R R bzw. r (gesprochen: [&aeo;r]) ist der 18. Buchstabe des lateinischen Alphabets u. in den meisten Sprachen ein Konsonant. Der Buchstabe R hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 7%. Er ist damit der fünfthäufigste Buchstabe in deutschen Texten. Raab, Stefan Stefan Konrad Raab (* 20. Oktober 1966 in Köln) ist ein dt. Showmaster, Entertainer, Musiker u. Musikproduzent. Raabe, Max Max Raabe (* 12. Dezember 1962 in Lünen; bürgerl. ''Matthias Otto'' ) ist ein dt. Sänger, Gründer u. Leiter des Palast Orchesters. Er lebt in Berlin. Rabatt Ein R. (von ital.: ''rabatto, rabattere'' = niederschlagen, abschlagen) ist ein Preisnachlass, der in der Regel in Prozent ausgedrückt u. vom Listen-Preis (Netto-Verkaufspreis) einer Ware abgezogen wird. Rabatte werden als Kaufanreize in der Preispolitik eingesetzt. Die Berechnung erfolgt bei der Preiskalkulation. Raben und Krähen Die R. u. K. bilden zusammen die Gattung ''Corvus'' in der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Die Gattung umfasst 42 Arten. Die größeren Vertreter werden als „Raben”, die kleineren als „Krähen” bezeichnet. Hierbei handelt es sich jedoch um keine biolog. Unterscheidung (Taxon). In Europa kommen der Kolkrabe, die Aaskrähe, die Saatkrähe u. die Dohle vor. Als ''das Krähen'' bezeichnet man weiter auch den typischen Vogellaut, den neben Rabenvögeln auch andere Vögel von sich geben, etwa Haushähne u. andere männl. Fasanenvögel. Rachitis R. (griechisch ''rhachis'', Wirbelsäule) bezeichnet eine Erkrankung des wachsenden Knochens mit gestörter Mineralisation der Knochen u. Desorganisation der Wachstumsfugen bei Kindern. Das der R. entspr. Krankheitsbild im Erwachsenenalter ist die Osteomalazie. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Sie besteht in einer Substitution von Vitamin D, ggf. zusätzlich von Calcium oder Phosphat. Zur Prophylaxe ist es in Deutschland üblich, Säuglingen während des ersten Lebensjahres Vitamin D in einer tägl. Einzeldosis zu verabreichen. Raclette Bild: Raclette_-_001.jpg Raclette-Käse in Scheiben geschnitten Das oder die R. (von französisch ''racler'', „schaben, kratzen”) ist – neben dem Käsefondue – eines der Schweizer Nationalgerichte, die aus geschmolzenem Käse zubereitet werden. Auch der zur Zubereitung verwendete Käse wird oft (der) ''Raclette'' genannt. Rad Eine kreisrunde Scheibe mit einem Loch (Bohrung) im Zentrum ist die einfachste Ausführung eines Rades. Doch erst das Aufstecken dieser Scheibe auf einen Stab (Achse) macht daraus ein bewegl. Teil. Hierfür gab es in der Natur kein erkennbares Vorbild. Das R. war das erste Maschinenelement. In der Bronzezeit konnte das R. als Einheit von Nabe, Speichen u. Radkranz (Felge) weiter entwickelt werden. So konnten Wagen u. Töpferscheiben entstehen. Radar R. ist die Abk. für ''Radio Detection and Ranging'', ursprüngl. ''Radio Aircraft Detection and Ranging'', (etwa: Funk-Erkennung u. -Abstandsmessung) u. ist die Bez. für verschiedene Erkennungs- u. Ortungsverfahren u. -geräte auf der Basis elektromagnet. Wellen im Radiofrequenzbereich (Funkwellen). Ein Radargerät ist ein Gerät, das elektromagnet. Wellen (MHz- bis GHz-Bereich; Mikrowellen) gebündelt als sogenanntes Primärsignal aussendet, die von Objekten reflektierten "Echos" als Sekundärsignal empfängt u. nach verschiedenen Kriterien auswertet. Radcliffe, Daniel Daniel Jacob Radcliffe (* 23. Juli 1989 in Fulham, London) ist ein brit. Schauspieler. Bekannt wurde er durch die Verkörperung des ''Harry Potter'' in den Verfilmungen der gleichnamigen Romane von Joanne K. Rowling. Rädern R. ist eine Form der Hinrichtung mittels eines großen Wagenrades, in dessen Speichen der Körper des Verurteilten gebunden oder „geflochten” u. zur Schau gestellt wurde, nachdem man seine Gliedmaßen mittels des Rades zerschmettert hatte. Da der Körper des Delinquenten nach der Hinrichtung auf dem Rad verblieb u. dem Tierfraß u. Verfall überlassen wurde, hatte diese Form der Bestrafung, ähnlich wie bei der antiken Kreuzigung, noch eine sakrale Funktion über den Tod hinaus, da nach damaligem Glauben die unterbliebene Bestattung einer Auferstehung entgegenstand. Radetzky, Josef Graf Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz (tschech. ''Jan Josef Václav hrabě Radecký z Radče;'' * 2. November 1766 in Trebnitz, Böhmen; † 5. Januar 1858 in Mailand) war Feldmarschall, böhm. Adeliger u. der wohl bedeutendste Heerführer Österreichs in der ersten Hälfte des 19. Jh. Radetzkymarsch R. (Armeemarsch II, 145) heißt ein von Johann Strauß (Vater) zu Ehren von Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz komponierter Marsch. Die Uraufführung fand am 31. August 1848 am Wasserglacis in Wien statt. Radiant (Einheit) Der R. (Einheitenzeichen: rad) ist eine Hilfsmaßeinheit, die darauf hinweist, dass die voranstehende Maßzahl als Angabe der Größe eines ebenen Winkels im Bogenmaß zu verstehen ist. Der ebene Winkel von 1 R. umschließt auf der Umfangslinie eines Kreises mit 1 Meter Radius einen Bogen der Länge 1 Meter. Der Vollwinkel umfasst 2π R.: 1 Vollwinkel = 2 π rad. Radierung R. (lat.: ''radere'' = kratzen, wegnehmen, entfernen) bezeichnet ein graf. Tiefdruckverfahren der künstler. Druckgrafik. Radikaler Konstruktivismus Der Radikale Konstruktivismus (RK) ist eine Erkenntnistheorie, eine Theorie des Wissens, die sich deutlich von anderen Konstruktivismen unterscheidet. Die Kernaussage des RK besagt, dass Wahrnehmungen niemals ein Abbild der Realität liefern, sondern immer eine Konstruktion aus Sinnesreizen u. Gedächtnisleistung eines Individuums sind. Deshalb ist Objektivität im Sinne einer Übereinstimmung von wahrgenommenen (konstruiertem) Bild u. Realität unmöglich. Ausnahmslos jede Wahrnehmung ist subjektiv. Darin besteht die Radikalität des radikalen Konstruktivismus. Radio Ein R. (v. lat.: ''radius'' = der Strahl), landläufige Bez. für (Hör-)Rundfunkempfänger, ist ein Gerät zum Empfang von Hörfunksendungen; diese werden bei herkömml. Radios von einem terrestr. Radiosender über elektromagnet. Wellen oder als hochfrequente elektr. Signale über Kabel ausgesendet. Die empfangene Information wird im Wesentlichen in Schall umgewandelt, zu einem kleinen Teil enthält sie RDS-Daten, wie Senderkennung u. Radiotext. Radioaktivität Unter R. (von lat. ''radius'', Strahl) oder radioaktivem Zerfall oder Kernzerfall versteht man die Eigenschaft instabiler Atomkerne, sich spontan unter Energieabgabe umzuwandeln. Die freiwerdende Energie wird in Form ionisierender Strahlung, nämlich energiereicher Teilchen u./oder Gammastrahlung, abgegeben. Radio Data System Das R. D. S. (kurz RDS, etwa ''Radiodatensystem'') ermöglicht seit 1988 die Übermittlung von Nicht-Audio-Zusatzinformation beim Radio bzw. Rundfunk. RDS-Erkennung wird hauptsächlich in Autoradios verwendet, da es durch die Übertragung der ''alternative frequencies'' (Alternativfrequenzen) möglich ist, ohne Benutzereingriff automatisch die Frequenz zu wechseln u. somit einem einmal eingestellten Programm zu folgen. Radio Frequency Identification Der engl. Begriff R. F. I. (RFID) bedeutet im Deutschen ''Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen''. RFID ist ein Verfahren zur automat. Identifizierung von Gegenständen u. Lebewesen. Neben der berührungslosen Identifizierung u. der Lokalisierung von Gegenständen steht RFID auch für die automat. Erfassung u. Speicherung von Daten. Radiohead R. ist eine engl. Rockband, die in den späten 1980ern in Oxford gegr. wurde u. ursprünglich den Namen ''On A Friday'' trug. Der Name ''Radiohead'' stammt aus einem Lied der Talking Heads auf deren Album ''True Stories'' (1986). Radiokohlenstoffdatierung Die R. (14C-Datierung) ist eine Methode zur Altersbestimmung kohlenstoffhaltiger organ. Materialien mit einem Alter bis etwa 50.000 Jahre. Sie basiert auf dem radioaktiven Zerfall des Kohlenstoff-Isotops 14C u. wird insbes. in der Archäologie, Archäobotanik u. Quartärforschung angewandt. Entwickelt wurde die R. seit 1946 von Willard Frank Libby (1908–1980), wofür dieser 1960 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Radiologie Die R. ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung von Strahlen zu diagnostischen, therapeutischen u. wissenschaftl. Zwecken befasst. Traditionell werden in der R. Röntgenstrahlen verwendet. Über die Röntgenstrahlen hinaus kommen auch andere ionisierende Strahlen wie Gammastrahlung oder Elektronen zum Einsatz. Da ein wesentl. Einsatzzweck die Bildgebung ist, werden auch andere bildgebende Verfahren wie die Sonografie u. die Magnetresonanztomografie zur R. gerechnet, obwohl bei diesen Verfahren keine Strahlen zum Einsatz kommen. Radium R. (lat. ''radius'' „Strahl” wegen seiner Radioaktivität, wie später auch Radon) ist ein chem. Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ra u. der Ordnungszahl 88. Radius Als R. (von lat. ''radius''; „Strahl”) (dt.: Halbmesser) bezeichnet man in der Geometrie den Abstand zwischen dem Mittelpunkt ''M'' eines Kreises u. der Kreislinie. Analog dazu heißt auch bei der Kugel der Abstand zwischen Mittelpunkt u. Kugelfläche so. Verallgemeinert besitzt jedes geometr. Objekt mit einem kreisförmigen Querschnitt oder einer kreisförmigen Grundfläche einen R., also auch ein Zylinder oder ein Kegel. RADIUS Das Remote Authentication Dial-In User Service (RADIUS, dt. etwa ''Benutzerdienst zur Einwahl mit Fern-Authentifizierung'') ist ein Client-Server-Protokoll, das zur Authentifizierung, Autorisierung u. zum Accounting (Triple-A-System) von Benutzern bei Einwahlverbindungen in ein Computernetzwerk dient. RADIUS ist der De-facto-Standard bei der zentralen Authentifizierung von Einwahlverbindungen über Modem, ISDN, VPN, WLAN (IEEE 802.1X) u. DSL. Radon R. (wie Radium von lat. ''radius'' „Strahl” wegen seiner Radioaktivität) ist ein radioaktives chem. Element. Sein Symbol ist Rn, seine Ordnungszahl ist 86. Im Periodensystem der Elemente findet man es in der Hauptgruppe der Edelgase. Raeder, Erich Johann Albert Erich Johann Albert Raeder (* 24. April 1876 in Wandsbek; † 6. November 1960 in Kiel) war ein dt. Marineoffizier (seit 1939 Großadmiral) u. von 1928 bis 1943 unter dem Titel ''Chef der Marineleitung'' Oberbefehlshaber der Reichs- bzw. Kriegsmarine. Raeder war im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem ''Internationalen Militärgerichtshof'' angeklagt, wurde in drei von drei Anklagepunkten schuldig gesprochen u. zu lebenslanger Haft verurteilt, aus der er 1955 entlassen wurde. Raffael Raffael, auch Raffael da Urbino, Raffaello Santi [raf&dehn;a&beton;&aeo;l&dehn;o &beton;santi], Raffaello Sanzio [&beton;santsio] oder Raphael, (* 6. April oder 28. März 1483 in Urbino; † 6. April 1520 in Rom) war ein Maler u. Baumeister der Hochrenaissance. Bis weit ins 19. Jh. hinein galt er als größter Maler aller Zeiten. Neben seiner Laufbahn als Maler in Florenz u. am päpstl. Hof in Rom wurde er auch Bauleiter des Petersdoms u. Aufseher über die römischen Antiken. Ragdoll Als R. (auch Ragdoll-Engine, R. Physics, von engl. ''Ragdoll'': Stoffpuppe) wird ein Algorithmus (in einer Game-Engine) bezeichnet, der das Bewegungsverhalten von unbelebten menschl. Körpern simuliert u. entspr. Animationen erzeugt. Er ist Teil der Physik-Engine, die die darzustellende Szene ausgehend von einer Modellierung nach physikal. Gesetzen berechnet u. findet vor allem bei Ego-Shooter-Computerspielen Einsatz. Ragdoll-Katze Die Ragdoll ist eine Anfang der 1960er Jahre erzüchtete Katzenrasse. Die R. ist eine massive, große Katze mit mittlerem Knochenbau u. muskulösem Körper. Rage (Band) R. ist eine dt. Power-Metal-Band aus Nordrhein-Westfalen. Rage Against the Machine R. A. t. M. (kurz: ''RATM'') ist eine Band aus Los Angeles, Kalifornien. Sie wurde 1991 von Zack de la Rocha (Gesang), Tom Morello (Gitarre), Tim Commerford (Bass) u. Brad Wilk (Schlagzeug) gegr. Ragnarök Die R. (altnordisch „Schicksal der Götter”; aus ''regin'', gen. pl. ''ragna,'' = „Gott” + ''rök'' = „Ursache, Sinn des Ursprungs”) ist die Sage von Geschichte u. Untergang der Götter (Weltuntergang) in der nordischen Mythologie, wie es die Völuspá prophezeit. Der letzte Teil des R. schildert die neue Welt, welche nach dem Untergang der alten Welt entsteht. Lange Zeit wurde in diesen Teil eine Beeinflussung von der christl. Johannesapokalypse hineininterpretiert. Rai, Aishwarya Aishwarya Rai (''Aishwarya Bachchan''; * 1. November 1973 in Mangalore, Karnataka) ist eine indische Schauspielerin. Sie gewann die Miss-World-Wahl 1994 u. arbeitet sehr erfolgreich als Model. Des Weiteren ist sie eine professionelle Bharatanatyam-Tänzerin. Raid Als R. (englisch für „Überfall”, „Raubzug” o. a.) bezeichnet man in der Geschichtswissenschaft einen gewaltsamen, überfallartigen militär. Übergriff auf die Gebiete einer benachbarten Nation, Region oder eines Volksstammes, um die politische u. wirtschaftl. Situation des Gegners zu destabilisieren. Die Guerilla-Taktik wird dadurch erreicht, dass sich die Truppen dabei ebenso schnell, wie der Überfall erfolgt ist, wieder auf heim. Gebiet zurückziehen. Beispiele für einen R. finden sich insbes. in den Kolonialkriegen des 18. u. 19. Jahrhunderts. RAID Ein RAID-System (ursprünglich redundant array of inexpensive disks, heute redundant array of independent disks) dient zur Organisation mehrerer phys. Festplatten eines Computers zu einem logischen Laufwerk, das eine höhere Datensicherheit bei Ausfall einzelner Festplatten u./oder einen größeren Datendurchsatz erlaubt als eine phys. Platte. Während die meisten in Computern verwendeten Techniken u. Anwendungen darauf abzielen, Redundanzen (das Vorkommen doppelter Daten) zu vermeiden, werden bei RAID-Systemen redundante Informationen gezielt erzeugt, damit beim Ausfall einzelner Komponenten das RAID als Ganzes seine Funktionalität behält. Räikkönen, Kimi Kimi Matias Räikkönen [&beton;kimi &beton;ræik:œn&aeo;n] (* 17. Oktober 1979 in Espoo) ist ein finn. Rennfahrer u. seit 2001 in der Formel 1 aktiv. 2007 gewann er dort als bislang dritter Finne nach Keke Rosberg u. Mika Häkkinen die Weltmeisterschaft. Derzeit steht Räikkönen bei Ferrari unter Vertrag. Railgun Eine R. (genauer Electromagnetic Railgun/EMRG, dt. Schienengewehr oder Schienenkanone) ist eine Waffe, welche Projektile mittels eines stromführenden Schlittens entlang zweier parallel laufenden Schienen beschleunigt. Die beschleunigende Kraft wird dabei durch das entstehende Magnetfeld erzeugt. Die R. befindet sich noch immer in einer Entwicklungsphase. Ihr Einsatz erscheint insbes. dort interessant, wo hohe Feuerraten u. Reichweiten erwünscht sind, z. B. als Flugabwehrgeschütz. Raimi, Sam Bild: Sam_Raimi_by_David_Shankbone.jpg Sam Raimi Samuel Marshall Raimi (* 23. Oktober 1959 in Franklin, Michigan) ist ein US-amerikan. Regisseur von Filmen u. Fernsehserien. Rain Man R. M. ist ein US-amerikan. Filmdrama von Barry Levinson aus dem Jahr 1988. Dustin Hoffman spielt den autist. Raymond, der von seinem Bruder Charlie (Tom Cruise) aus einer Klinik auf eine lange Reise durch die USA mitgenommen wird. Rajneesh Chandra Mohan Rajneesh Chandra Mohan Jain (* 11. Dezember 1931 in Kuchwada, Madhya Pradesh, Indien; † 19. Januar 1990 in Pune, Maharashtra, Indien) war der Urheber u. Mittelpunkt der Neo-Sannyas-Bewegung, einer neuen spirituellen Bewegung mit Sitz in Indien u. zeitweise auch den Vereinigten Staaten von Amerika u. weiterhin Anhängern in der ganzen Welt. Rakete Eine R. (von ita. ''rocchetta'' „Spindel”) ist ein Flugkörper mit Rückstoßantrieb (Raketenantrieb), der von der Umgebung unabhängig ist u. daher auch im luftleeren Raum beschleunigt werden kann. Raketen, die eine sehr umfassende Eigensteuerung haben u. z. B. bewegl. Zielen folgen, werden auch als Lenkflugkörper eingeordnet. Im Gegensatz zu Geschossen haben Raketen lange Beschleunigungsphasen. Raketentriebwerk Raketentriebwerke (auch ''Raketenmotoren'') sind Antriebe, die die Antriebskraft (Schub) durch Ausstoßen von Stützmasse in negativer Antriebsrichtung erzeugen. Diesem Vorgang liegt das Rückstoß-Prinzip im Rahmen des dritten Newton'schen Axioms zugrunde. Je höher die Geschwindigkeit der ausgestoßenen Stützmasse ist, desto effektiver ist das Triebwerk u. desto größer ist die mögl. Geschwindigkeitsänderung „Delta v” der Rakete. RAL-Farbsystem Die RAL-Farbsysteme sind Normungen des RAL-Instituts (ursprüngl. ''Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen'') für Farben. Bekannt ist vor allem die heute „RAL CLASSIC” genannte Farbreihe mit vierstelligen Farbnummern, die seit 1927 besteht u. heute 210 Farben umfasst. Rallye Dakar Die R. D. (früher Rallye Paris-Dakar) ist ein seit Ende der 1970er-Jahre einmal jährlich hauptsächlich auf dem afrikan. Kontinent ausgetragenes Offroad-Motorsportrennen u. gilt als die berühmteste Wüstenrallye der Welt. Ramadan Der R. (Sommerhitze) ist der neunte Monat des islam. Mondkalenders u. der islam. Fastenmonat. Vormonat ist der Scha'ban, ihm folgt der Schauwal. Ramazzotti, Eros Luciano Walter Eros Luciano Walter Ramazzotti (* 28. Oktober 1963 in Rom, Italien) ist ein italien. Pop-/Rocksänger u. -musiker, der Gitarre, Piano u. Schlagzeug spielt. Rambo (Film) R. ist eine Adaption des David-Morrell-Romans „First Blood” durch den US-Regisseur Ted Kotcheff im Jahre 1982. Die Hauptrolle verkörpert Sylvester Stallone. Ramen R. sind – ebenso wie etwa Somen, Soba u. Udon – eine eigene Art japan. Nudeln. Diese Nudeln, vor allem aber auch die daraus hergestellte Nudelsuppe, werden ''Ramen'' genannt. In Japan werden R. in speziellen Restaurants – den Ramen-Shops bzw. Ramen-ya – verkauft, die sich ausschließlich auf den Verkauf dieser Suppen spezialisiert haben. Ramipril R. ist ein Arzneistoff der Gruppe der ACE-Hemmer, der zur Behandlung der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) u. der Herzinsuffizienz u. zur Vorbeugung des Herzinfarktes eingesetzt wird. R. selbst ist ein inaktives Prodrug. Sein Wirkprinzip beruht nach Aktivierung zum Ramiprilat auf der Hemmung des Angiotensin Converting Enzyme (ACE). In Deutschland ist R. als Ramigamma®, Delix® u. Vesdil® sowie in Form zahlreicher Generika auf dem Markt. Rammstein R. ist eine dt. Band, die 1994 in Berlin gegr. wurde. Sie ist durch ihre oft morbid geprägten Texte zu kontroversen Themen sowie ihren brachialen Musikstil gekennzeichnet. Laut Billboard Charts ist R. bis heute die international erfolgreichste deutschsprachige Musikgruppe. Insges. verkauften sie bereits über zwölf Millionen Platten, davon mehr als die Hälfte im Ausland. Ramones Die R. waren eine Musikgruppe aus Queens, New York City, USA. Sie gelten als Prototyp der Punkband, obwohl der Begriff Punk als Genrebezeichnung erst später im Zusammenhang mit einer brit. Subkultur populär wurde. Rampelmann, Franz Franz Rampelmann (* 1951 in Miesbach) ist ein dt. Schauspieler. Ramses II. Ramses II. (* um 1298 v. Chr.; † um den 1. September 1213 v. Chr.), auch ''der Große'' genannt, war der dritte altägypt. König (Pharao) aus der 19. Dynastie des Neuen Reichs. Er regierte von 1279 bis 1213 v. Chr. u. war einer der bedeutendsten Herrscher des Alten Ägypten. Während seiner Regierungszeit erreichte Ägypten eine wirtschaftliche u. kulturelle Blüte, wie sie nach ihm unter keinem Pharao mehr erreicht wurde. Durch sein diplomat. Handeln gelang es ihm, einen fast fünfzigjährigen Frieden mit seinen Nachbarvölkern, darunter auch mit den Hethitern, zu halten. Ramstein Air Base Die R. A. B. (kurz: ''Ramstein AB'') ist der größte Stützpunkt der US Air Force außerhalb der USA u. das Hauptquartier der United States Air Forces in Europe (USAFE) sowie eine NATO-Unterstützungseinrichtung. Die Air Base liegt unmittelbar östlich von Ramstein, rd. 10 Kilometer westlich von Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Die US Air Force nutzt den Stützpunkt hauptsächlich als europ. Drehscheibe für Fracht- u. Truppentransporte sowie als Ziel von Evakuierungsflügen, da sich im nahen Landstuhl das größte US-amerikan. Militärkrankenhaus, das Landstuhl Regional Medical Center (LRMC), außerhalb der Vereinigten Staaten befindet. Randi, James James Randi (* 7. August 1928 in Toronto (Kanada); Geburtsname ''Randall James Hamilton Zwinge'') ist ein Bühnenzauberer u. ein prominentes Mitglied der Skeptics Society. Random Access Memory R. A. M. (das; dt.: ''Speicher mit wahlfreiem Zugriff''), abgekürzt RAM, ist ein Speicher, der bes. bei Computern als Arbeitsspeicher Verwendung findet. Die gängigsten Formen gehören zu den Halbleiterspeichern. RAMs werden als integrierte Schaltkreise hauptsächlich in Silizium-Technologie realisiert. RAM wird in allen Arten von elektron. Geräten eingesetzt. Rang (Mathematik) Der R. ist innerhalb der Mathematik ein Begriff aus dem Teilgebiet der linearen Algebra. Man ordnet ihn einer linearen Abbildung oder einer Matrix zu. Übliche Schreibweisen sind \mathrm{rang}(f) u. \mathrm{rg}(f). Selten werden auch die engl. Schreibweisen \mathrm{rank}(f) u. \mathrm{rk}(f) benutzt. Ranke-Heinemann, Uta Uta Johanna Ingrid Ranke-Heinemann (* 2. Oktober 1927 in Essen) ist eine dt. Theologin u. Autorin. Sie habilitierte sich 1968 als erste Frau der Welt in kath. Theologie. Ranke-Heinemann trat als Kirchenkritikerin hervor; 1987 wurde ihr die kirchl. Lehrbefugnis entzogen. Ransbach, Yvonne Yvonne Ransbach (* 26. Februar 1975 in Kassel) ist eine dt. Fernsehmoderatorin. Rap R. [ræp] ist ein Sprechgesang u. Teil der Kultur des Hip-Hop. „To rap” (dt.: klopfen, pochen, meckern oder aber R.a.P. = Rhythm and Poetry, zu dt.: Rhythmus u. Poesie) deutet die Art der Musik u. des Sprechgesangs an. Mit dem Begriff „Rap-Musik” bezeichnet man daher auch die Hip-Hop-Musik. Heute hat sich der R. teilweise von seinen Wurzeln gelöst u. wird auch in anderen Musikstilen eingesetzt, z. B. in Pop, Eurodance, Crossover u. Nu Metal. Bes. in Bereichen unkommerzieller Rap-Musik, wie dem sogenannten Untergrund- oder Porno-Rap ist eine deutl. Abgrenzung zur ursprüngl. Hip-Hop-Musik erkennbar. Raphael (Erzengel) R. ist einer der Erzengel. Das hebräische ''rapha'el'' bzw. ''raphach'' bedeutet: „Gott heilt (die Seele)”. Es ist im alttestamentl. Buch Tobit der Name des Engels, der die Titelfigur Tobias auf seiner Reise begleitet u. dessen Vater Tobit heilt. Außerdem wird R. als der Engel der Heilung bezeichnet (das hebrä. Wort für Mediziner ist ''rophe'' u. teilt den Wortstamm mit R.). Raphe penis Die R. p. (lat., ''Penisnaht'') ist die Verwachsungslinie an der Unterseite des Penis. Diese Naht verläuft entlang der Penisunterseite u. setzt sich als Raphe scroti (''Hodensacknaht'') auf den Hodensack (Skrotum) bis zum Damm (Perineum) bzw. After fort. Nach vorn setzt sie sich auf das Vorhautbändchen (''Frenulum'') u. auf die Vorhaut als Vorhautnaht (''Raphe preputii'') fort. Rapid Prototyping R. P. (dt. schneller Prototypenbau) ist ein Verfahren zur schnellen Herstellung von Musterbauteilen ausgehend von Konstruktionsdaten. Rapid-Prototyping-Verfahren sind somit Fertigungsverfahren, die das Ziel haben, Computer-Aided-Design(CAD)-Daten möglichst ohne manuelle Umwege oder Formen direkt u. schnell in Werkstücke umzusetzen. RapidShare R. ist ein dt. Sharehoster mit Sitz in der Schweiz, der sich durch kostenpflichtige Premium-Zugänge finanziert. Nach eigenen Angaben ist R. der weltweit größte Filehoster. R. hat einen geschätzten Umsatz von 5 Mio. Euro im Monat. Rappelz R. (''Vollständiger Name: Rappelz Epic4 – Revolution'') ist ein kostenloses MMORPG aus Korea, welches u.a. die SpeedTree-Engine benutzt. Es handelt von einer Fantasiewelt, die von drei Völkern mit unterschiedl. Merkmalen beherrscht wird: Die Deva, Wächter des Lichtes, die Asura, Bedienstete der Dunkelheit, u. die Gaia, eine menschliche neutrale Rasse. Das Spiel beinhaltet ebenfalls ein PvP-System. Raps R. (''Brassica napus'') ist eine wirtschaftlich bedeutende Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae), zu der auch Senf u. Kohl gehören. Genutzt werden die Samen vor allem zur Gewinnung von Rapsöl. Rapsöl R. (auch Rüböl, Rübsenöl, Kolzaöl, Kohlsaatöl) ist ein pflanzl. Öl u. wird aus den Samen bestimmter, ab 1973 in Deutschland zugelassenen Sorten von Raps (''Brassica napus'') u. Ölrübsen (''Brassica rapa'') gewonnen. Die Samen dieser Zuchtpflanzen zeichnen sich durch einen im Vergleich zur Wildpflanze sehr niedrigen Gehalt an Erucasäure (0,5 bis 1,5%) u. Bitterstoffen (Glucosinolate) aus. Hierdurch wurde das R. für Mensch u. Tier überhaupt erst genießbar. Nach der Gewinnung aus den zerkleinerten Samen wird das Öl meistens raffiniert. Raffiniertes Öl verstärkt den Eigengeschmack der Speisen u. hat im Gegensatz zum naturbelassenen Öl einen hohen Rauchpunkt (etwa 130-200 °C). RAR (Dateiformat) RAR ist ein Algorithmus u. Dateiformat zur Datenkompression, um den Speicherbedarf von Dateien für die Archivierung u. Übertragung zu verringern. RAR hat je nach Dateiformat u. der Anzahl der Dateien eine gute Kompressionsrate. Benannt wurde das Format nach seinem Erfinder, Eugene Roshal, der Name steht für Roshal ARchive. Die Archivdateien tragen üblicherweise die Endung .rar; der MIME-Typ ist application/x-rar-compressed. Rashad, Phylicia Phylicia Rashad (* 19. Juni 1948 in Houston, Texas als ''Phylicia Ayers-Allen'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Sängerin. Im deutschsprachigen Raum wurde sie insbes. durch ihre Rolle der Claire Olivia Huxtable in der US-amerikan. Sitcom „Die Bill-Cosby-Show” bekannt. Rasputin, Grigori Jefimowitsch Grigori Jefimowitsch Rasputin (Григорий Ефимович Распутин, wiss. Transliteration ''Grigórij Efímovič Raspútin''; * 22. 1. 1869 in Pokrowskoje, Oblast Tjumen; † 30. 12. 1916 in Sankt Petersburg) war ein russ. Wanderprediger, dem Erfolge als Geistheiler nachgesagt werden. Rasse Eine R. ist in der Zoologie eine systemat. Einheit zur Beschreibung von Formengruppen unterhalb des Artniveaus. Der Begriff wird in diesem Zusammenhang jedoch kaum noch verwendet, die hierfür heute üblichen Bez. sind Unterart oder ''Subspezies''. In der Botanik spricht man zudem von Formen u. Varietäten, in der Pflanzenzucht von Sorten. In der Zoologie wird der Begriff „Rasse” im deutschsprachigen Raum heute fast ausschließlich für gezüchtete Formen von Haus- oder Nutztieren benutzt (Zuchtrassen, Kulturrassen). Rasseliste Viele dt. Bundesländer führen eine R. mit Hunderassen, die rassebedingt als gefährlich aufgeführt oder deren Gefährlichkeit nur vermutet wird. Für einen solchen Listenhund gelten dann bestimmte Regelungen, für die in einigen Bundesländern noch einmal abgestuft 2 unterschiedl. Kategorien gelten. In den meisten Bundesländern kann der Hund nach Bestehen eines Wesenstests von den Maßnahmen befreit werden, die für Listenhunde vorgeschrieben sind. Rassentheorien R. (veraltet Rassenkunde oder Rassenlehre) sind Theorien, die die Menschheit in verschiedene Rassen einteilen u. diese als natur- oder gottgegebene Einheiten bzw. biolog. Tatsachen auffassen. Sie dienten als scheinbar wissenschaftl. Grundlage des modernen Rassismus, dessen Einfluss teilweise bis heute fortwirkt. Moderne populations- u. molekulargenet. Untersuchungen zeigen, dass eine Einteilung der Menschheit in Rassen keine genet. Grundlage besitzt. Rassentrennung R. (amerik. Englisch ''Racial segregation'') ist die rassistisch motivierte zwangsweise Trennung von als sogenannte "Rassen" definierten Menschengruppen in allen Bereichen des Lebens. R. ist eine Sonderform der Segregation. Rassismus R. behandelt Menschen als einer Gruppe zugehörig u. unterstellt ihnen auf Grundlage dieser angenommenen Zugehörigkeit unveränderl. Merkmale u. Charakterzüge. Anhand dieser Einteilung bewertet der R. die Menschen u. hierarchisiert Gruppen von Menschen. Rassistische Theorien u. Argumentationsmuster dienen der Rechtfertigung von Diskriminierung u. Feindseligkeiten, der Kanalisierung negativer Emotionen u. fördern das Überlegenheitsgefühl von Mitgliedern einer Gruppe. R. findet sich in Politik, im Alltag wie auch in der wissenschaftl. Tradition. Die konkreten Auswirkungen von R. reichen von Vorurteilen u. Diskriminierung über Sklaverei, Rassentrennung, Rassenhass u. der daraus resultierenden Gewalt bis hin zu Pogromen, sog. „ethnischen Säuberungen” u. Völkermord. Die extremste Form des R. stellte die industrielle Judenvernichtung in der Zeit des Nationalsozialismus dar. Der Begriff R. entstand zu Beginn des 20. Jh. in der krit. Auseinandersetzung mit auf Rassentheorien basierenden polit. Konzepten. In anthropolog. Theorien über den Zusammenhang von Kultur u. rass. Beschaffenheit wurde der biolog. Begriff der „Rasse” mit dem ethnisch-soziolog. Begriff „Volk” vermengt. Ein Zusammenhang phänotyp. Merkmale mit charakterlichen oder intellektuellen Eigenschaften besitzt jedoch keine wissenschaftl. Grundlage. Rastafari R. (''gesprochen meist'' [rastafa&beton;rai]'', häufig zu'' Rasta ''abgekürzt'') ist eine in der schwarzen Bevölkerung Jamaikas in den 1930er Jahren entstandene, heute weltweit verbreitete Religion mit starken christlichen, vor allem alttestamentl. Bezügen. Die Bewegung glaubt an die Göttlichkeit von Haile Selassie. Auslöser für die Entstehung war die Prophezeiung von Marcus Garvey in den 1920ern eines mächtigen schwarzen Königs in Afrika. Heute bekennen sich etwa 24.000 der 3 Millionen Jamaikaner zum Rastafari-Glauben. Rastatt R. ist eine Stadt im W Baden-Württembergs, etwa 22 km südwestlich von Karlsruhe u. ca. 12 km nördlich von Baden-Baden. Sie ist die Kreisstadt u. größte Stadt des Ldkrs. R. u. bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. – 47650 Ew. Rasterelektronenmikroskop Als R. (REM) (englisch „Scanning Electron Microscope” (SEM)) bezeichnet man ein Elektronenmikroskop, bei dem ein Elektronenstrahl in einem bestimmten Muster über das vergrößert abzubildende Objekt geführt (gerastert) wird u. Wechselwirkungen der Elektronen mit dem Objekt zur Erzeugung eines Bildes des Objekts genutzt werden. Die mit einem R. erzeugten Bilder sind Abbildungen der Objektoberflächen u. weisen eine hohe Schärfentiefe auf. Der maximale theoretische Vergrößerungsfaktor liegt etwa bei circa 1.000.000:1. Rastergrafik Eine R., auch Pixelgrafik (engl. ''Raster graphics image'', ''Digital image'', ''Bitmap'' oder ''Pixmap''), ist eine Form der Beschreibung eines Bildes in Form von computerlesbaren Daten. Rastergrafiken bestehen aus einer rasterförmigen Anordnung von so genannten Pixeln (Bildpunkten), denen jeweils eine Farbe zugeordnet ist. Die Hauptmerkmale einer R. sind daher die Breite u. die Höhe in Pixeln, auch Auflösung genannt, sowie die Farbtiefe. Rastertunnelmikroskop Das R. (abgekürzt RTM oder STM von englisch ''scanning tunneling microscope'') ist ein Mikroskop, das in der Oberflächenphysik u. Oberflächenchemie eingesetzt wird, um die Oberfläche einer Probe abzubilden. Die Rastertunnelmikroskopie unterscheidet sich von den länger bekannten u. verwendeten oberflächensensitiven Beugungsmethoden wie z. B. der Beugung langsamer Elektronen (LEED) dadurch, dass sie ein ''„reales”'' Abbild der Probenoberfläche erzeugt (Abbildung im Ortsraum). Dadurch kann die Rastertunnelmikroskopie, im Gegensatz zu den Beugungsmethoden (die im inversen Raum abbilden), auch nicht-periodische, lokale Strukturen – wie z. B. Oberflächendefekte u. Nanostrukturen – sichtbar machen. Rasur R. (lateinisch ''rasura'', dt. das ''Schaben, Kratzen'') ist das Beschneiden der Haare bis kurz über der obersten Hautschicht mit einer Klinge, so dass diese nicht mehr fühlbar sind. Die R. als solche ist jedoch schon recht alt: Wie Höhlenmalereien belegen, haben sich bereits die Menschen vor 25.000 Jahren mit Hilfe von geschärften Steinen u. Muscheln die Behaarung abgeschabt. Die erste „Bartmode” ist aus dem alten Ägypten überliefert. Ratatouille Eine R. ist ein geschmortes Gemüsegericht der provenzal. Küche Südfrankreichs; es ist dort ein klass. Gericht wie die Bouillabaisse oder die Rouille. Die wichtigsten Bestandteile für eine R. sind Auberginen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten, Paprikaschoten u. Knoblauch. Frische Kräuter oder Kräuter der Provence sind optimal. Ratatouille (Film) R. ist eine US-amerikan. Animationskomödie rund um Rémy, eine Ratte mit einer Vorliebe für Kochkunst u. gutes Essen u. der achte abendfllende Film der Pixar Animation Studios aus dem Jahr 2007. Rat der Europäischen Union Bild: Flag_of_Europe.eps Flagge der Europäischen Union Der R. d. E. U. (umgangssprachlich (EU-)Ministerrat, laut Vertragstext einfach Rat) ist das wichtigste Entscheidungsorgan der Europäischen Gemeinschaft. Die Bez. Rat der „''Europäischen Gemeinschaft(en)''” ist nicht mehr gebräuchlich. Der Rat ist Teil des polit. Systems der EU u. setzt sich zusammen aus Vertretern der Mitgliedstaaten auf Ministerebene, die regelmäßig zusammentreten. Sitz ist das Consilium, das Justus-Lipsius-Gebäude in Brüssel. Der Rat nimmt zusammen mit dem Europäischen Parlament Gesetzgebungsvollmachten innerhalb der EU wahr (Sekundärrecht), obwohl seine Mitglieder der Exekutive (den nationalen Regierungen) angehören. RatDVD ratDVD ist der Name einer Video-DVD-Kopiersoftware für Windows-Betriebssysteme, die in der Lage ist, Bild- u. Tonkopien von Video-DVDs in einem platzsparenden Containerformat zu erzeugen. Das Programm ist proprietär aber kostenlos (Freeware). Rathaus Ein R. ist ein meist repräsentatives Gebäude u. Verwaltungssitz (bzw. Hauptgebäude des Verwaltungssitzes) der Gemeinde- oder Stadtverwaltung. Rathenau, Walther Walther Rathenau (* 29. September 1867 in Berlin; † 24. Juni 1922 in Berlin-Grunewald, ermordet) war ein dt. Industrieller, Schriftsteller u. Politiker. Rathenau war Präsident der AEG 1915-1921 u. 1921 Reichsminister für den Wiederaufbau. Er wurde als Reichsaußenminister Opfer eines Attentats der nationalist. Organisation Consul. Ratifikation Die R., auch Ratifizierung (von lat. ''ratus'' „gültig”, ''facere'' „machen”), ist die völkerrechtlich verbindl. Erklärung des Abschlusses eines völkerrechtl. Vertrags durch die Vertragsparteien. Diese geschieht jeweils durch das Organ der Vertragspartei, das diese nach außen vertritt, in der Regel das jeweilige Staatsoberhaupt. Rating R. (englisch für „Bewertung”, „Einschätzung”) bezeichnet allg. ein Verfahren für die Einschätzung von Personen, Gegenständen, Unternehmen oder Staaten. Im Bankwesen versteht man unter R. die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Ratingen Die Stadt R. liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen u. ist eine große kreisangehörige Stadt des Kreises Mettmann im Reg.-Bez. Düsseldorf. – 92256 Ew. Rationale Zahl Eine R. Z. ist eine Zahl, die als Verhältnis (latein. ''Ratio'') zweier ganzer Zahlen dargestellt werden kann. Die genaue mathemat. Definition beruht auf Äquivalenzklassen von Paaren ganzer Zahlen. Die Menge aller rationalen Zahlen wird mit dem Formelzeichen \Bbb Q (von „Quotient”) dargestellt. Rationalisierung R. kann je nach Fachbereich oder Autor verschiedene Bedeutungen haben. In der Psychologie bezeichnet der Begriff kognitive Vorgänge, bei denen gemachten Erfahrungen, Erlebnissen oder Beobachtungen nachträglich (ex post) rationale Erklärungen zugeschrieben werden. In der Wirtschaft bedeutet R. eine Effizienzsteigerung durch die bessere Nutzung vorhandener Möglichkeiten. Rationalismus Der R. (von lateinisch ''ratio'' – Vernunft) ist eine philosoph. Strömung u. Weltanschauung, nach der wir mit Hilfe der Vernunft in der Lage sind, die Wirklichkeit zu erkennen u. angemessen zu handeln. Er steht dem Empirismus gegenüber, welcher als Mittel der Erkenntnis die sinnl. Wahrnehmung propagiert. Rationalität R. (von lat. ''rationalitas'' = Denkvermögen) ist einer der Begriffe mit der höchsten Zahl an verschiedenen Bedeutungen. Auf allgemeinster Ebene enthält der Begriff vier Bedeutungen:
* Fähigkeit zur Abschätzung von Ursache-Wirkung-Ketten, * als Rechtfertigung bestimmter subjektiver normativer Standpunkte, * Bezeichnung fr Muster von Entwicklungsvorgängen als "Rationalität" (bisweilen auch als "Logik"), * Bezeichnung fr Erklärungsmuster für Handlungen. Rational Unified Process Der R. U. P. (RUP) ist ein objektorientiertes Vorgehensmodell zur Softwareentwicklung u. ein kommerzielles Produkt der Firma Rational Software, die seit 2002 Teil des IBM-Konzerns ist. Rätoromanisch Das im Schweizer Kanton Graubünden gesprochene R. (rät. rumantsch''/romontsch/rumauntsch'') gehört zur Gruppe der Romanischen Sprachen u. wird umgangssprachlich meist einfach Romanisch genannt. Im Jahre 2000 gaben 35.095 Menschen im Kanton Graubünden an, Romanisch als Hauptsprache zu sprechen. Rätsel Unter R. versteht man eine Aufgabe, die durch Denken gelöst werden muss. Das Wort selbst erlangte durch Luthers Bibelübersetzung gemeinsprachl. Bedeutung u. ist seit dem 16. Jh. als ''rœtsel'' bezeugt. Es stammt vom Verb ''raten'' im Sinne von ''erraten, deuten'' u. ist auch im engl. Verb ''to read'' zu finden, was ursprüngl. ''Runen deuten'' bedeutete. Ratten Die echten R. (''Rattus'') bilden eine Gattung in der Unterfamilie der Altweltmäuse (Murinae) innerhalb der Familie der Langschwanzmäuse (Muridae) u. gehören somit zu den Nagetieren (Rodentia). In Deutschland sind die Wanderratte u. die Hausratte anzutreffen. Über den Rattenfloh können freilebende R. indirekt die Pest auf den Menschen übertragen. Rattenfänger von Hameln Der R. v. H. ist eine der bekanntesten dt. Sagen. Sie wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Der Sage nach soll 1284 ein Spielmann 130 Kinder aus Hameln entführt haben. Da der Spielmann Hameln angeblich von einer Rattenplage befreit habe u. um seinen Lohn betrogen worden sei, soll es sich um einen Racheakt handeln. Rattenlinien R. (englisch ''„rat lines”'') war die von US-amerikan. Geheimdienst- u. Militärkreisen geprägte Bez. für Fluchtrouten führender Vertreter des NS-Regimes u. Angehöriger der SS u. der Ustascha nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Aufgrund einer aktiven Beteiligung hochrangiger Vertreter der katholischen Kirche an den Fluchtrouten trugen sie bis zur Beteiligung des US-amerikan. Geheimdienstes den Namen „Klosterrouten”. Rau, Johannes Bild: Johannes_rau_2004-05-16_berlin-RZ.jpg Johannes Rau (2004) Johannes Rau (* 16. Januar 1931 in Wuppertal; † 27. Januar 2006 in Berlin) war von 1999 bis 2004 der achte Bundes-Präs. der BR Deutschland. Zuvor war er Kommunal-, Landes- u. Bundespolitiker der SPD. Von 1969 bis 1970 war er Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, 1977 bis 1998 Landesvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen u. 1978 bis 1998 Min.-Präs. des Landes Nordrhein-Westfalen. Bei der Bundestagswahl 1987 war er Kanzlerkandidat der SPD. Im Jahre 1993 führte er nach dem Rücktritt von Björn Engholm kommissarisch den Vorsitz der SPD-Bundespartei. Raubkopie Der Begriff der R. wird umgangssprachlich für rechtswidrig hergestellte oder verbreitete Kopien bes. von Software, Bild- u. Tonträgern verwendet. Der Begriff wurde in den letzten Jahren vor allem durch Kampagnen der Musikindustrie u. Filmindustrie geprägt. Raubtiere Die R. (Carnivora) sind eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia). Die Bez. „Carnivora” setzt sich aus den latein. Begriffen ''caro, carnis'' (Fleisch) u. ''vorare'' (verschlingen) zusammen. Allerdings ernähren sich nicht alle R. in erster Linie von Fleisch. Neben den klass. Landraubtieren gehören auch die Robben oder Wasserraubtiere zu dieser Ordnung. Bei weitem nicht alle fleischfressenden Organismen werden zu den Raubtieren i. e. S. gezählt. Rauch, Neo Neo Rauch (* 18. April 1960 in Leipzig) ist ein dt. Maler, der international als bedeutender Künstler seiner Generation u. bekanntester Vertreter der „Neuen Leipziger Schule” gilt. Stellt in großformatigen, von der Plakatkunst beeinflussten Gemälden alltägliche Motive in eine surreale Umgebung.
