sich der Landesname „Monaco”.
Heute ist M. vor allem bei den Reichen der Welt als Wohnsitz begehrt, da weder Einkommensteuer noch Erbschaftsteuer erhoben u. im Ausland begangene Finanzvergehen nicht verfolgt werden.
Monaghan, Dominic
Dominic Monaghan (* 8. Dezember 1976 in Berlin) ist ein brit. Schauspieler. Er wurde bekannt durch seine Rolle als Hobbit ''Meriadoc "Merry" Brandybock'' in der Verfilmung des Herrn der Ringe von Regisseur Peter Jackson.
Mona Lisa
Die M. L. (it.: ''La Gioconda''; frz.: ''La Joconde'') ist ein weltberühmtes Ölgemälde von Leonardo da Vinci auf dünnem Pappelholz.
Das Bild ist 76,8 cm × 53 cm groß u. entstand wahrscheinlich vom Frühjahr 1503 bis zum Sommer 1505; andere Forschungsergebnisse gehen von einem Entstehungszeitraum zwischen 1502–1503 aus.
Das Gemälde hängt heute im Louvre in Paris.
Monarchie
Der Begriff M. stammt vom griechischen μοναρχ&iacgr;α (''monarchía'') ab, das sich aus den Wörtern μ&oacgr;νος (''monos'' = „ein”) u. &aacgr;ρχειν (''archein'' = „herrschen”) zusammensetzt, u. bedeutet „Alleinherrschaft”. Er bezeichnet eine Staats- bzw. Regierungsform, bei der ein Monarch oder eine Monarchin das Amt des Staatsoberhauptes innehat (u. bildet somit das Gegenstück zur Republik). Die Machtbefugnisse der betr. Person können je nach Form der M. variieren: Dieses Spektrum reicht von fast keiner (Parlamentarische M.) über durch eine Verfassung begrenzte (Konstitutionelle M.) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter polit. Macht (Absolute M.).
Monat
Ein M. (von ''Mond'') ist eine Zeiteinheit u. ein Teil eines Jahres.
Je nach Definition ist ein M. von unterschiedl. Dauer:
* Im allgemeinen Gebrauch die Spanne von 4 Wochen.
* Kalender verwenden Monate zur Zeiteinteilung. Dazu ordnen sie einer Zeitspanne von einem ''Kalendermonat'' einen ''Monatsnamen'' zu. In unserem Kalender dauert ein M. entweder 28, 29, 30 oder 31 Tage.
* Ein M. ist im astronomischen Sinne als die Zeitspanne eines vollständigen Umlaufs eines natürlichen Satelliten (Trabant) definiert. Im engeren Sinne bezieht sich „Monat” nur auf den ''Erdmond:'' Der Mondmonat dauert je nach Definition zwischen 27⅓ und 29½ Tage.
* Im Privatrecht gilt in Deutschland ein M. ohne nähere Bestimmung als der Zeitraum von dreißig Tagen (§ 191 BGB).
Mönchengladbach
M. ist eine kreisfreie Stadt am Niederrhein zwischen Roermond (Niederlande) u. Düsseldorf. Die größte Stadt am linken Niederrhein gehört zum Reg.-Bez. Düsseldorf des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen u. ist ein Oberzentrum des Landes.
Die Stadt M. besteht in ihren heutigen Grenzen erst seit der Gebietsreform zum 1. Januar 1975. Damals wurde die (alte) kreisfreie Stadt M. mit der kreisfreien Stadt Rheydt u. dem Amt Wickrath (Kreis Grevenbroich) zur neuen kreisfreien Stadt M. vereinigt.
Die Einwohnerzahl Mönchengladbachs überschritt 1921 die 100.000-Einwohner-Grenze, wodurch sie zur Großstadt wurde. Auch in Rheydt wurden ab 1968 mehr als 100.000 Ew. gezählt. Heute hat die Stadt 264.566 Ew., 127.882 Männer u. 136.684 Frauen (Stand 31. März 2008).
Mon Chéri
Bild: MonCheri.jpg
Mon Chéri
M. C. (franzsisch „Mein Liebling”) ist eine Süßware aus Zartbitterschokolade mit Kirschlikör u. einer Kirsche gefüllt, die von der Firma Ferrero hergestellt wird, u. seit 1957 auf dem deutschen Markt erhältlich ist.
Mönchspfeffer
Der M. (''Vitex agnus-castus'') ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vitex in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er wird in der Umgangssprache auch Keuschbaum, Keuschlamm oder Tanis genannt, weil er angeblich den Geschlechtstrieb abschwächt.
Mönchtum
Der Begriff M. bezeichnet ein von Mönchen u. Nonnen praktiziertes religiöses Konzept.
Das M. ist die von asket. Idealen geprägte religiöse Praktik, in Abkehr von der Welt den weltl. Zielen zu entsagen, um das eigene Leben ganz dem jeweiligen spirituellen Ziel zu weihen. In den Religionen existieren verschiedene Ausprägungen des Mönchtums, so vor allem im Buddhismus u. im Christentum, auch im Hinduismus sowie Daoismus; jedoch z. B. nicht im Islam.
Mond
Der M. (latein. ''Luna'') ist der einzige natürl. Satellit der Erde. Seit den Entdeckungen von Trabanten bei anderen Planeten des Sonnensystems – im übertragenen Sinn zumeist als Monde bezeichnet – wird er zur Vermeidung von Verwechslungen auch Erdmond genannt.
Aufgrund seiner verhältnismäßigen Nähe ist er der einzige fremde Himmelskörper, der bisher von Menschen betreten wurde, u. damit auch der am besten erforschte.
Sein astronom. Symbol &lqmoon; ist die, von der irdischen Nordhalbkugel aus betrachtete, abnehmende Mondsichel.
Mondfinsternis
Eine M. ist ein astronom. Ereignis, das eintritt, wenn der Mond durch den Schattenraum (Kernschattenkegel) der Erde wandert. Dies kommt ca. zweimal im Jahr vor, da die Erdbahn (Ekliptik) u. die Mondbahn leicht gegeneinander geneigt sind, so dass der Mond meistens knapp über oder unter dem Erdschatten vorbeizieht.
Mondlandung
M. bezeichnet im Rahmen der Raumfahrt eine kontrollierte, weiche Landung eines von Menschen hergestellten Flugkörpers (Lander) auf dem Erdtrabanten Mond. Die ersten Menschen landeten am 20. 7. 1969 auf dem Mond.
Mondphase
Als Mondphasen (früher auch "Wadel" genannt) bezeichnet man die wechselnden Lichtgestalten des Mondes durch die perspektiv. Lageänderung seiner Tag-Nacht-Grenze relativ zur Erde während seines Erdumlaufes.
Mondrian, Piet
Piet Mondrian (eigentl. ''Pieter Cornelis Mondriaan''; * 7. März 1872 in Amersfoort, Niederlande; † 1. Februar 1944 in New York City, USA) war ein niederländ. Maler der Klassischen Moderne. Mondrian gehört zu den Begründern der abstrakten Malerei, er ist Hauptmeister der niederländ. Konstruktivisten u. begann als Künstler unter dem Einfluss von Vincent van Gogh u. den Fauves (Gruppe von Malern, die eine künstl. Revolution anstrebten).
Monet, Claude
Claude Monet (* 14. November 1840 in Paris; † 5. Dezember 1926 in Giverny, auch ''Oscar-Claude Monet'' oder ''Claude Oscar Monet'') war ein französ. Maler, dessen mittlere Schaffensperiode der Stilrichtung des Impressionismus zugeordnet wird. Er entwickelte das Konzept der Serie, nach dem er ein Motiv in verschiedenen Lichtstimmungen malte.
Monetarismus
Der Begriff M. steht für eine Position in der Wirtschaftstheorie sowie in der Wirtschaftspolitik, nach der die Regulierung der Geldmenge die wichtigste Stellgröße zur Steuerung des Wirtschaftsablaufes darstellt. Eine zu starke Ausdehnung der Geldmenge führt demnach zu Inflation, eine zu starke Bremsung des Geldmengenwachstums zu Deflation.
Mongolei
Die M. (mongolisch Монгол Улс/''Mongol Uls''), zwischen Zentral- u. Ostasien gelegen, ist ein dünn besiedelter Binnenstaat. Sie grenzt im N an Russland mit 3.485 km Grenzlänge u. im S an die Volksrepublik China mit 4.677 km Grenzlänge.
In älteren Atlanten findet sich noch der Name Äußere Mongolei (im Unterschied zur Inneren Mongolei, die als Autonomes Gebiet zur Volksrepublik China gehört). Bis zur Ver- fassungsänderung im Juli 1992 trug die Mongolei den Namen Mongolische Volksrepublik.
Mongolen
Die M. sind eine Völkergruppe Innerasiens. 4,8 Mio. von den 7,5 Mio. M. leben in China, 2,2 Mio. in der Mongolei u. 500.00 in Russland. Die M. werden ethnisch gegliedert in Ost- u. Westmongolen.
Monismus
Der M. ist die philosophische oder metaphys. Position, wonach sich alle Vorgänge u. Phänomene der Welt auf ein einziges Grundprinzip zurückführen lassen.
Monistische Lehren sind mehrfach aus der Geschichte der Menschheit bekannt, der Begriff „Monismus” wurde allerdings erst am Ende des 19. Jh. als griechisch-latein. Kunstwort (aus gr. ''monos'', dt. „einzig”, „allein”, u. -ismus) geprägt.
Monitoring
M. ist ein Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systemat. Erfassung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses mittels techn. Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme.
Monk (Fernsehserie)
M. ist eine erfolgreiche US-amerikan. Krimiserie. Hauptperson ist der neurot. Privatdetektiv ''Adrian Monk'', der in San Francisco lebt. 2005 wurde die Serie in Deutschland auf RTL ausgestrahlt.
Monkey Island
M. I. [&beton;m&alamb;ŋki &beton;ail&eunbet;nd] ist eine vierteilige Grafik-Adventurereihe nach einer Idee von Ron Gilbert. Der erste Teil wurde 1990 von Lucasfilm Games veröffentlicht. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Piratenanwärters Guybrush Threepwood u. besteht Abenteuer in der Karibik zur Blütezeit der Piraterie.
Monogamie
Der Begriff M. entstammt der Biologie u. bezeichnet im Ursprung die lebenslange exklusive Fortpflanzungsgemeinschaft zwischen zwei Individuen einer Art. Die M. steht somit im Gegensatz zu polygamen Verhaltensmustern wie Polyandrie, Polygynie u. Promiskuität, kann aber nicht als deren genaues Gegenteil aufgefasst werden. So kann zum Beispiel bei der Polyandrie oder der Polygynie der eine Partner wechselnde Sexualpartner haben, während der andere Partner sich diesem gegenüber monogam verhält.
Monografie
Als M. (auch Monographie; altgr. μονογρα&phis;&iacgr;α, „Einzelschrift”; auch Fachbuch) bezeichnet man eine umfassende, in sich vollständige Abhandlung über einen einzelnen Gegenstand, also ein einzelnes Werk, ein spezielles Problem oder eine einzelne Persönlichkeit. Eine M. stammt im Regelfall von einem einzigen Autor, doch gibt es durchaus auch Gemeinschaftsarbeiten.
