P P bzw. p (gesprochen: [pe&dehn;]) ist der 16. Buchstabe des latein. Alphabets u. ein Konsonant. Der Buchstabe P hat in dt. Texten eine durchschnittl. Häufigkeit von 0,79%. Er ist damit der 21.-häufigste Buchstabe in dt. Texten. P.S. Ich liebe Dich P.S. Ich liebe Dich ist ein 2004 erschienener Roman der irischen Schriftstellerin Cecelia Ahern. Das Buch führte in Deutschland, Irland, im Vereinigten Königreich, den Niederlanden, sowie den USA die Bestsellerlisten an. P.S. Ich liebe dich (Film) P.S. I. l. D.''(P.S. I Love You)'' ist ein US-amerikan. Filmdrama aus dem Jahr 2007. Regie führte Richard LaGravenese, der auch gemeinsam mit Steven Rogers das Drehbuch anhand des Romans ''P.S. I. l. D. '' von Cecelia Ahern aus dem Jahr 2004 schrieb. P1 (Pistole) Die Pistole P1 war die Standard-Dienstpistole der Bundeswehr. Bei der Bereitschaftspolizei wurde sie von den Angehörigen des mittleren Dienstes geführt. Sie ist eine leichte Modifikation der P38 der Wehrmacht u. diente der Verteidigung im Nahkampf bei Ausfall der Hauptwaffe bzw. dem Selbstschutz von Führungspersonal. Die Pistole hat ein Kaliber von 9 mm. P1500 Der Landkreuzer P1500 „Monster" war ein deutscher Panzerentwurf während des zweiten Weltkriegs, den es allerdings nur als Reißbrettstudie gab, genau wie seinen Vorgänger P1000. Der P1500 sollte mit einer Kanone des Eisenbahngeschützes Dora bzw. ''Schwerer Gustav'' ausgestattet werden. Er wäre der schwerste jemals gebaute Panzer in der Geschichte, aber genau wie der P1000 absolut felduntauglich gewesen. Paarhufer Die P., auch Paarzehige Huftiere oder Paarzeher (Artiodactyla oder Paraxonia) sind in der klass. Systematik eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia). Es handelt sich um überwiegend pflanzenfressende Tiere, die im Gegensatz zu den Unpaarhufern meist durch eine gerade Anzahl von Zehen (zwei oder vier) charakterisiert sind. Zu dieser Gruppe zählen einige der wirtschaftlich bedeutendsten Säugetiergruppen wie Rinder, Schweine, Kamele, Ziegen u. Schafe, aber auch andere bekannte Tiere wie Giraffen, Flusspferde, Hirsche oder Antilopen. Pablo, Cote de Cote de Pablo (* 12. November 1979 in Santiago de Chile als ''María José de Pablo'') ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Pachelbel, Johann Johann Pachelbel (IPA: [pa&beton;x&aeo;lb&eunbet;l]) (* August 1653 in Nürnberg; † 3. März 1706 ebenda) war ein dt. Komponist des Barock. Neben seiner Tätigkeit als Komponist war Pachelbel Organist unter anderem in Wien, Eisenach, Erfurt, Stuttgart, Gotha u. ab 1695 an der Sebalduskirche in Nürnberg. Pachtvertrag Die Pacht ist die im P. vereinbarte Überlassung einer Sache (oder von Rechten) u. der Erträge daraus, gegen Zahlung einer Pacht, des Pachtzinses. Pacino, Alfredo James Alfredo James „Al” Pacino (* 25. April 1940 in New York, USA) ist US-amerikan. Schauspieler, Filmregisseur, Produzent u. Oscar-Preisträger italien. Abstammung. Er gilt als einer der herausragendsten Charakterdarsteller des zeitgenöss. US-amerikan. Films u. Theaters. Pac-Man P. ist ein Arcade Game u. Videospiel, das am 12. Mai 1980 von Namco in Japan als „Puck Man” veröffentlicht wurde. Es erschien 1981 als P. in den USA, da die Aufschrift „Puck Man” leicht in „Fuck Man” abgewandelt werden konnte. Pädagogik P. (v. griech.: παιδεια ''paideia'' = Erziehung, Bildung bzw. ''pais'' = Knabe, Kind + ''agein'' = führen) bzw. Erziehungswissenschaft sind Bez. für die wissenschaftl. Disziplin, die sich mit der Theorie u. Praxis von Bildung u. Erziehung auseinandersetzt. Die Unterscheidung der beiden Bez. ist vornehmlich historisch zu sehen. Im klass. Griechenland hatte der ''Pädagoge'' als ''Knabenführer'' die Aufgabe, ausgewählte Knaben den Philosophen zur Erziehung zuzuführen. Möglicherweise bedeutet dies auch, dass so die Knaben auf dem Weg zum Philosophen ''bildbar'' gemacht, also auf die kommenden Diskussionen u. Reflexionen günstigenfalls eingestimmt wurden. Nach heutigem Verständnis kommt der Erziehungswissenschaft die Doppelrolle zu, als Reflexionswissenschaft Bildungs- u. Erziehungszusammenhänge zu erforschen, aber auch als Handlungswissenschaft Vorschläge zu machen, wie Bildungs- u. Erziehungspraxis gestaltet u. verbessert werden kann.
Padalecki, Jared Jared Tristan Padalecki (* 19. Juli 1982 in San Antonio, Texas, USA) ist ein US-amerikan. Schauspieler. Padberg, Eva Eva Padberg (* 27. Januar 1980 in Bad Frankenhausen) ist ein dt. Fotomodell, Sängerin u. Schauspielerin. Päderastie P. (griech. ''paiderastia'') bedeutet auf dt. ''Knabenliebe''. Die Bedeutung des Wortes war in der Geschichte Wandlungen unterworfen: * Ursprünglich, in der Antike, ist dies die Bezeichnung für die „griechische” Sitte sexueller Beziehungen erwachsener Männer zu Jungen. * Später, in der Neuzeit, hat man in Analogie dazu auch mehr oder weniger ähnliche Phänomene in anderen Kulturen als Päderastie bezeichnet. * Damit sich überschneidend bezeichnet man so auch denjenigen Typus der (vorwiegend männlichen) Homosexualität, bei dem die Partnerrollen durch das Alter geschieden sind. * Schließlich diente Päderastie auch lange, bis in die Gegenwart, als Ersatz für den wegen seiner religiösen Untertöne kompromittierten Begriff Sodomie zur Bezeichnung von Homosexualität bzw. Analverkehr an sich. Paderborn Die Universitätsstadt P. (im westfälischen Niederdeutsch: ''Paterboärn'') ist eine über 140.000 Einwohner zählende Großstadt im Osten des deutschen Landes Nordrhein-Westfalen. Sie ist Kreisstadt des Kreises Paderborn, Oberzentrum u. Mittelpunkt der Region Hochstift Paderborn. Darüber hinaus gehört Paderborn zur Region Ostwestfalen-Lippe. Kulturell u. sprachlich gehört sie zu Norddeutschland. Pädiatrie Die P. (altgriechisch παιδιατρικ&eeacgr; [τ&eacgr;χνη], ''pädiatriké [téchne]'' „die kinderärztliche [Kunst]”, von ''πα&iacgr;ς'' „Kind” u. ''iατρ&oacgr;ς'' „Arzt”), dt. die Kinderheilkunde ist die Lehre von den Erkrankungen des kindlichen u. jugendl. Organismus, seinen Entwicklungsstörungen, den Fehlbildungen u. ihrer Behandlung. Die P. erstreckt sich in ihren Schwerpunkten über alle Fachgebiete der klin. Medizin, da das Wissen von den Erkrankungen des Erwachsenen nicht ohne weiteres auf Kinder übertragbar ist. Pädophilie P. (von griechisch πα&iacgr;ς (''pais'') „Knabe, Kind” u. &phis;ιλ&iacgr;α (''philia'') „Freundschaft”) nennt man die primäre erotisch-sexuelle Neigung Erwachsener zu Personen vor der Geschlechtsreife u. zählt damit zu den Paraphilien. Das modernere Wort „Pädosexualität” wird oft synonym zu P. verwendet. Pädosexualität bezeichnet die sexuelle Orientierung auf Kinder. Padua Bild: Kathedrale_und_Baptisterium.JPG Padua: Kathedrale und Baptisterium P. (italienisch ''Padova''; deutsch früher ''Esten'') ist eine der ältesten Städte in Italien. Sie hat etwa 210.000 Einwohner u. liegt am Rande der Poebene 30 km westlich von Venedig am Fluss Bacchiglione u. ist die Hauptstadt der norditalienischen Provinz P. Paella Eine P. ist ein spanisches Reisgericht aus der Pfanne u. das Nationalgericht der Region Valencia u. der spanischen Ostküste. Der Begriff ''paella'' kommt von dem altfranzösischen Wort ''paele'', das wiederum vom lateinischen Wort ''patella'' stammt (eine Art große Platte oder flache Schüssel aus Metall). Um 1900 adaptierten die Valencianer das Wort ''P.'' für die Metallpfanne, in der ihr Nationalgericht zubereitet wird. Das Gericht besteht aus Reis mit Fleisch, Fisch u. Muscheln. Paganini, Niccolò Niccolò (oder Nicolò) Paganini (* 27. Oktober 1782 in Genua; † 27. Mai 1840 in Nizza) war ein italien. Violinist, Gitarrist u. Komponist. In seiner Zeit war er der führende u. berühmteste Geigenvirtuose. Sein äußeres Erscheinungsbild u. seine brillante Spieltechnik machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende. Pagani Zonda Der P. Z. ist ein vom italien. Sportwagenhersteller Pagani gebauter Supersportwagen. Im Jahr 1999 ging der Zonda in Serie. Seitdem wurden ca. 80 Exemplare gebaut u. verkauft. Pagan Metal P. M. (engl. ''pagan'', heidnisch) ist ein Metal-Genre, in dem häufig mytholog. Themen vorchristl. Religionen behandelt werden. Ein verwandtes Genre stellt der Viking Metal dar. Page, Bettie Bettie Page (* 22. April 1923 in Kingsport, Tennessee, USA; eigentl. ''Bettie Mae Page''); US-amerikan. ehem. Aktmodell. Page, Ellen Ellen Page, auch: Ellen Philpotts-Page, (* 21. Februar 1987 in Halifax, Kanada) ist eine kanad. Schauspielerin. Page, Jimmy James Patrick („Jimmy”) Page, OBE (Officer of the Order of the British Empire), (* 9. Januar 1944 in Heston, Middlesex) ist ein berühmter brit. Gitarrist. Er ist vor allem bekannt als Gründer, Gitarrist u. Produzent der brit. Rockband Led Zeppelin (1968–1980) u. war außerdem Mitglied der Gruppen Yardbirds (1967-1969) u. The Firm (1984–1986). Page, Larry Lawrence (Larry) Page (* 26. März 1973 in Ann Arbor, Michigan als Lawrence E. Page) ist ein US-amerikan. Informatiker u. Mitbegründer der Suchmaschine Google. Nach Page ist auch der PageRank-Algorithmus benannt, ein Bestandteil des Gewichtungsmechanismus dieser Suchmaschine. PageRank Der PageRank-Algorithmus ist ein Verfahren, eine Menge verlinkter Dokumente, wie beispielsweise das World Wide Web, anhand ihrer Struktur zu bewerten bzw. zu gewichten. Dabei wird jedem Element ein Gewicht, der PageRank, aufgrund seiner Verlinkungsstruktur zugeordnet. Der Algorithmus wurde von Larry Page (daher der Name PageRank) u. Sergey Brin an der Stanford University entwickelt u. von dieser zum Patent angemeldet. Er diente dem von Brin u. Page gegr. Unternehmen Google als Grundlage für die Bewertung von Seiten. Pahlavi, Mohammad Reza Mohammad Reza Schah Pahlavi (* 26. Oktober 1919 in Teheran; † 27. Juli 1980 in Kairo) war als Sohn von Reza Schah Pahlavi vom 17. September 1941 bis zur seiner Abreise am 16. Februar 1979 während der Islamischen Revolution Schah von Persien (Iran) u. letzter Herrscher auf dem Pfauenthron. Pain P. ist eine Rockmusikgruppe u. stellt ein Nebenprojekt von Peter Tägtgren dar, der neben seiner Produzententätigkeit hauptsächlich durch seine Rolle als Frontmann u. Songschreiber der Death-Metal-Band Hypocrisy bekannt wurde. Paintball Bild: Paintball-woodland.jpg Zwei Paintballspieler auf einem Waldspielfeld P. ist ein Mannschaftssport, bei dem Gegenspieler mit Farbkugeln markiert werden. Markierte Spieler müssen das Spielfeld verlassen. P. bekommt seinen Namen durch die verwendete Farbmunition, die aus mit Lebensmittelfarbe gefüllten Gelatinekugeln des Kalibers.68 (0,68 Inch Durchmesser, d. h. 17,3 mm) besteht, die durch den Gasdruck einer CO2- oder Druckluftflasche mit dem sogenannten Markierer, einer Luftdruckwaffe, verschossen werden. In Deutschland sind solche Markierer ab dem 18. Lebensjahr frei erwerbbar. Pakistan P. (amtlich: Islamische Republik P.) ist ein Staat in Südasien. Er grenzt an den Iran, Afghanistan, China sowie an Indien. Im S hat P. Anteil an der Küste des Arabischen Meeres, eines Nebenmeeres des Indischen Ozeans. Der Staat P. entstand 1947 aus den mehrheitlich muslim. Teilen Britisch-Indiens, während die Gebiete mit hinduistischer oder sonstiger Bevölkerungsmehrheit sowie der größte Teil des überwiegend muslim. Kaschmir im heutigen Indien aufgingen. 1956 rief sich P. zur ersten Islamischen Republik der Erde aus. Der ehem. Landesteil Ostpakistan ist seit 1971 als Bangladesch unabhängig. Pakt der Wölfe P. d. W. ist ein französ. Film von Regisseur Christophe Gans aus dem Jahr 2001 mit Vincent Cassel, Monica Bellucci u. Mark Dacascos. PAL →Phase Alternating Line. Palace of Westminster Der P. o. W. (dt. ''Westminster-Palast'', oft auch Houses of Parliament genannt) ist ein monumentales, im neugot. Stil errichtetes Gebäude in London, in dem das aus dem House of Commons u. dem House of Lords bestehende brit. Parlament tagt. Der Palast befindet sich in der City of Westminster am Parliament Square, in unmittelbarer Nähe zu Whitehall. Er wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Palace of Whitehall Der P. o. W. (dt.: ''Whitehall-Palast'') war ab 1530 die Hauptresidenz der brit. Monarchen in London. Im Jahr 1698 zerstörte ein Großbrand den gesamten Palast, mit Ausnahme des Banqueting House. Vor dem Brand war er einer der größten Paläste in Europa, mit mehr als 1.500 Räumen. Paladin Ein P. (Plural Paladine, von lat. ''palatinus'') ist ein mit bes. Würde ausgestatteter Adliger, meist ein Ritter. Palais Strousberg Das P. S. wurde nach Plänen des Architekten August Orth 1867/68 als Stadtpalais für den Eisenbahnkönig Bethel Henry Strousberg an der Wilhelmstraße 70 in Berlin errichtet. Die seinerzeit bemerkenswerten techn. Einrichtungen u. der Prunk der Ausstattung standen noch Jahrzehnte nach Errichtung des ''ersten neueren Palastbaus Berlins'' für raffinierten Luxus u. vornehme Repräsentation. Die Ruine des im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Gebäudes wurde im Herbst 1950 trotz bereits bestehenden Denkmalschutzes beseitigt. Paläontologie Die P. (gr.: παλαι&oacgr;ς ''palaios'' alt; &oacgr;ν, Genitiv: &oacgr;ντος ''on'', Genitiv ''ontos'' das Seiende; λ&oacgr;γος ''logos'' Lehre – die Lehre vom alten Seienden) ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter. Gegenstand paläontolog. Forschung sind in Sedimentgesteinen vorkommende Organismenreste u. Hinweise aller Art auf vorzeitl. Lebewesen, die als Fossilien bezeichnet werden. Palast der Republik Der P. d. R. war ein Gebäude am Schloßplatz (von 1951–1994 ''Marx-Engels-Platz'') auf der Spreeinsel im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin, das auf einem Teil des Geländes des Berliner Stadtschlosses errichtet wurde. Er beherbergte die Volkskammer der DDR u. wurde des Weiteren als volksoffenes Kulturhaus genutzt. Die stadtplaner. Entwicklung des Berliner Schloßplatzes ist aufgrund der zentralen Lage des Platzes u. der geschichtl. Bedeutung von Schloss u. Palast seit der Wiedervereinigung Gegenstand intensiver Diskussionen. Seit dem 6. Februar 2006 wird der Palast schrittweise abgerissen. Der Abriss soll im Frühjahr 2009 abgeschlossen sein. Palästina (Region) Die Region P. (''Kanaan (West-Palästina))'', ''Eretz Israel'' u. ''Terra Sancta/Heiliges Land'' genannt, ''Filastīn'' o. ''Falastīn'', hebräisch: ''Eretz Jisra'el''/Land Israel) (in altägypt. Texten als ''Retenu'' bezeichnet) liegt an der südöstl. Küste des Mittelmeeres u. bezeichnet ungefähr die Gebiete Israel mit Ost-Jerusalem, Golan, Gazastreifen, Westjordanland (Palästinensische Autonomiegebiete) u. Jordanien. Sowohl für das Judentum als auch für den Islam u. das Christentum besitzt die Region eine bes. geschichtliche u. religiöse Bedeutung. Palästinenser Als P. galten ursprünglich alle Bewohner des gesamten brit. Mandatsgebiets Palästina. Heute trifft diese Bez. nur noch auf die Arabisch sprechenden Bewohner im Westjordanland u. des Gazastreifen sowie ihre Nachkommen zu. Der Begriff "Palästinenser", unter dem man heute die Mitglieder einer selbständigen polit. Einheit versteht, existiert in dieser Bedeutung erst seit Anfang der 1970er Jahre. Palästinensische Autonomiegebiete Die Palästinensischen Autonomiegebiete liegen im Nahen O zwischen dem Mittelmeer u. dem Jordan. Sie werden geographisch zum Maschrek gerechnet u. sind kein unabhängiger Staat, sondern sind von Israel besetzt. Sie umfassen den gesamten Gazastreifen u. 40% der Fläche des von Israel besetzten Westjordanlandes. Die Palästinensische Autonomiebehörde beansprucht jedoch das gesamte Westjordanland. Die Palästinensische Autonomiebehörde, die eine gewisse Autorität in den Palästinensischen Autonomiegebieten ausübt, wird von den meisten arab. Staaten diplomatisch anerkannt. Von der Mehrheit der Regierungen u. Staaten der Welt werden die Autonomiegebiete politisch u. geographisch nur eingeschränkt anerkannt. Palästinensische Befreiungsorganisation Die P. B. (aus dem engl. ''Palestine Liberation Organisation''), kurz PLO, wurde 1964 gegr., um die Gründung eines unabhängigen arab. Staates Palästina zu erreichen. Ihr Vorsitzender war seit 1969 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 Jassir Arafat. Neuer Vorsitzender ist der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas. Die PLO besteht aus der Fatah, der Demokratischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (Democratic Front for the Liberation of Palestine – DFLP), der Palästinensischen Befreiungsfront (PLF), der Arabischen Befreiungsfront (ALF), der Popular Struggle Front (PSF) sowie anderen kleineren Gruppen. Palau P. (''palau.:'' Belau) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Der Staat, der der pazifischen Inselregion von Mikronesien zuzuordnen ist, umfasst die Palauinseln, die aus der westlichen Inselgruppe der Karolinen gebildet werden u. nördlich von Papua-Neuguinea liegen, sowie einige weit abgelegene Inseln im Südwesten (Südwest-Inseln genannt). Palermo P. ist die Hptst. der italien. Region Sizilien u. die Hptst. der Provinz P. Im 8. Jh. v. Chr. gegr., erlebte die Stadt vor allem unter der Vorherrschaft der Araber sowie der Normannen u. der Staufer eine Blütezeit. Heute ist P. Italiens fünftgrößte Stadt u. das politische sowie kulturelle Zentrum Siziliens. Pali P. heißt eigentlich „der Text” oder „die Zeile”. Als in der Mitte des 19. Jh. europ. Sprachwissenschaftler die Urtexte des Buddhismus erschlossen, übernahmen sie die traditionelle Bez. ''Pali'' für die Sprache dieser Texte. P. ist eine mittelind. Sprache, die aus dem Vedischen hervorgegangen u. somit ein enger Verwandter des klass. Sanskrit ist. Ob P. jemals eine gesprochene Sprache war, gilt als umstritten. Heute wird es eher als Literatursprache eingestuft. P. gehört zu den Prakrit-Sprachen. Palindrom Ein P. (von griechisch ''Παλ&iacgr;νδρομος'' (''palíndromos'') „rückwärts laufend”) ist eine Zeichenkette, die von vorn u. von hinten gelesen gleich bleibt (wie zum Beispiel das Wort ANNA). Palindrome müssen nicht immer einen Sinn ergeben, die Zeichenkette muss allerdings von vorne nach hinten u. von hinten nach vorne von den verwendeten Zeichen u. deren Reihenfolge genau gleich sein. Palladium P. ist ein chem. Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Pd u. der Ordnungszahl 46. Das seltene silberweiße Übergangsmetall der Platingruppe ähnelt im chem. Verhalten sehr dem Platin. Palliation P. (palliative Behandlung oder Betreuung) ist der Fachausdruck für eine lindernde Behandlung im Gegensatz zur kurativen (heilenden) oder prophylaktischen (vorbeugenden) Behandlung. Der Begriff leitet sich vom lateinischen ''pallium'' (Mantel) u. ''palliare'' (lindern) her. Palma P. (katalanisch auch ''Ciutat de Mallorca''; span. ''Palma de Mallorca'') ist die Hptst. der span. Mittelmeerinsel Mallorca u. Sitz der autonomen Regierung der Balearen. Die Stadt hatte im Jahr 2007 eine Einwohnerzahl von 383.107 gemeldeten Bewohnern, davon 285.055 (Jahr 2006) im Stadtzentrum, die restlichen in eingemeindeten Vororten. Im Jahr 2006 betrug der Ausländeranteil der Stadt 14,7% (55.230), der Anteil dt. Ew. belief sich auf 0,9% (3.504). Die Fläche der Gemeinde beträgt 208,7 km2. Palmengewächse Die P. oder Palmen (Arecaceae, veraltet Palmae (Lat. für Hand) oder Palmaceae) sind die einzige Familie der Ordnung der Palmenartigen (Arecales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta). Verwandte Arten waren schon vor etwa 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit weit verbreitet. Die Familie der P. (Arecaceae) enthält laut aktuellen Schätzungen etwa 200 Gattungen mit etwa 2.600 Arten. Palmer, Robert Robert Palmer (* 19. Januar 1949 in Batley, England; † 26. September 2003 in Paris; eigentl. ''Robert Allen Palmer'') war ein brit. Popmusiker. Palm Islands P. I. (engl. für ''Palmeninseln'') sind drei künstl. Inselgruppen („The Palm, Jebel Ali”, „The Palm, Jumeirah” u. „The Palm, Deira”), die zurzeit in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) angelegt werden. Die Inseln werden als achtes Weltwunder vermarktet. Jede der drei Inselgruppen ist in Form einer Palme angelegt. Der „Palmenstamm” ist bei den Projekten „Jebel Ali” u. „Jumeirah” 5 bzw. 4 km lang u. bei dem als letztem Projekt begonnenen „Deira” in einer Länge von 14 km geplant. Insges. sollen die Inseln eine Fläche von 50 km² erreichen. Damit wären sie 25-mal größer als Monaco u. besäßen die Landfläche von Bermuda. Palmöl P. ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen wird.
Es besteht zu etwa 45% aus der gesättigten Palmitinsäure u. zu 40% aus der einfach ungesättigten Ölsäure. Palmkernöl wird aus den Kernen der Früchte gewonnen u. besteht zu 80% aus gesättigten Fetten (überwiegend Laurinsäure). Die wichtigsten Anbauländer sind Malaysia u. Indonesien, mit zusammen über 80% der Weltproduktion. Paltrow, Gwyneth Gwyneth Katherine Paltrow (* 27. September 1972 in Los Angeles, Kalifornien, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Durch ihre Rolle in dem Filmdrama „Shakespeare in Love” wurde sie einem breiteren Publikum bekannt u. mit dem Oscar u. Golden Globe als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Pamir (Schiff) Die P. war eine 1905 für die Hamburger Reederei F. Laeisz gebaute Viermastbark (Viermastsegelschiff). Sie gehörte zu den wegen ihrer Geschwindigkeit u. Zuverlässigkeit berühmten Flying-P-Linern. Die ''Pamir'' sank 1957 in einem Hurrikan, wobei 80 der 86 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Der Verlust der ''Pamir'' führte zum Ende der frachtfahrenden Schulschiffe. Außerdem leitete er international eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen für Großsegler u. Schulschiffe ein. Pampelmuse Die P. (''Citrus maxima''), auch Riesenorange oder Adamsapfel ist die größte der Zitrusfrüchte. Sie gehört zu den Rautengewächsen u. stammt aus dem trop. Südostasien. Ihre Früchte werden als Obst genutzt. Wichtig ist sie als Elternteil von so bekannten Früchten wie Orange oder Grapefruit. Pamphlet Ein P. oder „Schmähschrift” ist eine Schrift, in der sich jemand engagiert, oft polemisch, zu einem wissenschaftlichen, religiösen oder polit. Thema äußert. Die sachl. Argumentation tritt dabei in den Hintergrund. Die leidenschaftl. Parteinahme gegen eine Sache überwiegt bei der Argumentation. Die Herabsetzung einer anderen Person wird dabei billigend in Kauf genommen oder ist sogar das eigentl. Ziel des Pamphlets. Pamplona Bild: Pamplona.Ansicht.jpg Ansicht von Pamplona mit Kathedrale P. (spanisch) oder bask. Iruñea bzw. Iruña ist die Hptst. der spanischen autonomen Region Navarra mit 196.836 Ew. (Januar 2007). Bürgermeisterin ist seit 1999 Dr. Yolanda Barcina Angulo von der Unión del Pueblo Navarro (UPN). Pamuk, Orhan Orhan Pamuk (* 7. Juni 1952 in Istanbul) ist ein türk. Schriftsteller. Er gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller seines Landes u. ist Träger des Literatur-Nobelpreises 2006. In seiner Erzählkunst vermittelt er zwischen dem modernen europ. Roman u. der myst. Tradition des Orients. Sein Werk ist mittlerweile in 35 Sprachen übersetzt u. in über 100 Ländern veröffentlicht. Pamukkale P. (türkisch für ''Baumwollfestung'') ist ein Dorf nahe der Stadt Denizli im SW der Türkei. Seinen Namen erhielt der Ort durch die beeindruckenden Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind u. heute eine Touristenattraktion darstellen. Die Terrassen stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Pan (Mythologie) P. (Παν) ist in der griech. Mythologie der Hirtengott. Seiner Gestalt nach ist er ein Mischwesen aus Menschenoberkörper u. dem Unterkörper eines Ziegenbockes. Panama P. (span. ''Panamá'') ist ein Staat in Zentralamerika, der an Costa Rica im W u. Kolumbien im O grenzt. Der das Land durchquerende Panamakanal verbindet die Kari- bische See im N u. den Pazifischen Ozean im S. Panamakanal Der P. ist eine künstl. Wasserstraße, welche die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet u. den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt verbindet. Die erste Durchfahrt erfolgte am 15. August 1914.
Panamericana Die P. (engl. ''Pan-American Highway'', span. ''Carretera Panamericana'', portugies. ''Estrada Panamericana'', französ. ''Autoroute Panaméricaine'') ist ein System von Schnellstraßen, das – mit wenigen Lücken – Alaska mit Feuerland verbindet, sich also über die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung des amerikan. Kontinents erstreckt. Das Netzwerk umfasst etwa 48.000 km Schnellstraße u. ist in seiner längsten Nord-Süd-Verbindung etwa 25.750 km lang. Panasonic P. ist, wie auch ''Technics'' u. ''National'', ein Markenname des japan. Unternehmens Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. mit Sitz in Osaka, Japan. Panavia Tornado Der Panavia 200 „Tornado” MRCA ist ein zweisitziges Mehrzweck-Kampfflugzeug, das als Jagdbomber, Abfangjäger u. Aufklärer eingesetzt wird. Panay-Vorfall Der P. bezeichnet die Versenkung des US-amerikan. Kanonenbootes USS Panay durch japan. Kampfflugzeuge während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges. Daraufhin entwickelte sich eine diplomat. Krise zwischen den USA u. Japan, die vorher neutral zueinander standen. Pandemie Unter P. (griechisch πανδημ&iacgr;α - ''alles Volk betreffend'') versteht man eine länder- u. kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit, i. e. S. einer Infektionskrankheit. Bei Tierkrankheiten wird der Begriff Panzootie verwendet. Im Gegensatz zur Epidemie ist eine P. somit örtlich nicht beschränkt. Pandora In der griech. Mythologie ist P. (gr. Πανδ&ohacgr;ρα; dt.: „Allgeberin” aus altgriechischem ''pan'' für all-, gesamt u. ''doron'' für Gabe, Geschenk; traditionell jedoch als "Allbegabte" übersetzt) die erste Frau auf der Erde. Hesiod beschreibt P. als „schönes Übel” (καλον κακον), welches die unheilvolle „Büchse der Pandora” mitbrachte. Pandur (Panzer) Der P. ist ein Mannschaftstransportpanzer (MTPz), der 1979 in einer Eigeninitiative von Steyr Spezial Fahrzeuge (SSF, siehe Steyr-Daimler-Puch) entwickelt wurde. Eine modifizierte Variante wurde 1996 im Österreichischen Bundesheer (ÖBH) eingeführt. Mittlerweile befindet sich die weiterentwickelte Version Pandur II in Produktion, die als 6x6- u. 8x8-Version angeboten wird. Panettiere, Hayden Hayden Leslie Panettiere (* 21. August 1989 in Palisades im US-Bundesstaat New York) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Sängerin. Panettone P. (mailänd. ''panetùn'') ist eine Mailänder Kuchenspezialität, die dort traditionell in der Weihnachtszeit verzehrt wird. Pan-European Game Information Pan-European Game Information (Pan-Europäische-Spiel-Information; kurz PEGI) ist das erste europaweite Alterseinstufungssystem für Computerspiele u. wird von der Interaktiven Softwareföderation Europas (ISFE) verwaltet. Für die prakt. Umsetzung des PEGI-Systems ist das niederländ. Institut für die Klassifizierung audiovisueller Medien (NICAM) zuständig. Pangäa P., Pangaea oder Pangea (griech. ''pan'' – alles, allumfassend, γα&iacgr;α ''gaia'' – Erde, Land, d. h. alles Land, Ganzerde, Allerde) war der letzte globale Superkontinent der Erdgeschichte. Er existierte als zusammenhängende Landmasse vom Karbon bis Jura – etwa 300 mya bis 150 mya – also in der Epoche, als sich die Dinosaurier entwickelten u. uneingeschränkte Ausbreitungsmöglichkeiten für alle Landlebewesen bestanden. Pangasius Der P. (''Pangasianodon hypophthalmus'', Syn.: ''Pangasius hypophthalmus'', ''Pangasius sutchi'') ist ein Süßwasserfisch. Pangerl, Peter Chakuza (* 22. Februar 1981 in Linz als ''Peter Pangerl'') ist ein österr. Rapper, der seit 2006 in Berlin lebt u. bei Bushidos Sublabel ersguterjunge unter Vertrag steht. Panic at the Disco P. a. t. D. (bis 2007 in der Schreibung Panic! at the Disco) ist eine US-amerikan. Rockband aus Las Vegas, Nevada, die von vier Highschool-Schülern gegründet wurde. Panik P. ist ein Zustand äußerster Angst vor gegenwärtiger oder angenommener (Lebens-)Gefahr. Das Wort ist vom griech. Hirtengott Pan abgeleitet, von dem die Sage ging, dass er in der größten Mittagsstille auf einmal ganze Herden zu plötzlicher u. anscheinend sinnloser Massenflucht aufjagen könne („panischer Schrecken”). Panik (Band) P. ist der Name einer seit 2002 aktiven, sechsköpfigen Rockband aus Neumünster. Einem breiteren Publikum wurde die Band im Jahr 2007 unter dem Titel ''Nevada Tan'' (abgeleitet von der als Nevada-tan bezeichneten japan. Mörderin) bekannt, bevor sie sich Anfang 2008 im Streit von ihrem Produzententeam trennten u. ihren ursprüngl. Namen wieder annahmen. Panikattacke Als P. (Hypertonus) wird das einzelne, plötzliche u. in der Regel nur einige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen u. psych. Alarmreaktion (''fight or flight'') ohne objektiven äußeren Anlass bezeichnet. Oft ist den Betroffenen nicht klar, dass ihre Symptome Ausdruck einer Panikreaktion darstellen. Die ursprünglich der Energiebereitstellung (u. damit dem Überleben) dienenden vegetativen Reaktionen im Körper werden dadurch als (lebens-)bedrohlich erlebt, was die Panik weiter antreibt. Pankreas →Bauchspeicheldrüse. Pankreastumor Pankreastumoren sind krankhafte Auftreibungen in der Bauchspeicheldrüse, dem Pankreas. In den meisten Fällen handelt es sich um einfache Zysten oder nach Entzündungen verbliebene Pseudozysten, die nur selten Symptome verursachen u. meist keiner Behandlung bedürfen. Pankreatitis Eine P. ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die akut oder chronisch verlaufen kann. Bei einer P. kommt es zur Aktivierung von Pankreas-Enzymen innerhalb des Organs. Da es die Aufgabe dieser Enzyme ist, Proteine u. Fette zu verdauen, beginnt eine Selbstverdauung des Organs. Diese Selbstverdauung führt zur Entzündung der Bauchspeicheldrüse. In schweren Fällen können Blutungen, ernste Gewebeschäden, Infektionen u. Zysten entstehen. Eine entzündete Drüse kann dazu führen, dass Enzyme in den Blutstrom eintreten u. so die Lungen, das Herz u. die Nieren erreichen, wo weitere Schäden auftreten können. Panna cotta P. c. (italienisch für „gekochte Sahne”) ist ein norditalien. Dessert aus Sahne, Zucker u. Vanille. Pansen Der P. (von lat.: ''pantex'', frz.: ''la panse'' – „Bauch” „Wanst”; anatom.: ''Rumen'') ist ein Hohlorgan bei Wiederkäuern (''Ruminantia'') u. der größte der drei Vormägen. Er ist eine große Gärkammer, welche dem eigentl. Drüsenmagen (bei Wiederkäuern als Labmagen bezeichnet) vorgeschaltet ist. Im P. erfolgt der Aufschluss der Zellulose durch Mikroorganismen („Pansenflora”) u. die Resorption der dabei entstehenden Verbindungen. Zusammen mit dem Netzmagen (''Reticulum'') sorgt er für die Einleitung des Rejektion (Hochwürgen in die Mundhöhle) grober Futterbestandteile zum Wiederkäuen bzw. dem Weitertransport zerkleinerter u. vorverdauter Nahrungsteile in den Blättermagen. P. u. Netzmagen werden daher funktionell auch zum ''Ruminoreticulum'' zusammengefasst u. gehen beim Embryo aus einer gemeinsamen Anlage hervor.
Pansexualität Pansexuell ist eine Bez. für die sexuelle Identität von Personen, die in ihrem Begehren keine Vorauswahl nach Geschlecht treffen. In Abgrenzung zum Begriff bisexuell, welcher durch die Vorsilbe "bi" die Norm der Zweigeschlechtlichkeit bestätigt, versucht das im Kontext von queer entstandene "pansexuell" die Begrenzung auf zwei Geschlechter zu überschreiten; der Begriff leitet sich von der griech. Vorsilbe ''pan'' (gesamt, umfassend, alles) ab. Pans Labyrinth P. L. ist ein spanisch-mexikan. Kinofilm aus dem Jahr 2006. Regie führte der mexikan. Regisseur Guillermo del Toro, der zugleich auch das Drehbuch verfasst hat. Der Film, der vor dem Hintergrund militär. Repression in der Zeit nach dem span. Bürgerkrieg spielt, ist eine Mischung aus Filmdrama u. Fantasyfilm. Deutscher Kinostart des Filmes war am 22. Februar 2007. Panta rhei Die Formel panta rhei (griech., „Alles fließt.”) ist ein auf den griech. Philosophen Heraklit zurückgeführter, jedoch erst später geschaffener Aphorismus. Er besagt, dass das Leben ein ewiges Werden sei u. einem steten Wandel unterworfen sei. Pan Tau P. T. (tschechisch „Herr Tau”) ist die Hauptfigur einer gleichn. Kinderserie, die als deutsch-tschech. Koproduktion zwischen dem WDR, den Prager Filmstudios Barrandov u. dem tschechoslowak. Fernsehen (ČST) entstand. Im DDR-Fernsehen lief die Serie unter dem Titel ''Die Abenteuer des Herrn Tau''. Pantera P. (spanisch: ''Panther'') war eine bekannte US-amerikan. Metal-Band aus Fort Worth, Texas. Das nicht näher bekannte Gründungsdatum liegt im Anfang der 1980er. P. gelten als großer Einfluss auf die Entwicklung des modernen Metal. Pantheismus P. (griechisch ''pan'' = „alles, ganz”; ''theós'' = „Gott”) bedeutet, die Gottheit bzw. „das Göttliche” in allen Erscheinungen der Welt zu sehen (''Allgottglaube''). Somit vertritt der P. die Ansicht, dass das Universum gleichbedeutend mit Gott ist. Pantheon P. (gr. παν ''pan'' „alles” u. θε&oacgr;ς ''theós'' „Gott”) ist der antike Name für ein allen Göttern geweihtes Heiligtum. Panthéon (Paris) Das P. (gr. παν ''pan'' „alles” u. θε&oacgr;ς '' theós'' „Gott”) auf dem Hügel der Hl. Genoveva in Paris (5. Arrdt.) ist die Grabstätte berühmter französ. Persönlichkeiten. Das Gebäude wurde, ursprünglich als Kirche der mächtigen Abtei Sainte-Geneviève gedacht, im Auftrag von König Ludwig XV. in den Jahren 1764 bis 1790 von dem Architekten Jacques-Germain Soufflot (1713–1780) u. seinen Schülern errichtet, nach der Vollendung aber von den Führern der Revolution zu einer nationalen Ruhmeshalle erklärt. Pantheon (Rom) Bild: Pantheon_rome_2005may.jpg Fassade des Pantheon in Rom Das P. (von griech.: ''pan'' = alle + ''theós'' = Götter) in Rom war ein allen (Haupt-)Göttern geweihtes Heiligtum, möglicherweise aber auch eine Kaiseraula, ein Audienz- u. Gerichtsraum, als Teil eines Kaiserforums. Kaiser Hadrian ließ es auf dem Marsfeld in Rom zwischen 118 u. 125 n. Chr. erbauen. Der Architekt wie auch der ursprüngl. Name des Gebäudes sind unbekannt. Das P. war für länger als 1600 Jahre die größte Kuppel der Welt, gemessen am Innendurchmesser. Das P. ist seit dem 13. Mai 609 eine röm.-kath. Kirche, geweiht der hl. Maria (Sancta Maria ad Martyres), in der vor allem an hohen Feiertagen Messen zelebriert werden. Pantoffeltierchen Das P. (''Paramecium'') ist ein einzelliges Lebewesen, das durch eine Einbuchtung im Mundfeld eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Pantoffel hat. Es kommt in heim. Gewässern wie in Tümpeln, Teichen, Seen, Flüssen, aber auch in Wasserpfützen vor. Somit ist es ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Pantomime P. (griechisch: ''pantómīmos'' – „Pantomime”, wörtl. „alles nachahmend”) bezeichnet eine Form der darstellenden Kunst, deren Darsteller in den meisten Fällen ohne gesprochenes Wort auskommen u. Szenen, Örtlichkeiten u. Charaktere hauptsächlich durch Gestik u. Mimik verständlich machen. Masken oder Schminkmasken können dabei Verwendung finden. Panzer Der P., kurz für ''Panzerfahrzeug'' oder ''Panzerkampfwagen'', ist ein motorisiertes, meistens auf Gleisketten rollendes u. oft bewaffnetes Militärfahrzeug, welches durch Panzerung gegen Beschuss geschützt ist. In der öffentl. Wahrnehmung wird diese Kategorie der Militärfahrzeuge meist mit dem Kampfpanzer, als mit einem drehbaren Geschützturm ausgestattetes Kettenfahrzeug, assoziiert. Es gibt jedoch Panzerfahrzeuge in sehr unterschiedl. Ausführungen. Panzerfaust Die P. (auch Panzerabwehrrohr) ist eine dt. reaktive Panzerbüchse aus dem zweiten Weltkrieg. Die in großen Zahlen produzierte Waffe war vor allem für die Panzerabwehr konstruiert. Durch die große Bekanntheit u. die plakative Wirkung der Bez. ist die P. oft ein Synonym für den gesamten Waffentyp. Panzergrenadier P. ist in Deutschland, Österreich u. der Schweiz die Bez. für den mit Schützenpanzer u. infanteristisch kämpfenden Soldaten. In Deutschland bezeichnet P. außerdem den niedrigsten Dienstgrad in Panzergrenadiereinheiten. Panzergrenadiere begleiten die Kampfpanzer der Panzertruppe u. bekämpfen auf- u. abgesessen feindl. Infanterie sowie mittels geeigneter Panzerabwehrwaffen auch gepanzerte Fahrzeuge. Die Panzergrenadiertruppe nutzt dazu das Gelände zum eigenen Vorteil u. das Konzept ''Gefecht der verbundenen Waffen''. Im dt. u. österr. Heer ist die Panzergrenadiertruppe eine eigene Truppengattung. Panzerhaubitze 2000 Die P. 2000 (PzH 2000) ist ein selbstfahrendes, gepanzertes Artilleriegeschütz. Sie ist das Standardgeschütz der Brigade-Panzerartilleriebataillone u. ersetzt in der Bundeswehr, welche insges. 185 Stück (in den Jahren 1998 bis 2003) erhielt, die P. M109. Panzerkampfwagen IV Der mittelschwere P. IV (Sd.Kfz. 161) war der dt. Standardkampfpanzer des Zweiten Weltkrieges u. wurde in verschiedenen Versionen von 1936 bis 1945 hergestellt. Paolini, Christopher Christopher Paolini (* 17. November 1983 in Südkalifornien) ist ein US-amerikan. Autor. Papageien Die P. entsprechen in der Systematik der Vögel der Ordnung der Psittaciformes (Papageienvögel). Die Ordnung umfasst rund 350 Arten mit rund 850 Unterarten. Der Verbreitungsschwerpunkt der Arten liegt in den Tropen u. den Subtropen. Papageienschaukel P. (auch ''Bogerschaukel'') bezeichnet eine Foltermethode, bei der das Opfer mit den Kniekehlen kopfüber an einer Stange aufgehängt wird u. die Handgelenke an die Fußgelenke oder die Stange gefesselt werden. Der punktuelle Druck des Körpergewichts auf die Unterschenkel führt nach kurzer Zeit zu starken Schmerzen. Der Begriff stammt aus Brasilien (dort ''pau de arara'' genannt) u. bezieht sich darauf, dass die Trapezstange im Papageienkäfig den einzigen Halt für den Vogel darstellt. Verliert er das Gleichgewicht, hängt er kopfüber. Papa Roach P. R. ist eine US-amerikan. Nu-Metal- bzw. Alternative-Rock-Band, wobei sich in den letzten Alben stärkere Einflüsse aus Hardcore-Punk/Post-Hardcore finden lassen. Sie wurde 1993 in Vacaville (Kalifornien) gegr. Ihre Wurzeln liegen im Crossover-Sound der frühen 1990er Jahre, insbes. bei Mike Patton u. Rage Against The Machine. Maskottchen der Gruppe ist eine Kakerlake. Papathanassiou, Evangelos Odyssey Vangelis (Βαγγ&eacgr;λης; * 29. März 1943 in Agria bei Volos, Griechenland; eigentlich &Epsi;υ&aacgr;γγελος Οδυσσ&eacgr;ας Παπαθανασ&iacgr;ου (''Evangelos Odysseas Papathanassiou'') ist ein bekannter Komponist u. auch einer der Pioniere der elektron. Musik. Papaya P. (''Carica papaya'', auch Melonenbaum oder Papayabaum genannt) ist eine trop. Staude, die zur Familie der Melonenbaumgewächse (Caricaceae) gezählt wird. Die Pflanze wird oft fälschlicherweise als Baum bezeichnet, weil sie einen baumartigen Habitus hat. Die P. stammt ursprünglich aus dem Tiefland u. Küstenregionen des trop. Amerikas, ihr Name aus der Sprache der Arawak-Indianer. Schon zu Beginn des 16. Jh. begannen die Spanier damit, diese Pflanze auch auf den Antillen u. den Philippinen anzupflanzen. Heute wird sie weltweit in den Tropen u. Subtropen kultiviert. Papel Als P. (von lat.: ''Papula'' = „Bläschen”) oder Knötchen bezeichnet man in der Medizin eine bis zu erbsengroße erhabene Verdickung der Haut. Sie zählt zu den primären Hautveränderungen (''Primäreffloreszenzen'') u. kann sich vollständig, ohne Narbenbildung zurückbilden. Herdförmig konfluierende Papeln nennt man Plaques. Die Bildung von Papeln kann durch verschiedene Hautkrankheiten verursacht werden. Auslöser können Insektenstiche, bakterielle Infektionen, Einzeller (Leishmaniose), Parasiten (Krätze, Sarcoptes-Räude), Allergien oder Hauttumoren sein. Papen, Franz von Franz von Papen (''Franz Joseph Hermann Michael Maria von Papen, Erbsälzer zu Werl u. Neuwerk;'' * 29. Oktober 1879 in Werl; † 2. Mai 1969 in Obersasbach) war ein dt. Politiker (Zentrumspartei), 1932 Reichskanzler u. 1933–1934 Vizekanzler im ersten Kabinett Hitler. Papen gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem ''Internationalen Militärgerichtshof'' angeklagten Personen u. wurde von der Anklage des Kriegsverbrechens freigesprochen. Papier P. (von französ.: ''papier'', aus griech.: ''π&aacgr;πυρος'', ''pápyros'', „Papyrusstaude”) ist ein Material, das vorwiegend zum Beschreiben u. Bedrucken verwendet wird u. größtenteils aus pflanzl. Fasern besteht. Weitere wichtige Einsatzgebiete sind Verpackungen (Pappe, Karton), Hygienepapiere (z. B. Toilettenpapier) u. Spezialpapiere (z. B. Tapeten). Heute wird P. in der Regel aus Zellstoff oder Holzstoff (Holzschliff) hergestellt. Wiederverwertetes P. in Form von Altpapier stellt mittlerweile eine wichtige Rohstoffquelle in Europa dar. Papierformat Die Standardgrößen für Papierformate in Deutschland sind die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) 1922 in der Norm DIN 476 festgelegten Formate. In der Papier- u. Druckindustrie erfolgt die Formatangabe grundsätzlich mit ''Breite'' × ''Höhe'', u. zwar immer in dieser Reihenfolge. Deshalb lässt sich daraus schließen, ob es sich um ein Hoch- oder ein Querformat handelt. Papillon (Buch) P. ist die Autobiographie von Henri Charrière, einem Franzosen, der wegen Mordes zu lebenslanger Zwangsarbeit in Französisch-Guayana verurteilt worden war. Pappa ante Portas P. a. P. ist eine dt. Komödie von 1991 u. der zweite Spielfilm mit Loriot in der Hauptrolle u. als Regisseur. Paprika Die Gattung P. ''(Capsicum)'', umgangssprachlich auch als Chili, Peperoni oder Pfefferoni bezeichnet, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Es gibt viele verwandte Kulturpflanzenarten, wie z.B. Kartoffeln (''Solanum tuberosum''), Tomaten (''Solanum lycopersicum''), Auberginen (''Solanum melongena'') u. auch alle Tabakarten (''Nicotiana''). Papst P. (von griech. ''pappas'' „Vater”/„Bischof”; kirchenlat. ''papa''; mhd. babes[t]) ist der religiöse Titel vor allem für das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche (auch: ''Heiliger Vater'' oder ''Santo Padre''). Unter der Bez. ''Heiliger Stuhl'' agiert der römische P. sowohl allein als auch zusammen mit der Kurie international als nichtstaatl. Völkerrechtssubjekt u. vertritt zugleich den Staat Vatikanstadt (als staatl. Völkerrechtssubjekt), dessen Staatsoberhaupt er ist. Derzeitiger Amtsinhaber ist der am 19. April 2005 im Konklave gewählte ehem. dt. Hochschullehrer Joseph Ratzinger, der sich den Papstnamen Benedikt XVI. gegeben hat. Päpstin Johanna Bei P. J. (auch Johannes Anglicus, in anderen Varianten der Legende auch ''Jutta'', ''Frau Jutte'', ''Gilberta'', ''Agnes'' oder ''Glancia'' genannt) handelt es sich um einen Legendenstoff. Von seriösen Historikern wird die P. J. als fiktive Gestalt eingestuft. Die Legende um die Päpstin Johanna ist seit dem 13. Jh. überliefert. Die ursprünglichen Formen der Sage berichteten von einer namenlosen Päpstin, die gegen Ende des 11. Jahrhunderts amtiert haben soll. Papua-Neuguinea P. ist nach Indonesien u. Madagaskar der drittgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik, wird zum austral. Kontinent gerechnet u. umfasst den O der Insel Neuguinea (der westl. Teil, West-Papua, gehört zu Indonesien) sowie mehrere vorgelagerte Inseln u. Inselgruppen.
Parabel (Mathematik) In der Mathematik ist eine P. (von griech.: παραβολ&eeacgr; ''parabole'' = ''das Daneben-Gehende; der Vergleich'', von altgriech.: ''paraballein'' = nebeneinanderstellen) eine Kurve, genauer ein Kegelschnitt, der entsteht, wenn man den Kegel mit einer Ebene schneidet, die parallel zu einer Mantellinie des Kegels ist. Wenn die Ebene selbst eine Tangentialebene des Kegels ist, erhält man eine Gerade als degenerierte Parabel. Außerdem stellen die Funktionsgraphen von quadrat. Funktionen Parabeln dar. Parabel (Sprache) Die P. (griechisch παραβολ&eeacgr;, ''parabolé'' - wörtlich ''das Daneben-Gehende; der Vergleich'') ist eine dem Gleichnis verwandte Form von Literatur, eine lehrhafte u. kurze Erzählung. Ihr Anliegen ist die Vermittlung von Fragen der Moral u. ethischen Grundsätzen, welche durch Übertragung in einen anderen Vorstellungsbereich begreifbar werden. Das im Vordergrund stehende Geschehen (Bildebene) hat symbol. Bedeutung für den Leser. Paracetamol P., in Nordamerika besser bekannt als Acetaminophen, ist ein schmerzstillender u. fiebersenkender Arzneistoff. Genutzt wird es in verschiedenen Medikamenten, etwa Erkältungsmitteln, sowie als Hauptbestandteil vieler Schmerzmittel u. Teil von Kombipräparaten (z. B. Thomapyrin®). Paradigma Das Wort P. (gr. παρ&aacgr;δειγμα ''parádeigma'', aus ''parà'' „neben” u. ''deiknynai'' „zeigen”, „begreiflich machen”; Plural ''Paradigmen'' oder ''Paradigmata'') bedeutet ''Beispiel'', ''Vorbild'', ''Muster'' oder ''Abgrenzung'', ''Vorurteil''. Paradigmenwechsel Als P. wird eine (oft radikale) Änderung des Blickwinkels auf ein wissenschaftl. Feld, auf dessen Paradigma, bezeichnet u. dabei die Grundlage für eine Weiterentwicklung gegeben. Festgestellt werde dieser Wechsel von der betr. „Wissenschaftsgemeinde”. Paradis, Vanessa Vanessa Chantal Paradis (* 22. Dezember 1972 in Saint-Maur-des-Fossés bei Paris) ist eine französ. Schauspielerin, Sängerin u. Fotomodell. Paradise Lost P. L. (dt. ''Das verlorene Paradies''), veröffentlicht 1667, ist ein Episches Gedicht in Blankversen des engl. Dichters John Milton. Es erzählt die Geschichte des Sündenfalls, der Versuchung von Adam u. Eva durch Satan u. ihrer Vertreibung aus dem Garten Eden. Paradoxon Ein P. oder Paradox (altgriechisch ''παρ&aacgr;δοξον'', von ''παρα~, para~'' – gegen~ u. ''δ&oacgr;ξα, dóxa'' – Meinung, Ansicht), auch Paradoxie (''παραδοξ&iacgr;α'') u. in der Mehrzahl Paradoxa genannt, ist ein scheinbarer oder tatsächlich unauflösbarer, unerwarteter Widerspruch. Paraffin Bild: Natrium.jpg Natrium unter Paraffinöl P. (Latein ''parum affinis'', »wenig verwandt« bzw. »wenig reaktionsfähig«) bezeichnet ein Gemisch aus Alkanen (gesättigte Kohlenwasserstoffe) mit der allg. Summenformel CnH2n+2. Die Zahl n liegt zwischen 18 u. 32, die molare Masse damit zwischen 275 u. 600 Gramm pro Mol. Hartparaffin schmilzt zwischen 50 u. 60 °C, Weichparaffin bei etwa 45 °C. Die Mikrowachse weisen sogar Erstarrungspunkte zwischen 70 u. 80 °C auf u. enthalten Kettenlängen (n) von bis zu 75 Kohlenstoffatomen. Zwischen den Hartparaffinen u. den Mikrowachsen liegen die Intermediate, die Erstarrungspunkte von 60–70 °C aufweisen. Paragraph Der Begriff P. (auch ''Paragraf'') stammt aus dem Griechischen u. bedeutet das „Danebengeschriebene”. Ein P. dient zur Einteilung in aufzählendem Schrifttum (etwa Gesetze, Verträge, Lehrbücher). Er selbst wird in der Regel zur besseren Referenzierbarkeit (insbes. bei Gesetzestexten) wiederum aufgeteilt in Absätze, Nummern (bzw. in Österreich auch gebräuchlich: Ziffern), Buchstaben (litera) u./oder Sätze u. ist unter Umständen mit Randnummern versehen. Paraguay P. ist ein Binnenstaat in Südamerika, der im O an Brasilien, im S u. W an Argentinien u. im N u. W an Bolivien grenzt. Der Name des Staates bedeutet „Wasser, das zum Wasser geht”, abgeleitet von der Sprache der Ureinwohner, Guaraní: pará („Ozean”), gua („zu/von”) u. y („Wasser”). Parallel (Geometrie) In der Euklidischen Geometrie definiert man: Zwei Geraden sind parallel, wenn sie in einer Ebene liegen u. einander nicht schneiden. Häufig wird außerdem jede Gerade ''„zu sich selbst parallel”'' genannt. Parallele Schnittstelle Die P. S. bezeichnet einen digitalen Eingang oder Ausgang eines Computers oder eines Peripheriegerätes. Bei der Datenübertragung über eine parallele Schnittstelle werden mehrere Bits parallel übertragen, im Gegensatz zur seriellen Schnittstelle, bei der die Bits nacheinander übertragen werden. Parallelogramm Ein Parallelogramm oder Rhomboid ist ein konvexes ebenes Viereck, bei dem gegenüberliegende Seiten parallel sind. Parallelschaltung Die P. beschreibt in der Elektrotechnik u. Elektronik, aber auch in der Verfahrenstechnik eine Art der Schaltung der Elemente (Zweipole) in einem Schaltkreis: Bauteile sind parallel geschaltet, wenn alle ihre gleichn. Pole (oder Anschlüsse, Ein- oder Auslässe) jeweils miteinander verbunden sind. Die Anzahl der parallelgeschalteten Elemente ist beliebig. Paralympics Die Paralympischen Spiele sind die Olympischen Spiele für Sportler mit körperl. Behinderung. Sie finden jeweils in kurzem zeitl. Abstand vor oder nach den Olympischen Spielen am gleichen Ort der Olympischen Spiele statt. Die letzten P. fanden 2006 in Turin statt. Nicht zu den P. gehören die Deaflympics für Gehörlose u. die Special Olympics für Menschen mit kognitiver Behinderung. Paramagnetismus P. ist eine Ausprägungsform von Magnetismus in Materie. Ein Paramagnet magnetisiert sich in einem externen Magnetfeld so, dass er das Magnetfeld in seinem Innern verstärkt. Die Magnetisierung ist proportional zur magnet. Feldstärke; der Faktor wird durch die magnet. Suszeptibilität bestimmt. Paramilitär Die Bez. P. ist ein Kunstwort, das sich von griechisch: ''para'' „neben” u. lateinisch: ''miles'' „Kämpfer” oder „Soldat” ableitet. Der Name ''paramilitärischer Verband'' bezeichnet nicht zu den eigentlichen Streitkräften eines Landes gehörende, jedoch mit militärischem Gerät ausgestattete besondere Polizeitruppen (wie z. B. Grenzpolizei, Küstenwache). Als ''Paramilitärs'' werden auch inoffizielle, nichtstaatliche militärische organisierte Gruppierungen bezeichnet, die sich polizeiliche oder militärische Kompetenzen anmaßen, um außergesetzliche eigene Ziele mit Gewalt durchzusetzen. Paramore P. ist eine Pop-Punk-Band aus Franklin, Tennessee. Ihr Debütalbum mit dem Namen ''All We Know Is Falling'' wurde am 26. Juli 2005 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Sie sind bei dem Label Fueled by Ramen unter Vertrag. Paranoia P. (gr. παρ&aacgr;νοια ''paránoia'', aus ''parà'' „neben” u. ''noûs'' „Verstand”) heißt wörtlich „neben dem Verstand”, „verrückt”, „wahnsinnig”. Ihr Spektrum reicht von neurot. Formen einer paranoiden Neigung bis zu schweren psychot. Ausprägungen. Die neurotische paranoide Persönlichkeit ist durch übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, durch Kränkbarkeit, Misstrauen sowie eine Neigung, Erlebtes zu verdrehen, gekennzeichnet. Sie neigt dazu, neutrale oder freundl. Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich misszudeuten. Häufig findet man auch wiederkehrende unberechtigte Verdächtigungen hinsichtlich der sexuellen Treue des Ehegatten oder Sexualpartners u. streitsüchtiges Bestehen auf eigenen Rechten. Betroffene neigen zu überhöhtem Selbstwertgefühl u. übertriebener Selbstbezogenheit (ICD-10). Paraphilie Die Paraphilien (griechisch ''παρα&phis;ιλ&iacgr;α'', von ''pará'', „abseits”, „neben”, u. ''philía'', „Freundschaft”, „Liebe”) sind eine Gruppe psych. Störungen, die sich als ausgeprägte (u. wiederkehrende), von der empirischen „Norm” abweichende, sexuell erregende Phantasien, dranghafte sexuelle Bedürfnisse oder Verhaltensweisen äußern, die sich auf unbelebte Objekte, Schmerz (u. a. Demütigung) oder nicht einverständnisfähige Personen (u. a. Kinder) beziehen u. in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigung bei der betroffenen Person oder ihren Opfern hervorrufen. Was die Paraphilien zu psych. Störungen u. nicht einfach zu extravaganten Vorlieben macht, ist, dass Menschen, die von einer P. betroffen sind, ''ausschließlich'' im Kontext mit ungewöhnl. Praktiken, bizarren Phantasien oder spezif. Objekten sexuelle Erregung erleben können. Parapsychologie Die P. (neuzeitl. Kunstwort aus altgriech. Wortstämmen - etwa ''die weitergehende Seelenkunde'', von ''para - neben, nebenbei, nebenher'', ''Psyche - die Seele'' u. ''lógos - die Kunde, Vernunft, das Wort'') beschäftigt sich mit übersinnl. Kommunikation u. der Beeinflussung physikal. Zustände durch ausschließlich psych. Einflussnahme. Die Arbeitsmethoden der P. beruhen auf empirischen, statist. Untersuchungen, soziolog. Feldforschung u. der Arbeit mit sogenannten bes. ''begabten'' Medien. Parasiten des Menschen P. d. M. sind Parasiten, die den Menschen befallen. Von einem Tier auf einen Menschen oder von einem Menschen auf ein Tier übertragbare Infektionskrankheiten bezeichnet man als Zoonose. Beachtenswert ist jeweils, dass die meisten Entwicklungsstadien der meisten Parasiten durch einfaches Pasteurisieren für einige Minuten bei 60 °C abgetötet werden, dass aber einige selbst längeres Tiefgefrieren bei Temperaturen um minus 20 °C überleben können. Parasitismus P. (Schmarotzertum) i. e. S. bezeichnet den Nahrungserwerb aus einem anderen Organismus, wobei dieser auch als Wirt bezeichnete Organismus geschädigt, aber entweder gar nicht oder aber erst zu einem späteren Zeitpunkt getötet wird. I. w. S. kann P. als eine Steigerung der Fitness des Parasiten bei gleichzeitiger Verminderung der Fitness des Wirtes verstanden werden. Parästhesie Eine P. (griechisch παρα&iacgr;σθηση, ''paraisthese'', „die Fehlwahrnehmung”) ist eine Sensibilitätsstörung der Nerven. Diese kann sich als Kribbeln in den Fingern, als elektrisierende Missempfindung oder als schmerzhaft brennendes Gefühl (eine Kausalgie) äußern. Im Gegensatz dazu wird eine unvollständige ''Taubheit'' als Hypästhesie, eine vollständige als Anästhesie bezeichnet. Parasympathikus Der P. ist eine der drei Komponenten des vegetativen Nervensystems. Er wird auch als „Ruhenerv” bezeichnet, da er dem Stoffwechsel, der Regeneration u. dem Aufbau körpereigener Reserven dient (''trophotrope'' Wirkung). Er sorgt für Ruhe, Erholung u. Schonung. Das vegetative Nervensystem kontrolliert unwillkürlich die meisten inneren Organe u. den Kreislauf. Parataxe Eine P. (gr. parátaxis: Beiordnung, Koordination) ist eine Aneinanderreihung von selbstständigen Sätzen (Hauptsätzen). Parathormon Das P., auch Parathyrin (PTH), ist ein Peptidhormon, bestehend aus 84 Aminosäuren, welches in den Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen) gebildet wird. Die Hauptfunktion des Parathormons ist die Erhöhung der Calcium-Konzentration im Blutplasma. Eine Verminderung dieser Konzentration induziert vermehrte PTH-Sekretion. Paraurethraldrüse Mit P. (lat.: Glandula paraurethralis) oder Skene-Drüse (nach Alexander Skene 1838-1900) oder Prostata feminina (lat. weibl. Prostata) werden in der Anatomie akzessor. Geschlechtsdrüsen der Frau bezeichnet. Diese Drüsen besitzen, wie die männl. Prostata (daher werden sie auch Prostata feminina bezeichnet), mehrere Ausführungsgänge, die in den Endabschnitt von Harnröhre u. rechts u. links der Harnröhre münden. Ihr Sekret (siehe weibl. Ejakulation) ähnelt in Zusammensetzung u. Enzymmustern dem aus der Prostata des Mannes. Parenchym P. (griech. enchyma, das Eingegossene, Füllung) bez. menschliches, tieri- sches oder pflanzl. Grundgewebe. In der Re- gel weisen die das Gewebe bildenden Zellen keine bes. anatom. Differenzierung auf. Parenteral P. bedeutet wörtlich „am Darm vorbei”, „unter Umgehung des Darmes” (beide Wortteile kommen aus dem Griechischen: ''παρα-'', ''para-'', „neben-”, ''&eacgr;ντερο(ν)'', ''éntero(n)'', „der Darm”). Gemeint ist meist Verabreichung von Medikamenten unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes, wo einige Medikamente bereits verdaut, verstoffwechselt oder gar nicht erst resorbiert werden. Es kann sich aber auch auf den parenteralen Ausbreitungsweg einer Krankheit wie etwa der Malaria beziehen. Parese P. (π&aacgr;ρεσις ''páresis'' - das „Erschlaffen”) ist gleichbedeutend mit Lähmung. Oft wird das Wort jedoch einschränkend im Sinne von „inkomplette Kraftminderung” verwendet. Eine vollständige Lähmung bezeichnet man eher als ''Paralyse'' oder ''Plegie'', eine Gefühlslähmung, also eine Taubheit, als Sensibilitätsstörung. Pareto-Optimum Das P., benannt nach dem Ökonom u. Soziologen Vilfredo Pareto (1848–1923), ist ein Kriterium für die Bewertung von Zuständen u. Veränderungen, die mehrere Individuen betreffen. Ein Zustand ist dann pareto-optimal, wenn keine Veränderung dieses Zustandes möglich ist, die mindestens ein Individuum besser stellt ohne zugleich ein anderes Individuum schlechter zu stellen. Pareto-Verteilung Die P., benannt nach dem italien. Ingenieur, Soziologen u. Ökonomen Vilfredo Pareto (1848–1923), ist eine stetige Wahrscheinlichkeitsverteilung. Die P. beschreibt das statistische Phänomen, dass eine ''kleine'' Anzahl von ''hohen'' Werten einer Wertemenge mehr zu deren Gesamtwert beitr„gt als die ''hohe'' Anzahl der ''kleinen'' Werte dieser Menge. Parfüm Ein P. oder Parfum (französ.: parfum = Duft; aus lat.: per = durch u. lat.: fumum = Rauch, Dampf; aus der Anwendung von Räucherstoffen abgeleitet) ist ein meist flüssiges Gemisch aus Alkohol u. Riechstoffen u. dient der Erzeugung angenehmer Gerüche. Paris P. (frz. [pa&beton;ri]) ist die Hptst. Frankreichs u. der Region Île-de-France. Das administrativ zur Stadt P. gehörende Gebiet hat 2.167.994 Ew. (amtl. Zahl für 1. Januar 2006), in der Agglomeration lebten im Jahr 2005 9.928.000 Menschen. P. ist eine der bedeutendsten Weltstädte u. das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes u. sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen u. sechs Kopfbahnhöfen). P. ist auch Sitz der UNESCO, der OECD u. der ICC. Pariser Akademiestreit Der sogenannte P. A. von 1830 war ein wissenschaftl. Disput zwischen den beiden französ. Naturforschern Georges Cuvier u. Étienne Geoffroy Saint-Hilaire vor der Pariser Académie des sciences. Der Streit begann am 15. Februar 1830, als Saint-Hilaire die Arbeit zweier junger Forscher lobend vorlegte, in der die Anatomie der Wirbeltiere mit der der Weichtiere verglichen wurde. Cuvier erhob Einspruch u. startete damit eine der berühmtesten Debatten in der Geschichte der Biologie. Sie zog sich in acht öffentl. Disputen bis zum 15. April 1830 hin, wobei Cuvier als der Sieger des Streits gilt. Parker, Sarah Jessica Sarah Jessica Parker (* 25. März 1965 in Nelsonville, Ohio) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Der Durchbruch gelang Parker vor allem durch ihre Rolle als New Yorker Sex-Kolumnistin ''Carrie Bradshaw'' in der 94-teiligen Fernsehserie „Sex and the City” (1998). Parker Lewis – Der Coole von der Schule P. L. – D. C. v. d. S. (Originaltitel ''Parker Lewis Can't Lose'') ist eine US-amerikan. Comedy-Serie über die drei Freunde Parker Lewis, Mikey Randall u. Jerry Steiner, die sich mit Witz u. möglichst viel Coolness den absurden Problemen ihres Teenager-Lebens stellen. Bes. zu schaffen machen ihnen die tyrannische Rektorin Grace Musso u. ihre rechte Hand Frank Lemmer sowie Parkers Schwester. Parkett P. ist ein Fußbodenbelag aus Holz für Innenräume. Das Holz, in der Regel Hartholz von Laubbäumen, wird dazu in kleine Stücke gesägt u. nach bestimmten Mustern zusammengesetzt.