Rauch, Sibylle Sibylle Rauch (* 14. Juni 1960 in München; eigentl. ''Erika Roswitha Rauch'') ist eine dt. Schauspielerin u. Pornodarstellerin. Sie hat eine Schwester, Sylvie Rauch (* 20. Mai 1962 in München), mit der sie des Öfteren gemeinsam auftrat. Rauchen → Tabakrauchen. Räuchern Das R. oder (in Österreich u. Bayern) Selchen ist ein Verfahren zur Konservierung von Lebensmitteln, vorwiegend von Fisch u. Fleisch. Beim R. werden die Lebensmittel über einen längeren Zeitraum dem Rauch von Holzfeuern ausgesetzt. Rauchverbot Bild: D-P001_Rauchen_verboten.eps Rauchverbotszeichen Ein R. untersagt Tabak oder „hnl. Substanzen unter Glimm-, Flammenerscheinung oder Tabakrauch zu sich zu nehmen. Auch das Abbrennen von Tabak, ohne den Rauch zu inhalieren, ist untersagt. Rauchverbote k”nnen z. B. von Inhabern eines Hausrechtes, vom Gesetzgeber oder Anderen erlassen werden. Die Legitimit„t eines Rauchverbotes kann umstritten sein, z. B. wenn ein Vermieter ein R. fr die vermietete Wohnung erl„sst oder ein Gesetzgeber. Rauhnacht Rauhnächte (auch ''Raunacht'' oder ''Rauchnacht'') sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im Brauchtum vor allem des alten Stammesherzogtums Bayern (im wesentl. Bayern, Österreich, Südtirol) bes. Bedeutung zugemessen wird.
* 21./22. Dezember (Thomasnacht/Wintersonnenwende; längste Nacht des Jahres) * 24./25. Dezember (Christnacht) * 31. Dezember/1. Januar (Silvesternacht) * 5./6. Januar (Epiphaniasnacht) Historisch, u. nicht aus kirchenhistor. Sicht betrachtet, sind die Rauhnächte ein heidn. Ritual. Sie sind eine Zeit, die für Geisteraustreibungen oder -beschwörungen, den Kontakt mit Tieren oder wahrsager. Praktiken geeignet sein soll. Raumfahrer Bild: Astronaut-EVA.jpg Raumfahrer: NASA-Astronaut Bruce McCandless II (11.02.1984). Ein R. (auch ''Weltraumfahrer'') ist ein Teilnehmer an einer bemannten Expedition in den Weltraum. Der erste R. war im Jahr 1961 der Russe Juri Gagarin. Je nach ihrer Herkunft bezeichnet man R. auch als ''Astronauten'' (USA, Westeuropa), ''Kosmonauten'' (Gebiet des ehem. Ostblocks) oder auch ''Taikonauten'' (China). Seltenere Namen sind ''Spationauten'' (in Frankreich) u. ''Angkasawan'' (Malaysia). Raumfahrt Als R. bezeichnet man Reisen oder Transporte in oder durch den Weltraum. Der Übergang zwischen Erde u. Weltraum ist fließend u. wurde durch die Fédération Aéronautique Internationale (FAI) auf eine Grenzhöhe von 100 Kilometern festgelegt. Zudem wird in orbitale u. suborbitale R. unterschieden. Zur Erreichung eines Orbits muss ein Raumfahrzeug neben der Mindesthöhe auch noch die erste kosm. Geschwindigkeit von rd. 7,9 km/s in horizontaler Richtung erreichen, um zu einem Erdsatelliten zu werden. Die klass. Trennung zwischen Luft- u. R. wird aber zunehmend durch die techn. Entwicklung suborbitaler Raumflugzeuge u. Raketenflugzeuge aufgeweicht. Raummeter Der R. (rm) oder Ster ist ein Raummaß für Holz u. die gebräuchlichste Maßeinheit beim Handel mit Brennholz. Ein R. (1 Ster) entspricht einem Würfel von einem Meter (1 m) Seitenlänge, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter (1 m³) ''geschichteter Holzmasse'' einschl. der Zwischenräume in der Schichtung. Raumpatrouille ''Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion'' (häufig auch als ''Raumschiff Orion'', in neueren Videoausgaben auch als ''Raumpatrouille Orion'' bezeichnet) ist die erste dt. Science-Fiction-Fernsehserie. Sie wurde vierzehntäglich immer samstagabends nach der Tagesschau ab dem 17. September 1966 von der ARD in sieben Teilen ausgestrahlt. Die Schwarz-Weiß-Serie hat seit Jahrzehnten Kultcharakter. Raumschiff Als Raumschiffe oder Raumfahrzeuge, manchmal auch (wegen der Verwendung von Landekapseln für die Rückkehr zur Erde) Raumkapsel genannt, im Englischen häufig abgekürzt als S/C für ''spacecraft'', werden im Allg. alle Fahrzeuge bezeichnet, die zur Fortbewegung im Weltraum geschaffen wurden. Der Hauptantrieb im luftleeren Raum erfolgt heute noch meistens durch konventionelle Raketentriebwerke. Nur konzeptierte Antriebe wie etwa das Sonnensegel werden noch nicht in Raumschiffen genutzt. Raumschiff Enterprise R. E. (englisch: ''Star Trek'', später auch ''Star Trek: The Original Series'', Abk.: ''TOS'') ist eine US-amerikan. Science-Fiction-Fernsehserie aus den 60er Jahren, die von Gene Roddenberry konzipiert wurde u. im fiktiven Star-Trek-Universum spielt. Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert R. E.: D. n. J. (''englisch:'' Star Trek: The Next Generation, Abk.: TNG) ist eine US-amerikan. Science-Fiction-Fernsehserie, die die erste Fortsetzung der Serie ''Raumschiff Enterprise'' darstellt u. im Star-Trek-Universum spielt. Die Serie wurde in den USA in den Jahren 1987 bis 1994 erstmals ausgestrahlt; die dt. Erstausstrahlung erfolgte von 1990 bis 1993 zunächst durch das ZDF, später durch Sat.1. Insges. besteht die Serie aus sieben Staffeln mit insges. 178 Folgen. Raumzeit Die R. oder das Raum-Zeit-Kontinuum bezeichnet in der Relativitätstheorie die Vereinigung von Raum u. Zeit in einer einheitlichen vierdimensionalen Struktur, in welcher die räumlichen u. zeitl. Koordinaten bei Transformationen in andere Bezugssysteme miteinander vermischt werden können. Raureif Bild: Dezember-raureif001.jpg Raureif im Dezember R. ist ein fester Niederschlag, der sich aus unterkühlten Wassertropfen von leichtem Nebel oder direkt aus dem in der Luft enthaltenen Wasserdampf durch Resublimation bildet. Hierfür ist eine sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit von über 90% u. eine Lufttemperatur von unter -8 °C nötig. Raute Eine R. oder ein Rhombus ist ein ebenes Viereck, bei dem alle vier Seiten gleich lang sind. Im allg. Sprachgebrauch bezeichnet Karo oder R. oft ein auf der Spitze stehendes Viereck, in Unterscheidung zu den auf der Kante liegenden Vierecken. Meistens wird mit dem Begriff ''Karo'' sogar ein Quadrat, also die rechtwinklige Spezialform der R., bezeichnet. Als herald. Stilelement heißt es auch Wecke. Rave R., aus dem Englischen für "rasen, schwärmen, toben, fantasieren", ist die Bez. für eine während der Acid-House-Bewegung ab dem Second Summer of Love 1989 entstandene Art großer Party-Veranstaltung mit elektron. Musik. Ravel, Maurice Joseph-Maurice Ravel (* 7. März 1875 in Ciboure, Dép. Pyrénées-Atlantiques; † 28. Dezember 1937 in Paris) war ein französ. Komponist u. neben Claude Debussy Hauptvertreter des Impressionismus in der Musik. Komponierte Orchesterwerke („Daphnis et Chloé”, „Rhapsodie espagnole” u. „Boléro” mit span. Kolorit), Klaviermusik u. Lieder. Instrumentierte „Bilder einer Ausstellung” von Modest Mussorgskij. Ravensburg Bild: Ravensburg_vom_Sennerbad_2005.jpg Ravensburg: Ansicht von Westen R. ist eine Mittelstadt sowie Kreisstadt u. größte Stadt des gleichn. Ldkrs. im südl. Oberschwaben. Die ehem. Freie Reichsstadt liegt im Schussental in der Nähe des Bodensees u. wurde aufgrund ihrer zahlreichen erhaltenen mittelalterl. Türme früher auch als „das Schwäbische Nürnberg” bezeichnet. Seit 1. April 1956 ist R. Große Kreisstadt. – 49192 Ew. Ravin, Emilie de Emilie de Ravin (* 27. Dezember 1981 in Mount Eliza, Victoria, Australien) ist eine austral. Schauspielerin, die durch ihre Rollen in verschiedenen Fernsehserien (u.a. als „Claire Littleton” in der US-amerikan. Serie ''Lost'') bekannt wurde. Rawls, John John Rawls (* 21. Februar 1921 in Baltimore, Maryland; † 24. November 2002 in Lexington, Massachusetts) war ein amerikan. Philosoph. Er arbeitete als Prof. für Politische Philosophie an der Harvard University u. wurde als Autor von Werken wie ''A Theory of Justice'' (1971), mit dem er den egalitären Liberalismus begründete, ''Political Liberalism'' u. ''The Law of Peoples'' berühmt. Raymond, Jade Jade Raymond (* 28. August 1974 in Montreal, Kanada) ist eine kanad. Videospiel-Produzentin. Raymond, Usher Usher Raymond IV. (* 14. Oktober 1978 in Chattanooga, Tennessee) ist ein US-amerikan. Contemporary R&B-Sänger u. Schauspieler. Raynaud-Syndrom Das R. (Morbus Raynaud) ist eine Gefäßerkrankung, die durch anfallsweises Abblassen der Hände oder Füße aufgrund von Vasospasmen gekennzeichnet ist. Unter Umständen können auch Nase u. Ohren betroffen sein.
In den USA leiden nach Schätzungen der National Institutes of Health etwa 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung am R. Frauen sind fünfmal häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung ist nach ihrem Entdecker, dem französischen Arzt Maurice Raynaud (1834-1881), benannt. Umgangssprachlich wird sie auch als Leichenfinger bezeichnet, andere Bez. hinsichtlich der Symptome sind Digitus mortuus (Totenfinger) oder Reill'- scher Finger. Raytracing R. (dt. ''Strahlverfolgung'' oder ''Strahlenverfolgung'', in englischer Schreibweise meist ''ray tracing'', seltener ''ray shooting'') ist ein auf der Aussendung von Strahlen basierender Algorithmus zur Verdeckungsberechnung, also zur Ermittlung der Sichtbarkeit von dreidimensionalen Objekten von einem bestimmten Punkt im Raum aus. Prominenteste Verwendung findet R. in der 3D-Computergrafik. Weitere Anwendungsgebiete von R. sind die Auralisation u. Hochfrequenztechnik. Ražnatović, Svetlana Ceca Svetlana „Ceca” Ražnatović (Mädchenname Veličković, * 14. Juni 1973 in Žitorađa, Jugoslawien, heute Serbien) ist eine Turbo-Folk-Sängerin, die insbes. in den Staaten Serbien, Kroatien, Bosnien, Slowenien, Mazedonien u. Bulgarien bekannt ist. RC-Glied Unter RC-Gliedern versteht man in der Elektronik Schaltungen, die aus einem ohmschen Widerstand (R - engl. ''resistor'') u. einem Kondensator (C - engl. ''capacitor'') aufgebaut sind. Es ist ein lineares, zeitinvariantes System. In erster Linie sind damit die Frequenzfilter Tiefpass u. Hochpass gemeint (wobei Letzteres systematisch CR-Glied genannt werden könnte).
Re (Ägyptische Mythologie) R. (auch ''Ra'' genannt) ist der altägypt. Sonnengott von Heliopolis. Er kann, bis in die späten Perioden, als wohl wichtigster ägypt. Gott bezeichnet werden, denn durch das Wirken seiner Kraft (der Sonne) ermöglichte er überhaupt erst das Leben auf der Erde u. ließ es fortbestehen. Sein Name bedeutet im Ägyptischen schlicht „Sonne”. Rea, Chris Christopher Anton Rea, Künstlername: Chris Rea, (* 4. März 1951 in Middlesbrough, England) ist ein brit. Sänger, Musiker, Komponist u. Gitarrist. REACH-Verordnung REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals; also für die Registrierung, Bewertung u. Zulassung von Chemikalien. Es handelt sich dabei um eine EU-Chemikalienverordnung, die am 1. Juni 2007 in Kraft getreten ist. Als EU Verordnung besitzt REACH gleichermaßen u. unmittelbar in allen Mitgliedstaaten Gültigkeit. Durch REACH wird das bisherige Chemikalienrecht grundlegend harmonisiert u. vereinfacht. Das REACH-System basiert auf dem Grundsatz der Eigenverantwortung der Industrie. Nach dem Prinzip "no data, no market" dürfen innerhalb des Geltungsbereiches nur noch chemische Stoffe in Verkehr gebracht werden, die vorher registriert worden sind. ReadyBoost R. ist der Name einer Cache-Technik, die im Betriebssystem Microsoft Windows Vista inbegriffen ist. Ein Computer mit Windows Vista kann durch die Einbindung von Flash-Speicher auf einem USB-Stick, SD-Card, CompactFlash oder einer anderen Art Flash-Speicher geringere Reaktionszeiten ermöglichen u. dadurch die Systemleistung erhöhen. Reagan, Ronald Wilson Ronald Wilson Reagan [&beton;reig&eunbet;n] (* 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois; † 5. Juni 2004 in Bel Air, Kalifornien) war ein US-amerikan. Schauspieler, republikan. Politiker u. von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten. Von 1967 bis 1975 war er der 33. Gouverneur von Kalifornien. Reaktionsgleichung In der Chemie ist eine R. – auch Reaktionsschema genannt – die Kurzschreibweise für eine chem. Reaktion. Sie gibt die Ausgangs- u. Endstoffe einer Stoffumwandlung in Formelschreibweise wieder, ist international einheitlich u. wird von allen Chemikern verstanden. Real (Handelskette) Die real,- SB-Warenhaus GmbH bildet eine aus Selbstbedienungs- Warenhäusern bestehende Einzelhandelskette im Lebensmittelsortiment der Metro Group. Realismus (Kunst) Der R. [zu lat. ''realis'': die Sache betr.; ''res'': Sache, Ding] bezeichnet in der Kunstgeschichte eine Mitte des 19. Jh. in Europa einsetzende neue Kunstauffassung, die sich gegen die historisierenden u. idealisierenden Darstellungen des Klassizismus u. der Romantik wandte. Insbes. die Maler suchten ihre Sujets nunmehr ausschließlich in der fassbaren Welt. Wichtige Vertreter des R. im 19. Jh. waren u. a. Gustave Courbet (1819–1877), Honoré Daumier (1808 bis 1879), Jean-François Millet (1814–1875) oder Ilja Repin (1844–1930). Realismus (Literatur) Als R. wird in der Literaturgeschichte eine literar. Strömung im 19. Jh. bezeichnet. Als Zeitspanne wird ungefähr 1848–1890 angegeben. Die Periode der dt. Literaturgeschichte zwischen 1850 u. 1890 wird häufig auch „bürgerlicher R.” oder „poetischer R.” genannt. Der R. will die fassbare Welt objektiv beobachten. Er beschränkt sich jedoch nicht nur auf die bloße Beschreibung der Wirklichkeit, sondern versucht, diese künstlerisch wiederzugeben. Der Autor oder Erzähler darf dabei nicht sichtbar werden. Führende Vertreter des R. waren Honoré de Balzac, Stendhal, Gustave Flaubert (Frankreich), Charles Dickens, William Makepeace Thackeray (England), Fjodor M. Dostojewski, Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Iwan Turgenew (Russland), Gottfried Keller, Theodor Fontane, Willhelm Raabe (dt.-sprachiger Raum). Real Madrid Der R. M. Club de Fútbol [realma&beton;ðrið klubde&beton;fuðβol] ist ein Fußballverein aus Madrid. Die erste Mannschaft spielt gegenwärtig in der span. Primera División.
Der Klub ist einer der berühmtesten Fußballvereine der Welt. Mit neun Erfolgen im Landesmeisterpokal bzw. der UEFA Champions League sowie zwei UEFA-Cup-Siegen ist er der erfolgreichste Verein Europas. Realschule Die R. ist eine weiterführende Schule u. ein Bildungsgang im gegliederten Schulsystem Deutschlands, der „Schülerinnen u. Schülern eine ''erweiterte allgemeine Bildung''” vermittelt. Real time quantitative PCR Die Real-Time-quantitative-PCR (''RTQ-PCR'', auch ''Real Time Detection PCR'', kurz ''RTD-PCR'') ist eine Vervielfältigungsmethode für Nukleinsäuren, die auf dem Prinzip der herkömml. Polymerase-Kettenreaktion (PCR) beruht u. zusätzlich die Quantifizierung der gewonnenen DNA ermöglicht. Die Quantifizierung wird mit Hilfe von Fluoreszenz-Messungen durchgeführt, die während eines PCR-Zyklus erfasst werden (daher der Name „Real Time”). Die Fluoreszenz nimmt proportional mit der Menge der PCR-Produkte zu. Real-Time Streaming Protocol Das R. S. P. (RTSP) ist ein Netzwerkprotokoll zur Steuerung der kontinuierl. Übertragung von audiovisuellen Daten (Streams) oder Software über IP-basierte Netzwerke. Mit ihm wird die Session zwischen Empfänger u. Server gesteuert. RTSP ist ein textbasiertes Protokoll, kann über UDP oder TCP übertragen werden u. ähnelt im Aufbau u. Verhalten HTTP. Das Protokoll wurde von der IETF MMUSIC Group entwickelt u. 1998 im RFC 2326 standardisiert. RealVideo R. ist das proprietäre Videoformat von RealMedia u. wird wie RealAudio von RealNetworks entwickelt u. patentiert. Es wird vor allem in Streaming-Anwendungen benutzt. Reamonn R. ist eine dt. Band um den irischen Sänger Rea Garvey. Rebsorte Die Pflanze, aus deren Früchten Wein im ursprüngl. Sinn gewonnen wird, ist die Edle Weinrebe ''(Vitis vinifera)''. Wie die meisten Nutzpflanzen liegt sie in unterschiedl. Sorten vor, die man im Weinbau als Rebsorten bezeichnet. Geschmack u. Charakter eines Weines werden hauptsächlich durch die R. bestimmt, in geringerem Maße durch die Lage u. deren Bodeneigenschaften sowie den Ausbau durch den Winzer. Die einzelnen Rebsorten sind in einer eigenen Liste der Rebsorten erfasst. Rechenmaschine Eine R. ist eine Maschine, mit deren Hilfe bestimmte mathemat. Berechnungen automatisiert ausgeführt werden können. Die ersten Rechenmaschinen waren mechanisch. Weit verbreitet waren bis in die 1970er Jahre vor allem die relativ preiswerten Addiermaschinen, die lediglich die Addition u. die Subtraktion beherrschten (daher auch Zweispeziesmaschinen genannt), was aber in vielen Anwendungsbereichen ausreichend war. Rechenschieber Ein R. oder Rechenstab ist ein ''analoges'' Rechenhilfsmittel zur mechanisch-opt. Durchführung von Grundrechenarten wie Multiplikation u. Division. Je nach Ausführung können auch komplexere Rechenoperationen (unter anderem Wurzel, Quadrat, Logarithmus u. trigonometr. Funktionen oder parametrisierte Umrechnungen) ausgeführt werden. Bis zur Erfindung des Taschenrechners u. der weiten Verbreitung von PCs waren R. für viele Berechnungen in Schule, Wissenschaft u. Technik unentbehrlich. Recherche Der Begriff R. (franz. ''rechercher:'' suchen nach; auch: Investigation) bezeichnet die nicht-beiläufige, „professionelle” Suche nach Informationen. Rechnernetz Ein R. ist ein Zusammenschluss von verschiedenen technischen, primär selbstständigen elektron. Systemen (insbes. Computern, aber auch Sensoren, Aktoren, funktechnolog. Komponenten usw.), das die Kommunikation der einzelnen Systeme untereinander ermöglicht. Die Kommunikation erfolgt über verschiedene Protokolle, die mittels des ISO/OSI-Modells strukturiert werden können. Die allg. bekannteste Netzstruktur ist das Internet u. die bekanntesten Protokolle sind das TCP (Transmission Control Protocol) u. das IP (Internet Protocol). Rechnung Eine R. oder auch Faktura ist ein Dokument, das eine detaillierte Aufstellung über eine Geldforderung für eine Warenlieferung oder eine sonstige Leistung enthält. Die steuerl. Anerkennung von Rechnungen (insbes. von solchen in elektron. Form) oder ersatzweise von Eigenbelegen ist an genaue Bedingungen geknüpft. Das Ausstellen einer R. nennt man Fakturierung. Eine R., die den Empfänger nicht zur Zahlung auffordert, ist die Proformarechnung. Diese Form wird zum Beispiel für kostenlose Lieferungen in Kulanzfällen oder aus Nachweisgründen im Falle innergemeinschaftl. Verbringungen verwendet. Rechnungsabgrenzung Die R. ist in der kaufmänn. Buchführung ein Schritt im Periodenabschluss (i. d. R. Jahresabschluss), mit dem Werte in der Gewinn- u. Verlustrechnung u. der Bilanz der richtigen Rechnungsperiode (z. B. Geschäftsjahr, Quartal) zugeordnet werden. Rechnungswesen Das R. (RW oder auch REWE) – im wörtlichen Sinne Rech- nungslegung – als Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre dient der systemat. Erfassung, Überwachung u. informator. Verdichtung der durch den betriebl. Leistungsprozess entstehenden Geld- u. Leistungsströme. Zum einen werden Geld- u. Güterströme in einem Unternehmen dokumentiert, um gegenüber Außenstehenden Rechenschaft (externes R.) ablegen zu können, zum Beispiel gegenüber dem Finanzamt, den Banken oder auch Kostenträgern im Gesundheitswesen. Zum anderen soll das R. dem Unternehmer aber auch die Daten liefern, die zur Steuerung u. Planung des Unternehmens notwendig sind (internes R.). Recht Das R. im Sinne herrschaftl. Rechtsordnungen mit gesetzgebender Institution wird allg. als ''objektives Recht'' bezeichnet. Als solches besteht es aus der Gesamtheit der Normen, die nach ihrem nationalen oder internationalen Geltungsbereich in Rechtssysteme u. das global geltende Völkerrecht eingeteilt sind. Recht am eigenen Bild Das R. a. e. B. oder Bildnisrecht ist eine bes. Ausprägung des allg. Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt u. in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden (§ 22 Satz 1 Kunsturheberrechtsgesetz (KUG/KunstUrhG)). Rechteck In der Geometrie ist ein R. (ein Orthogon) ein ebenes Viereck, dessen Innenwinkel alle rechte Winkel sind. Rechts → Links und rechts. Rechtsanwalt Bild: Procurator.jpg Rechtsanwalt: Der Procurator aus Jost Ammans Ständebuch (1568). R. (von germ. ''rehta'', althochdeutsch ''reht'': "richten", ''anawalt'': "Gewalt") ist eine Berufsbezeichnung für einen jurist. Beistand. Rechtsanwälte haben die Aufgabe, Bürgern zu ihrem Recht zu verhelfen u. den Rechtsstaat zu sichern. In Deutschland haben Rechtsanwälte noch ein weitgehendes gesetzliches Monopol für die individuelle Rechtsberatung u. Prozessvertretung. Rechtsextreme Symbole und Zeichen Anhänger der internationalen rechtsextremen Szene bedienen sich bestimmter Symbole u. Zeichen, um ihre Gesinnung in der Öffentlichkeit zu zeigen. Da die Verbreitung u. Verwendung von Symbolen u. Parolen aus der Zeit des Nationalsozialismus u. von verbotenen Neonazi-Organisationen im dt. Strafrecht als Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach §86a StGB strafbar ist, wird hier auf andere Kennzeichen ausgewichen. Die Verwendung von Kennzeichen, die nicht unter §86a fallen, kann teilweise als Volksverhetzung nach §130 StGB geahndet werden. In Ländern, in denen diese Symbole nicht strafbar sind, werden sie auch öffentlich verwendet. Rechtsextremismus R. ist eine Sammelbez. für Ideologien u. Aktivitäten, die den demokrat. Verfassungsstaat u. das an den universalen Menschenrechten orientierte Gleichheitsprinzip ablehnen. Rechtsextreme Positionen werden durch den Glauben an Verschwörungstheorien gefestigt. Ideologischer Dogmatismus u. Sendungsbewusstsein treten gemeinsam mit stereotypem Schwarz-Weiß-Denken auf. Um andere Menschengruppen abzuwerten u. auszugrenzen, wird ein vermeintlich naturgemäßes „Volkstum” oder die Existenz von Rassen behauptet. Politische Bemühungen zielen daher darauf ab, den Nationalstaat mit einer autoritär geführten „Volksgemeinschaft” zur Deckung zu bringen. Historische Vorläufer des R. finden sich im Faschismus u. Nationalsozialismus. In Deutschland werden rechtsextreme Bemühungen mit Hilfe der Instrumente einer streitbaren Demokratie strafrechtlich verfolgt. Rechtsfähigkeit R. ist die Fähigkeit, selbstständig Träger von Rechten u. Pflichten zu sein. Im Gegensatz zu einem solchen Rechtssubjekt stehen Rechtsobjekte, die nicht Träger von Rechten u. Pflichten, sondern Gegenstand von Rechten u. Pflichten sind. Die R. des Menschen ist Ausdruck seiner personalen Würde. In Europa wurde im Laufe des 19. Jh. die Strafe des bürgerl. Todes abgeschafft. Auch der Klostertod wurde aufgehoben. Rechtsform Die R. definiert die gesetzl. Rahmenbedingungen einer Gesellschaft, die in irgendeiner Form wirtschaftlich tätig wird. Sie wird bei Unternehmen oft im Gesellschaftsvertrag festgelegt, der in Ausnahmefällen (z.B. bei der BGB-Gesellschaft) auch mündlich oder konkludent geschlossen werden kann. Die R. wirkt sich unter anderem auf Haftungsfragen der Gesellschafter u. deren Recht zur Geschäftsführung aus. Sie bestimmt zudem, ob die Gesellschaft eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzt (z.B. Aktiengesellschaft) oder ob ihre Gesellschafter als natürl. Personen handeln. Rechtsgeschäft Das R. ist ein Tatbestand, der aus mindestens einer Willenserklärung besteht, die entweder allein oder in Verbindung mit anderen Tatbestandsmerkmalen eine Rechtsfolge herbeiführt. Rechtsradikalismus Als R. wird eine polit. Einstellung verstanden, die die konsequente Verwirklichung der Ideen der polit. Rechten zum Ziel hat. Im Gegensatz zum Rechtsextremismus stellt der R. nicht die Prinzipien der in Deutschland, Österreich u. in anderen demokrat. Staaten geltenden freiheitlich- demokrat. Grundordnungen in Frage u. bewegt sich daher innerhalb des rechtmäßigen polit. Spektrums. Rechtsrock Seit Beginn der 1980er-Jahre wurden verschiedene Formen der Unterhaltungsmusik immer mehr als Vehikel für rechtsextremes u. neonazist. Gedankengut benutzt. Von wenigen Ausnahmen wie dem Liedermacher Frank Rennicke oder dem NSBM abgesehen, fallen darunter Bands, die der Rockmusik zuzuordnen sind, weshalb sich als Oberbegriff, auch unter den Rezipienten selbst, „Rechtsrock” eingebürgert hat. Rechtsstaat Ein R. ist ein Staat, in dem die öffentl. Gewalt an eine in ihren Grundzügen unabänderliche u. im Ganzen auf Dauer angelegte objektive Wert- u. Rechtsordnung gebunden ist. Im Gegensatz zum absolutist. Staat wird die Macht des Staates umfassend durch Gesetze determiniert, um die Bürger vor Willkür zu schützen (formeller Rechtsstaatsbegriff). Ein R. moderner Prägung ist darüber hinaus auf die Herstellung u. Erhaltung eines materiell gerechten Zustands gerichtet (materieller Rechtsstaatsbegriff). Rechtswissenschaft Die R. oder Jurisprudenz befasst sich mit der Auslegung, der systematischen u. begriffl. Durchdringung gegenwärtiger u. geschichtlicher jurist. Texte u. sonstiger rechtl. Quellen. Eine sachgerechte Deutung jurist. Texte schließt eine wissenschaftl. Beschäftigung mit der Entstehung u. der Anwendung von Rechtsquellen u. Normen mit ein. Grundlegend für diese Arbeit ist ein Verständnis der Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie u. Rechtssoziologie. Recklinghausen Die Stadt R. liegt am Nordrand des Ruhrgebiets im NW des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen u. ist eine Große kreisangehörige Stadt des bevölkerungsreichsten dt. Ldkrs., des Kreises R. im Reg.-Bez. Münster, u. ist dessen größte Stadt u. Sitz. R. ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen. – 121521 Ew. Reconquista R. (span. u. port. ''Rückeroberung'', dt. selten Rekonquista) ist die spanische u. portugies. Bez. für die Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch christl. Nachkommen der Bevölkerung des Westgotenreichs, nachdem im frühen 8. Jh. aus Nordafrika kommende muslim. Eroberer (Araber u. Berber) das Westgotenreich vernichtet u. die Iberische Halbinsel unterworfen hatten. Die R. begann 722 mit dem Sieg bei Covadonga u. endete mit der Eroberung Granadas durch die Katholischen Könige 1492. Recycling Mit dem Begriff R. [ri&beton;saikliŋ] bzw. Rezyklierung wird der Vorgang bezeichnet, bei dem aus Abfall ein Sekundärrohstoff wird. Die rechtl. Vorgaben sind in Deutschland im Kreislaufwirtschafts- u. Abfallgesetz niedergelegt.
Redakteur Ein R. (früher ''Schriftleiter'', in der Schweiz auch Redaktor genannt) ist zum einen ein Journalist in Presse, Hörfunk, Fernsehen oder anderen Medien, der innerhalb der Redaktion für ein bestimmtes Sachgebiet, ein ''Ressort'', zuständig ist. Ein R. ist im Sprachgebrauch meist ein fest angestellter Journalist. Er muss sich an die publizistische u. polit. Leitlinie des Mediums halten, die vom Verleger vorgegeben wurde. Zum anderen ist ein R. ein Mitarbeiter in Buchverlagen, der das zu veröffentlichende Material „redigiert”, d. h. überarbeitet, ergänzt oder kürzt, z. T. auch selber verfasst. Redaktion R. (v. lat.: ''redigere'' = etwas in einen Zustand bringen) bezeichnet die Gesamtheit der Redakteure eines Medienbetriebes, deren Büro u. ihre Tätigkeit, das ''Redigieren''. Eine R. hat die Aufgabe, Informationen in eine zur Veröffentlichung geeignete Fassung zu bringen. Die Redaktionsarbeit ist auf die Grundpfeiler der Pressefreiheit gestützt. Der Begriff ''R.'' wird aber auch für den eigentlichen (evtl. mehrstufigen) Vorgang des Erstellens von Artikeln verwendet. Hierzu gehört auch der Begriff Schlussredaktion. Red Bull R. B. (englisch für ''Roter Stier'') ist ein in Österreich u. der Schweiz hergestellter Energy-Drink. Der Firmensitz der R. B. GmbH ist in Fuschl am See (Salzburg (Österreich)). Rede Eine R. ist eine im Voraus überlegte, in der Regel mündl. Mitteilung, die von einem Redner oder einer Rednerin an mehrere Personen (Zuhörerschaft, bei öffentl. Reden Publikum) gerichtet wird. Als R. bezeichnet man ferner das Redemanuskript u. die Druckfassung einer R. Kurze Reden zur Begrüßung einer Versammlung oder Eröffnung einer Veranstaltungen werden auch Ansprachen genannt. Redewendung Eine R. (auch: ''Idiom, idiomatische Wendung, Phraseologismus'') ist eine Verbindung von mehreren Wörtern ''(„feste Wortverbindung”)'', die eine Einheit bilden u. deren Gesamtbedeutung nicht direkt aus der Bedeutung der Einzelelemente abgeleitet werden kann. Es handelt sich um den Spezialfall einer Kollokation. Redford, Robert Charles Robert Redford, Jr. (* 18. August 1937 in Santa Monica, Kalifornien) ist ein US-amerikan. Schauspieler, Filmregisseur u. Filmproduzent. Redford zählt seit den späten 1960er Jahren zu den populärsten Hollywoodschauspielern u. war zwischen 1973 u. 1976 der kassenträchtigste Filmstar. Er hat sieben Spielfilme inszeniert u. für sein Regiedebüt „Eine ganz normale Familie” 1981 den Oscar erhalten sowie 2002 den Ehrenoscar für sein Lebenswerk. Redford ist auch als Umweltschützer aktiv. Redgrave, Vanessa Vanessa Redgrave (* 30. Januar 1937 in London) ist eine brit. Theater- u. Filmschauspielerin. Sie wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, darunter ein Oscar, zwei Golden Globes, ein Emmy u. die Goldene Palme. Red Hot Chili Peppers Die R. H. C. P. (Abk.: ''RHCP'') sind eine kaliforn. Funkrockband. Sie gelten als die erfolgreichste Band des Crossover. Ihr Album ''Blood Sugar Sex Magik'' wird als typisch für dieses Genre angesehen. Redman Redman, mit bürgerl. Namen Reggie Noble (* 17. April 1970 in Newark, New Jersey), ist ein US-amerikan. Rapper, der in den 90er Jahren als Künstler bei Def Jam berühmt wurde. Außerdem ist er bekannt durch seine Zusammenarbeit mit dem Wu-Tang-Clan-Mitglied Method Man. Den Spitznamen "Redman" erhielt er, nachdem ihn ein Schneeball auf die Wange traf u. diese daraufhin rot anlief. Rednex R. ist eine 1992 gegr. Musikgruppe aus Schweden. Redoxpotential Das Ausmaß der Reduktionskraft eines Systems wird durch ihr R. beschrieben; dies ist die Bereitschaft, bei einer chem. Redoxreaktion Elektronen abzugeben u. damit in die oxidierte Form überzugehen oder umgekehrt Elektronen aufzunehmen, um in die reduzierte Form überzugehen. Man spricht hier von einem "Redox-Paar". Redoxreaktion Bild: Campfire_4213.jpg Die Verbrennung – eine Redoxreaktion mit Luft bzw. Sauerstoff als Oxidationsmittel Eine R. (gesprochen: redóx) (eigentlich: Reduktions-Oxidations-Reaktion) ist eine chem. Reaktion, bei der ein Reaktionspartner Elektronen auf den anderen überträgt. Bei einer solchen Elektronenübertragungs-Reaktion finden also eine Elektronenabgabe (Oxidation) durch einen Stoff sowie eine Elektronenaufnahme statt (Reduktion). Eine freiwillig ablaufende R. geschieht fast immer unter Abgabe von Licht- u./oder Wärmeenergie (exotherm). Wenn Oxidation u. Reduktion zusätzlich räumlich getrennt voneinander ablaufen, so wird ein solches System Galvanisches Element genannt – der Elektronenfluss kann hier zur Energiegewinnung genutzt werden (Beispiel: Batterie, Akkumulator).