Monoklonaler Antikörper
Monoklonale Antikörper sind Antikörper, also immunologisch aktive Proteine, die von einer auf einen einzigen B-Lymphozyten zurückgehenden Zelllinie (Zellklon) produziert werden u. die sich gegen ein einzelnes Epitop richten. Eine physiologisch vorkommende Immunantwort gegen ein in den Körper eingedrungenes Antigen ist dagegen stets polyklonal u. richtet sich z. B. gegen viele verschiedene Teile auf einem Bakterium.
Monokultur
M. (von griech.: ''monos'' „allein, nur” u. lat.: ''cultura'' „Landwirtschaft”) ist eine Form der Bodenbewirtschaftung. Dabei wird auf einer land- oder forstwirtschaftlich genutzten Fläche nur eine bestimmte Art von Nutzpflanzen meist mehrfach aufeinanderfolgend angebaut.
Monolith
Der M. (griechisch ''μον&oacgr;λιθος'', ''monólithos'', „der Einstein”, „einheitlicher Stein”, aus ''μονο-'', ''mono-'', „einzel-” u. ''λ&iacgr;θος'', ''líthos'', „der Stein”) bedeutet soviel wie „Stein aus einem Guss”. Allg. bezeichnet man Objekte, die aus einem Stück bestehen, als ''monolithisch''.
Monomer
Monomere (griech. mono "ein, einzel", meros "Teil") sind niedermolekulare, reaktionsfähige Moleküle, die sich zu molekularen Ketten oder Netzen, zu unverzweigten oder verzweigten Polymeren, zusammenschließen können.
Mononatriumglutamat
M. (auch: ''Natriumglutamat'', ''Natrium-L-glutamat-Monohydrat'', Lebensmittelzusatzstoff E 621, ''MSG'' – ''MonoSodium Glutamate'') ist das Natriumsalz der Glutaminsäure (E 620), einer Aminosäure. M. dient als Geschmacksverstärker u. wird oft bei der Herstellung von Fertigprodukten eingesetzt.
Monopol
Ein M. (altgriechisch von μ&oacgr;νος (''monos'') = „allein” u. πωλε&iacgr;ν (''pōlein'') = „verkaufen”) nennt man eine Marktsituation (Marktform), in der für ein ökonom. Gut entweder nur ''ein'' Anbieter oder nur ''ein'' Nachfrager existiert.
Monopoly
M. (englisch für ''Monopol'') ist ein bekanntes Brettspiel. Ziel des Spiels ist es, ein Grundstücksmonopol aufzubauen u. alle Mitspieler in die Insolvenz zu treiben. Es ist weltweit eines der erfolgreichsten Brettspiele u. wird in 26 Sprachen u. über 80 Ländern verkauft.
Monotheismus
Der Begriff M. (von griechisch μ&oacgr;νος monos = ''einzig'' u. θε&oacgr;ς theos = ''Gott'') bezeichnet Religionen bzw. philosoph. Lehren, die ''einen'' allumfassenden Gott kennen u. anerkennen. Der Begriff „Monotheismus” ist erstmals im 17. Jh. bei dem engl. Theologen u. Philosophen Henry More nachgewiesen. Die bekanntesten dem M. zugeordneten Religionen sind Passismus, Judentum, Christentum u. Islam. Der Gegensatz ist Polytheismus.
Monotonie (Mathematik)
In der Mathematik heißt eine Funktion oder Folge, die nur größer wird oder konstant ist (u. niemals fällt), monoton steigend (oder ''monoton wachsend'' bzw. ''isoton'').
Entsprechend heißt eine Funktion oder Folge monoton fallend (''antiton''), wenn sie nur kleiner wird oder konstant bleibt. Ändern sich die Werte der Funktion oder die Glieder der Folge nicht, heißt sie konstant.
Monroe, Marilyn
Marilyn Monroe [&beton;mærilin m&eunbet;n&beton;rou] (* 1. Juni 1926 in Los Angeles; † 5. August 1962 in Los Angeles durch Selbstmord; eigentl. ''Norma Jeane Mortenson'') war eine US-amerikan. Schauspielerin, Sängerin u. ein internationales Fotomodell. Sie wird zu den archetyp. Sexsymbolen u. Filmikonen des 20. Jh. gezählt. Filme wie „Manche mögen's heiß” u. „Blondinen bevorzugt” machten sie weltbekannt.
Monroe-Doktrin
Als M. (engl. ''Monroe doctrine'') wird derjenige Teil der Rede zur Lage der Nation bezeichnet, die der damalige US-Präsident James Monroe (1817–1825) am 2. Dezember 1823 vor dem US-amerikan. Kongress hielt, in der er die Grundzüge einer langfristigen Außenpolitik der Vereinigten Staaten entwarf u. die angloamerikan. Variante des Panamerikanismus entscheidend prägte. In der Tradition Jeffersons stellte er dabei eine irreversible Unabhängigkeit der amerikan. Staaten von den europ. Mächten fest, d. h. von der Alten Welt, formulierte die Existenz zweier polit. Sphären (''two spheres''), betonte das Prinzip der Nichteinmischung (''non-intervention'') der Vereinigten Staaten in europ. Konflikte, forderte ein Ende aller Kolonialisierungsbestrebungen in der westl. Hemisphäre (''non-colonization'') u. kündigte ein Eingreifen der USA für den Fall an, dass die europ. Kolonialmächte diese polit. Grundsätze ignorieren sollten.
Monrose
M. ist eine dreiköpfige dt. Girlgroup. Sie wurde Ende 2006 im Rahmen der fünften Staffel der Castingshow ''Popstars'', die zwischen August u. November 2006 im Abendprogramm des dt. Fernsehsenders ProSieben ausgestrahlt wurde, zusammengestellt.
Monsanto
M. ist ein börsennotierter Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Er stellt unter anderem Süßstoffe, Pflanzenschutzmittel u. genverändertes Saatgut her. Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2005 bei einem Umsatz von 6,3 Milliarden US-Dollar einen Nettogewinn von 255 Millionen US-Dollar. M. ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
M. I. u. d. B. d. K. (''Originaltitel: Monsieur Ibrahim et les fleurs du coran'') ist ein Roman des französ. Schriftstellers Éric-Emmanuel Schmitt, der 2001 veröffentlicht wurde. Da diese Geschichte viele Parallelen zum Buch „La vie devant soi” (''deutsch: Du hast das Leben noch vor dir'') von Romain Gary (alias Émile Ajar) aufweist, wurden gegen Schmitt Plagiatsvorwürfe erhoben.
Monster
M. (lat. ''monstrum'', „Mahnzeichen” wie lat. ''monstrare'', „zeigen” von lat. ''monere'', „mahnen, warnen”) ist ein Ausdruck für Dinge, die sich durch Größe, Stärke oder auch Hässlichkeit hervorheben.
Monsterwelle
Eine M. (auch Riesenwelle oder Kaventsmann) ist eine außergewöhnlich hohe, meist einzelne ozean. Wasserwelle. Mit Höhen von 30 Metern übertreffen Monsterwellen gewöhnliche hohe Wellen um das Doppelte. Durch diese enorme Höhe u. ihr plötzl. Auftreten stellen Monsterwellen selbst für große Schiffe eine Gefahr dar.
Lange Zeit galten Monsterwellen als Seemannsgarn, bis Satellitenaufnahmen u. andere Messungen ihre Existenz bewiesen. Erst seit 1995 werden sie intensiv erforscht.
Monster’s Ball
M. B. ist ein Independentfilm des Regisseurs Marc Forster aus dem Jahr 2001. Für das Filmdrama wurde Halle Berry im Jahr 2002 als erste afro-amerikan. Schauspielerin mit dem Oscar als ''Beste Hauptdarstellerin'' ausgezeichnet.
Monsun
Der M. ist eine großräumige Luftzirkulation „Passate” der unteren Troposphäre im Gebiet der Tropen u. Subtropen, die infolge einer unterschiedlich starken Erwärmung von Landmasse u. Ozean entsteht. Das Hauptmerkmal eines Monsuns sind dessen sehr richtungsstabile Monsunwinde in Verbindung mit einer zweimaligen Umkehr der häufigsten Windrichtung im Verlauf eines Jahres. Der M. ist insbesondere ein Phänomen in S- u. O-Asien.
Mont, Sky du
Sky du Mont (* 20. Mai 1947 als ''Caetano Bremme Gaspar Neven DuMont'' in Buenos Aires, Argentinien) ist ein dt. Schauspieler u. Autor. Für die Rolle in der Komödie „Der Schuh des Manitu” wurde er 2001 mit dem ''Deutschen Comedypreis'' ausgezeichnet.
Montag
Der M. ist der erste Wochentag im dt. Kalender (gemäß DIN 1355 seit 1976; vorher: Sonntag), nach christlich/jüdischer Zählung der zweite.
Montana
M. [man&beton;tæn&eunbet;] ist ein Bundesstaat im NW der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Name M. leitet sich wahrscheinlich ab von dem spanischen Wort ''montaña'', vielleicht aber auch von dem lateinischen ''montanus'' (beides zu dt.: „Berg-”, „bergig”, „gebirgig”). Mit 380.838 km² ist M. der viertgrößte Bundesstaat der USA u. geringfügig größer als Deutschland, aber mit etwa 944.632 Ew. (''2006'') viel dünner besiedelt. M. zählt zu den so genannten ''Mountain States'', die von den Rocky Mountains durchzogen werden. Die Hptst. von M. ist Helena.
Montana, Joe
Joseph Clifford „Joe” Montana Jr. (* 11. Juni 1956 in New Eagle, Pennsylvania) ist ein ehem. US-amerikan. American Football Spieler. Als herausragender Quarterback in den 1980er u. frühen 1990er Jahren gilt er als einer der besten Spieler der Geschichte der National Football League (NFL).
Montblanc
Der M. [mõ&beton;blã] (franz. Mont Blanc), auf italien. Seite als Monte Bianco [monte&beton;biaŋko] bezeichnet (beides „''weißer Berg''”), ist mit 4.810 m Höhe der höchste Berg der Alpen. Die Frage, ob er auch höchster Berg Europas ist, hängt davon ab, ob der Elbrus (5.642 m) zu Europa oder Asien gezählt wird. Das gesamte Montblanc-Massiv gehört zu den Savoyer Alpen. Vom Gipfel bis zu einer Höhe von 2.440 m herab sind seine Hänge mit einer Eiskappe bedeckt, die bis zu 28 m dick ist.
Monte Carlo
M. C. ist ein Stadtteil von Monaco, der für sein Casino u. seine Prominenz bekannt ist. Es wird manchmal fälschlicherweise als Hptst. von Monaco ausgegeben. Monaco hat als Stadtstaat jedoch keine Hptst. Als Verwaltungszentrum kann man den Stadtteil Monaco-Ville ansehen, in dem zahlreiche Behörden, das Schloss u. die Kathedrale liegen.