Das Holz wird immer so eingebaut, dass die Holzfaser horizontal liegt. Holzböden, bei denen die Jahresringe sichtbar sind, d.h. die Fasern vertikal stehen, nennt man Holzpflaster. Einen großformatigen Holzboden aus langen Brettern nennt man Dielenboden. Parkinson-Krankheit Die P. bzw. Morbus Parkinson (weitere Synonyme: ''Parkinson’sche Krankheit'', ''Paralysis agitans'' = ''Schüttellähmung'' oder ''Zitterlähmung'', ''Idiopathisches Parkinson-Syndrom'' (IPS)) ist eine langsam fortschreitende neurolog. Erkrankung. Sie zählt zu den degenerativen Erkrankungen des Extrapyramidalmotorischen Systems. Die vier Hauptsymptome sind Rigor (Muskelstarre), Tremor (Muskelzittern) u. Bradykinese (verlangsamte Bewegungen), welche bis hin zu Akinese (Bewegungslosigkeit) führen kann, sowie posturale Instabilität (Haltungsinstabilität). Ausgelöst wird sie durch das Absterben von Zellen in der Substantia nigra, einer Struktur im Mittelhirn, die den Botenstoff Dopamin herstellt. Der Mangel an Dopamin führt letztlich zu einer Verminderung der aktivierenden Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde. Parkour Le P. (fälschlicherweise auch Parcours, Parcour oder Parkours bezeichnet) ist eine von David Belle begründete Sportart, bei welcher der Teilnehmer (Tracuer) unter Überwindung sämtl. Hindernisse einen möglichst kurzen Weg von A zum selbstgewählten Ziel B nimmt. Die Idealvorstellung des Traceurs ist es, durch nichts – außer der eigenen Kreativität – in der Bewegung eingeschränkt zu sein. Parlament P. (vom altfranz.: ''parlement'' = Unterredung; vom franz.: ''parler'' = reden), das, Volksvertretung, die aus einer oder zwei Kammern bestehen kann. Im übertragenen Sinn werden heute auch andere polit. Versammlungen mit dem Begriff bezeichnet. Diese Versammlungen stellen jedoch keine vom Volk legitimierten Volksvertretungen dar. Parlamentarische Demokratie Die P. D. ist eine Regierungsform des Parlamentarismus, bei der die wichtigsten polit. Entscheidungen von einem aus freier Volkswahl hervorgegangenen Parlament getroffen werden. Es leitet seine Legitimation von dieser Wahl durch das Wahlvolk ab, die wahlberechtigten Bürger, von denen als Souverän die Staatsgewalt ausgeht. Parlamentarisches Regierungssystem Als P. R. bezeichnet man jene Ausformungen parlamentar. Systeme westl. Demokratien, in denen die Regierung in ihrer Amtsausübung auf die direkte oder indirekte Unterstützung durch das Parlament angewiesen ist. Hierbei sind die beiden Institutionen personell miteinander verzahnt u. das Parlament besitzt ausgeprägte Kompetenzen, in erster Linie die Absetzung der Regierung. Als Idealtyp für das parlamentar. System wird das Vereinigte Königreich von Großbritannien u. Nordirland herangezogen. Den gegenteiligen Systemtyp nennt man präsidentielles Regierungssystem mit dem Prototyp der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Mischform mit Elementen beider Typen nennt man semipräsidentielles Regierungssystem, wobei ein ausgeprägtes Beispiel in der V. Französischen Republik vorzufinden ist. Parlamentspalast Bild: Palace_of_Parliament.jpg Der Parlamentspalast in Bukarest Der P. (rumän. ''Palatul Parlamentului'') in der rumän. Hptst. Bukarest, früher als „Haus des Volkes” (''Casa Poporului'') bekannt, ist nach dem Pentagon (bei Washington D.C.) das zweitgrößte Gebäude der Welt. Parmesan Parmesankäse, von italien. ''Parmigiano'', bezeichnet einen bes. zum Reiben als Würzkäse geeigneten Hartkäse aus Kuhmilch. Der namensgebende Extrahartkäse Parmigiano-Reggiano ist seit 30. Oktober 1955 mit dem DOP-Siegel geschützt, seit 12. Juni 1996 EU-weit als g.U./PDO-Produkt (geschützte Ursprungsbezeichnung/Protected Designation of Origin), er hat mindestens 32% Fett i. Tr. Parodie P. (griechisch παρωδ&iacgr;α ''parōdía'' „verstellt gesungenes Lied”) bezeichnet in der Literatur die verzerrende, übertreibende oder verspottende Nachahmung eines bekannten Werkes oder einer prominenten Person, wobei zwar die Form oder (bei Personen) typische Verhaltensweisen beibehalten werden, aber ein anderer, nicht dazu passender Inhalt unterlegt wird. Durch die dadurch aufgebaute deutl. Abweichung gegenüber dem bekannten Original entsteht ein humorist. Effekt. Eine P. muss nicht zwingend verspottenden Charakter haben, sie kann sogar mit einer Hommage einhergehen. Parodontitis Die P. (griech. Kunstwort παροδοντ&iacgr;τιδα) ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zeigt. Die ''Parodontose'' (griech. Kunstwort ''παροδ&oacgr;ντοση'') hingegen bezeichnet einen nicht-entzündl. Schwund des Zahnbettes ohne vertiefte Zahnfleischtaschen u. ohne Blutungsneigung des Zahnfleisches, wie es ihn so nicht gibt. Der Begriff wird also meist falsch verwendet. Paroxetin P. ist ein antidepressiv wirkender Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Es wird u.a. von GlaxoSmithKline unter dem Markennamen Paxil® (USA), Seroxat® (Europa, nicht in England), Deroxat® (Schweiz) u. Aropax® (Australien) vertrieben u. steht darüber hinaus als Generikum zur Verfügung. Paroxetin unterliegt der ärztlichen Verschreibungspflicht. Parser Ein P. [&beton;pa&dehn;rs&eunbet;] (engl. ''to parse'' „analysieren” bzw. von lateinisch ''pars'' „Teil”; im Deutschen gelegentlich auch ''Zerteiler'') ist ein Computerprogramm, das in der Computertechnik für die Zerlegung u. Umwandlung einer beliebigen Eingabe in ein für die Weiterverarbeitung brauchbares Format zuständig ist. Häufig werden P. eingesetzt, um im Anschluss an den Analysevorgang die Semantik der Eingabe zu erschließen u. daraufhin Aktionen durchzuführen. Parson-Russell-Terrier Der P. ist eine von der FCI (Nr. 339, Gr. 3, Sek. 1) anerkannte brit. Hunderasse. Parsons, Karyn Karyn Parsons (* 8. Oktober 1966 in Hollywood, Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Parsons, Talcott Talcott Parsons (* 13. Dezember 1902 in Colorado Springs, Colorado; † 8. Mai 1979 in München) war nach dem Zweiten Weltkrieg der einflussreichste US-amerikan. soziolog. Theoretiker. Partei des Demokratischen Sozialismus Die P. d. D. S. (PDS) war eine aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) hervorgegangene Partei, die sich Anfang Dezember 1989 in ''Sozialistische Einheitspartei Deutschlands - Partei des demokratischen Sozialismus'' (SED-PDS) umbenannte, am 4. Februar 1990 ihren Namen in ''Partei des demokratischen Sozialismus'' (PDS) änderte u. von November 2006 an ''Die Linkspartei.PDS'' (Linke.PDS) hieß, bis sie am 16. Juni 2007 mit der WASG fusionierte u. in der Partei Die Linke aufging.
Die Partei bekannte sich zum Demokratischen Sozialismus. Ihre Mitgliederzahl wurde im Dezember 2006 mit 60.338 beziffert. Parthenogenese Die P. (altgriechisch παρθενογ&eacgr;νεσις, von παρθ&eacgr;νος, „die Jungfrau” u. γ&eacgr;νεσις, „die Entstehung, Geburt, Genese”, deswegen auch Jungfernzeugung oder Jungferngeburt genannt) ist eine Form der eingeschlechtl. Fortpflanzung. Dabei entstehen die Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen. Durch bestimmte Hormone wird der unbefruchteten Eizelle eine Befruchtungssituation „vorgespielt”, worauf diese sich zu teilen beginnt u. zu einem Organismus heranreift. Parthenon Bild: Parthenon_Athen.jpg Der Parthenon Der P. (altgriechisch: Παρθεν&ohacgr;ν, ''das Jungfrauengemach'') ist der Tempel für die Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos auf der Athener Akropolis. Er wurde zum Dank für die Rettung der Athener u. Griechen durch die Göttin nach dem letzten Perserkrieg erbaut u. ersetzte einen bereits zuvor an dieser Stelle stehenden Tempel, der von den Persern zerstört worden war. Im Laufe der Geschichte diente das Gebäude unter anderem auch als Schatzkammer des Attischen Seebunds. Der P. ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenlands u. eines der bekanntesten Gebäude weltweit. Das Gebäude beherrscht als zentraler Bau seit fast 2.500 Jahren die Athener Akropolis. Parther Die P. (altpers. ''Parθava'', lat. ''Parthi'') waren ein antikes iran. Volk, das vom 3. Jh. v. Chr. an im heutigen Iran ein Reich aufbaute, welches schließlich auch große Teile Mesopotamiens, des südöstl. Mittelasiens u. einiger angrenzender Randgebiete umfasste. Mitunter werden sie nach dem Namen der regierenden Dynastie auch als Arsakiden bezeichnet. Partialbruchzerlegung In der Mathematik ist die P. eine Möglichkeit, rationale Funktionen in einer bestimmten, standardisierten Form darzustellen, die ihre weitere Bearbeitung, zum Beispiel das Integrieren, erleichtert. Partialdruck Der P. ist der Druck, der in einem Gasgemisch wie z.B. der Luft, einem bestimmten Gas zugeordnet werden kann. Der P. entspricht dabei dem Gesamtdruck, den die Komponente beim alleinigen Ausfüllen des gesamten Volumens ausüben würde. Partielle Ableitung In der Differentialrechnung ist eine P. A. die Ableitung einer Funktion mit mehreren Argumenten nach einem dieser Argumente. Partielle Differentialgleichung Eine P. D. (Abk. PDG oder PDGL, bzw. PDE für engl. ''partial differential equation'') ist eine Differentialgleichung, die partielle Ableitungen enthält. Sie dienen der mathemat. Modellierung vieler physikal. Vorgänge. Die Lösungstheorie von partiellen Differentialgleichungen ist für lineare Gleichungen weitgehend erforscht, bei nichtlinearen Gleichungen enthält die mathemat. Theorie noch viele Lücken. Zur prakt. Berechnung von Lösungen werden in der Regel numer. Verfahren herangezogen. Partielle Integration Die P. I., auch Produktintegration genannt, ist in der Integralrechnung eine Möglichkeit zur Bestimmung von Stammfunktionen. Sie kann als die Umkehrung der Produktregel der Differentialrechnung aufgefasst werden. Partikelfilter Ein P. ist eine Einrichtung zur Reduzierung der im Abgas von Dieselmotoren vorhandenen Partikel. Der P. wird auch nach der Partikelherkunft Dieselpartikelfilter (DPF), nach der Partikelzusammensetzung Rußpartikelfilter (RPF) genannt. Dabei gibt es zwei Funktionsweisen, die sich grundsätzlich unterscheiden: ''Wandstromfilter'', bei denen das Abgas im Filter eine poröse Wand durchdringt u. ''Durchflussfilter'', bei denen das Abgas den Filter an seiner inneren Oberfläche entlang durchfließt. Im PKW kam der Dieselpartikelfilter erstmals 1985 in der Mercedes-Benz S-Klasse (Baureihe W126) auf dem US-Markt zum Einsatz. Partisan Ein P. (von italienisch ''partigiano'', Parteigänger) ist ein bewaffneter Kämpfer, der nicht zu den regulären Streitkräften eines Staates gehört. Partition (Festplatte) Unter einer P. (lat. ''Partitio'', Teilung) versteht man einen zusammenhängenden Teil des Speicherplatzes eines geeigneten physikalischen oder logischen Datenträgers. Partitionen sind voneinander unabhängig u. können von Betriebssystemen wie physikal. Laufwerke behandelt werden. Man bezeichnet solche Partitionen daher auch als logische Laufwerke. Die Verwaltung der gespeicherten Daten wird anschließend von Dateisystemen übernommen. Die meisten Betriebssysteme ordnen jedem logischen Laufwerk genau ein Dateisystem zu. Partizip Ein P. (von lat. ''particeps'' „teilhabend”; Pl.: ''Partizipien'') ist eine infinite Verbform. Die Bez. deutet auf die Teilhabe (Partizipation) an den Eigenschaften sowohl von Adjektiven als auch von Verben hin. Ähnliches bringt die dt. Bez. Mittelwort zum Ausdruck, weil das P. quasi in der Mitte zwischen Verb u. Adjektiv steht. Als infinite Verbform ist seine Form unabhängig von grammatikal. Verbkategorien (Zahl, Person u. Modus). Partizipation P. (von lat.: ''particeps'' = an etwas teilnehmend; zugehöriges Verb: ''partizipieren'') heißt übersetzt 'Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Einbeziehung'. Partnertausch Der Begriff P. bezeichnet eine sexuelle Praxis, in welcher zwei Paare, deren Partner in einer festen Beziehung leben, die Geschlechtspartner tauschen. Bei mehr als vier Personen, oder wenn keine festen Partner beteiligt sind, spricht man von Gruppensex. Bei weniger als zwei Paaren, d. h. bei drei Personen, ist umgangssprachlich vom Flotten Dreier die Rede. Parton, Dolly Dolly Rebecca Parton (* 19. Januar 1946 in Sevierville, Tennessee) ist eine US-amerikan. Country-Sängerin, Songwriterin u. Schauspielerin. Parton ist seit mehr als 40 Jahren eine der erfolgreichsten Sängerinnen im Bereich Country- u. Popmusik, hatte als einzige Sängerin 25 Nummer-1-Hits in den Country-Charts, verkaufte mehr als 100 Millionen Schallplatten u. erhielt acht Grammys. Parts per million Der engl. Ausdruck P. p. m. (ppm, zu dt. ''Teile pro Million'') steht für die Zahl 10−6 u. wird in der Wissenschaft für den millionsten Teil verwendet, so wie Prozent (%) für den hundertsten Teil steht. Party Als P. (engl.; Mehrzahl: ''Partys'' [dt.], ''Parties'' [engl.]) bezeichnet man eine Feier, die hauptsächlich der Entspannung u. dem geselligen Beisammensein dient. Heute ist der Begriff vielschichtig. Parzival P. von Wolfram von Eschenbach ist ein Versroman der mittelhochdeutschen höfischen Literatur, der vermutlich im ersten Jahrzehnt des 13. Jh. entstand.
In kunstvoll verzahnten Handlungssträngen werden die Aventiuren, die abenteuerlichen Geschicke zweier ritterlicher Hauptfiguren erzählt - einerseits die Entwicklung des Titelhelden vom Unwissenden im Narrenkleid zum Gralskönig, andererseits die gefahrvollen Bewährungsproben für den Artusritter Gawan. Das Werk umfasst etwa 25.000 Verse u. wird in den modernen Ausgaben in 16 Bücher gegliedert. Das Original ist in mittelhochdeutscher Sprache u. in paarweise gereimten Versen verfasst. Pascal, Blaise Blaise Pascal (* 19. Juni 1623 in Clermont-Ferrand; † 19. August 1662 in Paris) war ein französ. Mathematiker, Physiker, Literat u. Philosoph.
Pascal (Einheit) Das P. ist eine abgeleitete SI-Einheit des Drucks sowie der Spannung in der Werkstoffprüfung. Sie wurde nach Blaise Pascal benannt. Sie ist definiert als 1 Pa = 1kg/(ms2) = N/m2. Ein Pascal ist also der Druck, den eine Kraft von einem Newton auf eine Fläche von einem Quadratmeter ausübt. Pascal (Programmiersprache) Mit der Programmiersprache P. führte Niklaus Wirth an der ETH Zürich 1972 die strukturierte Programmierung ein. Pascal'sches Dreieck Das Pascal'sche Dreieck enthält die Binomialkoeffizienten. Sie sind im Dreieck derart angeordnet, dass ein Eintrag die Summe der zwei darüberstehenden Einträge ist. Der Name geht auf Blaise Pascal zurück, obwohl dies bereits früher von dem pers. Astronomen u. Poeten Omar Chayyām (1048–1123) u. dem chines. Mathematiker Zhu Shijie (1260–1320) entdeckt u. beschrieben wurde. Pascha (Köln) Das P. ist ein Bordell in Köln u. gilt als das größte Laufhaus Deutschlands. Paschtunen P. (Hindi: ''Pathanen'', Pers: ''Afghanen'') sind ein ostiran. Volk in Süd- u. Zentralasien. Sie sind das staatstragende Volk in Afghanistan u. gleichzeitig die Namensgeber des Landes. Weltweit gibt es ca. 33 Millionen P., von denen ca. 13 Millionen in Afghanistan leben (ca. 40% der Landesbevölkerung). Passagierschiff Bild: AIDAblu-Madeira.jpg Passagierschiff: Die AIDAblu im Hafen von Funchal (Madeira) Ein Fahrgastschiff oder P. ist ein Wasserfahrzeug spezieller Konstruktion, Ausrüstung u. Einrichtung zur Beförderung u. Versorgung von Personen (Fahrgäste, Passagiere, Kabinen- u. Luxuskabinenpassagie-re, Deckspassagiere, Ausflügler, Tagespassagiere, Pilger, Touristen) auf Binnenwasserstrassen (Binnenfahrgastschiff, Tagesausflugsschiff), auf Küstengewässern (Küstenfahrgastschiff, Bäderfahrgastschiff) oder über See (Hochseefahrgastschiff bzw. Überseefahrgastschiff). Passaro, Nevio Nevio Passaro (* 11. Mai 1980 in Bad Windsheim) ist ein Sänger u. Songwriter mit deutsch-italien. Abstammung (Mutter Deutsche, Vater Italiener). Passat (Windsystem) Ein P. (vom Portugiesischen „passar”, dt. vorbeilaufen, -ziehen, -gehen oder ital. passata, dt. Überfahrt) ist ein mäßig starker u. sehr beständiger Wind, der in trop. Seegebieten bis zu etwa 23,5° geograph. Breite rd. um den Erdball auftritt. Man unterscheidet hierbei zwei Passate mit unterschiedl. Hauptwindrichtungen:
* Nordost-Passat auf der Nordhalbkugel * Südost-Passat auf der Südhalbkugel Passau P. ist eine kreisfreie Universitätsstadt im Reg.-Bez. Niederbayern in Ostbayern. Sie liegt an der Grenze zu Österreich sowie am Zusammenfluss der Flüsse Donau, Inn u. Ilz u. wird deshalb auch „Dreiflüssestadt” genannt. – 50644 Ew. Passbild Ein P. ist eine Fotografie, die für ein – meist amtliches – Personaldokument verwendet wird. Passé composé Das P. c. ist eine Zeitform der französ. Sprache, die in etwa dem dt. Perfekt entspricht. Es ist die ganz überwiegende Perfektform der gesprochenen Sprache. In der Schriftsprache wird mitunter auch das ''passé simple'' benutzt. Passfeder Eine P. ist ein Maschinenelement aus dem Maschinenbau u. wird zur Realisierung einer Welle-Nabe-Verbindung benutzt. Die Verbindung ist formschlüssig u. dient zur Übertragung von Drehmomenten (zum Beispiel Antriebswelle - Zahnrad). Passion Unter P. (von lat.: ''patiri'', „erdulden, erleiden”; ''passio'', „das Leiden”) versteht man im Christentum zuvorderst den ''Leidensweg'' Jesu Christi, d.h. sein Leiden u. Sterben inklusive der Kreuzigung durch die Römer in Jerusalem. Die Berichte davon in den christl. Evangelien werden als ''Passionsgeschichte'' bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint P. eine Leidenschaft, starke Neigung. Passionsblumen Die artenreiche Pflanzengattung der P. (''Passiflora'') gehört neben 19 anderen Gattungen zur Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae). Passivhaus Unter einem P. wird in der Regel ein Gebäude mit einer Lüftungsanlage verstanden, welches keine klassische Heizung benötigt, weil es sehr gut wärmegedämmt ist. Passung Als P. wird eine Verbindung zweier ineinandergreifender Teile bezeichnet, wobei beide Teile das gleiche Nennmaß aufweisen, jedoch Lage u. Größe der Toleranzfelder unterschiedlich sein können. Eine P. gibt immer eine Toleranz an, in der sich die Istmaße von Bohrung u. Welle bewegen dürfen. Pasta P. sind italien. Nudeln aus Hartweizengrieß, Kochsalz u. Wasser in vielen Größen u. Formen. Pasteur, Louis Louis Pasteur (* 27. Dezember 1822 in Dole im Dép. Jura; † 28. September 1895 in Villeneuve-L'Etang bei Paris) war ein französ. Wissenschaftler u. Pionier auf dem Gebiet der Mikrobiologie. Er begründete durch die Entdeckung der Kleinstlebewesen u. ihrer Mitwirkung bei Gärungs- u. Krankheitsprozessen die Lehre von der Mikrobiologie. Pasteurisierung P. [pastøri&beton;zi&dehn;ruŋ] oder ''Pasteurisation'' bezeichnet die kurzzeitige Erwärmung von Substanzen auf 60 bis 90 °C zur Abtötung von Mikroorganismen. Das Verfahren wurde benannt nach dem französ. Chemiker Louis Pasteur. Dieser hatte erkannt, dass durch kurzzeitiges Erhitzen von Lebensmitteln u. anderen Stoffen die meisten der darin enthaltenen Mikroorganismen abgetötet werden. Sind besagte Stoffe in einem abgeschlossen Bereich, können auch keine neuen Mikroorganismen in diese eindringen. Pastewka, Bastian Bild: BastianPastewka.jpg Bastian Pastewka, 2006 Bastian Pastewka (* 4. April 1972 in Bochum) ist ein deutscher Schauspieler, Komödiant u. Synchronsprecher. Bekannt wurde er u. a. als Mitglied des Sketchensembles der Sat1-„Wochenshow”. Pastewka (Fernsehserie) P. ist eine Sitcom des dt. Fernsehsenders Sat.1, von der bislang drei Staffeln zu sehen waren. Die dritte Staffel wurde am 28. Dezember 2007 abgeschlossen. Die Serie spielt in Köln. Ihr Hauptdarsteller ist Bastian Pastewka, der sich selbst spielt. Die Serie wurde unter anderem mit der Rose d’Or u. dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Pastinaken Die P. (''Pastinaca'') bilden eine Gattung in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) mit 14 Arten in Europa u. im westl. Asien. Patagonien P. bezeichnet den Teil Südamerikas, der sich südlich der Flüsse Río Colorado in Argentinien u. Río Bío Bío in Chile sowie nördlich der Magellanstraße befindet. Allerdings gibt es keine genau festgelegte Abgrenzung. Patanè, Lorenzo Lorenzo Patanè (* 20. November 1976 in Catania) ist ein in Deutschland tätiger Schauspieler sizilian. Abstammung. Patch (Software) Ein P. (von engl. ''Flicken'', in der Bedeutung von ''Nachbesserung'') ist eine Korrekturauslieferung für Software oder Daten aus Endanwendersicht, um z. B. Sicherheitslücken zu schließen, Fehler zu beheben oder bislang nicht vorhandene Funktionalität nachzurüsten. Unter Microsoft Windows heißen diese Aktualisierungen auch ''Service Pack'', wenn sie aus mehreren zusammengefassten Patches bestehen. Der Begriff stammt noch aus der Zeit, als man kleine Korrekturen an Software auf Lochkarten durch Stanzen bzw. Zukleben einzelner Löcher bewerkstelligte. Patchkabel Ein P. (engl. ''to patch'' – zusammenschalten), auch Rangierkabel oder Twisted-Pair-Kabel, ist ein Kabeltyp der Netztechnik u. der Telekommunikation. P. sind vorkonfektioniert. Der Begriff bezieht sich jedoch auf keine bestimmte Kabelnormung, sondern auf variable, nicht fest verlegte Kabelverbindungen. Deswegen bestehen die Adern im Kabel aus biegsamer Kupferlitze im Gegensatz zu fest verlegten Kabeln, welche aus Drähten bestehen. Bei Bedarf können diese ohne großen Aufwand umgesteckt werden. Die Kabellänge ist gewöhnlich etwa 0,3 bis 25 m, für längere Strecken werden meist fest installierte Verbindungen genutzt. Pate Taufpate (alemannisch: Götti m. / Gotte f., schwäb.: Döte m. / Dote f., saarländ./pfälzisch: Pat m. / Got f., österr.: Göd m. / Godn f.) ist ein Ehrenamt in christl. Kirchen. Der Taufpate begleitet den Täufling bei der Taufe u. ist Zeuge der Sakramentsspendung. Sein Name wird im Kirchenbuch vermerkt.
Der Begriff „Pate” kommt vom lateinischen ''pater spiritualis'' bzw. ''patrinus'', „Mit-Vater” (genau wiedergegeben mit dem altdeutschen Wort „Gevatter”). Patenschaft Als P. wird die freiwillige Übernahme einer Fürsorgepflicht bezeichnet. Eine P. unterscheidet sich von einer Partnerschaft (beispielsweise Städtepartnerschaft) darin, dass die beiden Teilnehmer nicht gleiche Rechte u. Pflichten besitzen, sondern eine einseitige Fürsorgeaufgabe wahrgenommen wird.
Patent Ein P. (von lat. ''patens, patentis - offen darliegend'') ist ein hoheitlich erteiltes gewerbl. Schutzrecht auf eine Erfindung, das ein zeitlich begrenztes Ausschlussrecht gewährt. Ein P. gibt seinem Inhaber das Recht, anderen zu untersagen, die patentierte Erfindung zu verwenden, d. h. beispielsweise ein geschütztes Erzeugnis gewerbl. herzustellen, anzubieten oder zu benutzen oder ein geschütztes Verfahren gewerblich anzuwenden. Paternosteraufzug Bild: BMF_Paternoster.jpg Paternoster im Bundesministerium der Finanzen in Berlin Ein P., kurz Paternoster, techn. Personen-Umlaufaufzug genannt, ist eine Sonderform einer Aufzugsanlage zur Personenbeförderung. Beim P. verkehren mehrere an einer Kette hängende Einzelkabinen (üblicherweise für 1 bis 2 Personen je Kabine) im ständigen Umlaufbetrieb. Die Kabinen werden am oberen u. unteren Wendepunkt über große Scheiben in den jeweils anderen Aufzugsschacht umgesetzt. Die Beförderung von Personen beim Wendevorgang ist vorgesehen u. gefahrlos. Die Beförderungsgeschwindigkeit beträgt ca. 0,30 bis 0,45 Meter pro Sekunde. Pater Pio P. P. (italien. ''Padre Pio''; *als ''Francesco Forgione'' am 25. Mai 1887 in Pietrelcina, Italien; † 23. September 1968 in San Giovanni Rotondo, Italien) war ein kath. Ordensmann u. Priester. Seit 1918 zeigten sich bei ihm angeblich die Wundmale Christi, später war er auch als Krankenheiler u. Prophet tätig. 1999 wurde er von Johannes Paul II. selig, 2002 heilig gesprochen. Er gilt als einer der populärsten Hl. Süditaliens. Pathogenese Die P. (aus ''griechisch'' ''π&aacgr;θος, páthos'' „Leiden(schaft), Sucht, Pathos” u. ''γ&eacgr;νεσις, génesis'' „Entstehung, Schöpfung, Geburt”) beschreibt Entstehung u. Entwicklung einer Krankheit mit allen daran beteiligten Faktoren. Der mit naturwissenschaftl. Methoden erfassbare Ablauf eines Krankheitsprozesses wird auch als Pathomechanismus bezeichnet. Die Ursachen einer Erkrankung hingegen werden in der Ätiologie abgehandelt. Pathologie Als P. wird in der Medizin die Erforschung u. Lehre von den Ursachen (''Ätiologie''), der Entstehungsweise (''Pathogenese''), der Verlaufform u. der Auswirkungen von krankhaften bzw. abnormen Einzelphänomenen (''Symptomen'') oder Symptomverbänden (''Syndromen'') sowie von Missbildungen aller Art verstanden, einschl. dabei feststellbarer Körpervorgänge (''Pathophysiologie''). Eine kürzere Definition erklärt die P. als „Lehre von den abnormen u. krankhaften Vorgängen u. Zuständen im Körper („pathologische Anatomie”) u. deren Ursachen”. Pathos Das P. (im 17. Jahrhundert entlehnt vom griech. Neutrum π&aacgr;θος, ''páthos'', „Leiden(schaft)”, zum Verb ''pás|chein'', „erdulden”, „erleiden”) bezeichnet in der klass. Rhetorik seit Aristoteles eines der drei Überzeugungsmittel der Rede. Während P. die Rede als emotionalen Appell auf das Publikum hin ausrichtet, bezieht Ethos seine Überzeugungskraft aus der Integrität des Sprechers. Die ''prágmata'' schließlich sind Argumente, die der Sache selbst entnommen sind. Patientenverfügung Mit der P. weist der Patient im Falle seiner Einwilligungsunfähigkeit (Entscheidungsunfähigkeit) den Arzt an, bestimmte medizin. Behandlungen nach seinen persönl. Vorstellungen vorzunehmen oder zu unterlassen. Generell kann empfohlen werden, eine P. durch eine Vorsorgevollmacht zu ergänzen. Patina P. (von italienisch ''patina'' „Firnis”) ist eine durch Alterung oder durch künstliche Alterung entstandene Oberfläche (Struktur u. Farbe). Pato, Alexandre Alexandre Rodrigues da Silva (* 2. September 1989 in Pato Branco, Paraná), besser bekannt unter seinen Spielernamen Alexandre Pato oder kurz Pato, ist ein brasilian. Fußballspieler. Patriarch Der P. (von griech.: πατρι&aacgr;ρχης ''patriarchos''; aus ''patér'' „der Vater” u. ''archon'' „Erster, Führer”, zurückgehend auf ''arché'' „Spitze, Anfang”) ist in der Spätantike u. heute ein Kirchenoberhaupt mit Jurisdiktionshoheit. Patriarchen gibt es heute in den Ostkirchen (Orthodoxen Kirche, Altorientalische Kirchen) u. in der Römisch-katholischen Kirche (Westkirche u. unierte Kirchen). Patrick, Tera Tera Patrick (* 25. Juli 1976 in Great Falls, Montana; eigentl. ''Linda Ann Hopkins Shapiro'') ist ein US-amerikan. Model u. Pornodarstellerin. Patrick benutzte bei ihren Auftritten auch die Pseudonyme ''Brooke'', ''Tera Hopkins'', ''Sadie Jordan'', ''Tara Patrick'', ''Linda Shapiro'' u. ''Brooke Thomas''. Patricks Vater stammt aus Großbritannien, ihre Mutter aus Thailand. Der Knstlername T. P. ist eine Anspielung auf den brgerl. Namen der Schauspielerin Carmen Electra ''(Tara Leigh Patrick).'' Patriotismus Als P. (von lat. ''patria'', Heimat, Vaterland) wird eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation bezeichnet. Im Deutschen wird anstelle des Lehnwortes auch der Begriff „Vaterlandsliebe” synonym verwendet. Patrizier P. ist die Bez. für Angehörige der alteingesessenen Oberschicht im antiken Rom. Davon abgeleitet wird auch die sozial relativ abgeschlossene Oberschicht in vielen mittelalterl. Städten Patriziat genannt. Patrone (Munition) Eine P. (frz. für ''Schablone'') fasst die zum Abfeuern eines Projektils aus einer Feuerwaffe notwendigen Komponenten in einer Einheit zusammen. Patronen zählen zur Munition u. werden heute für Kaliber von .170 (4,3 mm) bis zu 125 mm bei Kampfpanzern (z. B. T-80) verwendet. Besondere Bauformen, z. B. Schrotpatronen enthalten mehrere Geschosse (Schrote), deren Größe u. Zahl je nach Verwendungszweck variiert. Spezielle Patronen können anstelle des Geschosses oder zusätzlich zum Geschoss auch Treib-, Leucht- oder Knallsätze oder Reizstoffladungen enthalten. Pattaya P. ist ein international bekannter Badeort. Er liegt im Ldkrs. ''(Amphoe)'' Bang Lamung der Provinz Chonburi im östl. Teil von Zentralthailand. P. hatte 2006 offiziell 98.992 Ew. 2007 stieg die Einwohnerzahl auf 104.318 mit Hauptwohnsitz in der Stadt registrierte Personen. Pattinson, Robert Robert Pattinson (* 14. Mai 1986 in London, England) ist ein brit. Schauspieler. Patton, George S. George Smith Patton, Jr. (* 11. November 1885 in San Gabriel, Kalifornien; † 21. Dezember 1945 in Heidelberg) war ein General der US Army im Zweiten Weltkrieg. Patton (Panzer) Die M47 (P.I) u. M48 (P. II) waren die von der United States Army hauptsächlich verwendeten Panzer im Korea- u. Vietnamkrieg. Benannt ist der P. nach General George S. Patton, dem Kommandeur der Dritten Armee während des Zweiten Weltkriegs u. einem der ersten Befürworter von Panzereinsätzen im Kampf. Die letzte Ausführung dieser Panzer, der M48A5, wurde in der US Army vom M60 ersetzt. Pätzold, Susanne Susanne Pätzold (* 3. Juni 1967 in Köln) ist eine dt. Schauspielerin, die vor allem durch die ProSieben-Comedyshow „Switch” bekannt wurde. Paukenerguss Unter P. versteht man eine Ansammlung von seröser (serumähnlicher), sero-mucöser oder mucöser (schleimiger) Flüssigkeit im Mittelohr. Die sekretgefüllte Paukenhöhle hat eine Hörminderung zur Folge (Schallleitungsstörung). Das Trommelfell kann eingezogen oder vorgewölbt sein. Paul P. I (eigentl. ''Pawel Petrowitsch'' bzw. Павел Петрович); * 1. 10. 1754 in Sankt Petersburg; † 23. 3. 1801 ebd.); aus der Familie Romanow-Holstein-Gottorp stammender Zar von Russland (1796 bis 1801) sowie Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorp (1762 bis 1773). Paul, Christiane Christiane Paul (* 8. März 1974 in Berlin-Pankow) ist eine dt. Schauspielerin. Paul, Ron Ron Paul (''Ronald Ernest Paul;'' * 20. August 1935 in Green Tree/Pittsburgh, Pennsylvania) ist ein US-amerikan. Arzt u. Politiker. Er ist Mitglied der Republikanischen Partei u. derzeit Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Paul war bei der US-Präsidentschaftswahl 1988 Kandidat der ''Libertarian Party'' u. war republikan. Bewerber für die Präsidentschaftswahl 2008. Pauli, Gabriele Gabriele Pauli (geschiedene Pauli-Balleis; * 26. Juni 1957 in Schweich) ist eine bayer. Politikerin. Sie war von 1990–2008 Landrätin des Ldkrs. Fürth. Sie gehörte bis zum 21. November 2007 der CSU an. Mitte Juni 2008 wurde sie Mitglied bei den Freien W„hlern Bayern. Pauli-Prinzip Das P. (auch paul. Ausschlussprinzip) ist ein wichtiges, experimentell entdecktes Prinzip der Quantenmechanik u. hängt mit dem Spin zusammen. Es ist nach seinem Entdecker Wolfgang Pauli benannt. Es besagt, dass bei Vertauschung von Fermionen die Wellenfunktion antisymmetrisch ist. Daraus ergibt sich insbes., dass Elektronen (oder andere Fermionen), die den gleichen Raum belegen, nicht in allen Quantenzahlen übereinstimmen dürfen. Das P. bestimmt entscheidend den atomaren Aufbau; eine Folge davon ist u.a., dass normale Materie nicht beliebig kondensierbar ist. Paul is dead P. i. d. ''(Paul ist tot)'' bezeichnet eine bekannte Verschwörungstheorie, nach der Paul McCartney von den Beatles 1966 durch einen Doppelgänger ersetzt wurde, nachdem er bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Paulskirchenverfassung Die P. war die erste demokratisch beschlossene Verfassung für ganz Deutschland. Sie wurde als ''Verfassung des Deutschen Reiches'' am 27. März 1849 von der verfassungsgebenden Nationalversammlung beschlossen, die nach der Märzrevolution von 1848 in der Paulskirche in Frankfurt a. M. zusammengetreten war. Am 28. März 1849 wurde sie durch die Aufnahme ins Reichsgesetzblatt amtlich verkündet u. trat damit juristisch in Kraft. In der Folge formierte sich allerdings (de jure illegaler) militär. Widerstand der dt. Fürsten, insbes. des Königs von Preußen, weshalb die Verfassung de facto u. politisch nie durchgesetzt werden konnte. Paulus, Friedrich Wilhelm Ernst Friedrich Wilhelm Ernst Paulus (* 23. September 1890 in Breitenau, Hessen; † 1. Februar 1957 in Dresden) war ein dt. Heeresoffizier (seit 1943 Generalfeldmarschall) u. Armeeoberbefehlshaber während des Zweiten Weltkrieges. Paulus von Tarsus Paulus von Tarsus (hebrä. Name: Saul; lat.: Saulus; * unbekannt, † nach 60, eventuell in Rom) ist der erste u. wichtigste Theologe der Christentumsgeschichte u. neben Simon Petrus der erfolgreichste Missionar des Urchristentums. Als griechisch gebildeter Jude u. gesetzestreuer Pharisäer verfolgte Paulus zunächst die Anhänger des gekreuzigten Jesus von Nazaret, dem er nie begegnet war. Doch seit seinem Damaskuserlebnis verstand er sich als von Gott berufener „Apostel des Evangeliums für die Völker” (Gal. 1,15f). Als solcher verkündete er vor allem Nichtjuden den auferstandenen Jesus Christus. Dazu bereiste er den östlichen Mittelmeerraum, u. gründete dort einige christliche Gemeinden. Durch seine Paulusbriefe blieb er mit ihnen in Kontakt. Paul VI. Papst Paul VI. (bürgerl. ''Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini;'' * 26. September 1897 in Concesio bei Brescia; † 6. August 1978 im päpstl. Sommersitz Castel Gandolfo) war von 1963 bis 1978 nach kirchl. Zählung der 261. Papst der Kirchengeschichte. Wegen seiner prägenden Rolle für den Verlauf des Zweiten Vatikanischen Konzils, seine Beschlussfassung u. die Umsetzung der Entscheidungen gilt er manchen als eigentlicher „Konzilspapst”. Wahrscheinlich hat kein einzelner anderer Papst jemals eine so umfassende kirchl. Gesetzgebung durchgesetzt, wenn auch die gesamte Neufassung des nachkonziliaren Gesetzbuches (Codex Iuris Canonici) erst 1983 publiziert wurde. Pauperismus Mit der Begrifflichkeit P. (von lateinisch ''pauper'' "arm", davon engl. ''pauperism'') bezeichnet man die katastrophale Massenarmut zur Zeit der Frühindustrialisierung u. hier bes. die Situation in Deutschland in den 30er u. 40er Jahren des 19. Jh. Trotz sehr anstrengender Arbeit war eine breite Bevölkerungsschicht kaum noch in der Lage, für das eigene Auskommen zu sorgen. Mit dieser elenden Situation gingen gesellschaftl. Auflösungserscheinungen wie Unruhen, Epidemien u. Verwahrlosung unter den Betroffenen einher - ''siehe'' Soziale Frage. Für die Entstehung der Pauperismuskrise waren das Bevölkerungswachstum sowie die Herausbildung der Lohnarbeiterschaft von entscheidender Bedeutung. Pausewang, Gudrun Gudrun Pausewang; bürgerl.: ''Wilcke'' (* 3. März 1928 in Wichstadtl, Böhmen) ist eine dt. Schriftstellerin. Pavarotti, Luciano Luciano Pavarotti (* 12. Oktober 1935 in Modena; † 6. September 2007 ebenda) war ein italien. Tenor u. gilt über die Grenzen der Oper u. Klassik hinaus als einer der bedeutendsten Tenöre seiner Zeit. Als Mitglied der »Drei Tenöre« u. als Duettpartner vieler Pop-Künstler wurde Pavarotti zu einem medialen Superstar. Seinen Ruhm nutzte er auch mit Benefizkonzerten für Flüchtlinge, das Rote Kreuz u. zur Rettung des Regenwaldes. Paviane Bild: Papio_ursinus.jpg Bärenpavian Die P. (''Papio'') sind eine Primatengattung aus der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Der Name Pavian leitet sich wohl vom altfranzösischen „''babine''” ab, was Lippe oder Lefze bedeutet u. auf die vorspringende Schnauze der Tiere anspielt. Über die Anzahl der Arten herrscht Uneinigkeit, einige Autoren fassen alle Tiere in einer einzigen Art zusammen, während sie von anderen in fünf eigenständige Arten eingeteilt werden. Pawlitschenko, Ljudmila Ljudmila Michailowna Pawlitschenko (Людмила Миха- йловна Павличенко, wiss. Transliteration ''Ljudmila Michajlovna Pavličenko''; * 12. Juli 1916 Bila Zerkwa; † 10. Oktober 1974) war eine sowjet. Scharfschützin. Mit 309 bestätigten tödl. Treffern gilt sie als einer der besten Scharfschützen des Zweiten Weltkrieges. Pawlow, Iwan Petrowitsch Iwan Petrowitsch Pawlow (Иван Петровиħ Павлов, wiss. Transliteration ''Ivan Petrović Pavlov''; * 26. 9. 1849 in Rjasan; † 27. Februar 1936 in Leningrad) war ein russ. Mediziner u. Physiologe. Sein Vater war ein russ. Dorfpriester. Er erhielt 1904 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Arbeiten über die Verdauungsdrüsen. Er hat auch wichtige Grundlagen für die Verhaltensforschung erarbeitet u. legte den Grundstein für fast alle neueren Lerntheorien. Er war der Überzeugung, dass Verhalten auf Reflexen beruhen kann u. entdeckte das Prinzip der (klassischen) Konditionierung (siehe dort). Siehe auch Pawlow'scher Hund. Pawlowitsch, Alexander I. Alexander I. Pawlowitsch (Александр I Павлович; * 23. 12. 1777 in Sankt Petersburg; † 1. 12. 1825 in Taganrog), seit dem 23. 3. 1801 ''Kaiser u. Herrscher aller Reußen (Russen)'' aus dem Haus Romanow-Holstein-Gottorp war der älteste Sohn des Zaren Paul I. u. seiner zweiten Gemahlin, Maria Fjodorowna, geborene Sophia Dorothea Augusta Luisa von Württemberg. Pawlow'scher Hund Die Bez. P. H. bezieht sich auf das erste empir. Experiment des russischen Forschers Iwan Petrowitsch Pawlow mit Hunden zum Nachweis der klassischen Konditionierung: Auf Darbietung von Futter, einem unbedingten Reiz, folgte Speichelfluss (unbedingte Reaktion), auf das Ertönen eines Glockentons (neutraler Reiz) nichts. Wenn aber der Glockenton wiederholt in engem zeitlichem Zusammenhang mit dem Anbieten von Futter erklingt, reagieren die Hunde schließlich auf den Ton allein mit Speichelfluss. PayPal PayPal [peipæl] (engl. wörtl. ''Bezahlfreund'', angelehnt an ''pen pal'', Brieffreund) ist sowohl eine Tochtergesellschaft der Firma eBay als auch ein von ihr betriebenes Online-Bezahlsystem, das als Micropayment-System u. zur Begleichung von Mittel- u. Kleinbeträgen zum Beispiel beim Einkauf u. Verkauf im Online-Handel genutzt werden kann. Mit etwa 143 Millionen Mitgliedskonten in 106 Nationen weltweit ist PayPal der größte Online-Zahlungsdienstleister. Ziel von PayPal ist es, Zahlungen möglichst einfach zu gestalten. Pazifikkrieg Der P. begann in Asien mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges am 7. Juli 1937. Nach dem japan. Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 traten am Folgetag die USA in diesen Konflikt u. damit in den Zweiten Weltkrieg ein. Weitere beteiligte Länder in diesem Kriegsgebiet waren Großbritannien, Australien, Neuseeland u. die Niederlande. Auf Seiten Japans erklärten im Kriegsverlauf einige der von ihnen besetzten Länder den Alliierten den Krieg. Gegen Kriegsende traten einige asiat. Länder, nachdem die Japaner auf ihrem Territorium besiegt worden waren, auf Seiten der Alliierten in den Krieg ein. Am 2. September 1945 wurde auf dem US-Schlachtschiff Missouri in der Sagami-Bucht der P. u. damit auch der Zweite Weltkrieg mit der Unterzeichnung der japan. Kapitulationsurkunde beendet. Er war der einzige Krieg, in dem sowohl atomare, von den USA in Japan, als auch biologische u. chem. Waffen, beide hauptsächlich von Japan in China, eingesetzt wurden. Pazifischer Ozean Der Pazifische Ozean – auch: Pazifik, Stiller Ozean oder Großer Ozean genannt (zu lat. pacificus = Frieden schließend) – ist der größte u. tiefste Ozean der Erde. Pazifismus Als P. bezeichnet man eine ethische Grundhaltung, die den Krieg prinzipiell ablehnt u. danach strebt, bewaffnete Konflikte zu vermeiden, zu verhindern u. die Bedingungen für dauerhaften Frieden zu schaffen. Pazifisten sehen Krieg im Gegensatz zum Bellizismus nicht als legitimes u. wirksames Mittel der polit. Auseinandersetzung u. Interessendurchsetzung an. Sie lehnen jede Form bewaffneter Konfliktaustragung, meist auch militär. Selbstverteidigung, ab u. setzen stattdessen auf vernünftige, dauerhafte internationale Konfliktregelungen. PCI-Express P. („Peripheral Component Interconnect Express”, abgekürzt: „PCIe” oder „PCI-E”) ist ein Erweiterungsstandard zur Verbindung von Peripheriegeräten mit dem Chipsatz eines Hauptprozessors. PCIe ist der Nachfolger von PCI u. AGP u. bietet im Vergleich zu seinen Vorgängern eine höhere Datenübertragungsrate. PCMCIA →Personal Computer Memory Card International Association. PC-Netzteil Ein P., auch ''Computer-Netzteil'', ist ein Schaltnetzteil für den Einsatz als Stromversorgung in Mikrocomputern. Die in den meisten Fällen eingebauten Lüfter dienen nicht nur der Eigenkühlung, sondern ganz oder teilweise auch der Kühlung der sonstigen im Computergehäuse eingebauten Komponenten. PDF →Portable Document Format. PDFCreator P. ist ein freies Anwendungsprogramm zur Erstellung von PDF-Dateien aus jeder beliebigen Anwendung. Lizenziert ist das Programm als Open Source unter der GPL. Pearl Harbor P. H. [p&eunbet;&dehn;l&beton;ha&dehn;rb&eunbet;] ist ein Hafen u. Stützpunkt der US-Marine u. US-Luftwaffe auf der Insel Oahu, Hawaii, Vereinigte Staaten. Bekannt geworden ist er durch den Angriff auf P. H. der japanischen Streitkräfte auf die US-Pazifikflotte während des Zweiten Weltkriegs. Pearl Harbor (Film) P. H. ist ein US-amerikan. Film von Regisseur Michael Bay aus dem Jahr 2001, der zur Zeit des Angriffs der Japaner auf P. H. u. des US-amerikan. Doolittle Raids im Zweiten Weltkrieg spielt. Viele Kritiker sehen in diesem Film jedoch nur eine Romanze vor histor. Hintergrund. Hauptdarsteller sind Ben Affleck, Josh Hartnett u. Kate Beckinsale. Bei einem Produktionsbudget von 132 Mio. US-Dollar spielte die Gemeinschaftsproduktion von Touchstone Pictures u. Jerry Bruckheimer Films 449 Mio. US-Dollar ein u. war damit außerordentlich erfolgreich. Pearl-Index Mit dem P. (abgekürzt: PI; auch Pearl-Quotient genannt), benannt nach dem amerikan. Biologen Raymond Pearl (1879–1940), wird die Zuverlässigkeit von Methoden der Empfängnisverhütung gemessen. Pearl Jam P. J. ist eine US-amerikan. Rockband, die Anfang der 1990er-Jahre zusammen mit Nirvana den Grunge populär machte. Sie ist die einzige der großen Seattle-Bands des Grunge, die auch heute noch so besteht u. Alben produziert. Pearman, Raven-Symoné Raven-Symoné Christina Pearman (* 10. Dezember 1985 in Atlanta, Georgia) ist eine amerikan. Schauspielerin u. Sängerin. Ihr Künstlername ist ''Raven''. Peck, Gregory Gregory Peck (* 5. April 1916 in La Jolla, Kalifornien als ''Eldred Gregory Peck''; † 12. Juni 2003 in Los Angeles) war ein US-amerikan. Schauspieler. Peck zählte jahrzehntelang zu den populärsten Hollywood-Stars u. verkörperte in vielen Filmen die Rolle des aufrechten, integren, sympath. Helden. Peergroup P. (englisch ''peer group'') bedeutet "Gruppe von Gleichaltrigen" oder "Gruppe von Gleichgestellten" (laut Übersetzung von ''peer'' aus dem Englischen). Dieser Fachbegriff aus der Soziologie u. Pädagogik geht zurück auf Charles H. Cooley (1864-1929), der das Konzept der Primärgruppen entwickelte. Der Begriff fasst die Beobachtungen zusammen, dass bes. im Kinder- u. Jugendalter die Orientierung der Individuen an Gruppenstandards stärker an Menschen ähnl. Alters als an den eigenen Eltern stattfindet u. dass auch später die Ansichten eines Menschen häufig von den Menschen der unmittelbaren Umgebung geprägt werden. Als P. gelten Gruppen mit Mitgliedern ähnl. Alters, meist auch ähnlicher sozialer Herkunft u. gleichen Geschlechts. PeerGuardian P. ist eine IP-blockende Firewall, die sowohl ab- als auch eingehende Verbindungen zahlreicher IP-Adressen auf der Basis von Schwarzen Listen (engl. ''Blacklists'') unterbinden kann. P. ist als Freie Software quelloffen u. frei erhältlich. Peer Gynt P. G. ist ein 1867 von Henrik Ibsen geschriebenes dramat. Gedicht. P. G. entstand auf der Vorlage norwegischer Feenmärchen. Die Geschichte von P. G. ist sehr phantasievoll u. reich an Episoden. Die Hauptfigur ist der junge Bauernsohn P. G., der mit Lügengeschichten versucht, der Realität zu entfliehen. Peer-to-Peer P. (P2P) Connection (engl. ''peer'' für „Gleichgestellter”, „Ebenbürtiger”) u. Rechner-Rechner-Verbindung sind synonyme Bez. für eine Kommunikation unter Gleichen, hier bezogen auf ein Netzwerk von Computern. Pegging (Sexualpraktik) P. bezeichnet eine sexuelle Praktik, bei der ein Mann von einer Frau mittels eines Strap-ons anal penetriert wird. Selten wird die Bez. auch benutzt, wenn eine Frau mit einer anderen mittels Strap-on Analverkehr ausübt. Häufig handelt es sich hierbei um eine Spielart der BDSM-Szene. Peitsche Eine P. oder Knute ist ein Schlaggerät aus einem sehr schmalen Lederriemen oder Strick an einem mehr oder weniger langen Stiel. Den Griff einer P. nennt man Knauf, der Strick oder Riemen wird Peitschenschnur oder Schlag genannt. Der Faden am äußersten Ende der Schnur heißt Treibschnur oder Schmitze. Pejoration Eine P. (lat. ''peior'' „schlimmer”) ist in der Linguistik der Bedeutungswandel eines Wortes hin zu einem schlechteren Beiklang. So war ‚Pfaffe‘ im Mittelhochdeutschen eine wertfreie Bez. für Priester, während es seit der Reformation abwertend gebraucht wird. Das Gegenteil der P. ist die Melioration. Peking P. (Běijīng) ist die Hptst. der Volksrepublik China u. hat eine über dreitausendjährige Geschichte. Der Name bedeutet ''Nördliche Hauptstadt''. P. ist heute eine Regierungsunmittelbare Stadt, das heißt, sie ist direkt der Zentralregierung unterstellt u. damit Provinzen, autonomen Gebieten u. Sonderverwaltungszonen gleichgestellt. Das gesamte Verwaltungsgebiet Pekings hat 15,5 Millionen Ew. (2007). P. stellt als Hptst. das polit. Zentrum Chinas dar. Aufgrund der langen Geschichte beherbergt P. ein weltweit einmaliges Kulturerbe. Pektine P. (von griech.: πηκτ&oacgr;ς ''pektós'' = fest, geronnen) sind pflanzl. Polysaccharide, genauer Polyuronide, die im Wesentlichen aus α-1,4-glycosidisch verknüpften ''D''-Galacturonsäure-Einheiten bestehen. Ernährungsphysiologisch betrachtet sind P. für den Menschen Ballaststoffe. Viele Mikroorganismen dagegen sind in der Lage, P. zu verstoffwechseln. Pelargonienwurzelextrakt P. ist ein Arzneistoff, der aus den Wurzeln der südafrikan. Kapland-Pelargonie gewonnen wird u. in Form von Tropfen zur Behandlung der akuten Bronchitis zugelassen ist. Das Arzneimittel ist unter dem Namen ''Umckaloabo®'' der Firma Spitzner im Handel. Verlässliche Studien, die eine medizin. Wirksamkeit beim Menschen belegen, existieren nicht. Pelé P. (* 23. Oktober 1940 in Três Corações im brasilian. Bundesstaat Minas Gerais; eigentl. ''Edison Arantes do Nascimento''), KBE, ist ein ehem. brasilian. Fußballspieler. Er gilt als einer der besten Fußballspieler der Geschichte. P. wurde von der FIFA zum Weltfußballer des vergangenen Jahrhunderts u. vom IOC zum Sportler des Jahrhunderts gewählt. Pelham, Moses Moses Peter Pelham (* 24. Februar 1971 in Frankfurt a. M.) ist ein dt. Rapper, Gründer u. Geschäftsführer des Musiklabels Pelham Power Productions (3P). Pelletheizung Eine P. (oder auch Pelletsheizung) ist eine Heizung, in deren Heizkessel ''Holzpellets'' (kleine Presslinge aus Holzspänen u. Sägemehl) oder Alternativen verfeuert werden. Zentralheizungen mit Pellets erreichen heute einen hohen Automatisierungsgrad u. sind in Betrieb u. Wartung Öl- u. Gasheizungen vergleichbar. Peloponnes Der P. (fachsprachlich ''die'' P., Πελοπ&oacgr;ννησος F.Sg, ''Pelopónnisos,'' Transkription aus dem Altgriechischen ''Pelopónnēsos,'' „Insel des Pelops”) ist eine Halbinsel im S des griech. Festlands mit etwa einer Million Bewohnern. Peloponnesischer Krieg Der Peloponnesische Krieg zwischen dem von Athen geführten Attischen Seebund u. dem Peloponnesischen Bund unter seiner Führungsmacht Sparta dauerte, unterbrochen von einigen Waffenstillständen, von 431 v. Chr. bis 404 v. Chr. u. endete mit dem Sieg der Spartaner. Der Krieg beendete das klass. Zeitalter Athens u. der attischen Demokratie u. erschütterte die griech. Staatenwelt nachhaltig. Fast alle griech. Stadtstaaten, Poleis, nahmen an ihm teil, u. die Kampfhandlungen umfassten nahezu die gesamte griechischsprachige Welt. Peltier-Element Ein P. ist ein elektrotherm. Wandler, welcher basierend auf dem Peltier-Effekt (nach Jean Peltier (1785–1845)) bei Stromdurchfluss eine Temperaturdifferenz oder bei Temperaturdifferenz einen Stromfluss erzeugt. Eine übliche Abk. für Peltierelemente u. Peltier-Kühler ist TEC (von engl. ''Thermoelectric Cooler''). Peltola, Markku Markku Peltola (* 1956 in Helsinki; † 31. Dezember 2007 in Kangasala) war ein finnischer Schauspieler u. Musiker. Er wurde dem internationalen Filmpublikum vor allem aus Filmen des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki bekannt. Pelton-Turbine Die P. ist eine so genannte Freistrahlturbine für Wasserkraftwerke. Sie wurde im Jahr 1879 von dem amerikanischen Ingenieur Lester Pelton konstruiert (Patent 1880). Dieser Turbinentyp nutzt die Bewegungsenergie (kinet. Energie) des Wassers. Diese kinet. Energie entsteht aus der Umwandlung von potentieller Energie des Wassers, welches aus einem höhergelegenen Stausee strömt. Nach Toricelli erreicht das aus der Düse austretende Wasser an der Turbine damit eine Geschwindigkeit von c=\sqrt{2 g h}. Pelzarten Als Pelz bezeichnet man das Fell von Säugetieren mit dicht stehenden Haaren sowie das daraus gearbeitete Kleidungsstück. Rauchwaren, österr. auch Rauwaren, sind zugerichtete, das heißt zu Pelzen veredelte Tierfelle. Pelztiere sind Nutz- oder Wildtiere, die ein für Bekleidung verwendbares Fell haben. Pen-&-Paper-Rollenspiel Das P. ist ein Spiel, bei dem die Mitwirkenden in fiktive Rollen schlüpfen u. gemeinsam durch Erzählen ein Abenteuer erleben. Pendant Ein P. ist ein (passendes) Gegenstück, eine Ergänzung oder Entsprechung. Das Wort wurde im 18. Jh. aus dem gleichbedeutendem französischen ''pendant'' entlehnt. Dieses geht über ''pendre'' auf das lateinische ''pendere'' („hängen”) zurück, von dem sich auch Pendel ableitet. Die Bedeutungsübertragung von „das Hängende” auf ein Gegenstück soll auf das Bild einer Waage zurückgehen, bei dem ein Gegengewicht einem anderen Gewicht gegenübersteht. Das dt. Wort Gegenstück wurde erst im 18. Jahrhundert als ein Ersatzwort für Pendant geprägt. Pendel Ein P. (von lat.: ''pendere'' = hängen) besteht aus einer Masse am Ende eines Seiles oder eines beweglich aufgehängten Stabes. Lenkt man ein P. aus seiner vertikalen Ruhelage aus, schwingt es unter dem Einfluss der Schwerkraft zurück u. wird ohne den Einfluss von Dämpfung symmetrisch um den zentralen, tiefsten Punkt des Masseschwerpunktes - die Ruheposition - schwingen. Die Pendelfrequenz (Schwingfrequenz) des Pendels hängt von dessen Länge, nicht jedoch von der Pendelmasse ab. Penektomie P., auch Penisamputation, nennt man die völlige Entfernung des Penis. Als Unterform kann die Glansektomie betrachtet werden, bei der lediglich die Peniseichel ''(Glans Penis)'' entfernt wird. Penicillin P. ist eines der ältesten Antibiotika u. gehört zur Gruppe der β-Lactam-Antibiotika. Die Summenformel des Penicillins lautet R-C9H11N2O4S, wobei „R” für eine variable Seitenkette steht. Neben der Bakterien-abtötenden Wirkung hat es auch eine Wirksamkeit als Gegenmittel bei Vergiftungen mit Amanitin, einem Gift der Knollenblätterpilze. Penis Der P. (indogerman. Wortstamm, lat. ''penis'' „Schwanz”, vgl. griechisch π&eacgr;ος) ist neben dem Hodensack eines der äußeren männl. Geschlechtsorgane der Säugetiere. Der P. ist das männl. Begattungsorgan u. dient außerdem der Ausscheidung des Harns. Der P. u. die weibl. Klitoris (Kitzler) gehen entwicklungsgeschichtlich gesehen auf dieselben Anlagen zurück. Penisdeviation Eine P., auch ''Penisverkrümmung'', ist eine Deformation des Penis unterschiedlichsten Ausmaßes. Penisfraktur Als P. oder Penisbruch wird ein Einreißen der Schwellkörper des Penis oder der sie umgebenden Membran (''Tunica albuginea'') bezeichnet; es handelt sich somit um keine Fraktur im eigentl. Sinne. Eine solche ist beim Menschen unmöglich, weil er keinen Penisknochen besitzt. Peniskäfig Ein P. oder eine Keuschheitsschelle ist ein Sexspielzeug zur Fesselung oder zum teilweisen Entzug der Selbstkontrolle über das männl. Geschlechtsorgan (Genitale). Es wird im Rahmen von BDSM-Aktivitäten eingesetzt u. verhindert im Rahmen erot. Rollenspiele die Erektion, Masturbation u. teilweise auch den Orgasmus. Penispumpe Die P., fälschlicherweise auch „Vakuumpumpe” genannt, ist ein Hilfsmittel bei Impotenz bzw. erektiler Dysfunktion, wenn also auf natürliche Weise keine ausreichende Versteifung des Gliedes zur Ausübung des Geschlechtsverkehrs erreicht werden kann. Die P. ist eine mögliche Alternative zu medikamentöser Behandlung mit Potenzmitteln oder der Implantation einer Penisprothese. Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern P. b. M. m. S. ist die Diss. des Urologen ''Michael Alschibaja Theimuras'' (* 17. Februar 1943 in Paris), die 1978 von der Technischen Universität München angenommen wurde u. eine spezielle Form von autoerotischen Unfällen beschreibt. Penn, Robin Wright Robin Wright Penn (* 8. April 1966 in Dallas, Texas; eigentl. ''Robin Virginia Gayle Wright'', kurz: Robin Wright) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Penn, Sean Sean Justin Penn [&schstl;&oo;&dehn;n p&aeo;n] (* 17. August 1960 in Santa Monica) ist ein vielfach preisgekrönter US-amerikan. Schauspieler sowie Filmregisseur u. Drehbuchautor. Penniman, Richard Wayne Little Richard (* 5. Dezember 1932 in Macon, Georgia, USA; eigentl. ''Richard Wayne Penniman'') ist ein US-amerikan. Rock-’n’-Roll-Musiker u. Schauspieler. Er gilt als einer der Pioniere des Rock ’n’ Roll. Pennsylvania P. [p&aeo;nsil&beton;veini&eunbet;], offizieller Name ''Commonwealth of Pennsylvania'', ist ein nach dem Vater von William Penn, dem Gründer der Kolonie P., benannter Bundesstaat im O der Vereinigten Staaten von Amerika u. einer ihrer dreizehn Gründerstaaten. Pennywise P. ist eine Punkband aus Kalifornien, die auch dem Melodic Hardcore zugerechnet wird. Pension (Altersversorgung) Die P., die auch Ruhegehalt genannt wird, ist eine Altersversorgung u. wird in Deutschland an Beamte, Richter u. Soldaten sowie Pfarrer, Kirchenbeamte u. andere Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen, geleistet, die das Pensionsalter erreicht haben. Pensionskasse Eine P. ist eine nicht-staatl. Altersversicherungseinrichtung, die Beiträge von Arbeitnehmern u. Arbeitgebern bekommt, das Vermögen verwaltet u. später Altersrenten auszahlt. Pentagon Das P., ein fünfeckiges Verwaltungsgebäude, ist der Hauptsitz des US-amerikan. Verteidigungsministeriums. Mit seinen je 280 Meter langen Außenwänden, einer Grundfläche von rd. 135.000 Quadratmetern, einer Nutzfläche von 610.000 Quadratmetern u. einem Volumen von rd. 2 Millionen Kubikmetern gilt es als das fünftgrößte Gebäude der Welt. Pentagramm Das P. (griechisch ''pentágrammos'': mit fünf Linien) oder Fünfstern ist ein fünfeckiger Stern, der sich ergibt, wenn die Diagonalen eines regelmäßigen Fünfecks nachgezogen werden. Im Volksglauben gilt es als Bannzeichen gegen das Böse. Pentateuch P. (griechisch: Πεντετε&uacgr;χως „Fünfgefäß”, hebrä. ''Chumasch'' – von ''chamesch'' „fünf”) ist ein griech. Ausdruck für die fünf Bücher Moses. Diese bilden gemeinsam als Tora den ersten Hauptteil des Tanach, der hebräischen Bibel. Der P. wurde etwa 440 v. Chr. fertiggestellt u. ab etwa 250 v. Chr. aus dem Althebräischen in die griechische (Septuaginta) u. aramäische Sprache (Targum) übersetzt (siehe Bibelübersetzung). Er erzählt die Geschichte der Menschheit von der Schöpfung der Welt u. des Volkes Israel vom Auszug aus Ägypten bis zur Ansiedlung im „Gelobten Land” Kanaan (heute Israel/Palästina) als Heilsgeschichte JHWHs. Pentatonik Die P. (Fünftonmusik, von griechisch penta = fünf) bezeichnet in der Musik die Verwendung einer Tonleiter (Skala), die im Gegensatz zur Heptatonik nicht 7, sondern nur 5 Töne umfasst. Eine solche Tonleiter wird Fünftonleiter genannt. Penthesilea Penthesilea, auch Penthesileia u. Penthesilia (griech. Πενθεσ&iacgr;λεια), die Tochter des Ares u. der Otrere, ist eine Gestalt aus dem Sagenkreis des Trojanischen Krieges, die schöne Königin der Amazonen. Nach dem Tod Hektors kommt sie den schwer bedrängten Trojanern mit ihren Kämpferinnen zu Hilfe, wird aber von Achilles erschlagen. Als dieser der sterbenden Penthesilea den Helm abnimmt, verliebt er sich in sie u. bedauert seine Tat. Pentium 4 →Intel Pentium 4. People for the Ethical Treatment of Animals P. f. t. E. T. o. A., abgekürzt PETA (dt. ''Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren''), ist mit über einer Million Mitgliedern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Sie wurde 1980 unter anderem von der Aktivistin u. heutigen PETA-Chefin Ingrid Newkirk in Norfolk, USA gegr., wo sie bis heute ihren Sitz hat. Peppard, George George Peppard (* 1. Ok- tober 1928 in Detroit, Michigan, USA; † 8. Mai 1994 in Los Angeles, Kalifornien, USA) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Pepsi P. ist die Kurzform für „Pepsi-Cola”, ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk der Firma ''PepsiCo, Inc.'' P. ist der Hauptkonkurrent von Coca-Cola u. in manchen Ländern sogar erfolgreicher. Der dt. Sitz ist in Neu Isenburg/Hessen. Der Hauptsitz in den USA liegt im Bundesstaat New York. Pepsin P. ist ein Verdauungsenzym, eine so genannte Peptidase, die in den Mägen von Wirbeltieren für den Abbau von mit der Nahrung aufgenommenen Eiweißen zuständig ist. Peptid Ein P. ist eine organische chem. Verbindung, die aus einer Verknüpfung mehrerer Aminosäuren hervorgegangen ist. Dabei sind die einzelnen Aminosäuren in einer definierten Reihenfolge (Sequenz) zu einer, meist unverzweigten Kette verbunden. Als Peptide bezeichnet man relativ kurze Aminosäureketten von bis zu etwa 50 (maximal 100) Aminosäuren. Peptide unterscheiden sich von Proteinen allein durch ihre Größe. Die Trennung zwischen Peptiden u. Proteinen ist nicht scharf u. mehr oder weniger willkürlich gewählt. Die Grenze liegt ungefähr bei 100 Aminosäuren. Peptidbindung Eine P. (-NH-CO-) ist eine amidartige Bindung zwischen der Carboxylgruppe einer Aminosäure u. der Aminogruppe einer zweiten Aminosäure. Perabo, Piper Lisa Piper Lisa Perabo (* 31. Oktober 1976 in Toms River, New Jersey, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Per Anhalter durch die Galaxis P. A. d. d. G. (Originaltitel: ''The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy'') ist das bekannteste Werk des engl. Schriftstellers Douglas Adams. Es handelt sich um einen Roman der Science-Fiction-Literatur, der aber zuerst als Radiosendung auf BBC erschien. Dabei werden einige Aspekte so weit parodiert u. ins Absurde gezogen, dass sich eine ganz eigene Komik ergibt. Per aspera ad astra P. a. a. a., wörtlich: ''„durch das Raue zu den Sternen”'', ist eine latein. Redewendung. Sie bedeutet: „Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen” oder „Durch Mühsal gelangt man zu den Sternen”. Perestroika P., seltener auch Perestrojka, (Перестройка ; dt. ''Umbau, Umgestaltung, Umstrukturierung'') bezeichnet den von Michail Gorbatschow eingeleiteten Prozess zum Umbau des politischen u. wirtschaftl. Systems der Sowjetunion. Der Begriff bezog sich auf weite Teile der Gesellschaft u. bedeutete i. w. S. die Demokratisierung des Staates ab 1987. Die P. beinhaltete zunächst Lockerungen der Parteidirektiven in der Politik der Zentralverwaltungswirtschaft. So wurde Betrieben ab 1987 eingeräumt, selbstständig Entscheidungen zu treffen, was die Ära des Sozialismus beendete u. die Rückkehr zur Marktwirtschaft einleitete. Perfekt (Deutsche Sprache) Der Ausdruck P. (lat. ''perfectus'' - vollendet, vollkommen) ist ein aus der latein. Grammatik übernommener traditioneller Terminus zur Bezeichnung einer Zeitform des Verbs (Tempus) (prototyp.) der Vergangenheit. Das dt. P. ist eine zusammengesetzte Verbform aus der Personalform der Hilfsverben „haben” u. „sein” u. dem Partizip II des aussagenden Verbs, z. B. ''ich habe gearbeitet, er ist gegangen''. Perforation Als P. (auch Perforierung, vom lat. ''foramen'' = Loch) bezeichnet man eine Durchlochung von Hohlkörpern oder flachen Gegenständen. Regelmäßige Anordnung, Menge, Form und Größe der Löcher spielen besonders in der Technik eine Rolle. Pergamon P. (''Pergamum'') ist eine antike Stadt nahe der Westküste Kleinasiens (Türkei). Während des 3. u. 2. Jh. war P. Hptst. des Pergamenischen Reiches, das sich über große Teile des westl. Kleinasien erstreckte. Unter der kunstsinnigen Dynastie der Attaliden, die bestrebt war, ein neues Athen zu schaffen, wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten Kulturzentren des Hellenismus. Der heutige türk. Name der Stadt ist Bergama. Pergamonmuseum Das P. ist Teil des Museumsensembles auf der Berliner Museumsinsel. Es wurde zwischen 1910 u. 1930 nach Plänen von Alfred Messel u. Ludwig Hoffmann für den von Carl Humann entdeckten Pergamonaltar, die Sammlung nachantiker dt. Kunst der Gemälde- u. Skulpturengalerie, die vorderasiat. Abteilung mit hethit., assyr., babylon. u. pers. Kunstwerken sowie die Islamische Kunst-Abteilung (u. a. mit der Mschatta-Fassade) erbaut. Heute beherbergt es die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum u. das Museum für Islamische Kunst. Periduralanästhesie Die P. (von griechisch περ&iacgr;, „neben”, „rundherum”, latein. ''dura [mater]'' „die harte [Hirnhaut]”; Abk. PDA; synonym: Epiduralanästhesie, von griechisch επ&iacgr;, „über”, „auf”) ist eine Form der Regionalanästhesie. Sie bewirkt die zeitweilige, umkehrbare Funktionshemmung von ausgewählten Nervensegmenten, führt dabei zu Sympathikolyse, Empfindungslosigkeit, Schmerzfreiheit u. Hemmung der aktiven Beweglichkeit im zugehörigen Körperabschnitt u. ermöglicht die Durchführung unangenehmer (etwa schmerzhafter) medizin. Prozeduren. Perikles Perikles, griech. Περικλ&eeacgr;ς (* um 490 v. Chr.; † September 429 v. Chr.) war ein athen. Staatsmann u. Feldherr. In seine Regierungszeit fällt die wirtschaftl. u. kulturelle Glanzzeit Athens. Perineum Das P. (von griechisch ''perinéum'' "Damm") oder der Damm ist die Region zwischen After u. den äußeren Geschlechtsorganen. Periodensystem Das P. der Elemente (kurz P. oder PSE) stellt alle chem. Elemente mit steigender Kernladung (Ordnungszahl) u. entspr. ihrer chem. Eigenschaften eingeteilt in Perioden sowie Haupt- u. Nebengruppen dar. Periorale Dermatitis Die P. D. (auch: ''Mundrose'' oder ''Rosacea-artige Dermatitis'') ist eine ungefährl. Hautkrankheit mit einem charakteristischen bläschenhaften Ausschlag („Papeln”) im Gesicht, vor allem um den Mund u. die Augen. Peripheral Component Interconnect P. C. I., meist PCI abgekürzt, ist ein Bus-Standard zur Verbindung von Peripheriegeräten mit dem Chipsatz eines Prozessors. Peripheres Nervensystem Das Periphere Nervensystem (PNS) umfasst den Teil des Nervensystems, der außerhalb des Gehirns u. Rückenmarks gelegen ist. Letztere bilden das Zentrale Nervensystem (ZNS). Im Gegensatz zu diesem ist das PNS nicht durch Knochen oder die Blut-Hirn-Schranke geschützt. Peripherie Der Begriff P. (lat. ''peripheria'' von griech. periphéreia, urspr. „das Herumtragen; der Umlauf”, zu peripherein „herumtragen”) bedeutet im allg. Sprachgebrauch „Umgebung”, beispielsweise die Umgebung einer Stadt oder einer Region im Gegensatz zum Kernbereich. Peripheriegerät Das P. ist eine Komponente oder ein Gerät, das sich außerhalb der Zentraleinheit eines Computers befindet (kurz: Zubehör). Vereinfacht kann zwischen im Computer verbauten (internen) u. mit diesem durch ein Kabel (oder auch durch Infrarot- oder Funktechnik) verbundenen (externen) Peripheriegeräten unterschieden werden. Peristaltik Der Begriff P. (von griech.: ''peri'' = "herum" u. ''stellein'' = "in Gang bringen") bezeichnet die Muskeltätigkeit verschiedener Hohlorgane:
* Speiseröhre, Magen u. Darm * Harnleiter, Eileiter u. Uterus * einfache Herzformen bei Tieren (Insekten bis Fischen) bzw. während der kardialen Genese. Peritonitis Die P. ist eine Entzündung des Bauchfells (Peritoneum). Die P. ist nur selten eine eigenständige Erkrankung, sondern vielmehr ein Leitsymptom. Die häufigste Ursache der P. ist die akute Appendizitis (''siehe'' dort). Die Therapie der akuten P. ist immer operativ. Perkussion (Musik) P., auch Percussion (lat.: ''schlagen'') geschrieben, gilt in der Musik als Oberbegriff für das Spiel aller Instrumentenarten aus dem Bereich der Schlag- u. Effektinstrumente. Perkutane endoskopische Gastrostomie Die P. e. G. (abgek.: PEG; griech. gaster = „Magen, Bauch" u. griech.: stoma = „Mund, Öffnung”) ist ein endoskopisch angelegter direkter Zugang zum Magen, der die Bauchwand durchdringt u. der bei Patienten mit Schluckstörungen unterschiedlichster Ursache die künstl. Ernährung über lange Zeit ermöglicht. Perl P. [p&aeo;rl] ist eine freie, plattformunabhängige u. interpretierte Programmiersprache (Skriptsprache), die mehrere Programmierparadigmen unterstützt. Der Linguist Larry Wall entwarf sie 1987 als Synthese aus C, awk, den UNIX-Befehlen u. anderen Einflüssen. Die Bearbeitung von Texten mit Hilfe regulärer Ausdrücke sowie viele frei verfügbare Module, die an einem zentralen Ort (CPAN) gesammelt werden, sind Stärken der Sprache. Perle Eine P. ist ein fester, oft runder Fremdkörper aus Perlmutt, der in bestimmten perlbildenden Mollusken heranwächst. Perlman, Ron Ronald Francis Perlman (* 13. April 1950 in New York City, USA) ist ein US-amerikan. Schauspieler. Permeabilität (Magnetismus) Die magnet. P. (auch magnet. Leitfähigkeit), die eng mit der magnet. Suszeptibilität verwandt ist, ist die abgeleitete SI-Größe, welche die Durchlässigkeit von Materie für magnet. Felder bestimmt. Anders ausgedrückt heißt das Verhältnis der magnetischen Flussdichte ''B'' zur magnetischen Feldstärke ''H'' P. Permittivität Die P. ''ε'' (v. lat.: ''permittere'' = erlauben, überlassen, durchlassen), auch ''dielektrische Leitfähigkeit'', gibt die Durchlässigkeit eines Materials für elektr. Felder an. Die Permittivitätszahl (relative P.) ''ε''r = ''ε''/''ε''0 ist das Verhältnis von ''ε'' zu der elektr. Feldkonstante ''ε''0 (P. des Vakuums). Die dimensionslose Größe ''ε''r kennzeichnet die feldschwächenden Effekte der dielektr. Polarisation innerhalb elektrisch isolierender Materialien u. hängt eng mit der elektr. Suszeptibilität χ zusammen. Permutation Unter einer P. (von lat. ''permutare'' „(ver)tauschen”) versteht man die Veränderung der Anordnung einer Menge durch Vertauschen ihrer Elemente. In der Mathematik ist eine P. eine bijektive Selbstabbildung einer in der Regel endl. Menge. Umgangssprachlich findet der Begriff bisweilen auch als Synonym für „Anordnung” Verwendung. Perniziöse Anämie Die P. A. (perniziös = bösartig) ist eine Form der Anämie (Blutarmut), die auf einem Mangel an Vitamin B12 beruht. Ein Mangel von B12 kann zu einer Anämie u./oder vielfältigen neurolog. Schäden führen.