Von außen erzwungene Redoxreaktionen benötigen einen entsprechenden Energieaufwand (Beispiel: Elektrolyse). Redoxreaktionen sind von grundlegender Bedeutung in der Chemie: Jeder Stoffwechsel- u. Verbrennungsvorgang, viele techn. Produktionsprozesse u. viele Nachweisreaktionen basieren auf solchen Elektronenübertragungs-Reaktionen. Reduktion (Chemie) Die R. ist eine chem. Reaktionsart, die unterschiedlich definiert wird. Sie tritt (abhängig von der Definition) zusammen mit der Oxidation auf. Beide Phänomene laufen nie unabhängig voneinander ab u. werden zusammen als Redoxreaktion bezeichnet. Reed, Lou Lou Reed (eigentl. Lewis Allen Reed, * 2. März 1942 in Freeport, Long Island, New York) ist ein amerikan. Musiker u. Songautor. Er war zusammen mit John Cale eines der Gründungsmitglieder der von Andy Warhol inspirierten Band The Velvet Underground. Reed, Oliver Robert Oliver Reed (* 13. Februar 1938 in Wimbledon, London; † 2. Mai 1999 in Valletta, Malta) war ein brit. Schauspieler, der für sein Macho-Image auf der Leinwand wie im Leben bekannt war. Reederei Eine R. ist ein Transport- u. Schifffahrtsunternehmen im Bereich der See- u. Binnenschifffahrt. Reelle Zahl Die Menge der reellen Zahlen ist heute der für Anwendungen der Mathematik wichtigste Zahlbereich: Einer Vielzahl von Messgrößen wie zum Beispiel Länge, Temperatur u. Masse kann eine reelle Zahl als Maßzahl zugeordnet werden. Anschaulich entspricht die Menge der reellen Zahlen der Menge aller Punkte der Zahlengeraden. Man sagt: Die reellen Zahlen sind diesen Punkten eineindeutig (bijektiv) zugeordnet. Für die Menge der reellen Zahlen wird das Symbol \mathbb{R} (auch \mathbf{R}, Unicode &rdouble;) verwendet. Diese werden unterschieden in:
* rationale Zahlen - \mathbb{Q} = Bruchzahlen der Form ''ganze Zahl/natürliche Zahl'', * ganze Zahlen - \mathbb{Z} = \{\dots..., -2, -1, 0, 1, 2, ... \dots\}, * natürliche Zahlen - \mathbb{N} (ohne 0): \{1, 2, 3,\dots\} oder (mit 0): \{0, 1, 2, 3,\dots\}, * irrationale Zahlen - \mathbb{R} \setminus \mathbb{Q} = die Menge aller Elemente von \mathbb{R}, die nicht in \mathbb{Q} liegen. Diese lassen sich wiederum in algebraische Zahlen u. transzendente Zahlen unterteilen. Darstellen lassen sich reelle Zahlen beispielsweise als (unendliche oder abbrechende) Dezimalzahlen. Reeperbahn (Hamburg) Die R. ist die zentrale Straße im Hamburger Vergnügungs- u. Rotlichtviertel St. Pauli. Sie ist etwa 930 Meter lang u. verläuft vom Millerntor in Richtung W bis hin zum Nobistor (Hamburg-Altona), wo sie in die ''Königstraße'' übergeht. Reeser, Autumn Autumn Alicia Reeser (* 21. September 1980 in La Jolla, Kalifornien, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin, die in Deutschland vor allem durch ihre Rolle als ''Taylor Townsend'' in „O.C., California” bekannt wurde. Reeve, Christopher Christopher D'Olier Reeve (* 25. September 1952 in New York City; † 10. Oktober 2004 in Mount Kisco, New York) war ein US-amerikan. Schauspieler, Regisseur u. Autor. Er wurde bekannt durch die Darstellung des Comichelden Superman in vier Filmen zwischen 1978 u. 1987. Ab 1995 war Reeve durch einen Unfall querschnittgelähmt, trat jedoch vereinzelt weiter als Schauspieler auf. Reeves, Keanu Charles Keanu Charles Reeves (* 2. September 1964 in Beirut, Libanon) ist ein kanad. Schauspieler u. Musiker (Bassist). Weltbekannt wurde er 1994 durch „Speed”. Die „Matrix”-Trilogie (vier Oscars) katapultierte ihn 1999 in den Olymp der höchstbezahlten Hollywoodstars. Reeves, Paul Paul Reeves (* 31. Mai 1974 in Oxford, England) ist ein englischer Opernsänger. REFA Der REFA-Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation u. Unternehmensentwicklung e. V. (1924 gegr. als ''Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung'') gilt als Deutschlands älteste u. bedeutendste Organisation für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation u. Unternehmensentwicklung sowie betriebl. Weiterbildung. Referat (Vortrag) Ein R. ist ein Vortrag über ein Thema, der in einer begrenzten Zeit gehalten wird (bei Tagungen sind heute 2-5 Minuten das übliche Maß). Dabei geht es in erster Linie um die Wiedergabe bekannter Tatsachen u. Gedanken, nicht um neue Ideen. Es gibt auch Referate in rein schriftl. Form, beispielsweise als Kurzreferat über eine längere Veröffentlichung. Den Vortragenden nennt man, wenn man den gleichen Wortstamm benutzen möchte: Referent. Reflex Ein R. besteht in einer neuronal vermittelten, raschen u. gleichartigen Reaktion eines Organismus auf einen bestimmten Reiz. Reflexe können vom einfachen Reflexbogen bis hin zu Reflexkreisen "höherer" Art unterschiedlich komplex sowie angeboren oder erworben sein; im letzteren Fall wird auch von ''gelernten, erworbenen, bedingten'' oder ''konditionierten Reflexen'' geredet. ''Angeborene'' oder ''unbedingte Reflexe'' stellen biologisch präformierte Reaktionsweisen dar. Sie werden als evolutionäre Adaptionseffekte auf Lebensbedingungen gedeutet. Reflexion (Physik) Bild: Matterhorn_Riffelsee_2005-06-11.jpg Reflexion: Wasserspiegelung des Matterhorns Von R. (lat. ''reflectere'': zurückbeugen, drehen) spricht man, wenn Wellen, zum Beispiel elektromagnetische oder Schallwellen, von einer Oberfläche zurückgeworfen werden. Bei glatten Oberfl„chen (bzw. gegenüber der Wellenlänge kleinen Rauheitsstrukturen) gilt das Reflexionsgesetz, bei rauen Oberflächen wird die Strahlung diffus zurückgestreut u. gehorcht oft dem Lambert'schen Strahlungsgesetz. Refluxösophagitis R. (engl.: reflux oesophagitis, Gastroesophageal Reflux Disease [GERD]), auch Refluxkrankheit genannt, bezeichnet eine entzündl. Erkrankung der Speiseröhre (''Ösophagus''), die durch den unphysiologisch langen Rückfluss von Magensäure bedingt ist. Reform R. (lat. für ''re'' zurück; ''formatio'' Gestaltung: Wiederherstellung) bezeichnet in der Politik eine größere, planvolle u. gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse u. Systeme. Reformation R. (v. lat. ''reformatio'' = Rückformung (nämlich zum Alten, Wahren)) bezeichnet i. e. S. die in Deutschland überwiegend von Martin Luther, in der Schweiz von Johannes Calvin u. Ulrich Zwingli angestoßene Erneuerungsbewegung im Christentum. Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 Die R. d. d. R. v. 1996 ist eine Reform mit dem primären Ziel der Änderung der Rechtschreibung im deutschsprachigen Raum. Sie war von Anfang an umstritten u. führte zu Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern u. Gegnern, die bis heute andauern. In den Jahren 2004 u. 2006 wurde das Regelwerk in besonders strittigen Punkten überarbeitet. Reformpädagogik Unter der Bez. R. werden verschiedene Ansätze zur Reform von Schule, Unterricht u. allg. Erziehung zusammengefasst, die sich Ende des 19. Jh. u. im ersten Drittel des 20. Jh. gegen Lebensfremdheit u. Autoritarismus der vorherrschenden "Paukschule" wandten u. zu einer veränderten Bildungstheorie u. damit einer veränderten Didaktik beitragen wollten. Wichtige Prinzipien waren die Selbsttätigkeit der Schüler, das freie Gespräch, Erlebnispädagogik, Schulgemeindepädagogik, prakt. Tätigkeiten oder Lernen durch Handeln. Somit enthielt diese pädagog. Richtung auch lerntheoret. Ansätze. Regel Das Wort R. hat drei Gruppen von Bedeutungen:
* eine Richtlinie, Norm oder Vorschrift (freiwillig oder verpflichtend) * eine geistes- oder naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeit * das gewöhnlich Eintretende – im Sinne von voraussehbar, periodisch, regelmäßig.Eine Sammlung von Regeln wird auch als Regelwerk oder Reglement bezeichnet. Regelkreis Ein R. ist ein rückgekoppeltes System, das mindestens aus einer Regelstrecke, einem Regler u. der Rückführung besteht. Kennzeichnend für einen R. ist der geschlossene Wirkungskreis mit einer negativen Rückkopplung. Regelkreise werden auch als Regelsysteme bezeichnet insbes. dann, wenn in einem Regelsystem mehrere Regelkreise ineinandergreifen. Regelkreise verwendet man außer in der Technik noch in der Biologie, vor allem der Zoologie, um Prozesse der Regelung übersichtlich darzustellen. Regelungstechnik Die R. ist ein Gebiet der Ingenieurwissenschaft u. Teilgebiet der Automatisierungstechnik. Sie befasst sich mit der gezielten Beeinflussung von physikalischen, chemischen, biologischen oder anderen Größen in Geräten, Anlagen, Fahrzeugen oder z. B. auch im menschl. Körper mittels des Prinzips der Rückkopplung, so dass das Verhalten dieser Größen einem gewünschten Verhalten möglichst nahe kommt. Sie nutzt eine systematische, mathemat. Darstellung. Dabei ist häufig die vollständige Automatisierung eines solchen Vorgangs möglich, jedoch muss gelegentlich auch menschl. Tätigkeit aus technischen u./oder wirtschaftl. Gründen zum Vorgang beitragen (Elementares Beispiel: Einstellen einer angenehmen Duschwassertemperatur, komplexeres Beispiel: Lenken eines Passagierflugzeugs). Regel von L’Hospital Mit der R. v. L. (auch L'Hôpital, sprich: /lopi'tal/) lassen sich in der Mathematik bestimmte Grenzwerte berechnen. Die Regel ist benannt nach Guillaume François Antoine, Marquis de L'Hospital (1661-1704), der sie allerdings nicht selbst entdeckte, sondern aus einem Kurs von Johann Bernoulli übernahm, jenem abkaufte u. 1696 in seinem Buch ''Analyse des infiniment petits pour l'intelligence des lignes courbes'', dem ersten Lehrbuch der Differentialrechnung, veröffentlichte. Regen Unter R. versteht man die am häufigsten auftretende Form des flüssigen Niederschlags mit einer Tropfengröße von meist 0,6 bis 3 mm. Unterhalb von 0,5 mm spricht man von Sprühregen (auch ''Nieselregen''). R. entsteht, wenn durch Abkühlung der Luft der Taupunkt unterschritten wird u. ein Teil des Wasserdampfs zu kleinen Wassertröpfchen kondensiert. Durch das Zusammenfließen dieser Wassertröpfchen, die nun schwerer werden, setzt der R. ein. Regenbogen Bild: 2005-08-14-Regenbogen.jpg Regenbogen in München Ein R. ist ein Phänomen der atmosphär. Optik, das als kreisbogenförmiges Lichtband mit vielen Spektralfarben in einem charakterist. Farbverlauf wahrgenommen wird. Er entsteht, wenn die hinter dem Beobachter stehende Sonne eine vor ihm befindl. Regenwolke bescheint, verursacht durch das Wechselspiel annähernd kugelförmiger Wassertropfen mit dem Sonnenlicht, welches bei Ein- u. Austritt aus dem Tropfen wellenlängenabhängig gebrochen u. an der rückwärtigen inneren Oberfläche richtungsabhängig reflektiert wird. Eine extrem seltene Variante des Regenbogens ist der Mondregenbogen, der beim Zusammenspiel von Wassertröpfchen mit Mondlicht unter günstigen Bedingungen zu sehen ist. Regener, Michael Michael Regener (* 10. Mai 1965 in Berlin) ist der ehem. Sänger der neonazist. Musikgruppe Landser. Diese Band wurde vom Bundesgerichtshof auf Grund der Art des CD-Vertriebes in Kombination mit volksverhetzenden Inhalten als kriminelle Vereinigung eingestuft. Er ist unter dem Pseudonym „''Lunikoff''” (hergeleitet von einer DDR-Wodkamarke) bekannt. Mittlerweile ist er Sänger der Band „Die Lunikoff Verschwörung”. Regensburg R. (lat. früher ''Castra Regina'') ist eine kreisfreie Stadt in Ostbayern. Sie ist Hptst. u. Sitz der Regierung der Oberpfalz sowie des Bezirks Oberpfalz u. Sitz des Landrats des Ldkrs. R. Seit dem 13. Juli 2006 gehört die Regensburger Altstadt zum UNESCO-Welterbe. – 131.489 Ew. Regenwald Als R. bezeichnet man ein weitgehend naturbelassenes Wald-Ökosystem, das durch ein bes. feuchtes Klima aufgrund von mehr als 2000 mm Niederschlag (im Jahresmittel) gekennzeichnet ist. Dabei unterscheidet man zwischen den Regenwäldern in den Tropen u. den Regenwäldern der gemäßigten Breiten. Regenwürmer Die R. (Lumbricidae) sind im Erdboden lebende, gegliederte Würmer aus der Ordnung der Wenigborster (Oligochaeta). Sie gehören innerhalb des Stammes der Ringelwürmer (Annelida) zur Klasse der Gürtelwürmer (Clitellata). In Deutschland leben derzeit 39 Regenwurmarten. Nicht alle davon sind ursprünglich hier heimisch. Ihre durchschnittl. Lebenszeit liegt zwischen 3 bis 8 Jahren. Reggae R. [&beton;r&aeo;gei, &beton;r&aeo;ge&dehn;] ist eine aus Jamaika stammende Musikform. Charakteristisch für den R. ist die Offbeat-Phrasierung, bei der entweder die Gitarre oder das Keyboard, hin u. wieder auch die Bläser, in der in den meisten anderen Musikrichtungen unbetonten zweiten u. vierten Taktzeit spielen. Im Gegensatz zum Ska, wo statt der 2/4-Betonung eher Offbeats eingesetzt werden, die die "und"-Zählzeiten betonen, ist der R. in der Regel langsamer u. weniger durch Bläser dominiert. Reggaeton R. (auch Reggaetón oder in span. Schreibweise Reguetón) ist eine Musikrichtung, die sich aufbauend auf Reggae, Dancehall, Hip-Hop, Merengue-Hip-Hop, lateinamerikan. Musikrichtungen u. Dance-Musik entwickelt hat. Die Musikrichtung hat bereits eine über 20-jährige Geschichte, ihr gelang aber erst Anfang des 21. Jahrhunderts der internationale Durchbruch. Regierung Die R. (von ahd.: ''ragin'' = der Rat, der Beschluss; lat.: ''regere'' = führen, leiten) ist nach dem Staatsoberhaupt eine der höchsten Institutionen eines Staates. Sie leitet, lenkt u. beaufsichtigt die staatl. Politik nach innen u. außen. Eine R. besteht in der Regel aus einem Regierungschef u. mehreren Ministern mit jeweils eigenen Ressorts. In vielen Staaten bezeichnet R. umgangssprachlich die Exekutive (ausführende Gewalt) eines Staates oder eines Staatsteiles. Regierungsbezirk In Deutschland ist ein R. der Bezirk einer allg. Landesmittelbehörde, in der ressortverschiedene Aufgaben gebündelt werden. Diese Behörde wird von einem Regierungspräsidenten geleitet u. trägt selbst die Bez. Regierungspräsident (historisch), Regierungspräsidium (in Baden-Württemberg, Sachsen, Hessen), Regierung (in Bayern) oder Bezirksregierung (in Nordrhein-Westfalen). Die Landesmittelbehörde steht als Mittelinstanz zwischen oberen u. obersten Landesbehörden (Ministerium) u. dem Landrat als unterer Landesbehörde für den Bezirk eines Kreises. Regiment Der Begriff R. (lat. ''regimen'', Lenkung, Herrschaft, Regierung) bezeichnet heutzutage eine mittelgroße militär. Formation. Ein R. besteht aus zwei bis vier Bataillonen oder aus mehreren Kompanien, in der Kavallerie üblicherweise 5 Eskadrons (od. Schwadronen), die in der Regel zur selben Waffengattung gehören. Kommandeur ist meist ein Oberst. Das taktische Zeichen auf der NATO-Signatur sind drei senkrechte Striche. Regionen Frankreichs Die Regionen (frz. ''Régions'', Sg. ''Région'') sind die oberste Ebene der ''Collectivités territoriales'' (Gebietskörperschaften) in Frankreich. Frankreich ist in insges. 26 Regionen unterteilt. 22 der Regionen befinden sich in Europa. Die in Europa gelegenen Regionen bestehen jeweils aus mehreren Dép. Die Region Korsika ist eine ''Collectivité territoriale'' mit Sonderstatus. Die vier Regionen in Übersee (''Régions d'Outre-Mer'': Martinique, Guadeloupe, Réunion u. Guyane française) entsprechen den vier französ. Überseedépartements (''Département-d'Outre-Mer'' = ''DOM''). Die Regionen lassen sich in ihrer Größe mit den dt. Bundesländern vergleichen, sind aber keine Gliedstaaten mit eigener Verfassung. Regisseur Ein R. (von frz. ''régisseur, régir'' „leiten”), auch ''Spielleiter'' genannt, führt Regie u. ist damit traditionell neben dem Schauspieler die entscheidende Person bei der Aufführung eines Stückes. Als Alternative zur Zentralgewalt des Regisseurs wurden verschiedene Ansätze von (mehr oder weniger) gleichberechtigten Regieteams entwickelt. Ein R. trägt die Verantwortung für die künstler. Gestaltung eines Projekts, das in der Regel auf einer schriftl. Vorlage basiert.
Registered Jack R. J. (''genormte Buchse'') u. die Abk. RJ in Verbindung mit einer Zahl (z. B. ''RJ-45'') steht für von der US-amerikan. Federal Communications Commission (FCC) genormte Telefonverkabelungen u. die dazu benutzten Stecker u. Buchsen einschl. der Kontaktbelegungen. Die RJ-Steckverbindungen werden heute weltweit für Telefon- u. Netzwerkverbindungen verwendet. Üblicherweise werden diese Stecker in Verbindung mit verdrillten (''Twisted Pair'') Adern benutzt. Regler R. beeinflussen selbsttätig in einem meist techn. Prozess eine oder mehrere physikal. Größen auf ein vorgegebenes Niveau unter Reduzierung von Störeinflüssen. Ihre Behandlung ist Kern der Regelungstechnik. Dazu vergleichen R. innerhalb eines Regelkreises laufend das Signal des Sollwertes mit dem gemessenen u. zurückgeführten Istwert der Regelgröße u. ermitteln aus dem Unterschied der beiden Größen – der Regelabweichung (Regeldifferenz) – eine Stellgröße, welche die Regel-Strecke so beeinflusst, dass die Regelabweichung spätestens im eingeschwungenem Zustand zu einem Minimum wird. Regner, Tobias Tobias Regner (* 5. August 1982 in Teisendorf) ist ein dt./österr. Rocksänger. Bekannt wurde er als Gewinner der dritten Staffel der Castingshow ''Deutschland sucht den Superstar'', die von November 2005 bis März 2006 von dem Fernsehsender RTL ausgestrahlt wurde. Regressionsanalyse Die R. ist ein statist. Analyseverfahren. Ziel ist es, Beziehungen zwischen einer abhängigen u. einer oder mehreren unabhängigen Variablen festzustellen. Allg. wird eine metr. Variable Y betrachtet, die von einer zweiten Variablen x abhängt. Üblicherweise ist \underline{x}=(x_1,\ldots,x_n)^T\; ein n- dimensionaler Vektor, wobei die einzelnen x-Werte untereinander unabhängig sind. Im eindimensionalen Fall spricht man von einer ''einfachen linearen R.'', in Dimensionen größer gleich zwei von einer ''multiplen R.'' Reguläre Matrix Die reguläre, invertierbare oder nichtsinguläre Matrix ist ein Begriff aus dem mathemat. Teilgebiet der linearen Algebra. Man bezeichnet damit eine quadrat. Matrix A, zu der eine weitere Matrix A^{-1} existiert, so dass
A \cdot A^{-1} = E
gilt. Dabei ist E die Einheitsmatrix, u. A^{-1} wird als inverse Matrix zu A bezeichnet oder einfach kurz Inverse. Invertierbare Matrizen zeichnen sich dadurch aus, dass die durch sie beschriebene lineare Abbildung bijektiv ist. Dies führt dazu, dass ein lineares Gleichungssystem mit einer invertierbaren Koeffizientenmatrix eindeutig lösbar ist. Regulärer Ausdruck In der Informatik ist ein R. A. (Abk. RegExp oder Regex, engl. ''regular expression'') eine Zeichenkette, die der Beschreibung von Mengen bzw. Untermengen von Zeichenketten mit Hilfe bestimmter syntakt. Regeln dient. Reguläre Ausdrücke finden vor allem in der Softwareentwicklung Verwendung; für fast alle Programmiersprachen existieren Implementierungen. Reguläre Ausdrücke stellen erstens eine Art ''Filterkriterium'' für Texte dar, indem der jeweilige reguläre Ausdruck in Form eines Musters mit dem Text abgeglichen wird. Zweitens lassen sich aus regulären Ausdrücken, als eine Art ''Schablone'', auch Mengen von Wörtern erzeugen, ohne jedes Wort einzeln angeben zu müssen. Reh Das R. (''Capreolus capreolus''), zur Unterscheidung vom Sibirischen R. auch Europäisches R. genannt, ist in Mitteleuropa der häufigste Vertreter der Hirsche. Das R. unterliegt dem Jagdrecht u. wird dort dem Schalenwild zugeordnet. Rehabilitation R. oder Rehabilitierung (v. mittellat.: ''rehabilitatio'' = „Wiederherstellung”) bezeichnet die Bestrebung oder deren Erfolg, einen Menschen wieder in einen vormals existierenden körperl. Zustand bzw. eine soziale oder jurist. Position hineinzuversetzen. Rehhagel, Otto Otto Rehhagel (* 9. August 1938 in Essen) ist ein dt. Fußballtrainer u. ehem. Fußballspieler. Seit 2001 ist er Trainer der griechischen Nationalmannschaft, mit der er 2004 Europameister wurde. Reibung R. (auch Friktion) ist die Gesamtheit der Kräfte an der Grenzfläche zweier Körper, die ihre gegenseitige Bewegung hemmen oder verhindern.
Reibungskoeffizient Der R., auch ''Reibungszahl'' genannt (Formelzeichen µ oder auch f, dimensionslos), ist ein Maß dafür, wie groß die Reibkräfte sind, die zwischen zwei Festkörpern wirken. Reich, Wilhelm Wilhelm Reich, (* 24. März 1897 in Dobzau, Galizien; † 3. November 1957 in Lewisburg, Pennsylvania, USA) war Psychiater, Psychoanalytiker, Sexualforscher u. Soziologe. Mit der von ihm ab 1934 entwickelten Vegetotherapie war er einer der wesentl. Begründer der Körperpsychotherapie. Nach seiner „Entdeckung des Orgons” 1940 bezeichnete Reich seine Lehre als Orgonomie. Reich-Ranicki, Marcel Marcel Reich-Ranicki [mar&beton;s&aeo;l raiçra&beton;nitski] (gebürtig ''Marceli Reich''; * 2. Juni 1920 in Włocławek, Polen) ist ein dt. Publizist u. gilt als der einflussreichste deutschsprachige Literaturkritiker der Gegenwart. Reichsarbeitsdienst Der R. (abgekürzt RAD) war eine Organisation des nat.-soz. Machtapparates im Deutschen Reich der Jahre 1933–1945. Ab Juni 1935 musste dort jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht ableisten. Ab dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der R. auf die weibl. Jugend ausgedehnt. Der R. war ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft im nat.-soz. Deutschland. Reichsdeputationshauptschluss Der R. (''Hauptschluss'': „Abschlussbericht einer Reichsdeputation”) war das letzte wichtige Gesetz des Hl. Römischen Reiches, verabschiedet auf der letzten Sitzung des Immerwährenden Reichstags am 25. Februar 1803 in Regensburg. Im R. wurde festgesetzt, dass die weltlichen Fürsten abgefunden werden sollten, denen im Rahmen der französischen Revolutionskriege Besitz verloren gegangen war. Dies geschah durch Säkularisation kirchlicher u. Mediatisierung kleinerer weltlicher Herrschaften bisheriger Reichsstände. Der R. schuf aus einer Vielzahl kleiner u. kleinster Gebiete eine überschaubare Anzahl von Mittelstaaten. Der Reichszusammenhalt verlor mit den geistlichen Fürsten u. den traditionell loyalen Reichsstädten jedoch seine Hauptstützen. Reichsflugscheibe Unter dem Begriff Reichsflugscheiben wird ein Mythos behandelt, wonach untertassenförmige Flug- u. Raumfahrzeuge im nat.-soz. Deutschen Reich gebaut u. getestet worden sein sollen. Historisch u. technisch gibt es keine Belege, jedoch taucht das Thema in der pseudowissenschaftl. Literatur als Beispiel für „Nazi-Technologie” gelegentlich auf. Reichsgründung Als R. bezeichnet man im Allg. den Zusammenschluss verschiedener souveräner Staaten zu einer staatl. Einheit. Ebenfalls wird von einer R. gesprochen, wenn sich ein Staat in extremem Maße ausgedehnt hat. Der Begriff wurde ursprünglich nur im Zusammenhang mit autoritär geführten Systemen wie Monarchien oder Diktaturen verwendet. Reichskanzler R. war die fortlaufende Amtsbezeichnung des Regierungschefs des Deutschen Reiches von 1871 bis 1945. In dieser Rolle stand er dem Kabinett – von 1871 bis 1918 der sogenannten ''Reichsleitung'', von 1919 bis 1945 der ''Reichsregierung'' – vor. Diese Amtsbezeichnung entstammt der dt. Kanzler-Tradition des MA u. der Frühen Neuzeit. Reichskriegsflagge Die R. war die offizielle Kriegsflagge der Streitkräfte (bis 1892 der Kriegsmarine) des Deutschen Reiches in der Zeit von 1871 bis 1933 u. der Wehrmacht. Sie gab es in sieben zur Verwendung gelangten Versionen in den Jahren von 1871 bis 1945. In Deutschland ist die Verbreitung u. Darstellung der Kriegsflagge des Dritten Reiches (in der seit 1935 verwendeten Version mit Hakenkreuz) strafbar gemäß §§ 86, 86a StGB. Reichsmark Die R. (Abk. RM) war von 1924 bis 1948 offizielles Zahlungsmittel in Deutschland während der Zeit der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus sowie der Besatzungszonen nach dem Zweiten Weltkrieg. Reichsparteitagsgelände R. wird das Areal im SO Nürnbergs genannt, auf dem von 1933 bis 1938 die Reichsparteitage der NSDAP abgehalten wurden. Der Gesamtentwurf für die Gestaltung des Geländes stammt von Albert Speer u. umfasst eine Gesamtfläche von über 11 km². Einige der Kolossalbauten wurden ganz oder teilweise fertiggestellt u. sind noch heute zu besichtigen. Reichspräsident R. war die Bez. für das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches von 1919 bis 1945. Gem„á Weimarer Verfassung wurde der R. unmittelbar vom Volk gew„hlt. Reichstagsbrand Mit R. wird der Brand des Reichstagsgebäudes in Berlin in der Nacht auf den 28. Februar 1933 bezeichnet. Der Brand beruhte auf Brandstiftung. Am Tatort festgenommen wurde Marinus van der Lubbe. Allerdings konnten die Umstände u. vor allem die Täterschaft nicht einwandfrei geklärt werden u. sind auch heute noch Gegenstand einer Kontroverse. Unbestritten sind die polit. Folgen. Bereits am 28. Februar wurde die ''Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk u. Staat'' (Reichstagsbrandverordnung) erlassen. Damit wurden die Grundrechte der Weimarer Verfassung praktisch außer Kraft gesetzt u. der Weg freigeräumt für die legalisierte Verfolgung der polit. Gegner der NSDAP durch Polizei u. SA. Die Reichstagsbrandverordnung war eine entscheidende Etappe in der Errichtung der nat.-soz. Diktatur. Reichstagsgebäude Das R. (kurz: ''Reichstag''; offiziell: ''Plenarbereich Reichstagsgebäude'') in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Auch die Bundesversammlung zur Wahl des dt. Bundes-Präs. tritt hier seit 1994 alle fünf Jahre zusammen. Der Bau wurde von dem Architekten Paul Wallot 1884 bis 1894 im Stil der Neorenaissance im Ortsteil Tiergarten (heute zum Bezirk Mitte gehörend) errichtet. Er beherbergte bis 1918 den Reichstag des dt. Kaiserreichs u. anschließend das Parlament der Weimarer Republik. Durch den Reichstagsbrand von 1933 u. durch Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, wurde das Gebäude in den 1960er Jahren in modernisierter Form wiederhergestellt u. von 1991 bis 1999 noch einmal grundlegend umgestaltet. Reichswehr R. war von 1921 bis 1935, während der Weimarer Republik u. der ersten Jahre des Dritten Reichs, der offizielle Name der dt. Streitkräfte. Durch den Versailler Vertrag unterlagen Umfang u. Bewaffnung des Berufsheeres starken Beschränkungen. Nach der von Adolf Hitler 1935 verkündeten „Wiedererlangung der Wehrhoheit” (Wiedereinführung der Wehrpflicht u. ä.) ging die R. in der neuen Wehrmacht auf. Reichtum R. bezeichnet den Überfluss an geistigen oder gegenständl. Werten, insbes. die Tatsache des Besitzes von materiellen Gegenständen. Die Bedeutung geistigen Reichtums wird häufig unterschätzt, lässt sich aber aus materieller Sicht kaum darstellen. Gesellschaftlich gesehen erfordert R. die allg. akzeptierte Übereinkunft, dass Dinge, Land oder Geld jemandem gehören u. dass dieses Eigentum geschützt wird. Das Verständnis von R. unterscheidet sich in verschiedenen Gesellschaften. Reich und Schön R. u. S. (Originaltitel: ''The Bold and the Beautiful'') ist eine US-amerikan. Daily Soap, die seit dem 23. März 1987 auf dem US-Sender CBS ausgestrahlt wird. Mit mehr als 5.000 Folgen u. 300 Millionen Zuschauern aus über 130 Ländern gilt die Endlosserie als erfolgreichste Soap weltweit. Reid, Tara Tara Reid (* 8. November 1975 in Wyckoff, New Jersey) ist eine US-amerikan. Filmschauspielerin. Sie spielte u. a. mit in „American Pie” u. „Eiskalte Engel”. Reifen Bild: Radreifen.jpg Reifen eines Traktors Ein R. ist der Teil des Rades, auf dem es abrollt. Den R., wie wir ihn heute kennen, gibt es erst seit der Entwicklung des Gummis, der durch Vulkanisieren des Kautschuks erstmals 1839 von Charles Goodyear hergestellt wurde. Reihe (Mathematik) In der Mathematik ist eine (endliche) R. eine Summe, deren Summanden Glieder einer Folge sind. Reihenschaltung Die R. beschreibt in der Elektrotechnik u. Elektronik die Hintereinanderschaltung zweier oder mehrerer Bestandteile in einem Schaltkreis.
Bei der R. werden die Bestandteile des Schaltkreises ''in Reihe geschaltet''. Zwei Schaltkreiselemente sind in Reihe geschaltet, wenn deren Verbindung keine Abzweigung aufweist. Damit werden beide vom selben Strom durchflossen. Reiher Die R. (Ardeidae) sind eine Familie der Schreitvögel (Ciconiiformes). Zu dieser Familie gehören 62 Arten. Die meisten Arten haben lange Beine u. einen dolchartigen Schnabel. Viele Arten haben außerdem einen langen Hals. R. sind fast ausschließlich an Süßwasserhabitate gebunden, die Nahrung besteht vor allem aus Fischen u. anderen wasserbewohnenden Tieren u. wird dort im ufernahen Flachwasser gesucht. Sie sind weltweit verbreitet. Reiki Bild: Raczka4.jpg Reiki soll durch das Auflegen der Hände übertragen werden. R. (jap. ''usui reiki ryōhō'' = „Usui-Geisteskraft-Behandlung”) ist eine Technik der Esoterik, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Mikao Usui in Japan entwickelt bzw. entdeckt wurde. Die Wirksamkeit der Praktiken ist nicht belegt. Bei der Anwendung von R. soll durch den Praktizierenden eine „Verbindung” zwischen einer angenommenen „universellen Energie” u. dem Empfangenden hergestellt werden. Reim Der R. ist i. w. S. eine Verbindung von Wörtern mit ähnl. Klang. I. e. S. ist der R. der Gleichklang eines betonten Vokals u. der ihm folgenden Laute bei verschiedenem Anlaut. Beispiel: lauf – sauf; laufen – saufen; laufender – saufender. Der Ursprung des Wortes liegt im germanischen (alt-fränkischen) ''rim'', wo es ''Reihe'' oder ''Zahl'' bedeutet, das Wort ist über das französische ''rime'' in die übrigen europ. Sprachen gelangt, die engl. Schreibung ''rhyme'' beruht auf einer gelehrten, aber unzutreffenden Herleitung aus dem griechischen ''rhythmos''. Reim, Matthias Matthias Reim (* 26. November 1957 in Korbach, Hessen) ist ein dt. Popsänger. Seinen ersten Hit landete Reim 1990 mit dem Lied „Verdammt, ich lieb Dich”, das weltweit 2,5 Millionen Mal verkauft wurde u. insges. 16 Wochen lang auf Platz 1 in den dt. Charts stand. Reims R. [r&aeo;&dehn;s] ist eine Stadt im NO Frankreichs, etwa 140 km von Paris entfernt. Verwaltungstechnisch ist R. Unterpräfektur (franz.: ''sous-préfecture'') des Dép. Marne, in der Région Champagne-Ardenne. Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs u. besitzt seit 1969 eine Universität. R. ist nicht nur Herstellungszentrum für Champagner, auch Textilien, Nahrungsmittel sowie Ausrüstungsgegenstände für die Raumfahrt werden dort hergestellt. Die Geschichte der Stadt reicht bis ins Römische Reich. – 187.206 Ew. Reinhardt, Django Jean "Django" Reinhardt (* 23. Januar 1910 in Liberchies, Belgien; † 16. Mai 1953 in Samois-sur-Seine bei Paris), Gitarrist, Komponist u. Bandleader, gilt als der Vater u. Begründer des europ. Jazz.
Reinhardt, Janin Janin Reinhardt (* 14. November 1981 in Erfurt) ist eine Fernsehmoderatorin u. Schauspielerin. Reinheitsgebot Als R. bezeichnet man (vor allem in Deutschland) eine gesetzl. Regelung über erlaubte Inhaltsstoffe im Bier. Vereinfacht wird diese Regelung landläufig bis heute noch so verstanden, dass ins Bier nur Hopfen, Malz u. Wasser gehöre, was jedoch nur noch teilweise der tatsächl. Rechtslage entspricht. Reinkarnation Der Begriff R. (latein. ''Wiederfleischwerdung'' oder Wiederverkörperung), auch Palingenese (altgriechisch, aus π&aacgr;λιν, ''pálin'' „wiederum”, „abermals”, u. γ&eacgr;νεσις, ''génesis'' „Erzeugung”, „Geburt”), bezeichnet ''Vorstellungen'' der Art, dass eine (zumeist nur menschliche) Seele oder fortbestehende mentale Prozesse (so oft im Buddhismus verstanden) nach dem Tod, der "Exkarnation", sich erneut in anderen empfindenden Wesen manifestieren. Vergleichbare Konzepte werden auch als beispielsweise ''Metempsychose'', ''Transmigration'', ''Seelenwanderung'' oder ''Wiedergeburt'' bezeichnet. "''Außerkörperliche Erfahrungen''" werden oft in Zusammenhang mit dem Begriff R. gebracht. In einigen, aber keineswegs in allen Reinkarnationslehren ist auch die Karmalehre integriert. Reinraum In einem R. hält man die Partikel-Kontamination unter bestimmten Werten. Rein- u. Reinsträume werden für spezielle Fertigungsverfahren, vor allem in der Halbleiterfertigung benötigt, um die Strukturierung integrierter Schaltkreise im Bereich von Bruchteilen eines Mikrometers nicht zu stören. In Reinräumen für die Fotolithografie wird oft auch gelbe Beleuchtung eingesetzt, um eine unbeabsichtigte Belichtung der Fotoresist-Schichten zu vermeiden. Solche Zimmer heißen daher auch Gelbraum. Reinraumkosten belaufen sich auf ca. 1 Mrd. Euro für einen industriellen R. mit 12″-Wafer-Fertigung, die Ausstattung kostet grob geschätzt 1 Mio. Euro pro Gerät. Reis R. (vom lat. oryza) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) mit breiten Blättern u. langen Rispen. R. zählt zu den wichtigsten sieben Getreidearten. Der domestizierte R. ist eine Sumpfpflanze. Verschiedene Getreide, die im Handel als Wildreis bezeichnet werden, sind demgegenüber Wasserpflanzen, die botanisch nicht zur Gattung R. gehören. Reisekosten Als R. werden im dt. u. österr. Steuerrecht Aufwendungen bezeichnet, die bei beruflich oder betrieblich bedingten Reisen anfallen. Reisepass Einen R. vergeben Staaten als Ausweisdokument für allg. Reisen der Bürger ins Ausland. Zahlreiche Staaten stellen Reisepässe in unterschiedl. Varianten aus, etwa als vorläufigen Pass oder als Pass mit einer größeren Anzahl von Seiten für Vielreisende. Die meisten Reisepässe enthalten neben den Angaben zur Person u. zur Staatsangehörigkeit ihres Inhabers leere Seiten, die für zusätzliche amtl. Vermerke des Ausstellerstaates oder die Anbringung von Vermerken anderer Staaten, wie Visa, Aufenthaltstiteln oder Kontrollstempeln über die Ein- u. Ausreise verwendet werden können. Reise um die Erde in 80 Tagen R. u. d. E. i. 80 T. (auch ''In 80 Tagen um die Welt'', Originaltitel ''Le tour du monde en quatre-vingts jours'') ist ein Roman von Jules Verne. Er wurde 1873 veröffentlicht u. vom Wiener Verlag A. Hartleben 1875 in dt. Übersetzung hrsg. Reißverschluss Der R. (oft RV abgekürzt; engl.: ''zipper''; auch Zippverschluss oder kurz Zipp genannt) besteht aus zwei Seitenteilen mit Krampen (kleinen Zähnen) u. einem Schieber, mit dem die Krampen ineinander verhakt u. wieder gelöst werden können. Reißverschlüsse können heute nicht nur aus Metall, sondern auch aus Kunststoff preiswert hergestellt werden. Ebenso gibt es wasserdichte Reißverschlüsse. Reitstellung Die R., das Reiten oder die Reiterstellung ist eine der beliebtesten Positionen beim Geschlechtsverkehr. Dabei liegt der penetrierende Partner auf dem Rücken; der penetrierte Partner steigt über ihn u. führt sich in kniender oder hockender Stellung das Glied in die Vagina oder den Anus ein. Reiz Ein R. oder Stimulus (Mehrzahl: ''Stimuli'') im Sinne der Neurobiologie kann beschrieben werden als eine überschwellige Depolarisation einer Zellmembran, die ein Aktionspotenzial auslöst, wobei die depolarisierende Einwirkung in der Regel von außen auf die Zelle einwirkt. Reizdarmsyndrom In der Medizin (Gastroenterologie) bezeichnet der Begriff R. (RDS) eine Gruppe funktioneller Darmerkrankungen, die eine hohe Prävalenz (Krankheitshäufigkeit in der Bevölkerung) haben u. bis zu 50% der Besuche beim Spezialisten ausmachen. Das R. kann Symptome aller mögl. Darmerkrankungen nachahmen, ist jedoch, wenn diese Erkrankungen ausgeschlossen sind, ungefährlich. Synonyme Begriffe sind Irritables Darmsyndrom (IDS), Reizkolon, Colon irritabile u. „nervöser Darm”. Reizwäsche Als R. bezeichnet man Kleidung, insbes. Unterwäsche, die dazu dient, den Geschlechtspartner sexuell zu erregen. Derartige Accessoires gibt es vor allem für Frauen in vielen verschiedenen Ausprägungen, aber auch für Männer. Reklamation Eine R. nach BGB ist gerechtfertigt, wenn die Ware oder Dienstleistung, die reklamiert wird, fehlerhaft ist. Das heißt, gewisse zugesicherte oder zu erwartende Eigenschaften, die dem Käufer nutzen könnten, sind nicht vorhanden. Beispielsweise liegt ein techn. Defekt vor. Rekombination Unter R. versteht man in der Biologie i. e. S. den Austausch von Allelen u. im Allg. die Verteilung u. Neuanordnung von genet. Material (DNA, RNA). Durch R. kommt es zu neuen Gen- u. Merkmalskombinationen. R. u. Mutation verantworten die genet. Variabilität innerhalb einer Population. Die genet. Variabilität ist wiederum die Basis für die Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen im Evolutionsprozess. Rekonvaleszenz R. (lat. ''reconvalescere'' „wieder kräftig werden, wieder stark werden”), besser Konvaleszenz, ist ein Ausdruck in der Medizin u. bedeutet Genesung, nicht zu verwechseln mit Remission (Zurückgehen, Nachlassen) oder Restitution (Wiederherstellung). Rekursion Als R. (lat. ''recurrere'' „zurücklaufen”) bezeichnet man den Aufruf oder die Definition einer Funktion durch sich selbst. Die ''gegenseitige R.'' bildet sich durch den gegenseitigen Verweis zweier oder mehrerer Funktionen aufeinander. In vielen Fällen ist die R. eine von mehreren mögl. Problemlösungsstrategien, sie führt oft zu „eleganten” mathemat. Lösungen. In der Regel sind rekursive Programme (als Darstellung eines rekursiven Problems) zwar wesentlich kompakter (also kürzer) als die iterativen Varianten, dafür sind sie etwas langsamer u. der Speicheraufwand ist höher. Relais Ein R. [r&eunbet;&beton;l&aeo;&dehn;] (Pl.: ''Relais'' [r&eunbet;&beton;l&aeo;&dehn;s]) ist ein durch elektr. Strom betriebener, meist elektromagnetisch wirkender, fernbetätigter Schalter mit in der Regel zwei Schaltstellungen. Das R. wird über einen Steuerstromkreis aktiviert u. kann weitere Stromkreise schalten. Relation Als R. (lat. ''relatio'': „das Zurücktragen”) wird im Allg. eine bestimmte Beziehung zwischen Gegenständen oder insbes. zwischen Objekten bezeichnet. Relation (Mathematik) Relationen im Sinne der Mathematik sind ausschließlich diejenigen Beziehungen, bei denen stets klar ist, ob sie bestehen oder nicht. Damit ist eine einfache mengentheoret. Definition des Begriffs der R. möglich: Eine R. ''R'' ist eine Menge von ''n''-Tupeln. Dinge, die in ''R'' zueinander stehen, bilden ein ''n''-Tupel, das Element von ''R'' ist. Relationale Datenbank Eine R. D. dient zur elektron. Datenverwaltung in Computersystemen u. beruht auf dem relationalen Datenbankmodell. Dieses wurde 1970 von Edgar F. Codd erstmals vorgeschlagen u. ist bis heute, trotz einiger Kritikpunkte, ein etablierter Standard für Datenbanken. Relativitätstheorie Die R. befasst sich mit der Struktur von Raum u. Zeit sowie mit dem Wesen der Gravitation. Sie besteht aus zwei maßgeblich von Albert Einstein geschaffenen physikal. Theorien, der 1905 veröffentlichten speziellen R. u. der 1916 abgeschlossenen allg. R. Die spezielle beschreibt das Verhalten von Raum u. Zeit aus der Sicht von Beobachtern, die sich relativ zueinander bewegen, u. die damit verbundenen Phänomene. Darauf aufbauend führt die allg. R. die Gravitation auf eine Krümmung von Raum u. Zeit zurück, die unter anderem durch die beteiligten Massen verursacht wird. Die R. hat das Verständnis von Raum u. Zeit revolutioniert u. Naturzusammenhänge aufgedeckt, die sich der klass. Anschauung entziehen. Die betr. Vorgänge u. Eigenschaften lassen sich jedoch mathematisch präzise beschreiben u. sind experimentell bestens bestätigt. Relativpronomen Das R. ist ein Wort, das in einem Relativsatz ein Gegenstandswort (Substantiv) des übergeordneten Satzes ersetzt (es bezeichnet den Referenten). In manchen Sprachen übernimmt ein nicht flektiertes Wort die Funktion des Relativpronomens, die „nota relationis”, das pronomen universale. In manchen Sprachen wird die Relation nur durch die Wortstellung angedeutet. Relativsatz Der R. (von lat. ''referre'', Partizip Perfekt Passiv ''relatus'' „zurückgeben”, hier „sich beziehen auf”) gehört zur Gruppe der Nebensätze u. wird mit einem Relativpronomen (o. ä.) eingeleitet. Er kann sich mit Ausnahme des Prädikats auf jedes Satzglied beziehen, auch auf den gesamten Hauptsatz. Wie in jedem anderem Nebensatz wird in einem R. im Deutschen die Satzstellung so verändert, dass das Prädikat die Endstellung einnimmt. Reliabilität Die R. bezeichnet die formale Genauigkeit wissenschaftl. Untersuchungen. Reliable wissenschaftl. Ergebnisse sind frei von Zufallsfehlern, d. h., bei Wiederholung eines Experimentes unter gleichen Rahmenbedingungen würde das gleiche Messergebnis erzielt. R. ist also ein Maß für die Replizierbarkeit der Ergebnisse unter gleichen Bedingungen. Religion Als R. bezeichnet man eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschl. Verhalten, Handeln u. Denken prägen u. Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Es gibt keine wissenschaftlich allg. anerkannte Definition des Begriffs R. Religiöse Weltanschauungen u. Sinngebungssysteme stehen in langen Traditionen u. beziehen sich zumeist auf übernatürl. Vorstellungen. So gehen viele, aber nicht alle Religionen von der Existenz eines oder mehrerer persönlicher oder unpersönlicher über-weltl. Wesen (z. B. einer Gottheit oder von Geistern) oder Prinzipien (z. B. Dao, Dhamma) aus u. machen Aussagen über die Herkunft u. Zukunft des Menschen, etwa über das Nirvana oder Jenseits. Sehr viele Religionen weisen gemeinsame Elemente auf, wie die Kommunikation mit transzendenten Wesen im Rahmen von Heilslehren, Symbolsystemen, Kulten u. Ritualen. Religionskritik R. stellt Religionen u. Religiosität, ihre Glaubensaussagen, Konzepte, Institutionen u. prakt. Erscheinungsformen rational u./oder moralisch-ethisch in Frage. Reliquie Eine R. (latein. ''Überbleibsel'') ist ein Gegenstand religiöser Verehrung, bes. ein Körperteil oder Teil des persönl. Besitzes eines Hl. Eine Sonderform sind ''Berührungsreliquien'', also Gegenstände wie Kleidungsstoffe, mit denen der Hl. in Berührung kam oder gekommen sein soll. Reliquien finden sich in allen Hauptreligionen, vor allem aber im Christentum, im Shinto u. im Buddhismus. R.E.M. R.E.M. ist eine US-amerikan. Rockband. Sie gilt als eine der erfolgreichsten Bands des ''Alternative Rock'' u. wurde 1980 gegründet. Remarque, Erich Maria Erich Maria Remarque, eigentl. Erich Paul Remark, (* 22. Juni 1898 in Osnabrück; † 25. September 1970 in Locarno) war ein dt. Autor. Sein Roman „Im Westen nichts Neues“ (1929) machte ihn weltbekannt. Rembrandt Harmensz van Rijn Rembrandt Harmenszoon van Rijn (* 15. Juli 1606 in Leiden; † 4. Oktober 1669 in Amsterdam) wird als der wichtigste niederländ. Maler des 17. Jh. angesehen. Neben der Malerei widmete sich Rembrandt auch der Radierung u. der Zeichnung. Alle drei Medien beherrschte er bis ins Alter mit einer bewundernswerten Perfektion. Remington Steele R. S. ist eine US-amerikan. Fernsehserie, die von 1982 bis 1987 produziert wurde. Hauptdarsteller waren Pierce Brosnan als ''R. S.'' u. Stephanie Zimbalist in der Rolle der ''Laura Holt''. Remini, Leah Leah Marie Remini (* 15. Juni 1970 in Brooklyn, New York City, USA) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Im deutschen Sprachraum bekannt wurde sie in der Fernsehserie „King of Queens”, in der sie Carrie spielt. Remmler, Stephan Stephan Remmler (* 25. Oktober 1946 in Witten) ist ein dt. Sänger, Komponist u. Musikproduzent. Bekannt wurde er als Sänger der NDW-Gruppe Trio, die mit ihrem Lied „Da da da” Welterfolge feierten. Remote Desktop Protocol Das R. D. P. (RDP) ist ein Protokoll von Microsoft. Es stellt die techn. Basis für die Implementierung von Terminaldiensten („Terminal Services”) zwischen zwei Computersystemen bereit. Remote Procedure Call ''R. P. C.'' (RPC), ''Prozedur-Fernaufruf'' oder ''Remoteprozeduraufruf'' (wörtlich etwa „Aufruf einer fernen Prozedur”) ist eine Technik zur Netzwerkkommunikation auf der fünften, teilweise auch sechsten Schicht des ISO/OSI-Modells. Mit Hilfe von RPC können über ein Netzwerk Funktionsaufrufe auf entfernten Rechnern durchgeführt werden. Remscheid Bild: remscheid_rathaus.jpg Remscheid, Rathaus R. ist eine kreisfreie Stadt im Reg.-Bez. Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie ist nach Wuppertal u. Solingen die drittgrößte Stadt des Bergischen Landes. Derzeit ist R. die kleinste kreisfreie Großstadt in NRW. – 118005 Ew. REM-Schlaf Als R. (REM, engl. ''Rapid Eye Movement''; auch ''paradoxer Schlaf'' oder ''desynchronisierter Schlaf'') wird eine Schlafphase bezeichnet, die unter anderem durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet ist. Weitere Merkmale sind ein niedriger Tonus der quergestreiften Muskulatur (Herz, Zwerchfell u. Augenmuskeln bleiben ausgespart) u. ein bestimmtes Aktivationsmuster im EEG – Thetawellen mit einer Frequenz von 4 bis 8 Hz u. langsame Alphawellen. Der R. wurde 1953 von Eugene Aserinsky u. seinem Professor Nathaniel Kleitman (1895-1999) an der University of Chicago entdeckt. Ren Das R. oder Rentier (''Rangifer tarandus'') lebt in den Tundren von Nord-Eurasien, Nord-Nordamerika, Grönland u. anderen arkt. Inseln. Es ist heute ein arkt. Tier, war aber einst auch in Teilen der gemäßigten Zonen verbreitet. Bemerkenswert ist es, weil es als einziger Vertreter der Hirsche in großem Stil domestiziert wurde u. weil nur bei dieser Art auch die Weibchen ein Geweih tragen. In Nordamerika werden Rentiere als ''caribou'' bezeichnet, was im Deutschen oft ''Karibu'' geschrieben wird. Das Wort entstammt der Sprache der Mi'kmaq-Indianer. Renaissance Das französ. Wort R. [r&eunbet;n&aeo;&beton;sas] bedeutet ''Wiedergeburt.''