Monte-Carlo-Simulation
M. oder Monte-Carlo-Studie, auch: MC-Simulation, ist ein Verfahren aus der Stochastik, bei dem sehr häufig durchgeführte Zufallsexperimente die Basis darstellen. Es wird aufgrund der Ergebnisse versucht, mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitstheorie analytisch nicht oder nur aufwändig lösbare Probleme im mathemat. Kontext numerisch zu lösen.
Montenegro
M. (montenegrinisch/serb. ''Crna Gora'', serb.-kyrillisch ''Црна Гора'', alban. ''Mali i Zi'') ist ein seit dem 3. Juni 2006 unabhängiger Staat in Südosteuropa, der an Kroatien, Bosnien u. Herzegowina, Serbien u. den Kosovo sowie Albanien grenzt. Im SW des Landes bildet das Adriatische Meer eine natürl. Grenze.
Der Balkanstaat ist mit etwa 622.000 Ew. (Volkszählung 2003: 620.145) u. einer Fläche von 13.812 km² einer der kleineren Staaten Europas. Das Gebirgsland ist dünn besiedelt. Die Hptst. ist Podgorica.
M. ist Mitglied der Vereinten Nationen, der OSZE u. des Europarates. Zudem wird der Beitritt zur Europäischen Union u. zur NATO angestrebt.
Montesquieu, Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de
Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu (* vor dem 18. Januar 1689 auf Schloss La Brède bei Bordeaux; † 11. Februar 1755 in Paris) war ein französ. Schriftsteller u. Staatstheoretiker.
Obwohl er durchaus auch ein erfolgreicher belletrist. Autor war, ist Montesquieu vor allem als geschichtsphilosophischer u. staatstheoret. Denker u. Autor in die Geschichte eingegangen, z. B. „Vom Geist der Gesetze”.
Montessori, Maria
Maria Montessori (* 31. August 1870 in Chiaravalle bei Ancona; † 6. Mai 1952 in Noordwijk aan Zee) war eine italien. Ärztin, Reformpädagogin, Philosophin u. Philanthropin. Sie entwickelte die Montessoripädagogik.
Montessoripädagogik
Die M. ist eine von Maria Montessori im Jahre 1906 eingeführte Bildungs-Methodik u. Bildungsphilosophie für Kindergärten u. Schulen. Die M. beruht auf offenem Unterricht im Gegensatz zur ''geschlossenen'' Methode, wie z. B. Frontalunterricht. Diese Pädagogik kann als experimentell – im Gegensatz zur ideolog. Pädagogik – bezeichnet werden, in dem Sinn, dass die Beobachtung des Kindes den Lehrenden dazu führt, die passenden didakt. Techniken anzuwenden, um den Lernprozess maximal zu fördern. Der Kern der M. wird meistens mit dem Motto „Hilf mir, es selbst zu tun” zusammengefasst.
Monteverdi, Claudio
Claudio Zuan (= Giovanni) Antonio Monteverdi (''auch:'' Monteverde, getauft 15. Mai 1567 in Cremona; † 29. November 1643 in Venedig) war ein italien. Komponist, Violaspieler u. Sänger. Sein Werk markiert die Wende von der Musik der Renaissance zum Barock.
Montevideo
M. ist die Hptst. Uruguays. Sie liegt am Mündungstrichter des Río de la Plata. Sie zählt rd. 1,5 Mio. Ew. u. ist das wirtschaftliche, administrative u. kulturelle Zentrum des Landes.
Montmartre
M. ist die Bezeichnung des im Norden von Paris gelegenen Hügels ''Butte Montmartre'' u. des dort angesiedelten früheren Dorfes M. Es ist darüber hinaus der Name des Pariser Stadtbezirkes, der durch die Eingemeindung der ehemaligen Dörfer M., La Chapelle u. Clignancourt am 1. Januar 1860 entstand u. die offizielle Bezeichnung 18. Arrondissement trägt.
Die ''Butte'' (frz. Hügel) ist die höchste natürl. Erhebung der Stadt. Ihren 130 m gelegenen Gipfel krönt die von weitem sichtbare Basilika Sacré-Cœur.
Das Dorf M. war im 19. Jahrhundert eine künstlerische u. literarische Hochburg u. beliebtes Ausflugsziel. Heute ziehen die Künstler, die auf der Place du Tertre ihre Arbeiten ausstellen u. Porträts, Karikaturen u. Scherenschnitte anfertigen, vornehmlich Touristen an.
Montpellier
M. [m&oo;p&eunbet;&beton;lje, m&oo;p&aeo;&beton;lje] (Okzitanisch ''Montpelhièr'') ist eine der größten Städte an der französ. Mittelmeerküste, gelegen in der Région Languedoc-Roussillon. Sie ist die Hptst. sowie Sitz der Préfecture des Dép. Hérault. Die Einwohnerzahl lag 2004 bei 244.500 (1999: 225.392), zusammen mit den Vororten lag die Einwohnerzahl 1999 bei 459.916.
Montreal
M. (deutsch [m&oo;ntre&beton;a:l] u. englisch [m&alamb;ntri&beton;&oo;&dehn;l] bzw. kanadisch-englisch [m&alamb;ntri&dehn;&beton;a&dehn;l]) bzw. Montréal (französisch [mõre&beton;al]) ist die zweitgrößte Stadt Kanadas u. die größte Stadt der Provinz Québec. Zum Zeitpunkt der kanad. Volkszählung im Jahr 2001 lebten 1.588.590 Menschen auf dem derzeitigen Stadtgebiet. Im Großraum M. leben etwa 3,7 Millionen Menschen (2006). M. liegt im O Kanadas am Sankt-Lorenz-Strom.
Die Stadt ist zusammen mit Toronto das Handels-, Industrie- u. Wirtschaftszentrum des östl. Kanada.
M. ist Sitz der ICAO.
Mont-Saint-Michel
Bild: MSM_sunset_02.JPG
Die Insel Mont Saint-Michel
Der M. ist eine felsige Insel im Ärmelkanal an der Mündung des Couesnon etwa 1 km vor der Küste der Normandie, nahe Avranches u. der Grenze zur Bretagne.
Die Insel ist berühmt für das auf ihr erbaute Benediktinerkloster, das die nur ca. 55.000 m² (Umfang ca. 830 m) große Insel dominiert. Es ist eines der besten Beispiele für französische mittelalterl. Architektur u. für eine befestigte Abtei. M. ist auch eine Stadt (Dép. Manche, Region Basse-Normandie), die schon 708 gegr. wurde, im MA von Pilgern u. heute vom Tourismus lebt.
Montserrat
M. ist eine Insel in der Karibik. Sie ist ein Überseegebiet des Vereinigten Königreichs. Die Insel liegt südwestlich von Antigua u. nordwestlich von Guadeloupe. M. hat rd. 6500 Ew. (Januar 2008).
Monty Python
M. P. [m&oo;nti &beton;paiθ&eunbet;n] war eine brit. Komikergruppe, bestehend aus Graham ''Chapman'' (* 1941, † 1989), John ''Cleese'' (* 1939), Terry ''Gilliam'' (* 1940), Eric ''Idle'' (* 1943), Terry ''Jones'' (* 1942) u. Michael ''Palin'' (* 1943). Sie wurde bekannt durch die TV-Serie „Monty Python's Flying Circus” u. Filme wie „Die Ritter der Kokosnuss”, „Das Leben des Brian”.
Monument Valley
Das M. V. ist ein Tal an der südl. Grenze des US-Bundesstaates Utah zu Arizona. Es liegt innerhalb der Navajo-Nation-Reservation in der Nähe der Ortschaft Mexican Hat in Utah, wird von den Diné (Navajo) verwaltet u. ist daher kein Nationalpark. Das M. V. trägt in der Sprache der Navajo den Namen ''Tse bil ndisgali''. Es ist bekannt für seine Tafelberge u. diente bereits vielfach als Kulisse für Dreharbeiten.
Moodle
M. ist eine Lernplattform auf Open-Source-Basis. Die Software bietet die Möglichkeiten zur Unterstützung kooperativer Lehr- u. Lernmethoden.
Moonraker – Streng geheim
M. – S. g. ist der elfte Film in der ''James-Bond''-Reihe, der bereits vierte mit Roger Moore von 1979. In einem gewollt maßlos übertriebenen Spektakel für 25 Millionen Dollar Produktionskosten rettet 007 wieder einmal in letzter Sekunde die Welt vor der Vernichtung.
Moor
Moore sind nasse Lebensräume. Der ständige Wasserüberschuss aus Niederschlägen oder Mineralbodenwasser bedeutet einen Sauerstoffmangel u. führt zu einem unvollständigen Abbau der pflanzl. Reste, die als Torf abgelagert werden. Durch die Anhäufung von Torf wächst die Oberfläche von lebenden Mooren in die Höhe. Im Gegensatz zu Mooren herrscht in Sümpfen keine permanente Wassersättigung. Gelegentliches Austrocknen führt zu einem vollständigen Abbau der organ. Substanz zu Humus. Moore werden in der Bodenkunde als Moorböden bzw. organ. Böden erfasst. Eine grobe Untergliederung teilt die Moore nach ihrer Topographie in Hochmoore u. Niedermoore.
Moore, Demi
Demi Moore (* 11. November 1962 in Roswell, New Mexico; gebürtig ''Demetria Gene Guynes'', verheiratet mit ''Ashton Kutcher'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Großen Erfolg hatte sie mit ihrer Rolle im Film „Ghost” (1990).
Moore, Julianne
Julianne Moore (* 3. Dezember 1960 in Fayetteville, North Carolina, USA als ''Julie Anne Smith'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Für ihre Darstellungen wurde sie bisher viermal mit einer Oscar-Nominierung gewürdigt. Ihren Durchbruch hatte sie mit dem Film „Boogie Nights” (1997).
Moore, Mandy
Mandy Moore (* 10. April 1984 in Nashua, New Hampshire als ''Amanda Leigh Moore'') ist eine US-amerikan. Pop-Sängerin u. Schauspielerin. Sie wuchs in Orlando (Florida) auf. U. a. hatte sie einen Gastauftritt in der Fernseharztserie „The Scrubs”.
Moore, Michael
Michael Francis Moore (* 23. April 1954 in Davison, einem Vorort von Flint, Michigan, USA) ist ein US-amerikan. Filmregisseur u. Autor. Populär wurde er durch seine Filme ''Roger & Me'', ''Bowling for Columbine'' u. ''Fahrenheit 9/11'' sowie seine kurzzeitig im amerikanischen u. brit. Fernsehen ausgestrahlte Satireshow ''TV Nation''. Sein Buch ''Stupid White Men'' erlangte internationalen Bestseller-Status. Moore wird der polit. Linken zugeordnet u. ist für seine Kritik an der seit 2000 amtierenden Bush-Regierung bekannt.
Moore wird vorgeworfen, stellenweise auf Verkürzungen u. Unwahrheiten zurückgegriffen zu haben. Seine Produktionen suggerierten ein dokumentar. Format, dem sie nicht gerecht würden.