Eine unbehandelte P. A. ist tödlich. Perón, Eva Maria María Eva Duarte de Perón (auch genannt ''Eva Ibarguren, Evita''; * 7. Mai 1919 in Los Toldos; † 26. Juli 1952 in Buenos Aires), war die Primera Dama („First Lady”) von Argentinien u. die zweite Frau von Präsident Juan Domingo Perón. Sie nahm Einfluss auf die Politik ihres Mannes, förderte sozialpolit. Maßnahmen (u. a. Frauenwahlrecht) u. wurde von der Bevölkerung leidenschaftl. verehrt. Perpetuum Mobile Ein P. M. (PM, von lat. „sich ständig Bewegendes”, Pl. ''Perpetua Mobilia'') ist eine Konstruktion, die – einmal in Gang gesetzt – ewig in Bewegung bleibt u. dabei Arbeit verrichten soll, ohne dass ihr von außen Energie zugeführt wird. Perrette, Pauley Pauley Perrette (* 27. März 1969 in New Orleans) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Perry, Matthew Bild: Matthew_Perry_by_David_Shankbone.jpg Matthew Perry Matthew Langford Perry (* 19. August 1969 in Williamstown, Massachusetts) ist ein US-amerikan. Schauspieler, vor allem bekannt durch seine Rolle als Chandler Muriel Bing in der erfolgreichen Fernsehserie ''Friends''. Perry Rhodan P. R. ist der Titelheld der gleichn. dt. Science-Fiction-Serie, die seit 1961 ununterbrochen wöchentlich in Form von Heftromanen bei der Verlagsunion Pabel-Moewig erscheint u. zur erfolgreichsten Science-Fiction- u. Heftroman-Serie der Welt wurde. Persephone (Mythologie) Persephone (griechisch Περσε&phis;&oacgr;νη, älteste Form Περσ&oacgr;&phis;αττα mit der Bedeutung „die, welche [beim Dreschen] die Garben schlägt”) ist in der griech. Mythologie eine Toten-, Unterwelt- u. Fruchtbarkeitsgöttin. In der römischen Mythologie wird sie als Proserpina aus dem unterworfenen Griechenland zusammen mit den Sklaven importiert, nachdem ihre ursprüngl. Identität mit der altröm. Ceres nicht deutlich ist. Sie ist Tochter des Zeus u. seiner Schwester Demeter u. trägt oft den Namen Kore (Κ&oacgr;ρη, „Mädchen”). Persepolis Die altpersische Residenzstadt P. (''Tacht-e Dschamschid'' „Thron des Dschamschid”, altpers.: ''Parsa'') war die Hauptstadt des antiken Perserreichs unter den Achämeniden u. wurde 520 v. Chr. von Dareios I. im Süden des heutigen Iran in der Region Persis gegründet. Der Name „Persepolis” stammt aus dem Griechischen u. bedeutet „Stadt der Perser”. Die Palaststadt wurde 330 v. Chr. durch Alexander d. Gr. zerstört, aber ihre (teils wiederaufgebauten) Reste lassen sich bis heute betrachten. Persepolis (Film) P. ist ein französ. Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2007. Basierend auf dem gleichn. Comic von Marjane Satrapi erzählt ''P.'' die Kindes- u. Jugendgeschichte der Regisseurin während der Islamischen Revolution im Iran. Der Film hat mehrere Filmpreise gewonnen, unter anderem den Preis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, bei denen ''P.'' uraufgeführt wurde. Perser (Volk) Die P. waren ursprünglich ein westiran. Volk in der Region nördlich des pers. Golfs, im Gebiet der Persis (die heutige iran. Provinz Fars). Heute bezeichnet man allg. alle persischsprechenden Menschen iran. Herkunft als P. In Zentralasien nennt man sie Tadschiken, im Kaukasus nennt man sie Tat. Perserkatze Die P. zählt zu den ältesten u. populärsten Rassekatzen. Es handelt sich um eine langhaarige Rasse der Hauskatze in zahlreichen Farbschlägen, mit gedrungenem Körper, großem, rundem Kopf, mähnenartiger Halskrause u. buschigem Schwanz. Perserkriege Als P. bezeichnet man allg. die im 5. Jh. v. Chr. von den pers. Großkönigen Dareios I. u. Xerxes I. unternommenen Versuche, durch militär. Gewalt das antike Griechenland ihrem Reich anzugliedern. Diese Unternehmungen schlugen jedoch trotz gewaltiger pers. Übermacht fehl. Von den siegreichen Griechen wurde die erfolg- aber auch aufopferungsreiche Verteidigung ihres Mutterlandes bald zum nationalen Mythos erhoben. Dieser Mythos hat teilweise bis ins 20. Jh. überlebt u. wurde historisch oft zur Verteidigung der Freiheit des Abendlandes gegen oriental. Despotie u. Gewaltherrschaft umgedeutet. Perserreich Als P. wird das antike Großreich der Perser bezeichnet, das zeitweise von Thrakien bis nach Nordwestindien u. Ägypten reichte, dessen Zentrum aber immer im heutigen Iran lag. Es bestand in unterschiedl. Ausdehnung von etwa 550 bis 330 v. Chr. (Achämenidenreich) u. von ca. 224 bis 651 n. Chr. (Neupersisches Reich der Sassaniden). Persiflage Eine P. (von frz. ''persifler'' [p&aeo;rsi&beton;fle] „verspotten, lächerlich machen”) ist eine geistreiche, nachahmende u. oft auch krit. Verspottung eines Genres oder einer bestimmten Geisteshaltung allg. Verwendung findet der Begriff hauptsächlich in der Kunst (Malerei, Film, Theater), in der Literatur u. im Journalismus. Persischer Golf Der Persische Golf ( persisch ''chalidsch-e fārs''; arabisch ''al-chalīdsch al-fārisī''), ist eine etwa 1.000 km lange u. 200 bis 300 km breite Meeresbucht zwischen dem Iran u. der arab. Halbinsel mit einer Fläche von ca. 235.000 km². Der Persische Golf ist ein relativ flaches Gewässer mit einer größten Tiefe von ca. 100 m. Sein Volumen beträgt ca. 6000 km³. Über die Straße von Hormuz ist er mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer bzw. dem Indischen Ozean verbunden. In den Persischen Golf mündet der Zusammenfluss von Euphrat u. Tigris, der Schatt al-Arab (pers.: Arwand Rud). Persische Sprache Die P. S. ist die wichtigste indogerm. Sprache im südwestl. Asien. Sie gehört zum iran. Zweig der indogerm. Sprachfamilie u. ist Amtssprache im Iran, in Tadschikistan u. in Afghanistan. Der ''Language Code'' ist fa bzw. fas oder per (nach ISO 639). Persisch wird von ca. 70 Millionen Menschen als Muttersprache u. von weiteren 60 Millionen als Zweitsprache gesprochen. Etwa 35–40 Millionen Muttersprachler leben im Iran, weitere 15 Millionen in Afghanistan u. 15 Millionen in Zentralasien (vor allem in Tadschikistan u. in Usbekistan) u. auf dem Indischen Subkontinent. Daneben gibt es bedeutende Persisch-sprachige Gemeinden im Irak u. in den Golfstaaten (v. a. in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten u. in Kuwait). Person Der sprachl. Begriff P. hat mehrere Bedeutungen: P. im ''alltäglichen Sinn'' bezeichnet einen bestimmten Menschen, dem soziologisch eine bestimmte Rolle (Frau, Vater), ein Amt (z. B. Richter), ein Beruf (z. B. Krankenschwester) oder eine Herkunft (z. B. Bayer) zukommt u. dem juristisch ein bestimmtes verfassungsrechtlich festgelegtes Subjektsein (mit Rechten u. Pflichten) bestätigt wird. P. im ''philosophischen Sinn'' bezeichnet das Wesen des Menschseins auf dem Hintergrund des griechisch-römisch-christl. Denkhorizonts: dem Menschen als P. wird eine gewisse Freiheit der Entscheidung u. Verantwortlichkeit für sein Handeln zugeschrieben. Mit dieser Zuschreibung sind gewisse Rechte (Menschenrechte) u. Pflichten verbunden. Personalausweis Der P. ist ein vom Staat ausgegebenes Personaldokument in Form eines Lichtbildausweises als Identitätsnachweis seiner Bürger. Personalbeschaffung Die P. (engl.: Recruitment) ist Teil der Personalwirtschaft u. befasst sich mit der Deckung eines zuvor definierten Personalbedarfs. Personal Computer Ein P. C. [&beton;pœ&dehn;rs&eunbet;n&aeo;l k&oo;m&beton;pju&dehn;tr], kurz PC, ist ein „Einzelplatzrechner” (Mikrocomputer), der im Gegensatz zu einem Großrechner von einer einzelnen Person bedient, genutzt u. gesteuert werden kann. Personal Computer Memory Card International Association Die 1990 gegr. P. C. M. C. I. A. (PCMCIA) ist Namensgeber eines Standards für Erweiterungskarten mobiler Computer. Diese Karten sind unter den Namen PCMCIA-Karte oder PCCard bekannt. PCMCIA-Karten arbeiten stromsparend u. unterstützen Hot-Plug, sind also im laufenden Betrieb wechselbar. Da alle zur automat. Konfiguration des Treibers nötigen Eigenschaften der Karte auf dieser in der Card Information Structure (CIS) abgelegt sind, ist ebenfalls Plug and Play möglich. Personal Digital Assistant Ein P. D. A. (PDA) (englisch für ''persönlicher digitaler Assistent'') ist ein kompakter, tragbarer Computer, der neben vielen anderen Programmen hauptsächlich für die persönl. Kalender-, Adress- u. Aufgabenverwaltung benutzt wird.
Eine PDA Bedienung erfolgt über ein berührungsempfindliches LC-Display. Viele PDAs beherrschen auch eine Handschrifterkennung. Personalentwicklung P. (PE) umfasst alle geplanten Maßnahmen der Bildung, der Förderung u. der Organisationsentwicklung, die von einer Organisation oder Person zielorientiert geplant, realisiert u. evaluiert werden. PE ist ein Teilgebiet der Personalwirtschaft innerhalb der Betriebswirtschaft, der Organisationssoziologie sowie der Personalpsychologie mit dem Ziel, Menschen, Teams u. Organisationen dazu zu befähigen, ihre Aufgaben in betriebl. Arbeitssystemen erfolgreich u. effizient zu bewältigen u. sich neuen Herausforderungen selbstbewusst u. motiviert zu stellen. Personal Firewall Eine P. F. oder Desktop Firewall (von englisch ''firewall'' „Brandmauer”) ist eine Software, die den ein- u. ausgehenden Datenverkehr eines PCs auf dem Rechner selbst filtert. Sie wird zum Schutz des Computers eingesetzt u. vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als eine empfohlene Schutzmaßnahme für Nutzer des Internets aufgelistet. Personalplanung P. ist ein Teil der Unternehmensplanung. Sie soll in die nahe, mittlere u. ferne Zukunft vorausschauend alle Maßnahmen berücksichtigen, die erforderlich sind, damit dem Unternehmen zur Erreichung seiner Ziele die dazu erforderl. Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Dabei müssen die Qualität u. Quantität der Mitarbeiter (Arbeitnehmer), ihr Einsatz zur richtigen Zeit am richtigen Ort, die Einhaltung von Kostenplänen u. geplanten Kostenverläufen sowie individuelle Erwartungen u. betriebl. Erfordernisse berücksichtigt werden. Personalpronomen Das klass. P. (Mehrzahl: -pronomen oder -pronomina) wird auch ''persönliches Fürwort'' genannt. Es gehört zu den veränderl. Wortarten. Wie jedes Pronomen dient es als Ersatz für ein Nomen (''pro nomen'') u. bildet folgerichtig einen eigenen Satzteil. Die P. des Deutschen sind ''ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie, Sie'' u. die dazugehörigen flektierten (gebeugten) Formen. Personalwesen P. (auch Personalwirtschaft, Personalmanagement oder engl. ''Human Resource Management'', Abk.: HRM) bezeichnet den Bereich der Betriebswirtschaft, der sich mit dem Produktionsfaktor Arbeit bzw. mit dem Personal auseinandersetzt. Persona non grata P. n. g. (lat.), auch ''Persona ingrata'' (lat.) oder ''Persona non gradita'' (ital.), zu dt. ''nicht willkommene Person'', bezeichnet den Status eines Angehörigen des diplomat. Dienstes, dessen Aufenthalt von der Regierung des Gastlandes nicht mehr geduldet wird. Gegensatz zu ''Persona grata'' u. ''Persona gratissima.'' Personengesellschaft Eine P. entsteht regelmäßig, wenn sich eine oder mehrere natürl. Personen u./oder jurist. Personen zur Erreichung eines gemeinsamen Zweckes zusammenschließen. Im Gegensatz zu einer Kapitalgesellschaft haften Gesellschafter einer P. regelmäßig unbeschränkt, das heißt mit dem Gesellschaftsvermögen u. mit ihrem Privatvermögen. Personensuche Die P. ist eine Tätigkeit, die bei der Familienforschung oder bei der Erbenermittlung eine Hauptaufgabe ist, aber auch bei der Organisation von Klassentreffen Bedeutung hat. Wenn eine Person verdeckt ermittelt werden soll, bekommen oft Detektive den Auftrag, die Person zu finden. Wenn eine Person sich nicht versteckt, kann man auch einen Personensuchdienst beauftragen. Alternativ kann auch die Suche nach Vermissten gemeint sein. Bei der Suche nach leiblichen Eltern besteht das „Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung”. Das Bundesverfassungsgericht leitet dieses Recht in ständiger Rechtsprechung (beispielsweise Urteil vom 31. Januar 1989) aus dem allg. Persönlichkeitsrecht (Art. 2 GG) ab. Für die Praxis bedeutet dies, dass zumindest volljährige Adoptierte bei ihrer Suche nach der Herkunft von den Adoptionsvermittlungsstellen grundsätzlich auch gegen den Willen der Adoptiveltern unterstützt werden können. Personifikation Die P., fictio personae oder Prosopopoiia (griech. ''prosopōn poeìn'' = eine Maske aufsetzen) ist eine rhetor. Figur, die Tieren, Pflanzen, Gegenständen, toten Personen oder abstrakten Wesenheiten eine Stimme gibt oder menschl. Züge verleiht. Im allgemeineren Sinne spricht man auch von Anthropomorphismus. Eine erweiterte P. nennt man auch Allegorie. Persönlichkeit Der Begriff P. bezeichnet die Gesamtheit dessen, was Gemüt u. Charakter eines Individuums ausmacht. In der Psychologie bezieht sich der Begriff auf die relativ zeitstabilen Verhaltensbereitschaften eines Menschen. Persönlichkeitsstörung Als Persönlichkeitsstörungen bezeichnet man in der Psychiatrie u. Klinischen Psychologie verschiedene überdauernde Erlebens- u. Verhaltensmuster mit Beginn in der Kindheit u. Jugend, die von einem flexiblen, situationsangemessenen („normalen”) Erleben u. Verhalten in jeweils charakterist. Weise abweichen. Sie sind durch relativ starre mentale Reaktionen u. Verhaltensformen gekennzeichnet, vor allem in Situationen, die für die jeweilige Person konflikthaft sind. Die persönliche u. soziale Funktions- u. Leistungsfähigkeit ist meistens beeinträchtigt. Persönlichkeitstest Ein P. ist ein psycholog. Testverfahren zur Erfassung von Persönlichkeitseigenschaften. Im Gegensatz zu Leistungstests, welche die kognitive Leistungsfähigkeit messen, geht es in Persönlichkeitstests um die Beschreibung u. Vorhersage emotionaler u. motivationaler Aspekte des Verhaltens. Person of the Year P. o. t. Y. (Person des Jahres; früher: ''Man of the Year'', Mann des Jahres) ist eine Auszeichnung für eine Person, Gruppe, Idee oder sogar ein Objekt, die seit 1927 jährlich vom US-amerikan. Nachrichtenmagazin TIME verliehen wird. Die Auszeichnung geht an jemanden oder etwas, der oder das die Welt im jeweiligen Jahr maßgeblich verändert oder bewegt hat, zum Guten oder zum Schlechten. Perspektive P. (lat. ''perspicere'', hindurchsehen) im geometr. Sinn fasst die Möglichkeiten zusammen, dreidimensionale Objekte auf einer zweidimensionalen Fläche so abzubilden, dass dennoch ein räuml. Eindruck entsteht.
Perth P. [p&eunbet;&dehn;θ] ist die Hptst. des austral. Bundesstaates Western Australia. Peru P. (span. ''República del Perú'', amtl. ''Republik Peru'') ist ein Staat im westl. Südamerika u. grenzt im N an Ecuador u. Kolumbien, im O an Brasilien, im SO an Bolivien, im S an Chile u. im W an den Pazifik. Perversion P. (lat. ''perversio'' „die Verdrehung, die Umkehrung”) bezeichnet eine stark bis sehr stark den vorherrschenden Moralvorstellungen, häufig im Bereich des Trieb- u. Sexualverhaltens, entgegenwirkende Tat. Heute wird es als Schimpfwort für befremdendes Verhalten benutzt. Pescetarismus P. (von lat. ''piscis'': Fisch) ist eine Ernährungsweise, bei der auf den Verzehr des Fleisches von Warmblütlern, nicht jedoch auf den von Fisch verzichtet wird. Pesch, Doro Bild: Doro_Helmond2006_3.jpg Doro Pesch auf einem Konzert im Jahr 2006 Dorothee Pesch (* 3. Juni 1964 in Düsseldorf), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen „Doro”, ist eine dt. Metal-Sängerin. Pesci, Joe Joe Pesci (* 9. Februar 1943 in Newark, New Jersey; eigentl. Joseph Francesco DeLores Eliot Pesci) ist ein US-amerikan. Schauspieler, der vor allem für seine Filme mit Martin Scorsese u. Robert De Niro bekannt ist. Pessach P. (hebräisch; dt. „Vorüberschreiten”) gehört zu den zentralen Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug aus Ägypten, also die Befreiung der Israeliten aus der dortigen Sklaverei, mit der sie nach dem Tanach als eigenes, von Gott erwähltes Volk in die Geschichte eintraten. Das P. wird als Familienfest eine Woche lang zwischen dem 15. u. 22. Nisan mit verschiedenen Riten gefeiert, darunter dem Seder u. dem einwöchigen Verzehr von Mazzen. Deshalb heißt es auch „Fest der ungesäuerten Brote”. Pessar Das P. (von lateinisch: ''pessulum'' – Riegel) ist ein Verhütungsmittel für die Frau. Man unterscheidet Scheidenpessar (Diaphragma), das in die Scheide eingelegt wird, u. Intrauterinpessar (auch Spirale genannt). Pessare werden auch zur Stützung einer vorfallenden Gebärmutter verwendet. Pessimismus Der P. (lat.: ''pessimum'' – das Schlechteste, Böseste) ist die Lebensanschauung von der unverbesserlich schlechten Welt. Pessimisten erwarten ein böses Ende. Die unheilvolle Zukunft vor Augen, halten sie jeden gegenwärtigen u. vergangenen Stand der Dinge für unheilschwanger, mag er auch noch so gutartig erscheinen. Die dem P. entgegengesetzte Weltanschauung ist der Optimismus. Pest Die P. (von lat. ''pestis'' = Seuche) ist eine hochgradig ansteckende Krankheit, die durch das Bakterium ''Yersinia pestis'' verursacht wird. In mehreren großen Pandemien betraf diese Krankheit wiederholt erhebl. Teile der Weltbevölkerung, wodurch die Menschheitsgeschichte nachhaltig beeinflusst wurde. Den Verlauf der europ. Geschichte prägte vor allem eine große Pandemie im 14. Jh. Da jedoch zu dieser Zeit noch jegl. Mittel zur exakten Diagnose der Krankheit sowie eindeutig verwertbare Augenzeugenberichte fehlten, ist nicht zweifelsfrei erwiesen, dass es sich damals um die P. im eigentl. Sinne (''Yersinia pestis'' als Erreger) handelte (''siehe'' Schwarzer Tod). Pestalozzi, Johann Heinrich Johann Heinrich Pestalozzi (* 12. Januar 1746 in Zürich; † 17. Februar 1827 in Brugg, Kanton Aargau) war ein Schweizer Pädagoge. Ausserdem machte er sich als Philanthrop, Schul- u. Sozialreformer, Philosoph sowie Politiker einen Namen. Viele seiner Grundideen findet man in der modernen Pädagogik wieder. Petechien Unter P. versteht man eine Vielzahl von stecknadelkopfgroßen Blutungen aus den Kapillaren in die Haut oder Schleimhäute. Peter P. ist ein männl. Vorname. Peter I., der Große Peter I. d. Gr., geboren als Pjotr Alexejewitsch Romanow (* 9. 6. 1672 in Moskau; †  8. 2. 1725 in Sankt Petersburg), war von 1682 bis 1721 Zar u. Großfürst von Russland u. von 1721 bis 1725 der erste Kaiser des Russischen Imperiums. Er gilt bis heute als einer der herausragendsten Politiker Russlands. Peter Pan Peter Pan ist die Hauptfigur einiger Kindergeschichten von James Matthew Barrie (1860–1937) u. dort das einzige Kind, das niemals erwachsen wird. Peter Pan lebt im ''Nimmerland'' (engl. ''Neverland''), einer fiktiven Insel. Er ist Anführer der „verlorenen Jungs” (engl: ''The Lost Boys''), einer Gruppe von Jungen. Pans Gegenspieler ist der Anführer der Piraten, Captain Hook. Peter-Prinzip Das P. formulierte Raymond Hull auf Grundlage von Notizen von Laurence J. Peter in ihrem gemeinsam verfassten satir. Buch ''The Peter Principle'' (1969, William Morrow, New York City) wie folgt: ''„In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.”'' Einzige Einschränkung: Die Hierarchie muss hoch genug sein; sprich genügend Hierarchie-Stufen enthalten. Ein Beispiel für das P. ist: Derjenige, der in einer Abteilung seine sachbezogenen Aufgaben bestens erfüllt, wird zum Abteilungsleiter befördert. Er versagt, weil er nicht in der Lage ist, Menschen zu führen. Petersdom Bild: Petersdom_von_Engelsburg_gesehen.jpg Der Petersdom P. ist die im dt. Sprachraum übliche Bez. für die Peterskirche in Rom (auch: ''Basilika St. Peter; Petersbasilika; Vatikanische Basilika'', italienisch: ''San Pietro in Vaticano'', lateinisch: ''Sancti Petri in Vaticano'' oder ''Templum Vaticanum''). Ihren Vorgängerbau, auch Alt St. Peter genannt, ließ Konstantin d. Gr. um 324 als Grabeskirche über dem vermuteten Grab des Apostels Simon Petrus errichten. Der P. fasst 60.000 Personen u. ist mit einer überbauten Fläche von 15.000 Quadratmetern eine der größten Kirchen der Welt.
Petersilie Die P. (''Petroselinum crispum''), in Österreich auch der Petersil, ist eine zweijährige Gewürzpflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) u. kommt wildwachsend im Mittelmeergebiet u. auf den Kanaren vor. P. ist reich an Vitaminen u. wird heute in drei Sorten als Küchengewürz, Gemüse u. Heilmittel kultiviert: Schnittpetersilie mit glatten oder krausen Blättern u. Wurzelpetersilie. Peterson, Oscar Emmanuel Oscar Emmanuel Peterson (* 15. August 1925 in Montréal; † 23. Dezember 2007 in Mississauga) war ein kanad. Jazz-Pianist u. -Komponist. Peter und der Wolf P. u. d. W. ist ein musikal. Märchen von Sergej Prokofjew, der neben der Musik auch den Text schrieb. Es entstand 1936. Die Uraufführung fand am 2. Mai 1936 statt. Petition Eine P. (lat. ''petitio'' „Angriff”, „Ersuchen”) bezeichnet eine Eingabe (Bitte oder Beschwerde) an eine zuständige Behörde oder an eine Volksvertretung. Es handelt sich meist um Bitten von Bürgern an Parlamente, Gesetze zu ändern bzw. zu beschließen. Die Zulässigkeit von Petitionen ist ein allg. anerkannter Bestandteil demokrat. Grundrechte. Petplay Unter P. (engl. ''pet'' = (Haus-)Tier, ''play'' = Spiel), Animal Play (engl. ''animal'' = Tier) oder auch Zoomimik versteht man ein erot. Rollenspiel, bei dem mindestens ein Partner die Rolle eines Tieres spielt. Üblicherweise wird das P. zu den Sexualpraktiken des BDSM gezählt. Petra (Stadt) Die verlassene Felsenstadt P. im heutigen Jordanien war in der Antike die Hptst. des Reiches der Nabatäer. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem anstehenden Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal. Am 6. Dezember 1985 wurde P. in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Petri-Netz Ein P. ist ein mathemat. Modell von nebenläufigen Systemen. Es ist eine formale Methode der Modellierung von Systemen bzw. Transformationsprozessen. Die ursprüngl. Form der Petri-Netze nennt man auch Bedingungs- oder Ereignisnetz. Petri-Netze wurden durch Carl Adam Petri in den 1960er Jahren definiert. Sie verallgemeinern wegen der Fähigkeit, nebenläufige Ereignisse darzustellen, die Automatentheorie. Petroleum P. (von lat.: ''petra'' = Fels, Stein + ''oleum'' = Öl; Kurzform Petrol) ist ein flüssiges Stoffgemisch von Kohlenwasserstoffen, das durch fraktionierte Destillation von Erdöl gewonnen wird. P. ist wenig flüchtig u. schwer entzündlich mit einem Flammpunkt zwischen 55 u. 100 °C. Die Petroleumfraktion bei der Erdöldestillation liegt im Siedebereich zwischen Benzin u. Dieselkraftstoff von etwa 160 °C bis 280 °C. Petronas Towers P. T. (dt. Petronas-Türme, malaiisch Menara Petronas) ist der Name eines vom Mineralölkonzern Petronas gebauten Wolkenkratzerpaares in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Mit einer Höhe von insges. 452 Metern gehört es zu den höchsten Gebäuden der Welt. Petrucci, John John Peter Petrucci (* 12. Juli 1967 in Long Island, New York) ist der E-Gitarrist der Band „Dream Theater” aus den USA. Petruo, Vanessa Anneliese Vanessa Anneliese Petruo (* 23. Oktober 1979 in Berlin) ist eine dt. Sängerin u. gelegentl. Schauspielerin u. Synchronsprecherin. Petry, Wolfgang Wolfgang Petry (* 22. September 1951 in Köln-Raderthal; gebürtig ''Franz Hubert Wolfgang Remling'', Spitzname ''Wolle'') ist ein Musiker des deutschsprachigen Schlagers. Sein erfolgreichstes Album war ''„Alles”'' (1996). Pet Shop Boys Die P. S. B. sind ein brit. Electropop-Duo, bestehend aus Neil Tennant u. Chris Lowe, das seit Mitte der 1980er Jahre mit Hits wie ''West End Girls'', ''It’s A Sin'' oder ''Go West'' international erfolgreich ist. Bisher haben die P. S. B. weltweit 50 Millionen Tonträger verkauft. Petszokat, Oliver Oliver Alexander Reinhard Petszokat (* 10. August 1978 in Berlin) – besser bekannt unter dem Künstlernamen Oli.P – ist ein dt. Schauspieler, Sänger, Comedian u. Moderator. Petting Jede Form sexueller Betätigung, bei der Geschlechtsverkehr ausbleibt, wird als P. bezeichnet. Dazu gehören Küssen, Streicheln, Liebkosen der erogenen Zonen einschl. der Geschlechtsorgane, ohne dass das männl. Glied in die Scheide der Frau oder in den After des Partners eingeführt wird. Petty, Tom Thomas Earl Petty (* 20. Oktober 1950 in Gainesville, Florida) ist ein US-amerikan. Musiker. Er erweiterte ab 1975 mit seiner Band ''Tom Petty & The Heartbreakers'' den Rock'n'Roll um psychedel. Musik, Sdstaatenrock u. New Wave. Peugeot P. [pø&beton;&schsth;o] ist ein französ. Fahrzeughersteller u. zudem eine der ältesten noch existierenden Automarken (Serienproduktion seit 1891); zusammen mit Citroën ist P. Teil der PSA-Gruppe. P. hat seine größten Fabriken in Sochaux in der Franche-Comté nahe Belfort. Seit Beginn der Serienproduktion 1891 wurden weltweit über 40 Millionen Fahrzeuge hergestellt. Europaweit gehören Modelle von P. zu den meistverkauften PKWs. Peyote P. (''Lophophora williamsii''), von Nahuatl "peyotl", bezeichnet eine Art der Kakteen (Cactaceae) aus der Gattung ''Lophophora''. Diese auch als ''Rauschgiftkaktus'' bekannte Spezies enthält das halluzinogene Alkaloid Meskalin u. wurde von den mexikan. Urein-wohnern bei religiösen Riten zur Erzeugung von Rauschzuständen verwendet. Pfadfinder Ein P. ist ein Angehöriger der Pfadfinderbewegung, einer internationalen, religiös u. politisch unabhängigen Erziehungsbewegung für Kinder u. Jugendliche, die nach der Pfadfindermethode arbeitet u. Menschen aller Nationalitäten u. Glaubensrichtungen offensteht. Ziel der Bewegung ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen, damit diese in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen können. Zur Pfadfinderbewegung gehörten 2006 weltweit mehr als 38 Millionen Kinder u. Jugendliche aus 216 Ländern u. Territorien in zahlreichen nationalen u. internationalen Jugendverbänden. Pfahlhängen Das P. ist eine Foltermethode. Zur Durchführung bindet der Folterer die Hände des Opfers hinter dem Körper zusammen. Danach hängt er das Opfer an den Händen an einem Pfahl oder einer Decke auf. Dabei reißt das Körpergewicht die Arme des Opfers nach oben. Pfählung Die P. ist einerseits eine Hinrichtungsmethode u. andererseits ein Fachausdruck in der Medizin. Dem Verurteilten wurde mit der Spitze eines aufgerichteten Pfahls die Brust durchbohrt oder der Verurteilte wurde auf einen abgerundeten u. eingefetteten Pfahl gesetzt, der dann langsam durch Anus oder Vagina in den Körper eindrang. In der Medizin wird darunter eine Verletzung verstanden, die durch das Eindringen in oder das Durchdringen des Körpers mit pfahlartigen Gegenständen entstanden ist. Pfalz (Region) Bild: Donnersberg_von_Steinbach.jpg Höchster Berg der Pfalz: der Donnersberg Die P. ist eine Region in Südwestdeutschland u. liegt im S des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Sie umfasst 5451,13 km² u. hat etwa 1,4 Mio. Ew. Pfandbrief Ein P. ist eine von einer Pfandbriefbank begebene Anleihe. Er zeichnet sich dadurch aus, dass dem Investor neben der Bonität der emittierenden Bank im - allerdings seit 1901 nicht mehr eingetretenen - Fall einer Insolvenz dieser Bank zusätzlich eine sog. ''Deckungsmasse'' zur Verfügung steht. Bei ''Hypothekenpfandbriefen'' besteht diese Deckungsmasse beispielsweise aus Darlehensforderungen, die durch Grundpfandrechte auf Grundstücke besichert sind. Pfändung Unter P. (in Österreich: Exekution) versteht man die Beschlagnahme von Gegenständen zum Zwecke der Gläubigerbefriedigung. Eine P. ist eine Form der Zwangsvollstreckung, die sich in Deutschland nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung richtet. Pfarrer P. ist ein in christl. Kirchen u. Gemeinschaften verwendeter Begriff für eine Person, die mit der Leitung von Gottesdiensten, der seelsorgl. Betreuung u. in der Regel auch der Leitung einer Gemeinde betraut ist. Pfeffer Der echte P., Pfefferstrauch, schwarze P. oder kurz P. (''Piper nigrum'') ist eine Pflanze aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae), deren Früchte ein durch das darin enthaltene Alkaloid Piperin scharf schmeckendes Gewürz liefern. Pfefferminze Die P. (''Mentha x piperita'') ist eine Heil- u. beliebte Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen. Pfefferspray P. ist ein Reizstoff, der gegen Menschen u. andere Säugetiere wirkt. Mit dem Begriff ist meist ein Sprühgerät mitsamt dem enthaltenen Wirkstoff ''Oleoresin capsicum'' (OC) gemeint. Oleoresin capsicum wird aus dem Fruchtfleisch tropischer u. subtrop. Chilipflanzen gewonnen. Der irreführende Namensbestandteil "Pfeffer" kam über die engl. Bez. "pepper spray" ins Deutsche, wobei "pepper" (auch chili pepper, red pepper etc.) für Chilischoten steht. Pfeiffer, Christian Christian Pfeiffer (* 20. Februar 1944 in Frankfurt (Oder)) ist ein dt. Kriminologe u. derzeitiger Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Von 2000 bis 2003 war Pfeiffer Justiz-Min. von Niedersachsen (SPD). Pfeiffer, Michelle Michelle Pfeiffer (* 29. April 1958 in Santa Ana, Kalifornien) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Pfeiffer-Drüsenfieber Das P., auch ''Pfeiffer'sches Drüsenfieber'', ''infektiöse Mononukleose'', ''Mononucleosis infectiosa'', ''Monozytenangina'' oder ''Kusskrankheit'' (engl.: ''(Student's) Kissing Disease'') genannt, ist eine häufige Viruserkrankung, die durch das Epstein-Barr-Virus hervorgerufen wird, die Lymphknoten befällt, aber auch Leber, Milz u. Herz einschließen kann. Am häufigsten sind ältere Kinder u. junge Erwachsene von der Krankheit betroffen. Der Name geht auf den Kinderarzt Emil Pfeiffer (1846–1921) zurück. Pferde Die P. oder Einhufer (Equidae) bilden eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla), die nur eine lebende Gattung, ''Equus'', umfasst. Zur Familie der P. gehören die Tiere, die als P., Esel u. Zebras bezeichnet werden. Pferdegangart Beim Pferd werden charakterist. Gangarten (Allüren) unterschieden.
1. ''schreitende'' (Schritt u. Trab) u. ''springende Gangart'' (Galopp u. Karriere); 2. ''niedere ''(einfacher Schritt, Trab, Galopp, Karriere) u. ''höhere Gangart'' (hohe Schule); 3. ''natürl. u. versammelte Gangart'' (mit Einwirkung des Reiters); 4. ''gerade Gangart '' (wobei das Pferd auf einem Hufschlag geht) u. ''Seitengänge'' (bei denen es auf zwei Hufschlägen geht). Pferderennen Bild: Horse-racing-1.jpg Pferderennen: Galopprennen in München-Riem P. (Pferderennsport) gehören zu den ältesten (organisierten) Sportarten der Menschheit. Sie dienen primär der Zuchtauslese (Pferdezucht). Seit Jahrhunderten sind P. aber auch eine beliebte Freizeitbeschäftigung des Menschen. Pferdesport P. ist eine zusammenfassende Bezeichnung für alle Sportarten, bei denen Pferde als Reit- oder Zugtiere verwendet werden. Dazu gehören Reit- u. Fahrsport, Pferderennen u. Polo. Pferdestärke Die P. (engl. ''horsepower (hp)'') ist eine veraltete, bes. in der Technik bis Ende 1977 üblich gewesene Einheit der Leistung mit dem Einheitenzeichen PS. An ihrer Stelle soll die SI-Einheit Watt bzw. ein dezimaler Teil oder ein dezimales Vielfaches des Watt verwendet werden. Im Zuge der endgültigen Einführung der EG-Richtlinie 80/181/EEC zum 1. Januar 2010 ist die Aufführung von PS u. allen anderen Nicht-SI-Einheiten in der gesamten EU nicht mehr zulässig. Pfingstbewegung Die P. ist eine 1906 von Los Angeles durch den Prediger W. J. ''Seymour'' ausgegangene Bewegung, deren Gruppierungen die Fähigkeit zu heilen, in fremden Sprachen zu sprechen u. zu weissagen - wie es die Jünger Jesu an Pfingsten erlebten - wörtlich nehmen u. sich deshalb pfingstlerisch nennen. Als Hochziel des christlichen Heilswegs wird die „Geisttaufe” erstrebt, meist als ein ekstatisches Erlebnis mit Zungenrede verstanden, das als Inbesitznahme des Menschen durch den Hl. Geist gedeutet wird. Die stärkste Verbreitung fand die Pfingstbewegung in den USA, Südamerika u. Indonesien. Die Anhängerzahl der zur Pfingstbewegung zählenden Gemeinschaften wird auf 220 Mio. geschätzt. Pfingsten P. (von griech. ''pentekostē [hēmera]'', „der fünfzigste Tag”) ist das christl. Fest der Entsendung des Hl. Geistes an die Apostel. Es geht auf das jüdische ''Wochenfest'' Schawuot zurück u. wird wie dieses am ''fünfzigsten'' Tag nach Ostern bzw. Pessach gefeiert. Im NT wird in der Apg. erzählt, dass der Hl. Geist auf die Apostel herabkam, als sie zum Pfingstfest (''Schawuot'') in Jerusalem versammelt waren (Apg 2,1-41). Dieses Datum wird in der christl. Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden. Als christl. Fest wird P. erstmals im Jahr 130 erwähnt. Pfirsich Der P. (aus lat. ''malum Persicum'', dieses wiederum von griech. ''mêlon Persikón'' „persischer Apfel”; botan. Name ''Prunus persica'') ist eine der wichtigsten Arten der Gattung ''Prunus''. Er ist ein Steinobst u. gehört zur Familie der Rosengewächse. Pflanzen Die P. (Plantae) bilden ein eigenes Reich innerhalb der Domäne der Lebewesen mit Zellkern u. Zellmembran (Eukaryoten). Nach heutigen Schätzungen gibt es rd. 500.000 Pflanzenarten. Mit ihnen befasst sich wissenschaftlich die Disziplin der Botanik. Pflanzenöle P. (''pflanzliche Öle'') zählen zu den ''Fetten und fetten Ölen'', welche aus Ölpflanzen gewonnen werden u. im Gegensatz zu den äther. Ölen Fettflecken auf Papier hinterlassen. Nach dem Anteil an ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen nichttrocknenden (Bsp. Olivenöl), halbtrocknenden (Bsp. Soja- oder Rapsöl) u. trocknenden Ölen (Bsp. Lein- oder Mohnöl). Der Begriff „Trocknung” bezeichnet hierbei nicht Verdunstung, sondern das durch Oxidation u. Polymerisation der ungesättigten Fettsäuren bedingte Festwerden des Öls. Pflegeversicherung Die P. (PV) ist eine umlagefinanzierte Pflichtversicherung im Rahmen des dt. Sozialversicherungssystems. Sie trägt bei nachgewiesenem, erheblich erhöhtem Bedarf an pflegerischer u. an hauswirtschaftl. Versorgung von mehr als 6 Monaten Dauer einen ''Kostenanteil'' der häuslichen oder stationären Pflege. Die P. wurde zum 1. Januar 1995 unter der Regierung Helmut Kohl mit dem Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) eingeführt („Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit, Pflegeversicherungsgesetz – PflegeVG”). Sie bildet die „fünfte Säule” der Sozialversicherung – nach Krankenversicherung, Berufsunfallversicherung, Rentenversicherung u. Arbeitslosenversicherung. Die Träger der P. sind die Pflegekassen, die bei den Krankenkassen errichtet wurden, ihre Aufgaben jedoch in eigener Verantwortung als rechtsfähige Körperschaft des öffentl. Rechts mit Selbstverwaltung wahrnehmen. Pflichtenheft Das P., auch technische Richtlinien, Fachspezifikation, fachl. Spezifikation, Fachfeinkonzept, Sollkonzept oder funktionelle Spezifikation beschreibt die unmittelbaren Anforderungen durch den Besteller in der Interpretation des Herstellers für sein Produkt. Pflichtteil Der P. gewährt im dt. Erbrecht Abkömmlingen (§ 2303 Abs. 1 Satz 1 BGB), Eltern (§ 2303 Abs. 2 Satz 1 BGB), dem Ehegatten u. dem Lebenspartner (§ 10 Abs. 6 LPartG) eines Erblassers auch dann eine wirtschaftl. Teilhabe am Nachlass, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag) von der gesetzl. Erbfolge ausgeschlossen worden sind. Das Pflichtteilsrecht setzt so der Testierfreiheit im Interesse der Beteiligung von nächsten Angehörigen eine gesetzl. Grenze. Pforzheim P. ist eine Großstadt im W Baden-Württembergs. Sie liegt am Nordrand des Schwarzwalds. Bekannt ist P. für die lange hier ansässige Schmuck- u. Uhrenindustrie, weswegen sie auch den Beinamen ''Goldstadt'' bzw. ''Gold-, Schmuck- u. Uhrenstadt'' trägt. Nächstgrößere Städte sind Karlsruhe, etwa 25 km nordwestlich u. Stuttgart, rd. 37 km südöstlich. P. war einst badische Residenzstadt. Heute ist sie kreisfreie Stadt u. zugleich Sitz des Enzkreises, von dem das Stadtgebiet fast vollständig umschlossen ist. P. ist nach der Einwohnerzahl die achtgrößte Stadt Baden-Württembergs. – 119.156 Ew. Pfund Das P. ist ein altes Maß für Masse, der Name leitet sich vom lateinischen ''pondus'' ''(Gewicht)'' ab. Die Gewichtseinheit wurde auch zum Wiegen von Edelmetall genutzt u. so zur Währungseinheit. Im deutschen Sprachraum – ausgenommen Österreich, wo die Einheit P. heute unbekannt ist – wird das P. heute praktisch nur noch in der Umgangssprache benutzt (vor allem bei Lebensmitteln); es dient dann als Abkürzung für „500 Gramm”. Pfund Sterling Das P. S., engl. Pound Sterling, ist die brit. Währung. Ph. D. Der Ph. D. (auch: PhD oder DPhil, latein. ''Philosophiae Doctor'') ist im anglo-amerikan. Studiensystem die Entsprechung des Doktorgrades. Phalanx Als P. (griechisch Baumstamm, Walze, Rolle, Schlachtreihe; daraus abgeleitet ist das dt. Wort ''Planke'') wird eine dichtgeschlossene, lineare Kampfformation schwerbewaffneter Infanterie mit mehreren Gliedern bezeichnet. Der Begriff bezieht sich vor allem auf die im antiken Griechenland übliche Schlachtformation. Phalanx CIWS Das P. CIWS oder Phalanx Mk-15 von Raytheon (früher: Hughes) ist ein amerikan. Nahbereichsverteidigungssystem zur Abwehr anfliegender Flugkörper.
Das System ist auf fast jedem Schiff der US Navy zu finden u. wurde in über 20 Länder exportiert. Phallus Als P. (latinisierte Form des griechischen &phis;αλλ&oacgr;ς – ''phallós'') bezeichnet man heute insbes. in kulturgeschichtl. Zusammenhängen das erigierte männl. Glied. Der P. gilt seit Jahrtausenden als Symbol für Kraft u. Fruchtbarkeit.
Phänomen Das P. (Plural Phänomene, oder selten das Phänomenon, Plural Phänomena, die ''Erscheinung'') ist ein mit den Sinnen wahrnehmbares einzelnes Ereignis, i. w. S. die sinnl. Wahrnehmung eines Ereignisses. Phänomenologie Die P. (griechisch ''phainomenon'' „Sichtbares, Erscheinung”; ''logos'' „Rede, Lehre”) ist die Lehre bzw. Untersuchung der ''Erscheinungen''. P. sieht den Ursprung der Erkenntnisgewinnung in den unmittelbar gegebenen Erscheinungen. Entsprechend untersucht sie ausschließl. Zusammenhänge zwischen Erscheinungen. Phänotyp Der P. oder das Erscheinungsbild ist die Summe aller äußerlich feststellbaren Merkmale eines Individuums. Er bezieht sich nicht nur auf morphologische, sondern auch auf physiolog. Eigenschaften. Im P. spiegeln sich auch ''erworbene'' Eigenschaften wider, etwa vergrößerte oder verkümmerte Muskelgruppen, Zwergwuchs durch widrige Umweltbedingungen etc. Phantasialand Das P. ist ein Freizeitpark in Brühl bei Köln, welcher jährlich ca. zwei Millionen Besucher zählt. Von der Gesamtfläche von ca. 28 ha belegt der eigentl. Park ca. 10 ha. Phantasie Mit dem Begriff P. bzw. Fantasie (griech.: „phantasia” = „Erscheinung, Vorstellung, Traumgesicht, Gespenst”, von „phant&aacgr;zesthai” = „erscheinen”) wird eine schöpferische u. produktive Fähigkeit des menschl. Geistes bezeichnet. I. e. S. als Vorstellungskraft bzw. Imagination ist mit P. vor allem die Fähigkeit gemeint, innere Bilder u. damit eine „Innenwelt” zu erzeugen. Das Resultat dieser schöpfer. Kraft, das einzelne Vorstellungsbild, heißt auch Phantasma. Im heutigen Sprachgebrauch umfasst der Begriff ''Phantasie'' in der Regel sowohl die ''Fähigkeit'' wie auch das ''Resultat'' des „Phantasierens”. Manchmal wird der Begriff auch abwertend gebraucht im Sinne einer Fiktion bzw. eines Hirngespinstes.