Bezogen auf seinen Ursprung bedeutet der Begriff die „kulturelle Wiedergeburt der Antike”. Im weiteren Sinne meint R. daher die Wiedergeburt des klassischen Altertums in seinem Einfluss auf die Wissenschaft, die Literatur, die Gesellschaft, das Leben der vornehmen Kreise u. die Entwicklung der Menschen zu individueller Freiheit im Gegensatz zum Ständewesen des Mittelalters. Im engeren Sinne wird unter dem Begriff R. eine kunstgeschichtliche Epoche verstanden. Die Anfänge der Renaissanceepoche werden im 14. Jahrhundert in Italien gesehen; als Kernzeitraum gilt das 15. u. 16. Jahrhundert. Renaissance-Humanismus R. [r&eunbet;n&aeo;&beton;sas-] ist eine moderne Bez. für eine geistige Strömung in der Zeit der ''Renaissance'', die zuerst von Francesco Petrarca angeregt u. verkörpert wurde, in Florenz ein herausragendes Zentrum hatte u. sich in mehr oder weniger starker Ausprägung über den größten Teil Europas ausbreitete. Prägendes Merkmal war das Bewusstsein, einer neuen Epoche anzugehören, u. das Bedürfnis, sich von der Vergangenheit der vorhergehenden Jahrhunderte abzugrenzen. Diese Vergangenheit wurde von den Humanisten als MA definiert u. scharf abgelehnt. Ihm wurde die Antike als schlechthin maßgebl. Norm für alle Lebensbereiche entgegengestellt. Die Gewinnung eines direkten Zugangs zu dieser Norm in ihrer ursprünglichen, unverfälschten Gestalt, die "Rückkehr zu den Quellen" (lateinisch: ad fontes) war ein zentrales Anliegen des R. Renault R. [r&eunbet;&beton;no] ist ein französ. Automobilhersteller. Nach der strateg. Allianz zwischen R. u. Nissan im Jahr 1999 ist Renault-Nissan einer der größten Automobilhersteller der Welt. Weltweit arbeiten über 126.000 Mitarbeiter bei R. Es ist mit großem Abstand die stärkste ausländische Automobilmarke in Deutschland u. hält einen Marktanteil von 5% (2005) bei den Pkw u. den leichten Nutzfahrzeugen. Rendern R. (von engl. ''to render'' [&beton;r&aeo;nd&eunbet;], „machen, leisten, erweisen”) bezeichnet den Vorgang, aus Rohdaten – durch Anwendung geeigneter Verfahren – Mediendaten zu generieren. Als Rendering wird sowohl der Vorgang als auch das fertige Ergebnis bezeichnet. Rendite Der Begriff R. (Synonym Rentabilität, Profitrate, Ertragsrate, Kapitalverzinsung, Rücklaufquote, Verzinsungssatz – engl. ''return'', ''rate of return'' oder ''Return on Investment (RoI)'') ist ein Fachbegriff der Finanzmärkte. Die R. gibt das Verhältnis der Einzahlungen zu den Auszahlungen an u. wird meist in Prozent u. jährlich angegeben. Die bekannteste Renditekennzahl ist der Zinssatz. Renfro, Brad Bradley Barron Renfro (* 25. Juli 1982 in Knoxville, Tennessee; † 15. Januar 2008 in Los Angeles) war ein US-amerikan. Schauspieler. Entdeckt wurde er 1994 fr die Verfilmung des Grisham-Romans „Der Klient”, die ihn berhmt machte. Renin-Angiotensin-Aldosteron-System Das R. (Abk. RAAS) ist eine Kaskade von verschiedenen Hormonen u. Enzymen, die im wesentlichen den Salz- u. Wasserhaushalt des Körpers steuern. Zusätzlich ist RAAS eines der wichtigsten blutdruckregulierenden Systeme des Körpers. Renminbi R. (rénmínbì, Volkswährung) ist die Währung der Volksrepublik China u. wird von der People's Bank of China hrsg. Die internationale Abk. nach ISO 4217 ist ''CNY'', in China wird RMB verwendet, das Symbol ist ¥. Die Einheiten der Währung sind ''Yuán'', ''Ji&acaron;o'' u. ''Fēn''. Ein Yuan entspricht 10 Jiao bzw. 100 Fen. Rennes R. [r&aeo;n] (bretonisch: ''Roazhon'', Gallo: ''Resnn'', lateinisch: ''Condate'') ist die Hptst. der französ. Region u. des früheren Herzogtums Bretagne. Zugleich ist R. Präfektursitz des Dép. Ille-et-Vilaine. Mit einer Bevölkerung von 212.494 Ew. (1999) ist R. die zehnte unter den bevölkerungsreichsten Städten Frankreichs. Rennicke, Frank Frank Rennicke (* 1964 in Braunschweig) ist ein dt. Liedermacher, der der rechtsextremen Szene zugeordnet wird. Er selbst bezeichnet sich als ''„nationaler Barde”''. Reno, Jean Jean Reno, eigentl. Juan Moreno y Jederique Jiménez, (* 30. Juli 1948 in Casablanca, Marokko) ist ein französ. Schauspieler. Der internationale Durchbruch erfolgte 1988 mit Bessons „Im Rausch der Tiefe” („Le Grand Bleu”). 2000 erhielt er den Europäischen Filmpreis. Renoir, Pierre-Auguste Pierre-Auguste Renoir (* 25. Februar 1841 in Limoges; † 3. Dezember 1919 in Cagnes) war ein französ. Maler des Impressionismus. Rentabilität Unter R. versteht man das Verhältnis einer Erfolgsgröße (z.B. Gewinn) zum eingesetzten Kapital. Oft wird der Begriff Rendite als Synonym für R. verwendet, wobei sich der Begriff der Rendite besser als jährlicher Gesamtertrag einer Kapitalanlage beschreiben lässt u. somit eher in der Finanzwelt anzusiedeln ist. Die R. ist eine wichtige Kennzahl für den Erfolg eines Unternehmens u. wird in der Regel als Prozentsatz angegeben. Rentenrechnung Die R. ist ein klass. Verfahren der Finanzmathematik. Renzi, Anouschka Anouschka Renzi (* 6. August 1964 in Berlin; eigentl. ''Anouschka Hubschmid'') ist eine dt. Schauspielerin. Reparatur Unter R. bzw. Instandsetzung wird der Vorgang verstanden, bei dem ein defektes Objekt in den ursprünglichen, funktionsfähigen Zustand zurückversetzt wird. Im Militär ist die Instandsetzungstruppe oft eine eigene Truppengattung, in der Bundeswehr im Verbund der Logistiktruppe. Repeater Der R. in der digitalen Kommunikationstechnik ist ein Signalregenerator, der in der Bitübertragungsschicht ein Signal empfängt, dieses dann neu aufbereitet u. wieder aussendet. Rauschen sowie Verzerrungen der Laufzeit (Jitter) u. der Pulsform werden bei dieser Aufbereitung aus dem empfangenen Signal entfernt. Replikation Die R. oder Reduplikation beschreibt die Vervielfältigung des Erbinformationsträgers DNA einer Zelle nach einem semi-konservativen (von lateinisch ''semi'' „halb”; ''conservare'' „erhalten”) Prinzip. Dabei handelt es sich in der Regel um eine exakte Verdoppelung der DNA. Die R. wird in der Regel nur in einer bestimmten Phase des Zellzyklus angestoßen: Bei den ''Eukaryoten'' während der Synthese-Phase, auch ''S-Phase'', vor der Mitose oder Meiose, also vor einer Zellteilung. Da die genet. Verdoppelung zusammen mit der zellulären Verdopplung die Vermehrung der ''Prokaryoten'', also aller ''Bakterien'' u. ''Archaeen'' darstellt, ist die R. mit der Zellteilung stark gekoppelt. Reportage Als R. (von lat. ''reportare'' = zusammentragen, zurückbringen) bezeichnet man im Journalismus eine räumlich wie zeitlich begrenzte Geschichte, die subjektive Aussagen enthält u. nicht immer einem chronolog. Verlauf folgt. Repräsentative Demokratie In der repr„sentativen Demokratie werden polit. Sachentscheidungen im Gegensatz zur direkten Demokratie nicht durch das Volk selbst, sondern ausschließlich durch Volksvertreter getroffen. Die Volksvertreter können gewählt oder durch Los ins Amt berufen werden. Sie entscheiden eigenverantwortlich u. ohne Eingriffsmöglichkeit durch das Volk. Reptilien Die Kriechtiere (Reptilia) oder R. (lat.: ''reptilis'' - kriechend) bilden eine Klasse der Wirbeltiere genau am Übergang zwischen den niederen u. höheren Vertebraten. R. besitzen einen Schwanz, Schuppenhaut u. vier Beine (allerdings bei Schlangen u. einigen Echsen zurückgebildet). Kriechtiere atmen durch Lungen. Sie legen Eier oder gebären lebende Junge (eierlebendgebärend, ''ovovivipar'') u. entwickeln sich, im Gegensatz zu den Amphibien direkt, das heißt ohne Larvenstadium. Es sind ektotherme u. wechselwarme (poikilotherme) Tiere, die ihre Körpertemperatur so weit wie möglich durch Verhalten regulieren (z.B. Sonnenbaden). Republik Die R. (über frz. ''république'' von lat. ''res publica'', „öffentliche Angelegenheit”) ist eine Staatsform, die sich an Gemeinwesen u. Gemeinwohl orientiert u. seit der Französischen Revolution in der Regel als Gegenmodell zur Monarchie verstanden wird. Die weltweit kleinste R. ist die R. Nauru, die flächenmäßig größte ist die Russische Föderation, die bevölkerungsreichste ist die Volksrepublik China, die älteste bestehende R. ist San Marino. Republikanische Partei (Vereinigte Staaten) Die R. P. (engl. ''Republican Party,'' auch als ''Republicans'' oder ''Grand Old Party, GOP '' [''Große Alte Partei''] bezeichnet) ist neben der Demokratischen Partei eine der beiden großen Parteien der USA. Sie ist die konservativere der beiden Parteien. Der aktuelle Präsident der USA, George W. Bush, wird von der Republikanischen Partei gestellt. Obwohl Bush auf den polit. Kurs der Partei am meisten Einfluss hat, ist nicht er, sondern Mike Duncan Vorsitzender des ''Republican National Committee'' (seit Oktober 2007). Ihr Wappentier ist der Elefant. Republika Srpska Die R. S. (kyrillisch Република Српска, abgekürzt: РС/''RS'', dt. auch ''Serbische Republik'') ist nach dem Dayton-Vertrag neben der Föderation Bosnien u. Herzegowina eine von zwei Entitäten (Teilrepubliken) des Staates Bosnien u. Herzegowina. Sie wurde kurz vor Ausbruch des Bosnienkrieges errichtet. Der Sitz der Verwaltung ist seit 1998 Banja Luka. Republik China Die R. C. (Zhōnghuá Mínguó), gemeinhin Taiwan u. früher auch ''Nationalchina'' genannt, ist ein ostasiat. Staat auf der Insel Taiwan u. umliegenden Inseln, der im Zuge des Taiwan-Konflikts um seine Eigenstaatlichkeit kämpft u. aufgrund der Ein-China-Politik der Volksrepublik China nur von wenigen Staaten offiziell als Staat anerkannt wird. Von 1912 bis 1949 war „Republik China” die Bez. für den Staat, der mehr oder weniger das gesamte chines. Staatsterritorium umfasste. Seit dem Ende des Chinesischen Bürgerkriegs 1950 beschränkt sich das effektive Staatsgebiet der R. C. nur noch auf die Provinz Taiwan sowie die sich im Südchinesischen Meer befindenden Pescadoren-Inseln u. einige dem Festland vorgelagerte Inselgruppen (Kinmen, Matsu) der Provinz Fujian. Das politische u. staatsrechtl. Verhältnis der R. C. zur Volksrepublik China ist bis dato heikel. Die meisten Staaten haben seit 1971 die Volksrepublik China anstelle der R. C. diplomatisch anerkannt. Republik der Sieben Vereinigten Niederlande Die R. d. S. V. N., auch bekannt als Vereinigte Provinzen (niederl.: ''Republiek der Zeven Verenigde Nederlanden'' oder ''Provinciën''), war der Vorläufer der heutigen Niederlande von 1581 bis 1795. Republik Kongo Die R. K. (dt.: [&beton;k&oo;ŋgo], frz.: [k&oo;&beton;go], nicht zu verwechseln mit der südöstlich gelegenen Demokratischen R. K., dem vormaligen Zaïre) ist ein Staat in Zentralafrika zwischen Gabun, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen R. K., der angolan. Exklave Cabinda u. dem Atlantischen Ozean. Republik Venedig Die R. V. (''Serenissima Repubblica di San Marco'' „Erlauchteste Republik des Heiligen Markus”) war eine Thalassokratie (Seemacht) im NW der Adria, die ihre Vorherrschaft im östl. Mittelmeer auf ein Kolonialreich aufbaute, das von Oberitalien bis Kreta u. zeitweise bis zur Krim u. nach Zypern reichte. Darüber hinaus unterhielt sie Kaufmannskolonien in Flandern u. dem Maghreb, in Alexandria u. Akkon, in Konstantinopel u. Trapezunt. Ihr Reichtum resultierte daraus, dass sie als Umschlagplatz zwischen dem Byzantinischen Reich u. dem Hl. Römischen Reich fungierte u. zugleich wichtige Waren monopolisierte. Auch die Zersplitterung Italiens schlug zu ihrem Vorteil aus. Erst die großen Flächenstaaten wie das Osmanische Reich u. Spanien stellten sie militärisch, die aufstrebenden Handelsnationen wie die Niederlande, Portugal u. England wirtschaftlich in den Schatten. Reputation R. (von latein. reputatio – die Erwägung, die Berechnung) bezeichnet in der Grundbedeutung das Ansehen eines Menschen oder einer Gruppe. Request for Comments Die Requests for Comments (kurz ''RFC''; zu dt. ''Forderung nach Kommentaren'') sind eine Reihe von technischen u. organisator. Dokumenten des RFC-Editors zum Internet (ursprüngl. ARPANET), die am 7. April 1969 begonnen wurden. Bei der ersten Veröffentlichung noch im ursprüngl. Wortsinne zur Diskussion gestellt, behalten RFC auch dann ihren Namen, wenn sie sich durch allg. Akzeptanz u. Gebrauch zum Standard entwickelt haben. Requiem Das R. (Mehrzahl "die Requiems", österr. auch "die Requien") ist die Messfeier für Verstorbene (auch ''Missa pro defunctis''). Das Wort bezeichnet sowohl den Ritus der Begräbnismesse nach der kath. Liturgie als auch kirchenmusikal. Kompositionen für das Totengedenken. Die Bez. ist abgeleitet vom ersten Wort des Introitus ''Requiem aeternam dona eis, Domine'' („Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr”). Requiem (Mozart) Das R. in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Komposition. Obwohl es nur zu etwa zwei Dritteln tatsächlich von Mozart stammt, ist es eines seiner beliebtesten u. am höchsten eingeschätzten Werke. Mozart starb während der Komposition. Da es sich um ein bestelltes Werk handelte, vervollständigten Joseph Eybler u. Franz Xaver Süßmayr, Schüler von Mozart, das R. im Auftrag von Constanze Mozart, der Witwe des Komponisten. Die Entstehungsgeschichte u. Qualität der nachträgl. Ergänzungen werden seit langem heftig diskutiert. Die ungewöhnl. Umstände des Kompositionsauftrags u. der zeitl. Zusammenhang dieser Seelenmesse mit Mozarts frühem Tod haben zudem eine üppige Mythenbildung angeregt. Requiem for a Dream R. f. a D. ist ein Film des US-amerikan. Regisseurs Darren Aronofsky aus dem Jahre 2000, basierend auf einem Roman von Hubert Selby aus dem Jahre 1978. Selby zeichnete auch für das Drehbuch mitverantwortlich. In düsteren Farben u. mit teils innovativen Techniken wird in dem visuell starken Film der soziale Niedergang von vier Drogensüchtigen erzählt. Die Musik von Clint Mansell unterstreicht die düstere Stimmung. Reservoir Dogs – Wilde Hunde R. D. – W. H. ist Quentin Tarantinos erster Film, der 1992 die Kinos erreichte. Als Film des Heist-Movie-Genres erzählt er schonungslos offen die Geschichte eines missglückten Raubüberfalls. Quentin Tarantino selbst übernimmt im Film eine kleine Nebenrolle als Mr. Brown. Resident Evil R. E. ist eine Videospiel-Reihe der japan. Softwarefirma Capcom. In Japan am 22. März 1996 unter dem Namen Biohazard erschienen, gilt die Reihe für viele Videospieler als Inbegriff des Survival-Horror-Genres. Umgangssprachlich wird R. E. mit Resi oder RE abgekürzt. Resident Evil (Film) R. E. ist ein auf der Videospielreihe ''Resident Evil'' basierender Film von Paul W.S. Anderson aus dem Jahre 2002. 2004 u. 2007 folgten zwei Fortsetzungen. Resilienz (Psychologie und verwandte Disziplinen) Unter R. (lat. ''resilire'' = „zurückspringen, abprallen”) wird die Fähigkeit verstanden, schwierige Lebenssituationen unbeschadet zu überstehen. Resistenz (Biologie) In der Biologie versteht man unter R. die Widerstandskraft eines Organismus (oder genauer einer biologischen Art) gegen äußere Einflüsse. Resonanz (Physik) Als R. werden in der Physik Vorgänge bezeichnet, bei denen ein schwingungsfähiges System mit seiner Eigenfrequenz durch Energiezufuhr angeregt wird. Resorption Unter dem Begriff R. (lat. resorbere = aufsaugen; Partizip Perfekt Passiv: resorptum, dazu: resorptio = das Aufsaugen) versteht man die Stoffaufnahme in biolog. Systemen. Bei Menschen u. Wirbeltieren versteht man hierunter insbes. die Aufnahme von Spaltprodukten der Nahrungsmittel während der Verdauung. Resource Description Framework Das R. D. F. (RDF, engl. (sinngemäß) „System zur Beschreibung von Bezugsquellen”) ist eine formale Sprache zur Bereitstellung von Metadaten im World Wide Web. RDF wurde vom World Wide Web Consortium zusammen mit der Web Ontology Language als Grundstein für das Semantische Web entwickelt u. ist frei verfügbar. Die Idee ist, Eigenschaften von Ressourcen im World Wide Web in einer maschinell verarbeitbaren Form zu beschreiben. Solche Beschreibungen können nach dem RDF-Modell als Graph oder nach der RDF-Syntax als XML-Hypertext vorliegen. RDF wird erweitert durch das RDF-Schema, mit der komplexere Beziehungen zwischen Ressourcen beschrieben werden können. Respekt R. (lateinisch ''respectus'' „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung” bzw. ''respecto'' „zurücksehen, berücksichtigen”) bezeichnet eine Form der Achtung u. Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person ''(Respektsperson)''. Eine Steigerung des Respektes ist die Ehrfurcht. Ressentiment Das R. (franz. für ''heimlicher Groll'') bezeichnet eine gefühlsmäßige, mit starken negativen Affekten verbundene Ablehnung eines Sachverhaltes, von dem Gefährdung, Bedrohung oder Behinderung befürchtet wird. Ressource Eine R. [r&eunbet;&beton;surs&eunbet;] (frz. la ressource [r&eunbet;&beton;surs], „Mittel, Quelle”, von lat. resurgere, „hervorquellen”) ist ein Mittel, eine Handlung zu tätigen oder einen Vorgang ablaufen zu lassen. Eine R. kann ein materielles oder immaterielles Gut sein. Meist werden darunter Betriebsmittel, Geldmittel, Boden, Rohstoffe, Energie oder Personen verstanden, in der Psychologie auch Fähigkeiten, Charaktereigenschaften oder eine geistige Haltung, in der Soziologie auch Bildung, Gesundheit u. Prestige. In Managementprozessen u. in der Technik wird die Zuteilung von Ressourcen als Ressourcenallokation bezeichnet. Restauration (Geschichte) Mit dem histor. Fachbegriff R. (lat. ''restaurare'' = wiederherstellen) wird allg. die Wiederherstellung eines polit. Zustandes, in der Regel die Wiedereinsetzung einer alten Dynastie, die im Zuge einer Revolution beseitigt worden war, bezeichnet. Gemeint ist ferner die Wiederherstellung einer legitimen Herrschaftsform, die vorübergehend durch innere oder äußere Einflüsse (Gewalt) unterbrochen war. Restless-Legs-Syndrom Das R. (RLS) bzw. Syndrom der ruhelosen Beine, auch Wittmaack-Ekbom-Syndrom genannt, ist eine neurolog. Erkrankung mit Gefühlsstörungen u. Bewegungsdrang in den Beinen u. weniger häufig auch in den Armen, oftmals einhergehend mit unwillkürl. Bewegungen. Reston Macan, Ana Carolina Ana Carolina Reston Macan (* 4. Juni 1985 in São Paulo, Brasilien; † 15. November 2006 ebenda) war ein brasilian. Model, das an den Folgen der Magersucht starb. Restriktionsenzyme R., genauer Restriktionsendonukleasen, sind Enzyme, welche DNA innerhalb einer Sequenz schneiden können. Mit ihrer Hilfe lassen sich ganze Genome in Fragmente zerlegen. In Bakterien dienen R. als natürl. Schutz gegen eindringende Fremd-DNA. Retail R. kommt aus dem Englischen u. bezeichnet wörtlich den „(Klein-/Einzel-)Handel” bzw. den „Wiederverkauf”. Als Abk. wird in Artikellisten oft RTL verwendet. Retard R. (lat: ''verlangsamt wirkend'') bezeichnet eine Arzneiform, bei der der Arzneistoff verlangsamt freigesetzt wird. Im Unterschied zu Depotarzneiformen versteht man unter Retardarzneiformen i. e. S. peroral zu verabreichende Arzneiformen. Beide Begriffe werden aber oft synonym zu einander gebraucht. Keine Retardarzneiformen sind jedoch Arzneistoffe, die aufgrund ihrer pharmakokinet. Eigenschaften verzögert aufgenommen oder im Fall von Prodrugs erst vom Organismus in ihre eigentl. Wirkform übergeführt werden. Rethel, Simone Simone Rethel-Heesters (* 15. Juni 1949 in Herrsching am Ammersee) ist eine dt. Schauspielerin. Rether, Hagen Hagen Rether (* 8. Oktober 1969 in Bukarest) ist ein dt. Kabarettist. Wichtige Projektionsflächen für seinen oft beißenden Spott sind neben der Politik die kath. Kirche u. der Papst, George W. Bush sowie Herbert Grönemeyer. Letzteren kritisierte er u. a. für die kommerzielle Ausbeutung des tragischen Todes seiner Frau. Retief, Pieter Pieter Retief (afrikaans: /&beton;pit&eunbet;r r&eunbet;&beton;tif/, oft auch Piet Retief /pit r&eunbet;&beton;tif/) (* 12. November 1780 in Wellington, Kapland; † 6. Februar 1838 in uMgungundlovu, Zululand) war ein burischer Pionier in Südafrika. Retinol R., auch Vitamin A1 oder Axerophthol, ist ein fettlösliches, essentielles Vitamin. Chemisch gesehen gehört R. zu den Diterpenen u. ist ein einwertiger, primärer Alkohol. Der enthaltene Ring aus sechs Kohlenstoffatomen wird β-Jononring genannt u. das Molekül weist zudem eine Reihe konjugierter Doppelbindungen auf, die für seine Beteiligung am Sehvorgang entscheidend sind. Retriever Als R. oder Apporteure bezeichnet man Jagdhunde, die geschossenes Nieder- oder Feder-Wild finden u. anschließend zum Jäger zurückbringen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Apportieren. Retrograde Ejakulation Als R. E. wird eine Ejakulationsstörung bezeichnet, bei der die Samenflüssigkeit rückwärts in die Harnblase ausgestoßen wird. Dies kann als verzögerter, abgeschwächter oder auch fehlender (sichtbarer) Samenerguss vorkommen u. in letzterem Fall auch eine Azoospermie vortäuschen. Retroviren R. (''Retroviridae'') (kurz für Reverse Transkriptase Onkoviren) sind eine große Familie behüllter Viren, die tier. Zellen infizieren. R. sind behüllte Einzel(+)-Strang-RNA-Viren, (ss(+)RNA), deren Erbinformation als RNA vorliegt u. die als DNA in das Genom der Wirtszelle eingebaut wird. Zu ihnen gehören die Erreger einiger weit verbreiteter Infektionskrankheiten, die sowohl beim Menschen als auch bei Tieren pandemisch bzw. epidemisch auftreten. R. können grob in einfache u. komplexe R. unterteilt werden. Neben den infektiösen exogenen R. (teilweise mit XRV abgekürzt) gibt es auch endogene R. (ERV), die vertikal über die Keimbahn vererbt werden u. Bestandteile der Genome werden. R. sind im Wirbeltierreich allgegenwärtig. Sie infizieren Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien u. Fische, sind dabei aber meistens sehr spezifisch auf ihren Wirt beschränkt. Als Auslöser von Krankheiten beim Menschen sind HIV u. HTLV-I bekannt. Rett-Syndrom Das R. ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung aufgrund einer Enzephalopathie. Die Kleinkinder, fast ausschließl. Mädchen (Gynäkotropie), entwickeln sich anfangs scheinbar regelgerecht. Zwischen dem siebten Lebensmonat u. dem zweiten Lebensjahr verliert das Kind aber, nach einer variablen Phase eines Entwicklungsstillstands, zumindest teilweise bereits erlernte Fähigkeiten, insbes. das Sprechen u. den Gebrauch der Hand. Der Zustand der Kinder stabilisiert sich dann wieder u. das Erreichen eines normalen Alters ist möglich. Menschen mit R. zeigen typischerweise Symptome von Autismus u. eine Ataxie. Sie haben eine variable mentale Retardierung, viele sprechen einige Worte u. befolgen einfache Aufforderungen. Weiterhin charakteristisch für das R. sind Handstereotypien u. epilept. Anfälle. Rettungsassistent Der R. (RettAss, RA) ist der einzige gesetzlich geregelte Ausbildungsberuf im Rettungsdienst in Deutschland mit einer Ausbildungsdauer von 2 Jahren. Dem Rettungsassistenten entspricht in etwa der Notfallsanitäter in Österreich, der diplomierte Rettungssanitäter in der Schweiz u. der Emergency Medical Technician-P (Paramedic) im angelsächs. Raum. Die Aufgaben des Rettungsassistenten umfassen die Notfallversorgung von Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes, Assistenz bei Maßnahmen des Arztes u. eigenverantwortl. Durchführung von Einsätzen, bei denen bis zum Eintreffen im Krankenhaus nicht die Anwesenheit eines Arztes, aber eine qualifizierte Betreuung nötig ist. Auch das fachgerechte Durchführen von Krankentransporten ist Aufgabe des Rettungsassistenten. Rettungsdienst Der zivile R. (kurz: RD, in der Schweiz Sanität, in Österreich die Rettung) hat die Aufgabe, rd. um die Uhr bei medizin. Notfällen aller Art – Verletzungen, Vergiftungen u. Erkrankungen – durch den Einsatz von qualifiziertem Rettungsfachpersonal u. geeigneten Rettungsmitteln rasch u. sachgerecht zu helfen u. Leben zu retten. Rettungssanitäter R. (RettSan, RS) sind für den Rettungsdienst ausgebildete Personen. In der Ausbildung werden die Grundlagen der Notfallmedizin u. Techniken der Rettung schwer verletzter oder erkrankter Personen erlernt. Die Ausbildung zum R. ist in Deutschland, Österreich u. der Schweiz unterschiedlich definiert. Rettungswagen R. (RTW) sind Fahrzeuge des Rettungsdienstes für die Notfallrettung. Sie werden benutzt, um Notfallpatienten zu versorgen u. in eine geeignete Klinik zu transportieren. Return on Investment Der Begriff R. o. I. (dt. ''Kapitalrendite oder Gesamtkapitalrentabilität'', kurz ROI) soll die Rendite des eingesetzten Kapitals messen. Der ROI ist im Du-Pont-Schema als Spitzenkennzahl durch Multiplikation von Umsatzrendite u. Kapitalumschlag definiert. Die Kennzahl wurde 1919 von Donaldson Brown, einem Ingenieur des Unternehmens Du Pont de Nemours, definiert. Return to Castle Wolfenstein R. t. C. W. (RtCW) ist ein Ego-Shooter aus dem Jahr 2001, der von Gray Matter Interactive u. Nerve Software entwickelt wurde u. von Activision vertrieben wird. Ausführender Produzent war id Software. Im März 2003 erschien die erweiterte Version ''Return to Castle Wolfenstein: Operation Resurrection'' für die PlayStation 2. Im selben Jahr veröffentlichte id Software ''Return to Castle Wolfenstein: Tides of War'' für die Xbox. Inzwischen ist auch eine Verfilmung der Geschichte geplant, deren Drehbuch Roger Avary bereits fast vollendet haben soll. Réunion La R. [larey&beton;nj&oo;] oder kurz R. (volle französ. Bez. ''Île de la Réunion'', dt. etwa „Insel der Zusammenkunft”) ist eine zu Frankreich gehörende Insel im Indischen Ozean, die politisch ein französ. Überseedépartement bildet. – 800.000 Ew. Reutlingen Bild: Reutlingen.jpg Blick auf Reutlingen vom südwestlich gelegenen Georgenberg R., in einer offiziellen tourist. Eigenbezeichnung das „Tor zur Schwäbischen Alb”, ist die Kreisstadt u. größte Stadt des Ldkrs. R. in zentraler Lage Baden-Württembergs. Die Stadt liegt im äußersten NW des Kreisgebietes. Die nächsten Großstädte sind Stuttgart (etwa 31 Kilometer nördlich) u. Ulm (etwa 57 Kilometer südöstlich von R.). Die ehem. Freie Reichsstadt (bis 1802) u. spätere württemberg. Oberamts- bzw. Kreisstadt überschritt 1989 die Grenze von 100.000 Ew. u. wurde damit zur bislang jüngsten der insges. neun Großstädte Baden-Württembergs. Reverse Engineering R. E. (engl., bedeutet: ''umgekehrt entwickeln'', ''rekonstruieren'', Kürzel: ''RE'') bezeichnet den Vorgang, aus einem bestehenden, fertigen System oder einem meistens industriell gefertigten Produkt durch Untersuchung der Strukturen, Zustände u. Verhaltensweisen die Konstruktionselemente zu extrahieren. Aus dem fertigen Objekt wird somit wieder ein Plan gemacht. Anwendungsbeispiele: Ein Genetiker versucht den genet. Bauplan der Zelle, die DNA zu entschlüsseln. Ein Chemiker betreibt Retrosynthese (zur Strukturaufklärung). In der EDV wird Hardware zwecks Nachbau untersucht. Im Maschinenbau werden insbes. Objekte mit Freiformflächen einem R. E. unterzogen. Revolution Der Begriff R. wurde im 15. Jh. aus dem spätlateinischen ''revolutio'' („das Zurückwälzen, die Umdrehung”) entlehnt u. zunächst als Fachwort in der Astronomie für die Umdrehung der Himmelskörper verwendet. Später wurde das Wort auch allg. für „Veränderung, plötzlicher Wandel, Neuerung” gebräuchlich. Die heutige Bedeutung als „gewaltsamer politischer Umsturz” bildete sich erst im 18. Jh. unter dem Einfluss der Französischen R.
Als begrifflicher Gegensatz gilt seither der Begriff der Evolution. Revolver Ein R. (engl.: ''to revolve''; lat.: ''revolvere'' weiterdrehen) ist eine Faustfeuerwaffe, bei der die Ladung (Projektil, Pulver) oder die Patronen in Kammern in einer Trommel kreisförmig angeordnet sind. Durch das Spannen des Schlaghahns wird die Trommel gedreht u. eine neue Kammer vor den Lauf u. unter den Hahn transportiert. Revolverheld R. (engl. ''gunslinger'' oder ''gunfighter'') war die Bez. für eine Person im Wilden W, die den Ruf hatte, gut mit dem Revolver umgehen zu können. Revolverkanone Eine R. ist eine Bauart der Maschinenkanone. Das Prinzip beinhaltet eine Trommel (analog der im klass. Revolver, daher der Name) mit mehreren Patronenkammern, welche den Laden-schießen-auswerfen-Zyklus schneller ablaufen lassen, womit die Kadenz steigt. Rewe Group Die R. G. (offizielle Schreibweise: REWE Group) ist ein dt. Handelskonzern mit den Schwerpunkten Lebensmittel-Handel u. Touristik. Sie hat ihren Sitz in Köln. Der Name Rewe ist ein Akronym u. steht für Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften. Die Rewe ist eine genossenschaftl. Handelsgruppe. Die Basis bilden selbstständige Einzelhändler. Im Geschäftsjahr 2006 wies Rewe einen Umsatz von ca. 43,4 Mrd. Euro aus, der von 268.907 Beschäftigten (davon 183.660 in Deutschland) in 11.948 Märkten mit einer Gesamtverkaufsfläche von ca. 10.293.000 m² erwirtschaftet wurde. Die R. G. ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte Lebensmittelhändler in Deutschland u. der drittgrößte Lebensmittelhändler in Europa. Reye-Syndrom Das R., eine akute Enzephalopathie in Kombination mit fettiger Degeneration der Leber, ist eine sehr seltene Erkrankung, die zumeist Kinder im Alter von vier bis neun Jahren betrifft. Bei schweren Fällen verläuft sie zu 50% letal (tödlich). Sie wurde nach dem austral. Kinderarzt Ralph D. Douglas Kenneth Reye (* 1912; † 1978) benannt. Reykjavík R. [&beton;rei&dehn;kjavi&dehn;k] (isländisch „Rauchbucht”) ist die Hptst. Islands u. die am nördlichsten gelegene Großstadt Westeuropas u. gleichzeitig die am nördlichsten gelegene Hptst. der Welt (Breitengrad 64° 08' N, ungefähr 270 km südlich vom nördlichen Polarkreis, der bei 66° 33' N liegt). – 117.721 Ew. Reynolds, Burt Burt Reynolds (* 11. Februar 1936 in Lansing, Michigan, USA, oder Waycross, Georgia, USA; eigentl. ''Burton Leon Reynolds jr.'') ist ein US-amerikan. Schauspieler, der vor allem in der Rolle des ''Beau „Bandit” Darville'' im Film ''Ein ausgekochtes Schlitzohr'' (''Smokey and the Bandit'') u. dessen erster Fortsetzung bekannt wurde. Reynolds, Ryan Rodney Ryan Rodney Reynolds (* 23. Oktober 1976 in Vancouver, British Columbia, Kanada) ist ein kanad. Schauspieler. Reynolds-Zahl Die R. (Formelzeichen: Re) ist eine nach dem Physiker Osborne Reynolds benannte dimensionslose Kennzahl. Sie wird in der Strömungslehre verwendet u. stellt das Verhältnis von Trägheits- zu Zähigkeitskräften dar (bzw. das Verhältnis von spezif. Impulskonvektion zu Impulsdiffusion im System). Für eine ideale Flüssigkeit ohne Viskosität ist das Verhältnis unendlich. Rezension Eine R. (von lateinisch ''recensio'': Musterung) oder auch Besprechung ist die schriftlich niedergelegte Form eines Diskussionsbeitrages über einen bestimmten Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes. Rezept Ein R. (v. lat.: ''recipe'' „nimm” [des Arztes] sowie dem darauf folgenden ''receptus'' „erhalten” [des Apothekers]) ist in der Medizin u. Pharamazie die Verordnung von Arznei- u. Heilmitteln. Rezeptor Als R. wird in der Biologie auf ''zellulärer'' Ebene eine spezialisierte Zelle bezeichnet, die bestimmte äußere u. innere chemische oder physikal. Reize in eine für das Nervensystem verständl. Form bringt, oder auf ''molekularer'' Ebene ein Protein oder einen Proteinkomplex, das bzw. der entweder aus der Oberfläche einer Biomembran herausragt u. für die Bindung verschiedener Partikel sorgt, welche in die Zelle importiert werden oder im Inneren der Zelle biochem. Signalprozesse auslösen, oder sich im Inneren der Zelle selbst befindet u. dort solche Signalprozesse auslöst. Der R. besitzt eine spezif. Bindungstelle für einen physiolog. Agonisten. Rezession → Konjunktur. Rezessiv R. bedeutet in der Vererbungslehre „zurücktretend” oder „nicht in Erscheinung tretend”. Der Begriff bezieht sich dabei auf ein Merkmal eines Lebewesens, dessen Ausprägung durch ein anderes Merkmal überdeckt werden kann. Rezidiv Ein R. (von ''lat. recidere'' – zurückfallen) ist das Wiederauftreten („Rückfall”) einer Krankheit, einer psych. Störung oder deren Symptomen nach einer Behandlung, die zeitweilig erfolgreich war oder nach spontaner Remission. RFID → Radio Frequency Identification. RGB-Farbraum Der R. (Rot-Grün-Blau) ist ein Maßraum in dem eine (vom jeweiligen Zweck definierte) Untermenge aller wahrnehmbaren Farben durch drei Koordinaten „Rot”, „Blau” u. „Grün” definiert wird. Er ist der gängige Farbraum, der bei Computerbildschirmen, Digitalkameras u. Scannern verwendet wird. Rhein Der R. ist ein Strom im Übergangsbereich von Mittel- u. Westeuropa. Er verbindet Alpen u. Nordsee. Sein Einzugsgebiet bedeckt weite Teile der Schweiz, Deutschlands u. der Niederlande, daneben vor allem Gebiete im O Frankreichs u. im W Österreichs. Die größten zum rhein. Fluss-System gehörenden Flüsse sind Aare, Mosel u. Main, bis 1904 auch die Maas. Der R. ist der längste dt. Fluss, der größte Nordseezufluss u. eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Seine Gesamtlänge beträgt 1324 km. Rheinbund Der R. (''Confédération du Rhin'') war eine unter dem Einfluss Napoleons I. 1806 in Paris gebildete Konföderation dt. Fürsten, die mit der Gründung dieses Staatenbundes aus dem Verband des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation austraten. Durch die Rheinbundakte war die Konföderation als Militärallianz mit dem Kaiserreich Frankreich gegr. worden. Frankreich selbst gehörte der Konföderation aber nicht an, sondern war deren Alliierter. Das Ziel, den R. zu einem Staatenbund mit gemeinsamen Verfassungsorganen auszubauen, scheiterte am Widerstand der größeren Mitgliedsstaaten. Faktisch blieb der R. im Wesentlichen ein Militärbündnis dt. Staaten mit Frankreich. Wurde der R. in der dt. Historiographie lange Zeit nur unter dem Gesichtspunkt der napoleon. Herrschaftssicherung gesehen, gelten heute die in den Rheinbundstaaten durchgeführten Reformen neben den preuß. Reformen als wichtige Schritte zur staatlichen, wirtschaftlichen u. gesellschaftl. Modernisierung in Deutschland. Der R. brach nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht von Leipzig 1813 zusammen. Rheine R. an der Ems (''Reni an'e iems'') ist eine Stadt im Kreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen). Ihre Bürger sind die ''Rheinenser'', das Attribut hingegen lautet ''Rheiner''. R. ist die zweitgrößte Stadt im Münsterland nach Münster (Westfalen). – 76.546 Ew. Rheinischer Sauerbraten → Sauerbraten. Rheinland Das R. entspricht hauptsächlich dem Gebiet der ehem. preuß. Rheinprovinz u. erstreckt sich auf außerhalb von Westfalen-Lippe gelegene westl. Teilgebiete Nordrhein-Westfalens (NRW) u. nicht-pfälz. Gegenden von Rheinland-Pfalz (RLP), i. w. S. auch auf das bis 1920 rheinpreuß. Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) im östl. Belgien. Exakt lässt sich der Begriff heutzutage nicht definieren, anders als zu Zeiten der Rheinprovinz, als diese mit dem R. gern gleichgesetzt wurde. Rheinland-Pfalz R. ist ein Land im SW Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Mainz. R. wurde nach dem Zweiten Weltkrieg am 30. August 1946 gebildet. Hervorgegangen ist es hauptsächlich aus den ehem. Gebieten der preuß. Rheinprovinz (Reg.-Bez. Koblenz u. Trier), Rheinhessen u. dem linksrhein. Kernland der Kurpfalz.