Moore, Robert William Gary
Robert William Gary Moore (* 4. April 1952 in Belfast, Nordirland) ist ein Hardrock- u. Blues-Gitarrist. Er spielte bei ''Skid Row'' (1969–1972), Thin Lizzy, Colosseum II, ''G-Force'', Cozy Powell, Greg Lake, BBM – mit Jack Bruce u. Ginger Baker von Cream – sowie ''Scars''. Gary Moore war seit 1981 überwiegend als Solomusiker erfolgreich.
Moore, Roger
Sir Roger George Moore, KBE (Ordensträger des ''Order of the British Empire''), (* 14. Oktober 1927 in London, Großbritannien) ist ein brit. Schauspieler. Moore spielte in den 1970er- u. 1980er-Jahren in sieben Filmen den brit. Geheimagenten James Bond.
Moore'sches Gesetz
Das Moore'sche Gesetz (engl. ''Moore's Law;'' „Gesetz” im Sinne von „Gesetzmäßigkeit”) von 1965 sagt aus, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Unter Komplexität verstand Gordon Moore die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip. Ursprünglich sprach Moore von einer jährl. Verdoppelung, 1975 korrigierte er seine Angabe auf eine Verdoppelung alle zwei Jahre (siehe auch Wirth'sches Gesetz). Nach der heute vorherrschenden, abgewandelten Auslegung sagt das Moore'sche Gesetz aus, dass sich die Anzahl an Transistoren auf einem handelsübl. Prozessor alle achtzehn Monate verdoppelt.
Moose
M. sind grüne Landpflanzen, die in der Regel kein Stütz- u. Leitgewebe ausbilden. Nach heutiger Auffassung haben sie sich vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahren aus Grünalgen der Gezeitenzone entwickelt. Kennzeichen der M. sind die Photosynthesepigmente Chlorophyll a u. b, Stärke als Speichersubstanz u. Zellwände aus Zellulose, aber ohne Lignin. Es gibt rd. 16.000 Arten. Die Wissenschaft von den Moosen heißt Bryologie.
Mops (Hund)
Der Mops ist eine von der FCI (Nr. 253, Gr. 9, Sek. 11) anerkannte französ. Hunderasse. Der M. wiegt zw. 6,3 u. 8,1 kg, ist bis zu 31 cm groß u. kann 13–15 Jahre alt werden.
Moral
Der Ausdruck M. geht über das französische ''moral'' auf das lateinische ''moralis'' (die Sitte betr.; lat: ''mos'' Sitte) zurück, das im von Cicero neugeprägten Ausdruck ''philosophia moralis'' als Übersetzung von ''êthikê'' (Ethik) verwendet wird.
Der Ausdruck M. bezeichnet dabei das, was als richtiges Handeln angesehen wird, sei es von einem Individuum, einer Gruppe oder einer ganzen Kultur. Der Ausdruck kann deskriptiv u. normativ verwendet werden.
Moral Hazard
M. H. (engl., wörtlich „sittliche Gefährdung”, auch als ''Subjektives Risiko'', ''moralische Versuchung'' oder ''moralisches Risiko'' bezeichnet) beschreibt die Gefahr einer Verhaltensänderung nach dem scheinbaren Wegfall eines Risikos. Ursprünglich ein Begriff aus der Versicherungswissenschaft, wird er heute oft auch ökonomisch verwendet.
M. H. droht, wenn es einen Widerspruch gibt zwischen dem, was für die Allgemeinheit (für das Kollektiv) u. dem, was für das Individuum vernünftig ist, wenn etwa eine kollektive Instanz, z. B. eine Versicherung, eine Kollektivrationalität durchsetzen will, dies aber von den Individuen zugunsten ihrer eigenen Interessen ausgenutzt u. damit womöglich unterlaufen wird.
Moräne
Bild: glacier.zermatt.arp.750pix.jpg
Moräne: Seitenmoräne eines Gletschers bei Zermatt, Schweiz
Moränen (v. frz.: ''moraine'' „Geröll”) sind die Gesamtheit des vom Gletscher transportierten Materials, im Speziellen die Schuttablagerungen, die von Gletschern bei ihrer Bewegung mitbewegt oder aufgehäuft werden, sowie die im Gelände erkennbaren Formationen.
Moratorium
M. (lat. ''mora'', der „Verzug”) bezeichnet eine dem Schuldner eingeräumte Zahlungsfrist durch den Gläubiger.
Morbidität
M. (von lat. ''morbidus'' – krank) ist eine statistische Größe in der Medizin. Unter ihr versteht man die Krankheits-Wahrscheinlichkeit eines Individuums bezogen auf eine bestimmte Population, also wie wahrscheinlich es ist, dass ein Individuum einer Population eine bestimmte Krankheit oder Störung entwickelt.
Morbus
M. ist das latein. Wort für Krankheit. In der Sprache der Medizin gibt M. in Verbindung mit dem Namen des Erstbeschreibers einer Erkrankung einen Namen, wobei oft verschiedene Namen für die gleiche Erkrankung üblich sind.
Morbus Addison
→ Nebennierenrindeninsuffizienz.
Morbus Basedow
→ Basedow-Krankheit.
Morbus Crohn
Der M. C. gehört zur Gruppe der chronisch-entzündl. Darmerkrankungen. Es handelt sich um eine chronisch-granulomatöse Entzündung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann.
Die Erkrankung ist benannt nach dem amerikan. Magen- u. Darmspezialisten Burrill Bernard Crohn (1884-1983), der das Krankheitsbild 1932 erstmals beschrieb.
Morbus Hodgkin
Der M. H. (syn.: Hodgkin-Lymphom oder Lymphogranulomatose, engl. Hodgkin's disease, abgekürzt HD) ist ein bösartiger Tumor des Lymphsystems. Die Erkrankung macht sich durch schmerzlose Schwellungen von Lymphknoten bemerkbar, begleitend können Nachtschweiß, Fieber u. Gewichtsabnahme (B-Symptomatik) auftreten. Die Behandlung erfolgt mit standardisierten Therapieschemata durch eine Kombination aus Chemotherapie u. Bestrahlung. Die Heilungsaussichten sind vor allem bei Kindern gut bis sehr gut. Die Krankheit wurde nach dem engl. Arzt Thomas Hodgkin benannt, der sie 1832 zum ersten Mal beschrieb.
Morbus Menière
Bei der Menière-Krankheit (M. M.) handelt es sich um eine Erkrankung des Innenohres, die gekennzeichnet ist durch Anfälle von Drehschwindel, einseitigem Hörverlust u. Ohrensausen (Tinnitus). Treten diese drei Symptome gemeinsam auf, spricht man von der Menière'schen Trias. Die Ursache des M. M. ist nicht bekannt.
Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 40. u. 60. Lebensjahr auf u. betrifft Männer häufiger als Frauen.
Der Name geht auf den französ. Arzt Prosper Menière (Paris, 1799–1862) zurück.
Morbus Meulengracht
M. M., Meulengracht-Krankheit, Gilbert-(Meulengracht-)Syndrom oder auch Icterus intermittens juvenilis besteht, wenn die Bilirubinwerte durch eine autosomal-dominant vererbbare Störung des Bilirubintransports u. -abbaus in den Zellen erhöht sind. Krankheitsursache ist eine angeborene Stoffwechselstörung der Leber. Die Krankheit ist benannt nach dem Dänen Einar Meulengracht, welcher maßgeblich an der Erforschung dieser Krankheit beteiligt war.
Morbus Osgood-Schlatter
M. O. (engl.: ''Osgood Schlatter disease'', ''rugby knee'') ist eine schmerzhafte Reizung der Insertion der Patellasehne (Kniescheibensehne) am vorderen Schienbein. Dabei können sich Knochenstücke aus dem Schienbein lösen u. absterben (Nekrose). Die Erkrankung wird deshalb zu den aseptischen (d.h. nicht infektionsbedingten) Osteonekrosen gerechnet. Man nimmt an, dass Überlastung oder trainingsbedingte Mikroverletzungen die Ursache sind. Männliche Jugendliche u. Sportler sind häufig betroffen (Männer zehnmal häufiger als Frauen).
Morcheeba
M. ist eine engl. Trip-Hop-Band. Sie wurde 1995 in London gegr. u. bestand bis 2004 aus dem DJ Paul Godfrey, seinem Bruder Ross Godfrey (Gitarre, Keyboards), der Sängerin Skye Edwards, deren Stimme den Sound der Gruppe maßgeblich prägte, sowie verschiedenen Gastmusikern.
Mord
M. ist die in allen Rechtsordnungen als am gravierendsten angesehene Straftat gegen das Leben. M. wird als „auf sittlich niedrigster Stufe stehend, geradezu verächtlich” (BGH-Definition) angesehen u. in der BR Deutschland in der Regel mit lebenslängl. Freiheitsstrafe bestraft. Die Umstände eines Mordes können in jeder Rechtsordnung unterschiedlich umschrieben sein. Häufige Kennzeichen eines Mordes sind ein bes. Motiv, so wie im dt. Strafrecht in § 211 StGB mit z. B. „zur Befriedigung des Geschlechtstriebes”, oder eine bes. Art der Begehensweise, wie z. B. „heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln”. Neben der Tötung selbst ist für die Einordnung einer Tat als M. also noch mindestens ein weiterer Umstand notwendig. Durch das Vorliegen mindestens eines der in § 211 StGB enumerativ (= abschließend) aufgezählten Tatbestandsmerkmale wird eine Tötung zum M.
Moreau, Jeanne
Jeanne Moreau (* 23. Januar 1928 in Paris) ist eine französ. Schauspielerin, Filmregisseurin u. Sängerin, die in über 120 Filmproduktionen mitwirkte. Sie zählte in den 1950er u. 1960er Jahren zu den populärsten Filmstars u. gilt als eine der führenden Charakterdarstellerinnen Frankreichs. Ihre wohl berühmteste Rolle spielte Moreau in der melanchol. Dreiecksgeschichte „Jules u. Jim” (1961).
Moretti, Tobias
Tobias Moretti (* 11. Juli 1959 in Gries am Brenner) ist ein österr. Theater - u. Filmschauspieler. Bekannt wurde er mit der TV-Krimiserie „Kommissar Rex”.
Morgan, Harry S.
Harry S. Morgan (* 29. August 1945 in Essen; eigentl. ''Michael Schey'') ist ein dt. Regisseur, Produzent unter anderem von Pornofilmen u. Journalist.
Morgan, Jeffrey Dean
Jeffrey Dean Morgan (* 22. April 1966 in Seattle, Washington) ist US-amerikan. Schauspieler. Er ist bekannt aus Serien wie „Grey's Anatomy”, „Supernatural” u. „Weeds”.
Morganatische Ehe
Als M. E. (lat. ''matrimonium morganaticum'', abgeleitet von dem altgot. Wort ''morgjan'', „abkürzen” oder „beschränken”, nach anderer Interpretation mit dem Begriff Morgengabe zusammenhängend) oder Ehe zur linken Hand bezeichnet man eine im europ. Adel nicht selten vorkommende Form der Ehe, bei der einer der beiden Ehepartner (meistens die Frau) von niedrigerem Stand war als der andere (Nichtebenbürtigkeit).