Pharao Mit dem Wort P. werden in der Bibel die Herrscher Ägyptens bezeichnet. Der Begriff P. geht auf das ägyptische Wort "Per-aa" (wörtl. "''großes Haus''") zurück, das ursprüngl. weder ein Herrschertitel noch ein Eigenname, sondern vielmehr die Bez. für den königl. Hof oder Palast war. Pharisäer Die P. (hebräisch ''die Abgesonderten'') waren eine theolog. Ausrichtung im antiken Judentum. Sie bestanden während der Zeit des zweiten jüdischen Tempels (ca. 530 v.Chr. - 70 n.Chr.) u. wurden danach als rabbin. Judentum die einzige bedeutende überlebende jüdische Strömung. Die in den Evangelien z.T. überbetonte, den Pharisäern zugeschriebene Äußerlichkeit religiöser Ausdrucksformen wurde als Heuchelei negativ pauschalisiert u. ging durch die christlich-kirchliche Tradition des Antijudaismus in den deutschen heutigen Sprachgebrauch als Schimpfwort über. Pharmazeutisch-technischer Assistent Pharmazeutisch-technische(r) Assistent(in) (PTA) ist ein Ausbildungsberuf. Er ist ein Assistenzberuf zur Unterstützung der Tätigkeiten eines Apothekers. Pharmazie P. (von griech. &phis;&aacgr;ρμακον, ''pharmacon'', Heilmittel, Gift, Zaubermittel) oder Pharmazeutik ist eine Wissenschaft, die sich mit der Beschaffenheit, Wirkung, Entwicklung, Prüfung, Herstellung u. Abgabe von Arzneimitteln in der Industrie u. den Apotheken befasst. Die P. vereint dabei Aspekte aus anderen Naturwissenschaften, vor allem aus der Chemie u. Biologie. Das Studium der P. ist eine Voraussetzung zur Ausübung des Berufs eines Apothekers. Pharos von Alexandria Der Große Leuchtturm von Alexandria (nach der Insel, auf der er stand, auch Pharos genannt) war der höchste je gebaute Leuchtturm u. der erste seiner Art. Er ist eines der sieben antiken Weltwunder. Der Turm soll etwa 115 bis 160 Meter hoch gewesen sein. Pharyngitis Eine Rachenentzündung (auch P. genannt) ist eine Entzündung der Rachenschleimhaut. Sie tritt als Begleiterscheinung von entzündl. Prozessen im Hals-Rachen-Bereich in Erscheinung. Die mit ihr auftretenden Schluckbeschwerden sind sehr schmerzhaft u. erschweren die Nahrungsaufnahme drastisch. Pharynx Der P. [&beton;fa&dehn;rŋks] (griech. für „Rachen”, „Schlund” oder „Schlundkopf”) ist eine mit Schleimhaut ausgekleidete Erweiterung im Anschluss an die Mund- u. Nasenhöhle beim Menschen u. den übrigen Wirbeltieren. Er ist damit Teil sowohl des Verdauungssystems als auch des Atmungsapparats. Phase Alternating Line Das Phase-Alternation-Line-Verfahren [feiz &beton;&oo;lt&eunbet;nei&schstl;&eunbet;n lain], kurz PAL, ist ein Verfahren zur Farbübertragung beim analogen Fernsehen. Es wurde mit dem Ziel entwickelt, das Problem der unästhetischen, störenden Farbton-Fehler im NTSC-Verfahren zu lösen. Der techn. Kniff, das rote Farbdifferenzsignal jeder zweiten Bildzeile zur vorhergehenden um 180° phasenverschoben (darum der Name) zu übertragen, ermöglicht es, auf der Empfängerseite durch Verrechnung der beiden Zeilen einen eventuell auftretenden Farbton-Fehler in einen Farbsättigungs-Fehler umzuwandeln. Ein Fehler der Farbsättigung ist für den Menschen wesentlich schwerer wahrzunehmen als ein Farbtonfehler. PAL wird vor allem in Europa benutzt, aber auch in Australien, Südamerika u. vielen afrikanischen u. asiat. Ländern. Phasendiagramm Das P. ist ein Hilfsmittel in der Chemie, Physik u. speziell den Materialwissenschaften für die Veranschaulichung von Zuständen u. deren zugehörigen Phasen. Alternative Bez. sind unter anderem Zustandsdiagramm, Zustandsschaubild oder Gleichgewichtsschaubild. Anwendung finden Phasendiagramme meist bei Lösungen u. Legierungen, aber prinzipiell auch jeder anderen Art von Stoff oder Stoffgemisch. Phasenverschiebung Wenn bei zwei oder mehr periodisch ablaufenden Vorgängen mit gleicher Wiederholungshäufigkeit bzw. gleicher Frequenz der gleiche Zustand (z. B. Nullwert-Durchgang oder Maximalwert) zu jeweils einem zeitlich versetzten Moment auftritt, wird dies als P. bezeichnet. Die Vorgänge verlaufen synchron, jedoch phasenverschoben. Diese Erscheinung kann bei allen Vorgängen auftreten, bei denen Zeitglieder, Trägheiten oder Reaktanzen eine Rolle spielen, so vor allem in der Elektrotechnik, der Elektroakustik, der Akustik u. in der Schwingungs-Mechanik. Phencyclidin P. (Abk. von Phenylcyclohexylpiperidin, kurz PCP) in der Drogenszene auch als ''Angel Dust (Engelsstaub)'', ''Londrea'', ''Killerweed'', ''Sherman Hemsley'' oder ''Peace Pill'' bekannt, ist ein missbräuchlich als Partydroge genutztes Dissoziativum. Die Firma Parke-Davis entwickelte es 1926 ursprünglich als Arzneistoff der Klasse der Anästhetika, seine Vermarktung wurde jedoch bald darauf auf Grund eines ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses eingestellt. Insbes. nach Langzeitgebrauch besteht die Gefahr einer psych. Abhängigkeit. P. unterliegt dem Bet„ubungsmittelgesetz. Phenol Das P. (auch ''Hydroxybenzol'' oder histor. ''Karbolsäure'', ''Steinkohlenteerkreosot'', ''acidum phenylicum'', ''acidum carbolicum'') ist die einfachste Verbindung der Gruppe der Phenole. P. wird zur Herstellung von Kunststoffen, Farbstoffen, Arzneimitteln, Sprengstoffen u. a. verwendet. Phenolphthalein P. ist einer der bekanntesten pH-Indikatoren u. wurde erstmals 1871 von Adolf von Baeyer dargestellt. P. ist ein Triphenylmethanfarbstoff u. bildet die Basisverbindung der Familie der Phthaleine. Bei einem pH-Wert von 0 bis etwa 8,2 ist gelöstes P. farblos, bei höherem pH-Wert färbt die Lösung sich rötlich-lila. Phenylalanin P. ist eine chirale, aromat. Aminosäure mit hydrophober Seitenkette, die in ihrer L-Form in der Natur als Proteinbestandteil vorkommt u. für den Menschen eine essentielle proteinogene (am Eiweißaufbau beteiligte) Aminosäure ist. Phenylketonurie P. (PKU) ist die häufigste angeborene Stoffwechselstörung. Sie wird autosomal-rezessiv mit einer Inzidenz von etwa 1:6000 – 1:7000 Neugeborenen vererbt. Betroffene Patienten können die Aminosäure Phenylalanin nicht abbauen, wodurch diese sich im Körper anreichert u. Phenylpyruvat, Phenylacetat oder Phenyllactat entsteht, was unbehandelt zu einer schweren geistigen Entwicklungsstörung mit einer Epilepsie führt. Eine rechtzeitig begonnene eiweißarme Diät kann diese Symptome verhindern u. soll idealerweise lebenslang durchgeführt werden. Pheromon Pheromone (altgriechisch: ''pherein'' „überbringen, übermitteln, erregen” u. ''hormon'' „bewegen”) sind Botenstoffe, die der biochem. Kommunikation zwischen Lebewesen ''einer Spezies'' dienen (vgl. Hormon). Andere Arten bleiben von dieser Kommunikation ausgeschlossen. Neben den bekannten Sexuallockstoffen gibt es beispielsweise Pheromone zur Wegmarkierung oder als Alarmbotenstoff. Phi Das P. (griech. Neutrum Φι, Majuskel Φ, Minuskel &phis; bzw. \phi\,) ist der 21. Buchstabe des griech. Alphabets u. hat einen numer. Wert von 500. Philadelphia P. ist eine Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania in den Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Einwohnerzahl von 1.448.394 (2006) ist sie die sechstgrößte Stadt der Vereinigten Staaten u. die größte des Bundesstaates Pennsylvania. An der Ostküste ist P. nach New York City die zweitgrößte Stadt. Die Stadt liegt am Delaware River. In der Geschichte der USA ist P. eine der bedeutendsten Städte. Die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde hier verkündet u. die Verfassung beschlossen. Philadelphia (Film) P. war der erste große Hollywoodfilm, der sich kritisch mit dem gesellschaftl. Umgang mit AIDS-Erkrankten u. Homosexuellen in den USA auseinandersetzt. In dem Film aus dem Jahr 1993 spielen Tom Hanks u. Denzel Washington die Hauptrollen. Regie führte Jonathan Demme. Philadelphia-Experiment Das P. ist eine Legende um ein Experiment mit einer Tarntechnologie, das in den USA während des Zweiten Weltkrieges durchgeführt worden sein soll. Demzufolge soll das Kriegsschiff ''USS Eldridge'' vollkommen unsichtbar geworden u. sogar kurzzeitig plötzlich im 500 Kilometer entfernten Hafen von Norfolk (Virginia) erschienen sein, bevor es wieder in Philadelphia rematerialisierte. Philanthropie Die P. (neoklass. Wortschöpfung des 18. Jahrhunderts aus griechisch &phis;&iacgr;λος, ''phílos'', „Freund” u. &aacgr;νθρωπος, ''ánthropos'', „Mensch”) bedeutet Menschenfreundlichkeit oder Menschenliebe. Als Philanthropen werden im allg. Menschen bezeichnet, die für andere Menschen Gutes tun oder gar ihr Leben dem Dienst an ihren Mitmenschen widmen, also vorrangig altruistisch handeln. Einen wie auch immer gearteten darüber hinausgehenden religiösen, politischen oder anderweitig dogmat. Zusammenhang gibt es nicht. Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh Prinz Philip, Herzog von Edinburgh (* 10. Juni 1921 auf Korfu als ''Prinz Philippos Andreou von Griechenland und Dänemark'') ist der Prinzgemahl der brit. Königin Elisabeth II. Er gehört dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg an. Philipp P. (griechisch: Φ&iacgr;λιππος, latinisiert: ''Philippus'') ist ein männl. Vorname, der auch als Familienname gebräuchlich ist. Philipp II. Philipp II. (* 21. Mai 1527 in Valladolid; † 13. September 1598 in El Escorial bei Madrid) erbte als ältester u. einzig überlebender legitimer Sohn Karls V. (Karl I. von Spanien) u. Isabellas von Portugal das Königreich von Spanien, die amerikan. Kolonien, die Niederlande, die Freigrafschaft Burgund, das Königreich beider Sizilien u. das Herzogtum Mailand. Nach ihm benannte Ruy López de Villalobos 1524 zuerst die Insel Leyte als "Las Islas Filipinas", eine Bez., die später auf den gesamten Archipel ausgeweitet wurde u. dem Inselstaat der Philippinen ihren Namen gab. 1580 wurde er auch König von Portugal. Philippinen Die P. (amtl. ''Republik der Philippinen'', filipino: ''Republika ng Pilipinas;'' englisch: ''Republic of the Philippines;'' der Name leitet sich vom span. König Philipp II. ab) liegen im westl. Pazifischen Ozean u. gehören zu Südostasien. Das Südchinesische Meer trennt die Inselgruppe von Vietnam im W, die Celebessee von Indonesien im S. Der Archipel, der sich von 5 bis 21 Grad nördl. Breite u. von 117 bis 126 Grad ö. L. erstreckt, bildet den fünftgrößten Inselstaat der Welt nach Indonesien, Madagaskar, Papua-Neuguinea u. Japan. Philippinische Revolution Die P. R. (1896–1898) war ein bewaffneter Konflikt zwischen dem Katipunan, einer geheimen Organisation, die die Unabhängigkeit der Philippinen von Spanien anstrebte, u. der span. Kolonialmacht. Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, (* 1493 in Egg bei Einsiedeln; † 24. September 1541 in Salzburg) war ein Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker, Laientheologe u. Philosoph. Das Wissen u. Wirken des Paracelsus gilt als überaus umfassend. Seine Heilungserfolge waren legendär, trugen ihm aber auch erbitterte Gegnerschaft durch etablierte Mediziner u. Apotheker ein. Paracelsus hinterließ zahlreiche deutschsprachige Aufzeichnungen u. Bücher medizinischen, astrologischen, philosophischen u. theolog. Inhalts, die größtenteils erst nach seinem Tode erschienen. Philips Koninklijke P. Electronics N.V. (Royal P. Electronics; kurz P. genannt) ist einer der weltgrößten Elektronikhersteller. P. setzte 2006 27,0 Milliarden Euro um u. beschäftigte 121.732 Menschen in über 60 Ländern. Philister Die P. (hebr.: ''pelištīm)'' waren ein Volk, das um 1175 v. Chr. die Küste des histor. Palästina bewohnte. Phillippe, Ryan Matthew Ryan Phillippe (* 10. September 1974 in New Castle, Delaware) ist ein US-amerikan. Schauspieler. Phillips-Kurve Die P. ist ein einfaches ökonom. Modell, das den Zusammenhang zwischen der Veränderung von Nominallöhnen bzw. Preisen auf der einen u. Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite erklärt. Die P. wurde 1958 vom engl. Statistiker u. Ökonomen Alban William Housego Phillips publiziert. Philologie Die P. (altgr. &phis;ιλολογ&iacgr;α ''philología'' „Liebe zum Wort”) ist die zusammenfassende Bez. für die Sprach- u. Literaturwissenschaft einer Sprache oder eines Sprachzweiges. Philosoph Ein P. (griech. ''&phis;ιλ&oacgr;σο&phis;ος, philósophos'' „Freund der Weisheit”) oder dt. Denker ist ein Mensch, der danach strebt, Antworten auf die Fragen der Philosophie zu finden. Platon charakterisiert den Philosophen in seinem Symposion als jemand, der die Wahrheit, das Schöne u. das Gute liebt u. begehrt. Philosophie Die P. (griechisch &phis;ιλοσο&phis;&iacgr;α ''philosophía'', wörtlich die „Liebe zur Weisheit”) hat im Gegensatz zu den einzelnen Wissenschaften keinen begrenzten Gegenstandsbereich. Allg. könnte man sie als den Versuch der kritisch-rationalen Selbstprüfung des Denkens bezeichnen, als eine method. Reflexion, die sich inhaltlich tendenziell auf eine Gesamtdeutung der Welt u. der menschl. Existenz richtet. Als Kerngebiete der P. können die Logik (als die Wissenschaft vom folgerichtigen Denken), die Ethik (als die Wissenschaft vom rechten Handeln) u. die Metaphysik (als die Wissenschaft von den ersten Gründen des Seins u. der Wirklichkeit) betrachtet werden; weitere Grunddisziplinen sind die Erkenntnis- u. die Wissenschaftstheorie. Philosophie der Antike Bild: Athen_Akropolis_Eule_20020809-269.jpg Philosophie der Antike: Eule auf der Akropolis in Athen Die P. d. A., die Geburt der Liebe ''(philia)'' zur Weisheit (''sophia''), wird durch die Eule der Göttin Athene (römisch: Minerva) symbolisiert. Die antike europ. Philosophie (griechisch &phis;ιλοσο&phis;&iacgr;α) hat in Verbindung mit anderen Hochkulturen des Altertums (der hebräischen, ägyptischen, mesopotamischen u. persischen) das Weltanschauungsspektrum des Abendlandes begründet. Der griechisch besiedelte kleinasiat. Ostrand der Ägäis wurde zum Ausgangsbereich der antiken Philosophie. Hier beginnt die ionische Naturphilosophie der Vorsokratiker. Diese setzten dem mythisch geprägten Weltbild der homer. Epen eine naturphilosoph. Welterklärung entgegen, die sich z.B. in der Vorhersage einer Sonnenfinsternis 585 v. Chr. durch Thales von Milet bestätigen ließ. Die siegreiche Selbstbehauptung Athens in den Perserkriegen u. die nachfolgende Vormachtstellung im attischen Seebund machten Athen im 5. Jh. v. Chr. zum kulturellen Mittelpunkt Griechenlands u. der weiteren philosoph. Entwicklung. Es wurde das überragende u. auf Rom u. sein Reich ausstrahlende Zentrum antiken Nachdenkens über die kosm. Ordnung, die Natur des Menschen u. die richtige Art zu leben. Athen wurde zum Sammelpunkt der Sophisten u. war die Stadt des Sokrates, dessen Wirkungsgeschichte durch die Überlieferung vor allem Platons alle Epochen der Philosophiegeschichte überdauert hat. Platon hat mit der Akademie seine philosoph. Schule ebenso hinterlassen wie Aristoteles die seine in Gestalt der Peripatetiker. Bald darauf entstanden in Athen zusätzlich die Schulen des Epikureismus u. der Stoa. Philosophie des Geistes Die P. d. G. (engl.: ''Philosophy of mind'') beschäftigt sich mit der Natur geistiger oder mentaler Zustände, ihren Wirkungen u. Ursachen. Zentral ist dabei die Frage nach dem Verhältnis von geistigen u. körperl. Zuständen. Neben diesen ontolog. Fragen befasst sich die P. d. G. auch mit den erkenntnistheoret. Fragen nach der Erkennbarkeit des Geistes. Philosophische Anthropologie Die P. A. (altgriechisch ανθρωπολογ&iacgr;α ''anthropología'' „die Menschenkunde”, von ανθρωπος ''ánthropos'' „der Mensch”) ist die Disziplin der Philosophie, die sich mit dem Wesen des Menschen befasst. Die ''moderne'' philosoph. Anthropologie ist eine sehr junge philosoph. Fachrichtung, die erst im frühen 20. Jh. als Reaktion auf den Verlust von Weltorientierung entstand. Phimose Die P. oder Vorhautverengung ist eine Verengung der Öffnung der Vorhaut des Penis. Dadurch lässt sich die Vorhaut nicht oder nur mit Schmerzen hinter die Eichel zurückziehen. Eine Vorhautverklebung des Neugeborenen ist normal (''physiologische P.''), löst sich aber in den meisten Fällen bis zum Schulalter. In weiterbestehenden Fällen kann sie als ''primäre P.'' Probleme bereiten. Eine P. kann auch im späteren Alter durch nachlassende Hautelastizität oder durch Narben von Verletzungen oder Entzündungen neu auftreten (''erworbene'' oder ''sekundäre P.''). Phishing P. [&beton;fi&schstl;iŋ] werden Versuche genannt, über gefälschte WWW-Adressen Daten eines Internet-Benutzers zu erlangen. Es handelt sich meist um kriminelle Handlungen, die Techniken des Social Engineering verwenden. Phisher geben sich als vertrauenswürdige Personen aus u. versuchen, durch gefälschte elektron. Nachrichten an sensible Daten wie Benutzernamen u. Passwörter für Online-Banking oder Kreditkarteninformationen zu gelangen. Phishing-Nachrichten werden meist per E-Mail oder Instant Messaging versandt u. fordern den Empfänger auf, auf einer präparierten Webseite oder am Telefon geheime Zugangsdaten preiszugeben. Phlegmatiker Als P. (von griechisch: ''&phis;λ&eacgr;γμα'', gesprochen: [flegma], dt.: Hitze; Schleim) wird ein Mensch bezeichnet, der langsam, ruhig u. schwerfällig ist. Phlegmone Die P. (''phlegma'' Schleim) ist eine eitrige sich diffus ausbreitende Infektion der Weichteile (des interstitiellen Bindegewebes). Phnom Bakheng Bild: Angkor_2005_5.JPG Ein Prasat des Staatstempels Phnom Bakheng bei Sonnenuntergang Der Shiva geweihte Pyramidentempel P. B. liegt auf dem gleichn. Hügel nahe der kambodschan. Stadt Siem Reap, westlich der Straße zwischen Angkor Wat u. Angkor Thom. Das Khmer-Wort „Phnom” bezeichnet eine jäh ansteigende Erhebung. Phobische Störung Eine Phobie (v. altgriech. &phis;&oacgr;βος, &phis;οβ&iacgr;α [gespr. ''fóbos''/''fobía''] „Furcht”/„Angst”), auch P. S, ist eine krankhafte, das heißt unbegründete u. anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen, allg. vor dem ''phobischen Stimulus''. Sie äußert sich im übermäßigen, unangemessenen Wunsch, den Anlass der Angst zu vermeiden. Phoenix, Joaquin Raphael Joaquin Rafael Phoenix [&beton;&schsth;w&eunbet;.kin.fi&dehn;.niks] (* 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico; gebürtig ''Joaquin Raphael Bottom'') ist ein US-amerikan. Schauspieler. Phoenix, River River Phoenix [&beton;ri.va.fi&dehn;.niks] (* 23. August 1970 in Metolius bei Madras, Oregon; † 31. Oktober 1993 in Hollywood, Kalifornien; gebürtig ''River Jude Bottom'') war ein US-amerikan. Schauspieler u. Musiker. Phoenix (Arizona) P. [&beton;fi&dehn;niks] ist die Hptst. u. die größte Stadt des 48. US-Bundesstaats Arizona. Sie ist die fünftgrößte Stadt der USA. Der Großraum P. steht an 13. Stelle der US-amerikan. städt. Großräume. – 1.512.986 Ew. Phonem Ein P. ist die abstrakte Klasse aller Laute (Phone), die in einer gesprochenen Sprache die gleiche bedeutungsunterscheidende (distinktive) Funktion haben. ''Beispiel'': Das gerollte u. das nicht-gerollte r sind zwei unterschiedliche Phone, die im Deutschen aber keinen Bedeutungsunterschied ausmachen u. daher nur Varianten (Allophone) des einen Phonems /r/ sind. Das P. kann somit als die kleinste, bedeutungsunterscheidende Einheit der Sprache definiert werden. Die Phoneme sind Untersuchungsgegenstand der Phonologie, während die Phonetik die Phone untersucht. Phonetik Das Wort P. stammt von dem griechischen Wort [&phis;ωνητικóς] (phōnētikós) "zum Tönen, Sprechen gehörig") ab. Die P., als Teil der ''Lautlehre'', untersucht die Faktoren u. Komponenten sprachlicher Laute. Sie ist ein eigenständiges interdisziplinäres Fachgebiet zwischen Linguistik, Biologie, Akustik, Neurowissenschaften, Medizin u. weiteren Wissenschaften. Der Gegenstandsbereich der P. ist die gesprochene Sprache in all ihren Realisierungen. "Ziel der P. ist die Erforschung der Möglichkeiten u. Grenzen menschlicher Sprachproduktion u. -perzeption." Phönix (Mythologie) Der P. (altgriechisch Φο&iacgr;νιξ, ''phoínix'', von altägyptisch ''benu'', „leuchten”; lateinisch ''phoenix'') ist ein myth. Vogel, der verbrennt, um aus seiner Asche wieder neu zu erstehen. Diese Vorstellung findet sich heute noch in der Redewendung „Wie ein Phönix aus der Asche” für etwas, das schon verloren geglaubt war, aber in neuem Glanz wieder erscheint. Phönizier Die P. waren ein semit. Volk der Antike u. lebten hauptsächlich im Bereich des jetzigen Libanons u. Syriens an der Mittelmeerküste in voneinander unabhängigen Stadtstaaten. Die wichtigsten waren Akko, Arwad, Arados, Byblos, Berytos, Sidon u. Tyros, wobei Tyros zwischen 1000 v. Chr. bis ca. 774 v. Chr. die führende Macht war. Phonologie Die P. (auch: Phonemik) als Teil der ''Lautlehre'' ist ein Teilgebiet der Linguistik. Sie untersucht Systeme von Phonemen, den kleinsten bedeutungs''unterscheidenden'' Elementen von Sprachen. Die P. beschäftigt sich mit den Lauten als Einheiten im System einer Sprache, während sich die Phonetik („Sprechakt-Lautlehre”) mit der detaillierten Beschreibung dieser Laute (Phone) unabhängig von Systemüberlegungen befasst. Phosgen P. ist der Trivialname für Kohlenoxiddichlorid oder Carbonylchlorid, COCl2, dem Dichlorid der Kohlensäure. Formale Polymere werden demnach als Stoffgruppe der „Phosgene” bezeichnet. Phosphate P. sind die Salze u. Ester der Phosphorsäure. In der menschl. Ernährung kommt Phosphat eine wesentl. Rolle im Energiestoffwechsel u. im Knochenaufbau zu. Die Hauptmenge der P. kommt als Dünger zum Einsatz. Darüber hinaus werden sie als Konservierungs- u. Säuerungsmittel sowie als Säureregulator u. Emulgator verwendet. Phospholipide P. sind phosphorhaltige, amphiphile Lipide. Sie sind im Organismus als Membranlipide am Aufbau der Doppellipidschicht einer Biomembran beteiligt. Sie setzen sich aus einem hydrophilen Kopf u. zwei hydrophoben Kohlenwasserstoffschwänzen zusammen. Phosphor P. (von griechisch &phis;ως-&phis;ορος ''phosphoros'' „lichttragend”, vom Leuchten des weißen Phosphors bei der Reaktion mit Sauerstoff) ist ein chem. Element mit dem Symbol P u. der Ordnungszahl 15. P. kommt in mehreren, sich untereinander stark unterscheidenden Modifikationen vor. Phosphorverbindungen sind für alle Lebewesen essentiell u. bei Aufbau u. Funktion der Organismen in zentralen Bereichen beteiligt, wie der DNA u. der zellulären Energieversorgung (ADP/ATP). Phosphorsäure Die ''normale'' oder ''ortho-''P. ist die wichtigste Säure des Phosphors. Die wasserfreie Substanz ist stark hygroskopisch. Sie ist eine dreiprotonige Säure u. reagiert bezüglich der ersten Deprotonierung als mittelstarke Säure. Von ihr leiten sich die Kondensate Diphosphorsäure, Meta- u. Polyphosphorsäuren ab. Als Lebensmittelzusatzstoff wird P. als ''E 338'' deklariert. Photoelektrischer Effekt Als photoelektr./fotoelektr. Effekt, lichtelektr. Effekt oder kurz Photoeffekt/Fotoeffekt bezeichnet man die Erscheinung, dass Lichtstrahlen aus Metalloberflächen Elektronen herausschlagen können (''äußerer P.''). Der P. wird in der Fotozelle zum mengenmäßigen Nachweis von Licht (''Lichtmessung'') verwendet. Bei Nichtleitern gibt es den ''inneren P.'': Die im Innern der Substanz aus einem Atom herausgeschlagenen Elektronen können sich frei bewegen u. machen den Isolator zu einem Halbleiter (Selenzelle). Photon Der amerikan. Chemiker Gilbert Newton Lewis benannte im Jahr 1926 die elementare Anregung (Quant) des quantisierten elektromagnet. Feldes als P. (von griechisch &phis;ως, phos = ''Licht'').
Anschaulich gesprochen sind Photonen die „Bausteine” elektromagnetischer Strahlung, so etwas wie „Lichtteilchen”. Photosynthese Als P. oder Fotosynthese (griechisch &phis;&oacgr;ς ''phōs'', Licht; σ&uacgr;νθεσις ''sýnthesis'', Zusammensetzung) wird die Erzeugung (die Synthese) von organ. Stoffen unter Verwendung von Lichtenergie in Lebewesen bezeichnet. Die Lichtenergie wird mit Hilfe lichtabsorbierender Farbstoffe aufgenommen u. in chem. Energie umgewandelt. Die P. ist nicht nur der bedeutendste biogeochem. Prozess der Erde, sondern auch einer der ältesten. Sie treibt durch die Bildung organ. Stoffe direkt u. indirekt nahezu alle bestehenden Ökosysteme an, da sie anderen Lebewesen energiereiche Baustoff- u. Energiequellen liefert. Geologische Befunde weisen darauf hin, dass es sie seit 3,5–4 Milliarden Jahren gibt. Zur P. sind fast alle Landpflanzen u. Algen sowie einige Bakterien befähigt. Photovoltaik Unter P. oder Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektr. Energie. Sie wird zur Stromerzeugung auf der ganzen Welt eingesetzt u. findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen. Der Name setzt sich aus den Bestandteilen ''Photos'' – das griech. Wort für Licht – u. ''Volta'' – nach Alessandro Volta, einem Pionier der Elektrotechnik – zusammen. Die P. gilt als Teilbereich der umfassenderen Solartechnik, die auch andere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt. Photovoltaikanlage Bild: Solaranlage_IMG_0533.jpg Photovoltaikanlage bei Freiberg (Sachsen) Eine P., auch PV-Anlage (bzw. PVA) oder Solarstromanlage genannt, ist ein Kraftwerk, in dem mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung direkt in elektr. Energie umgewandelt wird. PHP PHP (rekursives Backronym für „PHP: Hypertext Preprocessor”, ursprünglich „Personal Home Page Tools”) ist eine Skriptsprache mit einer an C bzw. C++ angelehnten Syntax, die hauptsächlich zur Erstellung von dynam. Webseiten oder Webanwendungen verwendet wird . PHP ist Open-Source-Software. PhpMyAdmin phpMyAdmin ist eine freie PHP-Applikation zur Administration von MySQL-Datenbanken. Die Administration erfolgt über HTTP mit einem Browser. Daher können auch Datenbanken auf fremden Rechnern über eine Netzwerkverbindung oder über das Internet administriert werden. Für die Nutzung des Programms sind keine Kenntnisse in SQL notwendig, da die Applikation nach dem WYSIWYG-Verfahren arbeitet. Phuket (Insel) P. (Thai, [pu:ket]) ist der Name einer Insel in Süd-Thailand, einer Provinz u. deren Hptst. Die Insel P. liegt in der Andamanensee. Mit einer Länge von etwa 50 km u. einer Breite von etwa 22 km ist sie etwa 543 km² groß u. damit Thailands größte Insel. Am 26. Dezember 2004 wurde P. von einem Tsunami mit großer Zerstörungskraft heimgesucht, der in der ganzen Region viele Todesopfer forderte. PH-Wert Der pH-Wert ist ein Maß für die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung. Als logarithm. Größe ist er durch den mit −1 multiplizierten dekad. Logarithmus (= „Zehnerlogarithmus”) der Oxoniumionenkonzentration (genauer: der Oxoniumionenaktivität) definiert. Der Begriff leitet sich von ''pondus Hydrogenii'' oder ''potentia Hydrogenii'' (lat. pondus = Gewicht; potentia = Kraft; hydrogenium = Wasserstoff) ab. Phylogenese P. (auch: Phylogenie, Stammesgeschichte) bezeichnet sowohl die stammesgeschichtl. Entwicklung der ''Gesamtheit'' aller Lebewesen als auch bestimmter Verwandtschaftsgruppen auf allen Ebenen der biolog. Systematik. Der Begriff wird auch verwendet, um die Evolution einzelner Merkmale im Verlauf der Entwicklungsgeschichte zu charakterisieren. Physik Die P. (griechisch ''&phis;υσικ&eeacgr;, physike'' „die Natürliche”) ist eine Naturwissenschaft, die versucht, die fundamentalen Gesetzmäßigkeiten der Vorgänge in der Natur zu erklären. Physikalische Größe Eine P. G. ist eine quantitativ bestimmbare Eigenschaft eines physikalischen Objektes. Sie ist entweder direkt messbar oder kann aus Messgrößen berechnet werden. Den Zusammenhang zwischen physikalischen Größen vermitteln physikalische Gesetze. Physiognomie Als P. (griech. ''physis'' = Körper, ''gnome'' = Wissen) bezeichnet man die äußere Erscheinung des Menschen, speziell die für einen Menschen charakterist. Gesichtszüge. Vereinzelt versteht man darunter auch seine ganze Statur, etwa als Konstitutionstyp. Physiologie Die P. (von griech. ''&phis;&uacgr;ση, phýsis'' „die Natur” u. ''λ&oacgr;γος, lógos'' „die Lehre, Vernunft”; griechisch: ''&phis;υσιολογ&iacgr;α'') befasst sich mit den physikalischen, biochemischen u. informationsverarbeitenden Funktionen von Lebewesen. Physiotherapeut P. ist ein Heilhilfsberuf. In Deutschland regelt das Masseur- u. Physiotherapeutengesetz (MPhG) seit 1994 die Ausbildung zum Physiotherapeuten. Bis dahin war in den alten Bundesländern die Bez. "Krankengymnast" üblich (vgl. Physiotherapie). Zu dem MPhG gehört eine Ausbildungs- u. Prüfungsverordnung, die die dreijährige Ausbildung näher regelt. Physiotherapie Als P. bezeichnet man die Verwendung physikal. Einflüsse (Massage, Wärme, Strahlen, Elektrizität, Wasser u. a.) zur Krankenbehandlung. Zu den wichtigsten Methoden gehören: Krankengymnastik, Massage, Ergo-, Hydro-, Elektro-, Balneo-, Licht- u. Wärmetherapie. Piaf, Édith Bild: Popiersie_Edith_Piaf_ssj_20060914.jpg Édith Piaf (Büste in Kielce, Polen) Édith Piaf, eigentl. Édith Giovanna Gassion (* 19. Dezember 1915 in Paris; † 10. Oktober 1963 in Plascassier; Sterbetag laut offizieller Todeserklärung: 11. Oktober 1963) war eine französ. Chansonsängerin. Piaget, Jean Jean Piaget [&schsth;a pja&beton;&schsth;&aeo;] (* 9. August 1896 in Neuchâtel; † 16. September 1980 in Genf) war ein Schweizer Entwicklungspsychologe u. Epistemologe. Er war von 1929 bis 1954 Prof. für Psychologie an der Universität Genf u. Gründer des "Centre International d'Epistémologie", ebenfalls in Genf. Jean Piagets Arbeit wurde mit über 30 Ehrendoktoraten u. zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt. Picasso, Pablo Pablo Ruiz Picasso (* 25. Oktober 1881 in Málaga, Spanien; † 8. April 1973 in Mougins, Frankreich) war ein span. Maler, Graphiker u. Bildhauer u. gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jh. Sein beachtl. Gesamtwerk von mehr als 15.000 Gemälden, Zeichnungen, Grafiken, Plastiken u. Keramiken zeigte stil- u. schulbildende Wirkung auf die moderne Kunst. Zusammen mit Georges Braque begründete er den Kubismus. Piccadilly Circus P. C. ist eine bekannte Straßenkreuzung u. ein öffentl. Platz im Londoner West End. Er wurde 1819 fertig gestellt, um die Regent Street mit der Haupteinkaufsstraße, der Piccadilly, zu verbinden. In diesem Zusammenhang ist ein „Circus” (lat. Begriff für „rund”) eine runde, öffentl. Fläche an einer Straßenkreuzung. Jene ist aber nicht mehr zu erkennen. Pickelhaube Die P. (auch Sturmhaube, französisch ''casque à pointe'') ist ein Militärhelm mit einer charakterist. Metallspitze an der Oberseite. Pidgin (Instant Messenger) P. [pid&phon-179;in] (frü- her Gaim, nicht zu verwechseln mit Gajim) ist ein Instant Messenger, der von Mark Spencer ursprünglich für unixähnl. Systeme (Linux, BSD) geschrieben wurde, inzwischen aber auch auf Microsoft Windows lauffähig ist u. mit Plug-ins stark erweitert werden kann. Piëch, Ferdinand Ferdinand Karl Piëch (* 17. April 1937 in Wien) ist seit dem 16. April 2002 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Volkswagen AG. Piefke Das Wort P. ist eine vor allem in Ostösterreich umgangssprachlich verwendete, meist abwertend gemeinte Bez. für Deutsche außerhalb des süddt. Sprachraums mit entspr. Sprachfärbung. In Deutschland ist es zumeist ein Synonym für Prahler oder Wichtigtuer. Pielhau, Miriam Miriam Pielhau (* 12. Mai 1975 in Heidelberg) ist eine dt. Fernseh- u. Hörfunkmoderatorin. Piemont Das P. (ital.: ''Piemonte'': „am Fuß der Berge”) ist nach Sizilien die flächenmäßig größte Region in Italien. Piercing P. (von engl. ''to pierce'' [pi&eunbet;s], „durchbohren, durchstechen”, über altfrz. ''percier'' u. lat. ''pertundere'', „durchstoßen, durchbrechen”) ist eine Form der Körpermodifikation, bei der Schmuck in Form von Ringen oder Stäben an verschiedenen Stellen des menschl. Körpers durch die Haut u. das darunterliegende Fett- oder Knorpelgewebe eingefügt werden.
Pierrepoint, Albert Albert Pierrepoint (* 30. März 1905 Clayton, Bradford; † 10. Juli 1992 Southport) war von 1932 bis 1956 Henker in Großbritannien. Mit rd. 450 Exekutionen, die ihm zugeschrieben werden, war er der meistbeschäftigte Henker seines Landes. Rund 200 seiner Hinrichtungen führte er nach 1945 aufgrund von Urteilen der brit. Militärjustiz in Deutschland u. Österreich durch, die meisten davon an Kriegsverbrechern. Pietismus Der P. (v. latein. ''pietas'', Frömmigkeit) ist nach der Reformation die wichtigste Reformbewegung im dt. Protestantismus. Der P. trat gegen die erstarrte Orthodoxie für eine lebendige Glaubenserfahrung, prakt. Frömmigkeit, Abkehr von der Welt u. für die aktive Mitarbeit der Laien ein. Piezoelektrizität Der Effekt der P. (auch piezoelektr. Effekt oder kurz: Piezoeffekt, veraltet: Piëzo-) beschreibt das Zusammenspiel von mechan. Druck (griech. ''πι&eacgr;ζειν'' – pressen, drücken) u. elektr. Spannung in Festkörpern. Er basiert auf dem Phänomen, dass bei der Verformung bestimmter Materialien auf der Oberfläche elektr. Ladungen auftreten (''direkter Piezoeffekt''). Umgekehrt verformen sich diese (zumeist Kristalle) bei Anlegen einer elektr. Spannung (''inverser Piezoeffekt''. Pigment Unter den bekannten Pigmenten (lat. ''pigmentum'', „Farbe”, „Schminke”) versteht man anorganische oder organische, bunte oder unbunte Farbmittel, die (im Gegensatz zu den Farbstoffen) im Anwendungsmedium (praktisch) unlöslich sind. Piktogramm Ein P. (von lat.: ''pictum'' = gemalt, Bild; griech.: ''gráphein'' = schreiben) ist ein einzelnes Symbol bzw. Ikon, das eine Information durch vereinfachte graf. Darstellung vermittelt. Pilates P., auch Pilates-Methode genannt, ist ein systemat. Körpertraining zur Kräftigung der Muskulatur. Es gibt Übungen mit Geräten u. ohne Geräte. Erfunden hat sie der in Mönchengladbach geborene Joseph Hubert P. Er nannte seine Methode zunächst ''Contrology'', da es bei P. darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu kontrollieren. Pilatus, Pontius Pontius Pilatus war in den Jahren von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt (Statthalter) des römischen Kaisers Tiberius in der Provinz Judäa. Bekannt wurde er vor allem durch die Passionsgeschichte im NT der Bibel. Dort wird berichtet, dass er Jesus von Nazaret zum Tod am Kreuz verurteilte. Pilcher, Rosamunde Rosamunde Pilcher (geborene ''Scott'', * 22. September 1924 in Lelant, Cornwall, Großbritannien) ist eine brit. Schriftstellerin. Der Durchbruch als kommerziell erfolgreiche Romanautorin kam 1987 mit der Familiensaga ''The Shell Seekers ''(1990 auf Deutsch als ''Die Muschelsucher''). Pille Eine P. (von lateinisch ''pilula'': Kügelchen) ist ein meist mit Überzug versehenes Arzneimittel in Kugelform (zuweilen in Ei- oder Walzenform) zur oralen Einnahme. Pille danach Die P. d., auch Notfallverhütung, ist ein hormonelles Mittel zur Empfängnisverhütung, das nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr (zum Beispiel weil keine Verhütungsmittel genommen, die Antibabypille erbrochen wurde, das Kondom gerissen ist oder wenn man vergewaltigt wurde) eine ungewollte Schwangerschaft verhindern kann (postkoitale Kontrazeption). Die ''Pille danach'' muss so schnell wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden, spätestens innerhalb von 72 Stunden (ggf. Notfall-Praxis aufsuchen). Die ''Pille danach'' ist in Deutschland u. Österreich nur auf Rezept erhältlich. Bei Bedarf am Wochenende gibt es die Möglichkeit, sie sich in einer Notdienstzentrale oder einem Krankenhaus verschreiben zu lassen. Pilot Bild: Delta_pilots.jpg Piloten eines Verkehrsflugzeugs (links: Flugkapitän/rechts: Erster Offizier) Ein P. (von frz. ''pilote'', ursprüngl. ''Steuermann'', ''Lotse'') ist eine Person, welche berechtigt u. in der Lage ist, ein komplexes Fahrzeug, wie zum Beispiel ein Luftfahrzeug, zu steuern. Pilze P. (lat. Fungi) sind eukaryot. Lebewesen, deren Zellen einen Zellkern, Mitochondrien u. ein Zellskelett enthalten. In der biolog. Klassifikation bilden sie neben Tieren u. Pflanzen ein eigenständiges Reich, zu dem sowohl Einzeller wie die Backhefe, als auch Mehrzeller wie die Schimmelpilze u. die Speisepilze gehören. P. vermehren u. verbreiten sich geschlechtlich u. ungeschlechtlich durch Sporen u. vegetativ durch Ausbreitung (eventuell mit Fragmentierung) ihrer manchmal sehr langlebigen Myzelien oder Mykorrhizen. Piment P. oder Nelkenpfeffer (''Pimenta dioica'', Syn.: ''Pimenta officinalis''), auch ''Jamaikapfeffer'', ''Neugewürz'', ''Englisches Gewürz'', ''Viergewürz'', ''Wunderpfeffer'' oder ''Gewürzkorn'' genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) u. zugleich der Name eines aus dieser Pflanze gewonnenen Gewürzes. Verwendet werden die unreifen Früchte, die äther. Öle enthalten. Hauptkomponente des Öls ist Eugenol, das auch in der Gewürznelke (''Syzygium aromaticum'') zu finden ist. P. schmeckt allerdings merklich schärfer als Gewürznelken. Pimp Ein P. (englisch für: Zuhälter) ist eine Erscheinung der afroamerikan. Popkultur (vgl. auch Hip-Hop). Der P. nutzt seine finanzielle Unabhängigkeit zur egozentr. Stilisierung seiner Person in Kleidung, Manieren u. Freizeitvergnügungen u. verfolgt eine Ästhetisierung sämtl. Lebensbereiche. Pimp C Pimp C, eigentl. Chad Butler (* 29. Dezember 1973 in Port Arthur, Texas, USA; † 4. Dezember 2007 in West Hollywood, Kalifornien, USA), war ein Rapper u. Hip-Hop-Produzent aus dem S der Vereinigten Staaten. Piña Colada Die P. C. (von span. ''piña'' = Ananas u. ''colar'' = durchsieben; sprich: ''pinja kolada'') ist ein beliebter trop. Cocktail. Grundsätzlich besteht die P. C. aus Rum, Kokosnusscreme u. Ananassaft. Heute wird sie häufig mit etwas Sahne zubereitet. Ping (Datenübertragung) P. ist ein Computerprogramm, mit dem überprüft werden kann, ob ein bestimmter Host in einem IP-Netzwerk erreichbar ist u. welche Zeit das Routing von ihm weg u. wieder zurück in Anspruch nimmt. Entwickelt wurde P. Ende 1983 von Mike Muuss u. erschien zum ersten Mal in BSD 4.3. PIN Group Die PIN G. S.A. ist eine Holding zahlreicher regionaler Postunternehmen mit Geschäftsführung in Köln. Die Holding hat die Rechtsform einer Société Anonyme (S.A.), also einer Aktiengesellschaft nach luxemburg. Recht. Pinguine Die P. (Spheniscidae) sind eine Gruppe flugunfähiger Seevögel der Südhalbkugel u. bilden die einzige Familie in der Ordnung Sphenisciformes. Pinie Die P. (''Pinus pinea''), auch Schirmpinie bzw. Mittelmeerkiefer genannt, gehört zur Gattung der Kiefern (''Pinus'') aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Die P. wird meist 12 m bis 20 m hoch, manchmal auch bis zu 25 m. Typisch ist die pyramidale Schirm-Form der Krone der häufig einzelnstehenden Bäume, die schon von weitem sichtbar ist. Pink P., auch p!nk, (* 8. September 1979 in Doylestown, Pennsylvania als ''Alecia Beth Moore'') ist eine US-amerikan. Pop-Rock-Sängerin. Pinkel P. (ostfriesisch von ''pink'', „kleiner Finger”, „Geschlechtsglied”, auch „kleine Wurst”) ist eine geräucherte Grützwurst, die in Norddeutschland, bes. in der Gegend um Oldenburg, Bremen u. Osnabrück sowie in Ostfriesland u. Friesland zu Grünkohl gegessen wird. Der Name der Wurst wird allg. abgeleitet von der Umhüllung der Wurst, dem so genannten Pinkel-Rinderdarm. Heutzutage besteht die Umhüllung jedoch zumeist aus Kunstdarm oder einem Leinensäckchen. Pinkett Smith, Jada Jada Pinkett Smith (* 18. September 1971 in Baltimore, Maryland als ''Jada Koren Pinkett'') auch als ''Jada Pinkett'' bekannt, ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Sängerin. Pink Floyd P. F. ist eine 1964 gegr. brit. Rockband. Mit ihrer Musik u. der klanglichen u. visuellen Gestaltung ihrer Platten u. Bühnenauftritte schuf sie, begleitet von großem kommerziellen Erfolg, einen unverwechselbaren u. völlig neuartigen Stil. Weltweit wurden mehr als 200 Millionen Alben von P. F. verkauft. Pinky und der Brain Pinky u. Brain sind zwei Zeichentrickfiguren aus der gleichn. US-amerikan. Fernsehserie, die von 1995 bis 1998 produziert wurde. Es handelt sich bei den beiden Protagonisten um zwei sprechende Labormäuse, die in jeder Folge der Serie versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Ihre Versuche scheitern jedoch stets kläglich – oft aufgrund eines unglückl. Zufalls oder dummen Fehlers. Pinocchio P. [pi'nok:jo] ist eine bekannte Kinderbuchfigur des italien. Autors Carlo Collodi (Die Abenteuer des Pinocchio, 1883). P. ist eine vom Spielzeugmacher ''Gepetto'' aus Holz geschnitzte Marionette, die zum Leben erwacht u. nach vielen Abenteuern zu einem lebendigen Jungen wird. Pinscher P. u. Schnauzer sind sehr artverwandte Hunderassen, die sich im Wesentlichen durch Größe u. Felltyp unterscheiden. Sie zählen zu den Haushunden.
Der größte P. ist der Dobermann, der kleinste der Affenpinscher. Pin-up Ein P. ist das Bild einer üblicherweise in erot. Pose abgelichteten Frau, das an Wände geheftet wird. Diese Form der weibl. Darstellung war u. ist bes. bei Soldaten beliebt. Pionier (Militär) Pioniere sind die Kräfte eines Heeres, deren Auftrag die Förderung der Bewegung der eigenen Truppe, die Hemmung der Bewegungen der feindl. Truppen sowie die Erhöhung der Überlebensfähigkeit der eigenen Truppe ist. Dazu sind sie mit bautechnischen u. infrastrukturellen Hilfsmitteln ausgerüstet sind u. entspr. ausgebildet. Im dt. Heer bildet die Pioniertruppe eine eigene Truppengattung. Pionierorganisation Ernst Thälmann Die P. E. T. war in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) eine polit. Massenorganisation für Kinder. Ihr gehörten seit den 1960er/1970er Jahren fast alle Schulkinder vom ersten bis zum siebenten Schuljahr als Jung- oder Thälmannpioniere an. Die P. E. T. war der Freien Deutschen Jugend (FDJ) angegliedert. Sie wurde am 13. Dezember 1948 gegr. u. im August 1990 aufgelöst. Pipeline Eine P. (v. engl.: ''pipe'' = Rohr, Röhre + ''line'' = Linie, Leitung, Verbindung) ist eine Rohrleitung zum Transport von Flüssigkeiten (z. B. Wasser oder Erdöl) oder Gasen (z. B. Erdgas). Pipelines werden für den Öl- u. Gastransport über weite Entfernungen eingesetzt, wo sie trotz hoher Baukosten ökonomischer als Tankwagen sind. Pippi Langstrumpf Pippi Langstrumpf (schwed. Originaltitel: ''Pippi Långstrump'') ist die zentrale Figur einer dreibändigen schwed. Kinderbuch-Reihe von Astrid Lindgren u. verschiedener darauf basierender Verarbeitungen. Die erfolgreichste davon ist die Pippi-Langstrumpf-Verfilmung mit Inger Nilsson. Pippi Langstrumpf (Film) P. L. vom Regisseur Olle Hellbom, ist ein schwedisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1969. Er beruht auf dem gleichn. Roman von Astrid Lindgren. Piranhas Zu den P. [pi&beton;ranjas] (portugiesisch, aus Tupi) werden fünf südamerikan. Fischgattungen aus der Familie der Salmler (Characidae) u. der Unterfamilie der Sägesalmler (Serrasalminae) zusammengefasst. Es handelt sich um zumeist räuber. Fische, die in den trop. Süßgewässern des südamerikan. Kontinents vorkommen. P. sind zumeist hochrückige, seitlich stark abgeflachte Schwarmfische mit sehr scharfen Zähnen. Die Rückenflosse ist oft verhältnismäßig lang. Sie erreichen eine Größe von ca. 15 bis 40 cm. Die Lebenserwartung der P. beträgt etwa 15 Jahre. Allerdings können im Aquarium gehaltene P. sogar über 30 Jahre alt werden. Piratenpartei Als P. bezeichnen sich in verschiedenen Ländern gegr. Parteien, die einen freien Wissensaustausch anstreben u. eine Reformierung des Urheber- u. Patentrechts, besseren Datenschutz, mehr Informationsfreiheit u. verwandte Themen verfolgen. Piraterie Bild: Flag_of_Edward_England.eps Populäres Piratensymbol: der Jolly Roger Bei P. (nach griechisch: πειρατ&eeacgr;ς ''peiratés'', eigentlich „Angreifer”, über lateinisch ''pirata'' „Seeräuber”) oder Seeräuberei, auch Freibeuterei, handelt es sich nach heutigem internationalem Völkerrecht um räuberische oder erpresser. Überfälle, die auf hoher See stattfinden. Pirates P. (engl. für ''Piraten'') ist ein Porno-Piratenfilm aus dem Jahr 2005, der sich wie viele teure Erotikproduktionen neuerer Zeit an einem entspr. Hollywoodfilm, in diesem Fall ''Fluch der Karibik'', orientiert. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt P. o. t. C. – A. E. d. W. (alternativ ''Fluch der Karibik 3'') ist ein US-amerikan. Piratenfilm von Regisseur Gore Verbinski aus dem Jahr 2007, der sowohl in den dt. als auch in den US-amerikan. Kinos am 24. Mai 2007 anlief. Pirelli, Lydia Lydia Pirelli (* 26. Juni 1976 in Frankfurt a. M.) ist eine dt. Moderatorin u. Pornodarstellerin. Bekannt wurde Pirelli jedoch erst durch ihre Montagssendung ''Alles auf Rot(licht)'' auf 9Live, bei der sie als erste Moderatorin in Deutschland vollkommen nackt auftrat. Auf Grund von Protesten musste 9Live die Sendung aus dem Programm nehmen. Pirelli-Kalender Der P. ist einer der begehrtesten Kalender der Welt. Er wurde erstmals 1964 hrsg. Der P. wird von dem italien. Reifenhersteller Pirelli in Auftrag gegeben. Er ist nicht käuflich u. wird nur an ausgewählte Freunde des Unternehmens verschenkt. Im Laufe der Zeit wurde dieser Kalender zum Inbegriff von Erotik. Namhafte Fotografen wie Peter Lindbergh, Bruce Weber oder Herb Ritts gaben dem Kalender ein Gesicht. Jedes Jahr konnte Pirelli für den Kalender Top-Models wie Heidi Klum, Cindy Crawford oder Naomi Campbell gewinnen. Pirmasens P. ist eine kreisfreie Stadt in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Sie ist Verwaltungssitz des Ldkrs. Südwestpfalz, von dem sie auch umschlossen ist u. liegt am Westrand des Pfälzerwaldes. Ihr Name geht auf den hl. Pirminius zurück, der das Kloster in Hornbach gründete. Pirmasens galt lange als die deutsche Schuhmetropole. – 42.427 Ew. Pisa P. ist eine Stadt in Italien, gelegen in der Toskana nahe der Mündung des Arno in die Ligurische See. P. ist Hptst. der Provinz P. u. hat zirka 90.000 Ew. Wahrzeichen ist der als Schiefer Turm von P. bekannte Campanile. Neben einer großen Universität haben auch die Scuola Normale Superiore u. die Scuola Superiore Sant'Anna, Elitehochschulen des italien. Staates, ihren Sitz in P. PISA-Studien Die P. der OECD sind internationale Schulleistungsuntersuchungen, die seit dem Jahr 2000 in dreijährigem Turnus in den meisten Mitgliedsstaaten der OECD u. einer zunehmenden Anzahl von Partnerstaaten durchgeführt werden u. die zum Ziel haben, alltags- u. berufsrelevante Kenntnisse u. Fähigkeiten 15-jähriger Schüler zu messen. Das Akronym PISA wird in den beiden Amtssprachen der OECD unterschiedlich aufgelöst: englisch als Programme for International Student Assessment (''Programm zur internationalen Schülerbewertung'') u. französisch als Programme international pour le suivi des acquis des élèves. Pispers, Volker Volker Pispers (* 18. Januar 1958 in Rheydt, heute zu Mönchengladbach gehörend) ist ein heute in Düsseldorf-Oberkassel lebender polit. Kabarettist, der vor allem für seine bissigen u. zuweilen sarkast. Kommentare zum aktuellen Tagesgeschehen bekannt ist. Pistazie Bild: Pistazie.jpg Geöffnete Pistazienfrüchte Die P. (''Pistacia vera'', „Grüne Mandel”), zur Unterscheidung von den anderen Arten auch Echte P. genannt, ist die Steinfrucht des zweihäusigen Pistazienbaumes aus der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Die P. ist also keine Nussfrucht im botan. Sinne. Die Laubbäume werden bis zu 12 m hoch u. bis zu 300 Jahre alt. Die Wurzeln der Bäume können sich bis in eine Tiefe von 15 m erstrecken. Die Kerne sind oval u. besitzen eine dünne, harte Schale; der Pistaziensamen hat eine bräunl. Haut u. ein hellgrünes Inneres (die Keimblätter). Pistole Eine P. ist eine Faustfeuerwaffe, die aus der Hand abgeschossen wird. Das entscheidende Merkmal einer P. ist, dass Patronenlager u. Lauf aus einem Stück bestehen, im Gegensatz zum Revolver, bei dem die Patronenlager vom Lauf getrennt in einer drehbaren Trommel untergebracht sind. Das Wort P. stammt aus dem Tschechischen (''píšťala'') u. kam über Frankreich nach Deutschland. Pistole 08 Die P. oder Parabellumpistole (im Ausland auch "''Luger''" genannt) wurde von Georg Luger (1849–1923) konstruiert. Parabellum kommt vom latein. Ausspruch: ''Si vis pacem, para bellum'' ("Wenn Du Frieden willst, bereite Dich auf den Krieg vor"). Pitch Black – Planet der Finsternis P. B. – P. d. F. (2000) ist ein US-amerikan. Science Fiction-Film von Regisseur David Twohy, in dem Vin Diesel erstmals die Rolle des Schwerverbrechers ''Richard B. Riddick'' verkörperte. Pitt, Brad William Bradley „Brad” Pitt (* 18. Dezember 1963 in Shawnee, Oklahoma) ist ein US-amerikanischer Schauspieler u. Produzent. Pittsburgh P. [&beton;pitsb&eunbet;&dehn;g] ist eine Stadt im SW des US-Bundesstaates Pennsylvania. * Einwohner: 322.450 (2004), mit Vororten: 2,4 Mio. (2000); * Fläche: 151,1 km². Pius IX. Pius IX. (* 13. Mai 1792 in Senigallia als Grafensohn ''Giovanni Maria Mastai-Ferretti''; † 7. Februar 1878 in Rom) war Papst von 1846 bis 1878. Er wurde im Jahr 2000 von Johannes Paul II. seliggesprochen. Während seines Pontifikates wurden der päpstl. Jurisdiktionsprimat u. die Dogmen der päpstl. Unfehlbarkeit u. der unbefleckten Empfängnis verkündet. Mit 31 Jahren u. 8 Monaten hatte er das längste historisch nachweisbare Pontifikat in der Geschichte der Römisch-Katholischen Kirche inne. Pius XII. Pius XII. (bürgerl. Name ''Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli'', * 2. März 1876 in Rom; † 9. Oktober 1958 in Castel Gandolfo) war Papst von 1939 bis 1958. Pivot-Tabelle Moderne Tabellenkalkulationen besitzen eine spezielle Funktion, mit der eine Menge gleichartiger Datensätze in Gruppen zusammengefasst u. als Tabelle dargestellt werden kann, die P. (oder PivotTable-Bericht) heißt. Nach welchen Feldern gruppiert wird u. welche Felder ausgegeben werden, kann der Benutzer frei wählen u. auch nach Erstellung der P. interaktiv verändern, ohne den gesamten Erstellvorgang wiederholen zu müssen. Pixar Animation Studios Die P. A. S. sind ein auf Computeranimationen spezialisiertes Unternehmen in Emeryville, Kalifornien. Seinen Erfolg verdankt es seinen animierten Filmen, wie „Toy Story” oder „Findet Nemo”. Pixar hat insges. sieben Oscars erhalten. Der Firmenname „Pixar” ist mutmaßlich ein Kunstwort aus der Computersprache u. eine Kombination aus den Begriffen Pixel u. Art. Pixel P., Bildpunkt, Bildzelle oder Bildelement (selten ''Pel'') bezeichnet sowohl die kleinste Einheit einer digitalen Rastergrafik als auch deren Darstellung auf einem Bildschirm mit Rasteransteuerung. „P.” (Genitiv: des Pixels; Plural: die P.) ist ein Kunstwort aus der Abk. der engl. Worte ''Picture'' (umgangssprachlich verkürzt „Pix”) u. ''Element''. Es wird oft mit px abgekürzt. Pixelfehler Ein P. ist ein fehlerhaftes konkretes Pixel, meist auf einem LCD. ''Pixelfehler'' entstehen bei LCDs in der Regel durch Fertigungsfehler. Möglich sind solche Fehler aber auch bei Röhrenbildschirmen, etwa durch Fehler in der Lochmaske. Ein P. äußert sich z. B. durch ein ständig leuchtendes Pixel oder ein ständig schwarzes Pixel. Pixel-Shader P. (auch ''Pixelshader'', ''Fragment-Shader'', Abk. ''PS'') sind Programme, die vom Grafikprozessor einer 3D-Grafikkarte im Verlauf der Grafikpipeline (in den sogenannten ''Shadereinheiten'') ausgeführt werden. P. dienen dazu, die zu rendernden Fragmente zu verändern, um beispielsweise eine realistischere Darstellung von Oberflächen- u. Materialeigenschaften zu erreichen oder die Texturdarstellung zu verändern. Pixies Die P. sind eine Independent-Band aus Boston, USA, die in den 1980er u. 1990er-Jahren aktiv war. Mitglieder sind Black Francis, Kim Deal, Joey Santiago u. David Lovering. Sie schufen Musik, die hörbar großen Einfluss auf viele andere Independent-Bands hatte. Pizarro, Francisco Francisco Pizarro González (* 1476 oder 1478 in Trujillo, Extremadura; † 26. Juni 1541 in ''Ciudad de los Reyes'', dem heutigen Lima) war ein span. Conquistador, der das Reich der Inka eroberte. Pizza Bild: Pizza-2.jpg Pizza mit Tomaten, Käse, Pilzen und Zwiebeln P. (möglicherweise von arabisch ''pita'' für „Brot”, langobardisch ''bi°zzo '' für „Fladenbrot” oder neapolitanisch ''piceà'', ''pizzà'' für „zupfen”) ist ein vor dem Backen würzig belegtes Fladenbrot der neapolitan. Küche aus einfachem Hefeteig. Pjöngjang P. ist die Hptst. Nordkoreas u. liegt im SW des Landes. Sie steht unter zentraler Verwaltung der Regierung. In der eigentl. Stadt – dem geograph. Stadtgebiet – leben 3.059.678 Menschen (2007). Das gesamte Verwaltungsgebiet Pjöngjangs, zu dem auch vier Ldkrs. gehören, hat 3.871.335 Ew. (2007). Sie ist politischer, wirtschaftlicher u. kultureller Mittelpunkt sowie Verkehrsknotenpunkt des Landes mit Universität u. zahlreichen Theatern, Museen sowie Baudenkmälern. Placebo Ein P. (lat. „ich werde gefallen”) i. e. S. ist eine Tablette oder ein anderes medizin. Präparat, welches keinen pharmazeut. Wirkstoff enthält u. somit auch keine pharmazeut. Wirkung verursachen kann. Im medizinwissenschaftl. Sprachgebrauch werden heute im erweiterten Sinne auch alle anderen therapeut. Maßnahmen als P. bezeichnet, die ohne naturwissenschaftl. Nachweis einer spezif. Wirkung trotzdem eine positive Reaktion, den sogenannten Placeboeffekt, am Patienten bewirken können. Weiterhin kann der Placeboeffekt auch die Wirkung von Therapien, deren spezif. Wirksamkeit erwiesen ist, noch verstärken. Placebo (Band) P. ist eine internationale Rockband, die 1994 von Brian Molko (amerikan.-schott.) u. Stefan Olsdal (schwed.) gegr. wurde. Plagiat P. (von lat. ''plagium'', „Menschenraub”, abgeleitet) ist die Vorlage fremden geistigen Eigentums bzw. eines fremden Werkes als eigenes oder Teil eines eigenen Werkes. Dieses kann sowohl eine exakte Kopie, eine Bearbeitung (Umstellung von Wörtern oder Sätzen), eine Nacherzählung (Strukturübernahme) oder eine Übersetzung sein. Ein Plagiat ist an sich nicht strafbar. Wenn das plagiierte Original aber dem Urheberrecht unterliegt, verstößt der Plagiator dagegen. Plain White T’s Die P. W. T. sind eine US-amerikan. Rock/Pop-Band aus Villa Park, Illinois, einem Vorort von Chicago. Die Band landete 2007 einen Überraschungserfolg mit dem Song ''Hey There Delilah''. Plakat Ein P. ist ein großer bedruckter Papierbogen, der an öffentlich zugängl. Stellen senkrecht auf einem ''Plakatträger'' aufgeklebt wird, damit die Botschaft des Plakats möglichst viele Passanten erreicht. Plakate werden überwiegend als Werbeträger der Produktwerbung eingesetzt. Planck, Max Max Karl Ernst Ludwig Planck (* 23. April 1858 in Kiel; † 4. Oktober 1947 in Göttingen) war ein bedeutender dt. Physiker. Er wird als Begründer der Quantenphysik betrachtet. Planck'sches Strahlungsgesetz Das Planck'- sche Strahlungsgesetz beschreibt die Intensitätsverteilung der elektromagnet. Energie u. Leistung bzw. die Dichteverteilung aller Photonen in Abhängigkeit von Wellenlänge bzw. Frequenz, die von einem schwarzen Körper – einer idealen Strahlungsquelle – bei einer bestimmten Temperatur abgestrahlt werden. Das Planck'sche Strahlungsgesetz wird in verschiedenen Formelvarianten dargestellt, die Größen für Intensitäten, Flussdichten u. Spektralverteilungen verwenden, welche für die betrachteten Sachverhalte zweckmäßig sind. Alle Formen der unterschiedl. Strahlungsgrößen sind lediglich unterschiedl. Formen des einen Gesetzes. Die Herleitung des Strahlungsgesetzes durch Max Planck 1900 gilt heute als die Geburtsstunde der Quantenphysik u. wird den alten Quantentheorien zugerechnet. Planck'sches Wirkungsquantum Das Planck'- sche Wirkungsquantum h ist eine fundamentale Naturkonstante der Quantenphysik. Es tritt bei der Beschreibung von Quantenphänomenen auf, bei denen physikalische Eigenschaften nicht jeden beliebigen kontinuierlichen Wert, sondern nur bestimmte diskrete Werte annehmen können. Das Planck'sche Wirkungsquantum verknüpft Teilchen- u. Welleneigenschaften, es ist das Verhältnis von Energie u. Frequenz eines Lichtquants oder eines Teilchens. Der Wert des Planck'schen Wirkungsquantums beträgt u. hat demnach die Dimension von Energie mal Zeit, also einer Wirkung oder eines Drehimpulses. Planet Ein P. im engeren astronom. Sinn ist ein Himmelskörper, der (a) sich auf einer keplerschen Umlaufbahn um die Sonne bewegt, (b) dessen Masse groß genug ist, dass sich das Objekt im hydrostat. Gleichgewicht befindet – u. somit eine näherungsweise kugelähnl. Gestalt besitzt – u. der (c) das dominierende Objekt seiner Umlaufbahn ist, das heißt, der diese von weiteren Objekten „geräumt” hat. I. w. S. der extrasolaren Planeten versteht man darunter auch einen entspr. großen Körper, der einen anderen Stern umläuft, im Innern frei von Kernfusionsprozessen ist u. sichtbares Licht somit nur reflektiert u. nicht selbst aussendet. Planetarische Zirkulation Die P. Z., oder auch allgemeine, planetare oder globale Zirkulation (englisch: ''general circulation, global circulation''), ist eine Sammelbez. für atmosphär. Zirkulationssysteme, die große Teile des Erdballs umfassen u. durch ihre Wechselwirkung die Wetterdynamik der Erdatmosphäre bestimmen. Es handelt sich also insbes. um eine großskalige Modellvorstellung der atmosphär. Zirkulation, da das idealisierte Bild eines umfassenden Gesamtverständnisses durch den Stand der meteorolog. Forschung derzeit u. auch in absehbarer Zukunft nicht erfüllt werden kann. In der Praxis des Begriffs der planetar. Zirkulation ist es daher richtiger von einer modellhaften Annäherung an die reale Atmosphärendynamik zu sprechen. Planet der Affen (2001) P. d. A. aus dem Jahr 2001 ist ein Science-Fiction-Film von Tim Burton u. zugleich die Neuverfilmung des gleichn. Klassikers von 1968. Wie die Erstverfilmung basiert er auf dem Roman ''Planet der Affen'' (Originaltitel: ''La planète des singes'') von Pierre Boulle. Planetengetriebe Ein P. (manchmal auch Planetenradgetriebe genannt) ist eine spezielle Bauform eines Zahnrad-Getriebes. Es verfügt über eine charakteristische kompakte Bauform mit drei, meist koaxial angeordneten Wellen. Prinzipiell kann man davon zwei Wellen antreiben u. eine als Abtrieb verwenden (Summiergetriebe), oder man treibt eine Welle an u. verzweigt die Leistung auf zwei Abtriebe. Plankostenrechnung Die P. ist ein zukunftbezogenes Verfahren der Kosten- u. Leistungsrechnung u. bes. geeignet zur Lösung von Planungs- u. Kontrollaufgaben (Plan-Ist-Vergleich). Die relevanten Plandaten werden über Schätzungen oder Berechnungen ermittelt. Plankton P. (von griechisch πλαγκτ&oacgr;ν oder πλανκτ&oacgr;ν – das Umherirrende) ist die Bez. für die frei im Wasser treibenden u. schwebenden Organismen. Der Begriff P. wurde 1887 von dem Kieler Meereskundler Victor Hensen (1835–1924) eingeführt, der 1889 die erste wissenschaftl. Expedition leitete, die sich nur mit P. beschäftigte. Die systemat. Planktonforschung begründete der berühmte Meeresbiologe Johannes Peter Müller (1801–1858) im Jahre 1846. Plant, Robert Anthony Robert Anthony Plant (* 20. August 1948 in West Bromwich, Staffordshire) ist ein brit. Rockmusiker. Von der Gründung 1968 bis zur Auflösung 1980 war er Leadsänger der brit. Rockband Led Zeppelin. Planung P. ist die gedankl. Vorwegnahme zukünftigen Handelns, basierend auf einer Prognose. Sie ist die Entwicklung eines Plans, einer gedachten Handlungsabfolge, um von einem Ausgangszustand zu einem Endzustand zu kommen, dem Ziel. Für das Planen wird auf Erfahrungen u. das gespeicherte Weltwissen zurückgegriffen. Planwirtschaft P. beschreibt ein Wirtschaftssystem, bei dem nach Analyse der bestehenden u. zu erwartenden Bedürfnisse der Wirtschaftseinheit innerhalb der Planungsperiode eine vorausgeplante Bereitstellung der erforderl. Wirtschaftsgüter zur Deckung der Bedürfnisse erfolgt.
Planwirtschaftliche Elemente finden sich in vielen Wirtschaftsordnungen, insbesondere in der Zentralverwaltungswirtschaft, wobei beide Begriffe fälschlich oft synonym verwendet werden. P. beschränkt sich nicht nur auf Staaten; auch kleinere Wirtschafteinheiten wie Kommunen, Unternehmen u. andere Gemeinschaften nutzen eine planwirtschaftliche Güterverteilung. Plasberg, Frank Bild: Fplasberg-2008-litcologne.jpg Frank Plasberg bei einer Veranstaltung im Rahmen der Lit.Cologne 2008 Frank Plasberg (* 18. Mai 1957 in Remscheid) ist ein dt. Journalist u. Fernsehmoderator. Plasma (Physik) Bild: Plasma-lamp.jpg Plasma in einer Plasmalampe. Als P. (gr. πλ&aacgr;σμα ''plásma'' „Gebilde”) bezeichnet man in der Physik ein (teilweise) ionisiertes Gas, das zu einem nennenswerten Anteil freie Ladungsträger wie Ionen oder Elektronen enthält. Mehr als 99% der sichtbaren Materie im Universum befindet sich im Plasmazustand. Der Begriff P. geht in diesem Sinne auf Irving Langmuir (1928) zurück. Der Plasmazustand wird als vierter Aggregatzustand bezeichnet. Plasmabildschirm Ein P. ist ein Farb-Flachbildschirm, der das verschiedenfarbige Licht mit Hilfe von Leuchtstoffen erzeugt, die durch von Gasentladungen erzeugtem Plasma angeregt werden. Plasmabildschirme bieten ein kontrastreicheres Bild u. ein größeres Farbspektrum als LCD-Bildschirme, außerdem können sie in Größen von bis zu 169 Zoll (3,81 m) in der Diagonale hergestellt werden. Verwendung findet der P. hauptsächlich als Fernseh-Anzeigegerät. Plasmid Plasmide sind kleine, in der Regel zirkuläre, autonom replizierende DNA-Moleküle, die in Bakterienzellen vorkommen können, aber nicht zur eigentl. DNA des "Bakterienchromosoms" (Kernäquivalents) gehören, also extrachromosomal sind. Nur selten treten Plasmide auch in Eukaryoten auf. Ihre Größe beträgt zwischen 1 u. 25 kBp (tausend Basenpaaren). Plasmolyse Unter P. wird in der Zellbiologie die Schrumpfung der Zentralvakuole einer pflanzl. Zelle bei gleichzeitiger Abtrennung des Plasmalemmas von der Zellwand verstanden. Um dies zu erreichen, muss man die Zelle einem Plasmolytikum aussetzen. Bei diesem handelt es sich um eine hochkonzentrierte Lösung, die reichl. Salze oder Zuckerbestandteile enthält u. somit mehr gelöste Teilchen als der Zellsaft der Vakuole besitzt. Plastik (Kunst) Die P. (griechisch ''πλαστικ&eeacgr; [τ&eacgr;χνη]'', ''plastikí [téchni]'', „die Formende/Geformte [Kunst]”) ist eine Kunstform der Bildhauerei. Im Unterschied zur Skulptur, bei der das Kunstwerk etwa aus Stein herausgehauen wird, wird die P. aus bildsamen Massen (Ton, Gips, Porzellan, Wachs etc.) modelliert. Plate, Christina Christina Plate (* 21. April 1965 in Berlin) ist eine dt. Schauspielerin. Platin P. ist ein chem. Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Pt u. der Ordnungszahl 78. P. ist ein schweres, schmiedbares, dehnbares, edles, grau-weißes Übergangsmetall. Das Edelmetall ist sehr korrosionsbeständig u. wird zur Herstellung von Schmuckwaren, Fahrzeugkatalysatoren, Laborgeräten, Zahnimplantaten u. Kontaktwerkstoffen verwendet. Platin-Schallplatte Eine P. ist eine Ehrung, die Musikinterpreten, Komponisten, Texter u. Musiker für eine bestimmte Anzahl verkaufter Tonträger erhalten. Platon P. (griechisch Πλ&aacgr;των, latein. ''Plato''; * 427 v. Chr., † 347 v. Chr.) war ein antiker griech. Philosoph aus Athen. Er war ein Schüler des Sokrates u. zählt zu den bekanntesten u. einflussreichsten Philosophen der Geschichte. Platonische Liebe P. L. ist die Liebe nur auf geistiger Ebene, die auf den antiken griech. Philosophen Platon zurückgeführt wird. Platonischer Körper Die platon. Körper (oder regulären Polyeder) sind die nach dem griech. Philosophen Platon benannten fünf bes. regelmäßigen konvexen Polyeder (Vielflächner), die dadurch charakterisiert sind, dass ihre Seitenflächen zueinander kongruente regelmäßige Vielecke sind, von denen in jeder Ecke jeweils gleich viele zusammentreffen. Sie werden deswegen auch reguläre oder regelmäßige Körper genannt. Ihre Namen stammen aus dem Griechischen u. beziehen sich auf die Anzahl ihrer Flächen: Tetraeder (Vierflächner aus vier Dreiecken), Hexaeder (Sechsflächner bzw. Würfel aus sechs Quadraten) usw. Platoon (Film) P. ist ein Antikriegsfilm aus dem Jahr 1986 von Oliver Stone. Er zeigt die Auswüchse des Vietnamkrieges u. seine Wirkung auf Soldaten u. Offiziere. Plattenbau Plattenbauten sind vorwiegend aus Betonfertigteilen hergestellte Gebäude, d.h., sowohl Deckenplatten als auch Wandscheiben werden als fertige Elemente auf der Baustelle zusammenmontiert. Die Plattenbauweise - auch „Großtafelbauweise” genannt - beschreibt ein weit verbreitetes Bauverfahren. In der Umgangssprache wird der Begriff „Plattenbau” häufig verengt auf einheitlich gestaltete Wohnplattenbauten in Großwohnsiedlungen. Plattenlabel Unter dem Begriff P. oder kurz Label ['l&aeo;ib&eunbet;l] versteht man eine Plattenfirma bzw. die Unterabteilung einer Plattenfirma, die ihre Musiker unter einem bestimmten Markennamen vertreibt. Plattensee Der P. (ungar. Balaton) liegt in Westungarn, ist der größte See West- u. Mitteleuropas u. neben dem Neusiedler See im Burgenland auch der bedeutendste Steppensee Mitteleuropas. Insges. ist er 79 km lang u. im Durchschnitt 7,8 km breit. Die Fläche beträgt 594 km². Plattentektonik Die P. ist die zentrale Theorie für die großräumigen Abläufe in der Erdkruste u. im obersten Teil des Erdmantels in der Geologie u. Geophysik. Sie kann als an der Erdoberfläche auftretender Ausdruck der Mantelkonvektion im Erdinneren aufgefasst werden u. beschreibt die Bewegungen der Lithosphärenplatten – die sogenannte Kontinentalverschiebung – u. die daraus resultierenden Erscheinungen. Plattner, Hasso Hasso Plattner (* 21. Januar 1944 in Berlin) ist ein dt. Unternehmer. Gemeinsam mit Dietmar Hopp, Claus Wellenreuther, Hans-Werner Hector u. Klaus Tschira gründete er 1972 das Softwareunternehmen SAP, die heutige SAP AG in Walldorf. Dort war er auch bis 2003 Vorstandsvorsitzender u. ist nun Vorsitzender des Aufsichtsrats. Plauen P. ist mit knapp 68.000 Ew. die größte Stadt des Vogtlandes. Sie ist nach Leipzig, Dresden, Chemnitz u. Zwickau die fünftgrößte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren des Freistaates Sachsen u. hat den Status einer kreisfreien Stadt. Playboy P. bedeutet im Englischen „junger Lebemann”. ''P.'' ist die heute nicht mehr so häufig benutzte Bezeichnung für einen reichen Mann der High Society, der sein Geld vorrangig für Freizeitvergnügen ausgibt, sich in Nachtclubs aufhält, viele wechselnde Frauen- oder Männerbekanntschaften hat u. für dessen exzentrische Vergnügungen sich vor allem die Boulevardpresse interessiert. Playboy (Magazin) P. ist ein US-amerikan. Männermagazin, das primär für erot. Fotografie bekannt ist, aber auch Aktfotografie zeigt u. sich in seinen Artikeln mit verschiedensten Lifestyle-Themen beschäftigt. Hrsg. der amerikan. Ausgabe ist das Unternehmen ''Playboy Enterprises'', das von Hugh Hefner gegr. wurde u. von seiner Tochter Christie Hefner geleitet wird. Es erscheint mittlerweile jeweils in der Landessprache u. mit eigenen Themen in über 20 Ländern. Playgirl ''P.'' ist ein monatlich in den USA erscheinendes Erotik- u. Lifestylemagazin, in dem Männer mit nacktem Oberkörper oder ganz nackte Männer abgebildet sind. 1973, auf dem Höhepunkt der Feminismus-Bewegung, wurde es als Gegenstück zu Erotik-Magazinen für Männer (z. B. Playboy u. Penthouse, welche entspr. Fotos von Frauen veröffentlichen) gegr. Playmate Eine P. (englisch für „Spielkameradin, Gespielin”) ist ein weibl. Model, dessen Bilder im Männermagazin ''Playboy'' abgedruckt werden oder wurden.