Gültige Abkürzungen sind RLP, RPF bzw. RP (Letzteres ist leicht mit dem neuen Autokennzeichen ''RP'' des Rhein-Pfalz-Kreises zu verwechseln). Das Autokennzeichen der Landesregierung u. des Landtages ist ''RPL''. – 4.046.860 Ew. Rhein-Main-Flughafen → Flughafen Frankfurt am Main. Rhein-Main-Gebiet Das R. ist eine Wirtschaftsregion u. ein städt. Ballungsraum im S Hessens sowie Teilen der angrenzenden Bundesländer Rheinland-Pfalz ''(Rheinhessen)'' u. Bayern ''(Unterfranken)''. Es ist die zweitgrößte der elf offiziellen europ. Metropolregionen in Deutschland u. eine der am stärksten wachsenden (jeweils nach Ew.). Rheinmetall Die R. AG mit Sitz in Düsseldorf ist ein Automobilzuliefer- u. Rüstungskonzern mit weltweit 18.548 Mitarbeitern. Im Jahre 2007 wurde ein Gesamtumsatz von ca. 4,005 Mrd. EUR erreicht. Das Unternehmen ist im Börsensegment MDAX gelistet. Rhein-Neckar Löwen Die R. L. (früher ''SG Kronau/Östringen'') sind eine Mannschaft der Handball-Bundesliga, die 2002 als Spielgemeinschaft von den zwei Stammvereinen TSG Kronau u. TSV Baden Östringen gebildet wurde. In der Bundesliga-Saison 07/08 erreichten die R. L. den vierten Platz. Rhein-Ruhr → Metropolregion Rhein-Ruhr. Rheologie Die R. (von griechisch ε&iacgr; ''rhei'' „fließen” u. λ&oacgr;γος ''logos'' „Lehre”) ist die Wissenschaft, die sich mit dem Verformungs- u. Fließverhalten von Materie beschäftigt. Die R. umfasst daher Teilgebiete der Elastizitätstheorie, der Plastizitätstheorie u. der Strömungslehre (Nicht-Newton'sche Flüssigkeiten). Sie beschäftigt sich sowohl mit kontinuumsmechan. Problemen als auch mit der Herleitung der dafür benötigten Materialgesetze aus der Mikro- bzw. Nanostruktur verschiedener Klassen kondensierter Materie (z.B. makromolekulare Systeme, Suspensionen). Rhesusfaktor Der R. ist ein Protein auf der Zellmembran der roten Blutkörperchen im menschl. Blut u. wurde 1940 von Karl Landsteiner u. Alexander Solomon Wiener am New Yorker Rockefeller-Institut bei Rhesusaffen entdeckt. Das Rhesussystem beschreibt eine weitere Zusammenfassung, deren fünf wichtigste Vertreter (C, c, D, E, e) mit Testseren geprüft werden. Der R. ist bedeutend für Bluttransfusionen, da bei Zusammentreffen unterschiedl. Faktoren schwere gesundheitl. Schäden auftreten können. Rhetorik R. (griechisch ''rhetorikē (technē)'' „die Redekunst”) ist die Kunst der Beredsamkeit. Sie stammt aus der griech. Antike u. spielte insbes. in den meinungsbildenden Prozessen in Athen eine herausragende Rolle. Die Aufgabe der Rede ist es, den Zuhörer von einer Aussage zu überzeugen oder zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Wissenschaftliche Arbeiten zur R. beschäftigen sich – vor allem seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts – überwiegend mit dem Gespräch sowie mit Fragen der Rede- u. Gesprächspädagogik; die Forschungen kommen aus unterschiedl. Wissensgebieten: der Sprechwissenschaft, der Linguistik, der Psychologie, der Pädagogik, der Soziologie u.a. Rhetorische Figur Eine R. F. (auch Stilfigur, Stilmittel oder Redefigur) ist eine sprachl. Darstellungsform, die lexisch oder syntaktisch von der üblichen Sprechweise abweicht. Sie wird vom Autor meist gezielt eingesetzt, um eine bestimmte Wirkung beim Leser hervorzurufen. Rhetorische Frage Die R. F. gilt als bes. Form der Fragetechnik. Es müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:
Die erste Bedingung ist, dass der Fragende die Antwort kennt u. sie aus taktischen Gründen in den Raum stellt.
Die zweite Bedingung ist, dass die darauffolgende Reaktion des Befragten eine zu erwartende Reaktion ist, d. h., der Fragende erwartet, dass der Befragte die Antwort auf die Frage kennt oder nicht. Rheuma Mit R. (von griech. rheo „ich fließe”) werden ganz allg. Beschwerden am Stütz- u. Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden u. ziehenden Schmerzen bezeichnet, die oft mit funktioneller Einschränkung einhergehen. Die medizinisch korrekte Bez. für R. ist ''„Krankheiten des rheumatischen Formenkreises”''. Rheumatoide Arthritis Die R. A. (auch ''chronische Polyarthritis'') ist die häufigste entzündl. Erkrankung der Gelenke. Der Krankheitsbeginn ist oft plötzlich, mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken. Es können auch andere Gelenke betroffen sein, insbes. Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, Hüftgelenke. Die Finger- u. Zehenendgelenke sind, im Gegensatz zu Gicht, nicht betroffen. Die betroffenen Gelenke schwellen an u. sind überwärmt. Eine Rötung der betroffenen Gelenke kann hinzukommen. Eine symmetrische (= beidseits auftretende) Synovitis der stammfernen Gelenke ist typisch, aber nicht zwingend. Rhinitis Als R., ''Nasenkatarrh'', ''Schnupfen'' oder ''Koryza'' (griech. für „Erkältung”) wird eine akute oder chron. Entzündung der Nasenschleimhaut durch infektiöse, allergische u. pseudoallerg. Mechanismen bezeichnet. Am häufigsten tritt sie im Rahmen einer banalen Erkältung auf. Rhode Island R. I. [roud&beton;ail&eunbet;nd] ist der flächenmäßig kleinste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen Ausgangspunkt die 1636 von Roger Williams gegr. u. in der Narragansett Bay gelegene Hptst. Providence ist. Der offizielle Name von R. I. ist ''State of Rhode Island and Providence Plantations''. Rhodesian Ridgeback Der R. R. ist eine von der FCI (Nr.146, Gr. 6, Sek. 3) anerkannte Hunderasse aus Südafrika u. Zimbabwe. Rhodium R. (von griech. rhodeos: „rosenrot”, weil viele Rhodium-Verbindungen rosenrot sind) ist ein chem. Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Rh u. der Ordnungszahl 45. Das seltene Übergangsmetall ist ein Mitglied der Platinmetalle (nicht zu verwechseln mit der Platingruppe), kommt in Platinerzen vor u. wird in Platinlegierungen als Katalysator verwendet. Rhodos R. ist die Hauptinsel der griech. Inselgruppe Dodekanes („zwölf Inseln”) in der Ost-Ägäis. Auf der 1.398 km² großen Insel leben ungefähr 125.000 Ew., davon etwa die Hälfte in der Stadt R., Hauptort u. tourist. Zentrum im N der Insel. Das Wort „Rhodos” leitet sich von ''Rose'' ab, womit zumindest heutzutage der Hibiskus gemeint ist. Das Wappentier von R. ist der springende Hirsch (Elafos). Rhue, Morton Morton Rhue (* 5. Mai 1950 als Todd Strasser in New York City) ist ein US-amerikan. Schriftsteller. Er schrieb u. a. Romane für Jugendliche. Rhys-Davies, John John Rhys-Davies (* 5. Mai 1944 in Salisbury, Wiltshire, England) ist ein brit. Film-, Fernseh- u. Theaterschauspieler. Rhys Meyers, Jonathan Jonathan Rhys Meyers (eigentl. ''Jonathan Michael Francis O'Keeffe'', * 27. Juli 1977 in Dublin) ist ein irischer Theater- u. Filmschauspieler. Rhythm and Blues R. a. B. (Kürzel: R&B, R ’n’ B oder auch RnB) bezeichnet den in den 1940er-Jahren vorherrschenden Stil afroamerikan. Popmusik: eine rhythmisch stark akzentuierte Form des Blues, aus der später Rock ’n’ Roll (die von Weißen gespielte u. produzierte Form des R&B) wurde. Vertreter waren Louis Jordan, Big Joe Turner, Paul Bascomb, Earl Bostic, Lionel Hampton, Horace Henderson, Buddy Johnson, Johnny Otis, Mouse Randolph, Tab Smith, Joe Williams u. Jimmy Witherspoon. Rhythmus (Musik) In der Musik bezeichnet der Begriff R. allg. die Zeitstruktur der Musik u. speziell eine Folge von Dauern u. Pausen. Die Definition des R. als Dauernfolge stammt von Aristoxenos, der die erste Theorie des Rhythmus schrieb. In der abendländ. Musik ist die Notation der Rhythmen als Folgen von Notenwerten u. Pausenwerten üblich, also mit den musikal. Dauernzeichen der Notenschrift. Der R. nimmt dort auf den gegebenen, meist regelmäßig wiederholten Takt Bezug u. erhält dadurch eine Betonungsstrukur. Speziell sind Rhythmen von Tänzen stets taktgebunden u. tragen Eigennamen, z. B. Marschrhythmus, Walzerrhythmus, Sambarhythmus, Tangorhythmus etc. In der Musik außerhalb des abendländ. Bereichs gibt es häufig eine vom Taktsystem unabhängige Rhythmik, zum Beispiel beim Tala in der indischen Musik. Erklingen mehrere Rhythmen gleichzeitig, spricht man von Polyrhythmik, wie zum Beispiel bei afrikanischer oder indischer Musik. Riad R. (''Die Gärten'') ist die Hptst. des Königreichs Saudi-Arabien u. der gleichn. Provinz. Die Stadt hat 4,5 Millionen Ew., die Provinz 5,9 Millionen (Stand 1. Januar 2007). Die engl. Transliteration ist ''Riyadh''. Im Deutschen liest man oft auch ''Er-Riad''. Die Stadt ist wirtschaftliches, administratives u. kulturelles Zentrum des Landes. Sie beherbergt zahlreiche Universitäten, Museen sowie Baudenkmäler. R. ist Sitz der saudi-arab. Regierung, des Parlaments, aller staatl. Zentralbehörden sowie zahlreicher diplomat. Vertretungen. R. ist seit der Unabhängigkeit Saudi-Arabiens im Jahre 1932 Hptst. Historisch ist sie ein sehr wichtiger Durchreiseort des arab. Raums, der Pilgerwege nach Mekka u. Medina, der bedeutendsten Pilgerstätten des Islam. In R. befindet sich seit 1824 der Hauptpalast des Königshauses Saud. Ribas da Cunha, Diego Diego Ribas da Cunha, genannt Diego, (* 28. Februar 1985 in Ribeirão Preto) ist ein brasilian. Fußballspieler, der derzeit beim Bundesligisten Werder Bremen unter Vertrag steht. Ribbentrop, Joachim von Ullrich Friedrich Willy Joachim Ribbentrop, seit 1925 ''von Ribbentrop'', (* 30. April 1893 in Wesel; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg, hingerichtet) war ein einflussreicher Politiker in der Zeit des Nationalsozialismus u. von 1938 bis 1945 Außen-Min. des Deutschen Reiches. Ribbentrop war seit dem 30. Mai 1933 SS-Ehrenführer im Range eines SS-Standartenführers u. stieg rasch weiter in der Hierarchie der SS auf. Ribbentrop gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem ''Internationalen Militärgerichtshof'' angeklagten Personen u. wurde am 1. Oktober 1946 in allen vier Anklagepunkten schuldig gesprochen u. zum Tod durch den Strang verurteilt. Ribeiro, Alfonso Alfonso Ribeiro (* 21. September 1971 in New York) ist ein US-amerikan. Schauspieler. Ribéry, Franck Franck Bilal Ribéry (* 1. April 1983 in Boulogne-sur-Mer) ist ein französ. Fußballspieler auf der Position eines Mittelfeldspielers. Seit Juli 2007 steht er beim FC Bayern München unter Vertrag. Riboflavin R., auch Lactoflavin oder Vitamin B2, ist ein Vitamin aus dem B-Komplex. Es wird im Volksmund auch Wachstumsvitamin genannt. Ribonukleinsäure R. ist eine Nukleinsäure, das heißt eine Kette aus vielen Nukleotiden (ein so genanntes Polynukleotid). Im internationalen u. im wissenschaftl. Sprachgebrauch wird die R. mit der engl. Abk. RNA (''ribonucleic acid'') bezeichnet, im dt. Sprachraum auch mit RNS. Eine wesentl. Funktion der RNA in der Zelle ist die Umsetzung von genet. Information in Proteine. RNA fungiert hierbei als Informationsträger in Form der mRNA (bei RNA-Viren macht sie sogar das Genom selbst aus). Weiterhin besteht auch die für die Umsetzung dieser Information verantwortl. Zellbestandteile im Wesentlichen aus RNA: Bei der Reifung der mRNA sind snRNA u. snoRNA beteiligt, die katalyt. Bestandteile der Ribosomen bildet die rRNA u. die tRNA transportiert die Bausteine für die Proteine. Ferner sind spezielle RNAs an der Genregulation beteiligt. Ribose R. (Abk.: Rib) ist ein Zucker mit fünf C-Atomen also eine Pentose). R. kommt in der Natur häufig vor, beispielsweise im Rückgrat der RNA, aber auch in den biologischen Energieträgern ATP (Adenosintriphosphat), ADP (Adenosindiphosphat) bzw. AMP (Adenosinmonophosphat). In Zellen kommt cAMP (cyclisches AMP) als sekundärer Botenstoff zur Verstärkung von hormonellen oder nervösen Wirkungen in der Zelle vor. Ribosom Ribosomen (von ''griech.'' Αραβιν&oacgr;ζ, arabinos, „Traube” u. σωμα, soma, „Körper”) sind Komplexe aus Proteinen u. Ribonukleinsäuren (RNA), die im Cytoplasma der Zellen von Lebewesen vorkommen. An ihnen werden Proteine hergestellt, u. zwar entspr. der Basensequenz der DNA, die die Information zur Aminosäuresequenz der Proteine enthält. Die Information zur Aminosäuresequenz in der DNA wird durch Messenger-Ribonukleinsäuren (mRNA) vermittelt. Die Umwandlung der in der mRNA gespeicherten Information in eine Abfolge von verknüpften Aminosäuren (Proteinen) wird als Translation (lat. für Übersetzung) bezeichnet. Die Translation der mRNA am R. ist ein zentraler Bestandteil der Proteinbiosynthese. Ricci, Christina Christina Ricci (* 12. Februar 1980 in Santa Monica, Kalifornien) ist eine Golden-Globe- u. Emmy-Award-nominierte US-amerikan. Schauspielerin. Zu ihren erfolgreichsten Produktionen gehören „Meerjungfrauen küssen besser” 1990, „The Opposite of Sex” 1998 u. „Sleepy Hollow” 1999. Rice, Anne Anne Rice (* 4. Oktober 1941 als Howard Allen O'Brien in New Orleans) ist eine US-amerikan. Schriftstellerin. Rice, Condoleezza Condoleezza Rice (* 14. November 1954 in Birmingham, Alabama) ist eine US-amerikan. Politikerin. Sie war ab 22. Januar 2001 Nationale Sicherheitsberaterin der Vereinigten Staaten. Am 16. November 2004 wurde sie zur Außen-Min. für die zweite Amtszeit von George W. Bush bestellt. Das Amt trat sie am 28. Januar 2005 als Nachfolgerin des zurückgetretenen Colin Powell an. Richard, Cliff Cliff Richard, OBE, (* 14. Oktober 1940 in Lucknow, Indien als ''Harry Rodger Webb'') ist ein brit. Popsänger. Er wurde als erster Popstar von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Richard I. Richard I., gen. Löwenherz, frz. Richard Ier Cœur de Lion, engl. ''Richard I the Lionheart'', eigtl. ''Richard Plantagenêt'' (* 8. September 1157 in Oxford; tödlich verwundet vor Burg Châlus bei Limoges, Frankreich, † am 6. April 1199 in Chinon, Frankreich) aus dem Haus Plantagenet war von 1189–1199 König von England. Der dritte Sohn König Heinrichs II. u. Eleonores von Aquitanien war bereits 1172 in Poitiers zum Herzog von Aquitanien ernannt worden. R. nahm am Kreuzzug 1189-1192 teil, geriet in Gefangenschaft des Herzogs Leopold V. von Österreich, musste Kaiser Heinrich VI. als Lehnsherr anerkennen u. kehrte 1194 nach England zurück. Richard III. Richard III. (* 2. Oktober 1452; † 22. August 1485) war König von England von 1483 (Krönung am 6. Juli) bis 1485. Richards, Denise Denise Richards (* 17. Februar 1971 in Downers Grove, Illinois, USA als ''Denise Lee Richards'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Richards, Keith Keith Richards (* 18. Dezember 1943 in Dartford, Grafschaft Kent, England) ist ein brit. Gitarrist. Berühmtheit erlangte er als Rhythmus- u. Lead-Gitarrist der Rolling Stones. Richardson, Patricia Patricia Castle Richardson (* 23. Februar 1951 in Bethesda (Maryland)) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Richie, Lionel Brockman Lionel Brockman Richie (* 20. Juni 1949 in Tuskegee, Alabama) ist ein US-amerikan. R&B-Sänger. Veröffentlichungen: „Lionel Richie” 1982; „Dancing on the Ceiling” 1986; „The Love Songs” 1997; „Time” 1998; „Coming Home” 2006. Richie, Nicole Camille Nicole Camille Richie (* 21. September 1981 in Berkeley, Kalifornien) ist ein US-amerikan. ''It-Girl''. Sie ist die Adoptivtochter von Lionel Richie u. wurde an der Seite von Paris Hilton durch die Reality-Show ''The Simple Life'' bekannt. Richter Ein R. ist Inhaber eines öffentl. Amtes bei einem Gericht, der – als Einzelrichter oder Mitglied eines Spruchkörpers – Aufgaben der Rechtsprechung wahrnimmt. Dabei soll er als neutrale Person unpartei. Gerechtigkeit gegen jedermann üben. Der R. ist bei seiner Entscheidungsfindung an Recht u. Gesetz gebunden. Für Deutschland ergibt sich dies aus Art. 20 Abs. 3, Art. 97 Abs. 1 GG. Nach Art. 92 GG ist die rechtsprechende Gewalt in Deutschland (ausschließlich) den Richtern anvertraut. Richter, Gerhard Gerhard Richter (* 9. Februar 1932 in Dresden) ist ein dt. Maler. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart; er lebt u. arbeitet in Köln. Sein umfangreiches Werk entzieht sich einem bestimmten künstlerischen Programm; es umfasst u. a. scheinbar fotorealistische Arbeiten in verwischten Farbtönen, monochrome Serien von Stadtbildern oder farbig-expressive Abstraktionen; ferner schuf er für den Kölner Dom ein aus rund 11.500 farbigen Glasquadraten bestehendes Fenster (2006). Hptw.: „Farbtafeln” 1966-1974; „Stadtbilder” 1968-1970; „48 Porträts” 1971-1972; „Stammheim-Zyklus” 1988; „Seestück” 1998. Richter, Ilja Ilja Richter (* 24. November 1952 in Berlin) ist ein dt. Schauspieler u. Fernsehmoderator. Richter, Ralf Ralf Richter (* 17. August 1957 in Essen) ist ein dt. Schauspieler. Richter-Röhl, Henriette Henriette Richter-Röhl (* 9. Januar 1982 in Berlin) ist eine dt. Schauspielerin. Richterskala Die R. dient dem Vergleich der Stärke (Magnitude) von Erdbeben in der Seismologie. Rich Text Format Das R. T. F. (RTF) ist ein Dateiformat für Texte, das von Microsoft 1987 eingeführt wurde u. zum Datenaustausch zwischen Textverarbeitungsprogrammen verschiedener Hersteller auf verschiedenen Betriebssystemen dient. Rickman, Alan Bild: Alan_Rickman_by_David_Shankbone.jpg Alan Rickman beim Tribeca Film Festival 2007 Alan Sidney Patrick Rickman (* 21. Februar 1946 in Hammersmith, London, England, Großbritannien) ist ein brit. Theater- u. Filmschauspieler. Ricotta R. (italienisch für "nochmals gekocht") ist der italien. Name für einen Frischkäse aus Schafs- u./oder Kuhmilch, der unter Zugabe von Frischmilch (u. ggf. auch Rahm) zur Molke u. Fällung durch Säure (in der Regel Zitronensäure) bei 90°C gewonnen wird. Die Käsemasse wird durch vorsichtiges Abschöpfen an der Flüssigkeitsoberfläche entnommen. Riddick: Chroniken eines Kriegers R.: C. e. K. (2004) ist ein US-amerikan. Science-Fiction-Film von Regisseur David Twohy u. Produzent u. Hauptdarsteller Vin Diesel. Es handelt sich um die Fortsetzung von ''Pitch Black – Planet der Finsternis''. Ried, Amy Amy Ried (* 15. April 1985 in Frankfurt a. M., Deutschland; auch ''Amy Reid'' oder ''Devin Valencia'') ist eine Pornodarstellerin. Riefenstahl, Leni Helene Bertha Amalia Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September 2003 in Pöcking) war eine dt. Tänzerin, Schauspielerin, Filmregisseurin u. Fotografin. Leni Riefenstahl war wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus im Allg. u. zu Adolf Hitler auf persönl. Ebene eine der kontroversesten, umstrittensten Figuren der Filmgeschichte. Ihren Filmen, allen voran ''Triumph des Willens'', aber auch ''Sieg des Glaubens'' u. ''Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht'', wird vorgeworfen, die nat.-soz. Ideologie zu glorifizieren. Eine Kritik, die sie jedoch Zeit ihres Lebens zurückwies. Riemann, Katja Katja Hannchen Leni Riemann (* 1. November 1963 in Kirchweyhe bei Bremen) ist eine dt. Schauspielerin. Sie ist seit Beginn der 1990er Jahre erfolgreich in Film u. Fernsehen, u. a. in „Der bewegte Mann” 1994; „Die Apothekerin” 1996; „Ein fliehendes Pferd” 2007. Riemelt, Max Max Riemelt (* 7. Januar 1984 in Berlin) ist ein dt. Schauspieler. Riemenschneider, Tilman Tilman Riemenschneider (* um 1460 in Heiligenstadt; † 7. Juli 1531 in Würzburg) war einer der bedeutendsten Bildschnitzer u. Bildhauer am Übergang von der Spätgotik zur Renaissance um 1500. Schnitzaltäre in Rothenburg o. d. T., Creglingen, Detwang, Maidbronn. Zahlreiche Einzelbildwerke (Madonnen, Kreuzgruppen, Heilige). Ries, Adam Adam Ries (* 1492 in Staffelstein, Oberfranken; † 30. März 1559 vermutlich in Annaberg, Erzgebirge) war ein dt. Rechenmeister. Verfasser der ersten dt. Rechenbücher. Riesch, Maria Maria Riesch (* 24. November 1984 in Garmisch-Partenkirchen) ist eine dt. Skirennläuferin. Sie ist fünffache Juniorenweltmeisterin u. gilt derzeit als hoffnungsvollste Nachwuchsläuferin des Deutschen Ski-Verbandes (DSV). Mit 1,81 m gehört sie zu den größeren Skiläuferinnen. Ihre jüngere Schwester Susanne Riesch ist ebenfalls als Skirennläuferin aktiv. Riese Ein R. ist ein bes. großes, mächtiges Wesen vieler Mythologien, Sagen u. Märchen. Davon abgeleitet ist „Riese” auch eine umgangssprachl. Bez. für einen außergewöhnlich großen Menschen. Riesengebirge Bild: krkonose_02.jpg Riesengebirge – Schneekoppe mit Schlesierhaus (Schronisko Dom Śląski) Das R. (poln. ''Karkonosze'', tschech. ''Krkonoše'') ist das höchste Teilgebirge der Sudeten an der Grenze zwischen Polen u. Tschechien u. erreicht in der Schneekoppe eine Höhe von 1602 Metern. Charakteristisch ist der subalpine Charakter des Gebirges mit eiszeitl. Gletscherkaren, Bergseen u. den steilen felsigen Flanken der Berge. Nahe am Kamm bei Špindlerův Mlýn (''Spindlermühle'') befindet sich in fast 1400 m Höhe die Quelle der Elbe, eines der bedeutendsten europ. Flüsse. Seit 1959 (Polen) bzw. 1963 (Tschechien) steht das R. als Nationalpark unter Naturschutz. Große Teile des Riesengebirges stehen zusätzlich als Biosphärenreservat unter dem Schutz der UNESCO. Allgemein bekannt sind die Sagen u. Märchen um den Berggeist Rübezahl (tschech. ''Krakonoš'', poln. ''Liczyrzepa'' bzw. ''Duch Gór'' = Berggeist), der im R. seine Heimat hat. Riesenkalmare Die R. (''Architeuthis'') sind die einzige Gattung der gleichn. Familie innerhalb der Kopffüßer. Wie alle Kalmare besitzen sie zehn Arme, die um die Mundöffnung gruppiert sind, wovon zwei zu Tentakeln umgebildet sind. Aus diesem Grund werden sie den Zehnarmigen Tintenfischen oder Decabrachia zugeordnet. Die genaue Stellung innerhalb des Systems ist gegenwärtig noch unklar. Die R. sind offensichtlich weltweit verbreitet. Bes. häufig werden sie an den Küsten Norwegens, Großbritanniens, Neufundlands, bei Japan, vor Australien u. Neuseeland sowie vor Südafrika gefangen. Wahrscheinlich leben sie in einer Tiefe von über 300 Metern (nach anderen Angaben 500 bis 1000 m tief). Aus diesem Grund sind auch erst seit dem Beginn der Tiefseefischerei mit Schleppnetzen häufigere Fänge der Tiere bekannt geworden, teilweise wurden auch Überreste in Walmägen gefunden. Riesenmammutbaum Der R. (''Sequoiadendron giganteum''), gelegentlich auch Berg-Mammutbaum oder Wellingtonie genannt, ist ein immergrüner Nadelbaum aus der Unterfamilie der Mammutbäume (Sequoioideae) in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Es ist die einzige Art in der monotyp. Gattung ''Sequoiadendron''. Der R. kommt in Kalifornien vor u. kann über 80 m hoch werden. Riesenrad Das R. ist ein beliebtes Fahrgeschäft auf Volksfesten. Auch als stationäre Attraktion sind Riesenräder Wahrzeichen verschiedener Städte. Riesenschlangen Die R. (Boidae) sind eine Familie der Schlangen. Zu dieser Familie gehören die weltweit größten Schlangen. Sie töten ihre Beute durch Umschlingen, alle Vertreter der R. sind ungiftig. Zu dieser Familie werden 23 Gattungen mit 88 Arten gezählt. Riester-Rente R. ist eine umgangssprachl. Bez. einer vom Staat durch Zulagen u. Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderten, privat finanzierten Rente in Deutschland. Die Förderung ist im Altersvermögensgesetz (AVmG) geregelt. Die Bez. „Riester-Rente” geht auf Walter Riester zurück, der als Bundes-Min. für Arbeit u. Sozialordnung die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge durch eine Altersvorsorgezulage vorschlug. Anlass war die Reform der gesetzl. Rentenversicherung 2000/2001, bei der das Nettorentenniveau des Eckrentners, also eines idealtypischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der 45 Jahre lang Sozialversicherungsbeträge eingezahlt hat, von 70% auf 67% reduziert wurde. Rieu, André André Rieu (* 1. Oktober 1949 in Maastricht, Niederlande als ''André Léon Marie Nicolas Rieu'') ist ein niederländ. Violinist, Orchesterleiter, Arrangeur u. Musikproduzent. Riga R. (lett. ''Rīga'') ist die Hptst. Lettlands u. mit 727.578 Einwohnern größte Stadt des Baltikums. Mit über 882.000 Einwohnern in der Agglomeration ist R. zudem der größte Ballungsraum in den drei baltischen Staaten. Die Stadt (7 m über NN) liegt an der Düna (lettisch: ''Daugava''), nicht weit von der Rigaischen Bucht. Die Bevölkerungszahl ist seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1991 zurückgegangen, weil viele der in den Jahrzehnten zuvor dort angesiedelten Russen, etwa 180.000 Menschen, abgewandert sind. R. ist politisches, wirtschaftliches u. kulturelles Zentrum des Landes. Rigoletto R. (ital. ''„Spaßmacherlein”'') ist eine trag. Oper in drei (nach Wagner, „Die Oper”: vier) Akten von Giuseppe Verdi aus dem Jahr 1851. Das Libretto stammt von Francesco Maria Piave nach dem Versdrama ''Le roi s'amuse'' von Victor Hugo (1832). Die Uraufführung fand am 11. März 1851 in Venedig statt. Rihanna Robyn Rihanna Fenty (* 20. Februar 1988 in Saint Michael, Barbados), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen R., ist eine karib. R&B-Sängerin mit Einflüssen von Dancehall, Pop u. Soca. Riina, Salvatore Salvatore „Totò” Riina (* 16. November 1930 in Corleone, Sizilien, Italien) ist ein italien. Verbrecher, in der Cosa Nostra meistens „u curtu” (der Kurze, aufgrund seiner geringen Körpergröße), in den Medien „la belva” (die Bestie) genannt. Er ist einer der bekanntesten Anführer der sizilian. Mafia u. wurde 1993 verhaftet. Rijeka R. [&beton;rij&aeo;&dehn;ka] (italienisch u. ungar. ''Fiume'', slowen. ''Reka'', dt. ''St. Veit am Flaum'' (auch ''Pflaum''), ungarisch ehem. auch ''Szentvit''; der kroatische, slowenische u. italien. Name bedeuten auf dt. Fluss, Flaum im dt. Ortsnamen ist abgeleitet von lateinisch flumen = Fluss) ist eine Hafenstadt an der Kvarner-Bucht in Kroatien. R. ist die Hptst. der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar (kroatisch: ''Primorsko-goranska županija'') u. Sitz der kath. Erzdiözese R. – 144043 Ew. Riley, Sam Sam Riley (* 8. Januar 1980 in Leeds, England) ist ein brit. Schauspieler. Rilke, Rainer Maria Rainer Maria Rilke (* 4. Dezember 1875 in Prag; † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz; eigentl. ''René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke'') war ein österr. Autor u. einer der bedeutendsten Lyriker dt. Sprache. Daneben verfasste er Erzählungen, einen Roman u. Aufsätze zu Kunst u. Kultur sowie zahlreiche Übersetzungen von Literatur u. Lyrik unter anderem aus der französ. Sprache. „Das Stundenbuch”, „Neue Gedichte”, „Duineser Elegien”, „Sonette an Orpheus”. Rimes, LeAnn Margaret LeAnn Rimes (* 28. August 1982 in Jackson, Mississippi) ist eine US-amerikan. Country- u. Pop-Sängerin. Rimini R. ist eine Stadt an der italien. Adriaküste in der Emilia-Romagna. Sie ist heute ein Zentrum des Tourismus. Sie wurde 268 v. Chr. von den Römern als Kolonie ''Ariminum'' (wegen der Mündung des Flusses ''Ariminus'') gegr., um gegen die vordringenden Gallier eine Garnison einzurichten. Von hier aus eroberten die Römer die Po-Ebene. 359 wurde das Konzil von R. einberufen. – 135.886 Ew. Rinder Die R. (Bovini) sind eine Gattungsgruppe der Hornträger (Bovidae). Es sind große stämmige Tiere, von denen einige Arten als Nutztiere eine wichtige Rolle spielen. Einige Rinderarten werden auch „Büffel” genannt, dies ist eine willkürl. Bez., die keine systemat. Relevanz hat. Rindfleisch R., das Fleisch vom Hausrind, gehört neben dem Schweinefleisch zu den beliebtesten Fleischsorten der dt. Küche. Die verschiedenen Muskelpartien des Rinds kommen oft als Ganzes (z.B. Rinderbraten), in Scheiben (z.B. als Steak) oder fein zerschnitten, zum Beispiel im Gulasch, auf den Tisch. R. dient auch als Grundlage für Hamburger. Ring (Film) Der Film R. ist das US-amerikan. Remake des japan. Horrorfilmes ''Ringu'' (1998) aus dem Jahr 2002. Die Buchvorlage ''The Ring'' stammt von Koji Suzuki. Ring der O Der R. d. O ist ein besonderer Fingerring, der seit den 1990er Jahren ein im deutschsprachigen Raum verbreitetes Schmuckstück u. Erkennungszeichen für Anhänger des BDSM ist. Er erhielt seinen Namen nach einem Ring, den die Protagonistin O in dem klassischen BDSM-Roman ''Geschichte der O'' von Pauline Réage trägt. Ringelnatter Die R. (''Natrix natrix''), früher auch als „Unke” bezeichnet, ist eine in mehreren Unterarten in großen Teilen Europas u. Asiens sowie Nordafrikas beheimatete Schlange, die zur Familie der Nattern (Colubridae) gehört. Ringelnatz, Joachim Joachim Ringelnatz (* 7. August 1883 in Wurzen bei Leipzig; † 17. November 1934 in Berlin; eigentl. ''Hans Gustav Bötticher'') war ein dt. Schriftsteller, Kabarettist u. Maler, der vor allem für humorist. Gedichte um die Kunstfigur Kuttel Daddeldu bekannt ist. Ringelröteln R. (Synonyme ''Erythema infectiosum, fünfte Krankheit'', engl. ''fifth-disease'') ist eine ansteckende Krankheit, die durch Parvoviren hervorgerufen wird. Wie die Röteln, mit denen sie nicht zu verwechseln sind, zählen die R. zu den sogenannten Kinderkrankheiten, obwohl auch Erwachsene noch daran erkranken können. Häufig verläuft die Infektion ohne Krankheitszeichen. Nur ein Teil der Patienten zeigt den charakterist. Hautausschlag. Nur sehr selten treten ernsthafte Komplikationen auf. Es gibt keine Impfung u. keine ursachenbezogene Therapie. Ringen R. ist ein Kraftsport mit Ganzkörpereinsatz ohne weitere Hilfsmittel. Es werden zwei Stilarten unterschieden:
* Freistil: Der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf. * Griechisch-Römisch (kurz auch Greco): Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie gilt als Angriffsfläche. Dieses gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf. Rio de Janeiro R. d. J. [xiud&schsth;i&schsth;a&beton;neiru] ist die zweitgrößte Stadt Brasiliens u. Hptst. des gleichn. Bundesstaates. Sie liegt an der Guanabara-Bucht im SO des Landes. Im administrativen Stadtgebiet leben 6,1 Millionen Menschen (2007). Die Metropolregion hat 11,6 Millionen Ew. (2007). Von 1763 bis 1960 war R. d. J. die Hptst. Brasiliens u. trat danach diese Funktion an Brasília ab, bleibt aber nach São Paulo bedeutendstes Handels- u. Finanzzentrum des Landes. Wahrzeichen von R. d. J. sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Christusfigur auf dem Gipfel des Corcovado u. der Strand des Stadtteils Copacabana, der als einer der berühmtesten der Welt gilt. Die Stadt ist auch bekannt wegen des jährlich stattfindenden Karnevals von Rio. Rio Reiser → Möbius, Ralph Christian. Rippe Als R. (lat. ''Costa'', Plural ''Costae'', Adjektiv ''costalis'') bezeichnet man die stabförmigen Knochen des Brustkorbes, die rückenseitig gelenkig an der Brustwirbelsäule befestigt sind. Eine Normvariante ist beispielsweise die Gabelrippe. Rippen R. bezeichnet im Computerjargon das Kopieren von Musik oder Filmen von einer Datenquelle auf die Festplatte eines Computers. Das Verb leitet sich vom englischen ''"to rip"'' ab, das in diesem Zusammenhang so viel wie (herunter)"reißen" bedeutet. Rise Against R. A. ist eine Punk/Hardcore-Band aus Chicago, Illinois, USA. Die Gruppe ist bekannt für ihr polit. Engagement; viele Lieder haben weltanschaul. Themen als Inhalt. Insbes. Tierrechte sind der Band wichtig: Zwei der Mitglieder sind Veganer, die anderen beiden Vegetarier u. sie unterstützen die Organisation Peta. Risiko Ein R. ist die ''kalkulierte Prognose'' eines mögl. ''Schadens bzw. Verlustes im negativen Fall (Gefahr)''. Risiko (Spiel) R. ist ein von dem französ. Filmregisseur Albert Lamorisse erfundenes Brettspiel u. ein Klassiker unter den Strategiespielen. Risikokapital R. – auch Venture Capital oder Wagniskapital genannt – wird entweder in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder eigenkapitalähnl. Finanzierungsinstrumenten (z. B. Mezzanine-Kapital) ins Unternehmen eingebracht. Es wird hauptsächlich in junge, nicht börsennotierte, technologieorientierte Unternehmen (Startups genannt) investiert. Für neugegründete Unternehmen dieser Art, die sich noch in der Konzeptphase befinden, wird das bereitgestellte R. Seed-Kapital genannt. R. kann aber auch für schon länger bestehende Unternehmen (Wachstumsunternehmen) eine Finanzierungsmöglichkeit darstellen. Risikomanagement Unter R. [-mænid&schsth;m&eunbet;nt] versteht man die systemat. Erfassung, Bewertung u. Steuerung der unterschiedlichsten Risiken. Es ist ein systemat. Verfahren, das in verschiedensten Bereichen Anwendung findet, zum Beispiel bei