Morgane, Clara
Clara Morgane (* 25. Januar 1981 in Marseille als ''Emmanuelle Aurélie Munos'') ist eine französ. Sängerin u. ehem. Pornodarstellerin. Für Viele gilt sie als eine gesellschaftlich akzeptierte Repräsentantin von Pornografie.
Morgendliche Erektion
Eine M. E. – umgangssprachlich auch ''Morgenlatte'' – ist eine Erektion des Penis, die beim morgendl. Erwachen festgestellt wird. Manche Männer haben fast jeden Morgen eine Erektion, andere selten oder nie. Beides ist völlig normal. Bei Abwesenheit sexueller Reize vergeht die Erektion innerhalb weniger Minuten nach dem Aufwachen.
Morgenstern, Christian
Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München; † 31. März 1914 in Meran, Villa Helioburg, Untermais) war ein dt. Dichter, Schriftsteller u. Übersetzer. Besondere Bekanntheit erreichte seine komische Lyrik, die jedoch nur einen Teil seines Werkes ausmacht.
Morgenstern, Thomas
Thomas Morgenstern (* 30. Oktober 1986 in Spittal an der Drau) ist ein österr. Skispringer, Mitglied der Nationalmannschaft des ÖSV, Doppel-Olympiasieger (Großschanze u. Teamwettbewerb) bei den Olympischen Winterspielen von Turin 2006 u. Gesamtweltcupsieger der Saison 2007/2008.
Morgenthau-Plan
Der M. war ein vom damaligen US-Finanzminister Henry Morgenthau (1891–1967) entwickelter Plan, wie mit dem besiegten Deutschen Reich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verfahren werden sollte. Der Plan, den Morgenthau am 2. September 1944 niederlegte, sah eine Teilung Deutschlands in einen ''Norddeutschen Staat'', einen '' Süddeutschen Staat'' u. eine ''Internationale Zone'' sowie eine komplette De-Industrialisierung u. die Umwandlung in ein Agrarland vor, wozu 20 Jahre angesetzt waren.
Mörike, Eduard
Eduard Friedrich Mörike (* 8. September 1804 in Ludwigsburg; † 4. Juni 1875 in Stuttgart) war ein dt. Lyriker der Schwäbischen Schule, Erzähler u. Übersetzer sowie ev. Pfarrer. Mörike galt lange Zeit als ein typ. Vertreter des Biedermeier, der die vertraute u. enge Heimat besingt. Heute erkennt man das Abgründige in seinem Werk u. die Modernität seiner radikalen Weltflucht. Die Arbeiten Mörikes zählen dabei zu den bedeutenden Werken der dt. Literatur des 19. Jh. Dazu gehört mit ''Er ist's'' (1829) eines der meistzitierten dt. Gedichte.
Morissette, Alanis Nadine
Alanis Nadine Morissette [&eunbet;&beton;lænis nei&beton;di&dehn;n m&oo;ri&beton;s&aeo;t] (* 1. Juni 1974 in Ottawa, Ontario) ist eine kanadisch-US-amerikan. Sängerin.
Mormonentum
Als Mormonen wurden schon früh die Anhänger der 1830 von Joseph Smith gegr. Kirche bezeichnet, die seit 1838 ''Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage'' genannt wird. Der Name wurde ihnen aufgrund ihres Glaubens an (unter anderem) das Buch Mormon als weitere Hl. Schrift von Außenstehenden gegeben. Im Zentrum der mormon. Lehre steht die chiliastische Überzeugung, dass Christus das „Neue Jerusalem auf dem amerikanischen Kontinent” errichten wird. Dazu kommt die Überzeugung, dass jeder Mensch einen göttl. Funken besitze, durch den er mittels Erkenntnis zu einem göttl. Wesen reifen kann. Die Mormonen kennen die Sakramente Taufe, Konfirmation u. Abendmahl, unterscheiden sich darin jedoch in Inhalt u. Praxis vom christl. Verständnis (z. B. durch stellvertretende Totentaufen). Im Alltag baut die Gemeinschaft auf strenge moral. Grundsätze wie Verzicht auf Genussmittel, Einschränkung des Fleischverzehrs u. Schließung einer „ewigen Ehe”.
Morphem
Ein M. ist die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache auf der Inhalts- u. Formebene im Sprachsystem (langue). Es lässt sich auch als kleinste semantisch interpretierbare Konstituente eines Wortes bezeichnen. Es handelt sich bei Morphemen um abstrakte Einheiten (Einheiten der langue), die durch primäre Artikulation bzw. Segmentierung (Prozess der Worterkennung, der den Sprachstrom in einzelne Wörter unterteilt) gewonnen werden. Morpheme werden in lexikal. Morpheme (Inhaltsmorphem) u. grammatikal. Morpheme (Funktionsmorphem) aufgeteilt.
Morphin
M. ist das Haupt-Alkaloid des Opiums u. zählt damit zu den Opiaten. Es wirkt als Opioid u. wird in der Medizin als eines der stärksten bekannten natürlichen Schmerzmittel (''Analgetikum'') eingesetzt. Es war das erste in Reinform isolierte Alkaloid u. damit der Anfang einer damals neuen wissenschaftlichen Disziplin, der Pharmakologie.
Morphologie (Biologie)
Die Morphologie (von griechisch ''μορ&phis;&eeacgr;, morphé'' = Gestalt, Form u. ''λ&oacgr;γος, lógos'' = Wort, Lehre, Vernunft) ist die Lehre von der Struktur u. Form der Organismen. Sie befasst sich mit der Klassifikation von Organismen anhand ihrer Gestalt u. mit ihrer Gestaltänderung im Laufe der Entwicklung. Somit bildet die M. die Grundlage für die Systematik u. die Evolutionslehre (siehe auch Phylogenese).
Morphologie (Sprache)
Die M. ist der Teilbereich der Linguistik, der die Erforschung der bedeutungs- oder funktionstragenden Elemente einer Sprache, der ''Morpheme'', zum Gegenstand hat.
Morphologische Analyse (Kreativitätstechnik)
Die M. A. ist eine kreative analyt. Methode, um komplexe Problembereiche vollständig zu erfassen u. alle mögl. Lösungen vorurteilslos zu betrachten.
Sie erfolgt in einer Gruppe von bis zu 7 Personen, wodurch sich das Wissens- u. Ideenpotential erweitert. Die Durchführung wird von einem Moderator gesteuert u. dauert ca. ½ bis 2 Stunden.
Morricone, Ennio
Ennio Morricone (* 10. November 1928 in Trastevere, Rom) ist ein italien. Filmmusik-Komponist u. Dirigent. Er komponierte die Filmmusik von über 500 Filmen. Sein Name wird oft mit dem Filmgenre des Italo-Western in Verbindung gebracht, obwohl er „nur” für etwa 30 solcher Filme die Filmmusik geschrieben hat. 2007 erhielt Morricone den Oscar für sein Lebenswerk.
Morrison, James Douglas
James Douglas Morrison (* 8. Dezember 1943 in Melbourne, Florida; † 3. Juli 1971 in Paris), besser bekannt als Jim Morrison, war ein US-amerikan. Rock-’n’-Roll-Sänger u. Lyriker. Er war der Sänger u. Frontmann der Gruppe „The Doors”.
Morrison, Jennifer
Jennifer Marie Morrison (* 12. April 1979 in Chicago, Illinois) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Der Durchbruch gelang ihr als Dr. Allison Cameron in der Serie ''Dr. House''.
Morrison, Van
Van Morrison (* 31. August 1945 in Belfast; eigentl. ''George Ivan Morrison'') ist ein nordir. Musiker, Sänger u. Komponist. Er entwickelte als Solointerpret ab Mitte der 1960er Jahre einen eigenständigen Stil mit Rock-, Blues-, Jazz-, Soul- u. Folkelementen, mit dem er zum Vorbild zahlreicher anderer Musiker wurde.
Morrissey
Steven Patrick M. (IPA: [&beton;m&oo;&dehn;risi]) (* 22. Mai 1959 in Manchester, England) ist ein brit. Sänger mit treuer Anhängerschaft, der unter anderem für seine kontroversen Texte u. provokanten öffentl. Äußerungen bekannt ist.
M. ist vor allem als der Sänger der stilbildenden u. erfolgreichen Achtzigerjahre-Indie-Band ''The Smiths'' bekannt.
Nachdem sich ''The Smiths'' 1987 auflösten, startete M. eine wechselhafte, aber dennoch erfolgreiche Solokarriere.
Morse, Barry
Barry Morse (* 10. Juni 1918 in London als ''Herbert Morse''; † 2. Februar 2008) war ein engl. Theater- u. Filmschauspieler. Er wurde v. a. bekannt durch seine Rolle als ''Lt. Gerard'' in der Fernsehserie ''The Fugitive'' („Auf der Flucht”).
Morsecode
Der M. oder Morsekode ist ein Verfahren zur Übermittlung von Buchstaben u. Zeichen. Dabei wird ein konstantes Signal ein- oder ausgeschaltet.
Mörser (Geschütz)
Ein M. ist im ursprüngl. Sinn eine Geschützart der Artillerie mit einem kleinen Verhältnis zwischen Rohrlänge u. Kaliber (zwischen 12 u. 18 Kaliberlängen u. einer relativ kleinen Mündungsgeschwindigkeit von 300 m/s, ursprüngl. nur etwa 2 Kaliberlängen). Heute werden auch 'Vorderlader-Steilfeuergeschütz der Infanterie', sogenannte Granatwerfer oder Minenwerfer, als M. bezeichnet.
Mortalität
Die M. oder Sterblichkeit (von lat. ''mortalitas'' das Sterben) ist ein Begriff aus der Demografie. Er bezeichnet die Anzahl der Todesfälle in einem bestimmten Zeitraum im Verhältnis zur Anzahl der Individuen der betr. Population in diesem Zeitraum. Sie wird durch die Sterberate ausgedrückt.
Mortal Kombat
M. K. ist ein Computerspiel aus dem Beat’em-up-Genre, welches von Programmierer Ed Boon u. Designer John Tobias konzipiert u. von der amerikan. Softwarefirma Midway entwickelt wurde u. erstmalig im Jahre 1992 in Spielhallen erschien. M. K. wurde als Antwort auf das populäre Capcom-Spiel Street Fighter II entwickelt. Es enthält zum Teil äußerst brutale Gewaltdarstellungen, die teilweise zur Gründung des Entertainment Software Rating Board (ESRB) führten sowie zur Indizierung. Es erschienen mehrere Nachfolger sowie Spielfilme, Trickfilme, TV-Serien u. Merchandising-Produkte.
Mörtel
M. (von lat. ''mortarium'': Mörser, Mörtelgefäß; regional auch Speis, ''m.'') sind Baustoffe, die aus einem Bindemittel (z. B. Kalk oder Zement), Gesteinskörnungen mit höchstens 4 mm Korngröße, Zusatzstoffen sowie Zugabewasser bestehen u. die durch chem. Reaktion der Bindemittel erhärten.
Mortensen, Viggo
Viggo Peter Mortensen (* 20. Oktober 1958 in New York) ist ein US-amerikan. Schauspieler, Fotograf, Dichter, Maler u. Musiker. Weltweite Bekanntheit erlangte er durch seine Rolle als Aragorn in der Verfilmung des ''Herrn der Ringe''.