Playmobil Bild: Playmobil_Buegeln.jpg Playmobil: Bügeln P. ist ein System-Spielzeug der Firma geobra Brandstätter GmbH & Co. KG mit Sitz in Zirndorf. Der Markenname u. der charakteristische blaue Schriftzug wurden vom Künstler u. Grafikdesigner Rainer Willingstorfer entwickelt. Hauptelement ist eine 7,5 cm große Spielfigur aus Kunststoff. Hände, Arme u. Beine sowie der Kopf lassen sich bewegen bzw. drehen. An die Hände können zudem verschiedene Accessoires wie beispielsweise Werkzeuge u. Waffen angesteckt werden. PlayStation Die P. ist eine Spielkonsole des Unternehmens Sony, welche 1994 erstmals verkauft und deren Herstellung 2006 nach elf Jahren Verkaufszeitraum endgltig eingestellt wurde. Die P. avancierte zur zweiterfolgreichsten Konsole der neunziger Jahre (102 Mio. verkaufte Exemplare weltweit, nur bertroffen von Nintendos Game Boy u. dem Nachfolger P. 2). Playstation 3 Die P. 3 (abgekürzt: PS3) ist eine Video-Spielkonsole von Sony Computer Entertainment. Sie wurde im Mai 2005 erstmals auf der Spielemesse E3 in Los Angeles als offizieller Nachfolger der P. 2 vorgestellt. Verkaufsbeginn der P. 3 war in Japan am 11. November 2006, in Nordamerika am 17. November 2006 u. am 23. März 2007 in Europa. Als Konsole der sogenannten „7. Generation” konkurriert sie mit der Wii von Nintendo u. der Xbox 360 von Microsoft. Plazenta Die P. (lat. ''placenta'' „Kuchen”) ist ein bei allen weiblichen höheren Säugetieren (''Eutheria''), manchen Beutelsäugern (''Metatheria'') u. bei Hammerhaien w„hrend der Trächtigkeit (Schwangerschaft) vorhandenes Gewebe in der Gebärmutter (Uterus). Sie ist ein embryonales Gewebe, das in die Schleimhaut des Uterus einwächst u. der Versorgung des Embryos bzw. Fötus mit Nährstoffen u. Sauerstoff dient. Die Verbindung zwischen Embryo u. P. erfolgt über die Nabelschnur. Die P. wird kurz nach der Geburt des Kindes als so genannte Nachgeburt geboren. Plebiszit Ein P. (von lateinisch ''plebiscitum'': ''plebs'' = "einfaches Volk " u. ''scitum'' = „Beschluss”) ist eine Abstimmung des Volkes über eine Sachfrage; es ergänzt die Wahl. Das P. ist in einer repräsentativen Demokratie offiziell das wichtigste Mittel des Volkes direkt am Staatsgeschehen teilzuhaben. Neben dem Volksentscheid als P. i. e. S. zählen i. w. S. auch Volksinitiativen u. Volksbegehren sowie Volksbefragungen zu den Plebisziten. Gegenstand der Abstimmung können sowohl allg. Fragen (zum Beispiel ein Gesetz) als auch Einzelfallentscheidungen (zum Beispiel ein bestimmter Verwaltungsakt, wie die Standortbestimmung für ein Kernkraftwerk) sein. Die Wirkungen reichen von ''verbindlich mit Verfassungsrang'' über ''verbindlich mit Gesetzesrang'' bis hin zu rein ''empfehlend'' (zum Beispiel Volksbefragung). Pleistozän Das P. (früher auch ''Diluvium'', manchmal auch Eiszeitalter genannt) bezeichnet in der Geologie die erdgeschichtl. Serie von vor etwa 1,8 Millionen Jahren bis vor 11.500 Jahren. Es ist die vorletzte Serie des Erdzeitalters des Känozoikum (Erdneuzeit). Geprägt ist es vor allem durch den Wechsel von Kalt- u. Warmzeiten. Nach Elbe-(Günz), Elster (Mindel)- u. Saaleeiszeit (Riss) wird es am Ende der letzten Kaltzeit, der Weichsel-Kaltzeit (Norddeutschland), bzw. Würm-Kaltzeit (Alpenraum) vom Holozän abgelöst, der Serie, in der wir heute leben. Das P. ist die untere Serie des Quartärs. Plektrum Das P. oder auch Plektron (Mehrzahl Plektra) ist ein Plättchen, mit dem Zupfinstrumente wie z. B. Stahlsaitengitarre, E-Bass, Mandoline oder Shamisen angeschlagen oder gezupft werden können. Unter Musikern wird es auch ''Spielblättchen'', ''Plattl'', ''Zupflümmel'', ''Plek'' oder ''Pick'' genannt. Das P. ermöglicht im Vergleich zu mit den Fingern angeschlagenen Saiten einen meist härteren Klang. Pleonasmus Ein P. (griech. πλεονασμóς ''pleonasmós'' „Überfluss”) ist eine sprachl. Erscheinung, bei der innerhalb einer Wortgruppe eine bestimmte Bedeutung mehrfach auf unterschiedl. Weise (oft mit verschiedenen Wortarten, z. B. Adjektiv/Substantiv) zum Ausdruck gebracht wird oder bei der Ausdrucksmittel verwendet werden, die keine zusätzl. Information beisteuern. Geschieht dies bewusst, kann es sich um eine epithethische rhetor. Figur handeln. Pleonastische Wortschöpfungen ohne explizit rhetor. Hintergrund gelten dagegen häufig als schlechter Stil. Das Gegenteil des P. ist das Oxymoron. P. u. Tautologie werden häufig synonym verwendet. Pleuel Ein P. (auch: ''Pleuelstange'', ''Schubstange'', ''Treibstange'') ist bei einem Kurbeltrieb die Verbindung zwischen der Kurbelwelle oder dem Kurbelzapfen u. dem sich in gerader Linie bewegenden Teil, sei es ein Kreuzkopf oder ein Kolben. (Singular: der P. (Maskulinum), die Pleuelstange (Femininum); Plural: die P.) Der P. setzt die lineare Bewegung des Kraft- oder Arbeits-Kolbens in die kreisförmige Bewegung der Kurbelwelle um (linear oszillierende Bewegung → rotierende Bewegung). Pleura Die P. (von griechisch ''πλευρ&aacgr;'' „Seite, Flanke, Rippe”), dt. Brustfell, ist eine dünne seröse Haut, die
* die Lungen überzieht (dieses Blatt ist das ''Lungenfell'', fachsprachlich ''P. visceralis'' oder ''P. pulmonalis'') u. * die Brusthöhle von innen auskleidet (das ''Brustfell'' im engeren Sinne oder präziser ''P. parietalis''). Die P. ist eine gleitende Verschiebeschicht für die Lungenbewegungen. Sie ist ein unbedingt notwendiges, sogvermittelndes Medium für die Atmung. Pleuraerguss P. ist ein Begriff aus der Medizin u. bezeichnet eine abnorme Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle, dem schmalen Spalt zwischen den Pleurablättern. Diese Flüssigkeit befindet sich also im Brustkorb zwischen der Lunge u. den Rippen. Hier handelt sich um „''Flüssigkeit um die Lunge herum''”; der (unpräzise) Begriff „''Wasser in der Lunge''” bezieht sich auf einen anderen Themenkomplex. Pleuritis Eine P. ist eine Brustfellentzündung. Es kann sich das Lungen- u. oder Rippenfell entzünden. Rippenfellentzündungen betreffen die Pleura, das heißt die Zellschicht, die die Lunge überzieht u. die den Brustraum von innen auskleidet. Rippenfellentzündungen machen sich typischerweise durch atemabhängige Schmerzen meist auf einer Seite des Brustkorbes bemerkbar. In der Regel sind Rippenfellentzündungen nicht so schwerwiegend, können aber Zeichen schwerer zugrunde liegender Erkrankungen sein u. beeinträchtigen das Allgemeinbefinden wegen ihrer Schmerzhaftigkeit erheblich. Plinius der Ältere Gaius Plinius Secundus Maior, kurz P. d. Ä. (latein. Plinius maior) genannt (* etwa 23 in Novum Comum (Como); † 24. August 79 in Stabiae) war ein römischer Gelehrter. Bekannt geworden ist Plinius vor allem durch sein naturwissenschaftliches Werk „Naturalis historia” (Naturgeschichte), in dem er vor allem das naturkundliche Wissen seiner Zeit zusammenfasst. Plinius der Jüngere Gaius Plinius Caecilius Secundus, auch P. d. J., latein. Plinius minor (* zwischen 25. August 61 u. 24. August 62 n. Chr. in Novum Comum, jetzt Como, Oberitalien; † um 113 oder 115 in der Provinz Bithynien-Pontus oder kurz nach seiner Heimkehr), in Zitaten oft abgekürzt ''Plin.'', war ein römischer Senator u. Schriftsteller. Am bekanntesten sind seine Briefe, die „Epistulae”, die Einblicke sowohl in das Alltags- als auch in das politische Leben u. die gesellschaftlichen Verhältnisse in Rom geben. PLO  →Palästinensische Befreiungsorganisation. Plotter Ein P. (von engl. ''plot'' = zeichnen), im dt. auch als Kurvenschreiber bezeichnet, ist ein Ausgabegerät, das Funktionsgraphen, techn. Zeichnungen u. andere Vektorgrafiken auf verschiedenen Medien darstellt. Plötzlicher Herztod P. H. oder Sekundenherztod ist ein Fachausdruck für einen plötzlich u. unerwartet eingetretenen Tod kardialer Ursache. Im angloamerikan. Sprachraum ist die Bez. Sudden Cardiac Death (SCD) gebräuchlich. Eine bes. Form ist der plötzl. Herztod bei Sportlern. Plötzlicher Säuglingstod Der plötzl. Säuglingstod, plötzl. Kindstod oder Krippentod (lateinisch: ''Mors subita infantium'') ist das unerwartete u. nicht erklärl. Versterben eines Säuglings oder Kleinkindes, das zumeist in der (vermuteten) Schlafenszeit des Säuglings auftritt. In den Industrienationen gilt er als häufigste Todesursache von Kleinkindern jenseits der Neugeborenenperiode. Als Zeitraum, in dem der plötzl. Säuglingstod stattfinden kann, wird regelmäßig das erste Lebensjahr des Kindes angegeben; 2 bis 6% der Todesfälle ereignen sich allerdings noch nach dem ersten Geburtstag des Kleinkinds. Plötzlich Prinzessin P. P. ist eine US-amerikan. Komödie von Garry Marshall aus dem Jahr 2001 nach dem gleichn. Buch von Meg Cabot. Der Film erzählt mit Anne Hathaway u. Julie Andrews in den Hauptrollen eine moderne Aschenputtel-Variante u. fand 2004 in ''Plötzlich Prinzessin 2'' eine Fortsetzung. Plowdiw P. (bulgarisch Пловдив) (gebräuchl. Transkription: Plovdiv; türk. ''Filibe'', gr. Φιλιππ&oacgr;πολις/''Philippopolis'', thrak. ''Evmolpia'', ''Pulpudeva'' oder ''Eumolpias'', lat. ''Trimontium'', slaw. ''Pulden'' oder ''Pupulden'') ist mit 376.048 Ew. die zweitgrößte Stadt Bulgariens u. die Hptst. des Plowdiwer Bezirks. Mit ihrer achttausendjährigen Geschichte zählt sie zu den ältesten Städten Europas. Plug-in P. [pl&alamb;g&beton;in] (häufig auch Plugin; von engl. ''to plug in'' „einstöpseln, anschließen”, dt. etwa „Erweiterungsmodul”) ist eine gängige Bez. für ein Computerprogramm, das in ein anderes Softwareprodukt „eingeklinkt” wird. Es ergänzt dabei die Software, anders als ein Add-on stellt es jedoch eine eigenständige Software dar. Plural Der P. (lat. plures = mehrere; Abk.: „Pl.”) bezeichnet in der Grammatik einen Numerus u. repräsentiert die ''Mehrzahl.'' Alle Mengen, die in einer Sprache nicht durch einen niederwertigeren Numerus abgedeckt werden, fallen hierunter. Das Gegenteil des Plurals ist der Singular, die Einzahl. Pluralismus (Politik) P. oder auch Pluralität beschreibt die Koexistenz verschiedener Interessen, Ansichten u. Lebensstile, die als legitim u. erwünscht betrachtet werden. Neben der Toleranz ist das so genannte Subsidiaritätsprinzip das wichtigste Grundprinzip eines politisch pluralistischen Systems: Alles, was nicht auf der allgemein-politischen Ebene geregelt werden muss, soll untergeordneten gesellschaftlichen Organisationen überlassen werden. Das wichtigste Glied in der Kette des P. ist jedoch die Freiheit jedes Einzelnen. Daher wird oft die Meinung vertreten, dass der P. neben Gewaltenteilung, Grundrechten, Rechtsstaatlichkeit u. Demokratie eine wesentliche Grundlage für eine freie Gesellschaftsordnung sei. Plusquamperfekt Das P. (wörtlich: mehr als vollendet), auch vollendete Vergangenheit oder Vorvergangenheit genannt, ist ein Tempus. Es wird für den Zeitraum benutzt, der zeitlich vor einem Referenzpunkt in der Vergangenheit liegt, wobei sich der Referenzpunkt aus dem Kontext der Erzählung ergibt (Bsp.: „Ich machte einmal eine Prüfung”). Um noch weiter in die Vergangenheit zurückzugreifen, wird das P. verwendet („Ich hatte vorher für die Prüfung gelernt”). Das P. verhält sich daher zum Präteritum ähnlich wie das Perfekt zum Präsens. Plus Warenhandelsgesellschaft Die P. W. mbH ist seit der Eröffnung der ersten Filiale 1972 ein Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels u. hat nach eigenen Angaben wöchentlich zwölf Millionen Kunden, die in Deutschland in etwa 2900 Filialen von etwa 27.300 Beschäftigten bedient werden. Der Umsatz 2006 betrug rd. 10 Milliarden Euro, davon 6,9 Milliarden in Deutschland. Sie hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr u. gehört zur Kette der Unternehmensgruppe Tengelmann. Plutarch P. (griechisch: Πλο&uacgr;ταρχος, lateinisch: ''Plutarchus''; * um 45 in Chaironeia; † um 125) war ein griech. Schriftsteller u. Verfasser zahlreicher biographischer u. philosoph. Schriften. Durch große literarische u. philosoph. Bildung u. umfassende Gelehrsamkeit gilt er in der griech. Literaturgeschichte als einer der wichtigsten Vertreter des Attizismus. Pluto (Zwergplanet) P. ist ein Zwergplanet u. das prominenteste Objekt des Kuipergürtels. Er ist nach dem römischen Gott der Unterwelt benannt. P. ist um einiges kleiner als der Erdmond u. bewegt sich um die Sonne auf einer ellipt. Bahn, die deutlicher von der Form eines Kreises abweicht als die der Planeten. Von seiner Entdeckung 1930 bis zur Neufassung des Begriffs ''Planet'' am 24. August 2006 durch die Internationale Astronomische Union (IAU) galt er als der neunte u. am weitesten von der Sonne entfernte Planet des Sonnensystems. Plutonium P. ist ein chem. Element mit dem Symbol Pu u. der Ordnungszahl 94. Im Periodensystem der Elemente gehört es zur Gruppe der Actinoide. P. ist ein giftiges u. radioaktives Schwermetall. Benannt wurde es nach dem Zwergplaneten Pluto. Es ist das schwerste in der Natur vorkommende Element. Dabei wird das Element aber nur in kleinsten Spuren in sehr alten Gesteinen gefunden. Größer ist die Menge, die künstlich in Kernkraftwerken erzeugt wird. Als eines der wenigen spaltbaren Elemente spielt es eine wichtige Rolle für den Betrieb von Kernkraftwerken u. den Bau von Kernwaffen. So war der Brennstoff der Atombombe, die am 9. August 1945 auf Nagasaki abgeworfen wurde, P. Plymouth P. /&beton;plim&eunbet;θ/ (Kornisch Aberplymm) ist eine Stadt in England in der Grafschaft Devon am P. Sound. Während des 2. Weltkrieges erlitt das Stadtzentrum schwere Zerstörungen u. wurde im architekton. Stil der fünfziger Jahre wiederaufgebaut. P. ist heute Standort der königlich-britischen Marinewerft. Der Marinestützpunkt Devonport im Westen der Stadt ist der größte Marinehafen Westeuropas u. wichtigster Arbeitgeber in P. – 244.400 Ew. Pneumatik Das Wort P. stammt vom Griechischen ''pneuma'' u. bedeutet soviel wie „Wind” u. „Atem”. Es bezeichnet den Einsatz von Druckluft in Wissenschaft u. Technik. Pneumokokken P. sind grampositive Bakterien der Art ''Streptococcus pneumoniae'', die morphologisch zu der Gruppe der Diplokokken gehören, d. h. paarweise gelagert sind. P. sind Bakterien, die schwere Infektionen verursachen. Bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen u. Personen mit chron. Grundleiden können sie besonders gefährlich werden. Pneumonie →Lungenentzündung. Pneumothorax Der P. ist ein meistens akut auftretendes, je nach Ausprägung lebensbedrohl. Krankheitsbild, bei dem Luft in den Pleuraspalt gelangt u. damit die Ausdehnung eines Lungenflügels oder beider Lungenflügel behindert, so dass diese für die Atmung nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Ausprägung reicht von minimalen Luftmengen, die vom Patienten kaum bemerkt werden, über einen Lungenkollaps bis hin zum Spannungspneumothorax, bei dem beide Lungen u. die Herz-Kreislauffunktion drastisch eingeschränkt sein können. Bei jeder dieser Formen des P. muss von einer akuten Lebensgefahr ausgegangen werden. Der P. wird im Medizinerjargon oft kurz Pneu genannt. P-n-Übergang Ein P. bezeichnet einen Materialübergang in Halbleiterkristallen zwischen Bereichen mit unterschiedl. Dotierung. Bereiche, in denen die Dotierung von negativ (n) zu positiv (p) wechselt, kommen in vielen elektr. Bauelementen der Halbleitertechnologie vor. Pocahontas P., auch Matoaka (* um 1595 in Virginia; † 21. März 1617 in Gravesend, südöstlich von London). P. bedeutet „die Verspielte”, „die, die alles durcheinanderbringt”. Sie war die Tochter des Indianerhäuptlings Powhatan-Sachem u. Mittlerin zwischen den Stämmen der Algonkin-Konföderation u. den engl. Kolonisten. Pocher, Oliver Oliver Pocher (* 18. Februar 1978 in Hannover) ist ein deutscher Comedian, Entertainer u. Schauspieler. Pocken Die P. (auch ''Blattern;'' lat. ''Variola,'' engl. ''smallpox'') sind eine gefährl. Infektionskrankheit, die von Pockenviren verursacht wird. Seit den letzten Erkrankungen 1977 in Somalia sind keine Pockenfälle mehr aufgetreten, der letzte Fall in Deutschland trat im Jahre 1972 in Hannover auf. Durch ein konsequentes Impf- u. Bekämpfungsprogramm der WHO u. anderer Gesundheitsorganisationen wurde erreicht, dass 1980 die Welt von der WHO für pockenfrei erklärt werden konnte, weil der Erreger nur durch den Menschen weitergegeben werden kann. Podcasting P. bezeichnet das Produzieren u. Anbieten von Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet. Das Kofferwort setzt sich aus den beiden Wörtern iPod u. Broadcasting zusammen. Ein einzelner Podcast (dt.: ein ''Hörstück'', genauer ''Hördatei'' oder ''Bewegtbilddatei'') ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen ''Feed'' (meistens RSS) automatisch bezogen werden können. Man kann Podcasts als Radio- oder Fernsehsendungen auffassen, die sich unabhängig von Sendezeiten konsumieren lassen. Podologie Der Begriff P. stammt aus dem Griechischen (podos = gr. Fuß) u. beschreibt die nichtärztl. Heilkunde am Fuß. Podolski, Lukas Lukas Podolski (* 4. Juni 1985 als ''Łukasz Podolski'' in Gliwice, Polen) ist ein dt. Fußballprofi u. Nationalspieler. Er spielt für den FC Bayern München auf der Position des Stürmers.
Poe, Edgar Allan Edgar Allan Poe (* 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts, USA; † 7. Oktober 1849 in Baltimore, Maryland) war ein US-amerikan. Schriftsteller. Er begründete das Genre der Kriminalliteratur, das Genre der Science Fiction u. der Horrorstory. Seine Poesie wurde zum Fundament des Symbolismus u. damit der modernen Dichtung. Poesie Das Wort P. (von gr. ''πο&iacgr;ησις'' ''poiesis'', „Erschaffung”) bezeichnet zum einen das Feld der poetischen, mit Kunstfertigkeit, so die ursprüngl. Bedeutung, verfassten Werke, zum anderen eine ihnen gemeinsame Qualität. Poésy, Clémence Clémence Poésy (* 30. November 1982 bei Meudon) ist eine französ. Schauspielerin, die dem internationalen Publikum durch ihre Rolle als Fleur Delacour in dem Film ''Harry Potter u. der Feuerkelch'' bekannt wurde. Poetik (Aristoteles) Die P. (altgriechisch ποιητικ&eeacgr; [τ&eacgr;χνη] – ''die schaffende, dichtende [Kunst]'') ist ein wohl um 335 v. Chr. als Vorlesungsgrundlage (sog. Pragmatie) verfasstes Buch des Aristoteles, das sich mit der Dichtkunst u. deren Gattungen beschäftigt. Poetry Slam P. S. (dt.: ''Dichterwettstreit'') ist ein literar. Vortragswettbewerb, in dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Bewertet werden sowohl der Inhalt der Texte als auch die Art des Vortrags. Pogo Der P. ist ein Tanz, der seine Ursprünge in der Punkszene der 1970er-Jahre hat. Der Begriff P. wird auch für unterschiedl. Arten des Tanzes in der Punk-Szene oder Sub-Genres des Punks u. Metal verwendet. Grundsätzlich ist der P. ein Tanzstil, er auf kurzen u. heftigen Körperkontakt zu anderen ebenfalls Tanzenden ausgerichtet ist. Pogrom Unter einem P. (''m.'') versteht man eine gewaltsame, auch organisierte Massenausschreitung gegen Mitglieder einer religiösen, nationalen, ethnischen oder andersartigen Minderheit oder Gruppe einer Nationalität oder Bevölkerung, verbunden mit Plünderungen u. Misshandlungen sowie Mord oder Genozid. Point of Sale (Abrechnungssystem) P. o. S. ohne Zahlungsgarantie (POZ) war ein Lastschriftverfahren in Deutschland, bei dem mit der EC-Karte bezahlt wurde. Der Händler verwendete die Karte, um diese mit einer Datei gesperrter Karten zu vergleichen u. die Kontodaten des Karteninhabers zu speichern. Das POZ-Verfahren wurde Ende 2006 eingestellt. Das Zahlen mit Karte u. Unterschrift an sich wurde jedoch nicht eingestellt, es gibt immer noch die Verfahren ELV u. OLV. Point-to-Point Protocol Das P. P. (PPP, zu dt. „Punkt zu Punkt Protokoll”) ist in der Informationstechnologie ein Netzwerkprotokoll zum Verbindungsaufbau über Wählleitungen (zumeist über Modem oder ISDN). Das Protokoll basiert auf HDLC u. ist der Nachfolger von SLIP sowie einer Reihe weiterer proprietärer Protokolle dieser Art. Poisson-Verteilung Die P. ist ein Begriff aus der Wahrscheinlichkeitstheorie. Es handelt sich um eine diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung, die beim mehrmaligen Durchführen eines Bernoulli-Experiments entsteht. Letzteres ist ein Zufallsexperiment, das nur zwei mögl. Ergebnisse besitzt (z.B. „Erfolg” u. „Misserfolg”). Führt man ein solches Experiment sehr oft durch u. ist die Erfolgswahrscheinlichkeit gering, so ist die P. eine gute Näherung für die entspr. Wahrscheinlichkeitsverteilung. Die P. wird deshalb manchmal als die Verteilung der seltenen Ereignisse bezeichnet. Zufallsvariablen mit einer P. genügen dem Poisson-Prozess. Pökeln P., österr. Suren, fachsprachlich auch Umröten genannt, ist ein seit der Antike bekanntes Verfahren zur Konservierung von Fleisch- u. Wurstwaren mit Hilfe von Kochsalz oder Nitritpökelsalz (einer Mischung aus Kochsalz u. Natriumnitrat, Natriumnitrit oder Kaliumnitrat). Das konservierte Fleisch wird allg. ''Pökelfleisch, Surfleisch'' oder ''Salzfleisch'' genannt.
Pokémon P. (kurz für ''Poketto Monsutā'', engl.: ''Pocket Monsters'', dt.: ''Taschen-Monster'') sind Fantasiewesen in der gleichn., ursprünglich von Tajiri Satoshi u. der japan. Spielesoftwarefirma GAME FREAK inc. entwickelten Serie von Videospielen, die eines der wichtigsten Franchises des Publishers Nintendo darstellt. Die P. können vom Spieler gefangen, gesammelt u. trainiert werden. Dem Erfolg des 1996 erstmals veröffentlichten Spieles folgten die Verfilmung als Anime-Fernsehserie, ein Sammelkartenspiel, eine große Zahl von Merchandising-Produkten u. seit 1998 bisher elf Kinofilme. Poker P. ist der Name einer Familie von Kartenspielen, die in der Regel mit Pokerkarten des anglo-amerikan. Blatts zu zweiundfünfzig Karten gespielt werden u. bei denen mit Hilfe von fünf Karten eine Hand gebildet wird. Dabei setzen die Spieler ohne Wissen um das (genaue) Blatt des Gegners einen unterschiedlich hohen u. mehr oder weniger wertvollen Einsatz (Spielmarken, Chips, Geld etc.) auf die Gewinnchancen der eigenen Hand. Die kompletten Chips einer Spielrunde fallen schließlich demjenigen Spieler mit der stärksten Hand zu oder dem einzig Übriggebliebenen, wenn alle anderen Spieler nicht bereit sind, den von ihm vorgelegten Einsatz ebenfalls zu bringen. Dies eröffnet die Möglichkeit, durch Bluffen auch mit schwachen Karten zu gewinnen. Das Ziel im P. ist es, möglichst viele Chips, Spielmarken oder Geld von anderen Spielern zu gewinnen. Polarfuchs Der P. oder Eisfuchs (''Alopex lagopus'') wird zoologisch den Wildhunden zugeordnet; er ist u. a. ein Verwandter des Polarwolfs. Polargebiet Unter den Polargebieten versteht man die Regionen der Erde, die sich innerhalb der einzelnen Polarkreise befinden. Sie werden auch als das 'ewige Eis' bezeichnet. Der nördl. Polarkreis umfasst die Arktis, in deren Zentrum das Nordpolarmeer liegt. Der südl. Polarkreis umfasst die Antarktis, die hauptsächlich den Kontinent Antarktika mit einschließt. Polarisation Die P. ist eine Eigenschaft von Transversalwellen, welche die Richtung des Amplitudenvektors beschreibt. Bei Longitudinalwellen kann kein Polarisationsphänomen auftreten, da die Schwingung in Ausbreitungsrichtung erfolgt. Polarisationsfilter Ein P. (kurz auch ''Polfilter'') ist ein Polarisator. Ein P. lässt nur Licht einer bestimmten Polarisierung des Filters durch. Demzufolge ist das Licht, welches das P. verlässt, immer polarisiert. Polarisierung Der Ausdruck P. bezeichnet den Prozess des Auseinanderdriftens zumeist zweier völlig entgegengesetzter Positionen u. deren Entfernung von einer Masse (Physik) an seine Extreme oder Endpunkte. Speziell unterscheidet man in der Physik zwischen elektrischer u. magnet. Polarisation. Hierbei handelt es sich um die P. in der Natur. Polarität (Chemie) P. bezeichnet in der Chemie eine durch Ladungsverschiebung in Atomgruppen entstandene Bildung von getrennten Ladungsschwerpunkten, die bewirken, dass eine Atomgruppe nicht mehr elektrisch neutral ist. Das elektr. Dipolmoment ist ein Maß für die P. des Moleküles. Polarkoordinaten In der Mathematik versteht man unter einem Polarkoordinatensystem (auch: Kreiskoordinatensystem) ein zweidimensionales Koordinatensystem, in dem jeder Punkt auf einer Ebene durch einen Winkel u. einen Abstand definiert werden kann. In dem vertrauteren Kartesischen oder rechtshändigen Koordinatensystem finden sich derartige Beziehungen in Form trigonometr. Formulierungen. Das Polarkoordinatensystem ist speziell bei Anwendungen hilfreich, wenn sich das Verhältnis zwischen zwei Punkten wesentlich leichter durch Winkel u. Abstände erklären lässt, als dies mit X- u. Y-Koordinaten der Fall wäre. Polarkreis Polarkreise nennt man die auf 66° 33′ 39″ (bzw. 66.56083°) nördlicher sowie südl. Breite gelegenen Breitenkreise, auf denen die Sonne an den Tagen der Sonnenwende gerade nicht mehr untergeht bzw. nicht mehr aufgeht. Sie haben vom Nordpol bzw. Südpol denselben Abstand wie die Wendekreise vom Äquator. Polarlicht Das P. (auch ''Aurora borealis'' = ''Nordlicht'' bzw. ''Aurora australis'' = ''Südlicht'') ist eine Leuchterscheinung (genauer ein Elektrometeor), die beim Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre an den Polen der Erde hervorgerufen wird. Polarlichter sind meistens nördlich 60° nördl. Breite bzw. südlich 60° südl. Breite zu beobachten. Polarstern Der P. ist der hellste Stern (α) im Sternbild ''Kleiner Bär'' (volkstümlich im deutschsprachigen Raum auch ''Kleiner Wagen'' genannt). Er befindet sich nahe dem Nordpol des Himmels (Himmelsnordpol). Der P. ist ein Dreifachsternensystem (Stand: 01.2006): ''Polaris A'', ''Polaris Ab'' u. ''Polaris B''. Polaris A ist ein Überriese u. etwa 2000 mal so hell wie die Sonne. Polaris A gehört zu den Cepheiden u. ist gleichzeitig der nächste dieser Sterne. Polaris Ab ist ein Zwergstern, der Polaris A in einem Abstand von ca. 3 Milliarden Kilometern in etwa 30 Jahren umkreist. Polemik Die ursprüngl. Bedeutung von P. (vom Altgriechischen ''pólemos'', soviel wie „Auseinandersetzung, Streit, Krieg”) war Streitkunst, ein literarischer oder wissenschaftl. Streit, eine ''gelehrte'' Fehde. Polemisieren heißt, eine (bestimmte andere) Ansicht zu ''bekämpfen''. Der Polemiker sucht nicht den Konsens, sondern will im rhetor. Wettstreit siegreich sein. Polen P. (amtlich auf poln. ''Rzeczpospolita Polska'') ist ein Staat in Mitteleuropa. Das Land grenzt im N an die russ. Exklave Kaliningrad (210 km) u. an Litauen (103 km), im O an Weißrussland (416 km) u. die Ukraine (529 km), im S an die Slowakei (539 km) u. Tschechien (790 km) sowie im W an Deutschland (467 km). Des Weiteren hat das Land eine 528 km lange Ostseeküste. Insges. sind Polens Grenzen 3.582 km lang. Die längste Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 790 km, die längste Ost-West-Ausdehnung 680 km. P. ist Mitgliedstaat der Europäischen Union seit dem 1. Mai 2004. (siehe Tabelle n„chste Seite) Polenfeldzug Mit dem P. entfesselte das nat.-soz. Deutsche Reich den Zweiten Weltkrieg in Europa. Er begann am 1. September 1939 ohne vorherige Kriegserklärung mit dem Einmarsch der dt. Wehrmacht in Polen u. endete am 6. Oktober mit der Kapitulation der letzten poln. Feldtruppen, nicht jedoch der ins Exil geflohenen poln. Regierung. Am 3. September 1939 erklärten Frankreich u. Großbritannien im Rahmen ihrer Beistandsverträge mit Polen Deutschland den Krieg. Sie eröffneten aber nur minimale militärische Aktivitäten, die Polen keine reale Entlastung brachten. Gemäß dem geheimen Zusatzprotokoll zum Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 24. August 1939 marschierte am 17. September auch die Rote Armee in Ostpolen ein. Diese Sowjetische Besetzung Ostpolens wird manchmal in den Begriff P. eingeschlossen. Im Kriegsverlauf u. unter der dt. Besetzung Polens 1939–1945 führten Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei u. des SD u. Wehrmachtsangehörige teils planmäßig, teils spontan Massenmorde an poln. Intellektuellen, Priestern, Gewerkschaftern, Adligen u. Juden durch. Dies gilt als der „Auftakt zum Vernichtungskrieg”, wie er zwei Jahre darauf im Krieg gegen die Sowjetunion geführt wurde, u. zur Shoa. Polenta P. (in Südtirol eingedeutscht: ''Plent'', in Kärnten u. Steiermark auch ''Plentn'' oder Sterz genannt) ist ein meist aus Mais-Grieß hergestellter fester Brei, der im N Italiens u. Teilen der Schweiz, Österreichs, Rumäniens u. Moldawiens sowie des Balkans zur regionalen Kochtradition gehört. Police Academy P. A. ist eine Filmserie, basierend auf der gleichn. US-amerikan. Kinokomödie aus dem Jahr 1984. Wegen des großen Erfolges wurden bis 1994 sechs Fortsetzungen (engl. ''Sequels'') produziert. Weiterhin entstanden eine Cartoon-Serie mit den Filmfiguren sowie eine Serie mit einer neuen Generation von Darstellern. Poliomyelitis Die P. (epidemica anterior acuta), kurz Polio, dt. Kinderlähmung oder Heine-Medin-Krankheit, ist eine von Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit, die bei Ungeimpften die muskelsteuernden Nervenzellen des Rückenmarks befallen u. zu bleibenden Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod führen kann. Überwiegend sind Kinder im Alter zwischen drei u. acht Jahren, gelegentlich auch ältere Patienten bis ins Erwachsenenalter betroffen. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, gibt es keine ursächl. Behandlung. Durch konsequente Impfung konnte Polio in Deutschland vollständig beseitigt werden. Polis Als Pólis (π&oacgr;λις, Plural: póleis) wird gewöhnlich der antike griech. Stadtstaat als städt. Siedlungskern Stadt mit dazugehörigem Umland (= „Staatsgebiet”) bezeichnet. Doch nicht alle griech. Gemeinden waren in dieser Form organisiert. Politeia Die ''Politeia'' (griechisch πολιτε&iacgr;α „Staat, Staatswesen”), verfasst um ca. 370 v. Chr., ist das bedeutendste Werk Platons u. gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Schriften in der Geschichte der Philosophie. Zentrales Thema der ''Politeia'' ist die Frage: Was ist Gerechtigkeit? Politik Der Begriff P. wird aus dem griech. Begriff ''Polis'' für Stadt oder Gemeinschaft abgeleitet. Er bezeichnet ganz allg. ein vorausberechnendes, innerhalb der Gesellschaft auf ein bestimmtes Ziel gerichtetes Verhalten. Hauptsächlich wird mit diesem Begriff die Gestaltung der Ordnung in der Welt bezeichnet.
Allerdings gibt es letztlich bis heute keine Einigkeit darüber, ob Macht, Konflikt, Herrschaft, Ordnung oder Friede die Hauptkategorie von P. ausmachen. Politiker Als P. wird eine Person bezeichnet, die ein polit. Amt oder ein polit. Mandat innehat. Meist wird sie dabei von Parteien u. Verbänden unterstützt. P. agieren auf allen Ebenen eines Staates (Bund, Bundesland oder Gemeinde) oder einer Partei. Politische Ämter können Regierungsämter (z. B. Min.) oder ein Amt in einer Partei (z. B. Parteivorsitzender) sein. Politische Mandate werden in den Gremien der Legislative wahrgenommen. Verschiedene Denkrichtungen sehen eine Trennung von Amt u. Mandat als wünschenswert an. Politikwissenschaft P. (auch Politologie oder Politische Wissenschaft) ist eine Disziplin der Sozialwissenschaften, die sich mit dem wissenschaftl. Studium der Politik beschäftigt. Eine auch für die Lehrstuhlbezeichnungen an den Universitäten gebräuchl. Unterteilung ist die in Politisches System (bezogen auf einzelne Staaten, beispielsweise Deutschland; früher: Regierungslehre), Politische Theorie u. Ideengeschichte, Vergleichende P. (früher: Vergleichende Regierungslehre, auch Vergleichende Analyse polit. Systeme) u. Internationale Beziehungen. Politische Grundlagen der Europäischen Union Die P. G. d. E. U. heben sich von denen einzelstaatlicher polit. Systeme deutlich ab. Als supranationaler Zusammenschluss souveräner Staaten auf regionaler Ebene stellt die Europäische Union in polit. Hinsicht eine universalgeschichtl. Neuerung eigener Prägung dar. Bereits in der Entstehungsphase des europ. Einigungsprojekts nach dem Zweiten Weltkrieg waren die bis heute fortwirkenden konzeptionellen Unterschiede angelegt, deren einer Pol auf eine bundesstaatl. Ordnung zielt (die Vereinigten Staaten von Europa im Sinne Churchills), während der andere auf einen mehr oder minder losen Staatenbund hinausläuft (Europa der Vaterländer im Sinne de Gaulles). In diesem Spannungsfeld von Zielvorstellungen hat sich auf der Grundlage von Verträgen zwischen den zum jeweiligen Zeitpunkt zugehörigen Mitgliedstaaten das derzeit bestehende Institutionengefüge herausgebildet. Politische Immunität Als P. I. bezeichnet man den Schutz eines polit. Amtsträgers vor Strafverfolgung aufgrund seines Amtes. Die Immunität betrifft vor allem
* Abgeordnete gesetzgebender Körperschaften, deren parlamentarische Immunität in den meisten Staaten durch die Verfassung geregelt ist, * Staatsoberhäupter u. teilweise Mitglieder von Regierungen, sowie * Diplomaten u. im Ausland im Staatsauftrag tätige Beamte (in diesem Fall nicht P. I., sondern diplomatische Immunität). Politische Linke Unter der polit. Linken werden relativ breit gefächerte weltanschaul. Strömungen innerhalb des polit. Spektrums verstanden. Mit linker Politik werden somit sehr unterschiedl. Umsetzungsversuche der entspr. Philosophien bezeichnet, welche die Aufhebung von als Unterdrückung begriffenen sozialen Strukturen gegenüber vor allem wirtschaftlich unterprivilegierten Bevölkerungsteilen zum Ziel haben. Politische Partei Die P. P. (v. lat.: ''pars, partis'' = Teil, Richtung, Rolle) ist ein auf Dauer angelegter Zusammenschluss von politisch interessierten Menschen mit weitgehend übereinstimmenden Vorstellungen, wie das Gemeinwesen (Staat, Kommune) funktionieren sollte. Nach einer Definition von Winkler (2002) ist eine Partei „eine Gruppe gleichgesinnter Personen, die sich in unterschiedlicher organisatorischer Form an der politischen Willensbildung beteiligt u. danach strebt, politische Positionen zu besetzen u. ihre Ziele in einem Gemeinwesen durchzusetzen”. Politisches Spektrum Politische Parteien u. Ideen innerhalb der modernen Demokratien werden häufig vereinfachend anhand der eindimensionalen Systematik des polit. Spektrums klassifiziert. Dabei werden sie auf einer Achse platziert, deren Enden mit den einprägsamen u. in ihrer eigentl. Bedeutung weitestgehend wertneutralen Attributen ''links'' u. ''rechts'' bezeichnet werden. Diese Sichtweise wird heute von den meisten polit. Parteien u. auch von den meisten Medien angewandt, obwohl sie bei differenzierteren Betrachtungen – insbes. bei polit. Randthemen – versagt u. diese Unzulänglichkeit auch allg. anerkannt wird. Politisches System der Schweiz Das polit. System der Schweiz basiert auf auf dem demokratischen, republikanischen u. rechtsstaatl. Prinzip. Jedoch ist die Schweiz weder eine rein parlamentarische noch eine präsidiale Demokratie, sondern hat ein Regierungssystem weitgehend eigener Prägung entwickelt. Darin sind neben einem nationalen Zweikammerparlament u. einer einzigartig konzipierten Bundesregierung vor allem zwei Hauptcharakteristiken enthalten:
* Der weitgehende Föderalismus. * Die Ausprägung der direkten Demokratie. Die Gründe für dieses „genossenschaftliche” Staatsverständnis liegt vor allem in der Entstehung u. Zusammensetzung der schweizerischen Nation, die manchmal als ''Willensnation'' bezeichnet wird: Das Land ist weder ethnisch noch sprachlich, kulturell oder konfessionell eine Einheit, sondern versteht sich als ein aus dem freien Willen ihrer Bürger zusammengeschlossenes Gemeinwesen. Berücksichtigt wird die Tradition der alten Schweiz vor 1848 als heterogenes Bündnis unanhängiger Kleinrepubliken, den Vorläufern der heutigen Kantone. Politisches System Deutschlands Das polit. System Deutschlands ist bundesstaatlich u. als parlamentar. Demokratie organisiert. Zentrale Bedeutung besitzen die stark miteinander konkurrierenden Parteien, weswegen Deutschland auch als Parteiendemokratie bezeichnet wird. Die Wahlen werden überwiegend als personalisierte Verhältniswahlen durchgeführt. Zur Regierungsbildung sind deswegen in der Regel Koalitionen der konkurrierenden Parteien nötig. Der Bundestag wählt den Bundeskanzler, der die Richtlinien der Innen- u. Außenpolitik auf Bundesebene bestimmt u. die Bundes-Min. vorschlägt. Die Institutionen des Bundes u. die Aufgabenverteilung zwischen Bund u. Ländern werden durch das Grundgesetz geregelt. Über die Einhaltung des Grundgesetzes, der Bundesverfassung, wacht das Bundesverfassungsgericht. Polizei Die P. ist ein Exekutivorgan eines Staates. Sie bedient sich einem Polizeirecht u. hat in den meisten Staaten die Aufgaben, die ''öffentliche Sicherheit u. Ordnung'' zu gewährleisten, den Verkehr zu regeln bzw. zu überwachen u. als ''Strafverfolgungsbehörde'' strafbare u. ordnungswidrige Handlungen zu erforschen. In der erstgenannten Funktion kommt ihr dabei oft die Rolle einer Notfallhilfe mit eigenem Notruf zu. Eine weitere Aufgabe in allen Staaten der Welt ist die Gefahrenabwehr im Bereich der inneren Sicherheit, das heißt die Verhütung oder Unterbindung von Taten, die sowohl straf-/bußgeldbewehrt sind, als auch die Taten, die einem gesetzl. Verbot zuwiderhandeln. Polizei (Deutschland) Der Auftrag der dt. Polizeien ist die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit. Aus historischen Gründen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten die Polizeiaufgaben der Reichspolizei geteilt: In den Polizeigesetzen der meisten Länder wird die P. in ''Polizeiverwaltungsbehörden'' (Ordnungsaufgaben) u. ''Vollzugspolizei'' untergliedert. Erstere sind die Behörden, die in der Regel zur Gefahrenabwehr in Ausführung anderer Gesetze als dem Polizeigesetz tätig werden. Die Aufgaben werden von einzelnen Ämtern wie dem Ordnungsamt oder dem Gewerbeaufsichtsamt für die Behörde wahrgenommen. Vollzugspolizei ist der Teil der P., die den Hauptteil der Gefahrenabwehr nach dem Landespolizeigesetz vornimmt. Das sind vor allem die Schutzpolizei (SchuPo), die Kriminalpolizei, die Bereitschaftspolizei u. die Wasserschutzpolizei. Polizeiruf 110 P. 110 ist eine deutschsprachige Krimi-Fernsehserie, die seit der Auflösung des Deutschen Fernsehfunks von der ARD produziert wird. Die Serie zählt zu den beliebtesten Krimiserien. Der P. 110 wurde am 27. Juni 1971 im Fernsehen der DDR als Gegenstück zum westdt. ''Tatort'' zum ersten Mal gesendet u. entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. Polka Die P. ist ein beschwingter Rundtanz im lebhaften bis raschen Zweivierteltakt. Der Name stammt aus Tschechien (Böhmen). Die Grundform ist eine Folge von Polkaschritten oder Wechselschritten (kurz-kurz-lang) mit Betonung auf dem ersten Kurzschritt, also abwechselnd auf dem linken u. rechten Fuß. Ursprünglich wurde dieser Wechselschritt in Böhmen mit einem Hüpfer eingeleitet, in dt. Gegenden mit einem Hüpfer abgeschlossen. Pollock, Jackson Paul Jackson Pollock (* 28. Januar 1912 in Cody, Wyoming; † 11. August 1956 in Springs-East Hampton, New York) war ein US-amerikan. Maler. Er wurde bekannt mit seiner von ihm mitbegründeten Stilrichtung des Action Painting nach seinen Werken des Abstrakten Expressionismus (American Abstract Painting). Jackson Pollock gilt als einer der bedeutenden Künstler des 20. Jh. Er beeinflusste nicht nur die amerik., sondern auch die europäische Kunst. Pollution P. ist ein unwillkürl. Samenerguss, ausgelöst durch einen unbewussten Orgasmus, der ohne aktives Zutun u. Wachbewusstsein bei Männern u. männl. Jugendlichen ab der Pubertät während des Schlafes auftreten kann. Da dieses Ereignis hauptsächlich während eines Nachtschlafes vorkommt, wird auch von einem nächtl. Samenerguss oder umgangssprachlich auch von einem feuchten Traum gesprochen. Polnische Sprache Die P. S. (Polnisch, poln. ''język polski'') zählt zur lech. Gruppe der westslaw. Sprachen, einer Untergruppe der indogerm. Sprachfamilie.
Sie ist eng verwandt mit dem Kaschubischen, dem Tschechischen, dem Slowakischen u. dem Sorbischen (das von einer in Deutschland lebenden Minderheit gesprochen wird).
Polnisch ist die Landessprache Polens. Zu den 38 Millionen Polnischsprechern in Polen kommen noch ca. 15–18 Millionen im Ausland. Polo, Marco Marco Polo (* ca. 1254 vermutlich in Venedig ; † 8. Januar 1324 ebenda) war ein venezian. Händler, dessen Familie wohl ursprünglich aus Dalmatien stammte u. der durch die Berichte über seine China-Reise bekannt wurde. Kritische Historiker (China-Forschung) haben an der China-Reise Polos inzw. Zweifel, weil z. B. die Chinesische Mauer nicht erwähnt wird, die nach einem 17-jährigen Aufenthalt beim Großkhan sicher eine Erwähnung wert gewesen wäre. Polonium P. ist ein radioaktives chem. Element mit der Ordnungszahl 84 u. dem Elementsymbol Po. Es wird der Elementgruppe der Chalkogene zugeordnet. Pol Pot Pol Pot („ursprünglicher Khmer”, eigentl. Name ''Saloth Sar''; * vermutlich 19. Mai 1928 in der Provinz Kompong Thom, Kambodscha; † 15. April 1998 in Ânlóng Vêng) war ein kambodschan. Politiker, Diktator u. bis 1997 der „''Bruder Nr. 1''” der Roten Khmer. Infolge seiner Herrschaft kamen 1,7 bis 2 Millionen Kambodschaner ums Leben. Polstelle In der Mathematik bezeichnet man eine einpunktige Definitionslücke einer Funktion als P. oder auch kürzer als Pol, wenn die Funktionswerte in jeder Umgebung des Punktes (betragsmäßig) beliebig groß werden. Damit gehören die Polstellen zu den isolierten Singularitäten. Das Besondere an Polstellen ist, dass sich die Punkte in einer Umgebung nicht chaotisch verhalten, sondern in einem gewissen Sinne gleichmäßig gegen unendlich streben. Deshalb können dort Grenzwertbetrachtungen durchgeführt werden. Polt, Gerhard Gerhard Polt (* 7. Mai 1942 in München) ist ein bayer. Kabarettist, Autor, Fernseh- u. Filmschauspieler. Er wurde mehrfach mit Literatur- u. Kulturpreisen ausgezeichnet. Poltergeist (Film) P. ist ein Horrorfilm aus dem Jahre 1982, der unter dem maßgebl. Einfluss von Steven Spielberg entstand, u. in welchem die dem Film den Namen gebende Geisterart eine tragende Rolle spielt. P. gilt heute als eines der großen Schaustücke des Effektkinos der 80er Jahre. Polyalphabetische Substitution Polyalphabetische Ersetzungschiffren (von griechisch: πολλο&iacgr; (''polloi'') = „viele” u. αλ&phis;&aacgr;βητο (''alphabito'') = „Alphabet”) bezeichnen in der Kryptographie Formen der Textverschlüsselung, bei der einem Buchstaben/Zeichen jeweils ein anderer Buchstabe/Zeichen zugeordnet wird. Im Gegensatz zur monoalphabet. Substitution werden für die Zeichen des Klartextes mehrere Geheimtextalphabete verwendet. Polyamide P. (Kurzzeichen PA) sind Polymere, deren Wiederholungseinheiten als charakterist. Merkmal die Amidgruppe besitzen. Die Amidgruppe kann als Kondensationsprodukt einer Carbonsäure u. eines Amins aufgefasst werden. Die dabei entstehende Bindung nennt man Peptidbindung. Sie ist hydrolytisch wieder spaltbar. Die Bez. P. wird üblicherweise als Bez. für synthetische, technisch verwendbare thermoplast. Kunststoffe verwendet u. grenzt diese Stoffklasse damit von den chemisch verwandten Proteinen ab. Polyamory P. (gr. πολ&uacgr;ς ''polýs'' „viel, mehrere” u. lat. ''amor'' „Liebe”) ist ein Oberbegriff für die Praxis, Liebesbeziehungen zu mehr als einem Menschen zur gleichen Zeit zu haben, mit vollem Wissen u. Einverständnis aller beteiligten Partner. Die seit den 1960er Jahren entstandene polyamore Subkultur stellt ein Erfahrungs- u. Kommunikationsnetz von Menschen dar, die die Idee von nicht-ausschließl. Beziehungen fördern wollen u. bereit sind, in solchen Beziehungen zu leben u. sich hierin gegenseitig unterstützen. Polycarbonate P. sind synthet. Polymere aus der Familie der Polyester, u. zwar aus Phosgen, einem Derivat der Kohlensäure, u. Diolen. P. sind glasklar, einfärb-, schweiß- u. klebbar, außerdem sehr dimensionsstabil u. besitzen eine hohe Schlagzähigkeit. Daher werden sie für Spritzgussartikel, wie zum Beispiel für die Herstellung von CDs eingesetzt. Ein weiteres großes Einsatzgebiet sind Motorrad- u. sonstige Helme. Mittlerweile werden sogar Mundstücke für Blechblasinstrumente aus diesem Material hergestellt, die in sämtl. Farben erhältlich sind. Ihre Struktur ist amorph bis gering kristallin. Polychlorierte Biphenyle P. B. (PCB) sind giftige u. krebsauslösende chem. Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektr. Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit, sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermittel u. Kunststoffen verwendet wurden. PCB zählen inzwischen zu den zwölf als „dreckiges Dutzend” bekannten organ. Giftstoffen, welche durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden. Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane Polychlorierte Dibenzo-p-dioxine u. Dibenzofurane (PCDD/PCDF) sind zwei Gruppen von chemisch ähnlich aufgebauten chlorierten organ. Verbindungen. Sie werden im allg. Sprachgebrauch u. teilweise auch in der Literatur als Dioxine zusammengefasst. Sie entstehen als Nebenprodukte bei der Herstellung chlororgan. Chemikalien oder bei Verbrennungsreaktionen. Durch techn. Maßnahmen, beispielsweise den Einbau von Filtern in Müllverbrennungsanlagen, werden heute weniger Dioxine freigesetzt als noch in den 1960er u. 1970er Jahren. Polychlorierte Dioxine u. Furane können bereits in geringen Mengen die Entstehung von Krebs aus vorgeschädigten Zellen fördern. Polyeder Ein P. [poly&beton;e&dehn;d&eunbet;r] (auch Vielflach, Vielflächner oder Ebenflächner) ist ein Körper, der ausschließlich von geraden Flächen begrenzt wird, beispielsweise ein Würfel. Man kann den Begriff aber auch auf höhere Dimensionen verallgemeinern. Polyester P. sind Polymere mit Esterbindungen -[-CO-O-]- in ihrer Hauptkette. Zwar kommen auch in der Natur P. vor, doch heute versteht man unter P. eher die große Familie synthet. Polymere (Kunststoffe), zu denen die viel verwendeten Polycarbonate u. vor allem das Polyethylenterephthalat (PET) gehören. PET ist eines der wichtigsten thermoplastischen P. Das erste synthetische P. Glycerinphthalat wurde im Ersten Weltkrieg als Imprägnierungsmittel verwendet. Natürliche P. sind seit etwa um 1830 bekannt. Polyethylen P. (Kurzzeichen PE, veraltet Polyäthylen, gelegentlich auch Polyethen genannt) ist ein durch Polymerisation von Ethen [CH_2=CH_2] hergestellter thermoplast. Kunststoff mit der vereinfachten Ketten-Strukturformel \left[- \mathrm { H_2C-CH_2 } -\right]_n. P. gehört zur Gruppe der Polyolefine.
Bekannte Handelsnamen sind: ''Alathon, Dyneema, Hostalen, Lupolen, Polythen, Spectra, Trolen, Vestolen''. Polyethylenglykol P. (kurz PEG) ist ein je nach Kettenlänge flüssiges oder festes, chemisch inertes, wasserlösliches u. nicht-tox. Polymer mit der allg. Summenformel C2nH4n+2On+1. Wegen dieser Eigenschaften wird es in der Medizin, als Wirkstoffträger in der Pharmazie, in industriellen Anwendungen u. in der zellbiolog. Forschung eingesetzt. Polyethylenterephthalat P. (Kurzzeichen PET) ist ein durch Polykondensation hergestellter thermoplast. Kunststoff aus der Familie der Polyester. Die Monomere, aus denen PET hergestellt wird, sind Terephthalsäure (1,4-Benzoldicarbonsäure) u. Ethylenglykol (1,2-Dihydroxyethan, 1,2-Ethan- diol). PET wird in vielen Formen verarbeitet u. vielfältig eingesetzt. Zu den bekanntesten Verwendungszwecken zählt die Herstellung von Kunststoffflaschen (Herstellungsverfahren Spritzblasen, Streckblasen) aller Art u. die Verarbeitung zu Textilfasern. Auch zur Herstellung von Filmmaterial, wie es im Kino verwendet wird, wird PET gebraucht. Polygamie Die P. – von griech. ''πολ&uacgr;ς'' (polys) (= ''viel'') u. ''γ&aacgr;μος'' (gamos) (= ''Ehe'') – bezeichnet eine Form der Vielehe u. der Duldung von gleichzeitigen eheähnl. Beziehungen. Bei zwei Ehen spricht man von Bigamie. Es wird unterschieden zwischen Polyandrie (''Vielmännerei'' – bei der eine Person mehrere männl. Partner hat) u. Polygynie (''Vielweiberei'' – bei der eine Person mehrere weibl. Partner hat) sowie der so genannten Gruppenehe (Polygynandrie) u. anderen Eheformen, bei denen mehrere Frauen u. mehrere Männer beteiligt sind. Polyandrie ist bes. in Ackerbaukulturen auf niederer Stufe (Hackbau) verbreitet, während Polygynie eher Kulturen mit viehzüchter. Hintergrund kennzeichnet. Entscheidend ist bzw. war ursprünglich, dass das Geschlecht, das den Hauptteil zum Lebensunterhalt liefert, das andere Geschlecht auch in dieser Beziehung dominiert. Polygon P. (v. griech.: ''polýs'' = viel + ''gonía'' = Winkel) oder auch Vieleck ist ein Begriff aus der Geometrie u. dabei insbes. der Planimetrie. Ein P. erhält man, indem man mindestens drei voneinander verschiedene Punkte in einer Zeichenebene durch Strecken miteinander verbindet, sodass durch den entstandenen Linienzug eine zusammenhängende Fläche (Figur) umschlossen wird. Auch diese so entstandene Fläche wird oft P. genannt. Dreiecke, Vierecke u. Sechsecke sind aus dem Alltag bekannte Beispiele für Polygone. Polygynie Die P. ist eine Eheform, das heißt eine spezielle Form der Polygamie, bei der es einem Mann gestattet ist, mehr als eine Frau zu heiraten. P. ist in vielen Regionen weit mehr verbreitet als Polyandrie u. Monogamie. Polymer Ein P. [poly&beton;me&dehn;r] (altgriech. πολ&uacgr; ''polý'' „viel”; μ&eacgr;ρος ''méros'', „Teil”) ist eine chem. Verbindung, die aus Ketten- oder verzweigten Molekülen (Makromolekül) besteht, die aus gleichen oder gleichartigen Einheiten (den sogenannten Monomeren) bestehen. Das Adjektiv polymer bedeutet entspr. ''aus vielen gleichen Teilen aufgebaut''. Obwohl mit diesem Begriff meist kovalent gebundene Stoffe beschrieben werden, die auch als Makromoleküle bezeichnet werden, ist es oft vorteilhaft, auch Salze u. Metalle in die Definition mit einzubinden. Auch hier ist der gesamte Stoff ''aus vielen gleichen Teilchen'', den Formeleinheiten aufgebaut. Polymerase-Kettenreaktion Die P. (engl. ''Polymerase Chain Reaction, PCR'') ist eine Methode, um die Erbsubstanz DNA ''in vitro'' zu vervielfältigen, d. h. ohne einen lebenden Organismus wie zum Beispiel das Bakterium ''Escherichia coli'' oder die Bäckerhefe ''Saccharomyces cerevisiae'' zu benutzen. Die PCR wird in biologischen u. medizin. Laboratorien für eine Vielzahl verschiedener Aufgaben verwendet, zum Beispiel für die Erkennung von Erbkrankheiten u. Virusinfektionen, für das Erstellen u. Überprüfen genet. Fingerabdrücke, für das Klonieren von Genen u. für Abstammungsgutachten. Die PCR zählt zu den wichtigsten Methoden der modernen Molekularbiologie u. viele wissenschaftl. Fortschritte auf diesem Gebiet (z. B. im Rahmen des Humangenomprojekts) wären ohne diese Methode nicht denkbar gewesen. Polymerisation Die P. ist eine chem. Reaktion, bei der Monomere, meist ungesättigte organ. Verbindungen, unter Einfluss von Katalysatoren u. unter Auflösung der Mehrfachbindung zu Polymeren (Moleküle mit langen Ketten, bestehend aus miteinander verbundenen Monomeren) reagieren. Dabei unterscheidet man zwischen Homo-Polymerisation, bei der nur eine Monomerart umgesetzt wird, u. Co-Polymerisation, bei der zwei oder mehr verschiedene Monomere zur Reaktion gebracht werden. Die Produkte der P. nennt man Polymerisate. Polymethylmethacrylat P. (Kurzzeichen PMMA, ugs. ''Acrylglas'', ''Plexiglas®'', ''Limacryl®'', ''Piacryl'' oder ''O-Glas''), ist ein synthetischer, glasähnlicher thermoplast. Kunststoff. Polymorphismus Als P. bezeichnet man im Fachgebiet Genetik das Auftreten einer Genvariante (das heißt: eines Allels) in einer Population. Definitionsgemäß muss die Auftretenshäufigkeit der Genvariante (die Allelfrequenz) größer als ein Prozent sein, andernfalls wird von einer Mutation gesprochen. Eindeutiger ist in diesem Zusammenhang der Begriff Sequenzvariation, der sich aber noch nicht vollständig durchgesetzt hat. Polynesien P. ist sowohl eine großflächige pazif. Inselregion als auch die östlichste der Kulturregionen Ozeaniens. Die Bez. P. wurde 1756 erstmals von dem französ. Gelehrten Charles de Brosses verwandt, welcher mit diesem Namen alle Inseln des pazif. Ozeans ansprach. Der französ. Konteradmiral Jules Dumont d'Urville schlug im Jahre 1831 anlässlich eines Vortrages vor der geograph. Gesellschaft von Paris eine Einschränkung des Begriffes vor u. führte die Bezeichnung Mikronesien u. Melanesien für Teile des pazif. Inselreiches ein. Diese Unterteilung Ozeaniens in drei unterschiedl. Regionen ist bis heute im allg. Sprachgebrauch verankert geblieben. Polyneuropathie Unter P. versteht man eine Erkrankung des peripheren Nervensystems. Abhängig von der jeweiligen Ursache können motorische, sensible oder auch vegetative Nerven schwerpunktmäßig betroffen sein. Polynom In der Mathematik ist ein P. eine Summe von Vielfachen von Potenzen einer Variablen ''x.'' In der elementaren Algebra identifiziert man diese formale Summe mit einer Funktion in ''x'' (einer ''Polynomfunktion''), in der abstrakten Algebra unterscheidet man streng zwischen diesen beiden Begriffen. In der Schulmathematik wird eine Polynomfunktion auch als ganzrationale Funktion bezeichnet. Polynomdivision Die P., auch Partialdivision genannt, ist ein algorithmisches, mathemat. Rechenverfahren. Das Verfahren verläuft analog zur üblichen u. aus der Schule bekannten ''Division von Zahlen mit Rest'', nur dass hier statt zweier Zahlen zwei Polynome durcheinander dividiert werden u. als Ergebnis wieder zwei Polynome – der ''„Ganzteil”'' u. der Rest der Division – stehen. Polyp (Geschwulst) Polypen sind makroskopisch sichtbare, meist gestielte Ausstülpungen der Mukosa (Schleimhaut). Das medizin. Wort P. ist rein deskriptiv (z. B. Nasenschleimhautpolyp – entzündlich; Dickdarmpolyp – neoplastisch) u. sagt weder etwas über die Ätiologie noch etwas über die Dignität aus, d. h. ein neoplast. P. kann sowohl gut- als auch bösartig sein. Die Differenzierung kann nur feingeweblich nach Abtragung erfolgen. Polypol Der Begriff P. (griech. für ''viel Verkauf'') bezeichnet in der Mikroökonomie eine Marktform, bei der eine Vielzahl von Anbietern einer Vielzahl von Nachfragern gegenübersteht. Polypropylen P. (Kurzzeichen PP, gelegentlich auch Polypropen genannt) ist ein teilkristalliner Thermoplast u. gehört zu der Gruppe der Polyolefine. P. wird durch Polymerisation des Monomers Propen mit Hilfe von Katalysatoren gewonnen. Im Jahr 2001 wurden 30 Millionen Tonnen P. hergestellt. Polysaccharide P. (auch als Glykane bezeichnet), eine Unterklasse der Kohlenhydrate, sind Vielfachzucker mit vielen Monosaccharideinheiten, wobei eine unbekannte Anzahl Monosaccharideinheiten oder eine statist. Molekülgrößenverteilung vorliegt. Mehrere Monosaccharide (z. B. Glukose oder Fruktose) bilden eine Kette u. stellen dann ein Biopolymer dar. P. sind zum Beispiel Glycogen, Stärke (Amylose u. Amylopektin), Chitin, Callose u. Zellulose. P. spielen für Pflanzen, Tiere u. natürlich auch Menschen eine wichtige Rolle als Speicherstoff u. Nahrungsgrundlage. Die Zellulose ist ein wichtiges Strukturelement der Pflanzen u. das am häufigsten vorkommende Polysaccharid. Polystyrol P. (Kurzzeichen PS, IUPAC-Name: Polystyren) ist ein transparenter, amorpher oder teilkristalliner Thermoplast. Amorphes P. ist ein weit verbreiteter Kunststoff, der in vielen Bereichen des tägl. Lebens zum Einsatz kommt. Polytetrafluorethylen P. (Kurzzeichen PTFE, gelegentlich auch Polytetrafluorethen oder -ethylen) ist ein vollfluoriertes Polymer. Umgangssprachlich wird dieser Kunststoff oft mit dem Handelsnamen Teflon der Firma DuPont bezeichnet. Weitere häufig verwendete Handelsnamen anderer Hersteller von PTFE sind Dyneon PTFE (ehem. ''Hostaflon'') u. Gore-Tex für PTFE-Membranen. Polytheismus P. (v. griech.: ''πολ&uacgr;ς polys = viel'' u. ''θεο&iacgr; theoi = Götter''), auf Deutsch auch als "Vielgötterei" bezeichnet, ist religiöse Verehrung einer Vielzahl von Göttern oder Geistern. Die meisten Religionen des Altertums waren polytheistisch u. verfügten über ein jeweiliges Pantheon traditioneller Gottheiten, häufig angereichert mit Gestalten aus jahrhundertealten kulturellen Begegnungen u. Erfahrungen. Heutige polytheist. Religionen sind allen voran der Shintō, Bön, Santería, Candomblé einige Formen von Wicca, Voodoo u. Asatru. Polyurethan Polyurethane (PU, DIN-Kurzzeichen: PUR) sind Kunststoffe oder Kunstharze, welche aus der Polyadditionsreaktion von Diolen bzw. Polyolen mit Polyisocyanaten entstehen. Charakteristisch für Polyurethane ist die Urethan-Gruppe. \mathrm{{-}NH{-}CO{-}O{-} \ } Polyurethane können je nach Herstellung hart u. spröde, aber auch weich u. elastisch sein. In aufgeschäumter Form ist P. als ''Schaumgummi'' oder als ''Bauschaum'' bekannt. Polyvinylchlorid P. (Kurzzeichen PVC) ist ein amorpher thermoplast. Kunststoff. Es ist hart u. spröde, von weißer Farbe u. wird erst durch Zugabe von Weichmachern u. Stabilisatoren weicher, formbar u. für techn. Anwendungen geeignet. Bekannt ist PVC vor allem durch seine Verwendung in Fußbodenbelägen. Er spielt darüber hinaus eine wichtige Rolle in der Bauwirtschaft, wo er unter anderem in Form von Fensterprofilen u. Rohren Verwendung findet. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe P. a. K. (''kurz'' PAK oder aus dem Englischen PAH = Polycyclic Aromatic Hydrocarbons) bilden eine Stoffgruppe von organ. Verbindungen, die aus mindestens zwei u. mehreren miteinander verbundenen (annellierten) Benzolringen bestehen. Man spricht auch von kondensierten Ringsystemen. Polyzystisches Ovarialsyndrom Das Polyzystische Ovarialsyndrom (engl.: Polycystic ovary syndrome; kurz: PCO-Syndrom, PCOS) ist eine der häufigsten Stoffwechselstörungen geschlechtsreifer Frauen, ausgelöst durch unterschiedliche pathogenet. Mechanismen. Das PCOS ist die häufigste Ursache für erhöhte Androgenspiegel (Hyperandrogenismus), Zyklusstörungen u. Unfruchtbarkeit bei der Frau. Die ältere Bez. Stein-Leventhal-Syndrom ist auch heute noch in Gebrauch. Pomelo Die P. ist eine Zitruspflanze, die um 1970 in Israel aus einer Rückkreuzung zwischen Grapefruit (''Citrus paradisi'') u. Pampelmuse (''Citrus maxima'') entstand. Sie ist eine Sorte der (echten) Pampelmuse (''Citrus maxima'' / ''Citrus grandis'' (L.) Osbeck), birnenförmig u. kleiner als die (echte) Pampelmuse, aber größer als die Grapefruit. Pommern Der Name P. (Polnisch: ''Pomorze'') ist slaw. Herkunft u. bedeutet etwa soviel wie „Seeland”, von ''po more'' („am Meer”). P. ist eine Region im NO Deutschlands u. im NW Polens. Sie erstreckt sich in einer Breite von knapp 50 km bis zu fast 200 km von der Recknitz im W bis zur Weichselmündung im O u. schließt die vorgelagerten Inseln u. Halbinseln mit ein. Der Teil westlich der Odermündung wird Vorpommern genannt. Daran schließt sich östl. Hinterpommern an. Pommes frites Bild: Pommes-1.jpg Pommes frites P. f. (frz. ''pommes [de terre] frites'' [p&oo;m(d&eunbet;t&aeo;r&beton;)frit], „gebackene Kartoffeln”) oder Pont-Neuf-Kartoffeln, umgangssprachlich in Deutschland meist Pommes ([&beton;p&oo;m&eunbet;s]) oder Fritten genannt, sind frittierte, etwa fingerlange Stäbchen aus Kartoffeln. Ursprünglich in Belgien beheimatet, sind sie heute weltweit als Beilage u. Imbiss verbreitet. In Deutschland sind sie mit einem Absatz von knapp 300.000 Tonnen eines der beliebtesten Tiefkühlprodukte (2006, Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut). Pompadour, Madame de Jeanne-Antoinette Poisson, Dame Le Normant d’Étiolles, Marquise de Pompadour, Duchesse de Ménars (* 29. Dezember 1721 in Paris; † 15. April 1764 in Versailles), kurz Madame de Pompadour, war eine Mätresse Ludwigs XV. von Frankreich. Die Marquise nahm vor allem auf die auswärtige Politik Einfluss, so riet sie u. a. dem König im Siebenjährigen Krieg zum Bündnis mit Österreich gegen England u. Preußen. Pompeji P. (latein. ''Pompeii,'' italien. ''Pompeï'') war eine antike Stadt in Campanien, am Golf von Neapel gelegen, die wie Herculaneum u. Stabiae beim Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79 n. Chr. untergegangen ist, dabei nahezu perfekt konserviert u. im Laufe der Zeit vergessen wurde. Nach ihrer Wiederentdeckung im 18. Jh. begann die zweite Geschichte der Stadt, in deren Verlauf P. zu einem Meilenstein der Archäologie u. zu einem Schlüssel der Erforschung der antiken Welt wurde. Pompeo, Ellen Ellen Pompeo (* 10. November 1969 in Everett, Massachusetts, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin italien. Abstammung. Sie spielt die Hauptrolle in der US-Fernsehserie „Grey's Anatomy”. Pontiac (Auto) P. ist eine Automobilmarke der US-amerik. General Motors Gruppe. Bei GM stellt P. die Marke mit sportl. Fahrzeugen im mittleren Preissegment dar, die vor allen Dingen jüngere Kunden ansprechen soll. Ponticelli, Lazare Lazare Ponticelli (* als ''Lazzaro Ponticelli'' am 7. Dezember 1897 in Groppo Ducale in Italien; † 12. März 2008 in Le Kremlin-Bicêtre) war der letztverstorbene Veteran des Ersten Weltkriegs mit französ. Staatsbürgerschaft. Poolbillard P. ist eine Variante des Billard u. wird mit neun oder 15 farbigen Kugeln u. einer weißen Kugel gespielt; die weiße Kugel wird als einzige direkt durch den Queue gespielt. Die Spieler haben abwechselnd je eine Aufnahme. Das heißt, dass jeder Spieler spielt, solange er eine oder mehrere Kugeln seiner Farbe versenkt u. kein Foul begangen hat (zum Beispiel die weiße Kugel versenkt). Pooth, Verona Verona Pooth (* 30. April 1968 in La Paz, Bolivien) ist eine dt. Entertainerin, Unternehmerin u. Werbe-Ikone. Bekannt wurde sie unter ihrem Geburtsnamen ''Verona Feldbusch''. Pop, Iggy Iggy Pop (* 21. April 1947 in Muskegon, Michigan, eigentl. James Newell Osterberg) ist ein US-amerikan. Sänger, Gitarrist, Komponist, Schlagzeuger u. Schauspieler.