* Unternehmensrisiken * Kreditrisiken * Finanzanlagerisiken * Umweltrisiken * versicherungstechnischen Risiken * technischen Risiken Risorgimento Als R. (ital. für ''Wiedergeburt''/''Wiedererstehung'') werden sowohl eine Epoche als auch weltanschaulich sehr heterogene pol. u. soz. Bewegungen zwischen 1815 u. 1870 bez., die nach dem Wiener Kongress von 1814/15 die Vereinigung der damaligen jeweils eigenstaatl. Fürstentümer u. Regionen der Apennin-Halbinsel in einem unabhängi- gen Nationalstaat Italien anstrebten. Dieser Staat wurde als konstitutionelle Monarchie nach mehreren revolutionären Erhebungen u. den ''Italienischen Unabhängigkeitskriegen'' 1861 durchgesetzt u. 1870 mit der militär. Einnahme des Kirchenstaats u. dessen Hptst. Rom durch italien. Truppen vollendet. Risotto R. ist ein norditalien. Reisgericht, das in vielen Variationen zubereitet wird. Kennzeichnend für fast alle Zubereitungsarten ist, dass Rundkornreis mit Zwiebeln u. Fett angedünstet wird u. in Brühe gart, bis das Gericht sämig, die Reiskörner aber noch bissfest sind. Je nach Rezept kommen noch Wein, Pilze, Meeresfrüchte, Fleisch, Gemüse, Gewürze u. Käse (meist Parmesan) hinzu. Risperidon R. ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Neuroleptika, die in der Psychiatrie als Antipsychotikum verwendet werden. Unter den umsatzstärksten Arzneimitteln Deutschlands belegte das Rrsperidonhaltige Präparat ''Risperdal®'' im Jahr 2005 den sechsten Platz. Ritalin → Methylphenidat. Ritter R. (mittelhochdeutsch: Reiter, lat. ''eques'', franz. ''chevalier'', ital. ''cavaliere'', span. ''caballero'', slaw. ''vitez, vityaz'', ungar. ''vitéz'') ist die Bez. für die wehrhaften, schwer gerüsteten u. in der Regel adligen berittenen Krieger des europ. MA. Ab dem 11. Jh. etablierten sich neben adligen Grundherren auch unfreie Hofbeamte (Ministerialen) als R. Sie gingen im 13. u. 14. Jh. im niederen Adel auf u. wurden zum Kern des Ritterstandes. Im Hochmittelalter schufen sich daneben auch die Ministerialengeschlechter selber oder sogar Klöster eigene Gefolgschaften, die sich als ''Ritter'' bezeichneten. Die meisten dieser Untervasallen (sog. niedere Ministerialen) konnten sich jedoch aus wirtschaftl. Gründen nicht auf die Dauer im Adelstand etablieren. Zahlreiche Burgställe im Umkreis noch erhaltener Burgen oder Ruinen zeugen bis heute von ihrer Existenz. Im späteren MA war die „Ritterbürtigkeit”, also die Abstammung von adligen, ritterl. Vorfahren, meist Voraussetzung für die Aufnahme in den Ritterstand. In einem feierl. Akt, ursprünglich der Schwertleite, später dem Ritterschlag, wurde man vom Herrscher oder einem anderen Adligen zum R. erhoben, vorausgesetzt man brachte die erforderl. Merkmale u. Qualitäten mit. Ab dem 13. Jh. bildeten R. einen erbl. Stand. Ritter, John Jonathan Southworth Ritter (* 17. September 1948 in Burbank, Kalifornien; † 11. September 2003 in Burbank), Sohn des Countrysängers u. Schauspielers Tex Ritter, war ein US-amerikan. Film- u. Fernsehschauspieler. Durch seine Rolle als Jack Tripper in „Herzbube mit zwei Damen” (''Three's Company'') wurde er berühmt. Ritter aus Leidenschaft R. a. L. ist ein Film des US-amerikan. Regisseurs Brian Helgeland u. wurde 2001 in Prag gedreht. Er basiert entfernt auf den „Canterbury Tales” von Geoffrey Chaucer. Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Das R. d. E. K. war während des Zweiten Weltkrieges die höchste regulär verliehene Klasse des Eisernen Kreuzes u. somit die höchste dt. militär. Tapferkeitsauszeichnung. Das Großkreuz steht zwar über dem Ritterkreuz, wurde aber während des Krieges nur einmal verliehen u. noch vor Kriegsende wieder aberkannt. Als Vorgänger des Ritterkreuzes in der Hierarchie der dt. militär. Orden gilt die bis 1918 verliehene Militärklasse des Ordens Pour le Mérite. Ritterorden Die ersten geistl. R. sind während der Kreuzzüge entstandene Ordensgemeinschaften, die ursprünglich zum Schutz, Geleit u. Pflege der Pilger ins Hl. Land gegr. wurden. Ab der Mitte des 14. Jh. entstanden höfische R., mittels derer sich die Monarchen eine zuverlässige Hausmacht verschaffen wollten. Ritter Sport R. S. ist eine Schokoladenmarke der Alfred Ritter GmbH & Co. KG in Waldenbuch, Baden-Württemberg. R. S. wird in Italien von der Loacker AG vertrieben. Ritual Ein R. (von lateinisch ''ritualis'' = „den Ritus betreffend”) ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, feierlich-festl. Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln u. festgelegten Gesten begleitet u. kann religiöser oder weltl. Art sein (z. B. Gottesdienst, Begrüßung, Hochzeit, Begräbnis, Aufnahmefeier usw.). Ein festgelegtes Zeremoniell (Ordnung) von Ritualen oder rituellen Handlungen bezeichnet man als Ritus. Rivaldo Rivaldo (* 19. April 1972 in Paulista (Pernambuco/Brasilien); eigentl. ''Rivaldo Vítor Borba Ferreira'') ist ein brasilian. Fußballspieler. RJ-XX → Registered Jack. R. Kelly R. Kelly (* 8. Januar 1967 in Chicago, Illinois als ''Robert Sylvester Kelly'') ist Sänger, Songschreiber u. Musikproduzent aus den USA. Er hat bisher mehr als 40 Mio. Platten verkauft u. u. a. für Michael Jackson, Janet Jackson, Kirk Franklin, The Notorious B.I.G., Toni Braxton, Jennifer Lopez, Britney Spears u. Puff Daddy Titel geschrieben u. produziert. RMS-Leistung Die RMS (''Root Mean Square'')-Leistung bez. in der Audiotechnik die elektr. Leistung eines Verstärkers oder die elektr. Belastbarkeit eines Lautsprechers in Watt, die er bei Speisung mit einem musikähnl. Signal („rosa Rauschen”) ohne Störungen oder Übersteuerung abgeben, respektive aufnehmen kann. Die Einheit ist unglücklich gewählt, da sie nicht den Effektivwert enthalten kann u. somit weniger aussagekräftig ist. RMS Lusitania Die RMS L. war ein brit. Passagierdampfer der Reederei Cunard Line. Sie machte am 7. September 1907 ihre Jungfernfahrt. Zusammen mit ihrem Schwesterschiff ''Mauretania'' gehörte sie zu den schnellsten u. größten Passagierschiffen dieser Zeit. Für Cunard bewältigte die ''Lusitania'' die Strecke Liverpool – New York in 4½ Tagen, was ihr das Blaue Band einbrachte. Benannt wurde sie nach der gleichn. alten römischen Provinz im heutigen Portugal. Im Mai 1915 wurde das Schiff durch ein dt. U-Boot versenkt. Die ''Lusitania'' war nach dem brit. Hospitalschiff ''HMHS Britannic'' das größte im Ersten Weltkrieg versenkte Schiff. Ihr Untergang markiert außerdem den größten Verlust von Menschenleben (1198 Todesopfer) auf See im Ersten Weltkrieg. RMS Queen Mary Die RMS Q. M. war als Passagierschiff der Cunard-Reederei von 1936 bis 1967 im Einsatz. Sie hat seither in Long Beach als Hotel festgemacht. RNA → Ribonukleinsäure. Roaming Der Begriff R. (engl. ''herumwandern, streunen, herumstreifen'') stammt ursprünglich aus der GSM-Welt (Global System for Mobile Communications Association). Traditionelles GSM-Roaming ist definiert als die Fähigkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen, fremden Netzwerk („visited network”) als seinem Heimnetzwerk („home network”) automat. Anrufe empfangen oder tätigen zu können, automat. Daten schicken u. empfangen zu können oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienstleistungen zu haben. Roaming-Fähigkeiten können dann z. B. relevant für einen Teilnehmer sein, wenn er sich außerhalb des geograph. Gebietes bewegt, welches durch sein Heimnetzwerk abgedeckt wird. Roastbeef R., ''Zwischenrippenstück'' oder österr. ''Beiried'' ist ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind zwischen der Hochrippe u. der Hüfte. Robben Die R. (Pinnipedia) sind eine Gruppe zum Wasserleben übergegangener Raubtiere (Carnivora). Der wissenschaftl. Name leitet sich aus dem Lateinischen von ''pinna'', „Flosse” u. ''pes'', „Fuß” her, bedeutet also Flossenfüßer. Unter diesem Namen oder als Wasser-Raubtiere findet man sie manchmal auch in der Fachliteratur, am bekanntesten aber sind sie als R. Robbins, Tim Timothy Francis Robbins (* 16. Oktober 1958 in West Covina, Kalifornien, USA) ist ein US-amerikan. Schauspieler, Regisseur u. Drehbuchautor. Robert Bosch GmbH Die R. B. GmbH ist ein im Jahre 1886 von Robert Bosch gegr. Unternehmen. Es ist tätig als Zulieferer der Kraftfahrzeugindustrie, Hersteller von Gebrauchsgütern (Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte) u. Industrie- u. Gebäudetechnik (Sicherheitstechnik) sowie der Verpackungstechnik. Bosch ist mittlerweile als multinationales Unternehmen der größte Automobilzulieferer weltweit. In Deutschland hat das Unternehmen an über 80 Standorten 110.480 Mitarbeiter (Stand: 5. April 2007), weltweit (in mehr als 50 Ländern) an knapp 260 Standorten rd. 261.291 Mitarbeiter (Stand 5. April 2007; Januar 2005: 242.000). Der Umsatz betrug 2006 weltweit 43,684 Mrd. Euro (2005: 41,461 Mrd. Euro), zeitgleich erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 2,5 Mrd. Euro. Der Sitz der Geschäftsführung befindet sich in Gerlingen auf der Schillerhöhe bei Stuttgart, seit dem 1. Juli 2003 ist Franz Fehrenbach Vorsitzender dieses Gremiums. Roberts, Emma Emma ''Rose'' Roberts (* 10. Februar 1991 in Rhinebeck, New York) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Sängerin. Ihre bekannteste Rolle ist die der ''Addie Singer'' in der Fernsehserie „Unfabulous”, die sie seit 2004 verkörpert. Roberts, Julia Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Oscar-Preisträgerin. Roberts erlangte durch die Rolle einer Prostituierten in „Pretty Woman” 1990 internationalen Starruhm; weitere Filme u. a. „Steel Magnolias” 1989; „Die Akte” 1993; „Die Hochzeit meines besten Freundes” 1997; „Notting Hill” 1999; „Erin Brockovich” 2000 (Oscar); „Ocean’s Eleven” 2001; „Mona Lisas Lächeln” 2003; „Der Krieg des Charlie Wilson” 2007. Roberts, Tanya Tanya Roberts (* 15. Oktober 1955 in der Bronx, New York City, New York; eigentl. ''Victoria Leigh Blum'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Robespierre, Maximilien François Marie Isidore de Maximilien Marie Isidore de Robespierre [maksimi&beton;lj&aeo; d&eunbet;r&oo;b&aeo;s&beton;pj&aeo;&dehn;r] (* 6. Mai 1758 in Arras; † 28. Juli 1794 in Paris hingerichtet), vom Volk „der Unbestechliche” genannt, war ein französ. Politiker u. einer der einflussreichsten Männer während der Französischen Revolution. Robin Hood Bild: Robin_Hood_Memorial.jpg Robin-Hood-Denkmal vor dem Schloss in Nottingham Robin Hood ist der Held einer engl. Legende aus dem MA. Der Erzählung nach war er ein Geächteter, der von den Reichen stahl u. den Armen gab. Er wurde auch Robin von Locksley genannt. Seine Braut Lady Marian (engl.: Maid Marian) soll ein Mündel des Königs gewesen sein. Mit seinen Gesellen soll Robin Hood im Sherwood Forest in der Nähe von Nottingham gelebt haben. Weit verbreitet wurden Robin Hoods Legenden durch das Kinder- u. Jugendbuch ''The Merry Adventures of Robin Hood'' (1883) des amerikan. Dichters Howard Pyle (1853–1911). Die Frage nach seiner tatsächl. Existenz ist Gegenstand vieler Untersuchungen. Robin Hood: König der Diebe R. H.: K. d. D. ist ein Abenteuerfilm aus dem Jahr 1991 u. basiert auf den Geschichten über Robin Hood. Robinson Crusoe R. C. ist ein Roman von Daniel Defoe, der die Geschichte eines Seemannes erzählt, der mehrere Jahre auf einer Insel als Schiffbrüchiger verbringt. Das Buch erschien 1719 u. gilt als der erste engl. Roman. Das literar. Motiv des Eingeschlossenseins auf einer Insel bezeichnet man nach ihm auch als Robinsonade. Roboter R. sind stationäre oder mobile Maschinen, die nach einem bestimmten Programm festgelegte Aufgaben erfüllen, z. B. Industrieroboter, die als selbständige Handlungsgeräte Fertigungsmaschinen beschicken oder Werkzeuge führen. Robotik Die R. befasst sich mit der Steuerung u. Entwicklung von Robotern u. umfasst Teilgebiete der Informatik (insbes. der künstlichen Intelligenz), der Elektrotechnik u. des Maschinenbaus. Ziel der R. ist es, durch Programmierung ein gesteuertes Zusammenarbeiten der Roboter-Elektronik u. Roboter-Mechanik herzustellen. Robots R. ist ein US-amerikan. Animationsfilm aus dem Jahr 2005. Die Geschichte handelt von Robotern, welche in einer großen Roboterstadt namens „Robot City" leben. Der Film entstammt der Schmiede „Blue Sky Studios”, den Machern des erfolgreichen Animationsfilms „Ice Age”. Robots Exclusion Standard Nach der Übereinkunft des Robots-Exclusion-Standard-Protokolls liest ein Webcrawler (''Robot'') beim Auffinden einer Webseite zuerst die Datei ''robots.txt'' (kleingeschrieben) im Stammverzeichnis (''Root'') einer Domain. In dieser Datei kann festgelegt werden, ob u. wie die Webseite von einem Webcrawler besucht werden darf. Website-Betreiber haben so die Möglichkeit, ausgesuchte Bereiche ihrer Webpräsenz für (bestimmte) Suchmaschinen zu sperren. Roche, Charlotte Charlotte Elisabeth Grace Roche (* 18. März 1978 in Wimbledon) ist eine dt. Moderatorin, Produzentin, Sängerin, Schauspielerin, Sprecherin u. Schriftstellerin brit. Herkunft. Viva-Moderatorin, 2008 Roman „Feuchtgebiete”. Rochen R. sind Fische aus der Klasse der Knorpelfische. Sie besitzen einen stark dorsoventral abgeplatteten Körper u. große Brustflossen, die mit dem Kopf verwachsen sind. Das Maul, die Nasenlöcher sowie fünf Kiemenspaltenpaare befinden sich auf der abgeflachten meist hellen Unterseite, die auch Engelsgesicht genannt wird. Der Schwanz ist meist peitschenartig ausgezogen. Die meisten R. sind Meeresfische, es gibt jedoch auch einige Arten, die in Süßwasser leben. Rockabilly R. ist eine der Spielarten des Rock 'n' Roll. Sie entstand Mitte der 1950er Jahre, als junge Musiker in den amerikan. Südstaaten den schwarzen Rhythm & Blues auf ihre Art u. mit den ihnen vertrauten Instrumenten neu interpretierten u. mit Country-Musik vermischten. Rock am Ring R. a. R. ist ein Musikfestival auf dem Nürburgring in der Nähe des Ortes Adenau in der Eifel. Es wurde erstmals im Jahr 1985 veranstaltet. Rock and Roll Hall of Fame Bild: Rock-and-roll-hall-of-fame-sunset.jpg Die Rock and Roll Hall of Fame im Sonnenuntergang Die R. a. R. H. o. F. ist ein Museum in Cleveland, Ohio, für die wichtigsten u. einflussreichsten Musiker, Produzenten u. Persönlichkeiten im Umfeld des Rock ’n’ Roll. Bereits seit 1986 wird jedes Jahr eine begrenzte Anzahl neuer Mitglieder in die ''Rock and Roll Hall of Fame'' aufgenommen, wobei die Aufnahme frühestens 25 Jahre nach Erscheinen der ersten Schallplatte oder CD des Künstlers erfolgen kann. Das Museum wurde im September 1995 eröffnet. Rockband Eine R. ist eine Gruppe von Musikern, die Rockmusik spielt. Rockbox R. ist ein Betriebssystem für MP3-Player, das unter der GPL veröffentlicht wird u. als Open-Source-Projekt entwickelt wird. Das Projekt wurde Ende 2001 vom Schweden Linus Nielsen Feltzing ins Leben gerufen, weil die Benutzer nicht mit den Einschränkungen des originalen Betriebssystems der „Archos Jukebox” leben wollten u. die volle Funktionalität des Geräts beanspruchen wollten. Die erste Version des alternativen Betriebssystems wurde für MP3-Player der Firma Archos Studio entwickelt. Mittlerweile unterstützt R. mehrere MP3-Player, darunter auch den Apple iPod sowie die Serien von iriver. Rockefeller, John D. John Davison Rockefeller, Sr. (* 8. Juli 1839 in Richford, New York; † 23. Mai 1937 in Ormond Beach, Florida) war ein US-amerikan. Unternehmer. Er gilt heute als der reichste Mensch, der jemals gelebt hat. (Erzählungen über weitaus reichere Menschen in der Antike wurden bisher nicht wissenschaftlich bestätigt.) Rockefeller war Mitbegründer einer Erdölraffinerie, aus der 1870 die Standard Oil Company of Ohio hervorging. Einer seiner Geschäftspartner war dabei Henry M. Flagler. Rockefeller Center Das R. C. ist ein Gebäudekomplex in New York City. Dieser erstreckt sich über drei Straßenblocks u. besteht aus insges. 21 Hochhäusern. Teil des Komplexes ist das ''GE Building''. Mit einer Höhe von 259 Metern u. insges. 70 Stockwerken ist es das höchste Gebäude des Rockefeller Centers. Rocker Der Begriff R. ist engl. Ursprungs, er stand ab den sechziger Jahren des 20. Jh. abwertend für die Mitglieder einer motorradfahrenden Jugendsubkultur u. ihre Musik. In Deutschland haben die Mitglieder entspr. Motorradgruppen den Begriff mit der Zeit in positiver Bedeutung übernommen u. bezeichnen sich heute auch selbst so. Im englischsprachigen Ausland gilt der Begriff aber bis heute als abwertend, dort zieht man die neutrale Bez. Biker vor. Rockmusik R. dient als Oberbegriff für Musikrichtungen, die sich Ende der 1960er Jahre aus der Vermischung des Rock ’n’ Roll der späten 1950er u. frühen 60er Jahre u. anderen Musikstilen entwickelt haben. Rockwell B-1 Die R. B-1 ''Lancer'' – seit der Übernahme von Rockwell International durch Boeing auch: Boeing B-1 – ist ein überschallschneller, strateg. Langstrecken-Bomber, der von der United States Air Force seit 1986 eingesetzt wird. Wesentliches äußeres Merkmal des Flugzeuges sind die Schwenkflügel. Rocky R., auch unter dem Verweistitel „R. - Die Chance seines Lebens bekannt”, ist ein US-amerikan. Spielfilm des Regisseurs John G. Avildsen mit Sylvester Stallone in der Titelrolle des Boxers R. Balboa. Stallone schrieb auch das Drehbuch. Der Film war 1976 ein Überraschungserfolg an den Kinokassen u. konnte im Folgejahr drei Oscars erringen. Er begründete eine Filmreihe mit bisher insges. sechs Rocky-Filmen. Rocky Balboa (Film) R. B. ist ein US-amerikan. Boxerdrama von Regisseur u. Schauspieler Sylvester Stallone aus dem Jahr 2006 u. gleichzeitig eine Fortsetzung zur Rocky-Filmreihe. Er hatte am 20. Dezember 2006 US-Premiere u. kam am 8. Februar 2007 auch in die dt. Kinos. Rocky Mountains Die R. M. [r&oo;ki&beton;maunt&eunbet;nz] (dt. „Felsengebirge”, umgangssprachlich auch Rockies genannt) sind ein ausgedehntes Faltengebirge im westl. Nordamerika mit einzelnen Vulkanen. Die felsigen Berge erstrecken sich, je nach Definition, über 4500-5000 km von Mexiko durch die kontinentalen Vereinigten Staaten bis nach Kanada u. Alaska. Mount Elbert ist mit 4401 m der höchste Berg der Rockies. Rock ’n’ Roll R. ’n’ R. (kurz für ''Rock and Roll'') ist ein nicht klar umrissener Begriff für eine US-amerikan. Musikrichtung der 1950er- u. frühen 1960er-Jahre u. das damit verbundene Lebensgefühl einer Jugend-Protestkultur. Die bis auf wenige Ausnahmen im 4/4-Takt gespielte Musik enthält einen deutl. Backbeat (starker Akzent auf den geraden Zählzeiten zwei u. vier). Außerdem ist R. ’n’ R. die Bez. für einen mit dieser Musik verbundenen Gesellschaftstanz, der aus dem Lindy Hop u. dem Jitterbug hervorgegangen ist u. dessen wesentl. Merkmale die akrobat. Einlagen sind. Im Gegensatz zur Musik werden im Tanz die ungeraden Zählzeiten (eins u. drei) betont. Als Gesellschafts- u. Turniertanz entspricht ihm der ''Jive''. Roddick, Andy Andrew Stephen Roddick (* 30. August 1982 in Omaha, Nebraska) ist ein US-amerikan. Tennisspieler. Rodin, Auguste François Auguste René Rodin (* 12. November 1840, Paris; † 17. November 1917, Meudon) war ein französ. Bildhauer u. Zeichner. Mit ihm beginnt das Zeitalter der modernen Plastik u. Skulptur. Werke u. a. „Der Denker” 1880; „Bürger von Calais” 1884. Rodman, Dennis Keith Dennis Keith Rodman (* 13. Mai 1961 in Trenton, New Jersey) ist ein ehem. US-amerikan. Basketballspieler. Zwischen 1986 u. 2000 spielte er in der US-Profiliga NBA. Rodman führte zwischen 1992 u. 1998 die NBA sieben Mal als bester Rebounder an u. wurde 1990 u. 1991 mit dem NBA Defensive Player of the Year Award geehrt. Rodrigues Borges, Breno Vinicius Breno (* 13. Oktober 1989 in Cruzeiro, São Paulo; bürgerl. ''Breno Vinicius Rodrigues Borges'') ist ein brasilian. Fußballspieler, der derzeit beim FC Bayern München spielt. Rodriguez, Michelle Michelle Mayte Rodríguez (* 12. Juli 1978 im Bexar County, Texas) ist eine US-amerikan. Schauspielerin u. Synchronsprecherin. Rodriguez, Robert Robert Rodríguez (* 20. Juni 1968 in San Antonio, Texas) ist ein US-amerikan. Regisseur mexikan. Herkunft. Roemer, Sarah Sarah Christin Roemer (* 28. August 1984 in San Diego, Kalifornien) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Rogers, Carl Carl Ransom Rogers (* 8. Januar 1902 in Oak Park, Illinois, einem Vorort von Chicago; † 4. Februar 1987 in La Jolla, Kalifornien) war ein US-amerikan. Psychologe u. Psychotherapeut. Seine von einem humanistischen Menschenbild geprägten Arbeiten wirken in viele Bereiche der angewandten Psychologie, Soziologie, Pädagogik, sozialen Arbeit, Seelsorge u. Medizin hinein. Insbesondere geht auf ihn die Entwicklung der Gesprächstherapie zurück. Rogers, Mimi Mimi Rogers (* 27. Januar 1956 in Coral Gables, Florida als ''Miriam Spickler'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Roggen R. (''Secale cereale'') ist eine in gemäßigten Breiten verbreitete Getreideart. Es gibt Sommer- u. Winterroggen, wobei in Mitteleuropa fast ausschließl. Winterroggen angebaut wird. Dieser kann die Winterfeuchtigkeit besser nutzen u. übersteht eine Frühjahrstrockenheit leichter u. ist deshalb im Kornertrag überlegen Roggisch, Oliver Oliver Roggisch (* 25. August 1978 in Villingen-Schwenningen) ist ein dt. Handballspieler. Rohdatenformat Als R. oder RAW bezeichnet man ein Datenformat, in dem Daten, die noch nicht ausgewertet, zusammengefasst, optimiert, komprimiert oder interpretiert wurden, gespeichert oder übertragen werden, zum Beispiel die noch nicht fehlerbereinigten Messwerte eines Sensors. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das RAW-Format in der Digitalfotografie. Röhm, Ernst Ernst Julius Röhm (* 28. November 1887 in München; † 1. Juli 1934 im Gefängnis München-Stadelheim) war ein führender Nationalsozialist u. Chef des Stabes der SA. Er wurde im Zusammenhang mit dem sog. R”hm-Putsch auf Hitlers Befehl ohne Verfahren erschossen. Röhm-Putsch Der in der nat.-soz. Propaganda verbreitete Begriff R. war ursprünglich vor allem als Röhm-Revolte bekannt. Der Volksmund sprach auch von der ''Nacht der langen Messer''. Er bezeichnet die von Hitler befohlene u. vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1934 vollzogene Gefangennahme u. Ermordung der SA-Führung einschl. ihres Stabschefs Ernst Röhm u. anderer Konkurrenten um die Macht. Die Aktion wurde von den NS-Behörden als präventive Maßnahme gegen einen unmittelbar bevorstehenden Putsch Röhms dargestellt, für den es indes keine Indizien gibt. Der geläufige Terminus R. stellt also nat.-soz. Vokabular dar u. verfälscht die histor. Tatsachen. Röhr, Matthias Matthias „Gonzo” Röhr (* 16. April 1962 in Frankfurt-Bockenheim) ist ein dt. Gitarrist, der als Mitglied der Böhsen Onkelz bekannt wurde. Seit dem Ende der Band nennt er sich Matt Roehr. Rohrbeck, Oliver Oliver Rohrbeck (* 21. März 1965 in Berlin) ist ein dt. Schauspieler u. Synchronsprecher. RoHS Das Kürzel RoHS (engl. ''Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment:'' „Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten”) bezeichnet zusammenfassend die EG-Richtlinie 2002/95/EG zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung u. Verarbeitung von elektrischen u. elektron. Geräten u. Bauteilen, sowie die jeweilige Umsetzung in nationales Recht. Das Ziel ist dabei, im Zuge der massiven Ausweitung von Wegwerfelektronik äußerst problemat. Bestandteile aus den Produkten zu verbannen. Dazu gehört unter anderem, die bleifreie Verlötung elektron. Bauteile durchzusetzen, giftige Flammhemmer bei der Herstellung von Kabeln zu verbieten sowie die Einführung entspr. Ersatzprodukte zu verstärken. Des Weiteren müssen auch die verwendeten Bauteile u. Komponenten selbst frei von entspr. Stoffen sein. Rohstoff Rohstoffe sind natürl. Ressourcen, die bis auf die Lösung aus ihrer natürl. Quelle noch keine Bearbeitung erfahren haben. Sie werden aufgrund ihres Gebrauchswertes aus der Natur gewonnen u. entweder direkt konsumiert oder als Arbeitsmittel u. Ausgangsmaterialien für weitere Verarbeitungsstufen in der Produktion verwendet. Rokoko Bild: Peterhof_cascade_2048px.jpg Rokoko: Der Palast von Peterhof, Fassade zur Ostsee mit der Großen Kaskade im Vordergrund R., auch Spätbarock genannt, ist eine Weiterentwicklung der kunstgeschichtl. Epoche des Barock in den Jahren von ca. 1720 bis 1775. Umstritten ist, ob das R. als eigene Kunstform gelten kann; viele Kunsthistoriker verwenden daher den Begriff des Spätbarocks anstelle des Rokokos. Kennzeichnend für den Rokokostil ist, dass er die schweren, pathetischen Formen u. Motive des Barock durch heitere, elegante ablöst. Roland (Rakete) Das Waffensystem R. war ein in den 1970er-Jahren in deutsch-französ. Kooperation entwickeltes, allwetterfähiges, autonomes u. ECM-resistentes Flugabwehrraketensystem zur Bekämpfung tief- u. tiefstfliegender Luftfahrzeuge. Die letzten Systeme wurden in Deutschland im Herbst 2005 außer Dienst gestellt. Rolex Die R. SA ist eine schweiz. Uhrenmanufaktur mit Hauptsitz in Genf, die hochwertige Uhren im oberen Preissegment herstellt u. aufgrund einer starken Markenposition derzeit eine der meistkopierten Uhrenmarken weltweit ist. Rollenspiel (Spiel) Bei Rollenspielen übernehmen Spieler die Rollen fiktiver Charaktere u. erleben selbst handelnd Abenteuer in einer fantast. Welt. Verwendet wird die eigene Fantasie u. ein Regelwerk, das das Spiel strukturiert u. eingrenzt. Bei den spontanen Rollenspielen (wie ''Räuber und Gendarm'') sind die Regeln meistens implizit (z. B. das „Abschlagen” des Gegners), während sie bei den reglementierten in Form eines oder mehrerer Handbücher vorliegen. Oft gibt es einen Spielleiter. Rolling Stones → The Rolling Stones. Rollins, Henry Henry Rollins (* 13. Februar 1961 in Washington D.C.), Geburtsname Henry Garfield, ist ein US-amerikan. Musiker, Schriftsteller u. Schauspieler. Rolls-Royce R. ist ein international tätiger Konzern, der vor allem für seine luxuriösen Rolls-Royce-Automobile bekannt ist. Die ''Rolls-Royce plc'' ist ein im Financial Times Stock Exchange Index in London gelistetes Unternehmen, das vor allem für die Herstellung von Triebwerken u. Komponenten für die zivile u. militär. Luftfahrt, aber auch in den Bereichen Schifffahrt u. Energietechnik bekannt ist. Der berühmteste Teil des Unternehmens, die Autoproduktion, gehört seit 2000 als ''Rolls-Royce Motor Cars Ltd.'' zum dt. BMW-Konzern. Rom R., italienisch/latein. Roma, die größte Stadt Italiens mit ca. 2,7 Mio. Ew. im Stadtgebiet sowie rd. 3,3 Mio. Ew. als Agglomeration, liegt in der Region Latium an den Ufern des Flusses Tiber. Die nicht zuletzt wegen ihrer Rolle in der Antike als Hptst. des Römischen Reichs auch als „ewige Stadt” bezeichnete Metropole ist seit 1871 die Hptst. des im Risorgimento wiedervereinigten Italiens u. Sitz des Malteser-Ritterordens, der ein eigenständiges, jedoch nichtstaatl. Völkerrechtssubjekt ist. Darüber hinaus ist sie Verwaltungssitz der Region Latium u. der Provinz R. Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Bischofs von R. u. somit des Papstes, dem Oberhaupt der röm.-kath. Kirche. Somit ist die Stadt eine dreifache Hptst. Die Altstadt von R., der Petersdom u. die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahre 1980 zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem ist R. der Sitz verschiedener Organisationen der Vereinten Nationen FAO, IFAD u. WFP. Rom (Fernsehserie) R. ist eine von HBO, der BBC u. der RAI produzierte Fernsehserie, die am 28. August 2005 erstmals ausgestrahlt wurde u. in vielen Ländern gesendet wird. Sie schildert in einer fiktiven Geschichte den Untergang der Römischen Republik u. die Entstehung des Kaiserreichs unter Caesar u. Augustus. Es handelt sich um die bis heute teuerste Fernsehproduktion. Die Herstellungskosten belaufen sich auf etwa 100 Mio. US-Dollar; dazu kommen etliche Millionen Dollar für die Werbekampagne. In Deutschland wurde die erste Staffel ab dem 15. Januar 2006 von Premiere u. vom 8. Juli bis 12. August 2007 bei RTL 2 im dt. Free-TV gezeigt. Roma (Ethnie) R. (Romanes: ''rom'' = „Mann”) ist der Oberbegriff für eine Reihe ethnisch miteinander verwandter, ursprünglich aus Indien stammender Bevölkerungsgruppen, die ab dem 14. Jh. in mehreren Migrationsschüben nach Europa gelangten. R. leben als ethnisch-kulturelle Minderheit auf allen Kontinenten, in ihrer großen Mehrheit jedoch in Europa u. dort vor allem in den südosteurop. Staaten. Romain, Sandra Sandra Romain (* 26. März 1978 in Timişoara, Rumänien) ist eine rumän. Pornodarstellerin. Roman Der R. ist − gegenüber der pointierteren Novelle u. der Kurzgeschichte − im Spektrum der literar. Gattungen, das sich seit dem 17. Jh. herausbildete, die Langform der schriftlich fixierten Erzählung. Fiktionalität wird oft als Definitionsmerkmal genannt, ist jedoch keine Voraussetzung. Erzählungen werden in dem Moment als Romane betrachtet, in dem ihre Erzählkunst, ein vergleichsweise vertraul. Umgang mit dem Leser, oder ihre „tiefere Wahrheit” vorrangig gewürdigt werden. Der R. verliert – so lässt sich seine Fiktionalität definieren – gegenüber der wahren Historie nichts an Qualität, wenn seine Geschichten erfunden sein sollten. Prosa wurde in Westeuropa erst im 16. Jh. bestimmend. Romance XXX R. XXX (Untertitel ''Was wissen Sie über Männer?'') ist ein Film der französ. Regisseurin Catherine Breillat, der im Jahre 1999 in die Kinos kam. Romanik Der Begriff R. (auch: ''romanischer Stil, vorgotischer Stil, lombardischer Stil'') beschreibt eine kunstgeschichtl. Epoche in der Zeit zwischen etwa 1000 u. 1200 nach Christus, deren Stilprinzipien jedoch in manchen Gebieten bis zur Mitte des 13. Jh. beibehalten wurden. Die R. ist die erste große europ. Kunstepoche seit dem Ende der Antike mit dem Untergang Roms im 6. Jahrhundert. Als „typisches Erkennungsmerkmal” roman. Bauten gilt der Rundbogen, häufig in Verbindung mit wuchtigen Steinmassen. Romanische Sprachen Bild: Map-Romance_Language_World.jpg Die romanischen Weltsprachen. Dunkle Farbtöne stellen offiziellen Sprachstatus dar, helle eine inoffizielle weite Verbreitung. Die roman. Sprachen bilden einen Zweig der indogerm. Sprachen. Es gibt etwa 15 roman. Sprachen mit rd. 700 Mio. Muttersprachlern, 850 Mio. inklusive Zweitsprechern. Die sprecherreichsten roman. Sprachen sind Spanisch (330 Mio. Sprecher, 415 Mio. inklusive Zweitsprechern), Portugiesisch (175 Mio.), Französisch (80 Mio., 265 Mio. inklusive Zweitsprechern), Italienisch (62 Mio.) u. Rumänisch (28 Mio.). Romanow Die R. sind ein altes russ. Adelsgeschlecht u. nach den Rurikiden die zweite Dynastie, aus der 1613-1762 (bis 1730 in männl. Linie) die russ. Zaren hervorgingen. Ahnherr war Fjodor Nikititsch (Philaret), Patriarch von Moskau u. Vater des ersten Zaren Michael (Michail) Fjodorowitsch aus dem Hause R. Romanowa, Anastasia Nikolajewna Großfürstin Zarewna Anastasia von Russland (Anastasia Nikolajewna Romanowa, russisch: Великая Княжна Анастасия Николаевна), (* 5./18. Juni 1901 in Peterhof; † 17. Juli 1918 bei Jekaterinburg) war die jüngste Tochter des letzten russischen Zarenpaares, Nikolaus II. u. Alexandra Fjodorowna, geborene Prinzessin Alix von Hessen-Darmstadt. Sie wurde im russ. Bürgerkrieg in Gefangenschaft von Bolschewiki ermordet. Romantik R. bezeichnet eine kulturgeschichtl. Epoche, die vom Ende des achtzehnten Jahrhunderts bis weit in das neunzehnte Jahrhundert hinein dauerte u. sich insbes. auf den Gebieten der bildenden Kunst (1790–1840), der Literatur (1795–1848) u. der Musik (1800–1890) äußerte. Im heutigen, allg. Sprachgebrauch bezeichnet der Begriff ''R.'' mit dem Adjektiv ''romantisch'' die Eigenschaft einer Sache oder eines Ereignisses, Menschen mit Liebe u. Sehnsucht zu erfüllen, so etwa in den Wortverbindungen „romantische Liebe”, „romantische Musik” oder „ein romantischer Brief”. Teilweise wird der Begriff auch synonym zu Kitsch gebraucht, was jedoch mit der kulturgeschichtl. Epoche nichts gemein hat. Romeike, Manuel ''King Orgasmus One'' ist ein Pseudonym des dt. Rappers, Labelchefs u. Pornoproduzenten Manuel Romeike aus Berlin. In seinen Liedern rappt er vor allem über Partys, Drogen, Sex u. Gewalt u. gilt als einer der sexistischsten Rapper Deutschlands. Romeo Must Die Der Actionfilm R. M. D. wurde im Jahre 2000 von Andrzej Bartkowiak gedreht u. produziert von Joel Silver (Matrix). Die Grundidee basiert auf dem Drama „Romeo u. Julia”. Romeo und Julia R. u. J. (engl. Kurztitel ''Romeo and Juliet'') ist eine 1597 veröffentlichte Tragödie von William Shakespeare, welche die Geschichte zweier junger Liebender schildert, die verfeindeten Familien angehören. Das mit einem Doppelfreitod Romeos u. Julias endende Stück ist eines der berühmtesten Shakespeares u. eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur überhaupt. Romeo und Julia auf dem Dorfe R. u. J. a. d. D. ist eine Novelle des Schweizer Dichters Gottfried Keller. Erstmals 1856 in der Sammlung ''Die Leute von Seldwyla'' veröffentlicht, gehört sie bis heute zu den meistgelesenen Erzählungen der deutschsprachigen Literatur u. gilt als Beispiel für die Stilrichtung des poet. Realismus. Keller erzählt die Geschichte von Shakespeares unglückl. Liebespaar Romeo u. Julia neu, indem er ihre Handlung ins 19. Jh. u. ihren Schauplatz ins bäuerl. Milieu seiner Heimat verlegt. Römer (Frankfurt) Der R. ist seit über 600 Jahren das Rathaus der Stadt Frankfurt a. M. u. mit seiner charakterist. Treppengiebelfassade eines ihrer Wahrzeichen. Das mittlere der ursprünglich drei eigenständigen Gebäude am Römerberg ist das eigentl. Haus zum R. Romijn, Rebecca Rebecca Romijn (früher Rebecca Romijn-Stamos) (* 6. November 1972 in Berkeley, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin u. ein ehemaliges Supermodel. Den Durchbruch schaffte sie 2000 mit ihrer ersten großen Rolle in „X-Men”. Römische Kaiserzeit Die R. K. bildet einen Epochenabschnitt der klass. Antike, u. zwar jenen zwischen der von Expansion u. Anpassungskrisen bestimmten späten Römischen Republik u. der Spätantike, die das Auseinanderbrechen des Römischen Reiches u. der antiken Zivilisation im Mittelmeerraum bringen sollte. Die von Augustus ausgehende Neuordnung des Staatswesens, die den Prinzipat begründete, bildet den unbestrittenen Auftakt der kaiserzeitl. Epoche. Ihr Ende dagegen kann mit je plausibler Begründung unterschiedlich datiert werden. Im Prinzip gehört auch die Spätantike als "Späte Kaiserzeit" noch zur Kaiserzeit. Die herkömml. Epochengrenze bildet das Verlöschen des weström. Kaisertums mit Romulus Augustulus im Jahre 476, doch sieht die neuere Forschung dieses Datum immer weniger als eine wirkl. Zäsur an. Vieles spricht dafür, den Wandel des Herrschaftssystems unter Diokletian u. die Hinwendung Konstantins I. zum Christentum, also die Jahre um 300, als Ende der "klassischen" Römischen Kaiserzeit zu betrachten, da sich damals eine Reihe von grundlegenden Veränderungen vollzogen. Althistoriker verstehen unter der "Kaiserzeit" daher normalerweise nur die Epoche des Prinzipats zwischen 27 v. Chr. u. 284 n. Chr. Römische Legion Eine R. L. (lateinisch ''legio'', von ''legere'' „lesen”, „auslesen”, „sammeln”) war ein selbständig operierender militär. Verband, der aus 4000 bis 6000 Mann schwerer Infanterie bestand, zu denen leicht bewaffnete Hilfstruppen (Auxiliare) in etwa gleicher Stärke kamen. Er kommt in heutigen Begriffen am ehesten der Brigade nahe. Römische Mythologie Die R. M. beschäftigt sich mit den Vorstellungen der antiken römischen Mythographen über die Welt der Götter u. Heroen. Die ursprüngliche römische Bauernreligion wurde vornehmlich von Personifikationen der Natur u. von Naturereignissen beherrscht (z. B. Tellus = Erde, ''Ops'' = Ernte, ''Ceres'' = Feldfrüchte usw.). Erst ab dem 5. Jhd. v. Chr. begannen die Römer, unter dem vermittelnden Einfluss der Etrusker, die Götterwelt der Griechen zu importieren. So entsprechen etliche Gestalten des römischen Götterhimmels denen der griech. Mythologie, doch ist die R. M. nicht so stark wie die griechische mit Göttern u. Heroen bevölkert. Römische Republik Die R. R. (''res publica'' – Staat, wörtlich: „öffentliche Sache”) bezeichnet die Staatsform des römischen Staates in der Zeit zwischen dem Ende der Königsherrschaft (wohl nach 500 v. Chr.) u. der Errichtung des römischen Kaisertums am 13. Januar 27 v. Chr. durch den Machtverzicht des römischen Senats. Sie lässt sich am ehesten als eine aristokrat. Staatsform mit gewissen demokrat. Elementen bezeichnen. Im übertragenen Sinne steht der Begriff „R. R.” für die Geschichte des Römischen Reiches in dieser Zeit. Römisches Recht Als R. R. bezeichnet man zunächst das Recht, das in der Antike in der Stadt Rom u. später im ganzen römischen Weltreich galt. Die im Corpus Iuris Civilis gesammelten Quellen des antiken römischen Rechts wurden im MA vornehmlich in Bologna wiederentdeckt u. bis ins 19. Jh. in den meisten Staaten Europas als maßgebl. Rechtsquellen betrachtet. Daher kann man auch die Rechtsordnung, die im MA u. in der frühen Neuzeit auf dem europ. Kontinent galt, als römisches Recht bezeichnen. Römisches Reich R. R. (lateinisch: ''Imperium Romanum'') bezeichnet allg. das von der Stadt Rom beherrschte Gebiet in der Zeit zwischen etwa dem 6. Jahrhundert v. Chr. u. dem 5. bzw. 6. Jh. n. Chr., wobei sich die Herrschaftsform im Laufe der Zeit von der Königsherrschaft zur Republik u. schließlich zum Kaiserreich wandelte. In diesem Gebiet mit seinen vielen Völkern, Sprachen u. Religionen breitete es sich als Staat, als Gesellschaftsform u. als universalist. Idee aus (''imperium sine fine'' – „grenzenloses Reich”). Eine eindeutige Abgrenzung ist jedoch weder zur vorröm. Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung, zu Zeiten Kaiser Trajans, erstreckte sich das Römische Reich über drei Kontinente: Über die Gebiete rd. um das Mittelmeer, über Gallien u. große Teile Britanniens u. über die Gebiete rd. ums Schwarze Meer. Damit beherrschte Rom den größten Teil der Gebiete, die damals im Mittelmeerraum überhaupt bekannt waren. Römische Verträge Die Römischen Verträge wurden am 25. März 1957 von Belgien, der BR Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg u. den Niederlanden in Rom unterzeichnet. Sie beinhalten den ''Vertrag zur Grndung der Europ. Atomgemeinschaft'' (Euratom) u. den ''Vertrag zur Grndung der Europ. Wirtschaftsgemeinschaft'' (EWG) u. bilden zwei wesentl. Bestandteile der späteren Europäischen Gemeinschaften. Der Vertrag trat am 1. Januar 1958 in Kraft. Die Inhalte des Vertragswerkes wurden wesentlich auf den Bilderberg-Konferenzen im Vorfeld erarbeitet. Römische Zahlen Die römischen Zahlen haben ihren Ursprung im antiken Römischen Reich.