Morus, Thomas
Thomas Morus (engl. ''Thomas More''; wahrscheinlich * 7. Februar 1478 in London; † 6. Juli 1535 London) war ein englischer Staatsmann u. humanistischer Autor.
1529–1532 war er Lordkanzler ''Heinrichs VIII.'', legte seine Ämter 1532 aber aus Opposition gegen die antipäpstl. Politik des Königs nieder u. wurde wegen Verweigerung des Suprematseids hingerichtet (1935 heilig gesprochen).
In seiner satir. Schrift „Utopia” (1516) schilderte er eine auf Gemeineigentum aufgebaute Gesellschaft, die zugleich als Sozialkritik für das England seiner Zeit gedacht war. Seine Schrift gab der Literaturgattung der Utopie den Namen.
Mosaik
M. ist eine schon im Altertum bekannte Gattung der Maltechnik (Wandmalerei), bei der durch Zusammenfügen von verschiedenfarbigen u./oder verschieden geformten Teilen (Stein- oder Glasstücken, auch Teilen von Papier oder Stoffen) Muster oder Bilder entstehen. Das Wort ''Mosaik'' leitet sich von dem arab. Begriff ''musáuwak'' für „geschmückt” oder „verziert” ab.
Mosambik
M. [mozam&beton;bi&dehn;k, mozam&beton;bik] (portugies. ''Moçambique'' [musam&beton;bik]) ist ein Staat in Südostafrika. M. ist seit dem 12. November 1995 Mitglied des Commonwealth of Nations. Nationalfeiertag ist der 25. Juni, Tag der Unabhängigkeit (1975).
M. liegt am Indischen Ozean zwischen dem 10. u. dem 27. Breitengrad Süd. M. grenzt an Tansania, Malawi, Sambia, Simbabwe, Südafrika u. Swasiland. Die Straße von M. trennt den Inselstaat Madagaskar vom afrikan. Festland.
Mosbach
M. [mo&dehn;sbaχ] ist eine Stadt im N Baden-Württembergs, etwa 34 km nördlich von Heilbronn u. 58 km östlich von Heidelberg. Sie ist die Kreisstadt u. größte Stadt des Neckar-Odenwald-Kreises sowie ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Seit dem 1. Juli 1976 ist M. Große Kreisstadt. M. gehört dem Regionalverband Rhein-Neckar an. – 24.963 Ew.
Moschee
Eine M. (arab.: masdschid, "Ort der Niederwerfung") ist ein ritueller Ort des gemeinschaftlichen islam. Gebets u. darüber hinaus der politischen, rechtlichen u. lebensprakt. Wertevermittlung im Sinne des Islams sowie ein sozialer Treffpunkt. Sie kann ein Mehrzweckgebäude sein, also auch ein Ort für Unterricht u. Gespräche sowie ein Veranstaltungsort für das Feiern gesellschaftl. Anlässe.
Moschner, Ruth Isabel
Ruth Isabel Moschner (* 11. April 1976 in München) ist eine dt. Fernsehmoderatorin.
Moschus
Als M. wird ein Duftstoff bezeichnet, der bei der Herstellung von Parfümen u. Seifen Verwendung findet. Er enthält Bestandteile, die Strukturähnlichkeiten zu Pheromonen haben. Diese sollen eine aphrodisierende Wirkung haben. Ursprüngl. wurde nur das Sekret aus einer Drüse am Bauch des Moschushirsches (vor den Geschlechtsorganen) M. genannt. Heute wird der Begriff auch auf Drüsensekrete anderer Tiere (darunter auch der Moschusochse) u. auf bestimmte Pflanzensäfte angewandt, die einen ähnl. Geruch haben.
Moschusochse
Der M. (''Ovibos moschatus''), auch als Bisamochse oder Schafsochse bezeichnet, ist ein Paarhufer aus der Unterfamilie der Ziegenartigen (Caprinae). Die bis zu 1,30 m großen Tiere sind Bewohner der arkt. Tundra, sie sind heute in Grönland, Kanada, Sibirien u. Alaska zu finden. Kleine ausgewilderte Herden leben auch in Norwegen u. Schweden.
Mos Def
M. D., eigentl. ''Dante Terrell Smith'' (* 11. Dezember 1973 in Brooklyn, New York City) ist ein US-amerikan., zum Islam konvertierter Hip-Hop-Musiker u. Schauspieler.
Mose
M. (hebräisch: ''Mōšæ''; griechisch: ''Mō(y)sēs''; arabisch: ''Mūsâ'') oder Moses ist die Zentralfigur des Pentateuch, die nach der bibl. Überlieferung als Gesandter Gottes das Volk der Israeliten auf seiner Wanderung aus der Sklaverei in Ägypten in das kanaanä. Land führte.
Mosel
Die M. ''(französisch: la Moselle, luxemburgisch: Musel)'' ist der längste dt. Nebenfluss des Rheins u. nach diesem die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands. Sie fließt durch Frankreich, Luxemburg u. die Bundesländer Saarland u. Rheinland-Pfalz.
Moser, Hans
Hans Moser (eigentl. Johann Julier, * 6. August 1880 in Wien; † 19. Juni 1964 ebenda) war ein österr. Volksschauspieler. Er wurde bekannt als Darsteller Wiener Originale u. spielte meist in komischen Rollen.
Moshammer, Rudolph
Rudolph Hans Albert Moshammer (* 27. September 1940 in München; † 14. Januar 2005 in Grünwald bei München) war ein dt. Modeschöpfer.
Deutschlandweit bekannt wurde Moshammer in den 1980er-Jahren durch sein exzentrisches Auftreten in der Öffentlichkeit, in der er sich fast immer mit einem aus einer Reihe von Yorkshire-Hunden zeigte, die jeweils den Namen ''Daisy'' trugen.
Moshpit
Der oder das M., auch „Moshing Pit” genannt, ist ein häufig auf Metal-, Hardcore- oder Punk-Konzerten vor der Bühne entstehender Kreis, in dem die Zuschauer tanzen.
Mosin-Nagant
M. ist ein russ. Repetiergewehr.
Moskau
M. (Москва [m&alamb;sk'va], ''Moskwa'') ist die Hptst. der Russischen Föderation u. mit rd. 10,4 Mio. Ew. (2006) in der Stadt u. 14,6 Mio. (2007) in der Agglomeration die größte Stadt Europas.
Sie ist das politische, wirtschaftliche u. kulturelle Zentrum des Landes, Sitz der Russisch-Orthodoxen Kirche.
Der Kreml u. der Rote Platz im Zentrum Moskaus stehen seit 1990 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Mit acht Fernbahnhöfen, drei internationalen Flughäfen u. drei Binnenhäfen ist die Stadt wichtigster Verkehrsknoten u. größte Industriestadt Russlands.
Moskauer Kreml
Der M. K. (Московский Кремль; ''Moskowski Kreml'') ist das historische u. geograf. Zentrum der russ. Hptst. Moskau. Die gegenwärtigen Mauern u. Türme des gut erhaltenen Kremls wurden in den Jahren 1485 bis 1495 erbaut. Der Kreml diente vor der Verlegung der Hptst. nach St. Petersburg als Residenz der russ. Zaren u. dient heute als Residenz des russ. Präsidenten.
Moss, Carrie-Anne
Carrie-Anne Moss (* 21. August 1967 in Burnaby, Britisch-Kolumbien, Kanada) ist eine kanad. Schauspielerin.
Moss, Kate
Katherine Ann Moss (* 16. Januar 1974 in Croydon, London) ist ein brit. Fotomodell.
Mossad
M. (Hamossad Lemodi'in Uletafkidim Meyuchadim, ''Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben'', eigentl. ''M. Merkazi Le-Modiin U-Letafkidim Meyuhadim'', „Allgemeiner Nachrichten- u. Sicherheitsdienst") ist der Name des israelischen Auslandsgeheimdienstes. Er gilt als einer der effizientesten u. erfolgreichsten Geheimdienste der Welt u. ist in seiner Funktion vergleichbar mit der US-amerikanischen CIA oder dem deutschen BND. Die rechtlichen Befugnisse des ''Mossad'' reichen jedoch wesentlich weiter.
Mostar
M. ist die größte Stadt der Herzegowina, des südl. Teiles von Bosnien-Herzegowina. Sie ist die Hptst. des Kantons Herzegowina-Neretva der Föderation Bosnien-Herzegowina u. hat etwa 111.000 Ew., wovon etwa 75.000 Ew. in der eigentl. Stadt wohnen.
Most Valuable Player
M. V. P., MVP, engl. für ''wertvollster Spieler''. Zum MVP wird der wertvollste (beste oder wichtigste) Spieler in einer Mannschaftssportart ernannt. Diese Auszeichnung wird meist von Sportjournalisten vergeben, u. zwar für die Leistung in einer Saison, einem Turnier oder auch nur einem Spiel.
Motiv (Musik)
In der musikal. Formenlehre bezeichnet der Begriff M. (v. lat.: ''movere'' = bewegen; spätlat.: ''motivus'' = beweglich) die kleinste, meistens melod. Sinneinheit. Sie ist ein typisches, herausgehobenes u. einprägsames Gebilde, das als charakterist. Tonfolge für eine Komposition oder einen ihrer Formteile von Bedeutung ist u. auch vom Hörer so wahrgenommen werden kann.
Motivation
M. (von lat. ''motus'', „Bewegung”) bezeichnet in den Humanwissenschaften sowie in der Ethologie einen Zustand des Organismus, der die ''Richtung'' u. die Energetisierung des aktuellen Verhaltens beeinflusst. Mit der Richtung des Verhaltens ist insbes. die Ausrichtung auf Ziele gemeint. Energetisierung bezeichnet ''psychische'' Kräfte, die das Verhalten antreiben.
Mötley Crüe
M. C. [&beton;ma&dehn;tli kru&dehn;] ist eine US-amerikan. Rockband, die 1981 in Los Angeles gegr. wurde. Die Band besteht aus den Mitgliedern Nikki Sixx, Mick Mars, Tommy Lee u. Vince Neil.
Motocross
Bild: Motorbike_rider_mono.jpg
Motocrossfahrer
Bei M. handelt es sich um eine Sportart für Motorrad- u. Quadfahrer. Gefahren wird auf geländetaugl. Maschinen mit langen Federwegen, progressiver Federkennlinie u. grobstolligen Reifen. Ein solches Fahrzeug hat keine Straßenzulassung, da es für den Wettbewerb ausgelegt ist, u. keine Anbauteile wie Blinker, Licht, Ständer, Kennzeichenhalter usw. Es gilt im Sinne der StVZO als Sportgerät u. ist nur für den Wettbewerbsbetrieb bestimmt. Die Fahrer sind mit einer umfangreichen Schutzausrüstung ausgestattet.
Motoneuron
Unter dem Begriff M. oder motor. Neuron werden die efferenten Nervenbahnen zusammengefasst, die die Muskulatur des Körpers innervieren u. daher für alle Bewegungsabläufe zuständig sind.