Der als „Godfather of Punk” oder „Rock Iguana” bezeichnete Musiker wird als Wegbereiter u. Begleiter des Punkrock u. verwandter Stile angesehen. Pop ist wegen seiner dynamischen bis exzessiven Bühnenpräsenz bekannt u. berüchtigt. Pop-Art P. ist eine Kunstrichtung vor allem in der Malerei, die Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts unabhängig voneinander in England u. den USA entstand u. in den 60er Jahren zur herrschenden künstlerischen Ausdrucksform aufstieg. Die Motive sind der Alltagskultur, der Welt des Konsums, den Massenmedien u. der Werbung entnommen. Popcorn P. ist ein Nahrungs- u. Genussmittel. Es entsteht durch starkes Erhitzen einer speziellen Maissorte (Puffmais). Popeye P. (engl. ugs.: ''"Glotzauge"'') ist eine Comic- u. Cartoon-Figur des amerikan. Zeichners Elzie Crisler Segar, die er 1929 erfand. Die Figur des knurrigen, aber herzensguten u. vor allem schlagfertigen Seemanns wurde schnell sehr populär, ab den 50er Jahren auch in Deutschland. Popmusik P. ist eine Abk. für „populäre Musik” bzw. „Popular Music” u. bezeichnet Unterhaltungsmusik. Der Begriff bezeichnet einerseits bei der breiten Masse sehr beliebte u. somit kommerziell erfolgreiche Musik, andererseits einen eingängigen, harmonischen u. melodiösen Stil, in Abgrenzung zur Rockmusik mit ihren raueren, wilderen Ausdruckformen. P. ist durch Einfachheit u. Wohlklang gekennzeichnet, im Einzelnen durch als angenehm empfundene einfache Harmonieabfolgen, leicht einzuprägende (meist nachsingbare) Melodiefolgen, die oft auf der Diatonik beruhen, wenig komplexe, durchgehende Rhythmen, einen klass. Liedaufbau (Strophe/Refrain) sowie einen sanften, melod. Gesang. Popper, Karl Raimund Sir Karl Raimund Popper (* 28. Juli 1902 in Wien; † 17. September 1994 in London) war ein österreichisch-brit. Philosoph, der mit seinen Arbeiten zu Erkenntnistheorie u. Wissenschaftstheorie den krit. Rationalismus begründet u. auch bedeutende Arbeiten zur polit. Philosophie, Gesellschaftstheorie u. Geschichtsphilosophie geleistet hat. Poppers P. (Plural, von englisch ''to pop = knallen'') ist eine Slang-Sammelbezeichnung für eine Gruppe flüssiger u. kurzfristig wirksamer Drogen. Der Name rührt von dem Geräusch des Öffnens (Knallen) der Glasampullen (zur Inhalation bei Angina Pectoris) her, in denen die Substanzen früher erhältlich gewesen sind. Der Besitz unterliegt in Deutschland u. in der Schweiz nicht dem jeweiligen Betäubungsmittelgesetz u. ist damit legal; unerlaubter Kauf, Verkauf oder Handel verstößt jedoch in Deutschland gegen das Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln. Popstars P. ist der Titel eines international produzierten Reality-TV-Programms. Die Sendung begleitet dokumentarisch die Zusammenstellung von Popbands, deren Mitglieder abhängig von Staffel u. aktuellem Konzept Sänger u./oder Tänzer sind. Populismus P. (v. lat.: ''populus'' = Volk) bezeichnet eine um „Volksnähe” bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste u. aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, an Instinkte appelliert u. einfache Lösungen propagiert, wobei verantwortungseth. Gesichtspunkte u. Aspekte der prakt. Realisierbarkeit weitgehend außer acht gelassen werden. Pop-up Ein P. [&beton;p&oo;p&alamb;p] (von engl. ''pop up'' "plötzlich auftauchen") ist ein visuelles Element eines Computerprogramms. Der Name kommt daher, dass Pop-up-Elemente „aufspringen” u. dabei andere Teile überdecken. Die Position von Pop-up-Elementen am Bildschirm ist meist beliebig. Beispiele für Pop-up-Elemente sind das Kontextmenü, das an der Position des Mauszeigers auftaucht, oder der Pop-up-Dialog. Da unerwünscht aufklappende Pop-ups für Internetnutzer äußerst störend sein können, verfügen moderne Browser über Pop-up-Blocker. Pop-ups neueren Typs, sogenannte Hover Ads, sind jedoch mit diesen nicht zu blockieren. Pornero, Renee Renee Pornero (* 24. Oktober 1979 in Graz) ist eine österr. Erotik- u. Pornodarstellerin. Porno Chic Der Ausdruck P. C. (teilweise auch ''Porn Chic'') wurde erstmals in den frühen 1970er Jahren gebraucht, um die Welle pornograf. Filme zu beschreiben, die zu diesem Zeitpunkt erstmals in US-amerikan. Mainstream-Kinos vorgeführt wurden u. zu denen unter anderem Produktionen wie ''Behind the Green Door'', ''Deep Throat'', ''The Devil in Miss Jones'' u. ''Score'' gehörten. Heute wird der Begriff auch verwendet, um die zunehmende Verbreitung pornograf. Stilelemente in unterschiedlichsten medialen Mainstream-Kontexten zu beschreiben. Pornodarsteller Der P. ist eine Person, die Sexualpraktiken dezidiert darstellt. Es handelt sich dabei um hetero-, bi- oder homosexuelle Frauen, Männer u. Transsexuelle. Die Medien, in denen er auftritt, sind in der Regel Film- u. Printmedien sowie das Internet. Vereinzelt kommen auch Livedarbietungen auf einer Bühne vor. Für bes. populäre Darsteller sind Begriffe wie Porn(o)star oder Pornoqueen gebräuchlich. Pornofilm Pornografische Filme sind die audiovisuelle Realisation der Pornografie (vom griechischen ''porne'' = Hure, ''graphein'' = schreiben) im Medium Film. Pornografie wird oft definiert als unmittelbare u. deutl. Darstellung menschl. Sexualität u. primärer Geschlechtsorgane, die die sexuelle Stimulierung des Konsumenten zum Ziel hat. Pornografische Filme sind in Deutschland seit 1975 nicht mehr strafrechtlich verboten.Strafrechtlich verboten ist dagegen die so genannte ''harte Pornografie'', die sexuelle Gewalt, zoophile Handlungen oder sexuellen Missbrauch von Kindern zum Inhalt hat. Pornografie P. ist die direkte Darstellung der menschl. Sexualität oder des Sexualakts mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen, wobei die Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität bewusst betont werden. Darstellungsformen der P. sind hauptsächlich pornografischen Schriften, Tonträger, Bilder u. Pornofilme. Pornografie im Internet Pornografie findet durch das moderne Kommunikationsmedium Internet weite Verbreitung. Das Internet ist durch Anonymität, Verfügbarkeit u. zum Teil auch (vermeintlich) kostenlose Angebote zur Hauptverbreitungsart der Pornografie geworden. Die Internet-Pornografie befindet sich in einer rechtlichen Grauzone, da der Jugendschutz nicht gewährleistet werden kann u. teilweise auch verbotene Inhalte verbreitet werden. Diese Tatsachen haben den Ruf des Internets entscheidend negativ geprägt. PorNO-Kampagne PorNO ist ein Kofferwort aus Porno(-grafie) u. NO (englisch: nein). Es steht für eine von Alice Schwarzer ins Leben gerufene Initiative für ein Verbot von Pornografie in Deutschland. PornoTube PornoTube ist ein Online-Videoportal, welches ausschließlich erotische u. pornograf. Inhalte anbietet. Anfangs waren die Dienste kostenlos, mittlerweile muss man aber eine Mitgliedschaft abschließen, um den vollen Umfang der Seite nutzen zu können. Porphyrie Unter den Porphyrien versteht man eine Gruppe erbl. Stoffwechselerkrankungen, die mit einer verminderten Produktion von rotem Blutfarbstoff Hämoglobin einhergehen. Betroffen sind die Enzyme der Hämbiosynthese - je nachdem, welches der acht Enzyme einen Defekt aufweist, reichern sich spezif. Zwischenprodukte der Hämsynthese in den verschiedenen Organen an u. verursachen die für die jeweilige P. typischen Symptome. Der Name leitet sich von der ringförmigen Grundstruktur des Häm ab, dem Porphyrin. Porsche Die Dr. Ing. h. c. F. P. AG ist ein dt. Sportwagenhersteller mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen. P. wurde 1931 als Konstruktionsbüro gegr. Seit 2007 ist die Dr. Ing. h. c. F. P. AG ein Tochterunternehmen der P. Automobil Holding SE. Porsche, Ferdinand Ferdinand Porsche (* 3. September 1875 in Maffersdorf bei Reichenberg, Böhmen; † 30. Januar 1951 in Stuttgart) war Autokonstrukteur. Er zählt mit Hans Ledwinka u. Siegfried Marcus zu den bedeutendsten Automobilpionieren Deutschlands u. Österreichs. Seine bekannteste Konstruktion war der VW Käfer. Porsche 911 Der P. 911, kurz auch „Neunelfer” oder nur „Elfer” genannt, ist der bekannteste Sportwagen von Porsche u. gilt als Inbegriff dieser Marke. Port (Protokoll) Ports (englisch für ''Anschlüsse'') sind Adresskomponenten, die in Netzwerkprotokollen eingesetzt werden, um Datensegmente den richtigen Diensten (Protokollen) zuzuordnen. Dieses Konzept ist beispielsweise in TCP, UDP u. SCTP implementiert. Portable Document Format Das P. D. F. (PDF; deutsch: ''übertragbares Dokumentenformat'') ist ein plattformübergreifendes Dateiformat für Dokumente, das von der Firma Adobe Systems entwickelt u. 1993 mit Acrobat 1 veröffentlicht wurde. PDF ist ein kommerzielles (proprietäres), aber offengelegtes Dateiformat, das im PDF Reference Manual von Adobe dokumentiert ist. Bestimmte Methoden beim Umgang mit PDF wurden zur Erleichterung des Datenaustausches in der Druckvorstufe (als PDF/X) u. zur Langzeitarchivierung von PDF-Dateien (als PDF/A in ISO 19005-1:2005) von der ISO genormt. Portable Network Graphics P. N. G. (PNG [piŋ], engl. ''portable Netzwerkgrafiken'') ist ein Grafikformat für Rastergrafiken mit verlustfreier Bildkompression. Es wurde als freier Ersatz für das ältere, bis zum Jahr 2004 mit Patentforderungen belastete Format GIF entworfen u. ist weniger komplex als TIFF. PNG unterstützt neben unterschiedl. Farbtiefen auch Transparenz per Alphakanal. Portable Software Als P. S. oder auch Stickware bezeichnet man Software, welche ohne vorherige Installation lauffähig ist u. im Idealfall keine Spuren auf dem Wirtssystem (z. B. in der Registrierung, im Benutzerprofil o. Ä.) hinterlässt. Typischerweise wird P. S. daher auch vorwiegend zusammen mit beliebigen Wechseldatenträgern verwendet. Man kann die Wechseldatenträger mit sich führen u. die P. S. an einem anderen PC vom Wechselmedium aus starten. P. S. wird meist als gepacktes Archiv verbreitet, welches nur in einem Verzeichnis entpackt werden muss, ohne dass systemspezif. Installationsprogramme benötigt werden. Portal (Informatik) Der Ausdruck P. (lat. ''porta'', „Pforte”) bezeichnet in der Informatik ein Anwendungssystem, das sich durch die Integration von Anwendungen, Prozessen u. Diensten auszeichnet. Ein P. stellt seinem Benutzer unterschiedliche Funktionen zur Verfügung, wie beispielsweise Personalisierung, Sicherheit, Navigation u. Benutzerverwaltung. Portal (Valve) P. ist ein Computerspiel von Valve. Es wurde am 18. Oktober 2007 zusammen mit „Half-Life 2: Episode Two” u. „Team Fortress 2” in der ''Orange Box'' sowie als Einzeltitel bereits am 10. Oktober 2007 über die Spieleplattform Steam veröffentlicht. Im Handel war es anfangs nur als Bestandteil der Orange Box verfügbar u. daher in Deutschland erst ab 18 Jahren erhältlich. Die am 18. März 2008 von der USK geprüfte Vollversion des Spiels erhielt eine Freigabe ab zwölf Jahren. Porta Nigra Die P. N. (lateinisch für ''Schwarzes Tor'') ist ein ehem. römisches Stadttor, das um 180 n. Chr. erbaut wurde. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO u. ist das Wahrzeichen der Stadt Trier. Der Name P. N. stammt aus dem MA. Portepee Bild: Tangente_Ecole_Polytechnique.jpg Portepee („tangente”) der Großen Uniform der École polytechnique Das P. (frz. ''porte-épée'' = Degentrage, Degengehenk) war ursprünglich eine um Griff u. Bügel einer Hiebwaffe u. das Handgelenk des Kämpfers geschlungene Schlaufe, die das Herabfallen der Waffe im Kampf verhindern sollte. Später entwickelte sich daraus ein Standesabzeichen für Offiziere u. Feldwebel. Porter, Michael E. Michael Eugene Porter (* 1947) ist Prof. für Wirtschaftswissenschaft an der Harvard Business School u. Leiter des ''Institute for Strategy and Competitiveness''. Er ist einer der führenden Ökonomen auf dem Gebiet des strateg. Managements. Portfolio Der Begriff P. (lat. ''portare'' „tragen” u. ''folium'' „Blatt”), selten Portefeuille, bezeichnet eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Im übertragenen Sinne kann es auch eine Sammlung von hilfreichen Methoden, Verfahren oder Handlungsoptionen bedeuten. Ursprünglich bezeichnete es eine Brieftasche oder Sammelmappe. Im Bildungsbereich steht 'Portfolio' für eine Mappe, in der Blätter zusammengetragen u. aufbewahrt werden können. Portfoliotheorie Die P. ist ein Teilgebiet der Finanzierung u. untersucht das Investitionsverhalten an Kapitalmärkten (z. B. Aktienmarkt). Die P. geht auf Harry M. Markowitz („Portfolio Selection”) zurück u. unterstellt bestimmte Verhaltensweisen von Investoren u. erzielt so gewisse Aussagen über das Investitionsverhalten. Portishead P. ist eine brit. Trip-Hop-Band, die 1993 gegr. wurde. Das 1994 erschienene Debüt-Album „Dummy” erreichte Platz 2 der UK-Album-Charts. Portland (Oregon) P. liegt im US-Bundesstaat Oregon. P. ist die größte Stadt u. das wirtschaftl. Zentrum des Bundesstaates. P. ist nach Seattle u. Vancouver (Kanada) die drittgrößte Stadt im Pazifischen NW. – 562690 Ew. Portman, Natalie Natalie Portman (* 9. Juni 1981 in Jerusalem, Israel; eigentl. ''Natalie Hershlag'') ist eine israelisch-US-amerik. Schauspielerin. Bekannt wurde die damals erst 13-Jährige durch den Film ''Léon – Der Profi'' aus dem Jahre 1994. Es folgten Filme wie ''Heat'' u. ''Star Wars''. Porto P. (port. Aussprache ['portu]) ist die Hptst. des gleichn. Distriktes in Portugal u. liegt am Douro vor dessen Mündung in den Atlantischen Ozean. Mit circa 330.000 Ew. ist sie nach Lissabon zweitgrößte Stadt des Landes, der rd. 1,26 Millionen Ew. zählende Ballungsraum Grande P. rangiert ebenfalls landesweit an zweiter Stelle. Das histor. Zentrum von P. am Nordufer des Douro ist seit 1996 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Bekanntheit erlangte die Stadt durch dessen Exportartikel, den Portwein. Porträt Ein P. (auch ''Portrait;'' v. frz. ''portrait'') ist ein Gemälde, eine Fotografie, eine Plastik oder eine andere künstler. Darstellung einer oder mehrerer Personen. Die Absicht eines Porträts ist, neben der Darstellung körperl. Ähnlichkeit auch das Wesen, bzw. die Persönlichkeit der porträtierten Person zum Ausdruck zu bringen. Portscanner Ein P. ist eine Software, mit der überprüft werden kann, welche Dienste ein mit TCP/IP oder UDP arbeitendes System anbietet. Der P. nimmt dem Anwender dabei die Arbeit ab, das Antwortverhalten eines Systems selbst mit einem Sniffer zu untersuchen u. zu interpretieren.
Da es sich bei Portscans um ein protokollkonformes Verhalten handelt, sind diese in der Regel legal. Portugal P. (amtl. ''República Portuguesa'') ist ein europ. Staat im W der iber. Halbinsel. Im W u. S wird P. vom Atlantischen Ozean, im O u. N von Spanien begrenzt. Zum portugies. Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren u. Madeira (mit Porto Santo). Westlich der Hptst. Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europ. Festlandes. Das Land ist der größte Korklieferant der Erde. Portugiesische Sprache Die P. S. (portugiesisch: ''Português'') ist eine Sprache aus dem roman. Zweig der indogerm. Sprachfamilie u. bildet mit dem Spanischen, Katalanischen u. weiteren Sprachen der iber. Halbinsel die engere Einheit des Iberoromanischen. Zusammen mit dem Galicischen in Nordwest-Spanien geht es auf eine gemeinsame Ursprungssprache zurück, das Galicisch-Portugiesische, das sich zwischen Spätantike u. Frühmittelalter entwickelte. Nach der Herausbildung der Staatlichkeit Portugals entwickelten sich daraus die beiden heutigen Sprachen. Heute gilt Portugiesisch als Weltsprache. Es wird von über 210 Millionen Muttersprachlern gesprochen; einschl. der Zweitsprachler beläuft sich die Zahl der Sprecher auf etwa 240 Millionen. Portwein P., kurz Port genannt, ist ein relativ süßer u. schwerer, roter oder weißer, „aufgespritteter” (alkoholverstärkter) Südwein. Ein „echter” P. stammt gemäß Portweininstitut immer aus Portugal u. zwar aus einem genau umgrenzten Gebiet im nordportugies. Douro-Tal.
Porzellan P., auch Weißes Gold genannt, ist ein Material für Geschirr, Figuren u. a. Es besteht neben einigen Spurenelementen aus drei wesentl. Bestandteilen
* Kaolin (Porzellanerde, Porzellanton), * Feldspat und * Quarz. Man unterscheidet zw. Hart- u. Weichporzellan je nach Mengenverhältnis der drei Bestandteile. Posaune Die P. ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner weitgehend zylindr. Bohrung (enge Mensur) zu den Trompeteninstrumenten zählt. Poseidon P. (altgriechisch Ποσειδ&oacgr;ν) ist in der griech. Mythologie der Gott des Meeres, der Erdbeben u. der Pferde. Er ist Sohn des Kronos u. der Rhea u. Bruder von Zeus. Sein römischer Name ist Neptun. Poseidon (Film) P. ist ein Abenteuerfilm des dt. Regisseurs Wolfgang Petersen aus dem Jahr 2006. Der Katastrophenfilm ist eine Neuverfilmung von Ronald Neames ''Poseidon Inferno'' (1972) u. wurde unter anderem von den Filmstudios Warner Bros., Radiant Productions, Next Entertainment Inc., Walt Disney Company u. den Virtual Studios produziert. Der Film feierte seine Weltpremiere am 10. Mai 2006, der dt. Kinostart war am 13. Juli 2006. Posen P. (poln. ''Poznań''), im westl. Teil Polens an der Warthe gelegen, ist die histor. Hptst. der Provinz Großpolen u. der gleichn. Woiwodschaft. Sie ist ein Zentrum von Industrie, Handel u. Forschung u. gehört zu den kulturellen Mittelpunkten des Landes. Die Universitätsstadt ist zudem größter Verkehrsknotenpunkt zwischen Berlin u. Warschau. – 564.035 Ew. Positivismus Unter dem Begriff P. werden in der Philosophie Richtungen erfasst, die die Erkenntnis auf die Interpretation „positiver Befunde” beschränken. Das Wort „positiv” wird dabei wie in den Naturwissenschaften gebraucht, in denen man von einem „positiven Befund” spricht, wenn eine Untersuchung unter vorab definierten Bedingungen einen Nachweis erbrachte. Der P. geht in der Namensgebung u. ersten Institutionalisierung auf Auguste Comte (1798–1857) zurück u. wurde unter diesem u. seinen Nachfolgern im 19. Jh. vorübergehend zu einem weltumspannenden humanist. Religionsersatz ausgebaut, der alles Transzendente aus den Überlegungen ausschloss. Positronen-Emissions-Tomographie Die P., (v. griech. ''τομ&eeacgr;'' "Schnitt" u. ''γρ&aacgr;&phis;ειν'' "schreiben"), Abk. PET, ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, indem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon) im Organismus sichtbar macht u. damit biochemische u. physiolog. Vorgänge abbildet (''funktionelle Bildgebung''). Possessivpronomen P. (auch: Possessivbegleiter, besitzanzeigendes Fürwort) ist eine Wortart. Sie bezeichnet Pronomen, die ein Abhängigkeitsverhältnis (oft ein konkretes Besitzverhältnis) zum Referenten ausdrücken (''mein'' Haus, ''ihre'' Oma). Post Bild: Post_Ilmenau.JPG Postgebäude in Ilmenau aus den 1880er-Jahren Die traditionellen Postunternehmen befördern Nachrichten u. Kleingüter, Postsendungen u. Personen. Die P. bietet außerdem die Durchführung von Geldverkehr u. Urkundengeschäften an, weiterhin Fax, E-Mail u. andere Dienste. 1995 wurde die Deutsche Bundespost privatisiert u. in die drei Sparten Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG u. Deutsche Postbank AG aufgeteilt. Daneben gibt es private Anbieter. Postal P. ist eine Computerspiele-Serie des US-amerikan. Entwicklungsstudios ''Running with Scissors, Inc.'' (RWS). Teil eins erschien 1997 u. erhielt 2003 einen Nachfolger. Beide Teile werden aufgrund ihrer deutl. Gewaltdarstellung, auch gegen unbewaffnete Zivilisten, sehr stark kritisiert. ''Postal 2'' ist in Deutschland indiziert u. in Neuseeland nach ''Manhunt'' das zweite Spiel, welches verboten wurde. So ist dort selbst der Besitz des Spiels nicht gestattet. Der Name des Spiels basiert auf der amerikan. Redewendung „going postal”, was soviel bedeutet wie „einen Amoklauf starten” oder schlicht durchzudrehen. Postal (Film) P. (Originaltitel: ''Postal – The Movie'') ist ein Videospielverfilmung der in Deutschland indizierten Computerspielreihe P. aus dem Jahr 2007. Die Dreharbeiten zum Film realisierte Regisseur Uwe Boll im kanad. Cloverdale, British Columbia. Am 22. Juli 2007 wurde der Film auf dem Fantasia Festival in Montréal uraufgeführt. P. sorgte für einige Kontroversen, da Boll im Film die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 aufgreift. Postanschrift Die P. bezeichnet das Ziel in Adressform, an das eine Postsendung zugestellt werden soll. Hierbei kann es sich entweder um ein Postfach oder um eine phys. Adresse mit einem Briefkasten handeln. Postbank Die Deutsche P. AG ist ein dt. Finanzinstitut mit Sitz in Bonn. P. ist der Name, unter dem das Unternehmen in der Öffentlichkeit auftritt. Sie ist seit der zweiten Postreform 1989 mit dem Poststrukturgesetz eine dt. Geschäftsbank. Davor firmierte sie unter dem Begriff „Postsparkasse”. Schwerpunkte der Bank sind das Spar- u. Retailgeschäft, daneben ist sie Hausbank der Deutschen Post. Die Aktie der Deutschen P. ist seit dem 18. September 2006 Bestandteil des DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse. Post-Hardcore P. oder ''Postcore'' bezeichnet eine Entwicklung aus der amerikan. Hardcore-Punk-Szene, die Werte des Hardcores wie DIY vertritt, sich musikalisch jedoch in verschiedene Richtungen der Experimentalmusik weiterentwickelt hat. Der Begriff ist mit dem des Post-Punk verwandt, zum so genannten Post-Rock bestehen teilweise Überschneidungen. Postkarte Postkarten sind Karten, um relativ kurze, offen lesbare Mitteilungen, Nachrichten, Grüße usw. per Post zu verschicken. Die P. in der heutigen Form erschien um 1869 in Österreich u. wurde zur Zeit ihrer Einführung noch ''Correspondenzkarte'' genannt. Zunächst konnten sie national u. international nur sehr eingeschränkt verschickt werden, erst mit der Einführung der Weltpostkarte 1875 konnten Postkarten über alle Grenzen hinweg versendet werden. Die heutige Standardnormgröße ist DIN A6. Postl, Dylan Dylan Mark Postl (* 29. Mai 1986 in Oshkosh, Wisconsin, USA), besser bekannt als ''Hornswoggle'', ist ein kleinwüchsiger amerikan. Wrestler, der aktuell bei World Wrestling Entertainment unter Vertrag steht. Postleitzahl Die P. (''Abk.'' PLZ) ist eine Ziffern- oder Buchstaben-/Ziffernkombination innerhalb von Postadressen auf Briefen, Paketen oder Päckchen, die den Zustellort eingrenzt. Postleitzahl (Deutschland) In Deutschland werden für den Postversand seit dem 1. Juli 1993 fünfstellige Postleitzahlen verwendet, welche von der Deutschen Post festgelegt werden. An jeder Stelle steht eine dezimale Ziffer. Neben den Postleitzahlen für geograph. Zustellgebiete gibt es auch eigene Postleitzahlen für Großkunden u. Postfachschränke. 1941 wurden im Deutschen Reich zunächst zweistellige Postleitzahlen eingeführt, welche dann 1962 (damalige Bundesrepublik) bzw. 1965 (DDR) durch zwei unabhängige Systeme vierstelliger Postleitzahlen abgelöst wurden. Diese wurden dann wiederum 1993 durch das heutige System abgelöst. Postmoderne Der Begriff P. (von lat. ''post'' = hinter, nach) dient zur Bez. des Zustands der abendländ. Gesellschaft, Kultur u. Kunst „nach” der Moderne. Vertreter der P. sehen in der Moderne ein illegitimes Vorherrschen eines einheitl. Prinzips oder totalitärer Denkansätze, die auf polit. Ebene Züge des Despotismus in sich tragen. Sie betrachten diese Denkansätze als gescheitert u. stellen ihnen stattdessen eine Vielfalt nebeneinander bestehender Perspektiven gegenüber. Die zeitliche u. inhaltl. Bestimmung dessen, was genau postmodern ist, wird seit etwa Anfang der 1980er Jahre geführt. Post mortem Der Begriff P. m. (lat. für „nach dem Tod”) wird in der Medizin oder Kriminologie benutzt. In der Literatur wird er für Werke verwendet, die nach dem Tod ihres Autors veröffentlicht werden. Post Office Protocol Das P. O. P. (POP) ein Übertragungsprotokoll, über welches ein Client E-Mails von einem E-Mail-Server abholen kann. Version 3 (POP3) wird im RFC 1939 beschrieben. POP3 ist ein ASCII-Protokoll, wobei die Steuerung der Datenübertragung durch Kommandos geschieht, die standardmäßig an den Port 110 geschickt werden. Als Gegenstück zu POP3 zum Versenden von E-Mails ist üblicherweise in Clients u. Servern das Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) implementiert. PostScript P. ist eine Seitenbeschreibungssprache, die unter diesem Namen seit 1984 von der Firma Adobe entwickelt wird. Sie ist eine Weiterentwicklung von InterPress u. stellt eine Turing-vollständige stackorientierte Programmiersprache dar. Postskriptum Ein P. (v. lat. ''post'' „hinter, nach” u. ''scribere'' „schreiben”) ist ein Anhang an einen Text. Deutsche Bez. sind ''Nachschrift, Nachsatz'' u. die Abk. ''NS.'' Es wird oft in Briefen oder ähnl. Kommunikationsvarianten wie E-Mail oder Usenet verwendet. Hier lautet die nach DIN 5008: 2005 korrekte Abkürzung PS. Poststrukturalismus Der Begriff P. kennzeichnet unterschiedliche philosoph. Ansätze u. Methoden, die Ende der sechziger Jahre in Frankreich entstanden. Typisch sind eine krit. Herangehensweise an strukturierende Begriffe, normative Vorstellungen u. theoret. Prinzipien. Ordnungsprinzipien klassischer metaphys. Systeme, darunter die Annahme eines selbstbestimmten Individuums, werden in ihrer Geltung methodisch suspendiert u. unter Verwendung psychoanalytischer, diskursanalytischer, semiotischer u. sprachphilosoph. Instrumentarien analysiert. Dabei werden bes. die Bedingungen ihrer Geltung u. die Faktoren ihres gesellschaftl. Gewordenseins herausgearbeitet. Einige der poststrukturalist. Theoretiker lösen das Subjekt auf in ein Bündel von Fremdeinwirkungen u. unbewussten Impulsen. Posttraumatische Belastungsstörung Die P. B. (Abk.: PTBS; engl.: Post-traumatic Stress Disorder, Abk.: PTSD) fasst unterschiedliche psychische u. psychosomat. Symptome zusammen, die als Langzeitfolgen eines Traumas oder mehrerer Traumata auftreten können, dessen oder deren Tragweite die Strategien des Organismus für eine abschließende Bewältigung überfordert hat. Allermeist zeigt sich eine PTBS in individuell unterschiedl. Symptomenkomplexen. Schwere, Zeitpunkt u. Dauer der zugrundeliegenden Traumatisierung haben dabei Auswirkungen auf das Ausmaß u. den Grad der Manifestation der Störungen. Durch eine frühzeitige psychotherapeut. Intervention kann der Entwicklung einer PTBS entgegengewirkt werden. Postulat Ein P. (von lat. ''postulatum'' Forderung) ist eine Behauptung, die unter Anerkennung eines (mitgelieferten) Beweisweges akzeptiert werden soll. Derjenige, der in einer Diskussion etwas postuliert, wagt eine These aufgrund ihm plausibel erscheinender Vorannahmen – die ausgewiesene Ausgangslage „fordert” die Anerkennung der weiteren These ein; der Beweis ist aber aus der Sicht anderer Diskussionsteilnehmer noch zu führen, oder es wird bestritten, dass die Behauptung zu beweisen ist. Postum Das Wort P. [p&oo;s&beton;tu&dehn;m] (auch posthum [p&oo;st&beton;hu&dehn;m] oder [p&oo;s&beton;tu&dehn;m]), „nach dem Tod (eintretend)”, wird als Adjektiv oder Adverb gebraucht im Zusammenhang mit Veröffentlichungen von Werken eines bereits verstorbenen Autors oder Künstlers sowie mit Ehrungen, die nach dem Ableben einer Person stattfinden. Verwendungsbeispiel: „Dem inzwischen verstorbenen Oskar Pastior wurde postum der Büchner-Preis des Jahres 2006 verliehen.” Potente, Franka Bild: Franka_Potente_Frankfurt.jpg Franka Potente im Jahr 2005 Franka Potente (* 22. Juli 1974 in Dülmen in Nordrhein-Westfalen) ist eine dt. Schauspielerin, die auch international erfolgreich ist. Der Durchbruch kam 1998 mit der Hauptrolle in Tom Tykwers Film „Lola rennt”. Potential Das P. oder auch Potenzial (lat.: ''potentialis'', von ''potentia'' Macht, Kraft, Leistung) ist in der Physik die Fähigkeit eines konservativen Kraftfeldes, eine Arbeit zu verrichten. Es beschreibt die Wirkung eines konservativen Feldes auf Massen oder Ladungen unabhängig von diesen selbst. Potentielle Energie Die P. E. (oder Lageenergie) ist eine der Formen von Energie in der Physik. Es handelt sich dabei um diejenige Energie, welche ein Körper durch seine Position oder Lage in einem konservativen Kraftfeld (etwa einem Gravitationsfeld oder elektr. Feld) enthält. Man spricht daher auch von Lageenergie. Ein bestimmter Ort in diesem Feld dient dabei als Bezugspunkt; beim Gravitationsfeld der Erde kann dies beispielsweise die Erdoberfläche sein. Potentiometer Ein P. (kurz ''Poti'') (nach neuer dt. Rechtschreibung auch: ''Potenziometer'') ist ein stetig einstellbarer Spannungsteiler. Es besteht aus einem Träger, auf dem ein Widerstandsmaterial aufgebracht ist, u. einem beweglichen, als ''Schleifer'' bezeichneten Gleitkontakt, der den Gesamtwiderstand elektrisch in zwei Teilwiderstände teilt. Potenz (Mathematik) Das Potenzieren ist wie das Multiplizieren seinem Ursprung nach eine abkürzende Schreibweise für eine wiederholte mathemat. Rechenoperation. Wie beim ''Multiplizieren'' ein Summand wiederholt ''addiert'' wird, so wird beim ''Potenzieren'' ein Faktor wiederholt ''multipliziert''. Potenzfunktion Die P. ist eine Funktion der Form ''x&Pf_Abb;xm'', wobei ''m'' eine ganze Zahl ist. Ist ''m'' positiv, also eine natürliche Zahl, wird die P. ''ganzrational'', sonst ''gebrochenrational'' genannt. Unter den Potenzfunktionen unterscheidet man ''gerade'' u. ''ungerade'' Funktionen, je nachdem, ob ''m'' eine gerade oder ungerade Zahl ist. Potenzmittel Als P. bezeichnet man umgangssprachl. Stoffe u. Medikamente, die der Bekämpfung der erektilen Dysfunktion dienen, die im Volksmund auch Impotenz genannt wird. Potenzreihe Unter einer P. versteht man in der Analysis eine unendl. Reihe der Form ooooooo ist hierbei eine beliebige Folge von reellen oder komplexen Zahlen. ''xo'' wird als der ''Entwicklungspunkt'' der Potenzreihe bezeichnet. Pot Odds Die P. O. (engl. für ''Topf-Wettchancen'') sind von Pokerspielern verwendete Berechnungen, die angeben, ob das Zahlen von Einsätzen statistisch rentabel ist. Sie werden zumeist in Prozent oder Verhältnissen angegeben. Potsdam P. ist die Hptst. u. die einwohnerreichste Stadt des Landes Brandenburg. Sie grenzt im NO unmittelbar an die dt. Hptst. Berlin u. gehört zur europ. Metropolregion Berlin/Brandenburg. P. ist vor allem bekannt für sein histor. Vermächtnis als ehem. Residenzstadt Preußens mit den zahlreichen u. einzigartigen Schloss- u. Parkanlagen. Die Kulturlandschaften wurden 1990 von der UNESCO als größtes Ensemble der dt. Welterbestätten in die Liste des Weltkultur- u. Naturerbes der Menschheit aufgenommen. – 149.000 Ew. Potsdamer Abkommen Als P. A. wird das Ergebnis der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945 auf Schloss Cecilienhof in Potsdam nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa bezeichnet. Die politische u. geograf. Neuordnung Deutschlands, seine Demilitarisierung, die von Deutschland zu entrichtenden Reparationen u. der Umgang mit dt. Kriegsverbrechern wurde auf dieser Konferenz beschlossen.
Teilnehmer dieser Konferenz waren die höchsten Vertreter der drei Siegermächte, die Sowjetunion, die Vereinigten Staaten u. das Vereinigte Königreich u. deren Außenminister. Der Wert dieses „Abkommens” besteht darin, dass hierdurch die Gesamtverantwortung aller vier Alliierten für Gesamtdeutschland festgestellt wurde. Potsdamer Platz Bild: PotsdamerPlatz_Vogelperspektive_2004_2.jpg Blick über den Potsdamer Platz in Richtung Süden im Jahr 2004 Der P. P. ist ein Verkehrsknoten im Berliner Ortsteil Tiergarten im Bezirk Mitte zwischen der alten Innenstadt im O u. dem neuen ''Berliner Westen''. Er schließt sich westlich an den Leipziger Platz an u. liegt an der Stelle des ehem. Potsdamer Stadttors vor der Akzisemauer. Bis zum Zweiten Weltkrieg war der noch als Platz zu erlebende Ort ein beliebter Treffpunkt der politischen, sozialen u. künstler. Szene Berlins. Das nach 1990 auf dem alten Stadtgrundriss größtenteils neu bebaute Terrain zählt zu den markantesten Orten der Stadt u. wird von zahlreichen Touristen besucht. Potter, Monica Monica Potter (* 30. Juni 1971 in Cleveland, Ohio als ''Monica Louise Brokaw'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Ihre erste Rolle hatte sie in der Seifenoper „Schatten der Leidenschaft” 1994. Pottwal Der P. (''Physeter catodon'' oder ''Physeter macrocephalus'') ist ein Säugetier in der Ordnung der Wale (Cetacea). Er ist unter den Zahnwalen der einzige Großwal. Nächste Verwandte des Pottwals sind der Zwergpottwal u. der Kleine P. Pour le Mérite Der Orden P. l. M. (deutsch: „für das Verdienst”) wurde von Friedrich der Groáe (1712–1786) gestiftet und war neben dem Orden vom Schwarzen Adler die bedeutendste Auszeichnung, die in Preußen vergeben werden konnte. Der Orden geht auf den 1667 gestifteten Orden de la Générosité zurück. Power Metal Als P. M. werden mehrere Untergenres des Metal bezeichnet, wobei man zwischen „europäischem” u. „US-amerikanischem” P. M. unterscheidet. Der europäische P. M. zeichnet sich durch eine positive, der amerikan. durch eine aggressivere Grundstimmung aus. PowerPC P. (PPC) ist eine 1991 durch ein Konsortium aus Apple, IBM u. Motorola (heute: Freescale) – auch kurz ''AIM'' genannt – spezifizierte CPU-Architektur. Der Name P. ist ein Akronym, wobei ''Power'' für ''Performance optimization with enhanced RISC'' (''Leistungsoptimierung durch erweitertes RISC'') u. ''PC'' für ''Performance Chip'' (''Hochleistungs-Chip'') steht. Power Rangers P. R. ist eine amerikan. Fernsehserie von Haim Saban, die jetzt von Disney produziert wird. Mittlerweile gibt es 15 Staffeln u. 2 Filme. Durch den Erfolg der Serie entstand auch ein riesiger Merchandise-Markt für Kinderspielzeug. So wurden zu jeder der Staffeln Abbilder der Rangers u. deren Zords verkauft. PPP over Ethernet Das PPP o. E. (PPPoE) ist die Verwendung des Netzwerkprotokolls Point-to-Point Protocol (PPP) über eine Ethernet-Verbindung. PPS-System Ein PPS-System (Produktionsplanungs- u. Steuerungssystem) ist ein Computerprogramm oder ein System aus Computerprogrammen, das den Anwender bei der Produktionsplanung u. -steuerung unterstützt u. die damit verbundene Datenverwaltung übernimmt. Ziel der PPS-Systeme ist die Realisierung kurzer Durchlaufzeiten, die Termineinhaltung, optimale Bestandshöhen, sowie die wirtschaftl. Nutzung der Betriebsmittel. Präambel Der Begriff der P., etymologisch rückführbar auf das lateinische ''praeambulare'' (vorangehen) über das mittellateinische ''praeambulum'' (Einleitung), bezeichnet heute eine meist feierliche, in gehobener Sprache abgefasste Erklärung am Anfang einer Urkunde, insbes. einer Verfassung oder eines völkerrechtl. Vertrages. Prada Die P. SpA ist eine italien. Modefirma unter dem Dach des französ. Luxusgüterkonzerns LVMH mit Einzelhandelsgeschäften weltweit. Das Unternehmen, ursprünglich bekannt unter der Bez. Fratelli P. (Gebr. P.), wurde 1913 von Mario P. gegr. Zunächst konzentrierte sich P. auf die Herstellung u. den Verkauf von Lederwaren. Im Jahre 1978 erbte die Enkelin des Firmengründers, Miuccia P., das Unternehmen von ihrer Mutter u. begründete damit die Ausdehnung u. den Erfolg zum Modeunternehmen. Prader-Willi-Syndrom Das P. (''PWS''), auch unter den Synonymen ''Prader-Labhard-Willi-Franconi-Syndrom'', ''Urban-Syndrom'' u. ''Urban-Rogers-Meyer-Syndrom'' bekannt, ist eine vergleichsweise seltene, durch ein beschädigtes elterl. Chromosom 15 bedingte Behinderung. Die komplexe Besonderheit basiert auf einer angeborenen Genmutation bzw. einem mutationsbedingten Fehler im Imprinting-Mechanismus des Chromosoms 15 u. geht mit körperlichen, stoffwechselbezogenen u. kognitiven Symptomen einher, welche durch eine Fehlfunktion des Zwischenhirns verursacht werden. Prädikat (Grammatik) Das P. ist das zentrale Satzglied natürlichsprachl. Sätze. Es gibt den Zustand oder die Tätigkeit des Subjekts an. Präferenz P. bezeichnet den Vorzug oder die Begünstigung einer Alternative oder einer Ware, oder die Vorliebe, die ein Marktteilnehmer oder jemand für etwas hat. Im rechtl. Sinne bedeutet eine P. eine handelspolit. Maßnahme in Form einer Vergünstigung u. geht in der Regel mit einem sog. Präferenzzollsatz einher. Präfix Ein P. (''neutr.'', aus lat. ''prä'', „vor”, ''fix'', „fest”; dt. „Vorsilbe”) ist ein Affix, das vorne an den Wortstamm angehängt wird. Das Anfügen von Präfixen (Präfigierung) ist eine Methode zur morpholog. Wortbildung. Im Gegensatz zum P. steht das Suffix. Präfixe gibt es zu verschiedenen Wortarten, z. B. zu Verben, Substantiven u. Adjektiven. Prag Bild: Hradschin_Prag.jpg Die Prager Burg (Hradschin) über der Moldau P. (tschech. Praha bzw. Hlavní město Praha ''Hauptstadt Prag'') ist die Hptst. der Tschechischen Republik. Gleichzeitig ist P. selbstständige Verwaltungseinheit. Die Umgebung der Stadt ist seit der Frühgeschichte dicht bevölkert. Die slaw. Besiedlung erfolgte im 6. Jh. Nach der Anlage zweier Burgen durch die Přemysliden im 9. u. 10. Jh. kamen jüdische u. dt. Kaufleute hinzu. Um 1230 wurde P. zur Residenzstadt des Königreichs Böhmen u. im 14. Jh. als Hptst. des Hl. Römischen Reiches zu einem politisch-kulturellen Zentrum Mitteleuropas. Die „Goldene Stadt” zeigt ein geschlossenes, von Gotik u. Barock geprägtes Stadtbild. – 1.194.407 Ew. Prager Fenstersturz Beim ersten P. F. 1419 stürmten Hussiten das Neustädter Rathaus in Prag, um dort gefangene Glaubensgenossen zu befreien. Dabei warfen sie sieben katholische Ratsherren aus dem Fenster, die dann von der wartenden Menge aufgespießt wurden.
Der P. F. im Jahr 1618 war der Auftakt zum Dreißigjährigen Krieg. Böhmische Protestanten warfen als Protestakt gegen die katholische Regierung zwei kaiserliche Räte aus einem Prager Schlossfenster. Prager Frühling Der P. F. (tschechisch: ''Pražské jaro'', slowakisch: ''Pražská jar'') ist die Bez. für die Bemühungen der tschechoslowak. Kommunistischen Partei unter Alexander Dubček im Frühjahr 1968, ein Liberalisierungs- u. Demokratisierungsprogramm durchzusetzen, sowie vor allem die Beeinflussung u. Verstärkung dieser Reformbemühungen durch eine sich rasch entwickelnde krit. Öffentlichkeit. Pragmatik (Linguistik) Die P. ist eine linguist. Disziplin, die sprachl. Handeln u. die Verwendung von Sprache erforscht. Sie ist neben der Syntaktik u. der Semantik ein Teilgebiet der Semiotik, die sich mit den Eigenschaften des sprachl. Zeichens befasst. P. beschäftigt sich mit der Interpretation von Zeichen auf der Empfängerseite des Informationsmodells. Dabei ist ein Interpret derjenige, für den das Zeichen eine Bedeutung hat. Pragmatismus Der P. (von griech. ''pragma'' „Handlung”, „Sache”) bezeichnet eine philosoph. Grundhaltung, die das Erkennen u. die Wahrheitsbildung eng mit den Handlungen, die in der Lebenswelt ausgeführt werden, verbindet u. in der gelebten Erfahrung Gründe für Theoriebildungen u. deren Veränderungen im Laufe der Zeit findet. P. muss von Pragmatik unterschieden werden, die in der Linguistik eine der drei Untergruppen der Semiotik ist. P. ist dagegen eine philosoph. Einstellung. Praktikum Der Begriff P. (''Plural: Praktika'') bezeichnet eine auf eine bestimmte Dauer ausgelegte Vertiefung zuvor erworbener theoret. Kenntnisse in prakt. Anwendung bzw. das Erlernen neuer Kenntnisse u. Fähigkeiten durch prakt. Mitarbeit in einer Organisation. Praline (Zeitschrift) P. ist eine vom ungar. Verlag GLM publizierte wöchentlich erscheinende Erotik-Zeitschrift. Es handelt sich um ein bildreiches Boulevardblatt. Die P. gilt gemeinhin als „Schmuddelblatt”. Sie wurde 1954 auf den Markt gebracht. Prämenstruelles Syndrom Der Begriff P. S. (PMS) bezeichnet eine Anzahl von Symptomen, die bei Frauen einige Tage vor Eintreten der Regelblutung auftreten können. Etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter ist mehr oder weniger von diesem Syndrom betroffen. Symptome sind u. a. Unterleibskrämpfe, Hautveränderungen, Berührungsempfindlichkeit u. Reizbarkeit. Prämisse P. (v. lat.: ''praemissum'' = das Vorausgeschickte) heißt in der Logik eine Voraussetzung oder Annahme. Sie ist eine Aussage, aus der eine logische Schlussfolgerung gezogen wird. Beispiel: Aus „Alle Menschen sind sterblich” u. „Sokrates ist ein Mensch” folgt „Sokrates ist sterblich”. Die beiden erstgenannten Aussagen sind dabei die Prämissen, die letztgenannte Aussage ist die Konklusion oder Schlussfolgerung. Pränataldiagnostik P. (''pränatal'' = vor der Geburt) bezeichnet Untersuchungen des ungeborenen Kindes u. der Schwangeren zur Früherkennung von Defekten beim Kind oder von Komplikationen bei der Schwangerschaft. Pranger Der P., Schandpfahl oder Kaak war ein Strafwerkzeug in Form einer Säule, einer Plattform oder eines Holzpfostens, an dem der Bestrafte gefesselt u. öffentlich vorgeführt wurde. Zunächst Folterwerkzeug u. Stätte der Prügelstrafe, erlangten P. ab dem 13. Jh. weite Verbreitung zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Der P. diente den Städten auch als äußeres Zeichen der Gerichtsbarkeit. Präposition Präpositionen (v. lat.: ''prae'' = „vor”, „voran” + ''ponere'' = „legen”, „setzen”, „stellen”; Partizip Perfekt passiv ''positum''), auch Verhältniswörter oder ''Vorwörter'' genannt, drücken Verhältnisse bzw. Beziehungen zwischen Personen, Gegenständen u./oder Sachverhalten aus. In flektierenden Sprachen wie dem Deutschen gehören sie zu den nicht flektierbaren Wörtern (d. h. sie sind unveränderlich). In vielen Sprachen, wie zum Beispiel neben dem Deutschen auch im Latein u. in den slaw. Sprachen, verlangen sie einen bestimmten Kasus (Fall) des zugehörigen Substantivs. Präpositionen können ''lokale, temporale, kausale, konzessive, modale'' u. a. Verhältnisse ausdrücken. Präsens Das P. (lat. ''praesens - gegenwärtig'') ist eine grammatikal. Zeitform u. beschreibt die ''Gegenwartsform'' eines Verbs. Bei den Zeitangaben handelt es sich um relative Zeitpunkte, mit deren Hilfe sprecherbezogene oder objektbezogene Abläufe in der Zeit geordnet werden können. Präsident Ein P. (vom lateinischen ''praesidere'', zu dt.: „den Vorsitz haben”, abgeleitet) ist entweder das Staatsoberhaupt einer Republik oder der Vorsitzende einer Vereinigung, eines Clubs. Je nach Staatssystem wird das Amt durch eine allg. Wahl, durch ein Wahlkomitee, durch die Legislative oder durch andere Verfahren vergeben. Zum Teil werden auch in Diktaturen Präsidenten ernannt. Die Präsidentschaft bezeichnet die Amtszeit eines Präsidenten oder die Situation, P. zu sein. Präsident der Vereinigten Staaten Der P. d. V. S. von Amerika (engl. amtl. ''President of the United States of America'') ist sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef der Vereinigten Staaten u. ferner Oberbefehlshaber der amerikan. Streitkräfte. Die Amtszeit beträgt gewöhnlich vier Jahre, eine Wahl in das Amt ist nur zweimal möglich. Aktueller Amtsinhaber u. 43. Präsident ist der Republikaner George Walker Bush. Wegen des Supermachtstatus der USA u. der enormen Machtfülle des Amtes gilt der P. d. V. S. als mächtigste Person der Welt. Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten Die P. i. d. V. S. bestimmt, wer für eine vierjährige Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten u. wer als Vize-Präs. der Vereinigten Staaten dient. Die Amtszeit beginnt mit dem Tag der Amtseinführung, der immer auf den dem Wahltermin folgenden 20. Januar fällt. Die letzte Wahl fand am 2. November 2004 statt, wiedergewählt wurde der Republikaner George Walker Bush, die nächste Wahl ist für den 4. November 2008 festgelegt. Hierbei treten u. a. Barack Obama (Demokratische Partei) u. John McCain (Republikanische Partei) gegeneinander an. Pratchett, Terry Terence David John Pratchett OBE (Order of the British Empire) alias Terry Pratchett (* 28. April 1948 in Beaconsfield, Buckinghamshire, England) ist ein engl. Fantasy-Schriftsteller. Seine bekanntesten Werke sind seine Scheibenwelt-Romane, die in 27 Sprachen übersetzt wurden. Präteritum Das P. (lat. ''praeteritum'' „das Vorhergegangene”), oft auch als Imperfekt bezeichnet, ist die Vergangenheitsform, die abgeschlossene Ereignisse beschreibt − nicht nur im Deutschen. ''Ich lief'', ''du lachtest'' oder ''es regnete'' sind Beispiele für Verben im P. Es ist die hauptsächl. Erzählform in Romanen u. Berichten, kommt jedoch in der gesprochenen Sprache bes. in Süddeutschland sehr selten vor, während es im N Deutschlands noch - recht stark vom Perfekt abgegrenzt - auch in mündl. Sprache benutzt wird. Prätorianer Die Prätorianergarde (oder kürzer P., latein. ''Praetoriani'') war eine Leibwächter-Truppe, die von den römischen Kaisern eingesetzt wurde. Bereits zu republikan. Zeiten wurde sie von Feldherren benutzt (''cohors praetoria'') u. lässt sich mindestens bis zur Familie der Scipionen um das Jahr 275 v. Chr. zurückverfolgen. Die erste Garde, die den Namen P. trug, wurde um 138 v. Chr. geschaffen. Konstantin d. Gr. löste die Prätorianergarde im Jahr 312 auf. Prävalenz Die P. oder Krankheitshäufigkeit ist eine Kennzahl der Gesundheits- u. Krankheitslehre (Epidemiologie) u. sagt aus, wie viele Menschen einer bestimmten Gruppe (Population) definierter Größe – üblicherweise 10.000 oder eine Million – an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind. Prävention Als P. (vom lateinischen ''praevenire'' „zuvorkommen, verhüten") bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Praxisgebühr Die P. ist eine Zuzahlung in Höhe von zehn Euro, die Versicherte in der gesetzl. Krankenversicherung in Deutschland bei Arzt-, Zahnarzt- u. Psychotherapeutenbesuchen leisten müssen. Die Gebühr kommt – nach Verrechnung mit den Arzthonoraren – den Krankenkassen zugute. Präzession P. ist allg. die Richtungsänderung der Achse eines rotierenden Kreisels, wenn äußere Kräfte auf ihn einwirken. Im Speziellen ist damit die P. der Erdachse gemeint. Preboot execution Environment Das P. e. E. (PXE) ist ein Verfahren, um Computern einen netzwerkbasierten Bootvorgang zu ermöglichen, der von client-seitig verfügbarem Massenspeicher u. insbes. Betriebssystemen unabhängig ist. Predator (Drohne) Die P. ist eine ferngesteuerte Drohne, entwickelt von ''General Atomics Aeronautical Systems Incorporated'' für die US Air Force. Die Standardmannschaft für einen 24-stündigen Einsatz des Systems umfasst 55 Personen.