Das auf den römischen Ziffern beruhende Zahlensystem stellt positive ganze Zahlen in einem Additionssystem zur Basis 10 mit der Hilfsbasis 5 dar. Ein Zeichen für die Null ist nicht gebräuchlich. Römisch-katholische Kirche Die R. K. (v. griech. καθολικ&oacgr;ς, katholikos: ''allgemein'', ''über alles bzw. alle herabkommend'', ''allgemeingültig'') ist die zahlenmäßig größte Kirche innerhalb des Christentums sowie die größte religiöse Gruppierung der Welt. Sie umfasst 23 Teilkirchen mit eigenem Ritus, darunter die mitgliedermäßig größte latein. Kirche u. die unierten Ostkirchen. Mit den anglikanischen, den altkath. u. den orth. Kirchen teilt die kath. Kirche alle sieben Sakramente inklusive des Weiheamtes, aufgegliedert in Bischof, Priester u. Diakon (Klerus). Unterscheidendes Merkmal ist die Anerkennung des Primats des römischen Bischofs über die Gesamtkirche. Der röm.-kath. Kirche gehören weltweit etwa 1,13 Milliarden Mitglieder an. Römisch-Persische Kriege Über Jahrhunderte stellten das Römische bzw. Oströmische Reich u. das neupers. Sassanidenreich die beiden vorherrschenden Staatengebilde im Mittelmeerraum u. im Vorderen Orient dar. Obwohl es zwischen den beiden spätantiken Großmächten durchaus Phasen friedl. Koexistenz gab, bes. im 5. Jh., waren ihre zwischenstaatl. Beziehungen maßgeblich von militär. Konflikten geprägt, die bisweilen in der Forschung als R. K. bezeichnet werden. Rommé R., Rommee (in Österreich auch ''Jolly''), original amerikan. Rummy (von Rum bzw. ''rummy'') ist ein Kartenspiel für zwei bis sechs Personen. R. ist weniger ein einzelnes Spiel als vielmehr eine Sammelbez. für eine Familie von Kombinations- u. Legespielen mit Karten, die aus dem mexikan. Conquian hervorgegangen sind. Rommel, Erwin Johannes Erwin Eugen Rommel (* 15. November 1891 in Heidenheim an der Brenz; † 14. Oktober 1944 in Herrlingen bei Ulm) war ein dt. Heeresoffizier u. seit 1942 Generalfeldmarschall. Während des Zweiten Weltkrieges befehligte er unter anderem die dt. Truppen in Nordafrika (Deutsches Afrikakorps) sowie um die Zeit des D-Days, der Landung der Alliierten in der Normandie, die Heeresgruppe B. Einerseits bewundert – bes. von den brit. Gegnern, die ihm den Beinamen ''Desert Fox'' („Wüstenfuchs”) gaben –, andererseits – vor allem im Oberkommando der Wehrmacht – beneidet u. angefeindet, setzte der angeblich in das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 verwickelte Rommel seinem Leben selbst ein Ende, nachdem er im Auftrag Adolf Hitlers vor die Wahl gestellt worden war, vor dem Volksgerichtshof abgeurteilt zu werden oder sich selbst zu töten. Romney, Mitt Willard Mitt Romney (* 12. März 1947 in Detroit, Michigan) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei u. ehemaliger Gouverneur von Massachusetts. Er war einer der Kandidaten der Republikanischen Partei im Kampf um die Nominierung für die Präsidentschaftswahl 2008 in den Vereinigten Staaten. Romper Stomper R. S. ist ein Film über die fiktive Geschichte einer Gruppe neonazist. Skinheads in Melbourne, Australien. Der Film von 1992 beinhaltet teilweise sehr drast. Gewaltdarstellungen. Die Hauptrolle übernahm der damals in den USA u. Europa noch weitgehend unbekannte Russell Crowe. Romulus und Remus Die Zwillingsbrüder Romulus u. Remus waren nach der römischen Mythologie die Gründer der Stadt Rom (zu Romulus) im Jahre 753 v. Chr. Sie waren nach der Sage die Kinder des Gottes Mars u. der Priesterin Rhea Silvia. Ronaldinho Ronaldinho (* 21. März 1980 in Porto Alegre; eigentl. ''Ronaldo de Assis Moreira'') ist ein brasilian. Fußballspieler. Seit 1999 gehört er zum Kader der brasilian. Nationalmannschaft. Er wurde 2004 u. 2005 als Weltfußballer des Jahres sowie 2005 als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Der beidfüßig schießende Mittelfeldspieler des AC Mailand besticht mit seiner exzellenten Technik sowie seinem herausragenden Dribbling u. Ballgefühl. Dazu gesellen sich extreme Torgefährlichkeit u. die Fähigkeit, seine Mitspieler spektakulär u. effektiv in Szene zu setzen. Ronaldo, Cristiano Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro (* 5. Februar 1985 in Funchal, Madeira, Portugal) ist ein portugies. Fußballspieler. Er steht derzeit bei Manchester United unter Vertrag u. ist zudem seit 2003 Nationalspieler seines Landes. In seinem Verein agiert er vornehmlich als Flügelstürmer auf der rechten Seite, kommt aber zeitweilig auch im Angriffszentrum oder als zweiter Stürmer in vorderster Linie zum Einsatz. Ronja Räubertochter Ronja R„ubertochter ist die Hauptfigur aus dem gleichn. Kinderbuch von Astrid Lindgren, das 1981 unter dem Originaltitel „Ronja Rövardotter” in Schweden erschien. Die Illustrationen sind von Ilon Wikland. Übersetzungen in zahlreiche Sprachen sind erhältlich. Rønning, Stein Stein Widar Rønning (* 28. Mai 1965 in Tau, Gemeinde Strand, Norwegen; † 23. Januar 2008 in Stavanger) war ein norweg. Karateka. Er war Trainer der norwegischen Nationalmannschaft. Röntgen R. (nach dem Physiker Wilhelm Conrad R.) steht für den Prozess des Durchstrahlens eines Körpers mit Röntgenstrahlen unter Verwendung eines Röntgenstrahlers sowie die Darstellung der Durchdringung des Körpers, etwa mittels eines fluoreszierenden Schirms oder eines Bildverstärkers (Durchleuchtung). Die Bilder werden entweder auf geeignetem Filmmaterial (Radiografie), Phosphorplatten oder mittels elektron. Sensoren, zum Beispiel CCDs (digitale Radiografie), sichtbar. R. ist ein weit verbreitetes bildgebendes Verfahren. Stand der Technik ist Digitales R. Röntgen, Wilhelm Conrad Wilhelm Conrad Röntgen (* 27. März 1845 in Lennep, heute Stadtteil von Remscheid; † 10. Februar 1923 in München) war ein dt. Physiker. Er entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen u. erhielt im Jahre 1901 als erster den Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte u. a. die medizin. Diagnostik u. führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jh., z. B. der Entdeckung u. Erforschung der Radioaktivität. Röntgenstrahlung R. bezeichnet elektromagnet. Wellen einer Photonenenergie zwischen ungefähr 100 eV u. 250 keV u. von Wellenlängen zwischen 10-8 u. 10-12 m. Röntgenstrahlen liegen im elektromagnet. Spektrum zwischen dem ultravioletten Licht u. der radioaktiven Gammastrahlung. Die R. wurde von Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt u. trägt ihren Namen im deutschsprachigen Raum zu seinen Ehren. Im Ausland wird sie häufig ''X-Strahlung'' (engl. ''X-Ray'') genannt, wie ja ursprünglich von Röntgen selbst. Rooibos R. (''Aspalathus linearis'') ist eine Pflanzenart aus Südafrika, die zu den Hülsenfrüchtlern (Fabaceae) gehört. Seit Anfang der 1990er Jahre ist sie als alternative Teesorte für Aufgussgetränke in Deutschland populär geworden. R. wächst nur in den Zederbergen im SW der Republik Südafrika. In Südafrika wird er nicht nur als Alltagsgetränk getrunken, sondern auch zum Kochen u. Backen verwendet sowie zur Herstellung von Kosmetik, sogar zur Haarfärbung ist er geeignet. Room2012 R. (engl.: ''Zimmer2012'') ist eine vierköpfige dt. Band. Sie wurde Ende 2007 im Rahmen der sechsten dt. Staffel der Castingshow ''Popstars'', die zwischen Mai u. Dezember 2007 im Abendprogramm des dt. Fernsehsenders ProSieben ausgestrahlt wurde, zusammengestellt. Rooney, Wayne Wayne Mark Rooney (* 24. Oktober 1985 in Liverpool) ist ein engl. Fußballspieler. Er spielt bei Manchester United u. gehört seit 2003 zum Kader der engl. Nationalmannschaft Rooney (Band) R. ist eine fünfköpfige US-amerikan. Rock-Band aus Los Angeles, die 1999 gegr. wurde. Ihr Musikstil ist durch Reminiszenzen an die Musik der letzten 40 Jahre geprägt. Roosevelt, Franklin Delano Franklin Delano Roosevelt [&beton;fræŋklin &beton;d&aeo;l&eunbet;nou &beton;rouz&eunbet;v&aeo;lt] (* 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York; † 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia) war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Er war Kandidat der Demokratischen Partei u. wurde nach seiner ersten Amtszeit dreimal wiedergewählt (1936, 1940, 1944) – er ist damit der einzige Präsident der USA, der länger als zwei Wahlperioden amtierte. Aufgrund der kritischen außenpolit. Lage, bedingt durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, entschied sich Roosevelt für eine dritte u. vierte Amtszeit zu kandidieren u. setzte sich somit über die von George Washington eingeführte freiwillige Selbstbeschränkung hinweg. Erst seit einer Verfassungsänderung im Jahre 1951 gibt es eine formale Begrenzung auf zwei Amtszeiten. Roosevelt, Theodore Theodore Roosevelt, Jr. [&beton;θi&eunbet;d&oo;&dehn; &beton;rouz&eunbet;v&aeo;lt] (* 27. Oktober 1858 in New York City; † 6. Januar 1919 in Oyster Bay, New York) war seit dem 4. März 1901 unter William McKinley Vize-Präs. der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Nach dem tödl. Attentat auf McKinley 1901 wurde Roosevelt am 14. September im Alter von 42 Jahren der 26. Präsident der USA u. damit der jüngste Inhaber dieses Amtes in der amerikan. Geschichte. Er war Kandidat der Republikanischen Partei u. wurde einmal wiedergewählt, bevor er 1909 auf eine dritte Amtszeit verzichtete (1951 wurde die Amtszeit auf zwei Mal begrenzt). Sein Nachfolger war William H. Taft. Rootkit Ein R. (engl. etwa: „Administratorenbausatz”; root ist unter unixoiden u. unixähnl. Betriebssystemen der Benutzer mit Administratorrechten) ist eine Sammlung von Softwarewerkzeugen, die nach dem Einbruch in ein Computersystem auf dem kompromittierten System installiert werden, um zukünftige Logins des Eindringlings zu verbergen u. Prozesse u. Dateien zu verstecken. Rorschach-Test Der R. (vulgo ''Tintenkleckstest'', eigentlich: ''Rorschach-Formdeuteversuch'') ist ein psychodiagnost. Testverfahren, für das Hermann Rorschach eine eigene Persönlichkeitstheorie entwickelte u. das später mit den Annahmen der Freud'schen Schule verbunden wurde. Es gehört zu den sogenannten projektiven Tests u. wird von Psychologen u. Psychiatern angewendet, um die gesamte Persönlichkeit des Probanden zu erfassen. Ursprünglich bezog sich der Begriff „Psychodiagnostik” nur auf diese Methode. Rosa Parks Rosa Louise Parks (* 4. Februar 1913 in Tuskegee, Alabama (USA); † 24. Oktober 2005 in Detroit, Michigan) war eine US-amerikan. Bürgerrechtlerin. Sie wurde am 1. Dezember 1955 in Montgomery, Alabama verhaftet, weil sich die Afroamerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Ihr ziviler Ungehorsam gegen dieses rassendiskrimierende Rechtsinstitut löste den „Montgomery Bus Boycott” aus, der neben den Protesten im Fall Emmett Till (14-jähriger Afroamerikaner, der von zwei Weißen 1955 ermordet wurde) als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gilt. Rosazea R./Rosacea, veraltete Bez. auch Akne rosacea, (lat. für Kupferfinnen oder Rotfinnen) ist eine meist im fünften Lebensjahrzehnt beginnende akneähnl. Hauterkrankung des Gesichts mit fleckförmigen, teils schuppenden Rötungen sowie entzündl. Papeln u. Pusteln, später auch knollenartige Wucherungen der Nase, Rhinophym oder Knollennase, Pfundsnase genannt.
Röschenflechte Die R. (lat. ''Pityriasis rosea'' Gibert; oder auch Schuppenröschen genannt) ist eine nicht ansteckende Hauterkrankung, welche in den meisten Fällen 6 bis 8 Wochen dauert, in einigen Fällen sogar bis zu einem halben Jahr. Sie tritt meistens bei jüngeren Erwachsenen – zwischen dem 10. u. 35. Lebensjahr – auf, vor allem im Frühjahr u. Herbst. Zu Beginn entsteht ein rotes Primärmedaillon (sog. Plaque mère, Primärfleck oder Herald Patch), von welchem aus sich kleinere Herde ausbreiten. Nach der Erkrankung heilen diese vollständig ab. Die Ursache der R. ist unbekannt, man vermutet einen Virusinfekt. Rosch ha-Schana R. h. (auch Rosch ha-Schanah, in aschkenas. Aussprache Rausch ha-Schono oder Roisch ha-Schono oder volkstümlich auf Jiddisch auch Roscheschune genannt; hebrä. ''Haupt des Jahres'', ''Anfang des Jahres'') ist der jüdische Neujahrstag. Die Mischna, die wichtigste Sammlung religiöser Überlieferungen des rabbin. Judentums, legt dieses Fest als Jahresbeginn u. für die Berechnung von Kalenderjahren fest. Rose, Axl Axl Rose (* 6. Februar 1962 in Lafayette, Indiana), geborener William Bruce Rose, Jr., mit bürgerl. Namen ''William Bill Bailey'', ist ein US-amerikan. Sänger. Er ist seit 1985 Frontmann u. Sänger der Rockband Guns N' Roses. Roseanne (Fernsehserie) R. ist eine US-amerikan. Sitcom, die von 1988 bis 1997 von dem Sender ABC produziert wurde. In Deutschland war die Serie ab 1990 auf ProSieben u. auf Kabel eins zu sehen. Die dargestellte Familie Conner gilt als Inbegriff des „White trash“ (abwertende Bezeichnung für die weiße Unterschicht in den USA u. ihren Lebensstil). Rosemaries Baby R. B. ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 1968 von dem poln. Regisseur Roman Polański. Die Romanvorlage stammt von dem amerikan. Bestseller-Autoren Ira Levin. Rosen R. (f., Singular Rose, lat./botan. ''Rosa'') sind eine Pflanzengattung mit etwa 300 Arten aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Rose gilt im Abendland als die edelste der Blumen; sie symbolisiert (vor allem in rot) die Liebe u. die Romantik. Rosenberg, Alfred Alfred Ernst Rosenberg (* 12. Januar 1893 in Reval, Russland, heute Tallinn, Estland; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war NSDAP-Politiker u. einer der wichtigsten Ideologen des Nationalsozialismus. Rosenberg wurde am 1. Oktober 1946 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher in allen vier Anklagepunkten schuldig gesprochen, zum Tod durch den Strang verurteilt u. hingerichtet. Rosenheim Die Stadt R. ist kreisfreie Stadt u. zugleich Kreisstadt des Ldkrs. R. (Oberbayern) u. liegt am Inn im bayer. Alpenvorland. Als eines von 23 bayer. Oberzentren gilt R. als wirtschaftlicher u. kultureller Mittelpunkt des südostbayer. Raums. Mit über 60.000 Ew. ist R. nach München u. Ingolstadt die drittgrößte Stadt in Oberbayern. Rosenkranz Ein R. ist eine Perlenschnur, die als Zählkette für das vielgliedrige Rosenkranzgebet dient. Sie kann aber auch die Bez. für das Rosenkranzgebet selbst sein. Wenn im deutschsprachigen Raum von ''R.'' die Rede ist, ist der kath. R. gemeint. Rosenkreuzer R. nennt man die Mitglieder einer geheimen Gesellschaft (mitunter auch als Orden bezeichnet), deren Anfänge im 17. Jh. liegen. Gemäß dem Leitbild der Philosophia perennis vereinigten sich in ihr die myst. Traditionen der Alchemie, Hermetik u. Kabbalistik. Nach der Gründungslegende ist Frater C. Rosencreutz Begründer dieses Ordens. Besondere Aufmerksamkeit erregte diese Gesellschaft durch die Veröffentlichung dreier gesellschaftskritischer u. reformator. Manifeste (1614, 1615, 1616). Unter den heutigen Rosenkreuzern fasst man mehrere diskrete Gesellschaften zusammen, die sich auf jene alte Tradition der R. des 17. Jh. berufen.
Rosenkriege R. (''Wars of the Roses'') ist der Name für die mit Unterbrechungen von 1455 bis 1485 geführten Kämpfe im Bürgerkrieg um die engl. Thronherrschaft. Der Name bezeichnet eine Reihe von Kampfhandlungen zwischen den beiden rivalisierenden engl. Adelshäusern York u. Lancaster, die zwei verschiedene Zweige des Hauses Plantagenet darstellten u. die beide ihre Stammlinie auf König Edward III. zurückführen konnten. Die Wappen dieser Familien enthielten Rosen (eine rote Rose für Lancaster, eine weiße Rose für York), sodass sich für diesen Konflikt später der Name R. etablierte. Allerdings lässt sich in den zeitgenöss. Quellen die Identifizierung der Rosen mit den jeweiligen Häusern nur bedingt nachweisen. Rosenmontag Der R. wird im rhein. Karneval als Höhepunkt der Karnevalszeit, oft mit dem so genannten Rosenmontagszug, begangen. Er fällt auf den Tag nach dem kirchl. Sonntag Estomihi; 48 Tage vor dem Ostersonntag. In so genannten Karnevalshochburgen wie u. a. Düsseldorf, Köln oder Mainz geben am R. als Brauchtumstag viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zwar frei, einen gesetzl. Feiertag stellt der R. allerdings in keinem Bundesland dar. Rosenstolz R. ist eine dt. Musikgruppe aus Berlin. Die vorwiegend auf Deutsch gesungenen Lieder stellen eine Mischung aus Pop, Rock u. Chanson dar, wobei die Texte mal derb, mal melodramatisch, mal erotisch, mal provozierend, mal gefühlvoll sind. Rosenthal, Hans Hans Günter Rosenthal (* 2. April 1925 in Berlin; † 10. Februar 1987 ebenda) war ein dt. Entertainer, Moderator u. Mitglied im Direktorium des Zentralrats der Juden. Bekannt wurde er vor allem durch die Moderation der ZDF-Sendung „Dalli Dalli”, in der er seine bekannten Luftsprünge vollführte, die sein Markenzeichen waren. Roshan, Hrithik Nagrath Hrithik Nagrath Roshan (* 10. Januar 1974 in Mumbai) (Spitzname Duggu bzw. Bolunath) ist ein Bollywood-Schauspieler. Seine Eltern sind die Schauspieler Pinky u. Rakesh Roshan. Rakesh wurde später Produzent u. Regisseur. Rosine Bild: Trocknung_Rosinen.jpg Weintrauben werden zu Rosinen getrocknet. Rosinen (von altfranzösisch ''roisin''; zu lat. ''racemus'', „Traube”) ist der Oberbegriff für alle getrockneten Weinbeeren. Weintrauben werden reif geerntet u. danach in der Sonne oder im Schatten getrocknet, bis die Feuchtigkeit der Beeren nur noch etwa 15 bis 25% beträgt. Dies bedingt eine Konzentration des Fruchtzuckergehalts auf etwa 60%. Daher sind Rosinen beliebt bei der Zubereitung von Süßspeisen, können aber auch unverarbeitet gegessen werden. Sie haben eine honiggelbe bis dunkelbraune Farbe. Rosmarin Der R. (''Rosmarinus officinalis''), die einzige Art der Gattung ''Rosmarinus'', ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Name R. kommt vom lateinischen ''ros marinus'' u. bedeutet „Tau (''ros'') des Meeres (''marinus'')”, also „Meertau”. Ross, Bob Bob Ross (* 29. Oktober 1942 in Daytona Beach, Florida; † 4. Juli 1995 in New Smyrna Beach, Florida) war ein US-amerikan. Maler u. Fernsehstar. Bekannt wurde er im Fernsehen durch seinen TV-Malkurs „The Joy of Painting”. Ross, Diana Diane Ernestine Earle Ross (* 26. März 1944 in Detroit, Michigan) gehört zu den erfolgreichsten amerikan. Sängerinnen der Musikgeschichte. Ihr Musikstil geht von R&B über Pop, Soul bis Disco wie auch Jazz. Ross, Rick Rick Ross (auch Rick Ro$$, eigentl. William Roberts; * 1977 in Carol City, Florida) ist ein US-amerikan. Rapper. Zusammen mit Trina u. Trick Daddy bildet er das Raplabel Slip'N'Slide. Der Name Rick Ross ist abgeleitet von Rick „Freeway” Ross, einer der größten Crackdealer der 80er u. 90er Jahre in Los Angeles. Rossdale, Gavin McGregor Gavin McGregor Rossdale (* 30. Oktober 1965) ist ein brit. Musiker u. Schauspieler. Er war Sänger, Gitarrist u. Komponist der Band „Bush”. Rossdale ist mit Gwen Stefani verheiratet. Rossellini, Isabella Isabella Fiorella Elettra Giovanna Rossellini (* 18. Juni 1952 in Rom) ist eine italien. Schauspielerin.
Sie ist die Tochter von Ingrid Bergman u. Roberto Rossellini. International bekannt wurde sie durch die Filme „Blue Velvet” u. „Wild at Heart”. Rossi, Portia de Portia de Rossi [&beton;P&oo;&dehn;&schstl;a] (* 31. Januar 1973 in Melbourne, Australien als ''Amanda (Mandy) Lee Rogers'') ist eine austral. Schauspielerin. 1998-2002 spielte sie die Morgan 'Nelle' Porter in der Serie „Ally McBeal”. Rossini, Gioachino Antonio Gioachino Antonio Rossini (* 29. Februar 1792 in Pesaro; † 13. November 1868 in Passy) war ein italien. Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto. Seine Opern ''Der Barbier von Sevilla'' u. ''La Cenerentola'' ''(Aschenputtel)'' gehören zum weltweiten Standardrepertoire der Opernhäuser. Rost Bild: Rostiger_Stahltraeger.jpg Rost: ein stark angerosteter Träger einer Stahlbrücke Als R. bezeichnet man das Korrosionsprodukt, das aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser entsteht. R. setzt sich allgemein aus Eisen(II)-oxid, Eisen(III)-oxid u. Kristallwasser zusammen. Rostfreier Stahl R. S., auch bekannt als nichtrostender Stahl, ist ein allgemeinsprachl. Ausdruck für rost- u. säurebeständigen Stahl. Häufig synonym wird der Begriff Edelstahl verwendet, der jedoch abweichend definiert ist. Rostock Bild: Rostock.jpg Hansestadt Rostock Die Hansestadt R. [/r&oo;st&oo;k/ (früher eher /r&oo;sd&oo;k/)] ist eine norddt. Stadt an der Ostsee. Die kreisfreie Stadt erhielt im Jahr 1218 das Lübische Stadtrecht, welches sich wiederum an das Soester anlehnt. R. zieht sich etwa 20 Kilometer am Lauf der Warnow bis zur Ostsee entlang. Der größte bebaute Teil Rostocks befindet sich auf der westl. Seite der Warnow. Der östl. Teil der Stadt wird durch Gewerbestandorte u. das Waldgebiet der Rostocker Heide geprägt. R. hat heute nahezu 200.000 Ew. u. ist von Einwohnerzahl u. Fläche die größte Stadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt ist eines der vier Oberzentren des Landes. Wirtschaftlich dominiert neben Schiffbau u. Schifffahrt, dem Tourismus u. Servicesektor deutlich die Universität als größter Arbeitgeber der Stadt. Roswell-Zwischenfall Als R. bezeichnete der US-amerikan. Schriftsteller Charles Berlitz in einem seiner Bücher ein Ereignis, über das 1947 in verschiedenen Medien berichtet wurde. In den entspr. Meldungen ging es um Verlautbarungen des Luftwaffenstützpunktes Roswell (New Mexico). Demnach hatte die US-amerikan. Luftwaffe gemeldet, eine „fliegende Untertasse” in ihrem Besitz zu haben u. das dann kurz danach dementiert. Durch eine Reihe von Publikationen verschiedener Schriftsteller u. so genannter Ufologen, die sich mit der Angelegenheit befassten, wurde der R. einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Rot R. ist jener Farbreiz, der wahrgenommen wird, wenn Licht mit einer spektralen Verteilung ins Auge fällt, bei dem das Maximum im Wellenlängenintervall oberhalb 610 nm liegt. Licht mit dieser Eigenschaft kann auch als Körperfarbe remittiert sein. Rot (Haarfarbe) R. ist eine Haarfarbe, die vom tiefen Mahagonirot bis zur hellen Kupferfarbe variiert. Rothaarige (engl. ''Redhead'') gelten als mystisch, erotisch u. sind eher selten. Nur zwei Prozent der Weltbevölkerung haben naturrote Haare. Zu verdanken haben die zwei Prozent ihre Farbe einer Mutation auf dem Chromosom 16. Das führt zu einer Veränderung des Proteins MC1R: Anstatt des dunklen Melanins tragen sie Phäomelanin in Haut, Haaren u. Augen; dadurch haben sie eine wesentlich empfindlichere helle Haut u. häufig viele Sommersprossen. Rotary International R. I. ist die Dachorganisation der ''Rotary Clubs''. Das sind Wohltätigkeitsclubs, zu denen sich Angehörige aller Berufe zusammengeschlossen haben, um weltweit humanitäre Dienste zu leisten u. sich für Frieden u. Völkerverständigung einzusetzen. Als sein oberstes Ziel nennt Rotary „Dienstbereitschaft im täglichen Leben”. Rotation (Mathematik) Unter der R. (engl. curl) versteht man in der Mathematik eine bestimmte Funktion eines Vektorfeldes. Interpretiert man dieses Feld als Strömungsfeld, so gibt die R. für jeden Ort an, wie schnell u. um welche Achse ein mitschwimmender Körper rotieren würde. Dieser Zusammenhang ist namensgebend, im Allg. muss jedoch keine R. im Sinne einer Drehbewegung im Spiel sein. Ein Vektorfeld, dessen R. überall null ist, nennt man ''wirbelfrei''. Rotation (Physik) Die reine R., auch Rotationsbewegung, Drehung, Drehbewegung oder Kreisbewegung eines Körpers ist im Gegensatz zur reinen Translation keine Bewegung, die den Schwerpunkt des Körpers durch den Raum bewegt, sondern eine Bewegung des Körpers um eine Rotationsachse. Alle Punkte, die auf genau dieser Achse liegen, bleiben an der Stelle stehen, u. alle anderen Punkte bewegen sich mit einer Geschwindigkeit, die proportional zur Entfernung von der Achse ist, auf einer idealen Kreisbahn. Hierbei kann sich die Achse im Körper selbst befinden, was zu einer Eigenrotation führt (R. um die eigene Achse), oder vom Körper entfernt liegen, was man als Rotationssystem bezeichnet (R. um eine gemeinsame Achse). Ursache für eine R. ist dabei jedoch immer die Wirkung eines Drehmomentes. Rotationskörper R. werden in der Geometrie Körper genannt, die durch Rotation einer erzeugenden Kurve um eine Rotationsachse gebildet werden. Sowohl Kurve als auch Achse liegen in einer Ebene, haben allerdings keinen gemeinsamen Schnittpunkt. Ein bekannter R. ist der Torus. Er wird durch die Rotation eines Kreises um eine Achse gebildet, die seinen Mittelpunkt nicht schneidet. Auch Körper wie Zylinder u. Hohlzylinder zählen zu den Rotationskörpern. Rotationsmatrix → Drehmatrix. Rotaviren → Humane Rotaviren. Rotbuche Die R. (''Fagus sylvatica'') ist ein in weiten Teilen Europas heim. Laubbaum aus der Gattung der Buchen (''Fagus''). In der Umgangssprache wird sie gewöhnlich als „Buche” bezeichnet. Sie ist mit einem Anteil von 14% der häufigste Laubbaum in den Wäldern Deutschlands. In der Schweiz beträgt ihr Anteil 19%, in Österreich 9%. Der Namensteil „Rot” bezieht sich auf die leicht rötl. Färbung des Holzes. Rotbuchenreiche Laubmischwälder sind die potenzielle natürl. Vegetation großer Teile Mitteleuropas. Die R. gilt als Zeigerpflanze für ein atlant. Klima, daher wird das Atlantikum häufig Buchenwarmzeit genannt. Rote Armee Die Rote Arbeiter- u. Bauernarmee (russ. Рабоче-Крестьянская Красная Армия/ ''Rabotsche-Krestjanskaja Krasnaja Armija'', kurz Красная Армия: R. A.) war die Armee der Sowjetunion. Meist bezeichnet der Begriff die Streitkräfte Sowjetrusslands bzw. der Sowjetunion zwischen 1918 u. 1946. Sie wurde unter der maßgebl. Beteiligung Leo Trotzkis mit Hilfe von Militärspezialisten der zarist. Armee in der Revolutionszeit aufgebaut. Rote Armee Fraktion Die R. A. F. (RAF) war eine linksextremist. Terrororganisation in der BR Deutschland. Sie wurde 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof u. weiteren Personen gegr. In ihrem Selbstverständnis betrachtete sich die Gruppe als kommunistische, antiimperialist. Stadtguerilla nach südamerikan. Vorbild ähnlich den Tupamaros in Uruguay. Sie kämpfte gegen den sogenannten US-Imperialismus in Westeuropa u. war verantwortlich für 34 Morde, zahlreiche Banküberfälle u. Sprengstoffattentate. 1998 erklärte sie ihre Selbstauflösung. Rote Kapelle Mit dem Begriff R. K. werden verschiedene Gruppen zusammengefasst, die im Zweiten Weltkrieg Widerstand gegen den Nationalsozialismus leisteten:
* die deutschen Freundeskreise um Harro Schulze-Boysen u. Arvid Harnack, die seit 1933 vor allem in Berlin Hilfs- u. Widerstandsaktionen durchführten, * Widerstands- u. Spionagegruppen, die Leopold Trepper seit 1938 in einigen Ländern Westeuropas aufgebaut hatte, * u. weitere, untereinander nicht oder nur lose verbundene Gruppen u. Einzelpersonen mit Kontakten zur Sowjetunion. Rote Khmer Die Roten Khmer (franz. Khmers rouges) waren eine Guerillatruppe, die 1975 in Kambodscha an die Macht kam u. durch bes. Grausamkeit weltweite Bekanntheit erlangte. Sie selbst stellten sich als Kommunisten, zeitweise auch als Maoisten dar. Ihr Name leitet sich vom kambodschan. Staatsvolk, den Khmer, ab. Rote Liste (Arzneimittel) Die R. L. ist ein Verzeichnis von Arzneimitteln für Deutschland (einschl. EU-Zulassungen) u. wird von der Rote Liste Service GmbH hrsg. u. verlegt. Sie enthält Kurzinformationen zu Humanarzneimitteln u. bestimmten Medizinprodukten, die aus Fach-, Gebrauchs- u. Produktinformationen erstellt werden. Sie richtet sich an medizinisch-pharmazeut. Fachkreise mit dem Zweck, diese über im Handel befindl. Präparate zu informieren. Rote Liste gefährdeter Arten Unter der Roten Liste gefährdeter Arten versteht man die von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) jährlich im Internet veröffentlichte Liste weltweit gefährdeter Tier- u. Pflanzen-Arten wie auch die von einzelnen Staaten u. Bundesländern hrsg. entspr. Listen. Ursache des fortschreitenden Verschwindens von Tier- u. Pflanzenarten sind vor allem menschl. Zivilisationsaktivitäten. Röteln Die R. (''Rubella'') sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Rötelnvirus ausgelöst wird. Neben den typischen roten Hautflecken (Exanthem) treten auch Fieber u. Lymphknotenschwellung auf. Gefürchtet ist eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft, weil sie häufig zu schweren Komplikationen (Rötelnembryopathien) mit ausgeprägten Fehlbildungen u. selbst zu Fehlgeburten führen kann. Eine vorbeugende Impfung ist verfügbar . Roter Drache R. D. ist der Titel eines Romans von Thomas Harris u. seiner Verfilmung durch Brett Ratner im Jahr 2002. Es ist der erste Teil einer Romantetralogie um den Serienmörder Hannibal Lecter. Die Verfilmung war chronologisch die letzte von nun vier Filmen. Sie entstand als Prequel zu ''Das Schweigen der Lämmer'' u. ''Hannibal''. Rote Rosen (Fernsehserie) R. R. ist die zehnte dt. Telenovela. Sie ist jedoch die erste, in der eine Frau Mitte Vierzig im Mittelpunkt steht. Die Serie wird seit dem 6. November 2006, montags bis freitags um 14:10 Uhr, im Ersten ausgestrahlt. Roter Platz Der Rote Platz (russisch Крас- ная Площадь, Transkription ''Krasnaja Ploschtschad'') ist aufgrund seiner Größe, seiner geschichtl. Bedeutung u. der angrenzenden Gebäude der berühmteste Platz Moskaus. Er wird im SO durch die Basilius-Kathedrale, im SW durch die Kremlmauer mit dem Leninmausoleum u. dem Moskauer Kreml, im NW durch das Historische Museum u. das Auferstehungstor u. im NO durch das Kaufhaus GUM begrenzt. Der Name R. P. war schon im 17. Jh. belegt u. bedeutet eigentl. „schöner Platz”. Rote Rübe Die R. R. (''Beta vulgaris'' subsp. ''vulgaris'' var. ''conditiva'') oder Rote Bete (von lateinisch ''beta'', Rübe), landschaftl. Beete, in der Schweiz Rande, in Österreich, Bayern u. Südbaden auch Rahne (Rauna, Rana, Rohne) genannt, gehört zur Familie der Gänsefußgewächse (Amaranthaceae) u. ist eine Zuchtvariet„t der Runkelrübe. Rotes Meer Bild: Mer_rouge1b.jpg Satellitenbild des Roten Meers Das Rote Meer (''al-Bahr al-ahmar''; ''Yam Suf''; Tigrinya ''QeyH baHri'') ist eine schmale, 2240 km lange, bis 2604 m tiefe Meerenge zwischen Nordost-Afrika u. der Arabischen Halbinsel. Der Rauminhalt des Meeres beträgt 0,2 Mio km³. Rote und Blaue Mauritius Die R. u. B. M. sind die unter Nicht-Philatelisten wohl bekanntesten Briefmarken der Welt. Der Bekanntheitsgrad der Blauen Mauritius übersteigt jenen der Roten bei weitem. Sie sind jedoch keineswegs die wertvollsten oder die seltensten Briefmarken der Welt. Weltweit gibt es von der Blauen Mauritius noch acht gebrauchte u. vier ungebrauchte Exemplare. Demgegenüber existieren von der Roten Mauritius noch zwölf gebrauchte u. zwei ungebrauchte Exemplare. Rotfuchs Der R. (''Vulpes vulpes'') ist in Mitteleuropa der einzige Vertreter der Füchse u. ist daher meistens als „der Fuchs” schlechthin bekannt. Er ist in Europa der häufigste Wildhund. Rot-Grün-Sehschwäche Die Begriffe R. u. Rot-Grün-Blindheit (Dyschromatopsie) sind die wissenschaftl. Fachtermini für über 99% der Farbfehlsichtigkeiten, die umgangssprachlich als Farbenblindheit bezeichnet werden. Nach ihrem Entdecker John Dalton nennt man sie auch Daltonismus. Die Betroffenen können hierbei die Farben Rot u. Grün schlechter als Normalsichtige unterscheiden. Hervorgerufen wird diese Behinderung durch Veränderungen der Aminosäuresequenz in den Sehpigment-Proteinen (Opsin) der entspr. Zapfen der Netzhaut, die aus der Veränderung der Gensequenz des entspr. Opsins resultiert. Roth, Claudia Claudia Benedikta Roth (* 15. Mai 1955 in Ulm) ist eine dt. Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) u. Dramaturgin. Sie war 1985–1989 Pressesprecherin der Grünen im Bundestag, 1989–1998 Mitglied des Europaparlaments, 1998–2001 u. seit 2002 Mitglied des Bundestags sowie 2001/02 u. seit 2004 Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Bekannt wurde Roth auch als Managerin der Rock-Band ''Ton Steine Scherben'' um Rio Reiser (1982-85). Roth, Hans Hans Roth (* 6. Mai 1916 in Obergnas im Bezirk Feldbach; † 1. Februar 2008 in Gnas) war ein österr. Unternehmer. Das Unternehmen umfasst heute sechs unterschiedl. Zweige, z. B. Baumärkte, Entsorgungsunternehmen u. Modehäuser. Roth, Joseph Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody bei Lemberg; † 27. Mai 1939 in Paris) war ein österr. Schriftsteller u. Journalist. Man verbindet ihn mit der Richtung der ''Neuen Sachlichkeit''. 1939 erschien sein letzter Roman „Die Legende des heiligen Trinkers”. Roth, Tim Tim Roth (* 14. Mai 1961 in London als ''Timothy Simon Smith'') ist ein engl. Schauspieler. Trotz fehlender Ausbildung erhielt er diverse Rollen in Filmen wie „Pulp Fiction”, „Planet der Affen” oder „Der unglaubliche Hulk”. Rothenburg ob der Tauber R. o. d. T. ist eine Große Kreisstadt im mittelfränk. Ldkrs. Ansbach. Bis 1803 war es eine Freie Reichsstadt u. ist heute mit seiner weitgehend erhaltenen mittelalterl. Altstadt eine weltbekannte Touristenattraktion. – 11226 Ew. Rothirsch Der R. (''Cervus elaphus'') ist eine Art der Echten Hirsche. Unter den verschiedenen Hirscharten zeichnet sich der R. durch ein bes. großes u. weitverzweigtes Geweih aus. Dieses als Jagdtrophäe begehrte Geweih wird nur von männl. Tieren entwickelt. Im mitteleurop. Raum ist der R. das größte freilebende Wildtier. Rothko, Mark Mark Rothko (Lettisch: ''Marks Rotko''; * 25. September 1903 in Daugavpils, dt. ''Dünaburg'', Lettland, als ''Marcus Rothkowitz''; † 25. Februar 1970 in New York) war ein lettisch-amerikan. Maler des Abstrakten Expressionismus u. Wegbereiter der Farbfeldmalerei. Rothschild Die Rothschilds waren im 19. Jh. eine Bankiersfamilie jüdischer Herkunft mit Stammsitz in Frankfurt a. M. Sie zählten zu den einflussreichsten Bankiers u. wichtigsten Finanziers der europ„ischen Staaten. Noch heute ist das Bankhaus durch seine Nachfolgeinstitute eine bedeutende internationale, heute hauptsächlich im Investmentbanking tätige Bank. Rotkäppchen R. (auch: ''Rotkäppchen und der Wolf'', im österr. Burgenland auch als ''Piroschka'' bekannt) ist eines der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm, das im 1812 erschienenen ersten Band ihrer ''Kinder- und Hausmärchen'' mit der Nummer 26 (in diesem ersten Band ohne Illustration) enthalten ist. Rotkehlchen Das R. (''Erithacus rubecula'') ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Es besiedelt Nordafrika, Europa u. Kleinasien sowie die Mittelmeerinseln. Seine Nahrung setzt sich vor allem aus Insekten, kleinen Spinnen, Würmern u. anderen Kleintieren sowie Weichtieren zusammen. Die Art gilt derzeit als ungefährdet. Rotlichtviertel Bild: Rotlichtbezirk-ffm001.jpg Das Frankfurter Rotlichtviertel bei Tag Als R. bezeichnet man einen Bereich einer Stadt, in dem sich Prostitution u. andere Arten des Sexgewerbes konzentrieren. Die zugehörige soziale Umgebung ist das Rotlichtmilieu. Rotterdam R. ist nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt in den Niederlanden u. besitzt verkehrstechnisch große Bedeutung durch den größten Seehafen Europas (drittgrößter der Welt). R. hat 585.457 Einwohner (Stand 1. Juni 2006), als Agglomeration Stadsregio Rotterdam ca. 1,2 Mio. (2006). Neben Amsterdam u. Den Haag ist R. eines der kulturellen Zentren der Niederlande. R. verfügt über eine Universität, mehrere Fachhochschulen, eine Musikhochschule u. eine Kunstakademie. Als Industrie- u. Handelsstadt ist sie die führende Stadt in den Niederlanden. Bes. beeindruckend ist die Rotterdamer Wolkenkratzer-Silhouette, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt u. R. zu einem niederländischen „Frankfurt am Main” gemacht hat. Rotterdam, Desiderius Erasmus von Erasmus (Desiderius) von Rotterdam (* 27. Oktober 1465 [oder 1469] in Rotterdam; † 12. Juli 1536 in Basel) war ein bedeutender Humanist, Pädagoge, Theologe, Philosoph u. Philologe. Sein heute bekanntestes Werk ist die Satire „Lob der Torheit”, die er seinem Freund Thomas Morus widmete. Rottweiler Der R. ist eine von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) (Nr.147, Gr.2, Sek.2.1) anerkannte dt. Hunderasse. Der R. ist schwer u. stämmig, 63-68 cm groß u. 42-50 kg schwer. R. haben kurzes schwarzes Fell. Rotwein R. ist ein aus roten oder blauen Weintrauben hergestellter Wein. Durch besondere Maßnahmen (Maischegärung, Erhitzen) wird der rote Farbstoff aus den Beerenhülsen gelöst. Es gibt auf der Welt ca. 4500 verschiedene Rotweine. Rotwelsch R. ist ein Sammelbegriff für geheimsprachl. Soziolekte sozialer Randgruppen auf der Basis des Deutschen, wie sie seit dem späten MA bes. bei Bettlern, fahrendem Volk (Vaganten), Vertretern sogenannter unehrl. Berufe u. in kriminellen Subkulturen in Gebrauch kamen u. seit dem 17. Jh. mit der Ansiedlung von Gruppen Nichtsesshafter auch regionalsprachl. Niederschlag fanden. Roulette (Glücksspiel) R. [ru&beton;l&aeo;t], frz. Rädchen, ist das am weitesten verbreitete Glücksspiel, das in Spielbanken angeboten wird. ''Das'' R. bezeichnet das Spiel, ''die'' R. bezeichnet die Roulettemaschine. Beim R. rollt eine Kugel auf einer drehbaren Scheibe u. bleibt schließl. in einem der mit 0-36 nummerierten Felder liegen. Der Spieler setzt auf Nummern oder Kombinationen. Roundhouse-Kick R. (jap: Mawashi-geri, kor: dollyeo chagi) ist die Bez. für eine Technik bei Kampfsportarten, insbes. dem Karate. Der R. ist einer der populärsten Karatetritte. Rourke, Mickey Mickey Rourke (* 16. September 1956 in Schenectady, New York; eigentl. ''Philip Andre Rourke jr.'') ist ein US-amerikan. Schauspieler. Nachdem der Erfolg als Schauspieler ausblieb, wurde Mickey Rourke Profiboxer. Von 1991 bis 1995 bestritt er acht Kämpfe. Rousseau, Jean-Jacques Jean-Jacques Rousseau (* 28. Juni 1712 in Genf; † 2. Juli 1778 in Ermenonville bei Paris) war ein französisch-schweizer. Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge u. Komponist. Er gilt als einer der wichtigsten geistigen Wegbereiter der Französischen Revolution u. hatte großen Einfluss auf die Pädagogik u. die polit. Theorien des 19. u. 20. Jahrhunderts. Roussimoff, André René André René Roussimoff (* 19. Mai 1946 in Molien, Ussy-sur-Marne, Frankreich; † 27. Januar 1993 in Paris), besser bekannt unter seinem Ringnamen André the Giant, auch ''Das 8. Weltwunder'' genannt, war ein Wrestler u. Schauspieler. Er wurde das erste Mitglied der ''WWE Hall of Fame'' u. wird von der Pro Wrestling Illustrated an dritter Stelle der besten Wrestler aller Zeiten geführt. Route 66 Bild: Route66.jpg Die Route 66 Die R. 66 galt ab 1926, abgesehen vom Lincoln Highway, als eine der ersten durchgehenden Straßenverbindungen von der US-amerikan. Ostküste zur Westküste. Heute sind die verbliebenen Teilstücke der einst 2448 Meilen (3939,67 Kilometer) langen Strecke von Chicago (Illinois) nach Los Angeles (Kalifornien), auch Mother Road oder America’s Mainstreet genannt, ein Anziehungspunkt für Touristen u. Nostalgiker. Router R. (britisch: &beton;ru&dehn;t&eunbet;(r), amerikanisch: &beton;raut&eunbet;(r)) sind Geräte aus dem Bereich Computernetzwerke, Telekommunikation oder auch Internet, die mehrere Rechnernetze – je nach Sichtweise – koppeln oder trennen. Dabei analysiert der R. die ankommenden Datenpakete nach ihrer Zieladresse, das sind Informationen die dem OSI-Modell Schicht-3 zugeordnet werden, u. blockt diese oder leitet sie entspr. weiter (die Pakete werden geroutet), weitergeleitete Pakete gelangen entweder in ein dem R. selbst bekanntes, direkt angeschlossenes Zielnetz (auch Ziel-Subnetze) oder werden zu einem ebenfalls in einem direkt angeschlossenen Netz liegenden R. weitergereicht. Routing R. [&beton;ru&dehn;tiŋ] (BE) / [&beton;rautiŋ] (AE) (engl. „Lotsen”, „Wegewahl”, „Verkehrslenkung”) bezeichnet in der Telekommunikation das Festlegen von Wegen für Nachrichtenströme bei der Nachrichtenübermittlung über vermaschte Nachrichtennetze bzw. Rechnernetze. Insbes. in paketvermittelten Datennetzen ist hierbei streng genommen zwischen den beiden verschiedenen Prozessen ''R.'' u. ''Forwarding'' zu unterscheiden: Das R. bestimmt den gesamten Weg eines Nachrichtenstroms durch das Netzwerk; das Forwarding beschreibt hingegen den Entscheidungsprozess eines einzelnen Netzknotens, über welchen seiner Nachbarn er eine vorliegende Nachricht weiterleiten soll. Routing Information Protocol Das R. I. P. (RIP) ist ein Routing-Protokoll auf Basis des Distanzvektoralgorithmus innerhalb eines autonomen Systems. Es dient der dynam. Erstellung der Routingtabelle von Routern. RIP wird in den Protokollen IP u. IPX benutzt. Rowan, Kelly Kelly Rowan (* 26. Oktober 1967 in Ottawa, Ontario, Kanada) ist eine kanad. Film- u. Serienschauspielerin u. ein früheres Mannequin. Größere Bekanntschaft erlangte sie durch ihre Rolle der ''Kirsten Cohen'' in der erfolgreichen Serie „O.C. California”. Rowling, Joanne Joanne K. Rowling ([r&eunbet;u- liŋ]; * 31. Juli 1965 in Yate, South Gloucestershire) ist eine engl. Schriftstellerin, die mit einer 7-bändigen Reihe von Romanen um den Zauberschüler Harry Potter berühmt wurde. Bis heute wurden die Romane in über 60 Sprachen übersetzt u. sind in einer weltweiten Gesamtauflage von über 325 Mio. Exemplaren veröffentlicht. Rowling gilt als eine der reichsten Frauen Großbritanniens. Roxette R. ist der Name, unter dem das schwed. Pop-Duo Per Gessle u. Marie Fredriksson bekannt wurde. Der Durchbruch gelang R. 1989 mit dem Lied „The Look”. Die Alben „Looks Sharp!” (1989) u. „Joyride” (1991) verkauften sich 10 bzw. 12 Mio. Mal u. gehörten damit zu den erfolgreichsten aus Europa stammenden Alben ihres Jahrzehnts. Roxx, Lara Lara Roxx alias Lara Cox (* 1983 in Montreal) ist eine frühere Pornodarstellerin. Sie wurde bei Dreharbeiten mit dem HI-Virus infiziert. 2005 sendete das brit. Fernsehen eine Reportage über ihr Schicksal. Roxy Music Die Band R. M. wurde 1971 von Bryan Ferry, Andy Mackay u. Brian Eno in London gegr. Sie legte großen Wert auf Ästhetik u. Stil, z. B. beim Bühnenoutfit, u. war dem allgemeinen Zeitgeist voraus. R. M. gilt als klassische Proto-New-Wave-Band. Royal Air Force Der Begriff R. A. F. (offizielle Abk. RAF) bezeichnet die Luftstreitkräfte des Vereinigten Königreichs Großbritannien u. Nordirland. Auch Australien, Neuseeland u. Kanada betreiben eine R. A. F., die aber dem jeweiligen nationalen Oberkommando untersteht. Royal Dutch Shell Die R. D. S. plc (Kurz: RDS) ist eines der weltweit größten Energie-Unternehmen. Der Konzern ist in mehr als 140 Ländern aktiv. Weltweit beschäftigt Shell rd. 112.000 Mitarbeiter. Etwa eine Million Anleger investieren in ca. fünf Milliarden Aktien. Zu den Geschäftsbereichen gehören Exploration u. Förderung von Erdöl u. -gas, Verarbeitung u. Vertrieb von Mineralöl, Transport u. Marketing von Erdgas/Strom, Chemie sowie erneuerbare Energien. Royal Navy Die R. N. ist die Kriegsmarine des Vereinigten Königreichs. Bedingt durch die Insellage hat die brit. Kriegsmarine in der Geschichte des Landes immer eine große Rolle gespielt. Das gilt sowohl für die Verteidigung als auch für die imperialist. Expansion im Rahmen des British Empire. Im Januar 2007 umfasste die ''R. N.'' 91 Kriegsschiffe sowie 74 Hilfs- u. Versorgungsschiffe. Gemessen an der Tonnage ist sie die zweitgrößte Marine der Welt hinter der US Navy. Zusammen mit den Royal Marines bildet die R. N. den ''naval service'' der brit. Streitkräfte. Royal Rumble Der R. R. ist eine sportl. Großveranstaltung im Wrestling. Sie wird von World Wrestling Entertainment organisiert u. durchgeführt. RPG-7 Die RPG-7 ist eine russ. Panzerabwehrwaffe. Die Abk. steht für ''rutschnoi protiwotankowy granatomjot'', kyrillisch ''ручной противотанковый гранатомёт'', zu dt. etwa Granatwerfer zur Panzerabwehr, der von Hand abgefeuert werden kann. RPG Maker RPG M. (''RPG Tsukūru'', oft auch ''RPG TKool'' geschrieben) ist eine Reihe von Programmen zur Entwicklung von Computer-Rollenspielen. Der japan. Name, ''Tsukūru'', ist ein Wortspiel aus den japan. W”rtern ''tsukuru'' für „erschaffen” u. ''tsūru'' fr englisch „tool”. Die RPG M. wurden zuerst von ASCII u. dann von Enterbrain hergestellt u. in den USA von Agetec vermarktet. RPM Package Manager RPM P. M. (RPM, Akronym, ursprüngl. ''Red Hat Package Manager'') ist ein freies (GPL) Software-Paketverwaltungssystem entwickelt von der Firma Red Hat. Es umfasst das Paketformat u. alle nötigen Programme, um RPM-Pakete zu erstellen, zu installieren u. zu verwalten. RPMs (Dateiendung „.rpm”) sind Archive, die ein Softwarepaket enthalten (grob ähnlich dem .zip-Format). Das RPM-Format ist Teil der Linux Standard Base. RS232 → EIA-232. RSA-Kryptosystem RSA ist ein asymmetr. Kryptosystem, das sowohl zur Verschlüsselung als auch zur digitalen Signatur verwendet werden kann. Es verwendet ein Schlüsselpaar bestehend aus einem privaten Schlüssel, der zum Entschlüsseln oder Signieren von Daten verwendet wird, u. einem öffentl. Schlüssel, mit dem man verschlüsselt oder Signaturen prüft. Der private Schlüssel wird geheim gehalten u. kann nicht oder nur mit extrem hohen Aufwand aus dem öffentl. Schlüssel berechnet werden. RSA ist nach seinen Erfindern Ronald L. Rivest, Adi Shamir u. Leonard Adleman benannt. RSI-Syndrom Das R. – von engl. ''repetitive strain injury'' oder (seltener) ''repetitive stress injury''; auch als „Sekretärinnenkrankheit” oder „Mausarm” bezeichnet – entsteht durch eine Schädigung des Bewegungsapparates vor allem im Hand-, Arm-, Schulter- u. Nackenbereich infolge langanhaltender, monotoner Bewegungen u./oder falscher Sitzhaltung. RSS RSS ist ein Service auf Webseiten, der ähnlich einem Nachrichtenticker die Überschriften mit einem kurzen Textanriss u. einen Link zur Originalseite enthält. Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format bezeichnet man auch als RSS-Feed (engl. ''to feed'' – im Sinne von versorgen, einspeisen, zuführen). Er liefert dem Leser, wenn er einmal abonniert wurde, automatisch neue Einträge. Rsync rsync ist sowohl ein Netzwerkprotokoll als auch ein unter der GPL stehendes Programm zur Synchronisation von Daten meistens über ein Netzwerk. Dabei werden Teile der Zieldatei (die, die übertragen werden soll), welche sich bereits in der Referenzdatei befinden, nicht übertragen, wodurch viel Datenvolumen gespart werden kann. rsync wurde u. a. von Paul Mackeras u. Andrew Tridgell aus dem Samba-Team entwickelt. RTL 2 RTL 2 ist ein deutschsprachiger Fernsehsender, der von der ''RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG'' betrieben wird. RTL 2 ist gemäß dem Rundfunkstaatsvertrag ein privater Fernsehsender mit Vollprogramm. RTL 2 ist in Deutschland der zweite Ableger der RTL Group. Das Unternehmen wurde 1993 gegr. u. beschäftigt nach eigenen Angaben ca. 150 Mitarbeiter, Geschäftsführer ist seit Februar 2005 Jochen Starke. RTL Group Die RTL G. SA (abgeleitet aus Radio Télévision Luxembourg) ist mit 42 Fernseh- u. 32 Radiosendern Europas größter Betreiber von werbefinanziertem Privatfernsehen u. Privatradio. Hauptsitz des Konzerns ist die Stadt Luxemburg. 90,4% der Anteile an der RTL G. hält die Bertelsmann AG. RTL Samstag Nacht RTL S. N. war eine Fernseh-Comedy-Reihe, die vom 6. Novem- ber 1993 bis zum 23. Mai 1998 auf RTL ausgestrahlt wurde. RTL S. N. war die erste große Comedy-Serien-Show im dt. Fernsehen – sie wurde nach dem Vorbild der legendären US-amerikan. Comedy-Show „Saturday Night Live” kreiert u. wie diese am späten Samstagabend ausgestrahlt. Sie verhalf der Comedy im dt. Fernsehen zum Durchbruch u. war das Vorbild zahlreicher späterer Comedy-Sendungen. RTL Television RTL T. (ursprünglich auf Sendung gegangen unter dem Namen ''RTL plus''), kurz RTL, ist ein deutschsprachiger Privatsender der RTL Group mit Sitz in Köln. Entstanden ist RTL als Ableger des französischsprachigen Fernsehsenders RTL Télévision. RTL T. gilt in der Bundesrepublik Deutschland als Vollprogramm nach dem 2. Rundfunkstaatsvertrag. Ruanda R. [&beton;ruanda] (frz.: ''Le Rwanda'' [rwa&beton;da]) ist ein dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika. Er grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda u. Tansania. Wegen seiner in weiten Teilen hügeligen Landschaft wird R. auch „Land der tausend Hügel” genannt. Auf seinem Staatsgebiet verläuft die afrikan. Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Nil u. des Kongo. Von 1884 bis 1916 war R. eine dt. Kolonie, 1962 erhielt es seine Unabhängigkeit von der UNO-Mandatsmacht Belgien. Nicht zuletzt wegen der Konflikte zwischen den Volksgruppen der Hutu u. Tutsi – die im Völkermord an den Tutsi 1994 gipfelten –, zählt das Land zu den ärmsten in Afrika, obgleich in den letzten Jahren Fortschritte zu verzeichnen waren. Rubel Bild: 1rubel1898.jpg Silberner Rubel, 1898 Der R. (рубль Rubl) ist der Name der nationalen Währungen in Russland (Russischer R.) u. Weißrussland (Weißrussischer R.) sowie in der Vergangenheit im Russischen Reich u. der UdSSR. Die Kopeke (копейка / ''kopejka)'' ist der hundertste Teil des Rubels. Für einen Euro erhält man rd. 36 russische R. bzw. rd. 3.200 weißrussische R. (2008). Rubens, Peter Paul Peter Paul Rubens (fläm. ''Pieter Pauwel Rubens, lat. Petrus Paulus Rubens'', * 28. oder 29. Juni 1577 in Siegen/Westfalen; † 30. Mai 1640 in Antwerpen/Belgien) war ein fläm. Maler, Diplomat der spanisch-habsburg. Krone u. einer der bekanntesten Maler des Barock.