Motor
Ein M. ([&beton;mo&dehn;to&dehn;r]; auch [mo&beton;to&dehn;r]; lat. ''mōtor,'' „Beweger”) ist eine Vorrichtung, die mechan. Arbeit verrichtet, indem sie verschiedene Energieformen, zum Beispiel therm. Energie, chem. Energie oder elektr. Energie, umwandelt.
In der Regel verfügen Motoren über eine Welle, die sie in Rotation versetzen u. durch die sie mechan. Vorrichtungen wie Getriebe antreiben.
Motorenbenzin
M. wird meist zu ''Benzin'' abgekürzt. Benzin ist ein komplexes Gemisch aus über 100 verschiedenen, überwiegend leichten Kohlenwasserstoffen, deren Siedebereich zwischen dem von gasförmigen Kohlenwasserstoffen u. Kerosin/Petroleum liegt. Es wird hauptsächlich durch Raffination u. Weiterverarbeitung von Erdöl gewonnen u. überwiegend als Kraftstoff eingesetzt. Daneben findet Benzin auch als Brennstoff Verwendung.
Motörhead
M. ist eine brit. Rockband, die 1975 gegr. wurde. M. spielt einen schnellen Rockstil, der Assoziationen mit Punk u. Hard Rock weckt u. daher einen enormen Einfluss auf die Entwicklung des Heavy Metal nahm, teilweise sogar diesem Genre zugeordnet wird. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Rock ’n’ Roll.
Motorik
Die M. ist die Fähigkeit des Körpers oder der Organe eines Menschen oder Tieres, sich zu bewegen. Die Wissenschaft, die sich mit der M. befasst, nennt man ''Motologie''.
Motorische Endplatte
Die M. E. (auch: "''neuromuskuläre Endplatte''") überträgt die Erregung (Reaktion einer Zelle auf einen Reiz) von einer Nervenfaser auf die Muskelfaser. Sie stellt eine chem. Synapse mit dem Transmitter Acetylcholin dar.
Motorola
M. [mout&eunbet;&beton;roul&eunbet;] ist ein international tätiger Hersteller elektron. Systeme u. Bauelemente mit den Schwerpunkten mobile Kommunikation, Halbleiter, Netzwerke u. eingebettete Systeme. Sitz von M. ist Schaumburg in Illinois. Hauptsitz der dt. Niederlassung ist Taunusstein.
2005 hatte das Unternehmen einen Umsatz von 37 Mrd. US-Dollar vorzuweisen, den es mit weltweit 69.000 Mitarbeitern erreichte.
Motorrad
Bild: 2006HondaCBR600RR-profile.jpg
Motorrad: Honda CBR600RR
Das M. (amtl. Bez.: ''Kraftrad'', im militär. Sprachgebrauch: ''Krad'') ist ein ''einspuriges'' Kraftfahrzeug oder Zweirad, üblicherweise mit einem bis zwei Sitzen.
Motorroller
Bild: Vespaprimavera.jpg
Motorroller: historischer Vespa-Motorroller der Firma Piaggio
M. sind motorisierte Zweiräder, die sich von Motorrädern dadurch unterscheiden, dass sie ohne Knieschluss gefahren werden, d. h., es gibt einen Durchstieg zwischen Sitzbank u. Frontkarosserie, u. dadurch, dass ihr Triebwerk voll verkleidet ist.
Motorsäge
Die M. ist eine mit einem Benzin- oder Elektromotor angetriebene Säge, die mit den Händen geführt wird. Im Gegensatz zur Fachsprache hat sich im populären Sprachgebrauch teilweise der Ausdruck Kettensäge als wörtliche Übersetzung des englischen Begriffes ''chainsaw'' eingebürgert, wenn der schneidende Teil der Säge eine Kette ist.
Motorschutz (Elektrotechnik)
Der M. (z. B. ein Motorschutzschalter) schützt Elektromotoren (meist Asynchronmotoren) vor thermischer Überlastung aufgrund mechanischer Überlastung oder bei Ausfall einzelner Phasen.
Motown
M., eigentl. M. Record Company, L.P., ist eine Plattenfirma, die 1959 ursprünglich unter dem Namen Tamla Record Company von Berry Gordy, Jr. in Detroit, Michigan, gegr. wurde. Außerhalb der USA ist sie teilweise auch als ''Tamla-Motown'' bekannt. Die Firma machte sich vor allem durch Produktion u. Vertrieb von R&B-, Soul- u. Pop-Musik einen Namen, hatte aber auch stets Künstler aus anderen Genres unter Vertrag. 1988 wurde die Firma an die MCA/Universal verkauft u. ist heute im Besitz der Universal Music Group (Vivendi). Der Firmensitz befindet sich in New York.
Mouches Volantes
Als M. V. (französisch wörtlich ''fliegende Fliegen'', dt. fliegende Mücken) werden kleine schwarze Punkte, Flecken oder fadenartige Strukturen im Gesichtsfeld bezeichnet, die sich in charakteristisch huschender Weise gemeinsam mit der Blickrichtung verschieben, wobei sie um eine Grundposition herum langsam schwingende Bewegungen ausführen.
Moulin Rouge
Das M. R. (französisch: ''rote Mühle'') ist ein Varieté im Pariser Stadtviertel Montmartre am ''Place Blanche'' (82, Boulevard de Clichy, 75018 Paris) im 18. Arrondissement, das durch seine Cancan-Darbietungen berühmt wurde.
Moulin Rouge (2001)
M. R. ist ein Musical-Filmdrama von Baz Luhrmann aus dem Jahr 2001. Die Hauptrollen spielen Nicole Kidman u. Ewan McGregor, die auch beide selbst singen u. tanzen.
Mountainbike
Ein M. (MTB) (engl. ''Bergfahrrad'') oder Gelände(fahr)rad ist ein Fahrrad, das bes. auf den Einsatz abseits befestigter Straßen ausgerichtet ist. Grundsätzlich ist das M. ebenso wie das Rennrad eher Sportgerät als Verkehrsmittel, weshalb es üblicherweise nicht über die von der in Deutschland geltenden Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) geforderte Ausstattung (Beleuchtung, Klingel u. Rückstrahler) verfügt.
Mountbatten-Windsor, Charles
Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor, ''Prince of Wales'' (Fürst von Wales) u. ''Duke of Cornwall'' (Herzog von Cornwall), meist kurz Prince Charles genannt, (* 14. November 1948 im Buckingham Palace, London) ist der Thronfolger des Vereinigten Königreiches. Er ist der älteste Sohn von Königin Elisabeth II. u. Prinz Philip u. gehört somit auch dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg an. Darüber hinaus ist er der am längsten amtierende direkte Thronerbe.
Mountbatten-Windsor, Henry
Henry Charles Albert David Mountbatten-Windsor (* 15. September 1984 in London), genannt Prinz Harry von Wales, ist der zweite Sohn von Prinz Charles u. Prinzessin Diana. Er steht nach seinem Vater u. seinem Bruder Prinz William an dritter Stelle der Thronfolge.
Mountbatten-Windsor, William
William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor (* 21. Juni 1982 in London) ist Prinz von Großbritannien u. Nordirland. Nach brit. Nomenklatur trägt er den Höflichkeitstitel Prince William of Wales (wobei sich „Prince” auf Großbritannien u. nicht auf Wales bezieht). Er ist der älteste Sohn von Prinz Charles u. Prinzessin Diana.
Mount Everest
Der M. E., auch Sagarmatha oder Chomolungma, ist mit 8.848 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg der Erde. Er befindet sich im Khumbu-Himal in Nepal an der Grenze zu China (Autonomes Gebiet Tibet).
Der Berg ist nach dem brit. Landvermesser Sir George Everest benannt. Edmund Hillary u. Tenzing Norgay gelang am 29. Mai 1953 die Erstbesteigung.
Mount McKinley
Der M. M. in Alaska ist mit 6.195 Metern Höhe der höchste Berg Nordamerikas. Er wurde nach dem 25. US-Präsidenten William McKinley benannt. Der M. M. bildet den höchsten Gipfel der Alaskakette (englisch ''Alaska Range'') u. wird vom Denali-Nationalpark umgeben.
Mount Rushmore National Memorial
Der Mount Rushmore ist ein Berg in den Black Hills, South Dakota, USA.
Die Bergkette verdankt ihren Namen dem New Yorker Anwalt ''Charles Rushmore'', der ursprünglich die Goldschürfrechte für das Gebiet erworben hatte.
Das ''M. R. N. M.'' ist eine Gedenkstätte, die aus monumentalen Porträtköpfen der vier bedeutendsten u. symbolträchtigsten US-Präsidenten besteht. Jedes Porträt ist 60 Fuß (18,3 m) hoch. Dargestellt sind von links nach rechts die Präsidenten George Washington (Baubeginn 1930), Thomas Jefferson (1936), Theodore Roosevelt (1939) u. Abraham Lincoln (1937). Vor dem Denkmal sind Ausschnitte aus berühmten Reden der vier Präsidenten auf Schrifttafeln zu lesen.
Mount St. Helens
Der M. St. H. ist ein aktiver Vulkan in Skamania County im S des US-Bundesstaates Washington mit einer Höhe von 2.549 m. Er gehört zur Kaskadenkette, einer Kette von Vulkanen, die sich entlang der Westküste Nordamerikas erstreckt u. zum pazif. Feuergürtel gehört. Der M. St. H. weist, wie alle Vulkane des pazif. Feuerrings, bes. große Explosionsenergie auf. Man rechnet seine Eruptionen zu den sogenannten plinian. Eruptionen. Der Ausbruch des M. St. H. 1980 ist der bis heute am besten untersuchte plinian. Ausbruch.
Mourinho, José
José Mário Santos Mourinho Félix (* 26. Januar 1963 in Setúbal, Portugal) ist ein portugies. Fußballtrainer. Bis zum 20. September 2007 war er Trainer beim engl. Premier-League-Verein FC Chelsea. Ab der Saison 2008/2009 wird er neuer Trainer bei Inter Mailand.
Mouskouri, Nana
Nana Mouskouri (Ν&aacgr;να Μουσχο&uacgr;ρη, * 13. Oktober 1934 in Chania auf Kreta; eigentl. ''Johanna Mouskouri'') ist eine griech. Sängerin u. Politikerin. Laut einer Erhebung der International Federation of the Phonographic Industry ist sie mit über 250 Mio. verkauften Tonträgern die zweiterfolgreichste Sängerin der Welt – hinter Madonna u. noch vor Mariah Carey. Mehr als 300 Goldene, Platin- u. Diamantene Schallplatten dokumentieren ihren jahrzehntelangen Erfolg. Markantes Kennzeichen von Nana Mouskouri sind ihre langen schwarzen Haare u. ihre rechteckige, schwarzgerahmte Brille.
Moving Picture Experts Group
Die M. P. E. G. (MPEG, engl. ''„Expertengruppe für bewegte Bilder”'') [&beton;mu&dehn;viŋ &beton;pikt&schstl;&eunbet;r &beton;&aeo;ksp&eunbet;&dehn;ts gru&dehn;p] ist eine Gruppe von Experten, die sich mit der Standardisierung von Videokompression u. den dazugehörenden Bereichen, wie Audiodatenkompression oder Containerformaten, beschäftigt. Umgangssprachlich wird mit „MPEG” meistens nicht die Expertengruppe, sondern ein spezieller MPEG-Standard bezeichnet.