Für den eigentlichen Einsatz werden ein Pilot u. zwei Sensoroperatoren benötigt. Predator (Film) P. ist ein US-amerikan. Action-/Horror-/Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1987. Er handelt von einer militär. Spezialeinheit, die bei einer Operation im Dschungel Zentralamerikas auf ein außerird. Wesen trifft, das ihrer Ansicht nach aus Ehre Jagd auf Menschen macht. Der Film war ausreichend erfolgreich um im Jahr 1990 eine Fortsetzung (''Predator 2'') nach sich zu ziehen sowie 2004 ein Crossover zwischen den Predator- u. den Alien-Filmen mit dem Titel „Alien vs. Predator” u. 2007 dessen Sequel „Aliens vs. Predator 2”. Prednisolon P. (1,2-Dehydrocortisol) ist ein synthet. Glukokortikoid. P. ist ein aktiver Metabolit des Prednison. Es hat im Körper dieselbe Wirkung wie das in der Nebennierenrinde hergestellte Hydrocortison. P. besitzt eine ausgeprägte immunsuppressive u. entzündungshemmende, antiallergische Wirkung. Preis (Wirtschaft) Der P. ist in der Wirtschaft das Austauschverhältnis zwischen Gütern. Als Bezugsgröße für den P. dient in der Regel Geld. Der P., der auf einem freien Markt zum Marktgleichgewicht zwischen Angebot u. Nachfrage führt, wird als Marktpreis (oder Gleichgewichtspreis) bezeichnet. Preis-Absatz-Funktion Die P. (PAF), Nachfragefunktion oder Preis-Absatz-Kurve (PAK) ist ein Modell aus der Betriebswirtschaftslehre u. der Mikroökonomie. Die Funktion zeigt, wie sich die Marktnachfrage nach einem Gut in Abhängigkeit vom Preis verändert. Ihr Hauptzweck besteht darin, den gewinnmaximalen Preis zu ermitteln. Je nach Marktform lassen sich unterschiedl. Ausprägungen der P. unterscheiden. Zur Vereinfachung wird in der Regel eine lineare P. angenommen. Anbietende Unternehmen kennen die P. eines Marktes in der Realität oft nicht - sie wissen also nicht genau, wie viele Einheiten sie zu welchem Preis am Markt absetzen können. Ein empr. Weg eine PAF zu erstellen ist die Conjoint-Analyse. Preisbildung Die P. bezeichnet die Bildung eines Preises. Der Preis wird in einer Marktwirtschaft durch den Preismechanismus von Angebot u. Nachfrage bestimmt. Der zu einem Marktgleichgewicht führende Preis wird als Marktpreis oder ''Gleichgewichtspreis'' bezeichnet. Preise entstehen in einer Marktwirtschaft jedes Mal, wenn Käufer u. Verkäufer einen Vertrag über den Austausch eines Gutes (einer Ware, Dienstleistung, Forderung etc.) schließen wollen. So ist der Kurs der Preis von Wertpapieren, der Zins der Preis für geliehenes Geld. Preiselastizität Unter P. versteht man in der Wirtschaftswissenschaft Elastizitäten verschiedener ökonom. Größen bezügl. Preisänderungen. Man unterscheidet hier vor allem die * P. der Nachfrage, die die relative Änderung der Nachfrage nach einem Gut bei einer relativen Änderung des Preises angibt * P. des Angebots, die die relative Änderung des Angebots eines Gutes bei einer relativen Änderung des Preises angibt * Kreuzpreiselastizität der Nachfrage, die die relative Änderung der Nachfrage nach einem Gut A bei einer relativen Änderung des Preises eines Gutes B angibt. Die Kreuzpreiselastizität des Angebots ergibt sich entsprechend zu oben. Preisindex Ein P. ist ein statist. Konstrukt, das eine Aussage über die Höhe der Inflation in einem volkswirtschaftl. Bereich machen soll. Dazu wird ermittelt, wie sich die Preise der Güter eines für diesen Wirtschaftsbereich repräsentativen Warenkorbes im Durchschnitt über die Zeit geändert haben. Auch Aussagen über regionale Preisniveau-Unterschiede können mit einem P. ausgedrückt werden, der dann in analoger Weise wie der zeitl. P. aufgebaut ist. Derartige Preisindizes werden jedoch selten ermittelt. Preisniveaustabilität P. bedeutet, dass ein gewichteter Durchschnitt der Preise (aber nicht zwangsläufig die einzelnen Preise) in einer Volkswirtschaft stabil bleibt. P. ist ein wichtiges wirtschaftspolit. Ziel (es ist Bestandteil des magischen Vierecks). Sie findet beispielsweise ihren Niederschlag im dt. Stabilitäts- u. Wachstumsgesetz aus dem Jahre 1967 u. in der Satzung der Europäischen Zentralbank. Preispolitik Die P. verfolgt hauptsächlich das Ziel, mit Hilfe der Preisgestaltung Kaufanreize zu setzen. Ein wichtiges Entscheidungsproblem ist die Preisuntergrenze. Die Preisobergrenze dagegen wird durch die Nachfrage festgelegt. Sie liegt grundsätzlich dort, wo der vom Kunden wahrgenommene Preis mit seiner Wertschätzung des Produktes übereinstimmt. Prekariat P., ein Begriff aus der Soziologie, definiert „ungeschützte Arbeitende u. Arbeitslose” als eine neue soziale Gruppierung. Der Begriff selbst ist ein Neologismus, vom Adjektiv ''prekär'' (schwierig, misslich, bedenklich) analog zu Proletariat abgeleitet. Betroffen sind einkommensschwache Selbstständige u. Angestellte auf Zeit, Praktikanten, auch chron. Kranke, Alleinerziehende u. Langzeitarbeitslose: ''Prekariat'' definiert ''keine'' sozial homogene Gruppierung. Prekarisierung P. (von lat.-fr. ''prekär''; „unsicher, durch Bitten erlangt, widerruflich, schwierig”) bezeichnet die stetige Zunahme der Zahl von Arbeitsplätzen mit geringer Arbeitsplatzsicherheit, niedrigem Lohn, Teilzeitbeschäftigung, befristeten Verträgen u. mangelndem Kündigungsschutz in einer Gesellschaft. P. beschreibt somit den Prozess der relativen Zunahme von prekären (resp. schlecht bezahlten u. unsicheren) Arbeitsverhältnissen in der nichtselbständigen Erwerbsarbeit. Es kann dabei (nach neueren soziolog. Diskussionen) zur Herausbildung eines „Prekariats” kommen. Prellung Als P. ''(lat: Contusio)'' oder ''Kontusion'' wird die Schädigung von Organen oder Körperteilen durch direkte, stumpfe Gewalt von außen ohne sichtbare Verletzungen der Haut bezeichnet. Preluders P. war eine dt. Girlgroup von ursprünglich fünf Sängerinnen, die im Jahr 2003 aus der dritten Staffel des von ProSieben ausgestrahlten Gesangwettbewerbs ''Popstars - Das Duell'' hervorgegangen ist. Premiere Der Begriff P. steht für die erste Aufführung einer Opern-Inszenierung oder eines Theaterstücks sowie für die Welt-Uraufführung bzw. Erstaufführung eines Films in einem bestimmten Land. Das Wort P. kommt aus dem Französ.: ''première'' = „erste”. Premieren werden in der Regel bes. gefeiert u. finden in einem außergewöhnl. festl. Rahmen statt. Oft werden sie von anschließenden Empfängen begleitet, zu denen Kritiker u. Prominente eingeladen werden. Premiere (Medienkonzern) Die P. AG ist ein dt. Medienkonzern u. besitzt 100 Prozent an der Tochtergesellschaft P. Fernsehen GmbH & Co. KG, die das gleichn. Bezahlfernsehen-Programm betreibt. Die angebotenen Kanäle sind digital (DVB) via Satellit (DVB-S, Astra 19,2° E; 23,5° E), über Kabelanschluss (DVB-C) sowie über das IPTV-Angebot der Deutschen Telekom beziehbar. Seit Januar 2008 hält P. 100% an der GIGA Digital Television GmbH. Premier League Die P. L. - nach dem offiziellen Sponsoren auch „Barclays Premier League” bzw. umgangssprachlich „The Premiership” genannt - ist die höchste Spielklasse im engl. Fußball u. befindet sich damit auf der obersten Ebene des engl. Ligasystems. Die P. L. wurde 1992 zum ersten Mal augetragen. Es nehmen momentan 20 Vereine an einer Spielrunde, die zwischen August u. Mai des Folgejahres ausgetragen wird, teil. Über eine Auf- u. Abstiegsregelung mit dem darunter angesiedelten Football-League-Verband findet jährl. ein Austausch von drei Klubs statt. Von den mittlerweile 40 teilnehmenden Vereinen konnten bisher nur vier Mannschaften die Meisterschaft gewinnen: Manchester United (zehn Titel), FC Arsenal (drei Titel), FC Chelsea (zwei Titel) u. die Blackburn Rovers (ein Titel). Prenzlauer Berg P. B. ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Pankow. Von seiner Gründung 1920 bis zur Fusion mit den benachbarten Stadtbezirken Weißensee u. Pankow bei der Verwaltungsreform 2001 war er ein eigenständiger Bezirk (bis 1990 „Stadtbezirk”). Auf einer Fläche von 11 km2 leben rd. 144.000 Ew. Die Bevölkerungsdichte gehört damit zu den höchsten in Berlin. Prepon, Laura Laura Prepon (* 7. März 1980 in Watchung, New Jersey) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Synchronsprecherin. Ihre wohl bekannteste Rolle ist die der ''Donna Pinciotti'' in der US-amerik. Sitcom „Die wilden Siebziger”. Prequel Der englischsprachige Begriff P. ([&beton;pri&dehn;kw&eunbet;l]; Neologismus aus dem Präfix ''pre-'', „vor” u. ''sequel'', „Folge”, „Fortsetzung”) bezeichnet eine Erzählung, die im Zusammenhang mit einem zuvor erschienenen Werk steht, dessen Handlung (die erzählte Zeit) aber vor diesem angesiedelt ist. Hierbei handelt es sich also nicht um eine ''Fort''setzung im eigentl. Sinne, da die bekannte Handlung nicht ''fort''geführt wird, sondern der vorherigen Handlung ein zusätzl. Teil der Geschichte ''voran''gestellt wird. Prequels finden sich in verschiedenen Medien wie der Literatur, in Film u. Fernsehen, in der Oper u. auch in PC- u. Video-Spielen. Presley, Elvis Elvis Presley (* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi, Vereinigte Staaten; † 16. August 1977 in Memphis, Tennessee, USA; gebürtig ''Elvis Aron Presley'' später ''Elvis Aaron Presley'') war ein US-amerikan. Sänger u. Schauspieler, der aufgrund seines immensen u. dauerhaften Erfolges den Beinamen "King" bzw. ''King of Rock ’n’ Roll'' erhielt. Er machte in den Jahren 1954–58 mit Hits wie „Hearbreak Hotel”, „Love me Tender”, „Hound Dog”, „Don't Be Cruel” oder „Jailhouse Rock” ''Rock 'n' Roll'' zum Massenphänomen u. wurde zum uneingeschränkten Rockidol. Er hat in 31 Musikfilmen mitgespielt. Seine Bühnenshows gelten als legendär. Presley, Lisa Marie Lisa Marie Presley (* 1. Februar 1968 in Memphis, Tennessee) ist eine US-amerikan. Sängerin. Sie ist die Tochter von Elvis u. Priscilla Presley. Durch ihre Ehen mit Michael Jackson u. Nicolas Cage war sie öfter im Interesse der Medien. Presleys letztes Album „Now What” erschien 2005. Presley, Priscilla Priscilla Presley (* 24. Mai 1945 als ''Priscilla Ann Wagner'' in Brooklyn, New York) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. ehem. Frau des Sängers Elvis Presley. Sie spielte in der Fernsehserie „Dallas” fünf Jahre lang die Rolle der Jenna Wade, hatte Gastauftritte in „Melrose Place” u. die Hauptrolle in der Filmreihe „Die nackte Kanone”. Presley, Teagan Teagan Presley [&beton;t&phon-169;ig&phon-168;n (* 24. Juli 1985 in Houston, Texas; brgerl.: ''Ashley Erichson'') ist eine US-amerikan. Pornodarstellerin. Pressefoto des Jahres Die Wahl zum P. d. J. erfolgt durch die von der niederländ. Stiftung World Press Photo durchgeführten World Press Photo Awards. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis gilt als „angesehenste u. begehrteste Auszeichnung im Bildjournalismus”. Den Hauptpreis erhält das Bild, welches „… nicht nur die fotojournalistische Verkörperung des Jahres darstellt, sondern auch ein Thema, eine Situation oder ein Ereignis von hoher journalistischer Bedeutung darstellt u. dies in einer Weise, die ein außergewöhnliches Maß an visuellem Wahrnehmungsvermögen u. Kreativität beweist”. Pressefreiheit P. bezeichnet das Recht von Rundfunk, Presse u. anderen Medien wie Online-Medien auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen u. Meinungen. In Deutschland ist die P. gemeinsam mit der Meinungsfreiheit, der Rundfunkfreiheit u. der Informationsfreiheit durch Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes vorgegeben. Prestige P. [pr&aeo;s.&beton;ti&dehn;&schsth;] bezeichnet den Ruf (Leumund) einer Person, einer Sache (z. B. eines Gegenstandes, eines Ortes oder einer Institution), oder einer Gruppe von Personen oder von Sachen in der Öffentlichkeit eines bestimmten kulturellen Umfeldes. Der Begriff P. ist eng mit dem Begriff Status verbunden. Das Wort ist eine Übernahme des französ. Wortes ''prestige'' (Ansehen bzw. Geltung) u. rührt aus dem Lateinischen her (''praestigium'', Vorzeichen, sowie ''praestigiae'' mit der Bedeutung Gaukelei, Blendwerk). Prestige – Meister der Magie P. – M. d. M. ist ein US-amerikan., historischer u. mit Fantasyelementen ausgestatteter Thriller von Christopher Nolan aus dem Jahr 2006, welcher auf dem Roman ''Das Kabinett des Magiers'' (1995) von Christopher Priest basiert. Preston, Kelly Kelly Kamalelehua Palzis Preston-Travolta (* 13. Oktober 1962 in Honolulu) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Sie ist seit 1991 mit John Travolta verheiratet. Pretoria P., im nördl. Teil der Provinz Gauteng gelegen, ist die offizielle Hptst. der Republik Südafrika. Allerdings besitzen in Südafrika auch die Städte Kapstadt mit dem Sitz des Parlamentes sowie dem halbjährigen Sitz der Regierung von Januar bis Juni u. Bloemfontein mit dem Sitz des obersten Berufungsgerichts („Supreme Court Of Appeal”) eine Art Hauptstadtfunktion. 2005 gewann P. den LivCom-Award u. durfte sich in jenem Jahr als "Lebenswerteste Stadt der Welt" bezeichnen. – Rd. 2 Mio. Ew. Pretty Good Privacy P. G. P. (PGP) ist ein von Phil Zimmermann entwickeltes Programm zur Verschlüsselung u. zum Unterschreiben von Daten, das 1991 entwickelt wurde. Es basiert auf dem Public-Key-Verfahren. Pretty Woman P. W. ist ein US-amerikan. Liebesfilm von Garry Marshall aus dem Jahr 1990. Der Film gilt als Durchbruch für Julia Roberts. P. W. lief 1990 in dt. Kinos. Er war der meistgesehene Film des Jahres. Preuß, Josefine Josefine Preuß (* 13. Januar 1986 in Zehdenick an der Havel) ist eine dt. Schauspielerin u. Moderatorin. Sie wuchs in Potsdam auf u. lebt heute in Berlin. Im Jahr 2005 gewann sie den Förderpreis beim Deutschen Fernsehpreis sowie im Jahr 2006 mit dem Team der Serie ''Türkisch für Anfänger'' den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie ''Beste Serie/Beste Schauspieler Serie''. Preußen P. war ursprünglich ein Gebiet, das etwa dem späteren Ostpreußen entsprach. Nachdem die brandenburgischen Hohenzollern 1701 für dieses Gebiet die Königswürde erworben hatten, wurde die Bezeichnung zunehmend auf den brandenburgischen Gesamtstaat ausgedehnt, der im 19. Jh. zum größten deutschen Königreich bzw. Bundesstaat wurde. Die Landschaft P. war nach ihren baltischen Ureinwohnern benannt, den Prußen. Ab 1225 wurde sie das Zentrum des Deutschordensstaates, dann ab 1466 geteilt in das sich der polnischen Krone unterstellende Königliche P. u. das 1535 durch Säkularisierung des Restordensstaates entstandene Herzogtum P., das seit 1618 in Personalunion den Kurfürsten von Brandenburg unterstand. In der 1157 gegr. Mark Brandenburg regierten die Hohenzollern seit 1415. Zum brandenburg. Besitz gehörten bei der Erhebung Friedrichs zum König außer dem Kurfürstentum Brandenburg u. dem Herzogtum P. auch Hinterpommern, Magdeburg, Minden-Ravensberg, die Grafschaft Mark u. das Herzogtum Kleve. Nach der Krönung des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg zum ''König in P.'' (als Friedrich I.) wurde der Name P. zunehmend auf die Gesamtheit der brandenburg. Besitzungen übertragen. Das Königreich P. stieg zur europ. Großmacht auf, verdrängte das Kaisertum Österreich aus der Führungsposition der dt. Staaten u. gründete 1871 das Deutsche Kaiserreich, dessen dominierender Teilstaat (''Bundesglied'') es wurde. Nach dem Sturz der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918 wurde P. ein republikanisch verfasster Freistaat, der 1932 im ''Preußenschlag'' von der Reichsregierung entmachtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte der Alliierte Kontrollrat der Besatzungsmächte 1947 die Auflösung Preußens. Seine Geschichte gehört zu den Traditionslinien der 1949 gegr. BR Deutschland; Preußens einstiges Territorium (Stand 1871) teilt sich Deutschland heute mit sechs weiteren Staaten, von Frankreich bis Russland. Preußen, Wilhelm von Friedrich Wilhelm Victor August Ernst von Preußen (* 6. Mai 1882 im Marmorpalais in Potsdam; † 20. Juli 1951 in Hechingen) war der letzte Kronprinz des Deutschen Reiches u. von Preußen, sowie nach dem Tode seines Vaters von 1941 bis 1951 Chef des Hauses Hohenzollern. Preußische Armee Die P. A. (offiziell ''Königlich-Preußische Armee'') war die Armee des Königreichs Preußen von 1701 bis 1919. Sie ist aus der seit 1644 als stehendem Heer existierenden brandenburgisch-preuß. Armee hervorgegangen. 1871 ging sie ins Deutsche Heer ein u. wurde 1919 als Folge der Niederlage des Deutschen Kaiserreiches im Ersten Weltkrieg aufgelöst. Eines der auffälligsten Merkmale der preuß. Armee, das ihr Bild bis in die Gegenwart bestimmt, war ihre bedeutende gesellschaftl. Rolle. Ihr Einfluss auch im zivilen Teil des Staatswesens prägte Preußen als Inbegriff eines militarist. Staates. Preußische Reformen Die Preußischen Reformen, nach ihren Hauptinitiatoren auch Stein-Hardenberg'sche Reformen genannt, waren eine Reaktion auf die Niederlage Preußens gegen Napoléon in der Schlacht bei Jena u. Auerstedt im Jahr 1806. Große Gebietsverluste, erdrückende Tributzahlungen an Frankreich u. das Bestreben, sich im Kreis der Großmächte zu behaupten, nötigten die preuß. Staatsführung seit 1807 zu Modernisierungen, die auf den Ideen der Aufklärung beruhten u. Teil einer gesamteurop. Entwicklung waren. Karl Frhr. vom Stein u. nach ihm Karl August Fürst von Hardenberg waren hauptverantwortlich für die Leitlinien der Politik u. trieben die staatl. Neuordnung u. Verwaltungsreformen sowie die Veränderungen in Agrarverfassung u. Gewerbeordnung voran. Hinzu kamen die damit verknüpften Militärreformen von Gerhard von Scharnhorst, August Neidhardt von Gneisenau u. Hermann von Boyen sowie die von Wilhelm von Humboldt eingeleiteten Reformen im Bildungswesen. Insbes. innen- u. verfassungspolitisch markiert das Jahr 1819 einen Einschnitt, als auch in Preußen die Verfassungsbestrebungen eingestellt wurden u. restaurative Tendenzen die Oberhand gewannen. Preußler, Otfried Otfried Preußler (* 20. Oktober 1923 in Reichenberg, Böhmen) ist ein dt. Kinderbuchautor. Seine bekanntesten Werke sind „Der Räuber Hotzenplotz”, „Krabat”, „Das kleine Gespenst” u. „Die kleine Hexe”. Priapismus Als P. (latinisierte Form des griechischen πριαπισμ&oacgr;ς, ''priapismós - die Erektion'') wird eine schmerzhafte Dauererektion des Penis bezeichnet, die länger als zwei Stunden anhält u. unbehandelt zu erektiler Dysfunktion führt. Eine möglichst sofortige Behandlung ist daher zur Vermeidung von Dauerschäden unbedingt erforderlich. Price, Katie Katrina Alexandra André, geborene Infield, später Katie Price (* 22. Mai 1978 in Brighton), ist unter dem Namen Jordan bekannt geworden. Aufsehen erregt das populäre brit. Fotomodell durch ihre Brustvergrößerungen u. durch permanente Präsenz in der brit. Regenbogenpresse mit Berichten über ihr Privatleben. Price, Vincent Vincent Price (* 27. Mai 1911 in St. Louis, Missouri; † 25. Oktober 1993 in Los Angeles, Kalifornien; eigentl. ''Vincent Leonard Price jr.'') war ein US-amerikan. Schauspieler brit. Herkunft, der bes. als Darsteller in Horrorfilmen berühmt wurde. Priester Der P. (lat.: Sacerdos) existiert in einem Großteil der religiösen Gemeinschaften als eine aus der Allgemeinheit herausgehobene Amtsperson, die sich durch eine besondere religiöse oder göttliche Kraft auszeichnet u. in seiner Eigenschaft als Kultvorsteher eine Mittlerrolle zwischen der Gottheit u. den Menschen einnimmt. Das deutsche Wort P. stammt vom griechischen πρεσβ&uacgr;τερος, ''presbyteros'' - „Ältester”. Davon abgeleitet sind auch die entsprechenden Wörter vieler europäischer Sprachen.
Religionsphänomenologisch u. soziologisch steht der Priesterbegriff jedoch im Bedeutungsfeld von griech. ''hieros'' – „heilig, geweiht” u. lat. sacerdos – „Priester”. Prieuré de Sion P. d. S. (von französisch ''prieuré'': „Priorei”, „Kloster” u. ''Sion'': „Zion”), oder auch Bruderschaft vom Berg Zion, ist der Name einer Vereinigung, die von dem französ. Monarchisten Pierre Plantard in Annemasse 1956 im Départment Haute-Savoie gegr. wurde, zeitweise eine Zeitschrift mit dem Titel ''Circuit'' herausgab u. etwa ein Jahr lang in der Region aktiv blieb. Plantard versuchte in den 1960er Jahren in Paris, die Vereinigung als Geheimloge wiederzubeleben u. stattete sie durch gefälschte Dokumente mit einer Vorgeschichte aus, derzufolge sie während des Ersten Kreuzzuges von Gottfried von Bouillon in Jerusalem gegr. wurde u. histor. Berühmtheiten wie Leonardo da Vinci, Isaac Newton u. Victor Hugo zu ihren geheimen Mitgliedern oder Großmeistern zählte. Die Vorstellung von einer solchen Geheimgesellschaft wurde seit Ende der 1960er Jahre von zahlreichen Autoren u. Medien aufgegriffen u. um weiteres Vorstellungsgut aus dem Bereich moderner Esoterik u. Verschwörungstheorien angereichert. Primärenergie Als P. bezeichnet man die Energie, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder Energiequellen zur Verfügung steht. Im Gegensatz dazu spricht man von Energieträgern, wenn diese erst durch einen (mit Verlusten behafteten) Umwandlungsprozess aus der P. gewandelt werden. Die nach evtl. weiteren Umwandlungs- oder Übertragungsverlusten vom Verbraucher nutzbare Energiemenge bezeichnet man schließlich als Endenergie. Primär ischämischer Hirninfarkt Der prim„r isch„m. Hirninfarkt (eine Form des Schlaganfalls) ist Folge einer plötzl. Minderdurchblutung (Ischämie) des Gehirns auf Grund von einengenden oder verschließenden Prozessen der Hirngefäße. Dies hat zur Folge, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff u. Glucose versorgt wird. Dadurch sterben Nerven- u. andere Hirnzellen in den betroffenen Hirnregionen ab (''Infarkt''). Ursache sind meist degenerative Wandveränderungen der Gefäße u. thrombot. Verschlüsse der extra- u. intrakraniellen Hirnarterien. Nach Schweregrad u. Verlauf unterscheidet man vor allem die vorübergehende transitorische ischäm. Attacke (TIA) u. den Hirninfarkt. Primary Die P. (Vorwahl) ist ein parteiinternes Verfahren der großen Parteien in den Vereinigten Staaten, um innerhalb einer Partei die Kandidaten für öffentl. Ämter aufzustellen. Das Verfahren wird nur in einem Teil der amerikan. Bundesstaaten insbes. zur Wahl der Präsidentschaftskandidaten angewandt. Es wurde eingeführt, um die demokrat. Transparenz innerhalb der Parteien zu fördern. Die Primaries finden in der Zeit von Januar bis Juni des Wahljahres statt. Formal werden bei den Vorwahlen nicht der Präsidentschaftskandidat selbst, sondern Delegierte für den Bundesparteitag, die ''national convention'' im Hochsommer gewählt. Die Delegierten sind dann allerdings in der Regel auf einen bestimmten Kandidaten festgelegt. Als Folge davon steht das Ergebnis der Nominierung häufig schon in der Mitte der Vorwahlsaison fest. Primat Allg. bezeichnet der P. (aus lat.: ''Vorrang'', ''Vorzug'') eine vorrangige Stellung. In der röm.-kath. Kirche meint P. die Vorrangstellung des Papstes. Der P. bezieht sich sowohl auf das Innenverhältnis als auch auf das Verhältnis zu anderen Konfessionen. Nach der Lehre der röm.-kath. Kirche hat der Papst die höchste Rechtsgewalt in der Kirche (Jurisdiktionsprimat). Verbunden damit ist auch die höchste Lehrgewalt (suprema quoque magisterii potestas), die ex cathedra unfehlbar ist. Diese Vorrangstellung des Papstes wurde im 1. Vatikanischen Konzil zum Dogma erklärt. Primaten Die P. (Primates) oder Herrentiere sind eine zu der Überordnung der Euarchontoglires gehörige Ordnung innerhalb der Unterklasse der höheren Säugetiere. Ihre Erforschung ist Gegenstand der Primatologie. Der Ausdruck Affen, der bisweilen für diese Ordnung verwendet wird, ist insofern missverständlich, als die Affen oder Eigentlichen Affen eine traditionelle Unterordnung darstellten, die im Gegensatz zu den Halbaffen stand. Heute werden P. in die beiden Unterordnungen der Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini) u. Trockennasenaffen (Haplorhini) eingeteilt, wobei letztere auch die Menschenaffen (Hominidae) inklusive des Menschen (''Homo sapiens'') mit einschließen. Primer Als P. (''Pl.'': die P.) wird in der Molekularbiologie ein Oligonukleotid bezeichnet, das als Startpunkt für DNA-replizierende Enzyme wie die DNA-Polymerase dient. DNA-Polymerasen benötigen eine Hydroxylgruppe als Startpunkt für ihre erste Verknüpfungsreaktion. P. stellen mit ihrem 3’OH-Ende eine passende Hydroxyfunktion zur Verfügung. P. können sowohl aus DNA als auch aus RNA bestehen. Bei der Replikation dient in Prokaryoten u. Eukaryoten RNA als Primermaterial. In Prokaryoten synthetisiert die Primase, auch als DnaG-Protein bezeichnet, die Primersequenzen. In Eukaryoten besitzt die DNA-Polymerase α eine Primasefunktion. Ein Sonderfall stellt die DNA-Synthese an den Telomeren eukaryot. Zellen dar. Hier dient dem polymerisierendem Enzym Telomerase das 3’OH-Ende der DNA als Primersequenz. Bei Prokaryoten werden die bei der Replikation auftauchenden P. durch 3’-5’Exonukleaseaktivität der Polymerase I oder durch die RNAse H entfernt. In eukaryot. Zellen werden die P. durch verdrängende DNA-Synthese der die Polymerase δ u. Restriktion durch die Flap-Endonuklease entfernt. Primfaktorzerlegung In der Mathematik versteht man unter der P., auch als Zerlegung in Primfaktoren bezeichnet, die Darstellung einer natürl. Zahl als Produkt von Primzahlen. Primfaktorzerlegungen für die Zahlen 30 u. 6936 sind beispielsweise:
30 = 2 \cdot 3 \cdot 5
6936 = 2 \cdot 2 \cdot 2 \cdot 3 \cdot 17 \cdot 17 Primzahl Eine P. ist eine natürl. Zahl mit genau zwei natürl. Zahlen als Teiler, nämlich der Zahl 1 u. sich selbst. Das Wort P. kommt aus dem Französischen (nombre premier) u. bedeutet: 'die ersten Zahlen'. Prince P. Rogers Nelson (* 7. Juni 1958 in Minneapolis, Minnesota) ist ein US-amerikan. Musiker, Komponist, Musikproduzent u. Songwriter. Er zählt zu den wichtigsten u. einflussreichsten Musikern der 1980er Jahre. Prince's Wand Ein P. W. (''engl.'': Zauberstab des Prinzen, im Deutschen auch Prinzenzepter) oder Harnröhrendiabolo ist ein seltener Piercingschmuck für den Penis. Es handelt sich dabei um einen Stift oder eine Röhre, meist aus Edelstahl, die in die Harnröhre eingesetzt wird u. mit einem Prinz-Albert-Piercing, Ampallang oder Apadravya fixiert wird. Ein P. W. kann die sexuelle Lust steigern. Prince of Persia P. o. P. ist ein Jump ’n’ Run Spiel, das 1989 von Brøderbund veröffentlicht wurde. Es setzte neue Maßstäbe im Bereich der Animation in Computerspielen. Jordan Mechner, der Schöpfer, studierte für viele Stunden Filmaufnahmen von seinem Bruder, der in weißem Gewand lief u. sprang, um die Bewegungen im Spiel möglichst real wirken zu lassen. Auch unterschied sich das Kampfsystem des Spiels von dem anderer derzeitiger Spiele, da mit Schwertern, nicht mit ballist. Waffen gekämpft wurde. Princeton University Die P. U. ist eine in der Ortschaft Princeton im Bundesstaat New Jersey gelegene Universität. Sie ist die viertälteste Universität der USA u. Gründungsmitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikan. Universitäten. Princeton ist eine der angesehensten Universitäten der Welt. Prinz Albert (Piercing) Der P. A. (kurz PA) ist ein Intimpiercing, das von der Harnröhre ausgehend durch die untere Peniswand verläuft u. meist mit einem Ball Closure Ring oder einem glatten Segmentring (ohne Kugel) getragen wird. Das Piercing wird in Höhe des unteren Eichelrands gesetzt. Prinze, Freddie jr. Bild: Freddie_Prinze_Jr_by_David_Shankbone.jpg Freddie Prinze jr. Freddie James Prinze jr. (* 8. März 1976 in Albuquerque, New Mexico) ist ein US-amerikan. Filmschauspieler. Den Durchbruch schaffte er mit seiner Rolle in „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast” (1997). Prinze, Sarah Michelle Sarah Michelle Prinze (* 14. April 1977 in New York City), besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Sarah Michelle Gellar, ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Bekannt geworden ist sie hauptsächlich durch die Rolle der ''Buffy Summers'' in der Fernsehserie „Buffy – Im Bann der Dämonen”. Prinz Eisenherz P. E. (im engl. Original ''Prince Valiant'') ist eine Comic-Serie, die von 1937 bis 1978 von Hal Foster geschrieben u. gezeichnet wurde. Fortgeführt wurde die Serie von John Cullen Murphy, seit 2004 fungiert Gary Gianni als Zeichner. Es ist eine epische Helden- u. Abenteuergeschichte, die bis heute laufend fortgesetzt wird. Die sehr realist. Zeichnungen heben die Serie von anderen Comics ab. Prinzessin Albertina P. A. ist ein vertikales Piercing von der Harnröhrenöffnung zur Vaginalöffnung. Eingesetzt wird üblicherweise ein Ball Closure Ring. Die Abheilung dauert 2-3 Wochen. Das P. A. ist eine seltene Form des Piercings. Prinzessin Mononoke P. M. (jap. ''mononoke hime'', deutsch etwa „Dämonenprinzessin”, englisch „Princess Mononoke”) ist ein japanischer Zeichentrickfilm (Anime) von Hayao Miyazaki u. dessen Studio Ghibli aus dem Jahr 1997. Wie auch andere Filme von Miyazaki thematisiert ''Mononoke Hime'' die Umweltzerstörung u. die Frage, ob es eine echte Koexistenz von Mensch u. Natur geben kann. Prinz Eugen (1938) Der Schwere Kreuzer P. E. war ein Kriegsschiff der ehem. dt. Kriegsmarine u. gehörte der Admiral-Hipper-Klasse an. Es wurde nach dem österr. Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen benannt. Prinzip Ein P. (Mehrzahl: ''Prinzipien''; von lat. ''principium'' = Anfang, Ursprung) ist ein Gesetz, das anderen Gesetzen übergeordnet ist (wobei der Begriff Gesetz ersetzbar ist durch die Begriffe Gesetzmäßigkeit, Naturgesetz, Regel, Richtlinie, Verhaltensrichtlinie, Grundsatz, Postulat). Im klass. Sinne steht das P. zwingend an oberster Stelle, im alltägl. Sprachgebrauch wird dies aber weniger streng gehandhabt. Darüberhinaus gibt es einen Begriff von P., der eine Verkettung von Gesetzen (Regeln, etc.) erlaubt (z.B. P. der sozialen Marktwirtschaft). Die konkrete Bedeutung ist kontextabhängig. Prinzipal-Agent-Theorie Die P. (auch Agenturtheorie) ist innerhalb der Wirtschaftswissenschaft ein Teilgebiet der Neuen Institutionenökonomik. Sie bietet ein Modell, um das Handeln von Menschen in einer Hierarchie zu erklären, aber trifft auch generelle Aussagen zur Gestaltung von Verträgen. Die P. zählt heute neben der Transaktionskostentheorie, der Theorie der Verfügungsrechte u. der Ressourcentheorie zu den führenden Erklärungsansätzen, die in der Wirtschaftswissenschaft diskutiert u. angewendet werden. Prinz Pi P. P. (ehem. Prinz Porno, eigentlich: ''Friedrich Kautz''; * 23. Oktober 1979 in Berlin-Zehlendorf) ist ein dt. Rapper der Berliner Hip-Hop-Szene. Priol, Urban Urban Priol (* 14. Mai 1961 in Aschaffenburg) ist ein dt. Kabarettist, Schriftsteller sowie Radio- u. Fernseh-Moderator aus Obernburg am Main. Seit 2007 tritt Priol mit Georg Schramm in der Kabarettsendung „Neues aus der Anstalt” im ZDF auf. Prion Prionen (von engl. Proteinaceous Infectious particle) sind Proteine, die im menschlichen oder tier. Organismus sowohl in normalen (physiologischen) aber auch abnormalen u. dann krankmachenden (pathogenen) Strukturen (Konformation) vorliegen können. Die pathogenen Prionen sind mit großer Wahrscheinlichkeit für die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen, BSE („Rinderwahnsinn”) beim Rind oder Scrapie bei Schafen verantwortlich. Allerdings konnte dies bislang noch nicht sicher nachgewiesen werden. 2007 ergaben sich neue Zweifel, ob der Gehalt eines Gewebes an pathogenen Prionen in jedem Fall mit dessen Infektiosität korreliert. Prisma (Geometrie) Ein P. (Mehrzahl: ''Prismen'') ist ein geometrischer Körper, der durch Parallelverschiebung eines ebenen Vielecks entlang einer nicht in dieser Ebene liegenden Geraden im Raum entsteht. Prisma (Optik) Unter einem P. wird in der Optik ein Körper verstanden, der zwei nicht planparallele Oberflächen u. die Form eines Keils besitzt. Die geometr. Eigenschaften eines Prismas werden durch die Kantenlängen u. Winkel der Grundfläche, die Winkel der Seitenfläche zur Grundfläche u. die Höhe des Prismas bestimmt. Prison Break P. B. ist eine US-amerikan. Fernsehserie, die von einem Ausbruch u. der anschließenden Flucht aus dem Gefängnis ''Fox River State Penitentiary'' handelt. Die Serie wurde zum ersten Mal am 29. August 2005 auf dem US-Fernsehsender Fox ausgestrahlt. Am 21. Juni 2007 hat RTL mit der Ausstrahlung der ersten Staffel begonnen. Priština P. (albanisch: ''Prishtinë/Prishtina'', serbisch: ''Приштина'') ist die größte Stadt u. Hptst. des Kosovo, dessen politisches, wirtschaftliches u. kulturelles Zentrum sie ist. Sie beherbergt das Hauptquartier der UNMIK, der OSZE-Mission im Kosovo u. der EU-Mission im Kosovo sowie der wichtigsten Institutionen wie Parlament, Regierung u. Präsident des Kosovo. P. ist außerdem Verwaltungssitz der gleichn. Großgemeinde. – 550000 Ew. Privatdozent Ein P. (PD oder Priv.-Doz.) ist ein in der BR Deutschland verwendeter Titel für einen habilitierten Wissenschaftler an einer Universität oder einer Pädagogischen Hochschule, der noch keine Professorenstelle inne hat. Privatdozenten sind als Hochschullehrer selbstständig u. alleinverantwortlich zur akadem. Lehre berechtigt. In einigen Bundesländern sind sie zu einer Mindestzahl von Veranstaltungen verpflichtet, da sie in diesen Ländern bei Nichtanbieten von Lehrveranstaltungen den Anspruch auf den Titel „Privatdozent” verlieren würden (''Titellehre''). Private Equity →Privates Beteiligungskapital. Private IP-Adresse Private IP-Adressen gehören zu bestimmten IP-Adressbereichen, die im Internet nicht geroutet werden. Sie können von jedem für private Netze wie etwa LANs verwendet werden. Die Idee, private Adressbereiche festzulegen, entstand aus der aufkommenden Knappheit an IP-Adressen des Internet Protocol v4. Das Ziel ist die Einsparung von IP-Adressen. Private Krankenversicherung Die P. K. (PKV) ist in Deutschland eine Art der Absicherung gegen Kosten, die aus Krankheit oder Unfällen herrühren oder durch vorbeugende oder diagnost. Gesundheitsmaßnahmen entstehen, bei einem privatrechtlich organisierten Versicherungsunternehmen. Der Begriff steht auch für Gesamtheit der Versicherungsunternehmen, die eine solche Versicherung anbieten. Private Media Group P. M. G., Inc. ist eine Unternehmensgruppe im Bereich der Erwachsenenunterhaltung mit Sitz im span. Sant Cugat del Vallès. Das seit 1999 an der NASDAQ notierte Unternehmen wurde 1965 von Berth Milton sr. in Stockholm gegr. Die P. M. G. besitzt vier Magazine, vier Bezahlfernseh-Kanäle, eine Produktlinie von Sexspielzeug u. Kleidung sowie verschiedene Internetangebote. Private Practice P. P. ist eine Fernsehserie aus den Vereinigten Staaten. Sie ist ein Spin-off der erfolgreichen Krankenhaus-Serie Grey's Anatomy. Die Serie beschäftigt sich unter anderem mit dem Leben der Figur Addison Montgomery. Diese hat das Seattle Grace Hospital verlassen u. ist nun Teil einer Privatpraxis in Los Angeles. Privates Beteiligungskapital P. B. ist der allg. Begriff für das von privaten u. institutionellen Anlegern bereitgestellte Beteiligungskapital an in der Regel nicht börslich (öffentlich) gehandelten Unternehmen. Hierbei können zunächst zwei Grundformen der Beteiligung unterschieden werden. Auf der einen Seite sind es die Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die vornehmlich in bereits etablierte u. bestehende kleine u. mittelgroße Unternehmen (i.d.R. ohne Börsenzugang) investieren. Das Gegenstück hierzu bilden die sog. Wagnisfinanzierungsgesellschaften. Ihr Anliegen ist es, jungen u. innovativen Geschäftsideen bzw. Unternehmen beim Start zu helfen u. sie in der Wachstumsphase zu begleiten.
Die Begriffe ''Kapitalbeteiligungsgesellschaft'' u. ''Wagnisfinanzierungsgesellschaft'' werden heute nicht mehr allzu oft gebraucht. Vielmehr sind diese Gesellschaften insbesondere in den letzten Jahren auch verstärkt in Deutschland als sog. Private-Equity-Gesellschaften (PEG) bzw. Venture-Capital-Gesellschaften (VCG) bekannt geworden. Privatisierung Unter P. werden alle Prozesse verstanden, bei denen öffentl. Verfügungsrechte über ökonom. Güter in private Verfügungsrechte übergehen. Privatrecht Das P. ist ein Rechtsgebiet, das Beziehungen von rechtlich (nicht: wirtschaftlich) gleichgestellten Rechtssubjekten (natürlichen oder jurist. Personen) untereinander regelt. Die Bez. ''Bürgerliches Recht'' oder ''Zivilrecht'' werden oft synonym zum P. verwendet, bezeichnen aber genau genommen nur einen Teil desselben. Privatsphäre Die P. einer Person bezeichnet den Bereich, der nicht öffentlich ist, in dem nicht im Auftrag eines Unternehmens, einer Behörde o. Ä. gehandelt wird, sondern der nur die eigene Person angeht. Privileg Ein P. (v. lat.: ''privilegium'' = Ausnahmegesetz, Vorrecht; Plural: ''Privilegien'') ist ein Vorrecht, das einem einzelnen oder einer sozialen Gruppe zugestanden wird. Privoxy P. ist ein filternder Proxy für das Hypertext Transfer Protocol, oft benutzt in Kombination mit Tor u. Squid.
P. ist ein Webproxy mit fortschrittlichen Filtermöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre, zum Filtern von Webseiten-Inhalten, Management von HTTP-Cookies, Zugriffskontrolle, Entfernen von Werbung, Popups usw. Er unterstützt sowohl alleinstehende Systeme als auch Netzwerke mit mehreren Benutzern. Pro/ENGINEER P. ist eine parametrische 3D-CAD-Software, auch bekannt unter dem Namen ProE oder Pro/E. Hersteller dieser Software ist die Parametric Technology Corporation (PTC). Sämtliche Objekte werden dreidimensional aufgebaut u. daraus Zeichnungen abgeleitet oder mehrere Objekte zu Baugruppen zusammengestellt. Pro-Ana P. (von ''pro'': für u. ''Anorexia nervosa'': Magersucht) u. Pro-Mia (''Bulimia nervosa'': Ess-Brechsucht) sind Bewegungen von Mager- bzw. Ess-Brechsüchtigen im Internet. Sie entstanden Anfang des 21. Jh. in den Vereinigten Staaten u. breiteten sich von dort auch nach Europa aus. Magersucht wird bei P. als Möglichkeit der Selbstverwirklichung betrachtet u. nicht als Krankheit. Probezeit Die P. bezeichnet einen Zeitraum, in dem vorerst etwas auf Probe gewährt wird, um die Eignung festzustellen. Dieser ist bei einem Arbeitsverhältnis u. beim Erhalt des Führerscheins gebräuchlich. Probiotikum Ein P. ist eine Präparation aus lebensfähigen Mikroorganismen, die, in ausreichenden Mengen konsumiert, einen gesundheitsfördernden Einfluss auf den Wirt hat. Am längsten angewendet werden probiotische Milchsäurebakterien, aber auch Hefen u. andere Spezies sind in Gebrauch.
Probiotika können als Zugabe in Lebensmitteln oder in Form von Arzneimitteln dargereicht werden. Problem des Handlungsreisenden Das P. d. H. (engl. ''Traveling Salesman Problem'', kurz TSP) ist ein kombinator. Optimierungsproblem des Operations Research u. der theoretischen Informatik. Die Aufgabe besteht darin, eine Reihenfolge für den Besuch mehrerer Orte so zu wählen, dass die gesamte Reisestrecke des Handlungsreisenden nach der Rückkehr zum Ausgangsort möglichst kurz ist. Prochnow, Jürgen Jürgen Prochnow (* 10. Juni 1941 in Berlin) ist ein dt. Theater-, Film- u. Fernsehschauspieler. Er gilt als einer der wenigen dt. Schauspieler, die es in Hollywood zu einer konstanten Karriere gebracht haben. Procter & Gamble Bild: Cincinnati-procter-and-gamble-headquarters.jpg Procter & Gamble Hauptquartier in Cincinnati, Ohio The P. & G. Company [NYSE:PG] ist ein amerikanischer, weltweit vertretener Konsumgüter-Konzern mit Hauptsitz in Cincinnati, Ohio (USA). Zu P. & G. gehören unter vielen anderen die Marken „blend-a-med”, „Ellen Betrix”, „Gillette” u. „Wick”. Prodi, Romano Romano Prodi (* 9. August 1939 in Scandiano, RE) ist ein italien. Wirtschaftswissenschaftler u. Politiker (PD). Von 1996 bis 1998 u. von 2006 bis 2008 war er italien. Min.-Präs. Von September 1999 bis November 2004 war Prodi Präsident der Europäischen Kommission. Product-Placement P. ist die im Austausch gegen Geld/Vorteile vorgenommene Integration des Namens, des Produktes, der Verpackung, der Dienstleistung oder des Firmenlogos eines Markenartikels oder eines Unternehmens in Medien, ohne dass der Rezipient dies als störend empfinden soll. P. ist in Deutschland als sogenannte ''Produktbeistellung'' erlaubt, bei der Firmen ihre Produkte für Filmproduktionen unentgeltlich zur Verfügung stellen (beispielsweise Autos). Produkt (Wirtschaft) Nach wertschöpfungsorientierter Definition ist ein P. ein Wirtschaftsgut, das in einem Wertschöpfungsprozess geschaffen wird. Produktdesign Die Dienstleistung P., auch Industriedesign (engl: ''Industrial Design'') genannt, befasst sich mit den Produkten, die uns umgeben. Dabei werden im Allg. zwei Produkt-Kategorien unterschieden: Konsum- sowie Investitionsgüter. Für beide gilt: Der Designer bekommt von einem Hersteller den Auftrag, ein Produkt (neu) zu gestalten, oder er stellt sich selbst eine Aufgabe, deren Ergebnis er dann später einem Hersteller anbietet. Grundlegende Anforderung, die der Industrial Designer bei seiner Arbeit berücksichtigen muss, ist die Umsetzbarkeit seines Entwurfs in einen industriellen Fertigungsprozess. Produktion P., (von lat.: ''producere'' = hervor führen), Fertigung, Fabrikation, im rechtlichen Sprachgebrauch die Herstellung, ist der vom Menschen (''Produzent'') bewirkte Prozess der Transformation, der aus natürlichen wie bereits produzierten Ausgangsstoffen (''Rohstoff'') unter Einsatz von Energie, Arbeitskraft u. bestimmten Produktionsmitteln lagerbare Wirtschafts- oder Gebrauchsgüter (''Ökonomisches Gut'') erzeugt. Produktionsfaktor Unter Produktionsfaktoren (auch Input, Inputfaktoren) versteht man alle materiellen u. immateriellen Mittel u. Leistungen, die an der Bereitstellung von Gütern mitwirken. Dabei ist zwischen volkswirtschaftlicher u. betriebswirtschaftl. Betrachtung zu unterscheiden. Produktionsfunktion Die P. (auch: Technologie) gibt in ihrer outputorientierten Form (Maximumprinzip) für eine Menge von Inputs ( x_1 , ..., x_n ) die maximale Outputmenge y an. In der inputorientierten Form (Ökonomisches Prinzip) hingegen wird zu einem Output der minimale Input angegeben. Es wird dabei unterstellt, dass eine P. nur den technisch effizienten Rand aller Produktionsmöglichkeiten angibt. Werden jedoch neben Gütern auch Übel u. Neutra betrachtet u. unterschiedlich mengenabhängige Preise für die Faktoren eingeführt, ist diese Annahme zweifelhaft, da dann technisch ineffiziente Produktionsmöglichkeiten ökonomisch sinnvoll sein können. Produktionsplanung und -steuerung Die P. u. -s. (PPS) ist ein Grenzgebiet zwischen Betriebswirtschaftslehre (insbes. Fertigungswirtschaft), Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen u. insbes. der Wirtschaftsinformatik. Sie beschäftigt sich mit der operativen, zeitlichen, mengenmäßigen u. wenn nötig auch räuml. Planung, Steuerung u. Kontrolle, damit zusammenhängend auch der Verwaltung aller Vorgänge, die bei der Produktion von Waren u. Gütern notwendig sind. Produktivität P. ist eine volkswirtschaftl. Kennzahl für Leistungsfähigkeit. Sie bezeichnet das Verhältnis zwischen produzierten Gütern u. den dafür benötigten Produktionsfaktoren. Produktlebenszyklus Der P. ist ein Konzept der Betriebswirtschaftslehre u. beschreibt den Prozess zwischen der Markteinführung bzw. Fertigstellung eines marktfähigen Gutes u. seiner Herausnahme aus dem Markt. Dabei wird die „Lebensdauer” eines Produktes in mehrere Phasen (Entwicklung u. Einfhrung, Wachstum, Reife/Sättigung u. Schrumpfung/Degeneration) unterteilt, die die Hauptaufgaben der aktiven Produktpolitik im Rahmen des Lebenszyklus-Managements (''engl. life cycle management'') darstellen. Produkt-Markt-Matrix Die P. (auch Ansoff-Matrix, nach ihrem Erfinder Harry Igor Ansoff oder Z-Matrix) ist ein Werkzeug für das strateg. Management von Unternehmen. Sie kann der Unternehmensführung, die sich für eine Wachstumsstrategie entschieden hat, als Hilfsmittel zur Planung dieses Wachstums dienen. Produktpolitik Die P.- oder Programmpolitik hat in Verbindung mit den anderen drei Elementen des →Marketing-Mix das Ziel, die Bedürfnisse u. Wünsche der Kunden mit den Produkten u. Dienstleistungen des Unternehmens zu prägen, zumindest jedoch zu befriedigen. Sie befasst sich sowohl mit Realgütern (z. B. Sachgüter u. immaterielle Güter) als auch Nominalgütern (z. B. Geld, Eigentum). Produktregel Die P. oder Leibnizregel (nach G. W. Leibniz) ist eine grundlegende Regel der Differentialrechnung. Sie führt die Berechnung der Ableitung eines Produktes von Funktionen auf die Berechnung der Ableitung der einzelnen Funktionen zurück. Proeski, Toše Todor „Toše” Proeski (mazedonisch Тодор Тоше Проески; * 25. Januar 1981 in Prilep; † 16. Oktober 2007 bei Nova Gradiška in Kroatien) war ein mazedon. Sänger u. Songwriter, walach. Ethnizität. Profan Das Adjektiv profan wurde im 17. Jh. aus dem lat. ''profanus'': „ungeheiligt, gemein, ruchlos”, eigentlich „vor dem heiligen Bezirk liegend” entlehnt. Es bezeichnet im eigentl. Sinne die Eigenschaft von Objekten oder Handlungen, die nicht im Zusammenhang mit einem Kult stehen, die keine rituelle oder religiöse Bedeutung tragen u. denen keine magischen Eigenschaften u. Wirkungen zugesprochen werden. Professur P. (von lat. ''profiteri'' in der Bedeutung „sich öffentlich als Lehrer zu erkennen geben”) bezeichnet im dt. Sprachraum primär eine Funktion im Lehrkörper einer Hochschule. Professor (weibl. ''Professorin'') ist Berufsbezeichnung des Inhabers einer P. oder ein Titel, in Österreich ist ''Professor'' auch Berufs- oder Ehrentitel. Die Hauptaufgabe von Professoren ist die eigenverantwortliche Durchführung universitärer Forschung u. Lehre (im Sinne des humboldtschen Bildungsideals). P. u. Lehrstuhl sind nicht unbedingt miteinander verbunden. Profibus PROFIBUS (Process Field Bus) ist ein Standard für die Feldbus-Kommunikation in der Automatisierungstechnik u. wurde anfangs (1989) vom BMBF gefördert. Es ist nicht zu verwechseln mit dem PROFINET Standard für Industrial Ethernet. Progesteron P., auch Gelbkörperhormon genannt, ist ein weibl. Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene, welches vom Corpus luteum (Gelbkörper) in der zweiten Phase des Menstruationszyklus u., in wesentlich höheren Mengen, während der Schwangerschaft von der Plazenta gebildet wird. Geringe Progesteronmengen werden bei Frauen u. Männern auch von der Nebennierenrinde synthetisiert. Prognose Die P. (griechisch, ''πρóγνωσις'' - wörtlich ''das Vorwissen, die „Voraus-Kenntnis”'') (selten auch: Prädiktion) bezeichnet die Vorhersage eines Ereignisses, Zustands oder einer Entwicklung. Programmablaufplan Ein P. (PAP) ist ein Ablaufdiagramm für ein Computerprogramm, das auch als ''Flussdiagramm'' (engl. ''flowchart'') oder ''Programmstrukturplan'' bezeichnet wird. Es ist eine graph. Darstellung zur Umsetzung eines Algorithmus in einem Programm u. beschreibt die Folge von Operationen zur Lösung einer Aufgabe. Programmfehler Ein P. oder Softwarefehler, häufig auch im Deutschen mit dem engl. Wort Bug (Wanze, Käfer, Insekt; Aussprache [b&alamb;g]) bezeichnet, ist ein Ausdruck aus dem EDV-Bereich. Ein Bug tritt in Computerprogrammen auf, wenn der Programmierer einen bestimmten Zustand in der Programmlogik nicht berücksichtigt hat oder wenn die Laufzeitumgebung an sich fehlerhaft arbeitet. Auch Unvollständigkeit, Fehler, Ungenauigkeiten, Mehrdeutigkeiten o. Ä. in der Spezifikation des Programms können zu Bugs führen bzw. als solche interpretiert werden. Um Bugs in Programmen besser verstehen zu können, gibt es Programme, sogenannte Debugger, mit denen man ein Programm, welches man analysiert, schrittweise ablaufen u. sich dabei sämtliche internen Zustände (Variablen) des Programms anzeigen lassen kann. Programmierer Ein P. ist jemand, der Computerprogramme entwirft, weiterentwickelt u. Fehler darin korrigiert. Diese Tätigkeit wird als Programmieren bezeichnet. Der P. bedient sich hierzu einer geeigneten Programmiersprache. Der erste P. der Geschichte war eine Frau: die brit. Mathematikerin Ada Lovelace. Programmierschnittstelle Eine P. ist eine Schnittstelle, die von einem Softwaresystem anderen Programmen zur Anbindung an das System zur Verfügung gestellt wird. Oft wird dafür die Abk. API (für engl. ''application programming interface'', dt.: „Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung”) verwendet. Im Gegensatz zu einer Binärschnittstelle (ABI) definiert eine API nur die Verwendung der Schnittstellen auf Quelltextebene. Programmiersprache Eine P. ist eine Notation für Computerprogramme; sie dient sowohl dazu, diese während u. nach ihrer Entwicklung (''Programmierung'') darzustellen als auch dazu, die daraus resultierenden Programme zur Ausführung an Rechensysteme zu übermitteln. Da nur die Maschinensprache vom Rechner unmittelbar ausführbar ist, bedürfen Programme in jeder anderen P. einer maschinellen Weiterverarbeitung durch Übersetzung oder Interpretation; eine P. muss also für eine maschinelle Analyse geeignet sein, was zahlreiche Einschränkungen zur Folge hat. Programmierung P. bezeichnet * die Tätigkeit, Computerprogramme (Software) zu erstellen. Im weiteren Sinne versteht man dabei alle Tätigkeiten, die mit dieser Programmerstellung verbunden sind, insbesondere auch den konzeptionellen Entwurf. I. e. S. bezeichnet P. lediglich das Umsetzen dieses konzeptionellen, abstrakten Entwurfes in konkreten Quelltext. * den Vorgang des Einschreibens eines bereits fertig erstellten u. in Maschinencode übersetzten Programmes u. von Daten in einen Festwertspeicher, etwa ein EPROM oder EEPROM. * Im Theater- u. Kino-Betrieb wird die Konzeption des Spielplans u. damit die Positionierung des Hauses am Markt ebenfalls als P. bezeichnet. Progressionsvorbehalt Steuerfreie Einkünfte, die dem P. unterliegen, wirken sich auf den Steuersatz aus, mit dem die gesamten steuerpflichtigen Einkünfte besteuert werden, wenn weitere steuerpflichtige Einknfte hinzukommen, z. B. bei Zusammenveranlagung von Ehepartnern. Es gibt ihn im Einkommensteuerrecht von Deutschland, Österreich, der Schweiz u. weiteren Staaten. Progressive Metal P. M. ist eine Synthese aus Metal u. Progressive Rock, die sich seit den 1990er Jahren großer Popularität erfreut. Erste Berührungen zwischen diesen beiden Strömungen gab es allerdings bereits Anfang der 1980er Jahre. Progressive Muskelentspannung Bei der progressiven Muskelentspannung (auch: progressive Muskelrelaxation, kurz PMR oder progressive Relaxation, kurz PR, oder Tiefenmuskelentspannung) nach Edmund Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willentliche u. bewusste An- u. Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Progressive Rock P. R. (kurz: Prog oder Prog-Rock) ist eine Musikrichtung, die Mitte der 1960er-Jahre entstand u. bei der Musiker populäre Genres wie Popmusik, Rockmusik, Blues oder Rock ’n’ Roll, die von ihnen als in ihrem Aufbau zu einfach empfunden wurden, um neue Harmonien u. Instrumente erweiterten. Dabei wurden vielfach Einflüsse aus anderen Bereichen wie Klassik, Jazz oder Weltmusik einbezogen. Prohibition P. (lat. ''prohibere'' = verhindern) bezeichnet das Verbot bestimmter Drogen. In allen islam. Gottesstaaten ist der Handel mit u. Konsum von Alkohol verboten. Als Alkoholprohibition wird auch die Zeit bezeichnet, während der in Finnland u. in den USA (1919–1932) der Handel von Alkohol verboten war. Seit dem Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel, das die Vereinten Nationen 1961 unterzeichneten, unterliegen viele beliebte Drogen u. bestimmte exot. Drogen der fast weltweiten P. Ausgenommen sind u. a. Alkohol, Nikotin u. Koffein, die den Volksdrogen zugerechnet werden. Project Gutenberg Das P. G. (PG) ist eine im Internet beheimatete Bibliothek freier elektron. Versionen physisch existierender Bücher, oftmals E-Texte genannt. Darüber hinaus enthält die Bibliothek auch akust. Medien u. Daten. Die meisten dort verfügbaren Dateien sind in der Public Domain (Gemeingut), weil sie entweder nie mit einem Copyright belegt waren (in Deutschland ist das jedoch rechtlich ausgeschlossen) oder weil das Copyright mittlerweile ausgelaufen ist. Zudem sind einige Dateien anzutreffen, die unter einem Copyright stehen, deren Autoren bzw. Urheber jedoch ihre Zustimmung zur Aufnahme beim PG gegeben haben. Projekt Als P. bezeichnet man ein einmaliges Vorhaben auf Zeit. In der allgemeinen Bedeutung eines besonderen Vorhabens geht dies auf das latein. Verb ''proiacere'' (''pro'' = vor, für, ''iacere'' = werfen) u. dessen Partizip ''proiectus'' zurück. Projektil Projektile (lat.: „proicere” = „werfen, vor sich werfen”) sind die von Schusswaffen abgeschossenen ''Geschosse''. Projektmanagement P. ist die Bez. für die Gesamtheit aller Methoden zur Durchführung von Projekten. Projektor Ein P. (lat. ''proicere'' „vorwärtswerfen, hinwerfen”) ist ein optisches Gerät, das auf einer Projektionsfläche (Leinwand) ein optisches Bild (vergrößertes Abbild eines Gegenstandes oder Computer-Bilddaten) wirft. Praktische Anwendungsfälle sind z. B. die Visualisierung von Dias, Bildern, Grafiken oder Daten in Präsentationen, die Demonstration von Computerprogrammen. Projektoren zum Anschluss an analoge u. digitale Signalquellen wie Computer oder Videorecorder werden auch Videoprojektoren oder kurz ''Beamer'' genannt. Projektplanung P. ist eine der Hauptaufgaben des Projektmanagements. In der Regel bildet die P. die zweite der vier Hauptphasen eines Projektes, folgt zeitlich also auf die Projektdefinition u. bereitet die eigentl. Projektdurchführung so gut wie möglich vor. Projektstrukturplan Der P. (PSP) (engl. work breakdown structure, abgekürzt WBS) ist eine Gliederung des Projekts in planbare u. kontrollierbare Teilaufgaben. Im Rahmen des PSP wird die gesamte Projektaufgabe in Arbeitspakete/Teilaufgaben (engl. work packages) zerlegt u. die Beziehung zwischen den Arbeitspaketen beschrieben.
Der P. stellt die Projektleistung (Projektaufgabe) graphisch in einem Baum dar u. ist die gemeinsame Basis für die Ablauf-, Termin- u. Kostenplanung. Prokaryoten P. (Procarya, Procaryota; von griechisch ''pro'' = ''bevor'' u. ''karyon'' = ''Nuss, Kern''), auch Prokaryonten oder Monera genannt, sind zelluläre Lebewesen, welche keinen Zellkern besitzen. Ihr Zelltyp wird als Protocyte bezeichnet. Proktologie Die P. (von griechisch ''πρωκτ&oacgr;ς'', ''prōktós'', „After” u. ''λ&oacgr;γος'', ''lógos'', hier „Wissenschaft”) ist ein medizin. Teilgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Enddarms, also genauer des Grimmdarms, des Mastdarms u. des Analkanals beschäftigt. Prokura P. (ital. ''procura'', Vollmacht, von lat. ''procurare'', für etwas Sorge tragen, zu ''pro'', für, u. ''cura'', Sorge) ist eine handelsrechtl. Vollmacht mit gesetzlich festgelegtem Inhalt (= Formalvollmacht), die ausdrücklich u. persönlich erteilt werden muss. P. ermächtigt nach dt. Handelsrecht gemäß § 49 Abs. 1 HGB „zu allen Arten von gerichtlichen u. außergerichtl. Geschäften u. Rechtshandlungen, die der Betrieb eines Handelsgewerbes mit sich bringt”. Handelsgewerbe meint hier jede gewerbl. Tätigkeit, also auch Produktion oder Dienstleistungen. Die P. kann nur durch einen Kaufmann oder die Geschäftsführung des Formkaufmanns erteilt werden. Die Erteilung von P. sowie die Anmeldung der P. beim Handelsregister ist dem Inhaber des Handelsgeschäfts vorbehalten (vgl. §§ 48 Abs. 1, 53 Abs. 1 HGB). Prolaktin P. (PRL) auch laktotropes Hormon (LTH) oder Laktotropin genannt, ist ein Hormon, das in den laktotropen Zellen (azidophil, ca. 20% der Adenohypophyse) im Hypophysenvorderlappen gebildet wird u. vor allem für das Wachstum der Brustdrüse im Verlauf der Schwangerschaft u. für die Milchsekretion (Laktation) während der Stillzeit verantwortlich ist. Prolet P. ist die umgangssprachl. Verkürzung des Begriffs „Proletarier” u. bezeichnete seit dem 19. Jhd. abwertend Menschen der städtischen u. industriellen Unterschicht, seit Aufkommen des Marxismus aber auch positiv Arbeiter im Kontext des Klassenkampfes. In den letzten Jahrzehnten kam es zu einer Bedeutungsverschiebung. Heute wird ''Prolet'' wieder – in einer weiteren Verkürzung auch Proll oder Prolo – umgangssprachlich als diskriminierende Bez. verwendet für Proletarier oder für Menschen, deren Umgangsformen u. Lebensstil von dritten als unkultiviert interpretiert wird. Damit findet eine Bedeutungsverschiebung statt von „Angehöriger des Proletariats” in Richtung „Angehöriger des Pöbels” u. somit eine Verstärkung der abwertend-diskriminierenden Konnotation. Üblicherweise bezieht sich der Begriff ''Prolet'' eher auf die Umgangsformen, während ''Proll'' das Angeben mit vermeintl. Statussymbolen bezeichnet. Proletariat Das P. (vom lat. ''proletarius'' „der untersten Volksschicht angehörend”) bezeichnet die gesellschaftl. Schicht der Landlosen u. Lohnabhängigen (Besitzlosen), welche aber nicht versklavt waren. Zur Sicherung ihrer materiellen Existenz sind die Mitglieder der Arbeiterklasse gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Aus der marxist. Weltsicht stehen sie in einer kapitalist. Gesellschaft im unversöhnl. Gegensatz zur besitzenden Klasse der Bourgeoisie. Der Begriff wird auch so verstanden, dass die Proletarier diejenigen sind, die als Besitz nur ihre ''Nachkommen'' (lat. ''proles'') haben. In der Geschichte wird der Begriff P. einerseits auf die Landlosen des alten Rom, andererseits auf die Industriearbeiterschaft in der Zeit der Industriellen Revolution angewendet. Prolog (Programmiersprache) P. (vom Französischen: ''Programmation en Logique'', dt.: „Programmieren in Logik”) ist eine Programmiersprache, die Anfang der 1970er Jahre maßgeblich von dem französ. Informatiker Alain Colmerauer entwickelt wurde. Sie arbeitet mit log. Beziehungen zwischen Datenelementen anstelle von mathemat. Beziehungen u. ist auf dem Gebiet der künstl. Intelligenz verbreitet. Prometheus Prometheus (altgr. Προμηθε&uacgr;ς, Gen. Προμηθ&eacgr;ως (Promethéôs); dt. ''der Vorausdenkende'') ist in der griech. Mythologie der Freund u. Kulturstifter der Menschheit. Oft wird er auch als Schöpfer der Menschen u. Tiere bezeichnet, so beispielsweise bei Platon. Es lassen sich bei ihm, dem Feuerbringer u. Lehrmeister der Menschen, vor allem Gemeinsamkeiten mit Hephaistos, aber auch mit Apollon u. Athene entdecken. Von seinen Beinamen sind neben ''Pyrphoros'' („Feuerbringer”) unter anderem ''Iapetionides'' („Sohn des Iapetos”) u. ''Desmotes'' („Gefesselter”) bekannt. Die Gestalt des Prometheus fand in der Kulturgeschichte vielfältige Rezeption, so z. B. bei Goethe. Promille Die Bez. P. (von lat. ''pro'' = von, im Verhältnis zu; ''mille'' = tausend) wird bei in ''Tausendstel'' ausgedrückten Bruchteilen benutzt. Damit entspricht 1 P. der Zahl 0,001. „Promille” wird meist durch das Symbol ‰ („Promillezeichen”) abgekürzt, wobei immer ein Leerzeichen zwischen die Zahl u. das Promillezeichen zu setzen ist. Promiskuität Als P. (von lat. ''promiscus'' gemeinsam, ''promiscere'' vorher mischen) wird die Praxis nicht an langfristigen Bindungen orientierter sexueller Kontakte mit verschiedenen Partnern bezeichnet; das Adjektiv ''promiskuitiv'' oder ''promisk'' wird auch verwendet für „sexuell freizügig oder offenherzig”. Im Tierreich versteht man unter P., dass sich Männchen u. Weibchen in einer Saison mit mehr als einem Geschlechtspartner paaren, wie dies bei den meisten Tierarten der Fall ist. Promotion (Doktor) Die P. ist die Verleihung des akadem. Grades „Doktor” bzw. „Doktorin” in einem bestimmten Studienfach u. ''dient dem Nachweis der Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit''. Sie beruht auf einer selbstständigen wissenschaftl. Arbeit, der Dissertation, u. einer mündl. Prüfung (Rigorosum). Das Promotionsrecht haben Universitäten u. (in Deutschland) ihnen gleichgestellte Hochschulen. Pronation Mit der P. (lateinisch) beschreibt man in der Medizin bzw. der Anatomie die Einwärtsdrehung der Gliedmaßen. Sie ist damit die Gegenbewegung zur Supination. Pronomen Als P. (auch Fürwort, Mehrzahl Pronomina oder P.) wird in der traditionellen Wortartlehre eine (recht heterogene) Wortart bezeichnet. Als P. bezeichnet man Wörter, die entweder stellvertr. für ein Substantiv (Nomen (i. e. S.)) (genauer: für Substantiv(phrasen)) stehen bzw. substantivisch verwendet werden (Beispiel: ''Das Auto ist meines.'') oder wie ein Artikelwort ein Substantiv begleiten (Beispiel: ''mein Auto''). Propaganda P. bezeichnet einen absichtlichen u. systemat. Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren u. Verhalten zu steuern zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion. P. im modernen Sinne ist eine zur Werbung, Manipulation u. Herrschaftssicherung eingesetzte Technik. Entscheidend ist dabei die geschickte Auswahl u. ggf. die Manipulation der Nachricht u. nicht ihr Wahrheitscharakter. Durch die Monopolisierung der P. in diktator. Regimen erhielt der Terminus einen stark pejorativen Charakter. Dennoch ist die gezielt einseitige Darstellung von Informationen eine gängige Praxis, auch in Demokratien. Aufgrund seiner negativen Konnotation ist der Begriff ''Propaganda'' weitgehend dem der ''Öffentlichkeitsarbeit'' (auch ''Public Relations'') gewichen. Propan P. ist ein farbloses Gas, es gehört zu den Alkanen, den einfachsten Kohlenwasserstoffen. Propeller Ein P. (von lat. ''propellere'' = vorwärts treiben) ist ein Antrieb durch Flügel, die um eine Welle herum angeordnet sind u. zwar im Normalfall radial (sternförmig). Prophet Ein P. bezeichnet eine Person, die im Sinne seines Glaubens eine Botschaft oder Prophezeiung von einem Gott oder Gottheit durch Vision, Audition oder Traum empfängt u. den Auftrag erfüllt, diese Botschaft anderen zu überbringen. Das meist (aber nicht immer) vorhandene Selbstverständnis als P. beruht auf einem persönl. Gottesverhältnis. Prophylaxe Unter einer P. (griechisch προ&phis;&uacgr;λαξη, „Schutz”, „Vorbeugung”, von altgriechisch προ&phis;&uacgr;λαξ, „Vorposten”, „Wächter”) versteht man Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. Synonym dazu ist die Prävention (von lateinisch ''praevenire'', „zuvorkommen”, „verhüten”). Es gilt in der Medizin als sinnvoll, Gesundheit vorbeugend zu schützen. Einige Maßnahmen der P. haben sich als sehr erfolgreich erwiesen, so zum Beispiel die Impfung gegen die Kinderlähmung oder die Pocken. Propofol P. (Handelsname Disoprivan®, Recofol®) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Narkotika, der aufgrund seiner kurzen Plasmahalbwertszeit u. relativ geringen Kumulation als gut steuerbar gilt. P. wird zur Sedierung, etwa bei Magen- (Gastroskopie) oder Darmspiegelungen (Koloskopie) oder zusammen mit einem Analgetikum zur Einleitung u. auch zur Unterhaltung einer Allgemeinanästhesie verwendet. Propolis P. (v. griech. ''προ'' „vor” u. ''π&oacgr;λις'' „Stadt” – wegen des Vorkommens vornehmlich an den Fluglöchern von Bienenstöcken), auch Bienenharz, Bienenleim, Bienenkittharz, Kittharz oder Kittwachs genannt, ist ein starkes, natürlich vorkommendes Antibiotikum u. auch Antimykotikum, ein Gemisch aus vielen unterschiedl. Stoffen, deren Zusammensetzung stark variieren kann. Proportionalität P. besteht zwischen zwei Größen, wenn sie sich immer im gleichen Verhältnis ändern oder, anders ausgedrückt, wenn die eine aus der anderen durch Multiplikation mit einem konstanten Faktor (gerade diesem Verhältnis, genannt ''Proportionalitätsfaktor'' oder ''Proportionalitätskonstante'') hervorgeht. Proprietär Das Eigenschaftswort P. kommt vom französischen ''proprietaire'', vom lateinischen ''proprietarius'', „der Eigentümer”. Vgl. auch lat. ''proprietas'', Eigentum, u. ''proprius'', eigen. Die ursprüngl. Wortbedeutung des Adjektivs ist somit „im Eigentum stehend”, „jemandem zugehörig”. Der Begriff hat mehrere Bedeutungen u. findet meist im Informationstechnologie- u. Telekommunikationsumfeld Verwendung. Prosa P. (von lateinisch ''prorsus/ prosa oratio'' – ''nach vorn gerichtete schlichte Rede'') bezeichnet jene unterschiedl. Gattungs-Elemente der Literatur, die Beobachtetes, Empfundenes, Erdachtes u. Gedachtes mitteilen u. mehr oder weniger interpretieren: in einen ausgesprochenen oder unausgesprochenen Sinn-Zusammenhang stellen, erklären, kommentieren, analysieren oder bewerten u. die (im Unterschied zu Epos u. Lyrik) in ihrer Darstellungsform nicht versförmig sind bzw. keine mehrzeiligen Textgebilde darstellen. Prosecco P. ist eine weiße Rebsorte, die nur im NO Italiens in einer kleinen Region der Provinz Treviso in der Region Venetien wächst. Aus ihr keltert man hauptsächlich einen Perlwein (italienisch: „Frizzante”), sowie Schaumweine u. normalen Wein. ProSieben P. ist ein privater Fernsehsender aus Deutschland. Er sendet ein Fernseh-Vollprogramm rd. um die Uhr, das vor allem durch die Ausstrahlung erfolgreicher Spielfilme u. Fernsehserien bekannt wurde. Der Sender ging aus dem Programm Eureka TV hervor. P. bildet seit 2000 zusammen mit den Sendern Sat.1, kabel eins u. N24 sowie zahlreichen weiteren Tochterfirmen die ProSiebenSat.1 Media AG, welche mehrheitlich der Lavena Holding 4 GmbH gehört. In Österreich u. der Schweiz ist das reguläre Programm aufgrund eigener Programmfenster nur beschränkt empfangbar. Prosodie P. ist die Gesamtheit spezifischer sprachlicher Eigenschaften wie Akzent, Intonation, Quantität u. (Sprechen-)Pausen. Prostaglandin Bild: Prostaglandin_H2.jpg Die Herstellung von Prostaglandin H2 aus Arachidonsäure wird durch zwei Schritte katalysiert. Prostaglandine sind eine Gruppe von Gewebshormonen aus der Vorsteherdrüse (Prostata) u. a. Organgeweben. Prostata Die P. (von altgriechisch προστ&aacgr;της ''prostátēs'' „Vorsteher, Vordermann”) oder Vorsteherdrüse ist eine akzessor. Geschlechtsdrüse aller männl. Säugetiere einschl. des Menschen u. produziert einen Teil des Spermas. Sie liegt beim Menschen unterhalb (bei Tieren entspr. hinter) der Harnblase u. umkleidet den Anfangsteil der Harnröhre (''Urethra'') bis zum Beckenboden. Sie gleicht beim Mann in Größe u. Form einer Kastanie. An die Rückseite der P. grenzt der Mastdarm (Rektum). Deshalb kann sie vom Enddarm aus mit den Fingern ertastet u. beurteilt sowie in sexuellem Kontext auf diesem Weg stimuliert werden. Prostatakrebs Der P. (medizinisch: Prostatakarzinom; PCa), eine bösartige Tumorerkrankung, geht vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (''Prostata'') aus. Er ist innerhalb der Gruppe der an Krebs gestorbenen Männer für etwa 10 Prozent der Todesfälle verantwortlich u. stellt damit die dritthäufigste tödl. Krebserkrankung nach Lungen- u. Darmkrebs dar. Prostatamassage P. ist das gezielte Reizen der männl. Prostata als diagnost. Handlung zur gezielten Gewinnung von Prostatasekret oder als Sexualpraktik zur sexuellen Stimulation. Weitere Begriffe sind ''Prostata-Stimulation'' oder ''griechische Massage''. Prostatitis Unter P. ist i. e. S. die Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata) zu verstehen. In der Medizin hat sich ein erweiterter Begriff etabliert, gemäß dem „Prostatitis” ein Syndrom aus verschiedenartigen Beschwerden im Urogenitalsystem sowie im Bereich des Beckenbodens u. des Afters ist. Prostitution P. (von lateinisch ''pro-stituere'' aus ''pro'' u. ''statuere'' – ''nach vorn stellen, zur Schau stellen, preisgeben'') – früher ''Gewerbsunzucht'' – bezeichnet die Vornahme sexueller Handlungen gegen Entgelt. Erfolgt die P. unfreiwillig, so spricht man von Zwangsprostitution. P. ist in praktisch jeder Kultur zu finden. Die gesellschaftl. Bewertung der P. ist stark von kulturellen, ethischen u. religiösen Werten abhängig u. unterliegt einem starken Wandel. Prostitution in der Antike Die P. i. d. A. unterscheidet sich trotz vieler Gemeinsamkeiten von der Prostitution in anderen Epochen. Im antiken Griechenland ist bes. die Einteilung in eine Unterschichtenprostitution u. eine in der heutigen Wissenschaft recht umstrittene Oberschichtenprostitution von Hetären zu erkennen. Für Rom indes ist auffällig, dass es so gut wie keine hochpreisige Prostitution gab. Anders als viele andere Kulturen lehnten weder Griechen noch Römer männl. Prostitution ab, auch wenn sie nicht immer gern gesehen war. Prostituierte waren bes. häufig Sklaven, Sklavinnen u. Freigelassene. Protagonist Der P. (griechisch ''πρωτα- γωνιστ&eeacgr;ς'' – „Haupt-”, „Erst-Handelnder”, von ''πρ&ohacgr;τος, prótos'' – „der erste” u. ''&aacgr;γω, ágo'' – „ich handle”, „bewege”, „führe”) bezeichnet in der griech. Tragödie den Darsteller der ersten Rolle (ggf. vor Deuteragonist u. Tritagonist, d. h. zweiter u. dritter Hauptrolle). Protein Proteine, umgangssprachlich auch Eiweiße genannt, sind Makromoleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut sind. Proteine gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Sie verleihen der Zelle nicht nur Struktur, sondern sind die molekularen „Maschinen”, die Stoffe transportieren, Ionen pumpen, chem. Reaktionen katalysieren u. Signalstoffe erkennen. Proteinbiosynthese Die P. oder Genexpression, früher auch Eiweißsynthese genannt, ist die Herstellung eines Proteins oder Polypeptids in Lebewesen. Sowohl Proteine als auch Polypeptide, Oligopeptide u. Dipeptide sind Ketten aus Aminosäuren, die sich in ihrer Länge u. ihrer Abfolge unterscheiden. Sie werden auf Grund der in der Desoxyribonukleinsäure (DNA) gegebenen Erbinformation an den Ribosomen lebender Zellen gebildet. Protektionismus Als P. (von lateinisch ''protegere'' = schützen) bezeichnet man im Bezug auf ökonom. Sachverhalte alle Maßnahmen in Form von Handelshemmnissen, mit denen ein Staat versucht, ausländ. Anbieter auf dem Inlandsmarkt zu benachteiligen. Mittel dafür ist die strateg. Handelspolitik. Ziel ist es in der Regel, bestimmte Produkte oder Branchen eines Landes zu fördern oder die eigene Volkswirtschaft generell anzukurbeln. Protestantismus Mit dem (ursprünglich politischen) Begriff Protestanten werden i. e. S. die Angehörigen der christl. Konfessionen bezeichnet, die im dt. Sprachraum durch die Reformation entstanden sind.