Rübezahl R. ist der Berggeist (Schrat) des Riesengebirges. Um ihn ranken sich zahlreiche Sagen u. Märchen. Rubikon Der R. (auch ''Rubicon'' oder ''Rubico'') ist ein kleiner Fluss, der südlich von Ravenna in die Adria mündet. Cäsars Überschreitung des R. 49 v. Chr. führte den Bürgerkrieg herbei. Heute wird „den R. überschreiten” als Metapher für eine unwiderrufliche, riskante Tat gebraucht. Rubin Als R. bezeichnet man die rote Varietät des Minerals Korund. Die rote Verfärbung ist auf eine geringe Beimengung von Chrom zurückzuführen. Nur die roten Korunde heißen Rubine, alle anderen Farbvarietäten werden unter der Bez. Saphir zusammengefasst. Rubinstein, Arthur Arthur (Artur) Rubinstein (* 28. Januar 1887 in Łódź; † 20. Dezember 1982 in Genf) war ein weltbekannter poln. Pianist. Ruby, Jack Jack Ruby (eigentl. Jacob Leon Rubenstein, * 25. März 1911 in Chicago; † 3. Januar 1967 in Dallas) wurde bekannt als Mörder von Lee Harvey Oswald, welcher beschuldigt wurde, John F. Kennedy ermordet zu haben. Ruby (Programmiersprache) R. (engl. für Rubin) ist eine interpretierte, objektorientierte Programmiersprache, die mehrere weitere Programmierparadigmen (prozedurale Programmierung, funktionale Programmierung, Nebenläufigkeit) unterstützt. Ruby on Rails R. o. R., abgekürzt Rails oder RoR, ist ein von David Heinemeier Hansson in Ruby geschriebenes u. quelloffenes Web-Framework, das im Juli 2004 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es basiert auf dem Prinzip „Don't Repeat Yourself” (DRY) u. stellt Programmierkonventionen über die Anwendungskonfiguration („Convention over Configuration”). Rückenmark Das R. (lat. ''Medulla spinalis'', griech. μ&uacgr;ελος – ''myelos'') ist der Teil des zentralen Nervensystems (ZNS) der Wirbeltiere, der innerhalb des Wirbelkanals verläuft u. über die Spinalnerven die Extremitäten, den Rumpf u. größtenteils den Hals versorgt. Als Teil des ZNS ist das R. von den selben Häuten umgeben wie das Gehirn. Rückenschmerzen R. sind mehr oder minder starke Schmerzen des menschl. Rückens, die ganz unterschiedl. Ursachen haben können. Mediziner sprechen von Dorsalgie (von lat. ''dorsum'' „Rücken” u. griech. ''algos'' „Schmerz”) oder von Lumbalgie/Lumbago (lat. ''lumbus'' = Lende; dt. auch Hexenschuss), wenn die Lenden-Kreuzbeinregion betroffen ist. Rückkopplung Eine R., auch Rückkoppelung oder Feedback [&beton;fi&dehn;dbæk] (engl.), ist ein Mechanismus in signalverstärkenden oder informationsverarbeitenden Systemen, bei dem ein Teil der Ausgangsgröße direkt oder in modifizierter Form auf den Eingang des Systems zurückgeführt wird. Rücklage Rücklagen sind Überschüsse aus wirtschaftl. Tätigkeit, die für bestimmte zukünftige Zwecke reserviert sind. Sie treten bei Kapitalgesellschaften mit konstantem Eigenkapital, bei gemeinnützigen Vereinen u. bei Kommunen auf. Rückstellung Rückstellungen sind Bilanzposten für ungewisse Verbindlichkeiten, also wirtschaftl. Verpflichtungen, die dem Grunde nach (''ob?''), dem Auszahlungszeitpunkt (''wann?'') oder der Höhe nach (''wie viel?'') noch nicht bestimmt sind. Durch ihre Passivierung wird dem im dt. Bilanzrecht vorherrschenden ''Gläubigerschutzgedanken'' Rechnung getragen, da sichergestellt wird, dass ein Unternehmen bei Eintritt der ungewissen Verbindlichkeit über hinreichend Kapital verfügt, um die Verpflichtung zu erfüllen. Ihre Bildung wird mit dem Realisationsprinzip oder dem Imparitätsprinzip begründet. Rucola Als R. (auch ''Rukola'', ''Ruccola'' [aus dem engl. Sprachraum] oder ''Arugula'') werden verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Kreuzblütengewächse gehandelt. R. wird hauptsächlich als Salatpflanze angebaut. Im deutschsprachigen Raum ursprünglich als Rauke bekannt, aber in Vergessenheit geraten, wurden die Pflanzen unter ihrem italien. Namen wieder populär. Rudel, Hans-Ulrich Hans-Ulrich Rudel (* 2. Juli 1916 in Konradswaldau, Ldkrs. Schönau (Schlesien); † 18. Dezember 1982 in Rosenheim) war nach Hermann Göring der zweithöchst dekorierte Soldat der deutschen Wehrmacht, NS-Fluchthelfer, Waffenhändler u. über die NS-Zeit hinaus bekennender Nationalsozialist. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Rudel Mitglied u. Redner in der rechtsextremen Deutschen Reichspartei (DRP). Rudiment Als R. (lat. ''rudimentum'' „Anfang”, „erster Versuch”, „Probestück”) wird in der Biologie ein im Laufe der Stammesgeschichte verkümmertes, teilweise oder gänzlich funktionslos gewordenes Organ (rudimentäres Organ) oder Verhalten bezeichnet. Rudimente können grundsätzlich bei allen Organismen auftreten. Rudnik, Barbara Barbara Rudnik (* 27. Juli 1958 in Wehbach/Sieg, Deutschland) ist eine dt. Schauspielerin. Sie hatte bisher in über 45 dt. u. internat. Produktionen die Hauptrolle. Rudolf von Österreich Rudolf, Kronprinz von Österreich-Ungarn (* 21. August 1858 auf Schloss Laxenburg; † 30. Jänner 1889 auf Schloss Mayerling) war der einzige Sohn von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich u. Kaiserin Elisabeth („Sisi”) u. Erzherzog-Thronfolger von Österreich-Ungarn. Ruf, Niels Niels Ruf (* 21. Mai 1973 in Worms) ist ein dt. Fernsehmoderator, Autor u. Schauspieler. Ruf ist bekannt für seine teils derben u. respektlosen Kommentare. Rufnummer Eine R. oder Telefonnummer ist eine eindeutige Ziffernfolge zur Identifizierung des Anzurufenden bei einem Telefongespräch. I. e. S. bezeichnet Teilnehmerrufnummer oder Durchwahlrufnummer die einmalig vorkommende Nummer innerhalb eines Ortsnetzes. Faxnummern sind Rufnummern für die Anwahl von Faxgeräten, Einwahlnummern sind Rufnummern für die Anwahl von Telefonmodems über das Telefonnetz. SMS nutzen ebenfalls Rufnummern zur Identifizierung des Empfängers. Rugby R. (engl. auch ''rugby football'') ist eine Familie von Ballsportarten, die gemeinsam mit dem Fußball in England entstanden ist. American Football u. Canadian Football sind später aus dem R. entstanden. Die am weitesten verbreiteten Varianten sind R. Union u. R. League. Zwei Mannschaften von je 15 Spielern versuchen, den eiförmigen Ball in das gegner. „Male” (Feld hinter den Toren) zu bringen. Rügen R. ist die größte dt. Insel. Sie liegt vor der pommerschen Ostseeküste u. gehört zu Mecklenburg-Vorpommern. Das „Tor” zur Insel R. ist die Hansestadt Stralsund. Die Insel, durch Rügendamm u. Strelasundbrücke über den 2 km breiten Strelasund mit dem Festland verbunden, hat eine maximale Länge von 52 km (von Süd nach Nord), eine maximale Breite von 41 km im S u. eine Fläche von 926 km². Die Gesamtlänge der Küste Rügens beträgt 574 km. Ihre Gestalt ist durch zahlreiche Meeresbuchten (''Bodden'' oder ''Wieken'') sowie vorspringende Halbinseln u. Landzungen äußerst stark zergliedert. Die Insel R. bildet zusammen mit der Insel Hiddensee u. einigen kleineren Inseln verwaltungsmäßig den Ldkrs. R. mit der Kreisstadt Bergen auf R. Ruhemembranpotential Der Begriff R. (auch Ruhepotential oder RMP) bezeichnet in elektrisch erregbaren Zellen das Membranpotential, welches vorliegt, während kein Signalimpuls gesendet wird. Rühmann, Heinz Bild: Berlin_Heinz-Ruehmann.JPG Statue Heinz Rühmanns vor dem Filmmuseum Berlin Heinz Rühmann (* 7. März 1902 in Essen; † 3. Oktober 1994 in Aufkirchen, Bayern), eigentl. ''Heinrich Wilhelm Rühmann'', gehört zu den bekanntesten dt. Schauspielern des 20. Jh. Er wurde als Komiker u. a. in „Die Drei von der Tankstelle” (1930), „Die Feuerzangenbowle” (1944) u. als Charakterdarsteller bes. am Theater bekannt. Ruhr Die R. (nicht zu verwechseln mit der Rur) ist ein etwa 221 Kilometer langer, rechter Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) mit einem Einzugsgebiet von 4.485 Quadratkilometern. Sie fließt über rd. 124 Kilometer auf dem Gebiet des Regionalverbands R. u. ist für die größte europ. Industrieregion, das Ruhrgebiet, namensgebend. Die R. entspringt am Ruhrkopf im Sauerland. Ruhrbesetzung Bild: Denkmal_schmithausen_vorn.JPG Ruhrbesetzung: „Zur Erinnerung an die schwere Besatzungszeit”. Denkmal bei Kleve-Kellen Die R. bezeichnet den Höhepunkt eines ''politisch-militärischen Konfliktes'', der 1923 im Ruhrgebiet stattfand. Im Januar besetzten frz. u. belg. Truppen das Ruhrgebiet, um Reparationsforderungen des Versailler Vertrages durchzusetzen. Die Ruhrbevölkerung leistete passiven Widerstand („Ruhrkampf”). Der Ruhrkampf wurde am 26.9.1923 abgebrochen, die Räumung des Ruhrgebiets dauerte bis in den August 1925. Ruhrgebiet Das R. ist der größte Ballungsraum Deutschlands mit etwa 5,3 Millionen Ew. u. einer Fläche von etwa 4.435 Quadratkilometern. Es ist ein Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr, in der über 10 Millionen Menschen leben u. der ein Gebiet von fast 10.000 Quadratkilometern zugerechnet wird. Das R. besteht mehrheitlich aus einer Reihe von zusammengewachsenen Großstädten. Von den Ansiedlungen am mittleren Niederrhein geht die Städtelandschaft nach O nahtlos in den Rhein-Ruhr-Raum u. nach S in die Rheinschiene über. Die Oberzentren der Region entstanden bereits im MA entlang des Hellwegs u. erreichten ihre heutige Ausdehnung u. Struktur mit der Industrialisierung im 19. u. 20. Jh. Im Allg. versteht man unter R. heutzutage das Gebiet des Regionalverbands Ruhr (RVR). Der Begriff „Ruhrgebiet” ist jedoch keine offizielle Verwaltungsbezeichnung. Rukavina, Antonio Antonio Rukavina (Антонио Рукавина, * 26. Januar 1984 in Belgrad) ist ein serb. Fußballspieler. Er spielt seit 2007 in der serb. Nationalmannschaft. Ruland, Tina Tina Ruland (* 9. Oktober 1966 in Köln) ist eine dt. Schauspielerin. Sie spielte in zahlr. dt. Filmen u. Serien mit, z. B. in „Manta Manta” (1991), „Das Traumschiff” (2003-2007). Rule, Ja Ja Rule (* 29. Februar 1976 in Hollis, Queens, New York City, als Jeffrey Atkins) ist ein US-amerikan. Rapper. Ja Rule steht für: Jeffrey Atkins Represents Unconditional Love Exists. Rulin, Olesya Olesya Rulin (* 17. März 1986 in Moskau, UdSSR) ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in den „High School Musical”-Filmen (2006/2007). Rum R. (kurz engl. ''rumbullion'' - ''Aufruhr'') ist ein alkohol. Getränk. Er wird aus Melasse, seltener aus frischem Zuckerrohrsaft gewonnen. R. wird in der Karibik, in Mittelamerika, Südamerika sowie den Philippinen, Australien, Madagaskar, Martinique, Mauritius, Indien, Réunion, den Kanaren u. Kap Verde u. in anderen Ländern produziert. Bereits vor 1650 wurde erstmals Rum hergestellt. Rumänien R. (rumän. ''România'') ist eine Republik in Europa, die von der Pannonischen Tiefebene bis zum Schwarzen Meer reicht. Der Name ''Romania'' war im Latein der Spätantike eine verbreitete Kurzbezeichnung für das Römische Reich. R. grenzt (von S im Uhrzeigersinn) an Bulgarien, Serbien, Ungarn, Ukraine u. Moldawien. R. ist unter anderem Mitglied der Vereinten Nationen, der NATO, der OSZE u. der Europäischen Union. Rumänische Sprache Rumänisch (auch Dakorumänisch) ist eine Sprache aus dem roman. Zweig der indogerm. Sprachen.
Dort gehört sie zur Untergruppe der lateinischen Sprachen bzw. ost-romanischen Sprachen. Als offizielle Mehrheitssprache wird das Rumänische in Rumänien u. Moldawien gesprochen. In Rumänien, das eine Bevölkerung von mehr als 21,7 Mio. Einwohnern hat, gibt es ca. 19,4 Mio. Muttersprachler, in Moldawien mit einer Bevölkerung von 4,5 Mio. sind es 3,9 Mio. Muttersprachler. Außerhalb dieser Länder sprechen ca. 5,5 Mio. Menschen Rumänisch als Muttersprache. Rummenigge, Karl-Heinz Karl-Heinz "Kalle" Rummenigge (* 25. September 1955 in Lippstadt) ist ein ehem. dt. Fußballspieler. 1976-1986 spielte er in der dt. Nationalmannschaft. Seit 2002 ist er Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG. Rumpelstilzchen R. ist ein Märchen. Es ist in den Kinder- u. Hausmärchen der Brüder Grimm seit der Erstauflage von 1812 an Stelle 55 enthalten (KHM 55). Eine handschriftl. Aufzeichnung entstand 1807–1810.
Run-D.M.C. R. (oder Run DMC) war eine US-amerikan. Hip-Hop-Band. Sie gehört zu den Wegbereitern des Hip-Hop. Rundfunk Bild: Fernsehturm_Stuttgart.JPG Rundfunk: Fernsehturm Stuttgart R. bezeichnet die Übertragung von Informationen jegl. Art (beispielsweise Bilder, Ton, Text) über elektromagnet. Wellen. Den Begriff „Rundfunk” prägte der Radiopionier Hans Bredow im November 1919. Die Wortschöpfung geht auf das ursprüngl. Verfahren der drahtlosen Telegraphie zurück, welche auch als Vorläufer der digitalen Übertragung angesehen werden kann. Zum R. gehören insbes. der Hörfunk (Empfangsgerät: Radio) u. das Fernsehen. R- und S-Sätze R. u. S. („Risiko- u. Sicherheitssätze”, von risk and safety) sind kodifizierte Warnhinweise zur Charakterisierung der Gefahrenmerkmale von einzelnen Gefahrstoffen (Elementen u. chem. Verbindungen) sowie daraus hergestellten gefährl. Zubereitungen, welche sich aus der Einstufung dieser Substanzen ergeben. Sie sind zusammen mit den Gefahrenbezeichnungen u. den jeweils dazu gehörenden Gefahrensymbolen die wichtigsten Hilfsmittel für die innerhalb der EU vorgeschriebenen Gefahrstoffkennzeichnung. Runen R. sind die ältesten Schriftzeichen der Germanen. Sie waren vor allem zwischen dem 2. u. dem 12. Jh. für geritzte u. gravierte Inschriften auf Gegenständen u. auf Steindenkmälern in Gebrauch. Ihre Verbreitung zeigt von Anfang an einen deutl. Schwerpunkt in Südskandinavien (einschl. Jütlands). In allen anderen Siedlungsräumen germanischsprachiger Völker ist nur eine dünne Streuüberlieferung zu finden, die außerdem mit dem jeweiligen Einzug des Christentums zu ihrem Ende kommt. Die gemeingerm. R. bestanden aus 24 Zeichen. Später wurden sie durch fries. Einfluss in Engl. zu 28 R. erweitert (angelsächs. R.). In Skandinavien wurden sie auf 16 R. verkürzt (skandinav. R.). Runge, Hans Sahnie (eigentl. ''Hans Runge''; * 12. Juni 1964 in Hameln) war bis zum Album „Im Schatten der Ärzte” (1985) Bassist bei der dt. Punk-Band Die Ärzte. Running Gag Ein R. G. (dt. Dauerwitz) ist ein Stilmittel der Komik u. des Humors. Ein Witz oder eine Anspielung wird mehrmals wiederholt, oft jedoch in abgewandelter Form. Dadurch entsteht eine angespannte Vorfreude, die in einer dann doch überraschenden Pointe gipfelt. Rürup-Rente Als R. oder auch Basisrente wird umgangssprachlich eine seit 2005 staatlich subventionierte Altersvorsorge bezeichnet.
Die R. geht auf den Ökonomen Bert Rürup zurück u. beruht auf einem Rentenversicherungsvertrag. Sie entspricht in ihren Leistungskriterien der gesetzlichen Rente, allerdings nicht umlagefinanziert, sondern kapitalgedeckt. Im Unterschied zur klassischen Rentenversicherung gibt es ähnlich wie bei der Riester-Rente (nur 30% Teilauszahlung bei Rentenbeginn) bei der R. kein Kapitalwahlrecht, d.h. der angesparte Betrag darf nicht in einer Summe ausgezahlt werden, sondern wird lebenslang verrentet. Rush R. ist eine kanad. Rockband, bestehend aus dem Bassisten/Keyboarder/Sänger Geddy Lee, Gitarristen Alex Lifeson u. Schlagzeuger Neil Peart, die seit 1973 regelmäßig touren u. Aufnahmen veröffentlichen. In Nordamerika u. Großbritannien erfreute sich die Band in ihrer Hochzeit großer Beliebtheit. Rush, Geoffrey Geoffrey Rush (* 6. Juli 1951 in Toowoomba, Queensland, Australien) ist ein austral. Schauspieler. Er ist spezialisiert auf Charakterrollen, so verk”rperte er z. B. einen finsteren, verfluchten Piraten in „Fluch der Karibik”. Rush, Jennifer Bild: Jennifer_Rush.jpg Jennifer Rush Jennifer Rush (* 28. September 1960 im Stadtteil Queens, New York City) ist eine US-amerikan. Rock- u. Popsängerin. In den 1980ern war sie vor allem in Deutschland erfolgreich. Weltweit bekannt wurde sie mit der Ballade „The Power of Love” (1985). Rushdie, Salman Sir Ahmed Salman Rushdie, * 19. Juni 1947 in Bombay (heute Mumbai), Indien, ist ein indisch-britischer Schriftsteller. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Literatur. Seine Erzählungen reichert er mit fantast. Elementen aus der Märchenwelt an. Dieses Vermischen von Mythos u. Phantasie mit dem realen Leben wird als magischer Realismus bezeichnet. Rushdie schreibt in englischer Sprache. Rush Hour 3 R. H. 3 ist eine US-amerikan. Action-Komödie aus dem Jahr 2007. Regie führte bei diesem Film, wie bereits beim ersten Teil von 1998 u. dessen Fortsetzung von 2001, Brett Ratner. Die beiden Hauptrollen wurden erneut mit Jackie Chan u. Chris Tucker besetzt. Deutscher Kinostart war der 16. August 2007. Rüsselhündchen Die R. (''Rhynchocyon'') sind eine Säugetiergattung aus der Familie der Rüsselspringer (Macroscelididae). Die vier Arten dieser Gattung sind im östl. Afrika beheimatet. Russell, Bertrand Bertrand Arthur William Russell, 3. Earl Russell (* 18. Mai 1872 in Trellech, Monmouthshire, Wales; † 2. Februar 1970 in Penrhyndeudraeth, Gwynedd, Wales), war ein brit. Philosoph, Mathematiker u. Logiker. Er gilt als einer der Väter der Analytischen Philosophie. Als weltweit bekannter Aktivist für Frieden u. Abrüstung war er eine Leitfigur des Pazifismus, auch wenn er selbst kein strikter Pazifist war. Der Liberalist u. Rationalist, der in den 97 Jahren seines Lebens eine Vielzahl von Werken zu philosophischen, mathematischen u. gesellschaftl. Themen verfasste, erhielt 1950 den Nobelpreis für Literatur. Russell, Kevin Richard Kevin Richard Russell (* 12. Januar 1964 in Hamburg) ist ein dt. Musiker u. gehört zu den drei Gründungsmitgliedern der dt. Rockband „Böhse Onkelz”. Seit 1980 bis zur Entscheidung (2004) der vier Bandmitglieder, keine Songs mehr zu veröffentlichen, war er der Leadsänger der Band. Russell, Kurt Vogel Kurt Russell (* 17. März 1951 in Springfield, Massachusetts; vollständiger Name ''Kurt Vogel Russell'') ist ein US-amerikan. Schauspieler. Russell trat bereits als Kind u. als Jugendlicher in Fernsehserien auf. Bekannt wurde er als wortkarger Einzelkämpfer in dem futurist. Actionfilm ''Die Klapperschlange'' (1981). Er ist mit der Schauspielerin Goldie Hawn liiert. Rüsselsheim R. ist die größte Stadt des Kreises Groß-Gerau im Rhein-Main-Gebiet. Sie ist eine von sieben Sonderstatusstädten in Hessen u. liegt am Unterlauf des Main, nur wenige Kilometer vor dessen Mündung in den Rhein bei Mainz-Kostheim. Internationale Bekanntheit erlangte R. durch den Automobilhersteller Opel. – 59203 Ew. Rußiger Freitag Als Rußigen Freitag bezeichnet man den Freitag vor Aschermittwoch oder auch den Tag nach dem Schmotzigen Donnerstag (Fastnacht). Russische Revolution Als R. R. (Революция В России/ Transkription ''Rewoljuzija W Rossii'') versteht man folgende Höhepunkte in der russ. Geschichte des frühen 20. Jh.: In Russland hatte sich nach dem Krimkrieg (1853–56) zunächst eine liberale Politik durchgesetzt, die unter ''Alexander III.'' (1881–94) u. ''Nikolaus II.'' (1894–1917) aber zunehmend ins Reaktionäre umschlug, was schließl. in die ''Revolution von 1905/06'' mündete, die die Berufung einer Volksvertretung ''(Duma)'' erzwang. Die Unterstützung Serbiens zog das Russ. Reich in den 1. Weltkrieg. Nach schweren Niederlagen gegen die dt. Truppen kam es zur ''Februar-Revolution'' von 1917. Nikolaus II. wurde zur Abdankung gezwungen. Russland wurde Republik. Die unentschlossene Politik der ''Provisor. Regierung'' nutzten die ''Bolschewiki'' am 5. 10. (7. 11. n. St.) zu einem von ''Lenin'' organisierten Aufstand ''(Oktober-Revolution)'' aus. Russische Sprache Die R. S. (früher auch ''Großrussisch'' genannt; im Russ.: русский язык, wiss. Transliteration ''russkij jazyk'') ist die slaw. Sprache mit den meisten Sprechern u. gilt als Weltsprache. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als ''Kleinrussisch'' bezeichnet), dem Weißrussischen u. dem Russinischen die Gruppe der ostslaw. Sprachen u. wird mit dem kyrill. Alphabet geschrieben, wobei es bestimmte russ. Erscheinungsformen gibt. Die russ. Standardsprache beruht auf den mittelruss. Mundarten der Gegend um Moskau. Russisches Roulette R. R. ist ein potentiell tödl. Glücksspiel, welches mit einem Revolver gespielt wird. Die Trommel des Revolvers, in der sich nur eine Patrone befindet, wird so gedreht, dass die Position der Patrone den Beteiligten unbekannt ist. Der Spieler hält nun den Revolver an seine Schläfe u. betätigt den Abzug. Je nach aktueller Position der Patrone kann dabei ein Schuss ausgelöst werden, was normalerweise zum Tod des Spielers führt. Bei mehreren Teilnehmern wird derselbe Revolver entweder so lange reihum gegeben, bis der Schuss fällt, oder man begrenzt das Spiel auf eine bestimmte Anzahl von Versuchen, wobei die Trommel vor jedem Versuch neu gedreht wird. Russische Streitkräfte Die russischen Streitkräfte besitzen auch nach der Auflösung der Sowjetunion eine bedeutende Stellung in Politik u. Gesellschaft der Russischen Föderation. Die Armee ist in sieben Wehrbereichskommandos unterteilt. Die Teilstreitkräfte umfassen Marine (mit der Nordmeerflotte, der Schwarzmeerflotte, der Ostseeflotte u. der Pazifikflotte), Heer, Luftwaffe u. Luftlandetruppen (mit der Eliteeinheit „Speznas”). Die Befehlsgewalt über die Streitkräfte liegt beim Verteidigungsministerium der Russischen Föderation, das wiederum dem Präsidenten untergeordnet ist. Russisch-Japanischer Krieg Der Russisch-Japanische Krieg war ein Krieg zwischen dem Russischen Reich u. Japan. Der Konflikt begann im Februar 1904 mit dem japanischen Angriff auf den Hafen von Port Arthur u. endete, nach einer Reihe verlustreicher Schlachten, im Herbst 1905 mit einer Niederlage der russischen Seite. Russisch-Orthodoxe Kirche Als R. K. (oder russische orthodoxe Kirche) werden zumeist die autokephale orth. Kirche von Moskau u. ganz Russland (Patriarchat von Moskau u. ganz Russland) u. die ihr nachgeordneten Kirchen bezeichnet. Sie bilden gemäß dem allen orth. Kirchen gemeinsamen Glaubensbekenntnis zusammen mit den anderen orth. Kirchen die ''Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche''. Vor allem durch ihre lange eigenständige Tradition entwickelten sie einen eigenen Charakter. Der Patriarch als Oberhaupt hat seinen Sitz im Danilow-Kloster in Moskau, größter russisch-orthodoxer Kirchenbau ist die Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Russland R. (Россия, Transkription ''Rossija''; amtl. ''Russische Föderation'' bzw. ''Russländische Föderation'', russisch Российская Федерация, Transkription ''Rossijskaja Federazija'') ist ein Staat im nördl. Eurasien u. flächenmäßig der größte der Erde (17,1 Mio. km²). R. entwickelte sich aus der Expansion des Großfürstentums Moskau, später des Russischen Zarenreiches zu einem von ethn. Russen dominierten Vielvölkerstaat. Seine größte territoriale Ausdehnung hatte R. im 19. Jh. R. ist als Nachfolger der Sowjetunion Atommacht u. ständiges Mitglied des Weltsicherheitsrates. Das Land gilt nach der partiellen Erholung von den verschiedenen Transformationskrisen insbes. wegen des Reichtums an natürl. Ressourcen als wichtige Industrienation u. wurde deshalb in die G8 aufgenommen. Russlanddeutsche Der Begriff R. (russ. ''Российские немцы'', wiss. Transliteration ''Rossijskie nemcy'') ist ein Sammelbegriff für die ethnisch dt. bzw. deutschstämmige Minderheit in Russland. Es handelt sich um eine regional ursprünglich sehr verteilte Gruppe (Wolgadeutsche, Wolhyniendeutsche, Krimdeutsche, Kaukasiendeutsche, Schwarzmeerdeutsche, Sibiriendeutsche) innerhalb des Russischen Zarenreiches. Einige von ihnen gründeten selbst in Sibirien u. im Fernen Osten am Amur ihre Siedlungen. Überall im Reich entstanden dt. Enklaven als autonome Gemeinden, mit Namen wie Mannheim, Josephsthal oder Schönfeld. Deren gemeinschaftl. Leben wurde in traditioneller Art u. Weise durchgeführt, bis hin zu eigenen Kirchen u. Ratsversammlungen, die für die dt. Ortsgemeinschaft bindend waren. Heute leben noch etwa 1 Mio. R. auf dem Gebiet der ehem. Sowjetunion. Russo, Rene Rene Russo (* 17. Februar 1954 in Burbank, Kalifornien) ist eine amerikan. Filmschauspielerin. Zuvor war sie eines der erfolgreichsten Models in den USA (80er Jahre). Rüstung Als R. bezeichnet man eine Schutzbekleidung, die ihren Träger in erster Linie vor Waffeneinwirkung schützen soll. Rüstungen sind bereits seit Jahrtausenden gebräuchlich u. wurden aus den unterschiedlichsten Materialien u. nach verschiedenen Methoden hergestellt. Auch im Kampf eingesetzte Tiere (Kampfhunde, Schlachtrösser, Kriegselefanten) wurden teilweise durch Rüstungen geschützt. Rüstungsindustrie Die R. ist ein Wirtschaftszweig, der in Europa u. den USA etwa in der Mitte des 19. Jh. eine eigenständige Industrie wurde. Hergestellt werden Rüstungsgüter. Je nach Geschäftsfeld werden Kriegsschiffwerften, Panzerschmieden u. Luft- u. Raumfahrtindustrien unterschieden. Rutherford, Ernest Ernest Rutherford, 1. Baron Rutherford of Nelson, OM (* 30. August 1871 in Brightwater bei Nelson/Neuseeland; † 19. Oktober 1937 in Cambridge) war ein neuseeländischer, in England wissenschaftlich arbeitender Atomphysiker, der 1908 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Er war seit 1931 Baron Rutherford of Nelson. Rutherford, Margaret Dame Margaret Rutherford, Dame Commander of the British Empire (* 11. Mai 1892 in London; † 22. Mai 1972 in Chalfont St. Peter, Buckinghamshire) war eine brit. Schauspielerin. Nachhaltige Berühmtheit erlangte sie in den frühen 1960er-Jahren durch die Darstellung der schrulligen Amateurdetektivin Miss Marple. Sie war mit dem Schauspieler Stringer Davis verheiratet. Rutherford-Streuung R. beschreibt die Streuung von geladenen Partikeln an einem geladenen Streuzentrum. Im Ausgangsversuch wurde die Streuung von Alpha-Teilchen an Gold-Atomkernen untersucht. Die sich daraus ergebenden Teilchenbahnen sind Hyperbeln. Die Verteilung der gestreuten Teilchen lässt auf die Struktur des Streuzentrums rückschließen. Dies führte zur Erkenntnis, dass die positive Ladung in den Atomen sich auf einen kleinen Raum im Atomzentrum konzentriert. Bis dahin galt das Modell von J.J. Thomson, bei dem die positive Ladung des Atoms homogen in einer Kugel verteilt ist (Thomson'sches Atommodell). Rütlischwur Der R. ist ein Schweizer Nationalmythos. Er besagt, dass Abgesandte aus den drei ''Orten'' oder ''Waldstätten'' (den Urkantonen der Schweiz) auf dem Rütli, einer abgelegenen Alpwiese am Vierwaldstättersee, einen Schwur leisteten, der ein Schutz–und–Trutz-Bündnis besiegelte. Die- ses Bündnis gilt im Volksmund als Gründung der Eidgenossenschaft. Historisch gilt aber heutzutage der Bundesbrief als Gründungsurkunde. RWE Die RWE AG (bis 1990 Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) mit Hauptsitz in Essen ist hinter Eon der zweitgrößte Energieversorgungskonzern Deutschlands. 1898 wurde die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG (RWE) durch die Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer & Co u. die Deutsche Gesellschaft für elektr. Unternehmungen gegr., um die Stadt Essen mit Elektrizität zu versorgen. RWTH Aachen Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (kurz: RWTH A., international: RWTH A. University) ist eine Universität in Aachen, Deutschland. Sie ist eine der führenden techn. Hochschulen in Europa u. mit über 30.000 Studierenden eine der drei größten Universitäten für techn. Studiengänge in Deutschland. Ryan, Jeri Lynn Jeri Lynn Ryan (* 22. Februar 1968 in München) ist eine US-amerikan. Schauspielerin, die vor allem durch ihre Rolle als ''Seven of Nine'' in der Fernsehserie ''Star Trek: Raumschiff Voyager'' bekannt wurde. Ryan, Kate Kate Ryan (* 22. Juli 1980 in Tessenderlo, Belgien; eigentl. ''Katrien Verbeeck'') ist eine belg. Sängerin. Ihre Lieder lassen sich vor allem im Genre der Dance Music einordnen. Ryan, Meg Meg Ryan (* 19. November 1961 in Fairfield, Connecticut, als ''Margaret Mary Emily Anne Hyra'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. In den meisten ihrer Filme besetzte sie die Rolle der charmanten, lustigen u. romantischen Frau („Harry und Sally”, „Schlaflos in Seattle”). Ryanair R. ist eine irische Fluggesellschaft mit Hauptsitz in Dublin. Sie bezeichnet sich selbst als eine Billigfluggesellschaft. Mit einem Passagieraufkommen von fast 50 Millionen liegt sie, hinter Air France-KLM u. Lufthansa, an dritter Stelle der größten europäischen Fluggesellschaften. Ryder, Winona Winona Ryder (* 29. Oktober 1971 in Winona, Minnesota; eigentl. ''Winona Laura Horowitz'') ist eine US-amerikan. Schauspielerin. Sie spielte in Filmen wie „Zeit der Unschuld” (1993), „Meerjungfrauen küssen besser” (1990) oder als Gaststar in der Serie „Friends” (2001).