Moynahan, Bridget
Kathryn Bridget Moynahan (* 28. April 1971 in Binghamton, New York, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. 2000 gab Moynahan ihr Schauspieldebüt in „Coyote Ugly”.
Mozart, Wolfgang Amadeus
Wolfgang Amadeus Mozart, vollständiger Name: ''Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart'' (* 27. Januar 1756 in Salzburg; † 5. Dezember 1791 in Wien) war ein Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität u. gehört zum bedeutendsten Repertoire der Klassik. Es umfasst Opern, Orchester- u. Kammermusik, Klavier- u. Vokalmusik.
Mozilla
Der Begriff M. [mou&beton;zil&eunbet;] steht für Internet-Software u. für Projektorganisationen, die mit der Erstellung dieser Software verbunden sind. Aus dem Webbrowser Netscape Navigator, der unter dem Codenamen M. entwickelt wurde, ist die Programmsammlung M. Application Suite hervorgegangen.
Mozilla Firefox
M. F. [mou&beton;zil&eunbet; &beton;fairfaks] (kurz: ''Fx'') ist ein freier Webbrowser des Mozilla-Projekts.
Mozilla Thunderbird
M. T. [mou&beton;zil&eunbet; &beton;θ&alamb;nd&eunbet;rb&eunbet;&dehn;rd] ist ein Open-Source-E-Mail-Programm u. -Newsreader des Mozilla-Projekts.
Mozzarella
M. ist ein ursprünglich italien. Filata-Käse aus Büffel- oder Kuhmilch mit 50% (Büffel) oder 45% (Kuh) Fett i.Tr. Er ist heute weit verbreitet u. wird an vielen Orten der Welt gekäst, da der Name an sich nicht geschützt ist. Nur der ''Mozzarella di Bufala Campana DOP/g.U./PDO'' hat eine geschützte Herkunftsbezeichnung.
MP3
→ MPEG-1 Audio Layer 3.
MP3-Player
Ein M. oder MP3-Spieler ist ein Gerät, das digital gespeicherte MP3-Dateien oder andere Audioformate (wie AAC, WMA usw.) abspielt.
Die MP3-Geräte haben die früher dominierenden Walkman-Geräte verdrängt u. existieren in verschiedenen Bauarten. Weite Verbreitung haben tragbare Geräte gefunden, mit denen man unterwegs Musik hören kann. Allerdings ist die MP3-Funktion inzwischen auch Standard in den meisten Hifianlagen u. Autoradios.
MP4
MP4 ist eine Kurzform für den von der MPEG vorgesehenen Container für MPEG-4-Inhalte u. wurde in ISO/IEC 14496-12 u. -14 (MPEG-4 Teil 12 u. 14) standardisiert.
MP5
→ HK MP5.
MPEG
→ Moving Picture Experts Group.
MPEG-1 Audio Layer 3
MPEG-1 A. L. 3 (MP3) ist ein Dateiformat zur nicht-verlustfreien Audiodatenkompression. MP3 bedient sich dabei der Psychoakustik mit dem Ziel, nur für den Menschen bewusst hörbare Audiosignale zu speichern. Dadurch wird eine Datenkompression möglich, welche die Audioqualität nicht oder nur gering beeinträchtigt.
MPEG-2
MPEG-2 ist ein gener. MPEG-Standard zur Videodekodierung mit Videokompression u. Audiokodierung mit Audiokompression. In beiden Fällen ist es eine verlustbehaftete Kompression/Datenreduktion.
MPEG-4
MPEG-4 ist ein MPEG-Standard (ISO/IEC-14496), der unter anderem Verfahren zur Video- u. Audiodatenkompression beschreibt. Das offizielle Containerformat von MPEG-4 ist MP4.
MPlayer
M. ist ein unter der freien GNU General Public License stehender Media-Player. Kennzeichnend ist die große Format- u. Plattform-Kompatibilität.
So läuft das Programm neben Linux, dem Betriebssystem seiner Herkunft, auf Windows, Mac OS X, DOS/FreeDOS, FreeBSD, MorphOS, OS/2 u. vielen anderen Plattformen. Es unterstützt eine Vielzahl von Video- u. Audio-Codecs, darunter auch plattformexklusive, wodurch etwa Windows Media auch außerhalb von Windows wiedergegeben werden kann. Eine bes. Fehlertoleranz ermöglicht es dem mehrfach ausgezeichneten Player, auch defekte Dateien abzuspielen.
MPU
→ Medizinisch-Psychologische Untersuchung.
Mr. & Mrs. Smith (2005)
Mr. & Mrs. S. ist ein US-amerikan., im Jahr 2005 erschienener Kinofilm. Regie führte Doug Liman, die Hauptrollen spielen Brad Pitt u. Angelina Jolie.
Mr. Bean
Mr. B. ist eine fiktive Figur, die vom brit. Komiker Rowan Atkinson in der gleichn. Fernsehserie (1989–1995) sowie zwei Kinofilmen verkörpert wurde. Die Serie, die 14 Folgen umfasst, wurde von ''Thames Television'' unter der Regie von John Birkin, John Howard Davies u. Paul Weiland produziert u. 1990 mit der Goldenen Rose von Montreux ausgezeichnet.
Mr. Olympia
Mr. O. ist ein internationaler Bodybuilding-Wettkampf, der jährlich von der International Federation of Bodybuilding & Fitness (IFBB) veranstaltet wird.
Mr. President
Mr. P. (dt. mistr&beton;pr&aeo;zid&aeo;nt) war eine dt. Musikgruppe mit der Stilrichtung Dancefloor.
MRNA
Die mRNA (vom englischen ''messenger-RNA''), auch Boten-RNA, ist das RNA-Transkript eines zu einem Gen gehörigen Teilabschnitts der DNA. Sie wird bei der Transkription durch das Enzym RNA-Polymerase synthetisiert.
MRSA
→ Staphylococcus aureus.
MS Deutschland
→ Deutschland (Kreuzfahrtschiff).
MS-DOS
MS-DOS, kurz für Microsoft Disk Operating System, ist Microsofts erstes Betriebssystem für x86-PCs.
MS-DOS wurde in den späten 1980er u. frühen 1990er Jahren das dominierende Betriebssystem für Einzelplatzrechner. Heute wird MS-DOS vor allem in Embedded Systems eingesetzt.
Windows NT und die darauf basierenden Microsoft-Betriebssysteme bauen nicht mehr auf MS-DOS auf u. können DOS-Software nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausführen. Hierfür kommen seitdem verstärkt Emulatoren zum Einsatz.
MSV Duisburg
Der Meidericher Spielverein 02 e.V. Duisburg ist ein Sportverein aus Duisburg. Der Verein feierte am 17. September 2002 sein 100-jähriges Bestehen, zählt heute etwa 5000 Mitglieder u. umfasst neben der bekannten Fußballabteilung die Abteilungen Handball, Hockey, Leichtathletik, Volleyball, Judo u. Turnen.
Die Vereinsfarben des MSV Duisburg sind weiß-blau. Wegen des gestreiften Trikots wird die Mannschaft auch „die Zebras” genannt.
MTV
MTV (Abk. für Music TeleVision) ist ein US-amerikan. Unternehmen mit Firmensitz in New York City.
Das Unternehmen ist ein privater Fernsehsender. Ursprünglich wurden vornehml. Musikvideos gezeigt, mittlerweile hauptsächlich auf Jugendliche zugeschnittene TV-Shows. MTV wurde am 1. August 1981 in den USA gegr. u. war zu dieser Zeit das erste Spartenprogramm, dessen Inhalt sich ausschließlich auf Musikvideos konzentrierte.
Muay Thai
M. T. (oder auch ''Thaiboxen'') ist eine Kampfkunst. Sie ist der Nationalsport Thailands.
Müdigkeit
Die M. (lat. Defatigatio) ist ein Missbehagen aufgrund einer vergangenen Anstrengung, einer Krankheit oder des unterdrückten Schlafbedürfnisses.
Mueller-Stahl, Armin
Armin Mueller-Stahl (* 17. Dezember 1930 in Tilsit, heute Sowjetsk) ist ein dt. Schauspieler, Musiker, Maler u. Schriftsteller, bis 1980 in der DDR, danach in der BR Deutschland. Seit den 1980er Jahren ist er auch in Hollywood erfolgreich.
Muhabbet
Bild: Muhabbet.jpg
Muhabbet bei einer Autogrammstunde in Berlin-Steglitz
Murat Ersen, Künstlername: M., (* 3. August 1984 in Köln) ist ein deutsch-türk. Sänger. Seine Musik verbindet Arabeske-Elemente oriental. Popmusik u. aktuellen R'n'B. Seine Liedtexte sind deutschsprachig.
Mühe, Anna Maria
Anna Maria Mühe (* 23. Juli 1985 in Berlin) ist eine dt. Schauspielerin.
Mühe, Ulrich
Friedrich Hans Ulrich Mühe (* 20. Juni 1953 in Grimma, Sachsen; † 22. Juli 2007 in Walbeck, Sachsen-Anhalt) war ein dt. Film- u. Theaterschauspieler. Sein größter Erfolg war die Hauptrolle in dem Kinofilm ''Das Leben der Anderen'', der 2007 den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film erhielt.
Mühle
Eine M. (v. althochdeutsch: ''muli''; aus lat. ''molina'' bzw. ''molere'' = mahlen) ist ein Gerät, eine Maschine oder eine Anlage, um stückiges Aufgabematerial zu fein- oder feinstkörnigem Endprodukt zu zerkleinern.
Mukoviszidose
M. (lat. ''mucus'' „Schleim” u. ''viscidus'' „zäh, klebrig”) oder zyst. Fibrose (engl. ''cystic fibrosis'' CF) ist eine genetisch bedingte, autosomal-rezessive angeborene Stoffwechselerkrankung. Bei Menschen mit dieser Erkrankung ist durch die Fehlfunktion von Chloridkanälen die Zusammensetzung aller Sekrete exokriner Drüsen verändert. In Lunge, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm, Gallenwegen u. Schweißdrüsen werden zähflüssige Sekrete gebildet, die nur erschwert vom Körper abtransportiert werden können. Dadurch kommt es in den betroffenen Organen zu Funktionsstörungen unterschiedlicher Art.
Mulan
M. ist der 36. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios aus dem Jahr 1998, frei nach Motiven der chines. Ballade von Hua M.
Mulatte
M. ist eine Bez. für Menschen mit einem ''weißen'' u. einem ''schwarzen'' Elternteil bzw. ''weißen'' u. ''schwarzen'' Vorfahren. Im dt. Sprachgebrauch ist der Begriff rassist. konnotiert, wird aber aus identitätspolit. Gründen auch als Selbstbezeichnung verwendet.
Mülheim an der Ruhr
M. a. d. R. ist eine kreisfreie Stadt im