Allgemeiner werden auch nachreformatorisch entstandene Konfessionsrichtungen als protestantisch bezeichnet, die sich gegenüber der katholischen Hauptkirche distanzieren wollten u. daher zum Beispiel eine Autorität des Papstes nicht anerkennen. In diesem Sinne wird beispielsweise die Anglikanische Kirche zum Protestantismus gezählt. Auch die evangelischen Freikirchen gehören zum Protestantismus u. sehen sich ebenso als „Erben der Reformation”. Dazu zählen in Deutschland zum Beispiel die Baptisten, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Mennoniten, die Siebenten-Tags-Adventisten u. verschiedene Pfingstkirchen. Die Altkatholiken werden manchmal auch zu den Protestanten gezählt, nicht jedoch nach ihrem eigenen Empfinden. Die dt. prot. Landeskirchen haben sich in der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD, organisiert. Protokoll Ein P. hält oder legt fest, zu welchem Zeitpunkt (absolut) oder in welcher Reihenfolge (relativ) welche Entität (wer oder was) welche Operation ausgeführt hat oder ausführen wird. ''Protokollierung'' bezeichnet dabei die Operation des Festlegens bzw. Niederschreibens der drei Protokollbestandteile Zeitpunkt, Entität, Operation. Protokolle der Weisen von Zion Die P. d. W. v. Z. sind ein ab 1900 verbreitetes antisemit. Pamphlet, das eine jüdische Weltverschwörung belegen soll. Es wurde von unbekannten Redakteuren auf der Grundlage der satir. Schrift ''Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu'' von Maurice Joly u. weiteren fiktionalen Texten zusammengestellt. Es findet heute noch international unter Antisemiten Glauben. In Deutschland ist die Verbreitung der ''Protokolle'' als Volksverhetzung verboten. Proton Das P. [&beton;pro&dehn;t&oo;n] (Plural ''Protonen'' [pro&beton;to&dehn;n&eunbet;n]; von agr. πρ&oacgr;τος ''prótos,'' „das Erste”) ist ein langlebiges elektr. positiv ge- ladenes Hadron mit dem Formelzeichen p. Es gehört neben dem Neutron u. dem Elektron zu den Bausteinen, aus denen die dem Menschen alltäglich vertraute Materie besteht. Protonenpumpenhemmer P., auch Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI), im medizin. Jargon auch als „Magenschutz” bezeichnet, sind Arzneistoffe, die die Bildung von Magensäure über die Hemmung der H+/K+-ATPase – einer sogenannten Protonenpumpe – in den Belegzellen des Magens unterdrücken. Sie sind in der Humanmedizin angezeigt zur Behandlung der Refluxösophagitis, von Magen- u. Zwölffingerdarmgeschwüren u. in der Eradikationstherapie von Infektionen mit ''Helicobacter pylori''. Eine weitere Indikation einiger PPI ist das Zollinger-Ellison-Syndrom. Wirkstoffe dieser Klasse sind Omeprazol u. dessen reines S-Enantiomer Esomeprazol sowie Pantoprazol, Lansoprazol u. Rabeprazol. P. werden in Form magensaftresistenter Kapseln oder Tabletten verabreicht. Teilweise stehen die Substanzen auch für eine intravenöse Anwendung zur Verfügung. Protozoen P. (Einzahl: Protozoon, [alt]griechisch ''πρωτ&oacgr;ζωο[ν], protózoo[n]'', „das erste Tier”, von ''πρ&ohacgr;το, próto'', „das erste” u. ''ζ&ohacgr;ο[ν], zóo[n]'', „das Tier, das Lebende”) oder Urtiere ist eine veraltete Bez. für aufgrund ihrer heterotrophen (vereinzelt auch autotroph) Lebensweise u. ihrer Mobilität als tierisch angesehene Einzeller, die keine Zellwand u. im Gegensatz zu Bakterien einen Zellkern besitzen. Karl Grell definiert sie als Eukaryoten (einen oder mehreren Zellkernen), welche als ''Einzelzellen'' leben oder ''koloniale Verbände'' bilden. Proust, Marcel Valentin Louis Georges Eugène Marcel Proust (* 10. Juli 1871 in Auteuil; † 18. November 1922 in Paris) war ein französ. Schriftsteller, Kritiker u. Intellektueller. Prousts Hauptwerk ist „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” in sieben Bänden. Dieser monumentale Roman gilt als eines der bedeutendsten erzählenden Werke des 20. Jh. Provence Bild: Provence22.JPG Provence: Blick auf die Bucht von Saint Tropez Die P. ist eine Landschaft im SO von Frankreich. Sie liegt am Mittelmeer zwischen Rhônetal u. Italien. Im N liegt die Landschaft Dauphiné in der Region Rhône-Alpes. Das Eigenschaftswort zu ''Provence'' ist ''provenzalisch'', französisch: ''provençal''. Die Schreibweise ''provençalisch'' ist veraltet. Provenzano, Bernardo Bernardo Provenzano (* 31. Januar 1933 in Corleone, Sizilien) war lange Zeit der Kopf der sizilian. Cosa Nostra. Auf Grund seiner Entschlossenheit wurde er auch ''Binnu u tratturi'' (sizilianisch für „Binnu der Traktor”) genannt oder kurz ''Zu Binnu'' („Onkel Binnu”). P. werden 50 Morde zur Last gelegt. 2006 wurde er nach 43 Jahren auf der „Flucht” festgenommen. Provision Eine P. (v. lat. ''providere'' = vorsorgen, sorgen für) ist das Entgelt für eine verkäuferische oder vermittler. Tätigkeit u. wird überwiegend vom Kunden z. B. über eine Versicherungsgesellschaft an den Vermittler (meistens Handelsvertreter oder Handelsmakler) gezahlt. Synonym wird der Begriff der Courtage oder des Packing verwendet. Proxy (Rechnernetz) Ein P. (von engl. „proxy representative” = ''Stellvertreter'' bzw. lat. „proximus” = ''der Nächste'') arbeitet als Vermittler, der auf der einen Seite Anfragen entgegennimmt, um dann über seine eigene Adresse eine Verbindung zur anderen Seite herzustellen. Er übernimmt somit stellvertr. für den anfragenden Client die Kommunikation mit dem Ziel (''dedicated Proxy'') oder leitet einfach die Anfragen unter seinem Namen an das Ziel weiter, ohne die Kommunikation selbst zu führen (''circuit level Proxy''). Prozent Zahlenangaben in P. (lat.-it. ''vom Hundert, Hundertstel'') dienen der Veranschaulichung u. dem Vergleichbarmachen von Größenverhältnissen, indem sie immer zum selben Grundwert (Hundert) in Beziehung gesetzt werden. Daher wird das P. auch als Hilfsmaßeinheit für Verhältnisgrößen verwendet. Prozentangaben werden durch das Symbol % kenntlich gemacht (z. B. 63,7%), wobei immer ein Leerzeichen zwischen die Zahl u. das Prozentzeichen zu setzen ist. Prozess Ein P. ist allg. ein Verlauf, eine Entwicklung. Vergleichbare Begriffe sind „Hergang”, „Fortgang”, „Ablauf” u. Vorgang”. Die ursprüngl. Hauptbedeutung ist der P. als Rechtsbegriff. In den Natur- u. Sozialwissenschaften ist P. heute eine Bez. für den gerichteten Ablauf eines Geschehens. Prozesskostenhilfe Über die P. (PKH) (früher als „Armenrecht” bezeichnet) kann gem. §§ 114 ff. ZPO einkommensschwachen Personen eine finanzielle Unterstützung zur Durchführung von Gerichtsverfahren gewährt werden. P. kommt in Verfahren vor den Zivil-, Verwaltungs-, Arbeits- u. Sozialgerichten in Betracht, wenn eine Verfahrenspartei nicht in der Lage ist, die Anwalts- u. Gerichtskosten für den Prozess aufzubringen. Die P. tragen der Staat u. der beratende Anwalt. Prozesskostenrechnung Die P. (PKR) ist ein Instrument, das die Kosten der indirekten Leistungsbereiche (beispielsweise Beschaffung, Marketing, Vertrieb u. Logistik) abbildet u. eine beanspruchungsgerechtere, kostenstellenübergreifende Verteilung dieser Gemeinkosten ermöglicht. Prozessmanagement P. [-&beton;mænid&schsth;m&eunbet;nt], auch Geschäftsprozessmanagement, beschäftigt sich mit dem Herausfinden, Gestalten, Dokumentieren u. Verbessern von Geschäftsprozessen. „Wer macht was, wann, wie u. womit?” ist eine zentrale Fragestellung. Zur Verbesserung u. Steuerung werden entspr. Kennzahlen verwendet. Diese Kennzahlen können z. B. in einer Balanced Scorecard dargestellt werden. Ziel des P. ist es, die in jedem Unternehmen existierende Information zu den eigenen Geschäftsprozessen zu nutzen, um sich auf den Kunden auszurichten u. als Ergebnis die Unternehmensziele zu erreichen. Prozessor (Hardware) Der P. ist eine Recheneinheit eines Computers, die über Software andere Bestandteile steuert. Die grundlegende Eigenschaft des Prozessors ist die Programmierbarkeit. Das Verhalten des Prozessors wird dabei von Programmen in Form von Maschinencode bestimmt. Hauptbestandteile des Prozessors sind die Register, das Rechenwerk (Arithmetisch-logische Einheit, ALU), das Steuerwerk u. der Speichermanager (Memory Management Unit, MMU), der den Arbeitsspeicher verwaltet. Zu den zentralen Aufgaben des Prozessors gehören arithmet. Operationen, das Lesen u. Schreiben von Daten im Arbeitsspeicher sowie das Ausführen von Sprüngen im Programm. Computer bestehen meist aus mehreren Prozessoren, wobei der Hauptprozessor (Zentralprozessor) alle weiteren steuert. Im allg. Sprachgebrauch ist mit „Prozessor” meist der Zentralprozessor (CPU) eines Computers gemeint, also das funktionale Kernstück eines elektron. Rechners, das heute normalerweise auf einem Mikrochip integriert ist. Die moderne Form des Prozessors ist der Mikroprozessor, der alle Bausteine des Prozessors auf einem Chip vereinigt. Prypjat (Stadt) Bild: View_of_Chernobyl_taken_from_Pripyat.JPG Prypjat: Blick auf das Kernkraftwerk P. (ukrainisch Прип'ять, russisch Припять/''Pripjat'') ist eine Stadt in der Oblast Kiew (Rajon Tschornobyl) in der Ukraine, die 1970 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Tschernobyl gegr. worden ist. Sie liegt am Fluss Prypjat u. ist mit einer Entfernung von etwa vier Kilometern die nächstgelegene Siedlung des Reaktors. Hier wohnten zum Zeitpunkt der Katastrophe von Tschernobyl etwa 48.000 Menschen, die meisten von ihnen Arbeiter im Kernkraftwerk u. ihre Familien. Damit liegt P. mitten in der unbewohnbaren 30-Kilometer-Zone rd. um das havarierte Kraftwerk. Psalm P. (von griech.: ψαλμ&oacgr;ς - psalmos ''Saitenspiel'') ist die Bez. eines der 150 geistl. Lieder, die in der Bibel im Buch der Psalmen vereinigt sind. Aber in der Bibel finden sich (meist an strukturell bes. Stellen) weitere Psalmen. Im Pentateuch sind etwa das Siegeslied am Schilfmeer (Ex 15,1-18) oder das Lied des Mose (Dtn 32) zu nennen. Dazu kommen weitere, wie die Psalmen aus dem Hohelied Salomos, der Königs- u. der Prophetenbücher. Psalm 23 Der 23. Psalm, auch als ''Hirtenpsalm'' oder ''Psalm vom guten Hirten'' bezeichnet, gehört zu den bekanntesten Bibeltexten. Obwohl seine Bilder in der altoriental. Viehzüchtergesellschaft wurzeln, vermag er offensichtlich auch heutige Menschen unmittelbar anzusprechen u. leiht ihnen die Worte für das Bekenntnis einer persönl. Glaubensüberzeugung. Der Psalm ist Teil des jüdischen Psalters u. ein weit verbreitetes liturg. Gebet. Der 23. Psalm gewinnt für das Christentum auch deshalb an Bedeutung, da Jesus Christus selbst sich im Johannesevangelium als "guten Hirten" bezeichnet, der sein Leben für die Schafe hinzugeben bereit ist (Joh 10,10ff). Pseudoephedrin P. ist ein Phenylethylamin-Alkaloid aus Pflanzen der Gattung ''Ephedra'' (''Ephedra vulgaris''), das auch in der Indischen Malve (''Sida cordifolia'') u. im Asiatischen Tüpfelmohn (''Roemeria refracta'') vorkommt. P. ist ein α1-Adrenozeptor Agonist, der wie dessen Diastereomer Ephedrin in den Bereich der Stimulanzien fällt u. als Sympathomimetikum häufig in Erkältungsmitteln Verwendung findet. Pseudokrupp Als P. oder Laryngitis subglottica (ICD-10: J38.5) wird eine unspezif. Entzündung der oberen Atemwege im Bereich des Kehlkopfes unterhalb der Stimmritze (Glottis) bezeichnet, die durch einen charakteristischen bellenden Husten („Schafhusten”), Heiserkeit u. bei schweren Verläufen auch Atemnot geprägt ist. Hauptsächlich betroffen sind Säuglinge u. Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten u. sechs Jahren, nur in seltenen Fällen Jugendliche u. junge Erwachsene. Der Begriff P. bezieht sich auf die Heiserkeit u. deren Abgrenzung (griechisch: ''pseudo'' für „unecht”, „vorgetäuscht”) zum „Krupp” (von schottisch: ''croup'', „Heiserkeit”). Unter dem echten Krupp versteht man ein Symptom der Diphtherie, die Kehlkopfentzündung, die bei Diphtherie auftreten kann, aber nicht muss. In schweren Fällen (Atemnot) sind Kortikosteroide, inhalative Adrenalingaben und eine Überwachung im Krankenhaus notwendig. Pseudomonas P. ist eine Gattung stäbchenförmiger, mit polaren Geißeln sich aktiv bewegender, aerober, gramnegativer Bakterien. Sporen werden nicht gebildet. Das Genom der Art von ''P. aeruginosa'' wurde vollständig sequenziert. Pseudonym Das P. (ψευδ&ohacgr;νυμος, -ον, ''pseudónymos'' – wörtlich „fälschlich so genannt” von '' Lüge'' u. ''Name'') ist ein fingierter Name, den bes. Künstler u. Schriftsteller aus unterschiedl. Gründen verwenden. Psi Das P. (griech. Neutrum Ψι, Majuskel Ψ, Minuskel ψ) ist der 23. Buchstabe des griech. Alphabets u. hat einen numer. Wert von 700. Psilocybin P. ist ein Indolalkaloid aus der Gruppe der Tryptamine, welches in einigen Pilz-Arten vorkommt, insbes. der Gattung Psilocybe (''P. azurescens'', ''P. tampanensis'', ''P. cubensis'', ''P. cyanescens'', ''P. mexicana'' u.a.); diese werden landläufig als Zauberpilze oder Magic Mushrooms bezeichnet. Der Konsum von P. bewirkt Halluzinationen, die denen von LSD ähneln, in der Regel jedoch kürzer u. weniger intensiv sind. Für diese Wirkung verantwortlich ist das Hydrolyse-Produkt Psilocin. Psi-Phänomen Psi (nach verschiedenen Erklärungsmustern von ''Para Sensual Intelligence'' – englisch für „Außersinnliche Wahrnehmung” ("ASW") – oder von Psyche) ist der sogenannte ‚sechste Sinn‘ in der Parapsychologie. Mit ihm sollen Menschen in die nahe Zukunft oder ferne Orte sehen können. Auch wird behauptet, dass diese Menschen Gedanken lesen, mit Gedanken Gegenstände bewegen u. die Geschehnisse auf der Erde beeinflussen können. Somit kann man das P. als Oberkategorie für Begriffe wie Hellsehen, Telepathie u. Telekinese ansehen. Dass es diese Fähigkeiten wirklich gibt, konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Psoriasis →Schuppenflechte. Psych P. ist eine amerikan. Krimiserie, die von den abenteuerl. Ermittlungen des selbsternannten Detektivs Shawn Spencer handelt. Die Serie startete am 30. Oktober 2007 im dt. Fernsehen auf RTL. In der Schweiz zeigt der private Sender 3+ die Serie bereits seit dem 25. Oktober. Im September 2007 wurde von USA Network eine dritte Staffel in Auftrag gegeben. Diese soll 16 Episoden umfassen. Psyche P. ist das Gesamtsystem aller jener Lebensregungen, das der „Volksmund” seit langem als Innenleben oder auch Seelenleben bezeichnet u. dabei wie die wissenschaftl. Psychologie in Denken u. Gefühlsleben unterteilt. Psychedelic Rock P. R. ist eine Spielart der Rockmusik. Sie wurde 1965 in den USA geprägt, setzte sich als bedeutender Bestandteil der westl. Popkultur durch u. dauerte bis 1969 an. Als wesentl. Gemeinsamkeit der beteiligten Bands lässt sich die Verwendung ungewöhnlicher u. neuartiger Klänge sowie der bisweilen experimentelle Umgang mit Songstrukturen feststellen, die vormals einfacher gehalten waren. Psychiater P. (aus altgriechisch ψυχ&eeacgr; ''psychē'' „Seele, Leben” u. iατρ&oacgr;ς ''iatros'' „Arzt”) ist der Titel eines Arztes mit psychiatr. Facharztausbildung. Als solcher beschäftigt er sich mit der Diagnose, Behandlung u. Erforschung von Erkrankungen oder Störungen des Geistes oder der Seele des Menschen. Das Fachgebiet des Psychiaters ist die Psychiatrie u. überschneidet sich inhaltlich mit einigen Teilgebieten der Psychologie, insbes. der Klinischen Psychologie u. dem Tätigkeitsfeld des Psychologischen Psychotherapeuten, sowie mit anderen medizin. Fachgebieten wie der Psychosomatik, der Neurologie u. der allg. Medizin. Im Unterschied zum (nichtärztlichen) Psychologischen Psychotherapeuten ist der P. zum Verschreiben von Medikamenten berechtigt. Psychiatrie Die P. ist die medizin. Teildisziplin, die sich mit der Behandlung seel. Erkrankungen befasst. Psychische Störung Psychische Störungen sind erhebl. Abweichungen vom Erleben oder Verhalten psychisch (seelisch) gesunder Menschen; konkret betroffen sind die Bereiche des Denkens, Fühlens u. Handelns. Als weiteres Kriterium für eine Diagnose psychischer Störungen wird heute neben der Abweichung von der Norm häufig auch psychisches Leid auf Seiten der Betroffenen vorausgesetzt. Die Wissenschaften, die sich primär mit Störungen der Psyche beschäftigen, sind die Klinische Psychologie u. die Psychiatrie. Psycho (1960) P. ist ein US-amerikan. Spielfilm von Alfred Hitchcock aus dem Jahre 1960. Der für vier Oscars nominierte Film gilt als eines von Hitchcocks zentralen Werken u. ist ein bedeutender Klassiker des amerikan. Kinos. Das American Film Institute wählte ''Psycho'' im Jahr 2001 auf den ersten Rang der 100 besten amerikan. Thriller. Die Szene, in der die weibl. Hauptfigur unter der Dusche erstochen wird, zählt sowohl visuell als auch musikalisch zu den bekanntesten u. meistzitierten Szenen der Filmgeschichte. Auch die von Anthony Perkins verkörperte Figur des psychopath. Serienmörders Norman Bates hat Berühmtheit erlangt. Als Vorlage des Films diente der gleichn. Roman von Robert Bloch. Psychoanalyse Die P. (von griechisch ''ψυχη'' [psyche], dt. ''Seele'', u. ''αν&aacgr;λυσις'' [analysis], dt. ''Zerlegung'', im Sinne von ''Untersuchung, Enträtselung der Seele'') ist eine Richtung der Psychologie, die um 1890 von dem Wiener Neurologen Sigmund Freud begründet wurde. Aus der P. heraus haben sich später die verschiedenen Schulen der Tiefenpsychologie entwickelt. Der Begriff „Psychoanalyse” steht sowohl für das auf Freuds Einsichten in die Psychodynamik des Unbewussten gegr. Beschreibungs- u. Erklärungsmodell der menschl. Psyche als auch für die psychoanalyt. Therapien – eine Gruppe von Verfahren zur Behandlung innerer u. zwischenmenschl. Konflikte – sowie für die psychoanalyt. Methodik, die sich auch mit der Untersuchung kultureller Phänomene beschäftigt. In allen drei Aspekten wird die P. bis heute von Klinikern u. Forschern weiterentwickelt u. verändert; so ist die moderne P. durch einen theoretischen, methodischen u. therapeut. Pluralismus charakterisiert. Die Wissenschaftlichkeit der P. ist jedoch umstritten. Psychobilly P. ist eine Musikrichtung, die zu Beginn der 1980er Jahre in England als Reaktion auf die Rockabilly-Welle entstand. P. vermischt dabei Rhythmik u. Melodik des Rockabilly mit der Aggressivität u. Energie der Punkmusik. Psychologe Ein P. befasst sich mit der Psychologie, definiert als Wissenschaft vom Erleben u. Verhalten des Menschen. Weltweit ist die Ausbildung zum Psychologen an ein wissenschaftl. Universitätsstudium gebunden, die Bez. des Studienabschlusses (Deutschland: Dipl.-Psych, Schweiz: lic. phil.) ist gesetzlich geschützt. An den Universitäten ist die Psychologie den Geisteswissenschaften oder den Naturwissenschaften zugeordnet oder in anderen Kombinationen mit Fächern pragmatisch verbunden. Psychologie P. ist eine Erfahrungswissenschaft. Sie beschreibt u. erklärt das Erleben u. Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens u. alle dafür maßgeblichen inneren u. äußeren Ursachen u. Bedingungen. P. ist als Wissenschaft bereichsübergreifend. Sie lässt sich nicht den Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften oder den Geisteswissenschaften jeweils allein zuordnen. Ihre Grundlage wird vielmehr von einer Anthropologie im breitesten Sinn gebildet. Eine aus dem angelsächs. Raum stammende Einteilung untergliedert P. im Sinne der ''Behavioural sciences'' allerdings nur in Verhaltenswissenschaft, Kognitionswissenschaft u. Neurowissenschaft. Psychomotorik Psychische Vorgänge, wie z. B. Emotionalität oder Konzentration, aber auch die individuelle Persönlichkeitsanlage beeinflussen das spontane Bewegungsspiel. Diese kausale Verknüpfung wird P. genannt. Psychopathie P. ist eine veraltete Bez. für eine Persönlichkeitsstörung, die aufgrund charakterlich-konstitutioneller Gründe zu einer Anpassungsstörung führt, unter der der "''Psychopath''" oder seine Umwelt zu leiden haben. Beim Begriff des ''Psychopathen'' ist zwischen medizinischer u. umgangssprachl. Bedeutung zu unterscheiden. Der Pschyrembel bezeichnet P. als eine Persönlichkeitsstörung, bei der die Anpassungsschwierigkeit an die Umwelt im Vordergrund steht, wodurch der Betroffene oder seine Umgebung leidet. Psychopharmakon Ein P. (von griech. ''ψυχ&eeacgr;'' „''Seele''” u. ''&phis;&aacgr;ρμακον'' „Arzneimittel”; Mehrzahl: Psychopharmaka) ist ein Arzneistoff (vgl. Medikament), der auf die Psyche des Menschen symptomatisch einwirkt u. vorwiegend der Behandlung psych. Störungen u. neurolog. Krankheiten dient. Hierbei kommt es oftmals zu einer Phasenverkürzung, nicht jedoch zur Heilung chronischer psych. Erkrankungen. Einige Psychopharmaka werden auch eingesetzt, um Symptome organ. Krankheiten zu behandeln oder als Narkosemittel.
Psychose Der Begriff P. bezeichnet eine Gruppe schwerer psych. Störungen, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen, u. wurde 1845 von Ernst von Feuchtersleben erstmals verwendet. Im Unterschied zur Neurose erleben die Erkrankten nicht sich selbst, sondern ihre Umwelt als verändert u. erlangen zumeist im Akutstadium keine Krankheitseinsicht. Auffällige Symptome sind oft Wahn u. Halluzinationen. Psychosomatik Mit P. (altgr. ψυχ&eeacgr; ''psyché'' für Atem, Hauch u. Seele u. σ&oacgr;μα ''soma'' für Körper, Leib u. Leben) wird in der Medizin die Betrachtungsweise u. Lehre bezeichnet, in der die geistig-seel. Fähigkeiten u. Reaktionsweisen von Menschen in Gesundheit u. Krankheit in ihrer Eigenart u. Verflechtung mit körperl. Vorgängen u. sozialen Lebensbedingungen in Betracht gezogen werden. Ihre Erforschung u. Umsetzung in der Krankenbehandlung erfolgt in der Psychosomatischen Medizin. Psychotherapie Die P. (griech. ψυχοθεραπε&iacgr;α, psychotherapía – ''Heilen der Seele'') ist die Behandlung von Menschen mit geistig-seelischen, körperlichen u. psychosomat. Krankheiten, Leidenszuständen oder Verhaltensstörungen mittels systemat. Anwendung psychologischer, d.h. wissenschaftlich fundierter Methoden verbaler u. nonverbaler Kommunikation. Bes. in d. Gr. Psychoanalyse u. teilweise auch in anderen analytisch orientierten Therapieformen findet hierbei eher eine Auseinandersetzung mit "dem Unbewussten" (oder Nichtgewussten) statt, um die Hintegründe u. Ursachen der Erkrankung zu klären, oder es wird wie etwa in der Gesprächstherapie oder kognitiven Verhaltenstherapie eher der Bereich des bewussten Denkens u. Empfindens analysiert u. durchgearbeitet. Psytrance P. (kurz für: Psychedelic Trance, auch: Goa-Trance bzw. Goa oder Hippie-Trance) ist eine Richtung der elektron. Musik u. stellt ein Subgenre der Trance-Musik dar.
Namensgebend waren Outdoor-Trance-Partys in den späten 1980er Jahren im indischen Bundesstaat Goa; der Musikstil wurde jedoch besonders in Europa weiterentwickelt. Nachdem Goa Trance zwischen 1994 u. 1998 seine Hochphase hatte, entwickelte sich der Musikstil danach unter der Bezeichnung ''Psytrance'' weiter. Obwohl Goa in der Musikindustrie weitgehend von P. verdrängt wurde, bestehen weiterhin freie Goa-Netlabels, die sich dem ursprünglichen Goa-Trance verschrieben haben. Pt100 Pt100-Sensoren sind Temperaturfühler, die auf der Widerstandsänderung von Platin unter Temperatureinfluss basieren. Es handelt sich um Widerstandsthermometer (mit Wertetabelle), u. zwar um Kaltleiter (PTC). Zur Temperaturmessung im Bereich −200 °C bis 850 °C wird häufig die elektr. Widerstandsänderung eines Platindrahtes oder einer Platinschicht genutzt. Die Platin-Temperatursensoren werden durch ihren Nennwiderstand R0 bei einer Temperatur von 0 °C charakterisiert. Als Widerstandsthermometer ist das Pt100 genauer als z. B. Thermoelemente. Pubertät Unter P. (lat. „Mannbarkeit”) versteht man etwa seit dem 16. Jh. den Teil der Adoleszenz, in welchem der entwicklungsphysiolog. Verlauf der Geschlechtsreifung als Ziel die „Geschlechtreife” im Sinne von Fortpflanzungsfähigkeit erreicht u. im weiteren Verlauf auch zu einem ausgewachsenen Körper führt. Diese Phase des Lebens beginnt, wenn die Gehirnanhangdrüse ein hormonelles Signal an den Körper sendet, in bestimmten Organen verstärkt Geschlechtshormone herzustellen u. ebenfalls in das Blut auszuschütten. Bei Jungen ist es in erster Linie das Testosteron, bei Mädchen das Östrogen. Im Normalfall wird in unseren Breiten die P. bei Mädchen zwischen dem 10. u. 18. Lebensjahr u. bei Jungen zwischen dem 12. u. 20. Lebensjahr durchlaufen. In dieser Zeitspanne kommt es unter der deutlich erhöhten Konzentration der Geschlechtshormone dann bei beiden Geschlechtern zur vollständigen Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale, wie etwa der geschlechtsspezif. Körperbehaarung. Pubic-Piercing Ein P. ist ein männl. Intimpiercing. Es sitzt am Penisansatz u. wird üblicherweise waagerecht gestochen. Da es zu den Oberflächenpiercings zählt, verheilt es relativ schlecht u. neigt dazu, herauszuwachsen. Die Heilung des Piercings kann zwischen 2 bis 3 Monate dauern. Public Enemy P. E. waren Ende der 1980er Jahre eine der einflussreichsten Bands der US-amerikan. Rapszene. Die Texte der Formation waren sehr kritisch u. ihre Auftritte mit Bodyguards, den S1W's (Security of the First World) im Söldnerlook, im Stile öffentl. Protestveranstaltungen (z. B. das Musikvideo ''Fight the Power'') lösten oft ein starkes Echo in den Medien aus. Public-Key-Infrastruktur Mit P. (PKI, engl. ''public key infrastructure'') bezeichnet man in der Kryptologie ein System, welches es ermöglicht, digitale Zertifikate auszustellen, zu verteilen u. zu prüfen. Die innerhalb einer PKI ausgestellten Zertifikate werden zur Absicherung computergestützter Kommunikation verwendet. Public Private Partnership Als P. P. P. (Abk. PPP), auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP), wird die Mobilisierung privaten Kapitals u. Fachwissens zur Erfüllung staatl. Aufgaben bezeichnet. I. w. S. steht der Begriff auch für andere Arten des kooperativen Zusammenwirkens von Hoheitsträgern mit privaten Wirtschaftssubjekten. PPP geht in vielen Fällen mit einer Teil-Privatisierung von öffentl. Aufgaben einher. Public Relations →Öffentlichkeitsarbeit. Puccini, Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccini (* 22. Dezember 1858 in Lucca; 29. November 1924 in Brüssel) war ein italien. Komponist der Spätromantik. Zu seinen Opern gehören u. a. „Manon Lescaut”, „Tosca”, „Madame Butterfly” u. „Turandot”. Er gilt nach G. Verdi als bedeutender Fortsetzer der ital. Operntradition. Pudel Der P. (französ. Caniche) ist eine von der FCI (Nr.172, Gr.9, Sek.2) anerkannte Hunderasse. Pu der Bär P. d. B. (engl. ''Winnie-the-Pooh'') ist ein Kinderbuch des Autors Alan Alexander Milne, benannt nach der Hauptfigur, einem Bären „''von sehr geringem Verstand''” oder – treffender – von sehr großer Naivität. In der aktuellen Filmwerbung in Deutschland wird er Winnie Puuh genannt. Puerto Rico Der Freistaat P. R. (spanisch: ''Estado Libre Asociado de Puerto Rico''; englisch: ''Commonwealth of Puerto Rico, früher dt. auch Portoriko)'' ist eines der US-amerikan. Außengebiete, ein mit den USA assoziierter Inselstaat in der Karibik, bestehend aus der Insel P. R. u. den kleineren Nebeninseln Vieques, Culebra, Culebrita, Desecheo, Palomino, Mona, Caja de Muertos, u. Monito. P. R. ist die östlichste u. kleinste Insel der Groáen Antillen. – 3.994.259 Ew. Pufferlösung Eine P. bzw. ein Puffersystem, kurz ''Puffer'', ist ein Stoffgemisch, dessen pH-Wert (Konzentration der Wasserstoffionen) sich bei Zugabe einer Säure oder Base wesentlich weniger stark ändert, als dies in einem ''ungepufferten System'' der Fall wäre. Typische Puffersysteme sind Pufferlösungen, Humus in Verbindung mit Grundwasser, oder Blut. Puhdys Die P. sind eine der bekanntesten Rockbands der DDR u. bis heute aktiv. Pulitzer-Preis Der P. wurde von dem aus Ungarn stammenden Journalisten u. Zeitungsverleger Joseph Pulitzer gestiftet u. seit 1917 für hervorragende journalist. Leistungen in den USA verliehen. Jährlich gibt die Pulitzer-Journalisten-Schule an der New Yorker Columbia Universität die Preisträger bekannt, die von einer Jury aus US-amerikan. Journalisten u. Verlegern ausgewählt wurden. Es werden Reportagen, Fotos, Bücher u. Musikaufnahmen ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt jeweils ca. 10.000 US-Dollar. Mit seinen Auszeichnungen für Romane u. Sachbücher ist er der wichtigste US-amerikan. Literaturpreis. Er ist bei Journalisten ebenso berühmt u. begehrt wie der Nobelpreis bei Wissenschaftlern oder der Oscar in der Filmindustrie. Pulliam, Keshia Knight Keshia Knight Pulliam (* 9. April 1979 in Newark, New Jersey, USA) ist eine US-amerik. Schauspielerin jamaikan. Herkunft. Bekannt wurde sie durch die Sitcom ''Die Bill-Cosby-Show''. Pullman, Philip Philip Pullman CBE (* 19. Oktober 1946 in Norwich, Großbritannien) ist ein brit. Schriftsteller. Pulmonale Hypertonie P. H. (Abk. ''PH'' oder ''PHT'') u. pulmonal-arterielle Hypertonie (Abk. ''PAH'') sind Sammelbez. für Krankheiten, die durch einen zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes u. einen Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf gekennzeichnet sind, oft verbunden mit einer darauf folgenden Rechts-Herzinsuffizienz. Die Patienten leiden unter stark eingeschränkter körperl. Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen u. Müdigkeit. Die durchschnittl. Lebenserwartung ohne Therapie beträgt drei Jahre ab Diagnose. Eine pulmonale Hypertonie wurde erstmalig 1891 durch Ernst von Romberg beschrieben. Die idiopathische pulmonale Hypertonie zählt zu den ''seltenen Krankheiten'', die sekundären pulmonalen Hypertonien sind häufig. Pulp Fiction P. F. ist ein Film von Quentin Tarantino aus dem Jahre 1994, der mehrfach ausgezeichnet wurde, u. a. mit einem Golden Globe, einem Oscar u. der Goldenen Palme. Der engl. Begriff ''pulp fiction'' bedeutet so viel wie Schundliteratur. Puls In der Medizin beschreibt der P. (v. lat.: ''pellere'' = schlagen, klopfen; PPP ''pulsum'') überwiegend qualitativ die mechan. Auswirkungen von Herzaktionen auf die direkte Umgebung oder deren Fortleitung in entferntere Regionen des Körpers durch das Gefäßsystem. Als P. bezeichnet man sowohl die Pulsfrequenz (Zahl der Impulse pro Minute) als auch die Qualität dieser Impulse, z. B. "weicher", "schwacher" oder "schwirrender" P. Puls-Code-Modulation Die Bez. P. (PCM) steht für die Transformation eines zeit- u. wertekontinuierlichen analogen Signals in ein werte- u. zeitdiskretes. Sie wird unter anderem für die Umwandlung von analogen in digitale Sprachsignale benutzt, beispielsweise nach dem G.711-Standard, oder für digitale Videosignale nach dem Standard ITU-R BT 601. Die PCM spezifiziert zum einen ein Codierungsverfahren, da wertekontinuierl. Amplitudenwerte bestimmten Codes, wie beispielsweise binären Werten, zur Repräsentierung der Signalauslenkung zugeordnet werden. Zum anderen ist die PCM eine spezielle Form der Modulation, da dabei der ursprünglich zeitkontinuierl. Signalverlauf in eine zeitdiskrete Pulsfolge (Pulsmodulation) umgewandelt wird. Pulsweitenmodulation Die P. (PWM) (auch Unterschwingungsverfahren) ist eine Modulationsart, bei der eine technische Größe (z. B. elektrischer Strom) zwischen zwei Werten wechselt. Dabei wird das Tastverhältnis bei konstanter Frequenz moduliert. Ein PWM-Signal wird allgemein über einen Tiefpass demoduliert. Die resultierende demodulierte technische Größe entspricht dem Integral u. damit der Fläche unter der modulierten Größe (Integralrechnung). Ein anschaul. Beispiel für diese Modulationsart ist ein Schalter, mit dem man eine Heizung ständig ein- u. ausschaltet. Je länger die Einschaltzeit gegenüber der Ausschaltzeit ist, umso höher die mittlere Heizleistung. Die Temperatur der Heizung kann nur vergleichsweise langsam dem Ein- u. Ausschaltvorgang folgen u. ergibt so das notwendige Tiefpassverhalten zur Demodulation.
Pulver, Liselotte Liselotte Pulver (* 11. Oktober 1929 in Bern) ist eine schweiz. Schauspielerin. In den 1950er u. 1960er Jahren zählte sie zu den populärsten Darstellerinnen des deutschsprachigen Kinos. Puma Der P. (''Puma concolor'') ist eine Katzenart Nord- u. Südamerikas. In seinen Heimatländern ist er unter zahlreichen weiteren Namen bekannt; für viele davon gibt es auch im Deutschen eine Entsprechung: Silberlöwe, Berglöwe oder Kuguar (von engl. cougar, frz. couguar). Gelegentlich wird er in den USA auch einfach als „Panther” bezeichnet; ein Name, der außerhalb der USA für verschiedene Großkatzen verwendet wird. Der Name ''Puma'' ist aus dem Quechua entlehnt. Puma (Schützenpanzer) Der P. ist ein Schützenpanzer, der von den dt. Rüstungsherstellern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) u. Rheinmetall-Landsysteme (RLS) entwickelt u. produziert wird. Die Ausführung erfolgt durch ''Projekt System-Management'' (PSM), ein Gemeinschaftsunternehmen von KMW u. RLS. Er soll ab 2010 bei der Bundeswehr, die insges. 410 Stück erhalten wird, den Schützenpanzer Marder ersetzen. Puma AG Die P. AG ist ein weltweit tätiger dt. Sportartikelanbieter mit Sitz in Herzogenaurach. Bis zum 17. Juli 2007 wurden 62,09 Prozent der Aktienanteile von dem französische Konzern Pinault-Printemps Redoute übernommen. Puma ist mit 2,37 Milliarden Euro Jahresumsatz (2006), einem Konzerngewinn von 263 Millionen Euro (2006) u. 6.831 Mitarbeitern (2006) neben Adidas u. Nike einer der weltweit größten Sportartikelhersteller. Pumpe Pumpen sind Fluidenergiemaschinen, bei denen die dem Fluid innewohnende Energie durch Aufbringung mechan. Arbeit erhöht wird. Der Druck des Fluid-Mediums wird erhöht oder ihm wird Bewegungsenergie mitgegeben, oftmals zum Zweck einer Ortsveränderung. Pumpernickel P. ist ein Vollkornbrot aus Roggenschrot dessen Tradition in der westfäl. Küche liegt. Pumpspeicherkraftwerk Bild: Koepchenwerk.jpg Pumpspeicherkraftwerk: Koepchenwerk in Herdecke Ein P. (auch Pumpspeicherwerk (PSW) genannt) ist eine bes. Form eines Speicherkraftwerkes u. dient der Speicherung von elektr. Energie durch Umwandlung in potentielle Energie von Wasser. Pumuckl →Meister Eder und sein Pumuckl. Punische Kriege Als P. K. (von lat. ''Poeni'' = Punier) bezeichnet man eine Serie von drei Kriegen der Antike (264–241 v. Chr., 218–201 v. Chr., 149–146 v. Chr.) um die Hegemonie im westl. Mittelmeer. Bei diesen Kriegen handelte es sich um den Konflikt zwischen Karthago, der alteingesessenen See- u. Handelsmacht, die den westl. Mittelmeerraum kontrollierte, dem jungen Römischen Reich, das soeben Herr über Italien geworden war u. nun weiter aggressiv expandieren wollte, u. ihren Verbündeten. Die Karthager wurden von den Römern Poeni (Punier) genannt. Schließlich beseitigten die Römer den karthagischen Stadtstaat im Dritten Punischen Krieg, vernichteten die Stadt selbst u. errichteten die neue Provinz Africa. Punisher Der P. ist ein fiktiver Charakter der Marvel Comics. Er ist ein Verbrechensjäger, der Selbstjustiz ausübt u. auch vor gewalttätigen Praktiken wie Töten, Entführung, Erpressung, Nötigung u. Folter nicht zurückschreckt. Angetrieben durch den Mord an seiner Frau u. seinen Kindern führt Frank Castle einen Rachefeldzug gegen alle Verbrecher. Als Kriegsveteran ist Castle ein Meister in Nahkampf, Tarnung, strateg. Planung u. im Benutzen verschiedener Waffen. Punk Der P. ist eine Jugendkultur, die Mitte der 1970er Jahre in New York u. London entstand. Charakteristisch für den P. sind provozierendes Aussehen, eine rebell. Haltung u. nonkonformist. Verhalten. Prägendes Motto für die Punk-Bewegung Ende der 1970er Jahre war der Refrain eines Sex Pistols-Stücks: No Future. Punk (Musik) P. [p&alamb;ŋk], auch ''Punkrock'', ''Punk-Rock'' oder ''Punk Rock'', ist eine Musikrichtung der Rockmusik, die Mitte der 1970er Jahre in New York u. London im Zusammenhang mit der Subkultur des P. entstanden ist u. sich später selbst zu einem Obergenre entwickelte u. auch durch die Popularität Subkulturen entwickelte. Die dazugehörige Subkultur ist durch die Ablehnung so genannter „bürgerlicher Werte” u. staatl. Richtlinien u. das möglichst krasse Auflehnen dagegen bestimmt. Unter den ersten Bands, die sich selbst als Punks bezeichneten sind unter anderem die Sex Pistols u. die Ramones. Der typische u. oft auf Punk-Konzerten zu beobachtende Tanz zu dieser Musik wird als Pogo bezeichnet. PunkBuster P. ist eine von der Firma Even Balance, Inc. entwickelte Software, welche Cheats in Online-Multiplayer-Computerspielen zu unterbinden versucht. Als Marktführer wurde es bereits in bekannte Spiele von id Software, Electronic Arts u. Ubisoft integriert. Pupille Die P. ist eine natürl. Öffnung in der Iris des Auges, durch die das Licht in das Innere des Auges einfallen kann. Der Begriff ist vermutlich abgeleitet von dem „Püppchen” (lateinisch pupilla), als das man sich selbst im Auge eines Menschen spiegelt, den man direkt anschaut. Das Auge steuert durch Verkleinern (Miosis) oder Vergrößern (Mydriasis) der P. mit Hilfe des ''Musculus sphincter pupillae'' u. des ''Musculus dilatator pupillae'' den Lichteinfall auf die Netzhaut.
Puppy Linux P. L. ist eine platzsparende Linux-Distribution, die unter anderem direkt von CD gestartet werden kann, u. einen Chihuahua namens Puppy ''(dt.: Welpe)'' im Logo trägt. Pur P. ist eine dt. Pop-Band aus Bietigheim-Bissingen. Mit ihren Popballaden gehören sie zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Bands. Purcell, Dominic Dominic Haakon Myrtvedt Purcell (* 17. Februar 1970 in London) ist ein austral. Schauspieler. Purin P. (R) ist eine heterobicyclische aromatische organ. Verbindung mit vier Stickstoffatomen. Purine sind neben Pyrimidinen wichtige Bausteine der Nukleinsäuren. Sie sind nicht essentiell, sondern werden vom menschlichen Körper selbst gebildet. Tierische Lebensmittel enthalten viele Purine, da diese in Haut u. Innereien in hoher Konzentration enthalten sind. Beim Menschen werden sie zu Harnsäure abgebaut u. über die Nieren ausgeschieden; bei verschiedenen anderen Tierarten erfolgt ein weitergehender Abbau (beispielsweise zu Allantoin bei Rindern). Daher leitet sich auch der Name von lat. ''purus'' = rein u. ''acidum uricum'' = Harnsäure ab, da es das „reine” Grundgerüst der Harnsäure ist, die 1898 von Emil Fischer erstmals synthetisiert wurde. Puritanismus Der P. war eine vom 16. bis zum 18. Jh. wirksame Reformbewegung in England u. Schottland, die für eine weitreichende Reformation der Kirche nach calvinist. Grundsätzen eintrat. Die Bez. „Puritaner” wurde zunächst als Spottname gegen derart gesinnte Laien u. Geistliche verwendet u. leitet sich von ihren Forderungen nach einer „Reinigung” der Kirche von „papistischen”, also röm.-kath., Lehren her. Konfessionell zersplitterte der P. in eine Reihe verschiedener Denominationen, wie Presbyterianer, Kongregationalisten u. Separatisten, auf die viele der heutigen Freikirchen im englischsprachigen Raum ihre Ursprünge zurückführen. Seinen Höhepunkt erreichte er mit dem Sieg im engl. Bürgerkrieg u. einer Errichtung einer puritanisch geprägten Republik unter Oliver Cromwell. Nach der Restauration König Karl II. im Jahr 1660 erschöpfte sich der engl. P. als intellektuelle u. polit. Kraft recht bald, blieb aber insbes. in den neuengl. Kolonien bis in das frühe 18. Jh. prägend. Purple Heart Das P. H. (dt. „Violettes Herz”) ist die einzige Verwundetenauszeichnung der US-Streitkräfte u. gleichzeitig der weltweit älteste heute noch verwendete militär. Orden. Es wird an Soldaten verliehen, die im Kampf durch gegner. Kräfte verwundet wurden, ebenso an den nächsten Angehörigen gefallener Soldaten. Purpura Schönlein-Henoch Die P. S. (''Purpura anaphylactoides'', ''Vasculitis allergica'') ist eine meist harmlos verlaufende, immunologisch vermittelte Vaskulitis (Entzündung) der kleinen Blutgefäße (Kapillaren, prä- u. postkapilläre Gefäße) unbekannter Ätiologie, die als Multisystemerkrankung bevorzugt Haut, Gelenke, Darm u. Nieren betrifft. Sie tritt am häufigsten im Vorschul- u. Schulalter nach einem vorausgehenden Atemwegsinfekt oder anderen Auslösern (z.B. Medikamenten) auf, beginnt akut u. verläuft in einem oder mehreren Schüben. In der großen Mehrzahl der Fälle heilt die Erkrankung folgenlos aus. Benannt ist sie nach den dt. Ärzten Johann Lukas Schönlein (1793-1864) u. Eduard Heinrich Henoch (1820-1910). Puschkin, Alexander Alexander Sergejewitsch Puschkin (wiss. Transliteration ''Aleksandr Sergeevič Puškin''; * 6. 6. 1799 in Moskau; † 10. 2. 1837, Sankt Petersburg) gilt als russ. Nationaldichter u. Begründer der modernen russ. Literatur. Er schuf einen erzählerischen Stil, der Drama, Romantik u. Satire mischte – ein Stil, der seitdem untrennbar mit der russ. Literatur verbunden ist. Push-to-talk P. (Abk. PTT, engl. für ''Drücke um zu sprechen'') bezeichnet im allg. bei Funkgeräten die Taste für die Umschaltung von Empfang auf Senden. Pussycat Dolls Die P. D. sind ein Tanz- u. Musik-Ensemble aus Los Angeles, das 1995 von Robin Antin gegr. wurde u. 2005 seine erste Single herausbrachte. Pustel Als P. (von lat. ''Pustula'') oder Eiterbläschen wird ein mit Eiter gefüllter, oberflächlicher (epidermal oder subepidermaler) kleiner Hohlraum der Haut bezeichnet. Die P. gehört zu den so genannten primären Hautveränderungen (''Primäreffloreszenzen'') der Dermatologie. Ihr Inhalt kann steril (wie bei der Psoriasis pustulosa generalisata) oder infektiös sein. Putin, Wladimir Wladimirowitsch Wladimir Wladimirowitsch Putin (Владимир Владимирович Путин, wiss. Transliteration ''Vladimir Vladimirovič Putin''; * 7. Oktober 1952 in Leningrad, heute Sankt Petersburg) ist ein russ. Politiker u. war von März 2000 bis Mai 2008 Präsident Russlands. Seit Mai 2008 ist er Ministerpräsident. Als Nachfolger Boris Jelzins war Putin der zweite nachsowjetische Präsident Russlands. Put-Option Eine P. (oder auch ''Vanilla Put'', dt. ''Verkaufsoption'') ist eine Variante der Optionen u. stellt eine Verbriefung eines Rechts, aber nicht einer Pflicht dar, innerhalb eines bestimmen Zeitraums (amerikan. Optionen) oder an einem bestimmten Zeitpunkt (europ. Optionen) einen bestimmten Basiswert zu einem im Voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis) u. in einer im Voraus festgelegten Menge zu verkaufen. Putsch Ein P. oder Staatsstreich ist eine überraschende, meist gewaltsame Aktion einer Gruppierung, meist einer gesellschaftl. Minderheit, mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen u. die Macht im Staat diktatorisch zu übernehmen. Putschisten sind in der Regel hohe Militäroffiziere oder Führer paramilitär. Organisationen. Oft übernimmt aber auch eine Gruppe die Macht, die bereits Teile des Staates legitim kontrolliert. Dies ist etwa der Fall, wenn die Legislative von der Exekutive ausgeschaltet wird. Häufig folgt auf einen P. eine Militärdiktatur oder die Herrschaft eines autoritären Regimes. PuTTY PuTTY ist ein von Simon Tatham entwickelter freier SSH- u. Telnet-Client für Microsoft Windows, Unix u. Symbian OS. Er dient dazu, eine Verbindung von einem Rechner zu einem Server herzustellen. Dabei wird vor dem Verbindungsaufbau die Identität des Benutzers mittels einer der bereitgestellten Methoden zur Authentifizierung überprüft (Standard-Unix-Abfrage). Pu Yi, Aisin Gioro Aisin Gioro P&ucaron; Yí (Aìxīnjuéluó P&ucaron; Yí; * 7. Februar 1906 in Peking; † 17. Oktober 1967 ebenda), als Kaiser von China unter der Regierungsdevise Xuānt&ocaron;ng, als Kaiser von Mandschukuo unter der Ära Kāngdé, war von 1908 bis 1912 (sowie im Zuge einer knapp zweiwöchigen Restaurationsperiode 1917) der letzte Kaiser von China. Pyelonephritis Die P. oder Nierenbeckenentzündung ist eine meist durch bakterielle Infektionen verursachte, akut oder chronisch verlaufende Entzündung des Nierenbeckens mit Beteiligung des Nierenparenchyms (bakterielle interstitielle Nephritis). Sie kann einseitig (häufiger) oder beidseitig auftreten. Die Abgrenzung der P. von einem schweren Harn- wegsinfekt ist schwierig u. umstritten. Frauen erkranken aufgrund der kürzeren Harnröhre zwei- bis dreimal so häufig wie Männer. Pygmäen P. ist ein traditioneller u. gängiger, aber ethnologisch unbrauchbarer Sammelbegriff zur Bez. einer Vielzahl kulturell unterschiedl. Gesellschaften – ca. 150.000 Menschen – in Zentralafrika. Gemeinsames Merkmal ist die relativ geringe Körpergröße. Der dt. Name leitet sich von dem altgriech. Wort ''pygmaios '' ab, was soviel wie „eine Faust lang” bedeutet. Im kolonialen Sprachgebrauch wurden Batwa Akka, Bakango, Batschwa, Efe, Mbuti/Bambuti, Binga, Bongo, Bagielli, Ba-Benjelle, Twa u. a. als P. bez. Pygmalion P. ist der Name eines kypr. Königs aus der griech. Mythologie (der sich in eine von ihm geschaffene Frauenstatue verliebte die schließlich lebendig wird) u. der Name eines Schauspiels von George Bernard Shaw (das später zum Musical u. Film „My Fair Lady” umgearbeitet wurde). Außerdem ist er der griech. Name des Königs Pumayaton von Tyros, der möglicherweise den Ursprung der myth. Geschichte darstellt. Pyramide (Bauwerk) Die P. (gr. Πυραμ&iacgr;ς, πυραμ&iacgr;δα) ist eine Bauform, meist mit quadrat. Grundfläche, die aus unterschiedlichen alten Kulturen bekannt ist, wie Ägypten, Lateinamerika, China u. den Kanaren. Pyramiden wurden vorwiegend für Gebäude mit religiösem (Totenkult) u./oder zeremoniellem Charakter verwandt. Pyramide (Geometrie) Bild: Pyramide5.jpg Geometrische Pyramide Die P. gehört zu den (dreidimensionalen) Körpern, die in der Geometrie betrachtet werden. Eine P. ist ein spezielles Polyeder (Vielflächner). Sie wird begrenzt von einem Vieleck (Polygon) beliebiger Eckenzahl (''Grundfläche'') u. mind. drei Dreiecken (''Seitenflächen''), die in einem Punkt (''Spitze'') zusammentreffen. Die Gesamtheit der Seitenflächen bezeichnet man als ''Mantelfläche''. Die P. erfüllt die allg. Definition eines Kegels. Pyramiden von Gizeh Die P. v. G. in Ägypten gehören zu den bekanntesten u. ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit.
Die Pyramiden entstanden etwa zwischen 2620 u. 2500 v. Chr. Sie wurden auf einem rund 1000 mal 2000 m großen Kalksteinplateau errichtet, wobei mit dem Bau der Pyramiden Nebenpyramiden, Tempelanlagen, Gräberfelder u. Arbeiterdörfer entstanden. Sie befinden sich am westl. Rand des Niltals, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh (Gîza). Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike. Pyrenäen Die P. (auf Spanisch ''Pirineos'', auf Französisch ''Pyrénées'', auf Baskisch ''Pirinioak'', auf Katalanisch ''Pirineus'', auf Aragonesisch ''Perinés'' u. auf Gaskognisch ''Pirenèus'') sind ein rd. 430 km langes Grenzgebirge zwischen Frankreich u. Spanien. Sie trennen die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa u. bestehen aus zwei etwa gleich langen Gebirgsketten, die sich – im W vom Golf von Biscaya u. im O vom Golf de Roses kommend – im Bereich des Val d’Aran überlappen. Pyridin P. auch bekannt als Azin oder Azabenzol, ist ein Heteroaromat, also eine heterocycl. Verbindung mit aromat. Eigenschaften. Man kann es sich vom Benzol abgeleitet denken, in dessen Ring eine C-H Gruppe durch ein Stickstoffatom ersetzt ist (daher der Name Azabenzol). Pyridoxin Vitamin B6 ist ein Vitamin aus dem B-Komplex u. ist ein Sammelbegriff für Derivate des 4,5-Bis(hydroxymethyl)-2-methylpyridin-3-ol. Sie unterscheiden sich durch unterschiedl. Substituenten in der 4-Position, die an der Coenzymfunktion beteiligt ist. Alle drei Derivate können ineinander überführt werden u. besitzen dieselbe biolog. Aktivität. Pyrit P. (auch ''Schwefelkies'' oder chemisch ''Eisen(II)-disulfid'') ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Schwefel (Selen, Tellur) < 1 : 1. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung FeS2 u. entwickelt überwiegend idiomorphe Kristalle (Kristalle mit vollständiger Ausbildung der Eigengestalt) in der Form von Würfeln oder Pentagondodekaedern. Auch Oktaeder u. Disdodekaeder sind verbreitet, sowie Kombinationen zwischen diesen Formen. P. ist polymorph zu Markasit. Pyrolyse P. (von griechisch: ''pyr'' = Feuer, ''lysis'' = Auflösung) ist die Bez. für die therm. Spaltung chem. Verbindungen, wobei durch hohe Temperaturen ein Bindungsbruch innerhalb von großen Molekülen erzwungen wird. Pyrotechnik Die P. (von griechisch ''pyr'' „Feuer”) weist auf eine Technik in Verbindung mit – meist explosiv ablaufender – Verbrennung hin. Pyrotechnische Erzeugnisse sind z. B. Streichhölzer oder die Treibladungen in Airbags, insbes. aber Produkte der Feuerwerkerei sowie Spezialeffekte (''special effects''). Gegenstände mit pyrotechn. Materialien unterliegen in fast jedem Land dem nationalen ''Sprengstoffrecht'' oder einem speziellen Pyrotechnikgesetz. Dabei werden sie nach dem Gesamtsatzgewicht in verschiedene Klassen eingeteilt. Pyrrhussieg Von einem P. spricht man, wenn man einen zu teuer erkauften Erfolg meint. Im ursprünglichen Sinne ist es ein Sieg, der so verlustreich für den Sieger war, dass er mittelfristig kein Sieger mehr ist. Der Name geht auf Pyrrhus, König von Epirus, zurück. Dieser soll nach seinem Sieg über die Römer in der Schlacht bei Asculum (Süditalien) 279 v. Chr. zu einem Vertrauten gesagt haben: „Noch so ein Sieg, u. wir sind verloren”. Pyruvate Pyruvat ist das Säureanion der Brenztraubensäure. Salze, die das Pyruvat-Ion enthalten, bezeichnet man als P. Pythagoras von Samos P. v. S. (Πυθαγ&oacgr;ρας) (* um 570 v. Chr., † nach 510 v. Chr. in Metapont in der Basilicata) war ein antiker griech. Philosoph (Vorsokratiker) u. Gründer einer einflussreichen religiös-philosoph. Bewegung. Als Vierzigjähriger verließ er seine griech. Heimat u. wanderte nach Unteritalien aus. Dort gründete er eine Schule u. betätigte sich auch politisch. Trotz intensiver Bemühungen der Forschung gehört er noch heute zu den rätselhaftesten Persönlichkeiten der Antike. Manche Historiker zählen ihn zu den Pionieren der beginnenden griech. Philosophie, Mathematik u. Naturwissenschaft, andere meinen, er sei vorwiegend oder ausschließlich ein Verkünder religiöser Lehren gewesen. Möglicherweise konnte er diese Bereiche verbinden. Die nach ihm benannten Pythagoreer blieben auch nach seinem Tod kulturgeschichtlich bedeutsam. Python (Programmiersprache) P. ist eine Programmiersprache, die mehrere Programmierparadigmen umfasst. So wird die objektorientierte, aspektorientierte u. funktionale Programmierung unterstützt. Alle bisherigen Implementierungen der Sprache übersetzen den Text eines Python-Programmes transparent in einen Zwischencode, der dann von einem Interpreter ausgeführt wird. Pythons Die P. (Pythoninae, sing. der Python) sind eine Unterfamilie von Schlangen aus der Familie der Riesenschlangen (Boidae). Manchmal werden sie auch als eigene Familie Pythonidae klassifiziert. Bezogen auf Familie oder Unterfamilie spricht man auch von Pythonschlangen. Ebenfalls als P. werden die Vertreter der Gattung Eigentliche P. (''Python'') bezeichnet.